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Sulcus Ulnaris Syndrom oder wie man mir den letzten Nerv raubte ...
Zusammen mit Tanja, die ebenfalls vom Sulcus Ulnaris Syndrom betroffen ist, kam uns die Idee mal Tipps für Leute, die auch einen eingeklemmten, geschädigten oder immer noch beleidigten (irritierten) Ulnarisnerv haben, zusammenzustellen. Auch weil ich sowas bisher nicht im Internet gefunden hab.
Ihr könnt mir auch gerne mailen, was Euch geholfen oder nicht geholfen hat..., was Euch am meisten frustriert und geärgert hat.
Das wird die Rubrik "Kann helfen, muss aber nicht..."
Für alle die wissen wollen, was das Sulcus Ulnaris Syndrom ist, bitte hier abbiegen. Das ganze hier ist witzig aufgezogen, weil ich es nur so ertragen kann... ist aber durchaus ernst gemeint...

Ich kann die Sprüche: "Sie müssen geduldig sein!" und "Sie müssen positiv denken!" wie Ihr alle auch nicht mehr hören.
Weitere nette Sprüche:
  • Meine Frage:"Glauben Sie mir, dass ich Schmerzen habe?"
    Drauf die Ärztin:"Wir können keine Ursache dafür finden."
    Ein einfaches JA hätte mir genügt.
  • "Schmerzen sind was subjektives." Stimmt, aber damit allein, ist einem nicht wirklich geholfen. Ausserdem kommt es auch sehr darauf an, wie man es sagt.
  • "Daran stirbt man nicht." Ja, leider. Man muss damit leben. Deshalb bin ich da ganz anderer Meinung als er. Er redet sich leicht. Er hat's ja nicht! Wenn er die Schmerzen hätte, würde er es sicher etwas anders sehen.
  • "Das ist, wie wenn man jemandem mit einem Hammer auf den Kopf schlägt und dann damit aufhört. Dann tut der Kopf hinterher weiter weh." So hat mir mal ein D-Arzt die Nervenschmerzen nach der 1. OP erklärt. Den Vergleich hab ich wenigstens verstanden. Allerdings hat mir das gegen die Schmerzen auch nix geholfen.
  • "Die gute Nachricht: Der Nerv kann sich erholen. Die schlechte: die Schmerzen können bleiben."

Was ich einfach mal los werden möchte....:
Hab angefangen das Buch "SCHMERZ Eine Befreiungsgeschichte" zu lesen. Wenn ich den Gegner etwas besser versteh, kann ich mir vielleicht noch die ein oder andere Taktik zurechtlegen. Wie der Bundestrainer der Nationalmannschaft. Jetzt hab ich auch verstanden, warum Sport gegen Schmerzen hilft. Weil beim Sport Endorphine ausgeschüttet werden und die wirken als körpereigene Opioide. Ganz ohne Nebenwirkungen. Sport hab ich schon vor der Reha und Schmerztherapie gemacht. Einfach um nicht verrückt zu werden und mich abzulenken. D.h. intuitiv hab ich damals schon das Richtige getan. Wußtet Ihr dass es Menschen gibt (in Israel und Indien z.B. das ist genetisch bedingt), die keinen Schmerz empfinden? Und wenn Ihr denkt, das sei ein Vorteil, irrt Ihr Euch. Wenn Ihr z.B. eine heiße Herdplatte anfasst, dann merkt Ihr: "Autsch, das tut weh." Und zieht die Hand weg. Das macht Ihr dann nicht wieder. Nun stellt Euch vor, Ihr empfindet keinen Schmerz. Genau, dann zieht Ihr die Hand nicht weg und Verbrennungen sind die Folge. Das heißt die Warnfunktion funktioniert bei diesen Menschen nicht und sie verletzten sich deshalb umso mehr, weil sie die Grenze nicht erkennen können. Folge kann sein, dass Gliedmassen komplett amputiert werden müssen, alle Zähne gezogen werden müssen, weil sie sich selbst damit verletzen, weil sie die Grenzen nicht kennen. Keine schöne Vorstellung. Da ist mir mein Willi dann doch lieber. Schmerzen sind komplex, chronische Schmerzen (Dauerschmerzen wie z.B. Nervenschmerzen) sind anders als akuter Schmerz (Ihr stecht Euch in den Finger. Au. Warnfunktion. Der Schmerz geht vorüber, wenn Ihr mit der schmerzauslösenden Handlung aufhört ) und deshalb ist es auch schwierig Lösungen dafür zu finden. Dann ist auch noch jeder Mensch anders. Der eine verträgt Schuhnägel, den anderen haut schon ein laues Lüftchen um. Alles Faktoren, die es noch schwieriger machen. Es gab schon viele Medikamente, bei denen man dachte, das isses jetzt. Dann hat sich hinterher rausgestellt, dass die meissten davon starke Nebenwirkungen haben. Jetzt kann ich auch besser verstehen, wenn mein Arzt gegenüber mich genauso ratlos anschaut wie ich ihn, wenn die gängigen Schmerzmittel bei mir einfach nicht helfen oder ich sie nicht vertrage. Ist wohl auch ein Kommunikationsproblem. Ein Missverständnis. Wenn er mir das in einfachen Worten und mit anschaulichen Beispielen genauso erklärt hätte, hätte ich sein Verhalten wenigstens verstanden. Der sicher nett gemeinte Satz:"Was sollen wir nur mit Ihnen machen?" zeigt ja dann auch nur die Hilflosigkeit des Gegenübers. Und genau die versteht man in der Situation überhaupt nicht. Da wär mir eine in einfachen Worten ausgedrückte Erklärung der Misere deutlich lieber gewesen. Damit hätte ich etwas anfangen können und mich nicht verschaukelt und nicht richtig ernst genommen gefühlt. Es ist nicht so, dass er Dir nicht helfen mag, er kann es einfach nicht - jedenfalls nicht so wie man es sich normalerweise vorstellt. Nicht weil er es fachlich nicht drauf hat. Sondern weil der Weg eine Lösung zu finden, eben genau das Ausprobieren ist. Und es trotzdem dann durchaus sein kann, dass es eben leider kein Medikament gibt, dass 100%ig wirkt. Da ist es dann wie beim Programmieren. Manchmal muss man halt mal ausprobieren, ob man mit der Lösung, die man sich überlegt hat, ans Ziel kommt. Und man stellt dann auf halber Strecke fest: Nein, die Idee war zwar gut. Aber es funktioniert so nicht. Dann muss man sich wieder was anderes einfallen lassen. Try and Error. Und oft gibt es dann auch nicht die perfekte Lösung sondern man muss auch mit einem Workaround leben (es funktioiert irgendwie, und nur das nötigste).
Deshalb konnt ich das damals auch gar nicht verstehen. Man kann dann auch lange nicht verstehen, dass man nicht einfach die Ursache beheben kann und der Schmerz dann aufhört. Da trifft dann der Spruch vom Kühlschrankmagneten zu: "Wenn das die Lösung ist, hätte ich gern mein Problem zurück." Sprich, wenn ich gewußt hätte, dass es nach der 2.ten OP noch schlimmer wird(mir hatte ja der Narkosearzt gesagt, ich soll mich auf die OP freuen, weil dann die Schmerzen aufhören täten), hätt ich die garantiert nicht gemacht. Bei jeder OP hofft man neu, und wird wieder nur enttäuscht. Das ständige Hoffen mit den ständigen Enttäuschungen machen einen noch zusätzlich fertig. Stellt Euch vor, Ihr habt andauernd bohrende Schmerzen wie bei Zahnweh. Oder stellt Euch eine Baustelle vor Eurem Fenster vor. Der Presslufthammer dröhnt in einer Tour und Ihr könnt nix dagegen machen. Die möchtet Ihr doch unbedingt loswerden. Man gibt Euch keine Medis oder Medis, die den Schmerz nicht lindern können. Ihr fühlt Euch dem Schmerz (Presslufthammerlärm) ausgeliefert, weil Ihr nicht wisst, was (und das) Ihr dagegen selber was machen könnt. Das war für mich die schlimmste Zeit. Inzwischen hab ich einige Strategien. Plan A, Plan B, Plan C. Nicht immer funktioniert es. Aber doch oft. Und genau das die Kontrolle darüber zu haben, macht es leichter und erträglicher. Es wird dadurch nicht schöner aber man kommt leichter damit zurecht. Ein Schlachtplan halt, der Euch durch's Leben bringt. Im Fall vom Presslufthammer (Bei chronischen Schmerzen, habt Ihr es nicht in der Hand einfach den Stecker des Presslufthammers zu ziehen, die direkte Lärmursache könnt Ihr also nicht abstellen), macht Ihr als erstes das Fenster zu. Auch Ohrenstöpsel wären eine Möglichkeit. Oder Ihr dreht bei Euch die Musik so laut auf, dass sie den Presslufthammer übertönt (so funktioniert ein TENS-Gerät). Ist die Baustelle langfristig da, könnt Ihr über ein Schallschutzfenster nachdenken. Ihr könntet auch umziehen... (Plan A, B, C) So in der Art müßt Ihr Euch das bei chronischen Schmerzen vorstellen. Eine Dauerbaustelle mit andauernd hämmerndem Presslufthammer. Nur im Gegensatz zur Baustelle, könnt Ihr nicht umziehen - also vor den Schmerzen davonlaufen. Könnt Ihr es Euch jetzt besser vorstellen? Auch dass man selber aktiv werden muss, ist damit einleuchtend. Das Schallschutzfenster baut sich ja auch nicht von alleine ein. Nein, Ihr müsst Angebote einholen, den Handwerker beauftragen, Eure Möbel im Zimmer abdecken (wenn das Fenster ausgebaut und das neue eingebaut wird). Seid Ihr eh schon von der Arbeit oder von Eurem Freund, Eurer Freundin genervt, dann nervt Euch an solchen Tagen die Dauerbaustelle sicher noch mehr, als an Tagen, wo alles super läuft. Genauso können chronische Schmerzen von Eurer Stimmung beeinflusst werden. Seid Ihr schlecht drauf, dann machen Euch die Schmerzen auch mehr zu schaffen. Ihr empfindet sie dann heftiger. Das heißt jetzt aber nicht, dass chronische Schmerzen nicht auch wirklich stärker werden können. Sie sind nicht alle Tage gleich. Auch bei gleicher Stimmung. Auf der Baustelle ist ja an einem Tag z.B. mehr los. Da kommt noch der Bagger hinzu, ein Kipplaster, das nervige Tüt-tüt, wenn der Kipplaster rückwärts fährt. Also zusätzlicher Lärm entsteht. Ich hoffe, das war jetzt bildhaft genug und Ihr könnt Euch das jetzt besser vorstellen. Der Bundestrainer hat es übrigens einfacher als die Taktiker gegen die chronische Schmerzen. Er hat zwischen den Trainingseinheiten und Turnieren auch mal Pause. Bei vielen von uns ist es leider ein Dauergefecht mit Dauerbeschuss. Auch wird er besser bezahlt. Viele Menschen mit chronischen Schmerzen können eben wegen der Schmerzen (trotz Medikamenten) nicht mehr voll arbeiten. Das heißt sie müssen zusätzlich auch noch finanzielle Abstriche machen. Hinzu kommt, dass Nervenschmerzen bei Versicherungen nur gering, wenn überhaupt anerkannt werden. Wenn man "nur" Schmerzen hat, und sonst keine weiteren sichtbaren Einschränkungen oder nur geringe, geht man hier leer aus, auch wenn man gut vorgesorgt hat. Eben weil Schmerzen nicht sichtbar sind. Wenn wir der Torwart wären, gäbe es keinen Abpfiff! Und der Gegner schießt pausenlos auf das Tor. Und auch ein Torwart hat mal schlechte Tage und kassiert mehr Tore. Nur wir haben keine 100 oder 1000 Fans hinter uns stehen, die uns ständig anfeuern. Wir können uns nur verständnisvolle Freunde, eine verständisvolle Familie, Arbeitgeber, Chef und einen verständnisvollen Arzt (der einem auch zuhört und einen ausreden läßt und sich auch was neues einfallen läßt und nicht so schnell aufgibt) wünschen. Mehr brauchen wir nicht. Damit wäre uns schon viel geholfen. Und nur Probleme, die ich verstehe, kann ich auch angehen. Solange mir das Verständnis fehlt und die Zusammenhänge nicht klar sind, wird es nicht funktionieren. Das ist nicht nur bei der Entwicklung von Software so, sondern auch bei der Behandlung von chronischen Schmerzen. Danke!
Willi, der Nerv will net!
Willi der Nerv will net Gestatten, das ist der Willi "Nervus Ulnaris" oder auf Deutsch mein rechter Ulnaris- bwz. Ellbogennerv. Willi hat 2014 einiges mitgemacht. Beim Ellbogenbruch am 28.01.2014 hat es auch ihn erwischt. Nachdem der Gips unten war, wurde er total abgeschnürt. Das hat Willi überhaupt nicht gefallen. Als das rauskam, wurde Willi am 30.04.2014 von einem Chirurgen befreit und umverlegt. Das hat Willi auch nicht gefallen. Dann ist er auf der Ellbogenkante gelandet und wurde aufgerieben. Das hat Willi noch viel weniger gefallen. Er hat immer nach Kräften lamentiert (auf Deutsch: es hat saumäßig weh getan!). Dann wurde er am 12.08.2014 von einer Handchirurgin aus dieser mißlichen Lage befreit und erneut umverlegt. Ich brauch wohl nicht zu sagen, dass Willi davon auch nicht begeistert war.
Seitdem ist er beleidigt (das seht Ihr ja auf dem Bild) und lamentiert noch mehr herum als vorher... (Also auf Deutsch: Er tut weeehhh!)
Willi ist ca. 40 cm lang und kann sich nur langsam von dem Erlebten erholen. 1mm pro Tag bis zu einem Jahr oder länger... Kann auch sein, daß er zu einem Teil beleidigt bleibt und für immer rumzickt.
Bisher konnte ihn weder Physio - noch Ergotherapie versöhnlich stimmen...
Kann helfen.. muss aber nicht..
Diese Rubrik heißt: "Kann helfen, muss aber nicht..." weil das der Lieblingsspruch der Ärzte zu sein scheint. Jedenfalls hab ich ihn sehr oft zu hören bekommen... und Willi natürlich auch..
Mein Willi mag Wärme und haßt Kälte. Das kann bei Eurem Willi ganz anders sein. Deshalb schreib ich hier auch hin, was ich probiert und nicht geholfen hat, weil es Eurem Willi evtl. helfen kann.

  • Vitamin B-Komplex: Vitamin B kann Willi helfen, sich schneller zu erholen. Es gibt Ärzte, die es verschreiben, aber man bekommt es auch so in der Apotheke. Willi hat's probiert, aber genutzt hat's nix.
  • Physiotherapie: bekommt Willi derzeit nicht mehr verschrieben. Da ich aber schon ewig Physio hatte, hab ich mir ein paar Übungen zeigen lassen, die Willi und ich auch zuhause machen können. Also lasst Euch auch Übungen für zuhause zeigen!
  • Ergotherapie: bekommt Willi derzeit noch verschrieben. Die Ergotherapeutin probiert aus, was Willi (und Euch) am besten hilft/guttut. Wärme (Paraffinbad: das mag Willi), Kälte (Eisbehandlung) - Willi mag das nicht!, Rapsbad (findet Willi ganz okay), Schröpfen (das mag Willi weniger) ... Auch hier könnt Ihr Euch Übungen für zuhause zeigen lassen. Knetmasse und Ballübungen macht Willi auch gern daheim.
  • Warme Hand-/Ellbogenbäder: mag mein Willi
  • Kalte Hand-/Ellbogenbäder mag Willi nicht
  • Wärmesalbe: brennt.. überbrennt den Nervenschmerz. Ab und zu für Willi und mich ein willkommenes Ablenkungsmanöver. Willi steht auf ABC-Wärmesalbe (Vorteil:die riecht nicht). Bitte nur NEBEN! und nie auf die Narbe schmieren!!!
    Derzeit schmier ich abends den ganzen Arm/Willi von oben bis unten ein. Tut echt gut! Vielleicht brennt ja irgendwann der Arm weg. Dann wär das Problem auch erledigt. ;-)
  • Pferdesalbe: Kühlt. Fand Willi am Anfang und im Sommer ganz angenehm. Sie riecht aber etwas.. also meine Mama mag den Geruch nicht..
  • Voltarenschmerzsalbe: Zeitweise hab ich meinen gesamten Arm (meinen gesamten Willi) von oben bis unten damit eingeschmiert. Oder ich schmiere es mal auf die Stelle am Ellbogen, die besonders weh tut. Es lindert. Zumindest bei meinem Willi hat es was geholfen.
  • Schmerzmittel: Bei meinem Willi hat Novalgin und momentan Lyrica was geholfen. Andere Medis kennt mein Willi derzeit auch (noch) nicht. Die Novalgintropfen schmecken übrigens sehr gräußlich! Den Schraubverschluß (den Ihr wahrscheinlich wegen der Kindersicherung und Eurer Handschwäche nur schwer, wenn überhaupt aufbekommt) müßt Ihr immer wieder fest zudrehen. Sonst kristallisiert das Novalgin. Verstopft dann auch den Ausgießer! Lyrica macht dösig. Teilweise tu ich mir schwer die Augen offen zu halten. Ich bin bei der Ergo wegen dem Zeug gegen den Türstock gedonnert... Mir ist nix passiert. War als würd ich neben mir stehen, im wahrsten Sinne des Wortes.
  • Tiere streicheln: wenn ich eine Katze streichle (Hunde laufen bei uns nicht soviele rum..), dann tut das der Hand und Willi ganz gut.. Am liebsten würde ich nicht mehr damit aufhören, leider sind die Katzen immer anderer Meinung ;-)
  • Auf der Gitarre klimpern: das Vibrieren beim Spielen lindert den Schmerz und auch das Ziehen in der Hand. Mein Willi mag das... Ob Euer Gitarrenspiel Eurem Nachbarn gefällt, kann ich leider nicht beurteilen...
  • Tanja meinte, die Hand auf einen Lautsprecher zu legen und voll die Musik aufzudrehen, hätte den gleichen Vibrationseffekt wie die Gitarre. Das hab ich mich aber jetzt nicht getraut und wollte es auch den Nachbarn nicht zumuten.. Ihr könnt es aber gerne probieren und mir Eure Erfahrungen schildern.
  • "Wundersalbe IcyHot" aus USA. Hat mein Chef mir empfohlen. Hat bei Willi gar nix ausgemacht. Weder positiv noch negativ. Stinkt nur ziemlich nach Kaugummi. Das fand Willi nicht so toll. Außerdem hab ich jetzt einen "nervigen" Newsletter mehr, von da, wo ich es gekauft hab...
  • Tippen: hält bei meinem Willi die Finger beweglich...insofern seh ich es als Ergo..
  • Stricken: siehe Tippen.. (kann Willi aber leider nicht so lang wie ich gerne möchte, also nach ein paar Runden ist Schluß)
  • Hand/Arm (den Nerv entlang) massieren/reiben: tut Willi ganz gut, hat aber leider keine anhaltende Wirkung.
  • Schiene: es gibt spezielle Schienen. Die sind allerdings nicht ganz billig. Für nachts. Damit sich der Nerv erholen kann. Mein Willi hat keine. Und ich weiß auch nicht, ob ich mir eine zulegen will. Willi und ich haben schon den Jumbojet (Oberarmgips) gehaßt!
  • Knautschbälle (Antistressball) und Knautschviecher: können Willi dabei helfen die Handmuskeln wieder aufzubauen oder zu erhalten. Ich hab diese beiden...
    Mein kleiner blauer Ergo-Knetschball Softgiraffe
  • Physioknete: gibt es in unterschiedlichen Härtegraden. Siehe Knautschbälle.
  • Igelball/Noppenball: Willi mag, wenn man den Ball den Nerv entlang über den Arm und die Hand mit leichtem Druck rollt. Das massiert so schön! Paßt aber auf, dass Ihr nicht zu fest drückt, sonst bekommt Willi/Ihr schöne kleine blaue und gelbe Flecken.
  • Trockenübung Handtuch auswringen: Soll Willi helfen, die Delle (den Muskel) zwischen Daumen und Zeigefinger wieder aufzubauen. Ich wringe bereits seit 8 Monaten täglich, habe aber den Eindruck, dass das "Loch" seitdem eher größer geworden ist. Kleiner ist es jedenfalls nicht geworden! Außerdem tut's beim Wringen hinten am Ellbogen weh.. ist also auch noch sehr unangenehm..
    Alternativ könnt Ihr natürlich auch putzen. Da wird ja auch der Lappen ausgewrungen. Oder Ihr verzichtet ganz auf's auswringen und kauft Euch so ein Vileda-Teil.
  • Handschuhe: Willi mag's schön warm. Da es jetzt im Nov. schon etwas frisch geworden ist, stecke ich die rechte Hand mit Willi in einen fingerlosen Handschuh, den ich wohl auch bei der nächsten Belastungserprobung (wenn ich eine bekomme) im Büro anziehen werde. Wir haben Frischluftfanatiker im Zimmer. Bisher haben mir da die kalten Hände und Füße nicht soviel ausgemacht. Willi schon. Deshalb Handschuh!
  • Körner (Raps, Dinkel...) entweder in den Kühlschrank oder die Mikrowelle stellen und dann in eine Schüssel und mit der Hand drin rumgraben. Auch der Ellbogen darf da rein "versenkt" werden. Mit Mais geht's nur kalt... warm habt Ihr dann Popcorn... auch nicht verkehrt ;-)
  • Eine Ravelrerin hat mir Traumalix-Spray empfohlen. Das muss man wohl in der Schweiz bestellen. Deshalb hab ich das erstmal nicht ausprobiert. Soll kühlen und wärmen zugleich. Hört sich ähnlich wie die Aloe Heat Lotion an.
  • Tipp von Christina: Computerzubehör Vertical mouse entlastet den Mausarm. Gibt es für Links- und Rechtshänder. Ich hab mir jetzt mal eine bestellt. Willi hat sie ausprobiert und findet sie echt nicht schlecht! Wenn Ihr die auch auf Arbeit haben möchtet, laßt Euch vom Arzt ein Rezept dafür ausstellen. Dann klappt es auf alle Fälle.
  • In diesem Forum tauschen sich auch SUS-Leidensgenossen aus. Und Eure und Willis Fragen werden dort sicher auch beantwortet. Zumindest seht Ihr da, dass Ihr nicht allein seid, wenn Ihr nach der OP noch Probleme habt.
  • Tanja hat mir die Uniklinik in Regensburg als SUS-Spezialisten empfohlen. Die kennen sich mit sowas aus, hat sie gemeint.
  • Eine große Portion Humor zur Ablenkung in Form von DVDs: 2 Broke Girls, Mom, Gilmore Girls..
  • Krankenhausgalgenhumor und Co: helfen Willi sich abzureagieren und die Welt nicht ganz so schwarz zu sehen...
  • Die Ergo hat gesagt:"Heute probieren wir mal was neues aus."
    Ich:"Au ja!"
    Und das ist dann dabei herausgekommen. Sieht komisch aus, hat aber gut getan... Das ist ein Gummihandschuh mit Rapskörnern gefüllt (hilft gegen die Taubheit in den Fingern) und den Arm hat sie mit Zellophan umwickelt (wärmt ähnlich wie Wärmesalbe und hält den Arm "frisch" ;-). Also bei mir hat das "gute" Gefühl 2,5 Stunden angehalten. Ablenkungsmanöver wie die Wärmesalbe, allerdings muss man dafür schon zu zweit sein, sonst wird das nix. Anstatt Raps könnt Ihr auch Reis verwenden.
    Wenn Ihr jetzt lachend unter dem Tisch liegt, dann kann ich das aber auch verstehen. :)
    Zellophanarm und Gummihandschuh mit Rapskörnern gefüllt
  • Schmerztherapie/Schmerzkonsil: Der Narkosearzt (Schmerztherapie) schreibt zusammen wie und wo und wie stark die Schmerzen sind und schreibt Medikamente und Physio-, Ergotherapie dazu, die Ihr bzw. Euer Willi dann bekommen sollt. Der Zettel hat dann die Überschrift Schmerzkonsil und den gibt er Euch dann mit zum D-Arzt. Ich hab in Bad Neustadt auch schon einige Rezepte bekommen. So.. jetzt hoffen wir mal dass das dem Willi hilft. Hab seine Zickerei langsam satt! Zumal alle Ärzte sagen, dass er eigentlich keinen Grund mehr hat beleidigt zu sein. Das ist schön, dass sie das so sehen. Nützt mir leider überhaupt nix solange Willi das nicht auch so sieht...
  • Diesen Link hat mir eine Bekannte geschickt. Lauter Tipps wie man mit einem eingeklemmten Nerv umgeht.
  • Aloe-Vera Heat Lotion: soll ähnlich wie Wärmesalbe wirken, aber wenn man's braucht kalt oder warm werden, je nachdem. Ist bei meinem Willi nur kurz mal kalt geworden. Das war's. Kann aber einfach an meinem taubem Arm liegen... Riecht ähnlich aufdringlich nach Kaugummi wie die Wundersalbe Icy-Hot.
  • Retterspitz-Salbe oder Tinktur für Wickelumschläge: Naturheilmittel bei Muskelproblemen.. probiert Willi mal aus. Schaden kann's nix. Willi zeigt sich bisher weiterhin bockig und unbeeindruckt.
  • Neue Schmerzmedikamente: Venlafaxin und Amitryptilin. Die helfen zwar gegen den Schmerz, aber mehr als ne halbe vertrag ich nicht davon. Auch wenn Willi mehr vertragen könnte. Allerdings ist es immer blöd, wenn man eine Kapsel halbieren muss... Heute hat sich der halbe Inhalt der Kapsel in der ganzen Küche verteilt, weil mir die halbe Kapsel davongesprungen ist. Ganz toll!
  • Elektrotherapie. Jetzt kann ich da auch mitreden. Nach dem ersten mal hat der Nerv ganz schön lamentiert. Beim 2.ten mal nicht mehr so sehr. Währenddessen spür ich gar nix. Höchstens hinterher. Der Physiotherapeut hat auch gemeint, Wunder wird's nicht bewirken. Hätt ich auch nicht erwartet. Und was jetzt seit einem Jahr taub ist, wird wohl auch taub bleiben.
    Beim ersten mal hat er diesen Witz gebracht:"Und jetzt zwei Finger in die Steckdose stecken..."
    Drauf ich:"Wenn das so ist, hätt ich das auch daheim machen können..."
  • Also TENS bringt bei mir was, wenn ich das Ding benutzen kann, wenn es weh tut! Nicht wenn der Physiotherapeut grad Zeit hat. Dann tut es nämlich selten weh. Also wenn ich nach der Arbeit im Bus heimwärts sitze und mir alles weh tut, dann bringt das Ding vom Lidl (Sanitas) wirklich was und ist ne echte Alternative zu Schmerzmitteln.
  • Schmerzmittel können Euch ziemlich fertig machen. (Ich sag nur heulendes Elend, Heulsuse und Greinmeichala) Das merkt Ihr aber selber nicht. Das muss Euch jemand sagen. Als es mir wirklich saudreckig ging, hatten die Schmerzmittel einen grossen Anteil daran. Als ich sie abgesetzt hatte, ging es mir um Welten besser! (Also nach dem Entzug! 10 Tage hat das gedauert) Leider ist auch denen auf Reha nicht die Idee gekommen, mal die Schmerzmittel zu reduzieren, stattdessen schickt man die Leute dann lieber zum Psychologen. Das kann ich jetzt nicht so ganz nachvollziehen... Vor allem weil die Dame sehr unfreundlich und unterschwellig aggressiv war. Nur so zum Vergleich... wenn man ein verletztes Tier in die Ecke treibt, wird es auch seine Zähne zeigen und zuschnappen! Genauso hab ich mich auch verhalten. Nach 10 Minuten hat sie mich dann rausgeschmissen. Ich hab einen Freudensprung die Treppe im Hof runter gemacht, als ich da wieder draussen war.
  • Wichtig! Wenn Ihr die Schmerzmittel absetzt, dann tut nix unüberlegtes! Lieber abwarten und nochmal drüber schlafen. Glaubt mir!
  • Ablenkung: Geht mal spazieren (im Wald oder auch einfach in einem Wohngebiet). Macht Spaß, man sieht einiges und es lenkt ab. Lesen.
  • Versucht trotzdem das zu machen, was Ihr auch vorher gern gemacht habt. Auch wenn es langsamer geht. Jedes Erfolgserlebnis tut gut!
  • Wenn Ihr einen schlechten Tag habt, dann isses halt so. Dann tut das, was Euch guttut. Das wisst Ihr selber besser! Und wenn Ihr Euch mal ausheulen müßt, dann ist das auch okay. Denn hinterher geht es einem wieder besser. Jeder hat das Recht auf einen schlechten Tag. Das solltet Ihr aber nie an anderen auslassen! Die können ja nix dafür.
  • Es hilft auch ungemein sich mit Leidensgenossen/innen auszutauschen. Liebevoll von mir SUSis genannt :)
  • Gebt Eurem Nerv einen Namen... das macht es persönlicher und ist jedenfalls für mich damit einfacher zu ertragen und zu akzeptieren.
  • Gönnt Euch was! Ein Eis. Eine Tasse Kaffee und ein Knieküchle. Einen Burrito..., ein hübsches Shirt oder ein luftiges Top :)
  • Feste Rituale können Euch auch über den Tag helfen. Macht abends beim Fernsehen Eure Physio- Ergoübungen. Geht ne Runde laufen oder zum Schwimmen. Ins Kino, zu Sportereignissen (Ihr müßt ja nicht mitmachen ;-), zum Stricktreff, trefft Euch mit netten Leuten, die Euch guttun!
  • Flucht! Fluchen hilft gegen Schmerzen!
  • Aus Zufall ist dieses SUSi-Pad enstanden. Hält warm und tut zumindest mir gut. Hätt ich auch nicht geglaubt, wenn mir das jemand vorher erzählt hätte. Wendemuster in Doppelstrick. Anleitung können alle SUSis kostenlos von mir bekommen. Wenn Ihr lieb seid, kann ich auch eins für Euch entwerfen :)
    SUSi-Pad (Sulcus Ulnaris Syndrom)
  • Noch ein wichtiger Punkt: Lasst Euch von den Ärzten nicht alles gefallen! Die haben auch nicht immer recht.
  • Neu! Spiegeltherapie: wir verarschen das Hirn. Gucksdu hier. Die Ergo meinte nach 2 Wochen 20 Minuten Spiegeltherapie am Tag würde ich was merken und die Schmerzen nachlassen. Warten wir's ab... Ich bin skeptisch. Machen wir mal Try and Error. Schaden kann's ja nix.
    Tipp: Und aus einem Rasierspiegel vom Kaufland und dem Verpackungsmaterial vom Drucker (Softstyropor) hab ich mir diese Spiegeltherapiekonstruktion gebastelt. Also einfach ein Stück abgeschnitten und in der Mitte eine Riefe (mit einem Schneiddeifele = Messer) reingeschnitten. Der Spiegel muss nämlich grad stehen und quer ist auch besser. Die Rasierspiegel stehen aber leider nur leicht schräg. Passt, wackelt und hat Luft. ;-)
    Spiegeltherapie
  • Uups .. ganz vergessen.. Ich finde die Perixx Ergotastatur klasse. Sie ist nicht so laut und die Tasten leichtgängig. Nicht so wie die von MS. Die fand ich furchtbar. Die hatten sie auf Reha. So ein lautes Teil! Garantiert nicht Grossraumbüro geeignet! Das wirft mein Chef schon nach einer Stunde zum Fenster raus...
  • Wenn Ihr einen Arbeitsunfall hattet, dann zahlt die BG Eure Arbeitsmittel also Ergotastatur, vertical mouse, Mauspad, sogar Euer TENS-Gerät! In dem Fall, könnt Ihr das vorher nochmal kurz mit Eurem BGler klären und dann die Sachen direkt selber kaufen und ihm dann die Rechnung schicken. Geht meist schneller und unkomplizierter als wenn man es über die interne IT besorgen läßt. Dann habt Ihr die Sachen nämlich gleich zur Belastungserprobung und nicht erst Wochen später. Macht also Sinn.
    Ist der SUS nicht aus einem Arbeitsunfall entstanden, dann lasst Euch von Eurem Arzt ein Attest für die Tastatur und die vertical mouse ausstellen, dann bekommt Ihr es auch vom Arbeitgeber.
  • Eine Mit-Reha aus dem ARZ, die einen verletzten Radialisnerv hatte, hat mir Keltican empfohlen. Bei ihr hat es geholfen.
  • Ihr könnt ein CO2-Bad für Euren Arm oder Ellbogen auch daheim machen. CO2-Tabletten gibt es in der Apotheke. Muss ich mir noch besorgen. Hab ich vergessen. Was man nicht im Kopf hat..
  • Physiotherapie steht zwar schon in der Liste drin, aber das wichtigste davon ist wohl Nervenmobilisation. Das tut oft hinterher sehr weh. Soll aber helfen, dass der Nerv, da wo er noch hängt, "herausgleitet". So Willi: Rutsch endlich!!
  • Wenn es heiß ist, hilft bei mir derzeit ein kalter nasser Wischtuchwickel um den Arm.
  • Versucht mal mit Kopf-Stadt-Land-Fluss Euch von den Schmerzen abzulenken. Also ein Tier mit A, B, .... Z. Dasselbe könnt Ihr auch mit Pflanzen, Berufen usw. machen. Was immer Euch einfällt und Spaß macht.
  • Mir hilft es im Bus einfach alle möglichen Schilder zu lesen, die mir über den Weg laufen... Als Ablenkungsmanöver...
  • Video, dass den chronischen Schmerz für Kinder und in 10 Minuten erklärt und was man dagegen machen kann.
  • Hier gibt es einen Schmerzwerkzeugkoffer vom Schmerzzentrum der Uni Erlangen.
  • Neu! Wenn alles nix hilft, dann gibt es auch Linkshändertastaturen (dort sind die Tasten spiegelverkehrt angeordnet) und Einhandtastaturen. Einhandtastaturen gibt es sowohl Hardware (also als echte Tastatur) als auch als Softwarelösung (normale Tastatur aber tippen nur über den Nummernblock mit 5 Fingern) Oder Spracherkennungssoftware (das gäb dann ein Gebrummel bei uns im Büro... Ob die fränkisch versteht?).
  • Schallwellen und Magnetfeldtherapie kann evtl. auch helfen. Es gibt Geräte dafür z.B. Novafon. Sind aber nicht ganz billig.
  • Der Taxler von dieser Woche meinte, ich soll es mal mit einem Heilpraktiker probieren, vielleicht fällt dem noch was ein... Muss man dann aber selber zahlen...
  • Meine Physio meinte, bei Ihrem Nerv hat mal Osteopathie was gebracht. Muss man aber auch selber zahlen.
  • Neu! Also ganz neu isses ned. Aber die Variante hab ich neu. Ich hab via Nummerntastenblock und onehandkeys (kostenlose Software Einhandtastatur) jetzt eine Linkshänder - Einhandtastatur. Wenn es mit dem Tippen schlimm wird, bzw. davor (ich wechsle einfach ab), kann ich auf die Einhandtastatur ausweichen. Man braucht etwas Zeit, bis man es kann. Vertipp mich immer noch. Aber es wird besser und schneller. Ist für mich persönlich erstmal das beste Hilfsmittel für die Arbeit, neben der Ergomaus und der normalen Ergotastatur.
  • Fast vergessen: mir hilft auch einfach alles wechzuschreibm... mit dieser Website.. aber das wisst Ihr ja inzwischen.

© Sandra Jäger