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Sulcus Ulnaris Syndrom
Sammy, das Krankenhausfluchttier
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24.08. bis 30.08. Widersprüche und das natürliche Gleichgewicht ...

Samstag: Seit gestern ist wieder das Altstadtfest. Noch bis einschliesslich morgen. Am Sonntag ist der Handwerkerhof. Der ist auch sehr fein.

Habt Ihr Euch auch schon mal gefragt, warum wir Menschen so widersprüchlich denken, reden und handeln? Kommt ja bei jedem mal vor. Ich erklär es mir jetzt so, dass das vom physiologischem Status abhängig ist. Um es bildhafter zu machen, von den zwei Seelen oder zwei Wölfen in unserer Brust. Dem weissen Wolf, der die Vernunft, den Verstand, die Weisheit, das logische Denken, Liebe, Nachsicht, Wohlwollen, die Zufriedenheit, eine positive Einstellung verkörpert und dem schwarzen Wolf, der gierig, neidisch, hektisch, vergesslich, bequem, gehässig ist, der immer nur das Negative sieht.

Ich denke der weisse Wolf steht für den physiologischen Zustand der Entspannung. Denn ist man entspannt, dann kann man besser zuhören, besser denken und reagiert auf Kritik und Neurungen offen. Man ist zufrieden. Man lebt im Hier und Jetzt. Man kann jeden Moment geniessen und aus jeder Situation etwas lernen. Das ist sehr spannend. Lustigerweise nimmt man sich in diesem Modus mehr Zeit für die Dinge, die einem wichtig sind. Trotzdem ist es so, dass im Nachhinein betrachtet, diese Zeit verflogen zu sein scheint. Wahrscheinlich hängt das mit dem Flow-Gefühl zusammen. Man ist ganz bei sich und der Sache, die man gerade macht - also das, was man heutzutage als achtsam oder im Flow bezeichnet. Man blendet alles andere aus. Der weisse Wolf ist handlungsfähig und flexibel und resilient.

Dann steht der schwarze Wolf für Unzufriedenheit, eine vergiftende Atmosphäre, Rastlosigkeit, Bequemlichkeit, zum Hang nur das Negative in einer Situation zu sehen. Er wirkt toxisch auf seine Umgebung. Gestresst hetzt er von einem zum anderen. Sein Geist kann nie stillstehen. Er kann nie zufrieden sein.

Dann würde der weisse Wolf also den Zustand der Entspannung verkörpern, der Authentizität, während der schwarze Wolf den Zustand von chronischem Stress verkörpert.

Täglich ringen beide miteinander. Sie im Gleichgewicht zu halten, ist ein Balanceakt, den man auch Homoöstase nennt. Haben wir unser Gleichgewicht, dann wirkt sich dies positiv auf unsere Gesundheit aus. Dann kann uns auch nix so schnell erschüttern. z.B. die täglichen Ungereimtheiten und Widrigkeiten und Pannen des Lebens. Auch daily hassles genannt.

Spannend Homoöstase ist überall! In der Natur, in uns (unserem Darm), in unserer Lebensweise, Hell dunkel, die Jahreszeiten, kalt und warm alles muss ausgeglichen sein.

Ist es das nicht, dann drohen weitreichende Folgen wie Unzufriedenheit, Frustration, Wut, Zorn und Krankheit. Und in der Natur scheint es nicht anders zu sein. Durch das Ungleichgewicht wüten Wetterphänomene öfter als früher. Mit verheerenden Auswirkungen auf die Natur und uns Menschen.

Ihr könnt es bis ins Kleinste herunterbrechen. Auch in jeder Zelle Eures Körpers muss diese Homöostase bestehen, damit sie funktionieren kann. Andernfalls stirbt sie.

Oder die Darmbakterien, die bei Euch dafür sorgen, dass alles flutscht und Ihr weder Verstopfung noch Durchfall habt. Nur wenn sie in einem gesunden Gleichgewicht sind (also bestimmte Sorten vorkommen), dann funktioniert es.

Deshalb funktionieren auch Monokulturen in der Natur nicht. Sie kommen deswegen auch natürlicherweise gar nicht vor. Erst durch uns Menschen. Die Folge ist ein verarmter Boden, der von den Unwettern der heutigen Zeit keinen Halt mehr findet und bei Unwettern in Form von Schlammlawinen fortgespült wird.

Ihr könnt es auch in der Arbeitswelt sehen. Es kommen immer schneller neue Aufgaben durch die Digitalsierung dazu. Fallen aber in derselben Zeit alte Aufgaben nicht weg (indem man sich mal die Frage stellt, ob man diese alten Prozesse noch braucht, oder man sie umstrukturieren und durch Automatisierung verschlanken könnte) , kommt es auch in der Arbeitswelt immer mehr zu einem Ungleichgewicht.

Oder bei Euch daheim. Ja, bei mir auch. Im Laufe eines Lebens sammelt sich so allerhand an. Das scheint dem schwarzen Wolf in uns geschuldet zu sein, der nach Dingen strebt. Ob nun als Ersatzbefriedigung oder weil wir andere damit beeindrucken wollen, spielt dabei keine Rolle. Das Zeug ist da. Entrümpelt man nicht regelmäßig oder schaffte es der Verlockung zu widerstehen, können diese Dinge im Keller und auf dem Dachboden überhand nehmen. Warum eigentlich überhand und nicht überfuß? Es gibt ja auch ein Überbein.

Seht Ihr? Das Grundstrickmuster der Natur und auch unseres Lebens und Körpers ist dasselbe. Alle streben nach dem Gleichgewicht, der Balance. Wie ein Seiltänzer. In der Arbeitswelt wird es auch gern als Life-Work-Balance beschrieben. Ich hab ehrlicherweise noch nicht viele Menschen getroffen, die so eine Life-Work-Balance haben. Die meisten, die ich kenne, nehmen ihre Arbeit mit nach Hause. Zumindest im Kopf. Wennn sie nicht sogar von daheim auch noch unbezahlte Überstunden machen. Und dann scheint es derzeit hipp zu sein, sogar in der Freizeit alles "mal schnell" zu machen. Also Freizeit (von der wir mehr als früher haben) wird zum Freizeitstress. Weil man anscheinend nicht einfach mal daheim rumhocken und nix machen darf.

Neulich konnte ich das Gespräch zweier Kollegen miterleben.
Der eine ist ständig auf Tour am Wochenende. Da wird mit dem neuen Auto mal schnell nach Leipzig in den Zoo gefahren. Der andere fährt lieber gemütlich mit seinem Fahrrad im Wald herum. Der Tourer will jede Woche vom Waldler wissen:"Und? Was hast Du dieses Wochenende gemacht?"
Waldler:"Nix."

Das kann der Tourer gar nicht glauben. Es steht ihm der Mund offen.
Ich muss schmunzeln. Ich finde nix-Machen auch total schön. Nennt sich entspannen. Oder einfach im Wald oder auf der Terrasse mal den Ameisen zugucken. Sowas find ich spannend. Und es ist auch noch herrlich unanstrengend. Wenn ich mir schon vorstell, Du musst Dich anziehen, stundenlang im Auto hocken, auf der überfüllten Autobahn, nur um dann ein zwei Stunden im Zoo am Ende der Welt (ja, gut soweit ist es nicht, aber für mich würde es sich so anfühlen) zu verbringen, und dann wieder die ganze Strecke retour, dann ist das für mich einfach zu anstrengend. Und am Wochenende will ich mich ausruhen und nicht anstrengen.

Deshalb kann ich auch Urlaubsreisen nix abgewinnen. Wenn ich schon an die Packerei und Fahrerei denke, wird mir schon schlecht. Wenn ich entspannen will, dann geh ich einfach in den Wald um die Ecke. Da muss ich weder weit fahren, sondern lauf hin. Ganz entspannt. In meinem physiolgischem Tempo. Also Tempo raus. Gaanz langsam. Entschleunigt.

Erstaunlich finde ich auch, dass es Leute gibt, die schon überall auf der Welt waren, aber daheim noch nirgendwo. Nachdem in unserem Ort, oft Nummernschilder aus Frankfurt, Wiesbaden, München und sonstwo herumgeistern, hab ich festgestellt, dass ich wohl da wohne, wo andere gern Urlaub machen. Also warum um Gotteswillen soll ich dann fort? Wenn es bei uns so schön ist? Ich weiss das einfach zu schätzen und geniess es hier.

Und wenn die andern alle fortfahren, dann isses hier wenigstens schön ruhig.

Apropos langsam... Ich hab gestern zufällig festgestellt, dass schnelle Bewegungen mein Trafohäuschen befeuern. Sprich: ich fang an zu schwitzen. Dampfalarm! Wenn ich die laaangsaaamen Qi-Gong-Bewegungen mache, oder auch nur laaangsaaame Beweeegungen mit den Armen, dann fährt es runter. D.h. ich kann mein Nervensystem ruhig halten und das CRPS im Zaum (was immer das ist, bändigen halt, aber ich bin ja kein Löwenbändiger, obwohl bei CRPS fühlt es sich schon so an) wenn ich laaaangsaaame (achtsame) Bewegungen mache.

Also nicht rennen (auch wenn die Strassenbahn in 1 Minute fährt oder der Zug...) , das tut mir nicht gut. Gut zu wissen.

Es scheint als würde CRPS extrem auf jede Hetze reagieren. Egal, ob das jetzt eine Aufgabenflut im Büro ist, die grad über einen hereinbricht, oder der Anschlusszug, der einem sonst davonfährt.

Das heisst also man kann physischen Stress vermeiden (langsam gehen, so vermindert man auch zu stolpern) und mit dem Erkennen der persönlichen Stressverstärker und entsprechender Strategien auch den physischen. Das könnt Ihr übrigens in dem Stressmanagementkurs von der virtuellen Hochschule Bayern lernen. So könnt Ihr also Euren weissen Wolf stärken. Und das Ungleichgewicht des schwarzen Wolfes, das ja das CRPS darstellt (Bluthochdruck übrigens auch) ausgleichen. Sprich: Ihr habt es selbst in der Hand.

Ihr werdet nun sagen: Das geht doch nicht! Ich muss doch in meiner Familie und auf der Arbeit alles schnellstens erledigen!

Ist man wenn man schnell arbeitet wirklich früher fertig als wenn man mit Bedacht arbeitet und sich die Zeit nimmt? Probiert es doch einfach mal aus.

Kleines Beispiel aus dem Alltag, dass dies nicht so sein muss: Unser Bus fährt einem pressanten Autofahrer zu langsam. Also überholt er ihn. Hektisch üerholt er auch noch weitere Autos vor uns. Er ist also schnell unterwegs. Nun können zwei Dinge passieren: entweder unser Bus steht an der nächsten Ampel genau hinter ihm.... wir sind also langsamer und bedächtiger genauso weit gekommen, oder es kommt vor, dass er durch die Hetze unaufmerksam ist und in einen Unfall gerät. Da isser dann hoffentlich schnell im Krankenhaus. Aber das war es dann auch.

Sprich meiner Erfahrung nach, kann man entweder schnell und gestresst sein , mit der damit verbundenen höheren Unaufmerksamkeit und Fehleranfälligkeit oder man konzentriert sich auf das , was man tut, arbeitet mit Bedacht und verminderter Fehleranfälligkeit. Beides zusammen geht nicht! Das wäre wie das Minimaxprinzip in der Wirtschaft. Und das funktioniert ja auch nicht.

Sprich der Effekt ist lustigerweise genau anders herum: Nur wenn man sich Zeit nimmt, dann hat man welche.

Um das Nervensystem zu beruhigen, gibt es anscheinend zahlreiche Möglichkeiten.
Rauchen (Nikotin), Dampfen, Sisha, Kaugummi kauen (das finde ich persönlich so als würde ich einer Kuh gegenüberstehen, wobei ich Gras weitaus appetitlicher finde, als dieses Kunstzeug... Igitt!), mit den Fingern trommeln, mit den Beinen zappeln, mit den Händen fuchteln (wildes Gestikulieren gehört da auch dazu, das löst in mir immer einen Fluchtreflex aus), Hin - und Hertigern, Schaukeln (z.B. auf dem stuhl ) oder auf dem Spielplatz, offen über das reden, was einem zu schaffen macht (sich auskotzen, daraus hat die Psychotherapie einen Beruf gemacht), Essen, Kotzen, Einkaufen, Hobbies (Garteln, Eisenbahn, Lesen...), sich mit Freunden treffen, Kaffee (Koffein), einen Wutausbruch bekommen, Blutdrucksenker, Schmerzmittel, Schlafmittel, also Medikamente ...

Man hat rausgefunden, dass in Altenheimen, in denen Schaukelstühle standen, die Bewohner ruhiger waren. Denn sie hatten eine gesunde Art der Nervensystemberuhigung bekommen, die ihnen jederzeit zugänglich waren. Swingstühle finde ich aus dem gleichen Grund sehr angenehm.

Warum gibt es dann in den Krankenhäusern zwar Raucherecken aber keine Schaukelecken? Sprich warum wird die gesundheitsschädliche Beruhigungsstrategie unterstützt und die gesunde nicht?

Ich muss grad an die Schmerzambulanz denken, wo ich mal war. Ich hab maximal ne halbe Stunde gewartet. Und fand das nach den 5 Stunden, die ich schon andernorts warten durfte, sehr entspannend und erholsam.

Es war noch eine ältere Dame einbestellt, die ich zwischen meinem Terminen im Wartebereich traf. Sie beschwerte sich bei mir, dass sie schon eine halbe Stunde hier warten gelassen würde. Obwohl sie doch einen Termin hat! Und sie würde sich beschweren!

Die Wartezeit war also zwischen uns beiden gleich. Dennoch beurteilten wir die Situation völlig unterschiedlich. Warum? Das scheint an unser beider Wölfen gelegen zu haben. Neulich an der Kasse war es auch so, dass ein älterer Mann schimpfte. Er hatte wohl Angst seine restliche Lebenszeit in der Kasse verbringen zu müssen. Der Fall ist dann aber nicht eingetreten. Er konnte selbständig und mit seinen Erwerbnissen den Laden verlassen.

Ist dann der schwarze Wolf (in Form unseres erhöhten Cortisolspiegels) daran schuld, dass sich so eine Warteschlange oder eine halbe Stunde Wartezeit beim Arzt wie ein lebensbedrohlicher Zustand anfühlt? Was er gar nicht ist. Das ist ein erstaunliches Phänomen.

Was könnte man noch in Krankenhäusern tun, um zur Beruhigung oder weniger Überreizung des Nervensystems der bereits angeschlagenen Patienten beizutragen?
Reize vermindern.

z.B. Gerüche: Bio-Desinfektionsmittel sofern es die denn gibt. Wenn nicht, wäre das eine Marktlücke.
Licht: auf künstliches kaltes Neonlicht verzichten, stattdessen entweder Tageslicht nutzen oder Tageslichtlampen oder einen Dimmer für das Licht installieren.

Auf Geflüster verzichten! Überempfindliche Nervensysteme nehmen Flüstern als schmerzhaft für die Ohren und das Hirn wahr.

Auf nervige Geräusche verzichten! Das sagt ja schon der vorangegangene Satz. Bohrer, Piepsen das empfind ich so, als würd es bei mir direkt im limbischen System stattfinden.

Monitore und Licht: Blaulichtanteil herausfiltern! Das ist technisch möglich. Vielleicht ist es auch schon im Gerät integriert und man muss ihn nur aktivieren.

Elektrische Geräte im Zimmer minimieren (Handys , Fernseher)

Bilder von grünen Landschaften ins Zimmer hängen. Natur auch wenn sie nur auf einem Bild ist, fördert die Heilung. Das haben Studien nachgewiesen.

Angsteinflössende und bedrohlich wehende weisse Arztkittel durch grüne kurze Kasacks ersetzen. So beugt man auch der Weisskittelhypotonie vor...

Eine freundliche Umgebung schaffen. Sicherheitsbedürfnis erfüllen. Und so wenig Fremden-Eintritt und Störmanöver wie möglich.

Gutes essen. Hühnersuppe für die Seele.

Freundliche Menschen, Verständnis und Liebe.

Ein achtsames und entschleunigtes Umfeld. Denn Stress der Umgebung überträgt sich auf alle Beteiligten.

Es wäre gut, wenn Krankenhäuser so gebaut wären oder wenigstens so beschildert, dass man sich nicht jedesmal darin verläuft. Liebe Archtikten lassen Sie doch bitte mal zum Test eine nette ältere Dame und einen netten älteren Herrn eine Testlauf im Gebäude machen. Finden sie an den vorbestimmten Ort, dann taugt Ihr konzept , wenn nicht, sollten Sie es nochmals überdenken. Sie wollen ja, dass die Leute auch wieder herausfinden.

Warum sollten Sie all das tun? Zu Ihrem und dem Besten aller! Weil nur, wenn man sich in seiner Haut wohlfühlt die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden können. Fühlt man sich in einer Umgebung nicht wohl, dann ist man gestresst, weil man Angst hat, sich unwohl und ausgeliefert fühlt. Und wenn man gestresst ist, dann verhindert der Cortisolspiegel, dass die Heilung einsetzt. Denn wenn man grad auf der Flucht ist, geht ja alle Energie in die Beine , weil erstmal die Fluchtreaktion Vorrang hat. Erst wenn der Geflüchtete sich dann in Sicherheit befindet und entspannt ist, wird der aktiviert. Ist ja logisch.

Sprich: auch Sie persönlich und Ihr Nervensystem wird sich dann dort wohler fühlen. Und das wirkt sich auch auf Ihre eigene Gesundheit aus! Ich möchte an dieser Stelle nochmal an den Arzt im Krankenhaus erinnern, mit dem ich folgenden Dialog hatte:
Arzt:"Warum sind Sie denn so blass?"
Ich:"Ich geh nicht gern ins Krankenhaus."
Arzt:"Ich auch nicht."
So. Und jetzt fragen Sie sich mal, trifft das nicht auch auf Sie zu?

Weil Cortisol das Immunsystem hemmt, wird Cortison (künstliches Cortisol) bewusst in der Autoimmuntherapie eingesetzt. Da ist dieser Effekt ja erwünscht! Denn hier greifen die Selbstheilungskräfte des Körpers den eigenen Körper an! Und da ergibt das wieder einen Sinn.

Jetzt kommt bestimmt der Einwand: Ja, aber das geht doch nicht! Das ist doch nicht leistbar aus Gründen der Wirtschaftlichkeit!
Gegenfrage: Hat das schon jemand überhaupt mal versucht?

Ich denke, dass man schon mit kleinen Veränderungen viel erreichen kann! Und bedenken Sie: letztlich profitieren davon alle. Auch die Mitarbeiter. Und auch die Leiter eines Krankenhauses wegen einem geringerem Krankenstand. Sie werden es auch an der Stimmung merken. Davon bin ich überzeugt. Aus einem Gegeneinander kann, wenn man die Bedürfnisse aller auch ein miteinader werden. Und dann hätten alle was davon. Bedenken Sie auch: Gute Laune ist ansteckend! Schlechte allerdings auch. Sie haben es in der Hand ein heilsames Umfeld für sich und IHRE Mitarbeiter und KUNDEN zu schaffen! Seien Sie kreativ! Es gibt immer einen Weg.

Und wenn Sie den nicht finden, kann es sein, dass Ihr schwarzer Wolf (der Stress) schon die Überhand hat. Oder die Vorhand. Oder wie immer das nun heissen mag. Nur wenn Sie den weissen Wolf noch in der Rückhand haben, können sie ihn zurückschlagen und dann den offenen und kreativen Boden schaffen, der Ihnen bei der Umsetzung hilft. Denn nur im Zustand der Entspannung kann man kreativ und offen für neues sein.

Also wenn Sie jetzt schon "NEIN! Auf keinen Fall! Das geht nicht!" rufen, weiss ich wie es um Sie, Ihren Stresslevel und Ihren gesundheitlich aussieht. Nicht gut... Sie verraten da ganz schön viel über sich. Erstaunlich.

Selbst wenn Sie sich die Antwort verkneifen, man sieht es trotzdem. Verlegen Sie ständig etwas? Bwz. Suchen Sie ständig etwas? Sind Sie reizbar und ungeduldig? Treibt Sie ein Stau auf dem Weg zur Arbeit oder ein uneinsichtiger Mitarbeiter in den Wahnsinn? Gehen Ihnen vermehrt Dinge auf die Nerven? Trommeln Sie mit den Fingern? Sie gehen immer öfter zum Rauchen? Essen Sie mehr? Streiten Sie häufiger mit Ihrem Partner?

Sehen Sie?
Sie können schweigen oder auch sagen, was immer Sie wollen, Ihr Körper und Ihr Verhalten verrät Sie.

So wie mich grad meine nicht ganz korrekt ausformulierten Sätze auch verraten ;-)
Mein Hirn ist zu schnell für meine Finger. Und meine Finger können grad vom Hirn nimmer richtig angesteuert werden.
Also schönen Gruss von meinem Nervensystem. Und meine Finger spielen grad auch nimmer mit. :)
Ich trag's mit Fassung. Warum eigentlich mit Fassung und nicht mit Windung? Würde doch viel besser zu den Gehirnwindungen passen... Ich muss jetzt mal aufhören.. ;-)

Rechnen Sie doch mal sinkende Liegezeiten (also einen schnelleren Durchsatz) und einen geringeren Krankenstand dagegen. Und sowas spricht sich rum. Der Ruf, das Vertrauen in ein solches Haus sind unbezahlbar.
Lohnt es sich jetzt immer noch nicht?

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende!

Sonntag: Kennt Ihr die Notfalldose? Besonders bei Menschen, die alleine leben, kann sie hilfreich sein.

Sie wird im Kühlschrank aufbewahrt. Enthalten sind Infos zu Medikamenten und Vorerkrankungen. Ein Papperle kommt an den Kühlschrank, die die Notfalldose enthält, das zweite an die Haustür bzw. Wohnungstür. Dann wissen Sanitäter und Notarzt im Notfall schnell Bescheid, wenn man sich selber nicht mehr äußern kann. z.B. bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Es gibt sie z.B. bei uns in der Apotheke. Aber Ihr könnt sie auch im Internet bestellen. Und so sieht sie aus.
Die Notfalldose

Wusstet Ihr dass die Urbanisierung auch zu erhöhtem physiologischem Stress führt? (Scobel 3 Sat) Mehr Menschen auf einem Haufen führt nämlich erstaunlicherweise zu mehr sozialer Isolation. Und soziale Isolation verstärkt den physiologischen Stress.

Ähnliche Erfahrungen machte ich ja auch bereits im Grossraumbüro, wo mir ein Kollege erzählte, dass er sich hier einsam fühlt. Obwohl er ja von Menschen umgeben ist. Seltsamerweise führt aber genau dieses ständig von Menschen, Geräuschen, Gerüchen, Gewusel umgeben zu sein, zu weniger sozialer Interaktion.

Warum? Weil dieses Gewusel , z.B. auch Gespräche und Telefonate im eigenen Rücken das Sicherheitsgefühl angreifen. Physiologisch fühlen wir uns also wie es ein anderer Kollege von mir ausdrückte: "Auf der Flucht."

Sprich: wir fühlen uns dort unbehaglich aufgrund der ständig einprasselnden Reizflut. Diese Flut auf unser Reizsystem zusammen mit der Hilflosigkeit der Unabänderlichkeit derselben (es gibt einige Hilfsmittel, zu denen man greifen kann) zu chronischem physiologischem Stress.

Man fühlt sich nicht wohl in seiner Haut und der Umgebung. Fühlt mal in Euch hinein. Und dann vergleicht es mit einem Ort wie zuhause, wo Ihr Euch sicher fühlt. Man geht dann schon mit einem mulmigen Gefühl auf die Arbeit. Es graust einem davor. Sie macht keine Freude mehr. Dieser Prozess findet schleichend statt und führt dann zu chronischem Stress und ist gesundheitsschädlich.

Da man sich unwohl fühlt, die anderen nicht stören will, weil man sich ja selbst ständig gestört fühlt, kommuniziert man sogar noch mehr schriftlich als vorher, als man noch nicht so nah nebeneinander saß.

Sprich: anstatt wie man theoretisch erwarten könnte, dass Menschen, die kürzere Wege haben und enger zusammenarbeiten, findet also keine Verbesserung der mdl. Kommunikation statt.

Im Gegenteil: da mehr schriftlich erfolgt, nimmt die Bürokratie zu. Anstatt Missverständnisse also durch ein kurzes Telefonat wie früher (als man noch in getrennten Zimmerchen und gefühlt sicher saß) schnell aufzuklären waren, löst eine Mail, ein Eintrag in den schriftlichen digitalen Kommunikationsplattformen, die in den Firmen immer mehr genutzt werden, eine wahre Mailhistorie, eine ganze Latte von weiteren Missverständnissen aus.

Da man Angst hat, die richtigen Personen nicht zu erwischen, oft ist auch mit zunehmender Bürokratisierung, Verschriftlichung und Dokumentation aller Arbeitsschritte, diese Person und der Arbeitsablauf gar nicht mehr klar, schickt man die Info nicht nur an die direkt zuständige Person, sondern an einen riesigen Verteilerkreis.

Die Folge: es fühlt sich entweder keiner zuständig und denkt, der andere wird sich schon kümmern, da man selbst genug um die Ohren hat und es bleiben wichtige Entscheidungen oder Abläufe liegen und verzögern sich, oder es rennen alle los und agieren. Was auch nicht gut ist, denn wie besagt schon ein altes Sprichwort: Viele Köche verderben den Brei.

Und anstatt mit dem engeren Verschmelzen der Mitarbeiter im Grossraumbüro kommt es dann deswegen nicht wie gewünscht und prognostiziert zu besserer Kommunikation, sondern sie wird rapide schlechter!

Warum ist das so? Weil jeder sich physiologisch bedroht fühlt. (Ihr nehmt es aber nicht wahr. Das ist ein Urinstinkt in uns). D.h. jeder käpft im Büro um sein eigenes Überleben. Schöne Grüße vom Cortisolspiegel und den anderen Stresshormonen und Eurem übererregtem Nervensystem!

Es kommt zur Zunahme der dysfunktionalen Kommunikation. Man versteht sich nicht mehr. Man spricht unterschiedliche Sprachen. Wieder landen wir beim Gleichnis vom Turm von Babel. Man redet weniger miteinander. Und ist nicht offen für die Sicht und die Perspektiven anderer. Ist ja klar, wir sind ja auf der Flucht. Da ist man sehr egoistisch. Das ist auch phyiso - logisch.

Durch den physiologischen Stressmodus sinkt auch das Empathievermögen. Lob und Anerkennung werden zunehmend seltener. Da wir als soziale Wesen aber den gegenseitigen Respekt und die gegenseitige Anerkennung brauchen, um gesund zu bleiben, physiologisch in Homöostase, führt dies langfristig zur Entfremdung der Mitarbeiter vom Unternehmen.

Weil sie und ihr Potential nicht gesehen werden. Nicht mehr als Person mit ihren ganz besonderen Fähigkeiten gesehen werden sondern als austauschbares Rädchen im Getriebe. Nicht als einzigartiges besonderes Individuum.

Vorhandenes Potential wird nicht genutzt. Die Folge ist, die Mitarbeiter suchen sich eine andere Möglichkeit ihr Potential einzusetzen. Und das passiert, wenn es nicht in der Arbeit geschieht , eben in der Freizeit oder der Familie.

Wie müsste nun das Arbeitsumfeld geschaffen werden, dass die Firma das wahre Potential ihrer Mitarbeiter voll ausschöpfen kann?

Hier kann man sich auch an die Pyramide von Pavlov halten.

Zunächst muss das Sicherheitsgefühl gefestigt sein. Sprich die Mitarbeiter , auch die Chefs müssen sich da wohlfühlen, wo sie arbeiten. Sich respektiert und geschätzt fühlen. Bei Entscheidungen, die sie betreffen wollen sie gefragt werden. Und wenn es nicht anders geht, dann sollten die Gründe dafür offengelegt werden. Denn nur durch das Verstehen von Entscheidungen und Situationen kann man chronischem Stress entgegenwirken, weil man Missverständnissen vorbeugt.

Es muss ein Gleichgewicht zwischen fördern und fordern vorhanden sein. Und es muss fair zugehen. Die Arbeitslast muss gerecht unter den Mitarbeitern verteilt werden. Sonst ist Unzufriedenheit und Frust an der Tagesordnung.

Vorgesetzte sollten sich mit ihren Mitarbeitern unterhalten und so ihre Stärken herausfinden. Und diese nutzen und fördern. Schwächen sollten sie auch kennen, damit sie wissen, wem sie welche Aufgabe übertragen können. Sie können so auch den Mitarbeiter mit Schulungen Hilfe bei Ihren Schwächen geben. Sollten aber auch den Mitarbeiter fragen, ob er überhaupt ein Interesse daran hat. Man sollte die Interessen der Mitarbeiter kennen. Denn die sind ihre Motivation. Und Eigenmotivation ist der Raketenantrieb jedes Unternehmens. Der Turboboost!

Und nachweislich viel effektiver als Bonusanreize. Denn der Turboboost kommt aus intrinsischer Motivation. Und die ist viel stärker als jede extrinsische Motivation wie eine Bonuszahlung oder ein Dienstwagen es sein können. Man nutzt das Interesse des Mitarbeiters als Beschleunigungsapparat, als Kreativitätstool, als Motivation. Denn wer tut denn nicht am liebsten das, was er selber von sich aus tun würde? Mögt Ihr, was Ihr tut? Und dann findet man auch einen Sinn in dem was man tut. Alles fügt sich wie ein Puzzle zusammen. Jeder Mitarbeiter ist ein Puzzleteil mit seinen eigenen Ecken, Kanten und Rundungen, die sich mit anderen zu einem einzigartigem grossem ganzen verbinden. Das wäre das Ideal.

Und jeder Mitarbeiter braucht um sich sicher zu fühlen, das Gefühl sich auf seinen Vorgesetzten verlassen zu können. Sich bei Problemen, Fragen und Ideen an ihn wenden zu können und von ihm Rüchhalt zu bekommen. Und Fairness gehört natürlich auch dazu. Kurzum: Vertrauen. Ohne Vertrauen geht nichts.

Denn am Vertrauen in andere hängt auch das eigene Selbstvertrauen. Sprich vertraut man seinem Vorgesetzten nicht, sinkt auch das Selbstvertrauen. Weil man sich hilflos und ausgeliefert fühlt. Sprich: physiologischer Stressmodus.

Das gibt keiner zu. Denn man ist sich dessen nicht bewußt. Und wenn man in sich selbst kein Selbstvertrauen mehr hat, dann gelingt einem auch nichts mehr. Denn man glaubt ja auch nicht mehr daran. Oder es ist einem gleichgültig. Dienst nach Vorschrift. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Ich fände es gut, wenn wieder diese anonymen Zettel- und Beschwerdekästen aufgehängt werden. Dann traut sich jeder. Wo man auch konstruktive Verbesserungsvorschläge machen kann! Analog.

Wie kann man den physiologischen Zustand einer Firma erkennen? An der Kommunikation. An der Art und Weise. Am Ton. Ist sie respektvoll und Argumentenbasiernd? Oder gereizt und persönlich?

Und auch am Krankenstand. Arbeitet man gern und fühlt sich wohl in seiner Firma, dann macht die Arbeit Spass und das zeigt sich auch im physiologischem Modus der Firma und jeden einzelnen Mitarbeiters. Alle ziehen am selben Strang. Es gibt keine Grabenkäpfe zwischen den Abteilungen. Die gibt es nur, wenn jede Abteilung für sich ums Überleben käpft. Und Kampf und Flucht sind keine konstruktive Firmen- und Führungspolitik. Dabei ist noch nie was konstruktives herausgekommen. Erst durch neutrale offene Vermittler und entsprechend offene Kommunikatoren und Kommunikation. Deshalb werden ja bei Krisen Vermittler eingeschaltet. Neutral. Diplomatisch.

Sie erfassen die Bedürfnisse beider Seiten und die Fakten. Sachlich und auch emphatisch. Denn sie sind dazu in der Lage sich in beide Seiten hineinzuversetzen. Und genau so klären sie Missverstädnisse auf, die sich sonst wie eine Flutwelle hochschaukeln.

Bei der Urbanisierung hat man festgestellt, dass dieser soziale Stress von der Steigerung der Aktivität der Amygdala gesteuert wird. Die springt bei Angst an. Bei Hilflosigkeit, Frust, Ausweglosigkeit der Lage. Und kann sich bis zu Wut, Zorn oder Aggressionen entladen. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Und wie entschärft man sowas? Versucht es erstmal mit kleinen Gesten. Eine Geste sagt mehr als 1000 Worte. z.B. mit einem Lächeln. Ich meine ein echtes.

Man kann mit Stressbewältigungsstrategien arbeiten und so entspannter werden. Damit fördert man für sein eigenes Handeln die Empathie, Offenheit, Neugier, Kreativität und einen offenen Umgang. Also auch bessere Kommunikation.

Offene Kommunikation ist aber keinesfalls gleichzusetzen mit keine Missverstädnisse. Denn jeder Mensch stammt für sich genommen aus einem ganz anderen Umfeld, Familie, hat andere Gene .... Jeder Mensch ist einzigartig. Also stammt jeder aus einem eigenen Kontext. Und nur im gleichen Kontext kann es keine Missverständnisse geben!

D.h. auch in einem Klima der offenen (entspannten, empathischen) Kommunikation wird es Missverständnisse geben. Aber der Unterschied ist: Dort kann man sie schneller klären! z.B. durch ein kurzes Telefonat , eine kurze Nachfrage. Drum heisst es ja Klärung.

In dysfunktionaler Kommunikation kann sich ein klitzekleines Missverständnis durch einen riesigen Verteilerkreis in einer Mail zu einer wahren Lawine entwickeln! Das ist zwar auf der einen Seite physiologisch und psychologisch eine spannende Sache, allerdings auch sehr ineffektiv! Es kostet wahnsinnig Zeit! UND NERVEN! Sprich es geht zu Lasten der Nervensysteme aller Betroffenen und auf deren Gesundheit!

Und nachdem kaum einer für sich allein sozial isoliert lebt und auch mit anderen Menschen Kontakt hat (Familie, Freunde, Arzt, Handwerker, Nachbar, Verkäufer, Fotograf, Vereinskollegen, Kollegen, Chef, ... ) steckt man damit sein Umfeld an! Ihr seht also, wenn Ihr nicht in Eurem eigenen Interesse handeln möchtet, dann doch bitte wenigstens im Interesse der Menschen, die Ihr liebt!

Schon irgendwie schräg... Die wertvollsten Dinge im Leben sind umsonst. Liebe, Geborgenheit, Zugehörigkeit, Vertrauen, Selbstvertrauen und Gesundheit. Deshalb nehmen wir sie als selbstverständlich wie Luft und Wasser und wissen sie meistens erst zu schätzen, wenn wir sie verloren haben...

Ich war neulich bei einer Fotografin. Nein, ich mag keine Bilder von mir. Ich weiss doch wie ich ausseh. Ich seh mich ja jeden früh im Spiegel. Und hab da schon Schwierigkeiten mich zu erkennen ;-) Das mag auch daran liegen, dass mein Wecker werktags morgens um 4:30 Uhr klingelt.

Mir war gar nicht bewußt wie sehr auch Fotografen mit Menschen umgehen können müssen. Sie müssen sie verstehen , um gute Bilder machen zu können, wenn sie sie fotografieren.

Mich hatten allerdings die Storchenbilder in den Laden getrieben :)

Wunderschön! Sie geht raus und wenn sie sie erwischt, macht sie diese wundervollen Momentaufnahmen.

Was mich besonders freut: diese tollen Bilder sollen demnächst ins Krankenhaus kommen. Das wird den Heilungsprozess dort immens fördern. Ich hoffe, dass auch solche Waldbilder wie das eine wunderschön tiefententspannende Birkenbild (das ich mir geholt habe ;-) , weil es mein Nervensystem total tiefenentspannt (eine Augenweide), dort noch Einganng und Aufhang finden. Das dürfte dem ganzen noch einen Extraschub geben :)

Leider weiss die Handwerkskunst des Fotografierens heutzutage niemand mehr zu schätzen. Neulich meinte jemand zu ihr, er könne sowas ja auch mit dem Smartphone fotografieren. So ist das heute. In Zeiten des digitalen Sofortklicks weiss man die Kunst der Fotografie, des Schreibens (weil es ja jeder kann und tut), und auch in Handarbeitsforen gar nicht mehr zu schätzen. Die Umsonst-Mentalität hat um sich gegriffen.

Dabei hab ich z.B. bei den Strickanleitungen festgestellt, bei denen ich ab und zu auch kostenlose Anleitungen oder Charts aus reiner Freude am Geben (das gibt mir enorm viel, weil intrinsische Motivation :) dort eingestellt hatte, dass sie zwar massenweise heruntergeladen, aber kaum gestrickt werden. Es geht rein um das Haben. Ist unser Soll schon erfüllt?

Mir geht es hier primär um das Tun. Das macht viel mehr Spass. Und tut langfristig gut. Es stärkt das Selbstbewusstsein und das Vertrauen in die Menschen und in die eigenen Fähigkeiten. Und man lernt viel neues dazu.

Klar... auch bei mir gibt es Sucht- und Sammelfaktoren. Scheint noch aus unserem Jagd- und Sammlerinstinkt aus der Urzeit zu stammen ;-) Ich kann keinem Buch und keinem Snoopy-T-Shirt widerstehen...

Hat halt jeder seine Schwächen. Wenigstens kann ich drüber schmunzeln :) Ich hoffe, Ihr auch. Mir hat mal jemand ein Büchlein von Karl Valentin empfohlen, mit dem Hinweis, die höchste Kunst des Humors sei, über sich selbst lachen zu können. Na dann schmunzelt mal los. Die Absurditäten und Widersprüche des Alltags (wo weisse Wölfe auf schwarze treffen) bieten dazu Gelegenheit genug. Es liegt an Euch, was Ihr draus macht :)

Was ich zum Beispiel etwas absurd finde, ist dass die Politik den Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft bezeichnet. Ihm andererseits immer mehr bürokratische Hürden in den Weg legt und ihn so aushöhlt. Es gibt immer weniger Existenzgründer. Das macht mich doch sehr nachdenklich, weil es viel über den physiologischen Zustand unserer Politiker und der Politik verrät.

Ist man unsicher, dann will man sich auch 100-fach absichern. Dabei kann man sich nicht 100-fach sicher sein. Man muss halt Dinge praktisch anpacken. Einfach mal den ersten Schritt tun und dann sehen, ob es funktioniert oder ob man korrigierend eingreifen muss.

Das traut man sich dann aber nicht und man traut es wohl auch anderen nicht zu. Deshalb bildet man Ausschüsse, die dann letztendlich nach jahrelanger Faktensammlung , Diskussion und Geldverschwendung zu Schlüssen kommen, die einem der gesunde Menschenverstand auch adhoc ohne das Brimborium verraten hätte. Man hat Verstand benutzt ihn aber nicht mehr. Kein Wunder, dass er immer schlechter funktioniert. Das ist nicht die Ursache sondern die Folge. Use it or lose ist.

Andererseits bewundere ich die Selbständigen, die sich mit kreativen Lösungen dennoch behaupten. Sie müssen sich was einfallen lassen. Sie können es sich nicht leisten, sich Veränderungen entgegenzustellen. Sie müssen sich damit arrangieren und sie als Chance nutzen. Das verdient allen Respekt! Diese Menschen beherrschen die Kunst des weissen Wolfes, der Resilienz. Die einfach praktisch handeln. Die Agilität täglich leben. Davon könnte sich so mancher grosse Konzern mal eine Scheibe abschneiden. Bitte nur metaphorisch. Sie sind ja in den seltensten Fällen Chirurgen. Und selbst dann möchte ich das nicht.

Ich bevorzuge schrittweise zu scheibchenweise. Ein Schritt nach dem andern. Man lernt. Ein Lernprozess. Und der stärkt wiederum das Vertrauen in die eigenen Fähig- und Fertigkeiten, die mit jedem neuen Schritt ins ungewisse wachsen. Denn das Ungewisse schrumpft mit jedem neuen Schritt und wird zu vertrautem Terrain. Sie nehmen Ihr Leben selbst in die Hand anstatt sich immer auf andere zu verlassen. So wirkt man dem chronischem Stress des Ausgeliefertseins und der Hilflosigkeit auch entgegen.

Das tat auch mal ein Clown im Krankenhaus. Er musste operiert werden und fühlte sich dort extrem unwohl und ausgeliefert. Als er dann im Bett zum OP gerollt wurde , hatte er ein Zepter aus einer gerollten Zeitschrift in der Hand und eine Papierkrone auf dem Kopf. Das führte die Situation so ad absurdum, dass sowohl er, als auch alle um ihn herum auch die Ärzte, Pfleger und Schwestern lachen mussten und die Situation bis heute nicht vergessen haben. So kann man auch mit Witz oder einer total unerwarteten Reaktion dem Ausgeliefertsein, der Hilflosigkeit entgegenwirken. Frustration und Wut kommen so gar nicht erst auf.

Versucht doch mal wütend zu sein, wenn Ihr lachen müsst. Das ist physiologisch unmöglich. Weil Wut ja der schwarze Wolf wäre und lachen der weisse. Ihr könnt in einer Situation nur einer von beiden sein.

Das war jetzt mein Wort zum Sonntag :)
Viel Spass bei allem, was Ihr heut tut! Versucht es mal mit einem Lächeln! :)

Montag: Die Mondsichel hängt wie ein Daumennagel am Himmel und der Nebel sieht aus als wär die Natur mit einem Tüllstoff verhüllt. Als hätte Christo persönlich zugeschlagen.

Heut isser wieder voller unser Zug. Und eine Gleisbelegungsstörung gibt es auch wieder. Macht nix: die Anschlusszüge hamm auch Verspätung. Ich frag mich immer, warum die Ansagen so penetrant betonen, wann der Zug "ursprünglich" gefahren wäre, wenn er jetzt doch nicht um die Zeit fährt. Es kommt mir immer so vor, als würde Rumpelstilzchen persönlich sich die Hände reiben, ums Lagerfeuer hüpfen und rufen ätschibätsch.

Über meinem Kollegen wohnt daheim eine 3-köpfige (warum nicht drei-rümpfige?) Familie. Das Kind ist noch recht frisch und schreit sehr viel. Ensprechend fertig schauen die Eltern aus.
Mein Kollege: "Heut Nacht hat des Kind plärrt. Dann hat der Vadder plärrt. Dann hat sei Fraa geplärrt. Und dann hamms alla drei plärrt."

Dienstag: Der Daumennagel am Himmel ist heute noch schmaler geworden.

Unser Zug hatte heut wieder eine Gleisbelegungsstörung und so kamen wir dann auch heut wieder mit Verspätung an.

Mein Kollege und ich überlegen, warum in der Schweiz die Sache mit den Zügen und Anschlüssen funktioniert und bei uns nicht. Man sagt den Schweizern ja nach, dass sie sehr bedächtig sind. Neudeutsch heisst das jetzt achtsam. Das könnte es erklären. An der Achtsamkeit müssmer in Deutschland noch arbeiten. Wer einen Schweizer kennt, kann ihn gern mal fragen und mir die Antwort schicken. Danke schon mal im Voraus.

Krisen lassen einen wachsen. Es heisst ja:"Not macht erfinderisch."
Von Bequemlichkeit war nicht die Rede....

Das heisst im Umkehrschluss, dass Veränderungen, Krisen, Probleme ein guter Nährboden für Innovationen und Kreativität ist. Bedenkt man, dass das Leben in jeder Millisekunde (und noch kleiner) aus kleinsten Veränderungen besteht, ergibt das ein ganz neues Bild. Positiv. Veränderung, Wandel bedeutet Leben. Es bedeutet Anpassung, eine Chance für Neues. Deshalb soll man wohl die Veränderung leben, die man sich wünscht und mit gutem Beispiel vorangehen.

Man weiss ja inzwischen, dass Tiere Krankheiten riechen können. Wer sagt denn, dass das nur Tiere können und wir nicht? Vielleicht haben wir das nur verlernt. Denn wir riechen ja auch, ob jemand Raucher ist, wenn jemand schwitzt (Angstschweiss), Pheromone spielen bei unserer Partnerwahl eine Rolle und den Dunst eines Alkoholikers nimmt man auch wahr. Babyduft und alte-Leute-Duft.

Es gibt ja auch das Sprichwort:"Jemanden gut riechen können." oder das genaue Gegenteil davon.

Es wär doch total cool, wenn der Arzt nur an einem schnuppern müsste und wüßte, was einem fehlt. Okay, schnuppern allein wird wohl nicht reichen, aber die Beobachtung der Haltung, des Verhaltens, der Stimme, ob Gestik und Mimik vorhanden ist oder fehlt. Und man selber müsste gar nicht mehr viel sagen. Das Problem der dysfunktionalen Kommunikation wäre gelöst. Also ich fänd das genial.

Ein Bekannter hat mir erzählt, dass ein moderner Mensch heutzutage pro Zeiteinheit 400x so viele Reize zu verarbeiten hat wie vor 100 Jahren. Da reagiert nicht nur die Haut, sondern der ganze Mensch. Vielleicht werden wir deswegen immer reizsensibler und in der Folge krankheitsanfälliger. Den Anstieg von Allergien und neurologischen Erkrankungen könnte es erklären.

Vielleicht befindet sich der Mensch grad zur Schwelle der nächsten Stufe der Evolution, wo er über die Sinnesreize die Welt ohne Worte, ohne Gestik und Mimik wahrnehmen kann. Manche Menschen können sich gegenseitig ihre Sätze ergänzen. Da stimmt die Chemie. Vielleicht ist genau das damit gemeint. Wer braucht dann noch KI? Dann gibt es das menschliche Original in der Version 2.0.

Nachteile hat es freilich auch. Bekommt man die Reizflut nicht in den Griff, dann wirkt das ganze verheerend. Bei Schweinen und Hühnern in Massentierhaltung kann man dasselbe beobachten wie bei der Urbanisierung der Menschen. Die Tiere werden nervöser und aggressiver.

Kann man dieses Verhalten auch im Grossraumbüro beobachten? Ist die Stimmung dort immer gereizter? Meine eigene Erfahrung spricht teilweise dafür. Oder gibt es auch Grossraumbüros, in denen sich die Insassen wohl und sicher fühlen und Spass an der Arbeit haben? Was macht dann den Unterschied aus? Das würd mich echt brennend interessieren.

Ein Kollege kam aus dem Urlaub wieder und hat von einem kleinen portugiesischen Dorf erzählt, zu dem es 2 km weit sehr hohe Stufen hinaufgeht. An diesem Ort werden die Leute seeehr alt. Und ein Arzt hat ihnen den Rat gegeben, dass sie alle täglich die Treppe runter und wieder hinauflaufen. Und das machen sie alle. Es dauert halt bei einigen 2 Stunden oder länger, aber so halten sie ihr Hirn und ihren Körper fit.

Er ist viel jünger als die alten Leute dort und hatte mit den Treppen seine Mühe. ;-)

Auf dem Weg zur U-Bahn sehe ich den Spruch:"Sorgen lösen keine Probleme. Sie vertiefen sie."
Der VAG-Spruch des Tages:"Den Charakter eines Menschen erkennt man an den Schmerzen, die er übelnimmt."(Christian Morgenstern)
Den zweiten versteh ich ehrlicherweise nicht so ganz. Die Schmerzen, die er übelnimmt? Was sind denn Schmerzen, die man nicht übelnimmt?

Die Anzahl der Existenzgründer ist in Deutschland rückläufig. Im VAG-TV wird dafür folgender Grund genannt: Die Angst vor dem Scheitern. Damit sabotiert man sein eigenes Selbstbewusstsein. Denn wenn ich mich vor lauter Angst etwas nicht trau, dann versuch ich es doch nie. Und dann kann ich auch keine neue Erfahrung machen und nix dazulernen. Stillstand. Der war noch nie von Vorteil. Denn nur, was sich verändert, lebt. Alles andere erstarrt und verschwindet dann wie die Dinosaurier.

24 Prozent der Deutschen streamen Videos auf dem Klo. Aha. Da gehör ich mal eindeutig nicht dazu. Aus is mit'm stillen Örtchen.

Mittwoch: Heut werd ich wieder mit "Bassdscho." im Bus begrüßt. Da fühlt man sich gleich daheim.

Das Nebelband schmiegt sich so eng an die Felder als wolle es mit ihnen kuscheln. Ich kuschel mich in meine Sweatjacke.

Cool, wenn ich Bewegung langsam in meinem eigenen Tempo mache (und mich nicht von aussen hetzen lasse - durch Personen, Strassenbahnen...), dann wird auch mein Trafohäuschen ruhiger. Es geht voran.

"Eier aus Stahl" prangt als Graffiti am Fürther Hauptbahnhof. Obwohl, es ist eher ne Schmiererei im Vergleich zu den fröhlich bunten Graffities daneben. Ob damit ein Leg-Ei gemeint ist? Aber die sind doch aus Porzellan, oder?

An unserer Scheibe im Zug ist ein roter Kreis mit einem weissen Rand. Das ist der Nothammerpunkt für die Notausgangsscheibe.
Eine Bekannte, die nicht soviel mit dem Zug fährt hat mich neulich gefragt, wozu der gut ist.
Ich:"Das ist der Notausgang."
Sie:"Es gibt auch grüne Kreise mit Umrandung. Wozu sind die dann gut?"
Ich:"Des werd desselbe in grün sein."

In Fürth is scho hell. Ich brauch nu a weng. Die Umsitzenden a.

Heut brennt's zwar wieder rechts sehr, weil es auf Arbeit kommunikativ sehr anstrengend war. Kennt Ihr die Tage, wo Ihr Euch fühlt, als hätte Euch jemand durch die Mangel gedreht? Man spricht mit immer mehr Leuten, weil die Prozesse immer komplexer werden und auch mehr Personen eingebunden sind. Es muss viel mehr als früher abgestimmt werden. Ist das jetzt generell in der IT so? Oder nur bei uns? Jedenfalls scheinen hier die Zeiten, wo man sich wochenlang an seinen PC verkrochen und nur programmiert hat, vorbei zu sein.

Und da wird klare Kommunikation immer wichtiger. Woran es liegt, dass so mancher Imformationsfluss versiegt und man von ihm gänzlich abgeschnitten ist, versteh ich noch nicht ganz. Vielleicht ist es die Vergesslichkeit, die mit einem höherem Stresslevel einhergeht. Ich denke nicht, dass es Absicht ist. Sondern daran liegt, dass jeder in seinem eigenen Kontext denkt. Und da vergisst man, wie andere denken (andere Perspektive) und manchmal auch , dass es andere Leute auch noch gibt. Es passiert halt einfach.

Und meiner Erfahrung nach hilft dort am besten die Dinge mit einem kurzen Gespräch mit dem betroffenen Kollegen, der Kollegin direkt zu klären. Entweder bei ihm am Platz vorbeischauen oder via Skype. Und oft hilft es, anstatt nur von den Dingen zu reden, die Dinge konkret zu zeigen. Das was mir Schwierigkeiten macht (die Visualisierung der Worte), scheint bei anderen nicht anders zu sein.

Und dann muss man trotzdem noch damit rechnen, dass nicht alles 100 Prozentig verstanden wurde. Das ist normal. So funktioniert Kommunikation. Bzw. hakt es da. Es wird immer Missverständnisse geben. Agilität beginnt für mich dort, wo man diese schnell erkennt und pragmatisch und frühzeitig löst. Das kann viel Frust und Ärger ersparen.

Auch wenn man den Fehler nicht bei sich selbst (Ich bin ein Depp. ) oder beim andern (Der ist ein Depp.) sucht, sondern sich einfach bewußt ist, dass Menschen sich einfach missverstehen. Das ist NORMAL! Man kann es nicht verhindern. Es wird immer wieder vorkommen.

Ist man mit Aufgaben bis oben dicht, dann neigt man eher dazu, mal wie in den obigen beiden Extremfällen zu reagieren. Das läßt sich nicht immer verhindern.

Man kann aber lernen, sich dessen bewußt zu werden und dann mal durchzuschnaufen, ne Pause zu machen. z.B. Qi Gong oder ne Runde Atemmeditiation auf dem Klo. Und danach wieder zur Sache zurückzukommen. Dann kann man die Sache, die einen grad aufgeregt hat (Schönen Gruss vom Cortisolspiegel, Blutdruck und dem erregten Nervensystem), aus einer entspannteren Perspektive sehen. Bis 10 zählen kann vielleicht auch helfen. Ich bin aber eher der, der auch räumlich mal woanders hin und sich bewegen muss. Der Angriffsreflex muss sich entladen. z.B. in Form von Bewegung.

Und dann findet man auch einen konstruktiven Weg, das Problem zu lösen. D.h. konkret den andern einfach mal kurz anzurufen und die Sachlage zu klären, nachzufragen und die Ursache des Missverständnisses herausfinden (analysieren) und Unklarheiten zu erklären und somit das Missverständnis aufzuklären und eine Lösung zu finden, mit der beide Parteien leben können. Beide lernen aus der Situation und ersparen sich dieses Missverständnis zukünftig. D.h. beide machen sich das Leben leichter, weil beide Seiten was daraus gelernt haben.

Am schwierigsten ist es immer, weil einem ja das Thema glasklar ist, zu verstehen, wo das Problem oder das Missverständnis des anderen liegt. Dazu muss man nachfragen, gut zuhören können. Und den andern auch ausreden lassen. Offen sein für seine Sicht der Dinge ist gaaanz wichtig!
Oder man zeigt ihm (im wahrsten Sinne des Wortes) die eigene Sicht z.B. indem man eine Software aufmacht und dort den Wert zeigt, um den es geht.

Das kostet Zeit! Und die wird immer mehr. Doch die ist sinnvoll investiert, wenn man das Problem damit auch zukünftig aus dem Weg geräumt hat. Und es ist ganz schön anstrengend. Für mich ist das viel anstrengender als wenn ich nach festen Vorgaben etwas programmiere. Das scheint nicht nur mir so zu gehen. Hab ich heut erfahren. Und das find ich sehr tröstlich.

Mein Problem war auch lange, dass ich dieses Miteinanderreden nicht als Arbeit angesehen habe. Und es nur als nervig und anstrengend empfand. Weil mir ja die Sachlage glasklar war. Mir fehlte das Verständnis für die Gegenseite. Diese Offenheit, Neugier , Kooperationsfähigkeit, die Fähigkeit zuhören zu können, hängt ja auch mit dem physiologischem Status zusammen. Und der hängt wieder von der eigenen Resilienz, den Techniken ab, die man im Umgang mit Druck und Stress hat. Das ist total spannend!

Und schrägerweise wird man je mehr man mit anderen kommuniziert auch besser darin. Aber nur, wenn man sich auf die Sicht des anderen immer mehr einlassen kann. Und dann machen solche Gespräche sogar Spass. Ja, ich geb zu nicht immer. Das hängt auch vom physiologischem Status der Gegenseite ab. Wenn ich etwas x-mal erklären muss und es fruchtet immer noch nicht, und ich nicht mehr weiss, wie ich es anders oder in der Sprache des Empfängers codieren muss, kommt Frust auf. Hilflosigkeit. Erschöpfung, weil es anstrengend ist.... Seufz.

D.h. also dass jeder Mensch immer ein gewisses Maß an Selbstschutz-Egoismus und sozialer Offenheit an den Tag legen muss, um ein gesundes Gleichgewicht zu leben und mit anderen Menschen zu harmonieren. Bzw. ein Ungleichgewicht ist ein Alarmsignal für ungeeignete Stress-Copingstrategien. Interessant. Spannend.

Und daran kann man z.B. mit Stressmanagement arbeiten. Und seinen physiologischen Status verändern. Und das macht sogar Spass :)

Und wenn ein Kollege geht, dann ist das immer auch eine Chance. Eine Chance Dinge zu ändern. Zumal es dann meistens eben nicht wie bisher weitergehen kann... D.h. jedes Ende im Leben ist gleichzeitig ein Neuanfang. Alles eine Frage der Perspektive, Neugier und Offenheit.

Ich glaube, es ist generell so, dass sich erst was ändert oder man selbst was verändert, wenn es gar nicht mehr anders GEHT! Weil der Mensch halt bequem ist. Und dann verharrt er aus Bequemlichkeit, weil er es halt gewöhnt ist auch im Unerträglichen und ist sich dessen gar nicht mehr bewußt, wenn nicht mal einer von aussen einen Blick dort hineinwirft. Selbst dann will man es nicht wahrhaben. Ach was, das geht schon. Das hammer schon immer so gemacht.

Ach der Spruch von C. Morgenstern war falsch. Da hab ich mich verlesen. Mein Augenlicht (das muss eine seltsame Lampe sein) hat mich im Stich gelassen. Es heisst Scherz und nicht Schmerz. Okay, dann versteh ich, was damit gemeint war.

VAG-TV: 63 Prozent der Deutschen trinken auf Arbeit mind. 3 Tassen Kaffee. Schöne Grüsse von Eurer Stressachse!

Auf dem Weg zur U3 begegnet mir dieser Spruch:"Alt ist man, wenn man in der Vergangenheit mehr Freunde hat als in der Zukunft."

Und am Hühnermobil in Tennenlohe seh ich heute viele mobile Hühner.
Apropos.. ein Hühnermobile wär auch was schönes.. So aus buntem Tonkarton.

Playmobil... da ist dann das Spiel mobil... auch nett... :)

31.08. bis 06.09. Puzzleteile ...

Nachtrag zum Freitag: Ich möche mal das Puzzle eines Sweat-Hoodies selbst zusammensetzen. Also mal eine selber nähen. Wahrscheinlich werd ich im ersten Schritt mit einer Version in Puppengröße zum Test anfangen. Da kann ich dann auch mal die Overlock-Nähmaschine ausprobieren. Ich hab keine Ahnung, ob das gutgeht, aber wenn ich es nicht ausprobiere, werde ich es nie erfahren.

Dazu werd ich mir erstmal einen witzigen Sweatstoff raussuchen, mit dem es dann auch Spass macht. Und den man so nicht zu kaufen bekommt. Also ein einzigartiges Teil. So wie ich :)

Für die Puppenvariante kann ich zu Stoffresten greifen, die wir noch daheim haben. Da kann ich erst im kleinen Maßstab üben und dann werd ich ja sehen, wie ich damit zurechtkomme.

Apropos Selbermachen, Do-it-yourself, Baumarkten , Selber einkochen, selber im Garten ziehen, ist wieder in. Die Bücherregale in den Buchläden sind voll von Büchern wie Regrow your veggies oder Tauschbörsen nutzen. Warum? Weil wir alle spüren, dass unsere inneres Gleichgewicht , unsere Homöostase verrutscht ist. Wir sind zu abhängig vom Konsum geworden. Und in jedem Menschen steckt der Wunsch zur Autonomie! Das Verhältnis zwischen Autonomie und Abhängigkeit von anderen muss im Gleichgewicht sein!

Ihr glaubt mir nicht? Okay.. ich bin neulich an einem wunderbaren Zwetschgenbaum vorbeigekommen. Er steht in einem Garten. Die Früchte liegen auf der Strasse am Boden. Warum?

Weil man sich daran gewöhnt hat sein Obst im Supermarkt zu kaufen. Das haben wir so von unseren Eltern gelernt. Das Obst im eigenen Garten ist nicht so schön. Es hat Macken. Wie jeder Mensch halt auch. Und die wollen wir ja nicht sehen. Stattdessen greifen wir zu funktionierendem, genormtem Obst und Gemüse aus dem Supermarkt, das von sonstwoher gereist ist und wahrscheinlich weiter in der Weltgeschichte herumgekommen ist, als ich es je gewesen bin ;-)

In anderen Gärten stehen Tomatenpflanzen, weil man es halt so macht. Die Tomaten kugeln auf dem Boden herum. Niemand isst sie.

Warum? Weil es Arbeit macht! Weil es bequemer ist Einheitstomaten, die nach Wasser also nach nichts schmecken im Supermarkt zu kaufen, als die im Garten abzuernten. Nach der anstrengenden Arbeit und Woche, will man einfach seine Ruhe haben.

Findet man die nicht eher im Garten als im Supermarkt? Der Trend geht inzwischen wieder in die andere Richtung. Urban Gardening. Oder Guerilla Gardening. So spriesst an der Strasse zwischen Post und Vogelseck ein Kürbis. Mundraub.org verrät wo man das Erlebnis der eigenen Ernte in Gross-Städten nachholen kann. Und so auch Geld sparen.

Bitte beachtet aber dabei eins: es gibt Obstgärten, in die Besitzer viel Mühe stecken, die sie aber nicht einzäunen dürfen (Bürokratie!). Ich habe erlebt, dass ganze Familien an den Wochenenden die Bäume abgeräumt haben. Auf das Obst hatten wir uns sehr gefreut und jedes Wochenende dort verbracht, die Bäume gehegt und gepflegt. Bäume wurden bei diesen Überfallaktionen rücksichtslos bestiegen und beschädigt. Das ist nicht okay! Es geht ja auch anders. Man kann fragen. Man kann sich erkundigen.

Wir hatten anfangs , als noch nicht geräubert wurde, zuviel Obst. Sicher hätten wir bei Anfrage auch was davon abgegeben.

Im anderen Fall sind die Besitzer sehr traurig und enttäuscht und wütend. Denn sie haben das ganze Jahr lang viel Mühe und Arbeit in die Ernte gesteckt. Wie würdet Ihr Euch da fühlen?

Warum handeln Menschen so? Weil wir in einer Kostenlos-Mentalitätsgesellschaft leben. Unsere Lebensmittel sind so günstig geworden, dass uns der Wert derselben abhanden gekommen ist. Wir wissen durch die ständige Verfügbarkeit der Waren die Mühe und die Arbeit, die dahinter steckt, nicht mehr zu schätzen. Weil wir im Überfluss leben.

Das wiederum das Problem der Abfallbeseitigung nachzieht. Denn wer zuviel hat, der wirft auch viel weg. Wir sollten also nicht die Symptome lindern, z.B. bessere Techniken in der Abfallverwertung sondern an der Ursache ansetzen und erst gar nicht soviel Zeug produzieren und kaufen, das wir gar nicht brauchen. Das wir kaufen, weil wir unser Nervensystem beruhigen. Könnten wir das auf konstruktive Weise, dann bräuchten wir nicht soviel Zeug.

Gemüse, das nur saisonal verfügbar ist, wüssten wir dann erst wieder zu schätzen, weil es dann das Obst, Gemüse halt nur wie z.B. den Spargel zu bestimmten Zeiten gibt! Und bei Spargel geht das doch auch! Spargel ist somit ein Gegenbeispiel. So würde es richtig gehen.

So würden wir unsere regionale Wirtschaft stärken und die weiten Transportwege vermeiden. Weniger Staus auf den Autobahnen, weniger Abnutzung des Strassenbelags, weniger Unfälle, weniger Termindruck. Man bräuchte die Autobahnen nicht erweitern. Weil man die Ursache kurieren würde.

Sicher kann man das Rad nicht ganz zurückdrehen, aber liesse sich denn nicht eine Ausgewogenheit, ein Gleichgewicht zwischen regionaler Wirtschaft und internationaler Wirtschaft schaffen? Die Wegwerfmentalität stoppen?

Ja, aber Brüssel...! Das ist der Rahmen. Wie man einen Rahmen füllt und ausnutzt, dabei kann man kreativ, flexibel und individuell vorgehen. Andere Länder machen es ja auch. Es ist wie mit der Stelle, die man in einer Firma ausfüllt. Man hat dabei zwar einen Rahmen, aber in diesem kann man sich flexibel bewegen. Und das ist eine Chance, die es zu nutzen gilt.

Ich nehm mich da auch nicht aus. Mein schwarzer Wolf der Bequemlichkeit setzt sich genauso oft wie Eurer durch. Es geht darum das Gleichgewicht beider zu halten.

Ich denke die Lösung aller Probleme ist immer ein gesundes Gleichgewicht zwischen den Polen zu finden. Zwischen Miteinander (Abhängigkeit) und Autonomie, zwischen gesundem Durchsetzungsvermögen (Selbstverteidigung der eigenen Grenzen) und krankhaftem Egoismus. Helfen und um Hilfe bitten können...

Auch in der Schule, in der Ausbildung und Arbeitswelt wirkt sich das aus. In grossen Betrieben herrscht immer noch ein von oben nach unten vor. Anstatt einer gesunden Mischung aus Führung, Leitung und Lenkung und einem gesunden kooperativem Führungsstil auf Augenhöhe. Ein Respektieren der Fachkenntnisse und Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter steht immer noch der austauschbaren Ressource Mensch gegenüber. Auch hier ist meiner Ansicht nach ein ausgewogenes Gleichgewicht die Lösung.

Die Dosis macht das Gift. Derzeit herrscht in den westlichen Ländern ein Übergewicht aus Konsum, Abschottung, Kontrolle, fehlendem Mut zur Veränderung vor. Und das ist schade! Wir verbauen uns die Chancen, die mit jeder Veränderung einhergehen! Unzufriedenheit, Neid sind die Folge. Das Ungleichgewicht der Gesellschaft wirkt toxisch auf die einzelnen Mitglieder.

Weil die Anerkennung für die wahren und echten Werte in diesen Gesellschaften ausbleiben. Weil sie einzelne überfordert und andere übervorteilt. Fairness, Gleichberechtigung, die Würde der Menschen sollten doch unsere wichtigsten Werte sein! Wo trefft Ihr die noch an?

Familienstrukturen brechen auseinander. Das Wissen der Familien geht verloren. Das geben heute Fachleute. Ärzte erklären heute Frauen, wie sie ihre Babies beruhigen. Das wussten unsere Vorfahren intuitiv. Auch Ihr wisst es noch. Doch vertraut Ihr Eurem Gefühl nicht mehr. Die Wissenschaft, die Vernunft , der Sachverstand wird über das Gefühl gestellt. Dabei sind beide gleich wichtig. Auch hier ist ein ausgewogenes Gleichgewicht erforderlich um in einer gesunden Gesellschaft und ein gesundes Leben zu leben.

Die Antwort auf all unsere Fragen und Probleme ist so einfach: wir Menschen müssen unser natürliches Gleichgewicht wiederfinden. Ich sage nicht, dass das leicht ist. Aber dann werden sich die Probleme, vor denen wir heute stehen, wie von selbst lö,sen. Wie Puzzleteile wird die Lösung an ihren Platz fallen.

Wir haben die Verantwortung für unser Leben an Pädagogen, Ärzte und Spezialisten abgegeben. Wir müssen wieder zum Generalisten in unserem eigenen Leben werden und die Verantwortung für unser Leben selbst übernehmen und damit aufhören anderen die Schuld an unserem Schicksal zu geben. Denn jede Veränderung kann einerseits ein Grund zum jammern sein. Andererseits aber auch eine Chance! Allein Euer Blickwinkel entscheidet, ob Ihr Euch für die Hilflosigkeit und das Ausgeliefertsein, die Wut, den Zorn und die Aggression entscheidet oder den Blick nach vorn richtet und die Möglichkeiten seht, die sich aus der neuen Situation ergeben! Es liegt an Euch! An jedem einzelnen!

Denn wenn wir wieder lernen wie man verschiedene Dinge tut (nähen, stricken, Pflanzen züchten, handwerken...) erwerben wir Wissen und praktische Fähigkeiten. Und Wissen und praktische Fähigkeiten geben uns Sicherheit und Selbstvertrauen. Das der ein oder andere mit Mitte 40 schon verloren hat. Der unter Umständen gar nicht mehr weiss, was er eigentlich will und in dem Beruf, den er seinen Eltern zuliebe oder aus materiellen und anderen falschen Motiven (die nicht mit seinen Werten übereinstimmen) gewählt hat, zutiefst unzufrieden ist.

Wissen und Fertigkeiten geben uns unsere Autonomie und Unabhängigkeit zurück. So finden wir ins Gleichgewicht zurück.

Und neues zu lernen, selbst zu erleben, erfahren, erspüren wie etwas geht, macht glücklich und zufrieden!

Wir haben nicht nur unsere Prozesse und Arbeiten sondern auch unser Leben outgesourced. Lasst es uns zurückholen! Dann wird das Leben bunter und vielfältiger und lebenswerter!

Denn die Abhängigkeit vom Konsum ist eine krankmachende Copingstrategie um unser Nervensystem zu beruhigen. Es geht auch mit selbermachen! So kommt es zur Stärkung unser Selbstwirksamkeit und unseres Selbstvertrauens. Und es macht uns gesund!

Was glaubt Ihr warum man auf Reha in der Ergotherapie Körbe flechtet oder mit Ton modelliert? Es ist Handwerk. Es ist selbermachen. Es ist Unabhängigkeit. Es ist ein Prozess bei dem alle Sinne und die Konzentration gefördert und gefordert werden! Nun sag ich nicht, dass Ihr alle Körbe flechten sollt. Das wär ja Quatsch. Wenn Ihr Euch Zeit für Euch nehmt und gebt, dann wird sich Euer Weg und Euer Ziel ganz klar zeigen. Ihr müsst nur Vertrauen in Euch, die Menschen, die Euch begegnen und Eure Fähigkeiten haben. Dann werdet Ihr Euren Weg schon finden. Denn dann seid Ihr auch offen für Chancen , für die Veränderung und könnt sie nutzen.

Übrigens dabei ist das Bauchgefühl von unschätzbarem Wert. Logik wird in unserem Zeitalter der Wisschenschaftlichkeit überbewertet. Lasst Euch von beidem, der Vernunft , Logik und Euren Gefühlen leiten. In ausgewogenem Verhältnis. Auch hier ist das Gleichgewicht die Lösung.

Raus aus der Fremdbestimmung , rein in die Selbstbestimmung!

Ihr seht das auch an den Filmen, die wir lieben. Star Wars z. B. Auch hier geht es um Werte und gegen die Norm, die Konformität, dem, was andere erwarten. Dirty Dancing, Pretty Woman, Kick it like Beckham, Karate Kid .... Deshalb freuen wir uns, wenn der Underdog dem scheinbar Überlegenen Konformisten eine Lehre erteilen kann. So war es ja schon bei David gegen Goliath.

Seht Euch die Menschen in der U-Bahn und Strassenbahn an, die Euch begegnen. Wie wirken sie auf Euch? Zufrieden? Glücklich? Ist es eine bunte fröhliche Mischung (wie sie einem in Urlaubsländern noch begegnet) oder eine stille graue Masse? Lemmingseinheitsbrei? Nur nicht auffallen oder bringen diese Menschen Farbe in Euer Leben?

Bei uns ist es leider so, dass Menschen die bunt, laut, auffallend sind mit exzentrisch oder unnormal oder sogar krank betitelt werden. Erwachsene Söhne und Töchter schämen sich für lebensfrohe, jung gebliebene , farbenfrohe Mütter. Sie zieht sich an wie ein Teenager. O Gott! So will sie in die Kirche? Um Himmelswillen! Ich glaub nicht, dass Gott interessiert, was wir anhaben. Ich glaube es interessiert ihn viel mehr, wie es in uns drin aussieht.

Weil man mit ihnen auffällt. Und das darf man in unserer Gesellschaft nicht. Warum? Warum tun wir uns das an? Warum feiern wir nicht die bunte lebensfrohe Gesellschaft?

Ich finde graue Menschen anstrengend. Ich fühle , dass sie nicht zufrieden sind. Nach Gesprächen mit ihnen fühle ich mich ausgelaugt und müde.

Ganz anders mit vor Leben sprühenden Frohnaturen, die schon viel erlebt und durchlebt und überstanden haben. Auch mit Eigensinn. Der bei uns leider nicht als Stärke sondern als Störfaktor gesehen wird! Dabei ist das ein Zeichen für Resilienz. Für die nicht versiegende Grünkraft in uns! Sie sprühen (auch in hohem Alter) noch vor Energie und Lebensfreude und die überträgt sich auf mich. Nach einem Gespräch mit ihnen fühle ich mich energiegeladen! Sie sind erfrischend! Wie eine Meeresbrise!

Mit manchen Autoritäten hab ich so meine Probleme. Mit echten Autoritäten dagegen nicht. Es ist ein Gefühl. Man erkennt sie. Sie strahlen sie aus. Man respektiert sie. Wegen ihrer inneren und äußeren Haltung.

Schräg finde ich, dass man Kindern durch die Erziehung, Schule und in der Arbeit erst mühsam aberzieht sich selbst zu vertrauen. Weil man ihnen nicht vertraut. Kontrolle und Gehorsam... Fremdbestimmung statt Selbstbestimmung. Folgsam als Fliessbandarbeiter im Tailorismus ein Rädchen im Getriebe, das nur funktionieren muss.

Wir funktionieren. Aber leben wir noch?
Und es passt auch nicht mehr zu unserem Zeitalter, in dem die Veränderungen immer schneller kommen, Agilität und Flexibilität hat mit Tailorismus nichts gemeinsam. Lebenslanges Lernen. Verantwortung zur Selbstverantwortung. Es ist das genaue Gegenteil!

Wir müssen wieder lernen uns selbst und unseren Fähigkeiten zu vertrauen. Wir müssen unser Selbstvertrauen wiederfinden!

Und dann verlangt man z.B. in der Schmerztherapie von Patienten, die tiefer denn je in der Hilflosigkeit feststecken, dass sie wieder Verantwortung für sich übernehmen! Sie haben es aber nie gelernt! Sie wissen nicht wie das geht! Und meiner Ansicht nach, wissen es viele Ärzte aus demselben Grund auch nicht! Ihnen ist gar nicht bewußt was sie da verlangen! Die Quadratur des Kreises!
Herr, Frau Doktor: Zeigen Sie mir doch mal erstmal wie Sie das machen!

Gerade das Gesundheitssystem baut doch auf der Abhängigkeit seine Wirtschaftlichkeit auf! Verlangt aber im Gegenzug die Selbstverantwortung des einzelnen! Patientenverantwortung! Aber das passt doch nicht zusammen! Kein Wunder, dass ich immer anecke, wenn ich genau das praktiziere!

Was sollten wir tun? Es den Kindern gar nicht erst aberziehen! Sie haben alles, was sie für das Leben brauchen: Neugier, Lerneifer, sie wollen alles ausprobieren... sie SIND agil! sie SIND flexibel! sie LERNEN automatisch aus Freude am Lernen!

Samstag Ich war gestern auf dem Poetenfest. Und dort gibt es auch die Ausstellung 1000 Fragebücher der Konferenz der Kinder. Das hat mich am meisten beeindruckt. Abseits der Lemming-Norm-Mainstreamveranstaltungen, die die Massen anziehen, etwas versteckt, finde ich dort Bücher mit Fragen an Kinder. Was Ihre Sorgen sind, was sie sich wünschen, wie man die Welt verbessern kann. Sie haben wunderbare einfache praktische und ehrliche noch nicht von der Norm verdorbene Einsichten und Ansichten.

Sie lieben die Natur, ihre Familie , ihre Freunde. Sie wünschen sich Gleichheit, Miteinander, Frieden und Nachhaltigkeit. Sie wünschen sich keine Stereotypen sondern dass jeder so akzeptiert wird wie er ist.

Sollte das nicht eine Selbstverständlichkeit sein? Doch wenn wir schon unsere Kinder und Partner nicht so akzeptieren und lieben können wie sie sind, und verbiegen und umformen, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn sie brechen und zerbrechen. Und ihre Wünsche und Träume.

Die folgenden Worte haben mich sehr berührt. Das schafft keine Podiumsdiskussion mit verstellten Phrasen und normierten Antworten.

Auf die Frage: "Wo wohnt für Dich das Glück?"
hat ein Mädchen geschrieben: "In der Unschuld."

Ein Mädchen stellt die Frage, wie ein Staat den Frieden propagieren kann , der andererseits Rüstungsexporte zuläßt.

Und ein anderes Mädchen schrieb diesen wunderschönen Satz:

"Happiness can be found in the darkest times if you just remember to switch on the light."
(Glück und Freude findet man in den dunkelsten Zeiten , wenn man nur den Lichtschalter betätigt."

Unsere Kinder sind weise, reinen Herzens und sprechen die Wahrheit unverblümt aus. Sie stellen kritische Fragen. Zu recht. Denn sie erben die Welt, die wir ihnen hinterlassen.
Wir sollten endlich anfangen auf sie zu hören!

Anscheinend sind die Menschen derzeit so orientierungslos wie nie zuvor. Deswegen gibt es wohl so viele Ratgeber, Bücher und Life-Coaches... Spezialisten und Experten... Unsere Kinder haben sie noch.

auf dem Weg von der Ausstellung zum Rasen vor der Orangerie höre ich zufällig die Unterhaltung zweier Mädchen, die an mir vorbeilaufen.
Die eine:"Ich brauch ein Virusupdate."

Ich kenne ein Antivirusupdate, aber ein Virusupdate war mir noch nicht bekannt. Ob man das im Wartezimmer beim Hausarzt gratis bekommt?

Da wir grad beim Selbermachen waren... Habt Ihr schon mal die Leidenschaft, das Feuer der Begeisterung in den Augen eines Menschen gesehen, der von seinem Tun mit Liebe spricht?
Bei Buch und Druck gibt es noch echte Buchdruck - KUNST!
Mir war das gar nicht so bewußt, dass auch ein Buch an sich Kunst sein kann!
Verschiedene Buchdrucker tragen so zu einem Buch bei. Jeder mit einem Ornament oder einem Teil. Den Inhalt bildeten Gedichte. Doch rechts und links und oben und unten und auch die Schrift und Farbe des Gedichts selbst waren kunstvoll ausgearbeitet. Das steckt viel Arbeit und technisches Knowhow dahinter.

Ihm war es gelungen Sprache und Notenschrift (Musik) in der schriftlichen Kommunikation visuell zu verschmelzen. Darauf war er sehr stolz. Er strahlte, als ich es verstanden hatte und in eigenen Worten so formulierte. So einfach kann man einen Menschen glücklich machen. Heilsame Kommunikation.

Und dann zog noch ein unwirkliches Gebilde aus Papier, das sich dann als Popup-Buch herausstellte, mich magisch an. Ich liebe Popup-Bücher! Schon als Kind. Da bewegt sich was! Da steht was in die Höhe. Wir konnten uns die Dinger nicht leisten. Beim Kinderarzt gab es eins. Aber da hab ich mich wegen der anderen Kinder nie hingetraut.

Ich hab gefragt, wie man so was konzipiert. Die Dame meinte: "Das Aufklappen ist ja nicht so das Problem. Das Zuklappen."
Da musste ich schmunzeln.
Und ihr Mann meinte dann dazu:"Die machen mehrere Entwürfe und probieren solange herum bis es klappt."
Drauf ich:"Wie beim Programmieren. Da probiert man auch so lang rum, bis es funktioniert."

Die anderen Stände spielten Linoliumschnitt und anderen Techniken. Hier ignorierten mich die Standhalter vollständig. Ich entsprach offensichtlich nicht ihrer Klientel.

Vor der Orangerie hab ich mich (bevor die Podiumsdiskussionen angingen) zum Plausch getroffen. Zum Bigtalk. Ich war etwas früher dran und hab mich dann auf einen der Plastikstühle im Schatten niedergelassen.

Nur zwei ältere gediegene Damen in Leinenkleidern im Partnerlook in beige (Senioren-Norm-Lemmingszwillinge) saßen schon vor mir dort. Die sind bestimmt auch im Urlaub die, die als erste mit ihren Handtücher die Liegen am Pool reservieren.

Ich wär ja lieber auf ne Parkbank gegangen, aber die waren wegen Überfüllung geschlossen.

Meine Bekannte ebenso bunt und fröhlich wie ich, fand mich dann und kam freudestrahlend auf mich zu. Ich muss zugeben, ich hätte sie mangels Gesichtserkennungssoftware nicht erkannt. Ich bin mit Gesichtsblindheit geschlagen. Ein komisches Wort "geschlagen". Von wem und warum? Ich erkenne Menschen nicht an ihren Gesichtern. Eher an ihrer Stimme , Haltung und wo sie mir begegnen. In fremden Kontexten erkenne ich die meisten nicht, weil sie nicht da sind, wo sie hingehören. So hab ich in der überfüllten Kantine (die eine Reizüberflutung an mein Nervensystem darstellte) mal die Kollegen aus den Augen verloren. Ich konnte sie im Gesicherbrei und bei dem Lärm und Neonlicht nicht wiederfinden.

Die beiden Damen waren sichtlich not amused. Trotz ihrer mitgebrachten Getränke und Häppchen.
Was wiederum viel über ihren physiologischen Zustand aussagt. Geduld, Nachsicht und Offenheit war nicht ihre Stärke. Naja, bei dem bisschen Essen auch kein Wunder. Wenn mer nix gscheits ißt, dann wird mer a nix. Des hat scho mei Oma gsachd. Und wenn Liebe durch den Magen geht, dann kann da ja auch keine Liebe bei Schonkost herauskommen.

Wir machten Bigtalk, ich erzählte von der Kinderausstellung, sie von ihrem beruflichen Werdegang, wir redeten über die aktuellen Probleme der Gesellschaft und wie man sie lösen k&oul;nne, über die Arbeitswelt und wie sie sic verändert.

Sie erzählte, dass sie gestern auf einer Veranstaltung des Poetenfests war, wo Übersetzer Gebärdensprachengedichte in Worte zu fassen versuchten. Das ist gar nicht so einfach, weil Gebärdensprache sehr komplex ist. Nicht nur die Hände sondern auch die Mimik spielen eine Rolle. Und für manche Gebärden gibt es keine Wortentsprechungen. Das fand sie außergewöhnlich spannend. Ich auch. Sie hat mich mit Ihrer Begeisterung angesteckt. :)

Wir diskutierten lebhaft. Und konnten sogar die grauenhafte Fahrstuhlmusik ausblenden. Die für meine Ohren und mein Nervensystem eine schmerzhafte Disharmonie darstellte. Genau wie der Mensch von der Friedensveranstaltung am Hugenottenplatz der lautstark "We shall overcome..." leider komplett falsch sang. Da singt jemand disharmonisch von Frieden und Harmonie. Das finde ich sehr schräg und schon wieder lustig.

Das Lied sang er übrigens auch wieder als ich auf dem Heimweg nochmal an ihm vorbeilief. Sein Repertoire scheint nicht besonders gross gewesen zu sein.

Meine Bekannte, die die Musik ebenfalls als schmerzhaft empfand, meinte, die Fahrstuhlmusik spielen sie wohl immer zur Abschreckung, damit die Leute nicht so früh die Stühle besetzen. Unsere beiden Nachbarinnen hat selbst das nicht davon abgehalten.

Letztes Jahr konnte ich dort ja den Herdentrieb beobachten. Als die Menge einem Autor wie einem Guru von Podium zu Podium folgte. Sowas werde ich nie verstehen. Genausowenig wie Lemminge. Dort hat das Verhalten wohl aber noch den Zweck eine Überpopulation zu verhindern. Der Zweck des Herdentriebs und des Personenkults hat sich mir bis heute nicht erschlossen.

Als die Ankündigung für die Podiumsdiskussion begann, der Guru war noch nicht da, wollten wir bereits aufbrechen, verabschiedeten uns noch. Da wurden wir gleich von den Leinenbeigen getadelt:"Wenn Sie sich unterhalten wollen, sollten Sie woanders hingehen..."

Damit konnte ich den physiologischen Zustand ihres Nervensystems analysieren. Um den steht es nicht besonders gut. Denn wenn man Worte nicht mehr aus den Unterhaltungen anderer herausfiltern kann, dann ist das Nervensystem üererregt. Das kenn ich ja von mir. Die indirekte Kommunikation zeigt diesen Erregungszustand des Nervensystems ebenso. Denn ein erregtes Nervensystem (keine Homöostase) erzeugt dysfunktionale Kommunikation. Denn indirekte Kommunikation ist dysfunktionale Kommunikaton. Sie ist oft nicht zielführend. Weil sie nicht verstanden wird. Sie hatten Glück dass mein physiologischer Zustand offener und entspannter war, sonst hätte mein Nervensystem diese indirekte Aufforderung nicht verstanden und hätte sie vollkommen ignoriert.

Ich kenne auch Nervensysteme, die auf so eine Aussage, mit Wut , Zorn oder Aggression geantwortet hätten. Da ist mir die Variante meines Nervensystems doch deutlich lieber. Die Dinge wortwörtlich (nur Sachaussage zu erfassen, dann wäre mir aber die Aufforderung verschlossen geblieben ) zu nehmen oder komplett zu ignorieren.

Allerdings war mein Nervensysem auch noch nicht entspannt genug (trotz Reizfiltersonnenbrille und Schattenplatz), um gekonnt zu kontern. Hinterher fällt mir dann was ein. Wenn ich wieder entspannt genug bin. D.h. dass Schlagfertigkeit auch mit dem Entspannungszustand des Nervensystems zusammenhängt.
"Chill mal!"
Die Gesichter hätt ich gern gesehen. Obwohl mit Gesichtsblindheit ist auch das gar nicht so einfach. Aber einen offenen Mund erkenn sogar ich.

Funktionale Kommunikation könnte so aussehen:"Entschuldigen Sie bitte! Die Diskussion beginnt jetzt und wir hören nicht gut. Wenn Sie sich unterhalten, dann können wir den Redner nicht verstehen. Könnten Sie bitte leiser sein oder Ihre Unterhaltung anderswo fortsetzen?"

Allerdings frag ich mich, warum, wenn sie nicht gut hören, sie sich gaaaanz nach hinten setzen... ???

Schon seltsam. Da drücken sich viele Frauen immer indirekt aus und verstehen nicht, dass ihre Männer, Kinder und ich sie nicht verstehen. Ist doch klar. Wer soll denn die verklausulierte indirekte Aussage verstehen? Zuaml, wenn Männer, Kinder und ich Worte halt wortwörtlich nehmen und nur die Sachaussage erkennen können. Sprecht doch einfach mal unsere Sprache! Die Männer der beiden tun mir leid. Die hams bestimmt nicht einfach.

Eine Bekannte hat mir mal gesagt: "Da steht der Wäschekorb und die Waschmaschine ist fertig und mein Mann läuft dran vorbei, anstatt dass er sie mitnimmt! Da kann er sie doch raustun und aufhängen ..."

Aber das sieht er nicht. Mir würd das übrigens genauso gehen. Ich habe ein etwas anderes Betriebssystem, was dem männlichen wohl eher entspricht. Ein Kollege hat neulich gemeint, ich bräuchte mal ein Firmware - Update. Der hatte aber gemeint, dass ich ne andere Hardware hätte. Das glaub ich nicht. Ich hab ja auch zwei Arme und zwei Beine und einen Kopf.

Liebe Frauen: Kommuniziert doch bitte einfach klar und deutlich anstatt um den heissen Brei herumzureden!
Dann können wir Euch auch verstehen. So ärgert Ihr Euch nur und wir haben keine Ahnung davon. Wir wissen nicht mal, dass wir was falsch gemacht haben. Geschweige denn WAS!

Stattdessen rumzuschmollen und zu denken, der (oder ich) weiss ganz genau, was er angestellt hat, schadet nur Eurer Gesundheit. Und der sozialen Beziehung zwischen Euch, ihm oder mir.

Ob sich Tiere besser verstehen? Scheint so, wenn ich Hunde beim Toben auf der Wiese zusehe. Sie sprechen mit dem ganzen Körper. Da sind die Emotionen sogar für einen Gesichtsblinden wie mich deutlich ersichtlich. Ich wünschte bei Menschen wäre es ebenso. Mir zumindest kann man ansehen, ob ich mich freue oder traurig bin. Das zeig ich mit dem ganzen Körper. Nur das können dann wieder die anderen nicht lesen. Hunde und Katzen schon. Menschen leider nicht.

Ihr glaubt mir nicht? Okay. Wenn ich total glücklich bin, weil ich etwas hinbekommen habe (intrinsische Motivation), dann freu ich mich wie ein kleines Kind. Ein breites Grinsen ist auf meinem Gesicht. Ich strahle meilenweit!

Nun guck ich dann halt auch einfach vor mich hin - ohne die Menschen wahrzunehmen - ich freu mich einfach. Und bin mit meinen Gedanken in meinem Kopf ganz woanders. Noch bei dem wunderbaren Erlebnis.

Nun ist es mir schon mehrfach passiert, dass das jemand falsch interpretiert hat. Er meinte, ich strahle ihn an. Leider erkenn ich das Problem erst, wenn es zu spät ist.

Ich hab auch mal einem Bekannten ein Peperoni-Pflänzchen geschenkt. Ich hatte meine säh und Pflanzenphase (Pflanzen waren damals gerade mein Spezialinteresse und Hobby) und es gingen zuviele davon auf! Also hab ich mir gedacht, ich könnte eins diesem Bekannten schenken. Weil der immer so nett grüßt.

Er lud mich im Gegenzug in ein Cafe ein. Und dann lag irgendwann seine Hand auf meinem Knie. Scheisse! Ich hab leider den D-Zug nicht kommen sehen. Und dann weiss ich auch nicht wie ich aus der Nummer wieder rauskomme.

Eine weise Bekannte meinte gestern zu mir als ich Ihr die Geschichte erzählte:"Das ist doch kein Wunder, wenn Du einem Mann scharfe Sachen schenkst..."

Dieser Zusammenhang war mir nicht bekannt. Das scheint wieder eine dieser sozialen Normen zu sein, die sich mir leider nicht erschliessen. Nur auf die harte Tour.

Übererregte Nervensysteme gab es auch noch auf der Heimfahrt im Bus. Ein Mädchen hetzte zur Haltestelle an den Arcaden. Unser Busfahrer sah, dass sie mitwollte und wartete netterweise an der Ampel. Die Fahrkarte, die sie vorzeigte war jedoch nicht gültig. Sie wollte zum Bahnhof und die Kommunikation mit dem Busfahrer verlief aufgrund ihres gehetzten Modus dysfunktional. Sie hatte Geld dabei, kam aber nicht auf die Idee den Fahrschein zu lösen. Und so blieb dem Fahrer nix anderes übrig als sie aussteigen zu lassen.

Am Bahnhof fand dann ein Zusteiger ihren Geldbeutel auf dem ersten Sitz. Der Busfahrer hupte ihr, doch sie war vermutlich nur erschreckt, und lief einfach weiter. Er schimpfte erst , rannte ihr dann mit dem Geldbeutel hinterher und hat sie wohl dann auch erwischt, weil er ohne ihn wieder zurückkam. Ich kenne andere, die hätten den Beutel halt beim Fundbüro abgegeben. Das war ein feiner Zug (auch wenn es sich hier um unseren Busfahrer handelte). Dessen Nervensystem war im offen und Nachsichtigkeitsmodus.

So wünschte er den Dechsendorfer Kerwasburschen viel Spass beim Feiern, als wir an ihren Traktoren und dem Kerwasbaam vorbeifuhren und erkundigte sich in Adelsdorf bei einem Radfahrer auf der andern Seite nach der Gesundheit seiner Frau, die wohl im Krankenhaus gewesen war. Und wünschte Ihr gute Besserung und liess Grüße vom Busfahrer ausrichten.

Apropos Plätze vorbelegen.
Der Trend geht ja zum Grossraumbüro, in dem nur noch 75 Prozent der Belegschaft einen Arbeitsplatz haben. Es wird also gespart an den physischen Arbeitsplätzen. Da gibt es dann Workbenches (die wieder der Ergonomie entgegensprechen... es erinnert doch mehr an den Grill- oder Rastplatz. Und mal ehrlich: wollt Ihr dort stundenlang arbeiten?) und flexibel nutzbare Arbeitsplätze.

Die Plätze sind flexibel und dynamisch. Jeder sucht sich jeden früh einen Platz , der frei ist. Und wer zu spät kommt, der kann dann wieder heim oder was?

Gibt es dann wie bei den Tiefgaragen am Eingang Platzzähler? 0 Plätze frei?

Und wenn man dann 50 km hingefahren ist, muss man dann erst wieder die 50 km heimfahren? Aber da kann man doch nix dafür, wenn man im Stau stand, oder der Zug ausgefallen ist...

Ob man seinen Arbeitsplatz dann zukünftig bei der TUI buchen muss?
Das wäre auch ein völlig neues Geschäftsmodell von Firmen. Für den Arbeitsplatz Geld zu bekommen. Bzw. völlig altes... Früher gab es das ja schon. Das Lehrgeld. Heute bekommt man als Auszubildender Geld. Es war schon mal andersheraum.

Seltsame Welt. Die Menschheit wird immer verrückter. Ich glaube wir Erwachsenen brauchen mal eine von unseren Kindern durchgefürte Verhaltenstherapie.
Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!

Montag: Heut ist unser Bus 6 Minuten zu spät gekommen. Es war der Busfahrer, der sich neulich verfahren hatte. Er war nicht der einzige. Noch ein 203er hat am Karpfenkreisel eine Runde eingelegt. Er tut sich mit der Sprache schwer. Busfahren kann er.

Mit dem Fahrscheinverkauf, und der ist Anfang des Monats halt immer gefragt (Monatskarten), tut er sich schwer. Mit dem Verstehen, was die Leut wollen und mit dem Kassensystem. So standen wir lange als er versuchte die richtige Fahrkarte im System zu finden. Und verstand wohl auch nur Bahnhof. Entnervt gab der Fahrgast dann nach 10 Minuten auf.

Die Verspätung wuchs dadurch weiter und wir waren erst um 06:03 Uhr am Bechhofener Weg. Er hat es dann wieder eingeholt. Seine Fahrweise ist nämlich exzellent. Und wir wurden auch nicht so arg durchgeschüttelt wie bei einigen Stop-and-Go-Fahrern, die ich schon erlebt und überlebt habe.

Da sieht man mal dass die Rolle der Kommunikation immer wichtiger wird. Wichtiger als die eigentliche Tätigkeit. Das spür ich ja auf Arbeit bei mir genauso. Und selbst beim Busfahren wird das immer wichtiger. Denn der Busfahrer vereint ja jetzt den Verkauf von Fahrkarten und die Fahrplanauskunft und das Fahren. Das sind ja gleich 3 Wünsche auf einmal! Das geht doch wirklich nicht...

Stellt Euch doch mal vor, Ihr müßt in einem fremden Land nicht nur Eure Tätigket ausführen, sondern auch noch die Leute verstehen! Ihr stammt aus einem völlig anderen Kontext...

Gar mancher Unternehmer hat beim Outsourcing von Projekten oder Aufträgen in anderen Länder den Kontext und die Mentalität der dort lebenden Bevölkerung in seiner Rechnung vergessen. Und so ging sie nicht auf. z.B. die Definition von pünktlich ist in vielen Ländern völlig unterschiedlich. In einigen Ländern schüttelt man den Kopf, wenn man ja meint... und mit diesen Beispielen hab ich nur mal die Oberfläche angekratzt.

Kommunizieren beide Parteien (weil sie aus unterschiedlichen Ländern stammen) über eine ihnen beiden Fremd-Sprache (Englisch) können zusätzlich noch Missverständnisse durch Übersetzungsfehler hinzukommen.

D.h. internationale Kommunikation ist noch viel komplizierter als die im eigenen Land. Und da versteht man sich ja schon nicht, auch wenn man an und für sich die gleiche Sprache spricht! Aber sogar da ist es eben nicht so!

Ich glaube das aktuelle Zeitalter ist das Zeitalter der Kommunikation! Nie war sie so wichtig wie heute und ihre Rolle wird immer wichtiger! Das ist spannend!

Der Shuttlebus-verkehr hat auch nicht so richtig geklappt. Eine Mitfahrerin erzählte heute einem Urlaubsrückkehrer davon, dass sie teilweise eine halbe Stunde zu spät auf Arbeit kam, weil der Shuttlebusverkehr nicht funktioniert hat. Weil er zu spät gefahren ist. Nur durch das Verfahren des 203ers hamm sie wenigstens den erwischt.

Warum ist es so, dass in den digitalen Zeiten so etwas zu planen nicht funktioniert? Bzw. am Anwender, Fahrgast, Kunden und dem Bedarf und Bedürfnis desselben vorbeigeplant wird?

Da liegt die Krux vermutlich auch wieder in der Kommunikation. Sie scheint immer dysfunktionaler zu werden. Und dann ist das Produkt auch dysfunktional. Wo soll das noch hinführen bzw. hinfahren? Ist ja kein Wunder, dass wir uns verfahren und immer mehr verfahrene Situationen erleben.

Und wie verhindert man solche Missverständnisse zukünftig?
Soweit ich es sehe, kann man Missverständnisse nicht komplett verhindern, aber man kann sie minimieren, indem man miteinander kommuniziert. Nur wenn beide Parteien im physiologischen Stressmodus stecken, dann wird das nicht funktionieren.

Und irgendwie hab ich auch den Eindruck, dass die zunehmende Bürokratie eher ein Hemmschuh (eine seltsame Fussbekleidung) ist, als dass sie die Kommunikation verbessert.

Wenn ich mir nicht sicher bin, dass mich ein Kollege richtig verstanden hat, dann ist ein Anruf immer noch die beste Lösung. Und mit der skype - Bildschirmpräsentation kann ich ihm sogar noch alles zeigen! Und meistens macht es dann KLICK!. Denn wir lernen halt am besten anhand von Beispielen und wenn uns jemand was zeigt.

Mindestens einer der beiden Gesprächspartner sollte offen und entspannt sein. Dann kann er erstens klar formulieren, worum es geht und zweitens Missverständnisse identifizieren und klären. Denn je früher man ein Missverständnis erkennt, desto geringere Folgen und Auswirkungen hat es. Man kann rechtzeitig gegensteuern.

Ob es zukünftig neue Berufsbilder im Kommunikationsbereich gibt? Schlichter, Übersetzer? Also nicht den klassischen Übersetzer, sondern jemanden, der die Sprache der Anwender (was sie brauchen) in die Sprache der Entwickler (was konkret umgesetzt werden muss) übertragen kann... Denn ich merke immer mehr, dass die Kluft zwischen den unterschiedlichen Bereichen immer größer zu werden scheint. Man redet immer mehr aneinander vorbei. Und das x-te neue Softwaretool, über das man schriftlich miteinander kommuniziert, macht es nicht besser! Sonder je mehr schriftliche Tools man einsetzt , desto schlimmer scheint es zu werden!

Wie sonst ist es zu erklären, dass Software beauftragt wird, und am Ende nicht das herauskommt, was der Kunde eigentlich braucht und will? Und das, obwohl die Entwickler sich alle Mühe gegeben und genau das umgesetzt haben, was sie verstanden haben. Jeder sieht halt die Welt durch seine Brille... und die ist dann auch noch tagesformabhängig anders eingefärbt. Und man tut sich immer schwerer sich in die Perspektive des anderen hineinzuversetzen. Man wird betriebsblind.

Das wird noch spannend wie man diese Probleme lösen kann....

Andererseits erlebe ich immer wieder welche Energie (nur in die falsche Richtung) der physiologische Stresszustand entfaltet. Die Ordnung in der Büro-Küche bzw. das nicht vorhandensein derselben, führt dazu, dass man nicht miteinander wie erwachsene Menschen spricht und die Problematik anspricht, sondern dazu, dass einer oder gleich diverse Zettel mit dem Text: DRECKIGES GESCHIRR IN DIE SPÜLMASCHINE RÄUMEN!!!!! an diverse Küchenmöbel gepappt werden.

Und wenn im Klo mal ein kleines Malheur passiert, dann kann man derer sogar 5e solcher Zettel finden! Als ich ihn las, konnte ich die Wut und damit den physiologischen Zustand des Nervensystems des Verfassers deutlich spüren. Sehen kann man ihn schon an der Schriftart, Fettdruck, Grossbuchstaben und den vielen Ausrufezeichen, die, die Sauerei anprangert. Lustigerweise wird dafür sogar kostbarer Farbdruck verwendet!

Nur zum Vergleich: Ich drucke meine wichtigen Bürounterlagen um Druckkosten einzusparen nur in schwarz-weiss aus.

Sprich der Geduldsfaden ist da, wo viele Menschen, die nicht ganz freiwillig und auch nicht unbedingt gern aufeinanderhocken, kurz. Und bei zunehmendem Stress wird der nicht länger.

Kleinigkeiten, die man früher einfach mal durch Beiseitenehmen der Kollegen geklärt hätte oder mal selber in Ordnung gebracht hätte ohne sich dabei einen Zacken aus der Krone (welche Krone?) zu brechen, brechen sich als Lawine ihren Lauf.

Verhaltensforschung beim Stamme der Büroinsassen offenbart seltsame Gebräuche und Gepflogenheiten. Seltsamerweise wird dabei ein Aktionismus und eine Energie mit einer Leidenschaft freigesetzt, die man in der Arbeit eher schmerzlich vermisst. Aber dort sehr gut gebrauchen könnte...
Was läuft denn da falsch?

Ich glaube wir sind den Hühner, die in einer Legebatterie zusammengepfercht sind, gar nicht so unähnlich. Unsere Nervensysteme reagieren genauso. Nervös, gereizt, aggressiv...

Und wo liegt die Lösung? Na, genau wie bei den Hühnern in einer artgerechten Haltung. Im Hühnermobil. Denn das ergibt mobile, agile und eierproduktive Hühner. Und bei den Mitarbeitern möchte man doch auch, dass möglichst gute Endprodukte dabei herauskommen... und agiler sollen sie doch auch werden!

Und agiler und flexibler und effizienter wird man nun mal nicht mit Bürokratie! Im Gegenteil. Da haut man dann noch die Handbremse rein und ruft den Mitarbeitern vergnügt zu, sie sollen schneller werden... Gegenvorschlag: wie wär's wenn wir mal die Handbremse lösen? Dann würde dies automatisch passieren.

Sprich glückliche und zufriedene Mitarbeiter verzetteln sich nicht in solchen seltsamen Aktionen. Warum? Weil sie mit ihrem Tun, mit Ihrer Arbeit zufrieden sind und sich dort selbst verwirklichen können. Sprich: sie dürfen dort etwas tun, was sie gerne tun und sehen in Ihrer Arbeit auch einen Sinn. An dem Sinn so mancher Arbeit wird heutzutage gezweifelt. In vielen Fällen auch zu recht. In anderen Fällen fehlt hier wahrscheinlich einfach der Zusammenhang, die Erklärung und damit das Verständnis dafür. Dieses Missverständnis liesse sich auch durch aufklärende offene Kommunikation lösen. Auch wenn man Mitarbeiter einfach dazu ermutigt, selber nachzufragen und sie nicht bevormundet.

Oder mit anderen Worten, dass man die Mitarbeiter - wie es für jeden Menschen selbstverständlich sein sollte - respektiert. Ein Respektier ist keine neue Gattung. Das gab's schon mal. Das wüscht sich jeder. Und jeder verdient es auch.

Und das merkt man auch am Arbeits- und Betriebsklima und am Umgang miteinander. Also an der Kommunikation. Und an der Art derselben. Wird nur noch mit Zetteln und schriftlich kommuniziert, dann ist dies ein Zeichen für ein ungesundes Betriebsklima.

Denn mit Menschen, die man gern hat, redet man auch gern. Und das ist keine vertane Zeit. Denn man erfährt auch immer was, was die Arbeit betrifft oder bekommt so Wind von Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kollegen, die sich in einem Projekt zugunsten des Unternehmens gewinnbringend einsetzen lassen.

Und wenn man sich wohlfühlt, dann ist man halt auch produktiver als wenn man von Feinden und Bedrohungen umzingelt ist. Das zarte Pflänzchen der Innovation gedeiht genau wie jede andere Pflanze nur wenn sie gehegt und gepflegt wird und sich wohlfühlt. Ansonsten verdorrt sie.

Dienstag: 5:30 Uhr. Heut isses kalt. Dafür sternenklar. Eiklar... gibt's Mondklar auch?

Auf dem Weg zur Haltestelle singe ich vor mich hin:"Weisst du wieviel Sternlein stehen..."
Nein... keine Ahnung. Is mir auch wurschd...

Unser Bus hat heut 5 Minuten Verspätung. An der Haltestelle ist wieder die Mutter, die ihren Azubisohn (der größer ist als sie) in den richtigen Bus setzen will... Es ist derselbe Bus wie gestern. 205 und der ist im Gegensatz zu unserm 203er pünktlich da. Deswegen versteh ich ihre Hektik nicht. Ich bin gespannt, ob sie morgen auch wieder im Doppelpack auftauchen. Mei Mama und mei Papa hättmer was ghust...

Unser Busfahrer fährt sehr hektisch - sein Nervensystems ist anscheinend übererregt, gestresst versucht er die Zeit einzuholen - und die Hektik überträgt sich durch das scharfe Abbremsen und Anfahren auf uns Fahrgäste. Da ist nix mit entspannt im Bus schlummern, wenn man derart vor und zurückgerüttelt wird wie ein Martini...

Nicht mal mein Busnachbar kann bei der unruhigen Fahrt schlafen. Und das will was heissen.

Meine morgentlich mühsam erarbeitete Entspannung ist im nu dahin... super! Da bist scho fertig bist in Erlangen bist.

Hinter Buch kriecht die Morgenröte hinter dem Schatten des Waldes hervor, umwabert vom Nebel, der aus den Wiesen aufsteigt. Auch hinter der Rücklichterbefüllten Autobahn dampft er empor.

Gestern kam auf den Dritten eine Wiederholungssendung zum Thema Schilddrüse. Sie schüttet Hormone aus und regelt u. a. die Körpertemperatur. Bei Überfunktion wird man dick, bei Unterfunktion das Gegenteil. Die hängt auch in der Stressachse mit drin. Und bei CRPS gibt es auch Leute, die mit Schwitzattacken zu käpfen haben. Dann müsste doch die Schilddrüse auch eine Rolle dabei spielen...

Die Niere reguliert den Blutdruck, die Schilddrüse Hormone und Temperatur und der Cortisolspiegel den Reizfilter ... und wie hängt das alles miteinander zusammen? Und wen kann man das mal fragen? Die Spezialisten sehen doch immer nur ihren kleinen Ausschnitt. Ich möchte aber gerne das Gesamtbild und den Gesamtzusammenhang verstehen... wie die Übererregung des Nervensystems entsteht.. und ob es da einen Anfangspunkt gibt oder ob es ein verstimmtes Körperorchester aus gleichberechtigten Partnern ist... Nur.. wen kann man sowas fragen? Vielleicht jemanden, der sich mit dem autonomen Nervensystem auskennt.. Hm... ich geh demnächst auf einen Vortrag, dann werd ich ja sehen, ob ich da meine Frage loswerden kann.

Denn wenn es einen Anfag gäbe, könnte ich doch dort ansetzen.

Derzeit verfolge ich noch einen anderen Ansatz. Babies kommen ja ohne Reizfilter auf die Welt. Und sie haben Techniken damit umzugehen. z.B. viel schlafen. Und auch sie haben wie CRPSler und andere Menschen mit chronischen neurologischen Krankheiten Probleme nachts durchzuschlafen. Und das lernen sie dann. Und genau da bin ich wohl auch. Und muss es auch neu lernen nachts wieder durchzuschlafen wie ein kleines Kind. Denn genau wie beim Baby ist auch mein Reizfilter deaktiviert bzw. nicht vorhanden.

Ich kann also derzeit das schreiende Baby, in der Nachbarschaft bei Wetterwechseln sehr gut verstehen. Ich würde dann am liebsten vor Schmerzen auch mitschreien. Das kommt aber nicht so gut.

Und in einem lauten Cafe, brüllt ein Baby, weil ihm die Geräusche genau wie mir zuviel sind. Im Gegensatz zu ihm, kann ich rausgehn. Ihm bleibt nur das Schreien. Kann ich sehr gut nachvollziehen.

Meiner Mama geht es übrigens genauso. Sieht so aus als können Operationen ein Nervensystem ganz schön aus dem Gleichgewicht bringen. Das Durchschlafproblem hat sie ja auch.

Wenn der Cortisolspiegel im Alter ansteigt und damit der Reizfilter deaktiviert wird, wäre das die Erklärung. D.h. im Alter wird unser Nervensystem wieder so sensibel wie als Kind, weil unsere Reizfilter versagen. Wir können die Reizflut nicht mehr verarbeiten, nicht mehr kompensieren.

Darauf hat mich eine Bekannte aufmerksam gemacht, weil ich gefragt hatte, warum meine behinderte Schwester je älter sie wird, sich immer schwerer motivieren kann. Die Antwort war: Weil sie es dann immer schwerer kompensieren kann! Das hatte ich gar nicht bedacht. Und ich bin ihr heute noch sehr dankbar, dass sie mir die Augen dafür geöffnet hat. Denn jetzt kann ich sie einfach besser verstehen. Und andere Menschen auch, die Schwierigkeiten haben. Denn es ist eben wie überall: man sieht nicht die Mühe, die man sich gibt, um zu funktionieren. Man sieht nur , wenn man nicht mehr funktioniert.

Das gilt aber nicht nur für meine Schwester sondern für alle Menschen, je älter sie werden.

Die Frage wäre nun, können wir das in jedem Alter wieder wie ein kleines Kind lernen? Es müsste ja gehen, so lange wir das wollen und neugierig bleiben und Dinge ausprobieren.

Ich hab neulich was zum Thema letzte Hilfe (Sterbebegleitung) gelesen. Es hörte sich für mich so an und sah für mich beim Sterben meiner Oma auch so aus, als könnte Ihr Nervensystem einfach die Reize nicht mehr kompensieren. So als hätte es und sie aufgegeben.

Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass man je länger man sein Nervensystem fit und die Reizfilter aktiv hält oder wieder reaktivieren kann, gesund und am Leben bliebe. Ob man dann irgendwann unendlich lang leben könnte.., wenn man nur sein Nervensystem immer wieder beruhigen könnte? Gruselige Vorstellung... Oder gibt es ein maximales Kompensationsdatum...? So wie ein Mindesthaltbarkeitsdatum...?

Die Unruhe des Busfahrers und seines Nervensystems kann man auch ins Büro übertragen. Erstens trag ich sie dann schon mit rein. Zweitens verbreiten unruhige Geister auch selbst Unruhe und sie überträgt sich auf die Kollegen. Des is fei a ned grod as gsündeste!

Gestern hab ich bewußt bei der Verspätung - am Bahnhof kamen wir eine Minute bevor der Zug fuhr an und mein Busnachbar hat ihn auch nicht mehr erwischt - gegen einen Sprint entschieden. Erstens mit Hanni und Nanni keine gute Idee.. Zweitens aktiviert jede schnellere Bewegung meine Stressachse und läßt mich in Hitzewallungen im eigenen Saft garen. Da brauch ich dann wieder ewig, bis ich das wieder runterregle.

Also hab ich mich von meinem Busnachbarn mit den Worten:"Ich fahr heut mit dem 30iger Bus." verabschiedet.
Er antwortete darauf mit:"Gute Reise."
Und die wünsch ich Euch jetzt auch, wo auch immer Ihr seid! :)

07.09. bis 13.09. Vom Leben für das Leben lernen ...

Dienstag: Gestern war ich eine Bekannte im Krankenhaus besuchen. Muss spontan an den Spruch denken:"Ein Krankenhaus ist kein guter Ort für Kranke."
Ich hab Ihr ein Krankenhausnevensystemüberlebenspaket mitgebracht, bestehend aus:

  • Ohrstöpseln (Geräuschfilter)
  • Schlafmaske (oder Tuch)
  • Waldduft in Form von ätherischem Zirbe-Öl aus der Apotheke
  • Humor , Lachen (Comics)
  • Tier - in Form eines Fotos von Ihrem Hund, der sogar schon als Palliativhund gearbeitet hat!
  • Natur: in Form von Fotos von Blumen (oder Wald, es geht auch ein Blumenstrauss)
  • sozialem Kontakt und menschlicher Wärme in Form meines Besuchs
Sie hat sich gefreut. Und das Gespräch hat auch mir sehr viel Spass gemacht.

Letzten Mittwoch war ich bei einem Parkinson-Patiententag im Bezirksklinikum in Erlangen. Spannend! Toll fand ich die Leidenschaft der Veranstalter. Man hat gemerkt, dass Sie sich für ihre Patienten interessieren.

Bei Parkinson wird die Schrift immer kleiner und unleserlicher. Die Muskeln stehen unter ständiger Anspannung und der Rücken verkrümmt sich dauerhaft. Das ist eine Parallele zu CRPS.

Eine Parallele zum Autismus ist mir auch aufgefallen: Punding.
Parkinsonkranke neigen dazu Dinge zu sortieren. z.B. Fruit Loops (ja diese bunten Frühstücksringe) nach Farbe. Sie lassen sich dabei nicht herausreissen oder werden wütend wenn man es tut. Dasselbe Prinzip liegt bei den repetitiven Verhaltensweisen von Autisten vor.

Warum machen die das? Um ihr übererregtes Nervensystem zu beruhigen. Es ist eine Copingstrategie.

Warum die bei uns sozial als störender empfunden wird, als Rauchen oder Alkoholkonsum oder Esstörungen muss mir mal jemand erklären. Denn Sortieren schadet niemandem. Nicht mal der Gesundheit. Im Gegenteil! Aber weil andere es als störend empfinden, gewöhnt man es den Menschen ab. Verhaltenstherapie. Meiner Ansicht nach müsste man die Menschen, die dieses gesunde Verhalten (das ja vor Schlaganfall und Co schützen kann) als störend empfinden, aufklären!

Man behandelt die falschen! Einfach weil man es nicht versteht. Weil man nicht versteht, dass der Mensch, der das tut, so sein Nervensystem beruhigen kann und damit dessen Funktionieren und damit sein Überleben sichert.

Und bei Parkinson gibt es wie bei Autismus und ADHS auch Wortfindungsstörungen, Schlafstörungen, Depressionen, motorische Einschränkungen, Vergesslichkeit... Das ist doch kein Zufall! Es hat meiner Ansicht nach alles dieselbe Ursache: ein übererregtes Nervensystem.

Denn wie auch bei Bechterev steht hier die Bewegung im Vordergrund um die Erkrankung abzumildern und aufzuhalten. Und ADHSler und Autisten können kaum stillsitzen. Damit beruhigen sie ihr Nervensystem.

Auch das wird wieder als störend empfunden. Selbstgespräche, Schaukeln, Hin - und hertigern, Rituale sind ebenso nervensystemberuhigend. Das sind Copingstrategien.

Und die sind gesünder als Rauchen und Alkohol. Rauchen und Alkohol ist aber in unserer Gesellschaft okay. Schaukeln, Selbstgespräche, Sortieren sind es nicht... Warum? Das muss mir mal jemand erklären!

Übrigens gibt es auch bei Parkinson Formen, die nicht auf Dopamin ansprechen. Wie meine Dystonien, Spasmen halt auch. Woran das liegt, weiss man noch nicht. Eins davon ist das kortikobasale Syndrom. Hier kommt es zu neglectähnlichen Ausfällen. Auch wieder eine Gemeinsamkeit zu CRPS oder Schlaganfällen.

Den Freeze (das Einfrieren in der Bewegung) von Parkinsonkranken kann man mit einem Gegenreiz auflösen. z.B. durch Querstellen des eigenen Fusses. Es gibt auch Rollatoren mit einer Laserlinie, die der Parkinsonpatient dann überschreitet und somit den Fokus (seine Aufmerksamkeit) auf etwas anderes richten kann.

Nach demselben Prinzip funktioniert ein Gehstock, der auf Knopfdruck eine Art Fahnenstab (ohne Fahne) ausklappt, über die der Kranke dann drübersteigen kann.

Und dieser Trick mit der Aufmerksamkeit funktioniert ja auch bei ADHS (hier ist genau die Aufmerksamkeit zu schnell bei jedem neuen Reiz abgelenkt) und Autisten können ihr Nervensystem durch Konzentration (das Versinken, den Flow) auf Spezialinteressen beruhigen.

Bei mir (bei CRPS) funktioniert das auch. Ich kann manchmal einen Berg nicht mehr hochgehen. Ich kann einfach nicht mehr. Und muss stehenbleiben. Dann balanziere ich auf den Randbordstein , d.h. ich fokusiere mich auf das Balanzieren und es geht weiter. Das ist also auch eine Art Freeze, die ich so überwinden kann.

Auch ADHSler können alle Reize um sich herum ausschalten, wenn sie im Kaufhaus etwas entdecken, was ihre gesamte Aufmerksamkeit auf sich zieht.

So können Hochleistungssportler auch ihre Schmerzen ausschalten. Es gab mal ein Heft von Geo vor nicht allzu langer Zeit zu diesem Thema.

Das erklärt auch warum lesen, handarbeiten, handwerken, die Perfettimethode oder Spiegeltherapie funktionieren. Sie nutzen alle den Focus, die Konzentration. Also dieselbe Methode. Wahrscheinlich ist es egal, was man macht. Man muss das für sich finden, was zu einem passt.

Qi Gong , Tai Chi, Feldenkrais, MBSR, Achtsamkeit, Wassergymnastik ... das alles basiert auf demselben Prinzip.

Sucht Euch das, was zu Euch passt. 0815 wird nicht funktionieren, weil es keinen 0815 - Menschen gibt! Jeder ist einzigartig. Probiert VHS-Kurse aus! Sucht Euch am Anfang, wenn es noch schwer ist, Hobbies, die Ihr früher schon gemacht habt. Da wisst Ihr im Gegensatz zu neu zu lernenden Dingen, wie es sich im Flow anfühlt.

Probiert immer wieder neues aus. Aromatherapie mit ätherischen Ölen, Musiktherapie, lernt ein Instrument, geht in einen Chor , trefft Menschen, Selbsthilfegruppen ...

Findet Euer persönliches Geheimrezept. Gebt nie auf. Besucht Veranstaltungen auch mal querbeet. Guckt über den Tellerrand. Seid offen. Bleibt neugierig.

Das wird am Anfang schwer sein. Aber wenn Ihr es übt, dann wird es immer leichter und das Leben damit auch :) Vertraut mir!
Die Muskelverspannungen werden nachlassen und damit die Schmerzen und Ihr werdet wieder mehr Freude am Leben haben.

Kennt Ihr die Wochenendrebellen?
Die Geschichte wie ein autistischer Junge und sein Vater zueinander finden und sich verstehen und Spass zusammen haben und dabei über sich hinauswachsen. Und viel über sich und das Leben und die Menschen lernen.

Habe Dan Browns Origin gelesen. Eine etwas gruseliger Geschichte über KI. Und Kommunikation. Ist Euch bewußt, wie wichtig direkte und sachliche Kommunikation mit der zunehmenden Digitalisierung und KI ist? Denn eine KI, ein technisches Gerät nimmt das gesagte wortwörtlich. Genau wie es Autisten tun. Bedenkt man dass viele Techniker und Programmierern autistische Züge nachgesagt werden, ist dies auch logisch.

D.h. man muss höllisch aufpassen, dass man sich nicht missversteht. Nicht nur zwischen den Menschen. Sondern auch mit den Maschinen. Im Buch hatte das eine fatale Wirkung.

Jeder Programmierer, dier schon mal mit einer Endlosschleife am Beginn seiner Laufbahn Rechner zum Absturz brachte, kann dies bestätigen. Auch hier war die Kommunikation nicht eindeutig. Man hat etwas vergessen. Die Abbruchbedingung. In gewisser Weise ist also jeder Bug dysfunktionale Kommunikation mit der Maschine. Oft auch mit dem Anwender. Bidirektional. Das macht es nicht einfacher. Je mehr Schnittstellen (Rechner, Menschen) es gibt, desto komplexer wird die Kommunikation.

Die KI war angewiesen für einen Vortrag des Zukunftsforschers eine möglichst hohe Zuschaueranzahl in den sozialen Medien auf sich zu ziehen. Die KI nahm dies wortwörtlich und veranlasste die Ermordung des Auftraggebers vor laufender Kamera.

Ich gebe zu, das ist sehr extrem. Aber bedenkt wieviele Missverständnisse wir Menschen schon miteinander haben. Und wie sich kleine Missverständnisse aufschaukeln und summieren, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und aufgeklärt werden. Autisten können davon ein Lied singen... also nicht wortwörtlich. Denn sie nehmen vieles wortwörtlich. Was wiederum zu Unverständnis, Irritation, Hilflosigkeit und Wut oder gar Aggression der Gegenseite führt.
Des is fei a ned grod as gsündeste...

Saugtücher aus Zellstoff.. wozu braucht man das eigentlich? Wir haben uns daran gewöhnt. Sind damit aufgewachsen. Aber haben wir es schon mal in Frage gestellt? Früher hat man wenn man mit kleinen Kindern unterwegs war, halt einen feuchten Waschlappen eingepackt. Ging auch. War umweltfreundlicher. Da brauchten nicht Regenwälder für den weissen weichen Zellstoff abgeholzt zu werden.... Und wenn sonst was daneben geht, dann gibt es ja noch Putzlappen.

Klopapier .. früher recyclete man Zeitungen, schnitt sie in Streifen und putzte sich den Hintern damit ab. Heute muss es weich und weiss sein. Regenwald wird dafür abgeholzt. Das war mir noch nicht bewußt. Kein Wunder, denn irgendwie haben wir die Verbindung zur Natur verloren. Wir wissen nicht mehr woraus ein Produkt gemacht ist. wo es herkommt.

Fragt mal kleine Kinder, wo Pommes Frites herkommen...

Dabei gibt es das graue (Druckerschwärze) härtere Toilettenpapier noch, das aus Zeitungspapier hergestellt wird. Die Nachfrage der Verbraucher regelt den Markt. Würden wir alle mit grauem Papier vorlieb nehmen, würde sich auch die Papierindustrie umstellen müssen.

Der Trend beginnt gegenläufig zu werden. Es gibt jetzt auch Unverpacktläden! Da geht man mit eigenen Behältern hin und vermeidet so Müll. Kaffe 2 Go-Becher hat jeder daheim. Denn Tassen sind an sich transportabel. Sie haben einen Henkel...

Auch bei mir im Hirn muss dieser Umdenkprozess erst greifen. Warum ist das so? Weil unser Hirn Prozesse ritualisiert und automatisiert, sonst wären wir nicht überlebensfähig. So lernen wir. Erst lernen wir bewusst etwas auf eine bestimmte Art und Weise zu tun und dann verstärken sich die neuronalen Verknüpfungen für diese neue Tätigkeit bis sie automatisiert (ohne Nachzudenken) ablaufen kann.

Den Prozess dann wieder achtsam und bewußt auszuführen ist gar nicht so einfach. Das erfordert Übung. Und erst dann gelingt es uns über das was wir tun (die vorher nur automatisch abliefen) bewußt nachzudenken und diese zu überdenken. Erst dann können wir sie verändern.

D.h. wir sind gar nicht so schlimm wie es den Anschein hat. Denn das alles hat ja einen Sinn. Um das Überleben zu sichern. Das ist aber bei Klopapier und Co nicht unbedingt der Fall.

Doch die Flut an Reizen, Informationen, Wahlmöglichkeiten ist heute so gross wie nie zuvor und sie wird weiter anwachsen. Unser Hirn stammt aber noch aus Urzeiten. Es kann damit nicht umgehen. Noch nicht! Wir können es lernen. Wir können lernen vernünftig und gut mit der digitalen Technik umzugehen und sie da als Chance nutzen, wo es Sinn macht. Und da, wo es Unsinn ist auf analoge Lösungen auszuweichen. Ich denke, es ist hier wie bei allem im Leben. Die Antwort auf die grossen Probleme ist immer : Homöostase. Im Gleichgewicht. Ausgeglichen muss es sein. Mal sehen, ob und wie wir das hinkriegen. Wird spannend.

Mittwoch: Als ich noch klein war, gab es in Röttenbach immer ein altes Mütterchen, dass in der Röttenbacher Tracht mit dem Bus nach Erlangen fuhr und dort Blumen verkauft hat. Ein Original.

Zu meiner Mama hat der Arzt auch gemeint, eine Allergie kommt sofort und nicht erst nach ein paar Tagen.
Sie: "Mei Herr Dokter. Ich bin a alte Frau. Bei mir dauert halt alles a weng länger."

Sie ist auch ein Original.

Meine Bekannte erzählte daraufhin folgende Geschichte.

"Hab ich Dir mal von meiner Oma erzählt? Die hat sich ja mit 83 auf der Treppe nach einem Blatt gebückt, ist dabei mit Salto runtergesegelt und hat sich den Arm und einen Wirbel gebrochen und mit der Brille die ganze Kopfhaut aufgeschlitzt. War lange im Krankenhaus und dann immer wieder dort zur Reha, bei der sie ganz toll mitgearbeitet hat. Einmal saßen wir vor der Reha auf dem Flur, als einer der behandelnden Ärzte auf sie zukam und sagte, dass er sich freute, daß sie wieder so fit ist.
Meine Oma meinte: "Ach wissen Sie, Herr Doktor, ich meine ja immer noch, mit essigsaurer Tonerde wär's auch gegangen."
Solche Mädels werden heute nicht mehr gebaut."

Doch! Originale gibt es noch. Und von Natur aus, ist es jeder Mensch.

Und warum trifft man diese erfrischenden Gestalten so selten? Es braucht nur den Mut zu sich selbst zu stehen. Sich selbst zu mögen. In der heutigen normierten Welt braucht es sehr viel Mut so zu sein wie man ist.

Donnerstag: Apropos Gestalten... und seltsam... Ihr kennt mich ja und dass ich mit dem Wort "Norm" und "Normal" so meine Probleme habe. Was ist normal?
Diese Frage stellt auch die Ausstellung Barrieresprung im Erlanger Stadtmuseum.
Also bin ich hin. Gestern.

Am tollsten fand ich ein Casting, wo Menschen mit und ohne Behinderung aufeinandertreffen. Ein Film. Zuerst spürt man die Unsicherheit der "Normalen"
Bis der Funke überspringt. Und beide sehr viel Spass haben!

Der Satz: "Komm , wir gehn mal..." wird vom Rollstuhlfahrenden Schauspieler mit:"Ich kann nicht gehn." kommentiert. Worauf die Gegenseite sich zu:"Na dann rolln wir halt..." korrigiert und beide drüber lachen.

Ihr seht: die Sprache des Humors überwindet jede Barriere! :)

Das erste Rollrad ist auch ausgestellt. Der erste Rollsthuhl. Den hat sich ein Betroffener selbst gebaut. Aus Kreativität und Findigkeit der Betroffenen entstanden die ersten Krücken und Prothesen und die ersten Orthopädiegeschäfte. Den Namen hab ich leider vergessen. Irgendwas mit F... Sorry, aber da macht mein übererregtes Nervensystem mir heut einen Strich durch die Rechnung. Was hat ein Strich in der Rechnung zu suchen..?

Im Mittelalter waren Behinderte (den Oberbegriff gab es damals noch nicht, sondern: Lahme, Blinde, ...) auf ihre Familie oder auf Almosen und Betteln angewiesen. Dann kümmerte sich die Kirche um sie. Allerdings nur um körperlich behinderte. Geistige Behinderungen wurden erst sehr viel später als Krankheit erkannt und dann mit kalten Bädern und anderen unmenschlichen Methoden behandelt.

Man sperrte sie weg. In Anstalten. Die meist auch noch Zuchthäuser waren. Des is fei a ned grod as gsündeste. Erst die Kriegsversehrten erkämpften die ersten Fortschritte für Barrierefreiheit. Aber davon kann man da auch noch nicht sprechen. Immerhin musste sich die gesamte Gesellschaft damals damit auseinandersetzen, weil die Folgen nicht mehr übersehbar waren.

Der VdK s(Verein der Kriegsversehrten) kommt ja daher. Inzwischen kümmert er sich auch um die Belange von alten Menschen und Menschen mit Behinderungen.

Für behinderte Kinder setzten sich ihre Eltern ein. So entstand z.B. die Lebenshilfe und die Muschelkinder.

Barrierefrei ist unsere Gesellschaft und auch unsere Umgebung noch lange nicht. Da liegt noch viel Arbeit vor uns. Wobei die meisten Barrieren im Kopf sind. Also wieder alles eine Folge der Wahrnehmung bzw. der Fehlwahrnehmung derselben.

Im düstersten Kapitel der NS-Zeit gab es das Programm T4 , die Vernichtung lebensunwerten Lebens (Hupferla in Erlangen) und die Zwangssterilisationen. Daran hatte auch die Erlanger Frauenklinik ihren Anteil. Und mind. zwei Fälle sind nachgewiesen, in denen Frauen danach starben. Der Arzt:"Eine Anamnese konnte aufgrund ihrer Schwachsinnigkeit nicht durchgeführt werden..." zeugt von der menschenverachtenden Haltung der damaligen Zeit.

Ihr werdet sagen: Aber das gibt es heute doch nicht mehr... Stimmt das wirklich?
Es gibt auch heute Fälle in Krankenhäusern, wo alte, behinderte oder verwirrte Menschen, die niemanden haben, der für sie einsteht, nichts zu essen bekommen und vernachlässigt werden. Das Thema ist nach wie vor aktuell.

Heute erinnern kleine Täfelchen mit Namen von in der Hupferla und NS-Zeit Ermordeten vor der Med I bis V am Ulmenweg an diese Zeit. Dort stehen ein paar Namen. Denen bin ich am Montag begegnet, als ich meine Bekannte im Krankenhaus besucht habe. Das hat mich sehr bewegt.

Auch Regimegegner wurden für psychisch krank erklärt und so aus dem Weg geräumt.

Sowas darf nie wieder passieren!

Was ist lebenswert und wer kann das beurteilen? Nur der Betroffene selbst! Und der möchte nur eins! Selbstbestimmung und ein selbstbestimmtes Leben wie Ihr auch! Das sollte selbstverständlich sein. Ist es aber heute immer noch nicht.

Wann darf ein Arzt ein Leben beenden bzw. die lebenserhaltenden Massnahmen einstellen? Es ist eine Gradwanderung. Für beide Seiten. Soll immer alles was machbar ist auch gemacht werden? Nur weil es machbar ist? Und soll immer alles unterlassen werden, was nach aktuellme Stand nichts mehr bringt?

Denn vieles , was man einst als bekannt und wissenschaftlich belegt vorausgesetzt hat, hat sich inzwischen als falsch herausgestellt. z.B. sagte ein Arzt, dass meine Schwester ihre Hirnblutung nicht überleben würde. Und sie auch niemals mehr sprechen könnte. Er hat sich geirrt.

Er hat die Selbstheilungskräfte und die Hilfe zur Selbsthilfe in unserer Familie und in meiner Schwester unterschätzt! Inzwischen ist auch bekannt, dass andere Hirnregionen für ausgefallene einspringen können. Damals dachte man noch die Struktur und Verdrahtung im Hirn sei fest. Heute weiss man , sie ist agil und flexibel. Neuroplastisch ist der Fachbegriff dafür.

Man dachte auch mal, dass Babies keinen Schmerz empfinden. Auch das ist inzwischen widerlegt. Nur weil jemand sich nicht äußern und es kommunizieren kann, muss es ja nicht heissen, dass er keinen Schmerz empfindet. Auch hier spielt die Art der Kommunikation bzw. dass man nicht in der Lage ist normgerecht zu kommunizieren, eine riesige Rolle bei der Entstehung eines Missverständnisses, das verherrende Folgen auf die Betroffenen hatte. Kinder wurden ohne Narkose operiert. Des is fei a ned grod as gsündeste...

Und wer sagt, dass es nicht heute auch noch so ist? Dass wir Dinge annehmen und glauben, die so gar nicht stimmen? Die sich in einigen Jahren oder Jahrzehnten als Irrtum herausstellen?

Eine blinde Frau in einem Video im Museum wünscht sich, dass es das Wort Inklusion in 10 Jahre nicht mehr gibt, weil sie einfach gelebt wird und es nicht mehr benötigt wird.

Gleichberechtigung und Selbstbestimmung betrifft ja nicht nur Behinderte , sondern auch andere Gruppen. Frauen, Arme, Kinderreiche , Migranten, Zugezogene , alle, die aus einem anderen Kontext stammen. Alle die eine Minderheit sind. Und irgendwo ist jeder Teil einer Minderheit. Wenn nicht heute, dann doch irgendwann im Leben. Das ist unvermeidbar.

Gruselig auch das Plakat mit der gesunden arischen kindderreichen Familie oder das Gesund-Krankheits-Vererbungs-Plakat. Heute wird auch wieder der Gesundheit gehuldigt. Aus ihr ist ein Riesengeschäft geworden. Dabei kann man sie nicht kaufen. Teilweise wird sie gottgleich zur Religion erhoben. Des is fei a ned grod as gsündeste...

Und Gesundheit ist auch kein Dauerzustand sondern besteht aus einer Homöostase , aus einem gesunden Lebensstil. Dass man sein Leben lebt und nicht das der anderen. Dass man seine Werte lebt und ihnen treu bleibt.

Auch gruselig: vom Programm T4 wussten die Menschen. Niemand hat etwas dagegen unternommen. Minderheiten, Menschen, die keine Stimme haben, haben keine Lobby. Das ist auch heute noch so.

Ob daraus resultiert, dass auch heute noch verschämt und heimlich mit Behinderungen umgegangen wird? Ist das noch eine Nachwirkung aus dieser Zeit? Sie steckt ja noch in unseren Genen... auch eine Art Gendefekt...

Ich wünsche mir, dass man Anderssein als Chance sieht, nicht als Mangel. Denn Anderssein bietet auch Chancen. z.B. einen anderen Blick auf die Welt. Eine neue Perspektive.

Ich hab die Dame an der Kasse im Museum gefragt, ob mehr Behinderte oder Gesunde in die Ausstellung kommen. Sie meinte, es hält sich die Waage. Das ist schön. Es sollten sich noch viel mehr Menschen die Ausstellung ansehen.

Auch die Blindenschrift (6 Punkte, die je nach Buchstabe gefüllt, also 0 oder 1 sind, auch eine Art Binärcode) und die Gebärdensprache werden dort gezeigt. Das find ich spannend. Kommunikation anders codiert. Ob man sich in Blindenschrift und Gebärdensprache auch so oft nicht versteht und aneinander vorbeiredet und schreibt? Das würd mich echt mal interessieren.

Es gab auch eine Fühltheke. Man steckte die Hände in die Löcher und ertastet, was drin ist. Sprich die Ausstellung läßt sich mit allen Sinnen erfahren. Man lernt also sehr viel! Weil das Hirn ja genauso funktioniert :)
Tolle Ausstellung!

Die Farbe weiss flimmert und flirrt derzeit ganz schön vor meinen Augen. Der Wahnsinn. Ich behelf mir mit Sonnenbrille oder den Blick auf das braune Laminat der Physiotherapiepraxis. Wow!

Am Sonntag hat mein Trafohäusle derart aufgedreht, dass ich wie ein Durazellhase durch die Gegend laufen musste. Die Gedanken kreisten und waren nicht zu stoppen.

Dann bin ich in den Wald und auf einmal hielten sie an und mein Nervensystem fuhr runter. Endlich Ruhe. Das Gedankenkarussell hilet auch an. Jippie.

Ich hab dann ein bisschen mit den Bäumen geredet. War sehr nett. :)

Die letzten beiden Nächte waren die Pest! Ich konnte zwar einschlafen, bin aber immer wieder schweissnass aufgewacht. Und dann hat das Trafohäusle so gebrummt, dass es kaum zu bändigen war!

Das liegt an dem ständigen Temperaturwechsel. Empfindliche Nervensysteme bringt das ganz durcheinander. Auch meine Physio hat das bestätigt.

Was hilft da?
Aufstehen und Wasser trinken. Aufgrund des erhöhten Harndrangs (den erzeugt das übererregte Nervensystem) muss man sowieso aufstehen. Bewegung. Ich laufe langsam auf meiner Balanciermatte. Das ist so ein Schaumstoffteil. Bis ich müde werde und dann geht's wieder.

Ablenkung: Meine Mama setzt sich in die Küche und puzzlet oder häkelt bis sie müde wird.

So noch was zum Schmunzeln...
Meine Mama legt den Telefonhörer des öfteren nicht richtig auf. Derzeit wartet sie auf den Anruf eines Handwerkers. Als sie dann heut einkaufen war und der Anruf kam und ich ausrichtete, dass sie nicht da ist, meinte der Handwerker:
"Die ist ja schwerer zu erreichen als der Papst!"
Ich habe leider keinen Vergleich, da ich den Papst sehr selten anrufe. Also gar nicht.

Heut hab ich es geschafft, mal zusammenzuschreiben, was ich bei meinem Vortrag mit der Comicausstellung am 07.10. in der Spitaleria im Kreiskrankenhaus, das sich seit neuestem am Telefon mit "Klinikum Höchstadt" meldet , was ich anfangs sehr irritierend und belustigend fand... denn unter einem Klinikum stell ich mir doch etwas andere Ausmasse vor... - halten werde.

Ich bin gespannt, ob jemand kommt und wenn ja wieviele... Gestern hab ich noch Tesafilm gekauft und ich hoffe, der hält auch bei Tonkarton. Wenn nicht, muss ich improvisieren. Das fällt mir im aufgeregtem Zustand, in dem ich dann vermutlich sein werde, sicher nicht leicht. Deshalb hab ich schon mal um Unterstützung gebeten. Es ist nämlich eine Stärke und eine Anti-STress-Copingstrategie (und zwar im Gegensatz zum Rauchen sogar eine gesunde) andere um Hilfe zu bitten.

Apropos Coping-Strategien gegen den Stress. Es gibt von der Technikerkrankenkasse eine Broschüre "Der Stress". Dort werden Stressoren und Copingstrategien erklärt und wie Ihr einen gesunden Umgang mit Stress erlernen könnt. HIER ist der Link.
Viel Erfolg beim Bändigen Eures Trafohäuschens! Passt gut auf Euer Nervensystem auf!

Freitag: Mein Kollege hat mir die DVD Das Leben des Brian geliehen. Gestern hab ich sie dann drauf. Es kam nix gscheites im Fernsehen. Sogar bei den Gesundheits- und Wissensendungen auf den Dritten kommen nur Wiederholungen.

Ich versteh es nicht. Ich find dazu keine Zugang. Der Film ist und bleibt für mich ein Rätsel. Ich find es auch nicht lustig.

Hab es dann aufgegeben und eine WAS-IST-WAS DVD, die ich neulich beim Scheunen-und Garagentrödel gefunden habe, über Erfindungen und Bionik geguckt. Das hat mir besser gefallen. Die werd ich dann im offenen Bücherschrank deponieren. Dann können sie noch andere gucken.

Neulich an einem Auto das entspannte Nervensystem seines Besitzers gesehen.
Das Auto hatte hinter dem linken Kotflügel weisse Kratzer. Anstatt sich drüber aufzuregen und es wieder perfekt lackieren zu lassen, hat derjenige einen Aufkleber darüber gepappt:

Shit happens!

Das nenn ich mal eine kreative Lösung damit umzugehen ;-)

Unterwegs in Erlangen ist mir neulich dieser wunderschöne Spruch begegnet:

"Dankbarkeit ist wie Brausepulver.
Sie macht das Leben bunt und bringt es zum Sprudeln."

Und hier noch einer von Astrid Lindgren, der Frau, die auch noch in hohem Alter auf Bäume geklettert ist.

"Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen"

Hab meiner Ergo ein T-Shirt besorgt. Nicht weil sie keins hat... Sondern weil ihr eins so gut gefallen hat und ich eh nochmal an dem Laden vorbeikam. Gestern hat sie wegen einer Terminverschiebung angerufen. Den nächsten hab ich nächste Woche. Bei der Gelegenheit hab ich ihr auch erzählt, dass ich das T-Shirt bekommen habe.
Sie:"Das Geld bekommst Du nächste Woche. Das macht Dir doch nix aus?"
Ich:"Nein, das macht nix. Das T-Shirt bekommst Du von mir auch erst nächste Woche."
Da hat sie dann gelacht.

Ich mach grad den virtuellen Kurs digital leadership. Habt Ihr gewusst, dass es einen Unterschied zwischen Leadership (Führen) und Managen gibt. Das Management kümmert sich um Dinge (Controlling, Struktur, Stellenbesetzungen und plant), die Führung kümmert sich um Menschen: motiviert sie, begeistert sie , nimmt sie bei Veränderungen mit und fördert ihr Potential.

Führen kann jeder. Dazu muss man kein Manager sein. Führen heisst: Dinge einfach machen. Pragmatisch angehen. Verantwortung übernehmen. Lösungen finden. Sich der ständigen Veränderung (die ja ein natürlicher Vorgang ist) und die in Zeiten des digitalen Wandels immer schneller von statten geht, stellen. Somit wird Führung heutzutage auch immer wichtiger. Weil der Wandel immer schneller vor sich geht. Agilität wird also wichtiger als Effektivität. Warum? Weil wir nur so die Probleme der Zukunft lösen können. Denn nur, wenn man das Potential der Menschen kennt, fördert und sie mitnimmt, kann man ihre Stärken fördern und ihre Kreativität wecken. Und nur dort gedeihen auch Innovationen. Ist ja logisch. Manager denken wie Politker kurzfristig. Nur ihre Amtseit lang. Leader langfristig. Denn sie bleiben im Gegensatz zu Managern auch langfristig im Unternehmen.

Bedenkt doch mal dass unser Hirn genauso funktioniert, es will immer neue Probleme lösen. Dadurch wird es besser! Und dadurch bleiben wir dann auch jünger im Kopf und das wirkt sich auch auf den Körper aus. Dazu muss man die Möglichkeit haben, sich in seiner Haut wohlzufühlen. Auch auf Arbeit! Bzw. gerade dort! Denn dort verbringen wir die meiste Zeit des Tages.

Ob das zukünftig weiter so sein muss, sei mal dahingestellt. Denn es ist ja auch schon wissenschaftlich nachgewiesen, dass nicht die Länge der Arbeitszeit entscheidend für die Qualität der Arbeit ist. Jemand der hochkonzentriert und motiviert nur wenige Stunden am Tag arbeitet kann so deutlich produktiver sein, als jemand, der 8 Stunden Dienst nach Vorschrift macht. Einige Firmen haben dies schon erkannt, die Arbeitszeit für alle gesenkt bei gleichbleibendem Gehalt. Das Umdenken nimmt langsam Fahrt auf. Das wird noch spannend!

Die Arbeit und auch die Stellen verändern sich schneller als jede Stellenbeschreibung mitkommt. Ich habe meine letzte vor 10 Jahren bekommen. Seitdem sind völlig neue Tätigkeiten dazugekommen. Kommunikation wird immer wichtiger. Das Zwischenmenschliche wird zum grossen Faktor und zur grossen Chance.

Veränderung mögen wir Menschen aber gar nicht so gern. Unser innerer Schweinehund sträubt sich dagegen. Weil wir einerseits zwar immer wieder Neuerungen und Neugier brauchen, andererseits aber auch Routinen und Rituale. Was , wo unser Leben bestimmt, können wir aber im gesetzten Rahmen selbst entscheiden. Evtl. sogar den Rahmen durchbrechen. Sprich wir nähern uns einer Zeit, in der wir unser Leben selbst in die Hand nehmen können und sollen. Das ist gut, denn das wirkt auch dem zunehmenden Stress entgegen, der mit diesem immer schnellerem Wandel einhergeht.

Vielleicht wird es irgendwann gar nicht mehr nötig sein Dinge in Ausbildungen zu lernen. Weil sich die Berufsbilder zu schnell verändern. Dann wäre learning by doing genau das, was wir brauchen. Experimentieren , Ausprobieren. Auch das ist übrigens Teil von Leadership: Fehler zulassen, Ausprobieren, Experimentieren. Der Gegensatz zum Management, der auf Fehlervermeidung aufgrund der Effizienz getrimmt ist.

Aber schliesst das eine das andere nicht aus?
Jein. Es wird beides gebraucht. Denn je größer eine Organisation desto wichtiger wird Management. Aber auch Leadership. Leadership wird zukünftig noch wichtiger als Management.

Wobei Leader Menschen sind, die nicht in eine Stelle befördert werden, sondern aufgrund ihrer fachlichen Fähigkeiten, ihrer Werte und Ziele und ihrer Begeisterungsfähigkeit und der Fähigkeit andere zu motivieren und mit ihnen im Team zu arbeiten. Sie tun dies nicht aus extrinsischer Motivation (Geld oder Dienstwagen wie es Manager tun) sondern aus intrinsischer Motivation. Weil die Arbeit ihnen Spass macht. Weil es Spass macht die anderen mitzunehmen, neues auszuprobieren. Der Spass an der Arbeit rückt also in den Mittelpunkt.

Projektmanager nennt man das auch. Obwohl ich auch Projektmanager kenne, die in diese Position befördert werden. Haben sie vom Fach keine Ahnung und auch nicht von den Menschen und ihren Aufgaben und Fähigkeiten und ihrem Fachwissen, dann wird das aber nicht funktionieren.

Ein natürlicher Projektmanager ist eine natürliche Autorität. Er hat die fachlichen Kenntnisse und die Fähigkeit Menschen zu motivieren und zwischen ihnen zu vermitteln. Er hat ihren Respekt und ihr Vertrauen. Das, was so mancher Manager schon leichtfertig verspielt hat. Also soziale Fähigkeiten. Kommunikation spielt eine grosse Rolle dabei. Das ist eine Chance das Feld von unten aufzurollen! Denn es sind Menschen, die von ganz allein nach vorne treten und Verantwortung übernehmen. Freiwillig. Sie sind die wahren Schätze eines Unternehmens.

Das sind die resilienten, weil sie selbst Verantwortung übernehmen. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten und den äußeren Rahmenbedingungen. So kann der, der sich am besten fachlich mit einem Thema auskennt, zum Verantwortlichen für ein Projekt werden. Agilerweise. Er kennt die Menschen um sich herum und weiss, wen er zur Bewältigung der Aufgabe braucht und holt ihn zu sich ins temporäre Team.

Nach dem Projekt löst es sich auf. Und andere Konstellationen von Führenden und Teammitgliedern finden sich. Völlig autark, von alleine, selbständig. Die besten finden zusammen. Von alleine. Da müssen wir hin!

So funktionieren übrigens auch die Grossraumbürolösungen erfolgreicher Unternehmen. Durch den flexiblen Aufbau und Abbau von Wänden werden dynamisch für die neuen Teams auch gemeinsame Räumlichkeiten geschaffen. Sprich: die Leute, die agil zusammenarbeiten, sitzen dann auch zeitlich befristet dort zusammen! Nicht die gesamte Abteilung! Das ist ein Unterschied!

Sprich: das Umfeld muss genauso agil werden, wie die Menschen es werden sollen! Nicht starr! Nicht bürokratisch von oben herab. Sondern die Teams bestimmen, welche Tools sie nutzen und wie! Nur so kann es funktionieren! Denn jeder Mensch tickt ein bisschen anders. Das eine Team mag ein Face 2 Face Standup-Meeting mit Flipcharts bevorzugen. Das andere zieht die Skype-Konferenz vor .... Jeder Mensch ist anders gestrickt. Und genau darauf muss man sich einlassen und es zulassen. Also auch das Team muss sich sein Umfeld selbst schaffen können! Die Verantwortung dafür übernehmen und sie nutzen.

Das bedeutet, dass Quereinsteigen, Learning by Doing immer wichtiger wird. Die Neugier und Wissbegier, das Experimentieren, der Mut auch Fehler zu machen und daraus zu lernen.

Man sieht es ja schon heute, am Fachkräftemangel, dass es so wie bisher nicht mehr funktioniert. Flexible Lösungen sind gefragt. Aufgrund des Lehrermangels, wird darüber diskutiert den Numerus Clausus abzuschaffen und Quereinsteiger im Beruf zuzulassen.

Diese Offenheit und Flexibiltät wird weiter zunehmen. Sie ist natürlich. Darwinistisch :) Evolution. Lassen wir die Berufe doch evolotionsmäßig sich entwickeln. Und gucken wo sie hinlaufen. Schauen wir, was wegfällt (Bürokratie), und was intensiviert wird. Das, was Spass macht und Sinn wird sich verstärken und mehr Zeit beanspruchen. Ganz natürlich.

Bei Echsen, die keine Klettermöglichkeit haben, verkürzt sich auch der Schwanz. Bei den Berufen wird es der Rattenschwanz der Bürokratie sein, der abfällt. Und das Mitmenschliche wird, weil es Spass macht, zunehmen. Mehr Freude für die Dinge, die einem selbst wichtig sind, führen zu mehr Arbeits- und Einsatzfreude. Der Beruf ist kein Job mehr sondern Berufung.

Und derer wird es in einem Arbeitsleben immer mehr geben. Job rotation als natürlicher Lernprozess und der Herausbildung der Persönlichkeit durch vielfältige Erfahrungen. So werden wir Menschen resilienter (widerstandsfähiger) und können die Probleme von heute und morgen bewältigen. Spannend! Aufregend! Es kribbelt ...

Heutzutage reitet man gern auf Fehlern herum. Lernt aber auch nicht daraus und begeht so dieselben immer wieder. Ich glaube das ist die NI der Zukunft. Die natürliche Intelligenz (die Fähigkeit wie unser Gehirn lernt) optimaler denn je zu nutzen! Das ist doch spannend! Hier braucht es kein Gehirndoping!

Benutzen wir unser Gehirn mehr , dann bleiben wir geistig und auch körperlich fitter. Die Work-Life-Balance muss jeder für sich selbst festlegen. Denn damit könenn wir auch länger arbeiten. Und es macht uns dann auch gar nichts aus. Denn es fördert unsere Gesundheit und macht Spass! Man geht nicht mehr mit Grausen auf Arbeit sondern freut sich drauf. Eine Tätigkeit mit Sinn und Freude.

So sollte es zukünftig sein. Man nimmt sein Leben wieder selbst in die Hand. Entscheidet, was man im Leben möchte und was nicht. Nie waren die Optionen so vielfältig. Die Wahl so schwer. Damit die Wahl leichter wird, wird es umso wichtiger, dass wir für uns selbst wieder Verantwortung übernehmen und sie nicht an der Pforte abgeben.

Vorbei sind die Zeiten, wo man ein Leben lang denselben Job machte. Der Beruf kann zur Berufung werden!

Derzeit sind wir es gewöhnt geführt zu werden, machen zu lassen. Es ist bequem. Und kritisieren ist auch leichter als selbst konstruktive Vorschläge zu machen. Auch das sind neuronale Verschaltungen in unserem Gehirn. Aber auch diese Bahnen lassen sich umprogrammieren. Indem wir uns zunächst unser Handeln wieder bewusst machen. Indem wir uns die Fragen stellen: Was brauchen wir? Was wünschen wir uns? Und die Antworten dann in die Tat umsetzen. Ich bin gespannt.

Es geht nicht von heute auf morgen. Denn neuronale Verknüpfungen zu verändern braucht Zeit! Geduld und Hartnäckigkeit! Und Mut! Den Mut Dinge zu verändern, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten, flexibel im Denken zu werden. Denn auch erst dann kann unser Gehirn flexibel im Handeln werden und Innovationen und langfristige Lösungen hervorzubringen. Es liegt an uns! Wir befinden uns in einer spannenden Zeit des Umbruchs und Aufbruchs.

Euer Gegeneinwand: Und was ist mit den älteren Semestern? Die können doch gar nicht mehr mithalten mit der Agilität. Das können doch nur die Jungen...

Ein kleines Beispiel wie es funktioniert und die Begeisterung, Neugier, das Experimentieren in den den Tunnelalltag eines meiner Kollegen, der Mitte 50 ist, zurückkam.

Er hatte Lust was in SQL zu machen, statt tagtäglich Auswertungen zu rechnen. Das macht er seit ich ihn kenne und ich kenne ihn schon seit 10 Jahren. Die kann er nicht mehr sehen. Das kann ich gut nachvollziehen.

Ihr hättet seine Freude und Begeisterung beim Ausprobieren sehen sollen! Wie ein kleines Kind hat er sich gefreut, als es funktioniert hat. Das war toll! Stellt Euch vor, Ihr könntet das bei Euch und Euren Arbeitskollegen und Kolleginnen (auch in älteren Jahre, da find ich es besonders toll! :) erleben! Was für eine ERFAHRUNG! Ein tolles Gefühl! Ein Spass! Lachen statt griesgrämige und angespannte Gesichter. Die ganze Büroathmosphäre blüht auf! Man spürt es!

Und wenn jeder seine Stärken, Erfahrungen, soziale Fertigkeiten einbringen kann, dann findet jeder seinen Platz. Man ergänzt sich. Verschiedene Puzzleteile docken aneinander an und es ergibt ein wunderbares Gesamtbild. Dazu braucht es den richtigen Rahmen. Denn Menschen sind wie Bilder. Nur im richtigen Rahmen kommen sie zur Geltung! Das ist gelebte Integration. Die Integration aller! Unabhängig vom Kontext, vom Alter, von Gdb, Geschlecht ...

Gelebte Neurodiversität. Die Mischung macht's! Die Natur zeigt uns das doch ganz deutlich, dass genau das, das ausgewogene Gleichgewicht, die Symbiose aller (z.B. im Wald) am besten funktioniert. Worauf wartet Ihr noch? Lasst es uns ausprobieren!

Dann würde auch der Begriff normal wegfallen. Weil man ihn nicht mehr braucht. Weil er hinderlich ist. Eine Barriere. Die Barrieren befinden sich nämlich nicht in der Natur sondern in den Köpfen der Menschen. Lasst uns drüberklettern! Sie beiseite schieben! Gucken wir mal, was dann passiert! :)

Und mit dieser wunderbaren Erfahrung und dem wunderbaren Gefühl wünsche ich Euch ein wunderschönes Wochenende!

14.09. bis 20.09. Interessantes ...

Samstag: Sodala.. gestern hatt ich das Wetter etwas unteschätzt, mich verkühlt und hab mir ne verstopfte Nase eingefangen. Heut um 6:00 Uhr war sie dicht. Nu war ich einfach zu faul zum Aufstehen, weil es so schön warm im Bett war. Also dacht ich mir statt das Eukalyptusöl zu holen und einzureiben und zu inhalieren, inhaliere ich mal ohne das Öl. Also tief ein - und ausgeatmet.

Und da ist mir klar geworden, dass Inhalieren ja dasselbe ist wie die Atemmeditation. Also eine Entspannungstechnik. Das Nervensystem wird dadurch beruhigt. Und die ätherischen Öle und die Wärme unterstützen das ganze noch. Heureka!

Na dann muss es ja auch ohne Öl gehen. Und siehe da nach einiger Zeit rumatmerei, Inhaliererei ohne Dampf und Öl wurden die Nasenlöcher von ganz allein frei. Dann wurd mir mal kurz heiss und das verging dann wieder. Da Schwitzen ein Zeichen des Anspringens der körpereigenen Abwehr ist und damit auch Fieber, geh ich mal davon aus, dass es das war. Damit die anspringt, muss man sich aber im Entspannungszustand befinden. Das scheint funktioniert zu haben. Das find ich grad saucool.

Auch wenn es freilich besser gewesen wäre ich hätte rechtzeitig reagiert und mir ne Jacke mitgenommen und die dann auch angezogen und gespürt, dass ich sie brauche.

Aber hätt ich das gestern gemacht, dann wär mir die heutige Erfahrung ja verwehrt geblieben. Man weiss nie wofür was gut ist.

Eine Bekannte hat mir ne liebe Karte geschrieben: "Was man findet darf man behalten. Ich finde Dich super!"
Dito! Ich hab mich sehr gefreut und geschmunzelt. Und das hat wiederum mein Nervensystem entspannt. Die Karte ist also heilsame Kommunikation. Heilsame Kommunikation geht auch per E-mail oder analoger Postkarte. Hauptsache man tut es :)

Wenn die Homöostase und die Gesundheit eine Frage der Entspannung ist, dann können wir uns an Katzen ein Vorbild nehmen. Wie machen die denn das? Die sind immer entspannt. Sie bewegen sich laaangsam und bedächtig und grazil. Ausser sie jagen grad ne Maus oder werden von einem Hund gejagt. Ich denke unsere Vorfahren haben sich ähnlich verhalten. Um Energie einzusparen. Effiziente Bewegung war wichtig. Denn Nahrung war ja damals nicht wie heute in der westlichen Welt im Überfluss vorhanden. Man wusste nie, was und wann man das nächste mal was bekommt. Trotzdem haben sie überlebt, sonst gäbe es uns heute nicht.

Dann wäre das die Erklärung warum Techniken wie Qi Gong und Tai Chi, die auf langsamen Bewegungen basieren, die Entspannung und somit die Gesundheit fördern. Cool. Denn ich weiss ja aus eigener Erfahrung, dass bei meinem übererregtem Nervensystem schnelle Bewegungen nicht gut sind. Denn dann haut es mir den Schweiss aus allen Poren. Und es hört nimmer so schnell auf.

Da kam mir die Idee langsame Bewegungen mit dem Schnuren der Katze (damit aktiviert sie ihre Selbstheilungskräfte) zu kombinieren. Also ich Summe tief (so dass es im Bauch vibriert und dabei atmet man auch gaaanz langsaaaam ein - und aus) während ich langsame und geschmeidige (ja das kann ich auch, aber nur, wenn ich entspannt bin) Bewegungen mache.

Und siehe da, es funktioniert. Das ist für mich ein praktischerer und pragmatischerer Ansatz. Und nicht sooo langweilig wie die Rumatmerei bei der der Geist immer schnell abschweift. Vielleicht hätte das sogar bei mir damals als die Schmerzen noch allen Raum einnahmen funktioniert. Probiert es doch mal aus, und gebt mir Rückmeldung.

Das erklärt warum das "ooommmmm" funktioniert. Auch das imitiert das Schnurren der Katze. Und so dürfte auch die Klangschalentherapie funktionieren. Gestern bei Hubert und Staller wurde die so erklärt: "Da schlägt einer auf einen Gong und hält ihn an deine Wampen..." Und das erzeugt dann Mikrovibrationen und damit wird die Zellgesundheit gefördert. Da Vibrationen auch nix anderes als Bewegung sind, und man weiss, dass Bewegung die Heilung fördert und die Selbstheilungskräfte aktiviert, schliesst sich hier der Kreis.

Bei Demenz und Parkinson nutzt man die Kraft der Musik und des Rhythmus und der Bewegung (die auch das Gehirn fit hält , durch das Lernen von neuen Schrittfolgen) mit Tanz oder indem man ein Instrument lernt. Also es gibt viele Möglichkeiten. Wenn man die Musik noch selbst macht, mit singen oder summen und sich dabei bewegt und das vielleicht noch in der Natur, dann kombiniert man mehrere Entspannungstechniken und potenziert sie. Die Wirkung dürfte dann deutlich steigen.

Man sagt ja auch: "Wo man singt, da lass Dich nieder. Böse Menschen haben keine Lieder."

Nun glaube ich per se nicht an böse Menschen, sondern nur an ein von der Umwelt empfundenes, wahrgenommenes egoistische wirkendes Verhalten. Das ist aber das Selbsterhaltungs-Verhalten aufgrund eines übererregten Nervensystems und für dasselbe Lebensnotwendig!!! Also wenn Ihr die Perspektive wechselt, seht Ihr, dass der betroffene Mensch dies aufgrund des Zustands seines Nervensystems braucht!

Die Umgebung könnte freilich gern darauf verzichten. Oder wie es die Mutter eines Autisten in dem Krimi: "Was tot ist" formulierte: "Er ist unhöflich. Aber er kann nix dafür."

Das ist derselbe Mechanismus. Die Betroffenen sind sich ihres selbsterhaltenden, feindlich anmutenden Verhaltens nicht bewusst. Es ist eine Folge des übererregten Nervensystems. Nicht die Ursache. Das sollten sich Fachleute bitte mal bewusst werden.

Ihr könnt es auch einfach an Euch mal beobachten. Jeder hat mal ne Erkältung, einen Schnupfen. Und wie seid Ihr da? Ihr seid gereizter. Vieles geht Euch auf die Nerven. Vielleicht seid Ihr auch etwas aggressiv. Ihr wirkt feindlich auf die Umgebung. Wenig sozial. Denn Euer Körper verlangt aus eigenem Selbsterhaltungstrieb nach Ruhe und Rückzug und Entspannung um sich von dem Angriff der Viren oder Bakterien zu erholen bzw. um diesen abzuwehren. Physiologisch logisch... Das Verhalten wird Euch im seltensten Fall bewusst sein. Denn Euer Nervensystem und Körper hat ja grad andere Probleme.

Und genau derselbe Mechanismus tritt bei chronischen Erkrankungen auch auf. Nur vergeht der halt nicht wie ein Schnupfen nach ein paar Tagen. Und das ist für Betroffene und deren Umgebung sehr ungünstig. Aus diesem Modus dann wieder herauszukommen, ist nicht einfach. Denn der Betroffene nimmt dieses Verhalten gar nicht wahr (es ist ihm nicht bewusst, er macht es nicht absichtlich!). Seine Umgebung dafür umso mehr. Und so wirkt er undankbar, reizbar , unzufrieden, aggressiv. Und wenn er Pech hat, bekommt er noch ein psychologisches Etikett für diesen Zustand dazu. Doch er kann nix dafür! Das ist ein natürlicher Prozess.

Ich habe aber festgestellt, dass sowohl ich in der Zeit, in der der Schmerz allen Raum einnahm, keine Musik gehört habe. Nicht aktiv. Im Bus und Zug nimmt man die Rapp- und sonstigen neumodernen Klänge und Beats, die aus den Kopfhörern der Mitreisenden zu hören sind, eher als nervig wahr. D.h. sie schaukeln das Nervensystem eher auf.

Auf die Idee und den Antrieb zu finden, selbst Musik, die man mag anzuhören und sich dazu zu bewegen, wiegen, zu wackeln, bin ich nicht gekommen. Und auch einem Bekannten im Altersheim, der über eine grosse CD-Sammlung verfügte, kam es nicht in den Sinn. Ich denke, das hängt damit zusammen, dass man im Kampf- , Flucht-, Erstarrungsmodus einfach nicht darauf gepolt ist.

Meine Mama benutzt die neue Amigos - CD um meine Schwester zu verscheuchen, wenn sie ihr auf die Nerven geht (also auf Ihr Nervensystem). Sie bewegt sich dazu und summt mit. Damit beruhigt sie weiderum ihr Nervensystem. So lernen wir also alle voneinander. Mal sehen, ob sie wenn sie es dauerhaft und regelmäßig macht, ihr Nervensystem weiter beruhigen kann und nachts wieder besser durchschlafen kann. Selbiges strebe ich auch an.

Immerhin war ich heute früh locker als ich aus dem Bett bin. Statt mich wie ein 100-jähriger mit verspannten Muskeln und krummen schmerzendem Rücken und Gliedmassen aus dem Bett mühsam am Fensterbrett hochzuziehen, kann ich leichter aufstehen. Es wirkt. Probiert'ses dann spürtses! :)

Ob der Muskelabbau im Alter dann auch eine Art Glukoneogenese ist? Also die Muskeln abbauen, weil der Cortisolspiegel und der physiologische Stresszustand des Körpers im Alter ansteigt? Ich denk schon. Denn im Alter bekommt man einen Buckel und dadurch schrumpft man. Auch ich wirkte kleiner. Mit entspannterer Muskulatur am Rücken verbessert sich die Haltung wieder und man wird wieder größer. Nicht dass man vorher per se kleiner war. Man war gebückter. Sprich die Länge war in einer anderen Form verborgen.

Denn meine Bekannte, mit der ich gestern im Cafe war, ist 82 und ihre Muskeln an den Händen sehen meiner abgebauten Muskulatur an den Händen sehr ähnlich. Das kann doch kein Zufall sein. Und wenn man bedenkt, dass dieselben Mechanismen wie bei chronischen Erkrankungen auch im Alter eine Rolle spielen, dann gibt das durchaus einen Sinn.

Worauf sich die Frage stellt, wie weit man das Alter aufhalten könnte, wenn man immer entspannt wie Katzen durch die Welt ginge? Mein persönliches Ziel wäre es, nie wieder (oder zumindest so wenig wie möglich) in ein Krankenhaus oder zum Arzt zu müssen. Denn das sind keine guten Orte für Kranke. Weil man dort nicht entspannt ist! Und nur in entspanntem Zustand die Selbstheilung anspringt...

Bedenkt, dass auch der Magen nur ein Muskel ist. Ist der angespannt, dann funktioniert die Verdauung auch nicht besonders gut, es kommt zu Reflux, Verstopfung oder Dünnpfiff, Darmverschlingungen oder sonstigem .. man spricht ja auch von einem nervösem Magen...

Und die Schluckmuskulatur ist ja bei Parkinsonen und anderen Erkrankukngen auch betroffen. Auch beim Schnarchen. Wenn man entspannt ist, dann müsste auch diese Muskulatur sich beruhigen und die Probleme beim Schlucken und auch das Schnarchen verschwinden. Selbst der plötzliche Kindstod könnte mit einer verstärkten Muskelanspannung zusammenhängen...

Mal sehen, ob ich dieses Ziel erreiche... Grüssle und ein schönes Wochenende!

Sonntag: Gestern hat mir eine Bekannte erzählt, dass die meisten Leute in ihrer Arbeit keine Zufriedenheit, Erfüllung oder gar Spass haben sondern arbeiten gehen, um Geld zu verdienen. Bei steigenden Mieten und Energiekosten kämpfen viele ums Überleben. Spass und Freude finden viele in ihrer Freizeit. Und nicht in der Arbeit.

So hab ich das noch gar nicht gesehen. Und ich bin sehr dankbar für den neuen Blickwinkel. Finde es aber sehr traurig, wenn man die meiste Zeit des Tages einen Beruf ausübt, der einem gar keinen Spass mehr macht.

Dann bin ich wohl einer von den wenigen, die auf Arbeit was finden, was ihnen Spass macht. Neues auszuprobieren, einen neuen Import aufzusetzen. Und dann das schöne Gefühl, wenn es dann auch funktioniert. Das macht glücklich und zufrieden. Ich dachte immer, es geht allen so.

Ich dachte bisher auch, dass man sich ein Umfeld schaffen müsse, das einem Energie gibt. Und nicht auslaugt. Sie meinte, beides muss sich die Waage halten.

Das gibt mir jetzt etwas zu denken... Hmm.. Klar, man kann sich seine Arbeit nicht aussuchen. Man bewirbt sich bei einer Firma um eine Stelle, die sich gut anhört. Im Endeffekt hat man davon aber anfangs gar keine Ahnung und fängt dort von vorn an.

Sie ist nicht so begeistert von ständig neuem und Veränderungen. Sie wünscht sich, das mal was so bleibt wie es ist. Aus verständlichem Grund. Sie hat schon viele Arbeitsverhältnisse gehabt. Sich immer ins Zeug gelegt. Die feste Stelle haben andere bekommen. Wenn man sich von einem befristeten Arbeitsverhältnis zum nächsten hangelt, dann erzeugt das keine Sicherheit. Und um sich kreativ und innovativ einbringen zu können, muss man genug über ein Gebiet wissen und sich darin sicher fühlen. Bei ständigen Wechseln und prekären Beschäftigungsverhältnissen kann also diese Sicherheit, das Vertrauen in sich und andere gar nicht aufkommen. Im Gegenteil: es wird oft enttäuscht.

Wie will man so die agile kreative und innovative Wissensgesellschaft schaffen? Ohne die fehlende Sicherheit?

Andererseits scheint die jüngeren gar nicht mehr so wichtig zu sein. So scheint es zumindest, wenn sie ein Sabbatical-Jahr, Auszeit nehmen und sich keine Gedanken um Rente und Krankenversicherung in der Zeit machen. Machen wir "Alten Hasen" uns zuviele Gedanken? Zuviele Sorgen? Oder nehmen es die Jungen zu leicht?

Andererseits, wenn man als Junger davon ausgeht, dass man eh nicht viel oder gar keine Rente bekommt, gar sein Leben lang arbeiten muss, dann kann man auch nicht mehr sagen: das mach ich dann, wenn ich mal in Rente bin.

Denn ob und wie es die dann noch gibt, und ob man dann gesundheitlich noch dazu in der Lage ist, wird immer unwahrscheinlicher.

Deshalb ist es ja natürlich, dass die Jungen ihr Leben JETZT leben wollen. Und nicht erst irgendwann. Dass sie eine Arbeit tun möchten, die ihnen Spass macht. Denn nur die kann man auch bis ins hohe Alter machen. Wer kann es ihnen verdenken? Und warum tun wir das nicht alle? Das Leben auf später in eine ungewisse Zeit in der Zukunft zu verschieben, ist doch auch keine Lösung... und dann bereut man auf dem Sterbebett, was man alles nicht gemacht hat und noch tun wollte... Auch keine schöne Vorstellung.

Wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich etwas tun soll oder nicht, frag ich mich immer, ob ich es später bereuen würde, wenn ich es nicht tue. Diese Frage hat mir bisher immer gute Dienste erwiesen.

Es gibt auch heute Rentner, die sich mühsam bis in die Rente schleppen. Und dann kaum dass sie Rente bekommen, versterben. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Ich hab einen Busfahrer mal sagen hören:"Die Höhe der Rente is ned so wichtig wie die Dauer. Mei Vadder hat ka grosse Renten grichd. Aber laaang!"

Wenn man um seine Existenz fürchtet, dann wechselt man auch nicht mal schnell den Arbeitsplatz sondern verharrt in ungesunden Betriebsklimas. Gesund ist das aber auch nicht. Die Balance zwischen Sicherheit, Routine und Freude an der Arbeit, Spass an der Kommunikation mit den Kollegen, der Arbeit im Team der Selbstverwirklichung , des Lebenssinns sind wichtig. Und jeder muss sie individuell für sich finden.

Ob es reicht entspannt und damit offen genug zu sein, für die Chancen, die sich einem bieten? Ist man gestresst, verpasst man sie. Man sieht sie nicht. Dazu gehört auch Mut. Der Mut zu handeln. Und Existenzangst und Mut passen auch wieder schlecht zusammen. Es sei denn es ist der Mut der Verzweiflung, der uns über uns selbst hinauswachsen läßt.

D.h. wir basteln ein Leben lang daran herum... Jeder für sich. Und so entwickelt sich die Persönlichkeit. Aus den Werten, denen wir folgen. Dann bin ich ja mal gespannt, wo es noch hingeht...

Von einfach war übrigens nicht die Rede... Lernt man allerdings gelassener zu leben und den aktuellen Moment zu geniessen und zu schätzen, was man hat, dann erscheint das Leben leichter... und man ist zufriedener.

Jammert man, vergleicht sich mit anderen, dann erscheint das Leben hart , ungerecht und schwer... Also alles wieder eine Frage der Wahrnehmung...

Das erklärt warum es Menschen gibt, die viel verdienen, aber trotzdem nicht zufrieden sind.

Es ist ja nicht so, dass mir meine Arbeit immer Spass gemacht hat. Am Anfang ist er da. Das Neue und die Neugier. Auch ein bisschen Angst und Respekt. Bis man sich auskennt. Macht man dann zu lange immer wieder dasselbe, ist es auch nicht schön. Denn dann kommt Langeweile auf. Bore-out nennt man das Neudeutsch oder Denglisch.

Kann man denn da gar nix machen? Auch wenn man seine Arbeit nicht verändern kann. Doch! Man kann seine Einstellung zur Arbeit ändern. Denn wenn man den Blickwinkel und die Perspektive verändert, kann man wieder Neues entdecken. Bei mir hat das geholfen. Und dann sieht man auch Chancen und hat wieder Mut zu Veränderungen. Zumindest ist das bei mir so.

Probiert es halt mal aus. Das ist ein Experiment und mal wieder was Neues. Und allein das verändert schon die Sichtweise.

Denn es gibt Menschen, die können auch aus Scheiße Gold machen. Wie ein mobiler Toilettendienst so schön mit seinem Werbespruch sagt:"Ihr Geschäft, ist unser täglich Brot."
Alles eine Frage der Perspektive und der Wahrnehmung :)

Mittwoch: Ich hab laut D-Arzt jetzt einen Hammerzeh.
Also dass meine Hände und Füsse der Hammer sind, seit sie vor sich rumdystonieren oder rumspastifzieren, war mir schon klar.
Aber dass meine Zehe, der Hammer ist , noch nicht.
Naja, mei Papa war ja Handwerker.

Schon lustig je nach Fachrichtung wird ein und dasselbe unterschiedlich bezeichnet.
Ein Neurologe würde es als Dystonie bezeichnen. Mein Hausarzt als Spastik.
Der Unfallchirurg als Fussfehlstehlung mit Krallenzeh, Hammerzeh...
Jeder hat seine eigene Perspektive und seine eigene fachliche Blickrichtung und sogar sein eigenes Vokabular für ein und dasselbe...

So versperrt man sich aber auch die Sicht auf Gemeinsamkeiten... des is fei a ned grod as gsündeste.

Ob die sich untereinander verstehn, die Ärzte aus die verschiedenen Fachrichtungen, wenn sie ein und desselbe alle anders nennen? Oder reden's goar ned miteinander?

Einlagen wollt er mir verschreiben... die wollt ich ned. Ich will ka Symptombehandlung. Ich will die Ursache beheben.

Wenn er des nächste mal widder damit daher kummd, dann sag ich:"Ich brauch ka Sulln. Ich bin selber aana."

Jetzt hatt ich bei einem Autorenwettbewerb einen Beitrag eingereicht. Der hat mich am Montag von den Schmerzen, die mal wieder unterirdsisch waren, abgelenkt.

In dem Beitrag hab ich mich gegen Normen, Normierung und Bürokratie aufgelehnt.
Und was passiert?
" ...vielen Dank für ihre Einsendung. Leider ist ihr Text zu kurz. Daher kann er leider nicht berücksichtigt werden."

Ich hab doch für eine Abschaffung der Normen geschrieben. Und nun kommen sie mir mit ihren daher.
Das find ich ja schon wieder sehr lustig und schräg.

Apropos schräg... Jetzt hab ich wieder ein Schmerzmittelrezept bekommen. Beim Arzt extra gesagt, ich brauch das Retard. 3 x habis gsachd. Und dann noch die alte Packung dabei gehabt und vorgezeigt.
Und was war? Es hat NIX genützt!

Und in der Apotheke sollte ich zuerst das Rezept ganz umtauschen. Ich hab mei Zeit doch a ned gstulln! Do bini dann scho a weng pampich worn. Glabstes! Jedesmal des Gschiss. Was solli denn nu machen?

Dann habi vor lauter Wut gsachd, dann gebm's mer halt die wo draufstehn, auf dem Rezept. Und wenni dann fregg, dann sin Sie schuld.

Sie hat dann gmaand, dassi do ned dro freggn däd, weil's ja dieselbe Dosis is nur ned retard. Dann hat sie die bestelln wolln und die woarn alla ned lieferbar. Subber!

Dann hat's doch nu (zum 2.ten mal) ihrn Kollegn gfrachd und der hat sich dann derbarmt und klärt's etz telefonisch bis Donnerstag.

Ich woar hernach so fertig, dassi dann in die Bäckerei nebn dro nei bin und gsachd hab:"Ich brauch etz was süß. Gib mer 2 Florentiner. Die machen mich heid fertig!"

Dann habi der Verkäuferin die Gschicht derzählt und dann habi die zwei Florentiner zum Sonderpreis grichd. Siggsdes... Sie hat den ganzen Dooch mit solcher Leid zu do... die kennt des. Die hat für mich Empathie und Sympathie. Etz bini hie.

Do sollsd gsund werdn... und des Nervensystem beruhigen, wennsd die su ärchern und mei Nervensystem nu mehra erreng als wie's asu scho is. Weil's ned zuhörn. Glabstes! Des is fei a ned grod as gsündeste...

Donnerstag: Ich war bei einem Vortrag zum autonomen Nervensystem. Der war total spannend! Allerdings wurden die Fragen, auf die ich dort eine Antwort gesucht habe, nicht beantwortet.

Ich wollte ja wissen und verstehen wie die einzelnen Organe (Schilddrüse (unsere Heizung), Blutdruck, Cortisolspiegel (Niere) ... miteinander bei chronischem Stress zusammenspielen. Sympathikus, Parasymphatikus, Vagusnerv ... Wie das funktioniert.

Das deprimierende Ergebnis: Das weiss man noch nicht! Weil unser Körper viel zu komplex ist.

Was man weiss, ist, dass es unterschiedliche Arten von Neuronen gibt und unterschiedliche Arten von Verschaltungen und Transmitterstoffen. Und dass die Informationen nicht nur vom Hirn über die Nerven an die Organe geleitet werden, sondern Infos auch in die Gegenrichtung fliessen. Mal über die Spinalnerven, mal ohne, aber auch zwischen den Neuronen.

Sprich: es ist kompliziert.

Was man inzwischen weiss, ist, dass die Einteilung in Stress Sympathikus und Entspannung Parasympathikus nicht funktioniert. Denn beide spielen wie in einem Orchester zusammen und ergänzen sich. Das weiss man z.B. von der Blasenfunktion. Der Sympathikus sorgt dafür, dass die Blase den Urin hält. Der Parasympathikus für die Entleerung. D.h. damit es in Homeostase funkioniert, müssen beide ihren Anteil leisten. Wahrscheinlich ist unser ganzer Organismus ein Orchester, das nur wenn alle richtig spielen, gesund (also in Homeostase) bleibt. Dann gibt es keinen Taktgeber. Alle wären gleich wichtig. So stelle ich mir die optimale Arbeitsumgebung vor. Zusammenarbeit auf Augenhöhe ohne Autoritäten.

Je nachdem wie das Ungleichgewicht aussieht, zeigen Organe, Nerven, ... und Mensch entsprechende "Ausfallerscheinungen". Da dies dann auch äußerst komplex ist, ist so die Vielfalt der Krankheitsbilder zu erklären. Und wenn man sich dann vor Augen führt, dass ja der Mensch einfach bestimmte Ausfallerscheinungen als Symptome zu einer Krankheit zusammenfasst (um sie mit der Kasse abzurechnen) zusammengefasst hat, mehr oder weniger willkürlich, dann erklärt es auch, warum einige Patienten ewig umeinanderrennen...
Dabei müssen sie nicht an sich zweifeln, sondern am System! Das sie noch nicht berücksichtigt.

Und je mehr Reize auf uns und unser Nervensystem einprasseln, desto vielfältiger müssen doch auch die Krankheitsbilder werden... Physiologisch vollkommen logisch.

Und wie der Vagusnerv da reinspielt, weiss man auch noch nicht. Es ist auch so, dass wenn man Theorien aufstellt, man sie nicht mit allen Teilnehmern belegen kann. Sprich: es gibt immer Ausnahmen. Vielleicht ist die Ausnahme die Regel?

Fakt ist, dass die Wissenschaftler, die in den einflussreichsten Zeitschriften publizieren (also am lautesten schreien) gehört werden. Das heisst aber noch lange nicht, dass sie recht haben.

Oft werden ihre Studien von anderen Wissenschaftlern widerlegt. Doch deren Ergebnisse erscheinen nicht in den einflussreichen Zeitschriften und so geraten sie in Vergessenheit. Und damit stagniert das Voranschreiten der Forschung.

Das ist sehr schade.

Dieses Verhalten basiert auch wieder auf den physiologischen Zuständen der Nervensysteme....

Apropos... in Australien sind Tausende von Flughunden aufgrund der Hitze (Klimaveränderung) tot von den Bäumen gefallen. Ihr Nervensystem konnte die Hitze nicht kompensieren. Ihre normalen Abkühlungstaktiken funktionierten nicht mehr, weil ihr Nervensystem mit den Reizen nicht mehr mithalten konnte.

Ähnliches passierte ja auch im Sommer bei uns. Da ist ja auch ein Mann im Bahnhof kollabiert. Der hat sicher auch zu wenig getrunken. Und dann versagt unser Nervensystem.
Ob es uns bald wie den Flughunden gehen wird? Es liegt in unserer Hand.

Freitag: Abenteuer Bahn... Pendelei durch die Walachei...
Heut früh is der Zug kumma und dann wie mer dringhoggd woarn, isser ned losgfahrn.
Stattdessen kam die Ansage, dass aufgrund eines Stellwerkschadens in Fürth die Weiterfahrt auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wird.

Ich hab mein Busnachbarn gfragt:"Was mäxdn?"
Er:"Was sollmer denn machen?"
Ich:"Mit'm 30iger fahrn."
Er wollt's aussitzen. Wie die Politiker. Do habi aber no nie an im RE oder in der S-Bahn troffen. Die is heut a ausgfalln. Die um 6:37 Uhr.
Die liebliche Frauenstimme ertönt:"S-Bahn um 6:37 Uhr fällt heute aus. Wir bitten um Entschuldigung."
Höflich is ja...

Da pilgerten dann alle Zügler zum Bus. Der war dann voll. Mir war des wurschd, ich bin an der ersten Haltestell eigstiegn und hab an entspannten Fensterplatz khabd. Ohrstöpsel nei und die Augn zugmacht. Schee...

Zwei Frauen hamm mich hektisch überholt. Ich bin langsam zum Bus gezuckelt in meinem eigenen Tempo. Alles andere übererregt ja mei Nervensystem. Sie ham sich dann an die Bushäusli verlaufen, in der Zeit war ich dann auch da. Es is wie bei die Autofahrer, die immer sovill Hektik machen. Am End sins genausoweit wie Du, wennsd langsam machsd.

Bloss ihr Nervensystem is dann chronisch übererregt. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Hammwärtsi is unser 203 E ned kumma. Oder er is vor Schreck wie er die Freitags-Demonstranten in Erlang am Rathausplatz hat vo hinten kumma seng, zu früh gfoarn. Auf jeden Fall simmer dann gstrandet gwen. Umspült von einem Meer von Demonstranten. Die sin dann um unseren 205er, der um 13:25 Uhr gfahrn is, rumgschwappt. Schweppes mit Füß. Der Bus hätt goar ned eher foahrn kenna. A wenner gwollt hätt. Dabei simmer doch die klimafreundlichen Pendler. Des woar die Demonstranten aber wurschd.

Ob die alla mit die Öffentlichen dann hammgfahrn sin, oder mit'm Foahrrod oder gloffen? Oder sins am End doch vo der Mama mit'm Auto abholt wordn?

Ja, ich weiss, mir sin alla widersprüchlich. Und dann macht uns unser Hirn ja auch noch einen Strich durch die Rechnung. Denn Dinge, die es automatisiert hat, dazu gehören auch unsere Copingstrategien, mit denen wir das Nervensystem beruhigen, laufen eben voll automatisch ab. Und deshalb ist es auch so schwer mit Gewohnheiten zu brechen.

Wir wissen, was richtig und vernünftig wäre, scheitern aber daran es in die Tat umzusetzen. So funktioniert unser Hirn halt. Sonst wären wir nicht überlebensfähig, wenn wir bei allem und jedem erst überlegen müssten wie wir es machen. Und so tun wir das halt automatisch. Umdenken ist schwer, weil wir dann auch die neuronalen Verknüpfungen aktiv verändern müssen. Deshalb ist es auch so schwer mit dem Rauchen oder mit Essstörungen aufzuhören... oder mit Chips und Schokolade vor dem Fernseher.

Der Polizist mit seiner Batschen (die Kellen) hat genauso begeistert gschaut wie mir, wie mir auf unsern Bus vergeblich gwart hamm.

Mir hamm dann die laaange Sightseeing - Tour über Röttenbach gmacht. Do is fei schee. Do gibt's an Wald. Und ka Demonstranten. Die sin mir zu laut und zu vill. Der Wald is schee still.

Etz bini a dreiviertel Stund später dahamm... etz bini froh.

Muss mein Busnachbarn am Montag mal fragn wie lang dasser sitzen hat müssen.

Passend dazu noch die Gschicht... Unser Bus is heut a weng improvisiert gfahrn (wecher der Demo, ned dassi uns o die Stadtwerke a nu amol eihulln) erschd woar die Schwedenschanz als letzte Haltestell ozeichd. Die letzten drei Leut (ich woar aaner davo) machen sich zum Absprung bereit.
Do springt die Anzeige um auf Realschule.
Do frochd die aane ältere Fraa:"Wenn Sie Realschul fahrn, fahrn Sie dann a zur St. Georg Strass?"
Unser Busfahrer:"Ja."
Die Fraa:"Na dann bleibi hoggen."

Heut woar der Dooch der Hoggenbleiber und Hoggengebliebenen. Ich hoff ned der Sitzengelassenen....

Solche Tage, wo alles anders laffd, kanni dann hervorragend zum üben von Gelassenheit und zum Anwenden vo die Entspannungstechniken nehmen. Mer muss es nur positiv sehen. Wider a Tag zum Üben. Und dann seh ich ja, wie ich dann auf Arbeit ankomm. Heut war ich gelassen und entspannt. Langsam wird's.
Ausserdem habi dann was zum Derzähln und zum Aufschreibm. Wenn alles anders laffd, dann gibt's immer die lustigsten Gschichten.

Ich sag ja immer der liebe Gott hat so einen schrägen wortwörtlichen Humor wie ich. Vielleicht isser Autist. Ich hab ihn um Ruhe und Gelassenheit und Geduld gebeten und er schickte mir CRPS.

Gestern habi mei Schmerzmittel in der Apotheken grichd. Auf amol woar des alles ned so schlimm. Warum machen's dann immer zuerst su a Drama draus? Des is goar ned gut für ihr und mei Nervensystem...

Des neue Bankkärtla vo meiner Mama pappt wie die Sau! Do hadsi scho des Schreibm zerrissen, wie sie's rodo wolld. Do hamms a weng zuvill Uhu derwisch.

Ich hab Kontoauszüg holln solln. Hab mi aber erschd am Donnerstag hitraut. Ned, dass die Karten dann im Automaten drinpappd. Und dann is kanner do, der sie rausdo ko. Und ich hab dann den Automaten auf'm Gwissen.

Die Bankangestellte hat sie selber nei und hat gemeint, mir solln's mit Spiritus und Spülmittel probieren, ob's dann wechgeht. In die Kärtlashülln brauchis ned neido. Do bringis nimmer raus. Des babbd.

Des wird a immer schlimmer in die Artzpraxen. Neulich an der Anmeldung hamms fast graffd, weil sie sich gstritten hamm, wer zuerst do woar und zuerst dro kummd. Ich versteh des ned. Mir sin doch alles kranka Leut. Mir hamm doch Zeit... Lauter übererregte Nervensysteme... Des is fei a ned grod as gsündeste.

Auf der Demo hat a älterer Mo a mit die Demonstranten gstritten. Keiner vo die zwaa hat die Meiung des anderen respektiert. Geschweige denn die Argumente des andern anghört. Do wird gleich gstritten... Dysfunktionale Kommunikation. Lauter übererregte Nervensysteme.

Schrägerweis sin dann nächste Woch an derselben Stell in der kleinen Heinrich-Lades-Halle die Demenztage. Do gehn dann die älteren hi. Und die merken goar ned, dass sie genau für desselbe Problem, dieselbe Ursachen wie die Jungen heut unterwegs sind. Weil keiner sieht das des alles miteinander zusammenhängt. Fragt doch mal die toten Flughunde. Die könna nix dafür. Vom Artensterben ist der Mensch nämlich ned ausgenommen. Mir sin ja genauso Säugetiere wie die Flughunde. Mir hamm sogar viele Gene mit der Banane gemeinsam. Und wenn die Nervensysteme vo die Flughunde nimmer mitkumma, dann packt des unsers a ned.

Habt Ihr die Vorschau von Systemsprenger gesehen? Ich glaub, den will ich mir angucken.

Ich wünsch Euch a scheens Wochenend und passt gut auf Euer Nervensystem auf!

21.09. bis 27.09. Übererregte Nervensysteme ...

Sonntag: Ich bin von übererregten Nervensystemen umgeben. Das scheint jetzt wohl die Norm zu sein.

Auf Arbeit regt sich mein Kollege jeden früh über die Kollegen auf. Es ist ungeheuer anstrengend sich jeden Tag dieselbe Tirade anzuhören. Ich hab ihn darauf hingewiesen, dass er das Verhalten der anderen Menschen nicht ändern kann, nur seine Einstellung. Die ist sich selber gegenüber aber auch erschreckend hart. Sprich: er erwartet viel von sich selbst. So bin ich ja auch aufgewachsen. Wohl die meisten unserer Generation. Und das erwarten wir dann auch von anderen.

Wir sehen nicht das, was wir gut machen. Und das sehen wir auch nicht an den anderen. Wir kritisieren also uns und die anderen!

Das demotiviert uns und die anderen. Frustriert, macht uns hilflos, wütend und zornig und krank.

Erst wenn wir lernen mit uns selber nachsichtiger zu sein, uns zu loben, können wir das auch bei anderen. Denn dann verändert sich unser Blick auf und in die Welt. Auf uns selbst und die anderen.

Das ist schon spannend. Insofern sind wir alle wie Pippi Langstrumpf und machen uns die Welt wie sie uns "gefällt". Na gut, das mit dem "gefallen" haben wir über unsere Selbstwahrnehmung und die Wahrnehmung der Welt und Menschen um uns herum selbst in der Hand.

Sehen wir nur Arschlöcher, sind wir vermutlich selbst eins.

Ja, es gibt derzeit in allen Branchen mehr Druck durch eine höhere Arbeitslast und mehr Stress durch eine immer schnellere Abfolge von Veränderungen. Der kann man nur mit Offenheit und Gelassenheit entgegenwirken bzw. darin schwimmen... Denn gegen den Strom zu schwimmen kostet Kraft, weil der Widerstand gross ist und Reibung erzeugt wird. Es kostet wahnsinnig viel Energie! Es ist anstrengend! Kräftezehrend.

Lustigerweise erzeugt Reibung ja Wärme. Aber nicht in diesem Fall. Aufgrund der dysfunktionalen Kommunikation so erhitzter und hilfloser Gemüter werden Missverständnisse zahlreicher und man verpasst die Chance sie rechtzeitig aufzuklären. Und dann kommt es zur Eskalation. Und das ist eher eine kalte unangenehme Umgebung.

Daheim hat man dann dasselbe in grün. Denn auch Nachbarn können ein seltsames Verhalten an den Tag legen, das wiederum meine nächsten Angehörigen zur Verzweiflung bringt. So parkte diese Woche der Gärtner mit seinem Hänger vor unserer Ausfahrt. Die ganze Strasse war frei. Da kam die Nachbarin und stellte sich mit ihrem Auto genau auf die andere Strassenseite neben den Hänger. Es kam kein Auto mehr durch.

Der Gärtner sprach sie drauf aun. Und sie erwiderte, dass er auf der falschen Seite parke. Da ist selbst ihm - einem gestandenen Kerl - nix drauf eingefallen. Er hat nix drauf gesagt. Das spricht für ein gesundes entspanntes Nervensystem seinerseits.

Die Frau sagt damit mehr über sich aus als sie vermutlich möchte. Ihr Nervensystem ist übererregt. Sie ist im Feindlichkeitsmodus. Wahrscheinlich empfindet sie alle Menschen um sich herum als Idioten und Ärsche.

Sie tut mir leid. Und auch die Menschen, die mit ihr zu tun haben. Denn das wirkt toxisch. Ansteckend. Schleichendes Gift. Das macht krank. Gesund sieht sie auch nicht aus.

Unbewusste (das ist den wenigsten bewusst, dass sie so auf andere wirken, ihre Selbstwahrnehmung stimmt mit der Aussenwahrnehmung schon lange nicht mehr überein) Gedankenlosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Sturheit, ja sogar der sogenannte Altersstarrsinn hängen mit dem übererregten Nervensystem zusammen.

Da das Nervensystem im Alter ja generell erregter ist (steigender Cortisolspiegel, Blutdruck) bekomm ich die Toxizität aber in Form der Tiraden meiner Angehörigen wieder ab.
Des is etz für mein Nervensystem und das CRPS a ned grod as gsündeste. Ihr könnt es auch ganz einfach erkennen: alles, was Euch im wahrsten Sinne des Wortes "nervt" geht zu lasten Eures Nervensystems. Dabei spielen die täglichen kleineren Reibereien (daily hazzles) eine viel größere Rolle als einschneidende Erlebnisse wie Tod, Krankheit oder Verlust eines nächsten Angehörigen. Denn der Körper gewöhnt sich da schnell ein ungesundes Verhalten damit umzugehen an. Des is fei a ned grod as gsündste...

Manchmal frag ich mich, ob man ohne Menschen nicht besser dran wäre. Aber das geht auch nicht, weil Menschen soziale Wesen sind und sie die Gemeinschaft brauchen. Nur in diesem übererregtem Modus sind sie mit anderen Menschen wenig kompatibel. Überhaupt mit welchen, die ebenfalls im übererregtem Modus feststecken. Das ist eine explosive Mischung und je enger und dichter Menschen aufeinanderhocken, desto schwieriger wird die Situation.

Deshalb ist eine gesunde Mischung von Menschen, die mit dem eigenen Nervensystem kompatibel (offen , gelassen, authentisch) sind und nur eine homöopathische Dosis von toxischen übererregten Nervensystemen wahrscheinlich am Besten für uns.

Und wenn man in einem Beruf arbeitet, wo man von Toxizität umzingelt ist? Da kann man doch nix machen! Nur kündigen!

Das glaub ich nicht. Ich denke, mit dem Verändern der eigenen Einstellung, mit dem Arbeiten an den eigenen Stress-Copingstrategien, indem man anderen dankt und ihnen sagt was man an ihnen schätzt, indem man sagt, was man braucht und was man sich wünscht, kann man sich auch langfristig ein gesundes heilsames Umfeld schaffen. Schnell wird es nicht gehen. Denn neuronale Umformungsprozesse im Hirn brauchen halt ihre Zeit. Wer sich heilsame Kommunikation wünscht, muss selbst damit anfangen! Einfach machen. Experimentieren. Agil handeln. Und wenn es so nicht funktioniert, die Strategie anpassen. Das kann unser Hirn ja, wenn wir es lassen. Dazu ist es ja gemacht. Learning by doing and experimenting ist seine Defaulteinstellung.

Denn wenn ihr kündigt , ohne Eure Einstellung zu ändern, dann habt Ihr am neuen Arbeitsplatz genau dieselben Probleme. Und es ist unwahrscheinlich, dass alle Menschen ausser Euch Idioten sind.

Treffen übererregte Menschen auf entspannte Naturen, dann neigen sie dazu ihnen die Energie auszusaugen. Wie Vampire.
Deshalb gehört zum heutigen Überleben und dem Beruhigen des eigenen Nervensystems eine gesunde Portion Egoismus (du kackst mir nicht in meinen Vorgarten) zu Offenheit, Gelassenheit , Hilfe für andere dazu.

Besonders Menschen in Pflege- oder sozialen Berufen kommen sonst schnell an ihre Grenzen. Das ist das aktuelle Problem der Gesellschaft. Die Beruhigung der gesellschaftlichen Nervensysteme. Nur wenn wir die Homeostase derselben erreichen, können wir die Probleme von heute und morgen lösen.

Und dann gab es in der zweiten Strickplattform, wo ich Muster eingestellt habe ein kleines Problem. Dort habe ich sie mal über eine Importfunktion von Plattform A auf Plattform B übertragen. Jetzt wollte ich mal für die über 200 Muster eine Preisanpassung machen. Den Preis um einige Cent erhöhen.

Das sollte über ein einfaches update mit Summenfunktion und dem festen Parameter der Preiserhöhung ja ohne weiteres in der Datenbank möglich sein. Inzwischen ist die Plattform auch kostenpflichtig wie die andere. Und dort war es kein Problem.

Tja... die Antwort kam schnell. Sie schickten mir ein Excel mit den neuen Preisen der Muster und ich sollte es prüfen. Hab ich. Und es hiess, sie spielen die Änderungen am Montag an.

Am Freitag kam dann eine Mail mit Entschuldigung, dass es so nicht funktioniert, weil das Feld size nicht befüllt sei. Das nachträglich eingefügt wurde. Also agilerweise. Der Prozess hat sich also verändert.

Sie machten den Vorschlag, dass weil es sich nur um 3 Kategorien handelt, wohl einheitliche sizes vorhanden wären und die könnten sie dann eintragen. Dem ist aber nicht so.

Tja... nun hab ich einige Vorschläge gemacht, aber über 200 Muster von Hand zu ändern kommt auch aufgrund meiner Dystonien nicht in Frage. Jetzt bin ich mal auf die Lösung gespannt.

Was sie mir anbieten können. Wie agil und flexibel sie sind. Und wie sie mit solchen normalen Kundenwünschen umgehen. Da kann ich mir dann auch für meine Arbeit was abgucken. Denn dort steh ich ja auf der anderen Seite.

Agiler heisst also auch, dass der Kunde auch flexibler und pragmatischer bei der Lösungsfindung werden muss. Sonst dauert so ein Prozess ewig. Und dann heisst agil halt nicht schneller. Sondern dass es länger dauert.

Wenn Prozesse sich immer schneller verändern, dann muss auch das Denken aller Beteiligten sich mitverändern. Offener, flexibler werden. Sonst dauert alles noch länger. Und der Nutzen von Agilität wird zunichte gemacht.

Auch der Referent des Vortrags zum autonomen Nervensystem hatte ein schönes Beispiel dafür. So hat man in Dänemark eine langjährige Studie über Patienten gemacht, denen der Vagusnerv durchtrennt wurde, ob sie hernach Parkinson entwickelten. In Deutschland gibt es solche Daten zwar auch, aber nicht in Datenbanken, sondern auf Datenträgern. Da die sich aber immer schneller verändern, konnten diese Datenträger heutzutage gar nicht mehr ausgelesen werden. D.h. so eine langfristige Auswertung ist bei uns aufgrund der Einzeldatenträgervariante pro Patient gar nicht möglich.

Auch in der IT sind wir schon an Projekten gescheitert, weil Daten auf Datenträgern wegarchiviert wurden, die man dann jahrzehnte später nicht mehr einlesen konnte. Hier muss man langfristiger denken und umdenken. Sonst wird das Problem zukünftig noch größer. Dabei muss man das Rad ja nicht neu erfinden. Man kann es sich ja bei Ländern oder Firmen abgucken, bei denen solche Prozesse funktionieren. Und sich dann solche Berater und Macher ins Haus holen, die dann ein entsprechendes Projekt führen und einführen.

Spart man kurzfristig an diesem langfristigen Ende, braucht man sich wohl nicht über die negativen Auswirkungen und damit verbundenen Probleme zu wundern. Big Data macht halt auch Big Problems.

Ob es Prozesse in der Natur gibt, wo wir uns da was abgucken können? Muss man sich nicht die Frage stellen, ob es überhaupt sinnvoll ist die Daten, die man grad vearbeitet langfristig bereitzustellen? Oder würde es Sinn machen sie mit einem Verfallsdatum zu versehen? Unser Hirn macht es ja ähnlich. Es entsorgt, was nicht mehr benutzt wird. Müssten wir nicht auch bei Daten so vorgehen, um nicht in ihnen zu ersaufen? Denn speichern ist das eine. Doch müssten wir uns nicht schon beim Speichern der Daten darüber im Klaren sein, was wir mit ihnen überhaupt anfangen wollen? Wie kann man das Problem der Datenflut lösen? Und gleichzeitig die Daten soweit für Prozesse verfügbar zu halten, die sie benötigen?

Andererseits, wenn sich die Anforderungen mit den Jahren wandeln, braucht man nicht ein flexibles Konzept dafür? Also eine Art Nachbau von Use it or lose it des Gehirns?

Mal sehen, was diese Woche so alles passiert.

Heut gibt's auch mal wieder einen Comic :) Viel Spass!

Montag: Ich hab heut früh mein Busnachbar gfragt wie lang, dass er sitzengebliebm is.
Er:"Ich bin dann auch mit dem Bus gefahren..."

In der Samstagszeitung stand, dass er Stellwerkschaden 2 Stunden gedauert hat.

Etz hamm mich und mei Sicht auf die Welt und die kleinen Dinge und die Wortverbuchseleien scho zwei Leut unabhängig voneinander mit Karl Valentin verglichen. Langsam wird's unheimlich...

Des Wetter bassd zu ihm. Er hat ja mal gsachd:"Ich freu mich wenn's regnet, denn wenn ich mich nicht freu dann regnet es auch."

Unheimlich is a wenn einem ein Auto, auf dem Heimweg entgegenkommt und einem bei dem Nieselregen mehrmals anblinkt. Der reizt mei Nervensystem a nu! Etz bini geblend und sich goar nix mehr... Ich hab scho gmaand ich hab was verkehrt gmacht. Dabei bini bloss gloffen. Dann winkt eine Extremität aus dem Fenster. Wenn er mi ned oblinkt hätt, hätti vielleicht erkenna könna, wer des woar. Wobei ich die Leut im Auto eh nur an ihrm Nummernschild erkenn. Mit Gsichter habis ned asu.

Gestern und heut sin widder Tage der übererregten Nervensysteme. Der Sanker (Krankenwagen) fährt laufend (auch ein lustiges Bild, Reifen mit Füss...). Und gestern bin ich einer Seniorin aus dem Altenheim mit SUV-Rollator begegnet. Bloss geländegängig is der leider ned. Deswegn issi auf der Strass bei Nackendorf gloffen und ich den Schotterweg zur Neubausiedlung. Den hätt sie ned derbaggd.

Ich hab sie fast ned verstanden, weil sie gestern so undeutlich und leise geredet hat. Das liegt an ihrm übererregten Nervensystem. Des geht mir auch immer so. Ich hab gestern a an Schmarrn zammbabbeld. Do funktioniert die Kommunikation zwischen meim Hirn und dem Mund ned so gut. Weil die Reizflut (Wetterempfindlichkeit) dazwischenfunkt. Des is fei a ned grod as gsündeste...

Meiner Mama ihr Stimm is allaweil a total krächzig. Do hörst den Zustand vo ihrm Nervensystem. Der geht meinem allerdings a nu auf die Nerven. Sie is a recht greizt und grantig. Und mei Schwester a. Ich glaab ich bin des a a wengerla. Mir sin zur Zeit ned kompatibel mitnand.

Aber andere Leut hamm des ja a. Siehe die Nachbarin mit der Parkproblematik vom Wochenend.
Die Vögel fliegn heut a widder recht närrsch... Denna ihr Nervensysteme sin a ganz durchanand vo dem Wetter. Und an dem sin mir alla mit Schuld. Und etz bad mer' halt a mit aus. Denn unser Nervensystem funktioniert ja genauso wie des vo die Tiere. Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

Zwaa Muggen simmer gestern im Wald a ins Auge gflugn. Die hatten a übererregte Nervensysteme. Ich glaab die gehen auch auf dieselben los. Also wenn meins übererregt is, dann fliegn die auf mich... also metaphorisch gesehen. Deswegen zieh ich wohl auch immer menschliche üererregte Nervensysteme an, die mir dann im Sprechdurchfall Dinge erzählen, die ich gar nicht hören wollte. Auch daran erkennt man übrigens ein übererregtes Nervensystem. Es hört nimmer mit dem Reden auf und erkennt auch soziale Stoppsignale ned. Geht mir im Gegenzug aber auch manchmal so, dass das Gegenüber sich für die Dinge, die ich faszinierend finde, gar nicht interessiert. Ich red dann trotzdem weiter, weil ich es leider nicht erkennen kann.

Heut nacht hat es mich aufgeweckt mein übererregtes Nervensystem und da das mit dem Einschlafen dann eh zu Wünschen übrig liess und ich wieder klatschnassgeschwitzt und wach war, und mein Trafohäuschen auf 180 brummte, hab ich die Gelegenheit genutzt und den zweiten Cortisolspiegelspeicheltest gemacht. Bin mal gespannt, was dabei rauskommt. Ob ich jetzt ein Muster beim Hibbeligkeitsfaktor ausmachen kann...bzw. beim Brummfaktor des Trafohäuschens. Es liegt auf jeden Fall am autonomen Nervensystem.

Immerhin danach hab ich es wieder runterbekommen und bin wieder eingeschlafen.

Die Glaa aus ERH - Seltsam Sandra Jaeger 2019
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