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Sulcus Ulnaris Syndrom
Sammy, das Krankenhausfluchttier
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11.08. bis 17.08. Bei uns is wos los!

Samstag: Gestern war ich noch im Städtle. War ja kühler. Endlich kammer mol widder naus zum Loch.

Auf der Aischwiese an der Aischbrücke ist ein Zeltlager. Seltsam und dunkel gewandete Gestalten huschen durch den Engelgarten und das Städtchen. Diesmal sins die Besucher vom Mittelalterfestival. Die Wiesn werd des Joahr goar ned kalt. Letzte Woch war ja des Kulturfeuerwerk und a Bühna, Bierbänk und der Klowagen drauf gstandn.

Am Marktplatz bei am Gschäft hänga zwei Suchplakate. Einer sucht sei Katz. Und der ander sei Brilln. Auch in gebrochenem Zustand. Die Brilln. Kummd a gebrochene Brillen a zum Gibsen ins Kreiskrankenhaus?

Heute kam eine Katze zum Streicheln und wir haben gegenseitige Vagusnervstimulation betrieben.
Dann habi im Städtla Mohnzöpfli und a Salzstanga ghuld und bin danach nein Engelgarten. Zum Schaukeln und Trampolinhupfen.

Vom Trampolin aus seh ich im Gebüsch was rots steh. Ich muss dann gucken, was des is. Sins zwei rote Behälter, auf dena Erdgas steht. Entweder hat's aaner vergessen oder entsorgt. Was maxd etz? Telefon habi kans dabei ghabt. Also bini in die Bäckerei und hab die Verkäuferin bedn bei der Polizei ozurufn. Hadsi dann a gmacht. Ned dass nu wos explodiert. Des Mittelalterfestival im Schloss is ja ned weit davo wech. Is ja des Altenheim, a Seniorentruppenübungsplatz (Seniorenparcours), Sunnaliegn und a Kinnerspielplatz und as Krankenhaus a glei danebn. Des is ja a ned grod as gsündeste...

Was mich wundert... neber mir war a Fraa mit am Hund und die is vill näher o dem Gebüsch vorbeikumma wie ich. Dass die des ned gseng hat... Mir fällt scho immer alles auf... Ich muss ned unbedingt immer bei ich sehe, was, was du ned siggsd gwinna. Ich hab doch goar ned midgmachd...

Mei Mama sachd ja immer: "Mit dir fällt mer überall auf."
Ich mach des doch nicht mit Absicht. Des is mei Karma. Oder mei Aura. Oder mei Aua. Obwohl des habi scho immer ghabt. A scho davor.

Sonntag: Mich treibt grad eine Frage um..
Wie Ihr wisst, bin ich ein Querdenker und stelle gerne Dinge in Frage. Dabei macht man sich übrigens meistens nicht besonders beliebt. Nur weil man etwas schon immer auf eine bestimmte Art und Weise gemacht hat , heißt das ja nicht, dass es gut ist, geschweige denn, dass es anders nicht noch besser ginge.

Wieso geht man bei Krankheiten immer von der Top-Down - Methode aus?
Also man geht vom Kranken und der Krankheit aus und versucht mit Trial und Error (Forschung) herauszufinden, was helfen kann ...
Warum geht man nicht von denen, die von der Krankheit geheilt wurden aus und schaut sich deren Heilungsverlauf an?

Wenn ich zwei Software-Programme habe, die ähnliches tun sollen, eins davon tut aber nicht dasselbe, wie das andere, dann vergleiche ich die doch auch, um so dem Denkfehler auf die Spur zu kommen. Beyond-Compare und anderer Tools sei dank, kommt man so auch oft zur Lösung.

In der Medizin fallen aber die Gesundeten aus den Studien raus. Studien sind immer nur über die Kranken. Warum? Mir ist das aufgefallen, weil ich grad das Buch: "Scrum - The Art of doing twice the work in half the time" lese.

Scrum ist ein Projektmanagementkonzept, das auf Agilität und Flexibilität statt auf sture und starre Planung setzt. Denn in vielen Grossprojekten (auch IT, aber auch in allen anderen Bereichen (Bauprojekte)) ist ja jahrzehntelang viel Zeit und Geld mit Planerei verschwendet worden und am Ende wurden die Projekte wegen Erfolglosigkeit oder weil sie nicht mehr finanzierbar waren, eingestellt. Der BER ist ja auch so ein Projekt. Aber auch der Start von Toll-Colllect , die Software der Bundesagentur für Arbeit, die damals eingestampft wurde, nachdem die Kosten aus dem Ruder liefen.

Nebenbei: Scrum kann man sicher auch hervorragend für Projekte in der Medizin einsetzen. Und tut es sicherlich auch.

Dabei sind die Methoden nicht neu. Die Scrum-Menschen haben sich nur die Methoden in Firmen, in denen Projekte funktionieren angeschaut und mit denen von Firmen, deren Methoden nicht funktionieren verglichen. Das, was sie herausgefunden haben, haben sie dann zusammengeschrieben und Scrum getauft.

Bei Krankheiten müßte man doch genauso vorgehen. Aber das ist leider im Gesundheitssystem so nicht vorgesehen. Weil nur die Krankheiten abrechenbar und wirtschaftlich sind. Die CRPS-Studien und Dystoniestudien, die mir untergekommen sind, wurden auch nur auf der Basis von Kranken und nicht von Geheilten gemacht. Aber es gibt sie! Es gibt die Leute, bei denen die Krankheit irgendwann "ausbrennt". Wo nach Jahren der Verschlechterung auf einmal eine Besserung eintritt.

Da liegt doch noch jede Menge ungenutztes Potential! Warum nutzt man das nicht? Jetzt kommt mir bitte nicht, mit: Das haben wir schon immer so gemacht!
Und wenn, dann wird's ja höchste Zeit, das mal zu ändern!
Selbsthilfegruppen basieren ja schon auf diesem Konzept. Man lernt von der Praxis und von andern Praktikern. Und nicht nur von den Theoretikern. Die Theorie ist nämlich in der Praxis ganz anders.

Wenn alle CRPSler wie ich gestrickt sind, dann bin ich heilfroh, wenn ich dem Gesundheitssysstem endlich entfliehen kann und selber eine Lösung für das Problem gefunden haben. Ich würde dann kein Fass aufmachen. Ich bin ohnehin nicht der Typ von Mensch, dem andere zuhören. Weil ich einer von den Stillen und Ehrlichen bin. Keiner von den Guten.
Auch wenn ich es immer gut meine, kommt oft genug genau das Gegenteil bei meinem Gegenüber an.

Die "Norm" denkt in Schubladen. Ich lasse mich nicht in Schubladen stecken. In Schubladen findet man nur das, was man dort hineingetan hat. Neue Ideen, Ansätze lassen sich dort sicher nicht finden. Auf der einen Seite werden wir in der Schule und Arbeit durchnormiert, sollen aber der Wirtschaft neue Ideen und Innovationen bringen. Des bassd ned zamm!

Deshalb suche ich hiermit Menschen, die das CRPS überwunden haben. Schreibt (mailt) mir bitte Eure Geschichte! Wie waren die Umstände? Was und wer hat Euch begleitet? Jede Kleinigkeit , auch die, die Euch unwichtig erscheinen, können eine grosse Rolle spielen! Ich bin gut in Mustererkennung. Ich möchte Eure Geschichten analysieren und die Muster, die ich finde, zusammenschreiben (ähnlich wie es die Begründer von Scrum gemacht haben), und das Wissen anderen zur Verfügung stellen, damit auch sie davon profitieren und wieder gesund werden können.
Natürlich nicht ganz uneigennützig ;-) Ich bin ja selber betroffen.

DAS!!! gehört zu meiner Schmerztherapie. Leider gibt es viele Krankheiten, die so selten sind, dass sich Forschung wirtschaftlich nicht rentiert. Und wo kein Markt ist, da wird auch nicht geforscht. Da bleibt nur den Betroffenen die Sache selber in die Hand zu nehmen. Und das versuch ich hiermit. Keine Ahnung, ob ich damit weit komme. Aber wenn ich es nicht versuche, werde ich es auch nicht herausfinden.

Ich suche nach einer Lösung und nicht nach einem Schuldigen. Und ich suche nach Menschen, Ärzen, Wissenschaftler, Forscher, die mich auf dieser Suche begleiten. Nennt mich Indiana Jones. Auf der Suche nach dem Heiligen CRPS-Gral. Kommt mit auf das Abenteuer!
Don Tillmann hat sein Rosie-Projekt. Ich mein CRPS-Projekt!

Für andere Krankheiten wäre der bottom-up Ansatz sicher auch von Vorteil. Denn der Körper heilt sich ja selber , wenn ihm günstige Umstände zur Verfügung stehen. Und wenn etwas nicht mehr funktioniert, dann entwickelt er ganz von selbst Workaroundlösungen (Umgehungslösungen). Wir haben da schon ein Wunderwerk und sind uns dessen so wenig bewußt! Wahnsinn!

Da widmen Menschen dem Smartphone soviel Zeit und vernachlässigen dermassen das eigentliche Meisterwerk der Technik und Präzision unseres Körpers.
Schade! Aber die Einstellung könnt Ihr ja jetzt ändern! :)

Montag: Des blaue Wunder kummd.
Heut is a anderer Busfahrer, aber a a netter.

Die Tür is scho zu, da kommt eine schwerbepackte Frau angerannt.
Sie atemlos:"Ich fahr nach Nürnberg."
Unser Busfahrer:"Da freu ich mich."

Mein Busnachbar hat heute das erste mal wieder eine Jacke an.
Ich:"Oh! Scho Herbst?"
Er:"Bei 10 Grad muss man sich das schon überlegen."

5 Asylwildenten stehen bei Buch auf dem Feld.
Am Bucher Berg stehen auf einer Weide 2 Pferde und frühstücken.

Der "Kapuziner" fährt auch wieder mit.
Mein Busnachbar unkt:"Der hat ne Klappsense im Rucksack."
Er ist schwarz gekleidet. Die Hose ist zu kurz. Dreiviertel oder Hochwasser... Das stört ein bisschen das seriöse Bild.

Manchmal sind meine Gedanken wie Vögel. Dann fliegen sie davon und verschwinden aus dem Blickfeld.

Eine Katze sitzt hinter Hannberg neben dem Feld und hält nach Mäusen Ausschau.

Im Zug belegt ein Kontrabass zwei Sitzplätze. Er kann sitzen bleiben. Wir finden einen leeren 4-er.

Vor Unterfahrnbach sitzen Vögel auf der Stromleitung. Die stehen auf der Leitung. Manche Menschen machen das ja auch.

Lustig. Kurz vor Nürnberg schlüpft ein Mann in seine Regenjacke. Der Schlüpfer (Mann, der hineinschlüpft) verheddert sich dabei. Den linken Arm erwischt er noch. Den rechten findet er nicht, weil er sich mit dem linken am Klettverschluss verklettet hat. Jetzt sieht es aus wie eine Zwangsjacke. Ah! Etz hadders!

In der U-Bahn hat eine Frau ihre Strickjacke verknöpfelt. Etz hängt sie an einer Seite weiter runter. Die is tiefer glechd.

Komisch... hamm sich heut die Jacken gegen ihre Besitzer verschworen?!?

Und an Comic gibt's heit amol widder! Viell Spass!

Dienstag: Am Schillerplatz steht an der Haltestelle gegenüber ein Mann mit Mütze und dicker Jacke. Gewandet wie im tiefsten Winter. Dem is wohl etz scho kalt. Was macht der denn im Winter?

Der Kapuziner is a widder da. Die Kapuze setzt er erst im Bus auf. Er trägt Brille. Jetzt macht er die Augen zu, um zu schlafen.
Mein Busnachbar:"Die Brille könnt er auch runtertun. Nutzt sich bloss ab."

Die Aisch liegt dampfend im Nebel...
In Niederlindach führt einer ein Pferd Gassi. Des is wohl zu schad zum Reiten.

Man merkt, dass es Richtung Herbst geht. Im Bus wird wieder vermehrt gehustet. Das reinste Hustkonzert.

Apropos Herbst. Vor uns fährt ein Laster mit offener Ladefläche. Auf dem Nummernschild steht LAU - B
Das finde ich lustig :).

Am Bahnsteig zündet sich mein Busnachbar im Raucherquadranten eine Zigarette in 2.ter Reihe an. Vorn raucht schon einer eine e-zigarette.
Ich stelle daraufhin fest:"Du rauchst noch analog."
Er schmunzelt.

Ein Pärchen mit Riesenrucksäcken kommt die Bahnsteigtreppe hoch.
Ich zu meim Busnachbarn:"Des is Meterware."
Im Geiste seh ich den Mann mit dem Rucksack umfallen und dann wie eine Schildkröte auf dem Rücken liegend mit den Beinchen strampeln.

Im Zug haben wir einen 4-er. Die Frau im Sitz neben mir, bückt sich, um ihre Schuhe zuzubinden. Ich kann tief blicken. Hinten! Das will ich gar nicht. Sie ist sehr groß und hat sehr lange Beine. Wahrscheinlich hat der Stofff dann oben nimmer glangt.

Seit es modern ist tiefsitzende Hosen zu tragen, kann man Unterhosen auch bei Tageslicht in der Fussgängerzone sehen. Ned, dass des braucht hätt.

Die Zwangsjacke von gestern is a widder dabei. Er hat sie um seine Beine geschlungen, wie einen Schlafsack. Ich würd mich ja beim Aufstehen damit derenna.

"Frisch gedacht..." steht auf einem Plakat in Fürth. Dann is des Gegenteil davon wohl, altes Wissen neu aufgewärmt.

Die Zwangsjacke ist unfallfrei aufgestanden. Sie macht sich schon kurz hinter Fürth für den Absprung in Nürnberg bereit. Vielleicht isses gar ka Jacke. Vielleicht is a Fallschirm. Hoffentlich gibt's beim Absprung ka Schleuderdrama.

Rothenburger Strasse. Klick. Ansage:"Sehr geehrte Fahrgäste." piepst ein weibliches Stimmchen. Klick. Und das war's dann. Die Ansagen im Zug wern a immer seltsamer...

Am Bahnsteig vor der Treppe zum Mittelausgang tropft es wie in einer Tropfsteinhöhle. Komisch. Sovill hat's doch gestern goar ned gregnd. Da hammer ja Glück ghabt, sunsd wär mer etz dersuffn.

Wortfetzen an der Straßenbahnhaltestelle: "Zwecks Behandlung ...."
Da wird mir schlagartig klar: ich möchte lieber handeln als behandelt werden...

Bürogschmarri...
Kollege:"Alles ist agil. Alles ist im Fluss. Das hat schon Euklid gesagt."
Ich:"Man sollte bloss ned im Fluss dersaufen..."

Irgendjemand nennt mich bei uns im Büro: das beste Pferd im Stall, weil ich derzeit der einzige Entwickler bei uns im Büro bin, der da ist.
Vor meinem geistigen Auge sehe ich einen abgemagerten, alten und kranken dreibeinigen Gaul.
Und wenn man dann der einzige Gaul is, is des fei a ka Kunststück.
Ich glaub des war a Scherz....

Heimwärts im 30iger Bus seh ich auf der Anzeige folgenden Text:"In der S-Bahn rservieren pro Zug nur 40 Menschen Sitzplätze"
Wie?!? In der S-Bahn kann man Sitzplätze reservieren?!?

Lustig. Gestern lag in der Kerschensteiner Straße ein Kirschkern also ein Kerschenstein... ;-)

Und an Comic gibt's heit a nu! Bevor der Summer goar rum is ... Sunsd kannin eigrabm, wie den Gaul...

Mittwoch: Der Bus is heut früh an der Haltestelle Bechhofener Weg scho angfahren. Da kommt noch ein Mann mit riesigen Kopfhörern angerannt. Unser Busfahrer is so nett und hält extra nochmal.
Mei Busnachbar:"Der hat hat den Wecker nicht gehört wegen den Kopfhörern."

Am Erlanger Bahnhof hängt ein Plakat der Frankfurter Messe: "Auf nach Frankfurt. Die Welt wartet schon."
Lass sie warten. Was soll ich denn in Frankfurt?

In Fürth hängt ein Plakat mit dem Spruch:"Wo Wein und Honig fließen."
Do babbds.

Ein zweites Plakat wirbt für eine Pferdeshow. Auf dem Bild ist ein Schimmel und eine Frau mit langer Mähne. Die könna vor lauter Fransen alla zwaa bal nimmer aus die Augn schaua. Die hamm wohl denselben Friseur.

An der Fürther Stadtgrenze sieht man vom Zug aus die U-Bahn. Do kannst a Grenzerfahrung machen. Grenzen er"fahren". Die ist dort eine O-Bahn.

Die Anschlusslitanei ertönt heut in tiefstem Sächsisch. Wir erfahren, dass der Zug endet.

Am Zugausstieg hängen Flyer:"Bayern hat über 200 Seen. Alex entdeckt sie alle."
Alex muss ganz schö dreckig sei...

Vor der U-Bahn wartet ein Mann mit grossen Kopfhörern. Ein Haar auf seinem lichten Kopf steht dazu in die Höhe. Sieht aus wie die Radioempfangsantenne. Der hat wohl da unten an guten Empfang...

Die Frau in der U3 mir gegenüber stiert vor sich hin. In Nürnberg is des ka Problem, aber bei uns auf dem Land kann das mit den Stieren schon mal ins Auge gehen...

Heut is der unentschlossene Feiertag. In Erlang (do is ka Feiertag. Die sin evangelisch) geht's zu. Mir sin hamwärtsi bal ned nauskumma. Dafür is in Höchstadt (do is Feiertag. Mir sin katholisch) der Hund gfreggd.

Mei Mama fragt mei Schwester:"Is heut ka Post kumma?"
Mei Schwester:"Naa. Woar nix drin."
Ich:"Heut kummd doch bei uns ka Post. Is doch Feierdooch!"

Ich wünsch Euch an scheena unentschossena Feierdoooch! Servusla!

Donnerstag: An der Haltestell is widder mei Haltestellenbekanntschaft.
Sie:"Du bist ja mutig.Ohne Jacke!"
Ich:"Die habi gestern auf Ärbert vergessen."
Sie lacht.

Sie:"Neulich hat mi mei Freund mit'm Auto abgholt, damit ich mal widder alle Jacken von der Arbeit mit heim nehmen kann."
Ich ungläubig:"Du hast sovill Jacken, dass du sie mit'm Auto abholen musst?"

Unser Bus kommt. Der Fahrer ist gut drauf.
Mei Bekannte:"1 x Erlangen."
Er:"Was?!? Su weit? 6000 Euro."
Etz lachen sie alla zwaa.

Am Schillerplatz steht wieder die Frostbeule im Winteroutfit.

Ein Einsteiger braucht a Monatskarten. Des dauert. Des geht ned so schnell. Der 205er überholt uns.

Deshalb simmer am Bechhofener Weg a a weng später dran.
Mei Busnachbar:"Wo is'n der Kopfhörer?"
Ich:"Vielleicht isser mit'm 205er gfahrn."
Er:"War er diesmal zu zeitig dran."

Der Himmel sieht schön aus. Wie ausgeflockte Buttermilch mit blauen und roten Milchsäurebakterien.
Der Nebel liegt wie eine weisse Fleecedecke auf den Feldern.

Auf der A3 fährt das BIM-Putztuch an uns vorbei. Ui das reimt sich ja ;-)

Vor Klebheim liegt die Entenschaar noch im Schilfbett.
Der Wald liegt dunkel und still. Bis mir durchgerumpelt kumma...
Vagusnervmassage... Nie war sie so wertvoll wie heute.

"Nächste Haltestelle Klebheim."
Willkommen bei den Pappenheimern.

Wir werden von einem überholenden Cabrio angehupt. Die letzten zwei Tage hatten wir scho 2 Beinaheunfälle. Die fahren allaweil an Stiefel zamm, die Leut. Warum heisst des eigentlich "Stiefel"? Die fahrn doch Auto und kann Stiefel... Des wär dann ja a Rollschuh... Die hätten a kann Stiefel zammgfahrn sondern unsern Bus.

Erst hamms sie's total eilig und dann fahrn sie numal extra Retour bloss um unsern Fahrer wüst zu beschimpfen.
Der hat sie aber neulich ned aus der Ruh bringa lassen und gsachd:"Etz fahr hald zu!"

In Dechsendorf freut sich ein Landwirt auf einem Plakat über "jedes Knöllchen"

An der Haltestelle langer Johann in Erlangen steht wieder der Lockenhippie vom letzten mal. Der ausgschaut hat wie der vo dem Baumumarmungsplakat. Heut fährt er aber ned mit. An der Haltestelle is a a neus Plakat:"Love is all around". Da bassd er a dazu. Gibt's scho widder a 70iger Jahre Revival?

Am Busbahnhof sind Einfahrtsverbotschilder. Drunter ist ein kleineres Schld mit einem Bus. Auf dem steht das Wort "frei". Seufz. Frei hätt ich heut gerne auch.

Am Bahnsteig ruft jemand meinen Namen. Ich reagier erst beim 2.ten mal. Ich brauch immer a weng länger. Da steht ein grosser Mann vor mir und fragt mich:"Kennst Du mich noch?"
Ich hab's ned so mit Gsichter und sag:"Ja, aber ich weiss ned, wo ich Dich hinstecken soll..."
Er war beim Comiczeichenkurs dabei. Ah! Er will wissen, was ich so mache. Und ich erzähl ihm von der Comicausstellung und dass ich jetzt auch Comics für die Zeitung mache. Er freut sich.
Ich:"Hattest Du nicht einen Bart?"
Er:"Nein. Das war der Lehrer."
Der Lehrer hatte einen Bart?!?
Er guckt sich meine Comics immer auf toonsup an. Aha. Der ist das! ;-)
Als der Zug kommt, verabschieden wir uns. Smalltalk ist ganz schön anstrengend.

In Fürth stehen wir wieder vor dem Pferdeshowplakat.
Ich zu meim Busnachbarn:"Guck amol! Man trägt wieder Pony!"
Dabei sehe ich Pippi Langstrumpf vor mir , die ihren kleinen Onkel (das war ihr Pferd) mit den Armen in die Höhe stemmt. Des is schee doppeldeutig. Das gefällt mir. Da muss ich noch einen Comic zeichnen.

Auf der U2 kommt es zu Verzögerungen aufgrund der Auslösung einer Sicherheitseinrichtung. Ich überlege, was das wohl zu bedeuten hat.... Was ist denn eine Sicherheitseinrichtung?

Auch lustig. Die Frau von der Ansage in der U3 verkündet die nächste Haltestelle bevor man sie auf dem Haltestellenmonitor sieht.
Frauen waren halt der Technik schon immer einen Schritt voraus.

Mei Chef gestern lachend:"Jeder kann parallel arbeiten und mehrere Dinge gleichzeitig machen."
Ich:"Ich ned. Do musst Dir dann an andern Entwickler suchn."
Do is ihm dann as Lachen verganga.

Heimwärts erfahren wir vom VAG-Monitor , dass die Wildenten in Nürnberg nach Protesten jetzt doch nicht abgeschossen werden sollen. Sie bekommen jetzt 4 Ruhezonen am See.
Dafür wolln's etz die Wölf abschiessen. Bin gspannt wer als nächstes dran is.

Beim Einsteigen in den 203er treff ich die Nachbarin. (Nein, ich hab nicht auf sie geschossen..., das war metaphorisch gemeint.)
Ich:"Und wie is des neue Landratsamt?"
Sie:"Groß. Vill zum Laafen. Aber des is ja ned unbedingt verkehrt."

An Comic habi a nu für Euch. Des is ka Schreibfehler. Wenn ich Stiel sag, dann is bei mir do ka "e" drin!
Vill Spass!

Freitag: Gestern kam auf 3 Sat : Der Körper als Arzt.
Da geht's um Selbstheilung, Psychoneuroimmunologie. Total interessant! Guckt's Euch an!

Heut früh kommt widder des blaue Wunder. Des is der Bus mit die ganz weichen blaue Sitz, wo mer drin versinkt.
Mei Haltestellenbekanntschaft:"Des is der mit die diefen Sitz. Do versinki drin. Do kanni ball ned zum Fenster nausschaua."
Ich:"Do brauchst an Kindersitz."
Sie lacht.

Ich:"Du, sag doch mal wennsd eisteigsd 2 x Erlangen. Ich möcherd wissen wa dann bassierd."
Etz lacht sie numol.

Über der Aisch liegt eine weisse Nebelfleecedecke. Am Himmel verläuft ein roter Fleecestreifen. Des is wohl ein sogenannter Farbverlauf. Vielleicht hat sich die Farb verloffen...

Vor Klebheim im Wald lehnt ein Fahrrad an einem Baum. Des is fei ganz schee anlehnungsbedürftig.

Vor Hannberg frühstücken zwei Pferde auf der Koppel. Der Wallach is a scho wach...

Über der Autobahn bei Dechsendorf seh ich den berühmten silbernen Streifen am Horizont. Des muss er sei!

Ein Handy im Bus plärrt:"herzlichen Glückwunsch Benutzer. Sie haben einen Preis gewonnen!"
Allgemeines Gemurmel im Bus ist die Folge. Des Gschrei hat sie alla aufgweckt. Die Stimme verstummt daraufhin und das Gemurmel auch.

"Haltestelle Weisendorfer Strasse..!"
Wenn man in Wiesendorf wohnt, wird man dann auch automatisch weise?

Und sind in Frankfurt die Franken ford...?

Ein Plakat vorm langen Johann verkündet:"Wir müssen ja nicht gleich heiraten."
Des wär ja a nu schenner!

Wenn es Stand-Up Comedy gibt, gibt es dann auch Write-Down Kabarett?

Im Zug isses heut recht leer.
Mein Busnachbar:"Wo sin denn die andern alle?"
Da kommt noch ein Mann die Treppe hochgespurtet.
Mein Busnachbar:"Da isser ja! Etz kann's losgehn."

Mein Kollege will mir erzählen wie man den Nachnamen eines Kollegen ausspricht.
Ich:"Des is mir wurschd. Ich sag einfach Du."

In der U-Bahn trägt eine Frau ein Haarband über den Ohren. Ob des a Anti-Segelohr-Haarband is? Oder religiöse Gründe hat? Vielleicht is a neue Variante vo Gehörschutz. A Alternative zu Kopfhöhrer.

Komisch... Is Euch scho aufgfalln, dass manche Leut konsequent inkonsequent sin?

Und mit dem Comic von der Steilvorlage aus dem toonsup-Forum wünsch ich Euch ein schönes Wochenende!

 
Die Glaa - Der Unterschied Sandra Jaeger 2017
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18.08. bis 24.08. Abenteuer erfahren

Montag: Heut wird a neuer Busfahrer eigfahrn. Erst fährt er mit Schwung an unserer Haltebucht vorbei. Und mir derfn hielaafen. Dann verfährt er si o der Ausfahrt und muss widder zurückpiepsen. Naja, hauptsach es geht irgendwie voran. Die Richtung is ja wurschd.

Es is des blaue Wunder. Des bassd ja. Des erlebm mer heid a. 3 Leut muss er kassiern. Die Kassa is scheins ned intuitiv bedienbar. Es dauert. Er braucht Schützenhilfe vo seim Kollegen. Is ja immer asu. Wenn mer was des erste mal macht, dauert's immer a weng länger. Ma lernt ja nu.

Lustig. Wie mer am Polizeikreisel an dem Haus vorbeifahren, geht oben im ersten Stock bei der Arztpraxis des Licht o. Extra für uns! Des wär doch ned nödich gwesen.

Der 205er, der nach uns gfahrn is, is scho weit vor uns.
Mei Busnachbar steigt ein und brummt:"Schön dass er heute noch kommt."
Dann guckt er kritisch auf seine Uhr, weil es schon so spät ist und brummt weiter:"Nehm ich heut die S-Bahn."
Das ist der Zug nach dem RE, den wir sonst nehmen.

Vor Buch auf dem Feld beim Wald stehen 4 Rehe in einer Linie im gleichen Abstand zueinander.
Ich:"Guck mal die stehen alle im gleichen Abstand voneinander."
Mein Busnachbar:"Ordnung muss sein!"

Dechsendorf. Vor uns fährt ein Baustellen-WC. Glo to go. Ich muss schmunzeln.

Des könnerd heut knapp wern. Wu isn die Verspätung vom Zug, wenn mer aana braucht?

4 Minuten vor Abfahrt vom RE kommen wir an.
Ich:"Siggsdes! Etz hads doch nu glangd."
Mein Busnachbar:"Aber gerade so."

Vor Fürth im Zug kommt heute eine ruhige und dialektfreie Ansage. Direkt medidativ. Des wär doch a Marktlücken: Meditative Zugansagen auf CD, DVD, mp3 mit dem Slogan:"Die Bahn. Die Entspannung kommt."

In Fürth neben dem Bahnhof gleich hinter dem Zaun ist ein kleineres Gebäude mit Markise. Die Markise liegt vorne am Zaun auf. Sie lümmelt also auf dem Zaun herum... So ein Lümmel! ;-)

Bürogschmarri...

Mein Kollege:"Kannst ja heut nachmittag nochmal über des Problem nachdenken."
Ich:"Daheim mach ich was schönes."

Auf der Heimfahrt stehen neben der Autobahn 9 Störche. Die wollen genau wie die Autofahrer in den Süden.
Ich will bloss hamm.

Sodala.. heut gibt's widder amol an Comic.
Vill Spass!

Donnerstag: Mei Haltestellenbekanntschaft heut früh:"Gestern is der Bus recht spät kumma. Des war a junger Fahrer. Der is gfahrn wie a gsengte Sau. Der hat dem Aisch-Express alle Ehre gmacht."

Wunderbar! Heut fährt widder des blaue Wunder! Wunder gibt es immer wieder ...

Beim folgenden Telefonat im Zug muss ich schmunzeln...
Mann:"Ich bin im 2.ten Waggon von vorne.... Nein! Es gibt keinen vorderen und hinteren Zugteil .... Der Zug hat mehr als 2 Waggons.... Doch! ... Wie dem auch sei, ich bin im 2.ten Waggon!"

Ich find's lustig, dass er mit jemandem ausserhalb des Zuges drüber diskutieren mss, in welchem Waggon er sitzt.

Ich war die letzten 2 Tage krank.
Mein Kollege auf Arbeit:"Und geht's besser?"
Ich:"Ich arbeite dran."

Lebensweisheiten: Wenn man in keine Schublade passt, dann muss mer hald a neue aufmachen.

Heimwärts im Bus. Vor uns fährt ein Auto. Auf dem steht "Vorndran" hinten drauf.

Sodala noch ein Hitzecomic. Vill Spass!

 
Die Glaa - Gscheid oder goar ned Sandra Jaeger 2017
Die Glaa - Loesungsstrategien Sandra Jaeger 2017
25.08. bis 31.08. Poetenfest und Altstadtfest

Sonntag: Gestern war mer zu zweit auf dem Poetenfest in Erlangen. Es hat geregnet. Alex Capus hat aus seinem neuen Buch gelesen. Eine Frau und ein Mann bleiben auf einem Pass im Schnee stecken. Am Ende kommt der Schneepflug. Bis dahin vertreiben sie sich die Zeit mit Geschichten und einer Diskussion über den richtigen Gebrauch von Scheibenwischern. Die hat er vorgelesen.

Bei dem Regen gestern, passte das mit den Wischern ganz gut. Die bereitgestellten Bierbänke und Plastikstühle wurden mit Fensterputzutensilien auch immer wieder trocken gewischt. Das waren auch die Wischer. Allerdings auf zwei Beinen.

Lustig war die Völkerwanderung, die nach dem Ende der Lesung ausbrach. Wo wollen's denn alle hin? Neugierig sind wir hinterher. Wie die Jünger folgten sie dem Autor zum Nebenpodium, wo er ein Interview gab.

Seine Frau macht beruflich irgendwas kriminologisches. Jedenfalls kann er keinen Tatort ohne ihre Einwände im Fernsehen angucken.
Sie:"Das gibt es gar nicht, dass der Kommissar ganz allein in die Lagerhalle mit den Verbrechern geht. Da kommt immer ein Spezialeinsatzkommando."
Er:"Halt die Klappe."

Autoren sind also auch bloss Menschen.

Die längste Schlange war am Kaffeestand. Das Publikum eher gesetzteren Alters. Wir haben den Altersdurchschnitt erheblich gesenkt.

In und um die Orangerie gab es eine Diskussion um neue Männer- und Frauenbilder. Die war etwas seltsam. Aber ich kann ja mit Geschlechterrollen eh nix anfangen. Wozu braucht's die denn überhaupt?

Früher hatten ja die Arbeitgeber bei jungen Frauen immer Angst, dass sie bald Kinder bekommen. Da jetzt die Männer in Elternzeit gehen, nützt es ihnen auch nix mehr, wenn sie lieber Männer als Frauen einstellen. Da herrscht also etz Chancengleichheit. Da hat der AG halt Pech.

Wir haben Autorenhopping gemacht und uns immer ein bisschen was angehört und Leute geguckt.

Eine Podiumsdiskussion mit Frau Bilkau haben wir uns ebenfalls angehört. Da hätt ich fast Autorin und Moderatorin miteinander verwechselt. Weil die Moderatorin so gut war.

Dem Güthlein Bratwurschdduft konnt ich nicht widerstehen. 2 Fränkische mit Senf. Der Senf hat sich gewehrt. Da musste mir meine Begleitung helfen, weil ich keine Kraft mehr in den Händen habe, um den Senfdrücker zu betätigen. So wirkt sich ein Schmerzsyndrom auf die Nahrungsaufnahme aus.

Es ist viel los überall! Heut ist auch noch der letzte Tag vom Altstadtfest in Höchstadt. Da gibt's viel zu Essen und zu Trinken, Musik, einen Kinderflohmarkt, Handwerkermarkt und das Ritter von Spix-Museum und das Heimatmuseum haben auch offen.

Der Comic is heut passend zum Poetenfest ein Schildgedicht.
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Donnerstag: Seit gestern brenna bei uns am hellichten Dooch die Strassenlaterna in Höchstadt. Vielleicht welln's die Nächt nu nachhulln wu's ganz finster woar....

Bin noch ziemlich fertig von den letzten zwei Wochen.
Heut gibt's trotzdem mal wieder einen Comic.
Viel Spass!

Freitag: Mittwoch bini mit am ICE vo Erlang aus gfahrn. Mir sin ned amol bis Fürth kumma. Mir sin scho vor Vach a halba Stund gstandn... Er hads dann aber später wieder eighulld...

50 Prozent mehr steht heut a der Haltestell. A Mo!
Der 205er kummd zuerschd.
Der Mo:"Sollte da nicht eigentlich der 203er kommen?"
Unser Antwort: "Der kummd scho nu."

Die Ansage bellt:"Höchstadt Bannhoff."
Heissen soll's Bahnhof. Aber den hamms eh scho lang abgrissen = verbannt. Vielleicht hofft's dass die Haltestell nu do is...

Im Zug is widder a älterer Herr mit Klicker und Klemmbrett unterwegs. Es klickert 1 x.
Mei Busnachbar:"Der hat nur einmal gezählt. Möchte gerne wissen, wer das war."

Dann sinniert er noch:"Vielleicht hat er bloss den Waggon gezählt oder nur die Leut, die er no ned kennt..."
Also ich kenn den ned.

Bürogschmarri...
Mei Kollege wie ich mich verabschied:"Was mäxdn am Wochenend?"
Ich:"Ich fahr etz erschd amol hamm."

Und mit dem Comic wünsch ich Euch a scheens Wochenend und vill Spass!

 
Die Glaa - Das Gedicht Sandra Jaeger 2017
Die Glaa - Die Klassenfahrt Sandra Jaeger 2017
Die Glaa - Das Baustellen-WC Sandra Jaeger 2017
01.09. bis 07.09. Auweh!

Sonntag: Gestern wari in der Bäckerei. Had an Zwiebelkung gebm. Der is fei fein.
Die nette Verkäuferin fasst meine Bestellung nochmal zusammen und sagt:"Des war alles? Ned dassi nu was versemmel..."
Das find ich lustig... wenn mer in der Bäckerei was versemmelt... ;-)

Baclofen habi absetzen men, weil mir davo schwindlig worn is. Erschd hinterher habi gmerkt, dass des as Trafohäusla ganz schee runtergfahrn hat. Ich konnt sogar autogenes Training machen. Etz funktioniert's nimmer, weil des Trafohäusla widder auf Hochtouren brummt. Da is nix mehr mit Entspannung! Und des Wetter dazu! Mei dud des weh! CBD-Tropfen (die bekommt mer ohne Rezept im Internet) habi gestern abend ausprobiert. Da habi ned vill gmerkt. Jede Nacht wachi bis zu 3 x auf. Durchschlafen wär scho mol widder schee... Reize nehm ich immer intensiver wahr. Am Freitag früh hat sich die Lüftung und Heizung im Bus von der Lautstärke wie ein Düsenjäger anghört. Vo Parfüms und Abgase, Benzinduft willi goar ned redn.. A ned grod as gsündeste...

Derzeit verkriech ich mich also im Bett und les. Weils do warm is und allaans Wärm gut dud. In der Bücherei habi mir den Krimi Abgeshnitten ausgeliehen. Da darf a Comiczeichnerin a Autopsie per Fernanleitung machen. A ned grod as gsündeste... Bassd grad ganz gut. Der is richtig spannend. Des Wetter in dem Krimi is genauso greislich wie bei uns. Es regnt und stürmt.

Sodala.. a Comicla zum Aufmuntern. Des brauchi allaweil.

Montag: Jaua! Des Weader dud fei ganz schee weeh!

Die Woch geht scho gut los. Der Zuuch hat 15 Minuten Verspätung. Also nehmi den Bus. Weil mit der U3-Baustell dauert's vom Bahnhof aus a die Woch nu länger....

Und do is a Bürogschmarri-Comic. Vill Spass!

Dienstag: Heut hat der Zug widder 15 Minuten Verspätung. Kaum is die Urlaubszeit vorbei, kummd er nimmer.
Widder 30ger gfahrn. Weil's so schee is.

Bürogschmarri...
Ich bin momentan total geruchsüberpfindlich (eine Nebenwirkung vom CRPS, genauso wie die Hyperakkusis, die Geräuschüberempfindlichkeit und die Berührungsempfindlichkeit, die Allodyne). Gestern habi scho von der Korridordür aus gschmeckt, dass mei Mama an Gurkensalat gmacht hat.

Ich komm vo aaner Besprechung widder. Es riecht nach Salami. Etz machen's bei uns anscheinend a Salamitaktik. Mei Kolleg had dann zugebm, dass er vorhin a Hartwurschdbrot gessen hod.

Kennt Ihr die 70iger und 80iger Fernsehserien: Bionic woman und the Sentinel?. Da kanni locker mitspieln. In echt und in Farbe.

Da bekommt das wort "Schnupperkurs" gleich a andere Bedeutung ...
Momentan kann ich Leut echt ned riechen. Ich sag bloss Parfüm. Oder wenn sich mehrere Gerüche miteinander verbrüdern. Wow!

Ich erzähl meim Kollegen vo meiner Geruchsüberempfindlichkeit.
Ich:"Wenni bloss was sinnvolls damit ofanga könnerd."
Er:"Mach halt a Umschulung zum Drogenspürhund."
Ich:"Ich hab CBD-Öl daheim. Das sind so Hanftropfen. Die sin aber legal. Und öko.
Da kann ich ja dann schon mal üben... Wuff!"
Er bellt im Vorbeigehen zurück. Mei simmer heut albern.

Heimwärts sitz ich an der Strassenbahnhaltestelle und beiss in mei Karotten.
Fragt mich einer, ob ich im Ebl (eine Biomarktkette in Nürnberg) arbeite, weil ich so naturnah ausschau und eine Karotte esse.
Ich:"Mir hamm dahamm a Karotten."

Im Bus heimwärts fährt a Oma mit ihrer Enkelin mit.
Oma:"Mir müssen bei der 2.ten Haltestelln Arcaden naus."
Enkelin:"Warum ned bei der erschden?"
Oma:"Weil mer dort scho as letzte mol falsch ausgstiegn sin."

Und G. hat sich mit ihrem Mann über mei Busgschmarri herrlich amüsiert:"Verlier bloss dein Humor ned."
Ich:"Ich verlier ja nix. Ich find's bloss nimmer...."
So kammer dann alla Dooch Ostern feiern...

Mittwoch: Heut hammer kann Autobahnbus sondern widder an normalen kurzen mit erhöhten hinteren Sitzreihen.
Mei Busnachbar:"Endlich widder a richtiger Bus. Hat mer gleich widder mehr Überblick."
Ich:"Siggsd doch eh nix. Draussen is finster."

Die letzten Wochen warn wenig Leut im Bus, da meinte mei Busnachbar scho:"Etz wern sie die Linie bald einstelln."
Seit der Wochen fahrn widder mehr mit. Azubis. Endurlauber. Die Strassen sin a widder voller. Mir braung bis Erlang widder länger.

In Dechsendorf vor der Autobahn steht ein Transporter vor uns. Auf dem steht:"Mobiler Bohr und Schweißservice"
Ich muss an Angstschweiß denken. Mobiler Schweißservice... Des hammer im Summer im 30iger Bus ohne Klima und Lüftung ghabt. Vo der Stirna hass rinna muss der Schwaas...

Ich zu meim Busnachbarn:"Ich möcherd a mol widder Zuuuch fahrn..."

Es ist neblig. Ansage:"Es fährt ein der RE nach Nürnberg."
Dann stampft ein Güterzug ein.
Ich verwirrt:"Isser des heit?"
Mei Busnachbar schmunzelt.

Ich:"Vielleicht hoddersi im Nebel verfahrn."
Dann kummd er doch nu. Der Zuuch.

Die dunklen Bäume im Nebel gucken genauso aus wie das Handgelenkstatoo des Mitfahrers gegenüber. Schaut aus, als würden wir in Watte rein fahren. Eine Frau schnarcht. In Gedanken summe ich: "Mit Ruhe und Gemütlichkeit..."

Auch in Fürth is Nebelsuppe. Des mag mei Schmerzsyndrom gar ned. Des feuchte Zeuch.

Der Comic is nu von dem Briefkastenunfall...

Grad an Imfpcomic gseng. Des hat mich dran erinnert, wie die Plakataktion mit Deutschland sucht den Impfpass war. Ich hab mei Mama mal gfrachd wo denn meiner sie könnerd. Sie hat ner dann gsucht. Gfunna hadsi bloss die Impfpässe vo unner zwaa Hünd. Die braung ner abber nimmer. Die sin scho in die ewigen Jagdgründe.

Donnerstag: Heut steigen gleich 5 Leut a meiner Haltestell ei.
Der reinste Massenandrang.
Unser Busfahrer is a ganz überrascht:"Uiuiuiuiui!"

Mei Busnachbar steigt heut erst a Haltestell später ei. Ich hab scho gedacht, der kummd heit nimmer.
Vor uns steht der 205er Bus. Der fährt kurz nach uns, aber anderschdrum. Und wenn der 203er a weng länger braucht, is der schneller an die andern Haltestelln in Höchstadt Süd.

Und da er normalerweise danach fährt, eh dasd goar nimmer nach Erlang kummsd und ewig wartsd, nimmst halt dann den 205er. Des hat mei Busnachbar mit am Schwung anderer Leut vom Bahnhof a gmachd. Etz am Bechhofener Weg steign's schnell alla um.
Ich:"Ich hab gmaand, du kummsd heid goar nimmer."
Mei Busnachbar deut auf den 205er und sagt:"Bin a Stück mit am viel schöneren Bus gfahrn."
Und etz hockt er doch widder neber mir.

A dicker Nebelstreifen hängt über die Wiesen und Felder. Nebelstreifen, Nadelstreifen, Zebrastreifen, Polizeistreifen... Was su alles umananderstreift.... Mei Gedanken ja a...

Die Autobahn is voller Rücklichter.

An der Strassenbahnhaltestell guck ich nach oben. Auf der Laterne sitzen schon 3 Tauben. Es wird eng. Eine 4.te befindet sich im Landeanflug... Etz müssen bloss nu die andern rufen: "Besetzt!"
Anscheinend hads funktioniert. Die 4.te fliegt weiter und sucht sie a andrer Lampen. Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

In der Strassenbahn sitzt mir gegenüber eine Frau, die hat keine Augebrauen (Haare) nur noch braune Balken über den Augen. Warum macht man sowas? Schön finde ich das nicht. Sieht aus wie Kunst am Bau. Oder als hätt die Strassenmeisterei an einzelna Zebrastreifen hipinseld.

Mei Kolleg woar neulich bei uns dahamm rum radeln.
Er:"Höchstadt is ja so ländlich. Des wär nix für mich. Überall sin Weiher."
Ich:"In Höchstadt sin doch ka Weiher!"
Er:"Ned in Höchstadt. Aber drum rum."

Der Mond schaut heut widder aus wie a Fingernagel. Nagelstudio. studio (Latein. dem Studium). Wer studiert denn Nägel? Höchstens bunte Reissnägel. Do habi neulich an gfundn. Sulang mer ned neisabbd. Barfüssi...

Heut früh hat mir mei Hand bei Frühstücksjoghurt an Streich gspielt. Ich hab mei Hemmerd (T-shirt) eigsäud (eingesaut). Ich hab's a weng auspuzd. Bassd ja zu meiner Ärberd. Do bini a a Ausbudzer.

Heimwärts im 30iger sitzt vor mir a Frau, die dauernd an ihr eesichen Hoar (wenigen und dünnen Haaren) rumzupft. Vielleicht macht's gern Zupfkuchen. Vo der Zupferei stehn die Hoar rechts und links schief nach oben ab. Etz schaut's vo hint aus wie a Besen. Vo vorna a.

Diese Meldung ist mir heut auf Arbeit untergekommen. Ich fand's saulustig.
Mei Kolleg meinte dazu:"Etz is jeder Zweifel ausgeschlossen."
jeder Zweifel ausgeschlossen

Gschmarri vo dahamm..

Gestern abend fragt mich mei Mama:"Heid früh woar's neblich wiesd ford bist, oder?"
Ich:"Heid früh woar's finster."

Mei Schwester fährt auf ihrm Trimmrad und macht Ergoübungen mit der Hand. Damit ihr Gstell in Schuss blebd.
Mei Schwester:"Erschd bini Fohrrod gfoahrn und dann habi nu was mit meiner Händ gmachd."
Mei Hand macht mich zur Zeit wahnsinnig (ned bloss die):"Mei Händ machd immer was mit MIR!"

 
Die Glaa - Voegel Sandra Jaeger 2018
Die Glaa - Neus Buerogschmarri Sandra Jaeger 2018
Die Glaa - Hobbala Sandra Jaeger 2018
10.09. bis 14.09. Weider geht's..

Montag: Irgendjemand hat den Karpfen am Karpfenkreisel besprüht. Sieht fei ned schee aus...
Heut gibt's nur an Comic... Vill Spass!

 
Die Glaa - Hobbala Teil 2 Sandra Jaeger 2018
15.09. bis 21.09. Lebenszeichen

Sonntag: Die Woche war viel los, deswegen bin ich nicht dazugekommen, hier viel einzustellen. Die Schmerzen haben mir nach dem Wetterwechsel - in Nürnberg hat es geregnet und das hat mich fast gekillt, ganz schön zugesetzt.

Da bin ich wieder.
Was gibt's Neues?
Ein neues Muster hab ich bei Ravelry eingestellt. Ein Lesezeichen mit Vögeln auf der Stromleitung. Weil die sich langsam Richtung Süden sammeln. Viel Spass damit!

In Höchstadt hamms am Freitag Mitfahrbänke aufgestellt. Daneben gibt es so ein Drehschild, wo man den Zielort auswählen kann. Einer fehlt: Hamm. :)

Am Freitag war ich bei der CRPS-Selbsthilfegruppe in Nürnberg und hab einen Vortrag gehalten. Der ist gut angekommen. Und eine Belohnung in Form von Lindt-Schokolade gab es auch hinterher. Dankeschön!
Ich hatte mit meinen Händen etwas Schwierigkeiten die Verpackung aufzubekommen... Irgendwie lustig ...

Eine CRPS-Bekannte hat erzählt, dass sie neulich in der Ergopraxis auch Durst hatte und erst sie und dann eine zweite Wartende versucht haben, die Wasserflasche aufzubekommen. Beide sind gescheitert. Der Ergotherapeut, der dann zu Hilfe kam aber auch ;-)

Auf dem Weg zur SHG muss ich über den Hauptbahnhof. In den Katakomben (der Unterführung) ist auch das VAG - Kundenbüro. Dort hab ich ein Plakat gesehen, dass mich verwirrt hat.
"NEU!
Fahrpläne für Blinde und Sehbehinderte."

Die Idee find ich ja super! Aber das Werbemittel verfehlt doch deutlich die Zielgruppe. Wer soll denn sehen, dass es was gibt, wenn er nicht sehen kann?

Im Kaufland war ich gestern und dort hing am schwarzen Brett auch ein lustiger Zettel.
"Fitnesstracker zu verkaufen. KANN ALLES!
VB 50 Euro"

Alles?!? Einkaufen, Waschen und Putzen? Dann heirat ich den...

Und hier ist ein Comic von der Mitfahrbank... Schönes Wochenende!

Vogel Lesezeichen, bird bookmark
Die Glaa - Die Mitfahrbank Sandra Jaeger 2018
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