Logo Sandras Homepage
Start Bilder Extras Links Kontakt Impressum
Start
Neues
Über mich
Sulcus Ulnaris Syndrom
Sammy, das Krankenhausfluchttier
Seite 1 | 2 |3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14| 15| 16| 17| 18| 19| 20| 21| 22| 23| 24| 25| 26| 27| 28
03.11. bis 09.11. Suwos ...

Samstag: Was ned alles gibt!
Ich hab heut a Auto gseng, auf dem is Outlander gstandn. Dabei woar's im Inland auf'm Hof gstandn.

2019 is Gesundheitsjahr in Höchstadt. Ehrenamtliche sind aufgerufen, mitzumachen.
Ich hab mich mal mit Schmerzcomics und einen Vortrag zum Leben mit Schmerzen beworben. Dann leider nix vor der ersten Veranstaltung gehört. Hab halt gedacht, die wolln vielleicht bloss Profis (Ärzte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Heilpraktiker, Apotheker...)

Etz is doch nu was kumma. Das Anmeldeformular. Um den Raum muss man sich selber kümmern. Antworten auf meine Fragen hab ich leider noch keine bekommen. Die bräucht ich aber, um das Formular ausfüllen zu können.

Jetzt hab ich mal in einer Apotheke, beim Hörakkustiker und in der Buchhandlung gefragt, ob ich da vielleicht meine Comics ausstellen darf.
Bücherstube überlegt noch, dem Hörakkustiker gefiel die Idee, der guckt sich noch die Comics an. Ich hoff sie gefalln ihm. Sonst gehn mir die Optionen aus. Von der Apotheke hab ich eine Abfuhr bekommen. Anscheinend hat die Gesundheitsbranche keinen Humor. Find ich schad. Weil lachen doch so gsund is. Dazu gibt's sogar Studien.

Und den Vortrag däd ich am liebsten wieder im Kommunbrauhaus im grossen Sitzungssaal machen. Da könnt ich evtl. die Ausstellung auch mit verbinden bevor sie in einen Laden umzieht. Mal gucken, ob's klappt.

Eine Bekannte meinte, dass der Schlüssel jetzt nicht mehr im Bauhof ist. Seufz! Ja wo isser denn dann?

Einen Comic hab ich heut auch wieder für Euch!
Viel Spass und schönes Wochenende!

Sonntag: Neue Büchertipps.
"Ich denke zu viel" von Christel Petitcollin fand ich klasse. Sie erklärt, dass es Menschen mit einer Linkshirn- und Menschen mit einer Rechtshirndominanz gibt. Zu den Rechtshirndominanten zählen z.B. Hochsensible und Autisten.

Die Rechtsdominanten sind mit 30 Prozent in der Minderheit.

Unsere westliche Welt ist also rechtshirndominant. Kein Wunder, dass rechtshirnige damit nicht immer zurechtkommen. Beide nehmen die Welt ganz anders wahr.

Wusstet Ihr, dass das Bauchgefühl in der rechten Gehirnhälfte wohnt? Ich find das irgendwie lustig. Der Bauch wohnt im Hirn.

Rechts wohnen die Emotionen, die Kreativität, das Denken in Bildern, das Bauchgefühl. Rechtsdenkende nehmen die Welt mit allen Sinnen viel intensiver wahr.

In der linken Gehirnhälfte wohnt das logische, lineare Denken. Das Ego. Aber auch der innere Kritiker.

Ihre Erkenntnisse basieren auch auf dem Erfahrungsbericht der Hirnforscherin Dr. Jill B. Taylor, die einen Schlaganfall hatte und deren linke Hirnhälfte sich damals verabschiedete. 10 Jahre brauchte sie, um wieder zu genesen. Dabei hat sie die Dominanz der rechten Gehirnhälfte so sehr zu schätzen gelernt, dass sie sich dafür entschieden hat, Teile aus ihrer frühren linksdominanten Zeit nicht wiederherzustellen. Sie ist jetzt viel zufriedener.

Sie hat ihr Wissen was genau beim Schlaganfall in ihrem Hirn vor sich ging, konstruktiv für ihre Heilung eingesetzt. Und genau dasselbe möchte ich bei der Heilung von meinem CRPS machen :)
Deswegen möchte ich ja genau verstehen, was mit meinem Hirn und meinen neurologischen Verknüpfungen dort im Oberstübchen passiert. Damit ich herausfinden kann, was ich tun muss, um wieder gesund zu werden, meine Schmerzfestplatte zu überschreiben. Wieder gute und gesunde neurologische Verbindungen auszubilden und die alten kranken zu überschreiben.
Die Frau is mir vielleicht sympathisch!

Als Forscherin erlebte sie den Schlaganfall als eine aussergewöhnliche Erfahrung, die sie nicht missen möchte und ist dafür dankbar. Denn so konnte sie berichten, was genau in einem da vor sich geht. Als sie erkannte, dass sie einen Schlaganfall hatte, dachte sie: "Oh mein Gott! Ich habe einen Schlaganfall. Das ist ja cool."

Wusstet Ihr, dass die vom limbischen System ausgelösten Emotionen nur 90 Sekunden dauern? Das sind die Urinstinkte, die man nicht unterbrechen kann. Dass man sich aber nach diesen 90 Sekunden aktiv entscheidet, wie man sich weiterhin fühlt? Der Hirnforscherin gelingt es, diese nach 90 Sekunden Emotionen bewußt zu steuern und so Stress zu vermeiden. Den macht man sich nämlich selbst. Durch das Hirngeplapper.

Das versuch ich jetzt auch. Toll, was für interessante Menschen mir jetzt auf meiner Suche schon begegnet sind. :)

Donnerstag: Ich bin die Woche dicht mit allem möglichen und unmöglichen Zeug. Ich treib mich derzeit mehr IRL (im wahren Leben) herum, als vor dem Rechner zu sitzen. Das hab ich ja schon auf Arbeit.
Jetzt reich ich doch mal ein bisschen was nach.

Montag:
Monatsanfang. Alle kaufen Fahrkarten im Bus. Deswegen sind wir erst um 5:58 Uhr am Bahnhof in Höchstadt. Eine der drei indischen Schwestern fährt mit. Heut hat sie eine Mütze über ihren Schwesternschleier gezogen. Das sieht lustig aus. Hab sie zuerst für n'en Scheich gehalten.

Vor mir sitzt einer mit grossen Löchern in den Ohrläppchen. Warum macht man sowas? Damit's besser durchzieht?

Hannberg: An der Sporthalle in Hannberg hängt das "S" schebs. Sieht aus, als wär es auf dem Sprung. Sportlich, sportlich. Des bassd ja zur Sporthalle.

Der 2.te Monitor im Bus schaltet sich bei jedem unsanftem Holperer vom Bus ein und aus. Ein Gefunzel is des.

Die Ampel unterhalb vom Busbahnhof mag heut auch ned mit uns. Sie schaltet von Grün gradaus auf rot und dann wieder auf Grün gradaus. Wir als Rechtsabbieger schauen in die Röhre. Unser Busfahrer war scho in die Startlöcher und hat dann wieder scharf bremst, weil as Grün ausgebliebm is. Erst bei der nächsten Runde funktioniert's.

Den Regionalexpress hammer grad so erwischt. Ohne zu Rennen. Mein Busnachbar setzt sich, guckt auf seine Uhr und brummt:"Perfekt."

Dienstag:
Heute begrüßt uns der 2.te Haltestellenmonitor mit:
"No boot device present. Halting."
Der Cursor blinkt lustig vor sich hin. Er fesselt meine ganze Aufmerksamkeit. Ich blinzle im Cursortakt.

Heute steigen zwei indische Schwestern mit Mütze ein. Eine trägt Bommel. Sie setzen sich separat. Ob sie gstritten hamm?

Um 6:23 Uhr sind wir am Bahnhof. Auf Gleis 3 ertönt grad die Ansage:"... fährt ein der Regionalexpress ..."
Wir laufen in gemäßtem Tempo zum Bahnsteig.
Als wir am Bahnsteig stehen, ist der Zug noch ned da. Mein Busnachbar brummt:"Immer dieser Stress." und zündet sich sein Zigarettla an.

Mittwoch:
Heut is der Bus flott unterwegs. wir sind um 6:19 Uhr am Bahnhof.
Die S-Bahn fährt grade ab.
Mein Busnachbar:"Hätt mer heut fast einen Zug früher nehmen können."

Donnerstag:
Dei S-Bahn hat ca. 5 Minuten Verspätung. Also fahren wir mal mit anstatt mit dem Regionalexpress.
Mein Busnachbar als wir drinsitzen:"Müssen ja ned immer so rasen. Kriegt man ja gar nix mit."

 
Die Glaa aus ERH - Das Sprichwort No 2 Sandra Jaeger 2018
Die Glaa aus ERH - Der Rahmen No 2 Sandra Jaeger 2018
09.11. bis 23.11. ...

Dienstag 20.11. :
War viel los die letzten Wochen. Hier ist der Nachtrag der Geschichten.

Am 09.11. steht am Bahnsteig Gleis 3 ein Mann, der immer wieder sein Handy vor sein Gesicht hält, dabei grinst und die Zähne bleckt. Sieht aus wie Fury (das Pferd) auf Extasy. Das ganze wiederholt er mehrmals. Dazwischen fallen die Mundwinkel immer wieder nach unten.

Mein Busnachbar beobachtet ihn ebenfalls mit skeptischer Miene. Dann grinst mein Busnachbar und bleckt die Zähne nur einen Moment lang wie der Mann. Ich muss lachen.

Wir steigen in den Zug und erwischen einen 2er. Ich denk gegen die Fahrtrichtung. In Fahrtrichtung sin a nu welche frei.
Ich zu meim Busnachbarn: "Gell, du fährst lieber gegen die Fahrtrichtung."
Mein Busnachbar guckt verduzt. In dem Moment fährt der Zug los und wir fahren IN Fahrtrichtung. Das Gleis 3 mit dem Rechtseinstieg hat mich scho widder verwirrt.
Ich korrigier mich:"Ach des is ja in Fahrtrichtung. Auf dem Gleis komm ich immer durcheinander."
Mein Busnachbar brummt:"Hatte mich schon gewundert."

Bürogschmarri...
Die Server ziehen um und wir müssen die Software anpassen und testen.
Ich:"Wie soll ich das denn testen?"
Kollege:"Vorsichtig!"

Ich hab grad viel um die Ohren. Ich wechsle zwischen skypen, analog telefonieren und Personenunterbrechungen ab.
Da ruft ein Kollege an.
Ich:"Hetz mich ned. Ich arbeite ned so gut unter Druck."
Er:"Dann war er no ned hoch genug. Druck formt die schönsten Diamanten."
Ich:"Des funktioniert bei mir ned. Bei mir gibt des bloss Brösel."

12.11.: Der Bus war flott. Mir hamm die S-Bahn erwischt.

13.11.: Der RE hat heute ca. 5 Minuten Verspätung und ein vermindertes Sitzplatzangebot. Wir erwischen trotzdem einen Platz an einem 4-er. Der Mann mir gegenüber hat viele Taschen mit Akten dabei. Einen Aktenberg. Ob man darauf auch Skifahren kann? Ich fahr Ski mit der Bürokratie. Anstatt dass die Bürokratie mit uns Schlitten fährt. Wintersport.

In Fürth simmer um 6:45 Uhr. Der RE Richtung Jena-Saalfeld auf dem Gegengleis hat heute auch ein vermindertes Sitzplatzangebot. Is wohl der Tag des verminderten Sitzplatzangebots. Oder was ansteckendes. Die Sitzplatzgrippe. Ein grippaler Sitzplatz-Defekt. Gibt ja nix, was ned gibt. Momentan geht ja auch die Hasengrippe rum.

Uns gegenüber sitzt ein streng frisierter Dutt. Der kann bestimmt a Falten glätten, so streng wie er frisiert is. Die Frau sieht ned so aus, als ob sie noch lachen kann, soviel Zug wie da drauf ist. Vielleicht traut sie sie a nimmer. Hui! Zug im Zug. Das gefällt mir.

Mit Wortschöpfungen verwirrende Begrifflichkeiten zu schaffen, scheint eine Spezialität der Öffentlichen zu sein. Vermindertes Sitzplatzangebot, Gleisbelegungsstörung, Türstörung, Mit oder ohne Ausschlusszeiten....

Heimwärts im 30iger steht ein Mädchen an der Tür mit einem Blatt im Haar. Das ist doch wunderbar.

Im 203er ziert den Kopf meiner Vorsitzenden eine Häkelmütze. Sieht aus wie unser Klorollenhütchen aus dem Auto. Erst wurd's belächelt und etz trägt mers selber.

Bei uns ums Eck is a Baustell. Mei Mama begrüßt mich mit den Worten:"Do foarn laufend Laster!"
Do foahrn laufend... hamm die Reifen Füß?

Mei Mama woar mit meiner Schwester einkaufen. Auf amol is mei Schwester fort. Mama sucht sie.
Eine Verkäuferin:"Suchen Sie was?"
Mama:"Ja, mei Tochter."

10.11.: Mei Haltestellenbekanntschaft und ich steign in den Bus ein. Es is derselbe Fahrer wie gestern.
Er:"So. Guten Morgen! Des sin ja die zwaa gleichen wie gestern."

15.11.:Der Schlot von der ESTW is widder beleuchtet! Desmol in lila! Etz treibm sie's aber ganz schee bunt!

Eine Frau im Zug hat ein kleines halbmondförmiges Döschen in der Hand. Ob da wohl ein Gebiss drin is? Ooch nö! Nur Kopfhörer. Wie langweilig.

16.11.: Mei Haltestellenbekanntschaft hat amol in Weinzierlein gwohnt, wo der Busunfall war. Sie meint, sie kennt die Strass. Do blend die Sunna so arg, do is mer ganz schnell auf der verkehrten Seiten. Is ihr a scho bassiert.

Ein Auto fährt einsam und gemütlich durch den Kreisverkehr.
Sie:"Was fährt der denn so langsam?"
Ich:"Etz lass ner halt und hetz ner ned. Vielleicht medidierder. (Meditiert er) "

Im Bahnhof in Nürnberg hamms die Frankfurter Allgemeine verschenkt. Des anzige was mich in der Zeitung interessiert hat, war der Comic "Glückskind".

Gestern hat mei Ergo mich gfragt, ob ich scho mal mein Schmerztherapeuten oder die Neurologin auf Cannabis ogsprochen hab.
Sie:"Der Dr. x hält nix davon."
Ich:"Ich halt vom Dr. x a nix."

19.11.: Alle Jahre wieder ... füll ich mein Gdb-Verschlechterungsantrag aus.

War letzten Freitag bei der Selbsthilfegruppe. Ein Ehepaar spült freiwillig ab. Ich will Ihnen helfen, aber er wiegelt ab.
Er:"Wir sind ein eingespültes Team."

20.11.: Mei Haltestellenbekanntschaft hat heut a Decken dabei.
Sie:"Ich frier immer so im Büro. Mir hamm an schwer Herzkranken im Büro und der reisst immer bevor ich kumm alla zwaa Fenster auf. Der braucht Sauerstoff. Ich trau mi goar ned die Heizung aufzudreha, weil's ner dann immer so schlecht geht. Etz nimmi a Decken mit."
Ich:"Aber wenn Du derfrierst, is des doch a ka Lösung."

In Erlangen am Bahnhof wären wir fast Richtung Gleis 3 gelaufen.
Mein Busnachbar:"Etz hätti mich fast verlaufen."
Ich:"Ich a. Mer hat sich so an Gleis 3 gewöhnt."

Etz kriegter nu an Bürocomic dazu.

Donnerstag: 21.11.:
Unser Bus kummd heit a weng später. Im Bushäusle stehen heut statt meiner Haltestellenbekannten zwei Jugendliche und rauchen. Meine Haltestellenbekannte steht rechts daneben.
Ich stell mich neben sie und sag:"Wegen Überfüllung geschlossen."
Sie lacht und sagt:"Heut hamm die doch goar ka Schul!"
Ich:"Stimmt. Heut is ja Buß- und Bettag."
Sie:"Heut is der Bus aber spät dro."
Ich deut auf die zwaa Jugendlichen:"Vielleicht hams tauscht. Der Busfahrer und die Schüler. Die kumma heut und der Bus kummd heut dafür ned."
Sie lacht.

Am Bahnhof in Erlangen. Die Sperrung hat keine Verbesserung gebracht.
Die S-Bahn hat ca. 5 Minuten und der RE wenige Minuten Verspätung. Wir warten auf den RE.

Die S-Bahn fährt ein.
Mein Busnachbar deut auf die Aufschrift am Zug und sagt:"Wie in China."
Drauf steht: Hersbruck li. Peg.
Ich muss lachen.

Die alltägliche Kehrmaschine ist heut auch später dran.
Mei Busnachbar brummt:"Die hat heute auch wenige Minuten Verspätung."

In Fürth haben wir die 2 Minuten Verspätung auf 4 Minuten verdoppelt. Wir schleichen aus Fürth heraus und werden von der U1 überholt. Die fährt dort oberirdisch. Mir eher unterirdisch.

Auf dem Weg zur U3 werd ich fast von einem Transportwäggelchen überfahren. A ned grod des gsündeste.

So um 16:00 Uhr lauf ich den Weg am Altenheim in Etzelskirchen runter. Ein Traktor mit Anhänger und einem Schlauch fährt lautstark vor. Ein Mann in grüner Arbeitskleidung kommt auf mich zu und fragt:"Is der Weg oben auch so sauber?"
Der Weg ist blattfrei.
Ich:"Ja."
Er:"Mir sollten den eigentlich etz saubermachen."
Er klingt richtig enttäuscht.
Dann kommen seine Kollegen noch mit einem Busla angefahren. Sie beraten sich noch ein Weilchen und dann fahren sie wieder.

Heute:
Gestern war der Schlot der Erlanger Stadtwerke blau. Heut isser grün.
Mei Busnachbar meint dazu:"Die müssen den Reststrom noch gar loswerden."

Der RE ist heute pünktlich. Bis Fürth. Dort legen wir ein Päuschen ein. Wegen Zugfolge. Immer noch zu wenig Gleis für zuviel Zug.

Eine Frau hetzt ins Abteil. Die freut sich über die Verzögerung. Sunsd hätt sie den Zug ned derwischd. Siggsdes! Alles eine Frage der Einstellung!

Mit 3 Minuten Verspätung fahr mer weiter. Seeeehr laaangsam.
Mit 5 Minuten Verspätung kummer dann in Nürnberg o. Die U3 is fort. Aber es kummd ja widder aaner.

Der Spruch des Tages der VAG is heut: "Wer sich nicht selbst helfen will, dem kann keiner helfen."

So. Heut gibt's Teil 2 von der Softwareumstellung. Vill Spass!

 
Die Glaa aus ERH - Die Softwareumstellung Sandra Jaeger 2018
Die Glaa aus ERH - Buerohetze Sandra Jaeger 2018
26.11. bis 30.11.

Montag:
Letzte Woche beim Standup-Meeting. Mit Skype. Im Sitzen. Es findet diesmal auf englisch statt weil wir Kollegen dabei haben, die kein Deutsch sprechen.
Scrum-Master:"X it's your turn."
Stille...
Scrum-Master:"Oh.. he is not here. Does anybody know where he is?"
Scrum-Mitglied:"Gleitzeit. Was heisst denn Gleitzeit auf Englisch?"
Scrum-MitgliedNo2:"Slippery time."

Ich folge den Hinweisen. In der Apotheke war neulich im Schaufenster ein Schmerzöl auf Basis von blauem Fingerhut. Heisst Aconit Schmerzöl von Wala. Wenn ich das auf die nicht mehr vorhandenen Muskeln zwischen den Fingern reibe, dann tut das gut. Ausserdem riecht es gut. Ich glaub der Geruch entspannt mich auch ein bisschen. Das mach ich vor dem schlafengehen und damit kann ich derzeit wieder etwas besser einschlafen. Wache aber trotzdem zwischen 01:00 und 03:00 Uhr auf.

Meine Füsse stellen sich quer. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich kann bald vorwärts seitwärts laufen. Ich dystonier so vor mich hin. Mein rechtes Fussgewölbe steht seit neuestem immer mehr in die Höhe. Also es wölbt sich mehr. Sieht aus wie die alte Aischbrücke. Mal schauen, was das noch gibt. Über sieben Brücken musst du gehn...

Ui schön! Am Samstag bin ich zweimal auf Comics von der Glaa angesprochen worden. Freu :))))
Frau No2 strahlte über's ganze Gesicht und hat mich gefragt: "Gibt's wieder neue Comics?"
Ich hab dann auch gestrahlt und: "Ja." gesagt.
Und am nachmittag gleich zwei neue Comics gezeichnet.

Einen neuen Comic gibt es heut auch. Von der Fachwerkausstellung im Höchstadter Stadtmuseum. Viel Spass!

Dienstag: Habt Ihr Euch auch schon was gewünscht und es ist dann passiert? Mir passiert das öfter. Ich hab mir immer Geduld gewünscht. Und jetzt lern ich das mit dem Schmerzsyndrom. Der liebe Gott scheint schon einen sehr schrägen Sinn für Humor zu haben.

Hab den neuen Fitzek - Der Insasse in der Buchhandlung gesehen und auch gleich die ersten Kapitel gelesen. Den wollt ich unbedingt lesen und hab schon überlegt, ob ich ihn kaufe. Gebraucht. Aber heut is was cooles passiert! In der Bücherei lag er bei den Neuzugängen. Und ich hab ihn als allererste ausgeliehen!

Die Bücherfrau bei der Ausleihe:"Den können Sie aber nicht verlängern."
Ich glaub ned, dass es des braucht ;-)
Da brauch ich ka 4 Wochen. Den les ich in 4 Stunden ;-)

Hab heut 6 Bücher abgegeben und gemeint, dass ich heut nicht mehr soviel mitnehmen will.
Es sind dann 8 geworden.
Worauf die Abgabedame zur Ausleihdame schmunzelnd gemeint hat:"Eigentlich wollt sie heut weniger mitnehmen."

Und meinen Gehörschutz hab ich jetzt auch. Die hab ich mir wegen meiner Hyperakkusis machen lassen. Die sind aus medizinischen Silikon hat der Hörakkustiker gesagt. Sehen ein bisschen aus wie seltsam geformte Gummibärchen und fühlen sich auch so an. Heut hab ich ihm ein paar Comics mitgebracht. Damit er weiss, worauf er sich nächstes Jahr beim Gesundheitsjahr gefasst machen muss. Ich darf ja bei ihm ein paar Schmerzcomimcs ausstellen.

Es ist schön wenn man zugucken kann, wenn jemand einen Comic liest und wie dann langsam ein Schmunzeln auf dem Gesicht erscheint. Siggsdes die aan stecken sich des Silikon in den Busen, die andern in die Ohren.

Donnerstag: Gestern war ich im Siemens Med Museum. Das ist kostenlos. Man bekommt ein Tablet mit Hilfe dessen man sich über QR-Codes Infos abrufen kann. Dann gibt's noch zwei Medienwände auf denen man herum-touchen kann und jede Menge Hör - und Lesestationen. Da das Halten des Tablets in meinen Händen schmerzt bzw. ich es auch nicht lange halten konnte, hab ich es immer zwischendurch abgelegt. Das lange Stehen und Herumlaufen ist für meine Dystonie-Füsse auch nimmer das wahre.

Wüßtet Ihr, dass die Gebrüder Siemens das erste TENS-Gerät entwickelt haben? Friedrich von Siemens hatte so grosse Zahnschmerzen, dass Werner sich was einfallen liess und seine Schmerzen mit einem Gerät mit Strom behandelt hat. Da war der Strom aber noch nicht regelbar. Das war sehr unangenehm. Er war dann aber schmerzfrei. Eine Zeit lang. Das Gerät wurde dann noch verfeinert mit Regler und wurde so zum Verkaufshit. Voltinduktor hiess es.

Der erste Zahnarztbohrer war mit Motor ausgestattet und hatte als Nebenwirkung , dass sowohl Patient als auch Zahnarzt gelegentlich einen elektrischen Schlag abbekamen. Da durfte der Arzt noch mit dem Patienten mitleiden. Der Tüftler hat dann den Motor noch besser isoliert, damit das ausblieb.

Wußtet Ihr, dass Siemens auch Hörgeräte gemacht hat? Die basieren auf demselben Prinzip wie das Telefon. Weil man festgestellt hatte, dass Schwerhörige am Telefon besser hören als ohne. Die Gebrüder Bell, die Erfinder des Telefons hatten übrigens auch mit Schwerhörigkeit zu kämpfen, aber den Fortschritt der Hörgeräte haben sie trotzdem nicht unterstützt. Der eine meinte, dass ihn seine Schwerhörigkeit beim Denken fördert. Siggsdes! Alles eine Frage der Sichtweise.

Es gab sogar mal Hörbrillen! Da war das Hörgerät im Brillenbügel integriert. Das hat sich aber nicht durchgesetzt.

Durchsetzen konnte sich dagegen der Herzschrittmacher. Der Erfinder hat damals übrigens nicht daran geglaubt. Der erste wurde in Schweden implantiert. Eine schwedische Frau, die davon genervt war ihren Mann 30 mal am Tag wiederzubeleben, weil er 30 mal am Tag einen Herzstillstand hatte, nervte die Erfinder solange, bis ihr Mann als erster einen Schrittmacher eingesetzt bekam. Der erste hielt bloss ein paar Stunden. Wurde dann durch einen zweiten ersetzt, der dann mehrere Wochen funktionierte. Die Stromversorgung war vorher immer das größte Problem. Die war oft extern und diese Leitung entzündete sich oft. Anfangs waren die Geräte noch Kühlschrankgross. Dann wurden sie kleiner und das Infektionsrisiko schaltete man dann aus, indem man auch die Stromversorgung mit implantierte.

Die Geburt des Herzultraschalls kam, als einem Arzt zusammen mit einem Techniker die Idee kam, ob man da nicht mit Sonar arbeiten könnte. Ultraschall wurde beim Schiffbau eingesetzt, um Schwachstellen an den Schweissnähten und Schiffsrümpfen zu erkennen. Der Tüftler ist dort einfach hin und hat das Ding an seine Brust gehalten und konnte sein Herz schlagen sehen. Das Schiffsgerät hat sich allerdings dann als nicht ganz tauglich erwiesen und wurde dann noch auf den Menschen angepasst.

Viele der damaligen Erfinder hatten keine technische Ausbildung. Sie waren einfach Tüftler und neugierig. Lag auch daran, dass man damals noch für eine Ausbildung Lehrgeld zahlen musste als heute welches zu bekommen. Und viele konnten sich das einfach nicht leisten.
Wenn schon immer zündende Ideen von Quereinsteigern kamen, warum macht man es ihnen heute in der Wirtschaft so schwer? Die Menschen sollen immer flexibler werden, und die Arbeitgeber werden immer starrer. Des bassd doch ned zamm.

Röntgenstrahlen wurden nach ihrer Entdeckung gefeiert und als Allheilmittel eingesetzt. Bis man die negativen Folgen erkannte. Viele Röntgenärzte, Fotografen (die kannten sich ja mit Bildern aus und wurden dort eingesetzt) und Röntgenschwestern starben an den Strahlungsfolgen.

Es gibt einen Film: X-Ray , in dem es bewegte Röntgenbilder gibt. Da sieht man eine Frau, die sich schminkt (genauer ihr Skelett) und einen Musiker... Das sieht ziemlich lustig aus.

Es gibt auch eine Röntgenbilder-Collage. Ein Skelett aus vielen einzelnen Röntgenbildern von verschiedenen Personen. Kunst am Bau sozusagen. Da sieht man dann die menschliche Skelettbauweise.

Man sieht dort auch alte Röntgen, CTs, Ultraschall und MRT-Geräte.

Es gibt auch Infos zu automatischen Laboruntersuchungen und Co.
Insgesamt hab ich fast zwei Stunden dort verbracht. Wenn man alles liest, anhört und den QR-Code überall anguckt, dann ist es auch technisch ganz interessant.

Das öffentlichen Klo am Hugenottenplatz hat jemand mit dem Satz beschmiert: Liebe für alle.
Aber doch ned auf dem Klo!

Der Weihnachtsmarkt hat auch schon offen. Dem Bratwurstduft kann ich nicht widerstehen. Und gebrannte Erdnüsse als Nachspeise müssen auch sein.

Dann kauf ich noch Idefix-Socken beim C und A. Und finde ein neues Autismus-Buch im Thalia.
Judith Newman - Hey Siri, willst du mich heiraten?: Die ungewöhnliche Freundschaft zwischen meinem autistischen Sohn und seinem Handy

Da haben sie auch wieder die Absperrung mit "Kasseneingang" und "Kassenausgang" aufgestellt. Diesmal standen die Leute richtig. Nicht falsch rum wie letztes Jahr. Find ich schon etwas peinlich für Leute in einem Buchladen, wenn sie ned lesen können.

Einer Bettlerin schenke ich einen Apfel weil sie mir leidtut. Sie sieht hungrig aus. Alle andern Leute laufen an ihr vorbei und beachten sie nicht. Ich weiss ja, dass das Bettlerbanden sind und wenn man ihnen Geld gibt, landet es ganz woanders. Deswegen geb ich lieber "Hardware". Sie hat gelächelt und sich gefreut und bedankt.

Passend dazu hab ich in der Buchhandlung Rupprecht ein Buch mit dem Titel gesehen: "Wir können nicht allen helfen?"
Gegenfrage: Warum denn nicht?!?

Einen Comic hab ich heute auch wieder für Euch. Viel Spass!

 
Die Glaa aus ERH - Die Fachwerkausstellung Sandra Jaeger 2018
Die Glaa aus ERH - Der Wunsch Sandra Jaeger 2018
01.12. bis 07.12. Neues aus der Hobby-Schmerzforschung

Sonntag:
Schmerzforschung und einige Aha-Erlebnisse.
Das Wetter verstärkt mein Schmerzsyndrom. Mein inneres Trafohäuschen die Unruhe wird durch das schlechte Wetter verstärkt. Die sogenannte Wetterfühligkeit. Die Muskeln bauen ab. Tut ganz schön weh. Druck hilft gegen die Schmerzen. D.h. ich drücke gegen die schmerzenden Gliedmassen und dann läßt der Schmerz nach. Denn der Schmerz ist ja nicht die Ursache sondern nur ein Symptom. Die Ursache ist ein überschiessendes Nervensystem. Bei Nervenschmerzen hilft ja auch dagegen zu drücken.

Reize nehme ich viel intensiver wahr. z.B. spüre (Vibration) und höre ich vom 1. Stock aus, wenn die Waschmaschine im Keller ausgeschleudert hat. Das ist ganz schön praktisch, weil ich dann nicht umsonst in den Keller renne, wenn die Wäsche noch gar nicht fertig ist.

Andererseits spüre und höre ich im Büro auf Arbeit aber auch das MRT 3 Stockwerke unter uns. Das Gebrumme macht mich schier wahnsinnig! Und die Vibrationen spüre ich im Bauch. Das ist ziemlich unangenehm. Dabei kann ich mich nur schlecht konzentrieren. Kennt Ihr die Fernsehserie Die bionische Frau. Die konnte ähnliche Dinge. Allerdings war sie operativ optimiert worden. Bei mir ist das in der Grundausstattung inbegriffen.

Ich schlafe deswegen in komischen Stellungen, mal die Hand unterm Kopf oder auf dem Ellbogen. Die Beine gerne auch ineinender verknäuelt. Denn nur so konnte ich heute nacht überhaupt schlafen.

Ich denke das ist wie bei Autismus und ADHS, das Hirn kommt mit den Reizen, den Schmerz ist ja auch nur ein Reiz nicht mehr klar. Es ist zuviel. Auch Temple Grandin (Autistin) hat z.B. eine Körperdruckmaschine gebaut, die ihr Nervensystem beruhigt. Zahlreiche Testpersonen ohne Autismus haben es auch mal ausprobiert und bestätigen den beruhigenden Effekt.

Und dass der Cortisolspiegel dabei auch eine Rolle spielt, weil man Reize intensiver wahrnimmt, je niedrieger der ist, ist ja logisch. Langfristiger Stress und nichts anderes ist eine chronische Schmerzerkrankung für den Körper kann der Organismus auf Dauer nämlich nicht aushalten. Deshalb sagt die Nebenniere irgendwann: Rutsch mir doch den Buckel runter und produziert nicht mehr genug Cortisol. Ist ja logisch. Sie kann einfach nimmer, wenn sie das auf Dauer machen muss! Ihr könnt ja auch nicht ständig im Dauerlauf herumrennen. Obwohl das auch wieder für den Stressabbau gut ist. Aber halt im richtigen Maß. Man kann ja auch an zuviel Wasser trinken sterben. Dann kommen nämlich die Elektrolyte durcheinander. Und das ist auch ned grad des gsündeste.

Wahrscheinlich ist es so, dass bei vielen Krankheiten die Lösungen schon vorhanden sind in den einzelnen medizinischen Fachrichtungen. Jetzt muss "nur" noch dieses Wissen aus den unterschiedlichen Fachbereichen miteinander verknüpft werden. Es scheint mir leider so, dass sich die Fachbereiche zu arg voneinander abgrenzen. Und sogar bekämpfen. Das ist sehr schade und bedauernswert. Ich fände es ja schon mal einen Fortschritt, wenn die unterschiedlichen Ärzte bei denen man ist, miteinander reden würden. Nie war es so einfach wie heute. Telefon oder skype, Videokonferenzen machen es doch möglich. Bis vor kurzem dachte ich noch, es liegt daran, dass das nicht abrechenbar wäre.

Ich denke wenn man Möglichkeiten findet das Nervensystem zu beruhigen, kann man sowohl Autisten als auch chronisch Schmerzkranken und vielleicht sogar Immunerkrankten oder auch Depressiven besser helfen. Denn auch da vermute ich dieselbe Ursache. Zumindest wäre es ja mal einen Versuch wert in die Richtung zu forschen. Und vielleicht hilft ja auch das, was dem einen hilft, dem andern auch. Bei Neuroleptika und Antidepressiva hat man ja auch eher zufällig herausgefunden, dass sie auch bei Schmerzerkrankungen helfen. Vielleicht ist das ja nicht die einzige Gemeinsamkeit dieser Erkrankungen...

Ich habe jetzt schon zahlreiche Ärzte angeschrieben, aber keine Antwort bekommen. Das finde ich schade. Wahrscheinlich halten sie mich für einen Spinner. Dann wär ich ja in guter Gesellschaft. Ich denke die Schmerzforschung könnte von der Autismusforschung viel lernen. Denn Autisten haben viele Verhaltensweisen genau um ihr Nervensystem zu beruhigen. Dieses Verhalten wird oft nur nicht richtig gedeutet. Und genutzt schon gleich gar nicht.

Ich glaube auch, dass CRPS nur eine hypersensitive Variante einer chronischen Schmerzerkrankung ist. Eine höhere Reizfilteroffenheit könnte die Ursache des intensivieren Verlaufs sein. Denn Schmerz ist ja nichts anderes als ein Reiz. Wenn ein Mensch schon von Haus aus Reizoffener ist, dann dürfte auch ein lang anhaltender Schmerzreiz einen intensiveren Effekt auf das Gehirn haben, das ja bereits mit den vorher bestehenden Reizen schon am Limit ist.

Vergleichbar, wenn der Virenschoner (Setzen wir das mal einem Reiz gleich) auf Eurem Rechner die ganze Zeit am Limit läuft. Dann läuft der Rechner ja auch langsamer. Er hat einfach keine Ressourcen mehr für andere Dinge zur Verfügung. Erst wenn der Reiz (das Programm) nicht mehr da ist, funktioniert der PC wieder. Ist ja auch logisch.

Wußtet Ihr, dass ein 14-jähriger das erste Röntgengerät gebaut hat? Ich glaube heute hätte er keine Chance damit. Vielleicht versuch ich es mal bei einem Schmerzforscher, wenn ich denn einen finde, der mir mal zuhört.
Und Dr. Semmelweiss der Vorreiter der Krankenhaushygiene (bei der Entbindung starben viele Frauen und Kinder, weil sich die Ärzte und Schwestern nicht die Hände wuschen) ist in der Psychiatrie gestorben. Des is ja a ned grad des gsündeste. Er hatte recht. Es hat ihm nur nichts genützt. Es hat ihm keiner geglaubt. Zumindest nicht zu seinen Lebzeiten.

Und Florence Nightingale hat ja auch nur durch Zufall herausgefunden, dass Sonnenlicht gegen Gelbsucht bei Babies hilft. Weil ihr die Würmchen denen man damals noch menschliche Wärme und Geborgenheit vorenthielt (dieses Vorurteil hat sich in der Medizin sehr lange hartnäckig gehalten, dass nur steril das einzig wahre ist. Inzwischen ist man schlauer.), leid taten. Sie nahm sie mit an die frische Luft und siehe da, wo Sonne hinkam, war es weg.

Auf der Station einer Krankenschwester, die Früchen zuerst mit Liebe und Zuneigung behandelte, entwickelten sich die Babies viel besser. Jetzt darf man Kangarooing machen. Dank einer Krankenschwester, die auf ihren Instinkt gesetzt hat.

Schon deshalb finde ich die Lösung Pflegeroboter einzusetzen etwas seltsam. Ist das nicht ein Rückschritt? Menschen brauchen doch Menschen. Wir sind soziale Wesen. Wir brauchen menschliche Wärme und Zuneigung. Ein Gespräch kann heilsam sein. Darauf beruht ja die ganze Psychotherapie. Auch die Telefonseelsorge. Oder das Barkeepertum. Da ich Alkohol nicht vertrage, tut es bei mir die Bäckereiverkäuferin. Die hat auch sehr viel Menschenkenntnis. Das stimuliert nämlich auch den Vagusnerv und sorgt so für Entspannung und Wohlbefinden. Und Entspannung wirkt ja wieder dem Stress entgegen. Fühlt man sich einem Pflegeroboter nicht eher ausgeliefert? Ausgeliefertsein erzeugt wiederum Stress. Das wär dann nicht so gut. Hmm... Schon heute ist man im Krankenhaus ausgeliefert. z.B. wenn man zum OP geschoben wird. Habe neulich eine schöne Geschichte gelesen. Ein Patient (Clown von Beruf) wollte das Spielchen nicht mitmachen. Zumindest wollte er es zu seinen Bedingungen machen. Er hat sich eine Krone von einem Fastfood-Restaurant vor dem OP-Termin besorgt und eine Zeitschrift. Die Zeitschrift hat er dann zusammengerollt. Sobald er zum OP geschoben wurde, hat er sich aufgesetzt, die Krone auf den Kopf, eine Clownsnase aufgesetzt und die Zeitschrift als Zepter in der Hand. Es hat für viel Heiterkeit gesorgt. Und er fühlte sich nicht mehr ausgeliefert. So kann man dem Stress auch ein Schnippchen schlagen. Humor ist doch das beste Gegenmittel.

Sodalein und heut gibt's auch einen neuen Comic. Der sieht etwas "pulverisiert" aus. Weil mir der Resttonerbehälter explodiert ist. Sein Inhalt hat sich über einige Zeichnungen ergossen. Des is ja ned grad des gsündeste. Mit einem Staubsauger hab ich dann das gröbste weggemacht. Und in der Küche ist er mir dann aus der Hand gefallen und das Pulver hat sich dort auch noch verteilt. Sellerie.

Ein paar lustige Sprüche hab ich auch auf ein paar Postkarten gelesen. Ich glaube ja wirklich, dass die Philsophen von heute in der Spruchkartenindustrie arbeiten.

Ich komme aus Ironien. Das liegt am sarkastischen Meer.
Ich krieche Menschen nicht in den Hintern, weil ich Angst vor dem Dunkeln habe.

In diesem Sinne ein schönes Wochenende! Euer Hobbyschmerzforscher.

Dienstag: Nachtrag vom Montag...
Mei Bushaltestellenbekanntschaft und ich stehen im Bushäusla. Nacheinender fahren drei Autos die Haltestelle an und spucken Schüler aus.
Ich:"Der Schülerlieferservice."
Mei Bekannte lacht.

Sie:"Also ich hab mein Wech in der Grundschul scho selber gfundn. Ich hätt des goar ned möng. Des is uncool."
Ich:"Ich hätt die Option goar ned ghabt und wenni sie ghabt hätt, dann hättis ned gwußt"

Des blaue Wunder kummd. Heut derf mer des 3.te Türla am Adventskalender aufmachen. Mir langt a Tür am Bus. Alle Tage wieder...

Es fängt wieder ärger zum regna o, wie mir eisteign.
Mei Haltestellenbekanntschaft:"Etz fängt des scho widder o zum regna!"
Ich:"Etz hocksd doch druggn." (Jetzt sitzt Du doch im Trockenen)

Wie mer o der Arztpraxis am Polizeikreisel vorbeifoahrn, geht dortn widder im 1. Stock as Licht o. Erleuchtung!

Zeit is relativ. Des hat scho der Einstein gsachd. Wenn dir die Zeit wurschd is, kannsd relativ entspannt auf Ärbert foahrn.

Mei Busnachbar schläft kaum, dasser eigstiegn is und wacht kurz bevor mir do sin, auf. Beneidenswert.

Heut simmer grad richtig am Bahnsteig. Mir sin ned grennt. A Zigaretten kanner nimmer rauchen.
Mei Busnachbar brummt:"Immer dieser Stress."

Ein gut gelaunter Schaffner verabschiedet sich überschwenglich.
"Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag, eine gute Weiterreise und einen guten Start in die neue Woche."
Mein Busnachbar brummt:"Und einen schönen Advent."
Ich muss schmunzeln.

Dienstag:
Der Schlot der ESTW leuchtet heut unten grün und oben blau.
Mein Busnachbar:"Heut beleuchten zwei Leute den Schlot."
Ich:"Und die hamm si ned entscheiden könna..."

Heimwärts an die Strassenbahnhaltestelle trau ich mich fast ned hi. Do stehn zwei Polizisten , a Rudel Fahrkartenkontrolleure und zwei Männer. Einen von den Männern filzt der Polizist.
Wie die Strassenbahn kummd saus ich schnell nei. Die Fahrkartenkontrolleure steign a ei. Und dann kontrollierns. Zwaamal. Naja, woar ja amol widder Zeit. Mei Ausweis schaut scho ganz abgegriffen aus. Schaua dud mer doch mit die Aang und ned mit die Händ.

Der VAG-Spruch des Tages ist heut:"Lache nie über die Dummheit der anderen. Sie ist Deine Chance."

An neue Comic habi heut a für Euch.

 
Die Glaa aus ERH - Der Trend Sandra Jaeger 2018
Die Glaa aus ERH - Warum Sandra Jaeger 2018
08.12. bis 14.12. Nikolausi

Samstag:
Ich war ab Mittwoch immer unterwegs. Deswegn gibt's die Restwoche erscht heut.
Mittwoch:
Wir laufen zum Zug Richtung Gleis 4. Oben auf Gleis 4 rattert ein Güterzug durch.
Mein Busnachbar brummt:"Den hammer verpasst."

Im Raucherquadrat zündet sich mei Busnachbar seine Zigarette an.
Da kommt ein junger Mann und nuschelt fast unverständlich:"Hamse mol a Zigarettn?"
Mei Busnachbar brummt:"Au. Das wird ein langer Tach. Die muss ich mir einteilen."
und läßt ihn abblitzen.

Als wir im Zug sitzen, frag ich ihn:"Hast du heut wirlich einen langen Tag?"
Er schmunzelt und schweigt.

Wir stehen wieder ein bisschen in Fürth herum. Mit Verspätung trudel ich deswegen auf Arbeit ein. Dafür geh ich dann früher.

Donnerstag:
Der Zug hat heute ca. 35 Minuten Verspätung. Des sehn mir leider erst als wir oben am Gleis stehen. Denn die S-Bahn hat ebenfalls Verspätung, lungert aber auf dem Gleis gegenüber herum. Also rennen und humpeln wir zum Gegengleis. Vergeblich. Ich hab mi bal derennt. Grich die Füss nimmer so hoch wecher der Dystoniererei und bleib an den Sehbeeinträchtigungssteinen hängen. Bei mir woarn des eher Gehbehinderungssteine. Hab mi grod nu derfangt. Ich brauch so schnell kann Wecheunfall mehr. Ich hab scho genuch Spass mit Ärzten, Krankenhäusern und Versicherungen. Die S-Bahn steht da dann zwar noch einige Minuten rum, aber die Türen bleiben zu.

Also trott ich zum 30iger. Do treff ich nu an Mo vom Zug. Die gestrandeten. Die gibt's ned bloss auf Inseln, sondern a im öffentlichen Nahverkehr. Mit dem steh ich dann erstmal 20 Minuten an der Haltestell herum, weil der 30iger uns a grod vor der Nasen wechgfoarn is. Etz hammer alle Zeit der Welt.

Hammwärtsi: Der Werbespruch des Handwerks auf der Strassenbahn gefällt mir.
Do steht:"Wir fragen nicht, wo sie herkommen. Uns interessiert wo Sie hinwollen."
Die Bahn hat des heut ned gross interessiert.

Im 203E Bus heimwärts auf dem Laufband am Monitor habi glesen dass ab 09.12. der neue Fahrplan gilt. Mir solln schaua, ob sie was gändert hod. Alle Jahre wieder... Ich versteh des ned, dass mer die Zeiten immer ändern muss. Ich muss doch a jeden Tag um die gleiche Zeit auf Ärbert sei. Ich variier des doch a ned jeds Joahr im Dezember neu.

Ich hab an Brief am Mittwoch grichd. Die Zonen in Fürth ändern sich. Ich weiss nicht, was soll es bedeuten.. ich werd aus dem Brief ned schlau. Ich hab a Jahresabo bei der Bahn. Die waas anscheinend ned welche Zonen ich hab. Schee wär ja gwesen, wenn die bei aaner Änderung automatisch die Korrekturen der Zonen als Karten an die Aboler schicken däden. Stattdessen steht im Brief ich soll bei einer Stelle im Landratsamt Fürth orufn. Die sogn Dir dann, ob sich was für Dich ändert. Und wenn ja, dann darfst Du selber a nu beim Abocenter orufn und dena die Änderung mitteilen.

Also ruf ich kaum, dassi am Donnerstag dahamm bin, in Fürth an. Es ertönt ohne jede Ansage sofort nervige Warteschleifenmusik. Ich weiss ned amol, wo ich etz gelandet bin. Das Lied macht mich aggressiv. Das wird auch nach dem 15. mal und 25 Minuten ned besser. Do leg ich auf. Und probier es dann doch lieber beim Abocenter. Da bekomm ich dann in der Warteschleifenmusikzeit den Tipp doch auf die Website ins Kundenportal zu gehen. Und dass ich auserwählt wurde, an einer Umfrage zur Kundenzufriedenheit über die telefonische Beratung teilzunehmen. Etz habi nu kanner grichd... Ich bin leicht genervt...
Da meldet sich doch nach 6 Minuten eine weibliche Stimme mit symphatischem bayerischen Dialekt und läßt mich meinen Groll vergessen. Ich:"Juchu! Ein Mensch!"
Nachdem ich ihr mei Abonummer und mei Zonen genannt habe, erklärt sie mir, dass ich nix machen muss, weil sich für mich nix ändert. Juchu. Sie ist nett, lustig und fröhlich (ganz anders als der nervige Mensch am Vortag von meinem Telefonanbieter)
Des is schon dreist, wie Firmen ihre Dienstleistungen auf den Kunden auslagern. Vielleicht solltmer uns des amol bezahlen lassen. Das Telefonat mit der Abofrau war aber schee. Des hat mich wieder versöhnt.

Die Anrufe von meim Telefonanbieter wern a immer seltsamer. Die wolln an immer was verkaafen. Aber ich brauch nix.
Neulich er:"Wir haben jetzt eine viel schnellere Leitung."
Ich:"Die brauch ich ned. Wo ich sie aber scho dran hab: die Leitung is seit letztem Dezember langsamer woarn."
Er:"Das liegt daran, dass die Leitungsgeschwindigkeit auf alle Kunden des Tarifs aufteilt. Deswegen wechseln ja viele zum schnelleren Tarif. Wollen Sie nicht auch wechseln?"
Ich:"Na. Wenn die andern alla wechseln, dann kannis ja derwarten bis sie widder schneller wird."

Mein Tipp: einfach sagn:"Ich bin wunschlos glücklich." Dann wissens nämlich nimmer, was sie drauf sagn solln. Des hilft übrigens a bei die Zeugen Jehovas.

Freitag:
Do is der Zug amol ausnahmsweis widder pünktlich kumma, gfoahrn und okumma. Dassi des die Woch nu erlebn derf!

Bürogschmarri.
A Kollege kummd rei während zwei andere Kollegen sich scho bei uns unterhalten.
Der eine:"Der x. malt a Diagramm dazu."
Kollege zwinkert mir zu:"Malen kann doch die Sandra."

Neulich war es mal sehr still bei uns im Büro.
Mein Kollege:"Do herin is aber a komische Stimmung."
Ich:"Is doch schee still."
Er:"Des is keine Stille. Des is Schweigen."
Ich hab ned gwissd, dass do an Unterschied gibt.

Woar dann nu auf der Weihnachtsfeier der Selbsthilfegruppe. Schee woar's. Der Nikolaus is kumma, mir hamm gsunga und gwichtelt mit Armbrustschiessen (des woar lustig) - und nach zahlreichen Versuchen habi dann direkt in die Mitten troffen - und es hat Wienerle gebm.
Mei Nachbarin is schneller mit Ihr Wienerle fertig wie ich.
Ich:"Mei bist du schnell."
Sie:"Dafür liest du schneller wie ich."

Sie hat dahamm a Kamera installiert, damit sie über's Handy gucken kann, ob ihr Hund was dahamm ostellt.
Sie:"Wenni ned dahamm bin, dann schläft er bloss. Wenni dahamm bin, dann stellt er dauernd was o."
Ich:"Dann musst mehra fort geh."

Samstag:
Ich woar heit im Städtla. Im Fenster vom Outdoorladen seh ich eine Schneeflockenmütze mit Bommel.
Ich geh in den Laden und frag, ob ich sie mal aufprobieren darf. Darf ich.
Verkäufer will mir versichern, dass die jedem passt:"Des is a Einheitsgrößen."
Ich:"Ich hab aber kann Einheitskopf."
Die hat bassd. Die habi glei mitgnumma.

Die Ohrstöpsel vom Hörakkustiker sin fei prima! Wenn ich die nei du, dann bini total entspannt. Des is sogoar meiner Ergo aufgfalln. Weil es die Reize dämpft. Und des hilft gecher mei Schmerzen! Ich bin a ned so fertig, wenni dann dahamm bin. Mei is des schee! As Licht habi a auf Ärbert nu dimmd. Des hilft a. Ich hab ja scho immer zu die Psychologen in der Schmerztherapie gsachd, dass ich was praktisches brauch. Aber des hams ned verstanden. Die verstehn fei vill ned. Vielleicht welln sie's a bloss ned versteh.

Vielleicht geh ich morgn a weng auf'n Weihnachtsmarkt in Höchstadt. Wenn's ned die ganze Zeit renga dud. Ich wollt ned hieschwimma.

An Comic habi a nu für Euch. A scheens Wochenend!

 
Die Glaa aus ERH - Geraeuschvoll Sandra Jaeger 2018
15.12. bis 21.12. Gedankenspiele

Sonntag:
In der letzten Woche habe ich gelernt, dass Menschen Systeme und Vorschriften gemeinsam zugunsten der Menschlichkeit überwinden können. Also, dass Menschen über ihren Schatten springen können. Das war eine sehr schöne Erfahrung.
Da hätt ich gern mehr davon.

Von meiner Physio hab ich zum Nikolaus ein Schokorentier von der Bäckerei Baier bekommen. Da hab ich mich sehr gefreut.

Letzte Woche hatte ich einen neuen CRPS-Schub. Das war nicht so schön. Ich hab jetzt Krücken. Da ich keine Kraft in den Händen habe, hab ich Achselstützkrücken gebraucht.

Im Wartezimmer saß auch unsere ältere Nachbarin. Ihr gefallen meine Comics.
Da kam eine Frau mit weissem Kurzhaarschnitt und schwarzer Brille zur Tür herein.
Meine Nachbarin:"Oh. Heino."
Dann hat sie mir noch erzählt, dass Heino jetzt in Rente gehen will.
Das haben schon viele Künstler gesagt und es dann doch nicht gemacht.

War lustig im Orthopädiegeschäft. Da hatten sie nur noch welche aus Holz da. Die waren mir aber viel zu hoch.
Die Orthopädie-Frau zum Orthopädie-Mann :"Kannst Du die bitte nach unten verstellen? Ich weiss nicht wie das geht."
Drauf kam er und guckte etwas verwirrt:"Was willste denn da verstellen? Die sind doch schon ganz unten."

Dann hat sie mir welche aus Alu bestellt. In rot und blau. Des putzt die Sau. Sachd mer bei uns. Am Donnerstag konnt ich sie abholen. Und jetzt üb ich. Meine Physio hat mir noch kurz erklärt, wie ich es richtig machen muss. Es geht jetzt schon ganz gut.
Busfahren find ich noch schwierig. Weil der Gang so eng ist. Und es auch meistens hoch zum Bus reingeht. Und raus auch. Und wenn er anfährt, wenn man noch nicht sitzt, hab ich ja auch keine 3.te Hand zum Festhalten. Das ist auch etwas ungünstig. Die Krücken dann neben dem Sitz zu verstauen, ist auch nicht ohne. Mal gucken, ob ich da noch besser werde.

Dabei fällt einem dann auf, dass die Gehsteige ganz schön krumm sind. Dauernd bleib ich mit der einen Krücke hängen und komm aus dem Tritt. A ned grod as gsündeste.

Die Leut reagiern auch anders. Vorher hat man die Behinderung ja nicht gesehen. Jetzt sieht man es. Die einen gucken total erschrocken. Dabei bin ich froh, dass das mit den Krücken so schnell geklappt hat. Andere gucken weg. Gestern hab ich fröhlich 8 Leute im Städtchen gegrüßt. Nur zwei haben zurückgegrüßt. Einer hat recht gebrummt. Vielleicht liegt es auch am Wetter. Es schneit grad.

An der Theke im Supermarkt war am Freitag auch die Hölle los. Da muss man eine Nummer ziehen. Hab ich auch gemacht. Die 9. Dann haben sie von 6 auf die 9 gedrückt, aber die 7 und 8 bedient und die Nummer 9 gar nimmer aufgerufen, sondern gleich die 10. Das war mir dann zuviel. Ausserdem fuhr dann mein Bus. Also hab ich halt nix gekauft. So hab ich Geld gespart. Auch schön. So wichtig war mir das dann auch nicht. Da wollt ich lieber heim. Man muss immer Prioritäten setzen.

Die Bücherei ist auch nicht wirklich behindertengerecht. Zwar gibt es dort einen Aufzug, aber dann kommen zwei schwere Türen, die nach aussen aufgehen. Türen, die nach innen aufgehen, kann ich mit dem Hintern voraus (also rückwärts laufend) öffnen. Das geht. Andersherum ist es schwierig. Rauswärts haben sie mir die Türen aber aufgehalten. Das war sehr nett.

Ich hab nachgedacht. Das Gedächtnis (die neuronalen Verknüpfungen im Hirn) bildet sich ja aus all unseren Erfahrungen aus. Das Schmerzgedächtnis heisst es aber erst wenn ein akuter Schmerz zu lange besteht. Gleichzeitig hat man inzwischen herausgefunden, dass unser Hirn zwischen psychischen Schmerz und physischen Schmerz keinen Unterschied macht. Da läuft im Hirn dasselbe Programm ab. Deshalb wirken auch Schmerzmittel bei psychischem Schmerz. Wird aber nicht empfohlen.

Wenn alle Gedächtnisinhalte im Laufe eines Lebens entstehen, warum soll es dann ausgerechnet beim Schmerzgedächtnis anders sein?
Ich glaub viel mehr, dass jeder ein Schmerzgedächtnis hat, das durch Trauer, Enttäuschung, schlechte Erfahrungen geprägt wird. Bei der Schmerzchronifizierung wird dann lediglich der Link falsch gesetzt. Da verknüpft sich dann der physische Schmerz irrtümlich mit dem schon vorhandenen Schmerzgedächtnis. Wie ein Symlink bei Linux.

Dann hätte man zwei Möglichkeiten das Schmerzgedächtnis umzubauen. Erstens den Link zu löschen oder wenigstens umzusetzen. Wenn man Schmerz z.B. mit einer schönen Erfahrung verbinden könnte. Ich habe in den letzten 5 Jahren ja auch viel gelernt. Also wenn man das positiv sieht.

Zweitens den Speicherinhalt (die Schmerzgedächtnisinhalte), auf den der Symlink zeigt, zu überschreiben. So hat man ja auch aus der Trauer , Enttäuschung in der Vergangenheit viel gelernt. Es hat unsere Persönlichkeit ausgebildet. z.B. dass man zäh ist. Neugierig. Stur. Unabhängig. Alles hat zwei Seiten. Reframing nennt sich das in der Psychologie. Das heisst wir gucken uns das, was uns weh tut einfach mal aus einer anderen Perspektive an. Wo wären wir, wenn uns das nicht alles passsiert wäre? Wäre ich dann überhaupt noch ich? Welche Stärken habe ich und sind die nicht aus diesen Krisen entstanden? Ich denke: Ja. Ich glaube sogar,dass ich in Krisen immer am meisten gewachsen bin. Also nicht in cm. Nachmessen funktioniert also nicht. Rückblickend waren und sind das immer die spannendsten Zeiten im Leben. Dann kann ich ja mal sehr gespannt sein wie das CRPS-Projekt weitergeht und was und wen ich noch alles kennenlernen werde.

Ich probier es aus. Schaden kann es ja nix.
Den Symlink zu löschen kann man übrigens auch mit Spiegeltherapie oder Spiegeltherapiekarten versuchen. Das mach ich auch.

Mein diesjähriges Weihnachtsmuster hab ich auch veröffentlicht. Das hab ich 2016 noch selber stricken können. Ich hoffe, das geht irgendwann mal wieder. Denn Krallenhände mögen das nicht so gern.
Es ist eine Hundeparade-Mütze im Norwegerstil. Mit einem Norwegerstern mit Pfoten auf der Mützenspitze. Es kommt richtig gut an.
Freu!!

Neulich auf dem Weg zur Physio widder amol den Fluchtlichtstorch gseng. Und des habter etz davo ;-)
Vill Spass!

Montag: Auf der Anzeige steht: RE ca. 10 Minuten Verspätung. Zwei Minuten später hat er nur noch ca. 5 Minuten Verspätung. Gekommen ist er dann mit 8 Minuten Verspätung.
Statt Doppelstock-Waggons nur einfache heute. Den 1. Stock hams vergessen. Dafür hab ich heut zwaa dabei. ;-)

Lustig. Wie ich in Nürnberg die Bahnsteigtreppen mit die Krückn nunterwackel, teil ich hinter mir die Menschenmenge wie Moses das rote Meer.

Bürogschmarri.
Ich:"Mei Mama hat gsachd, wenn's glatt wird, blebsd dahamm mit dei Krückn. Da hab ich drauf gsachd: ich kann doch ned an ganzen Winter wecher die Kruckn dahamm bleibm."
Mei Kollegin:"Gibt's für Krücken Spikes?"

Dienstag: Heut hat der Zug ca. 5 Minuten Verspätung. Da kann ich mir beim Treppensteigen Zeit lassen.

Geht scho gut los heut. Die erste Rolltreppe in Nürnberg am Hauptbahnhof blinkt rot und tut nix mehr. Die zweite fährt ein Stück und ich steh dann mittendrin. Des habi dann aber mit die Krücken nu gmeistert.

Dafür hab ich mich dann heimwärts im Bus mit dem Rucksack und den Krücken so dermaßen eingewördelt, dass ich mich neben den Sitz gesetzt hab und dann strecksderlängs im Gang gleng bin. Samt Krücken. Wie ein gestrandeter Käfer. Des is fei a ned grod as gsündeste. Sunsd is abber fei nix bassierd.

Gestern abend guckmer Fernsehn. Die Landfrauen auf BR3. Es ist eine Sonderweihnachtsausgabe und die Landfrauen werden von Promintenten unter Anleitung eines Starkochs bekocht.
Koch:"Do kocht a jeder an Gang."
Ich:"Mir kochen ned auf'm Gang. Mir kochen in der Küch."

Lustigerweise hab ich gestern und heute je ein Kochbuch als Weihnachtsgeschenk per Post bekommen. Ob des irgendwas zu bedeuten hat...?

An Comic gibt's heit a amol widder! Vill Spass!

Mittwoch: Hab meiner Haltestellenbekanntschaft ein Schokoladen-Weihnachtsgeschenk mitgebracht.
Sie freut sich riesig:"Oh! Danke! Etz habi gar nix für Dich."
Ich:"Du versüßt mir jeden Tag."
Da hadsi dann gstrahlt und glacht.

Bürogschmarri...
An der Tür zur Herrentoilette hängt ein handgeschriebener Zettel auf dem steht: "Ihr müßt den Papierspender behandeln wie eine Frau. !!! Zärtlich !!!"
Unten drunter hat einer gekritzelt: "Und auf dem Damenklo?"

Schokorentier
Norwegian Dog Beanie
Norwegian Dog Beanie
Die Glaa aus ERH - Der Superstorch Sandra Jaeger 2018
Die Glaa aus ERH - Die kaputte Geschwindigkeitsanzeige Sandra Jaeger 2018
22.12. bis 28.12. Frohe Weihnachten!

Sonntag:
Sodalein. Ich hab was neues entdeckt. Ich möchte ja weiter Reize dämpfen, um mein CRPS in den Griff zu bekommen. Den IRLEN-Filter. Das ist eine visuelle Wahrnehmungsstörung, die wohl viele AD(H)Sler und Autisten, aber auch andere Menschen mit neurologischen Erkrankungen (Schlaganfall, MS, CRPS ...) haben. Auf der Seite gibt es auch einen Test. Da könnt Ihr gucken, ob Ihr auch betroffen seid.

Ich wünsch Euch noch ein schönes Wochenende und ein wunderschönes Weihnachtsfest!

Einen Comic hab ich heut auch noch für Euch. Viel Spass!

Montag: Oh cool!
Ich hab schon ein paar wunderbare Weihnachtsgeschenke bekommen ;-)

Ich hab gestern ein Lesezeichenmuster gebastelt. Und meine Doppelstrickweltmeisterin und Teststrickerin hat es schon fertig. Dabei hab ich es ihr gestern erst geschickt.
Ich freu mich total!

Und der Minifahrerin und mit Urheberin des gestrigen Comics hab ich den Comic auch geschickt. Und sogar gestern noch diese Antwort bekommen.

"Einfach super Ihr Cartoon ! Danke !!!
Ich wünsche Ihnen Frohe Weihnachten und hoffe dass Rudolph in keinen Stau gerät ;)"


Und diesen wunderbaren Kommentar will ich Euch auch nicht vorenthalten. Über den hab ich mich am allermeisten gefreut ;-)

"du machst das immer sooo toll:-)
Deine Comics sind einfach der Brüller. Super toll und ich muss immer schmunzeln.
Ja eigentlich bist du ein Zauberer. Du zauberst einem damit ein Lächeln ins Herz/Gesicht..."

Dienstag: Im toonsup-Forum hat jemand den Rentier-Comic einen Kalauer genannt.
Ich kenn nur einen Kalauer und der sitzt im Bus jeden Werktag neben mir.

Neulich hat jemand zu mir gesagt, dass ich mich noch schneller anpassen und ändern soll. Selbst hält derjenige aber am althergebrachtem fest. Predigt auf der einen Seite, dass die Veränderungen immer schneller kommen, trägt aber selbst nicht dazu bei die Umgebungsbedingungen positiv mit-zu verändern. Das finde ich äußerst verwirrend.

Albert Einstein hat mal gesagt:
"Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten."

Ich wünsche mir zu Weihnachten und für das neue Jahr ein ausgeglichenes Gleichgewicht von Fördern UND Fordern! Von Geben und Nehmen. Denn ich gebe sehr gern. Und habe festgestellt, je mehr ich gebe, desto mehr bekomme ich auch zurück. Das ist sehr schön. Seltsamerweise macht mir das Geben viel mehr Freude als umgekehrt. Sogar immer einen ausgesprochen diebischen Spass. :)

Wie ein Bild wünsch ich mir also den richtigen Rahmen, um voll zur Geltung zu kommen. Ich arbeite daran. :)

Dann kann die Zukunft gerne kommen. :)
Nicht, dass wir das irgendwie aufhalten könnten ;-)
Denn ich möchte ja Neues lernen! Dabei brauche ich aber auch ein entsprechendes positives und wertschätzendes Umfeld. Und dann kommt der Spass bei der Arbeit von ganz allein. Denn es gibt nix schöneres als anderen zu helfen und dann im Gegenzug selbst Unterstützung zu bekommen. :)

Habt Ihr Euch mal in jüngster Zeit Stellenanzeigen durchgesehen? Ich glaub das ist wie bei den Pflanzen mit den heutigen beruflichen Spezialisten. Man möchte die schönsten Rosen, die am besten duften und am längsten halten. Pflanzt man die teuersten Rosenstöcke und kümmert man sich nicht weiter darum, dann gehen sie ein. Ich glaub, das ist bei den Menschen genauso.

Zumal ich mich ja in den letzten 5 Jahren auch ganz schön weiterentwickelt habe. Das tut ja jeder. Oder etwa nicht? An Herausforderungen wachsen und neue Perspektiven sehen. Ich bin neugieriger auf die Welt und auf die Menschen geworden. Und ich finde es spannend, wie oft Menschen sich missverstehen. Dass da oft Gefühle im Spiel sind, die zur Verwirrung beitragen und dass Sender und Empfänger auf zwei völlig unterschiedliche Kanäle eingestellt sind.

Ich lese grade Bücher über die Themen gewaltfreie Kommunikation (übersetzen würde ich das als: vorwurfsfreie und konstruktive Kommunikation) und emotionale Intelligenz. Das finde ich total spannend. Vielleicht waren am Turmbau zu Babel gar nicht Menschen aus unterschiedlichen Ländern beteiligt. Die sprachen wahrscheinlich alle dieselbe Sprache. Und haben sich trotzdem nicht verstanden, weil jeder aus einem anderen Kontext kam und auf einer anderen Welle gesendet bzw. empfangen hat. Das Gleichnis ist für mich deshalb so aktuell wie nie. Weil genau das im täglichen Leben (daheim und auf Arbeit) ständig passiert. Und das finde ich total spannend.

Ich hab mich nämlich schon immer gefragt, warum einzelne Menschen, die jeder für sich wunderbar und einzigartig sind, sich so schlecht verstehen und so schlecht zusammenarbeiten können. Jetzt habe ich die Erklärung gefunden.

An der Lösung kann jeder selbst arbeiten. Es wär doch einfach toll, klar, einfach, praktisch und unmissverständlich zu kommunizieren. Es wird sicher nie soweit kommen, dass es gar keine Missverständnisse mehr gibt, aber man kann sie ja aufklären und den anderen fragen, was er denn jetzt genau verstanden hat, wenn er aufgebracht, verwirrt, traurig, enttäuscht oder verärgert wirkt. Dazu muss man aber erst wieder seine und auch die Gefühle von anderen verstehen lernen. Und zu seinen eigenen Gefühlen und Bedürfnissen auch stehen und diese einfordern und auch klar äußern, wenn diese verletzt werden. Tut man dies nicht, und frisst seine Gefühle in sich rein, dann ist man nicht gut zu sich selbst. Das nennt man auch passiv-aggressiv. Und das macht krank. Auch nicht gerade einfach. Ich bin da nicht so gut drin. Arbeite aber daran.

Denn wenn ich es nicht verstehe, was passiert, dann kann ich ja nachfragen. Und das krieg selbst ich hin. Überlegt doch mal, was man an Zeit, Kraft und Energie mit klarer und einfacher Kommunikation (oder anders gesagt: wenn man sich besser verstehen würde) sparen könnte! Das wär doch toll! Da gibt es noch deutlich Verbesserungspotential. Cool!

Und nur der, der gut für sich selber sorgt (auch in Bezug auf seine Gefühle und eigenen Bedürfnisse), kann auch gut für andere sorgen. Denn verdrängte Gefühle machen krank.

Die Natur liefert das Beispiel. Auf einer Pferdekoppel brachte der Bauer im Sommer einen Eimer Wasser zu Stute und Fohlen. Wer glaubt Ihr, hat zuerst getrunken? Die Stute. Denn wenn sie nicht für sich selber sorgt, dann kann sie auch nicht für ihr Fohlen sorgen. Ist ja logisch. Wenn sie in der freien Wildbahn an ein Wasserloch käme und dort nur noch wenig Wasser ist, und sie läßt das Fohlen trinken , verzichtet aber selbst, dann stirbt sie. Und dann auch das Fohlen, weil es ohne die Mutter nicht überlebensfähig ist.

Ich bin sehr dankbar für die Erfahrungen, die ich in den vergangenen Jahren machen durfte und die unterschiedlichen, wunderbaren Menschen, die mir auf meinem Weg begegnet sind. Und hoffe, noch viel neues lernen und die Welt und mich selber und die Menschen noch besser verstehen zu können. Das wär fein.

Ich habe zu Weihnachten einen Weihnachtsgorilla von Schleich bekommen ;-). Nur echt mit Weihnachtsmütze, Christbaum und Geschenk und einer roten Schleife.
Das ist mit Abstand das coolste und lustigste Geschenk. Hier (etwas weiter oben rechts) ist ein Bildchen davon. Danke U.!

Eine meiner Teststrickerinnen ist grad in Grönland. Sie hat mir folgendes gemailt.

"Dein Eisbär Chart lieben alle hier i Nuuk. Ich habe ein Foto als Inspiration mit gesendet eine Inuit Mütze wäre toll."

Muss mal in mich und nach draussen gehen - mit Bewegung kann ich besser denken (das haben übrigens auch schon die Philosophen in ihren Wandelhallen so gehandhabt).
Das ist ein wunderschönes Geben und Nehmen. Das macht Spass!
Im Gegenzug darf ich gespannt sein, wie die neuen Teststricke aussehen werden. Dann ist jeder glücklich. Und das ist schön.

Einen Weihnachtscomic hat die Glaa aus ERH noch für Euch ;-)

Viel Spass und schöne Feiertage!

Donnerstag: Nachdem ich das Buch Heute singe ich mein Leben: Eine Autistin begreift sich und ihre Welt von Dawn Prince-Hughes gelesen habe, ergibt der Gorilla noch mehr Sinn. ;)

Das Aspergirl hat sich nämlich die menschliche nonverbale Sprache (Gestik und Mimik) über die Gestik und Mimik und das Verhalten von Gorillas erschlossen. Spannend!

Mir ist aufgefallen wie unterschiedlich Menschen Mitgefühl und Trost ausdrücken.
Ich bin ja jetzt mit Hanni & Nanni (meinen Achselstützkrücken) unterwegs. Begegne ich Menschen, die mich vom Sehen kennen, dann kommt meistens die Frage: "Was hast Du denn gemacht?"
Worauf ich inzwischen antworte:"Ich hab gar nix gemacht."
Und dann erklär ich ihnen, dass das eine neurologische Erkrankung ähnlich wie MS ist, bei der die Muskeln abbauen und zeige meine Hände. Da sieht man es ja. Und dass ich es jetzt auch an den Füssen habe.

Die Frau, die mir vorgestern begegnet ist, war dann sehr traurig. Das hab ich gespürt. Und hat meinen Arm berührt. Das fand ich sehr unangenehm. Ich hab es nicht so mit Berührungen, weil die sehr schmerzhaft für mich sind aufgrund der Allodynie.

Gestern bin ich einem Mann mit Hund begegnet. Seine Reaktion hat mir viel besser gefallen: "Ach Goddla, Madla."
Den Satz find ich schon vom Klang her sehr lustig. Er hat mich zum Schmunzeln gebracht und ich hab ihn auf dem Heimweg immer wieder wiederholt.

Bin letzte Woche im Bus unserem ehemaligen Nachbarn begegnet. Ich hätte ihn nicht erkannt. Ich hab's ned so mit Gesichtern. Und mit Namen auch nicht. Er hat seine Frau im Krankenhaus in Erlangen besucht.
Er:"Etz grichd die mit 75 nu an Blinddarm. Die hamm alla glacht."
An Blinddarm bekommt man doch ned. Den had mer doch scho. Und dann dun si ner naus.

Freitag: Lustig. Der Hechtsprung (eine Strasse im Neubaugebiet) ist nur einen Katzensprung von uns entfernt. Eine Hupferei is des.

Harari und Precht sind beide der Meinung, dass in nicht allzu ferner Zeit Maschinen und Künstliche Intelligenz massiv Arbeitsplätze vernichten. Es werden zwar neue entstehen, aber wird jeder dann so flexibel sein, dass er sich drauf einstellen kann? Und selbst diese werden nur solange existieren, bis Maschinen und Algorithmen sie übernehmen können. Wobei Algorithmen auch nur so fair sind, wie der Programmierer bzw. dessen Vorgaben.

Menschen sind Gewohnheitstiere. Die Berufswelt wird sich schneller denn je verändern. Das war ja schon in den letzten 15 Jahren der Fall. Den Datenkaufmann gibt es nicht mehr. Dafür den Mechatroniker und den Fachinformatiker. Ob dann das vielgepriesene duale Berufsbildungssystem noch mithalten kann? Oder müssen wir uns drauf einstellen immer mehr Verantwortung für uns und unser Leben selber zu übernehmen? Lebenslanges lernen.

Nach Harari werden dann die, die dabei auf der Strecke bleiben, sich unnütz fühlen. Depressionen und psychische Erkrankungen wären die Folge.Gewerkschaften würden überflüssig werden, weil sie es nicht schaffen, schnell genug mit der beruflichen Entwicklung mitzukommen. Dann wäre es wie bei den alten Griechen ein Privileg arbeiten zu dürfen. Das Sozialsystem müsste auf die neuen Veränderungen umgestellt werden. Von kostenlosen Dienstleistungen oder bedingungslosem Grundeinkommen ist die Rede. Doch wer definiert, was das bedingungslose Grundeinkommen ist? Schafft das nicht neue Spaltungen? Wird die Kluft zwischen arm und reich dann nicht noch größer?

Oder wird es doch positiv ausfallen? Werden Tätigkeiten wie Kindererziehung, Pflege dadurch aufgewertet und bekommen endlich die Bedeutung, die sie verdienen?

Ich selber träume von einem Peer-2-Peer-System. In dem jeder Mensch gleich viel wert ist und gleich wertgeschätzt wird. Ob Mann, Frau, Zuwanderer, Behindert, ob alt oder jung, ob arm oder reich. Nach meinen persönlichen Erfahrungen ist es bis dahin aber noch ein weiter Weg. Denn Benachteiligung gibt es auch bei uns noch überall. Wäre es anders, bräuchten wir keine Inklusion. Das Wort und die politische Idee dahinter wären an sich überflüssig.

Wenn man das lernen könnte und dort forschen dürfte, was einen interessiert. Wo einen die Neugier hintreibt. Dann könnten Praktiker und Theoretiker zusammen Projekte anpacken, ausprobieren und umsetzen. Schon immer hat es Autodidakten gegeben, die sich das Wissen, das sie interessierte selbst beibrachten. Ich glaube, dass das keine Ausnahmen sind. Ich glaube, dass jeder Mensch dazu fähig ist. Im Siemens-Med-Museum habe ich erfahren, dass ein 14-jähriger das erste Röntgengerät gebaut hat. Ich glaube nicht, dass die Menschen heute dümmer sind als früher.

Es ist toll, wenn sich Menschen mit denselben Interessen (egal welchem Hintergrund) dynamisch (agil) zusammentun, um ein Problem zu lösen. Sowas geschieht auch heute schon in einigen Bereichen.
z.B. bei der Identifizierung von Mumien. Mumien wurden zum Schutz vor Grabräubern umgelagert. So war auch die Mumie von Hatshepsut nicht in ihrem Grab. Schliesslich hatten Archeologen und Ärzte die Identifikation auf 3 Mumien eingeschränkt, die in königlicher Haltung und mit derselben Hautkrankheit wie andere Pharonen aufgefunden wurden. Erst ein Zahnarzt konnte dann die richtige Mumie anhand eines abgebrochenen Backenzahns identifiziert. Eine Hälfte des Zahns lag in einer Grabbeigabe der Pharaonin im ursprünglichen Grab, aus dem die Mumie entfernt worden war. Dieser Zahn wurde mit Hilfe eines Röntgenbilds in der Grabbeigabe sichtbar. Der andere dazu passende halbe Zahn befand sich noch im Mund der Mumie. Sprichwörtlich wie ein Puzzle setzten die Forscher das Rätsel zusammen. Sie wurde also von einem ganzen Team von Menschen mit unterschiedlichem Fachwissen identifiziert. Was hindert uns daran, es ihnen gleichzutun?

Und wenn jeder das machen könnte was ihn interessiert, wäre es keine Arbeit und kein Beruf mehr sondern eine Berufung. Spass und das reinste Vergnügen. Arbeit aus intrinsischer Motivation fühlt sich nicht nach Arbeit an. Sie macht zufrieden durch das Tun selbst. Denn für mich gibt es nichts schöneres als in ein Problem und dessen Fragestellung und die Thematik ganz wie ein Delfin ins Wasser einzutauchen. Neue Welten, Ansichten andere Perspektiven und Sichtweisen zu entdecken. Sich mit anderen auszutauschen. Und verschiedene Wissensbereiche miteinander zu neuen Lösungsansätzen zu verknüpfen. Man kann die Lebensbereiche und Disziplinen nicht getrennt voneinander sehen. Sie sind miteinander verbunden. Sie beeinflussen sich gegenseitig. Deswegen geht der Trend in der Medizin auch wieder zurück auf das Ganzheitliche. Denn jede Untersuchung, jede Krankheit hat nicht nur Einfluss auf ein Körperteil sondern immer auf den ganzen Menschen.

Harari geht sogar soweit, dass er denkt, dass es in Zukunft nur noch KI-Ärzte geben wird. Denn Diagnosestellung meint er, könnten Algorithmen sehr viel schneller. Und ein Update des Wissens wäre auch viel schneller möglich. Das hoffe ich nicht. In Pflege und Kindererziehung ginge dies jedoch nicht. Jedoch ist in der Medizin die Technik durch bildgebende Verfahren immer weiter auf dem Vormarsch. Informatik und Medizin verschmelzen immer mehr.

Schon stehen wir vor ethischen Fragen. Darf alles, was möglich ist, auch gemacht werden? Dürfen behinderte Kinder schon im Mutterleib aussortiert werden? Was ist lebenswertes Leben? Und wer definiert es? Fachleute? Kann nicht ein Mensch mit einer Behinderung und sogar aufgrund derer glücklicher und zufriedener sein, als ein gesunder Mensch, der seine Gesundheit gar nicht zu schätzen weiss? Ja, das kann er. Für mich sind die Fachleute für Krankheiten, die die sie haben. Sie kennen sich und ihre Krankheit am Besten. Über ihr Wohl und Wehe entscheiden aber oft Fach-Theoretiker, die das Verhalten der Kranken oft falsch deuten. Erst wenn sich die Betroffenen zu Wort melden, wird dies klar. Und auch dann noch ist es ein langer Kampf bis diese Sicht auch offiziell anerkannt wird. D.h. selbst die Wissenschaft besteht aus Menschen, die sich gegen Veränderungen mit Händen und Füssen und somit auch gegen den Fortschritt und das Wohl des einzelnen wehren. Weil wir alle bloss Menschen sind.

Dazu ein Beispiel, das mich gestern zum Schmunzeln gebracht hat.
Ich hab gestern eine bekrückte Frau getroffen und bin mit ihr wegen meiner Krücken ins Gespräch gekommen. Sie hat ein interessantes Leben und war bei der 68er-Generation mit dabei.

Ich habe ihr davon erzählt, dass ich erst nach 5 Jahren begriffen habe, dass ich eine Psychologin in der Schmerztherapie beleidigt habe. Das war mir nicht bewußt. Und ich habe dies auch nicht absichtlich getan. Ich habe einfach nicht verstanden,was sie warum von mir wollte. Sie hat vorgeschlagen einen Achtsamkeitsspaziergang zu machen. Da ich immmer alle Reize um mich herum mitbekomme, kann ich gar nicht nicht achtsam sein! Es ergab also für mich keinen Sinn. Und ich habe abgelehnt. Das war nicht böse gemeint und hatte nichts mit ihr zu tun. Danach war sie komisch. Ich wusste aber nicht warum. Habe aber auch dies erst nach der Therapie realisiert. Ich brauche zu sowas immer länger. Ich habe inzwischen aber festgestellt, dass andere Menschen auch nicht besser im Erkennen von Gefühlen anderer sind. Da ich damals nicht wusste, dass andere Menschen die Welt weniger intensiv als ich wahrnehmen, ging ich davon aus, dass sie meinen Grund nachvollziehen kann. Immerhin hat sie aufgeschrieben, dass ich sehr achtsam Geräusche wahrnehme. Ihr war leider nicht bewußt, dass ich sie gar nicht ausblenden kann. Das ist wohl der Mehrheit der Menschen möglich. Mir leider nicht.

Ich meinte dann gestern, dass das komisch ist, dass eine Psychologin, die doch über Gefühle Bescheid wissen sollte, ansprechen hätte müssen, dass ich sie verletzt habe und auch warum. So war mir das gar nicht klar. Und sie hat das Gefühl in sich reingefressen. Und war damit selbst zu sich passiv - aggressiv. Etwas, das man mir gern unterstellt.

Die Antwort meiner Mitbekrückten aus ihrer 68er Zeit in den Pyrenäen, wo auch ein Psychologen dabei war:
"Psychologen sind auch auch nur Menschen."

Da musste ich schmunzeln. Wir alle sind Menschen und stolpern über dieselben menschlichen Schwächen. Sogar die, die sie studiert haben. Das finde ich schon wieder unglaublich lustig.

NorwegersternLesezeichen
Weihnachtsgorilla
Die Glaa aus ERH - Weihnachtsendspurt Sandra Jaeger 2018
Die Glaa aus ERH - Es weihnachtet sehr Sandra Jaeger 2018
29.12.18 bis 04.01.19 Gsunds neus Jahr!

Dienstag:
Als erstes wünsche ich Euch allen ein wunderbares und spannendes 2019!
Möge es viele neue Erfahrungen und Erkenntnisse bringen!

Apropos neue Erkenntnisse. Ich les grad das Buch Accessing the healing power of the vagus nerve Self-help exercises for anxiety, depression, trauma and autism von Stanley Rosenberg. Habt Ihr schon mal von der Poly-Vagal-Theorie gehört?
Auf die stützt sich der Autor ein Therapeut, der mit Rolfing und Cranialsacral Therapie begonnen und dann auf die Poly-Vagal-Theorie von Stephen Porges gestossen ist.

Die Theorie geht davon aus, dass der Vagusnerv aus zwei getrennten Nerven besteht. Und beide auch andere Funktionalitäten haben. Das ist relativ neu. Bisher ging man davon aus, dass das einer ist. Das fand schon Galen, der die Gladiatoren verarztet hat, heraus. Der hatte damals aber auch noch nicht die technischen Möglichkeiten, die der Medizin heute zur Verfügung stehen.

Die zwei Stadien Fight or Flight (Alarmzustand) und Entspannung werden durch die obige Theorie noch durch einen Wohlfühlstatus (Socialising state) ergänzt. In diesem Status fühlt man sich sicher und geborgen und somit ist soziale Interaktion möglich.

In bestimmten Situationen z.B. bei chronischen Krankheiten verbleibt das autonome Nervensystem aber im Alarmstatus und findet nicht wieder in den Wohlfühlstatus zurück. Folglich sind das Krankheiten, die sich durch einen sozialen Rückzug und Antriebslosigkeit und Erschöpfung auszeichnen.

Die Cranialnerven und das autonome Nervensystem sind unter anderem auch für die Sinne (Hören, Sehen, Riechen ...) und für die Nierenfunktion und Körpertemperatur zuständig. Damit schließt sich der Kreis zum Cortisolspiegel und zur Reizüberflutungsproblematik von AD(H)S und Autismus. Denn Ihr erinnert Euch: je niedriger der Cortisolspiegel, desto reizempfindlicher wird man. (Lehrbuch biologische Psychologie)

Das könnte auch erklären, warum Autisten Probleme mit sozialer Interaktion haben. Weil sie durch die ständige Reizüberflutung immer im Alarm-Modus sind. Weil sie Reize intensiver wahrnehmen und nicht ausblenden können, wird das Gehirn mit Informationen zugeballert. Dass das auf die Dauer nicht gesund sein kann, versteht sich wohl von selbst. Denn wenn Ihr in einem Raum voller Leute Schwierigkeiten habt, das, was Euer Gesprächspartner sagt, herauszufiltern, wie wollt Ihr Euch dann unterhalten? Wenn Ihr nix versteht.

Dann zieht man den Rückzug zur Regenereration freilich der sozialen Ineraktion vor. Denn die ist ungeheuer anstrengend und kräftezehrend. Autisten erholen sich, wenn sie ihren Spezialinteressen nachgehen. Sie brauchen das Alleinsein um sich zu erholen.

Und chronisch Schmerzkranke auch. Auch da funktioniert das Hirn nicht besonders gut. Wenn ich es richtig verstanden habe, werden im Fluchtmodus auch über die 5 Kranialnerven die Blutversorgung im Gehirn herabgesetzt. Dann funktioniert es mit dem Denken natürlich nicht mehr so gut. Es kommt zu Konzentrationsproblemen, Wortfindungsproblemen, Gedächtnisproblemen. Bei vielen neurologischen Erkrankungen ist das der Fall.

Nur wenn alle Cranialnerven im Gleichgewicht funktionieren, fühlt man sich wohl und der Körper kann sich selbst heilen. Laut dem Buch hat Rosenberg damit erfolgreich chronische Krankheiten wie Asthma, Depressionen, COPD, Fibromyalgie, Schulterschmerzen behandelt. Auch bei Autismus hat sich durch seine Übungen bei vielen Betroffenen die soziale Interaktion verbessert. Sie basieren darauf die Cranialnerven wieder ins Gleichgewicht zu bekommen und damit die soziale Interaktionsfähigkeit wieder zu fördern.

Deshalb geht er davon aus, dass bei vielen chronischen Krankheiten die Cranialnerven im Ungleichgewicht sind und das autonome Nervensystem im Alarmmodus, der durch ein bestimmtes Ereignis ausgelöst wurde, verbleibt anstatt sich wieder davon zu erholen.

Mit den Übungen aus dem Buch habe ich es das erste mal geschafft die Augenpartie zu entspannen. Überhaupt das Gesicht. Und mehr Energie hab ich auch! Zwar ned lang. Aber immerhin. Bedenkt, dass die Cranialnerven und der/die Vagusnerven gehören ja dazu auch die KörperthemperaturSie regeln die Nierenfunktion. Und damit auch den Cortisolspiegel. Das würde also dazu passen, dass es einen Zusammenhang mit dem Cortisolspiegel z.B. bei chronischen Schmerzen aber auch bei anderen chronischen Erkrankungen gibt.

Neulich sind zwei Mädels vor mir gelaufen. Dann sind sie stehen geblieben, weil der Schuhbendel bei einer der beiden offen war. Da sangen beide plötzlich: "Der Schuh ist aufgegaaangen..." (zur Melodie von der Mond ist aufgegangen ;-)
Ich musste schmunzeln.

Ein Bekannter hat mir noch nachträglich frohe Weihnachten gewünscht mit dem Satz.
"Der Weihnachtsstress... und dann kommste heim und musst noch einkaufen! Stell Dir vor, es ist Weihnachten und das Klopapier ist alle."
Schmunzelfaktor No. 2 :)

Sodala. Und einen Comic gibt's für Euch zum Jahresanfang auch wieder! Viel Spass!

Donnerstag: Meine Krückenbekanntschaft hat mir diesen Videolink zum Zusammenhang zwischen Ernährung und regressivem Autismus geschickt.

Dabei geht es darum, dass bei auffällig viele somalische Emmigrantenkindern in Canada autistisch werden und der Frage, woran das liegen könnte. Dabei stellte sich über die Urinuntersuchung raus, dass autistische Kinder eine anderer Darmflora als gesunde Kinder und ihre Geschwister haben. In den im Film gezeigten Fällen, wurden die Kinder im Kleinkindalter (wegen Ohren- und anderer Entzündungen) mit Antibiotika behandelt. Und Antibiotika verändern die Darmflora. Bedenkt bitte, das Antibiotika ja auch in den industriell hergestellten Lebensmitteln enthalten sind. Stellt Euch die Darmflora wie ein Ökosystem wie den Regenwald vor. Was passiert mit dem Regenwald, wenn man eine bestimmte Baumsorte komplett fällt? Er kommt aus dem Gleichgewicht. In der Darmflora der Kinder blieben Klostridien übrig. Diese produzieren Neurotoxine und Propionsäure.

Eine andere Mutter nahm die Dinge selbst in die Hand, weil sie um die Zukunft ihres Sohnes besorgt war. Er konnte immer noch nicht sprechen. Und ab einem Alter von 8 Jahren, schließt sich dieses Lernzeitfenster. Deshalb pilgerte von Pontius zu Pilatus (weil keine Fachrichtung sich dafür zuständig fühlte), um ein Antibiotikum für ihren Sohn zu bekommen, der die Klostridien abtötet. Irgendwann hatte sie Erfolg und ihr Sohn wurde eine Zeit lang mit Vancoycin behandelt. Und siehe da. Sein Verhalten änderte sich. Er reagierte und interagierte. Was vorher überhaupt nicht möglich war. Einen Haken gibt es aber. Klostridien hinterlassen auch nach abtöten Sporen in der Darmflora.

Ihr Arzt kontaktierte Dr. Finegold, der zu diesem Thema Darmflora und Autismus forscht. Und es wurde eine Studie mit weiteren autistischen Kindern durchgeführt. Auch hier zeigte sich, dass sich ihr Verhalten besserte. Sobald das Antibiotika abgesetzt wurde, kam das Verhalten jedoch zurück. Weil die Sporen im Darm wieder Klostridien hervorbrachten.

Das erhoffte Echo auf diese Publikation blieb jedoch aus. Anstatt die Chance zu sehen, ja, es gibt einen Zusammenhang mit der Darmflora, konzentrierte sich das Echo nur darauf, dass beim Absetzen die alten Symptome wieder auftraten. Das war aber nicht DER PUNKT!

Ein Rattenversuch (Ratten sind sehr sozial Tiere) hat ergeben, dass die Tiere bei Verabreichung von Proprionsäure autistisch wurden. Prprionsäure überwindet die Blut-Hirnschranke, wenn ich es richtig verstanden habe. Sie verändert die Gehirnfette. Das läßt sich auch im Blut von Autisten nachweisen. Sobald das Mittel abgebaut war, schliefen die Ratten und wurden wieder sozialer.

Ich denke, dass nicht nur Antibiotika sondern auch die Nahrung und andere Medikamente (Schmerzmittel...) die Darmflora verändern. Das zeigt ja auch der Erfolg der Ernährungsdocs.
Die Frage ist nur, ob die Darmfloraveränderung die Ursache oder nur ein Symptom ist. Für mich sieht es eher so aus, als wird bei chronischen Erkrankungen das Nervensystem übererregt und übererregbar. Als würde es nicht in sein altes Gleichgewicht, einen entspannten Zustand zurückfinden. Gleiches vermute ich bei Autismus. Denn sowohl chronisch Kranke (z.B. Krebskranke) als auch Autisten können sehr geräuschempfindlich sein. Was ja wieder auf den Cortisolspiegel und die Cranialnerven zurückzuführen sein könnte. Und dass Schmerzmittel und andere Medikamente die Darmflora verändern, könnt Ihr ja auf dem Beipackzettel nachlesen. Wenn da Durchfall oder Verstopfung steht, viele Schmerzmittel (Neuroleptika, Antidepressiva (die werden in geringer Dosis auch als Schmerzmittel eingesetzt) haben entweder das eine oder das andere als Nebenwirkung zur Folge. Vielleicht ist die Wirkung gar nicht so daneben.
Ist die veränderte Darmflora jetzt die Henne oder das Ei des Problems? Ursache oder Wirkung (Symptom)? In der Folge könnte es sogar zu einem Aktivieren oder Deaktivieren von bestimmten Genen kommen. Wir wissen noch viel zu wenig darüber wie der menschliche Körper im Zusammenspiel funktioniert. Die Wissenschaftler konzentrieren sich wie mir scheint meist auf eine spezielle Thematik und lassen das Drumherum ausser acht. Ein Test unter Laborbedingungen. Wie aussagekräftig ist der? Wo bleibt die Praxis? Ist das in der Praxis und unter Realbedingungen überhaupt testbar? Müssten Fachärzte nicht viel mehr inderdisziplinär zusammenarbeiten, um die aktuellen Krankheiten in den Griff zu bekommen? Auch mal über den Tellerrand schauen? Es ist schön da!

In der Schmerztherapie hat man das auch schon mit dem multimodalem Ansatz erkannt. Das ist schon mal ein Anfang. Funktioniert hat es bei mir trotzdem nicht. Ich konnte beobachten, dass es einigen meiner Mit-Schmerzis ebenso ging.

Ich glaube nicht, dass sich das auf eine einzige Ursache zurückführen läßt. Dazu ist der Mensch zu komplex. Bedenkt doch, dass emmigrierte Kinder auch aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen wurden. Dass dort auch die Umwelt ganz anders aussieht und noch nicht westlich geprägt ist. Der Westen unterscheidet sich ja nicht nur durch die Nahrung. Sondern auch durch den Verkehr, die Gewohnheiten, die Bräuche, das Schulsystem ... Und vergesst nicht, mit einzubeziehen, was sie in ihrem Heimatland und auf dem Weg in den Westen alles erlebt und erduldet haben.

Auch bei einem chronisch Schmerzkranken treffen mehrere Faktoren zusammen. Oft ging der Krankheit ein Unfall voraus. Das kann sehr belastend sein. Kann und darf man weiter arbeiten? Denn Arbeit gibt dem Tag Routine, Struktur und einen Sinn. Und die ist wichtig. Wird man aufgrund der Krankheit gar entlassen? Erfährt man Unterstützung durch die Fammilie und Freunde? Oder ist man sozial isoliert?
D.h. auch chronisch Kranke wurden am Beginn der Krankheit aus dem gewohnten Umfeld gerissen. Das ist eine Parallele zu den somalischen Kindern. Sind Erwachsene wirklich resilienter als Kinder? Vielleicht geht es weniger darum, ob man Kind oder Erwachsener ist, sondern um genetische Veranlagungen. Veranlagung in der Grundausstattung jedes Menschen.

Als ich auf Reha in einem Krankenhaus war, kam ich mir wie ein Gestrandete unter Gestrandeten vor. Plötzlich aus dem Alltag aus ihren Routinen gerissen. Hinzu kommt die Unsicherheit wie es weitergeht. Der Zweifel, ob man den Ärzten und der Versicherung in der Klinik wirklich trauen kann. Am Ende der Reha die Enttäuschung, wenn die Beschwerden und Einschränkungen blieben. Man ist weit weg von zuhause und seinen Lieben, die einen allerhöchstens am Wochenende besuchen können. Wenn überhaupt. Einem Mann verboten die Ärzte, das Krankenhaus zur Beerdigung seines Vaters zu verlassen. Hilflosigkeit und Verzweiflung stellt sich ein. Die Vertrauensbasis für den Heilerfolg fehlt. Dazu kommt noch das erdrückende Prinzip der der heutigen Leistungsgesellschaft. Wir sollen funktionieren. Und was ist, wenn das nicht geht? Wer weiss, was solche Ausnahme.Situationen an biochemischen und sonstigen Prozessen in unserem Körper auslösen? Darin wird der Schlüssel liegen. Dabei darf man auch nicht den Fehler machen, zwischen Geist und Körper zu trennen. Denn beide beeinflussen sich gegenseitig. Soviel ist inzwischen klar. Bildgebende Verfahren dazu sucht man aber leider noch vergeblich. Und was man nicht sieht, das glaubt man nicht. Apropos nicht glauben... Das hat mir am meisten zu schaffen gemacht. Dass man mir nicht geglaubt hat. Gesund werden kann man aber nur, wenn alles passt. Wenn man sich wohlfühlt und in gegenseitigem Vertrauen und Respekt.

Ein weiteres Beispiel dafür findet Ihr im Hospitalismus bei Zootieren. Das habt Ihr sicher auch schon beobachtet. z.B. im Eisbärgehege, bei den Raubkatzen oder Elefanten. Die Gehege sind viel zu klein und die Tiere können sich nicht wie in Freiheit in ihrem riesigen Territorium bewegen. Die Folge sind repetitive Verhaltensweisen. Sie laufen oder wiegen sich hin und her. Das erinnert mich stark an autistische Kinder. Auch sie wurden aus ihrem natürlichen Lebensraum gerissen. Dort ist es in der Regel stiller als im Zoo. Im Zoo finden sie sich lärmenden Besuchermassen ausgesetzt. Oft ohne viel Rückzugsmöglickeit. Autistischen Kindern, die in der Klasse von den lärmenden Mitschülern umgeben sind, geht es da ähnlich. Den autistischen Kindern tun vom Lärm sprichwörtlich die Ohren weh. Zuhalten dürfen sie sie nicht. Weglaufen dürfen sie auch nicht. Und in so einer Situation sollen sie etwas lernen? Da wundert Ihr Euch? Wie soll das funktionieren?

Sodalein... genug herumthesiert. Etz gibt's Gschmarri vo gestern.

Mir gucken gestern die Wildkatzen-Doku auf BR3. Der Canada-Luchs jagt grad einen Schneeschuhhasen.
Ich:"Gibt's auch einen Schlittschuhhasen?"
Mei Mama lachend:"Einen Skihasen!"

Es gibt auch einen Beitrag über einen Schneeleoparden im Himalaya. Er ist auf Single und auf Partnersuche. Also der Schneeleopard.
Der Erzähler:"Er markiert bis zu 20 x pro Stunde."
Mei Mama:"Der muss ja öfter wie ich!"
Ich:"Vielleicht markierst du a?"

Und hier ist noch ein Comic.
Den lachen ist die beste Medizin. :)
Also los! Lacht a weng!

Samstag: Das muss ich jetzt einfach mal runterschreiben.

Also mir ist in der Bücherei ein Buch über Restless Legs von Trias in die Hände gefallen. Und da sind mir die Ähnlichkeiten zu CRPS aufgefallen. Direkt unheimlich. Da ich beides selber habe, das Beinzucken und jucken schon im Babyalter (es gibt Fotos), kenn ich beides. Es ist fast unheimlich. Denn sie verhalten sich gleich. Tagsüber geht es nämlich meistens einigermassen. Aber nachts kommen die Probleme. Die Unruhe in den Beinen und beim CRPS kommt die Unruhe und die Schmerzen nachts auch am stärksten. Genau dann, wenn man sich nicht mehr bewegt.

Mir sind auch schon vorher Ählichkeiten von CRPS zu Autismus/ADHS aufgefallen. Und dass es auch Parallellen zu anderen neurologischen Erkrankungen wie MS, Fibromyalgie und chronischen Schmerzerkrankungen ... gibt.

Meine These ist ja, dass die Ursache ein überschiessendes autonomes Nervensystem ist. Und das kann man soweit ich es verstanden habe, mit HRV-Geräten (Heart Rate Variability) messen.

Jetzt wär es ja mal interessant zu gucken wie sich der HRV-Wert im Laufe eines Lebens verändert. Und wenn er sich verändert, dann wäre doch nicht nur das Hirn neuroplastisch sondern auch das Nervensystem.

Kann man messen, ob Nerven hypersensibel sind? Bei mir wurde immer nur gemessen, ob der Nerv noch leitet. Aber wie gut? Kann man das im Aktionspotential sehen? Das wär mal interessant.

Wenn Autisten und ADHSler missverstanden werden, weil sie sich mündlich nicht äußern können, weil sie in Situationen von Reizen überflutet und das autonome Nervensystem im Dauer-Alertmodus ist, kann das nicht auch bei anderen Krankheiten vorkommen?

Auch ältere Menschen, die ja schon viele chronische Erkrankungen haben, berichten mir, dass sie auf bestimmte Gerüche übersensibel sind (z.B. bei Lungenkrankheiten) , aber auch eine bestimmte Geräuschfrequenz nicht ertragen können (wie bei Autisten: Staubsauger, Laubbläser, hochstimmiges kreischendes Kindergeschrei ...). Obwohl sie ansonsten schlechter hören. Dann kann das nicht am Gehör an sich, sondern muss am Nervensystem (Cranialnerven) liegen. Oder? Ich muss mal fragen, ob es ihnen auch schwerer fällt Geräusche aus anderen herauszufiltern. Also ob sie z.B. in einem belebten und lauten Cafe den Gesprächspartner am Tisch überhaupt noch verstehen können. Damit hab ich nämlich massiv Probleme. Ich bekomme immer alle Wortfetzen um mich rum mit und kann mich auf das eigentliche Gespräch gar nicht mehr konzentrieren. Geht es chronisch Kranken auch so?

Ich hab mal gelesen, dass Schmerz dumm macht. Das glaube ich nicht. Ich glaube eher dass ältere Menschen, chronisch Schmerzkranke und Menschen mit chronischen neurologischen Erkrankungen sehr wohl noch intelligent sind, aber es einfach nicht rüberbringen können. Weil sie von Reizen aufgrund des hypersensiblen Nervensystems bombardiert werden und das Hirn dann einfach nicht mehr richtig funktioniert.

Ist es Zufall, dass manche ältere Menschen wie manche Autisten lautieren, echalolieren, versessen auf Routinen sind? Ist es nicht wahrscheinlicher, dass hier eine gemeinsame Ursache zugrunde liegt?

Das würde bedeuten, dass viele Menschen weil sie missverstanden und ihre geistigen Fähigkeiten unterschätzt werden und sich mündlich nicht mehr ausdrücken können, keine Mimik und Gestik mehr zeigen und auch nicht lesen können, ständig frustriert sind und deswegen depressiv werden. Nur wissen sie auch nicht, warum sie immer wieder frustriert werden, warum man sie nicht versteht. Und schlimmer noch: die Schublade, in die man sie steckt, passt überhaupt nicht. Nur leider können sie sich wegen der Reizüberflutung im Hirn auch nicht dagegen wehren! Gruselig!

Noch gruseligeres vom CRPS.
Mehrere CRPSler aus der Gruppe haben berichtet, dass ihr Smartphone in der Hand brennt wie Feuer.
Heut wollt ich Fotos für die Website machen. Meine Digitalkamera macht das auch! Die brennt genauso! Und meine Hand zittert auch mehr, wenn ich das Ding in der Hand habe. Das ist unheimlich. Ob CRPS auf Elektrosmog hypersensibel ist? Das könnte die Erklärung sein.

Ein Mit-CRPSler hat mich drauf angesprochen, dass bei CRPS auch zu übermäßiger Hornhautbildung kommen kann. Die hab ich. An der rechten Hand und am rechten Fuss. Ist mir bisher gar nicht aufgefallen.

Sonntag: Es wird noch gruseliger und unheimlicher.

Oh mein Gott!
Wenn es älteren Menschen und Behinderten genauso geht wie Autisten, dann haben sie ein intensives geistiges Innenleben und können es nur nicht nach außen mitteilen. Und aufgrund ihres auffälligen Verhaltens, neurologischer Deformitäten wie Krallenhände und Füsse (Dystonien), gekrümmte Körperhaltung wirken sie auf andere Menschen auch noch abschreckend.

Ich weiss wie das ist, ständig missverstanden zu werden. Es ist frustrierend. Wenn das Verhalten aufgrund des überschiessenden Nervensystems und der damit verbundenen Reizüberflutung seltsam und auffällig wird, grantig, sogar aggressiv.

Das ist ja dann wie lebendig begraben.
Da fällt mir ein, es gibt ja diesen Zustand Wachkoma, Locked-in. Was ist, wenn das auch ein überschießendes Nervensystem ist?
Es fäL;llt in die gleiche Kategorie. Wow! Unheimlich. Gruselig.
Ich kann mich ja wenigstens schriftlich ausdrücken.

Aber wie verzweifelt, hoffnungslos ist die Lage, wenn man kein Körperteil mehr bewegen kann? Und Wachkoma und Langzeitkomapatienten entwickeln ja auch diese Krallenhände und Krallenfüße. Das sind doch auch Dystonien. Und von denen weiss man doch auch, dass das Hirn noch funktioniert, aber sie maximal noch die Augen bewegen können. Über die Augen hat man doch schon Kontakt mit solchen Menschen aufgenommen.

Meine Schwester (hatte mit 7 einen epileptischen Anfall und eine Gehirnblutung, ist seitdem halbseitig gelähmt.) hat ja auch eine Dystonie am rechten Fuss und an der rechten Hand. Die Hand geht nachts in Entspannung aber auf. Nur am Tag, krallt sie sich mit aller Kraft zusammen. Und sie kann nichts dagegen machen.
Das passt zusammen!

Ich habe bei der Selbsthilfegruppe auch erfahren, dass mein letzter Schub ein Neglect war. Das Wegsacken des rechten Beins. Das Hirn ist mit Reizen so überflutet, dass es zum Selbstschutz versucht, dem Einhalt zu gebieten. Indem es Verbindungen kappt. Deshalb schwindet bei CRPS die Kraft in Händen, Füssen, Armen und Beinen. Deswegen fallen uns Dinge einfach aus der Hand, sacken Beine einfach beim Laufen weg, kommt es zur Taubhaut in Händen, Beinen, Füssen und Armen. Kommt es zu eiskalten, sich wie absterbend anfühlenden Gliedmassen. Das ist ein Schutzmechanismus.

Unsere Finger und Hände sind so kalt, dass nicht mal mehr Smartgeräte (Smartphones, Tablets) auf unseren Fingerdruck reagieren. Für die sind unsere Finger tot! Weil sie nicht mehr die körperliche Aktivität aufweisen, die zur Bedienung dieser Geräte notwendig ist. Nicht nur bei Smartgeräten ist das der Fall. Ich habe immer Probleme mit den Drückschalten an Ampeln. Die registrieren meinen Hand- und Fingerdruck auch nicht mehr!!!! Ich dachte immer die Ampel ist kaputt. Dabei sind es meine Hände.

Und Digitalkamera und Handy in der Hand brennen und verstärken bei mir auch das Zittern in der Hand.
Da ich seit ich CRPS habe, auch das MRT 3 Stockwerke unter unserem Büro höre und fühle, glaube ich, wir sind auch hypersensibel auf elektro-magnetische und elektronische Strahlung und die Vibrationen.

Wow! Wir sind X-Men! X-Women! Die bionischen Männer und Frauen!

Ich habe auch eine starke Hornhautbildung an der rechten Hand und am rechten Fuss. Darauf hat mich ein anderer CRPSler aufmerksam gemacht. Links ist es nicht so stark. D.h. nicht nur Nagelwachstum und Haarwachstum, sondern auch Hornhautwachstum können anders sein. Ein zu schnell feuerndes Nervensystem kann man inzwischen über den HRV-Scan (es gibt diverse Messgeräte) messen. Ich will das mal ausprobieren.

Ob bei mir der HRV-Scan, das wiedergibt, was mein inneres Trafohäuschen mir sagt? Ich geh davon aus.
Wahrscheinlich bin ich inzwischen so hypersensibel und die Nerven feuern so schnell, dass ich das autonome Nervensystem in mir spüren und hören kann! Wenn man bedenkt, dass ja das Feuern von Nerven auch nichts anderes als elektronische Impulse sind, ist das vollkommen logisch! Der Neurologe misst und liest ja auch das Aktionspotenzial vom Nerven in der Nervenleitgeschwindigkeit.
Kann er auch lesen, wenn der Nerv zu schnell leitet? Oder sieht er nur, ob er leitet oder eben nicht?

Auch bei Hochbegabung (Dummerweise hochbegabt - Agnes Imhof) feuern die Nerven zu schnell!

Deswegen konnt ich im Krankenhaus in Frankfurt auch nicht schlafen, weil meine Bettnachbarin den Fernseher, die ganze Zeit durchlaufen hat lassen. Ich hab die Augen mit meinem Arm gegen das Fernsehlicht meiner Nachbarin abgeschirmt. Der Blauanteil im Fernsehlicht, der stört das Schlafhormon Melatonin, deswegen soll man abends auch nicht mehr vor dem PC arbeiten. Eine Augenmaske kann ich am Gesicht nicht ertragen, das juckt, brennt und macht mich wahnsinnig. Wegen meiner Reizüberempfindlichkeit. Ich konnte trotzdem nicht schlafen, weil ich den Fernseher noch gehört (trotz Kopfhöreraktivierung, ich dachte zweitweise, sie hat da gar keine dran!) und gespürt habe! Das ist ja der Hammer!

Und die Lichtempfindlichkeit und die Beleuchtung in Krankenhäusern sind ja auch nicht miteinander kompatibel. Da wäre dämmbares Licht von großem Vorteil, statt der Neonröhren, deren Geflacker übersensible ja wahrnehmen können. Das macht sie reizbarer. Das macht sie aggressiv. Und dann noch der Gestank von Desinfektionsmittel! Im Krankenhaus ist man einem wahren Reizfeuerwerk ausgesetzt! Deswegen ist es dort schlimmer geworden! Das war wie bei den Tieren im Zoo im Käfig. Kein Wunder! Die können da ja auch nicht einfach davonlaufen.

Auf der Intensivstation is ja auch viel "Blaulicht". Ich mein jetzt nicht Tatütata sondern die Monitore. Soweit ich mich erinnern kann, als ich meine Mama auf der Intensivstation besucht habe, schimmerten dort alle Monitore bläulich. Ich frage mich jetzt, wenn auf der Intensivstation viele Menschen liegen (mit Schlaganfall oder Herzinfarkt), deren Nervensystem noch übersensibler ist, wie meins, ob dann diese Monitore nicht den Zustand noch verschlimmern... und auch der Geruch... Ob es auch geruchsloses Desinfektionsmittel gibt? Oder muss man diese "Sauberkeit" riechen? Mir wird davon immer schlecht. So wie bei Weihrauchgeruch. Da könnt ich speien. Und statt Neonlicht gedämpftes Licht. Bei Computermonitoren kann man den Blaulichtanteil ausschalten. Das müsste doch im Krankenhaus auch funktioneren. Oder nicht? Bei Migräne verträgt man ja auch kein Licht und keine Gerüche und keinen Lärm.

Heut hat es Sauerbraten gebm.
Mei Mama:"Ich hab ehtu a weng vill Essig derwischd."
Ich:"Heißt ja Sauer-Braten."

Gschmeckt hadder fei trotzdem.

Ich war vorgestern in der Bücherei und hab mit der Ausleihdame gred.
Ich hatt diesmal 7 Bücher gfundn. Abgebm habi 6.

Ich:"Des sin scho widder mehra woarn. Lesen Sie a soviel wie ich?"
Ich bin logischerweise einfach davon ausgegagen, dass wer in einer Bücherei arbeitet, auch gerne Bücher liest.
Sie:"Nein. Ich les bei neuen Büchern ab und zu die Klappentexte und denk mir, das wär amol was. Aber dann les ich doch lieber online."

Übrigens ein Papierbuch ist auch reizärmer als ein E-Book. Blaulichtanteil. Aber ich könnt mit meinen Fingern ohnehin nimmer beim E-book umblättern. Apropos. In Nürnberg bei den Nürnberger Nachrichten hatten sie auch eine Zeit lang solche Touchscreens zum virtuellen Zeitungsblättern und im Siemens Med Museum hatten sie auch so Touchwände. Deswegen haben die bei mir nicht funktioniert! Und deswegen hatte ich auch Probleme mit dem I-Pad, das ich für den Rundgang dort bekommen habe! Ach SOOO! Allmächd! Ich bin gar ned zu blöd für die Bedienung. Des geht einfach mit meinen CRPS-Fingern nimmer! Weil die für die Sensoren tot sind!

Jetzt wär die Frage wie solchen Touchscreens , Ampeln und Co den Fingerdruck messen. Juchu, ich hab jemanden, der mir die Frage beantworten kann und auch möchte. Er schreibt es mir zusammen. YEAH!

 
Die Glaa aus ERH - Neujahr Sandra Jaeger 2018
Die Glaa aus ERH - DerGuteRat Sandra Jaeger 2018
© Sandra Jäger    Datenschutzerklärung