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Sulcus Ulnaris Syndrom
Sammy, das Krankenhausfluchttier
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12.09. bis 18.09. Smile-Bombing ...

Samstag: So... wird mal wieder Zeit für eine neue Seite. Hab mich jetzt mal aufgerafft.

Derzeit ist mein Hirn etwas verwirrt. Mag an dem bevorstehenden und aktuellen Wetter liegen und daran, dass meine Ergo getriggert hat. Danach sah ich schlechter und alles krieselte so wie im Fernsehen früher auf den Kanälen , wo nix kam. Das gibt's ja heut nimmer. Sendeschluss. Alles ist rund um die Uhr verfügbar. Auch wegen der Globalisierung, die die Technik ja erst ermöglicht hat. Und diese Unruhe und Unrast überträgt und manifestiert sich auch in unserem Nervensystem.

Ich versteh dabei allerdings nicht, warum wir zwar inzwischen das Artensterben um uns rum wahrnehmen, aber dass wir selber ja auch davon betroffen sind und es bereits Anzeichen und Auswirkeungen davon auf unsere Art gibt, übersehen. Für mich ist das offensichtlich.

Gestern ist mein linker Fuss dann auch auf ebenem Boden mal wieder umgeknickt. Neglect. Da war mein Hirn grad in einem Datenbank-Timeout und überlastet von den Reizen.

War gestern auch gleich geschwollen und ich hab Arnikasalbe draufgeschmiert. Konnte erstmal keine Kleidung und keine Bettdecke ertragen. Inzwischen geht es wieder etwas besser. Das ist das Sprunggelenk, dass mir schon im Frühjahr auf dem Weg zur Arbeit umgeknickt ist. Jetzt lamentiert alles wieder. Ich arbeite daran es runterzubekommen. Merke aber, dass ich dadurch doch wieder zurückgefallen bin. Also das Nervensystem ist dadurch wieder eine Alarmstufe sensibler geworden. Das eine bedingt dann das andere.

Einerseits brauch ich Bewegung um mein Nervensystem zu beruhigen und die Muskelanspannung und die daraus resultierenden Spastiken im Griff zu behalten, andererseits bedingt eine Reizüberflutung halt auch solche Unfälle. Und die steigern dann im Nachgang wieder die Muskelanspannung und die Reizfilterüberempfindlichkeit.

Wenn Ihr jetzt meint, sich hinsetzen und nix tun, wär das Beste, dann irrt Ihr Euch. Denn grad jetzt brauch ich die Bewegung ja noch mehr, um das ganze wieder runterzuregeln und im Griff zu behalten. Das ist ja die Krux.

Seit ich das verstehe, kann ich auch damit umgehen. Denn für solche Unfälle kann ich nix. Ich kann ja nicht alle Rahmenbedingungen wie das Wetter kontrollieren oder die Menschen, die mir begegnen oder was mir grad für Situation begegnen.

Ich bin dann auch wieder rigider im Denken.
z.B. brauch ich dann mehr Rituale und Routinen. Da bin ich dann sehr strikt drin und wieder weniger offen für neues oder anderes. Und jede Kleinigkeit, die nicht zusammenpasst, fällt mir auf, weil die mein Nervensystem als Gefahr wahrnimmt.

z.B. vorhin hab ich eine Bekannte getroffen. Sie sagte:"Ich geh jetzt zum Friseur."
Und dann ist sie in ihr Auto eingestiegen und fortgefahren. Sie ist also nicht gegangen sondern gefahren. Und das irritiert mein Hirn heute immens.

Da vorgestern der Zwetschgenkuchen so gut war , hab ich heute wieder einen geholt, weil mein Gehirn dieses gute Gefühl wiederholen will. Also hängt es heut auch sehr an Ritualen. Ich bin also derzeit nicht besonders flexibel. Das ist irgendwie auch spannend und interessant. Faszinierend. Ich bin also in gewisser Weise mein eigenes Forschungsobjekt.

Ich hab es trotzdem geschafft, heute ein Buch in den offenen Bücherschrank zu stellen. Es ist mir aber unheimlich schwer gefallen. Ihr wisst ja, Bücher sind für mich Erfahrungen und Freunde so wie bei Euch echte Freundschaften und Freunde in Menschenform. Deswegen fällt es mir schwer mich von ihnen zu trennen.

Ihr ladet Eure guten Freunde ja auch nicht irgendwo in der Stadt ab und fahrt dann wieder heim.

Ich steh also momentan auf Wiederholungen. Kleine Kinder tun das ja auch. Das ist der Grund dafür. Ein offener Reizfilter und die damit verbundene Unsicherheit. Also der Wunsch nach Sicherheit und Verlässlichkeit. Routinen und Rituale (immer dasselbe essen, lesen, gucken, tun ...) gibt Sicherheit und beruhigt das Nervensystem.

Wenn Ihr jeden Samstag gartelt oder werkelt oder zum Friseur geht, dann macht Ihr das auch. Es ist Euch nur nicht bewusst. Die Rasenmäheritis ist wohl eine Mischung aus gruppendynamischem Verhalten, Anpassung an die Norm und Ritual und Routine. Damit versucht Ihr und Euer Gehirn Ordnung herzustellen, um nicht in der Unsicherheit des Chaos zu versinken.

Unser Gehirn versucht immer Ordnung zu machen und Muster im Chaos zu erkennen. Damit es Sicherheit bekommt und sich beruhigen und somit überleben kann und damit Ihr.

Momentan finde ich Sicherheit in den "Achtsam morden..."-Büchern. Die kann ich wie die vom Rosie-Projekt (Don Tillman-Reihe) auch immer wieder lesen. Quer, vorne , hinten. Das fühlt sich wie heimkommen an. Wenn ich in einen Wald gehe, ist es ähnlich. Das klingt für Euch sicher komisch. Aber ich finde ja auch vieles, was Ihr so tut ebenso seltsam und komisch.

Deswegen erklär ich es Euch, damit Ihr mich und Euch und andere besser verstehen könnt. Denn von Zeit zu Zeit tut Ihr auch solche Dinge. Ihr seid Euch dessen bloss nicht bewusst. Achtet mal drauf. Jeder Mensch hat autistische Züge. Weil das natürlich ist. Wenn Ihr unter Stress steht und sich Euer Geist und Körper in Gefahr wähnt. Das ist vollkommen natürlich.

Ich steh ja auf dem Standpunkt, dass auch wir als Art uns täglich verändern. Genauso wie die Blautannen und Blaumeisen. Denen geht es grad nicht so gut. Die Blaumeise leidet auch unter einer Art Virus ähnlich wie die Menschheit an dem Coronavirus und wird davon bedroht und die Blautannen leiden unter dem Wetter. Die haben alle Nadeln abgeworfen und sehen zum derbarmen aus.

Meine These ist ja, dass wir immer angespannter werden. Guckt einfach mal auf die gebogenen Rücken (Rundrücken) und die V-förmige oder dachförmige Fussfehlstellung, die allerorten anzutreffen sind. Vielleicht braucht Ihr auch einfach nur in den Spiegel bzw. an Euch heruntergucken.

Meine Bekannte meinte, dass es auch bei der Geburt so ist. Dass die immer schmerzhafter wird, weil die Menschen immer angespannter werden. Geburt ist ja was natürliches. Tiere bekommen das ganz alleine hin ohne Hebamme und Arzt und Krankenhaus.

Woran liegt das? Also meiner über 70-jährigen Bekannten nach, ist es bei den Urvölkern so, dass die weniger Schmerzen haben, weil sie das als natürlichen Vorgang ansehen und von Haus aus entspannter sind und dort hüpfen die Frauen auf und ab und dann rutscht das Baby raus.

Ob das so stimmt, weiss ich nicht. Doch ich denke schon, dass Endometriose und die ganzen Zivilisationserkrankungen mit unserer Anspannung zusammenhängen. Weil wir immer verkrampfter werden und sind. Im Denken als auch im Körper. Da nehm ich mich gar nicht aus. Im Gegenteil.

Erinnert Ihr Euch noch an den Arzt, der Atteste mit dem ATW-Syndrom ausstellte? Das Alles-Tut-Weh-Syndrom ist nix anderes als Schmerzen in Folge der Muskelanspannung in uns. Denn wenn die Muskeln zu angespannt sind, dann tun sie auch weh.

Kennt Ihr Smile-Bombing? Bringe täglich 5 Leute, die angespannt gucken, dazu zu lächeln, indem Du sie anlächelst. Und wenn sie nicht lächeln, dann überlegt Ihr Euch, was sie daran hindern könnte. Welche Sorgen sie grade haben, oder ob sie grade in Gedanken sind.... So lernt Ihr ganz praktisch emotionale Intelligenz. Ich arbeite daran.

Ich praktiziere Smile-Bombing aber auch noch parallel mit meinen Comics, in der Zeitung, im Amtsblatt und im Internet und per Mail. Mail-Smile-Bombing sozusagen. Ich schicke Euch so eine Dosis Oxytocin, Dopamin und Endorphin. Glückshormone. Denn die sind bei emotialer Intelligenz beteiligt. Das kostet nix und macht viel Freude. Und ich näh und verschenk lustige Mundschutze im überraschungsmodus.

Derjenige schmunzelt dann, wenn er die Maske bekommt und auspackt und jedes mal, wenn er sie aufsetzt und benutzt. Und wenn er anderen begegnet, die das Muster auf der Maske wahrnehmen, dann schmunzeln die auch. Ich mache Oxytocin-Bombing in Schmunzelform. Also durch die Schmunzelei aller Beteiligten wird Oxytocin ausgeschüttet. Wenn ich dazu zur Beruhigung des gesellschaftlichen Nervensystems beitragen kann, umso besser. Humor beginnt da, wo einem das Lachen vergeht. Des is as allergsündeste.

Wo ich das mit dem Smile-Bombing her habe? Aus diesem TED-Video. Der Redner hatte einen Unfall als er jünger war und hat auch eine Gehirnverletzung davongetragen. Er tat sich vorher mit Lernen leicht und auch mit dem Erinnern und nach dem Unfall ging das nicht mehr.

Also musste er sich eine andere kreative Lösung einfallen lassen, um in der Schule und im Studium weiter bestehen zu können. Und da ist ihm von Dale Carnegie das Buch "How to win friends and influence people" in die Hände gefallen. Und die Ratschläge hat er einfach praktisch angewendet.

Also im Endeffekt hat er es auch so gemacht, wie ich es mache. Einfach ausprobieren. Und jetzt gibt er dazu sogar Coaching-Kurse. Da seht Ihr mal!

Und Ihr merkt Ihm seinen Unfall gar nicht mehr an. Oder? Also hilft Smile-Bombing und auf Leute zuzugehen, sich für sie zu interessieren, offen zu sein und Fragen zu stellen, um wieder gesund zu werden, indem es das Nervensystem beruhigt. Und da will ich ja auch hin.

Warum soll das funktionieren?
Das ist ganz einfach: Euer Nervensystem ist übererregt. (Meins und das von dem Referenten nach dem Unfall auch)
Was braucht es also? Sicherheit.

Was gibt Sicherheit? Gute vertrauensvolle Bindungen also Beziehungen zu Menschen. Interaktion. Das ist auch wieder voneinander lernen. Hier schliesst sich also wieder der Kreis. Unser Gehirn lernt also durch das auf-andere-Menschen-zugehen um und wir beruhigen es durch bessere uns vertrauensvollere, sichere Beziehungen.

Und das könnt Ihr überall praktizieren. Auf Arbeit, in der Familie und mit Freunden und Bekannten. Im Endeffekt hab ich Euch das ja schon bewiesen.

Denn entspannt werdet Ihr nur in einer Umgebung sein, in der Ihr von Menschen umgeben seid, mit denen Ihr Euch wohlfühlt. Und da ich an mir und meinen Beziehungen arbeiten kann, hab ich da einen grossen Handlungsspielraum. Und das funktioniert über das Feedbackspiel.

Und wenn Ihr ein heilsames Umfeld habt (Betriebsklima, Familien und Freundes- und Gesellschaftsklima) dann bleibt bzw. werdet Ihr auch gesund. Das ist dann wieder die Salutogenese. Der Kreis schliesst sich. Oder das unendlich - Zeichen in Form der liegenden 8. Wusstet Ihr, dass die liegende 8 auch das Zeichen für Neurodiversität ist?

Allerdings ging für mich so eine generelle Anlächlerei auch mal nach hinten los.
Weil ich dann leider nicht kommen sehe, wenn jemand das versehentlich falsch interpretiert. Und da ich keine Mimik und Gestik lesen kann, kann ich das leider auch nicht erkennen, dass etwas schief läuft.

So war ich auf Reha nett zu einem Mit-Rehaler und zum Pizzaboten. Und dann hat mich der Mit-Rehaler (für mich vollkommen unvermittelt und erschreckend!!!) geküsst! Meine Amygdala fand das gar nicht toll. Pfui! Igitt! Und dann noch ein Zungenkuss! Bähhhh!

Meine Amygdala steht nicht auf sowas... leider sehe ich den Zug auch nicht kommen... Erst beim Zusammenstoss.
Des is fei a ned grod as gsündeste.

Ein Freukannter hat für diese Kreativität einen schönen neuen Begriff erfunden: verhaltensoriginell. Das gefällt mir!

Der Pizzabote zu dem ich nur "nett" war sass dann irgendwann auf meinem Rehabett. Da hat mich meine Zimmergenossin gerettet, die dann vom Wochenende zurückkam. Sie hat ihn verscheucht. Er hat mir vorher noch all seine familiären und Arbeitsprobleme erzählt. Und ich dachte, ich hab Probleme. Manchmal glaub ich andere brauchen die Reha viel notwendiger als ich.

Ich hab also irgendwie als Ausgleich für meinen Autismus und die damit verbundene soziale Blindheit oder Kurzsichtigkeit wenigstens Glück oder so eine Art Schutzengel. Der muss bei mir ganz schön überstunden machen.

Ihr werdet wahrscheinlich da drüber schmunzeln. Und das ist auch okay. Ich möchte einfach, dass Ihr das spielerisch und humorvoll versteht.

Ich stamme halt einfach aus einer anderen Kultur. Der Kultur des chronischen Säbelzahntigermodus. Da kann ich nix dafür. Und Euren Kindern und Enkeln kann es genauso oder ähnlich gehen. Euch auch, wenn Ihr älter werdet. Versteht Ihr das, dann könnt Ihr viele Missverständnisse vermeiden und auflösen und Euch Konflikte und Stress ersparen. Und des wär fei des allergsündeste!

Apropos älter.... Die Krankenkassen-Zeitschrift, die ich bekomme, ist für junge Frauen. Nun bin ich ja Jahrgang 73. Und frag als ich heute Zwetschgenkuchen kaufe (Sicherheits- und Ritualbedürfnis) die Bäckereifrau, wie lange man denn für die Krankenkasse eine junge Frau ist.

Ihre Antwort war erst , dass das ja vom eigenen Gefühl abhängt. Okay, danach werde ich mich wohl immer als Kind fühlen. Darauf insistierte ich, dass ich das auf die Krankenkassenzeitschrift bezogen hatte.
Da meinte sie verblüffend einfach:"Das musst Du die Krankenkasse fragen."
Das werde ich jetzt mal tun. Bin gespannt, ob und welche Antwort ich bekomme.

Im Comicforum hab ich mal die Frage gestellt, wie die Leut dort andere Menschen aufmuntern oder trösten. Scherze, normal behandeln (???? damit ist mir jetzt nicht besonders gedient, weil ich nicht weiss, was damit gemeint ist) war eine Antwort.

Ein zweiter meint, dass es sich dann in dem von mir geschilderten Fall eher um einen Bekannten statt um einen Freund handelt, weil er meine Eigenheiten nicht kennt. Aber wenn einer von einem Bekannten zum Freund wird, dann muss er die ja erst kennelernen. Und ich lerne von ihm. Vielleicht sind wir ja irgendwo unterwegs zwischen Bekanntschaft und Freundschaft...? Wie nennt man das dann? Bereundschaft? Freukanntschaft?

Umarmumngen gibt es nur bei Freunden sagt der Dritte. Also ich hab die Frau, deren Hund überfahren worden ist, ja auch umarmt. Und das hat sich in dem Moment richtig angefühlt. Und die kenn ich nicht. Gibt es dann auch Ausnahmen von diesen Regeln? Und wie lauten die? Das finde ich sehr verwirrend. Also meine Amygdala...

Er tröstet keine Bekannten. Naja, das würde dann wieder dafür sprechen, dass wenn ich jemanden trösten möchte, er kein Bekannter sondern ein Freund ist. Zumindest mein Bauch sieht das dann so und mein präfronteraler Kortex scheint damit einverstanden zu sein.

Zwei weitere zeichnen ein Bild oder einen Comic und verschicken das dann analog per Post im Umschlag. Das tu ich ja auch. Bzw. verschicke Comics auch per Mail und schräge und humorvolle (also aus der Sicht meiner Amygdala und meines präfronteralen Kortex) Gschichtli.

Oder es wird telefoniert. Das kann ich bei Bekannten definitiv nicht. Also das geht nur mit Menschen mit denen ich mich sauwohl und von denen ich mich verstanden fühle. Das sind nicht viele.
Und bei meiner Autistin ist das Telefonat deswegen immer sehr kurz, weil ich beides leider immer weniger verspüre.

So einfach scheint das also nicht zu sein. Dann sind meine Fragen dazu ja durchaus berechtigt.

Sei es wie es will. Gestern hab ich Mundschutze genäht. Das Foto ist sehr verwackelt , weil mein Nervenystem überregt ist (noch mehr als sonst) und meine Hände soviel zittern.

Auch das Ausschneiden war gestern eine Zitterpartie. Ich hab Pausen dazwischen gemacht und mehr als die 4 hätt ich nicht ausschneiden können. Das macht meine rechte Hand nimmer mit.

Meine Amygdala findet es sehr beruhigend ein bekanntes Muster aus neuen lustigen Stoffen zu nähen. Ich wollte schon immer einen Dinosaurier-Mundschutz haben. Und der mit dem Hai und den lustigen Fischen ist auch einer meiner neuen Lieblingsmundschutze. Jetzt hab ich genug, wenn ich mal vergesse einen in die Wäsche zu stecken. Das vergisst meine Amygdala immer mal wieder.

Den Erdmännchen-Mundschutz hab ich gestern mit einer Karte verschenkt und in den Briefkasten geworfen. Heute kam schon eine Mail als Antwort darauf. Sie hat sich sehr gefreut. Und ich freu mich auch! Soviel Oxytocin, Dopamin und Endorphin! Das ist genau das, was mein Nervensystem und meine Amygdala grad brauchen!

Davon kann man nie genug haben!
In diesem Sinne, wünsche ich Euch einen sch¨nnen Samstag!
Etzerdla gibt's Zwetschgenkuchen.

Mundschutzparade

Sonntag: Gestern gab's schon Lebkuchen in der Bäckerei.
Da war ich a weng erschrocken, weil die ned zum Wetter passen....
Unsere Bäckereifrau hat dann gsachd, dass sie etz a nu an Christbaam aufstelln dud.
Ich weiss ned, ob des Ernst oder Spass woar....

In der Zeitung stand gestern ein Artikel zu dem Thema: Was ist daheim?

Ich hätt gsachd: Daheim ist da, wo mer sich wohlfühlt. Wo die Leut bassen und an versteh dun. Also wo ein heilsames Umgebungsklima herrscht. Das der Salutogenese.

Hab gestern wieder drei Mundschutze ausgeschnitten und genäht. Also der dritte war schon grenzwertig, weil ich die Kontrolle über meine Hände verloren hatte. Stecknadeln, Schere das war dann irgendwann nimmer handlebar...

Und trotzdem sind sie sehr schön geworden.

Mundschutzparade2

Die werd ich verschenken. Da freu ich mich schon drauf... und dann stell ich mir wieder die Gesichter beim Auspacken vor...

Auch diese Woche gab es wieder Irritationen mit Kollegen. Kolleginnen um genauer zu sein.

Was ist passiert? Also eine Kollegin einer anderen Abteilung hat vor ihrem Urlaub (das war am vorvorletzten Freitag) ein Bugticket auf mich gestellt. Und das hab ich dann gleich am Montag nach meinem Urlaub auf der Testdatenbank eingespielt, damit sie es sich ansehen kann. Und dann wie sie es mir als Kommentar ins Ticket reingeschrieben hatte, auf ihre Vertretungskollegin mit einem entsprechenden Kommentar gestellt.

Der Test dauert nur 5 Minuten. Am nächsten Tag wird die Test-Datenbank auch wieder überschrieben. Also muss der Test an demselben Tag durchgeführt werden.

Tja... und da stand der Eintrag dann zwei Wochen lang herum, bis die Kollegin aus ihrem Urlaub wieder da war.

Als die Kollegin dann auf mich erneut zukam , war ich alles andere als begeistert, weil ich viel zu tun habe, und Arbeit doppelt zu machen, nicht für effizient halte. Ich habe sie dann darum gebeten, solche Einträge erst auf uns zu stellen, wenn auch die notwendige Testkapazität bei ihnen da ist. Ich habe also meinen Frust geäussert. Und den Konflikt (mein Bauchweh) angesprochen. Denn ich merkte, dass deswegen mein Stresslevel anstieg. Und das ist nicht gut, weil das einem heilsamen Umfeld ja entgegenwirkt. Und ich bat sie darum doch nächstes mal eine entsprechende Urlaubsübergabe an ihre Kollegin zu machen.

Daraufhin erklärte sie mir, dass sie bereits diesmal eine Urlaubsübergabe gemacht hatte und der Kollegin auch explizit die Dringlichkeit mitgeteilt hatte. Auch, dass der Test nur 5 Minuten dauert. Es hat nix genützt. Meine Frustration und Wut auf sie verpuffte daraufhin. Da ich lernte, dass sie ihr bestmöglichstes getan hatte.

Stattdessen erkannte meine Amygdala, dass das Problem in der Zusammenarbeit bzw. der nichtvorhandenen oder abhandengekommenen Zusammenarbeit der Mitarbeiter in ihrer Abteilung lag. Diese führt zu erheblichen Reibungsverlusten nicht nur mit unserer Abteilung. Denn diese Arbeitsweise wirkt sich auch auf andere Abteilungen aus.

Sie klagte mir dann ihr Leid, dass sie ja schon alles versucht habe. Ihre Amygdala war immens frustriert. Daher ihre Logorhoe, ihr Redefluss. Da ich weiss, dass sie dadurch ihr Nervensystem beruhigen kann, liess ich sie reden und hörte zu. So lernte ich auch ihre Hintergründe und eine neue Sichtweise kennen.

Ich sagte dann zu ihr, dass sie ihre Bedürfnisse und die Problematik mit ihrer Kollegin bzw. beim Abteilungstreffen ansprechen soll. Daraufhin meinte sie, dass sie das schon x-mal gemaht hätte und es nichts gebracht hat. Hmm....

Daraufhin habe ich diesen Doppelt-Arbeits-Vorfall mit meinem Chef besprochen und gefragt, ob er nicht eine Idee hat die besagte Abteilung etwas an die Hand zu nehmen. So eine Art Tutor - oder Mentoringship. Warum sind wir jetzt schon wieder bei der Seefahrt? Verwirrend...

Also ob er eine Idee hat, wie wir den Kolleginnen in dieser Abteilung Hilfe zur Selbsthilfe geben können, dass sie wieder einen überblick über ihre Prozesse und die Verantwortung dafür übernehmen. Denn diese Problematik zieht sehr weite Kreise auch in andere Abteilungen hinein. Es ist eine Schieflage entstanden. Die zu vielen Reibungsverlusten in allen Abteilungen führen, die mit der Dodo-Abteilung zusammenarbeiten. Des is fei a ned grod as gsündeste.

D.h. wenn diese Abteilung ihre Prozesse wieder kennen würde und die Verantwortung dafür übernehmen würde, könnten sie auch die überarbeitung , Review ihrer Prozesse in Angriff nehmen und in Auftrag geben und diese effizienter gestalten. Die so gesparte Zeit haben sie dann wieder für neue Prozesse zur Verfügung. Derzeit sind sie unter Druck, weil durch das fehlende Aufräumen der alten Prozesse, keine Zeit für neue mehr bleibt. Die Zeit wird also für jeden einzelnen Handlungsschritt immer knapper. Sie läuft ihnen davon.

Die bisherige Strategie war dann neue Leute einzustellen. Diese glichen ihre Strategie der Umgebung an und adaptierten das Verhalten der Abteilung der Handlungsunfähigkeit. Des is fei a ned grod des gsündeste.

Da somit der Druck weiterhin zunahm (aufgrund der nur kurzfristig wirkenden Symptombehandlung, weil die Ursachen ja unverändert anhielten, weil sich darum niemand kümmerte, weil dafür niemand die Verantwortung übernahm), sourcte die handlungsunfähige aufgestockte Abteilung immer mehr Prozesse in andere Abteilungen aus. Und machte diese dadurch und ihre handlungsunfähige Kooperation mit den Serviceabteilungen ebenfalls handlungsunfähig.

Jetzt war nicht nur die Ausgangs-Abteilung gelähmt und erstarrt, nein, jetzt bremste dieses Nicht-Handeln und so weiter machen wie bisher-Verhalten auch noch andere Abteilungen aus und lähmte sie ebenfalls.

Deshalb ist es wichtig, solche Abhängigkeiten und Tendenzen systemweit zu sehen und aufzulösen!

Das ist wie in unserer Apfelschüssel im Keller. Ein fauler Apfel, wenn er in der Schüssel bleibt, bewirkt dass auch die anderen "gesunden" Äpfel faulen. Deshalb hab ich gestern zwei raus. Allerdings hab ich sie bevor ich auf das Trampolin ging, nur daneben gelegt und dann vergessen mit hoch zu nehmen.

Das führte dann zu einem erhöhten Stresslevel meiner Mama, die die danebengelegten Äpfel sah und nicht verstand, warum die derjenige, der sie herausgenommen hat und danebengelegt hat, nicht gleich auch entsorgt hat.

Meine Amygdala hat dies schlichtweg vergessen.

Wie bei den Äpfeln gibt es auch bei der Situation auf Arbeit keinen Schuldigen! Die Problematik liegt im System. Bzw. im fehlenden Systemdenken.

Ich bin mir sicher, dass die Kolleginnen dieser Abteilung ihr bestes geben. Und wir und die Kollegen der anderen Abteilung tun dies auch. Und egal wie sehr sich alle Seiten anstrengen, es wird immer schlimmer und nicht besser!

Die Abteilungen sind aufeinander sauer. Weil sie den Konflikt nicht ansprechen und die Ursache nicht angehen. Das findet meine Amygdala äußerst verwirrend und frustrierend.

Selbst wenn es jemand versucht, rennt er gegen Wände. Weil er bzw. sie allein, die Ursache nicht beheben kann! Das geht nur, wenn alle zusammenarbeiten und gemeinsam nach einer Lösung suchen, dazulernen und ihre Einstellung und ihr Verhalten verändern.

In den heutigen Zeiten, wo immer mehr immer schneller obendrauf kommt, komm ich mit der Denkweise von vor 20 Jahren nicht mehr zurande. Ich kann nicht Dinge planen wollen, die sich nicht mehr planen lassen! Das funktioniert nicht! Also muss ich mein Denken verändern. Und damit mein Handeln.

Derzeit sind leider viele Kollegen so in ihrem Abteilungsdenken gefangen, weil es ihnen ähnlich geht. Alle haben dasselbe Problem. Ein Systemproblem. Leider wird es nicht als solches erkannt! Und angegangen.

Um Zeit für neue Dinge zu haben, muss ich mir die Zeit freischaufeln. Und das geht nur, wenn ich alte Prozesse aufräume. Dafür muss ich sie aber verstehen! Und wenn ich den überblick über die Prozesse verloren habe, weil ich noch in der alten planerischen Denkweise gefangen bin, die einfach nicht mehr funktioniert, ich das aber dann amygdalabedingt und stressbedingt nicht erkennen kann, dann kann ich die Situation auch nicht verändern!

Das eine schliesst das andere aus.
Ich glaube, dass dieses Problem in kleineren Firmen nicht so gross ist, weil sich dort Menschen nicht hinter der Anonymität des Abteilungsdenkens verstecken können.

Ab einer bestimmten Betriebsgrösse schlägt diese Problematik aber erbarmungslos zu. Denn mit einer erstarrten und gelähmten Struktur (das Ergebnis übererregter Amygdalas und angespannter Muskeln ist ja die Lähmung, seht Ihr ja an mir: Spastik und Dystonie ist nichts anderes als eine Lähmung und Erstarrung und damit ist man dann auch körperlich und physiologisch in der Handlungsfähigkeit eingeschränkt, denn Stress lähmt das Gehirn und die Auswirkung davon sind dann dann auch körperliche Lähmungen. Geistige Lähmung wäre dann das Burnout.) kann ich nicht flexibel und resilient auf immer schnellere Veränderungen reagieren. Das funktioniert nicht!

So sieht jede Abteilung die andere als schuldigen an. Dabei ist das ganze hausgemacht. Ein Systemproblem. Das sich aus den veränderten Umständen ergibt und so langsam eingeschlichen hat.

Eine ähnliche Problematik haben wir ja in den Krankenhäusern. Da klagte mir ein Mitarbeiter auch sein Leid, dass die Krankenhäuser ja nicht dafür vorgesehen sind und waren die Verschiebung der Alterungspyramide aufzufangen. Das ist ein gesellschaftliches Systemproblem! Der Pflegekräftemangel ist ein Symptom davon. Und dass wir das Problem mit dem Abwerben von Ärzten und Pflegekräften aus dem Ausland beheben wollen, ist auch nur reine Symptombehandlung. Das Problem verschiebt sich nur sowohl zeitlich (bei uns) als auch regional (im Ausland, da wo die Ärzte dann herkommen, die wir abgeworben haben.).

Das ist auch die Ursache, warum ein Patient, der auf Reha nicht heilt, zum Sündenbock degradiert wird. Ihr seht es daran, dass der Patient sich Mühe gibt, alle Therapien mitmacht und der Arzt tut, was das System zulässt. Beide tun also ihr bestes und doch ist das Ergebnis niederschmetternd und enttäuschend. Doch es funktioniert nicht, weil der Patient nicht unter diesen Umständen gesund werden KANN!

Da der Arzt ja irgendwie mit dieser Situation umgehen muss, bleibt ihm nix anderes übrig (das System lässt ihm auch keine andere Wahl, das beruht aber noch auf den "alten Rahmenbedingungen" die längst nicht mehr gegeben sind) , als den Patienten zum Sündenbock zu machen. So wird man dann schnell zum Hypochonder (keiner glaubt einem), zum Simulanten oder zum psychisch beeinträchtigten Menschen erklärt. Was man damit bewirkt , ist Misstrauen und im Misstrauen kann kein Mensch gesund bleiben oder werden. Das ist physiologisch , biologisch und logisch nicht möglich. Und die Fachkräfte, die ihren Beruf nach ein paar Jahren der Frustration aufgeben, wissen das ja auch.

Das Wissen ist also da, dass es nicht funktioniert, aber es wird ignoriert. Stattdessen gibt es Gelder für neuen technischen Schnickschnack. Weitere Symptombehandlung, denn die Arbeitsrahmenbedingungen verändern sich dadurch ja nicht. Ausser, dass dann die noch verbliebenen auch noch lernen müssen wie man mit diesen neuen Geräten umgeht. Zum Dank dürfen sich sich dann um noch mehr Patienten oder im Betrieb um Kunden kümmern. Bei gleichbleibendem oder sinkendem Gehalt. Hier fehlt die Wertschätzung für den Mitarbeiter. Wo es keine Wertschätzung für den Mitarbeiter gibt, gibt es auch keine Wertschätzung für den Kunden. Dann wird er amygdalabedingt als Schuldiger oder Feind betrachtet. Des is fei a ned grod des gsündeste.

Laut meinem Scrum-Master, den ich mit Fragen nerven darf, muss man 25 Prozent der Aufwände für Aufräumaktionen verwenden, weil sonst das Projekt im Chaos untergeht. Wenn ich mir die Bücher- und Kleiderstapel in meinem Kinderzimmer ansehe, dann kann ich das durchaus verstehen. Denn da habe ich ja dieselbe Problematik.

Ich kann aber auch verstehen, dass das nicht einfach ist! Allein funktioniert das nicht. Ich habe daheim meine Mama und auf Arbeit meinen Chef, die mir bei der Ordnerei helfen. So dass ich eben nicht im Chaos versinke. Ich arbeite daran.

D.h. solange auf Arbeit jeder im Einzelkämpfermodus sein Heil sucht (Kontrolle und Angriff oder Verteidigung, Wegducken durch Flucht oder Totstellreflex), werden wir die Ursachen nicht beheben können und weiterhin nur Symptombehandlung betreiben. Die wirkt immer kurzfristiger.

Die Lösung läge also wie von mir vorgeschlagen darin, dass jemand, den die Kolleginnen nicht als Bedrohung ansehen (das ist wohl das größte Problem, wenn man im physiologischen überlebensmodus drinsteckt und das scheint heute der Normzustand zu sein, weil mir eine Bekannte aus dem Landratsamt und eine aus einem Bauamt ähnliches berichtet hat), sie an die Hand nimmt und ihnen Hilfe zur Selbsthilfe gibt.

Das ist für mich die Lösung. Nur weiss ich nicht wie man das jetzt praktisch und taktisch und emotional intelligent und empathisch angehen kann. Wisst Ihr das?

Wenn ich ein neues Projekt habe, dann ist das am Anfang kein Problem. Je länger ein Projekt läuft, je länger die Leute da drinstecken, desto schwieriger wird das. Denn da fehlen dann neue Sichtweisen von aussen. Oft stimmt auch die Mischung der Mitarbeiter nicht.

Solange die , die Dinge in die Hand nehmen und Ursachen beheben noch in der Mehrheit sind, funktioniert das ganze noch. Solange sie das ausgleichen können, was in den erstarrten und gelähmten Abteilungen ausgleichen können.

Doch bei uns ist es so, dass jetzt auch viele, die eben für diesen Ausgleich sorgten, selber im überlebensmodus drinstecken, weil auch ihnen alles zuviel wird. Sie kommen auch nicht mehr mit ihrer Einstellung über die Runden.

Die Folge ist, dass das Unternehmen selbst immer mehr gelähmt wird und erstarrt. Weil der Tipping-Point längst erreicht ist.

Umgekehrt bedeutet es aber auch, dass wenn genügend Leute ihre Einstellung und Sichtweise und damit verbunden auch ihr Handeln verändern (bzw. wieder ins aktive Handeln kommen!), auch das Unternehmen wieder handlungsfähiger wird!!!

Das ist eine Riesenchance!!!

Laut meinem Scrum-Master, den ich mit Fragen bombardieren darf und der sie mir auch beantwortet, darf man da aber nicht zu lange warten. Wenn die Legacy-Prozesse (die Sachen, die zu lange nicht überarbeitet wurden und für die sich niemand mehr verantwortlich fühlt) sich zu einer unüberwindbar hohen Wand auftürmen, dann ist laut ihm irgendwann der Zustand erreicht, wo man die Situation nicht mehr retten kann.

Hmm.. Ihr kennt mich ja, ich glaub an das Gute in den Menschen und im System. Denn das ist ja von Menschen gemacht. Und wenn Menschen die Systeme machen, und wenn sie ihre Haltung und Sichtweise verändern, dann verändern sie auch die Systeme bzw. sie verändern sich auch von alleine mit. Die sogenannte Norm verändert sich damit auch. (Ich hab nach wie vor mit dem Begriff Bauchweh... denn für mich suggeriert er, dass es etwas festes gibt. Das feste gibt es aber nicht! Es gibt nur eins, das sicher ist: den Wandel! Wandeln wir und die Umwelt sich, dann kann die Norm nicht beim alten bleiben. Das ist ja das, was ich grad beschrieben habe, das nicht funktionieren KANN!)

Ich weiss nur nicht, wie wir die Leut dazu bringen, das zusammen anzugehen.

Parallel ist auch noch der Trend da, dass die frustrierten Menschen, mit der Sichtweise, die Ursachen angehen zu wollen, kündigen und die Stellen nicht nachbesetzt werden! Aufgrund des Silodenkens der Abteilungen fallen also mit dem Weggang enes solchen Generalisten (das ist für sie auch typisch, dass sie die Dinge selber in die Hand nehmen und wenn sich etwas nicht ändern lässt, dann gehen sie, weil sie sich auch nicht weiterentwickeln können. Das lernen sie dann.) dann noch mehr Legacy-Programme an.

Das Problem potentiert sich. Ein Kollege, der geht, sagte, er tut es, weil er sich nicht weiterentwickeln kann. Ein zweiter Grund war, dass er nicht verbittert werden will, wie so viele andere Kollegen. Verbitterung ist die grosse Schwester der Irritation , Frustration und Wut. Sie wird begleitet von der Handlungsunfähigkeit und resultiert im Dienst nach Vorschrift und der innerern Kündigung.

Ihr erkennt das auch daran, wenn die Kollegen um Euch herum die ganze Zeit von ihrer Rente reden. Furchbar, sag ich Euch! Oder nur noch vom nächsten Urlaub. Oder vom letzten. Das heisst ja, dass sie sich auf Arbeit nicht wohlfühlen. Also die Arbeit ist der letzt Ort wo man sein will.

Ich kann das einfach nicht verstehen. Denn erstens weiss ich ja nicht, ob ich die Rente, den nächsten Urlaub noch erlebe und zweitens seh ich nicht ein, dass ich auf Arbeit nicht lebendig und liebenswert sein darf. Also einfach ich und mich voll und ganz einbringen kann und darf.

Meine Erfahrung ist auch, was Ihr im Alltag nicht hinbekommt, das macht Ihr wenn Ihr in Rente geht, auch nicht. Manche tun ja nicht mal im Urlaub das, was sie sie gross angekündigt haben. Das finde ich dann sehr traurig. Ich kann doch nur das hier und jetzt ändern also jetzt handeln. Und das tu ich dann auch. Ich finde es sehr verwirrend, dass viele Menschen das anscheinend nicht so handhaben.

Auf der ersten Reha war es auch so. Die Physio- und Ergotherapeuten sprachen nur über die Rente und ihren Urlaub. Das gibt mir grad zu denken. Also haben die sich selber auf Arbeit nicht wohlgefühlt. Dann ist es ja kein Wunder, wenn sich ihre Anspannung auf die Patienten überträgt. In der logischen Folge, werden sie dann nicht gesund sondern spannen sich enbenfalls immer mehr an. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Misst dann der Therapeut abschliessend die Beweglichkeit ist er frustriert, weil der Bewegungsardius sich nicht verändert oder sogar in der Behandlung schlechter geworden ist. Das ist für ihn dann noch frustrierender. Ah... jetzt versteh ich das. Und mit meiner Frage:"Wird's wieder, wenn ich nochmal auf den Arm fall?" hab ich seiner Amygdala dann noch den Rest gegeben. Der arme Kerl. Also ich glaub, wenn wir es gut mit den Mitarbeitern im Krankenhaus meinen, dann sollten wir einfach dran arbeiten, dass wir da gar nicht erst reinmüssen. Ich arbeite daran. Dann hamm sie weniger Arbeit und sind entspannter. Also tu ich dem Arzt was gutes, wenn ich gar nicht hingeh. Weil dann erspar ich ihm und seinem Nervensystem Stress (den Stress von meinem Nervensystem) und das ist dann auch gesünder für die anderen Patienten.

Damit würde ich auch dem Pflegekräftemangel entgegenwirken, weil ich dann nicht der Grund dafür bin, dass einer wegen mir kündigt. Damit nehme ich mir auch Stress und übernehme so Verantwortung für die Gesundheit des Pflegepersonals und für mich.

So seh ich das inzwischen. Ja, ich weiss, meine Sichtweise entspricht nicht der Norm. Dann passt sie ja zu mir.

Da ist mir erst bewusst geworden, wieviele Kollegen, wenn ich mich 1:1 im Homeoffice mit ihnen unterhalte und auch sie offen sprechen können, ihren Frust bei mir abladen. Inzwischen kann ich ihn bei demjenigen belassen. Und von seiner Sichtweise etwas lernen. Das ist gesünder. Ich brauche nicht mehr so lange , um mich davon zu erholen. Teilweise ist es jetzt echt so, dass mir diese Gespräche neue Sichweisen und M¨glichkeiten und Chancen aufzeigen. Ich fühl mich danach auch nicht mehr ausgelaugt. Teilweise hab ich danach sogar Energie. Positive. Und wenn einer sehr "kotzt" dann "kotze" ich auch. Dann bleibt es ausgeglichen. Denn dann kann ich auch etwas von meinem Stress loswerden. Wahrscheinlich ist lästern deswegen so gesund. Es tut der Seele gut und damit auch dem Körper.

Wobei ich versuche nicht über andere zu lästern, sondern meine Probleme schildere und dann versuche mit dem Kollegen eine Lösung für das Problem zu finden oder mir einen Rat einzuholen. Oft erzählt mir dann der Kollege aus der Sicht des anderen, warum der derzeit so Land unter ist und dann kann ich das besser verstehen und nachsichtiger sein. Und wenn man die Dinge versteht dann ist das ja der erste Schritt der Salutogenese.

D.h. in den erstarrten Abteilungen steigt durch die Symptombehandlung Neueinstellung die Gruppendynamik (es scheint so zu sein, dass dort auch immer ähnliche Menschen eingestellt werden, und die reagieren dann auch ähnlich, deswegen ist Neurodiversität in einer Abteilung auch so wichtig!!! Dass genau diese gruppendynamische Anpassnung NICHT! passiert!) die Anzahl der Mitarbeiter die in Handlungsunfähigkeit und Erstarrung und in der Symptombehandlungshaltung gefangen sind! Das sind die Fachabteilungen. Zumindest bei uns. Also Fachleute werden weiterhin eingestellt. Die werden als wichtig angesehen.

Generalisten dagegen verschwinden, die sich eher nicht von der gruppendynamik anstecken lassen (wenn sie noch jung sind und anderweitig auf dem Arbeitsmarkt eine Chance sehen). Die Generalisten, die bleiben, sind schon so lange dabei oder gehen bald in Rente oder meinen woanders eh nix mehr zu bekommen und die landen dann irgendwann auch im Selbsterhaltungs- und überlebenskampf.

Traurigerweise werden Generalisten nicht nachbesetzt. Weil sie ihre Arbeit heimlich still und leise machen. Und weil die Sichtweise wohl noch vorherrscht, dass Fachleute und Fachwissen immer noch wichtiger ist als das Generalistenwissen bzw. die Fähigkeit flexibel zu sein und neues zu lernen on the job by doing.

Tja ... und so wird dieser Prozess der Schieflage auch noch verschärft.
Also wäre ein Schritt erstmal zu prüfen, ob das Einstellen von neuen Fachleuten bisher zum gewünschten Ergebnis einer Verbesserung langfristig!!!! (nicht kurzfristig!) geführt hat. Hat sie es nicht, dann sollten dort keine neuen Fachkräfte eingestellt werden. Denn das ist anscheinend nicht die Lösung des Problems.

Stattdessen würde es viel mehr Sinn machen , Generalisten einzustellen. Die die Fachabteilungen bei der Hand nehmen können und ihnen zeigen können wie sie ihre Prozesse effizienter gestalten. Dazu müssen Spezialisten UND Generalisten zunächst die Legacys anpacken. Das ist nicht schön. Das ist schwierig. Weil das Wissen ja weg ist. Also muss man es sich neu erarbeiten. Da führt kein Weg daran vorbei.

Doch wenn man das einmal getan hat, wird die Fachabteilung auch verstehen wie wichtig es ist, dieses Wissen bei sich zu halten. Weil die Wiedererarbeitung ein aufwendiger Prozess ist. Dafür muss sie aber auch hierzu in die Pflicht genommen werden!!! Sonst lernen es die Kollegen dort nie! Und machen so weiter wie bisher.

Jedes so weitermachen wie bisher verschlimmert aber nur die Situation. Wie bei den faulen Äpfeln setzt sich dann der Fäulnisprozess fort. Wenn Ihr neue Äpfel in die Schüssel dazu tut (neue Mitarbeiter), dann werden die ja auch braun...

Erst wenn Ihr die braunen Äpfel aussortiert, dann verhindert Ihr die weitere Ansteckung.

Das Aussortieren entspricht in unserem Beispiel dem Umdenken und Umlernprozess und des neuen Erlernens der Verantwortung und der Prozesse.

Ihr macht also den Apfel immun gegen die Ansteckung. z.B. indem Ihr die Stellen herausschneidet. Das tut man ja auch bei Tumoren. Allerdings ist das schmerzhaft und ich glaube, dass es auch anders geht. Indem wir unseren eigenen Salutogeneseprozess anstossen und andere dabei mitnehmen.

Ihr seht also wie ein krankes Unternehmen entsteht. Heilen kann es nur, wenn auch die Mitarbeiter heilen und gesunden. Und das geht nur, wenn die Einstellung und Sichtweise gesundet. Indem sich die Mitarbeiter und Kollegen, die sich in ihrer Tunnel- und Silosicht der Amygdala (Angst- und Stressgesteuert) des überlebenskampfs jeder gegen jeden, was einer Entfernung voneinander enspricht, wieder aneinander annähern. Und das gelingt nur, wenn wir unsere Sichweise verändern. Das Gegenüber nicht als Schuldigen und uns als Opfer identifizieren, sondern als Kollegen und unser Sichtweisen gemeinsam nutzen, um die Konflikte und deren Ursachen zu beheben.

D.h. Annäherung ist die Lösung! Und damit sind wir wieder bei der Beziehungsarbeit in Form des Feedbackspiels. Denn nur, wenn ich mich unter den Kollegen und in der Zusammenarbeit mit den Kollegen wohl und sicher fühle, dann wird meine Amygdala nicht instinktiv mit Angriff , Verteidigung oder Lähmung reagieren. Erst dann kann der präfronterale Kortex, unser Gefühl und unsere Intuition zu einfachen gemeinsamen Lösungen für die komplexen Probleme von heute kommen.

Ein Kollege von mir meinte, man kann nicht einfach die Mentalität der Amerikaner auf Deutschland übertragen. Amerikaner wären eher so Pi mal Daumen. Ach das passt schon so.

Deutsche glänzen mit ihrer Genauigkeit, Pünktlichkeit und ihrem Perfektionismus. Daher der gute Ruf der Ingenieurskunst.

Er meint, dass deswegen ein Grossraumbüro bei uns in Deutschland nicht funktioniert.

Hmm... wenn Amerikaner entspannter sind und das Rudel im Grossraumbüro tatsächlich als Sicherheit und "Familie" betrachten, dann kann er da recht haben.

Mit dieser Sicht tu ich mir allerdings schwer, weil meine Amygdala aufgrund ihrer Hyperaktivität Menschen, die mir im Rücken sitzen und Geräusche, die ich höre , aber nicht sehen kann, als Bedrohung wahrnimmt. Da eine Hyperaktivität der Amygdala auch mit gesteigertem Perfektionismus und Kreativität und analytischem und logischem Denken einhergeht und das ja die Basis des Ingenieursdenkens und der Informatik und Technik ist, vermute ich, dass er aus diesem Grund mit seiner Meinung recht haben könnte.

Also wenn die Stärke der Deutschen Perfektionismus, analytisches Denken und Kreativität ist, dann wäre logisch, dass die Grundlage dafür eine hyperaktive Amygdala ist. Und unter diesem Hintergrund macht ein Grossraumbüro da keinen Sinn, weil die Amygdala das dann als Gefahr wahrnimmt. Angespannter Rücken mit Rückenschmerzen, Wutausbrüche, mehr Krankheiten wären dafür symptomatisch.

Nur wenn wir uns (bzw. unsere Amygdala) sich im Grossraumbüro wohlfühlt, dann können wir unser Potential und unsere Kreativität entfalten.

Doch selbst wenn wir entspannt sind und die uns umgebenden Nervensysteme in Form unserer Kollegen nicht, wird das nicht funktionieren. Weil sich die Anspannung des einzelnen ja auf die Kollegen überträgt.

Schlechte Laune ist ansteckend. Gute aber auch!

Damit wäre aber die Antwort auch einfach, wie man ein entspanntes Grossraumbüro hinbekommt. Indem jeder einzelne, der dort arbeitet , entspannt ist. Und dazu kann jeder selbst etwas beitragen. Ich arbeite daran.

übrigens habe ich mit meinem Kleingewerbe sowohl Amerikaner als auch Engländer kennengelernt. Eine englische Designerin. Mit der hab ich ein Forum eröffnet. Sie selbst ist auch chronisch krank. Und damals hat sie sich bei mir ausgekotzt und das Gespräch gekidnappt. Denn meine Mama war an dem Tag ins Krankenhaus gekommen und die andere damische Designerin hatte mir mein Muster geklaut. Ich war komplett durch den Wind.

Also ich hab mich dann wieder derfangen und hab eine complaint gegen die damische Dame gemacht und das mit meiner Mama hat sich dann auch aufgelöst.

Ich habe mit der Engländerin dann ein Forum gegründet. Damit wir unsere Stärken bündeln können. Sie hat nicht einen Beitrag geschrieben. Sie hat gar nichts gemacht. Sie hat mich nur als Auskotztüte wie schlecht es ihr geht, benutzt. Also auch in England gibt es sehr angespannte Menschen.

Und eine Amerikanerin , die ich kenne, hat Diabetes und die will sich immer bei mir melden und tut es auch nie. Soviel dazu, dass die Menschen in anderen Ländern entspannter sind.

Mein Fazit: Da wo hyperaktive Amygdalas im Spiel sind, spielt die Nationalität keine Rolle!
Da verhalten sich die Menschen gleich. Egal , wo sie herkommen und hinwollen. Das letztere wissen sie dann übrigens auch nicht. Sie wollen nur so weitermachen wie bisher. So wie es die ganze Zeit schon nicht funktioniert hat. Und das versteht mein präfronteraler Kortex absolut nicht. Weil des is fei a ned grod des gsündeste.

ich bin dann zwar auch durch den Wind und brauche etwas, bis ich mir eine Entscheidung abringe und die fällt mir ein, wenn ich mich bewege, aber ich könnte nie in dieser Opferrolle und Hilflosigkeit verbleiben.
Denn dann würde es mich nicht mehr lange geben.

Ich habe gelernt, dass ich viel tun kann, damit es mir besser geht.

Ich habe auch gelernt, dass ich anderen nicht beibringen kann, was ich herausgefunden habe. Da müssen sie selber hinkommen. Sie müssen das verstehen.

Und so bin ich doch das ein oder andere mal, wenn mir eine CRPS-Bekannte wieder von einer neuen Methode erzählt oder mir einen Link schickt, irritiert und verwirrt, weil ich dachte, sie hätte endlich begriffen, dass es das nicht braucht. Es braucht nicht noch mehr technische Symptombehandlungen.

Ich muss nur lernen auf mich selber zu hören und dann kann ich mir selber ein heilsames Umfeld schaffen. Das ist dann manchmal etwas frustrierend. Aber wenn ich es dann sacken lasse, auch wieder lustig und schräg. Es zeigt wie widersprüchlich die Menschen sind.

Vielleicht braucht sie auch diesen Hoffnungsschimmer, weil sie das Licht in sich selber noch nicht anknipsen kann.

Also was mich betrifft, finde ich es schön, statt im Dunkeln herumzutapsen (ohne die Autismusdiagnose) jetzt den Lichtschalter gefunden zu haben und mich und die Menschen um mich herum , besser zu verstehen.
Und wenn ich das nicht kann, dann kann ich die Menschen ja fragen. Leider sind sie nicht immer offen genug mir eine Antwort zu schreiben. Wären sie das, und entspannter, dann wären sie erstens gesünder und entspannter und hätten Zeit und wir würden uns alle viel besser verstehen.
Da will ich hin. Ich arbeite daran.

So.. heute gibt es noch einen neuen Comic. Schönen Sonntag!

Montag: Hab grad dieses TED-Video zu Ängsten bei Kindern geguckt. Also wieder ein Beitrag zu hyperaktiven Amygdalas.

Interessant fand ich, dass die Referentin sich ebenfalls als Kind gegen einen Arzt mit Händen und Füssen gewehrt hat. Ich hing ja auch am Ärmel vom weissen Kittel, so dass meine Mama Angst hatte, dass ich ihn zerlege. Der Arzt war ein weitschichtiger Verwandter. Der hat das entspannt gesehen.

Und beim Friseur als ich alles zusammengeplärrt hab, war es ja auch so.

Sie weiss also wovon sie spricht. In der Schule ging es ihr auch ähnlich. Da fand sie auch keinen Anschluss. Ihre Eltern haben sie trotzdem hingeschickt und durch die Impfung musste sie auch durch. Sie hat sie als sie erwachsen war gefragt, warum sie das denn gemacht haben? Weil sie das furchtbar fand.

Und da sagten ihre Eltern, dass es ihnen das Herz gebrochen hat, aber sie wussten, dass sie da durch musste und selbst lernen musste, sich mit ihren Ängsten auseinanderzusetzen und neue Kompetenzen und Lösungsmöglichkeiten zu erwerben.

Das ist nix anderes, als was man Konfrontationstherapie nennt. Das hab ich ja auch mit der Brennessel gemacht. Da bin ich meiner Amygdala mit der Brennessel mal experimentell auf die Pelle gerückt.

Hmm.... ähnlich hab ich auch schon gedacht... Ich hätte mir ab und zu jemanden gewünscht, der mir hilft. Und im selben Zug hätte meine Amygdala sich gegen jede Hilfe von aussen gewehrt. Das ist natürlich, wenn die Amygdala das sagen hat.

Ich frag mich ja immer noch, was der Unterschied zwischen meiner Autistin und mir ist.
Ob es auch das ist? Sie hat wohl sehr oft Menschen gefunden, die ihr Dinge abgenommen haben und geholfen haben.

Das ist mir selten gelungen. Und wenn, dann hat das meine Amygdala nicht mitbekommen.

Wenn mir was Angst machte, dann hab ich mich der Angst gestellt. z.B. meiner Angst vor Computern. Also hab ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht. Ich hatte noch in meiner Ausbildung grosse Angst die Dinger kaputt zu machen. Mit Endlosschleifen mit fehlender Abbruchbediung habe ich auch wunderschöne Systemabstürze inszeniert. Da war selbst mein Azubi-Kollege, der von IT schon Ahnung hatte, beeindruckt, was ich da alles hinbekam. Doch es war nichts, dass sich nicht mit einem Neustart des Rechners nicht beheben liess.

Was so ein verbogener C-Zeiger nicht alles anrichten kann... schon erstaunlich.

Mein Azubikollege schoss das Mainboard (versehentlich, weil er sich nicht geerdet hatte) und ersäufte seine Tastatur in Orangensaft. Mich schickte er dann vor, dass ich die defekte Tastatur reklamierte. Weil ich so gucken kann. Naja, viel gesagt, hab ich damals nicht. Das fiel mir noch sehr schwer.

Also ich hab mir wohl immer sowas gesucht... und mich meien Ängsten wohl damit gestellt. Das war mir aber damals gar nicht bewusst. Weil ich gar nicht wusste, dass das Angst war. Damit tu ich mir heute auch noch schwer.

Aber Euch scheint es ja inzwschen auch nicht viel besser zu gehen.

Der Grundkurs Leichtathletik fiel auch in diese Kategorie. Ist Masochismus dann eine konstruktive und kreative Art und Weise sich seinen Ängsten zu stellen? Hmm... Da sucht man sich ja auch das Leid aus. Allerdings bleibt man dann auch da. Das ist wohl der Unterschied. Während ich bei meinen Aktionen daraus etwas gelernt und daran gewachsen bin und neue Kompetenzen erworben habe. Im Leichtathletikkurs hab ich gelernt, dass ich die 800 Meter laufen kann. Nicht schnell, aber ich bin ans Ziel gekommen. Und damit hab ich mich selber überrascht.

Hmm... aber meine Autistin tut das doch auch, wenn sie auch wenn sie nicht gut schwimmen kann, auf Kajaktour geht oder eine neue Ausbildung startet. Dabei überwindet sie sich ja auch.

Wo ist dann der Unterschied?
Ob sie immer jemanden findet, der ihr hilft, weil sie so lieb ist und das dann zum Bumerang wird?

Ist der Unterschied, dass ich die Dinge allein durchgezogen habe? Weil meine Amygdala andere eher auf Abstand gehalten hat? Gegen alle Widerstände?

Denn ansonsten finde ich schon, dass wir uns ähnlich sind. Vom Wissen und der Logik her. Und vom Autismus.

Naja, aber im Beruf fährt man halt sehr selten Kajak oder geht ein Leben lang in die Schule.
Nur metaphorisch... in die Schule des Lebens.

Meine 70-jährige Bekannte, mit der ich darüber gesprochen habe, meinte, dass meine Autistin wohl am liebsten bis zur Rente in die Schule gehen möchte.

Ich suche immer noch nach einer Lösung dieses Problems. Und nach einem Zugang oder offenen Fenster oder einer angelehnten Tür. Derzeit ist mir noch nichts dazu eingefallen.

Nur, dass ich anfangs in meiner ersten Arbeitsstelle wahrscheinlich ähnlich verhaltensorginell aufgefallen bin und die Nervensysteme um mich herum verwirrt und irritiert habe. Da habe ich sehr wenig verstanden. Ausser Bahnhof. Da wusste ich aber auch nicht warum.

Meine Autistin weiss warum. Und doch hilft Ihr das nicht weiter. Sie kann das Wissen nicht nutzen und anwenden. Das finde ich sehr schade. Und es macht mich traurig.

Erst da, wo ich mich alleine ums Netzwerk und um den Server kümmern durfte, blühte ich auf. Denn da konnte ich im Serverraum unterm Dach die Tür zumachen und war mit Linux allein. Das war fein. Ich verbrachte wunderbare Stunden mit Samba (das ist ein File-Mounting-Programm und kein Gesellschaftstanz! Mit letzterem habe ich heute noch Probleme, wenn man Normverhalten als gesellschaftlichen Tanz betrachtet. Beim Tanzen natürlich auch, denn mit Muskelanspannung wirkt man eher ungelenkig und eckig und tapsig und nicht elegant.), Sendmail, Procmail , dem Cronjob, PHP, Apache, Inn und Co. Und es war herrlich!

Ich lernte also von alleine. Mit Hilfe von Büchern und dem Internet und by doing. Ich wusste nicht dass ich das kann und es ist mir auch erst jetzt bewusst geworden, dass ich das ganz alleine gemacht habe. Ich bekam eine halbstündige übergabe vom Admin und dann konnte ich ab und zu noch die ein oder andere Frage loswerden. Ansonsten war ich allein auf mich gestellt. Doch ich hatte gar keine Angst. Im Gegenteil. Das war toll!

Dann durfte ich noch scheme lernen. Ein Lisp-Dialekt. Das lernen viele an der Uni. Ich hab das mit einem CMS-System gelernt by doing. Hat Spass gemacht. Bei den Klammern musste man höllisch aufpassen, dass man keine vergass und sie an der richtigen Stelle zumachte, sonst tat das Programm was ganz anderes, als man beabsichtigt hatte.

Auf Schulungen war ich damals 2 x. Einer Lisp-Schulung für das CMS-System. Ich stellte meine Fragen, die mir grad auf der Seele brannten und erarbeitete mir die Lösung (ich verstand es auch!) im Kurs. Da hatten die anderen Kursteilnehmer anscheinend schon aufgegeben, denn die waren zum Rauchen und Reden auf die Terrasse gegangen , während ich in mein Problem vertieft war. Ich habe Dopamin mit heimgenommen.

Die anderen anscheinend Oxytocin. Die schienen am Fachwissen gar nicht soviel Interesse zu haben. Und fanden das, was ich spannend fand, gar nicht spannend.

Das hat mich immens verwirrt. Denn ich dachte eine Schulung sei dazu da etwas zu lernen. Die anderen Teilnehmer schienen sie zur Kontaktaufnahme und sozialen Interaktion zu nutzen. Damit konnte ich nichts anfangen.

Die zweite Schulung, die ich hatte, ich wurde dorthin geschickt, war eine C-Sharp Schulung. Die machte da allerdings keinen Sinn, weil ich die Jahre vorher bereits C-Sharp in einem Projekt learning-by-doing gelernt hatte. Deswegen verwirrte mich die Schulungsteilnahme schon mal generell. Denn ich brauchte sie ja nicht. Anscheinend kam es meinen Chefs nicht auf das Fachwissen und die praktischen Fähigkeiten sondern auf die Urkunde an. So beeindruckend sah die auch nicht aus.

Ausserdem waren in dem Kurs, neben einem jungen frisch der Uni-Entsprungenen , nur ältere Männer dabei (dass ich in allen Kursen, die einzige Frau war, fällt mir grad erst auf.... war mir nie wichtig...). Der junge Mann war noch sehr lerneifrig, konnte dem Tempo des Lehrers aber nicht folgen. Also fragte er mich um Rat. Ich half ihm, meine Hilfe wurde allerdings vom Lehrer als störendes Schwätzen empfunden. Als ich klarstellte, dass der Mitlernende den Anschluss verloren hatte, bekam ich einen Anpfiff, dass wir ihn dann fragen sollten. Tja, wir wollten halt die anderen nicht beim Lernen stören. Wie man es macht, ist es verkehrt.

Allerdings störte mich mehr, dass das Handy eines der älteren Männer ständig bimmelte. Das schien den Kursleiter nicht zu stören. Heute würde ich darum bitten, dass sowas ausgeschaltet wird, weil ich mich dann nicht auf die teure Schulung konzentrieren kann.

Das ständige Handyklingeln und Hinausgerenne des Teilnehmers störte den Kursleiter anscheinend nicht. Das fand ich auch sehr verwirrend. Also diese unterschiedliche Wertung der Störungsbeiträge. Ich vermute es lag daran, dass der Angeklingelte und ständig hinauslaufenden Mr-Ich-Bin-So-Wichtig-Und-Deswegen-Ständig-Erreichbar ein Stammkunde bei dem Unterrichtenden war.

Das wundert mich nicht. Denn wenn ich dauernd mit Abwesenheit glänze - sowohl körperlich als auch im Hirn - dann kann ich ja auch nix lernen. Die Amygdala lässt es nicht zu. Die Abwesenheit auch nicht.

Die älteren Herren schienen mehr am fettigen Mittagessen (Grieche) als an den Lerninhalten interessiert zu sein. Jedenfalls war ihnen das immer superwichtig. Es kam mir bei dem Ständigtelefonierer so vor, als wäre die Schulung für ihn so eine Art Statussymbol. Da er stolz erklärte, wieviele Schulungen er hier schon gemacht habe.

Ich glaube nicht, dass von dem Wissen etwas hängengeblieben ist. Wenn ja, würde es mich sehr überraschen. Beim Essen wurde ich überstimmt. Ich wollte nichts fettriefendes. Das macht mich müde und hinterher kann ich dann gar nichts mehr lernen. Dem Bauchumfang und der nachmittäglichen Gähnerei meiner Mitlernenden nach, ging es ihnen auch nicht anders.

Ich war damals noch nicht gut auf mich zu hören, aber das Essen fand ich widerlich. Das war im Schulungspreis inbegriffen. Belegte Brötchen wären mir lieber gewesen. So ein kackiges Gürkchen hat mir dann doch gefehlt. Ein kleiner Frischekick. Aus diesen Erfahrungen hab ich gelernt, dass mir Schulungen zuwider sind. Ich lern lieber aus Büchern und on - the - job. Learning by doing. Ich bin eher die Praktiker. Ich konnte mit Schule im Gegensatz zu meiner Autistin noch nie was anfangen.

Dann hat mir also dass, das ich mich allein durchschlagen musste, geholfen! Das hatt ich jetzt nicht gedacht. Weil ich so unabhängiger und selbständiger wurde. Es dauerte natürlich seine Zeit. Mit der &Uul;bung und dem Verstehen konnte ich mir auch Techniken und Lösungsmöglichkeiten aneignen. By doing halt. Also ist da genau das, was ich brauche.

Ich habe auch schon solche Diskussionen in meinem Beisein über mich ergehen lassen müssen. "Ja, aber sie war für diese Arbeit doch gar nicht qualifiziert!" (wobei "sie" ich war. Das verwirrt mich auch, wenn über mich in meinem Beisein (bei Ärtzen hab ich das auch schon erlebt) in der dritten Form geredet wird. Wertschätzend empfindet meine Amygdala das also nicht. Sonst wär sie ja nicht verwirrt und irritiert. Warum macht man das dann? Um Menschen zu verunsichern? Und dann wundet man sich, dass sie nicht gesund werden und verschreckt reagieren? Wie findet Eure Amygdala das denn?

Schrägerweise hab ich genau da drüber mit einer Ärztin, die sehr nett war und mir den Ultraschall am Arm erklärt hat (in der Dystoniesprechstunde) geredet und sie hat gesagt , sie findet das auch furchtbar, wenn es ihr mit ihrer Hautkrankheit so ergeht. Dann kam die Oberärztin rein und auf einmal redeten beide über mich in der dritten Person.

Das hat mich sehr verwirrt. Da hat die Amygdala der Ultraschallärtzin auf die Oberärztin reagiert. Die Anspannung hat sich da wohl von A nach B übertragen. Sie kam mir sehr getresst vor. Wohingegen die Ultraschallärztin vor wenigen Minuten noch entspannt gewirkt hat. Da komm ich mir dann wie ein kleines Kind vor. Ich fühle mich dann nicht ernst genommen. Das passiert mir eh sehr selten. Wenn ich sage: ich bin Autist, dann scheint das den Menschen nämlich nicht zu helfen, mich besser zu verstehen sondern ihre Verunsicherung steigt. Also ich bin und bleibe ein Gesundheitsrisiko für die Amygdalas in meiner Umgebung. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Die ehrliche Antwort war dann:"Ja, aber sie hat die Arbeit doch gemacht!"

Das scheint für mich symptomatisch zu sein. Ich mach einfach. Ich mach auch Dinge, die ich nicht kann. Denn nur, wenn ich Dinge mach, die ich nicht kann, dann lerne ich sie zu können. Das ist logisch. Das scheint die Norm jedoch anders zu sehen. Und das verstehe ich nicht. Weil lernen ja nur durch anwenden und verstehen funktioniert!!!

Nur weil ich einen Wisch aus einer Schulung habe , heisst das ja noch lange nicht, dass ich dieses Wissen auch anwenden kann. Also besagt so ein Wisch gar nichts. Und das verstehe ich nicht, dass die Norm genau auf solche Wische wert legt. Und nicht auf die Erfahrung und die Praxis. Aber ich bin ja auch verhaltensorginell und finde die Norm und Normdenken allenfalls verwirrend.

D.h. genau diese Art , die Dinge so anzugehen, praktisch und lösungsorientiert und einfach mal zu machen, hat mich dahin gebracht, wo ich heute bin. Das ist ja erstaunlich. Einfach, weil ich das tue, was ich am besten kann. Wenn das jeder machen würde, anstatt sich normgerecht zu verhalten, würden wir uns alle erheblich leichter tun.

Alles soll vergleichbar sein. Dabei ist jeder Mensch per se unvergleichlich.

Dann waren die Lehrjahre also alle für was gut. Sonst wär ich heut nicht da , wo ich bin. Faszinierend. Also Hilfe zur Selbsthilfe ist gut, weil man so selbständig wird und Selbstvertrauen bekommt. Aber Hilfe, die in Abhängigkeit endet ist schlecht, weil sie zur Unselbständigkeit führt.

Dasselbe ist ja auch in der Dodo-Abteilung passiert.

Jetzt muss ich mich mal bei meiner Mama dafür bedanken, dass sie sich nicht eingemischt hat. Und mich meine Probleme alleine regeln und lösen hat lassen.
Es gab auch Ausnahmen, wo sie eingreifen musste, weil ich damals zu gutmütig und unerfahren war. Weil ich mir schwer damit tue die Absicht von Menschen zu deuten. Manchmal ist das auch ein Schutz, wenn man nicht den ganzen Mist um sich rum , mitbekommt.

Hmm... hab nochmal über das von gestern nachgedacht... Also wenn ich einen Bogen um Ärzte und Krankenhäuser mache, weil meine Amygdala nicht mit ihnen kompatibel ist und weil ich eine Gesundheitsgefährdung für die dort insassigen bin, dann kann ich so zu einer Entlastung und Gesundung der im Gesundheitswesen arbeitenden beitragen.

Hmm... wenn das jetzt alle Kranken machen, dass sie sich um sich selber kümmern, aus Rücksicht auf die Amygdalas der im Gesundheitssystem arbeitenden und deren Gesundheit dann wär das für das Gesundheitssystem auch nicht gesund. Weil dann würde da ja kein Geld mehr verdient werden.... Hmm...

Für mich wäre das jetzt aber die einzige Lösung, zu der ich aktiv was beitragen kann. So kann ich das Gesundheitssystem und die dort arbeitenden gesundheitlich entlasten, indem ich mich ihnen erspare.

Nur, wenn es so ist, dann müsste ich auch jeden Kontakt zu anderen Menschen einstellen, weil ich ja auch eine Gesundheitsgefahr für sie darstelle durch meine Amygdala und meine Verhaltensorginalität. Das wär allerdings dann nicht gut für meine Amygdala... Hmm... Und jetzt?

Da fällt mir dann nur ein, dass ich dran arbeite, meine Amygdala herunterzuregenln. Dann ist meine Amygdala im Kontakt zu anderen Menschen auch weniger gesundheitsgefährdend... und vielleicht auch heilsam. Ich arbeite daran.

Seifenblasen find ich wunderschön! Das mach ich gern. Das entspannt. Ich mag es die schillernden Blasen zu beobachten, wo sie hinfliegen bis sie zerplatzen. Bei Wind fliegen sie viel weiter. Obwohl sie so zerbrechlich wirken. Und wenn sie auf nassen Untergrund landen, wie auf unserem Anti-Rutsch-Teppich auf dme Balkon, dann bleiben die Halbkugeln noch eine Zeit bestehen.

So kann also etwas, das so zerbrechlich wirkt , ganz schön widerstandsfähig sein.

Ich wollte doch mal wissen, ob man auch ein amputiertes Körperteil beerdigen darf.
Hier gibt es Antworten. Ich muss da immer noch an den Film Green Fried Tomatoes denken. Da war das ganze kein Problem.

Mich interessieren ja neue Sichtweisen...
Wollt Ihr die Welt mal aus der Sicht von zwei Blinden sehen? Das klingt schon wieder komisch und seltsam. Erleben, erfahren trifft es wohl eher.

Die erste arbeitet daran mit technischen Geräten unabhängig zu werden und der zweite benutzt Sonartechnik und zeigt bzw.

TED-Talk1
TED-Talk2

Diese Sichtweise ist auch toll!
Der Redner ist total cool! Wir können unser Hirn umprogrammieren... Nix anderes tu ich ja schon seit einigen Jahren. Ich arbeite daran.
Seine Todos:
Also dankbar für drei Dinge am Tag sein und aufschreiben, was einem tolles begegnet und passiert ist.
Bewegung
Meditation
Gesten (wie Dankeschön-Emails, Postkarten, Zeichnungen...) für andere.

Kommt Euch das bekannt vor? Klar, weil ich das schon seit Jahren praktiziere. Es funktioniert!

Ich hab mich sogar vom letzten Umknicken schneller erholt! Okay, die Arnikasalbe hat sicher auch etwas dazu beigetragen.

Also nix anderes, als dass unser Denken unser Handeln bestimmt. Wenn wir dankbar sind, für das was wir haben, wirkt sich das auch auf unser Handeln aus. Warum? Na, weil das die Amygdala beruhigt.

Macht Ihr Euch in der agilen Transformatioen Sorgen um Euren Arbeitsplatz, dann erzeugt das Stress. Seht Ihr die Transformation und den Wandel als Chance, dann beruhigt das Euer Nervensystem und damit könnt Ihr klarer denken. Und dann könnt Ihr auch Dinge in die Hand nehmen und entsprechend handeln. Ihr tretet also aus der Opferrolle und Hilflosigkeitsrolle heraus und tut, was Ihr könnt, um mit dem Wandel mitzukommen.

Ist ja auch physikalisch logisch. Denn jeder Widerstand (auch gegen eine Veränderung) erzeugt Reibung. Und das kostet Energie. Das ist so, als würdet Ihr versuchen gegen den Wind zu segeln. Das funktioniert nicht. Die Vögel können ja auch nur mit dem Wind fliegen. Nennt sich Thermik. Und genauso könnt Ihr auch die Thermik (Energie) des Wandels als Rückenwind nutzen.

Wenn Ihr gegen den Wind anlauft, dann kostet Euch das Energie. Bei der Tour de France wissen das die Radrennfahrer auch. Nennt sich Windschatten... Das ist dasselbe Prinzip.

Am schönsten fand ich das mit der Norm. Die Norm ist Durchschnitt. Und wer will das schon sein? Wollt Ihr nicht auch der Punkt jenseits der Norm und verhaltensorginell sein? Es könnte Spass machen! :)

Also worauf wartet Ihr? Ich arbeite daran.. ;-)

Dienstag: Die Morgendämmerung sieht wunderschön aus! Im Osten rötelt sich der Himmel während der Westen noch in dunkelblau herumnächtelt.

Die A3 zischt im Frühmorgenverkehr vor sich hin.
Höchstadt-Süd liegt noch im Morgennebel und die Strassenlaternen sehen aus wie Sterne, die vom Himmel in die Nebelsuppe gefallen sind.
Die Amseln zwitschern. Eine Elster keckert.
So schön kann Homeoffice in Zeiten von Corona sein.

Und die Sirene heult dazu.... Ned lang danach sind die Martinshörner der Feuerwehrfahrzeuge zu hören. Was da wohl wieder passiert is?
Danach is widder Ruh...

Die Sirenen findet meine Amygdala ja nicht so toll... weil das sehr reizintensiv ist. Aber wenn ich mir dann vorstelle, dass da Ehrenamtliche ausrücken um anderen zu helfen, kann ich die Sichtweise meiner Amygdala etwas korrigieren, die den Krach ja zunächst als Bedrohung wahrnimmt.

Wenn ein Krankenwagen mit Geplärre an mir vorbeifährt , dann muss ich mir trotzdem die Ohren zuhalten.

Heut gab's auf Arbeit einen regelrechten Hindernislauf. Irgendwie war das aber auch alles spannend. Also ich wollte von A nach B. Das sah nicht so schwer aus.

Dann gab es aber auf den Etappen von A nach B diverse Hindernisse, die ich umschiffen (schon wieder diese Seefahrtsbegriffe...) musste. Also ich musste erst über Z, dann über R und dann über C. So könnt Ihr Euch das bildlich hoffentlich besser vorstellen an den Buchstaben vom Alphabet und ihrer Reihenfolge.

Ich bin erstaunt wie ich das hinbekommen habe. Allerdings muss ich wirklich einen ziemlich grossen Umweg machen, bis ich dann da hingekommen bin, wo ich hinwollte. Weil soviel nicht so funktioniert hat, wie es funktionieren sollte.

Das ist IT. Ich rumpelte von einem Schlagloch ins nächste.... aber ich konnte das ganze dann doch irgendwie lösen. Ich versteh jetzt auch mehr die Hintergründe (weil ich gefragt hab, und sie mir auch jemand erklärt hat) , auch wenn ich manche Entscheidungen nicht nachvollziehen kann.

Das sind Dinge, die ich nicht ändern kann. Ich kann jetzt eher verstehen, warum es so zäh ist. Also die Dinge identifizieren, die ich ändern kann. Und mich und meine Energie darauf konzentrieren.

Hab heut mit 5 unterschiedlichen Leuten telefoniert, um das ganze zu klären und den Weg zu gehen. Das liegt an der Komplexität der Dinge. Ob es immer so kompliziert sein muss, sei mal dahingestellt.

Ich fand das ganze sehr spannend. Und bin erstaunt, wie ich das doch dann noch hinbekommen habe. Also ich war heut voll agil... Dazwischen freilich auch etwas angespannt und ich musste auch mal Dampf bei meiner Mama ablassen. Das hält das Nervensystem gesund. Doch ich konnte es klären, die Sichtweisen, die dem entgegenstehen, verstehen und meine Sichtweise auch argumentativ vertreten. Und fühle mich ernst genommen. Das ist mir bisher noch nicht so oft gelungen. Also hab ich das heute auch wieder on the job und on the fly gelernt und geübt. Durch's Ausprobieren.

Morgen seh ich , ob es funktioniert hat. Ich bin guter Dinge.

Schön fand ich auch, dass mir so viele Leut helfen. Trotzdem zeige ich Wege auf, die ich für überflüssig halte. Also ich hab heut mehrere Symptome gefunden (zum wiederholten mal) und die konnte ich dann auch mit Workarounds umgehen, allerdings finde ich solange die Ursache nicht behoben ist, das ganze sehr unbefriedigend.

Denn so werden dieselben Fragen oder andere, in derselben Richtung immer wieder auftauchen und Ressourcen auch bei den Kollegen blockieren. Das heisst eine Behebung der Ursache wäre sowohl für sie als auch für mich ein Gewinn. Ein Win-Win sozusagen. Das hab ich dann halt in den Bug reingeschrieben.

Und jetzt scheint es so zu sein, dass doch überlegt wird, das im nächsten PI einzuplanen. Das fände ich richtig gut. Weil ich auch ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich da immer wieder nachfragen muss. Das kostet halt viel Zeit auf allen Seiten. So investiert man die einmal um die Ursache zu beheben und dann verschwinden die Symptome auf Dauer. Ich hoffe, es klappt.

Also es war heut irgendwie sehr schön UND spannend. Ich hab wieder einiges gelernt. Und das schöne ist, die Leut nehmen mich auch Ernst. Das kenn ich aus anderen Zusammenhängen ganz anders.

Heut probier ich später noch aus, ob ich an meinem Rechner an einer zoom-Besprechung teilnehmen kann. Das ist dann schon mal ein Vortest für den online Schmerzkongress. Ich bin gespannt. Installiert hab ich es grad auf meiner etwas älteren Kiste. Ich hoffe, es funktioniert.

Also auch hier hab ich wieder was gelernt.

Donnerstag: Also das mit dem Zoom hat auf meinem Rechner funktioniert. Gut, ein Headset wär jetzt doch ganz gut. Denn nur chatten und tippen, das ist etwas mühselig.

Bei dem Thema um das es ging, ist mir aufgefallen, dass sich die Beteiligten nicht verstanden haben. Sie haben aneinander vorbeigeredet. Im grossen Bogen. Jeder war in seiner Sicht gefangen und hat sich auf die Sicht des anderen gar nicht erst einlassen können. Das fand ich sehr verwirrend.

Ich hab auch eine Frage gepostet und auch ich wurde missverstanden. Okay, ich bin das ja gewöhnt. Wären die anderen Beteiligten offener gewesen, dann glaub ich, dass das nicht passiert wäre. Jede "Seite" interpretierte in meine Frage ihre Sicht hinein. Das ist zwar aus psychologischer Sicht faszinierend aus menschlicher sehr frustrierend und irritierend.

Diskussionen machen doch nur Sinn und können auch nur fruchtbar sein, wenn die Beteiligten offen sind für neue Sichtweisen. Andernfalls brechen Grabenkäpfe aus. Weil alle Amygdalas im Verteidigungsmodus unterwegs sind.

Das konnte ich also live erleben. Ich war sehr verwirrt, weil ich mir das irgendwie anders fruchtbar und nicht furchtbar vorgestellt hatte. Was so ein kleiner r-Verrutscher nicht alles anrichten kann.

Auch dass der eine Teilnehmer dann die Diskussion kidnapped kam vor. Ich wusste gar nicht, wo die Entführung hinging. Weil ich die Sichtweise des Kidnappers nicht verstand. Oder heisst das dann Diskussionsnapper?

Ich musste die Diskussion auch früher verlassen. Meine Amygala hat es nicht länger ausgehalten. Die Anspannung war meiner Amygdala zu stressig.

Nachdem ich mein Hirn und das Erlebte sortiert hatte, hab ich überlegt, was machst Du jetzt..
Und dann hab ich mich dafür entschieden eine Mail mit dem Missverständnis und meiner Frage nochmal an den Fragenbeantworter zu schreiben.

Ich habe mir sehr viel Mühe gegeben , mich diesmal klar auszudrücken. Ich habe mich für die Einladung bedankt, meine Verwirrung geschildert und dann das Missverständnis aufgeklärt und meine Frage nochmals gestellt und noch einen Comic drangehängt in der Sandwitchtechnik.

Ich bekam am nächsten Tag dann eine Mail. Aber keine Antwort. Für den Comic hat er sich bedankt und er bestätigte auch, dass bei dem Call viel aneinander vorbeigeredet wurde. Ich konnte immer noch nicht an den Adressaten andocken.

Das war sehr frustrierend. Aber nach zwei Fehlversuchen gebe ich es jetzt auf. Anscheinend ist der Adressat einfach nicht offen. Da kann ich machen was ich mag. Es liegt nicht an mir. Jetzt lass ich es erstmal dabei bewenden.

Wisst Ihr, manchmal ist es so jammerschade, da wedeln Leute mit dem Zaunpfahl und könnten dem anderen neue Einsichten bringen, ein voneinander lernen wäre möglich, nur leider sieht der andere diese Gelegenheit gar nicht. Er nimmt sie gar nict wahr, weil er so in seiner eigenen Sichtweise drinsteckt, dass er für alle anderen blind ist.

Ich kann das aber sehr gut nachvollziehen, weil ich in diesem Tunnelblindmodus ja auch immer wieder unterwegs bin. Ich arbeite daran.

Was mich auch verwirrt hat, war dass einer der Teilnehmer am Anfang gleich erzählt hat, wann er gehen muss. Das klingt dann für den ein oder anderen so, als wolle er schnellstmöglich da wieder weg. Warum kommt er dann überhaupt?

Und dann ist mir eingefallen, dass ich auch schon derjenige war, der es genauso gemacht hat. Erinnert Ihr Euch? Ich wollte mich mit einem Ex-Kollgen treffen. Und ich hatte Angst wie ich zum Treffpunkt hin und wieder von dort wegkomme. Das war mir sehr wichtig, von dort wieder rechtzeitig wegzukommen, dass ich meinen Bus erwische.

Damals hat mich der Ex-Kollege auch gefragt, warum es mir so wichtig ist, dass ich so schnell wieder von ihm wegkomme, wo ich ja noch nicht mal dort bin. Ob ich mich dann mit ihm überhaupt treffen will... also er hat es missverstanden und persönlich genommen. Dabei hatte das ja nichts mit ihm sondern mit meiner Angst meinen Bus zu verpassen und wieder heimzufinden zu tun.

Und so muss das wohl dem Teilnehmer auch gegangen sein. Er hatte Angst einen Anschluss(termin) zu verpassen.

Jetzt muss ich drüber schmunzeln. Ihr hoffentlich auch. Dann bekommt Ihr schon mal Dopamin. Euer Immunsystem freut sich.

Ein anderer Teilnehmer informierte uns in regelmässigen Abständen, dass sein Akku am Laptop gleich alle sei. Das hab ich auch nicht verstanden, wozu das gut sein soll. Meine Amygdala fand das sehr nervig und verwirrend.

Da hat mir meine 70-jährige Bekannte aber dann später in unserem wöchentlichen Telefonat erzählt, dass sie auch jedem wenn sie ihr Handy benutzt, das sagt, weil sie nie weiss, wann der Akku alle ist (sie sieht es nicht) und nicht dass der andere dann böse auf sie ist und meint sie hätte das Telefonat dann absichtlich abgebrochen.

Mit ihrer Erklärung konnte ich also diese Sichtweise verstehen. Dafür war ich ihr sehr dankbar und das hab ich ihr auch gesagt.

Damit hat sich einige Verwirrung hinterher gelegt und der physiologische Stresslevel auch schneller wieder beruhigt. Auch dank des Lerneffekts : Dopamin und Endorphin sei Dank!

Schade finde ich trotzdem, dass so eine Gelegenheit so in die Binsen gegangen ist. Und was macht sie da?

In die Binsen gehen stammt aus der Jägersprache (wie passend ;-). Wenn eine Ente , die der Jäger ins Visier genommen hat, in die Binsen geht, dann kann er sie nicht mehr sehen. Ergo ist sie verloren. Und das ist damit gemeint. Aus der Sichtweise der Ente ist das freilich ein Glücksfall. Sie überlebt und freut sich.

Apropos einseitige Sichtweise und Tunnelblick... Heut ist mir in der Höchstadter Innenstadt (!) ein komischer Heiliger begegnet. Der ist mir schon mal in der Erlanger Innestadt über den Weg gelaufen. Die sind bei mir immer sehr zutraulich.

Der wollte mich bekehren und missionieren und mir seine Sicht aufdrängen. In Erlangen war meine Amygdala damals neugierig.

Da war er heut bei meiner Amygdala an der falschen Adresse. Erstens wollte meine Amygdala zu meiner Physio und zweitens war sie heut eh schon sehr aufgedreht (wegen dem Wetterumschwung) und drittens hab ich seit der letzten Begegnung gelernt mich und meine Sichtweise besser zu behaupten.

Meine Amygdala war ja heut schon verwirrt als mein Kollege später in ein MS-Teams-Meeting kam und mich anchattete mit:
Ich komm ein bisschen später.
Woraufhin ich zurückchattete: Wie lange ist ein bisschen?
Daraufhin kam er ins Meeting.

Ein anderer Kollege wollte mir einen Termin schicken. Jetzt dacht ich , er hätt ihn mir schon geschickt und hab ihn angechattet: Kannst Du mir den Termin nochmal schicken. Ich hab den verbummelt.
Da chattete er zurück: Den hat jemand anderer verbummelt. Und einen Smiley dahinter gesetzt.

Ob ich an Jesus glaube, hat er gefragt. Also der komische Heilige. Nicht mein Kollege. Ich hab gesagt, ich glaub an die natürliche Ordung der Dinge. Da hat er gemeint, dass wär als würd ich an das Brötchen glauben aber ohne den Bäcker als dessen Schöpfer zu würdigen.

Dann ist ein Hubschrauber über uns hinweggeflogen (da waren heut viel unterwegs) und da hab ich dann nach oben geguckt. Meine Amygdala ist derzeit leicht ablenkbar. Mein Reizfilter ist beim Teufel.

Er wollte bei Jesus für mich beten. Da hab ich gesagt, ich komm ganz gut zurecht, das braucht er nicht.

Als ich ihm gesagt hab, dass er eine sehr einseitige Sicht auf die Dinge hat, war er schneller weg als ich gucken konnte. Dass heisst, ich hab heut gelernt, mit dieser Sichtweise kann ich solche nervigen Missionierer-Menschen loswerden.

Die sind nämlich für andere Sichtweisen nicht offen und wenn sie mit einer anderen konfrontiert werden, dann verflüchtigen sie sich. Das ist aus verhaltenspsychologischer und physiologischer Sicht durchaus spannend. Also hab ich auch hier wieder einiges gelernt. Dopamin und Endorphin.

Denselben Effekt hab ich auch auf Reha bei dem Physiotherapeuten "erzielt" als ich ihn gefragt hab, ob der Arm wieder wird, wenn ich nochmal drauf fall. Ich hab ein Talent dafür hyperaktive Amygdalas zu verwirren und in die Flucht zu schlagen.

Das mit dem Oxytocin hat ja nicht so geklappt. Das funktioniert nur, wenn ich andocken kann und mich verstanden fühle. Das war hier nicht der Fall.

Das merkt Ihr auch da dran, dass eine offene Diskussion gar nicht erst stattfinden kann. Genau wie bei der zoom-Veranstaltung. Faszinierend.

Ich konnte dann aber bei meiner Physiotherapeutin und im Nachgang bei meiner Bäckereifrau und einer Bekannten vom Gesundheitsnetzwerk meine Dosis Oxytocin noch abholen. Das war super! Weibliche Superkraft. Auch wenn mich meine Bekannte vom Gesundheitsnetzwerk zum Kneippen missionieren will, sie ist da doch meinen Sichtweisen gegenüber auch aufgeschlossen. Wir lernen voneinander. Das ist der Unterschied. Deswegen funktioniert das bei uns auch mit dem Oxytocin. Und Dopamin auch weil wir zusammen lachen.

Sie:"Da in dem bunten Auto hat Dir einer gewunken. Kennst Du den?"
Ich:"Och mir winken viele. Ich weiss aber meistens nicht wer das ist."
Sie:"Das macht doch nix. Wink einfach zurück."
Dann hab ich ihr erzählt , dass das zu versehentlichen Zungenküssen führen kann und dann hat sie gemeint, ich soll halt neutral gucken. Woraufhin ich sie gefragt hab, wie das geht. Da hat sie gemeint, so wie immer halt. Und dann hat sie gelacht.

Meine Ergo hat mich heut auch gefragt, ob ich sie neulich gesehen hab, wie sie mir aus dem Auto gewunken hat. Da hab ich gesagt, ich hab Dich am Auto und am Nummernschild erkannt. Mit Gesichtern hat es meine Amygdala ja nicht so. Macht im Angesicht auch keinen grossen Sinn zu erkennen, wie der Säbelzahntiger jetzt genau ausgesehen hat.

Apropos Gesundheit ... Ich les grad das Buch "Big potential" von Shawn Achor. Da geht es darum, dass wir Menschen unser volles Potential nur im Team , also im Zusammenspiel mit anderen entfalten können. Und zwar dadurch, dass wir das Potential von anderen entfalten. Und daran wachsen auch wir. Also wenn wir anderen etwas geben. Heute hab ich einen Mundschutz mit einer lustigen Karte verschickt. Ihr seht.. ich arbeite daran.

Kennt Ihr die Framingham Heart Study? (die Framingham Herzstudie) Also eine der Erkenntnisse der Studie ist auch, dass wenn man sich mit Menschen umgibt, die einem gut tun und die fröhlich und zufrieden sind, man auch selber fröhlich und zufrieden ist und auch gesund bleibt oder gesund wird. Da arbeite ich ja auch dran.

Indem ich mir mein heilsames Umfeld schaffe. Und das kann ich ja , indem ich das Potential in anderen entfalte. Dann mach ich ja nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen alles richtig. :)
Ich arbeite daran :)
Und Ihr könnt das auch.

Freitag: Hmm... nachgedacht. Also ich glaub, jeder Organismus und jede Organisation und jede Organisationseinheit braucht einen Teil, der aufräumt und Dinge ordnet. Ansonsten häuft sich zuviel an.

In uns ist das z.B. das Lymphsystem oder das Gliasystem. Die beiden sind solche Aufräumer. Unser Darm sicher auch... Und der Schlaf ist auch so ein durchputzer, weil er die Geschehnisse des Tages verarbeitet und so lernen wir.

Und wenn man zu angespannt ist, weil die Amygdala Amok läuft, dann funktioniert das auch nicht mehr in uns drin. Bei hyperaktiver Stressachse funktioiniert die Aufräumaktion in uns drin nimmer.

D.h. wenn wir aussen nicht aufräumen können , dann funktioniert das in uns auch nicht. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Bei mir hat der Lymphabfluss wohl noch nie funktioniert. Trotzdem schafft es unser Organismus das zu kompensieren. Das ist doch sehr erstaunlich. Wie im innen so auch im aussen und umgekehrt. D.h. unser Verhalten gibt Aufschluss über unseren Gesundheitszustand. Hättet Ihr das gedacht? Naja, das ist ja wieder diese natürliche Ordnung der Rekursion. Spannend!

Legacy-Programme, Gerümpel oder Bücher oder KLeidungsstücke oder Nahrungsmittel oder andere Vorräte. Oder Dosen und Flaschen, wenn man sich nicht aufraffen kann, sie zum Container zu bringen.

Aha... Aufräumen und ordnen hält also gesund. Denn zuviel Chaos wirkt sich stress-steigernd auf uns aus.

Mit den Büchern gibt es bei mir eine Lösung mit der Ordnungseinheit in unserer Heimorganisation. Meine Mama hat ein paar Bücherregale in Auftrag gegeben. Das ist cool, denn dann hab ich sowas wie eine Bibliothek. Das hab ich mir schon immer gewünscht.

In mir gibt es auch immer öfter einen Ordnungsdrang. Ich arbeite daran, organisierter zu werden und der Stressachse entgegenzuarbeiten. Nein, immer klappt es nicht.

Gestern hab ich es mal geschafft, gleich meine Notizen ins Outlook in die Aufgabnnliste einzutippen anstatt es erst auf einen Zettel zu schreiben. Das spart Zeit und Energie. Und hinterher war ich auch stolz auf mich. Das muss ein Dopaminstoss gewesen sein. Weil ich es endlich mal anders gemacht habe. Und der Zettelwirtschaft und meiner unleserlichen Handshrift wirkt es auch entgegen. Das ist cool!

Mein D-Arzt macht das auch so. Dort wird gleich alles in den PC getippt. D.h. sie haben keine Nachverarbeitungsaufgaben mehr. Es häuft sich nix an, weil es gleich gemacht wird. Da kann ich viel davon lernen. Ergo und Physiorezept bekomm ich gleich ausgedruckt und in die Hand gedrückt. Und das funktioniert.

Beim Hausarzt ist das ganz anders. Da werden die Rezepte aussen ausgedruckt und dann erst wenn der Arzt oder die Ärztin wieder aus ihrem Sprechzimmerle rauskommt, unterschrieben. Telefonisch vorbestellen geht auch nimmer.

Im Krankenhaus beim Ellbogenbruch hat der Arzt immer alles erst ins Diktiergerät gesprochen. So hat er die Arbeit angesammelt, weil das musste dann ja erst wieder getippt werden. Von A nach B. Ob sich da ein Spracherkennungsprogramm rentieren würde? Ob die so gut sind, dass sie so lateinische Fachausdrücke und leise Stimmen verstehen? Mit meinem Dialekt hatte das MS-Teams bei der Aufzeichnung eines Anrufs schon erhebliche Probleme.

War erst Dienstag beim Hausarzt, weil ich für meine Mama Rezepte abholen sollte. Die haben sie dann nicht gefunden, weil sie sie schon in die Apotheke geschickt hatten. Das hat etwas gedauert. Da frag ich mich, ob sich das nicht besser organisieren liesse. Wen ich das gewusst hätte, dann hätte ich ihnen ja keine Zeit gekostet, nur der Apotheke. Das hätte die Situation in der Praxis enstresst. So waren alle Beteiligten erstmal verwirrt. Das kostet Zeit und Energie. Unnötig.

Heut auf Arbeit hab ich viel gelernt. Denn auch da ist mir aufgefallen, wie wir unser Problem des Chaos lösen könnten. Wenn es in jedem Bereich eine Institution des Aufräumens gäbe, dann könnte sich das langfristig ordnungs- und enstressungsfördernd in allen Bereichen auswirken.

Langfristig sollten dann alle Teams neurodivers aufgestellt werden, so dass in jedem Team auch eine Ordnungsinstitution enthalten ist. Das versteh ich jetzt. Denn dann kann jedes Team selbst seine Prozesse überarbeiten und ordnen. Und das ist bei immer schnellerem Wandel unerlässlich, weil man sonst im Chaos landet.

Dann sieht es in den Projekten und im Gehirn der Mitarbeiter so aus wie in meinem Zimmer. Chaotisch. Und das wirkt sich dann auf die Nervensysteme und Amygdalas der Mitarbeiter aus. Und da diese nicht für sich alleine arbeiten, sondern mit anderen Mitarbeitern aus anderen Bereichen und den Kunden interagieren, überträgt sich das von Nervensystem zu Nervensystem. Und mit Ordnung und Struktur und Ruhe kann man dem entgegenwirken.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

FussNeglect
Alles Kaese Die Glaa aus ERH 2020
19.09. bis 25.09. Denk mal anders ...

Samstag: Gestern wollt ich mir ein headset holen. Dacht ich, hol es hier vor Ort und bin zum Aischpark marschiert. Ich hasse Elektromärkte, weil sie so reizintensiv sind. Ob deswegen die Mitarbeiter dort immer so auf der Flucht wirken? So verängstigt oder gehetzt und angespannt? Da könnte durchaus ein Zusammenhang bestehen.
Die hatten dann allerdings nur Gamer-Headsets. Also diese Mickey Mouse Riesendinger.

Ich wollte eigentlich ein leichtes, so wie ich es auch von der Arbeit habe. Das nicht drückt und weit ist und man nicht spürt. Ich hatte also autistisch bedingt sehr klare Vorstellungen. Mein Bauch sagte da schon: nein.

Nachdem ich 5 mal um die Regale rumgeschlichen bin und dann noch einen schüchternen und verschreckten Mitarbeiter fragte, ob sie auch normale leichtere Headsets haben, kam von ihm die nicht besonders hilfreiche Antwort:"Wahrscheinlich nicht."

Naja, dacht ich mir... bist mal offen und probierst es aus. Vielleicht soll es so sein. Und das Ding ist dann total cool. Also überredete mein präfronteraler Kortex meine Amygdala zur Mitarbeit und beruhigte sie.

Ich hab es also ausgepackt und angschlossen. Und es hat dann zwar etwas gedauert bis Windows den Treiber installiert hatte, aber es hat dann funktioniert.

Dann die Enttäuschung: das Ding ging gar nicht! Der Druck am Kopf war so schmerzhaft, dass ich sogar noch ne halbe Stunde nachdem ich es ausprobiert hatte, Schmerzen bis in den Hals runter hatte. Also hab ich das Ding wieder eingepackt und zurückgebracht. Ich war gespannt wie das ablaufen würde.

Die Dame an der Kasse schickte mich erst mal dahin, wo ich die Dinger geholt hatte. Die Antwort war auch nicht besonders hilfreich. Weil ich wieder auf die Pirsch nach einem Menschen in einem blauen Hemd gehen musste. Diesmal fand ich eine Frau.

Die blaffte mich dann an, wo denn der innere Karton sei. Drauf sagt ich , dass da keiner drin war.
Sie:"Das kenn ich aber anders."
Ich kannte nur dieses eine Produkt und war damit ja schon bedient.
Das bestätigt meine These der Anspannung. Denn mir als Autisten sagt man ja nach, dass ich da auch nicht besonders flexibel bin.

Am Ende hab ich dann das Geld zurückbekommen. Warum sie dazu meine Adresse und meinen Namen gebraucht hat, weiss ich nicht. Jetzt war ich zweimal in dem Laden und jedes mal kam sowas komisches dabei raus. Ich hab in dem Laden nicht das bekommen, was ich gebraucht hätte. Das letzte mal wollte ich eine DVD. Die hatten sie nicht und bestellen ging auch nicht. Man riet mir im Laden: Bestellen Sie das im Internet. Das ist eine verwirrende Geschäftsphilosophie. Jetzt geb ich es erstmal auf.

Ich bin dann befreit von der Last in die Rewe marschiert. Und da gab es in der Fischtheke halbe Karpfen und da war ich dann glücklich. Ich hab jetzt also Karpfen statt Kopfhörer. Fängt ja auch mit K an. Und damit ist mein Nervensystem jetzt glücklich und zufrieden. Und mein Bauch auch.

Neulich hab ich eine ältere Bekannte getroffen und die sagte Ihre Freundin hat gemeint, dass es langsam Zeit wird sich für einen Platz im Altersheim zu bewerben. Ihre Freundin denkt so pragmatisch, weil als ihr Vater einen Heimplatz brauchte, sie keinen bekommen hat. Das war jetzt nix persönliches sondern halt aus ihrer Erfahrung heraus.

Da war meine Bekannte sehr erschrocken. Isses schon soweit? Und dann ist sie in ihren Garten und hat einen Handstand gemacht. Und dann hat sie beschlossen, wer noch einen Handstand machen kann, der braucht noch nicht in ein Altenheim. Das finde ich eine sehr praktische und pragmatische Lösung.

Wenn es allerdings danach ginge, dann hätte ich schon in der Kinderheit in ein Altersheim gemusst. Weil ich noch nie einen Handstand konnte. Die Muskelanspannung meines Nervensystems verhindert sowas. Also könnt Ihr das Prinzip nicht generell anwenden.

Da wird mir erst bewusst wieviel tolle Frauen ich inzwischen kenne. Jede bereichert mein Leben durch ihre eigenen Sichtweisen. Das macht mein Leben viel bunter. Sie schillern wie bunte Seifenblasen in meinem Leben.

Ich les ja grad "Big Potential" von Shawen Achor. Das gefällt mir. Also sein wahres Potential kann man nur entfalten, wenn man anderen dabei hilft, ihres zu entfalten.

Und es stimmt gar nicht, dass man andere nicht ändern kann. Wenn man sich verändert, dann färbt das nämlich auf das Umfeld(er) bzw. die Umwelt ab. Und die Umwelt färbt auf uns ab.

Sprich: wenn Ihr von genervten Kollegen und Familienangehörigen umgeben seid, dann werdet Ihr auch nicht sehr entspannt sein. Das ist ansteckend. Gute Laune aber auch. Also umgebt Euch mit Menschen, die Euch gut tun. Dann geht es Euch auch besser. Und dann bleibt Ihr auch gesünder. Oder werdet es wieder. Ich arbeite daran.

Guckt Euch dazu mal dieses TED-Video an. Ich find's toll. :)
Es geht drum, dass nicht durch Konkurrenzkampf (survival of the fittest) das Potential in jedem von uns geweckt wird, sondern dadurch, dass wir uns gegenseitig helfen (survival of the best fit). So ist es ja auch in der Natur. Da gibt es auch Kollaborationen. Ich helf Dir und Du hilfst mir.

Als Beispiel zeigt sie das an Hühnern. Superchickens. Am Ende stehen die dann sehr gerupft da. Federlos. Weil Superchickens aggressiv werden und sich gegenseitig die Federn ausrupfen. Unter dem Stress überlebten auch nur 3 dieser Super-Gerupften. Des is fei a ned grod des gsündeste.

Wohingegen die Hühnergruppe, die bunt gemischt , also neurodivers war, ihre Eierlegeproduktivität steigern konnte. Die der Gerupften sank, weil ja die Anzahl der überlebenden Hühner sank.

Da will ich hin. Ich arbeite daran.
Kommt Ihr mit?

Apropos... wusstet Ihr, dass man die Farbe der Eier von Hühnern an ihrer Ohrscheibe meistens vorhersagen kann? Ist sie weiss, dann legen sie höchstwahrscheinlich weisse Eier. Das sind die , wie sie ursprünglich in der Natur vorkamen.

Ist sie rot, dann legen die Hühner wahrscheinlich braune Eier. Durch die Vermischung von Hühnern durch Züchtung sind die braunen Eier erst entstanden. Ich dachte immer, braune Eier wären zuerst da gewesen. Dabei war es umgekehrt. Spannend.

Ich wünsche Euch einen schönen Samstag.

Sonntag: Seit gestern bin ich aufgebläht wie ein Luftballon. Da scheint das Wasser in meinem Lymphsystem nicht ablaufen zu können. Trotz Trampolin komm ich mir wie ein Micehlinmännchen vor. Meine Muskeln sind angespannt wie schon lange nicht mehr und ich komm mir vor wie ein Steiff-Tier.

Ein bisschen Meditation und Streicheleinheiten auf dem Bauch haben jetzt wenigstens zu einem durchschlagenden Erfolg geführt. Und ich konnte bei der Sitzung in "Big Potential" lesen.

Meine Mama wollte ihre erlernte Symptombehandlung (Abführmittel) anwenden. Das hat ihre Generation so gelernt. Da verzichte ich dankend drauf. Denn das wirkt ja nicht im Hirn sondern im Darm.

Meine Technik hat also funktioniert. Wahrscheinlich ist mein Nervensystem vom Wetter überreizt. Vom kommenden. Die Vögel sind gestern auch ganz schön herumgesaust. Und die greifen ja auch nicht zum Abführmittel. Nein, die fliegen wild durch die Gegend und bauen so den physiologischen Stress ab.

Also wenn man wirklich sein Potential entfalten will, dann muss man sich ein Star-Umfeld schaffen. Sich mit positiven Menschen umgeben, die von einem und von denen man selber lernen kann. Das sag ich doch die ganze Zeit!

Das versuch ich ja mit meinem Feedback-Mailspielen mit dem Gamification-Ansatz. Leider verliefen viele dieser Versuche in einer Sackgasse, weil der Empfänger seine Türen und Fenster geschlossen hatte. Weil der Empfänger immer noch denkt, dass er da schon allein hinkommt , wo er hin will. Dass er dazu Hilfe von aussen braucht und dass das ganz natürlich ist, weil wir Menschen uns durch das Lernen evolutionistisch weiterentwickeln, sieht er oder sie leider nicht.

Das ist schade. D.h. wenn wir mir auf diese Weise "spielen" würden, würden wir viel bessere Ideen haben und ein Umfeld, in dem wir uns wohlfühlen. Denken wir aber weiterhin, dass wir gegen einander kämpfen müssen und bekämpfen so die Menschen um uns herum im Wettbewerb des Alltags dann bekämpfen wir auch unser eigenes Potential.

Das ist schade. Deswegen bin ich so hartnäckig und versuche immer wieder verschlossene Türen zu öffnen. Indem ich neue Schlupflöcher und somit menschliche Andockstellen suche.

Grad wird mir bewusst, dass ich doch schon viele Andockstellen habe. Und es werden immer mehr. Indem ich offen auf andere zugehe und mich auch auf ihre Sichtweise einlasse. Es wird immer mehr ein ausgeglichener gegenseitiger Austausch. Wir lernen voneinander. Und das ist total cool! Lernen auf Augenhöhe. Unabhängig vom Status und Beruf des Gegenübers.

Gestern hab ich eine Bekannte getroffen, die mehr Kontakte sucht. Jetzt hab ich ihr vom Gesundheitsnetzwerk erzählt. Sie hat schon jahrelang ehrenamtlich und umsonst andere Menschen gepflegt. Waschen und so. Leider wurde sie dort ziemlich ausgenutzt. Sie hat nicht mal die Fahrtkosten bekommen, die ihr damals zustanden. Das lag aber an der Leitung, die dann auch später strafrechtlich dafür zur Verantwortung gezogen wurde.

Wieso gibt es auch im ehrenamtlichen Bereich Menschen, die sich selbst bereichern? Weil sie unzufrieden sind? Und sich nicht wertgeschätzt fühlen? Weil das Umfeld und die Bedingungen, also die Menschen um einen herum , einem keine Energie geben und nur nehmen? Weil das ganze oft eine sehr einseitige Angelegenheit ist?

Ich kann das ja nur vermuten. Aber da sich die Muster auch in anderen Firmen gleichen und Menschen sich ja doch ähnlich sind, glaub ich, dass es wohl daran liegen muss. Wenn einem die Wertschätzung fehlt, dann kann es schon sein, dass man sich die dann nimmt. Auf andere Art und Weise. Die einen kündigen, die anderen tun das auf andere Dinge...

Mobbing ist ja auch so eine Art sich Wertschätzung zu holen. Mobbing kann aber auch aus Gedankenlosigkeit und Unwissenheit und Zeitdruck entstehen.

Hmm... ist dann Machtstreben eine Art und Weise wie man sich Wertschätzung holt? Das kommt wohl auf die Art und Weise der Haltung an. Will ich andere entfalten und setze mich für sie ein, dann wird meine Anspannung geringer sein, weil ich mir ein Umfeeld schaffen kann, in dem sich andere Menschen wohlfühlen. Als Macht würde ich das allerdings nicht bezeichnen. Sondern als Wunsch nach Potentialentfaltung für andere. Und dadurch fördert man auch sein eigenes.

Liegt mir aber nur an meinem eigenen Fortkommen, dann werde ich angespannter , weil ich dann ja mein Umfeld als Konkurrenz wahrnehme, gegen das ich mich verteidigen muss.

Wenn ich mit dem Rücken zur Wand stehe, dann werde ich auch angespannt sein. Da ist das dann der Notwehrreflex. Das ist dann eine dritte Variante. Die scheint derzeit in sozialen Berufen aber auch in vielen Firmen vorzuliegen. Die Arbeit wird immer mehr und am Personal wird gespart.

über das Thema des zu wenig Personals, also zu wenige Kollegen und zuviel Arbeit hab ich mich dieses Wochenende auch wieder mit einem Kollegen unterhalten. Bzw. er hat mir sein Leid geklagt. Und die fehlende Wertschätzung. Und dass sich nichts ändert. D.h. ich spürte deutlich seine Verzweiflung.

Und das obwohl er zusammen mit einigen Kollegen die Kuh vom Eis geholt hat und am Freitag bis früh in den Samstag gearbeitet hat.

Dass das nicht schön ist, nachts Dinge auszuputzen, verstehe ich. Denn nachts möchte ich schlafen und mich erholen. Andererseits ist es nicht auch toll, dass da Kollegen da sind, die mit ihm zusammen bis in die Morgenstunden ein Problem beheben? Ist nicht dieser soziale Zusammenhalt der Hebel , an dem ich ansetzen kann, um meine Perspektive und Sichtweise zu verändern? Aus der Hilflosigkeit in die Handlungsfähigkeit? In die Dankbarkeit?

Wenn es vom Chef keine Anerkennung gibt und von der Firma, kann ich sie mir nicht aus dem sozialen Kapital - aus der Gemeinschaft und Zusammenarbeit mit meinen Kollegen holen?

Mein Kollege meinte, ohne neue Mitarbeiter ist diese Problematik nicht zu lösen. D.h. er sieht sich als handlungsunfähig und hilflos. Aber das war er doch gar nicht. Weil seine Kollegen ihm geholfen haben! Von sich aus!

Da geht doch was.

Ich kann mich verändern und dadurch mein Umfeld. Also kann ich doch auch, wenn ich mich frage, was kann ich für meine Kollegen tun, um ihnen das Leben leichter zu machen, indem ich mir z.B. Ihr Feedback einhole und frage, was sie brauchen und was sie sich von mir wünschen und ich es auch umekehrt praktiziere (Gegenseitigkeit), dann schaffe ich mir ein "Sternensystem" , in dem die Sterne meiner Kollegen leuchten können und meiner auch.

Das kann ich beeinflussen. Und ich sehe ja, dass wir an vielen Orten Konflikte und Missverständnisse haben. Und dass auch die Bereitschaft da ist zu feedbacken und sich auszutauschen. Ja, nicht alle Kollegen nehmen sich die Zeit dazu. Aber einige habe ich gefunden. Und da kann ich ansetzen. Ich kann daran ansetzen, dass ich das Gesamtsystem besser verstehe, wenn ich meine Kollegen, ihre Ängste, Sorgen und Nöte und die Hintergründe ihres Handelns verstehe.

Denn nur so bekommen wir gemeinsam einen besseren überblick über unseren Tunnelblick-Tellerrand und können bessere Entscheidungen treffen. Viellelicht hat ja ein Kollege dann die Lösung durch seine Sichtweise auf das Ganze. Nur wenn er die anderen Sichtweisen nicht kennenlernt, dann kann er seine Lösung gar nicht anbringen. Er kann sein Potential nicht entfalten. Das kann ein Kollege oder eine Kollegin sein, der man es gar nicht zutraut. Ein stiller Kollege. Der wird sich auch nur trauen seinen Vorschlag zu bringen, wenn das Umfeld offen und vertrauensvoll dies zulässt.

Deshalb ist Transparenz und klare Kommunikation wichtig! Und dass wir einander kennenlernen.
Das klingt komisch, dass ausgerechnet ich das schreibe. In der Gruppe gelingt das oft nicht. Weil dort die Gruppendynamik der Anpassung - man will nicht auffallen und traut sich nicht - greift. D.h. dort entsteht keine offene Diskussion. Sondern es gibt eine Meinung, der sich angepasst wird. Das hat mich schon immer irritiert. Weil ich das eben nicht kann. Ich hab mich dann halt nicht getraut was zu sagen und geschwiegen.

In 1:1 Kennenlern- und Feedbackgesprächen, virtuellen Kaffeepausen gelingt mir das. Ich bin gut an andere zu denken und sie dann mit neuen Ideen zu vernetzen und zu verknüpfen. Ich weiss auch, dass ich die Lösung nicht allein entwickeln werde. Dazu bedarf es die Sichtweisen vieler und die Weit- und Systemdenkensicht. Ich denke dann lassen sich simple Lösungen für komplexe Probleme finden. Und das ist genau das, was wir heutzutage brauchen.

Weil die Probleme von heute komplex sind und mit alles und jedem in Wechselbeziehung stehen. Und daran kann einer allein schlichtweg nicht denken, weil er nicht alles wissen kann! Weil er nur einen Ausschnitt aus allen möglichen Erfahrungen des Lebens hat. Nur das Kollektiv, die Kollaboration kann aus allen Sichtweisen die bestmöglichste Lösung finden. Indem es sich auch immer wieder neu erfindet. Und sich keine Grenzen setzt. Und dann kann sich auch jeder einzelne immer neu erfinden und weiterentwickeln.

D.h. wenn ich zuviel Arbeit für zu wenig Menschen haben, und nicht mehr Menschen herzaubern kann, dann kann ich überlegen, was kann ich tun?

übrigens ist es nicht so, dass wir nicht auch mal einen neuen Mitarbeiter bekommen haben. Da fehlte aber die Zeit aufgrund des Arbeitsdrucks ihn einzuarbeiten. Es fehlte auch an Transparenz und klarer Kommunikation. Der Kollege "verhungerte"
Und da wir auch noch in unserem Tunnelblick gefangen waren, und nicht sehen, was wir von uns selbst verlangen, forderten wir ebensoviel vom Neuen, der das aber gar nicht leisten konnte. Weil ihm Wissen, das für uns selbstverständlich war, fehlte und uns dieser Denkfehler nicht bewusst war. Wir konnten seine Sichtweise nicht sehen!

Im Ergebnis bekam dieser Kollege aufgrund der gleichzeitigen üerforderung und gleichzeitigen Vernachlässigung (fehlenden Integration unsererseits in ein Team , das ja gar nicht vorhanden war, weil jeder für sich allein kämpfte, er muss sich sehr alleingelassen gefühlt haben) einen Herzinfarkt.

Er verliess daraufhin unsere Abteilung und brach den Kontakt zu uns komplett ab. Ich kann es ihm nicht verdenken. Damals hab ich es nicht verstanden.

In einem so "feindlichen" (das ist keinem bewusst!) Umfeld, kann auch ein neuer Mitarbeiter gar nicht Fuss fassen! Warum eigentlich Fuss und nicht Hand? Und warum sagt man, dass Dinge gut sind, wenn sie Hand und Fuss haben?

D.h. wenn ich neue Mitarbeiter brauche, einarbeiten möchte und halten möchte (also auch Energie sparen), dann muss ich auch erstmal in diesem Interesse ein Umfeld schaffen, in das neue Mitarbeiter auch integriert werden KöNNEN!
Solange das Umfeld im Säbelzahntigermodus und jeder nur ums eigene überleben kämpft, wird das nämlich gar nicht erst funktionieren!!! Das wird mir grad erst bewusst. Weil in so einem Umfeld auch keiner arbeiten will, der neu hinzukommt, und es anders kennt.

Wir sind also wie der Frosch im Kochtopf, der langsam erhitzt wird. Wir merken gar nicht mehr, dass wir am Verkochen sind, weil wir in unserem Betrieb , unserer Abteilung schon viel zu lange sind. Wir haben uns an das nicht-normale gewöhnt. Allmählich und erwarten das jetzt auch von anderen. Weil wir in unserem Tunnelblick wegen unserers angespannten Nervensystems feststecken.

Wir erwarten also von neuen Fröschen, dass sie im kochenden Wasser wie wir sitzen bleiben und wundern uns dann wenn sie herausspringen. Dabei sollten wir von ihnen lernen!

Und um nicht immer wieder im kochenden Wasser zu landen, müssen wir immer wieder neue Sichtweisen hineinholen. Also die Mischung aus neu hinzukommenden Fröschen und alten erfahrenen und krisenerprobten Kämpfern muss stimmen. Und das Miteinander! Also kommt auch hier wieder Neurodiversität in den Kochtopf.

Ich kann mein Netzwerk nutzen und mir Sichtweisen von aussen und anderen Bereichen aneignen, Bücher lesen. Meine Sichtweise verändern. Ich kann versuchen anderen ihre Arbeit leichter zu machen und zu entkomplizifizieren, indem ich sie frage, was sie brauchen, um ihre Arbeit gut zu machen. Und sie mit anderen vernetze, die ihnen ihrerseits bei Ihrer Entwicklung weiterhelfen können, sich selbst und anderen wiederum ihre Arbeit zu erleichtern.

Wenn ich Missverständnisse, Konflikte anpacke und mir ansehe und versuche sie aufzulösen, kann ich langfristig positive Kollaborations-Energie freisetzen. Ich kann somit Reibungsverluste und Energieverluste minimieren. Da kann ich was tun!
Wenn meine Kollegen zufriedener sind, bin auch ich zufriedener. Und die Kunden auch. Weil Zufriedenheit mit einem entspannterem Nervensystem einhergeht und in der Ruhe liegt die Kraft. Und die Ruhe überträgt sich dann auch langfristig auf alle Beteiligten. Also auch auf den Kunden. Und somit trage ich dann auf diese Weise auch zu seiner Gesundung und Zufriedenheit bei.

Ich kann mir keine neuen Mitarbeiter aus den Rippen schneiden. Aber ich kann die Schnittstellen zwischen den vorhandenen Mitarbeitern ölen, hegen und pflegen. Indem ich andere fördere. Auf sie zugehe und versuche sie zu verstehen und dadurch gemeinsam eine Lösung zu finden, um die Unzufriedenheit zu beseitigen.

D.h. ich gebe Hilfe zur Selbsthilfe. Und streue so Vertrauen um mich herum aus. Also ich säe Vertrauen. Und giesse und hege und pflege dieses Plfänzchen.

Misstrauen sät Ihr, wenn Ihr wie meine Mama (aus ihrem Bedürfnis der Angst, dass die Arbeit liegenbleibt, was wiederum Misstrauen schürt) ständig nach der Erledigung dieser Arbeit fragt anstatt mir und meiner Schwester zu vertrauen, dass wir das auch tun.

Was bewirkt so ein Verhalten des ständigen daran erinnerns bei mir und meiner Schwester? Und auch bei Euch? Einen Widerwillen. Weil es unsere Freiheit, unsere Eigenständigkeit und das Vertrauen in uns angreift.

Also je öfter meine Mama nachfragt (ihre Angst äussert, weil sie nicht entspannt ist), desto angespannter werde ich. Weil mich das nervt. Weil es meine Autonomie angreift.

D.h. die Kontrolle , die das angespannte Nervensystem meiner Mama ausübt (ihr erlerntes Verhalten , um ihr Nervensystem zu beruhigen), spannt mein Nervensystem an und sendet Misstrauen an mich aus. D.h. ihre Anspannung überträgt sich so auf mich. Des is fei a ned grod des gsündeste.

Würde sie es einmal sagen und dann in einem gegebenen Zeitraum nochmal daran erinnern (also nicht ständig), würde sie mir und meiner Schwester vertrauen , dass wir das schon tun (Urvertrauen) , dann würde sich diese Entspannung auch auf uns übertragen und die Wahrscheinlichkeit, dass wir es tun, würde damit steigen.

Ihr könnt auch umgekehrt daraus einen Schuh machen (wie geht denn das? Und wozu soll das gut sein? Ich bin doch kein Schuster..). Wenn Ihr einem so angespannten Kontrollfreak gegenübersteht, dann macht Euch mit Eurem präfronteralen Kortex klar, dass er angespannt ist und genau dieses Verhalten der Kontrolle als Beruhigungsstrategie und somit überlebensstrategie erlernt hat.

D.h. das hat nix mit Euch persönlich zu tun. Sondern mit ihm bzw. ihr. Dann könnt Ihr schon mal Euer Nervensystem beruhigen und das Gefühl des Angriffs und der Anspannung an ihn oder sie zurückgeben.

Ihr könnt das dann sogar dem anderen sagen. Aus Eurer Sicht. Also: Du, bei mir steigt der innere Widerstand , diese Aufgabe zu tun, je öfter Du nachfragst. Ich fühle mich damit verunsichert. Es fühlt sich für mich so an, als würdest Du mir misstrauen. Habe ich Dir dazu je einen Grund gegeben? Ich würde mir von Dir wünschen, dass Du mir mehr Freiraum lässt. Konkret wünsch ich mir, dass Du mir die Aufgabe einmal mitteilst. Ich sage Dir dann Bescheid, wenn ich die Aufgabe erledigt habe. Hörst Du nach x Tagen nichts von mir, erinnere mich bitte nochmal daran.

So könnte also der Hilflose und Kontrolllierte Verantwortung für sich übernehmen und den Konflikt lösen. Er muss einfach sagen, wo das Problem liegt, und einen Vorschlag machen, wie er sich die Lösung vorstellt.

Der Kontrolleur bekommt so Rückmeldung, dass sein Verhalten für den Kollegen ein Problem ist! Das macht er nämlich nicht bewusst sondern hat es so gelernt. Vielleicht aus schlechten Erfahrungen....

Nur wenn er positive Erfahrungen macht, kann er umlernen. Durch Euer Feedback. Also auch hier greift der Gamification - Ansatz wieder.

Ihr seht, wenn Ihr klar und offen kommuniziert, die Hintergründe Eures Handelns erklären könnt, dann könnt Ihr den Tunnelblick Eures Gegenübers weiten.

Bei meiner Mama hat es funktioniert. Natürlich kann ich ihr das nicht von heute auf morgen abgewöhnen. Das ist ja auch über Jahre entstanden. Doch wenn wir dieses Feedbackspiel immer wieder spielen, wird auch ihr Gehirn umlernen.

Ich merke jetzt auch schon, dass sie an einigen Tagen offener ist und die Sicht meiner Schwester und mir doch hie und da verstehen kann. Weil ich ihr die Hintergründe immer wieder erkläre.

Gestern hat sie sich drüber aufgeregt, dass meine Schwester die ganze Zeit schimpft. Das ist aber einfach die Art und Weise wie meine Schwester Dampf ablässt. Bei Tourette ist das ja auch so.

Mama nimmt die Beschimpfung meiner Schwester persönlich und stresst sich so. Das möchte ich ihr abgewöhnen. Deshalb sag ich ihr das immer wieder, dass die Anspannung, die sie und ich durch das Wetter spüren (ihr geht es an diesen Tagen ja auch schlechter, deshalb fällt es ihr aber auch schwerer dann an diese Hintergründe zu denken), auch meine Schwester spürt. Und dass sie halt durch die Schimpferei ihr Nervensystem beruhigt. Das hat nichts mit Mama zu tun.

Da braucht sie noch Zeit. Der Gag ist, sie hat sich in ihrem Leben NUR durch ihr angelerntes Verhalten viel Stress gemacht, weil sie Dinge persönlich genommen hat, die es gar nicht waren!!!

Und so hat sie ihre Herz-Rhythmus-Störlungen erworben. Und ihre Anspannung hat sie auch noch in ihrer Umgebung verteilt.

Das ist nicht ihre Schuld. Sie hat es ja auch nicht anders von ihrem Umfeld gelernt.

Sprich: wenn die Generationen, die zu meiner und der Entstehung meiner Schwester geführt haben, entspannter mit Stress umgehen gelernt hätten, dann wäre ich wahrscheinlich kein Autist und meine Schwester nicht halbseitig gelähmt.

Setzt sich dieser Trend weiter über die nachfolgenden Generationen fort, ist eine hyperaktive Stressachse mit den entsprechenden Nebenwirkungen die Folge.

Also Ihr habt es selbst in der Hand, ob Eure Kinder und Eure Enkel und Eure Kollegen und Mitmenschen entspannt sind oder Nervenbündel werden. Ob wir alle angespannt im Ich-Denken und Gegeneinander oder im eigenen Tunneldenken gefangen bleiben und die Welt damit durch das Handeln das daraus resultiert zugrunderichten oder ob wir gemeinsam die Probleme von heute anpacken und lösen können.

Selbst wenn Ihr keine Kinder habt, wie ich, seid Ihr doch Teil einer Familie oder anderer Gemeinschaften, die davon profitieren, wenn Ihr Euch dessen bewusst werdet und daran arbeitet.

D.h. wenn Ihr wollt, dass es Euch besser geht, dann tut Dinge, damit es anderen besser geht. Aber bitte geht dabei nicht über Eure Grenzen. Es geht nicht darum, dass Ihr Euch ausnutzen lasst. Das ist ein einseitiges Gut-Denken. Das ist gut gemeint. Das ist weder gut für die Empfänger noch für Euch. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe, nicht um Selbstausbeutung.

Sucht Euch Menschen, die Euch guttun, von denen Ihr lernen könnt. Sucht Euch Vorbilder, Mentoren, Tutoren. Und tauscht Eure Sichtweisen aus, so dass Ihr miteinander, voneinander und durch einander lernen könnt. In einem ausgewogenen Gleichgewicht.

Ich arbeite daran.

Ihr könnt es auch so sehen... In jedem Menschen ist der göttliche und natürliche Funke, der grosses bewirken kann. Es liegt an jedem einzelnen von uns , ihn in unseren Mitmenschen zu Entfachen.

Ich arbeite daran.

Heut mach ich das auch noch mit einem Comic. :)

Ich hab also wieder mal Dopamin für Euch! Eine Ladung Glückshormone, wenn Ihr drüber schmunzeln könnt.
Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!

Montag: Hmm... also die eigene Wahrnehmung ändert sich mit dem aktuellen Zustand der Amygdala. Das ist also sehr dynamisch. Es ändert sich auch durch den Tag hindurch. Früh und abends da dreht sie mehr auf. Und dann bin ich auch auf Reize anfälliger. Da scheint der Reizfilter sich mit hinzukommenden Stress indirekt proportional zu verabschieden.

z. B. das Temperaturempfinden. An einem Tag , an dem viel Wind ist, Wetterumschwung von warm und sonnig auf nass und kalt, dann ist mein Nervensystem überreizter. Und nicht nur meins. An solchen Tagen schreien mehr Kinder, Vögel und Insekten fliegen wirr herum und Autofahrer hupen mehr und der Rettungsdienst hier ums Eck ist auch ständig im Einsatz.

Obwohl das Paraffinbad (Wachsbad) bei meiner Ergotherpeutin immer exakt dieselbe Temperatur hat, nehme ich das an solchen Tagen als zu heiss wahr.

Auf Reha war das auch so. Da hab ich mir die Hand im Paraffinbad verbrannt. Die Physiotherapeutin war danach ganz erschrocken. Ich dachte, das Paraffinbad sei kaputt und reklamierte das hinterher auch. Ich bekam leider kein Feeback.

Heute denke ich, dass dann der ganze Körper dank des hypraktiven Nervensystems und der Reizüberflutung überaktiv war und meine Hand deshalb bei für andere angenehme Temperaturen sich verbrannt hat.

D.h. das dieselbe Temperatur bei einem Menschen abhängig von seinem Nervensystem zu Schmerzen und Verbrennungen führen kann und beim anderen nicht. Aus meinen eigenen schmerzhaften Erfahrungen ist das so.

Mit Eis gab es mal ähnliche Experimente zwischen Männer und Frauen. Wie lange hält man die Hand im Eiswasser?

Soweit ich mich erinnere, reagierten Frauen darauf sensibler. Sie zogen zuerst die Hand aus dem Wasser.
Ob auch mal einer untersucht hat, ob Männer zu unterschiedlichen Tageszeiten die Hand unterschiedlich lange im Eiswasser lassen? DAS fände ich interessant.

Denn der Schluss des Experiments war, dass Frauen schmerzempfindlicher als Männer sind.
Ist das wirklich die logische Folgerung?
Die Frage wäre auch, wer hat das Experiment durchgeführt? Waren das Männer? Und wurde von vornherein genau diese Folgerung verfolgt?
War man (Mann?) auch für andere Schlussfolgerungen offen?

Wurde auch die weibliche Physiologie berücksichtigt und in die Rechnung miteinbezogen? Frauen frieren ja generell schneller als Männer weil sie weniger Muskelmasse haben. Wenn die Extremitäten also schneller kalt werden, aufgrund weniger Muskelarbeit, dann werden sie auch schneller taub und schmerzen auch schneller. Das ist auch logisch.

Ich bin ja auch jemand, der Schmerz ausblenden kann. Ich hab mit gebrochenem Arm einen halben Tag gearbeitet. Weil ein übererregtes Nervensystem nicht gut ist, auf sich zu hören. Weil das Hirn mit der Verarbeitung allesr möglichen Reize aufgrund des deaktivierten Reizflters schon ausgelastet ist!

Kann es nicht sein, dass das bei Männern auch so ist? Dass sie durch den Konkurrenz- und überlebensmodus in der Arbeit so überreizt sind, dass sie den Schmerz später als Frauen wahrnehmen?

Dann wäre das Fazit dieses Experiments nämlich ein ganz anderes. Das hiesse dann nämlich nicht , dass Männer Schmerzen länger aushalten können sondern dass sie schlechter darin sind den Schmerz frühzeitig oder wie ich erst verspätet wahrzunehmen.

Das würde auch zu den Beobachtungen passen, dass alleinlebende Männer schlechter auf sich aufpassen. Bei verheirateten kümmert sich die Frau um die Gesundheit des Mannes mit. Mit um ihre eigene. Und alleinstehende Männer sterben deswegen auch früher. Wenn sie schlecht darin sind auf sich und ihren Körper zu hören, würde es genau diesen Effekt erklären.

Somit würde aus einer vermeintlichen weiblichen Schwäche eine Stärke und aus der vermeintlichen männlichen Stärke eine Schwäche.

Aus meiner eigenen Erfahrung denk ich, dass es genauso ist!
Denn ich kenne Frauen, die schwanger waren und spürten , dass mit ihrem Kind was nicht stimmt. Obwohl die oft männlichen Ärzte meinten , es sei alles in Ordnung. Die Frau hatte Recht!

Nachdem mein Gehirn ja eher männlich geprägt ist, aufgrund der Stresshormone und meines Autismus kann ich genau diesen Effekt bestätigen. Bevor ich mit der Achtsamerei anfing , war ich sehr schlecht auf mich zu hören. Und ich bin heute noch nicht gut darin. Unter Stress schaffe ich es nach wie vor nicht.

Auch Gefühle identifizeiren (Wut, Ärger) fällt mir immens schwer. Auch das spricht dafür. Geht es Männern dann auch so?
Ich habe z.B. einen Bekannten gefragt, ob er Stress hat. Er meinte, das sei Routine und er habe keinen Stress. Das konnte ich gar nicht glauben, denn er arbeitet in einem Krankenhaus und fährt auch als Notarzt.

Dann schickte ich ihm mal wieder eine Frage per Mail und ein Gewitter entlud sich über mir. Also da war der Stress und baute sich über mich als Blitzableiter ab!

Deswegen frage ich mich und Euch, kann es sein, dass hier wieder der Frosch im Kochwasser sitzt und das kochende Wasser gar nicht mehr wahrnimmt? So wie ich halt auch im Dauer-Amygdala-Amokmodus unterwegs bin, geht es Euch Männern auch so? Und Ihr nehmt es gar nicht mehr wahr. Ich glaube, dass es genauso ist. Das würde vieles erklären.

Meine Oma badete mich als Kind für meinen Geschmack auch immer zu heiss! Ich dachte immer, sie macht das absichtlich. Wahrscheinlicher ist vor meinem aktuellen Wissens- und Erfahrungsstand, dass sie das Wasser gar nicht als so heiss wie ich empfunden hat.

Ich hab mich immer gewundert, was ich wohl angestellt hatte, dass sie mich verbrühen wollte. Ich hab aber auch nie was gesagt, weil ich das nicht verstanden habe. Und da mein Hirn von dem Hitzereiz ausgelastet war, war es mir dann auch gar nicht mehr möglich irgendetwas zu sagen, solang ich in der Wanne war. Ich konnte nicht mehr sprechen, solange bis er Reiz nachliess. Ende Gelände. (Warum auch immer man das sagt.)

Ohne das Wissen um unsere unterschiedliche Wahrnehmung wär ich mit reden auch nicht weit gekommen. Da wär wohl das Ergebnis so ernüchternd wie meistens gewesen, dass mir dann einfach nicht geglaubt wird. Das erleben ja Schmerzpatienten auch oft. Mir ging das ja auch so. Und geht es noch heute so.

Deswegen nehmen überaktive Nervensysteme dann auch Schmerzen intensiver wahr! Wie beim heissen Wasser. Weil die Wahrnehmung scharfgestellt ist! Das Gehirn nimmt alles intensiver mit den Sinnen wahr. Weil die Amygdala und damit das gesamte Nervensystem im Alarmmodus sind. In einer gefahrvollen Umwelt macht das ja durchaus Sinn. Auf Reha, wo einem die Menschen helfen wollen, ist das eher kontraproduktiv. Zumal ein Krankenhaus ein reines Reizfeuerwerk darstellt mit den Geräuschen , Gerüchen und Neonlicht. Kein Wunder, dass dann dort die Schmerzen noch zunehmen. Das ist sogar logisch. Denn all diese ungewöhnlichen neuen Reize interpretiert das Nervensystem als Gefahr und schlägt Alarm.

Es tut also genau das, was es auch tut, wenn Ihr mit der Hand auf eine heisse Herdplatte langt. Es sendet Schmerz aus, damit Ihr Eure Hand in Sicherheit bringt.

Also wäre es dann am sinnvollsten aus dem Krankenhaus in den Wald oder Park zu rennen. Denn dort sind diese Reize nicht. Macht das mal. Ihr werdet Unverständnis ernten. Ich weiss das, weil ich es gemacht habe. Und hinterher darauf angesprochen wurde. Weil es nicht normal ist, dass man das tut. Normal ist es nicht, aber natürlich. Und in diesem Fall ist der natürliche Reflex auch aus Sicht Eures Nervensystems genau das richtige.

Das hab ich leider damals noch nicht verstanden. Inzwischen kann ich das erklären. Dank des präfronteralen Kortex. Allerdings täte ich mir damit in einem Krankenhaus immer noch schwer, weil mein Nervensystem dies weiterhin als Gefahr wahrnimmt. Aufgrund der vielen Reize. Und dann bring ich keinen zusammenhängenden Satz heraus und dann denkt mein Gegenüber, dass er mir alles wie einem kleinen Kind erklären muss. In einfacher Sprache und einfachen Worten. Oder ich wär schwerhörig.

Ja, klar versteh ich ihn schlecht. Aber nicht, weil ich zu wenig höre, sondern zuviel! Weil mein Hirn alle Geräusche auch die leisesten, die der Reizfilter des Gegenübers herausfiltern kann, wahrnehme. Okay, stellt Euch vor, ihr nehmt Vogelgezwitscher, den Motor des Rasenmähers draussen, Schritte auf dem Flur, das Gespräch im Nebenraum genauso laut wahr, wie die Stimme desjenigen, der mit Euch spricht. Könntet Ihr aus dieser Geräuschsuppe das wichtige herausfiltern? Das ist seeehr schwer. Und anstrengend.

Ich erinnere mich an einen tropfenden Wasserhahn in einem Untersuchungsraum. Der hat mich so abgelenkt mit seiner Tropferei, dass ich mich auf das Gespräch gar nicht konzentrieren konnte. Sowas nehmt Ihr gar nicht wahr, gell? Ich kann das nicht herausfiltern.

Das heisst meine Welt ist unheimlich laut und unheimlich nah. Und sehr intensiv. Und das macht auf Dauer sehr müde, weil es anstrengend ist, dass kompensieren zu müssen, was bei Euch so ganz nebenher funktioniert. In Eurem Gehirn kommen diese Reize gar nicht an. Meins muss gucken wie es mit dieser Reizflut zurechtkommt. Es muss also mehr Informationen verarbeiten und so kommt es schneller an sein Limit, wird schneller müde oder landet in Zugriffsproblemen und Datenbanktimeouts.

Ob das dann auch umgekehrt gilt? Also wenn die körperlichen Reaktionen von den Wahrnehmungen gesteuert sind und die vom Zustand des Reizfilters und der wiederum vom physiologischen Stresslevel abhängt, dann wirkt sich die Wahrnehmung ja auch auf andere Prozesse aus. Lymphsystem, Körpertemperatur, Konzentration, Durchblutung , Stoffwechsel ....

Wenn der Stoffwechsel also durch die überlastung im Hirn durch die Reizflut ausgebremst ist (weil das Hirn dafür zu wenig Kapazitäten hat und für die körpereigene Müllabfuhr und Säuberungsprozesse (Lymphsystem und Gliazellensystem)), kann dann so ein Organismus noch Fieber haben? Also ist eine so hohe Körpertemperatur dann überhaupt noch erreichbar?

Wenn der Stoffwechsel von Haus aus auf Sparflamme fährt, kann dann Fieber überhaupt von diesem Organismus erzeugt werden? Also eine so hohe Temperatur? Hmm...
Also passen da dann noch die "normalen" Krankheitssymptome? Oder treten die dann in dieser Form gar nicht mehr auf?

Wenn die Heizung bei Euch daheim kaputt ist, dann könnt Ihr Eure Räume ja auch nicht mehr mollig warm heizen. Also wenn der Brenner ein Problem hat, dann spürt Ihr das ja auch an kalten Händen und Füssen...

Andererseits schafft mein Organismus ja hi und da in Schweissausbrüchen aufzugehen. Aber nicht in Fieber.
Ist das dann schon Fieber auf Sparflamme?

Sprich: wenn der Organismus auf Sparflamme arbeitet, sind Krankheitssymptome dann mit denen nicht auf Sparflamme laufender Organismen identisch? Es würde mich wundern... Vielleicht sorgt genau das für Unverständnis und Missverständnisse und Unglauben und Misstrauen. Vielleicht ist genau das, was CRPS und Autismus und andere Zivilisationskrankheiten so unverständlich macht. Dass das alles dynamisch ist. Denn die Natur versucht das selbst zu regeln. Und das tut sie dann ja auch so gut sie es kompwensieren kann.

D.h. wenn es auffällt, dann kann er es ja nicht mehr kompensieren. Das heisst die Schieflage besteht ja schon.

Was meint Ihr denn dazu?

Was ist, wenn unsere Wahrnehmung immer von den Umständen abhängig ist. Was logisch wäre. Denn es ergibt ja Sinn für unsere Sinne, dass sie an die Stressachse (Gefahr) gekoppelt sind und sich bei Gefahrenlage (Stress) scharf schalten, also auf kleinste Veränderungen reagieren.

Da Stress heutzutage alltäglich ist (Anspannung) und Entspannung selten geworden ist, würde das vieles erklären. z.B. warum Menschen zwar immer älter, aber auch immer kränker werden. Weil unsere Lebensumstände unsere Art zu Leben , unsere Sicht auf die Welt unseren Stresslevel bestimmt und ihn begünstigen.

Was bedeutet das dann für unsere Kinder und Enkel? Dass sie mit einem Nervensystem zurechtkommen müssen, dass sie vererbt bekommen haben, in einer Welt, die viel Stress verursacht. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Die Folge ist, dass immer weniger Junge in dieser so geschaffenen stressreichen Welt zurechtkommen. Weil das eine mit dem anderen nicht kompatibel ist. Hier spreche ich aus eigener Erfahrung.

Es würde auch erklären warum psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen immer weiter zunehmen.

Denkt doch mal drüber nach. Dann wäre die Lösung dieses Problems, eine Umwelt zu schaffen, die stressfreier ist bzw. eine Sichtweise und ein Verhalten, dass den Stresslevel senkt und nicht erhöht. Und wieder sind wir bei der Salutogenese und beim Gemeinschaftsdenken und der Potentialförderung. Das hängt alles miteinander zusammen. Ist ja auch logisch. Auch physiologisch.

Ich arbeite daran. Macht Ihr mit? Allein werd ich das nicht hinbekommen. Da brauch ich jede Unterstützung und Hilfe, die ich kriegen kann.

Dienstag: Gestern waren meine zwei beiden ganz schön anstrengend. übererregt.

Da ging es drum ein paar Tomaten aus dem Keller zu holen. Die vorn dran. War der Auftrag. Das waren dann die verkehrten und ehe ich es mich versah, saß ich mitten zwischen zwei Säbelzahntigern, die sich deswegen ankeiften.

Wegen Tomaten! Wegen einem Missverstädnis.

Der eine war sauer, weil es aus ihrer Sicht das falsche war. Er hatte sich alle Mühe gegeben sich klar auszudrücken.
Und der andere, weil er sich ja alle Mühe gegeben hatte, das richtige zu bringen.
Beide haben Ihr Bestes gegeben. Und sich halt einfach missverstanden. Sowas kommt vor.

Das fängt ja schon damit an, dass jeder das Wort "vorn" anders definiert.
Wo beim an hint is, is beim andern vorn. Oder oben und unten. Weil des alles eine Frage der Sichtweise ist.
z.B. wenn ich mich mit meiner Mama in der Fussgängerzone in Erlangen treffen will. Was sie als oben definiert , ist bei mir unten und umgekehrt. Also würden wir uns dort nie treffen. Einfach weil wir unterschiedliche Sichtweisen auf ein und dieselbe Sache haben.

Blöd wird das dann, wenn Gefühle ins Spiel kommen und die Suche nach dem Schuldigen. Sowas passiert halt. Euch doch auch. Keiner ist davor gefeit.

Heut hab ich z.B. auch eine Mail an die Personalabteilung geschickt, weil ich nächstes Jahr auch wieder weiter 5 Stunden arbeiten will. Als ich die Mail geschrieben hab, war mir klar, dass ich 5 Stunden am Tag meine. Hinterher ist mir erst gekommen, dass das auch anders verstanden werden kann. Da es um eine Verlängerung geht, sollte es dann doch klar sein. Ich werde es sehen. Ich bin gespannt.

ich hab schon überlegt, ob ich nicht doch noch eine zweite Mail nachschiessen soll. Aber das würde genau das Gegenteil von Vertrauen aussenden. Und das will ich ja jetzt nicht. Also vertrau ich mal auf den Ur (vertrauen) und guck was passiert. Und falls es doch zu einem Missverständnis führt, dann kann ich das dann ja immer noch aufklären.

Als ich den Gleichstellungsantrag ausgefüllt hab, hab ich die Stundenzahl nämlich auch auf den Tag und nicht wie der Beamte auf den Monat bezogen (oder war's die Woche?). Das Missverständnis konnte ich dann noch klären und dann war alles paletti. Paletti? Wo kommt das jetzt wieder her? Es soll aus dem hebräischen stammen und sowas wie in Ordnung heissen.

Vorher hab ich allerdings mit der Formularfrage und der Stundenanzahl den Beamten ebenfalls verwirrt. Der ist dann auch selber durcheinandergekommen. Da seht Ihr mal! Da kann ein Fragebogen oder Formular noch so gut formuliert und erdacht sein, zu Missverständnissen kann es IMMER kommen! Weil man bei der Erstellung die ein oder andere Sichtweise und Spezialfall vergessen hat, weil er einem noch nicht unter gekommen ist. Weil die Ausnahme halt die Regel ist.

Aber der Ersteller kann halt auch nur das berücksichtigen, was er kennt. D.h. er kann nur das berücksichtigen, was ihm bisher untergekommen ist. Und alle Varianten werden das sicher nicht gewesen sein. Berücksichtigt man das von vornherein, dann kann man flexibel auf die Realität reagieren. Das wär dann agil, resilient und gesund.

Ich füll ja so Papierformulare immer dynamisch, kreativ und agil aus. Also wenn keine der vorhandenen Antworten passt, dann mal ich ein Kästchen daneben mit meiner Antwort und kreuz es an.
Die Begeisterung der Fragebogenauswerter hält sich dann in Grenzen. Dabei mein ich es ja nur gut und will richtig antworten. Ich kann doch nicht einfach irgendwas ankreuzen, was nicht stimmt. Dagegen verwehrt sich meine Amygdala. Was kann ich denn dafür, wenn meine Antwort nicht dabei ist?

Ich hab doch den Fragebogen nicht gemacht. Und die Unwahrheit ankreuzen, kann ich doch auch ned. Ich kann ja nicht mal lügen. Das macht meine Amygdala schon gar ned mit! Das stört sie nämlich.

Kreative Fragebogenbeantwortung zirkelt sich dann am Blattrand herum, wenn der Platz nicht ausreicht oder ich greife zum Sternensystem und Numerierung um an anderer Stelle oder auf der Rückseite weiterzuschreiben. Manchmal ist die Antwort nämlich gar nicht so einfach zu formulieren. Das sollten so Fragebogenersteller doch wissen.

Bei online-Fragebogen geht das nicht. Deswegen mag ich sie nicht ausfüllen. Ich fände online-Fragebögen toll, wo ich meine Antwort noch als Auswahl ergänzen kann. Es gibt nämlich nicht immer Freitextfelder. Freitext ist ein Feld, wo man die Freiheit hat einzugeben, was man mag, wenn es denn von der Textlänge her ins Feld passt. Also so weit ist es da mit der Freiheit auch ned her.

Stressig, anstrengend und nervig wird's, weil jeder meiner beiden Säbelzahntiger daheim das persönlich nimmt.
Das bräuchte keiner von ihnen. Das hab ich ihnen dann erklärt und versucht die Mütlein zu kühlen. Zum Schutz meines autonomen Nervensystems. Also ich hab die Mittlerrolle aktiv übernommen, um den Konflikt zu lösen. Weil mir das alles heut extrem unangenehm ist.

Ob mit dem Mütlein der Mut der Verzweiflung des Säbelzahntigers gemeint ist?

Beide Säbelzahntiger trennten sich dann und trollten sich.

Ähnliche Erlebnisse hatte meine Amygdala mit der von meinem Papa als ich klein war. Da sollte ich Werkzeug aus dem Keller holen, das ich nicht kannte. Also brachte ich eine Auswahl mit. Das richtige war selten darunter. Und da für die Amygdala meines Papas klar war, was er meinte, und sich nicht vorstellen konnte, dass ich das nicht wusste, gab es Gebrüll.

Ich lernte daraufhin, dass egal, was ich tat oder sagte , ich es eh nicht recht machen konnte, egal wieviel Mühe ich mir gab. Das Ergebnis war dann, dass ich gar nichts mehr gesagt hab. Das lernt man dann.

Das war dasselbe in grün oder lilablassblau. Was auch immer Farben damit zu tun haben.

Der Säbelzahntiger meiner Mama war heut schon frühaktiv.
Gestern war unsere ganze Strasse vollgeparkt und eine Nachbarin vom Mietshaus parkte halb in unserer Einfahrt. Und da geht der Säbelzahntiger von meiner Mama auf die Barrikaden.

Auch weil wir die Strasse mitbezahlt haben und es schon deswegen fair fänden wenn wir wenigstens zum Hof hinausfahren und die Mülleimer rausstellen können. Die Strasse ist sehr eng. Die Müllabfuhr hat da schon Probleme.

Zumal das Mietshaus Garagen und Parkmöglichkeiten im Hof besitzt. Leider nutzt die keiner für sein Auto. Die stehen alle bei uns auf der Strasse.

Ich kann es ja verstehen, dass sie da was sagen will. Dass sie sich dabei so aufregen tut, das finde ich ned so gut. Und auch unnötig.

Heut früh hat sie also einen Zettel an die Autoscheibe gepappt. Und inzwischen hat die Nachbarin auch umgeparkt.

Ich bin halt der Meinung, wenn ich das freundlich sage, dann wecke ich keine schlafenden Säbelzahntiger und könnte auch eine angenehmere Nachbarschaft haben. Aber bremst Ihr mal einen Säbelzahntiger in Fahrt!

Ich fand halt den einen Handwerker mal so gut, wie er das gemacht hat. Der ist raus und hat zu dem Ausfahrtzuparker gesagt:"Findst des gut, wie Du da dastehst?"
Er:"Nein. Aber da war ja schon alles zugeparkt."
Unser Handwerker:"Und was kann die Frau dafür?"

Ich würd mir wünschen, dass mir auch öfter sowas einfällt. Das ist eine schöne Art und Weise einen Konflikt zu lösen. Dafür muss man aber den Säbelzahntiger eingepackt lassen.

Oder wie die Nachbarskinder fast das Küchenfenster im 1. Stock eingeschossen haben. Da ist die Amygdala meiner Mama auch sehr erschrocken. Des is bei ihren Herz-Rhythmusstörungen fei a ned grod as gsünderste.

Da frag ich mich halt auch, ob sowas sein muss. Oder ob ich nicht etwas rücksichtsvoller sein kann. Ich glaub (hoff ich zumindest) aber auch ned, dass das mit Absicht passiert ist.

Ich hab auch schon mal weil ich schlecht zielen kann , den schönsten Blumentopf meiner Mama abgeschossen. Das fand ihre Amygdala auch nicht so toll. Das kann ich verstehen und ich hab mich auch entschuldigt. Es hat trotzdem gedauert, bis sie sich wieder beruhigt hatte.

Tja, so eine autistische Grobmotorik is halt a ned grod des gsündeste.

Mamas Lösung war dann eine sehr hohe Hecke zu pflanzen. Sie kann ihr gar nicht hoch genug sein. Andere Nachbarn , die im Streit liegen, haben auch sehr hohe Zäune. Damit der andere Säbelzahntiger drüben bleibt. Jeder in seinem Gehege. Ach daher kommt wahrscheinlich die Redewendung: sich nicht ins Gehege kommen...

Dadurch, dass sie so die Kontrolle wieder übernimmt, kann sie dann ihr Nervensystem wieder beruhigen. Und deshalb macht sie das dann so.

Mit der Frau vom Friedhofsamt hat sie sich auch gestritten. Die wollten das Grab neu bepflanzen, weil es ihnen nicht gefallen hat. Meine Mama fand, dass die lieber mal den Friedhof begradigen sollen, weil mer sich beim Giessen scho a su derennt. Und sich um das Unkraut zwischen den Gräbern und auf den Wegen kümmern sollten.

Scho komisch unser Parkplatz vor dem alten Bürogebäude is dauernd gemäht worden. Auf dem Friedhof habi des no ned derlebd. Für beides mussd zahln. Da sichd mer doch glei wo die Prioritäten liegn. Oder eben ned.

Mei Mama hat gsachd, sie kümmert sich lieber um die Lebenden als die Toten. Da sin sich unsere präfronteralen Kortexe einig.

Auch weil alles so eng ist. Bei Omas Beerdigung ist mir eine Frau , die am Weihwasserkessel to go hängengeblieben ist, voll auf die Füsse gestiegen bei ihrem Brems - und Derfangmanöver. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Mamas Lösung war, dass sie eine Platte auf das Grab hat draufmachen lassen. So hat sie ihr Nervensystem wieder beruhigt.

Wenn einem die Lösung der anderen und die Bürokratie ned gefällt, dann muss mer halt a andre praktische Lösung finden. Do is mei Mama Masder.

So ... etzerdla hoffi, dass des heut woar mit der Aufregung. Weil des is fei a ned grod as gsündeste.

Ich bin etwas genervt oder traurig oder ich weiss ned... ich hab's ned so mit Gefühlen.
Auf jeden Fall hab ich grad vier Kontakt- Andockversuche in Serie hinter mir, die gescheitert sind. Ich weiss ja, dass es nicht (nur) an mir liegt. Zumindest hoffe ich das.

Drei Absagen, Verschiebungen hintereinander. Wo ich mich grad drauf eingestellt hatte. Sowas fällt mir grad sehr schwer bzw. nimmt das meine Amygdala grad sehr persönlich. Mein präfronteraler Kortex versucht sie vom Gegenteil zu überzeugen. Er arbeitet noch daran.

Aber diese "Ich habe keine Zeit..." - Aussage finde ich sehr irritierend, unbefriedigend oder frustrierend. Sagte ich schon, dass ich es nicht so mit Gefühlen habe? Mit dem Gedächtnis auch nicht...

Also hab ich wieder Mundschutze verpackt und mit einer Karte in den Briefkasten geworfen. Ich brauch Dopamin. Also versende ich es. Was Du willst dass man Dir tu, das füg auch einem andern zu....

Dann hab ich etwas vor mich hinmeditiert und gestiert.. und im Anschluss hab ich den nachmittag mit "einer wie Alaska" verbracht.

Also wenn man keinen Zugang zu Menschen findet, dann kann man den Umweg über Bücher machen. Meine Freunde. Die sind immer da. Da tauch ich ein, da darf ich sein. Die sagen nie: Ich hab keine Zeit. Die haben den Charme der Zeitlosigkeit. Und in dem und in den Geschichten kann ich mich dann auch verlieren. Das nennt man Flow.

Schon seltsam in diesen Büchern finden alle Menschen Freunde. Ich arbeite noch daran. Nachdem ich mir nicht mal sicher bin, wie man einen Freund definiert, bin ich mir nicht mal sicher, dass ich einen erkenne, wenn ich ihn sehe...

Ich glaub ich hab viele Freukannte ... Ich freu mich, weil ich sie kannte... Und Ihr?

Auf Arbeit hab ich heut den Fehler gefunden. Es war gar keiner. Eher eine Sichtweise bzw. ein Vorkommnis, mit dem ich nicht rechnen konnte. Die Lösung lass ich noch etwas in meinem Hirn vor sich hinköcheln. Mal sehen was dann morgen dabei herauskommt.

Nachdem ich beim Briefkasten war, hat mich der Paketbote mit dem Auto verfolgt. Nein, gejagt ist das falsche Wort. Nachdem die Hälfte unserer Strasse zum Parkplatz mutiert ist, konnte er mich nicht überholen, als ich vor ihm hergekrückelt bin. Und dann hat er mir gewinkt und gehalten und ein Paket in die Hand gedrückt.

Dann wollt ich noch unterschreiben, das wollt er nicht. Er hat abgewunken, gelacht und gesagt: "Covid-19"
Der arme Virus ist jetzt wohl an allem schuld.

Ein Ex-Kollege will sich wegen ihm nicht mit mir treffen. Wegen dem Dieselskandal fährt er nicht mehr Auto. Das will er zurückgeben. Und wegen Covid-19 fährt er nicht mehr öffentlich.

Also im Bus letzte Woche hatte ich Platz ohne Ende um mich rum in Zug und Bus.

Zum Telefonieren hat er sich nicht geäussert, vielleicht ist das jetzt auch ansteckend oder es liegt an mir. Er will auf die Impfung warten.

Meine 70-jährige Bekannte will ihren Geburtstag auch erst feiern, wenn alle geimpft sind.
Das scheint auch ansteckend zu sein.

Und was habt Ihr heut so getrieben?

Mittwoch: Als ich damals auf Reha aneckte, sagte mir eine Physiotherapeutin:"Das muss auf einer höheren Ebene geklärt werden."
Das kam mir alles komisch vor. Ihnen ging es wohl genauso mit mir.
Ich hatte nicht die leiseste Ahnung was sie meinte, denn die Rehaler waren ja schon alle im 10.Stock des Gebäudes untergebracht. Und das war das oberste Stockwerk. Eine höhere Ebene gab es also gar nicht mehr.

Warum sprechen Menschen in solchen Rätseln und sagen nicht einfach klipp und klar was sie meinen?
Da ich wegen meinem Autismus Sprache wortwörtlich nehme, verwirrt mich sowas nur und meine Amygdala reagiert darauf alles andere als begeistert. Und dann ist die logische Folge der zunehmenden Steigerung der Amygdala, dass der Schmerz stärker wird. Physiologisch total logisch.

Inzwischen hab ich mühsam in jahrelanger Recherchearbeit herausgefunden, dass hier ebenfalls die übererregte Amygdala der Therapeutin sprach. Weil sie selber hilflos war. Zwei Hilflose amoklaufende Amygdalas können sich nicht helfen. Die schaden sich beidseitig. Weil sich die Anspannung des einen auf den anderen überträgt. Des is fei a ned grod des gsüdeste.

Hmm... Wie sehen denn Eure Freundschaften aus? Findet und knüpft Ihr neue? Könnt Ihr das noch? Oder lässt diese Fähigkeit mit berufsbedingter oder ehrenamtlicher und familiärer Eingespanntheit nach? Verlernt Ihr das wieder? Ist Euch das als Kinder und Jugendliche leichter gefallen? Pflegt und erhaltet Ihr die alten?

Und welche Qualität haben Eure Freundschaften? Spüren Eure Freunde, wenn es Euch schlecht geht? Oder sind sie zu sehr mit ihren eigenen Sorgen beschäftigt? Sind sie da, wenn Ihr sie braucht? Seid Ihr für sie da, wenn sie Euch brauchen? Ist das Fundament Eurer Freundschaften Authentizität und Vertrauen?

Oder ist es ein dazugehören wollen , ein sich verstellen... , also eine Rolle spielen?

Ich kenn Frauen, die waren Hausfrauen und wollen jetzt wo die Kinder aus dem Haus sind neue Kontakte und sich ehrenamtlich engagieren. Und dann gibt es Frauen, die haben Beruf, Pflege und Kindererziehung und Ehrenamt unter einem Hut gebracht und haben jetzt in Rente die Nase voll von Menschen, davon für andere ständig was zu tun und sich zu engagieren und Rollen zu spielen. Die wollen jetzt Zeit für sich. An neuen Bekanntschaften und Freundschaften besteht wenig Interesse.

Und die Mischung zwischen beidem gibt es auch. Die , die sich Zeit für sich selbst und andere immer genommen haben. Die ihre Grenzen kannten. Ich glaub, die bleibt am gesündesten.

Apropos... ich hab heut zwei Sachen zum allerersten mal gemacht und hinbekommen. Und dann gab es noch Probleme auf der Datenbank und ich wurde zur schnellen Eingreiftruppe hinzueingeladen via MS-Teams. Als Erfolg kann ich verbuchen, dass ich weil mein Headset gar nicht funktionierte , erstmal Bescheid gab und neu booten konnte, ohne dass meine Amygdala davongaloppiert wäre... Es war aber schon grenzwertig.

Dazu beitragen konnt ich allerdings wenig. Umso erstaunter nahm ich diesmal wahr wie eingespielt die anderen alle sind. Die arbeiten seit Jahren und Jahrzehnten in diesem komplexen System und können die Ruhe in solchen Krisensituationen behalten. Da reagiert meine Amygdala immer noch mit dem Totstellreflex. Ja, klar versuch ich was auf die Reihe zu bekommen und auch was beizutragen, nur leider gelingt es mir da immer noch nicht die Amygdala über den präfronteralen Kortex genug auszubremsen.

Früher wär ich schon bei der Einladung in schiere Panik verfallen und das mit dem Booten hätt ich dann wahrscheinlich nicht mal hinbekommen. Also für mich war das schon ein Fortschritt. Allerdings bin ich noch weit davon entfernt da einen sinnvollen Beitrag leisten zu können. Dafür brauch ich meine Ruhe und Zeit. Meine Stärke ist eher zuverlässig Dinge (auch welche die immer wieder anfallen) der Reihe nach gewissenhaft abzuarbeiten. überraschungen sind halt nicht so meine Stärke. Ich arbeite daran. Es ist ja schon besser geworden. öfter.

Dafür versteh ich auch zu wenig vom Gesamtsystem. Ich kenn halt meine Ecken aber weiss zu wenig, wo das Auswirkungen hat. Sprich: mir fehlt ein Systemüberblick. Den haben die anderen weil sie schon so lange zusammenarbeiten oder weil sie sich in diesen Ecken besser auskennen.

Also bin ich still und mein Hirn schweigt auch. Denn beides ist im Lähmungszustand gelandet.

Hinterher hab ich ihnen im Chat mal geschrieben wie beeindruckend ich dieses Zusammenspiel fand. Wie ein gut eingespieltes Fussballteam, dass sich die Bälle zupasst. Jeder weiss, wer auf der gerade notwendigen Position am besten spielt. Das finde ich sehr beeindruckend. Ich wünschte mir, ich könnte das auch. Die Ruhe bewahren und was sinnvolles beitragen. Derzeit bin ich eher der stille Beobachter. Immerhin auch schon ein Fortschritt.

Es ist ja nicht so, dass ich Angst vor den Kollegen habe. Ich weiss auch inzwischen, dass ich sie fragen und um Hilfe bitten kann. Und umgekehrt helfe ich auch, wenn ich kann. Nur in der Situation hab ich das noch nie geschafft. Ich arbeite aber daran meine Amygdala auszubremsen. Vielleicht gelingt es mir ja doch irgendwann mal.

In der Arbeitsgruppe war ich heute auch und da hat es funktioniert. Da kann ich meine Sichtweise einbringen. Gut, ich finde immer noch nicht den richtigen "Einsatz" und falle so anderen ins Wort. Das ist mir ein Rätsel wie die das machen. Diese Pause erwischen. Ich schaff das nie. Da lob ich mir im MS-Teams die Hand-Heb-Funktion. Die erleichtert mir das.

Und auf den Kommentar hin, hat einer zurückgeschrieben, dass das reine übungssache ist. Er hat es also heruntergespielt. Ich glaub er weiss das selber nicht richtig zu schätzen , weil es für ihn selbstverständlich ist.

Dann hab ich noch zwei Daumen hoch bekommen.

Einer meinte, das scheine nur so, dass sie die Ruhe bewahren können. Da drauf hab ich zurückgeschrieben: Nicht mal das würd ich hinkriegen.

Dann kam die Antwort, weil sie einander helfen.
Und dann hab ich zurückgeschrieben, dass das ja mit dem Urvertrauen zu tun hat. Und dass ich an dem noch arbeiten muss. Und dass das nix mit ihnen zu tun hat, sondern mit meiner Amygdala, die mein prärfronteraler Kortex noch nicht bändigen kann. Denn ich weiss ja , dass mir die anderen helfen und umgekehrt versuche ich das auch.

Trotzdem blieb ich still und mein Hirn auch. Ich hab halt geschrieben: ich arbeite daran.

Anscheinend ist ihnen diese ihre Stärke gar nicht bewusst. Naja, dann wird es mal Zeit, dass da einer wie ich daherkommt und es ihnen sagt bzw. schreibt. Es hat sich gut angefühlt, mich aber auch aufgewühlt. Also ich musste dann auf das Trampolin und mein Nervensystem beruhigen.

Ich hätte schon gerne mal eine Bedienungsanleitung dafür gehabt. Schade, dass sowas bei der Geburt nicht mitkommt. So wie ein Waschetikett mit oder an der Nabelschnur. Das würde mir den Gebrauch und die Handhabung immens erleichtern.

Bei einer Feedbackumfrage der IT haben nicht viele Leute die Umfrage beendet. Ich hab die auch angefangen und dann konnte ich mit den Fragen nix anfangen. Mit den Antworten auch nicht. Wenn da gestanden wäre : Sind sie zufrieden? Ja, nein, solala oder so und ein Freitextfeld da gewesen wäre , hätt ich einfach was reinschreiben können , aber so hat mich das ganze sehr verwirrt, weil ich zu den meisten Fragen keine Angaben habe machen können. Weil ich diese Probleme und den Kontakt gar nicht hatte.

Ich bin sehr zufrieden, dass das mit dem Homeoffice so gut funktioniert. Das hätte ich nicht gedacht. Und das find ich toll!

Gute IT merkt man doch daran, dass man den Support nicht braucht. Oder sollte am Ende der Support bewertet werden? Ich hab ihn nur 1x benutzt (wenn das die besagte Abteilung war... mich verwirren die ganzen englischen Bezeichnungen und ich kann es mir wegen meiner amoklaufenden Amygdala auch nicht merken) und da erstellte ich ein Ticket , spielte 2 x Ping - Pong mit dem Ticketbearbeiter und am Ende bekam ich die Antwort ich solle bei einer anderen Abteilung ein Ticket erstellen. Das hat mir nicht weitergeholfen. Ich war frustriert und verwirrt und es hat mich viel Energie gekostet. Da hab ich aufgegeben und gelernt, dass das keinen Sinn hat.

Eine zweite Gelegenheit oder Problematik hat sich seither nicht ergeben, so dass sich der erste Eindruck nicht verändern konnte. Der Bearbeiter konnte sicher nichts dafür. Er hat sicher die Anweisung das genau so zu machen. Aber mich hat die ganze Aktion nur Zeit und Energie gekostet und nix gebracht. Und dann mach ich das halt nimmer so. Das lern ich dann halt.

Ich hab jetzt auf die Reminder-Mail reagiert und da dieses Feedback zurückgegeben. Denn es kann ja sein, dass sie so wenig Feedback über den Fragebogen bekommen, weil es den anderen Fragebogenausfüllern auch so geht wie mir. Vielleicht wissen die auch nicht, was sie damit anfangen und dort eintragen sollen.

Meine Begeisterung darüber, dass das mit dem Homeoffice so gut funktioniert hab ich in die Mal reingeschrieben. Und auch, dass wenn alles funktioniert, dann muss ich ja den Support nicht in Anspruch nehmen. Mal sehen, ob ich eine Antwort bekomme.

Bei der Zeiterfassung hatte ich auch versehentlich ein falsches Element eingetragen. Diese Nummerei hab ich noch nie verstanden. Die Kollegin hat mir ganz viel Text geschrieben. Der hat mich nur noch mehr verwirrt. Dann hab ich das direkt mit einer anderen Kollegin in einem Anruf mit Screen-sharing geklärt. Und ihr erklärt , dass mir ein Screenshot viel weitergeholfen hätte als dieser viele und verwirrende Text.

Das Arbeitsgruppentreffen war auch sehr spannend und ich konnte mich beteiligen. Wiedeer trafen die Sichtweise den Prozess möglichst fix und einfach mit Dropdownlisten und dem entsprechenden Rahmen so klar und einfach zum Ausfüllen wie möglich zu machen und meine Auffassung, dass er auch noch flexibel genug sein muss, dass auch unkonventionelle Ideen dort aufgenommen werden können. Also die Krux zwischen möglichst einfach und festgelegt und geordnet und möglichst viel Freiheit.

Ich verstehe die Bedenken, dass , wenn es zu offen ist , unklar ist, was man reinschreiben muss und dass es dann nicht verwendet wird. Andererseits wenn es zu starr und fix ist, dann werden Menschen, die unkonventioneller und pragmatischer rangehen und die entsprechenden Freiheiten brauchen, das Tool auch nicht verwenden.

Menschliche Kommunikation is fei ganz schö kompliziert.

Wenn ich Bücher lese, dann klingt das mit der Freundschaft uns ich gegenseitig zu verstehen so einfach. War das früher so? Hat sich das durch den modernen Ich - habe - keine - Zeit -Lebenswandel verändert? Ist die Freundschaft erodiert? Also hat sich die Vorstellung und die Praxis der Freundschaft verändert?

Denn wenn sich schon die Vorstellung , von was ans Fenster kommt - aus Sicht meiner Mama Vorhänge - aus meiner Sicht Schieberollo oder gar nix... , dann wird sich wohl auch die Freundschaft und die Vorstellung und Sichtweise davon mit den Generationen verändern. Weil unser Lebensstil sich auf uns auswirkt (Amygdala) und unser Handeln und unser Fühlen oder Nichtfühlen....

Dann kann es schon sein, dass sich die Qualität der Beziehungen und Freundschaften, Bekanntschaften mit zunehmendem Stressfaktor in unserer Umwelt und in unserem Körper auch verändert. Denn wenn wir für Beziehungen und Menschen keine Zeit haben, dann verändert sich auch die Qualität der Beziehung zu den Menschen.

Ob wir das auch wieder umkehren können? Wenn wir uns wieder mehr Zeit nehmen und Dopamin geben? Dann bekommen wir auch mehr Zeit und Dopamin zurück. Und das würde wiederum unser gestresstes Nervensystem beruhigen. Ein Win-Win. Ich arbeite daran. Ich finde leider nur wenig Mitspieler und die haben auch sehr wenig Zeit und sind auch nicht viel flexibler als ich. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Meine Sichtweise.

Was ich fast wieder lustig oder auch traurig oder tragischkomisch finde, waren zwei Frauein, die meinten , sie haben keine Freunde oder tun sich schwer Freundschaften zu schliessen. Als ich sie fragte, ob sie das Mail-Feedbackspiel (Freundschaftsspiel) mit mir spielen wollen, bekam ich von der ersten keine Antwort und von der zweiten eine Absage, weil sie keine Zeit hat. Das finde ich sehr verwirrend. Denn wenn ich mir keine Zeit für Freunde nehme, werde ich auch nie welche haben. Zumindest sieht das mein präfronteraler Kortex so.

Also ich finde das sehr verwirrend...

Ich kann doch nicht einerseits traurig drüber sein, dass ich alleine bin und andererseits nichts ändern wollen. Freundschaft ist doch was gegenseitiges. Wenn ich mir keine Zeit für jemanden anderen nehme, warum sollte er es dann für mich tun?

Mir fällt dieser Balanceakt auch sehr schwer. Manchmal sind mir die flexiblen Absagen oder Verschiebungen einfach zuviel. Weil mein Hirn ja durch das Planen Sicherheit gewinnt. D.h. jeder "Freund" der mich zum umplanen zwingt , schadet mir auch ein bisschen. Heisst das jetzt guten Freunden ist das bewusst und sie halten sich dann auch mal meinetwegen an Terminabsprachen, auch wenn es für sie Mehraufwand und mehr Energie bedeutet? Weil sie wissen, dass es mich ein vielfaches mehr Energie als sie kostet? Das fände ich schön. Ist mir bisher leider noch nicht passiert.

Weisst, es gibt Leut, die wollen mich mal anrufen, tun es dann nie. Dann frag ich nach... und dann machen wir einen Termin. Und dann passt es ihnen doch wieder nicht...
Und wenn wir dann reden, erzählen sie mir alle ihre Probleme...
Ist das dann noch Freundschaft? Oder ist das nur noch anstrengend?

Andererseits, wenn ich es dann aufgeben würde, hätte ich gar keine Kontakte mehr. Dann bin ja ich derjenige, der die Kontakte überhaupt noch aufrechterhält.

Und dann nimmst Dir die Zeit und stellst fest, der andere versteht Dich gar nicht. Er hört Dir gar nicht zu und kidnapped das Gespräch und benutzt Dich als seelischen Mülleimer. Einmal auskotzen bitte... Des is fei a ned grod as gsündeste. Gut, wenn man sich auskotzt , dann tut einem das gut. Blitzableiterfunktionalität. Aber für den Gesprächspartner bedeutet das Stress, Energieverlust. Vampirismus. Nach solchen Gesprächen fühle ich mich wie durch die Mangel gedreht. Total fertig mit der Welt. Dabei wollte ich doch auch etwas Dopamin vom andern. Stattdessen hat er sich alles Dopamin genommen.

Mir scheint, auch das liegt am zunehmenden Stress. Weil wir mehr Dopamin brauchen um unser Nervensystem zu beruhigen, je gestresster es ist. Und wenn wir gestresst sind, dann kriegen wir in unserer Gedankenlosigkeit nicht mal mit, dass wir den anderen am Ende des Gesprächs als leere Hülle zurücklassen. Kein Wunder, dass wir dann keine Freunde finden. Das hält ja keiner lange aus.

Ich schaff das ja auch. Mir passiert das genauso unabsichtlich und gedankenlos wie Euch. Oft stehe ich auf der anderen Seite und bin nach dem Gespräch verwirrt. Und weiss nicht warum. Denn dazu ist dann das Nervensystem nicht mehr in der Lage, wenn es gerade von einer hyperaktiven Amygdala gekidnappt wurde.

Wieso kommt dann von der anderen Seite so wenig zurück? Habt Ihr auch schon verlernt wie das mit der Freundschaft geht? Ist das mit dem ausgeglichenen authentischen echten Geben und Nehmen heute noch denk- und machbar und praktikabel?

Oder existiert das in unserer stressigen ich-hab-keine-Zeit-Gegenwart schon gar nicht mehr. Ist das ein Mythos? Ein Geheimnis, eine bedrohte Art, die längst schon ausgestorben ist? Dann wundert es mich nicht, dass wir immer gestresster werden. Denn Freundschaften geben Sicherheit.

Wenn wir die Freundschaft verlernt haben, dann haben wir allen Grund verunsichert zu sein und in Panik zu geraten. Denn dann wird das mit der agilen Transformation und mit der Potentialentfaltung und Salutogenese und Rettung unseres Planeten und unserer Art nix werden. Weil wir dazu genau diese Fähigkeiten brauchen.
Das fände ich sehr traurig. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Also ist mein Fazit für heute: nicht nur ich muss lernen wie Freundschaft und Beziehung geht, Ihr wisst es auch nicht mehr. Euch geht es genauso.

Donnerstag: Wow und Heureka!
Ich hab am Dienstag abend einen Beitrag auf arte zum Rauchen gesehen.
Nikotin macht abhängig, weil je höher die im Gehirn ankommende Nikotindosis , desto schneller reagieren und jubilieren die Nikotinrezeptoren im Gehirn. Und das sorgt für Glückshormone.

Rauchen ist ja sehr ungesund, weil es langfristig den Konsumenten umbringt. Keine nachhaltige Kundenbindung.

Ich glaub , dass die Gesamtzahl der Süchtigen (Alkohol, Tabak , Spiel, Internet, Smartphone.., Spielen, Essen, ...) wächst , weil die chronische Anspannung und der Stress aufgrund unserers Lebensstils wächst und von einer Generation an die andere in höherer Dosis vererbt wird. Und irgendwie müssen dann die nachfolgenden Generationen mit dem erhöhten physiologischen Stresslevel zurechtkommen.

Und um der höheren Anspannung und unserer Amygdala Herr oder Frau zu werden, brauchen wir eine höhere Dosis Glückshormone. D.h. wir leiden gesellchaftlich an einem Glückshormonmangel bzw. müssten diesen bei steigendem Stresslevel steigern, damit beides ausgeglichen bleibt.

Das ist allerdings schwer, wenn man unter Stress und Anspannung steht! Dann vergeht einem Humor oder die Lust auf Beziehungen. Da kommt es eher zum Streit. D.h. genau das, was man braucht, bekommt man dann nicht. Sondern bei steigender ANspannung und immer mehr amoklaufender Amygdala bekommt man immer weniger davon. Des is fei a ned grod as gsündeste.

D.h. bei chronischem physiologischem Stress nimmt die Dosis der Glückshormone auch noch gegenläufig ab! Und damit steigt der Stresslevel weiter!

Deshalb gibt es so komische Bewegungen (das könnt Ihr ruhig wortwörtlich nehmen) wie Lachtherapie oder Lachyoga. Vielleicht sind wir deshalb so "erfinderisch" in neuen Techniken und so umtriebig.

So funktionieren Yoga, Meditation, Bewegung, soziale Kontakte, Humor und sogar Essen und Garteln, Baumärkte und Do-it-yourself! Die geben uns alle Glückshormone!

Weil es uns Dopamin, Oxytocin (Likes), Serotonin und Endorphine gibt! Wer in der Gruppe lacht, hat ja auch soziale Kontakte.

D.h. wenn wir es schaffen, für das was wir haben, und wie gut es uns geht und von welchen tollen Menschen wir umgeben sind zu schätzen und zu sehen, wahrzunehmen, und uns an den kleinen Dingen wieder freuen lernen und dankbar zu sein, dann können wir unser Nervensystem und unseren Organismus wieder ins Gleichgewicht , in die Salutogenese bringen. Indem wir unsere Glückshormondosis erhöhen. Das ist doch total cool!

Denn was haben Humor, Bewegung, Achtsamkeit, Meditation und soziale Kontakte und Zufriedenheit und Dankbarkeit und die Sicht der kleinen Dinge, Spezialinteressen und Hobbies, der Aufenthalt in der Natur, das Werkeln gemeinsam?
Sie schütten Glückshormone aus! Und die besänftigen die Amygdala und lindern Stress. Ganz natürlich. Also verschickt mehr Glückshormone! Lacht mehr! Das kostet nix und macht viel Freude!

z.B. hab ich früh aus dem Anschliessen und aufbauen meines Rechners so ne art achtsame "Teezeremonie" gemacht. Auch das funktioniert.

Ach das ist das Problem unserer Gesellschaft. Deshalb sind wir "so ernst" , "so verknöchert", "so verbittert", weil unsere Glückshormondosis nicht hoch genug ist!

Habt Ihr gewusst, dass Kernseife ans Bein gebunden mit einem Geschirrtuch Wadenkräpfe lindert? Meine Bekannte hat das heut am Telefon erzählt.

Ich hab gefragt, wie das funktioniert.
Sie sagt, weil da Elektrizität fliesst und wenn man das andere Bein drauflegt, dann hört deswegen, weil sich der Stromkreis schliesst, auch der Krampf auf. Und Kernseife besteht ja aus Knochen und so. Und deswegen funktioniert das genauso.

Ich meinte, dass das auch vom Druck sein kann, weil Druck auf Muskeln das Nervensystem beruhigt. Das macht meine Ergo ja auch, wenn sie triggert. Oder bei Covid-19 in der Intensivstation werden die Leut in der Bauchlage deswegen gelagert. Und Temple Grandin hat sich ja eine Körperdruckmaschine gebastelt.

Da hat sie gesagt, sie glaubt dran und es funktionert.

Da hab ich gesagt, dann ist da auch noch der Placeboeffekt dabei. Ich hab gemeint, es wär interessant, ob es auch mit anderen Dingen funktioniert. Also nur mit Druck. Da meinte sie, das könne ich ja mal ausprobieren. Ihr könnt das ja auch mal ausprobieren.

Wieder was gelernt. Mussi ned dumm sterbm. :)

Freitag: Wie geht Ihr denn mit Konflikten um?

Also wenn Ihr z.B. einem Kollegen oder einer Kollegin, die was von Euch braucht, sagt, wie Ihr das von Ihr braucht, und dann bekommt Ihr genau dasselbe wie immer. Also Ihr stellt fest, derjenige hat Euch überhaupt nicht zugehört.

Das heisst nicht, dass derjenige schlecht hört (bei autistischen Kindern wird das auch oft gedacht, dass wenn man nur LAUT! genug redet, sie das schon verstehen - mit älteren Leuten reden manche Leute auch so, das finde ich nicht schön), sondern dass seine Amygdala grad Amok läuft. Derjenige ist mit seinen Gedanken woanders und kann gar nicht mehr zuhören, sich nicht auf das gesagte konzentrieren, weil er die Hintergrundgeräusche nicht herausfiltern kann. In einer Gefahrensituation macht das auch durchaus Sinn.

Wie lös ich nun diesen Konflikt? Meine Amygdala war heut auch gleich auf 180. Das liegt am Wetter. Und laut meiner Ergo auch an einer komischen kosmischen Sternenkonstellation. Ich hab schon heut nacht nich schlafen können, weil meine Füsse gejuckt, gekribbelt, taub geworden sind und herumgezuckt und gebrannt haben.

Amygdalabedingt ergibt das bei phyisiologischem Stress ja durchaus Sinn. Durch die überreizung durch den Wetterwechsel , die meine Amygdala durch den deaktivierten Reizfilter als Gefahr wahrnahm, wollten meine Füsse flüchten und ich wollte schlafen.

Mit Arnikasalbe auf den Fusssohlen und einem Kissen auf dem Bauch (Druck) hab ich es dann ab 00:00 Uhr hinbekommen endlich einzuschlafen. Nachdem es ab 21:00 Uhr 3 Stunden nciht gelungen ist und ich mich nur unruhig hin- und her gewältzt , auf - und wieder zugedeckt hab. Die Beine mal angezogen mal ausgestreckt, mal zur Bettdecke raus- und dann wieder reingezogen habe...
Ich habe nachtaktive Beine und Füsse...

Ich hab jetzt einfach nochmal zurückgemailt,dass derjenige mich missverstanden hat und nochmal Beispielhaft reingeschrieben, was ich brauche. Ich bin gespannt. Allerdings auch skeptisch.

Was mach ich, wenn ich keinen Kontakt herstellen kann? Also wenn ich mich nicht verstanden fühle. Wenn meine Botschaft nicht ankommt? Das ging mir mit meiner Autistin ja auch so.

Besonders erschrocken bin ich darüber weil mir der Kollege vorher noch versichert hat, dass es in der eigenen Abteilung keine Konflikte gibt. Die haben nur die anderen (Verteidigungsreflex).

Weil ich jetzt genau die gegenteilige Erfahrung gemacht habe. Ich bin gespannt, auf das Feedback. Ich befürchte ich muss demjenigen alle notwendigen Informationen aus der Nase ziehen.

Kann sich jemand in einen reinversetzen, dann versucht er alle notwendigen Informationen einfach , klar und deutlich anzuliefern, dass der andere dann einfach seine Arbeit machen kann. Und nicht erst einen Hindernisparcours überwinden, bevor er überhaupt damit anfangen kann. Das kostet sehr viel Energie. Das ist anstrengend und das führt zu Irritationen, Missverständnissen und Frust.

Mir wird grad erst klar wieviele dieser Hindernisläufe ich schon hinter mir habe. Die will ich zukünftig nicht mehr machen, weil sie mich Zeit und Energie kosten. Unnötig. D.h. hier besteht ganz schön viel Optimierungsmöglichkeit! Wow!

Und ich hab immer den Fehler bei mir gesucht! Dabei ist das ein Konflikt der aus Gegenseitigkeit beruht. Beide Seiten haben ihren Anteil. Okay. Dann kann ich mir das Leben zukünftig um einiges leichter machen. Allerdings muss ich auch dazu erst lernen, diese Konflikte aufzulösen und das wird erstmal Energie kosten. Es wird sicher auch nicht immer gleich funktionieren. Ich arbeite daran. Das ist ja spannend.

Hab gestern gelesen, dass in jedem Konflikt ein Lernschatz liegt. Und den will ich heben :)

Das mit:"Die haben nur die anderen..." ist übrigens auch schon ein Zeichen für ein übererregtes Nervensystem. Das hab ich inzwischen aus meinen Erfahrungen gelernt. Denn auch wenn ich überrascht werde, dann reagiert meine Amygdala mit Verteidigung , Angriff oder Totstellreflex (dann bin ich sprachlos).

Was mich immer verwirrt, sind Menschen, die wortselig , im Sprechdurchfall erzählen, dass sie sprachlos sind. Denn da ist ja offensichtlich das Gegenteil der Fall. Sprechdurchfall deutet aber auch auf eine übererregte Amygdala hin. Ich glaube, dass mit reden auch Stress abgebaut wird. Denn die Stimm-Muskeln sind ja dann auch angespannt... Und man redet sich ja Dinge von der Seele und das beruhigt das Nervensystem.

Es gibt sogar einen Fachbegriff dafür, wenn sich die Energie (Anspannung oder Entspannung) auf die Umwelt überträgt. Social contagion.

Dabei hab ich heut sogar 2 tolle Lernerfahrungen gemacht. Dennoch bleibt mir die angespannte im Hirn hängen. Es sucht nach einer L6ouml;sung, weil mein Nervensystem, meine Amygdala diese Anspannung nicht aushalten kann. Es will möglichst schnell Sicherheit durch Kontrolle zurückbekommen.

Also ich konnte heute an drei Kollegen andocken und wir haben unsere Sichtweisen austauschen können. Ich konnte ihre Sicht verstehen und sie meine. Und vor lauter Freude, hab ich ihnen das auch einfach gesagt oder im Chat geschrieben. Das war toll! Na also! Geht doch!

Mit zwei dieser Kollegen hatte ich jahrelang Verständigungsprobleme. Bei dem einen überleg ich noch, wie ich weiter vorgeh. Wenn es dann immer noch nicht funktioniert, werd ich nachdenken, was ich alles brauch und es nochmal per Telefon probieren. Wenn das dann auch nicht funktioniert, dann werd ich mir einen Kollegen als "Dolmetscher" holen. Also ich werd ihn fragen, ob er mir da helfen kann, das zu verstehen.

Diesmal würd ich dann aber eine Sache anders machen: demjenigen, der mich nicht versteht, klarmachen, dass ich ihn leider nicht verstehen kann und einen übersetzer für seine Sprache brauche. Sprich: ich werde demjenigen auf jeden Fall Feedback geben, dass ich ihn leider nicht verstehen kann.

Meine Ergo hat gemeint, dass es auch okay ist, dass man sich mit jemanden mal nicht versteht. Dass die Chemie nicht passt. Und das ist nix anderes als dass unsere physiologischen Anspannungszustände (und damit Hormonhaushalte , ergo Chemie) nicht miteinander kompatibel sind.

Das ist natürlich. Ach so. Ich kann mich also nicht immer mit jedem verstehen. Physiologisch logisch. Ich soll da nicht den Fehler bei mir suchen und ewig über eine Lösung nachgrübeln. Ich bin ihr sehr dankbar für diese Sichtweise. Denn die war mir noch nicht bewusst. Also dass man das so machen kann und darf.

Das ist halt dann mal so. Das kommt vor.

Das kann ich ja dann auch feedbacken. Du , ich hab mir jetzt alle Mühe gemacht, aber ich versteh Dich einfach nicht. Kann mir das bitte jemand anders erklären? Oder kannst Du es jemandem erklären, der es versteht und der es dann mir so erklären kann, dass ich es verstehe? Also mir in meiner Sprache übersetzen kann.

Das hiesse also dass wir dann einen Vermittler brauchen, wenn wir physiologisch nicht miteinander kompatibel sind. Sonst geht es uns wie beim Turmbau zu Babel. Wenn wir uns physiologisch nimmer verstehen, dann reden wir auch nicht miteinander (egal in welcher Sprache), weil wir unsere Sichtweisen gar nicht mehr austauschen können und in der Folge verstehen wir uns nicht mehr. Und so können wir dann auch nicht zusammenarbeiten und Probleme gemeinsam lösen. Die Zusammenarbeit scheitert.

Da wir sozial ansteckend wirken (social contagion) , wirkt sich das auf die Umwelt (unsere Kollegen, Kinder, Partner, Insekten, Tiere ...) aus. Denn usnere Anspannung überträgt sich nicht nur auf andere Menschen sondern z.B. auch auf usnere Haustiere, aber da ist noch lange nicht Schluss. Denn die Anspannung bestimmt auch unser handeln bzw. nichthandeln und das wirkt sich dann auch auf die Umwelt und unsere Beziehungen aus.

Trotzdem überwog die eine als negativ empfundene. Wahrscheinlich weil die Amygdala die als Gefahr betrachtet. Und die ist ja bei mir auch übererregt. Von den positiven geht ja keine Gefahr aus.

Ob es einem Menschen gelingen kann so entspannt zu werden , seine Gefühle so gut beruhigen zu können, dass ihm das nicht passiert? Also dass er es schafft die eine negative Erfahrung nicht als Gefahr sondern als eine von 4 Reaktionen wahrzunehmen?

Könnt Ihr das? Wenn ja, dann erklärt mir doch mal wie Ihr das schafft.
Dann würde ich das gern von Euch lernen.
Danke!

Hmm... Kaugummikauen ist wohl dem Sprechdurchfall gleichzusetzen. Da wird dann auch innere Anspannung abgebaut. Meine Amygdala findet das genauso eklig wie küssen. Da wird mir schlecht davon.. Diese Wieder-Kauerei erinnert mich an eine Kuh. Allerdings finde ich das Gras in ihrem Maul um einiges appetitlicher. Das ist natürlich.

Neulich hab ich eine Bekannte gefragt, ob sie sich heut schwerer tut Freunde zu finden.
Sie meint früher gab es halt Vereine, die Pfadfinder, ... und da ist man halt hin. Und das war einfacher als jetzt mit dem Internet. Und es war auch einfacher einen Beruf zu finden.

Ich: Dafür gab es früher nicht soviel Möglichkeiten wie heute. Also das Mehr (Meer) an Möglichkeiten macht es schwer, weil die Wahl schwer fällt. Und gestreste Nervensysteme tun sich schwer Entscheidungen zu treffen.

Meine Bekannte fand dass es früher mit den Vereinen und Gruppen einfacher mit der Freundschaft war als jetzt mit dem Internet. Da hab ich dann gesagt, dass es bei mir umgekehrt ist. Mit Vereinen und Gruppen kann ich nix anfangen, weil sie mir zu reizintensiv sind. Mir hat das Internet geholfen Freunde (Freukannte) zu finden.

Da hat sie gesagt: Stimmt. So hab ich das noch gar nicht gesehen.
Das war spannend unsere Sichtweisen auszutauschen und zu ergänzen.

Hat man mehr Optionen, dann muss man sich auch mehr entscheiden. Da mehr Optionen aber mehr Stress bedeuten und Stress die Entscheidungsfällung beeinträchtigt, macht es das ganz schön kompliziert.
Des is fei a ned grod as gsündeste.

Ich les grad was über das Glück. Viele Sichtweisen.

Also ich bin die meiste Zeit zufrieden , wenn ich nicht grad verwirrt oder irritiert bin.

Denn wenn die Amygdala immer auf 180 ist, dann sucht sich das Hirn automatisch Beruhigungsstrategien. Ganz automatisch. Das finde ich sehr praktisch. Weil es mir somit auch das überleben bis heute ermöglicht hat.

Ich hab von meiner Bekannten auch gelernt, dass der Totstellreflex (also die Sprachlosigkeit , Mutismus) gar keine schlechte Sache ist. Denn sie sichert nicht nur der Maus das überleben sondern auch mir, weil beim Totstellreflex nämlich KEIN Cortisol ausgeschüttet wird! Das ist doch cool!

So hat es also die Natur auch bei unserem Nervensystem so eingerichtet, dass wir bei einem zuviel an Reizen und damit physiologischem Stress in den Totstellmodus fallen und erspart uns damit die Cortisoldosis, die den Stresslevel noch weiter steigern würde. Ich denke bei Zeit des Erwachens ist das auch der Fall gewesen.

Heut bin ich auch in dem Modus unterwegs. Da redet meine Mama und meine Schwester und ich kann dann nix mehr drauf sagen. Das geht dann nimmer.

Also hab ich bis hierher in meinem Leben schon ganz viel Glück gehabt. Sonst wär ich nimmer da.
Und dann hab ich Glück gehabt, dass ich inzwischen durch meine Recherche und Hartnäckigkeit so gut damit und mit dem CRPS zurechtkomme. Das ist doch fein.

Und während ich das hier tippe, bin ich im Flow. Das ist auch Glück. Oder wenn ich Comics zeichne, wenn ich ein lustiges Wort lese oder höre (wie Wissensinsel, da stell ich mir eine Insel mit Palmen und einer Schatzkiste voller Gedanken und Ideen vor) oder einen Schmetterling oder eine Libelle oder einen Vogel oder eine Ameise oder einen Käfer oder wogende und wiegende Blätter im Wind .... beobachten kann, wenn ich auf meinem Trampolin hüpfe, wenn ich SQL herunterschreiben kann , wenn ich eine Idee habe, wenn ich nachdenke, wenn mich meine Amygdala mitten in der Nacht mit einem Heureka-Moment weckt, wenn ich was gutes essen oder trinken darf , wenn ich in mein Bett gehe , wenn ich auschlafen kann, wenn ich den Sonnenaufgang oder den Sonnenuntergang, den Mond oder die Sterne .... sehe... , wenn mir Menschen lustige Geschichten erzählen, wenn ich Geschichten über meine Spezialinteresse erzählen darf ...

Und wann seid Ihr zufrieden und glücklich?

Heut hat sich das Missverständnis geklärt. Also genaugenommen gestern schon. Aber ich hab die Mail erst heut gelesen. Also beim Verständigungsproblem hab ich ja dadurch Sicherheit zurückbekommen,dass ich zurückgeschrieben hab: ich bin verwirrt, Du hast mich missverstanden und wie ich das brauch.

In der Antwort-Mail stand dann: ich bin auch verwirrt. Ich glaub Du hast mich missverstanden und dahinter ein Smiley. Und dann standen zwei Sätze, die mir die Angst vor der Datenfülle des Excelblatts genommen haben, weil die Erklärung in zwei Sätzen für die beiden Tabellenblätter folgte.

Schon der Smiley hat dann bewirkt, dass mein Säbelzahntiger in seiner Höhle geblieben ist. :)
Und dann kam noch eine zweite Mail, dass wenn ich noch Fragen dazu habe, wir das zusammen am Montag klären können. Und dann war's gut und ich hab das heut sogar hinbekommen. Bis auf zwei Fragen. Das hätt ich gestern nicht gedacht.

Also das mit dem : ich bin verwirrt hat jetzt schon 2 x hervorragend funktioniert. Ich hab beide mail: Ich bin auch verwirrt zurückbekommen und dann hat sich alles geklärt. Ob das daran liegt, dass das so herrlich neutral ist, dass das nicht persönlich genommen werden kann? Ich glaub schon.

Mir fällt es derzeit auch leichter Kollegen um Rat zu fragen. Früher konnte ich das nicht. Und es gibt noch immer Tage und Tageszeiten wo mir das schwer fällt oder ich gar nicht auf die Idee komme. Dabei hab ich erst jetzt verstanden, dass ich das sogar MUSS! Unda uch darf! Weil wir ein komplexes System haben und das kann nicht einer alleine kennen und alles wissen. Ich darf etwas nicht wissen. Ich darf andere fragen und die freuen sich drüber. Meine Amygdala hatte früher immer Angst, die anderen zu stören oder zu belästigen. Oder dass ich gar was dummes frage.

Und noch was tolles ist heut passiert: ich hab einen spannenden Menschen kennengelernt mit Epilepsie und der hat einen Vagusnervstimulator. Der ist am Brustbein. Er hat mir sogar gezeigt wo das Kabel verläuft.

Und das war ein echt tolles Gespräch, weil er direkt zur Sache gekommen ist. Also Bigtalk. Das ist fein.

Und noch was hab ich heut gemacht: ich hab Glücksmomente gesammelt und genossen. Weil ich aktiv meine Glückshoromdosis steigern will, damit ich mein Potential noch besser entfalten kann.

Also mein Mittagsmüsli , meine Tasse Tee auf dem Balkon, die frische gewaschene Luft, die Vögel, die draussen rumfliegen, Lächeln , wenn man merkt, dass man angespannt ist , weil das Hirn hält dann die Diskrepanz (Traurigkeit im Hirn, Lächeln am Mund) nicht aus und passt sich der Mundbewegung an.

Trampolin hüpfen, ein gutes Buch auf dem Klo, einen Spaziergang zum Aldi (ich hatte Nostalgiehunger auf die Pfefferchips), Sozialkontakte the Aspie way... und jetzt bloggere ich noch umanand... also ich schreib ja hier so ne Art Tagebuch und Glücksmomentfesthaltdings. Und schlechte Tage Aufmuntererinnerungsdings.

Ach ja und bei der Bäckerei meines Vertrauens war ich auch noch und hab mir dort neben Nougat- und schneebestäubten Trüffeln, einem halben Zwiebelbrot auch noch sozialen Rat eingeholt. Und der kostet fei nix extra. Ich hab sie gefragt, was man macht, wenn man zu jemanden trotz reden keinen Kontakt bekommt.
Sie: Also ein Missverständnis?
Ich: Ja.
Sie: Dann nimm es nicht persönlich und sei geduldig und probier es einfach nochmal.
Ich: Ich glaub das hat auch am Wetter gestern gelegen. (Säbelzahntigerwetter. Der kommt beim Wetterumschwung raus.)

Ist das nicht toll? Rat und Lebenshilfe gibt's bei uns gratis zum Brot dazu :)
Vielleicht heisst es deshalb unser tägliches Brot gib uns heute... da ist nicht nur das Nahrungsmittel gemeint, sondern auch der soziale Kontakt und damit eine Menge Glückshormone. Da seht Ihr mal wie fortschrittlich das Vater unser ist.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!
Servus mitnand!

 
Lasst Tomaten sprechen - Die Glaa aus ERH 2020
26.09. bis 02.10. Neue Sichtweisen ...

Samstag: Ich hab grad wieder zwei Autismusbücher im Querlesemodus. Und da steht oft drin, dass die Vorstellung von Aussenstehenden, Nicht-Autisten ist, dass Autisten in sich eingesperrt sind.

Diese Sicht kann ich als Autist nicht teilen. Ich habe solang ich zurückdenken kann, immer wieder - leider damals vergeblich und das waren sehr frustrierende Lernerfahrungen - versucht an andere anzudocken und Kontakt aufzunehmen.

Ich hatte früher mit meinen sozialen Fehlschüssen immer das Gefühl von allen anderen AUSGESCHLOSSEN zu werden. Bin ich mit dieser Sichtweise allein? Das irritiert mich.

Da ich im Aussen scheiterte blieb mir nur die Sicherheit meines inneren Rückzugsorts. Das ist die logische Folge. Wo hätte ich auch anders hingesollt? Meine Amygdala liess nichts anderes zu. Und ich versuchte schon damals immer sie mit dem präfronteralen Kortex herunterzuregeln und versuchte es ja immer wieder.

Da das Ergebnis immer dasselbe blieb (erfolglos, Irritation, Scham, Verzweiflung, Unverständis, Wut), konnte er aber auch nichts dazulernen. Weil mir auch niemand erklärte , was ich falsch machte. Ich hatte keine Ahnung und blieb im Dunkeln. Weil sich auch niemand darauf einliess meine Sichtweise kennenzulernen. Da war kein Interesse da, weil alle um mich rum wohl auch schon in der Schule und im Kindergarten ums überleben im Leistungskampf des Stärksten und Klügsten feststeckten. Also um ihre Amygdala war es auch nicht zum Besten bestellt.

Angespannte Nervensysteme sehen in allem, was anders ist , eine drohende Gefahr. Ergo wird nicht konformes (den Erwartungen entsprechendes Verhalten der Masse) als Störung wahrgenommen.

In einer solchen angespannten, amygdaladominierten Gesellschaft wird die Sicht auf die Andersartigkeit als Störung und Krankheit wahrgenommen. Entspannte Menschen sehen in Menschen und Dingen, die anders sind eine Chance etwas neues zu lernen und sind neugierig darauf.

Und diese Verunsicherung und Anspannung übertrug sich dann auch auf die uns Unterrichtenden. Social contagion. Deshalb haben es Lehrer auch nicht leicht.

Ebenso überträgt sich die Verunsicherung und Anspannung von Kranken auf die sie Pflegenden und ihre Behandler. Social contagion.

Ebenso überträgt sich die Verunsicherung und Anspannung vom Chef auf seine Mitarbeiter und umgekehrt. Der Vater und die Mutter trägt sie von der Arbeit nach Hause und infiziert die Familie und den Freundeskreis...

Ebenso überträgt sich die Verunsicherung und Anspannung von Arbeitslosen und Arbeitssuchenden auf die Mitarbeiter im Jobcenter. Das könnt Ihr beliebig fortsetzen... Des is fei a ned grod as gsündeste.

Auch heute scheitert meine Amygdala daran Kontakt aufzunehmen oft noch grandios. Wenn Menschen nicht offen genug dafür sind oder ich an dem Tag, wo ich es versuche zu angespannt bin. Dann bin ich zu direkt und geh auf Leute eher los als zu. Zumindest muss es sich für das Gegenüber so anfühlen. Wenn ich dann auch noch durch die damit verbundene Hartn&aumL;ckigkeit dranbleibe (die ist ja dem starren Denken aufgrund der Anspannung geschuldet), dann so hat mir eine Bekannte erklärt (und für diese Sichtweise bin ich extrem dankbar) , verhalte ich mich ja ähnlich wie ein Stalker. Also ich bin dann extrem anstrengend und nervig. Ich tut das aber nicht absichtlich. Sondern unbewusst. Ich kann in dem Moment gar nicht anders.

Ob Stalking genau das ist? Also eine fehlgeschlagene verzweifelte amygdalageseteuerte Kontaktaufnahme? Wahrscheinlich schon. Das hätte ich jetzt nicht gedacht, dass ich das heute und jetzt erklären kann. Dann ist auch das ein Ergebnis unseres übererregten Nervensystems.

Ich mach das nicht absichtlich (und dann geh ich davon aus, dass andere das auch nicht tun) sondern es ist mir einfach nicht bewusst. Ich bin einfach sehr unbeholfen in der Kontaktaufnahme und auf sozialem Parkett. Ich tanze nicht. Wenn doch, dann wirkt das aufgrund der Muskelanspannung auch sehr ungelenkig und zackig. Und so wirkt dann halt auch jedes andere handeln, was von der Amygdala kommt. Starr, rigide, ungelenk.

Ist auch logisch, denn wenn uns der Säbelzahntiger bedroht, dann will unser Hirn überleben und dass wir davonrennen. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir anfangen würden mit dem Säbelzahntiger dar&uul;ber zu diskutieren, dass wir ihm aufgrund usnerer Anspannung schwer im Magen liegen würden und dass dadurch auch sein physiologischer STatus gefährdet wäre. Das wird ihm grad, wenn er Hunger hat und ums überleben käpft nicht besonders beeindrucken. Happs, das war sein letztes Wort , dann trug ihn der Säbelzahntiger fort ....

Gestern hab ich ja dem Vagusnervstimulatorträger erklärt, was Autismus ist. Der kannte das nicht. Jeder kennt nur, das was er selber hat oder jemand in seiner Familie oder seinem Umfeld hat.

Ich hab ihn gefragt, ob er seinen Arzt auch sowas schon mal gefragt hat. Da meinte er, dass sei eine persönliche Frage. So gut kennt er den Arzt nicht.

Da hab ich gesagt, dass ich sowas frage, weil es mich interessiert. Weil mein Gehirn nicht weiss, was sich gehört. Und das ist dann Autismus.

Andererseits ist, dass was sich gehört ja kontextabhängig von der jeweiligen Kultur der Menschen von denen man umgeben ist. Mit dem Vagusnerstimulatorträger hat das mit der Unterhaltung hervorragend funktioniert. Bigtalk. Mit seiner Kultur komme ich zurecht. Anscheinend generell mit Menschen , die irgendwie "anders" sind und es nicht verbergen (können).

Zu den Reihenhaus, 1,5 Kind -Menschen finde ich keinen Andockpunkt. Das ist alles so weichgespült und glatt. Wenn ich solche Menschen 1:1 treffe, finde ich oft heraus, dass es gar nicht so ist. Dass unter der glattgesp&uul;lten Oberfläche ein interessanter und spannender und verwundbarer und verletzter Mensch steckt. Schade, dass sie es so selten zeigen. Die Teflonschicht des Pefektionismus aufrechtzuerhalten muss sehr anstrengend sein.

Für mich war das so. Denn eine verunsicherte Amygdala vertraut sich ja selbst nicht und kontrolliert sich ständig nach. Und so wird man dann zum Perfektionisten. Und die kann auch keiner leiden. Sie sich selbst ja auch nicht. Weil sie so angespannt sind.

Wie gesagt, ich fände es viel schöner - wie auch der eine Bekannte, mit seinem Traum von einer idealen Stadt, wo die Innenstadt belebt ist, und sich jeder mit jedem unterhält, wo die Leut sich die Zeit dafür nehmen und so ganz viele neue Sichtweisen kennenlernen und alle zu Systemdenkern und empathischen Menschen werden. Weil sie so eine Rudnum-Sicht bekommen.

Derzeit ist auf dem Marktplatz und der Innenstadt in Höchstadt meistens "der Hund gfreggt". Das heisst nicht, dass dort ein toter Hund herumliegt. Sondern, dass dort halt grad kein Leben tobt. Es ist ausgestorben. Das Gegenteil von lebendig.

Ah... dann wird man als Mensch erst lebendig , wenn man sich austauscht. Stimmt. Das kann ich so bestätigen. Erst seit ich neue Sichtweisen dazugewinne, fühle ich mich lebendiger und lebenslustig ... vorher kannte ich dieses Gefühl gar nicht.

Hmm... ich glaube die Neugier, die Sensationsgier der heutigen Zeit ist auch amygdalagesteuert. Also dass Gaffen. Früher hamm das ja alte Leute gemacht mit Kissen am Fenster und den ganzen Tag kontrolliert (Sicherheitsdenken, Alarmmodus) , ob jemand falsch parkt oder was die Nachbarn wieder treiben.

Meine Mama und meine Schwester machen das auch auf ihre Weise. Und ich bin auch nicht davor gefeit. Nur wenn man entspannt ist, dann hat man ja auch wieder soziale Kontakte. Die Amygdala degradiert einen zum Zusachauer und Beobachter. Weil sie nach Gefahrensignalen Ausschau hält. DAs ist also physiologisch ein logisches Verhalten.

Tja und mit Smartphone kommt und erhöhtem Anspannungsgrad kommt es auch zum Sensation Seeking. Deshalb werden Unfälle gefilmt oder Verunfallte filmen selber wie sie gerettet werden. Weil das Dopamin gibt und das Nervensystem beruhigt. Also auch wieder Glückshormone freisetzt. Allerdings nur kurzfristig, weil man sich langfristig damit bei anderen angespannten Nervensystemen sehr unbeliebt macht.

Das erklärt auch den Erfolg von scripted reality Sendungen , wo Polizei, Feuerwehr und Notfalleinsätze nachgespielt werden.

Mir ist das zu schreierisch. Ich mag lieber Dokus. Wie die arte-Themen z.B. über das Rauchen. Das findet mein Nervensystem spannend. Weil auch Wissen Sicherheit bietet. Und eine amoklaufende Amygdala ist deshalb süchtig danach. Weil wenn ich verstehe, was um mich passiert, und mit mir passiert, dann gibt mir das Sicherheit und Glückshormone und beruhigt so die Amygdala.

Deshalb haben Autisten Spezialinteressen.

Lernt man neue Menschen kennen, dann ist es wichtig gut zuhören zu können. Also die Leute ausreden zu lassen. Und aktiv zuzuhören. D.h. sich ganz auf den anderen zu konzentrieren.

Ich kenne zwei Frauen, die wenn sie mit mir reden auch noch parallel kochen (klappern in der Küche macht mir das herausfiltern dessen, was sie sagt schwer, ich weiss aber, dass sie die Bewegung braucht , um ihr Nervensystem zu beruhigen, angenehm ist es trotzdem nicht) oder aufzuräumen oder Mails zu schreiben (eine Kollegin von mir macht das) und ein Ex-Chef von mir ging bei einem Meeting mit mir, die ganze Zeit ans Telefon. Das findet meine Amygdala unschön. Denn es ist anstrengend. Und so nimmt sie das als Bedrohung wahr.

Sprich: wenn ich solchen Menschen zuhöre, habe ich nicht den Eindruck, dass sie mir zuhören. Ich fühle mich nicht wertgeschätzt. Sie zeigen damit aber auch ihren physiologischen Status. Sie schätzen sich selbst auch nicht, weil sie sich selbst nicht die Zeit und Ruhe und Aufmerksamkeit zugestehen, die sie auch mir vorenthalten.

Physiolgisch ist dieses Verhalten logisch und auch Ihr und ich wir tun das. Immer wenn wir einem anstrengenden , angespannten Menschen zuhören, dann kritzel ich z.B. Männlein oder Blümlelin vor mich hin. Sonst könnte ich mich gar nicht auf das Gespräch konzentrieren. D.h. wir reagieren selber so, auf angespannte Nervensysteme, weil sich deren Anspannung auf uns überträgt. Ihr seht also das ist eine beidseitige Geschichte.

Ich glaube erst, wenn beide Seiten einigermassen entspannt und offen sind und sich Zeit nehmen können, entsteht echte Verbindung und Kontakt und Verständnis und Verstehen.

Ansonsten blubbern die Gespräche nur vor sich hin und es kommt zu Konflikten, Missverständissen und Energeiräuberei. Also sollten wir daran arbeiten, dass wir entspannter werden, damit wir uns wieder aneinander annähern können und verstehen lernen.

Denn heutzutage wird viel zuviel aneinander vorbeigeredet. Weil angespannte Amygdalas nicht zuhören können. Weil sie die Zeit des anderen nicht wertschätzen können. Und auch ihre eigene nicht. Kann ich das, verändere ich meine Sichtweise und damit mein Handeln. Immer wird das sicher nicht gelingen, aber wenn es gelingt, dass wenigstens ein Gesprächspartner gelassen bleiben kann, dann wär schon viel gewonnen.

Denn dann können wir wieder voneinander lernen und durch den Austausch unserer Sichtweisen auf Augenhöhe neue Ideen und kreative Systemlösungen (Ursachenbehebung statt Symptombehandlung) finden. Und angesichts der Probleme von heute, brauchen wir genau das! Meiteinander statt Gegeneinander.

Folgendes schönes Zitat hab ich diese Woche in einem TED-Talk gehört.

"Eine gute Unterhaltung ist wie ein Minirock. Kurz genug um Interesse zu wecken und lang genug um das Thema abzudecken."
(Celeste Headlee's Sister Celeste Headlee)

Wenn man offen ist, dann findet man an jedem Menschen spannede Aspekte und neue Sichtweisen und Dinge, die man lernen kann. Genau das macht das Leben spannend! Ist das nicht wunderbar?

Sonntag: Ich habe auf Ravelry eine Anfrage von einer Strickerin bekommen, die aus meiner Radfahrbeanie eine schottische Mütze gemacht hat. Sie wollte gerne ein paar weitere machen und verkaufen und wollte mir dafür Lizenzgebühren zahlen.

Das ist nicht das erste mal, dass ich eine solche Anfrage erhalten habe. Und ich freu mich jedes mal über diese Wertschätzung. Allerdings hab ich gelernt, dass das mit den Lizenzgebühren gar nicht so einfach ist. Ich habe schlechte Erfahrungen damit gemacht. Und es hat mich enorm viel Energie gekostet. Und deswegen hab ich gelernt, es funktioniert nicht.

Das hab ich ihr dann geschrieben. Sie hat zurückgeschrieben, dass sie das versteht. Dass man schnell ausgenutzt wird. Das hab ich gar nicht gemeint. Ich hab keine Möglichkeit gefunden wie sich die Bezahlerei einfach und praktikabel lösen liesse. Denn über Ravelry kann ich nur Muster verkaufen und keine Lizenzen.

Extra-Rechnungsstellung und so weiter ist mir derzeit einfach zu aufwendig. Hinzu kam dann noch, dass die Leute anfangs sehr begeistert waren und ich auch, sich dann aber nie wieder meldeten, obwohl sie es versprochen hatten. Da war meine Amygdala sehr traurig und enttäuscht, weil sie sich darauf verlassen hatte. Also ich hab gelernt, es funktioniert nicht. Und da mein Gehirn sich Energieverluste sparen will und auch dem Gegenüber die Enttäuschung ersparen will, mach ich das jetzt so. Weil ich es so gelernt habe.

Es war einfach die letzten male immer nur anstrengend. Und deshalb ist ein Nein zum Gegenüber ein Ja zu mir.

Ihr werdet nun sagen, aber das kann doch dieses mal anders sein. Dann sag ich Euch: ja, das ist sicher möglich. Doch derzeit bin ich nicht dafür bereit. Und ich denke auch, dass ich mit meinen Ressourcen und meiner Energie haushalten muss. Das ist mir nicht so wichtig. Der Aufwand würde in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Auch mein Gegenüber hätte nur Scherereien. Und das will ich auch ihr nicht zumuten. Vielleicht ändert sich das mal , aber derzeit bleibe ich bei meiner Meinung aus den obigen Gründen.

Ich hab grad was über das Thema Silodenken gelesen (Beyond Measure - Margaret Heffernan). Ich glaub, das betrifft nicht nur Abteilungen sondern auch das Spezialistendenken engt sich dadurch ein. Weil die Spezialisten sich nur mit anderen Spezialisten umgeben und austauschen. D.h. sie vertiefen ihre Sicht. Sie spezialisieren sich weiter in die Tiefe und ins Detail.

Sie gehen zu wenig im Aussen auf andere Menschen aus anderen Bereichen zu und so wird ihr Tunnelblick immer enger. Denn nur neue Sichtweisen aus anderen Bereichen können den Blick wieder weiten und führen langfristig zu neuen Ideen und Innovationen, weil sie die Kreativität anregen.

Also Ihr Spezialisten da draussen: Geht doch mal wohin, wo Ihr noch nie ward und umgebt Euch mit Leuten oder mailt ihnen oder lest Bücher von Menschen und über Themen, die Ihr noch nie gelesen habt... sie könnten einen Heureka-Moment entzünden. Warum engt Ihr Euch ein anstatt Eure Sicht zu weiten? Es könnte Spass machen.
Wir können soviel von Menschen lernen, die aus anderen Welten stammen :)

Habt Ihr gewusst wie Stress und Gedächtnis zusammenhängen? Diese TED-Video zeigt es in 5 Minuten.
Also der präfronterale Kortex ist dafür zuständig Dinge im Gehirn zu finden. Ist also unsere Suchmaschine oder setzt die select-Befehle in unserem Gehirn ab. Der Hippocampus ist das Eingangsportal für die Erinnerungen, so eine Art Empfangstresen.

Chronischer Stress schädigt den Hippocampus, so kommen Erinnerungen dann gar nicht mehr in unsere Datenbank im Gehirn rein. Und chronischer Stress bewirkt eine Aktivierung der Amygdala und diese wiederum schwächt den präfronteralen Kortex.

Deswegen hab ich also (und meine Mama und meine Schwester auch) Probleme mir Dinge zu merken, weil unsere hyperaktive Amygdala die Pförtnertätigkeit des Hippocampus beeinträchtigt und Probleme uns an Dinge zu erinnern (z.B: auch Wortfindungsprobleme), weil der präfronterale Kortex ebenfalls geschwächt wird.

Wenn ich entspannter bin, kann ich mich auch besser wieder erinnern. Für meine Verhältnisse halt. Also mir ist es nach wie vor ein Rätsel wie Ihr Euch an Dinge erinnern könnt , die Ihr an einem bestimmten Datum irgendwann in den letzten Jahren getan habt. Ich kann das nicht. Ich kann mich maximal an die Dinge von heute vielleicht noch von gestern erinnern. Sobald ich Dinge abhake und als erledigt betrachte, verschwindet auch die aktive Erinnerung daran.

Sie ist aber nicht weg. Sondern poppt in Erinnerungsfetzen dann auf, wenn neue Lerninhalte an diese alten Lerninhalte im Gehirn andocken können. D.h. es ist wohl in meinem Gehirn wie in meinem Zimmer (was logisch ist, weil mein Handeln bzw. Nichthandeln ja das Ergebnis meines Denkens bzw. Nichtdenkens ist) ich finde Dinge nur, wenn ich sie nicht suche. Sie sind aber trotzdem da. Oder wie mer bei uns immer sagt: "Des Haus verliert nix."

Das Hirn offensichtlich auch nicht. Allerdings finde ich es nicht , wenn ich es suche. Das ist auch wiederum logisch, weil ich dann ja grad nicht entspannt bin. Schaffe ich es loszulassen (gedanklich), dann fällt mir das Wort der gedanke, die Idee auch oft wieder ein. Immer gelingt mir das nicht. Das hängt von der Situation, vom Umfeld, vom Wetter ab, weil all das den Status meiner Amygdala bestimmt. Also wenn ich mich wohlfühle, dann klappt das besser. Leider tu ich das selten und es fällt mir amygdalabedingt schwer zu erkennen, wenn dies nicht so ist.

Hinzu kommt noch, dass der Schlaf auch eine wichtige Rolle spielt. Und eine hyperaktive Amygdala schläft schlecht. Weil man sich halt auch nicht neben den zähnefletschenden Säbelzahntiger hinkuschelt und ein Nickerchen hält. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Denn im Schlaf werden die Lerninhalte des Tages verarbeitet und im Hirn sortiert und abgelegt. Und dann kommt es nachts oder frühmorgens zu Aha- und Heureka-Erlebnissen. Ich hatte ja davon berichtet. So hängt das alles zusammen.

Also wenn Ihr schlecht schlaft, dann habt Ihr schon eine übererregte Amygdala. Beruhigt sie mit Glückshormonen und der präfronterale Kortex freut sich.

Ein Kollege von mir z.B. hat das mit Rauchen versucht. Allerdings war seine Merkfähigkeit soweit eingeschränkt, dass er beim Rauchen draussen vor dem Haus , das aufgedrehte öl in der Pfanne vergessen und die Küche in Brand gesetzt hat. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Aus diesem Grund steigt auch bei hyperaktiver Amygdala die Unfallgefahr. Weil sich die Wahrnehmung (Zeit, Raum , Stärken, Umwelt) verändert. Ich weiss nie wo ich anfange und aufhöre und laufe deswegen gegen Türen. Das was dem Kollegen passiert ist, ist mir schon mit Milch auf dem Herd passiert oder anderem Essen im Herd. Wenn ich lese oder schreibe, dann versinke ich und vergesse Zeit und Raum und das Essen und die Milch auf dem Herd. Ausserdem wird man aufgrund der Muskelanspannung auch ungeschickter und stolpert leichter und verletzt sich beim Fallen dann auch. Fällt man entspannt wie eine nasse Socke (stellt Euch die mal gedanklich vor) , dann verletzt Ihr Euch auch nicht. Das ist ähnlich wie bei einem Ast. Nur wenn genug Druck, Anspannung ungleich verteilt auf ihn einwirkt, dann bricht er. Normalerweise verhindert das der Wuchs des Baumes und des Astes. Aber ein Gewitterenschlag oder ein Sturm entwickelt so hohe Kräfte und baut am Ast eine so hohe Anspannung auf, dass er bricht. Mit Euren Knochen ist es genauso.

Deswegen tendiere ich zu körpereigenen Glückshormondosiserhöhung durch Achtsamkeit, Dankbarkeit, Bewegung, soziale Kontakte, Schreiben, kreative Hobbies , Tiere , Lesen, Wissensansammlung .. was auch immer Euch guttut.

Wenn Ihr mal den Eindruck habt, dass Ihr gar nix mehr auf die Reihe bekommt - das kenn ich auch, das fühlt sich nicht gut an - man zweifelt an sich und der Welt und die an einem (social contagion) : ah... deshalb hat mir die Ärtzin im Krankenhaus auf die Frage: Glauben Sie mir dass ich Schmerzen habe? Als Antwort: Wir können keine Ursache dafür finden. gegeben. Ich hab sie mit meiner Verunsicherung angesteckt. Naja, wahrscheinlich war in ihr auch schon durch den Klinikstress genug davon da. Also wir waren füreinander nicht besonders gesund....

Sorry.. wo wollt ich ihn? Also wenn Ihr an allem und Euch zweifelt und verzweifelt, dann liegt das an Eurer Amygdala. Dann ist es zwar sehr schwer Euren inneren Schweinehund zu überwinden (Eure Amygdala) aber genau dann ist das am Dringendsten! Lächelt , bewegt Euch, rafft Euch auf! Euch zuliebe und Eurer Umwelt und Eurer Familie zuliebe. Wahrscheinlich könnt Ihr das eher für andere als für Euch selber tun. Bittet andere um Hilfe. Sagt klipp und klar wie es Euch geht, dann gebt Ihr Eurem Umfeld die Chance Euch zu verstehen und damit wissen sie, was Ihr braucht, warum Ihr Euch so verhaltet und können Euch unterstützen.

Sowas kommt vor und es geht auch vorbei. Nicht von allein. Ihr seid nicht hilflos oder ausgeliefert. Ihr könnt, müsst und solltet die Dinge selbst in die Hand nehmen. Einfach anfangen. Ich weiss, das ist anfangs schwer. Ich hab damals mit Spazierengehen und Comic zeichnen angefangen. Wenn ich das kann , dann könnt Ihr das auch.

Ihr schafft das schon! Ihr seid viel stärker als Ihr glaubt. Denn Verzweiflung kann Kräfte in Euch mobilisieren, die Ihr nie in Euch vermutet hätte! Sie macht stark, wenn Ihr diese Energie nutzt. Das geht n&aumL;mlich auch. Ihr kriegt das schon hin. :) Dranbleiben und durchbeissen. Das können überaktive Amygdalas n&aumL;mlich sehr gut! :)

Hmm... irgendwie wiederholt sich alles...

Als ich als Systemadministrator anfing hab ich auch viele Fragen gehabt und die dann anderen gestellt. Damals aber nicht meinen Kollegen (die hätten mir da auch nicht helfen können, weil das technische Redakteure waren und mit sendmail-Problemen oder procmail-Problemen hätten die mir wohl auch nicht weiterhelfen können... obwohl; wer weiss? Ich hab mich auch nicht getraut bzw. wär gar nicht auf die Idee gekommen, denn ich war das allein durchbeissen gewöhnt) sondern google - Groups.

Ich hab mir also leichter getan wildfremde Menschen, die ich nicht kenne anzuschreiben. Da kennt meine Amygdala nix. Das fällt mir heut oft noch leichter als mit Menschen zu reden, die ich kenne.

Also auf jeden Fall ging es mir damals so, dass ich zwar Menschen fand, die dieselben Probleme aber keine Antwort drauf hatten.

Ich hab sie immer dann selber gefunden, wenn ich grad was ganz anderes gesucht habe. Also ich hab das Grübeln sein lassen, das Thema beiseite gestellt und irgendwann stolperte ich bei meiner Suche im Internt über die Lösung. Also nicht direkt über die Lösung aber ich fand einen neuen Ansatz, der mir eine Idee gab, wie es doch funktionieren könnte und ich probierte das dann aus und siehe da bis auf einmal funktionierte es auch.

Das auch das Kreativität war, wird mir erst jetzt bewusst.

Ich glaube, das ist so, weil unser Gehirn Chaos und Unordnung nicht ertragen kann. Ganz besonders nicht eine amoklaufende Amygdala. Zumindest scheint das meine so zu handhaben.

Das hiesse dann aber auch, dass die Amygdala durch ihren Drang nach Sicherheit, aus Chaos Muster erkennt, um die Umgebung zu ordnen. Genau das macht ja meins, wenn mir meine Amygdala und mein präfronteraler Kortex erklären warum ich Menschen mit meiner unbeholfenen Art erschrecke. Weil wenn jemand unbholfen auf einen zurennt, dann bekommt man halt Angst. Allerdings muss mir manchmal die ein oder andere Sichtweise erst jemand anders erklären. Spannend!

Also macht eine amoklaufende Amygdala kreativ!!!! Weil das Gehirn Sicherheit braucht und so Muster im Chaos erkennt und so das Chaos ordnet. Nix anderes mache ich ja die ganze Zeit, wenn ich hier runterschreibe, was ich wieder neues gelernt habe! Wow! Wie cool ist das denn? Das ist ja der Oberhammer! Ach was! Ein ganzer Werkzeugkasten!

D.h. Angst beflügelt die Phantasie und die Kreativität. Vielleicht ist das auch so wie beim Lächlen. Also wenn das Gehirn traurig ist und Ihr trotzdem lächelt dann kann das Hirn diesen Gegensatz nicht ertragen und gibt nach und wird glücklich.

Dann wäre es rein physiologisch logisch, dass es bei Angst genauso ist. Denn auch das ist ein Zustand, den das Gehirn ja nicht dauerhaft ertragen kann ohne Schaden zu nehmen. Vielleicht ist das seine kreative Art dieses Problem zu lösen. Wie es auch in den Totstellreflex geht, um eine Cortisoldosis zu vermeiden. Ach, das ist ja herrlich praktisch.

Okay, zurück zu den Mustern... also jetzt hab ich ja andere Probleme, die ich lösen will. Konflikte. Und da geh ich wieder wie damals vor. Dass ich andere Menschen um Rat frage. Ich schicke einfach mal Mails an Leute , die ich kenne, und wahrscheinlich geh ich damit einigen ganz schön auf den Sack.

Also auch da bekomm ich selten eine Antwort. Ausser in der Bäckerei. Da gibt es die ja gratis dazu.

Ist es am Ende so, dass die Leut genausowenig drauf eine Antwort haben wie ich? Also dass sie mit denselben Problemen kämpfen? Ich dachte , alle anderen wissen wie das geht. Immerhin seid Ihr mir ja da sozial um Lichtjahre voraus. Ich dachte, Ihr seid die Profis und ich bin der Amateur...

Kann es sein, dass ich mich irre? Wow! Das irritiert mich grad... uha... Die Gänsehaut läuft mir auf.

Ist das jetzt am Ende wie damals als ich über CRPS mehr wusste, als die Ärztin, die ich damit nervte? Ich dachte, die weiss viel mehr als ich , weil die das ja studiert hat. Da lauf ich immer wieder in dieselbe Denkfalle... mein Muster... das ist auch etwas, was man mit Autismus verbindet. Ich kann Wissen, was ich in einer Situation gelernt habe, nicht unbedingt auf die andere übertragen. Könnt Ihr das denn noch? Oder steht es um Eure Amygdala auch nicht besser als um meine?

Und wenn ich den Gedanken loslasse, dann kommt die Lösung von alleine daher.... Ihr wisst ja, wie es am Freitag gelaufen ist. überraschend gut. Das passiert, wenn man aufhört darüber nachzugrübeln. Und sich mit anderen Dingen beschäftigt.

Damals mit den IT-Fragen war das auch so. Ich hab dann ein ums andere mal die Lösung gepostet. Das hätte ich mir nämlich auch gewünscht, dass das andere tun. Also hab ich das halt gemacht. Auch weil ich gern teile. Denn wissen wird mehr, wenn man es teilt. Behalte ich mein Wissen für mich, dann nützt es ja keinem. Niemand kann daraus lernen und daraus neue Dinge und neues Wissen und neue Erkenntnisse ableiten.

Also wenn ich Wissen für mich behalte, dann brauch ich mich nicht wundern, dass sich in meinem Bereich nix weiterentwickelt. Denn Wissen und neue Erkenntnisse bauen immer auf bereits bekanntem Wissen auf und kombinieren es neu. Durch neue Sichtweisen. Damit ist alles Wissen, dass ich horte und nicht weitergebe, dem Untergang und dem Vergessen geweiht.

Und ich schneide mir auch noch ins eigene Fleisch. Denn so kann ich mein Wissen auch nicht weiterentwickeln. Wenn ich da bleibe, wo ich immer bin, dann treff ich auch immer nur die Leut, die ich immer treff. Ich lern nix neues dazu. Dazu muss ich entweder woandershin gehen als sonst oder mein Wissen mit anderen teilen.

Also Wissen wird mehr, wenn man es teilt. Das ist nicht so wie beim Apfelkuchen. Wenn ich den teile, dann bekomm ich weniger. Allerdings bekomme ich bei einem ganzen Kuchen auch nur Bauchweh und wenn ich teile, dann macht das Freude und ist auch figurtechnisch gesünder. Dopamin, Serotonin und Oxytocin steckt also auch im Apfelkuchen, wenn ich ihn teile.

Also geteilte Freude ist doppelte Freude und geteiltes Leid ist halbes Leid. Schon toll. Wenn ich etwas angenehmes teile, dann nimmt die Glücksdosis exponentiell zu, teile ich etwas unangenehmes, dann nimmt die Stresshormondosis ab. Ergo: es leidet und freut sich gemeinsam gesünder. Weil wir damit unser physiolgisches Stresslevel enorm senken könenn. Wow!

Und einmal hat mich einer sogar angemailt, weil er HIlfe mit einem Slox-Server brauchte und ich hab ihm bei der Konfiguriererei geholfen. Das hat Spass gemacht. Weil es Wertschätzung ist. Kann auch sein, dass ich damals etwas ausgenutzt wurde. Ich geh immer vom guten im Menschen aus. Andernfalls wär die Welt sehr trostlos.

Ist das jetzt wieder genau dasselbe Muster? Dasselbe Prinzip? Nur in einer anderen Disziplin und Sichtweise? Irgendwie auch cool. Dann wiederholt sich ja alles.

Also können wir gemeinsam in einem stressligen Umfeld durch Vertrauen Stresshormone minimieren und die Glückshormondosis steigern!

Habt Ihr gewusst, dass bei chronischem Stress der Hippocampus langfristig abbaut?
Dann guckt mal dieses TED-Video.

Und wusstet Ihr, dass Musik unser Hirn besser vernetzt und unsere Gedächtnisleistung verbessert?
Dann guckt mal dieses TED-Video. Also wenn Ihr Gedächtnisprobleme habt, dann probiert doch mal aus, ein neues Instrument zu lernen.

Ich hab es mit Gitarre probiert, bin allerdings an der Feinmotorik damals gescheitert. Und dass ich allein nicht weitergekommen bin. Hmm... meint Ihr da draussen gibt es geduldige Menschen, die mir das beibringen könnten? Ich hab dann die Gitarre ins Korn geschmissen... Denn über die Akkorde A, G, D und E bin ich alleine nicht hinausgekommen. Ich konnte mir da schon die Griffe nicht merken. Vielleicht sind auch meine Hände zu klein oder die Gitarre zu gross.

Wie wird man kreativer? Wenn man Themen wechselt. Also wenn man Multitasking in Slow Motion macht.
Guckt Euch das hier an.

Warum funktioniert das? Weil , wenn man nicht weiterkommt, kann man durch die Arbeit an einem anderen Projekt neue Sichtweisen entwickeln. Genau wie wenn man neue Sichtweisen hinzugewinnt, wenn man mit anderen Leuten spricht. Es ist dasselbe Prinzip.

Ist ja logisch, wenn man out-of-the-box-Denken will, dann muss man halt auch aus der Box herausgehen. WEnn man da bleibt, wo man immer ist, dann sieht man auch nur das, was man immer sieht. Man sperrt sich ein. Also eine andere Umgebung aufsuchen. Und zwar im entspannten Zustand. Nicht das Multitasking unserer Zeit unter Zeitdruck. Das funktioniert nicht.

Seht Ihr? Ihr könnt das auch! Indem Ihr neugierig bleibt und Euch auf neues einlasst. Menschen, Ideen, Bücher ... Das macht Spass! Ist das nicht cool? Ihr könnt Dinge erreichen, von denen Ihr noch nicht mal geträumt habt. So wie ich hier mit dem was ich hier tue...

Und damit möchte ich Euch anstecken. Lasst Eure natürliche Kreativität sprühen, dass es nur so staubt! :)

Gestern ist mir aufgefallen, dass zwischen den zwei Gesundheitsinstanzen Ärtzehaus und Apotheke ein Zigarettenautomat steht. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Allerdings kann ich schon verstehen, dass der ein oder andere Arzt nach der Heimsuchung durch hyperaktive Amygdalas damit seine Amygdala beruhigen will. Oder umgekehrt. Oder beides.

Langfristig betrachtet wäre es allerdings gesünder den Konflikt (also die Ursache der Verärgerung) anzusprechen. Denn im Gegensatz zur Zigarette lösen sich Konflikte nicht von allein in Rauch auf. Also vom Bild der Symptombehandlung passt der Zigarettenautomat wieder in die Bildstrecke hinein. Alles eine Frage der Perspektive.

übrigens... was hier grad als Schreibdurchfall erlebt, das ist nichts anderes als die Kreativität, die meine hyperaktive Amygdala grad freisetzt. Mein Hirn ordnet das Chaos. Und das macht es ganz allein, wenn ich es lasse. Das ist ja toll. Aber wenn Ihr den Wald einfach machen lasst, dann entsteht ja auch ein Mischwald und keine Monokultur und die ist dann auch reslienter. Warum sollte unser Hirn anders arbeiten als die Natur und die Dinge selber regeln. Das hat die Natur doch sehr fein eingerichtet.

Hm... die Zusammenarbeit mit einem Comic-Kunden gestaltet sich seit geräumer Zeit sehr antrengend aus meiner Sicht. Weil mir das Feedback fehlt. Ich schicke Comics und hänge dann in der Luft. Es hiess dann : ich melde mich. Doch es ist nichts passiert. Es war jetzt auch schon öfter so.

Das ganze hat sich also aus meiner Sicht zu einer sehr unbefriedigendenden und sehr verunsicherten Situation entwickelt. Es fühlt sich für mich sehr einseitig an und kostet mich viel Energie. Sicher geschieht dies nicht absichtlich. Ich hab überlegt, was ich machen soll. Denn ich darf die Comics dann auch nicht woanders veröffentlichen solange ich keine offizielle Absage habe.

Grade bei Comics die aktuell sind, ist das problematisch. Weil ich die so auch nirgends anders mehr veröffentlichen kann. Und das ist sehr schade. Das tut mir in der Seele weh. Weil ich ja die Comics mit Euch teilen möchte und wenn ich sie noch an die Zeitung schicken kann, dann kann ich viel mehr Dopamin versprühen. Also die Dosis der Glückshormone an die Umwelt erhöhen. Und etwas Geld bekomm ich bei der Veröffentlichung freilich auch.

Nun hab ich einfach eine Mail geschrieben und Feedback eingeholt. Nachdem ich gelernt habe, dass das geht und man das auch darf. Also ich hab gemailt, dass ich verwirrt und verunsichert bin, weil die Rückmeldung so lange auf sich warten lässt. Ich hänge in der Luft.

Und gefragt, ob es ein Problem mit meinen Comics gibt. Vielleicht passen sie ja nicht mehr zum Firmenkonzept. Oder sie wünschen sich einen anderen Stil oder anderen Humor. Also ob es etwas gibt, was ich falsch mache und anders machen kann.

Ob sie unzufrieden sind und was sie sich wünschen. Jetzt bin ich mal gespannt, ob eine Antwort kommt und wenn ja welche. Denn diese Verunsicherung ist nicht gut für meine Amygdala, weil es den physiologischen Stress befeuert. Und jetzt möchte ich halt gern wissen und verstehen, wo das Problem liegt. Bin ich es? Meine Art Humor? Meine Art zu zeichnen? Oder liegt es woanders? Macht die weitere Zusammenarbeit überhaupt noch Sinn?

Denn wenn ich Comics schicke und es kommt nichts zurück dann geht das über meine Energie und Grenze. Und das tut mir langfristig nicht gut. Ich übernehme also hier die Verantwortung für mich und versuche die Ursache des Problems zu verstehen. Dann kann ich auch entsprechend handeln und bekomme wieder mehr Sicherheit. Und so arbeite ich an meiner Salutogenese.

Ich tu also etwas , was ich früher nie getan hätte, wenn ich nicht mal in einem Video einen Kollegen genau diese Technik hab vorschlagen hören. Nur durch seine Sichtweise (out-of-the-box-thinking) hab ich das gelernt, verstanden und kann es jetzt auch praktisch anwenden.

Passend zum Thema gibt es heute auch einen Comic zum Out-of-the-box-thinking. :)
Den Comic hab ich schon vor zwei Jahren gemacht. Doch damals war mir die Tragweite, das ganze Ausmass der Einsicht (Perspektive) noch nicht klar! Jetzt schon.

Ich hoffe, es hilft Euch auch, mal über Euren Schatten zu springen (hihi... lustig.. versucht das mal ;-) und Dinge einfach mal ANDERS zu machen.

Out-of-the-box-thinking wirkt befreiend, weil es die Barrieren, die unsere Sicht einschränken, durchbricht. Also geht damit auch die Liberalisierung des Denkens einher. Die Gedanken sind frei...

Diese Sichtweise,dass ich auch aktiv Feeback holen kann, habe ich von einem Kollegen aus einem anderen Bereich gelernt. Einfach dass ich mal im Intranet eines dieser Videos geguckt habe und mir die Zeit genommen habe. Als ich "eigentlich" keine Zeit hatte. Genau diese gewonnene Einsicht hilft mir aber wieder mehr Zeit zu haben!

Freilich wende ich dieses Wissen auch bei Konflikten mit meinen Kollegen in der Firma an. Aber darauf ist es ja nicht beschränkt. Denn egal , was ich lerne, ich kann jedes Wissen, wenn ich es verstanden habe , praktisch in jedem Kontext anwenden.

Freies Denken hält sich nicht an Schubladen! Es schlängt kreativ und küstlerisch Brücken zwischen unterschiedlichen Problemfeldern und bringt Lösungen. Nur durch die übertragung von bekanntem Wissen auf andere Bereich lassen sich neue Einsichten finden! Das ist wunderbar!

Freies Denken befreit Euch! Denn Ihr befreit Euch dadurch von Missverständnissen und Konflikten und Problemen, weil Ihr sie damit lösen könnt! Das ist famos und grandios!

Deshalb macht es aus meiner Sicht auch immer weniger Sinn zwischen Arbeit und Freizeit zu trennen. Weil beides untrennbar miteinander verbunden IST! Dinge, die Ihr im privaten Umfeld lernt, können auch für die Arbeit wichtig sein! Und Dinge, die Ihr auf Arbeit lernt auch im Privatleben. Wer dort eine künstliche Schubladen-Trennung einzieht, beschränkt sich und seinen eigenen Handlungsspielraum. Das ist physiologisch und biologisch unlogisch.

Denn diese daraus resultierenden Fähigkeiten können Eurem Nervensystem und Eurer Amygdala viel Stress ersparen! Weil Ihr ihn in auflösen könnt und langfristig sichere Beziehungen aufbauen könnt!

Wieso sollen Eure Kollegen und Euer Chef nicht auch Euer Freund sein? Es hat nur Vorteile. Denn genau das gibt Sicherheit! Und nur in Sicherheit sind wir entspannt und können unser Potential auch nutzen und einbringen! Nur bei Beziehungen auf Augenhöhe gelingt das!

Ich arbeite stattdessen daran, meine ganze Persönlichkeit in allen Bereichen einbringen zu können und dafür kann ich aktiv ein entsprechendes Umfeld schaffen. Ich arbeite daran. z.B. mit aktivem Feedbacken. Denn das wichtigste an der Arbeit ist die Qualität der Beziehungen zu den Menschen. Ob das Kunden, Kollegen, Freunde, Bekannte, Freukannte oder Familienmitglieder sind, spielt keine Rolle. Es funktioniert überall.

Denn nur so lassen sich Konflikte auflösen, indem ich sie anspreche und aktiv angehe.
Ich arbeite daran.
Und Ihr könnt das auch.

Früher hätte sich meine Amygdala das gar nicht getraut, wäre gar nicht auf diese einfache und simple Idee gekommen und ich hätte auch keine Ahnung gehabt wie ich das machen soll... denn zu direkt aus der Du hast...- Sicht, beschwert nur Schuldzuweisungen und befeuert den Konflikt. Inzwischen hat mein präfronteraler Kortex gelernt, es anders anzugehen. Mal sehen, was passiert.
Ob sich die Welt auftut und mich verschlingt... ;-)
Ich glaube nicht... :-)

Es könnte auch der Anfang einer wunderbaren Freundschaft werden... und Freunde kann man nie genug haben. Ich arbeite daran. Auch wenn meine Amygdala immer noch nicht genau definieren kann , was genau Freundschaft ist.

Warum sollte das so sein? Naja, ich gehe offen und unbewaffnet auf den anderen zu und entblösse meine Seele, indem ich ihm zeige wie es in mir aussieht.

Wenn Euch jemand unbewaffnet mit weisser Fahne entgegenkommt, wie reagiert Ihr darauf? Wie reagiert Eure Amgdala? Greift Ihr denjenigen an? Seht Ihr ihn immer noch als Säbelzahntiger? Oder berührt derjenige durch seine unverblümte Offenheit und ungewöhnliche Authentizität nicht Euer Herz und Euren Bauch und Euer Hirn?

Wenn es genauso ist, dann wurde "der Kontakt hergestellt". Und zwar nicht so wie es mir damals die Physiotherapeutin sagt: auf höherer Ebene sonder ganz im Gegenteil: auf tieferer Ebene. Ich bin durch die Abwehrkette hindurchgdrungen. Ich habe mich an Eurem schlafenden Säbelzahntiger vorbeigeschlichen und ihn nicht geweckt. Ich habe Zugang zu Euerem Herzen und Euren Gefühlen gefunden.
Denn nur da findet "echter und authentischer" Kontakt statt.

Also worauf wartet Ihr? Ihr könnt das auch! Lasst uns die Welt wieder menschlicher machen indem wir wieder echte und authentische Kontakte herstellen. Ihr wisst ja jetzt wie es geht. Fangt einfach damit an. übung macht den Meister!
Probiertses dann spürtses!

Und dabei bekommt Ihr jede Menge Glückshormone gratis ausgeschüttet und somit seit Ihr mit jeder solchen echten Begegnung auf Augenhöhe auf dem besten Weg zu Eurer eigenen Salutogenese und schafft Euch so ein heilsames Umfeld, weil Ihr in diesem Ansteckungsmodus ein Umfeld von positive Energiegeladenen Menschen um Euch herum schafft.

Also auf geht's! Ich arbeite daran :)

Montag: Ich bin grad durch das Buch "beyond measure" von Margaret Heffernan durch.

DAS war beeindruckend! Erkennt Ihr schon dadurch, dass ich so fix war und dranbleiben konnte. Es also in einem Rutsch gelesen habe.

Also es geht darum, Hierarchien und Silos abzuschaffen und aufzulösen! An das Potential in jedem Mitarbeiter zu glauben! Und auch die Bestperformer-Belohnungssysteme abzuschaffen. Denn die signalisieren allen anderen: Ihr seid Versager. Solche Belohnungssysteme der High Performer schaffen eine KLuft und ein Gegeneinander und mehr Verlierer als Gewinner.

Und die Gewinner sind dann wieder sehr allein, weil sie die anderen nicht um Hilfe bitten können. Neid kommt auf und das fördert das Misstrauen. Also eine vertrauensbildende Massnahme ist das nicht. Dieses Vorgehen macht einsam und erzeugt hyperaktive Amygdalas.

Stattdessen geht es darum, an das Potential in allen zu glauben! Anstatt Menschen in Schubladen zu stecken. Da sind sie also wieder. Denn Schubladendenken, schränkt denjenigen ein, von dem es kommt und auch den, den es betrifft. Also sowohl den In-Schublade-Stecker als auch den in-der-Schublade-landenden. Es schadet also beiden Seiten.
Sag ich doch!

Also der Glaube versetzt Berge. Und der Glaube an Menschen verändert ihre Sichtweise auf die Welt. Was wir glauben und tun verändert also auch die Sichtweisen anderer und damit die Welt! Und wieder haben wir hier den Placeboeffekt oder die selbsterfüllende Prophezeiung! Da seht Ihr mal. Das was wir glauben, dass bestimmt wie die Welt aussieht. Denn der Glaube bestimmt unser Handeln und das Ergebnis davon auch! Also bestimmt unser Glaube wie die Welt aussieht, in der wir und unsere Kinder leben.

Stattdessen geht es darum die Menschen mit ihren Eigenarten und Stärken zu sehen und wahrzunehmen und ihn zu fordern und zu fördern. Es geht also um Weiterentwicklung.

Es geht darum, jeden in die Verantwortung zu nehmen und zu vertrauen. Und so stärkt man den Zusammenhalt, das Urvertrauen und das Selbstbewusstsein!
Es geht darum kluge Fragen zu stellen und die Menschen zu ihren eigenen Lösungen kommen zu lassen. Durch kluge Fragen. Also gibt man den Ball immer an den, der das Problem hat , zurück. Man löst es nicht für ihn. Das muss ich mal mit meiner Autistin ausprobieren, wenn sie sich mal meldet. Okay, die Wahrscheinlichkeit ist wegen ihrer Amygdala gering. Sie denkt nicht an mich. Sie hat mich vergessen bzw. ihre Amygdala verhindert dies. Ihren Pflanzen ergeht es ebenso. Also die überleben nicht lang. Und so ist es glaub ich mit allen engeren Beziehungen auch. Egal, ob es Pflanzen, Tiere oder Menschen betrifft. Des is fei a ned grod as gsündeste.

War bei mir auch schon so. Also ich hab auch vergessen die Pflanzen meiner Mama zu giessen, wie sie mal im Krankenhaus war. Irgendwann ist es mir dann eingefallen. Da hab ich es dann nachgeholt. Wahrscheinlich war es sogar so besser. Weil wenn ich an das giessen gedacht hätte, dann hätte ich nicht mehr gewusst, wann ich sie zuletzt gegossen habe, und dann hätt ich die Pflanzen ersäuft. Das macht meine Schwester so. Nicht absichtlich. Sie meint es gut und giesst. Aber sie weiss halt nimmer, wann sie zuletzt gegossen hat und traut sich und ihrem Finger als Feuchtigkeitsmesser nicht. Das macht eine hyperaktive Amygdala halt so.

Es ist halt so, wer nicht gut darin ist, für sich selber gut zu sorgen, der kann auch nicht gut für andere sorgen. Egal, ob das Tiere oder Plfanzen oder Freundschaften sind. Er tut das nicht absichtlich. Er gibt sich viel Mühe!!! Er kann es sich halt leider nicht merken, weil die Amygdala Amok läuft.

Inzwischen klappt das Giessen von den Pflanzen von meiner Mama mit mir ganz gut. Ich arbeite daran.

Dass mich meine Autistn vergisst, ist zwar schade aber biologisch und physiologisch erklärbar und verständlich. Ich neige auch dazu Menschen zu vergessen. Ich tu das auch nicht absichtlich. Je mehr ich kenne, desto weniger komm ich rum und dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich beim ein oder anderen lang nicht melde, weil der aus meinem Hirn gefallen ist.

Das tu ich nicht absichtlich. Ich freu mich auch, wenn mich jemand an sich erinnert. Danke für Euer Verständnis. Normalerweise meld ich mich dann sofort. Das bin Euch als Wertschätzung schuldig.

Bei meiner Autistin funktioniert das auch und auch bei anderen Bekannten, Freukannten. Da schick ich dann eine Mail mit dem Betreff: Lebst Du noch? Da kommt dann meistens eine Antwort. Vielleicht weil dort mitschwingt, dass sich der andere Sorgen macht. Oder einfach, weil es sehr derb klingt und lustig und schräg rüberkommt. Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass es zu funktionieren scheint. Und da ich das gelernt hab, wend ich das halt als Lösung an.

Ich denk oft an sie. Weil ich es so schade finde, dass sie Ihr Potential nicht nutzen kann! Ach... das muss doch möglich sein! Ich hab Ihr eine digitale Postkarte und 3 5-Minuten-TED-Videos geschickt. Vielleicht kann das an Ihre Erfahrungen andocken. Weil es mir immer noch nicht gelungen ist.

Hmm.. wenn ich es recht bedenk, dann denk ich überhaupt viel an und über andere Menschen nach und über Probleme und Konflikte mit ihnen und wie ich sie lösen kann. Irgendwie sucht meine Amygdala mit meinem präfronteralen Kortex immer nach Lösungsansätzen. Mittlerweile hab ich gelesen, dass die Leut gar nicht unbedingt eine Lösung wollen, wenn sie mit einem reden oder einem schreiben.

Die brauchen einfach jemanden, der ihnen zuhört und sie versteht. Allerdings gelingt es meinem präfronteralen Kortex noch nicht dieses Wissen anzuwenden. Er macht sich sofort auf die Suche nach einer Lösung für das Problem. Anscheinend macht das eine hyperaktive Amygdala so. Weil sie das Problem nicht ertragen kann und dass jemand anderes leidet. Zumindest meine... Deshalb will sie das Problem schnellstmöglichst wegen der sozialen Ansteckung aus der Welt schaffen. Weil meine Amygdala das nicht aushält. Das versteh ich inzwischen. Da kann sie anscheinend nicht anders.

Also wenn Ihr jemanden braucht, der Euch zuhört und dessen Hirn und Status sich nicht sofort in den Lösungsfindungsmodus schaltet, dann kommt bitte nicht zu mir. Denn das funktionert mit mir leider (noch) nicht. Ich arbeite daran.

Mir fällt es auch schwer im Gespräch mit ihr zuzuhören (ihre Stimme ist auch sehr schrill und laut aufgrund der Anspannung). Das bringt meine Amygdala an ihre Grenze und sie reagiert mit Verteidigung... Hmm...
Aber wenn sie mal jammert, was nicht funktioniert, dann kann ich ja auch mal fragen: Und was brauchst Du stattdessen?
Mal gucken, was dann passiert. Ob es dann zum Schweigen am anderen Ende der Leitung kommt...?

Ein Psychologe hat mal geschrieben, dass die Menschen immer wissen , was sie nicht wollen, aber wenn man sie fragt, was sie stattdessen wollen, dann können sie das nicht sagen. Das ist auch schwierig, denn dazu muss man sich gut kennen und auf sich hören lernen. Und darin ist eine hyperaktive Amygdala nicht gut. Also ich kann das verstehen, warum das so schwer ist. Ging und geht mir heute ja auch oft noch so. Ich arbeite daran.

Anscheinend wird alles grösser , wenn man es teilt. Laut dem Buch sogar Macht.

Nicht nur Wissen und Dopamin durch das Teilen vom Apfelkuchen. Das war mir neu.

Ich würd das aber auch nicht Macht nennen. Irgendwie hat das ein Gschmäckle...
Ich würde es einfach Verantwortung und Mitwirkung nennen. Und das ist dann auch wieder Selbstwirksamkeit. Die wird dadurch gestärkt.

Also läuft es darauf hinaus Hierarchien abzubauen. Habt Ihr gewusst, dass sich Führungskräfte nicht trauen, andere um Hilfe zu bitten? Weil sie glauben, alles wissen zu müssen. Das wusste ich nicht.

Allerdings war es so, dass ich das früher auch von mir glaubte. Dass ich wenn ich andere um Hilfe bitte, zeige, dass ich was nicht weiss. Ich hab mich auch nicht getraut. Beides geht bei mir mit einer hyperaktiven Amygdala - also Angst - einher. Anderen Menschen geht das auch so? Die verstecken das nur... oder versuchen es.... Gelingen tut es ja nicht, denn wir kriegen das in der social contagion (sozialen Ansteckung der Anspannung) ja sowieso mit. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Kein Mensch kann alles wissen. Ausserdem ist es so, je mahr man weiss, desto mehr wird einem bewusst, wie wenig das ist. Das funktioniert schon rein logisch und logistisch nicht.

Hm.. bei uns wurden weitere Hierarchien eingeführt... dann ist das wohl ein Zeichen dafür dass da was schiefläuft.

Logisch ist es ja auch aus dem Grund, dass, wenn man die Verantwortung gerecht auf alle Schultern verteilt, keiner Rücken- oder Nackenprobleme bekommt. Es entsteht keine chronische Schieflage. Die dann der Orthopäde und der Physiotherapeut beheben müssen. Wie im innen so auch im aussen.

Es geht darum das Out-of-the-box-thinking zur Regel zu machen. Indem Bereichsgrenzen, Silodenken wegfällt und sich alle für die Sache zuständig fühlen und wir in das Team des Kunden wechseln. Also seine Perspektive einnehmen. Was können wir noch für ihn tun, was ihm das Leben erleichtert?

D.h. es geht darum, dass Menschen mit verschiedenen Erfahrungen und Blickwinkeln miteiander in Kontakt kommen. Und so innovative Ideen durch den Austausch von Sichtweisen und kluges Fragestellen bekommen.

Da will ich doch auch hin! Ich wusste nicht, dass es schon Firmen gibt, in denen das gelebt wird! Wow! Da möcht ich mal Mäuschen sein. Ob man da mal reinschnuppern kann? Und zugucken wie die das machen? Ich meine, es ist eine Sache darüber zu lesen. Das ist Theorie. Ich würde das ganze mal gern in der Praxis sehen. Ich würd gern ein "Gefühl" dafür bekommen wie bei unserer Datenbank halt auch.

Apropos... ich hab ja davon erzählt, dass ich mir wünsche Teil eines solchen coolen Teams zu sein, dass sich blind versteht. Und jetzt ist mir erst gekommen, dass auch ich zu einem solchen Team dazugehöre.

Das Team heisst Familie und besteht aus meiner Mama, meiner Schwester und mir. Da kriegen wir das inzwischen schon viel besser hin. Es gibt allerdings noch optimierungsbedarf. Wir haben oft noch Verständigungs- , Andock- und Kommunikationsprobleme weil wir unsere Sichtweisen nicht immer nebeneinander zusamemnbekommen. Und dann verstehen wir uns auch nicht . Ich arbeite daran.

Das ist mir gekommen, weil eine Bekannte mal in der Selbsthilfegruppe mit ihrem Mann abgespült hat und er hat lachend gesagt:"Wir sind ein eingespültes Team."
Das fand ich sehr lustig. Deshalb hat es sich mein Hirn anscheinend gemerkt. Zusammen mit dem Dopamin, das dabei ausgeschüttet wurde, ging das wohl ganz gut. Jetzt hat es das wieder herausgekramt als ich vorhin im Wald war.

Was ist, wenn es egal ist mit welchen Lebewesen wir uns umgeben, um neue Sichtweisen zu finden? Was ist, wenn uns auch der Wald, die Natur (egal ob Mensch oder Tier) neue Sichtweisen vermittelt? Unbewusst halt... Mir kommt das so vor. Denn ich bin jetzt schon oft im Wald auf Zusammehänge und neue Sichtweisen gekommen. Also wenn ich in den Wald schau, dann bekomm ich auch neue Einsichten. Weil dort neue Sichweisen offensichtlich werden. Eine sichterei ist das grad...

War vorhin im Wald. Jeder Baum sieht anders aus. Jeder steht woanders. Ich glaub mit den Bäumen und allen anderen Lebewesen ist das auch wie mit den Menschen.
Wenn da ein zweites Kind in dieselbe Familie kommt (also geboren wird), dann nimmt es ja auch einen neuen Platz neben seinen bereits vorhandenen Geschwistern ein.

Wieso sollte das bei Bäumen, Plfanzen, Insekten ... anders sein? Wer sagt, dass die nicht auch alle ihre eigene Persönlichkeit haben? Nur so ist Evolution möglich. Dass eine Pflanze irgendwie anders ist als ihre Nebenbäume. Eine klitzekleine Veränderung, die sich dann als evolutionärer überlebensvorteil herausstellen kann. z.B. wenn sie dem Klima besser angepasst sind.

Auf diese Weise wird dann nicht nur das überleben dieses Baums sondern des gesamten Waldes sichergestellt. Weil er auf diese Weise resilienter wird. ökologisch, biologisch und physiologisch ist das vollkommen logisch.

Vielleicht gibt es ja auch autistische Insekten oder Bäume? z.B. wenn sie vom Borkenkäfer oder von einem Schädling befallen sind und Stress haben. Oder wenn sie der Trockenheit des Sommers nciht mehr standhalten können. Dann werden sie auch eine gewisse Anspannungs-Aura aussenden.

Heisst es nicht auch, dass man Angst riechen kann? Angstschweiss beim Menschen... Da stinkt aber nicht der Schweiss an sich, sondern das sind dann Bakterien... das wird bei den Pflanzen und Tieren auch nicht viel anders sein.... die kommunizieren ja auch. Warum sollte also die Natur nicht auch unterschwellig mit UNS kommunizieren?

Wenn er unseren Blutdruck senken kann und unsere Immunabwehr stärken, dann tut er das doch nachweislich. Vielleicht ist das nur eine Art des Kommunikationsergebnisses des Waldes auf uns. Dann würde das Baumumarmen Sinn machen.

Naja... nachdem ich auch nicht von jedem dahergelaufenen umarmt werden mag (meine Amygdala ist da not amused) , mach ich das aus eigener Erfahrung bei Bäumen auch nicht. Vielleicht ist denen mein Nervensytem und meine Anspannung zu anstrengend. Stellt Euch vor, ich umarm ihn und dann hat der Baum soviel Stress, dass er stirbt? Des is fei a ned grod as gsündeste. Dann ginge auch noch das Waldsterben auf mein Konto. Das würde meiner Amygdala wieder erheblichen Stress machen.

Und der arme Baum kann ja nicht davonlaufen. Ich kann das ja dann auch oft nicht. Weil ich nicht weiss, wie ich aus der Situation herauskomme. Und da schaltet meine Amygdala in den Totstellreflex. Also ich kann es ihm nachfühlen, dass das nicht bei jedem Lebewesen, das das tut, schön und angenehm ist. Da halte ich lieber ein kleines Pläuschen mit ihnen und lass meinen Gedanken freien Lauf. Reden hilft mir beim Denken.

Wenn Ihr jetzt sagt: mit Selbstgesprächen fällt man doch auf!
dann möcht ich Euch daran erinnern, dass ich jedes mal zusammenzucke, wenn jemand an mir vorbeiläuft und scheinbar mit sich oder mit mir redet... und ich dann feststellen muss, dass er in sein Handy oder in diese Ohrstöpseldingsverlängerung spricht...

Also ich glaube, dass Selbstgespräche in der heutigen Zeit gar nicht mehr auffallen, weil eh ständig jeder mit sich selbst zu sprechen scheint. Also Freispruch für das Selbstgespräch dank der Freisprechanlage...

Wenn jedes Lebewesen Stress empfinden kann, dann wird es auch in gewisser Weise wahrnehmbar sein. Dann riecht das vielleicht der Borkenkäfer und findet so die kranken Bäume und bereinigt so den Wald. Ob der Borkenkäfer dann kein Schädling sondern einen Aufräum- und Gesundungerhaltungsauftrag hat? Wenn er einen kranken Baum befällt, dann räumt er ja praktisch wie Ameisen oder Fliegen auf. Dann würden wir ihm ganz schön Unrecht tun. Dann käme er der Müllabfuhr und der Krankenbehandlung gleich. Bei Krebs wird ja auch die schädliche Zelle bestrahlt. Vielleicht ist der Borkenkäfer wie die Strahlentherapie und entfernt das beschädigte Gewebe.

Das Problem haben wir ja hausgemacht, indem wir dieselbe Sorte Baum aus wirtschaftlichen Gründen (gibt es irgendwas was der Mensch nicht verwirtschaftlicht hat? Saatgut müssen die Bauern ja auch kaufen, anstatt es aus der Natur zu nehmen ...) in Monokulturen angepflanzt haben. Damit geht die Resilienz des ökosystems Wald verloren. Denn wenn diese eine Baumart ein Problem hat, dann betrifft das Problem den ganzen Wald, weil der nicht mehr aus anderen Baumarten besteht, die dieses Problem ausgleichen könnten.

Die Natur macht das doch nicht extra beim Menschen anders, wenn ein Naturprinzip gut funktioniert, dann setzt sich das überall durch.

Laubbäume werfen Schatten und helfen so, dass der Waldboden nicht so austrocknet wie bei Nadelwaldmonokulturen. Wenn das unten noch feucht ist, dann kann auch die ein oder andere Fichte in diesem Mischwald überleben. D.h. das überleben anderer Bäume wird durch das Miteinander sichergestellt.

Und ich glaub bei uns Menschen ist es genauso. Die Kollaboration ist also die natürliche Art der Resilienz und der Evolution und somit des überlebens.

Bei Erfindungen ist es ja ebenso. Es ist ein Trugschluss, dass ein einzelner im stillen Kämmerlein auf neue Ideen kommt. Nein, auf die kommt er erst im Austausch mit anderen Organismen. Und sei es, dass er sich den Lotuseffekt oder den Stacheldrahtzaun in der Natur abschaut oder das Fliegen am Vogelflug studiert. Das sind alles Sichtweisen von anderen.

Vielleicht müssen es nicht immer Menschen sein. Aber andere Lebewesen auf alle Fälle. Der Mensch imitiert und lernt von und mit und aus der Natur. Und der Mensch ist ein Teil der Natur. Auch wenn er das oft schon heute vergessen hat. Die Natur wirkt auf uns durch Duftstoffe, visuell, auditiv und auch auf Gefühlsebene und wer weiss wie noch...

Hab vorhin einen Artikel in der Zeitung zu Kreidezähnen gelesen. Klingt für mich so, als wär hier auch Gewebe und Z&aumL;hne oder wie man das fachlich richtig nennt, nicht richtig versorgt. Also ähnlich wie bei meiner Dystoniererei und dem Muskelabbau der aus der Anspannung resultiert halt auch.

Es hiess in dem Artikel, dass die Kinder auf OP-Licht und auf Berührung schon überempfindlich und mit Angst reagieren. Das würde zusammenpassen. Also warum sollten diese Kreidezähne nicht das evoltionäre Ergebnis des vererbten Stresslevels der Eltern und der Umwelt sein? Das wäre logisch.

Mir ist ja früh und abends das grelle Licht auch zu hell... Im Bus hab ich deswegen die Kapuze bis über die Augen gezogen. Ich hatte als Kind auch mit Lippenbändchen und Ohrenentzündungen zu kämpfen.

Dienstag: Soderlein... meine Bitte um Feedback war erfolgreich. Es liegt nicht an mir, sondern , dass das Gegenüber in seiner Sicht gefangen war. Das war also keine Absicht. Das denke ich ja eh nie. Und ich habe auch jetzt die entsprechenden Hintergrundinformationen bekommen , um das Handeln bzw. Nichthandeln zu verstehen.

Jetzt ist alles klar und die Zusammenarbeit kann weitergehen, weil wir das Missverstädnis aus der Welt geschafft haben. Cool! Kontakt erfolgreich hergestellt.

Heute nacht war Vollmond und da schläft meine Amygdala schlecht. Stattdessen hat sie mir eine interessanten Erkenntnis geliefert.

Ich dachte bisher eine amoklaufende Amygdala sei per se nicht besonders gesund und gut.
Inzwischen hab ich gelernt, dass das nicht der Fall ist, sondern wie man das bewertet. Also dass das vom Glauben abhängt, ob es einem schadet oder nicht.

Nun bin ich gestern mal in mich gegangen und hab mich gefragt, wenn die Evolution eine chronische hyperaktive Amygdala hervorbringt, warum sie das tut. Also es muss ja einen Nutzen haben, sonst würde sich das ja nicht weitervererben.

Was ist also der Vorteil einer hyperaktiven Amygdala? Sie kann sich schnell an Bedrohungen also Veränderungen anpassen. Also ich scheine mit Dingen schneller klarzukommen als andere Menschen. Auch mit CRPS. Ich lerne erst alles darüber und dann lerne ich daraus mit einem Problem klarzukommen.

Und das mach ich schon immer so. Ich bin Probleme immer direkt angegangen. Oft hab ich Anlauf genommen und zahlreiche Fehlversuche hingelegt, aber ich bin immer weitergekommen.

So wurde aus mir ein Strickdesigner , ein Kleingewerbler, ein Comiczeichner , ein Blogger , ich hab mich jahrelang um die Homepage des Wandervereins gekümmert, Homepage-Bastler, Heimnetzwerkler, Bastler, T&uul;ftler ....

Also zeitlebens hab ich mich immer neu erfunden. Was mir nicht klar war, ist dass das anscheinend andere Menschen nicht so machen.

Das finde ich sehr verwirrend. Denn ich lerne andauernd. Meine Neugier ist unersättlich. Denn sie ist meine wichtigste überlebensressource zusammen mit meiner Hartnäckigkeit.

Also sprich: eine amoklaufende Amygdala scheint für agiles Arbeiten genau richtig zu sein. Weil ich immer wieder mein Verhalten ändere.

Jetzt werdet Ihr sagen: Aber Du bist doch Autist! Und die haben doch Routinen.
Ja. Die hab ich auch. Aber doch nicht überall gleichzeitig! Es gibt immer einen Bereich oder mehrere wo ich meine Nase reinstecke, wo ich alles lese, was ich in die Finger kriegen kann... wo ich dazulerne!

Auf Arbeit hab ich heut auch einer Dame von der Personalabteilung Feedback zu einem Dokument über den IDP gegeben. Und da gab es auch etwas überraschendes.

Ihre Perspektive ist , sie möchte out-of-the-box-thinking (da ist es wieder ;-) und dazu will sie die Leute in Menschen, die andere führen können und in Spezialisten, die mit Fachwissen glänzen aufteilen.

Ihre Sichtweise ist auch erklärbar, weil sie es so erfahren hat. Also bei uns wurde man automatisch irgendwann zum Chef befördert, egal, ob man mit Menschen gut konnte oder nicht. Und das ging und geht halt nicht gut.

D.h. ihre Erfahrung ist: es landen die falschen Leute an den falschen Stellen. Also will sie sie eingruppieren, labeln, etikettieren, damit das nicht mehr passiert. Aus ihrer Sicht ist das also vollkommen logisch.

Nun komme ich mit meiner Sicht: Ihr wollt also out-of-the-box-thinking indem Ihr Menschen in Boxen einsperrt und dort belasst? Und so Ihr ganzes Potential entfalten?

Das wird aus meiner Sicht (ich bin ja oft genug in irgendwelche Schubladen gesteckt worden) nicht funktionieren. Ich bin jetzt jemand, den sowas motiviert, dann genau das zu tun, was man mir nachsagt, dass ich nicht kann. Aber ich bin ja anders.

So tickt die Masse anscheinend nicht. Steckt man Menschen in Schubladen, dann glaubt man nicht an sie und dann bleiben sie da, weil sie das selbst glauben. Damit erzeugt man mehr Verlierer als Gewinner. Potentialentfaltung wird dadurch verhindert!

Also wenn ich out-of-the-box-thinking will, dann sollte ich doch zuallererst mal damit aufhören Menschen in Boxen (Schubladen) zu sperren! Das hab ich ihr dann auch geschrieben. Ich bin auf die Rückmeldung gespannt.

Out-of-the-box-thinking ist also wenn ich es richtig bedenke und über mein Leben (soweit ich mich noch amygdalabedingt daran erinnern kann) was ich schon mein Leben lang tue. D.h. ich verändere mich immerzu durch mein Verhalten. Indem ich auch Dinge tue, die man nicht von mir erwartet. Ich bin also nicht berechenbar.

Da das Leben auch nicht berechenbar ist, und durch die heutigen technischen Entwicklungen und den immer schnelleren Wissenszuwachs diese Unberechenbarkeit auch immer weiter ansteigen wird, passe ich also mit diesem Feature recht gut zum heutigen Leben dazu.

Naja, andererseits ist das auch kein Wunder, wenn man in die bestehenden Systeme , Normen usw. einfach nicht hineinpasst. Und wenn ich nicht mal weiss, dass es sie gibt. Also ich bin ohne diese Normen aufgewachsen. Normen schränken nämlich ein. Es ist dann alles schön gleich und berechenbar. Das ist das Leben allerdings nicht. Also passe ich mit meiner Nonkonformität doch besser zum Leben dazu.

Die Norm ist auch eins: Mittelmass. Wollt Ihr Euch wirklich damit zufrieden geben?

Wenn ich immer das mache, was alle anderen mache, kommt auch nur das heraus, was alle anderen machen. Das hat mich noch nie gereizt. Ich hab immer das gemacht, was mich gereizt hat , was mich interessiert hat und was notwendig war. Und so hab ich aus der Not eine Tugend gemacht. D.h. aus jeder vermeintlichen "Katastrophe" des Lebens hab ich viel gelernt. D.h. das sind die Momente und Ereignisse, die mich am meisten geprägt haben. Die Grenzerfahrungen. Die Abgründe. Und davon gab es aufgrund des Normdenkens und der daraus resultierenden Ablehnung meinereiner mehr als genug.

D.h. dass ich sehr viele Grenzerfahrungen machen durfte und daran wachsen konnte und immer noch kann. Jede Hürde mehr die man mehr überklettern muss als die anderen trainierte mich im Hürdenlauf des Lebens. Ich wurde geschickter. Weil ich mehr übung habe. Ich bin viel öfter gescheitert, viel öfter auf die Nase gefallen und wieder aufgestanden und hab es wieder und wieder probiert. Das nennt man praktisches lernen.

D.h. ich bin darin sehr geübt, Dinge, die ich lese oder höre oder sehe, selbst praktisch anzuwenden. Wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, wenn man ein Problem unbedingt überwinden will, weil man keine andere Wahl hat und es einfach deswegen auch will und sich nicht unterkriegen lassen will, dann ist das sogar viel einfacher als aus der Komfortzone heraus. Da ist also meine Amygdala auch ein grosser Vorteil.

Ich erlebte das als ich den Job wechselte und Ex-Kollegen helfen wollte, nachzukommen. Sie trauten sich nicht. Kein einziger wagte diesen Schritt. Dabei waren sie auch nicht zufrieden, da wo sie waren. Denn als Leidauskotztüte taugte ich. Als ich sie über interessante Stellenangebote informierte, haben sie sich nicht beworben. Im Gegenteil einmal hab ich mich für einen Ex-Kollegen eingesetzt und der hat mich dann hängenlassen. Da hab ich dann gelernt, das mach ich nie wieder.

Anscheinend war die Angst vor der Veränderung noch grösser. Sie blieben also da, wo sie waren. Die meisten davon jedenfalls. Und blieben unzufrieden.

Hat die Amygdala die Kontrolle, dann fällt so ein Cut anscheinend leichter. Vielleicht kommt es auf den Grad der Angst an. Ich weiss es nicht. Ich versuche immer noch den Unterschied zu verstehen. Vielleicht wird ab einem bestimmten Angstlevel so etwas leichter. Ich glaube, dass es so ist. Dann kommt es wohl zum Mut der Verzweiflung und der hat ganz schön viel Dampf unter dem Kessel.

Ich drehe also mal den Spiess rum und stelle die These auf, dass eine hyperaktive Amygdala perfekt zu der heutigen Zeit der zunehmenden Unsicherheit passt, weil sie wahnsinnig flexibel ist!

Denn wenn ganze Generationen (Kreidezähne, Zivilisationskrankheiten ...) immer übersensibler werden , also eine hypraktive Amygdala haben, dann muss das ja ein Vorteil sein und keine sporadische Laune oder Versehen der Natur!

Ich tue also das, was ich tue, weil ich eine hyperaktive Amygdala habe! Deswegen bin ich so wie ich bin. Deswegen kann ich die Dinge, die ich kann. Genau die hyperaktive Amygdala ist mein Turbobust, meine Stärke.
Wow!

Ich glaube also daran, dass jeder das kann, sich wandeln wie ein Chamäleon. Denn am schnellsten können wir uns anpassen, wenn wir unser Verhalten anpassen. Das geht sicher schneller als Epigenetik.

Wenn wir nur die innere Motivation aus eigenen persönlichen Gründen und Interesse haben, diese neue Fähigkeit zu lernen. Bei mir ist es sogar noch anders. Ich plane das nicht. Das ist das, was mich bei der Personaldame verwirrt. Sie redet immer noch von die Zukunft planen. Das hab ich nie getan. Ich hab das genommen, was kam. Was in diesem Moment sinnvoll und richtig erschien und wenn sich eine Gelegenheit bot. Und Gelegenheiten kann ich nicht planen! Genausowenig wie Begegnungen!

Ihr wollt also immer noch etwas planen, was gar nicht planbar ist. Auch hier ist also meine Amygdala im Vorteil, weil sie im Hier udn Jetzt lebt. Weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft. Es sei denn mein präfronteraler Kortex arbeitet noch daran , Situationen zu verstehen. Das ist dann aber auch nicht Grübeln sondern ein analytischer, faktenbasierter, Lernprozess.

D.h. wir haben also evolutionistisch gesehen, genau die Ausrüstung , die wir für die aktuellen Probleme brauchen. Das Problem ist, dass wir sie falsch anwenden. Denn unsere biologische und neuronale Ausstattung passt nicht mehr zum Normdenken (wenn sie das überhaupt je hat...).

Die Systeme, in denen wir leben, passen nicht zu unserer biolgischen Ausstattung und beschränken so unser Potential, unsere Fähigkeiten und unsere Weiterentwicklung!

D.h. dass jeder eine Art universelles Puzzleteil ist, dass überall andocken KANN... wenn es die entsprechenden Anddockstellen (Fähigkeiten) entwickelt. Das ist doch famos!

Unglaublich? Wenn Ihr das so seht, werdet Ihr leider Euer Potential nie entfalten. Denn genau mit dieser Denkweise habt Ihr es doch schon die ganze Zeit versucht.

Wer ist denn jetzt starr und hängt an seinen Ritualen und Sichtweisen? Ihr oder ich? ;-)

Wenn Ihr loslasst, nichts erwartet, einfach macht, dann fallen die Puzzleteile ganz automatisch an ihren Platz. Das ist wie Magie. Nennt es Grünkraft, nennt es Potential, nennt es Magie, es ist wirklich und es funktioniert. Das sagt Euch einer, der das schon erlebt hat und immer wieder erleben darf. Und das möchte ich gerne mit Euch teilen. Weil dann alles mehr wird... Wissen, Spass, Freude , Zufriedenheit, Energie, Lebenslust ...
Ich arbeite daran.

Puzzledynamik

Mittwoch: Wow! Also ein Kollege hat mal die Frage getellt, warum bei uns die Zusammenarbeit wenn es brennt, funktioniert. Und wenn das vorbei ist, nicht.

Ich weiss jetzt woran das liegt! Weil in einem Notfall Hierarchien, Abteilungsgrenzen, Vorurteile, Bewertungen, Gefühle und persönliche Befindlichkeiten ausser Kraft gesetzt werden! Wow!

Warum funktioniert es da? Weil man sich gegenseitig hilft. Weil es einen SINN hat! Einen gemeinsamen. Ein gemeinsames Ziel!

Nun hab ich mich gefragt, wie kriegen wir das auch in Nicht-Notfall-Zeiten hin, diese Barrieren aus den Köpfen zu bekommen...

Ich hab vorher noch folgendes Experiment im Betriebsratsforum gemacht. Praktische angewandte Psychologie. Ich hab einfach mal eine Bitte um Hilfe (mangels anderem Firmenforum dieser Art) in das Forum gepostet. Als Alias RudiRatlos. Die Frage und Bitte war mir auch ernst und dringlich.

Ich wollte wissen, wie andere mit einem Konflikt umgehen, wenn der andere Beteiligte sie nicht versteht. Egal, was sie probiert haben. Denn so erging es mir neulich mit einem Kollegen. Ich hatte ja darüber geschrieben. Und bei meiner Autistin bin ich da auch noch nicht sicher, wie ich da weiterkomme...

In diesem Betriebsratsforum ist der Ton eher von destruktiver Energie geprägt. Also Sarkasmus (oft kann ich den nicht erkennen) geprägt und auch Streitereien sind an der Tagesordnung. Nicht schön udn auch nicht besonders angenehm für mein autonomes Nervensystem. Meine Amygdala nimmt es mir oft übel , wenn ich mir da mal was durchlese. Sie trägt es mir nach...

Am ersten Tag hat sich noch nichts getan. Und am zweiten hatt ich dann auch nichts erwartet. Aber neugierig bin ich ja und ich lass mich auch gern überraschen. Und ich wurde überrascht!!! Drei Antworten mit unterschiedlichen Ratschlägen! Wow!

D.h. der Helferlesgeist - für mich ist das auch der Geist einer Firma - spirit oder wie man das heutzutage nennt (ich stell mir dann immer ein kleines lustiges weisses Gespenst sehr bildhaft vor... , mein Hirn kann nicht anders) lebt noch!

Er muss gar nicht wiederbelebt (reanimiert) werden!

Und dann wurde mir klar, warum die Zusammenarbeit im Notfall funktioniert! Weil wir uns gegenseitig helfen!

Und heute in der virtuellen Kaffeepause hab ich den Scrum-Master gefragt, wie er das macht. Und ich hab ihm von dem erlebten erzählt. Er hat mit einem Wort geantwortet: Dringlichkeit!
Und dann hat er mir eine Folie gezeigt, auf der sogenannte Move-motivators standen und auf einen von denen hat er gedeutet: Purpose! Sinn also!

Helfen ist ein Sinn! Aber auch Prioritäten vom Kunden oder vom Chef sind ein Sinn! Wobei mir der erste angenehmer ist. Denn der kommt von Innen! Ist also intrinsisch. Und den kann ich mir selber geben! Wann immer ich für jemanden etwas mache, dann kann ich die Sichtweise einnehmen, ich helfe ihm oder ihr. Das verändert den Blickwinkel. Anstatt dass ich eine Aufgabe als Druck von Aussen wahrnehme, kann ich sie in innere Energie (Lust) umwandeln!

Im Endeffekt hab ich nichts anderes getan, als ich die Comics gezeichnet hab und damit das verarbeitet habe, was mir passiert ist. Ich habe den unangenehmen Stress von aussen in positive innere kreative Energie umgewandelt! Das ist ja cool!

Weil ich der Sache einen anderen Sinn und somit eine andere Richtung gegeben habe und damit eine Neubewertung.

D.h. Wertschätzung ist ein SINN!

Und Sinn ist ja einer der drei Stützpfeiler der Salutogenese! Und da will ich ja hin!

Und dann ist mir auch noch eingefallen (weil ich das inzwischen schon anwende... aber es noch nicht klick gemach hat...) wie ich dieses Helfen im Feedbacken einsetzen kann: indem ich meine Sichtweise dem anderen zeige und den Hintergrund erläutere und auch erläutere warum es auch für ihn ein Vorteil ist , mir zu helfen. Also auch diesen Hintergrund erkläre.

Mit funktionierender Theory of Mind ist dies zwar einfacher, als mühsam die Sichtweisen von unterschiedlichen Menschen einzusammeln und mit dem präfronteralen Kortex auszuwerten und dann bei Bedarf wieder im Hirn wiederzufinden... aber es hat jetzt schon 2 x geklappt. Und je öfter ich es anwende (übe) , desto besser funktioniert es.

Ich hatte bisher die Erfahrung gemacht, wenn ich Bugs schreibe, dass sie nicht als besonders wichtig erachtet wurden. Ich hatte bisher fachlich und sachlich und kurz mit Screenshots das Problem beschrieben. Meine Sicht war mir klar und mir war aber nicht klar, dass das dem Leser nicht möglich war oder nicht offensichtlich. Noch weniger war mir klar, dass er aus seiner Sicht den Bug bewertet und wenn er nicht weiss, wie sehr das Problem meine Arbeit behindert und die anderer, dann wird er die Priorität irrtümlich und unwissentlich falsch einordnen. Und genau das ist passiert.

Bisher... nun hab ich zwei Bugs (neu) geschrieben (meine alten Bugs liegen seit Jahren unbearbeitet herum...) und dort nicht nur die Fakten und Screenshots leserfreundlich und so kurz und klar wie möglich beschreiben sondern auch die Wechselwirkungen und Auswirkungen auf mich , auf andere und auf den Leser selbst.

Und stellt Euch vor: beide Bugs wurden in Nullkommanix bearbeitet und erledigt! Weil die Auswirkungen klar waren! Das macht den Unterschied!!!! So kann der Leser den Bug realistisch einschätzen und die Prio geben, die er wirklich hat! Das kann er sonst nicht. Zumal derjenige, der den Bug bekommt, vielleicht neu im Projekt ist oder von unserem Produkt keine Ahnung hat. Wow! DAS also ist die Lösung! Ich muss die Sichtweisen und Hintergründe und Wechselwirkungen verständlich machen!

Also geht es auch bei Bugs um Beziehungen!!!! Wenn IT und Technik funktionieren soll, dann reichen die Daten (in der Datenbank oder wo auch immer) nicht aus! Es braucht auch ein Verständnis der Komplexität und dazu muss ich mir die menschliche Seite, die Auswirkungen auf Anwender und Kollegen ansehen und beschreiben! Erst dann entsteht gute Technik und Software!

Und ich muss die Sprache des Lesers , des Bugfixers, des Product Owners sprechen! Es nützt nichts , wenn die Fachabteilung in ihrer Sprache dem Entwickler etwas vor die Füsse wirft. Denn damit kann der Entwickler nichts anfangen. Ich muss das ganze zwischen den beiden Welten übersetzen!!! Erst dann kann die Verbindung hergestellt werden. Und diese Verbindung ist eine menschliche: nämlich die zwischen unterschiedlichen Sichtweisen! Der Faktor Mensch spielt also in der Technik die entscheidende Rolle! Ansonsten entsteht Technik, die funktioniert, aber mit der keiner zufrieden ist oder niemand etwas anfangen kann... weil sie am Bedürfnis des Anwenders ,Benutzers vorbei geht! Wow!

Und der Scrum-Master meinte, dass auch Stress dabei eine wichtige Rolle spielt. Worauf ich sagte: das ist die Lust drauf. Es kribbelt im Bauch.
Da war er etwas irritiert.

Lust ist positive Energie von innen heraus (intrinsisch motiviert), ich freu mich drauf ein Problem mit ihm zu besprechen und seine Sichtweise zu hören. Wir spielen praktisch Ping-Pong oder Tennis aber nicht mit Bällen sondern mit unterschiedlichen Sichtweisen und wenn diese an bisherige Erfahrungen andocken , dann lernen wir zusammen. In diesem Moment. Jeder hat andere Aha-Erlebnisse. Das ist total cool! Und genau das ist heute passiert.

Hier trifft also der Gamification - Ansatz des Feedbackens auf die Sichtweisen und generiert so das Lernen. Wir forschen zusammen! Und unser Antrieb ist dass wir dieselben Probleme haben. Und jeder weiterkommen will.

Dieser postive Stress (Eustress) ist wie die Vorfreude kleiner (oder auch grosser) Kinder auf Weihnachten.

Wohingegen Stress von Aussen... sich für mich nicht so gut anfühlt. Ich weiss ja nicht, wie das bei Euch ist. Meine Amygdala hat damit so ihre Probleme. Wohingegen diese Lust , diese Neugier ein Problem zu lösen und die Vorfreude auf die virtuellen Kaffeepausen wo ich mich mit Kollegen austausche, mir Energie gibt!!!!
Auch für den restlichen Tag! Es ist wie ein Turboboost!!!

Davon möchte ich mehr.

Und dann war ich noch mit den öffentlichen in Erlangen und hab beim D-Arzt mein Rezept abgeholt. Es war dann doch ein bisschen durcheinander bis ich es dann hatte. Anscheinend war es gestern in der Praxis sehr hektisch. Die Frau am Empfang war dafür entspannt und geduldig und sehr freundlich. Ich konnt ja auch nix dafür, dass es nicht ganz gepasst hat.

Ich hab sie jetzt mal gefeedbackt und gefragt, was ich denn anders machen kann, dass es besser klappt. Sie meinte, ich soll dazusagen, was für ein Rezept ich brauche. Das hat bisher leider nicht funktioniert. Also hab ich gefragt, ob ich es mal mit einer Mail probieren soll. Da meinte die Kollegin, das kann ich mal machen. Also mal sehen.

Am Bahnhof hab ich dem Mann mit dem Hund einen Euro gegeben und gefragt, was er sich wünschen würde. Was braucht er, um glücklich zu sein? Arbeit. Doch die bekommt er nicht, weil er keine Wohnung hat. Er braucht erst eine Wohnung. Und dann ist sein Alter das Problem. Da hab ich ihm erzählt, wie alt ich bin und dass ich behindert bin.

Ich hab ihm dann gesagt, er soll mal was ANDERS machen. Denn so wie er es bisher probiert hat, hat es ja nicht funktioniert. Also mal andere Orte und andere Menschen treffen.

Im Buchladen (im ruhigen) hab ich zwei Bücher gefunden oder sie mich. Eins für's Hirn (den präfronteralen Kortex): Ich kam, sah und reanimierte... das war runtergesetzt und ich hab mich draussen schon festgelesen.... Wusstet Ihr, dass Ihr bei einer Herzdruckmassage gar nix falsch machen könnt? Ihr könnt nix schlimmer machen, wenn jemand schon tot ist. Das ist doch sehr beruhigend. Irgendwie war mir diese Sichtweise noch nicht klar.

Und dann eins, das mich tief im Innern berührt. Das ist der Vorteil bei Autismus zumindest bei mir. Ja, ich nehme unangenehme Gefühle wie Angst und Schmerz, Trauer sehr intensiv wahr, aber eben auch die angenehmen... die wunderbaren...

Es heisst: "The boy, the mole , the fox and the horse" von Charlie Mackesy. Das schönste Buch über die Freundschaft , so wahr und authentisch und ehrlich und wunderbar wie Ihr es Euch nicht vorstellen könnt!

Im Buchladen an der Kasse hab ich die Kassiererin gefragt, warum es so viele Bücher gibt! Und sie immer mehr werden. Ob das daran liegt, dass die Leut sich keine Geschichten mehr erzählen.

Ihre Antwort: Weil immer mehr Menschen das Schreiben entdecken.

Ich glaub, dass beides stimmt. Denn hyperaktive Amygdalas wie meine, die schreiben halt leichter als dass sie sich mit Menschen austauschen. Das fällt dann sehr schwer. Schreiben geht alleine und gibt Energie. Wohingegen Menschen einem auch Energie rauben können.

Als der Stadtbus Richtung Durchgangsarzt (D-Arzt) kam, hatte er Probleme in seinen Bussteig zu fahren und ist an einen anderen eins weiter vorne hingefahren. Da die Nummer ja drauf steht, wechselten wir also den Bussteig und stiegen ein. Der Busfahrer war also agil und die Fahrgäste auch.

Sofort wurde der Fahrer von zwei Mitarbeitern von der Aufsicht darauf angesprochen, die an der Haltestelle unterwegs waren.

Er: Das war zu eng.
Die beiden Männner: Die andern schaffen das doch auch. Sie müssen schon drauf achten, dass Sie die richtigen Leute mitnehmen."

Das stell ich mir sehr schwer vor... also woher soll er denn wissen, dass alle im richtigen Bus sind? Ich denke mit Grausen an die Zeiten als der Express-Bus bei uns eingeführt wurde. Da waren immer Leut drin, die nach Hemhofen wollten, doch da fuhr die neue Linie ja gar nicht hin. Man sieht das doch den Leuten nicht an, wo sie hinwollen. Bei manchen bin ich mir nicht mal sicher, ob sie das selber wissen.

Also meine Sichtweise: Busfahrer und zugestiegene Fahrgäste waren agil , die Aufsicht war es leider nicht. Ich muss aber zugeben, an Tagen, wo meine Amygdala mal wieder grenzwertig unterwegs ist, hätte sie das auch sehr verwirrt, dass der Bus nicht an dem Bussteig hält, wo er hingehört.

Also Fahrgäste und Fahrer waren anscheinend entspannter als die Aufsicht. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Und dann ist mir in der Fussgänerzone ein Mann in einem elektrischen Rollstuhl begegnet.
Das war der fröhlichste und vergnügteste Mensch, der mir heute unterwegs begegnet ist.
Er fragt mich bekrückten fröhlich:"Was hast Du denn gemacht? Hast Du einen Unfall gehabt?"
Ein paar Leute drehen sich irritiert zu uns um.
Ich:"Das is was chronisches. Und du?"
Er vergnügt:"Ich hab eine Gehirnblutung bei der Geburt erlitten und bin Spastiker. Alles Gute!"
Ich :"Dir auch!"
Und dann als ich nur noch seine Rücklichter seh... ruft er noch:"Mir Behinderten müssen zusammenhalten!"

Und wisst Ihr was, diese Begegnung war einzigartig. Sie hat sich gut angefühlt. Ich wusste zuerst nicht warum. Jetzt schon. Er hat mich einfach so genommen wie ich bin. Und ich ihn auch. Das war Magie.

Denn das ist genau das was ich auch bei der Notfallaktion meiner Kollegen gespürt habe.
Und auch beim Austausch bei den virteullen Kaffeepausen.
Jede Menge Energie!!! Postive!!!

Ich habe heute durch diese wunderbaren Menschen, die mir heute begegnet sind soviel gelernt!
Dafür bin ich sehr dankbar! Es war ein wunderschöner Tag. Und wie war Eurer?
Und was habt Ihr heute alles gelernt?

Donnerstag: Die Nacht war übel. Um zwei hab ich immer noch nicht geschlafen und mein rechtes Bein mit Pfefferminzöl eingeschmiert. Das hat dann gegen die Schmerzen geholfen, weil das das Nervensystem beruhigt.

Mein Hirn spielte weiterhin Domino-Day-and-Night und es dauerte bis ich endlich einschlief. Ich traf mich auch kurz zu einem nächtlichen Sit-in mit meiner Mama in der Küche. Die hat ihr Nervensystem mit Puzzeln und Ströbelsternfalten beruhigt.

Da seht Ihr mal. Wir sind uns zwar ähnlicih, aber jeder hat seine eigenen "Hausmittelchen" mit der Bettflucht des unruhigen Nervensystems umzugehen. Von juckenden , zuckenden oder krampfenden oder schmerzenden Beinen mal ganz abgesehen, die die Amygdala zur Flucht antreibt.

Ich hoffe, ich darf heut nacht mal wieder schlafen. Liebe Amygdala und liebes Wetter sei so gnädig. Dankeschön!

Dann war da noch meine Bekannte, die diese Woche auch amygdalabedingt sehr anhänglich, mitteilsam und anstrengend war. Ich hab sie ja gern, aber ich konnte einfach nimmer.. das hab ich dann auch gesagt und aufgelegt.

Ich lerne also langsam auf mich selbst aufzupassen und für mich und meine Grenzen einzustehen. Ich geb ja zu ich übe noch. Aber seid Ihr wirklich besser da drin?

Wenn ich mir so meine Kollegen auf Arbeit so ansehe, dann möchte ich das doch bezweifeln. Ich wünschte, ich würde mich irren. Denn ihre Amygdala triggert meine und die ist leider überempfindlich.

Das ist anstrengend. Weil es sehr viel Energie kostet! Des is fei a ned grod as gsündeste.

Interessant: wenn Ihr es so betrachtet, ist jede Art von Beziehung (Arbeit, Freizeit, Familie, Freunde ....) Energiearbeit. Social contagion halt.

Andererseits stellt Euch die Möglichkeiten und das unvorstellbare Potential vor, dass ein Dopamin, Oxytocin-, Serotonin-Superspreader in der Welt verbreiten könnte! Wow! Wieso machen wir das nicht? Ich arbeite daran. Und Ihr könnt das auch.
Unser Immunsystem würde gestärkt. Ob da Corona noch ne Chance hätte bei soviel umherwabernden Glückshormonen? Sie baden grad den Virus drin. In Glückshormonen....

Heute hab ich wieder gefeedbackt also an meiner Widerstandskraft gearbeitet. An meiner Aikido-Amygdala-Selbstverteidigung.

Ich bekam Feedback von einer Kollegin, dass sie sich leider die Doku und den Prozess, den wir extra für sie vor 4!!! Wochen aufgesetzt haben, nicht angucken konnte. Sie hat keine Zeit. Auch sonst keiner aus ihrer Abteilung. Wir hängen also in der Luft. Das ist das Gegenteil von Sicherheit.

Diesen Satz: Ich habe keine Zeit, kann ich echt nimmer hören. Ich versuche sie mir einfach zu nehmen und dann geb ich mir Mühe, erkläre meine Sichtweise und feedbacke und dann läuft das andere gestresste Nervensystem davon, muss ans Telefon oder an die Tür oder es pfeift im Hintergrund die Kaffeemaschine oder es klappert Geschirr, weil mein Gegenüber dem Multitasking-Wahn verfallen ist... Seufz...

Ich nehme mir die Zeit und versuche konzentriert auf dem Moment und auf das Gegenüber zu sein - schon aus Wertschätzung - und das ist mit seinen Gedanken ganz woanders.... kein Wunder, dass ich nicht andocken kann. Ausserdem wird das dann zu einem Monolog oder zu einer Ja, aber-Veranstaltung zweier hyperaktiver Amygdalas.

Meine findet das nämlich nicht besonders beruhigend. Im Gegenteil. Jedes kleine Geräusch könnte Gefahr bedeuten und ausserdem nimmt sie jedes Geräusch gleich laut wahr. Also brauche ich noch mehr Energie um mich auf das Gesagte zu konzentrieren.

Es wird also noch schwerer. Ihr macht es mir noch schwerer. Als wenn die Welt nicht so schon laut und verwirrend genug wäre... Und Eurem Gehirn tut Ihr auch nicht gut. Denn wenn Ihr dauerend Eure Aufmerksamkeit zersplittert dann kann sich Euer präfronteraler Kortex auch nimmer konzentrieren und Ihr befeuert Eure Amygdala und Euer Stresslevel. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Die Wertschätzung für Euch , Euch für Euch Zeit zu nehmen, gebt Ihr Euch nicht. Und damit auch keinem anderen. Auch wenn der das grad verzweifelt versucht. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Und so finde ich mich am Ende dieses Feedbackgebens in einen Monolog statt in einem Dialog, weil meine Amygdala nicht anders kann. Irgendwo muss die Energie ja hin und dann befeuert sie den Redefluss. Des is fei a ned grod as gsündeste. Ich hab mein Bestes gegeben. Mehr war heut ned drin. Ich hab so empathisch es meiner Amygdala mit Hilfe der Logik der Regeln , die mein präfronteralen Kortex herauskramen konnte, argumentiert. Und das ist für mich und mein Hirn schon ein ganz schönes Stück Arbeit. Ich arbeite daran.

Heut hab ich gelernt, dass ich wenn ich an einem elektrischen Weidezaun vorbeilaufe, die Spannung im wahrsten Sinne des Wortes als Anspannung in meinen Gesichtsmuskeln wiederfinde. Das finde ich einerseits faszinierend. Andererseits auch ein bisschen erschreckend. Allerdings überwiegt bei mir die Faszination.

Naja... Energie ist Energie.. Spannung ist Spannung und Energie verschwindet ja nicht, sie überträgt sich.

Ich habe mich daher bemüht der Kollegin in Ich-Botschaften zu erklären, welche Auswirkungen Ihr Handeln bzw. Nichthandeln auf meine Kollegen, mich und sie selber hat.

Die Quintessenz war, dass ich verwirrt, enttäuscht und traurig bin, weil wir uns viel Mühe gegeben und Zeit für sie genommen haben, um Ihnen Ihre Arbeit einfacher zu machen und Zeit zu sparen und sie lassen uns jetzt hängen. Das ganze nimmt userer ganzen Aktion ihren Sinn. Und damit geht die Wertschätzung flöten.

Und dann ist es kein Wunder, wenn eine Bekannte sagt, ihre Kollegen sind ihr egal. Das finde ich sehr traurig. Denn auch hier spricht ihre Amygdala. Und was spricht Eure so?

Das ist halt das Ergebnis, wenn Leut keine Zeit mehr haben. Ich möchte mal den Satz über den Tag in Minuten aufsummieren. Ich glaube er ist per se eine enorme Zeit- und Wertschätzungs- und Sinnverschwendung. Da kommt im Laufe eines Tages ganz schön viel zusammen. Gesellschaftsweit. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Da isses kein Wunder, dass mir uns nimmer verstehn. Des is des logische Ergebnis davon.

Für eine zweite Kollegin hab ich einen Report gebastelt. Der mit den Anfangsmissverständnissen. Das hatte ich ja auch geschrieben. Jetzt war er fertig und auf einmal will sie wieder was ganz anders. Mir ist schon klar, dass sie das nicht absichtlich tun. Da spricht eine hyperaktive Amygdala , die so verunsichert ist, dass sie sich weder festlegen noch klare Entscheidungen noch Ziele festlegen kann.

Das macht meine Amygala fuchsig. Am Schluss darf ich dann alles nochmal wegschmeissen und nochmal von vorn anfangen. Es ist also eine ungeheure Sinn, Ressourcen, Zeit, und Wertschätzungsverschwendung auf allen Seiten. Hier besteht also ein enormes Einsparungspotential von Zeit- , Energie- und Sinnverschwendung.

Denn auch der Auftraggeber vergeudet so viel Zeit und baut sich seine H&uumL;rden, über die er dann stolpert, selber auf. Denn auch er hat ja Mehrfacharbeit. Schon durch das mehrmalige Testen und in Auftrag geben und Klären und Rückfragen und Verwirrungsstiftung und Verwirrungsaufklärugn ...

Das kann meine Amygdala ja auch sehr gut. Ihr erinnert Euch sicher an das Telefonat mit der Krankenkasse mit dem Problem der unverblümten Ehrlichkeit.

Bisher bin ich nicht auf die Idee gekommen, dass ich das über Feedback geben, erklären und rückmelden und damit die Sichtweise des Auftraggebers verändern kann. Hin zur Einsicht, Mitdenken und Empathie und Rücksicht, Wertschätzung und Sinn.

Ich hab ihr dann erklärt und sie gebeten sich doch bitte VORHER Gedanken darüber zu machen, was sie braucht. Denn es macht ja erst Sinn loszulaufen, wenn ich von A nach B laufen möchte, wenn ich den Weg und das Ziel kenne und nicht blindlings loszurennen. Das scheint allerdings heute eher die Regel als die Ausnahme zu sein. Ist das jetzt IN? Dann bin ich lieber OUT. Ich hab mir noch nie was aus dem Lemminginismus des Herdentriebs gemacht.

Also so macht meine Amygdala das. Die überlegt sich vorher alles. Vielleicht etwas zu genau. Sie will da auf Nummer sicher gehen. Denn daran mangelt es ihr ja: an Sicherheit.

Und am liesten mag sie um auf Nummer sicher zu gehen auch noch einen Plan B und C. Und auf Pünktlichkeit ist sie auch bedacht. Denn Ungünktlichkeit verunsichert sie enorm. Das scheint Eurer Amydala aber auch so zu gehen.

Und ja, auch meine Amygdala schafft es wenn sie in sich versunken und hyperfokussiert in einer Sache drinsteckt, trotz mehrmaliger Aufforderung Nicht pünktlich zum Essen zu kommen. Da ist sie dann schwerhörig. Gönnt mir doch diese kleine Zeitinsel. Mein Hirn braucht sie so notwendig um sich herunterzufahren.

Auch deswegen sind meine Autistin und ich nicht kompatibel. Ihre Amygala kommt oft zu spät und meine wird dadurch verunsichert. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Die Krux ist ja, dass wir alle dasselbe Bedürfnis nach Sicherheit haben, aber unterschiedliche Verhaltensweisen, die nicht nur nicht miteinander kompatibel sondern auch noch die Unsicherheit des anderen verstärkend wirken. Das nennt sich ambivalent und rekursiv. Des is fei a ned grod as gsündeste aber ganz natürlich.

Ja, ich weiss es gibt Menschen, die einfach losfahren , dann nach dem Weg fragen und dann sauer auf die Auskunftler sind, weil sie dann zu spät nach B kommen. Dieses Handeln werd ich nie verstehen. Weil ich es nicht so machen würde. Meine Amygdala könnte soviel Unsicherheit nicht ertragen. Zumindest in diesem Fall. Ich kann aber nachvollziehen, dass eine Amygdala unüberlegt handelt. Meine hat das auch. Eure auch.

Mit Hilfe dieser beiden Erlebnisse ist mir aber ein Heureka-Moment gekommen!
Ich weiss jetzt warum Gut-gemeinte-Aktionen versanden oder im Sand verlaufen... Saharitis haben wir also auch.

Weil es da genauso läuft. Da entwickelt eine Abteilung in mühvoller und leidenschaftlicher Arbeit einen neuen Prozess und kommuniziert und dokumentiert den auch. Das haben wir ja auch getan.

Und dann folgt Schritt 2: die Pilotphase. Dazu braucht man allerdings Piloten, die zum Jungfernflug abheben. Leider besteigen die nicht unseren Flieger, denn sie haben keine Zeit.

Tja und so wird viel Geld und Zeit und Energie und Sinn verschwendet. Gesellschaftsweit. Genau deshalb fruchten Schulungen nicht. Wenn man das was man in der Schulung gezeigt bekommen hat, nicht anwendet, dann lernt es unser Gehirn n&aumL;mlich nicht. Das praktische Anwenden bleibt graue Theorie und da unser Gehirn effizienter ist als wir wirft es Wissen, dass es nie anwendet einfach weg. Use it or lose it. Denn unser Gehirn räumt auf sonst würde es wie wir den Überblick verlieren und den Dienst einstellen. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Meine Ergo hat mich heut gefragt, wie es meiner Amygdala und mir heut so geht.
Meine Antwort: "Des Wetter is anstrengend und mei Kollegen a."

Sie hat mir einen Trick gezeigt bzw. sie hat mich gebeten das mal zu probieren. Weil ich bei ihr auch im Redemonolog bin (und damit sehr anstrengend für ihre Amygdala) hat sie mich gebeten mal kurz, das was ich sagen will knapp zusammenzufassen ohne Irrwege. Also musste ich versuchen das Ziel anzuvisieren. Wo will ich hin? Denn nur wer das Ziel kennt, findet den Weg.

Erst wurde es in meinem überlasteten Hirn still , denn es gelang mir dann gar keinen Gedanken mehr zu fassen. Und dann hab ich von hinten angefangen, langsam geredet und ich kam ans Ziel. Zwar konnte ich mir nicht den gesamten Weg im Voraus überlegen aber über die Etappenziele klappte es. Ich war erstaunt. Das muss ich bei der nächsten Besprechung oder bei der virtuellen Kaffeepause mal ausprobieren, ob das da auch funktioniert, wenn meine Amygdala den Redeniagarafall herunterstürtz...

Hmm.... also Energie - Anspannung abreagieren, geht ja auf unterschiedliche Arten. Heut bin ich 2 x auf dem Trampolin gewesen , um die Anspannung loszuwerden (eher negativ geladen). Ob es auch möglich ist, dieses Überschwappen der Energie (das sich ausgelutscht und müde fühlen) schon von vornherein zu verhindern?

Ich dachte, dass ich es über die Sichtweise schaffen könnte. Also einen Perspektivwechsel. Denn die Erlebnisse von heute haben ja meine Widerstandskraft gestärkt, weil ich bei sowas üben kann, mich zu behaupten. Diskussions-Aikido.

D.h. hinterher kann ich die als anstrengend empfunde Energie in positive umtransformieren. Aber ob das auch von vornherein irgendwie geht? Hmm...

Noch was schönes will ich Euch von der Woche berichten.
Ein Kollege hat gekündigt und sich an seinem letzten Tag noch per Mail verabschiedet. Nein, das ist nicht wirklich schön. Ich mag ihn gern. Sein trockener Humor und trockener Raucherhusten werden mir fehlen.

Also hab ich im gemailt:
"Hallo x,
Ich wünsch Dir alles Gute!
Ich hab immer gern mit Dir gearbeitet. Vielleicht hab ich Dir das zu wenig gesagt.
Dann hol ich es jetzt einfach noch nach.

Es ist ja nie zu spät sich zu ändern. :)"

Ich bekam folgende Antwort zurück.

"Hallo Sandra,
du hast absolut keinen Grund dich auch nur irgendwie zu ändern. :)

Bleib wie du bist"

Dieses Feedback hat mir positive Energie gegeben!!! Einen wahren Dopamin-, Oxytocin - und Serotoninrausch und damit meine Amygdala beruhigt. Davon hätt ich gern mehr. Also solches Feedback. Nicht liebe Kollegen, die gehen. Sondern Freunde, die bleiben.

Und damit wünsche ich Euch einen schönen Abend!

Freitag: In der Schuhstrasse in Erlangen hat jemand einen Schuh an das Strassenschild gebunden. Daraus werde ich sicher noch einen Comic machen ;-)

Heute war anstrengend. Weil ich gegen den Strom geschwommen bin.

Jetzt werdet Ihr mich fragen , was daran Neu sein soll. Das macht die doch immer so...

Diesmal tu ich das ganz bewusst. Ich verändere absichtlich mein Verhalten. Ich übernehme Verantwortung für mich selbst und zeige meine Grenzen auf. Ich erklär das noch genau.

Und das erzeugt erstmmal Reibung und Stress bei den Kollegen, weil sie das nicht gewöhnt sind. Und ihre Irritation erzeugt wiederum Stress bei mir. Also das ist erstmal anstrengend.

Warum tu ich mir das an? Damit es langfristig reibungsfreier wird und ich mir , meiner Amygdala und meinem Nervensystem und über die soziale Ansteckung dann auch der Amygdala meiner Kollgen Stress erspare.

Also ich behandle mit meiner Verhaltensänderung die Ursache der Ich-habe-keine-Zeit-Problematik.

Erstens versuch ich selber Dinge GLEICH zu erledigen. Anstatt sie mir auf eine Liste zu setzen.
Zweitens merk ich jetzt, wenn meine Amygdala auf solche Ich-habe-keine-Zeit-Konflikte reagiert! Und ich agiere statt reagiere daraauf. Also ich spreche den Konflikt an oder erhöhe die Dringlichkeit durch pragmatische kreative Lösungsfindung meinerseits.

Beispiel: Also ich hatte drei Mails von derselben Kollegin hintereinander im Postfach. Was ich machen sollte, wurde mir daraus kaum klar. Die Kollegin ist unter Stress und Zeidruck und ist heute nicht da.

Darüber war meine Amygdala not amused. Diese Mailflut sorgte für Stress. Als ich sie soweit beruhigt hatte und mir das erste Problem genauer ansah , konnte ich den Fehler nicht reproduzieren. Ich kann es aber auch nicht klären, weil die Kollegin nicht da ist. Also kann ich es nicht abschliessen. Das erzeugt wiederum Frustration. Ich nehme an, da geht es um ein Missverständnis. Ich hatte sie doch gebeten mich anzurufen. Dann hätten wir das schnell und am Bildschirm lösen können.

In der zweiten Mail will sie, dass ich etwas tue, von dem ich nicht die leiseste Ahnung habe, wie das geht. Sie geht aber davon aus, dass ich das schon wüsste. Meine Amygdala reagiert also erneut. Mein Bauch grummelt. Also schreib ich ihr zurück, dass ich leider nicht weiss wie das geht. Und dass ich das erst lernen muss. Und dass ich nicht weiss, ob ich das bis Montag hinbekomme.

Zeitgleich frage ich bei meinem Chef nach, ob er mir das zeigen kann, weil ich das noch nie gemacht habe. Ich agiere also. Er reagiert prompt , er übernimmt es diesmal und zeigt mir nach seinem Urlaub dann wie das geht. Dann kann ich es lernen. Meine Amygdala ist erleichtert, braucht aber noch etwas um sich runterzufahren. Mir ist schlecht und mein Arm tut weh. Der Stress wirkt sich also physisch aus. Toll. Das schreib ich meiner Kollegin, dass es mir jetzt nicht gut geht, weil ich möchte, dass sie die mitbekommt welche Auswirkungen ihr handeln auf ihr Umfeld hat.

Denn es reagiert nicht nur meine Amygdala sondern auch die der Kollegen, die mit meiner Kollegin zusammenarbeiten. Denn denen ergeht es ja auch nicht anders.

Schon interessant wie "hartherzig und fordernd und unnachgiebig" wir mit uns umgehen. Und dann gehen wir auch mit anderen so hart ins Gericht. Leider ist uns das nicht klar und gar nicht bewusst. Also will ich das mal ändern und ändere meine Reaktion. Mal sehen was passiert. Es ist ein Experiment.

Dann mach ich mich dran ein paar Reports zu ändern, weil hier ein neues Projekt Änderungen nach sich zieht. Ich suche auf der Datenbank nach einem Text im SQL des reports, der auf der Datenbank gespeichert ist, werde fündig und will ihn erweitern.

Dann stell ich fest, dass er gar nicht mehr funktioniert. Das hat jetzt mit meinem eigentlichen Problem und Aufgabe gar nichts zu tun. Wieso hat das keiner gemeldet? Gefeedbackt? Arbeitet niemand mehr mit dem Report? Anscheinend.

Also guck ich mir das mal an und stell fest, dass auf der Datenbank in den Daten auf die der Report zugreift zwischen Anforderung und JETZT etwas geändert wurde.
Jetzt brauch ich jemanden, der mir etwas zu dieser Änderung sagen kann und wie und ob ich den Report jetzt anpassen oder deaktivieren soll. So bleiben kann er jedenfalls nicht. Denn dann würde ja der nächste wieder drüber stolpern.

Ich scheitere daran jemanden zu erreichen. Die Leute sind entweder nicht da, in Meetings, im Telefongespräch oder arbeiten grad mitten im Chaos neue Mitarbeiter ein. Ich hege Zweifel, dass das funktioniert.

Ich bin frustriert. Ich schreibe, chatte 2 Leute an. Und bekomme das Feedback , dass sie auch nix wissen.

Was soll ich jetzt tun? Meine Amygdala is not amused. Sie möchte Dopamin und den Fall abschliessen. Also überleg ich und entscheide dann, ich deaktiviere den Report und guck, was dann passiert. Wenn sich dann die nächste Zeit keiner wegen dem Report meldet, dann verschieb ich ihn in einen Löschordner. Dann wird er auch nicht mehr gebraucht. Meine Amygdala bekommt ihr Dopamin. Ich habe was gelernt. Ich hab es jetzt mal anders gemacht. Und selbst entschieden. Wenn kein anderer da ist, dann bleibt einem auch nix anderes übrig.

Ihr seht also das-ich-habe-keine-Zeit-Syndrom kostet enorm viel Energie, Zeit und Nerven. Es macht auf Dauer krank und ist chronisch in unserer Gesellschaft in allen Lebensbereichen anzutreffen.

Ich mach das jetzt nicht mehr mit. Meine Zeit ist mir zu schade, als dass ich ewig anderen hinterherrennen kann, um meine Arbeit zu machen. Meine Arbeit an sich , ist auch gar nicht das Problem. Das Problem ist, dass ich niemanden erreichen kann, der entscheidet oder der mir die notwendigen Hintergrundinformationen geben kann!

Für mich selber will ich jetzt gleich das, was reinkommt, abarbeiten. Und nicht erst eine Liste ansammeln, die immer länger wird. Es klappt ganz gut. Hi und da nehm ich mal eine Sache in den nächsten Tag hinein, weil wenn um kurz vor 12 was reinkommt, ich erstens dann schluss mache und zweitens mich dann auch oft nicht mehr (nach so einem harten Tag wie heute) dort reindenken kann. Da ist irgendwann finito im Hirn. Und das respektier und akzeptier ich. Ich hab heute viel gelernt und viel geschafft. Und gut ist!

Ich gebe also mir die Wertschätzung und den Sinn, den ich brauche, selbst. Das geht. Und so bekomm ich auch Dopamin.

Wenn das alle machen würden, wertschätzender mit ihrer eigenen Zeit und der anderer umgehen (das wird mir sicher auch nicht immer gelingen, ich arbeite daran und gebe mir Mühe), dann werden wir sehr viel mehr Zeit für sinnvolle Dinge z.B. zum Nachdenken, darüber wo wir hinwollen, haben. Und dann wird es immer weniger oft passieren, dass Menschen kopflos losstürmen und Chaos verbreiten und ihre und die Amygdalas der Kollegen in Aufruf versetzen.

D.h. langfristig entsteht so ein heilsames Betriebsklima. Systemprobleme werden als solche erkannt und Wechselwirkungen berücksichtigt. Der Tunnelblick weitet sich... Da will ich hin. Zum Miteinander statt unbeabsichtigten Gegeneinander.

Warum soll das funktionieren?
Weil Evolution genauso funktioniert. Wir befinden uns gerade in einer solchen kritischen Phase.
Wir sind ja auch eine Art. Und wie andere Arten auch kämpfen auch wir immer wieder ums Überleben.

Wie das?

Wenn es für einen Organismus aufgrund äusserer (auch hausgemachter) Umstände schwer wird, dann steigt sein Stresslevel an. Und den Stresslevel vererbt er auch an seine Nachkommen. Also kommen die wiederum mit einem höherem Stresslevel als die Vorgeneration in ihrem Alter hatte, auf die Welt. Der phyiologische Stress steigt also in jeder Generation an.

Bis es eine Generation gibt, die diesen Druck nicht mehr ertragen kann!!! Und die ändert ihr Verhalten. Ihre Amygdala zwingt sie dazu. Nur durch eine Verhaltensänderung lässt sich auf schnelle Art und Weise eine kritische Situation auflösen.

z.B. als die Menschen sich in den heissen Regionen der Welt verbreiteten. Erst im Anschluss veränderte sich ihre Genetik/Epigenetik und damit z.B. ihre Pigmentierung der Haut. Weil es vorteilhaft war.

D.h. meiner Ansicht nach geht der genetischen Veränderung immer zuerst eine Verhaltensänderung voraus.

z.B. Eidechsen mit kurzen Schwänzen und langen Beinen leben friedlich vor sich auf einer Insel. Dann gelangen irgendwie grössere Echsen, die die Eidechsen fressen und bedrohen auf die Insel. Auf der Insel sind auch Bäume. Der Stress der Bedrohung nimmt dann mit jeder Eidechsengeneration zu bis eine Eidechse beschliesst oder zufällig bei der Flucht auf einen Baum entkommt.

Sie lernt, da kommt die grosse Echse nicht hin. Denn alle die es ihr nachmachen überleben.

Da das Leben auf Bäumen aber keine langen Beine und kurzen Schwänze sondern kurze Beine und einen langen Schwanz (zum Balancieren) bevorzugt, verändert sich die Gestalt der Eidechsen und passt sich der neuen Umgebung an. Das geschieht aber langsam. Das dauert.

Die flexibelste Veränderung (die schnellste) IST die Verhaltensänderung! Ob zufällig oder absichtlich spielt keine Rolle.

Und genau an einem solchen kritischen Punkt befindet sich meiner Ansicht nach die menschliche Art auch. Und da wir nicht allein vor uns hinleben und unser Handeln auch Auswirkungen und Wechselwirkungen auf alle anderen Arten und die gesamte Natur , unser ökosystem hat, ist der kritische Punkt omnipräsent. Alles betreffend.

Wenn wir so weitermachen wie bisher, dann geht das nimmer lange gut.

Wer sind jetzt die, die ihr Verhalten ändern? z.B. ein Schulmädchen, dass sich weigert zur Schule zu gehen und für den Klimaschutz demonstriert..., ein Virus (Corona), der von einer Art auf die andere überspringt, ein Klima, das aus den Fugen gerät, ein Wald, der stirbt oder in Flammen aufgeht ...

Oder ein Autist, der im Internet über seine Amygdala schreibt ...
Wir stecken schon mittendrin!
Wir arbeiten daran...

Ich glaube an das Gute in allen Menschen und dass wir es schaffen können. Ich arbeite daran. Auch mit meiner Bloggerei.
Und ich weiss, dass Ihr das auch tut. Wir kriegen das schon gemeinsam hin. Wenn wir alle daran glauben , dann wird uns das auch gelingen.

Ich durfte diese Woche sehr viel lernen. Das geht mir alles fast zu schnell. Ich durfte tolle neue Menschen kennenlernen. Und mcih auch wieder ein bisschen besser. Und ich lerne gerade nachsichtiger und milder mit mir selbst zu sein und mich so gern zu haben wie ich bin.

Schon komisch: da müssen einem erst andere Menschen sagen und zeigen, dass sie einen genauso mögen wie man ist. Jetzt arbeite ich daran, mich auch selbst so zu sehen.

Es heisst ja Eigenlob stinkt. Ich glaube, das stammt von einer übererregten Amygdala. Eine entspannte hat damit keine Probleme. Die mag sich so wie sie ist und ist sich selbst genug. In jedem Augenblick. Sie schöpft die Kraft (Energie) aus sich selbst und ist so ihre eigene Energiequelle.

Das muss ich Euch noch schreiben... eine Dosis Dopamin für Euch. Das hat mir grad eine Bekannte geschickt. Stand anscheinend irgendwo in der Zeitung:

"Immer wenn IT-Firmen sowas schreiben wie wir arbeiten mit Hochdruck an einem Problem, stell ich mir vor wie eine hilflose Person mit einem Kärcher im Serverraum steht."

In diesem Sinne, wünsch ich Euch ein schönes Wochenende!

 
Out-of-the-box-thinking - Die Glaa aus ERH 2018
03.10. bis 09.10. Gedankenwirbeleien ...

Samstag: Heute nacht hat mein Hirn sich so seine Gedanken gemacht und Domino-Day and Night gefeiert....

Und ist auf interessante Dinge gestossen.

Ich hab ja gelernt, dass wenn man Zeit, Energie , Freude, Spass, Humor, Wissen ... mit andeen teilt, diese mehr wird. Und sich nicht nur verdoppelt, sondern potentiert. Exponentiell also...

Hmm... hängt jetzt potentieren und exponentiell auch mit dem Wort Potential zusammen?

Denn wenn ich einen Comic mit einer Person teile, dann teilt die ihn auch wieder mit einer anderen Person oder sogar mehreren. Also hätte ich gesagt, dass jeder Kontakt (1:1) wiederum unendlich viele 1:1 Kontakte erzeugt.

Leg ich also die Zweierbeziehung (denn jede Beziehung basiert ja auf einer 1:1 Beziehung) zugrunde, dann ist die Basis 2. Basis hoch unendlich...

Ob das so stimmt? Oder hab ich einen Denkfehler? Ich hab das mal als Chance genommen, dieses Rätsel , Frage an meine Autistin weiterzuleiten und sie um Hilfe zu bitten. Denn sie mag Mathe. Und Rätsel.

Mit Mathe hab ich es nicht so. Ausser als Mittel zum Zweck. Allerdings kann ich der Fibonaccifolge in der Natur schon meine Bewunderung zollen. Was hat jetzt der Zoll damit zu tun? Duane...

Biologisch und physiologisch kann ich das erklären, weil ja zwischen Synapsen , Menschen und Tieren und Pflanzen Transmitter- , Duft- und Botenstoffe im Spiel sind.
Es trifft also immer Energie auf Energie. Wie bei zwei Billardkugeln. Da knallt es dann und die eine kugel stupst die andere an. Nudging und Begeisterungsstürme wie La Ola funktionieren auch genauso.

Wenn zwei Menschen aufeinandertreffen, bei denen die Chemie stimmt, dann heisst es ja auch die sind ver"knallt"
Und beim Urknall ist ja auch Energie aufeinander geprallt. Das Fachgebiet Chemie haben wir damit auch mal gestreift. Es wird nicht der einzige bleiben. Denn das ist bei Systemproblemen so.

Also wenn zwei Menschen aufeinandertreffen, dann trifft auch ihre Energie aufeinander. Dann kann es auf verschiedene Weise knallen. z.B. Konflikte , Verlieben, Missverständnisse...

D.h. Energie wird mehr wenn sie aufeinandertrifft und wenn man sie teilt. Denn da trifft ja auch Energie auf Energie. Ist das nicht auch das was bei der Kernenergie passiert? Dann dürrfte auch je komprimierter die Energie (mehr Druck, kleinere Einheit) ist, der Knall um so grösser sein. Also je komprimierter die Energie (kleiner) desto mehr Energie wird freigesetzt?

D.h. wenn wir uns also Zeit nehmen für andere Menschen (helfen) , dann helfen sie (hoffentlich und in der Regel) auch uns , unsere Laune steigt und wir geben die gute Laune auch an andere Personen, die wir treffen weiter. z.B. mit einem Lächeln. Denn wir haben Energie aus dem Kontakt mitgenommen.

Wenn ich das ganze aus der ökonomischen Sicht betrachte, was bedeutet das dann?
Also heutzutage wird ja überall gespart. Schlagwort: Effizienz.

Effizienz wird derzeit durch Sparen (Zeit, Kosten, Mitarbeiter, Ressourcen, Material ..) umgesetzt. Das ist die aktuelle Sichtweise.
Doch funktioniert das überhaupt?

Das Ergebnis ist, dass sich die Arbeit komprimiert also verdichtet sich die Energie (Druck) der auf dem einzelnen Mitarbeiter ausgeübt wird. Huch! Sind wir jetzt auch noch in der Physik gelandet? Da wollt ich gar nicht hin.

Die Energie des einzelnen Mitarbeiters steigt dann durch die Komprimierung an.
Jetzt hab ich aber gelernt, dass wenn man Energie teilt, sie mehr wird. Also wenn ich mir Zeit für meinen Kollegen, Zeit zum Nachdenken und Bedenken der Wechselwirkungen (Systemdenken) und zur Einholung der Sichtweisen meiner Kollgen nehme, dann investiere ich anfangs mehr Energie und Zeit, spare aber langfristig, weil ich erst loslaufe, wenn ich das Ziel kenne.

Kopfloses losrennen ohne Ziel kostet durch das wiederholte Nachbessern langfristig viel mehr Energie , Zeit und Nerven.

Was passiert aber wenn ich Kosten spare, Mitarbeiter einspare, die Arbeit komprimiere? Die Mitarbeiter nehmen sich immer weniger Zeit füreinander. D.h. sie teilen ihre Zeit und Energie (helfen und um Hilfe bitten, darauf kommen sie dann auch gar nicht mehr, weil sie auch keine Zeit mehr zum Denken haben) nicht mehr mit ihren Kollegen wie sie es vor den Einsparungen getan haben.

D.h. es wird auch weniger Energie (und zwar exponentiell weniger 2 hoch n) freigesetzt! D.h. diese Art der Kostensenkung auf Kosten der Zeit der Mitarbeiter, senkt langfristig die Produktivität. Denn Produktivität ist ja nichts anderes als freigesetzte Energie!

Dann geht doch die Rechnung gar nicht auf! Im Gegenteil. Kurzfristig mag es (Symptomtechnisch) zu Einsparungen kommen, aber langfristig zahle ich dafür einen seeeehr hohen Preis. Es kommt zum Silodenken im Amygdalaüberlebensmodus (Angst) und zu erheblichen Kommunikationsproblemen. Man versteht sich nicht mehr. Das bekannteste gescheiterte Unternehmen dieser Art ist der Turmbau zu Babel.

Aber ich denke auch die digitale Krankenkarte und die Maut, Stuttgart 21 und andere Projekte gehen auf dieses Problem zurück.

Weil ich weniger Dopamin, Oxytocin, Serotonin, Endorphin ... freisetze. Das ist aber das, was die intrinsische Motivation ausmacht. Die Eigenmotivation, der Turbo-Antrieb jedes Menschen!

Kostendruck als Effizienzdenken senkt also die Motivation! Und damit langfristig die Produktivität!

Zusätzlich steigt als nicht vernachlässigbare Nebenwirkung das Konfliktpotential. Es knallt viel öfter und viel lauter durch die komprimierte Energie! D.h. es wirken zwischen den Mitarbeitern auch höhere Kräfte. Das ist nichts anderes als Stress!

Die Kosteneffizienz steigert also langfristig den Stress und senkt die Motiation. Das ganze aber auch noch exponentiell, wegen der sozialen Ansteckung (social contagion).

Diese soziale Ansteckung macht auch an der Pforte nicht halt und überträgt sich gesellschafts- und weltweit. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Das heisst doch dann im Umkehrschluss, dass Kostensenkung und Kostendruck als Produktivitätssteigerungsmittel nur symptomatisch also kurzfristig wirken. Langfristig schaden sie dem Unternehmen und der ganzen Gesellschaft.

Weil sie die Wechselwirkung zwischen den Organismen und Menschen und auf ihr Verhalten unberücksichtigt lassen. Dieser Mechanismus setzt sich sich selbst verstärkend immer weiter fort.

Es wird unendlich viel Energie durch den Stress verdichtet (weil sich ja der Druck in Form von Stress und sozialer bzw. neuronaler Ansteckung ausbreitet) und damit kommt es öfter zum Knall. Erdbeben, Artensterben, Waldbrände, Klimawandel... Es wird unendlich viel destruktive Energie freigesetzt und vernichtet so Leben, Lebensqualität und Lebensraum. Die Wechselwirkung potentiert das noch!

Warum ist das so? Weil Stress (Energien , die aufeinandertreffen) sowohl destruktiv als auch konstruktiv, kreativ oder innovativ wirken kann! Wovon hängt das ab?
Von dem was wir Menschen glauben! Nehmen wir die Energie (unsere Amygdala unser Reptiliengehirn und schon sind wir im Fach Hirnforschung angekommen) als Bedrohung wahr (und das tut unser Organismus, wenn er zuviel Stress und keine entsprechenden Copingmechanismen hat!), dann wirkt sich auch unser am besten gemeintes Handeln destruktiv AUS!

Haben wir stattdessen Mittel dem Stress entgegenzuwirken und ihn abzufedern, dann wachsen wir durch neue Herausforderungen über uns hinaus! Wie sonst wäre ich zum Comiczeichner gekommen und meine Comics auch nicht in die Zeitung... Dann wird Kreativität, Innovation, neues Denken in Gang gesetzt. Was ich auch hier beim Schreiben wieder beweise. Q.E.D. D.h. wir haben es in der Hand! Durch unser Handeln.

Wenn wir unser Verhalten , unser Handeln verändern, indem wir zuerst den Blickwinkel weiten (das ist mit einer amoklaufenden Amygdala seeehr schwer, aber nicht unmöglich, was ich Euch auch gerade beweise) und ver&aumL;ndern, dann verändern wir alles! Und jetzt versteht Ihr auch warum und wie Verhaltenstherapie funktioniert. Es ist ein Umlernprozess. Wir müssen lernen ANDERS mit dem Stress umzugehen. ANDERS zu handeln. ANDERS zu denken. Und dann wirkt sich das auch auf uns , unsere Mitmenschen und unsere Umwelt aus. Und zwar kreativ und konstruktiv und innovativ! Das ist das ganze Geheimnis.

Wie kann ich dann wirklich langfristig und nachhaltig die Produktivität unter Berücksichtigung des Energieverhaltens steigern? Indem ich die intrinsische Motivation steigere. Indem sich jeder Mitarbeiter Zeit nehmen darf, um den Kollegen zu helfen, nachzudenken und Beziehungen zu pflegen.

D.h. ich darf weder an der Zeit noch am Mitarbeiter sparen. Sondern muss in sie investieren!

Und das machen z.B. Unternehmen wie Netflix oder Pixar. Dort werden Konflikte als Chance gesehen, Potential zu entwickeln und Konflikte , Reibungs- , Energie-, Zeit- und Kostenverluste zu senken und damit die Zufriedenheit der Mitarbeiter und die intrinsische Motivation zu steigen. Auch dieser Mechanismus setzt sich iterativ immer weiter fort. Ebenfalls über die social contagion. Ich würde es sogar als neural contagion bezeichnen, da es ja nicht bei der Gattung Mensch aufh&oul;rt, sondern sich durch unser Handeln auch auf unsere Umwelt, andere Arten, Pflanzen, Tiere , Viren ... auswirkt...

D.h. hiesse aber auch dass wir heutzutage , weil es immer mehr Menschen auf der Erde gibt, auch über soviel Energie wie nie zuvor verf&uul;gen! Was für ein Energiepotential!

Müssten sich damit nicht auch die Energieprobleme unserer Zeit lösen lassen? Also wenn ich zufriedener bin, dann geht es mir ja gut, dann ist die Durchblutung besser (ich arbeite daran) und dann frier ich weniger. D.h. ich muss weniger heizen. Weil es mehr soziale und menschliche Wärme gibt. Und hier verbindet sich Physiologie und Biologie mit Psychologie , Physikalischen Kräften, Neurologie, Wissenschaft und Sozialwissenschaften .... Wir bekommen also langsam einen Systemblick.

Der Ausschnitt ist noch sehr klein, weil ich sicher auch nicht alles berücksichtige. Dazu brauch ich ja die Sichtweisen anderer Fachleute und Generalisten.

Die Frage ist, ob wir den ganzen Überblick, der wie unser Wissen, immer unvollständig, weil Wissen unendlich ist, ist, brauchen. Reicht es nicht einfach zu wissen, dass es so ist und dann einfach mal ANDERS zu handeln und die entsprechenden Konsequenzen aus dieser Erkenntnis in die Praxis umzusetzen. Einfach mal machen. Wir kennen ja jetzt das Ziel zumindest die nächste Etappe und dann können wir ja mal gucken, wie weit wir kommen und bei Bedarf den Kurs anpassen. Das ist dann agil und sehr flexibel.

Steht dann nicht unendlich viel Energie in der Natur zur Verfügung?
Vielleicht hat ja der ein oder andere Lust mich mal zu feedbacken und mir seine Sichtweise zu erklären.
Aber Achtugn: Es könnte Spass machen!

Bedenkt auch, dass destruktive Energie expontentiell weniger wird, wenn Ihr sie teilt (Leid, Trauer, Schmerz, Stress, Angst ...) und wenn Ihr einander helft... Denn auch das ist in der ökonomischen Effizienzgleichung nicht berücksichigt. Ach drum heisst es berück"sichtigt"! Weil die Sichtweise noch fehlt. Das ist ja wortwörtlich zu nehmen!!! Wie praktisch. Unsere Sprache ist unserem Denken und Handeln um Lichtjahre voraus.

Ihr seht also dass Beziehungsarbeit Energiearbeit IST! Jeder von Euch entscheidet mit seinem Denken und Handeln, ob er destruktive oder konstruktive Energie freisetzt und entscheidet somit über die Zukunft unserer Welt und unserer Art.

Also hatte der Spruch an der Haltestelle: Was kann ich allein schon tun? sagten Millionen von Menschen recht. Jetzt habt Ihr den Beweis. Ach ist das schön, wenn ich die Dinge verstehe. Das gibt mir Sicherheit.

Ist dann ein Systemproblem nichts anderes als Evolution? Also Verhaltensanpassung an veränderte Lebensbedingungen? Für mich sieht es so aus, als wäre beides dasselbe. Es ist nur eine andere Sichtweise darauf. Die eine ist die des Lebens (generalistischer) und das andere der wirtschaftliche Begriff. Eine Krankheit ist z.B: auch ein Systemproblem. Ihr seht also wieder alles eine Frage der Sichweise.

Warum muss ich regelmässig Zeit und Manpower (und damit Geld) in meine Mitarbeiter und ihre Werkzeuge investieren? Weil neues lernen erstmal Zeit kostet. Und da ich Veränderungen nur durch Lernen bewältigen kann, muss ich darin mit steigender Anzahl der Veränderungen (so wie es heute ist), MEHR Zeit und Manpaower und Geld in das Lernen investieren!

Erst wenn die Synapsen in den Gehirnen durch regelmässiges praktisches Trainieren des neu gelernten zu Autobahnen verbunden sind, kommt es wieder zur Produktivitätssteigerung.

D.h. die Produktivität, das Wirtschaftswachstum kann gar nicht stetig ansteigen! Es kommt in Wellen oder einer Art Treppenform. Genauso wie jedes Individuum , also jeder von Euch mit jeder Herausforderung erstmal kämpft, kommt sie aber gefestigter aus jeder dieser Herausforderungen heraus. Weil das Unternehmen mit jeder Herausforderung neue Widerstands-(Resilienz) und Copingstrategien hinzugewinnt.

Das Treppenprinzip gibt es auch beim Lernprozess (12 - Stufenprogramm - es heisst ja so) der Anonymen Alkoholiker. Und was da drinsteht ist genau das , was bei jedem Veränderungsprozess (aktuell wird dies negativ besetzt als Krise bezeichnet, man könnte es auch Lernzyklus nennen, das wäre die konstruktive Sichtweise) passiert.

Deshalb könnt Ihr jede Form von Behinderung auch statt pathogenetisch salutogenetisch sehen.
Wenn jemand nach aussen hin, wenig zu können scheint, dann hat er noch ein enormes Wachstunsmpotential, wenn er die entsprechenden günstigen Wachstumsbedingungen vorfindet.

Autismus wird pathogenetisch (Krankheitssicht) als Entwicklungsstörung bezeichnet. Ihr könnt den Spiess aber auch umdrehen (so wie ich es ja praktiziere) und es als Entwicklungspotential sehen.

Dreht es wie Ihr wollt: Menschen brauchen einen Sinn. Entfertn sinnlose Arbieten und kreiert sinnvolle und das Problem erledigt sich von selbst.

Ach ja und bei der selbsterfüllenden Prophezeiung simmer etzerdla a widder :)
Siggsdes! Alles eine Frage der Perspektive.

Ich wünsche Euch einen schönen Feiertag und schicke Euch so ein bisschen Dopamin!
Gebt es weiter und alles wird gut! :)

Sonntag: Was also wenn Krankheiten, nichts anderes sind als über die Generationen aufgestaute destruktive Energie? Weil wir unser Potential nicht nutzen und der Streslevel stetig ansteigt und wir Amygdalabedingt destruktiv handeln? Und uns selbst auch destruktiv behandeln? Weil unsere Art schon zu lange eine Veränderung leugnet, bekämpft, die eine Chance zum Wachstum ist? Weil wir uns gegen eine längst fällige Veränderung wehren? Dann erzeugen wir ganz schön viel Widerstand und Reibung und verschleudern ganz schön viel Energie und Zeit. Was man damit alles sinnvolles machen könnte...

Versteht mich jetzt nicht falsch. Also ob ich das CRPS damit lediglich stabil halten kann oder verbessern kann, das weiss ich nicht. Das muss ich erst herausfinden. Ich arbeite ja daran. Das werd ich dann sehen. Das ist mir auch gar nicht mehr wichtig.

Denn viel wichtiger ist, dass ich gelernt habe, dass mein Hirn eine Riesenleistung vollbringt, die ihm keiner - nciht mal ich - zugetraut hätte. Ich glaube, es ist so dass ich schon von meiner Entsteheung an einem äusserst "feindlichen" Umfeld, weil meine Mama viel Stress hatte, ausgesetzt war. Sie hat das ja nicht absichtlich gemacht und hat ihren Teil davon ja auch von den Generationen vorher vererbt bekommen. Und sie kann ja genauso schlecht auf sich selber hören wie ich. Also ihre Amygdala ist da auch nicht besser dran.

Ich glaube, das betrifft inziwschen immer mehr Menschen. Und deshalb bin ich wie mein Ex-Chef mal gesagt hatte, Kummer gewöhnt. Mein Hirn hat sich also gegen alle Widerstände durchgesetzt und bis heut überlebt. Wenn das seine Resilienz und Findigkeit nicht bestätigt, mit der es sich immer wieder neuen Herausforderungen angepasst hat, dann weiss ich auch nicht. Und darüber freu ich mich. D.h. ich weiss jetzt das zu schätzen, was ich daran habe. Und freu mich an seinen wunderbaren Eigenarten und Merkwürdigkeiten seiner Gehirnwindungen.

Kennt Ihr noch Dudu den VW-Käfer? Der alles mögliche unter der Haube hatte? Der fliegen und sonstwas konnte? Dem man es aber nicht ansah und zutraute. Ein bisschen komm ich mir auch so vor. Und deshalb würd ich mir einfach wünschen, dass die Menschen keine zu schnellen Schlüsse ziehen und sich diese engstirnige Schubladendenkerei endlich abgewöhnen könnten. Ich arbeite daran. Denn nicht selten täuscht der erste Eindruck. Noch im lädiertesten Geschenk kann die schönste Überraschung stecken und in der schönsten Verpackung die grösste Enttäuschung.

Spannung, Anspannung (Muskelanspannung, Muskelkräpfe, Gewitter im Hirn wie Kopfweh, Epilepsie, Migräne, Schlaganfall...) sind doch nichts anderes als eine Entladung von Energie. Oder nicht? Das sollen andere klären und sich die Köpfe zerbrechen. Dafür hab ich mienen inzwischen zu lieb gewonnen.

Dann müssten wir doch "nur" die Anspannung in kreativer Energie freisetzen durch unser handeln. Das ist dann die Potentialentfaltung.
Und dann müssten wir wieder gesund werden. Also theoretisch. Wenn sich der Stress auch langfristig abbauen liesse. Zumindest könnten wir so verhindern, dass nachfolgende Generationen noch eine Schippe draufbekommen. Das wär ja auch schon mal ein Fortschritt.

Wie wahrscheinlich ist es denn , dass eine Generation dass in konstruktive Energie umwandeln und ausschütten kann , was viele Generationen angehäuft haben? Muss es dann nicht ebenso lange dauern, diese Energie wieder abzubauen? So wie bei der Kernenergie? Das mit der Endlagerproblematik?

Aber man soll ja nie nie sagen. Ich lass mich gern überraschen. Denn ansonsten würde ich ja in Schubladen denken. Das passiert meiner Amygdala ja auch aus Sicherheitsgründen. Eure macht das ja auch so. Wir werden sehen. Immer ein Schritt nach dem anderen.

Ich bin zufrieden. Ich mach einfach so weiter mit dem Dopamin-Bombing. Mal sehen was als nächstes kommt.

Ich hab für eine Bekannte den Boten gescpielt. Und dann ist es ja sehr anstrengend geworden. Das hab ich dann auch gemailt. Und die Empfängerin hat sich dann gemeldet und gemeint, sie telefoniert jetzt mal mit meiner Bekannten. Hoffentlich klappt es. Soviel Dopamin kann ich ihr nämlich allelin gar nicht geben, wie sie brauacht um ihr Nervensystem zu beruhigen.

Corona und die Distanzbestimmungen haben ihr ganz schön zugesetzt. Ich kann es rein logisch verstehen, auch wenn ich es nicht physisch oder physiologisch nachempfinden kann. Coronabedingungen sind meine natürliche Grundkonfiguration.

Die Freundin meiner Bekannten hat meine Bekannte maintenance-intensiv genannt. Wartungsintensiv. Das Wort find ich lustig. Habt Ihr auch wartungsintensive Bekannte , Freunde und Freukannte?

Ich weiss ja, dass sie nicht absichtlich so ist. Das ist einfach ihre Art. Das gehört zu ihr dazu. Die Woche war es mir einfach zuviel. Ich konnte nimmer.

Ich weiss jetzt auch wie das mit meinem Hirn mit den Heureka-Momenten funktioniert. Also wenn meine Amygdala wie durch die aktuellen Wetterreize noch überdrehter ist als sonst, dann verschafft sie sich Sicherheit und Beruhigung indem sie scheinbares Chaos ordnet. Das macht Euer Hirn auch so. Es versucht sich dann Sicherheit durch die Erkennung von Mustern zu verschaffen.

Wissenschaft funktioniert ja so und Algorithmen auch. Kann dann auch schon mal vorkommen, dass sie sich irren.

Schon seltsam Ordnung in meinem Zimmer kann ich nicht schaffen und mein Hirn tut das ganz alleine. Das ist aber auch kein Wunder, denn anscheinend braucht es genau das, um zu überleben. Das finde ich sehr spannend. Und deswegen hab ich es inzwischen sehr lieb gewonnen. Weil ich jetzt weiss, was es da tagtäglich für mich leistet. Ich bin ihm sehr dankbar dafür und versuch jetzt ihm seine Arbeit so gut ich kann zu erleichtern. Dass es nicht gar soviel Arbeit mit mir hat.

Also geniess ich jeden Tag, den es mir auf diese Weise schenkt. Solange es die Reize noch kompensieren kann. Wenn wir so weitermachen, dann wird es das vielleicht eines Tages nicht mehr können. Dann werden wir eh aussterben. Bis dahin will ich noch viel Dopamin-Spass mit meinem neuentdeckten Spielzeug und Superkräften haben.

Es ist nicht so, dass ich mich aktiv auf die Suche nach diesen Erkenntnissen mache. Sie "fliegen" mir quasi zu. Ich kann das schlecht erklären. Ich weiss ja auch nicht, wie das bei Euch funktioniert. Genauso? Anders? Ist das was besonderes? Oder einfach wie das Gehirn halt funktioniert, wenn man es in Ruhe machen lässt und nix erzwingt?

Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass meins das so macht. Aus Dingen, die ich gelesen, gehört oder irgendwie anders wahrgenommen habe, kocht es sich sein Süppchen zusammen und spuckt es dann aus. Dabei kann ich mich an diese Dinge oft gar nicht mehr erinnern. Das ist ja nicht so die Stärke meines Gehirns.

Das ist aber auch natürlich. Denn Big Data bezahlt man mit hoher Vergesslichkeit oder schwerer Auffindbarkeit. Daher kommen dann Wortfindungsprobleme. Danach suchen ältere Menschen auch &oml;fter, weil sie auch mehr Daten als jünger in ihrem Gehirn haben. Jüngere sind nicht unbedingt schneller. Sie müssen nur weniger Daten durchsuchen.

In einer nagelneuen Datenbank mit wenigen Daten ist es kein Kunststück schnell eine SQL-Antwort zurückzubekommen. Das geht fix. Zurück kommt ja auch fast nix. Macht das mal, wenn Ihr viele Daten und viele Tabellen habt! Wenn Ihr die nicht regelmässig reindiziert, dann wartet Ihr lange auf das Ergebnis. Ihr müsst ja viel mehr Daten durchsuchen. Dafür bekommt Ihr dann aber auch mehr Infos zurück.

!!!!!!ACHTUNG!!!!!!
Das hier ist mir WICHTIG!!! weil Ihr mir wichtig seid!!! Und ich mir auch Wir leiden unter dem Ich-habe-keine-Zeit-Syindrom? Wie können wir es lindern und heilen? Wie können wir gesund werden?

Warum verschieben wir unsere Zufriedenheit immer auf später? Wenn ich, du mal gross bist/bin.
Wenn die Schule vorbei ist. Nach dem Abschluss. Nach der Ausbildung. Wenn die Kinder aus dem gröbsten raus sind.
Wenn. ... wenn... wenn. Irgendein wenn ist immer.

Bis es zu spät ist.
Warum erlauben wir uns nicht im HIER und JETZT zufrieden und glücklich zu sein und dass zu tun, was wir wirklich möchten? Was uns wirklich am Herzen liegt, was wir gerade im Moment am dringendsten brauchen?

Für alle anderen nehmen wir uns Zeit. Unsere Zeit. Für uns bleibt nichts übrig. Wir hetzen durch das Leben, wollen nichts verkehrt machen und allen helfen, haben aber selbst schon lange verlernt um Hilfe zu bitten oder sie anzunehmen.

Sind wir uns das nicht mehr wert? (Obwohl ein Shampoohersteller uns das Gegenteil weismachen will?)

Wieso können wir uns nicht so annehmen wie wir sind? Für fremde Menschen haben wir Verständnis und sind nachsichtig, mit uns selbst und den Menschen, von denen wir täglich umgeben sind, gehen wir hart ins Gericht ("Ich Depp! Mei bin ich bleed! Etz schau bloss wie ich wieder ausschau?!?", "Der is a Depp! Mei is die bleed! ...")

Schliessen wir Frieden mit uns, hören wir auf gegen uns und das Leben anzukämpfen und wir werden frei sein, von dem Käfig der Vorurteile und Wertungen, die wir uns selbst auferlegen. Wir streben nach Perfektionismus, wollen alles richtig machen und vergessen, dass wir Zeit und Geduld brauchen um neues zu lernen und besser zu werden. Wir erwarten von anderen, dass sie perfekt sind.

In diesen Käfig haben wir uns selbst unbewusst aber freiwillig gesetzt. Weil es unsere Eltern und ihre auch schon getan haben. Wir haben das so gelernt von unseren Eltern und die wiederum von ihren.

Dabei steht die Tür unseres Käfigs offen. Wir mü,ssen nur den Kopf hinausstecken und die Fl&uul;gel ausbreiten und losfliegen. Unseren Käfig verlassen. Das erfordert Mut. Den Mut sich so anzunehmen wie ich bin, mit meinen Schwächen, Ängsten, Sehnsüchten und schmerzhaften Gefühlen.

Wir müssen uns eingestehen, dass wir uns ein Leben lang geirrt haben. Das tut weh. Ein schmerzhafter aber heilsamer Prozess.

Wenn Ihr losfliegt, werden sich diese Gefühle in Luft auflösen, denn der Schmerz kommt von Euren Gitterstäben, von Eurer Sehnsucht nach eben dieser Freiheit.

Doch wir haben uns so sehr an die Sicherheit dieses Käfigs gewöhnt, dass wir Angst haben ihn zu verlassen. Denn den Käfig kennen wir. Die Freiheit ist uns fremd. Deshalb macht sie uns Angst!

Und ausserdem bleiben alle anderen ja auch drin sitzen. Warum soll denn ausgerechnet ich damit anfangen? Gegenfrage: Wenn alle von der Aischbr¨cke springen, springt Ihr dann hinterher?

Weil Ihr es Euch wert seid.Weil dann Eure Sehnsucht gestillt werden kann. Weil dann der Schmerz nachlässt und die Wunden, die Euch diese schmerzhafte Käfighaltung hinzugefügt haben, heilen k&oml;nnen. Weil dann der Kampf gegen das Leben endet. Weil Ihr dann zum allerersten mal spüren werdet, was es heisst lebendig zu sein! Es lohnt sich. Das Leben ist wunderbar.

Wenn Ihr Euch Gesundheit, eine lebeenswerte Zukunft, ein gesundes Miteinander statt Gegeneinander, Freiheit und Gleichheit und Fairness für Eure Kinder, für alle Menschen wünscht, dann müsst Ihr sie Euch selbst zuallererst geben. Es beginnt uns selber. Mit unserer Haltung. Erst dann werden wir unser Verhalten ändern und dann verändert sich die Welt. Denn die Welt verändert sich durch unser Verhalten. Auch die Welt wird gesunden.

Das ganze unterstreiche ich noch mit dem folgenen Comic. Ich hoffe, ich kann damit an Euch andocken und Eure Sprache, die Sprache Eures Herzens, Eures Verstandes und Eures Bauches gleichzeitig sprechen. Ich möchte , dass Ihr mich versteht.

Denn es ist 5 vor 12! Wir haben es in der Hand! Die Einstellung und das Verhalten jedes Einzelnen macht einen riesigen Unterschied!

Wenn mir Euer präfronteraler Kortex jetzt noch nicht glaubt (Verstand, Hintergrundwissen) möchte ich ihn hiermit fragen: Was glaubt Ihr wie Superspreader entstehen?

Wenn sich ein Virus auf diese Weise so schnell verbreitet (Potentierung 2 hoch n , wobei n gegen unendlich geht), seht Ihr dann nicht wie sich auch Euer Verhalten, Eure Einstellung durch diese soziale Ansteckung auf dieselbe Art und Weise in Windeseile verbreitet?

Auch das geschieht über social contagion! Soziale Ansteckung! Warum sollte die Natur zwischen Gefühlsansteckung und Virusansteckung einen Unterschied machen? Ansteckung IST Ansteckung!

Der Unterschied existiert nur in unseren Köpfen, weil wir in Schubladen denken. Die Natur tut das nicht! Und wir können genausowenig in Schubladen handeln! Unser Handeln hat immer Wechselwirkungen und Nebenwirkungen.

Wenn das bei Heilkräutern und Medikamenten so ist (die ja aus Heilkräutern entstanden sind!), dann ist das überall so! Auch hier denkt Ihr wieder in Schubladen! Diese Barrieren in unseren Köpfen sind DAS Problem! Sie sind die Ursache all unserer Probleme!

Denkt und handelt Ihr unbewusst destruktiv (weil Ihr von Euch und Euren täglich umgebenen Perfektionismus erwartet! Dann seid Ihr sehr unbarmherzig mit Euch und Eurem Umfeld. Ihr sendet unangenehme Gefühle aus!) , dann verbreitet Ihr Angst und dieses destruktive handeln und denken breitet sich epidemieartig aus!

Warum ist das so?
Weil dieses Verhalten von anderen Amygdalas im selben Modus (die sich auch nichts gönnen) als Angriff und übergriffig wahrgenommen wird!
D.h. auch sie reagieren unbewusst mit Angriff und Verteidigung und damit mit destruktivem Verhalten.

Ihr meint es alle gut!!!! Ihr tut alle Euer bestes!!!! Und doch erzeugt Ihr eine Kettenreaktion der Zerstörung und des Angriffs.

Auch in der Natur! Das ist das Prinzip des Biofeedbacks! Ihr kennt das doch aus der Wissenschaft!

Warum reagiert meine Amygdala auf Hilfe von Euch mit Abwehr?
Weil eine chronisch hyperaktive Amygdala (und wir leben in einer Gesellschaft aus chronisch hyperaktiven Amygdalas!) hypersensibel auf Diskrepanzen, Disssonazen , Dinge die nicht zusammenpassen , reagiert!!!!

Unbewusst! Die innere Alarmanlage, die Sinne sind genau auf solche Dissonanzen eingestellt! Weil sie Gefahr bedeuten können!

D.h. unsere moderne Art zu leben , die zunehmende Technisierung hat uns und unser Nervensystem biologisch und physiologisch (evolutionär) gaaanz langsam und unbewusst so ver&aml;ndert, dass wir einander ständig unbewusst als Bedrohung wahrnehmen!!!!

Wir können diesen Prozess aber umkehren, indem wir uns dessen bewusst werden! Und mit diesem Unsinn des Strebens nach Perfektionismus aufhören! Und uns und damit alle Menschen so anzunehmen und lieben zu lerenen wie sie sind!

D.h. diese Veränderung beginnt in jedem Einzelnen von Euch! Ihr könnt Euch nicht aus der Verantwortung stehlen und mit dem Finger auf andere zeigen. Niemand IST Schuld!

Das ist ein Systemproblem! Hausgemacht. Jeder von Euch hat es in der Hand!

Deshalb tu ich jetzt etwas, was mir schwer fällt und sehr viel Mut erfordert: ich bitte Dich um Deine Hilfe! Ja, Dich mein ich!

Niemand kann das alleine. Wir haben uns die Suppe gemeinsam eingebrockt und jetzt müssen wir sie auch zusammen auslöffeln. Ich mag Suppe. Und Ihr?

Und wenn es Dir und Deiner Amygdala noch schwerfällt das für Dich selbst zu tun, dann tu es für die Menschen, die Dir am Herzen liegen! Das andere kommt dann irgendwann von selbst.

Aha... wieder was gelernt. Deswegen macht altruistisches Verhalten Sinn. Weil es Sinn gibt und evolutionär Sinn macht!

Damit hilft es uns zu heilen und gesund zu bleiben. Salutogenese.

Dann sind unsere Sinne unsere Antennen, um unseren Sinn im Leben zu finden. Bei mir hat das jetzt ja ganz gut funktioniert.

Ist das dann bei allen Menschen so? Sind wir die Wächter und Bewahrer der Natur, der Welt? Ich glaube schon. Denn wir sind die, die am beweglichsten sind. Bäume und Plfanzen können bei Gefahr nicht weglaufen. Wir schon.

Dann obliegt uns die Aufgabe sie zu beschützen und zu bewahren. Dann ist die menschliche Art der Wächter und Bewahrer des Planeten zu sein. Und die Technik und den Fortschritt und die Kollaboration dazu als Mittel zum Zweck zu benutzen.

Ich arbeite daran und bitte DICH! dasselbe zu tun. Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten. Denn DU machst einen riesengrossen (2 hoch undendlich) Unterschied!!!
Sei DU der Superspreader Deines Potentials.

Ich schreibe das hier, weil Ihr mir wichtig seid!!! Weil DU wichtig bist! Weil DU einen Unterschied machst!

Hör auf gegen Dich und Deine Natur zu kämpfen und nimm Deine wahre Bestimmung an! Wir brauchen Dich!

Denn auch wenn ich Dich nicht kenne, weiss ich, dass in Dir tief drinnen ein wunderbarer Mensch mit wunderbaren Fähigkeiten verborgen ist, auf den ich sehr neugierig bin und den ich gerne kennenlernen möchte.

Also lass es uns doch mal miteinander probieren. Denn ich kann soviel von , durch und mit Dir zusammen lernen. Und erst dann wirst DU Dich lebendig fühlen!

Warum solltet Ihr das JETZT tun? Ich habe doch keine Zeit, das ist doch jetzt nicht so dringend...

DOCH!!!! IST ES!

Erinnert Ihr Euch noch an die Biofeedback-Geschichte? Dass wenn Eure Amygdala Amok läuft also die Stressachse aktiv ist, auch Insekten auf Euch losgehen?

Auch Hunde reagieren auf uns mit Unruhe... und Katzen mit Flucht... als Kind sind die immer vor mir davon gerannt.

Ich hab neulich einen kleinen verunsicherten Jungen gesehen. Der stand unsicher aber neugierig neben unserem Nachbarn und mir, als ich seinen grossen gutmütigen Schäferhund gestreichelt habe.

Der Hund war von der Verunsicherung (Angst, hyperaktiven Amygdala des Jungen) verunsichert und ging direkt auf ihn zu. Er hat seine Anspannung, unbewusste Angriffshaltung gespürt und darauf reagiert.

Das Herrchen hat ihn beruhigt.

Ich konnte die Angst des Jungen auch spüren! Auch meine Amygdala reagiert auf ihn!

D.h. auch wir können Angst spüren, riechen!!! Denn sie ist mit Gefahr verbunden und die triggert unsere scharfgeschaltenen Alarmglocken!!!!

Noch ein Beispiel... meine wartungsintensive Bekannte mag keine Insekten, weil sie immer von ihnen gestochen wird!

Auch sie riechen diese Gefahr!! Denn der Stress unseres Lebensstils (Herbizide, Fungizide, Insektizide, Lärmverschmutzng, Lichtverschmutzung, fehlender Rückzugsort... ) versetzt auch sie in den Verteidigungsmodus.

D.h. wir haben unseren Stress und damit Druck an die Natur und an unsere gesamte Umwelt weitergegeben. Sie reagiert auf uns mit demselben Verhalten wie wir aufeinander unbewusst reagieren: mit Angriff!

Covid - 19: das ist ein Virus (also ein Organimsus) , der uns angreift. Warum? Weil wir ihn zuerst angegriffen haben und seine Lebensgrundlage genommen , verändert haben! Was bleibt ihm denn zum Überleben anderes übrig als sein Verhalten zu verändern und Artgrenzen zu überspringen?

Er tut das, was wir nicht getan haben: er verändert sein Verhalten! Weil wir unser Verhalten nicht verändern!

Warum sind auf einmal Gräser allergieauslösend? Pflanzen, die es schon seit Ewigkeiten gibt, lösen Unverträglichkeiten beim Menschen aus oder führen gar zum Tod?

Das war doch früher nicht so? Die Plfanzen gab es doch schon lange vorher. Was hat diese Veränderung ihres Verhaltens bewirkt?

Wir! Weil wir unser Verhalten nicht verändern!

Sie greifen uns an, weil wir sie angreifen. Weil sie uns und unsere Nervensysteme als Gefahr wahrnehmen! Weil sie uns als Bedrohung wahrnehmen und recht haben sie..., wir bedrohen sie ja! Wir helfen ihnen ja nicht!

D.h. sie greifen zu ihrer natürlichen Überlebensstrategie, die in unserem hyperaktiven Nervensystem zu den entsprechenden Reaktionen führt. z.B. Allergien.

Dasselbe könnte bei Zecken der Fall sein. Wenn sie unsere Angst riechen und sich dann auf uns fallen lassen... und uns dann mit Kranheiten infizieren (die aufgrund unseres im Alarmmodus befindlichen Organismus unser im Angriffsmodus heruntergefahrenes Immunsystem nicht abwehren kann).

Fallen Autoimmunerkrankungen nicht in dasselbe Schema? Hier greift sich unser Körper selber an. Weil wir ihn angreifen. Weil wir ihm nicht helfen.

Wir sind also in und um uns herum von laut schrillenden Alarmanlagen umgeben!!!!!! Was sollen sie denn noch machen, um unsere Aufmerksamkeit zu erregen!

Doch wir hören sie nicht! Wir sind taub. Denn wenn die Amygdala das Sagen hat, ist man ganz schlecht diese Dinge wahrzunehmen und richtig einzordnen.

Versteht Ihr jetzt die Zusammenhänge?

Wir müssen UNSEREN Angriffsmodus beenden! Die Kampfhandlungen (die unbewusst durch unser Denken und handeln über Generationen durch unsere zunehmende Technisierung ausgelöst worden sind) einstellen!!!

Und das gelingt nur, wenn Ihr aufhört gegen Euch und Euren Körper und gegen das Leben, Eure Mitmenschen, Eure Umwelt, Eure Natur , Euren Sinn , Eure wahre Bestimmtung anzukämpfen!

Denn wenn Ihr Frieden mit Euch schliesst, wirkt sich das in Eurem Handeln auf Eure gesamte Umwelt SOFORT!!! aus!
Ihr werdet es spüren!

Ich bitte Dich! Handel! JETZT! Nimm Dich so an, wie Du bist. Und wenn das (noch) nicht geht, dann versuch nachsichtiger zu Deinen Lieben zu sein, dann zu Deinen Kollegen, zu Deinen Kunden, zu Deinem Arzt, ....

Sei Superspreader des Friedens! Beende die Kampfhandlungen! Schliesse Frieden mit Dir und Deinem Leben und fang endlich an zu Leben!

Ich schreibe das, weil Du mir wichtig bist! Du , Dein Leben, Deine Gesundheit! Weil wir Dich brauchen! Weil wir das NUR GEMEINSAM! schaffen können!

Ich hoffe, es ist mir gelungen , an Euer Herz, an Euren Verstand und Euren Bauch zu appellieren (Fakten, Hintergründe und Wissen und Dringlichkeit!!!)

Wir haben keine Zeit mehr! Die Einschläge kommen immer näher und in immer kürzeren Abständen!
Vergeudet Eure Zeit nicht mit dem Suchen anch Schuldigen. Es gibt KEINE!
Im Gegenteil, wenn Ihr noch einen letzten Beweis braucht, dann ist es der: Wenn Ihr nach Schuldigen sucht, Schadenfreude darüber empfindet, wenn Menschen, die Covid lange geleugnet haben, nun selbst davon betroffen sind, dann ist das ein Zeichen dafür dass Eure Amygdala im Angriffsmodus IST!

Des is fei a ned grod as gsündeste! Und das ist wortwörtlich gemeint! Das ist ein Systemproblem , das wir NUR gemeinsam lösen können!
Wir, die Natur, unsere Lieben haben keine Zeit mehr! Fangt JETZT damit an! Macht es wie die Natur und verändert Euer Handeln! Sie weiss wie das geht!

Freitag: Die Erkenntnisse der letzten Woche haben mich und mein Hirn sehr verwirrt. Das ist ein gutes Zeichen. Es ordnet sich neu bzw. seine Sichtweise. Also, dass, was ich denke.

Im Endeffekt stellt sich grad heraus, dass das was ich schon immer unbewusst gespürt habe, wahr ist. Aus meiner Sicht wahr!
Aus Eurer Sicht muss das nicht unbedingt so sein... Aber ich glaube, da stimmen wir schon überein.... Denn wie sonst wären die Postkartensprüche, die Filme, die wir machen, die Märchen, die wir unseren Kindern vorlesen... sonst erklärbar? Sie enthalten ja auch diese Sichtweise in anderem Gewand, bei des Kaisers neue Kleider könnt Ihr das sogar wortwörtlich nehmen.

Das erklärt auch, warum Wissen unendlich ist, weil es unendlich viele Sichtweisen gibt. Denn es gibt immer wieder 2 hoch n neue Dinge zu entdecken. Forschen und Lernen ist damit unendlich. Das heisst auch , dass unser Potential grenzenlos ist. Grenzenlos ist auch nur eine andere Sichtweise zum Wort unendlich. Oder barrierefrei.... alle dasselbe... alter Wein in neuen Schläuchen (so hat es ein Kollege von mir ausgedrückt, mein Hirn kannte diese Sichtweise noch nicht und fand das sehr lustig, findet es immer noch).

Und weil es unendlich viele Sichtweisen gibt, ist alles relativ.
Wobei relativ und subjektiv auch dasselbe ist. Relativ ist von aussen, subjektiv von innen gesehen... und es gibt noch unendlich viele andere Sichtweisen.

D.h. also wir leben in einem Schlaraffenland der Möglichkeiten! Wow!

Wir brauchen bloss zuzugreifen.

Es nimmt uns auch eine riesige Last. Denn das zeigt auch, dass Ihr es nicht falsch machen könnt. Wie bei einem Herzstillstand.

Im Endeffekt könnt Ihr es so zusammenfassen: es spielt keine Rolle (für Euch natürlich schon! 2-Sichtweisen!), was Ihr tut, es kommt drauf an, was Ihr denkt.

Und da zwischen Denken und Handeln auch wieder Wechselwirkungen bestehen (in Euch und auf Eure Umwelt) funktioniert die selbsterfüllende Prophezeiung , Placebo (aber andere Sichtrichtung: Nocebo, Murphys law, Cassandra ...).

Warum ist das so?
Schon mal was von False Beliefs gehört? Oder optische oder akkustische Täuschungen (Echo)? Alles dasselbe... Nur eine andere Sichtweise.
Weil unser Hirn nicht dafür gemacht es ist , wie wir es heute benutzen wollen.

Das ist auch gar nicht seine Aufgabe. Seine Aufgabe ist es , uns am Leben zu halten. Atmet Ihr? Also dann macht es das verdammt gut!

Seine Aufgabe ist Energie effizent einzusetzen. Es ist also ein Adhoc-Organ. Euer 112 in Rufbereitschaft. D.h. es muss schnell und ordentlich gehen. Es muss funktionieren. Praxis siegt ü,ber Pefektionismus. Es kommt also auf die Qualität an.

Wenn Ihr schnell sein wollt, müsst Ihr die Dinge vereinfachen.
Wolllt Ihr genau sein, dann wird es kompliziert. Das geht auf Kosten der Schnelligkeit. Das brauch ich Euch nicht erzählen, weil Ihr das ja alltäglich erlebt.

Alles will geplant und gut bedacht werden.Und das versuchen wir mit unserem Gehirn zu machen, das aber gar nicht dafür gemacht ist. Seht Ihr das Problem? Das ist der Hebel der Erkenntnis. Kleiner Hebel (Ursache) grosse Wirkung und Nebenwirkung.

Also Ihr habt im Leben die Wahl zwischen schnell und pi mal daumen oder genau und langsaaaam. Euer Hirn entscheidet sich aus seiner Sicht (jede Sekunde zählt) für die schnelle Variante, die funktioniert. Und ich bin ihm auch unendlich dankbar dafür. Denn wenn es erst alles ins Detail planen würde oder kopflos losrennen und irgendwas machen und damit eine Kettenreaktion auslösen, dann wärt Ihr und ich schon lange tot.

Wir wären ausgestorben. Das ist glücklicherweise nicht der Fall. Hurra! Wir leben noch! Die Skeptiker unter Euch werden nun sagen: ja , aber (typisch sagt mein Hirn, mein präfronteraler Kortex sagt: Unsinn! Die Reaktion ist doch unberechenbar) wer weiss wie lange noch?

Ich sag es jetzt mal so: Das ist Euer Problem. Ich seh das anders. Und ich hab gute Erfahrungen damit gemacht. Sieht das bei Euch auch so aus?

Also für den Zweck unseres Gehirns (seine Aufgabe) ist es vorteilhaft die Dinge nicht so genau zu nehmen. Es heisst ja auch: der Zweck heiligt die Mittel. Das ist also damit gemeint.Es reicht vollkommen, wenn ich ungefähr so pi mal daumen (auch verschiedene Sichtweisen für ein und dasselbe) weiss, wie ich dahinkomme, wo ich hinwill. Es geht also praktisch vor. Denn diese praktische Vorgehensweise sichert sein (da ist es durchaus auch egistisch) und damit aber auch unser (also ist es gleichzeitig altruistisch, weil es z.B. auch das Herz angewiesen ist, die Lunge, damit es mit Sauerstoff versorgt wird) Überleben!

Wir können die Dinge nicht isoliert betrachten. Sie stehen in ständiger Wechsel- und Nebenwirkung! Und zwar 2 hoch n-fach! Es geht also gegen unendlich. (Superspreader-Effekt.. )

Das ist auch der Grund, dass , wenn man an einer Seite zieht und etwas verändert, keiner vorhersagen kann, was passiert. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten! Das liegt in der Natur der Sache und die ist unsere Natur.

Hach! Ich liebe diese Wortspiele! Und wisst Ihr was? Die sind nichts anderes als eine Kombination von unterschiedlichen Sichtweisen! So funktioniert auch Humor! Wir stellen zusammen, was zusammengehört, aber aus anderen Welten(Sichtweisen) stammt. Erstaunlich!

Deshalb ist Kreativität auch gar nix anderes als die Gegenüberstellung und Nebeneinanderstellung von unterschiedlichen Sichtweisen! Cool!

D.h. wenn Ihr in Eurer Welt bleibt, dann bleibt Euch die Welt verwehrt. Ihr lasst sie auch gar nicht hinein, weil Ihr sie aussperrt. Das ist mir ja mein ganzes Leben lang so gegangen. Ich habe an alle möglichen Türen geklopft und es hat keiner aufgemacht. Ich wollte Zugang zu Eurer Welt finden. Und wenn dann doch mal die Tür aufging, wurde ich schnell wieder (bei der nächsten Sichtweisenkollision) vor die Tür gesetzt! Des is fei a ned grod as gsündeste!

Warum ist das so? Wenn Ihr Euch wehrt , erzeugt Ihr Reibung. Also geht Eure kreative Energie flöten. Andererseits kann Eure kreative Energie auch nicht aus Euch heraus. Und wenn sich Energie anstaut, dann tut das weh!

Verwirrend? Okay. Ein einfaches Beispiel.
Nehmt mal einen Antistressball (oder eine Kondensmilchdose ) in die Hand. Drückt ihn. Tut gut, gell?

Weil Ihr Energie abführt. Also baut Ihr Stress oder Druck oder Anspannung ab. Alles verschiedene Sichtweisen auf ein und dieselbe Sache.

Nun wechselt mal die Perspektive. Mal angenommen Ihr seid jetzt der Antistressball. Wie sieht das jetzt aus? Fühlt sich das gut an? Eher nicht. Denn Euch wird Energie zugeführt. Druck. Stress. Und wenn man Energie einer Sache zuführt , dann wird sie kleiner. Kompakt. Arbeitszeitverdichtung ist auch eine Variante davon. Alles dasselbe , nur unterschiedliche Sichtweisen.

Ich hoffe, Ihr könnt mir noch folgen. Er findet das nicht so toll. Es tut weh. Schmerzhaft. Er spürt Spannung, Anspannung.

Ihr seht also eine Handlung (wenn Ihr denkt, werden ja auch physiologische, biologische und chemische ... Prozesse gestartet, also ist Denken auch eine Reaktion und löst auch wiederum seinerseits eine aus. Wir sind also gleichzeitig Opfer und Täter oder Verursacher und Betroffener, oder Kreativer und Inspirierter... alles ein und dasselbe , aber unterschiedlich Sichtweisen) erzeugt eine wahre Kettenreaktion. Die wiederum in Wechselwirkung zu anderen besteht.

Da blickt keiner mehr durch. Nein, ich auch nicht. Es ist halt so.

Denn Euer Hirn kann das ja gar nicht mehr durchdenken. Wenn Ihr das versucht, wird es irgendwann dicht machen. Es wird still im Oberstübchen. Das war zumindest bei mir so. Wenn es bei Euch etwas anders abläuft, ist dass den Varianten des Lebens, Eurer Neurodiversität, Eurer anderen Verdrahtung, dass Ihr anders tickt ... alles wieder dasselbe ... zu verdanken. Das ist nicht schlimm. Es ist halt so.

Ach so... da fällt mir ein, es kann auch mit Aufruhr reagieren. Das hatte ich auch schon. Das wär jetzt meine zweite Sichtweise...

D.h. es organisiert sich um.

Dasselbe Phänomen erlebe ich auch Zeit meines Lebens... in der Form der Reaktionen, die ich auslöse, wenn ich auf andere Menschen getroffen bin. Verwirrung, Ablehnung, Wutausbrüche, Explosionen, Schweigen, Stille, Gegenwehr (ja, aber...), Nicht-Wahrhaben-Wollen, Nicht-zuhören-können, Kidnapping meines Gesprächs , Logorhoe, jemand steht einfach auf und geht weg, die Hausärztin hat gelacht, die Frauenärztin hat dumm geguckt, ich werde als dumm bezeichnet, ich werde zum Schuldigen oder Sündenbock oder Mobbingopfer gemacht (gut, dass mein Hirn dank seiner ständigen Überlastung nicht nachtragend und so vergesslich ist) , jeamnd brüllt mich an, jemand hilft mir...

Ihr seht schon (und fühlt es wohl auch, weil Euch einiges davon bekannt vorkommt- Ihr habt ein Deja-vu. Das ist dann der Moment wo unsere Welten sich miteinander verschmelzen, der Aha- oder Heurekaeffekt ... auch wieder alles dasselbe... Es dockt an Euch an. Es findet Zugang... Wir kommen uns näher, wir nähern uns an.... Auch hier gibt es wieder unendlich viele Möglickeiten das ganze zu bezeichnen.

Warum ist das so? Na das ist doch logisch. Wenn es 2 hoch n (weil die kleinste Beziehung aus zwei Personen, Organismen, Synapsen, Einheiten (wieder Sichtweisen) besteht) und es n-fache Reaktionsmöglickeiten gibt!

Das bedeutet: die Natur ist unberechenbar oder sie steckt voller Möglichkeiten. Das hängt jetzt wieder von Eurer Sichtweise ab. And er Färbung kann ich erkennen (meine Sichtweise) wie es Euch geht. Das kann ich zum Andocken und zur weiteren Annäherung nutzen. Ich kann es aber auch nur vermuten. Anhand meiner bisher bekannten Sichtweisen.

D.h. dass ich mich oft irre. Wenn ich nachfrage, sag mal ich war verwirrt, weil das und das passiert ist. Ich seh das so..., weil ich erkläre meine Sichtweise ... . Dann versteht der andere was ich gesehen habe (ich zeige ihm meine Welt, meine Sicht, öffne meine Tür, gebe ihm Zugang. - wieder unendlich viele Sichtweisen) udn überrascht mich dann oft mit einer ganz anderen Erklärung.

Dann stutzt mein Hirn(irritiert, verwirrt ...) kurz , es gibt wieder unendlich viele Möglichkeiten wie ich darauf reagiere. Das hängt von den Umständen und meiner Verfassung ab. Bin ich müde, hungrig , ausgeschlafen, konzentriert, abgelenkt, hab ich es eilig, hab ich Zeit .... und alles steht wiederum wechselwirkend miteinander in Zusammenhang.

Das wirkt sich dann auch noch auf mein Gegenüber aus. Denn da wirken ja Botenstoffe, Spiegelneuronen, Oxytocin, .... Reagiere ich z.B. mit Humor und lache , dann muss mein Gegenüber das nicht unbedingt komisch finden.

Glaubt mir. Das hab ich oft genug erlebt. Mir geht es im Gegenzug ja dafür oft auch so, dass ich Dinge, die andere Leute lustig finde, eher traurig finde.

Sprich: Ihr könnt keine Reaktion vorhersagen! Weil die von so vielen Faktoren (2 hoch n) und Parametern abhängt! Es gibt also unendlich viele Möglichkeiten wie ein Gespräch verlaufen kann!

Ihr könnt dafür keine Regel , keinen Default festlegen. Weil es sie nicht gibt. Das scheint nur so. Das ist der Simplifizierung unseres Gehirns geschuldet. Es will in der Welt zurechtkommen und dafür reicht eine ungefähre Vorstellung.

Das Ergebnis ist, dass wir oft aneinander vorbeireden oder uns gar nicht verstehen, wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. Deswegen erkläre ich Euch das hier. Ich hoffe, Ihr konntet mir folgen. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben. Mehr kann ich nicht tun.

Ich weiss nur dieses Austauschen der Welten und Eintauchen und Rein- und Beschnuppern der anderen und er Sichtweisen, die ich im Laufe meines Lebens von anderen als wertvolle Gaben und Geschenke bekommen habe, machen das Leben reicher.

Weil wir uns nur dann verstehen, wenn wir dieselbe Sprache sprechen. Und das gelingt nur im Tauschhandel. Spielerisch. Wie bei einem Tennismatch. Da wisst Ihr ja auch nicht vorher wie der andere den Ball schlägt.

Beim Schach ist das ebenso. Ich habe keine Ahnung von Schach. Aber wenn ich etwas tue, was noch niemand vor mir getan hat und das sollte ja möglich sein, weil ich ja unendlich viele Reaktionsmöglichkeiten habe... z.B. Wenn einen Fliege mich ärgert und ich bin ungeschickt und werfe das Brett um... Und es weiss keiner mehr wo die Figuren standen, dann ist das Spiel auch aus.

Versteht Ihr? So jetzt habe ich zahlreiche Reaktionen und Kettenreaktionen und Gegen- und Wechselwirkungen ausgelöst.

Ihr könnt es übrigens auch gar nicht mehr aufhalten. Also den Prozess. Eine Kettenreaktion hat das so an sich. Denn Ihr wisst ja gar nicht mehr wo Ihr einhaken sollt. Das ist ja auch das Problem bei Corona. Deswegen gibt es da ja so viele Sichtweisen. Man muss es erst ausprobieren! Es geht gar nicht anders.

Und selbst dann, wenn ich ein zweites mal, genau dasselbe tue, kann das Ergebnis ein ganz anderes sein, weil unzählige Faktoren daran beteiligt sind. Auch das hat eine Kettenreaktion so an sich.

Und was sollen wir jetzt tun? Ich weiss nicht was Ihr tut. Ich kenne Eure Welt ja nicht. Und selbst dann gäbe es 2 hoch n-Möglickeiten wie Ihr reagiert. Und am Beispiel von Corona seht Ihr sie ja alle. Klopapierkaufen, Hamstern, einen Schuldigen suchen (den gibt es nicht! Wir sind entweder alle schuld oder keiner), Leugnen, Verschwörungstheorien, lustige Masken nähen, Corostereier basteln, Corona-Comics zeichnen ....

Ich für meinen Teil, werde das tun, was ich unbewusst (und viellecht erzeugt das ein Deja-vu bei Euch, ein Kribbeln im Bauch oder im Hirn...) immer getan und gewusst habe: lass die Natur einfach machen.
Denn: ich habe gelernt (meine Sichtweise) : ich kann es nicht falsch machen! Und das ist eine ganz schöne Erleichterung. Spannung fällt von mir ab. Ich höre also auf dagegen anzukämpfen. Ich lass los. Ich vertrau. Ich glaube. Ich erwarte nichts. Ich mach einfach, ich denke barrierefrei ... (all das sind auch wieder verschiedene Sichtweisen, die Digne zu sehen).

Und im Endeffekt mach ich eins: ich mach einfach so weiter wie bisher. Ich atme, also lebe ich. Also hab ich alles richtig gemacht. Und wenn ich so denke, dann freut sich mein Hirn und setzt kreative Energie frei. Und damit hab ich das hier zusammengeschrieben. Und das geht mühelos, wie von selbt, magisch, spielerisch ... es macht Spass!

Und den möchte ich gerne mit Euch teilen, weil Energie , die ich freisetze viel bewirken kann.
Was: das bestimmt nur einer : IHR selbst! Und nicht mehr und nicht weniger will ich damit sagen.
Q.E.D.
Und mehr liegt auch nicht in meiner Hand. Ich kann die Dinge in Gang setzen und sie können als Bumerang auch wieder bei mir landen. Es kann ein Tennismatch werden oder eine einseitige Angelegenheit.

Ich tu was ich kann und mehr kann ich nicht machen. Und dann lass ich los und vertrau auf mich, auf Euch und die Natur der Dinge. Auf die natürliche Ordnung. Es wird sich alles finden. Morgen ist ein neuer Tag. Alles wird gut. Wer weiss, ob ich morgen noch leb.

Denn ich habe gelernt, das was mir mit meinem Papa passiert ist, dass ich das Gefühl hatte, es ihm nie recht machen zu können, liegt nicht an MIR! Es liegt auch nicht an meinem Papa.
Es liegt daran, dass wir uns unserer unterschiedlichen Welten und Sichtweisen nicht bewusst waren und sie deshalb nicht austauschen und in die andere eintauchen konnten.

Verwirrung, Irritation, Missverständnis, Kommunikationsproblem das ist alles dasselbe!

Ich habe also gelernt (meine Sichtweise): Es liegt am Moment und was Ihr draus macht!

So und darauf bin ich jetzt gespannt. :)

Ich wünsche Euch ein schönes nachdenkliches Wochenende voller Erkenntnisse! Zu Risiken und Nebenwirkungen kann ich in anbetracht der Komplexität der Natur keine Haftung übernehmen.

Lustig... mit diser Sichtweise kann das Euer Apotheker und Arzt aber auch nicht...

Mir bleibt also nur Euch viel Spass bei der artgerechten Nutzung Eures Gehirns zu wünschen. Und Euch im wahrsten Sinne des Wortes mit anderen zu VERNETZEN! Also das kouml;nnt Ihr auch noch wortwörtlich nehmen. Auch dies tue ich hiermit.
Ich arbeite daran :)
Aber Vorsicht: es könnte Spass machen! :)

Ob ich wohl so unbeschadet durch das Leben gekommen bin, weil ich mich an den Zustand der Verwirrung, Irritation so gewöhnt habe? Wenn das für mich gelten sollte, ist das bei Euch vielleicht auch so?

Denn wenn ich vieles anders sehe (wobei es logisch betrachtet, Euch auch nicht anders gehen dürfte! Ist das so? ) , dann gewöhn ich mich ja langfristig dran. Und Routine tötet die Wahrnehmung. Wir nehmen das also gar nicht mehr als Gefahr wahr.

D.h. wir sehen und hören und spüren das dann auch gar nicht mehr. Dank der wunderbaren Windungen und der wunderbaren Funktionsweise unseres Gehirns!

Wow! Ich bin sprachlos...

Ist ja lustig... das erklärt ja auch die irrige Reaktion, dass jemand, der sagt, er ist sprachlos , redet wie ein Wasserfall! Das hört nie auf....

Deswegen kann ich mit den Assoziationen auch nicht aufhören, weil es kein Ende nimmt!! Versteht Ihr? Es ist ein Ergebnis des Möglichen. Der wunderbaren Natur. Und deshalb seid Ihr alle wunderbar!

Und ich mache es jetzt auch mal wie die Leut in Ihren Büchern machen. Danksagungen ... Also : Ich danke dem lieben Gott, der wunderbaren Natur, meiner wunderbaren Familie , meinen Freunden, alle wunderbaren Menschen, denen ich begegnen darf und durfte ... also allen 2 hoch n-fachen (die Liste müsste also laut meines präfronteralen Kortex gegen unendlich gehen ;) Das erklärt warum die Danksagung so lange dauert (Laudatio) und der Abspann eines Films so lang ist (weil da so viele Leute beteiligt sind) ....

Ich sag es mal anders. Ich freu mich, dass ich lebe (das inkludiert alles) und dass ich lebendig sein darf. Und ich danke Euch für alle wunderbaren Sichtweisen und Ein- und Ausblicke ... , die Ihr mit mir teilt. Denn teilen macht reich. Weil das grossherzig (ganzherzig) macht und ist. Und das eint.

Also vielen Dank für das tolle Teamwork!
Ihr seid wunderbar! Bleibt wie Ihr seid (meine Sicht) und tut was Ihr wollt (Eure Sicht).

Noch eine Erkenntnis: also wir können nicht nicht teamworken! Wir wirken ja alle wechselseitig aufeinander ein. Damit könnt Ihr diesen Begriff auch aus Euren zukünftigen Stellenbeschreibungen streichen. Meine Sichtweise und die meines präfronteralen Kortex.

Was mich betrifft, ich werde Euch weiter mit neuen Sichtweisen und deren Wechselwirkungen beglücken. Meine Sicht. Weil ich gern diesen Spass teile.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr weiter Einsicht, Umsicht, Rücksicht und Neben- und Wechselwirkungen mit mir teilt. In diesem Sinne: bleibt neugierig und denkt barrierefrei! (meine Sicht und mein Wunsch)

 
Lebensentscheidungen - Die Glaa aus ERH 2020
10.10. bis 16.10. die Dominosteine fallen ...

Samstag: Mir ist jetzt das Muster , wie das mit dem echten authentischen Kontakt zwischen Menschen funktioniert, eingefallen. Also machen tu ich das ja schon länger. Jetzt bekomm ich langsam "ein Gefühl dafür"

Mein Hirn hat anscheinend jetzt ein Muster aus den Experimenten herausgefiltert.

Das Fundament bildet erstmal die Basis, dass ich den Streithähnen (in dem Fall heut früh meinen beiden Grazien daheim), erkläre, dass sie zwei unterschiedliche Sichtweisen haben. Ich hab das mit zwei Tassen gemacht.

Also meine Schwester mag Kaffee. Und meine Mama trinkt Tee. Dann hab ich meine Schwester gefragt, was sie macht, wenn Ihr Mama mal eine Tasse mit Tee statt mit Kaffee hinstellt.

Da meldete sich gleich ihre Sichtweise in der Interpretation der Handlung meiner Mama: Dass sie a Depp is.
Ja, ich weiss, der Umgangston lässt zu wünschen übrig. Das ist halt bei jahrelang nebeneinander herredenden Amygdalas so. Ich kann es auch nicht ändern. Das liegt auch da dran, dass dem Hirn der Umgangston gar nicht mehr auffällt. Weil die Routine die Wahrnehmung trübt. Das heisst, wenn man lange zusammen ist oder arbeitet, dann nimmt man den anderen als sebstverständlich wahr. Danke und Bitte schläft dann irgendwann ein.

Das ist keine Bösartigkeit. Das ist einfach wie unser Hirn funktioniert. Denn es automatisiert halt was geht, denn seine Aufgabe ist ja Euch am Leben zu halten. Ihr sollt Euch halt pi mal Daumen irgendwie zurechtfinden. Und da reicht das vollkommen aus.

Ich hab ihr dann erklärt, dass das ja einfach ein Versehen gewesen sein kann. Wenn Mama abgelenkt oder in Gedanken war. Und die Tassen vertauscht hat. Tja, erklärt das mal einer hyperaktiven Amygdala... da braucht Ihr erstmal Geduld , Zeit und Nerven! Es kostet wahnsinnig viel Energie!

Das andere Nervensystem meiner Mama steht dem meiner Schwester in nix nach. Das mit den Tassen und den Sichtweisen, dass jeder in seiner Tasse halt seine Erfahrungen hat und die eigenen mit denen des anderen NICHTS! zu tun haben und ich ihn also auch nicht danach bewerten kann, also nach eigenen Masstäben, hat sie verstanden.

Nun ist es aber noch ein himmelweiter Unterschied, das zu Wissen und das Wissen auch wirklich anwenden zu können! Das erfordert Übung. Übung macht den Meister oder die Masdera.

Auf jeden Fall bin ich dann fort, weil ich danach erstmal eine Pause brauchte, weil das echt anstrengend war. Da werkelten beide einträchtig im Garten.

Als ich heimkam , schimpfte meine Schwester laut vor sich hin. Und das ging meinem Nervensystem auf das selbige. Also hab ich meine Mama gefragt, was denn los ist. Sie : Nix. Ach die schimpft bloss so rum.

Da mir erstens die Antwort ja nix an der Schimpferei meiner Schwester ein Stockwerk tiefer änderte und ich ja die Sichtweise meiner Schwester kennenlernen wollte, hab ich sie also gefragt.

Die war ganz anderer Meinung und stinksauer.
Was war passiert?
Also Mama hat einen Handwerker bestellt und ihr ist es halt unangenehm, wenn es so unordentlich aussieht. Sie hat sich nur gewünscht, dass meine Schwester etwas aufräumt und das auch so gesagt. Das Problem ist erstens, dass sie das schon öfter gesagt hat und dass meine Schwester was ganz was anderes gesagt hat. Das damit in direktem Zusammenhang steht.

Meine Schwester hat verstanden: "Ich bin ein Depp."

Ihr seht das Dilemma? Das ist das übliche. Die Suche nach dem Schuldigen. Den gibt es halt nicht nur unendlich viele Gründe für das Handeln.

Bedenkt bitte, dass es gleich beim ersten mal klappt ist sehr unwahrscheinlich. Ausserdem hab ich festgestellt, dass das Hirn erst mal drüber schlafen muss. Das ist also völlig natürlich, dass das nicht gleich klappt. Weil es Übung erfordert. Bedenkt wie lange dieses Denken im Hirn schon da ist!

Das ist wie wenn Ihr einen Hund einmal wenn er am Tisch bettelt, was abgebt. Antrainiert ist es schnell, Abtrainieren dauert... Also überlegt Euch das gut! Deswegen spart vorheriges intensives Nachdenken, was und wie ich jemandem was erklären möchte, viel Zeit und Energie. Weil die Zeit sinnvoll investiert ist. Und am Anfang nur Euch Denker betrifft. Also spart Ihr schon mal 2 hoch n Zeit ein!

Ich bin dann als Übersetzer (Mediator) dazwischen und habe jeweils einzeln die Sichtweisen auseinanderklamüsert. Einsicht erfolgte nicht. Weil das halt im Hirn mit dem Umdenken nicht so schnell geht.

Mal sehen, wie es das nächste mal läuft. Jetzt werd ich einfach mal drauf vertrauen, dass das ganze seinen Gang geht. Und wenn nicht, kann ich ja nochmal nach ein paar Versuchen, schlichten.

Das hätt ich jetzt auch nicht erwartet, dass ich im zarten Alter von 47 noch zum Mediator und Schlichter werde. Obwohl.. ich hab es auch früher schon immer versucht. Aber da hab ich nicht verstehen und lernen können, weil mir das Hintergrundwissen fehlte, was ich falsch machte. Deswegen muss ich (und Ihr auch) erst die Dinge verstehen, ein Muster identifizeren und erst dann kann ich anfangen es anzuwenden. Ich gehe also in das Feldprojekt über. Und zwar in der Praxis und nicht in der Klinik.

Klinische Studien entsprechen den Praxis-Wechselbeziehungen und Nebenwirkungen nicht. Also kann zwischen Theorie und Praxis ein himmelweiter Unterschied sein. Feldforschung müsst Ihr im echten Leben machen. Das kostet nichts. Nur Zeit. Ihr guckt einfach zu und beobachtet was passiert. Und dann guckt Ihr, ob Eure Testparamter stimmen. Und dann ändert Ihr sie bei Bedarf ab.

Erstaunlicherweise geht das schneller als Ihr denkt, weil Ihr erst hinterher merkt, dass Ihr in diesen Situationen dabei wart und sie beobachtet habt! Dann wird es Euch bewusster und auch was noch nicht so gut geklappt hat. Und dann wendet Ihr es an und probiert rum. Das ist forschen. Das kann jeder. Das kostet nur Zeit und macht Spass. Leute gucken mag ich für mein Leben gern. Und gebt es zu Ihr doch auch. Neugier ist ein sehr menschliches Bedürfnis. Es sichert unser Überleben.

Wenn unsere Vorfahren nix ausprobiert hätten, dann wären wir längst ausgestorben.

Eh Ihr es Euch verseht, habt Ihr ähnliche Testprojekte in unterschiedlichen Bereichen: Daheim und im Beruf , auf der Strasse ... Der Zufall spielt da mit. Und der Zufall besteht aus 2 hoch n-fach vielen Möglichkeiten ;-)

Ich vertrau jetzt einfach mal auf die zwei, dass es nächstes mal besser klappt. Denn wenn ich Druck mache, geht es mir wie meiner Mama und die Wahrscheinlichkeit geht gegen 0 (ach.. die Wahrscheinlichkeitsrechnung hammer etzerdla a nu gstreift...) und meine Schwester ist wütend auf mich, weil ich Ihr das nicht zutraue. Ich zitiere sie hier nochmal:"Du sagst, dass ich a Depp bin."

Immerhin ist das ein Vorteil zu allen vorigen misslungen Versuchen. Diesmal könnten sie es anders machen. Also das Wissen haben sie jetzt. Aber verstanden haben sie es noch nicht!

Ihr könnt Verstehen und Verständnis (soziale Intelligenz , Empathie , auch wieder alles dasselbe) halt nicht mit dem Nürnberger Trichter übertragen.

Immerhin konnte ich mich heute zum ersten mal mit meiner Mama verständigen. Versteht mich nicht falsch: wir haben auch vorher gedacht, dass wir miteinander reden. Allerdings stimmte das nicht, weil jeder die Sicht des anderen nicht verstand. Und so missverstand.

D.h. wir haben es also nach 47 Jahren endlich geschafft Kontakt zueinander herzustellen!

Meinem Papa ist das ein Leben lang nicht gelungen.

Ihr findet das erschreckend? Ich auch. Aber ist es denn bei Euch anders? Versteht Ihr Euch denn wirklich? Hat Euer Gegenüber, das was Ihr gesagt habt auch wirklich so verstanden, wie Ihr es gemeint habt? Oder in seiner Sichtweise Eure Reaktion interpretiert?

Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ich denke verstanden zu haben, was der andere gesagt hat, oder ob ich ihn gefragt habe, was er damit gemeint habt. Ihr glaubt mir nicht: Probiert es doch mal aus! Ihr werdet überrascht sein. Es gibt nämlich 2 hoch n Möglichkeiten. Also 2 hoch n - 1 andere als Eure. Wie wahrscheinlich ist es da, dass Ihr Euch irrt? Eben!

Meine Mama denkt so: sie sucht bei anderen Menschen nach Verhalten , das ihrem ähnlich ist.
Tja, das funktioniert bei mir halt grad NICHT! Denn ich habe 47 Jahre niemanden gefunden, der mir ähnlich ist!
Autisten laufen hier bei uns leider nicht haufenweise herum, und wenn , dann ist ja die Kontaktfreude genau das Problem. Und wenn man nicht fort geht, weil man keinen Grund dazu hat (ihr geht mit Freunden fort oder um Freunde zu treffen, das fiel bei mir mangels Freunden weg), dann bleibt mer halt dahamm. Und da kommen selten welche vorbei und klopfen an.

Ausser sie sind so wie ich gestrickt... meine Amygdala, mein Hirn muss ja trotzdem irgendeinen Default konfigurieren, um sich in der Welt zurechtzufinden. Da wo Eures das mit dem Schubladendenken löst, musste meines zu einer anderen Lösung greifen. Denn es will ja irgendwie überleben. Ja, auch ein Autistengehirn möchte mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoff versorgt werden. Ob Ihr es glaubt oder nicht.

Da bei mir also die Lösung mit Gemeinsamkeiten (ich weiss nicht, ob noch andere existieren, es ist möglich, das weiss ich erst, wenn ich welchen begegne. Guckt doch mal wie Euer Oberstübchen das so macht. Was ist Eure Basiskonfiguration?) mangels derselben ausfiel, griff es zur genau entgegengesetzten Lösung. Was ich logisch und auch sehr cool finde.

Es suchte nach den Gemeinsamkeiten in den Unterschieden! Also in den Ausreissern. Das sind, die , die Euer Gehirn aus Eurer Gleichung eliminiert. Ich existiere also in Eurer Welt gar nicht.

Im Gegenzug Ihr aber in meiner auch nicht. Tja und das erklät meine 47 - jährigen gescheiterten Kontaktversuche. Ich klopfte an und mir wurde nicht aufgetan.. oder mir wurde die Tür nach einem kurzem und für mich immer merkwürdigem, verwirrendem und auch schmerzhaftem Intermezzo (stellt Euch das mal vor! 47 Jahre lang unter Menschen aber trotzdem allein. Genau so fühl ich mich unter Menschenmassen heute noch.... wie von einem fremden Stern. Weil es genauso ist!).

Nicht mal meine Eltern verstanden mich!!!! Weil ich anders war. Ich wusste aber nicht, dass ich anders war als sie. Und umgekehrt. Und das ging und geht mir mein ganzes Leben so. Deswegen passe ich auch in kein System. Ich bin nämlich eine Anomalie, die gar nicht darin vorkommt.

Nach jahrelangen Fehlversuchen irgendwo anzudocken (mit dem was ich unter Kontakt verstehe: offen , ehrlich, authentisch, Big Talk, direkt, etwas tollpatschig und ungeschickt wie ein junger lebensfroher Golden Retriever, der mangels Kenntnis meiner Sichtweise für eine zähnefletschende Bestie gehalten wird oder schlimmeres ... ) gab mein Hirn auf.

Als ich meiner Ergo erzählte, dass Ihr den Sehfehler der Ungenauigkeit Eures Gehirns ja nicht bemerkt, weil Ihr in der Masse ja doch irgendjemanden findet, der Schnittmengen mit Euch hat , ich aber nicht, sagte sie dazu spontan: "Du arme Sau!"

Tja. Das trifft es ganz gut.

Es musste also irgendwie damit zurande kommen, dass ich halt eine Kein-Anschluss-unter-Dieser-Null-Nummer war. Also fand es sich einfach damit ab und tat das einzige was ihm übrig blieb, es konzentrierte sich, auf die Ausreisser.

Im Endeffekt könnt Ihr unser Denken so vergleichen. Ich komm aus der entgegengesetzten Richtung Eures Denkens.

Bei mir ist alles umgekehrt!
Meine Sicht stellt das genaue Spiegelbild Eurer Sicht dar.

Wenn Ihr mir also aus Eurer Sicht etwas erklärt, dann kann ich das Ziel gar nicht finden. Denn ich komme aus der entgegengesetzten Denkrichtung.

Das erklärt z.B. warum bei meiner Mama hinten und vorn genau andersrum als bei mir ist. Ich interpretier es genau umgekehrt.

Ich bin also ein Geisterfahrer. Allerdings hat der einen Vorteil: Der sieht dass ihm die anderen entgegenkommen. Ich hatte keine Ahnung und auch keine Chance das herauszufinden. Kein Wunder, dass ich mich nur schwer unter Euch zurechtfinden kann.

Ihr habt also mich als komisch angesehen und ich Euch. Wir hatten beide recht. Ich bin also eine andere Variation des 2 hoch n-möglichen. Mein Leben war also äusserst verwirrend. In vielfacher Hinsicht.

D.h. schon die Basiskonfiguration wie mein Hirn die Norm interpretiert (das , was ich kenne), ist genau das Gegenteil, was Ihr darunter versteht.
Damit stimmt die Behauptung : alles ist relativ. Ja, denn sogar die Norm ist es!

D.h. bei mir ist nicht nur die Sichtweise anders (was wohl die Regel ist) sondern auch noch das Simplifizierungsdenken meines Gehirns. Ich nehme also anders wahr! Genau entgegengesetzt.

Wenn Ihr sagt: "Das glaub ich nicht." dann glaubt Ihr nicht, dass Ihr das schafft.
Wenn ich das sage, dann glaube ich nicht, dass Ihr damit recht habt. Also genau umgekehrt. Denn bei mir ist ja genau das der Regelfall.

Aus dieser anderen Basiskonfiguration ergibt sich dann in der Folge freilich auch eine vollkommen andere individuelle Sichtweise meiner Welt. Die von menschlicher Abnlehnung durch Missverständnisse geprägt war. Ich kann also zu Recht behaupten, ich bin ein wandelndes Missverständnis. Ich kann hingehen, wo ich will, mich umgibt Verwirrung. Ich werde urplötzlich aus mir unverständlichen Gründen angeschrien, ausgelacht oder schlimmeres...

Das passiert, weil Ihr Euren Mass-Stab (Sichtweise, der Euch einige Schnittmengen trotz seiner Ungenauigkeit aufgrnnd der Masse beschert), auf mein Verhalten anlegt. Zur Erinnerung: den Ausreisser, den ich darstelle hat Euer Gehirn aus seinem Weltbild elimniert. Ich kann Euch aber versichern, ich existiere wirklich!

Nur mein Verhalten hat komplett entgegengesetzte Gründe. Was passiert: mein Verhalten irritiert und vewirrt Euch (aus meiner Sicht es ist genau umgekehrt). Ihr sagt: Die ist komisch. Und ich sage: Ihr seid ALLE komisch!

Für mich wurden also Irritationen, Missverständnisse, plötzliche Wutausbrüche, Beschimpfungen, Affenträtzen zur Norm. In meiner Wirklichkeit wurden sie zur Regel. Bei Euch sind sie die Ausnahme.

Ich hatte auch keine Chance aus dieser Nummer rauszukommen, denn ich wusste ja nicht, was ich "falsch" gemacht hatte. Für mich wart Ihr ja "falsch".

Und Ihr wisst ja jetzt, was passiert, wenn etwas ständig um Euch rum ist, Euer Hirn nimmt es nicht mehr wahr und blendet es aus. Weil es so funktioniert.

D.h. ich nahm nicht mal wahr, dass andere Menschen anders behandelt wurden. Ich dachte das geht allen so. Damit hat es mich auch vor vielen Verletzungen geschützt. Also ich hab viel übles erst hinterher so richtig mitbekommen, also ich die Autismusdiagnose bekam. Nach 47 Jahren.

D.h. im Regelfall reagiere ich auf Irritationen , Verwirrung und Wutausbrüche gar nicht. Irrtümlich - zumindest kam eine Psychologin zu dem Schluss, dass ich gar keine Gefühle hatte!

Stellt Euch das mal vor. Du bist die ärmste Sau auf der Welt und fühlst Dich von der Welt und Deinen Eltern und Deiner Schwester missverstanden. Obwohl ich das damals mangels Erfahrung gar nicht wusste. Ich dachte, das gehört so.

Mein Gehirn gewöhnte sich auch daran. Und so fiel das ganze also erst dieser Psychologin im Krankenhaus, wo ich auf Reha war auf. Die sagte es mir leider nicht, sondern ich bekam nur einen Zettel, gesagt: das muss auf einer höheren Ebene geklärt werden, was ich aufgrund meiner anderen Wahrnehmung wortwörtlich nahm und meinerseits missverstand. Über dem 10. Stock war doch nichts! Häh?

Ich blieb also noch verwirrter zurück als ich sonst schon war. Der Heilung zuträglich war das alles nicht. Es wurde schlimmer. und das ist logisch, weil schon die Reize dort zu intensiv waren. Leider wusste ich das zu dem Zeitpunkt noch nicht, weil ich keinen Vergleich hatte wie Ihr die Welt wahrnehmt (auch daran gewöhnt sich das Hirn) und ich erst aufgrund dieses Missverständnisses dann Jahre später herausfand, dass ich Autist bin.

Das war ein langer hirnwindender Weg. Dass mir jetzt auch noch attestiert wurde, dass ich zahlrieche Störungen haben sollte, hat die Situation auch nicht verbessert. Ich nahm mich ja als normal wahr. Also ich kannte mich nicht anders. Ich war ich. Und einen anderen Vergleich hatte ich auch gar nicht. Und das reichte mir vollkommen.

Ich hatte ja schon mit den Verwirrungen des Alltags genug zu tun. Und jetzt stelle ich fest, dass Ihr ja auch lauter Anomalien seid, die halt einfach mehr Schnittmengen haben.

Unter anderem war da auch eine Anpassungsstörung dabei. Dabei ist mein Hirn so, weil es genau das Gegenteil davon ist! Es hat unter widrigsten Umständen überlebt! Ihr seht also: Auch Anpassungsstörungen sind relativ. Denn Ihr seht : ich kann mich nicht an Eure Norm anpassen (die ja gar nicht existiert, denn auch die Norm ist relativ). Eure Definition von Anpassungstörung für mich ist aus Eurer Sicht, dass ich mich nicht an Eure Norm anpassen kann. Stimmt. Das lässt mein Hirn ja gar nicht zu! Und aus meiner Sicht, ist es ja genau das Gegenteil, weil es unter widrigsten Bedingungen überlebt hat.

Im Gegenteil es zog mir den Boden unter den Füssen weg. Denn ich hatte mich ja nie so wahrgenommen wie man es mir jetzt vor Augen führte.

Ich meinte es gut und war halt tollpatischig und unsicher (kein Wunder mit Dauermuskelanspannung , da seid Ihr auch nicht besonders grazil und beweglich - wie würde es Euch denn gehen, wenn Ihr von lauter unberechenbaren Menschen umgeben wärt? Eure Aymgdala würde auch Amok laufen.

Nicht weil ich Angst habe... im Gegenteil, ich traue mich Dinge, die sich viele aus der Gegenrichtung nicht trauen. Sondern weil mein Hirn Euer Verhalten schlichtweg nicht einordnen kann! Ihr seid für mich alle unberechenbar (was Ihr jetzt lustigerweise durch meine Berechnung auch tatsächlich seit, also ist mein Hirn ja irgendwie sogar genauer als Eures und ich sehe die Anomalien)! Ich kann nix dafür! Mein Hirn ist einfach anders konfiguriert!

Ihr vergleicht Euer lautes buntes blinkendes Windows-Betriebssystem mit einem Linuxserver ohne grafische Oberfläche. Ihr vergleicht Äpfel mit Birnen! Was kann denn die Birne dafür, das sie kein Apfel ist? Das liegt in der Natur der Birne. Das ist doch nicht ihre schuld!

Tja, mangels hirnphysiologischer, neurologischer Erkenntisse und der entsprechenden Zusammenhänge wurden meine tollpatschigen , unsicheren, aber angesichts der Umstände und für mich unüberwindbaren Hürden und mein Verhalten, als Störung identifiziert. Das ist nicht schön, wenn man immer stört. Da fühlt ihr Euch auch nicht willkommen. Und wenn Ihr Euch noch nie im Leben sicher gefühlt habt, weil das Euer Nervensystem aufgrund seiner gegenrichtungskonfiguration gar nicht zulässt, weil es naturgemäss all das nicht aushalten kann, was Euch ausmacht und Euch auch nicht, dann möcht ich mal sehen, wie Ihr damit zurechtkommt. Lustig ist das nicht. Im Gegenteil. Ich habe viel geweint.

Mein Gehirn sieht die Welt also aus der Sicht wie es arbeitet! Praktisch. Effizient. Und das ist dann halt auch seine Stärke.

Ich nahm mich als falsch wahr und hatte keine Ahnung was ich falsch gemacht hatte. Das ist die Basis meiner individuellen Sichtweise. Unsicherheit. Angst. Gefahr. Das wusste ich aber nicht, denn ich kenne es ja nicht anders. Ich habe keine Ahnung wie es sich anfühlen muss, sich sicher und geborgen zu fühlen! Mein Nervensystem hat schon meine Mama nach der Geburt beim stillen als Gefahr angesehen und die Berührung als shcmerzhaft angesehen. Das ist derselbe Mechanismus, der greift, wenn Ihr auf eine heisse Herdplatte greift. Schmerz. Und gegen den wehrt Ihr Euch. Das tat ich auch und biss zu. Ohne Zähne eine reife Leistung, was eindrücklich meine Leidenssituation beschreiben dürfte.

Stellt Euch vor jede Berührung tut Euch so weh wie ein Elektrozaunstromstoss! Nix anderes ist es im übrigen. Ich stehe ständig unter Anspannung! Unter Strom! Muskelanspannung ist auch nix anderes als elektrische Spannung. Bei der Nervenleitmessung wird ja genau der gemessen!

Vielelicht ist mein Onkel deswegen Elektriker. Meine Tante steht nämlich auch unter Strom.

Wie kann sowas kommen? Naja, guckt Euch doch mal Eure Mama an. Rennt die auch ständig rum und ist dem ich-hab-keine-Zeit-Syndrom verfallen? Ja, so ist meine auch. Anscheinend steht sie unter Starkstrom. Und meinen Papa hat sie danach ausgewählt , weil sie sich bei ihm entspannen konnte. Ich hab sie gefragt. Ihre Sichtweise.

Da ich meine Mama nicht enstpannt kenne... ich weiss nicht wie es mit Eurer ist , brauchte sie also einen Gegenpol, der sie erdete. Also scheint mein Papa eine Art Transformator gewesen zu sein. Ich habe beobachtet, dass das auch bei anderen Frauen, die meiner Mama ähnlich zu sein scheinen (ich hab sie nicht gefragt.), auch so ist. Der Mann ist ruhig und gelassen. Ruht in sich. Den scheint nix aus der Ruhe zu bringen.

So sehe ich von aussen auch oft aus. Das täuscht. Da ist dann mein Akku leer und die DAtenbank-Timeouts häufen sich.

So weiter zu meiner Entstehung... also es war sehr unwahrscheinlich in einem hochspannungsgeladenen Umfeld, dass sich eine Eizelle und ein Spermium in diesem Lebensfeindlichem Umfeld zusammenfinden und dass dabei auch etwas herauskommt. Die Chancen standen schlecht.

Tja, ich bin also der Löwenzahn, der sich durch den Teer bohrt. Leider fingen die Schwierigkeiten dann erst an. Denn leider wurde meine Tapsigkeit (angespannte Muskeln) und irritierenden aber für mich logischen Verhaltensweisen als Bedrohung von Eurem Nervensystem interpretiert.

Das wusste ich NICHT! Erstens blendete mein Gehirn das aus und zweitens, bemühte ich mich ja so gut ich es konnte (und das war ungemein schwerer als es Euch fällt, weil ich viel mehr Hürden zu überwinden habe (meine Sicht) alles gut hinzukriegen. Eure Norm kannte ich nicht und ich konnte mich anstrengen wie ich wollte, ich hätte sie eh nicht erreicht.

Entsprechend wurde ich dann auch wahrgenommen. Das wusste ich auch nicht. Meine Sicht: ein kleiner lieber Kerl (ähnlich einem Baby Golden Retriever) versucht immer sein Bestes um Kontakt zu bekommen, überwindet sich und macht mutige und holprige Kontaktversuche und bekommt eine gewischt. Ich war immer der Depp! Ich konnte machen was ich wollte. Also festigte sich diese Sichtweise. Eine andere hatte ich ja nicht.

Mein Handeln dagegen behielt ich bei und gab nicht auf. Hartnäckig und todesmutig nahm ich immer wieder Kontakt zu Euch Säbelzahntigern auf und versuchte Euch zu streicheln. Es erging mir wie mit den Katzen damals. Ihr habt Euch gewehrt und mich verletzt. Es war sehr schmerzhaft. Weil ich in Eure Sichtweise nicht hineingepasst habt.

Das heisst, bei mir passte überhaupt nichts zusammen! Ich war ein Widerspruch in sich. Allerdings der aus meiner Sicht und der meines Gehirns einfach logische. Also ist auch Logik relativ!

Ich hatte keine Ahnung wieso. Und ich hatte auch keine Chance das herauszubekommen. 47 Jahre lang.

Und dann zerschmettert von heut auf morgen ein weiteres Missverständnis , das dem ich-habe-keine-Zeit-Syndrom der Bürokratie und heutigen Zeit geschuldet ist, auch noch den kläglichen Rest meiner kleinen unsicheren Welt!

Ich war verzweifelt und verstand buchstäblich die Welt nicht mehr und meine Amygdala verlor jeden Halt. Ich fiel ins bodenlose. Auch meine Mama konnte mir nicht helfen. Sie verstand mich ja auch nicht. Ich fühlte mich ja schon auf der Reha als läge ich komplett am Boden, weil das alles nicht mit mir kompatibel war. Und jetzt fühlte es sich für mich so an, als tritt noch jemand nach!

Ich verstand nicht warum. Was hatte ich getan? Es hat mir auch keiner erklärt. Versteht Ihr wie tief man da fällt? Bodenlos. Und fragen konnte ich nicht. Weil ich kein Wort mehr herausbrachte. Von einem zusammenhängenden Satz ganz zu schweigen. Es fehlte mir schlichtweg die Kraft , die Energie mich zu wehren. Ich hatte ja schon mit den Schmerzen vorher genug zu tun! Deswegen bin ich ja auf Reha! Damit es besser wurde. Doch da nun die Stresshormone endgültig durch die Decke gingen, ging auch der Schmerz durch die Decke! Statt mir zu helfen, wurde das genaue Gegenteil erreicht. Und das obwohl ich mir alle Mühe gab! Alles mitmachte! Eher zuviel als zu wenig (mein Nervensystem tut sich schwer mit einer Sache aufzuhören...).

Ich hatte auch keine Ahnung wie ich reagieren hätte sollen oder können. Das weiss ich bis heute nicht. Weil mein Hirn das nicht kann! Ich erlebte ein Donnerwetter aus heiterem Himmel.

Doch selbst der Boden dort ist irgendwann nassgeheult und die Tränen trocknen und die Verzweiflung bin ich ja irgendwie auch gewöhnt. Also bin ich halt wie immer wieder aufgestanden. Denn darin hatte ich ja Übung. Da war ich Meister. Und genau deshalb hab ich das wieder hinbekommen. Und bin sogar danach gefestigter aus der Nummer rausgekommen. Es hat sich alles geändert!

Und nur durch den freien Fall und mein allererstes Feedback (das ich gerne sanfter gehabt hätte, wenn man mich gefragt hätte), bin ich jetzt da und kann Euch diese Zusammenhänge überhaupt erst erklären.

Also... es gibt kein gut oder schlecht. Es liegt immer im Auge des Betrachters. Alles ist relativ. Kommt halt drauf an aus welcher Richtung man kommt.

Jetzt ist mir aufgefallen, dass ich Gewitter anziehe und auch energiegeladene Menschen. Also Hochspannungsmenschen. Die kotzen sich bei mir aus. Das hab ich auch nie verstanden. Nun vermute ich, dass ich als Überlebenstechnik (das könnt Ihr wohl wortw&oulm;rtlich nehmen) zum Transformator geworden bin. Also ich kann anscheinend Hochspannung (von eneriegeladenen Menschen, wie meiner Mama, in der ich mich vor mich hin entwickelte unter spannungsgeladenen Bedinungengen) umwandeln und abgeben. Erinnert Ihr Euch noch an den Vergleich mit dem Trafohauml;uschen? Da hab ich wohl mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen. Der Nagel sagt aua.

Dann war mein Papa auch so ein Trafo. Strom kommt ja aus der Natur und nicht ursprünglich aus der Steckdose. Energie ist überall. Auch Eure Nervenimpulse kommen mit Strom daher... also wir sind Energiewesen.

Heisst das diese etwas esoterische Sicht, ist aus der elektrischen Sicht erklärbar? Ich denke schon. Und für mich fühlt es sich auch so an.

Ich fühle mich immer so als habe ich die Hand an einem elektrisch geladenen Weidezaun. In mir knistert es. Und ich kann meinen Bauch und meine Arme beim Minizittern zugucken....

Wasser tut mir gut. Das lindert das ganze Phänomen. Wasser leitet. Trinken hilft auch. Das macht der Neurologe auch bei der Nervenwasseruntersuchung. Also Ihr dürft dann hitnerher 1 Flasche Wasser auf Ex trinken. Ob das auch damit zusammenhängt? Ich bin gespannt ;-)

Zurück zum Kontakt bei der echten Kommunikation. Kontakt hat ja auch was mit Strom zu tun. Ist das ein Zufall? Nur dadurch, dass das alles passiert ist, bin ich überhaupt auf diese Theorie gekommen. D.h. all das, was ich jetzt tue, ist das Ergebnis von vielen Zufällen also von Wechsel - und Nebenwirkungen. Ihr seht also wie das Leben so spielen kann. Die Natur hat Humor. Und sie ist praktisch. Das finde ich sehr sympathisch.

Der Takt des Lebens ist Anspannung und Entspannung. Das ist auch der Herzschlag.Und da habt Ihr sie wieder die Spannung. Denn Nerven und Muskeln arbeiten damit...

In diesem Takt wird also im Wechsel Energie zugeführt und wieder abgeführt. Das ist dann wohl der Herzschlag. dieses Pulsieren ist also Strom. Das ist aber nicht nur in uns sondern auch um uns herum. Jede Aktion und Reaktion basiert darauf bzw. ist daraus gemacht.

Würde dieser Takt Anspannung Entspannung (ich muss an eine Zieharmonika denken) 1: 1 aufrechterhalten, dann dürfte die Spannung in einem Organismus doch nie ansteigen. Dann müsste sich doch theoretisch die Homeostase und damit die Salutogenese erhalten lassen. Dass alles im Gleichgewicht ist und auch bleibt. Wäre dann ewiges Leben möglich? Oder ist das anderweitig begrenzt?

Ich hab mal irgendwo gelesen, dass die Anzahl der Herzschläge irgendwie mit der Groesse gekoppelt beschränkt ist. Aber das ist natürlich auch nur eine Sichtweise. Und ich glaube eh nur das, was ich ausprobiert habe.

Was wenn wir nur altern würden, wenn sich die Anspannung lebenslang aufbaut und dann zur Erstarrung führt? Und ist es möglich diesen Prozess auch umzukehren? Theoretisch dürfte das ja gehen. D.h. dass wir, wenn wir Spannung abbauen wieder jünger und gesünder werden...

Kann ich meine Körperspannung auch irgendwie elektrisch messen? Obwohl Messen ist ja wieder relativ. Und daher per se wenig aussagekräftig. Also je mehr ich weiss, desto mehr Fragen hab ich :)

Übrigens gab es aufgrund der Präferenz für Ausreiser meines Gehirns mit dem Gehirn meiner Mama noch weiter Probleme. Denn die Menschen, die ich mag (die einzigen zu denen ich zugang finde ) , die selektiert meine Mama aus. Die triggern nämlich ihre Amygdala. Das macht die Sache auch nicht grad leichter... aber das bin ich ja inzwischen gewöhnt. D.h. wenn ich mal Freunde fand, die halt auch irgendwie durchs Raster fielen, fielen die auch bei meiner Mama durch. Und ich befürchte meinem Papa ist es mit sienen Freunden sehr ähnlich gegangen. Die mochte sie nämlich auch nicht.

In der Folge des fortschreitenden Missverständnis zwischen ihnen beiden, lebten sie sich immer weiter auseinander. Wegen einem Missverständnis! Es wird Zeit, dass wir solche Tragödien zukünftig verhindern.

Auch deswegen bin ich für barrierfreies Denken. Denn ich spare ungeheuer Energie wenn ich nicht erst was exkludiere, was ich dann erst wieder mühsam und aufwändig inkludieren muss. Lasst es doch einfach wie es ist! Lasst die Natur doch einfach machen. Das ist Vertrauen. Loslassen. Alles dasselbe.

Übrigens ist auch Festhalten , loslassen oder Kontrolle, Vertrauen nichts anderes als der Takt des Lebens Anspannung und ENtspannung. DAs ist alles dasselbe nur aus einer anderen Sichtweise (Richtung).

Die Besonderheit meines Hirns lässt mich diese Ausreisser sehen und diese Verbindungen herstellen. Das könnt Ihr nicht! :)
Weil Eures ja die Ausreisser - also das wirklich interessante an der Forschung - eliminiert. Pech für Euch. Ausgleichende Gerechtigkeit für mich. Ihr seht also, dass mein Gehirn durchaus seine Vorteile hat. Denn es hat mir dabei geholfen die Ursache meines Kommunikationsproblems zu finden, und ich bin dabei ganz nebenbei darüber gestolpert wie es so funktioniert, wie ich es gerne machen würde. Wie echtes authentisches Verstehen funktioniert.

Und dabei hab ich erstaunlicherweise festgestellt, wie unwahrscheinlich es ist, dass Ihr Euch versteht! Ihr seid also auch nicht besser dran wie ich. Ihr glaubt es nur. Und redet ein Leben lang aneinander vorbei.

Ich konnte spüren, dass es nicht so war! Also ist meine Art die Welt zu sehen, bei Systemproblemen , Wechselbeziehungen im Vorteil. Und da die ganze Natur so funktioniert... naja, ich freu mich jetzt wie toll das ist! :)

Also auch diese Erkenntnis beweist wiederum, dass alles relativ ist! Es kommt halt auf die Blickrichtung an.

Hmm... diese energiesprühende Frau - Trafo-Mann Paarung ist das nicht dasselbe wie Ying und Yang?

Sonntag: Feedbacken wird ja derzeit als neue Sau durch's Dorf getrieben. Im Zuge der agilen Transformation. Ist Feedbacken wirklich so neu? Nein. Denn es ist nichts anderes als das duale System des Lernens für das Deutschland berühmt ist. Das ist ein System des Pragmatismus. Praktisches lernen.

Denn auch beim Feedbacken tauschen sich zwei Seiten (Personen) aus. Und zwar immerzu im Wechsel. Im Takt. Anspannung, Entspannung, Einatmen, Ausatmen... merkt Ihr was? Das ist der Takt des Lebens. Es ist ein Dialog zwischen zwei Einheiten. Iterativ, rekursiv , rezidiv ... alles dasselbe... nur unterschiedliche Sictweisen. Ein Wechselspiel. Und das ist wiederum Gamification. Experimentieren, Forschen, Entdecken alles dasselbe!

Kommt Euch das bekannt vor? Das ist doch dasselbe, was Euer Hirn macht um Euch am Leben zu halten. Es macht die Welt einfach. Simplifizierung ist ein weiterer Begriff. Effizienz ist auch dasselbe.

Was ist an der agilen Transformation so neu? Gar nichts. Sie ist ein "alter Hut". Das ist die Formel des Lebens: Veränderung, Anpassung, Modifikation, Crisper ist auch ein Teilaspekt davon...

Das ist das was in der Natur ständig geschieht! In Euch und um Euch herum! Ihr verändert Euch in diesem Moment. Und das ganz von allein. Ihr braucht nix zu tun. Naja, gut atmen wär gut. Wobei auch umgekehrt ein SChuh draus wird, nur solange Ihr Euch verändert atmet Ihr und bleibt lebendig.

Was ist das Gegenteil einer Rekursion, Abwärtsspirale, Kettenreaktion? Ganzheit, Ganzwerdung, Heilung, Salutogense , Einheit, Vereinheitlichung ... wieder alles dasselbe.

Wenn Ihr den Blick auf die Anomalien richtet (wie mein Hirn es macht), dann könnt IHr die Dinge klarer und vereinfachter sehen. Weil das übrig bleibt, was anders ist. Und dort die Gemeinsamkeiten zwischen den Unterschieden entdecken. Und damit entdeckt Ihr die universellen Gesetze der Natur. Und das sind die, denen die Natur folgt. Also die natürliche Ordnung.

Und da die Natur ein Prinzip das funktioniert also dieselben Regeln im kleinsten Teil (und ich nehme an, das ist auch unendlich nämlich 2 hoch n-fach, das hab ich so im Gefühl) bis ins grosse Ganze (wobei das wohl dann auch unendlich ist....) gelten, sind sie universell.

Es gibt keinen Anfang und kein Ende? Alpha und Omega? Unendlichzeichen? Kreis... (wieder alles dasselbe in anderer Sichtweise), Lebenszyklus... alles folgt diesem Takt des Lebens der Veränderung.

Alles ist im Wandel und dann wächst es auch nach denselben Regeln also nach oben und unten (wenn Ihr es so seht) aber sicher auch in alle anderen erdenklichen Richtungen...

Es dehnt sich aus und zieht sich zusammen , merkt Ihr was? Auch wieder der Takt des Lebens...

Leben ist Veränderung in 2 hoch n-facher Wechselbeziehung! In uns und um uns herum... Und alles schlägt im selben Takt. Synchronisation.

Alles versucht ins Gleichgewicht zu kommen, damit das Ganze (das sich ja auch wieder verändert) ins Gleichgewicht kommt. Alles befindet sich also wechselwirksam in gegenseitiger Anpassung um das Gleichgewicht des Ganzen sicherzustellen.

D.h. im Endeffekt, kommt ein Teil (auch der kleinste) aus dem Takt, dann gerät das ganze System in Schieflage. Das seht Ihr in der Natur, bei den Krisen und Problemen unserer Zeit.... wie im kleinen so im Grossen. Wie im grossen so im kleinen. Weil alles in gegenseitiger Wechselbeziehung steht und nichts für sich isoliert betrachtet werden kann..

Kleine Ursache, grosse Wirkung. D.h. wenn wir die Erde retten wollen, müssen wir bei uns anfangen und jeden einzelnen von uns ins Gleichgewicht bringen. In ausgeglichene Anspannung und Entspannung, Arbeit und Pause, Ladung und Entladung, Aktion und Reaktion (alles dasselbe) ...

Wenn Ihr mir nicht glaubt, dasselbe passiert doch derzeit in den Firmen. Die agile Transformation will das ins Lot bekommen, was der Mensch aus demselbigen (in Gegenseitiger Wechselwirkung mit der Natur) gebracht hat. Eine kleine Handlung von uns hat 2 hoch n-fache Konsequenzen!

Ergo: das ich-habe-keine-Zeit-Syndrom hat enorme Auswirkungen. Unser gesamtes Handeln oder Nichthandeln hat enorme Auswirkungen. Die wir nicht abschätzen und bedenken können! Das lässt sich nicht planen, weil es nicht planbar und alles immerzu in Bewegung ist. Wächst, schrumpft, ... alles auf einmal ... in alle Richtungen

Sicht, Glaube, Religion, Perspektive, Ausblick, Einblick, Augenblick, Weitblick, Rückblick, Richtung, Sichtweise, Aussicht.... alles dasselbe nur aus einer anderen Perspektive. Alles relativ.

Angst, Stress, Druck, Energie, Aktion , Reaktion ... alles dasselbe... nur aus einer anderen Perspektive...

Wir könnten unendlich 2 hoch n - fach so weitermachen und uns in Detailwissen verlieren (das werfen wir ADHSlern übrigens vor, was meine These, dass unsere Gesellschaft ADHS hat , bestätigt)... es kommt ja ständig neues dazu in alle Richtungen... D.h. wir können uns entweder in unendlich vielen Details rekursiv, abwärtsgerichtet verzetteln (auch nach oben, zur Seite.... dehnt sich alles 2 hoch n-fach aus und schrumpft gleichzeitig im selben Faktor.... unendlich...).

Das finde ich etwas sinnlos ... denn wir planen unendlich... es hört nie auf. Es kostet Zeit, weil wir es genau wissen wollen! Ganz genau. Doch in der Zeit, die wir für das planen und forschen brauchen, kommen ja schon wieder unendlich neue Variationen hinzu! Wir werden NIEMALS fertig! Wissen ist unendlich! Es wächst immerzu! In alle erdenklichen Richtungen...

Kommt Euch das bekannt vor? Das ist genau das , was unsere Gesellschaft im Kleinen spiegelt. Stuttgart 21, die Maut, der BER, die Bahn, der Fachkräftemangel, die Bürokratie, der Pflegekräftemangel, die Schieflage im gesundheitssystem, in den Altenheimen, in der Schule, Bildung, Ressourcen ....

Ich schlage vor, dass wir uns stattdessen auf die universellen Regeln besinnen. Also simplifizieren, wie es unser Hirn macht. Also unser Augenmerk auf die Anomalien richten. Ich habe Euch ja einige aufgezeigt und daraus die Regeln abgeleitet.

Und kommt Euch das nicht auch aus dem Bereich bekannt vor, von dem ich ursprünglich losgelaufen bin? Meinem perönlichen Kommunikationsproblem? Das dann gar nicht so perönlich mehr war? Weil es sich universell fortsetzt?

Auch nur eine Variante dieser universellen Regel. Ihr findet sie überall.

Wie lösen wir also unser Problem? Auf natürliche Weise, so wie wir es im Fall der Kommunikation des Verstehens und Missverstehens beobachtet und erforscht haben. Wir hören mit der Planerei auf. Wir versuchen nämlich etwas zu managen, das sich von alleine reguliert. Die agile Transformation versucht genau dasselbe! Das führt sie schon ad absurdum. Und genau dadurch verschärfen wir das Problem!

Wir müssen aufhören zu kämpfen, denn das erzeugt die Reibungsverluste, die die natürliche Regulierung sabotiert. Wir lassen los. Wir vertrauen auf die Natur. Wie beim Herzstillstand (eine weitere Sichtweise der Natur) können wir nichts falsch machen! Wir müssen nur Vertrauen. Wir nehmen uns Zeit und tun unser bestes oder nichts und wenn wir zweifeln, dann denken wir daran, dass wir nichts falsch machen können. Solange wir atmen, machen wir alles richtig. Es gibt kein richtig oder falsch , weil es 2 hoch unendliche viele Sichtweisen gibt, die sich immerzu in alle Richtungen ausdehnen.

Denn das was wir glauben bestimmt, wie es uns geht. Die Selbserfüllende Prophezeiung, Murphys Law, die schwarze Katze... alles andere Sichtweisen.

Glauben wir, dass alles gut wird (das habt Ihr ja auch überall mit Corona hingemalt und als Bilder aufgehängt), dann wird es auch gut.
Wir haben nichts zu verlieren.
Solange Ihr atmet , macht Ihr alles richtig.

Dasselbe gilt übrigens auch für Krankheiten. Diese Sicht möchte ich noch separat nennen. Weil ich ja auch persönlich davon betroffen bin.

Das bedeutet übrigens auch, dass Euer Hirn auch wie meines werden kann und umgekehrt... lasst halt mal die Natur machen. Schau mer mal. Auch eine Sichtweise... denn wie unser Hirn aussieht, so sehen wir die Welt. Also was wir glauben. D.h. es beginnt und endet alles mit dem Glauben. Mit dem was Ihr denkt.

Denn ein Gedanke ist die erste Aktion in der Kettenreaktion, die ein Mensch auslösen kann... Logisch. Oder?

Deswegen bestimmt die Sichtweise wie Ihr die Welt seht, die Welt. Weil alles mit allem zusammenhängt. In 2 hoch n-fachen Wechselbeziehungen... Deshalb staubt's bei uns, wenn in China ein Sack Reis umfällt.

Deshalb macht es keinen Sinn nach dem Schuldigen für Corona oder andere Dinge zu suchen, Krankheiten, Unfälle... sie sind alle eine Variation des Möglichen, Neurodiversität, Eures Netzwerks, sozialer Kontakte, Schnittstellen ....

Ist die Natur nicht wunderbar? Sie sorgt gut für uns, wenn wir nur daran glauben! D.h. dass ich auch wieder gesund werde! Und meine Schwester und meine Mama auch, wenn wir nur daran glauben. Und wenn wir uns damit schwer tun, dann sollten wir uns einfach sagen, dass wir nichts falsch machen können. Dann wird alles gut.

Einen False Belief (auch wieder der Glaube ;-) möchte ich dazu noch herausgreifen. Das ist einer dieser Hebel an denen wir ansetzen können. Die Armut. In armen Ländern haben die Leute möglichst viele Kinder, weil das die Lebensversicherung ihrer Eltern ist.

Soweit so gut. Aus dieser Sicht durchaus nachvollziehbar. Also aus der Sicht der Eltern. Doch was ist nun mit den 2 hoch n-fachen Wechselwirkungen? Hat eine Familie 10 Kinder, dann ergibt sich 10 mal 2 hoch-n.

Jetzt haben wir die Wahl an diesem Hebel anzusetzen. Oder wir glauben einfach, dass alles gut wird. Oder wenn wir auch daran zweifeln, dass wir ja im Hier und Jetzt sind und am leben und damit alles richtig machen. Und dass wir nichts falsch machen können.

Dass heisst also Ihr habt es , jeder für sich , selst in der Hand.
Q.E.D.

Dass ich sowas mal schreiben würde, hätte ich auch nie gedacht. Also nix erwarten, mit allem rechnen funktioniert also auch. Deshalb habe ich vor, einfach so wie bisher weiterzumachen und zu versuchen, an einigen Hebeln Dinge zu verändern, wo es Sinn macht. Bzw. mal zu gucken, was da so beim konkreten Problem Sinn macht. In Ruhe.

Also ich fahre derzeit sehr gut damit, das zu tun, worauf ich Lust habe. Ich habe Spass am lernen und forschen. Und beides hab ich jetzt getan. Allerdings hätte ich nie erwartet, wo es mich hinführt. Und ich glaube, das hat auch kein Mensch gedacht, den ich kenne.

Mir fällt grad was auf... alle Bücher, die ich gelesen habe, das ist ja auch alles wissen. Deswegen wiederholt sich dort auch immer alles. Ich hatte es doch schon gewusst. Wie bei einem Krimi. Da weiss ich wegen der Irritation auch schon vorher wer der Mörder ist.

Also ich für meinen Teil mache weiter mit Smile-Bombing, Comics, Dopamin-Postkarten, Gute-Besserungskarten, Danke-Mails, Lächeln, Feedbacken und Lernen, weil mir das einfach einen Heidenspass macht! Und lesen werde ich auch. Weil ich neugierig bin auf die Sichtweisen der Menschen. Und da kann ich mir ja jetzt Zeit nehmen... Also ich verbreite gute Laune und damit steigere ich hoffentlich die Geschwindigkeit der Heilung mit jeder Aktion (auch mit Denken, Ihr könnt also auch nur jemandem gute Gedanken schicken...Dopaminpost für Faule ;) Denn mehr hab ich nicht in der Hand. Mehr kann ich nicht tun.

Und Ihr wisst ja, da wollt ich sowieso von Anfang an hin!

Also werde ich einfach über meine Aktionen hier berichten. Wir sitzen also alle im gleichen Boot. Bedenkt das bitte. Also wer zweifelt sollte dann lieber nix tun als kopflos loszurennen.

Nehmt Euch Zeit für die Dinge und Menschen, die Euch wirklich wichtig sind! Also für Euch und Eure Lieben, entdeckt neue Menschen, knüpft neue Kontakte, lernt ... wir können nicht nicht lernen...

Also damit hätte ich jetzt nicht gerechnet... aber Ihr kennt mich ja. Ich bin immer für eine Überraschung gut und das Leben ist es auch. Das ist doch cool!

 
Lebensentscheidungen - Die Glaa aus ERH 2020
05.11. bis 6.11. Hobberla... mich hat's derbröselt..

Donnerstag: Mir ist was komisches passiert. Also das ist ja jetzt nix ungewöhnliches für mich. Für Euch auch nicht. Allerdings seid Ihr Euch dessen vielleicht nicht gar so bewusst.

Ich hatte am 15.10. einen Systemabsturz. Meine Datenbank im Hirn hatte wohl einen Timeout der zu lange gedauert hat.

Ist mir bei meiner Ergo passiert. Und es tut mir sehr leid, dass ich ihr so einen Schrecken eingejagt habe und anderen Menschen auch.

Es war so als müsste sich mein Hirn zwischen Denken und Instinkt entscheiden , damit ich überleben kann. Und das konnte es nicht. Mein Hirn wollte dieses Problem, diese Entscheidung mit dem präfronteralen Kortex (also mit Denken ) fällen. Nur dazu war es nimmer in der Lage. Das war ihm zuviel. Das ging nimmer. Weil es keinen Zugang mehr zu den Daten in meiner Datenbank hatte.

Ich frage mich, ob es unserer Datenbank auf Arbeit auch so geht. Ich glaube schon. Deshalb fliegt uns in immer kürzeren Abständen alles um die Ohren. Weil wir sie nicht so benutzen wie sie gehö,rt. Und bei unserem Hirn machen wir es genauso.

Es war als zerbröselte in meinem Hirn die Verknüpfung zwischen logischem Denken und Instinkt. Die Brücke, die ich geschlagen hatte und die mir geholfen hat. Sie funktionierte nicht mehr. Weil der Zugriff nicht mehr möglich war.

Vor einem wissenschaftlichem Hintergrund ist das äussert faszinierend.

Im aktuellen Moment war das nur beängstigend. Ich verlor die Kontrolle.... Ich hatte Panik ohne Ende.. es fühlte sich an , als fiele ich ins bodenlose. Denn meine Sicherheit brach weg... sie stürzte ein. Denn das Denken fiel weg!!! Es ging nicht mehr!

Was geschah dann? Mein Instinkt übernahm. Eine innere Stimme leitete mich. Und sagte mir , was ich tun sollte. Und genau das tat ich. Es ging dabei darum, daran zu glauben, dass alles gut werden würde und die Panik und Verzweiflung abzuwehren. Das war sehr schwer und ein Balanceakt.

Doch mein Instinkt blieb trittfest und leitete mich einen Schritt nach dem anderen. Er nahm die Dinge mit Humor. Dem schrägen Humor, der mir inne ist. Also teil meiner Persönlichkeit.

Ich reagierte nur noch. Agieren konnte ich nicht mehr. DAs tat meine Ergo für mich. Ich half Ihr, dadurch, dass ich Ihr aufschrieb (reden ging nicht mehr), was ich brauchte...

Ich warf alles in die Waagschale, was ich in den letzten 6 Jahren bewusst gelernt hatte. Irgendwie spannend. Auch wenn der Moment sehr gruselig war und dieses Angstgefühl alles andere als toll war... Jeder Halt brach weg und dann sprang ein Notfallnetzwerk an. Mein Instinkt , meine Ergo, der Rettungsdienst und der Notarzt und die Notaufnahme.

Leider fand mein Nervensystem und mein Instinkt die Bemühungen des Rettungsdienstes und der Ärzte in dem Moment nicht so toll. Denn meine Sinne waren so übersensibel wie noch nie! Wie die eines Babies.

Und da mag man halt kein Blutdruckmessgerät am Arm oder sonstige "Eingriffe"... Was glaubt Ihr , warum kleine Babies plärren, wenn sie im Kreissaal auf die Welt kommen? Das Licht ist zu hell, es ist kalt, sie frieren, das Bekannte (die Fruchtblase) ist weg und sie werden in die laute , grelle Welt gezerrt. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Genauso ging es mir auch. Also wehrte ich mich. Bzw. mein Instinkt. Weil ich reizüberlastet war.

Im Rettungswagen wollt ich heim, denn der Sturm war vorbei. Mein Instinkt hatte mich durch ihn hindurch geleitet. Das konnte der Notarzt aber nicht zulassen. Auch weil ich dazu noch gar nicht in der Lage war... nur war der helle , weisse , reizintensive Rettungswagen halt auch nicht mit mir kompatibel... Leider konnte ich das keinem mitteilen. Also schreib ich das halt mal hier auf.

Ich echalolierte vor mich hin und sang immer wieder dasselbe. Wie ein kleines Kind versuchte ich mich durch die Weiderholung (Refrain , Ohrwürmer und die Musikindustrie funktionieren nach demselben Prinzip) zu beruhigen. Der Notarzt sang mit. Aus meiner Sicht war das nicht so toll (erstmal) , weil ich mich nicht verstanden fühlte. Verstanden fühlen... ist das jetzt der Instinkt oder kam da schon das Denken zurück?

Wenn ich den Gurt löste, machte er ihn wieder zu. Also er war sehr gelassen. Im Gegensatz zu mir. Und mein Instinkt fand sein Verhalten gar nicht toll. Die erste instinktive Sichtweise. Inzwischen weiss und verstehe ich, dass er genau das getan hat, was er tun konnte. Aus seiner Sichtweise. Beide Sichtweisen waren zu dem Zeitpunkt leider nicht miteinander kompatibel. Jeder hat also sein Bestes getan. Mein Instinkt versuchte mich am Leben zu halten und der Notarzt auf seine Weise auch.

Es wäre einfacher gewesen wenn wir unsere Sichtweisen hätten austauschen können. Ich hab es mit dem Stift versucht. Doch er hat mir nicht geglaubt. Naja, vielleicht war das auch seine Art mich zu beruhigen. Dafür müsst ich ja seine Sicht verstehen.

Also in so einem Moment, ist es natürlich, dass wir mit Abwehr reagieren! Bei einem Delir oder wenn man aus dem Koma geweckt wird, passiert übrigens dasselbe. Weil alle Sinne hypersensibel sind. Wie bei einem Neugeborenen. Und dann landet man an einem Ort, der der reizintensivste der ganzen Welt ist! Das fängt schon bei der weissen Farbe an. Die hat hygienische Gründe. Man sieht da den Dreck besser. Das das die reizintensivste FArbe der Welt ist, wird dabei leider nicht berücksichtigt. Also gesund ist das nicht. Fragt mal Euren Instinkt.

Ich weiss von anderen Intensivpatienten, das es ihnen ähnlich erging. Ihr Abwehrverhalten (das instinktiv logisch und richtig ist, weil es das Überleben sichert) wurde als Absicht interpretiert.

Ging mir nicht anders. Im Krankenhaus wollte ich nur weg. DAs war noch reizintensiver als der Rettungsewagen. Anscheinend stellte man mit mir da auch eine Menge an, um rauszufinden, was mit mir loswar. Dort verstummte ich und konnte gar nimmer reagieren. Anfangs. Bis sie mich dann in Ruhe liessen. Da erholte ich mich.

Dazwischen griff der Totstellreflex und ich versuchte auch diverse male abzuhauen. WEit kam ich nicht. Erstens hielt mich eine Krankenschwester auf (die sehr entspannt war, mein Instinkt allerdings als Bedrohung interpretierte aus ihm verständlichen Gründen) und zweitens war die Reizflut immer noch zuviel. D.h. ich fiel einfach um. Mehrfach knallte ich auf den Boden. Das is fei a ned grod as gsündeste.

Eine Tavor haben sie mir auch gegeben. Das ist wohl so ein Beruhigungsmittel, das das Nervensystem wieder zur Ruhe kommen lässt. Irgendwann sass ich dann auf der Liege und konnte alles wie von oben betrachten und beobachten. Mit Agieren war es immer noch nicht weit her.

Dann brachten mich zwei nette Polizisten ins Bezirksklinikum. In die geschlossene. An die erste Woche erinnere ich mich nicht. Ich hab einen Oktober - Filmriss. DAs haben Komapatienten auch. Unser Gehirn schützt sich halt. Und aufgrund des Datenbanktimeouts ist das abspeichern ja auch erschwert. Und das Abrufen von Daten auch. Beides war auch bei mir der Fall.

Das Polizeiauto war sehr schön reizarm. Das Bezirksklinikum war es nicht. Aber wo hätte ich schon hingesollt? Meine Mama war ja auch mit mir überfordert. Heim wollte ich, aber in dem Moment ging das wohl auch nicht.

Ich schlief wohl viel und war nach Aussagen der Pfleger auch brav und stand tagelang an der Tür und wollte heim. Also mein Instinkt meinte es gut mit mir. Die Pfleger und Ärzte auch. Dass beides nicht unbedingt miteinander kompatibel war, ist halt das Problem.

Im Grunde hatte ich Glück und das Missverständnis, das wohl auch durch meinen Autismus, mein CRPS und einen Herzfehler un d einer damit verbundenen Panikattacke ausgelöst wurde , konnte ich dann nach 16 Tagen aufklären und heim.

Leider sind in der Psychiatrie viele Menschen, die laut sind und die mit meinem Nervensystem nicht kompatibel waren. Ich habe es mit meinen Techniken, die ich mir in den letzten 6 Jahren angeeignet hatte, überlebt. Ich habe auch viel gelernt..

Nämlich, dass zwischen einer Familie , Firma, Krankenhaus oder Psychiatrie überhaupt kein Unterschied ist. Überall treffen unterschiedliche Nervensysteme aufeinander. Und irgendwie hab ich in unserer Familie durch die Konstellationen der "Insassen" die Vermittlerrolle gelernt. D.h. ich weiss was Pflegekräfte und Ärtze tun.

WEil ich genau dasselbe auch schon mein ganzes Leben tue. Ich versuche einen unmöglichen Spagat hinzubekommen. Dort lernte ich, dass es einfach so ist, dass ich nur mein Bestes tun kann. Alles andere liegt nicht in meiner Hand.

Es sind die Sichtweisen, die nicht zusammenpassen. Die können nur im Dialog geklärt werden, was mir dann auch gelungen ist, als ich wieder halbwegs Denken konnte. Das dauerte. Ich schlief viel und ich tu das derzeit auch noch. Mein Hirn braucht Zeit.

Ich hab mir Krankenhaus den Zugang rausgerissen. Da seht Ihr mal... ich bin ein sehr friedlicher Mensch, aber wenn es um unser Überleben geht, dann hat unser Instinkt das Sagen und das ist auch gut so! Es wär halt gut, wenn das das Umfeld versteht. Und deswegen schreib ich das hier.

Mir war erst schlecht im Kopf und dann im Bauch... ich weiss nicht , ob bei einem Schlaganfall und Herzinfarkt dasselbe abgeht... aber ich glaube schon. Ich glaube, dass mein Instinkt mich vor beidem bewahrt hat. Beweisen kann ich es nicht. Für mich ist das auch nicht notwendig. Das ist meine Sichtweise und dazu stehe ich. Denn ich habe es am eigenen Leib erfahren. Ich habe das genauso gelernt.

Die Menschen in der Psychiatrie unterscheiden sich von meinen Kollegen und meinen Familenmitgliedern nicht gross. Gut, meine Familie ist stiller und damit besser zu mir kompatibel. Deswegen bin ich jetzt auch daheim und erhol mich. Es wird noch dauern. Alles ist mir zuviel. Sogar Kontakte. Obwohl es mich andererseits auch wieder danach sehnt. Beides ist verständlich und logisch. Allerdings auch verwirrend und wenn ich darüber nachdenke, dann wird meinem Hrin davon auch noch schlecht. Also versuch ich einfach zu akzeptieren, dass es halt so ist.

Ich trau mich schon wieder mehr. Erst war ich wackelig auf den Beinen wie ein kleines Kind. Inzwischen komm ich langsam wieder in Übung. Ich muss erst wieder lernen, meinem Körper und meinem Hirn zu vertrauen. Blöd dass einem das abhanden kommt.

Angst ist also für was gut. Es bewahrt uns vor schlimmerem!

Am Dienstag war ich noch sauer auf die Rettungskräfte und die Ärzte in der Notarufnahme. Inzwischen versteh ich, dass sie aus ihrer Sicht ihr bestes getan haben. Sie meinten es gut mit mir. Sie waren besorgt. Nur war mein Instinkt nicht in der Lage das zu verstehen. Dazu ist er ja auch nicht da. Dazu benötigen wir das Denken und das funktioniert in so einer Situation nicht.

Wenn wir erst denken müssten , was wir tun sollten , um zu überleben oder zu atmen, dann würde das gar nicht funktionieren. Wir wären ausgestorben.

Was immer es war, es war ein Systemabsturz , der sich gewaschen hatte. Die Erfahrung war nicht so schön, denn es war auch sehr gruselig. Allerdings kann ich die Dinge inzwischen "mit anderen Augen und in einem anderen Licht" sehen. Und das dürft Ihr ruhig wortwörtlich nehmen. Denn meine Wahrnehmung verändert sich gerade.

Früher konnte ich nur schlafen, wenn es absolut stockdunkel ist. Jetzt brauch ich die Jalousien oben, weil ich sonst Panik bekomme. Erinnert Euch das an kleine Kinder? Auch sie brauchen ein Nachtlicht. Und in meinem Kinderzimmer, das ich mit meiner Schwester teilte, war ein Fenster zum Gang und da brannte oft das Licht... d.h. als Kind war ich genauso übersensibel.

Ich habe auch Albträume wie damals... das liegt an der Hypersensibilität, auch der Amygdala.

Momentan ist mir noch oft schlecht und schwindelig. Und vor Nachts hatte ich und habe ich noch oft Angst und Panik. Wie als kleines Kind. Da ich das schon kenne und als natürlichen Regenerationsvorgang , Heilung und Stabilisierung des Nervensystems einordnen kann, kann ich gut damit umgehen.

Wenn es auch ab und zu schwer ist. Auch dass ich nicht in Traurigkeit kippe. Wenn ich das merke, kann ich meditieren, mich fokussieren, das Rosie Projekt lesen (lesen ging anfangs gar nicht! Inzwischen geht das wieder! Und ich kann einige Ressourcen an Beruhugingstrategien wieder anwenden, die ich dringend benötige) und auch PC und Fernsehen und Radio und Musik überreizt mich noch!

Wenn ich mich wie jetzt hyperfokussiere, dann funktioniert dies aber. Doch ich merke, dass mir die Luft schnell ausgeht. Das ist mir jetzt wichtig, deshalb schreib ich es.

In der zweiten Woche in der Psychiatrie (geschlossene Abteilung, zu meiner Sicherheit, leider ist man dort mit sehr lauten Nervensystemen zusammengesperrt und es gibt keinen Rückzugsort (den ich dringend gebraucht hätte und im Klo und der "Telefonzelle" gefunden habe, allerdings kann man dort nicht die Tür zusperren... ) habe ich dann wieder angefangen auf die Strategie Comics und Humor zurückzugreifen.

Die Pflegekräfte und Mitpatienten haben viel gelacht. Mir Ihre Sichtweisen mitgeteilt. Und ich konnte so meine Feldforschungen fortführen. Auch diese Sicht hat mir sehr geholfen. Auch der Garten und dass wir dann doch Ausgang bekamen.

Der Kiosk ist teuer als unser Bioladen, aber die Chips und die M und Ms haben noch nie so gut geschmeckt. Das war jeden Cent wert.

Ich lernte die Sichtweisen meiner Mitpatienten kennen (viele intensiver als mir lieb war, mangels Rückzugsort). ich fand Anschluss und Freunde.

Der ein oder andere überschritt meine Grenzen (unabsichtlich, unbewusst) und half mir so durch diese Herausforderung zu wachsen und für mich Verantwortung zu übernehmen und um Hilfe zu bitten.

Ich erlebte das erste mal (zumindest für mich bewusst), dass jemand ein Versprechen mir gegenüber einhielt. Ich war zweimal in Zimmern mit sehr lauten Nervensystemen zusammen. Sie waren sehr wütend innerlich.

Diese Wut ist nicht gut für mein Nervensystem und damit nicht kompatibel. Ich schaffte es mich für mich einzusetzen und landete dann in einem stillen Zimmer.

WAs allerdings aufgrund des Lichts und der Reizüberflutung durch Geräusche und die Stippvisiten der Pfleger und &AumL;rzte auch sehr anstrengend und nicht mit mir kompatibel war.

Ich war sogar mit Beschluss eingeliefert worden. Ansonsten hätte ich keinen Platz bekommen. Also das Kranekenhaus wäre mich nicht losgeworden. Bürokratie hat also hier durchaus mal einen Sinn, den ich verstehen kann.

Doch auch sie war wieder zu gut gemeint. Denn ich sollte einen Betreuer bekommen. Ich wüNschte mir auch jemanden, der mir das mit Attest und Ärzten abnimmt. Weil es mir sehr schwer fällt und ich ja meistens Missverständnisse und Irritationen hervorrufe. Wenn nicht gar Wut als Blitzableiterfunktion.

Es stellte sich dann heraus, dass das seine Zeit braucht und ich die HIlfe gar nicht akut bekommen konnte. Und dann erklärte ich der verständnisvollen Ärztin im Abschlussgespräch, dass ich wenn ich jetzt doch alles selber bamchen muss,mir die HIlfe so gar nichts nützt. Das sah sie ein und die Sache ist wieder vom Tisch.

Das mich wieder selber um mich kümmern zu müssen , hilft mir handlungsfähiger zu werden. D.h. ich brauche die Herausforderung. Das hat mich sehr erstaunt. Jetzt verstehe ich auch warum ich nach dem CRPS wieder auf Arbeit geschickt wurde, um genau das zu bezwecken. Und ich bin den Ärzten, die ich damals nicht verstanden habe, heute sehr dankbar dafür.

Allerdings wäre es vielleicht einfacher gewesen, wenn wir unsere Sichtweisen hätten austauschen können. Wie es die &AumL;rtzin in der Psychiatrie beim Abschlussgespräch getan hat. Ich kam mit Verdacht auf Psychose rein und jetzt soll es eine Panikattacke wegen eines Herzfehlers und meines Autismus gewesen sein.

Wahrscheinlich wird das niemals jemand so genau sagen können. Es spielt auch gar keine Rolle.

Ich hab sogar Glück und einen Termin am 18.11. beim Kardiologen bekommen und nicht erst in einem Jahr. Ich hab mir einen geduldigen Mann gewünscht und das mit dem Autismus auch gesagt und ein Faltblatt vom AFK werd ich auch mitnehmen.

Das ganze ist nicht schön gelaufen. Denn es war hart und voller Missverständnisse. Allerdings haben alle Ihr bestes getan.

Wenn ich möchte, dass mir sowas nicht mehr passiert, muss ich selber aktiv werden. Ich versuche mir ein paar Notfallkontakte zu organisieren. Menschen, die mich da raushauen können, falls ich mal wieder in eine solche Bredouille komme. Das passiert mir halt oft, weil ich anders ticke.

Auch würde ich gerne im Kreiskrankenhaus was hinterlegen. Die Ärtzin meinte, die Gehörlosenstation wäre eine Alternative, weil es dort ruhiger ist. Wenn es nicht anders geht also stationär, ist das wohl mal eine Alternative, mit der ich besser bedient bin.

Ansonsten hab ich gelernt, dass Krankenhäuser der letzte Ort auf Erden sind, an den ich mit meinem übersendsiblen Nervensstem gehö,re. Also wenn es geht, dann bitte heim!

Erst da kann ich mich dann wirklich erholen. Denn das Krankenhaus ist für mich ein feindlicher Ort. Inzwischen gelingt es mir und meinem präfronteralen Kortex und auch meinem Instinkt auch aus feindlichen Orten , Orte der Neugier zu machen. So kann ich auch dort überleben. Und das tut mein Nervensystem schon mein ganzes Leben lang.

Bewusst ist mir das jetzt erst geworden. D.h. ich hab alles Rüstzeug in mir. Es kann nur sein, dass ich nicht immer auf alles zugreifen kann.

Ich habe viel gelernt und werde noch im Nachgang und der Nachverarbeitung viel lernen.

ERstmal denke ich noch nicht weiter als im Moment. Mehr kann ich nicht und will ich auch nicht.

Ich habe Kontakte, die ich anrufen kann, wenn ich merke, mir geht es nicht so gut. Und die mich aufmuntern. Heut geh ich mit einer Bekannten spazieren. Darauf freue ich mich.

Dann hab ich neue Todos. Auch hier bin ich neugierieg wie ich mich schlage ;-). Ob der Kardiologe mit mir kompatibel ist. Und was der mir dann in seiner Sprache und aus seiner Perspektive erzählt. Wird wahrscheinlich wieder was anderes sein ;-)

Mir wird bewusst, dass egal wie schlecht es mir geht, ich immer von Menschen umgeben bin, die es gut mit mir meinen. Auch wenn ich das dann nicht sehen kann. Und genau das will ich Euch damit erklären.

Ich möchte Konflikte aufklären. Deshalb hab ich auch an den Arzt der Notaufnahme einen Brief mit der Erklärung geschrieben. Feedback zu seinem Befundbericht. ;-)

Das macht man nicht? Ja und? Jeder Mensch hat unendlich viele Möglichkeiten auf eine Situation zu reagieren. Ihr seht, ich habe eine neue gefunden ;-)

Nur, wenn ich meine Sichtweise mit ihm teile, kann er verstehen und Verständnis haben und entwickeln und dann wird es für den n&aumL;chsten Patienten im Delir oder mit einem Systemabsturz jedeweder Art dann angenehmer. Weil er sich verstanden fühlt. Das gibt nämlich Sicherheit und dann kann er auch schneller gesund werden.

Es wär schon mal schön, wenn mich jemand versteht. Und auch meine Reaktion. Ich kann nicht anders. Ich tu ja schon was ich kann. Jeder Mesnch tut das. Ich bin halt nur meistens auf der Gegenfahrbahn unterwegs. Das ist nicht besonders hilfreich und führt zu zahllosen Missverständnissen.

Und wenn der Arzt nicht offen sein kann, dann hab ich mein Möglichstes getan. Mehr kann ich nicht tun. Vielleicht sackt es ja noch. Das kann dauern. Vielleicht muss der Arzt auch erstmal selbst in so eine Bredouille kommen. Da genügt es schon, wenn er mal selber Patient ist. Danach wird er die Welt mit anderen Augen sehen und seine Patienten auch.

Ich freue mich also auf eine sehr interessante und neugierige Zeit. Ich werde neue Mesnchen und Ärzte kennenlernen. Und ich werde versuchen, sie diesmal bewusst zu schätzen und das, was mir passiert zu geniessen. Ich kann die Dinge ja nicht ändern, die mir zustossen. Ich kann lediglich anders darauf reagieren.

Die Comics werden vielleicht sogar von der Öffentlichkeitsarbeit verwendet. D.h. ich kann auch aus Mist etwas vernünftiges machen.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings... meine Comics werden nicht mehr in der Zeitung erscheinen. Das hat nix mit mir und meinen Comics zu tun. Sondern damit, dass der Lokalteil gekürzt wird. Spar- und Umbaumassnahmen. Das ist schade und ich bin auch etwas traurig. Ändern kann ich es nicht.

Ich kann sie ja weiter dem Amtsblatt schicken und bei toonsup und im Comicforum veröffentlichen.

Ich habe sehr verletzliche Menschen getroffen. Und ich denke im Grunde sind wir alle so. Verloren und auf der Suche nach dem Weg nach Hause. Und am Ende stellen wir wohl alle fest, dass wir nie allein waren. Wir waren und sind immer von Menschen umgeben, die es gut mit uns meinen. Nur sehen wir sie nicht, weil unser Nervensystem sie oft als Bedrohung wahrnimmt (unter Stress (Stress ist gleich Angst und Wut auch) nimmt das zu), und auch weil wir Dinge und Menschen, von denen wir tagtäglich umgeben sind, nicht mehr wahrnehmen. Das ist der Effizienz unseres Gehirns geschuldet.

Erstaunlicherweise laufen in der Psychiatrie die Querbeziehungen zu anderen Fachabteilungen zusammen. Ich wünschte, das wäre überall so. Hier werden Diagnosen in Frage gestellt.

Und es findet ein Abschlussgespräch statt! Mit der behandelnden Ärztin. Und dort fand der notwendige Heilungsdialog statt. Auch als ich wieder auf der Höhe war. Einigermassen. Sie hat alle meine Fragen beantwortet und Unsicherheiten aufgelöst. Dort wurde auch die Betreuung gestoppt. Es gibt immer einen Weg. Da habe ich Verständnis erfahren. Das ist mir selten passiert.

Allerdings weiss ich inzwischen auch, dass Diagnosen nur eine Sichtweise auf die Dinge sind. Es kommt auch gar nicht darauf an, was da drin steht. Wichtig ist nur, was Ihr glaubt!

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine gute Heilung!

Momentan braucht mein Hirn viel Energie für den Umwandlungs- und Heilungsprozess. Ich hab viel Hunger auf Süsses. Gummibärchen und Chips. Das ist mir auch an den Mitpatienten aufgefallen.

Und dann kam meine Mama heut vom Einkaufen (sie sorgt rührend für uns) und hat mir erzählt, dass das Süssigkeitenregal fast ausgeräumt ist. D.h. Euch geht es genauso! Weil jeder in diversen Krisen im Moment steckt! Auch Euer Hirn braucht Zucker! :)

Faszinierend!

Die Comics werd ich hier nach und nach teilen. Heut ist es mir zuviel. Es reicht jetzt mal. Mehr kann ich heut nicht tun. Und mir hat das gutgetan.

Sonntag: Ich hab nicht die Energie einen neuen Absatz anzufangen. Ich mach das einfach mal so, dass ich hier das berichte, was ich gelernt habe und mir wichtig ist. Weil ich es mit Euch teilen möchte. Ich möchte Euch meine Sichtweisen nahebringen. Weil ich Euch gerne helfen möchte. Weil ich Euch alle mag.

Irritation, Frustration, Angst, Schmerz, Wut, Hass, Aggression sind alles ein Zeichen von Liebe. Das hab ich heute gelernt bzw. es ist mir bewusst geworden.

Klingt schräg, gell?
Wie komm ich auf sowas? Wenn Ihr auf jemandem wütend seid, dann ist er Euch nicht egal! Dann liegt Euch was an ihm. Und Hass und Aggression ist nur die weitere Anspannung, also ein höheres Mass der Irritation.

Das heisst im Umkehrschluss: Die Hölle ist aus Liebe gemacht!

Es heisst ja auch: was sich liebt, das neckt sich. Genau das ist der Grund. Es ist ein liebevolles Necken. Und so steckt hinter offenbaren Grobheiten zwischen Menschen, die schon lange zusammenleben, oft die Tiefste Zuneigung der Welt. Auch im Schweigen. Denn wenn man sich gut kennt, dann versteht man sich ohne Worte.

D.h. wo das Verstehen und Verständnis fehlt, steigt die Spaunnung und damit der Redefluss oder Schreibfluss. Allerdings auch bei Begeisterung. Denn auch das ist Spannung! Da macht unser Körper auch gar keinen grossen Unterschied. Es sind nur zwei unterschiedliche Sichtweisen auf ein und dasselbe!!!!

Wie komm ich auf diese Idee? Ich habe ja mit dem was passiert ist , Frieden geschlossen , weil ich eingesehen und verstanden habe, dass alle ihr Bestes getan haben. Und dass alles eine Verkettung der Umstände war. 2 hoch n! Niemand kann die berechnen und vorhersagen. Jeder kann nur aus seiner aktuellen Sicht reagieren.

Oft ist ein Austauschen der Sichtweisen auch in dem Moment gar nicht möglich. Ich war mutiert, stumm. Stupor, Altersstarrsinn ist dasselbe nur aus einer anderen Sichtweise. Also ich konnte meine gar nicht mehr mitteilen! Das kann ich aber jetzt! Deswegen ist man hinterher immer schlauer. Weil man was dazugelernt hat.

Eine Maus im Totstellreflex hab ich neulich auch gesehen. Die war allerdings tot. Ob es der katzenbiss war oder ihr Nervensystem versagt hat, weiss ich nicht. Dafür müsste ich sie fragen oder obduzieren. Ich finde den Verwesungsprozess faszinierend.

Aber zurück zum Thema.
Ich wollte an der Retungswache ein Dankeschönpäckchen abgeben. Jetzt war die Lust am Freitag so intensiv, dass ich es gleich tun wollte. Dank Mamas Umsicht und Vorsorge hatten wir Toffifee und Gummibärchen im Haus. Das ganze garnierte ich mit einer elefantösen Dankeschönkarte, dem AFK-Autistenratgaber für Hausärzte und schwarz-weiss-Kopien meiner Psychiatriezeit-Comics.

Mein Nervensystem war so aufgeregt, dass ich mir vor lauter Angst fast in die Hose gemacht habe. Also ist Angst und freudige Erregung dasselbe. Ob das bei Sex genauso ist, weiss ich nicht, weil mir diese Erfahrung noch fehlt. Ich nehme es allerdings an.

Mit pochendem Herzen stieg ich die Treppen vorsichtig hoch und stellte mich vor die Tür. Ich ermunterte mich im inneren Dialog: Das machst Du jetzt! Das schaffst Du schon.

Die innere Panik steigerte sich. Die Türklingel war deutlich ersichtlich. Es stand in grossen Buchstaben "Klingel" darauf. Mein Nervensystem war sehr erleichtert, denn so konnte es nix falsch machen.

Die Tür war zwar (wegen eines Kurses im ersten Stock) offen, aber ich habe gelernt, dass ich andere Leute erschrecke, wenn ich mich "hereinschleiche". Eine Krankenschwester , der ich das Klingeln nachts nach Schmerzmitteln ersparen wollte, auch weil ich meine Zimmerkameraden nicht wecken wollte, habe ich auf diese Weise so erschreckt, dass sie mir jeden früh mit der Taschenlampe ins Gesicht leuchtete. Es muss sie sehr wütend gemacht haben. Das kann ich verstehen und daraus habe ich also gelernt.

Also klingelte ich. Ein grosser Mann kam dann auch. Da ich aufgeregt und in Panik war (da macht mein Nervensystem keinen Unterschied, ich weiss nicht, wie Eures damit umgeht), war mein Gesichtsausdruck wohl eher neutral und meine soziale Ausstrahlung auf Verteidigung gepolt.

Der Mann wirkte kurz angebunden und angespannt. Wahrscheinlich hatte er einen harten Tag. Und mein Nervensystem im Panik- und Verteidigungsmodus (umgekehrt gepolt) wirkte auch auf ihn ein. Das sind zwei Parameter, die ich erkenennen konnte und vermute. Weitere Parameter (2 hoch n) sind mir nicht bekannt.

Er nahm den Umschlag, erklärte, dass die Kollegen ausgerückt seien und fertigte mich so schnell ab. Etwas enttäuscht war ich. Ich hätte es gern persönlich übergeben, andererseits war mein Nervensystem ja eh schon am Rande des autonomen Nervensystems , also war es wohl besser so.

Diese Kurz- und schmerzlose Aktion war es allerdings nicht. Denn auch ich spürte im Anschluss noch eine halbe Stunde lang Panik und Angst in mir aufwallen. Die soziale Ansteckung der Anspannung meines Gegenübers wirkte nach. Das kommt bei mir erst verspätet und dann muss mein Hirn das nachverarbeiten. Das war heftig.

Ich setzte mich in Etzelskirchen auf die Rundbank vor dem Baum bei der Kirche und las Autonummernschilder. Das beruhigt mein Nervensystem.

Deshalb komme ich für mich zu dem Fazit: Angst ist Erregung , Aufregung nur eine andere Sichtweise.

Ich wüsste gerne wie das bei Euch ist.

D.h. wenn unangenehme Gefühle mit den angenehmen identisch sind, dann ist es allein unsere Sichtweise unsere Interpretation des Kontexts, wie wir sie empfinden.

D.h. auch die Hölle ist aus Liebe gemacht. Denn Hass ist Liebe nur in einem als feindlich empfundenen Kontext. Also alles eine Frage der Wahrnehmung. Und Wahrnehmung ist neutral. Die Bewertung, der Kontext, was wir Denken macht daraus unseren Himmel oder unsere Hölle auf Erden.

Ich habe mit Erstaunen festgestellt, dass es immer Menschen um mich herum gab, die es gut mit mir meinten. Nämlich alle. Weil wir Menschen halt so sind und anderen helfen wollen. Wir sind soziale Wesen und brauchen einander.

Es fehlte am Austausch der Sichtweisen, am Dialog um zu erkennen, wo der fehlerhafte Kontext war!
Da mein Nervensystem nicht der gängigen Konfiguration entspricht , konnte ich den Kontext nie sehen. Ich habe nie verstanden, warum mir solche komischen Dinge passiert sind. Und ich hab sie auch meistens nicht als so tragisch empfunden. Oft habe ich sie gar nicht mitbekommen.

Da ich mit der Kontaktaufnahme selten erfolgreich war (was meiner Umgekehrtpolung geschuldet ist) und mir das Umfeld nie seine Sichtweise mitteilte (wohl aus der Sicht, dass ich schon wüsste, was ich angestellt hatte und dies mit Absicht geschah) , war es mir 47 Jahre nicht möglich, dazuzulernen und andere Menschen zu verstehen und mit ihnen zu kommunizieren.

Bzw. nur, wenn sie sich ebenfalls im Krisenmodus und Ausnahmezustand befanden. Allerdings waren diese Krisenmodi eine Überlastung für mein Nervensystem. Des is fei a ned grod as gsündeste.

D.h. jeder tut zu jeder Zeit das, was Beste, was er nach seinem aktuellen Kenntnisstand tun KANN!

Ich habe das herausgefunden, weil ich anderen Menschen viele Chancen gebe. Und sie einfach nach ihren Handlungsgründen frage. Denn ich würde mir das ja auch für mich wünschen und wenn ich das will, muss ich mit gutem Beispiel vorangehen.

Deswegen handle ich auch anders als Menschen es erwarten würden. Da ich keine Ahnung habe, was das sein sollte. Denn es gibt ja 2 hoch n - Möglickeiten ,wie ich reagieren kann. Da ist es sehr unwahrscheinlich, dass ich gerade die erwische, die der Erwartungshaltung meines Gegenüber entspricht. Da gewinne ich eher im Lotto. Nicht dass ich das tun würde. Die Wahrscheinlichkeit ist äßerst gering.

Es gibt keine einheitliche (normierte) Sichtweise. Denn Eure Norm ist das was Ihr kennt. Und jeder kennt was anderes. Und niemand reagiert in jeder Situation gleich. Auch wenn es nach aussen so erscheinen mag. Denn es sind in jeder Situation andere Parameter gegeben, weil sich ständig irgendwas ver&aumL;ndert.

z.B. Eure Zellenneubildung und die Apoptose oder Eure Blutzellen... alles erneuert sich ständig. Ihr erneuert auch Eure Fassade. Friseur, Kosmetiker oder Bauunternehmer.... Wir sind ständig in allem in einem ständigen Erneuerungsprozess.

D.h. Schmerz und Trauer und Leid sind nur Sichtweisen, die Dinge zu sehen. Ihr könnt die Sichtweise jederzeit ändern! Bewusst! Das geht. Das tu ich andauernd, weil mir gar nichts anderes übrig bleibt.

Ihr lebt in der Illusion, dass Ihr gleich denkt und schon wüsstet warum jemand etwas tut. Empathische Menschen sehen die Dinge entspannter, sie wissen, dass das nicht so ist und ersparen sich diesen Schmerz. Das ist sehr logisch und praktisch.

Bei der aktuellen Krise konnte ich dieses Wissen auch anwenden. Auch instinktiv und auch mit dem Herzen. Denn mir hat sich jetzt über die Logik das, was Liebe ist , erschlossen. Ein warmes Gefühl kann ich dabei nicht empfinden, aber mein Hirn reagiert nicht mehr mit Verwirrung und Irritation, wenn ich ein händchenhaltendes Pärchen sehe. Wenn ich auch (noch) nicht das Bedürfnis habe, jemanden bei der Hand zu nehmen. Eine Umarmung ab und zu kann ich inzwischen aushalten und auch geniessen. Es bleibt aber aufgrund meines Nervensystems oft schmerzhaft. Anscheinend hat sich hier also etwas verändert.

Wenn ich aber den Schmerz als etwas gutes sehen kann, also als eine Form von Liebe, denn nur etwas und jemand kann mir Schmerz zufügen, den ich bern habe, dann kann ich meine Sichtweise darauf verändern und so kann ich Umarmungen anscheinend auch geniessen lernen. Ich arbeite daran ;-)

Schmerz ist also heilsam. Der Schmerz heilt alle Wunden heisst es ja. Lustig, wenn ich diesen Satz in die Suchmaschine eingebe, bekomme ich nur schmerzmittel und Schmerzerkrankungen angezeigt und Therapien ;-)

D.h. wenn wir Schmerz empfinden, dann stehen wir kurz vor der Heilungsphase! Wow! Deswegen sagt der Arzt auch bei der Spritze: gleich tut es ein bisschen weh... allerdings findet mein Nervensystem das alles andere als beruhigend sondern interpretiert das als Angriff... des is fei a ned grod as gsündeste.

Schon bei der Blutabnahme tut mir einen Tag lang der ganze Arm weh bis ich es wieder runterregeln kann. Naja gut. So ist es halt. Aber es muss ja nicht so bleiben.

Was kann ich jetzt konkret für meine Situation tun? Ich habe einige Menschen, von denen ich jetzt weiss, dass sie mich mögen, gefragt, ob sie mein Nothelfer sein wollen, falls ich mal wieder unverschuldet in eine ähnliche Bredouille komme und mich dann raushauen können. Meine Mama ist damit auch aufgrund ihres Nervensystems überfordert. Sie regt sich auf und dann regt sie mich auch auf. Damit ist keinem geholfen.

Ich brauche also Nothelfer, die neutral und gelassen sein können.

Und ich werde versuchen das ganze zu verhindern. Denn so ein Systemabsturz ist alles andere als schön und angenehm. Auch wenn er heilsam ist.

Die Datenbank wird entrümpelt und es kommt zu einer Notbremsung. Es kommt also zu einem Hirn-Upgrade. Dinge, die Probleme machen, werden im Hirn in Ordnung gebracht.
Da ich vorher mein CRPS in Ordnung gebracht habe, ich brauche keine Krücken mehr (ja, das ist jetzt auch sichtbar und messbar! F&uumL;r alle Zweifler!) kann es aber auch sein, dass genau dieser Prozess der CRPS-Beruhigung den Systemabsturz zur Folge hatte.

Wie bei Cobra 11 als beide Protagonisten durch einen Unfall Rückenproblem bekamen und auf Kur geschickt wurden. Später kugelten sie bei Ihren Ermittlungen einen Abhang herunter und die Rückenprobleme erledigten sich. Man weiss nie, welche Auswirkungen eine Aktion hat.

Allerdings ist es ja nicht immer ein Parameter der sich ändern kann sondern 2 hoch n. Also ich werde nie wissen, warum das passiert ist. Und daher kann ich auch nicht vorhersagen, ob sowas nochmal passiert. Aber wenn, dann wohl anders... ich würde bevorzugen, dass es nicht nochmal passiert. In dieser Form oder einer ähnlichen, weil es doch sehr erschreckend und schockierend war. Wenn auch aus jetziger Sicht sehr heilsam.

Und wie es bei Upgrades so ist (kennt Ihr ja von Eurem Smartphone oder dem PC oder Eurem smarten Fernseher oder home oder Auto...), kann dabei auch einiges schiefgehen... tja und da springt dann die Notfallmedizin , der Notarzt und der Rettungsdienst und das Krankenhaus ein.

Darin ist auch keiner schuld wie an der Gehirnblutung meiner Schwester. Es sind 2 hoch n - Faktoren (unendlich viele), die dazu beitragen können. Denn die Dinge sind komplex. Und unser Gehirn kann diese Komplexität gar nicht erfassen. Also macht es auch keinen Sinn darüber nachzudenken. Naja, es hilft sich das vor Augen zu führen. Mir hat das sehr geholfen. Allerdings merke ich, dass wenn ich darüber zu sehr nachdenke, mir schwindelig wird. Und dann hör ich damit auf. Denn noch ein Systemabsturz muss ja nicht sein.

Dabei fällt mir ein, dass ich auch bei PC-Spielen wie Caesar III immer an die Grenze des Programms und der Programmierung spielte. Anscheinend ist das meiner Hartnäckgkeit geschuldet. Also Starrsinn und Hartnäckigkeit sind also auch zweischneidig... naja eher mehrschneidig... Wahrscheinlich können wir Menschen einfach nicht anders. Denn wir sind so konfiguriert, dass wir immer neugierig und neues lernen wollen... Denn das macht uns resilienter. Das ist der Fortschritt, das Wachstum (ja, auch das Wirtschaftswachstum) und das persönliche Wachstum, die Bildung, das Wissen, die Wissenschaft .... alles, was wir tun. Das ist dann unser artgerechtes Verhalten. Neugierig sein und die Dinge zu erforschen. Wusst ich's doch!

Ich kann aber diese Entwicklung (die gerade zu einer Überlastung unserer sozialen und wirtschafts- .... Systeme führt) abbremsen. Indem ich die Abkürzung nehme und einfach miteinander im 1:1 Kontakt meine Sichtweisen austausche. Auf Augenhöhe. Im Moment. So kann ich mir Missverständnisse, Leid und Schmerz ersparen.

Wir sind nicht gut auf uns selbst zu hören. Das ist keiner. Ärzte erkennen bei sich selbst aus diesem Grund Krankheiten nicht, auch wenn sie selbst Spezialist dafür sind.

Es geht nicht! Weil wir als soziale Wesen uns gegenseitig feedbacken sollen! Nur in der Rückmeldung durch die Umwelt, z.B. durch meine Mama wird mir bewusst, dass ich seltsamer bin als sonst. Ich habe nämlich bis heute keine Ahnung wie ich auf andere Menschen wirke. Ich kann aus ihrer Reaktion schliessen (die sehr oft wenig freundlich ist) , dass ich sie vewirre oder verärgere. Mehr ist mir nicht möglich. Denn diese Wut und Verärgerung, die ich verursache bekomme ich im Gegenzug noch auf meine Erstarrung und Handlungsunfähigkeit obendrauf. Des is fei a ned grod as gsündeste. D.h. ich muss noch mehr kompensieren, wo ich grad eh nimmer kann.

Meine Mama hat mir durchaus im Oktober mitgeteilt, dass ich komisch bin. Komischer als sonst. Aber es kam in meinem Hirn nimmer an. Das geht dann nimmer. Denn das Nervensystem und die Datenbank ist überlastet und sie schützt sich durch Abschaltung vor schlimmerem. D.h. diese NOtabschaltung ist GUT! Ignoriert man sie zu lange, dann kann es kritisch werden. Doch Menschen sind robuster als es den Anschein hat.

Da mir das heute klargeworden ist, habe ich sie gebeten mich in so einem Fall wie damals als ich bei der Firma Soldan gearbeitet habe und auch heillos überfordert war (das war meine erste Stelle und ich kam überhaupt nicht zurecht und mein Umfeld ignorierte dies, obwohl es offensichtlich war) zum Hausarzt oder der Neurologin (als Notfall) zu schleppen.

Anfangs kann ich auch Schmerzmittel ausprobieren, da die auch mein Nervensystem beruhigen.

Denn dann bekomm ich dort die Notfallmedizin, die ich brauche. Ah dazu ist die Vorsorgemedizin also da. Da für mich Arztbesuche immer noch mit Panikattacken einhergehen , werd ich mich auf die wichtigsten konzentrieren. Alles pack ich nicht. Also das, was Ihr da so alles treibt. Das ist nicht mit mir kompatibel. Ausserdem kommt ja eh dabei nix oder was ganz was anderes dabei raus. Und dann verwirre und irritiere ich mein Umfeld auch noch. Da möchte ich doch auch das Umfeld etwas vor mir schützen.

Im Endeffekt haben wir es in der Hand , ob wir füreinander eine Gesundheitsgefahr oder ein Heilmittel sind. Vorhersagen können wir es aber nicht, weil zu viele Faktoren 2 hoch n involviert sind. Wir können nur unser möglichstes tun, um Missverständnisse wahrzunehmen und aufzuklären. Genau das erspart Spannungen und Druck. Manchmal ist Druck aber wiederum gut.

Ich denke, dass jeder einen verdammt guten Grund hat, so zu handeln wie er es tut. Also rechne ich mit allem und versuche im Moment zu agieren. Gelingt uns nicht immer. Logisch. Ich denke, wir machen das alle schon verdammt gut! D.h. das einzige was wir verbessern können, ist uns dessen bewusst zu werden. Dann können wir uns viel Druck, Stress, Anspannung Wut ... ersparen.

Und das, was wir uns nicht ersparen können , weil es nicht geht, findet dann auch seinen Gang. Die Natur findet immer einen Weg. Auch dessen können wir uns bewusst werden und so werden die Dinge leichter. Und wir gelassener.

Manchmal können wir aber nicht mehr handeln und agieren, wenn unser Nervensystem zu überlastet ist. Meiner Ansicht nach, ist dies bei vielen Menschen heutzutage der Fall. Aber wenn ich lerne entspannter damit umzugehen, ist mir dann ja auch geholfen und ich kann die Nervensysteme anderer auch damit herunterregeln oder wenigstens nicht in weiteren Aufruhr versetzen.

Wir sind beides zu unterschiedlichen Zeiten. Und oft haben wir es halt nicht in der Hand. Wir können aber Gelassenheit lernen. Das nützt uns dann auch in Krisen etwas, weil die uns dann nicht so hart treffen und wir uns von ihnen auch wieder schneller erholen.

Damit wäre dann auch das Gesundheitssystem entlastet und die Handwerker und die gesamte Wirtschaft und Ihr auch und Eure Kollegen, Freunde und Bekannte und Freukannte und und und..... weil alles miteinander zusammenhängt (2 hoch n-fach).

Und wer etwas messbares und nachweisbares braucht: ich brauche keine Krücken mehr und meine Muskelanspannung (Dystonie, Spastik oder wie auch immer Ihr es in Eurem Fachgebiet nennen wollt) hat nachgelassen.

D.h. nicht, dass mein Nervensystem und mein Autismus weg ist. Ich balanziere weiterhin durch das Leben und bin derzeit so wackelig auf den Füssen wie ein KLeinkind. Meine Schwester übrigens auch. Das hab ich bei einem gemeinsamen Spaziergang mit Ihr mit einem Stock gelernt. Das ist aber auch situations- und tagesformabhängig.

Meine Schwester nimmt dies auch nicht selbst wahr. Da muss ich auf sie aufpassen. D.h. wir brauchen einander und passen von Haus aus aufeinander auf. Wir machen das schon gut so wie wir das machen.

Das Problem ist, dass uns das nicht bewusst ist. Dass wir denken wir sollten Dinge perfekt, anders machen oder mehr wissen. Und das ist Quatsch. Wir lernen jeden Tag soviel neues dazu wie ein kleines Kind. Uns ist das nur nicht bewusst. Und mehr kann unser Hirn und wir auch nicht. Und allein davon ist es ja auch nicht abhängig sondern auch von den Menschen und ihrer social contagion von denen wir umgeben sind, von dem was sie glauben und wissen, wie sie uns feedbacken, von unseren Genen, von unserer Umwelt .... von 2 hoch n-fachen Faktoren, die wir weder berechnen noch vorhersagen können.

Tut einfach das was Ihr tut mit bestem Wissen und Gewissen (das tut Ihr eh) und dann lasst los. Mehr könnt Ihr eh nicht machen. Und wenn das nicht ausreicht, dann versucht die Natur es eh ins Gleichgewicht zu bringen. Also Ihr könnt auch nix tun, wenn Ihr Euch unsicher seid. Manchmal ist das aber keine Option. Und dann tut, was Ihr könnt und gut is.

Weil viele Menschen mich und mein Verhalten nicht deuten konnten (erklären hätte ich es als Kind beim besten willen nicht können, weil ich ständig überlastet war), habe ich von ihnen kein Feedback bekommen bzw. es ist bei mir nicht angkommen. Mein Hirn war mit wichtigerem - überleben - beschäftigt. Deshalb hab ich aber auch vieles, was andere aus der Spur geworfen hätte, gar nicht erst mitbekommen. Unser Hirn schützt uns. Die Natur tut das. Die macht das schon so, dass es passt.

Ich schreibe das, weil ich gelernt habe, dass Menschen wunderbare Wesen sind. Wie alles, was kreucht und fleucht oder es nicht tut. Ich mag Euch alle! Auch wenn ich Euch nicht immer verstehe. Dann kann ich Euch ja fragen. Und wenn Ihr dafür nicht aufgeschlossen seid, dann kann ich ja noch immer spüren (aus eurer Reaktion erschliessen , was in Euch passiert, allerdings kenne ich nicht den Grund und kann dann danach fragen und Euch meine Sicht der Dinge schildern und erklären).

Und ich möchte Euch mit dem was ich herausgefunden habe, helfen. Weil ich Euch mag. Ihr könnt das ganze auch gerne wissenschaftlich nachberechnen und Eure eigenen Nachforschungen anstellen. Ich bin gespannt und neugierig, was Ihr so herausfindet. Denn ich liebe neue Sichtweisen!

Andererseits hab ich gelernt, dass sich alles auf eine Formel und Basis reduzieren lässt: Liebe. Wir können uns auch Zeit ersparen, wenn wir die Dinge auf diese einfache Formel simplifizieren und reduzieren.

Allerdings brauchen wir das dann nicht. Denn wir haben dann alle Zeit der Welt. Und die haben wir eh. Wir brauchen sie uns nur für die Dinge und Menschen zu nehmen, die wir lieben. Das sind die, mit denen wir unsere Zeit eh verbringen. D.h. wir machen es schon! Denn mit Corona habe ich gelernt (und da war ich echt erstaunt), dass auch wenn die Dinge aus dem Lot geraten, die Menschen genau das weitermachen, was sie vor der Krise gemacht haben. Meistens. Nicht immer ;-)

Zweifeln und Infragestellen der Dinge ist gut. Denn es bringt neue Sichtweisen. Und einfach mal die Dinge so zu nehmen wie sie kommen und nicht nachzudenken und sich einfach überraschen zu lassen, im Hier und Jetzt sein und agieren, ist auch gut.

Alles hat seine Zeit. Und wenn wir uns die Zeit nicht nehmen, dann wird sie uns anderweitig zu Teil. Denn die Natur findet immer einen Weg. Das hab ich gelernt und das möchte ich mit Euch teilen, um Euch Systemabstürze im Hirn, der IT und in Euren Fach- und Lebensbereichen zu ersparen. Des wär fei des allergsündeste! :)

Das einzige, was ich mir von Euch wünschen würde, ist dass der ein oder andere einfach mal Zeit für mich hätte. Dass die Menschen sich wieder besser verstehen. Der Papst mit seiner Enzyklika wünscht sich das ja auch. Ich glaube, dass wir und das alle wünschen.

Das war jetzt mein Wort zum Sonntag :)

Samstag: Ich hab was neues rausgefunden!!!

Also es hat sich seit dem Systemabsturz schon was verändert!
Ich kann seitdem nicht mehr ohne Licht schlafen. Vorher musste es stockfinster sein! D.h. Jalousien dicht und ja kein Lichtstrahl.

Das ist jetzt aber erst seit ich wieder daheim bin. Also verzögert. Was ja bei meinem Nervensystem normal ist. Dass es erst verzögert reagiert und Dinge nachverarbeiten muss und geringere Medikamenten und Reiz-Dosen verträgt.

Ich glaub in mir dreht sich grad alles wieder um!

Nachts bekomm ich wieder wie als Kind Panikattacken und Albträume. Und so schlafe ich im Sitzen mit Licht.

Meiner Mama ging das vor einem Jahr auch so! D.h. sie hat diese Anpassung schon hinter sich. Cool!

Und ich hab es ja auch schon mal überlebt als Kind. Dann krieg ich das jetzt auch nochmal hin.

Ich kann früh Musik hören und ertragen. Das ist vollkommen neu für mich. Ich bin süchtig nach Bewegung und Geräuschen.... meistens... es gibt aber auch Zeiten, wo ich die Tür nicht offenlassen kann und zumache. Dann scheint meine Reizdosis erreicht zu sein. Also es scheint sich langsam wieder einzupegeln.

Wie sieht so ne Panikattacke aus? Bei meiner Mama sind das ihre Herz-Rhythmus-Störungen mit Kreuzweh. Bei mir ist das eher so ein Druck auf der Brust. Ich arbeite mit einem Kissen mit Gegendruck. Das hab ich ja gelernt.

Und mir wird furchtbar kalt. Die Kälte kriecht von innen hoch und frisst alles auf. Ich hab das heute nacht mal beobachtet. Auch wenn man dabei achtsam ist, ist das alles andere als angenehm.

Jetzt hab ich nämlich zu wenig Energie zeitweise. Also hab ich heut nacht Brotzeit gemacht. Mir war dann trotzdem noch bis um zwei Uhr früh schwindelig und ich hab immer noch einen Traubenzucker mehr gelutscht, bis dieses Schwindelgefühl weg war. Ich hab also mit der Traubenzuckerdosis rumexperimentiert.

Vitamin D werd ich mir noch besorgen. Für die Übergangszeit. Bis es besser wird.

Ich hab mich warm eingepackt. Ich bin mit Jacke und Hose und Socken ins Bett und hab trotzdem noch zwei Decken gebraucht. Das war nach dem Systemabsturz auch so. Zwei schwere Decken um mich zu erden und mein Nervensystem runterzubringen.

Ah... ich könnt meine Sanddecke jetzt nochmal ausprobieren. Vielleicht ist sie ja mit meinem aktuellem Zustand kompatibel und kann mir helfen.

Musik früh schon aufdrehen ist wichtig für mich. Ich komm momentan schwer aus dem Bett. Ob das diese Fatigue ist, wie bei Krebs und Corona? Ich glaub schon. Dagegen hilft nur den inneren Schweinehund (die Amygdala) überwinden.

Jetzt versteh ich das! In der Klinik waren ja auch die zwei Extreme anzutreffen. Die, die Musik ertragen haben (waren in der Überzahl) und die, die sie immer ausgedreht haben, weil ihnen der Reiz zuviel war. Wie ich und ein paar wenige anderae Leute.

Inzwischen ist auch eine andere Mitpatientin vom Rödelmodus in einen Modus gelangt, in dem sie die hyperaktiven als nervig empfindet. Ah... so funktioniert das!

Bei mir kommt das halt erst 2 Wochen im Nachgang nachdem ich wieder daheim bin. Weil mein Nervensystem verzögert reagiert. Das ist ja spannend!

Ich glaube, dass dieselben Kompensationsstrategien (Bewegung, Musik, Spezialinteressen, Fokus...) funktionieren, weil ich beide Modi ja schon in meinem Leben durchgemacht habe. War mir dessen aber nicht mehr bewusst. Mein Hirn kann sich ja an sowas erst erinnern, wenn es dazu einen Grund hat. Und das ist jetzt der Fall. Ansonsten kann ich mich nicht mal an gestern gross erinnern.

Ich frage mich, ob das dasselbe ist, was bei einem Schock passiert.... Ich glaube schon.

Denn der Schwindel ist ja ein Anzeichen dafür dass das Hirn nicht mehr ausreichend versorgt wird. Und eine Synkope (also wenn man halt bewusstlos wird oder ohnmächtig - ist das dann auch beides dasselbe?) dann zieht unser Hirn die Notbremse und stoppt so diese Reaktion. Das ist mir ja im Krankenhaus in der Notaufnahme auch diverse male passiert. Mein Kinn zeugt noch von den Aufprallen...

Das was mir als absicht und aggressivität und selbs- und fremdgefährdend interpretiert wurde... Wow!

Wenn ich es dann geschafft habe , endlich warm zu werden und nicht mehr mit den Zähnen zu klappern und zu zittern ... dann kommt die Schwitzwelle... dann muss ich alles wieder aufdecken. Beides spielt sich im Wechselspiel ab.

Ich kann abwarten dass es vorübergeht. Ich glaub, das ist halt auch so eine Ausgleichsreaktion wie ein Gewitter bei der Migräne. Eine Art Notbremse.

Da ich zu wenig Energie hatte, hab ich mit Traubenzucker solange rumexperimentiert und nachgeschoben , bis der Schwindel nachgelassen hat. Wenn ich die Augen zugemacht habe, war der heftig. Dann hab ich immer zwischen den Traubenzuckern abgewartet... denn ich muss ja die verzögerte Wirkung beachten. Hat gut funktioniert.

Mal sehen, ob ich noch ein paar Tipps von Bekannten bekomme, die sich selber mit Panikattacken oder Herz-Rhythmus-STörungen zu helfen wissen. Da sind die nämlich die Profis... und die Profis bei den Ärzten kann ich ja auch mal fragen, was ich noch machen kann. Also beidseitigen Rat einholen.

Mit warmen Wasser hab ich noch meine Füsse abgeduscht. Die waren eisig. Im Bett liegen konnte ich nicht. Später erst wieder mit dem Kopf hochgelagert sonst wär der Schwindel wiedergekommen. Also bin ich gesessen.

Macht aber auch nix, denn hinterher bist Du dann so fertig, dass Du eh im Sitzen und bei Licht einschlafen kannst, weil das ziemliche Achterbahnfahrt ist. Eine Bekannte von mir nutzt bei ihren Panikattacken Calvalera Hevert und Pascoflair um Ihr vegetatives Nervensystem generell herunterzufahren.

Wie gesagt bei mir wirkt Traubenzucker aber ich muss die Dosis anpassen. Wenn ich lichtempfindlich bin und es dunkel brauche, dann reicht 1 Traubenzuckerle. Bin ich das nicht, dann brauch ich einige mehr. Ich glaub 5 bis 6 waren das in zeitlichem Abstand. Wenn ich den Zucker im Mund nicht mehr schmecken konnte.... und der Schwindel noch da war.

Bei Überreizung ist der Schwindel ja auch da und die Schmerzen. Aber es ist ein bisschen anders. Bei dem einen hab ich zu wenig Reize (wenn ich Licht brauche, Musik ... Berieselung mit Reizen), beim anderen zuviel (wenn mir das Licht zu hell ist, Geräusche zu laut ...)

Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob und wann das Nervensystem oben oder unten ist. Denn langfristig stellt sich unser Nervensystem eh drauf ein und es gibt dann nicht viel Unterschied bzw. nimmt es unser Hirn dann auch gar nimmer wahr.

Merkt Ihr den Unterschied?
Ich merke es am ehesten am Licht. Bin ich lichtempfindlich oder nicht? Auf Geräusche bin ich dann auch weniger empfindlich.

Momentan ist es noch ne Achterbahnfahrt, weil ich erst damit zurechtkommen muss... und wahrscheinlich liegt es auch an der social contagion, die auch eine electrical contagion ist.

Daher glaub ich, dass wir wenn wir krank sind eher zum Elektriker gehen sollten als zum Arzt. Bzw. sind Ärzte ja inzwischen auch Elektriker in gewisser Weise. Deswegen ist die Ausbildung auch so lang.

Diese Sichtweise und dass wenn man Arzt wird sich ja lebenslang dafür entscheidet und dass dahinter viel Leidenschaft stecken muss, hab ich gestern von einer jungen Frau geschenkt bekommen.

Ihre Eltern sind Ärzte und sie will auch gern Medizin studieren. Und das dauert ja sehr lang bis man da mal fertig ist. Sie hat mir also eine andere Seite gezeigt, weil ich ja meistens nicht so tolle Erfahrungen wegen meiner komischen Art habe. Ich bin halt anders und dann eckst Du halt an. Ich mach das ja nicht mit Absicht. Aber das weiss halt ein aussenstehender nicht.

Also beide Sichtweisen existieren jetzt in meinem Hirn nebeneinander. Beides ist richtig. Denn beides sind Erfahrungen, die wir gemacht haben. Ich bin ja offen. Ich würd mir halt wünschen, dass andere auch mal für meine Sichtweise offen sind. Und einfach mal von sich aus danach fragen. Bisher bin ich Menschen immer hinterhergerannt. Das kann ich jetzt nicht mehr. Es hat auch keinen Sinn. Denn bei denen, denen ich hinterhergerannt bin und viel Zeit und Energie investiert habe, weil ich dort einen Sinn sah, konnte ich nicht andocken.

Das war sehr enttäuschend. Ich versteh das, weil sie leider im ich-habe-keine-Zeit-Syndrom auch nicht dafür offen sind. Vielleicht ändert sich das ja mal. Aber ich hab jetzt gelernt: ich kann das nicht mehr. Ich habe mein möglichstes getan und mehr kann ich nicht machen.

Jetzt kommen mir aber Menschen entgegen, die genau das tun. Das sind die Rentner, die Anderen, und die Jungen!

Die Generation "We" haben nämlich eines mit mir gemeinsam. Sie sind Krisen gewöhnt. Und genau hier liegt die Schnittmenge unserer Sichtweisen. Und Älteren geht es auch so. Und Menschen , die anders sind , hab ich ja schon immer magisch angezogen und umgekehrt.

Ich sammle also keine Treuepunkte sondern Sichtweisen und Menschen. Tiefe Begegnungen und Lerninhalte der praktischen Art von Profi zu Profi. Denn wir sind alle Profis. Und niemand weiss alles. Wir lernen immer was dazu.

Neulich sah ich eine Doku auf Arte, wo Psychologinnen befürchtetetn die Generation "We" würde enorme psychische SChäden davontragen, weil sie Corona und der ganzen Unsicherheit ausgesetzt ist. Und weil die Krise zur Normalität wird.

Da ich zeitlebens durch Missverständnisse (weil ich einfach anders bin und mein Verhalten als absicht eingestuft wurde, was es nie war..) Krisen ausgesetzt war, kann ich Euch sagen, nein: das Gegenteil ist der Fall.

Naja, aber mir glauben ja die wenigsten Menschen, die mir begegnen. Nämlich die anderen, die jungen und die Rentner. Die , die sich in der Norm wiederfindet, mit denen hab ich leider keine Schnittmenge. Bzw. ich habe sie, aber über die redet die Norm nicht, weil das normalerweise Tabus sind. Dass inzwischen die Ausnahme zur Regel geworden ist, bekommt das Gehirn also so nicht mit weil es kein Update einspielen mag. WAs ich sehr schade finde.

Krisen sind nix anderes als Lernerfahrungen. Die sind natürlich. Nur kommt dieses Wissen im Normdenken nicht vor. Da wird jede Veränderung des Status Quo und des 5- oder 10-Jahresplans als Bedrohung wahrgenommen. Daher die Angst in der Gesellschaft. Meine beruht auf diesem Sammelsurium meiner Vorfahren und der social contagion.

Die Angst ist nicht die meine. Denn sie gehört zu meiner Basiskonfiguration. Ich kann lediglich versuchen Konflikte und Missverständnisse frühzeitig aufzuklären. Allerdings scheitere ich da wieder an dem ich-habe-keine-Zeit-Syndrom der Normdenker und der daraus resultierenden Nicht-Offenheit. Also Eure Angst ist mein Problem und das wird dann als Bumerang auch wieder zu Eurem und das Eurer Kinder. Denen geht es nämlich wie mir.

Also wenn Ihr schon nicht wegen mir runterkommen wollt, dann tut es doch für Eure Kinder. Die habt Ihr ja lieb. Ich glaube, dass wir mit der Generation "we" eine rücksichtsvolle, tolerante, umsichtige und offene Generation und damit unser blaues Wunder erleben werden!

Und Wunder sind ja was tolles! Darum wundere ich mich jeden Tag und lerne was neues dazu. Bleibt offen und erneuert Euch! Das macht Spass!

Sonntag: Gestern hab ich wieder geübt mich zu wehren. Ihr kennt das sicher auch. Ihr steht irgendwo herum und guckt so in die Gegend und dann kommt jemand vorbei und läd seinen ganzen Krempel an seiner Sichtweise über Euch ab.

Bisher konnte ich mich dagegen noch nicht wehren. Ich wusste gar nicht , dass ich diese Option habe und hätte das auch Überlastungstechnisch gar nicht gekonnt.

Derzeit bin ich aber so im Arsch... dass ich mir das gar nimmer reinziehen KANN!
Es greift eine Art Notwehrreflex. Ich möchte aus dieser Situation flüchten.

Bisher konnte ich das so in dieser Form noch nicht wahrnehmen. Dabei hatte das Gespräch mit einem harmlosen : wie geht es Dir? von mir begonnen.

Tja und dann war der erste Schwung raus (mir geht es gut! Ich hab halt gesagt, dass es mir scheisse geht und dann kam es zum Austausch meiner Sichtweise und daraufhin sprang ihre Sichtweise an. Die meine Sichtweise weder anerkannte (sie liess mich gar nicht ausreden) und dann das Gespräch kidnappte und mit ihrem Monolog davonrannte.... Die Offenheit ihrerseits fehlte. Sie hörte mir gar nicht zu. Das kenne ich auch von meiner Mama. Und da sag ich auch inzwischen stopp.

Ich sagte dann zu Ihr: Stopp! Merkst Du was Du gerade machst? Du verstehst mich nicht und kidnappst das Gespräch. Das ist mir zu anstregend.

Daraufhin war sie irritiert und war ratz-fatz weg. Ich weiss nicht weswegen sie irritiert war. Das hat sie leider nicht gesagt. Sie ist dann sehr schnell davongerauscht. Wortkarg.

Dabei hab ich ja nur meine Sichtweise mitgeteilt.

Zum Vergleich dazu hab ich eine äHnliche Kkonstellation mit einem Bekannten (der gilt wie ich als behindert). Er redete ganz schnell und viel und es war mir zuviel. Er akzeptierte meine Sichtweise und verstand es und wir verabschiedeten uns in Seelenruhge und freundlich.

Da frag ich mich schon wer jetzt von den beiden behindert ist. Der Frau ist ihre Gesundheit auch überaus wichtig. Mir nicht. Ich habe andere Probleme. Ich weiss ja, dass das nur ein veränderbarer Zustand ist, der so wohl nie erreicht werden kann. Aber gut. Ich lass Ihr gerne Ihre Sicht. Auch wenn meine Sicht eine andere ist. Die wird sie aber leider auch nie kennenlernen. Die würde ihr Leben allerdings erheblich enthindern.

Komisch, dass Leut so seltsam reagieren, wenn ich sage wie es mir geht. Das hat ja nix mit ihnen zu tun. Allerdings scheinen das viele Menschen sehr persönlich zu nehmen. Warum auch immer...

Die Dame sagte mir in ihrer empathischen Art, dass sie ja als Mutter und Ehefrau sich um Ihre Kinder und ihren Mann kümmern würde. Ich hätte sowas ja nicht.
Wie sehr sie mich damit verletzt hat, hat sie nicht gemerkt. Denn dass ich mich auch nach einem Partner sehne und gerne Kinder hätte, das sieht sie nicht.

Seltsam finde ich dass sich solche Menschen dann als normal und empathisch bezeichnen. Würde ich sowas sagen, hiesse es, das sei typisch autistisch. Sowas sage ich aber nicht, weil ich andere nicht verletzen will. Ich weiss ja wie sich das anfühlt.

Sie hat mir aber auf ihre Weise eine wertvolle Lektion erteilt. Ich habe heute gelernt, dass es niemanden gibt, der genau diesselbe Sichtweisen wie man selbst hat.

Es gibt maximal Schnittmengen. Und zwar sind das die Krisenmomente. Da kann ich andocken. Oder ich frage nach der Sichtweise des anderen. Ich geh halt einfach auf die Leut zu.

Die Norm scheint das nicht so zu handhaben. Das finde ich sehr schade.

Ihre Kinder (die Generation "We") jedoch schon. Die machen das und ihnen sind die anderen Sichtweisen durchaus bewusst. D.h. ich treffe hier derzeit auf Verständnis und tolle Gesprächspartner. Und die rennen dann bei meiner Sichtweise auch nicht gleich weg und ergreifen die Flucht. Sondern erkennen meine und damit mich an (das ist mir bisher selten passiert und das ist nicht MEIN Problem sondern es wird dann zu meinem!) und teilen mit mir ihre. Und dann kann ich verstehen warum sie so denken und meine Sicht verbreitern und dazulernen.

Mit Menschen in meinem Alter gelingt mir das gar nicht. Auch auf Arbeit habe ich erhebliche Probleme. Ich habe auf meine Weise gelernt, die Sichtweisen anderer zu erforschen und aufzunehmen (auch durch Beobachtung).

Dadurch verstehe ich die anderen. Und sie fühlen sich bei mir verstanden. So kann ich an fast jeden Menschen andocken.

Was mir allerdings aufgefallen ist, es gab nie jemanden, der dasselbe mit meiner Sichtweise bei mir getan hätte. Das finde ich sehr traurig.

Zumal ich das alles bewusst und über den präfronteralen Kortex machen muss. Deshalb hat es auch 47 Jahre gedauert, bis ich das so gut konnte. Ich sammle also keine Treuepunkte sonder Sichtweisen. Menschenkenntnis.

D.h. ich kenne von ALLEN Kollegen etwas von ihrer Sichtweise (soweit sie sie mir erzählt haben und soweit ich sie beobachten konnte). Aber keiner davon kennt meine.

D.h. dass ich die empathische flexible Schnittstelle bin (über den präfronteralen Kortex), weil ich die Hintergründe und Missverständnisse wegen dieses Sichtweisenwissens erkennen kann. D.h. ich kann mich fast auf jeden Menschen einstellen. Ja, auch auf schwierige. Da brauch ich aber mehrere Kontaktversuche. Beim ersten mal funktioniert das nicht. Es bedarf mehrerer Versuche (es ist ja ein Lernprozess) sich auf einen Menschen einzustellen. Anscheinend sind zu diesem Lernprozess nicht alle Menschen bereit. Ich verstehe allerdings nicht warum. Denn es erspart Schmerz , Leid und Tränen und Wut und Frustration und Aggression. Aber gut. Sind ja Eure Gefühle. Allerdings sind die auch sozial ansteckend und gehen dann auch zu meinen Lasten. Und das finde ich dann nicht sehr fair wenn ich mir die Mühe mache und andere tun es nicht.

Ist wie beim Maskentragen. Wenn ich merke, dass jemand sich unwohl fühlt und sie lieber auf hat (weil er sie trägt) oder weil er auf Abstand geht, dann setz ich sie halt ihmzuliebe auf, weil das seinem Nervensystem Stress spart und in der Gegenreaktion auch meinem. Also tu ich uns beiden einen Gefallen. Das ist halt social contagion.

Klar ich bin auch nicht immer geistig auf der Höhe und mit den Gedanken woanders und vergess das auch mal. Also reg ich mich auch nicht auf, wenn genau dasselbe einem anderen passiert. Das ist menschlich und keine Absicht. Wir vergessen alle mal was oder sind mal mit den Gedanken woanders. Ich bin also sehr flexibel im Denken. So hat es mal eine Bekannte genannt.

Mir war nicht bewusst, dass die anderen Kollegen sich nicht genau dieselbe Mühe machen. Und auch alle Sichtweisen aller Kollegen kennen. Das ist also meine autistische Gabe oder mein Talent.

Wieviele Kollegen und ihre Sichtweisen kennt Ihr denn? Und dabei meine ich, wieviele davon habt Ihr danach gefragt, warum sie das was sie tun, tun?
Ich meine nicht, dass Ihr über Eure Sichtweise vermutet oder glaubt, was der andere aus welchem Grund tut.... Denn das ist Eure Sichtweise und die hat mit Eurem Kollegen rein gar nix zu tun. Damit verursacht Ihr nur eins: Missverständnisse.

Übrigens bekommt Ihr die besten Schnittmengen halt, wenn Ihr über Tabus sprecht. Krankheit, Tod, Alter... und so siebt Ihr auch nicht offene Menschen aus. Denn die wollen davon nix hören. Dabei gehört das halt zum Leben dazu. Davonrennen geht ned. Vor mir schon, aber nicht vor den Dinge, die tabusiert werden. Da kann ich mich ihnen auch gleich stellen, dann hab ich es hinter mir.

Und ab einem bestimmten Alter ist es eh wie bei einem alten Auto... auf eine Delle mehr oder weniger kommt es dann auch nimmer an.

Soderla.. heut gibt's den ersten Psychiatriecomic hier. Bei toonsup und im comicforum hab ich schon den zweiten eingestellt.

Wisst Ihr was ich noch unfair finde? Also dass ich in der Psychiatrie statt in der Herzklinik gelandet bin und auch noch für das ganze Missverständnis für das ich nix kann und wo ich versehentlich 2 Wochen in Freiheitsberaubung verbracht habe auch noch bezahlen soll. Ich hab jetzt mal den Verfahrenspfleger meine Sichtweise gemailt und bin gespannt, ob es dort noch Menschlichkeit und Fairness gibt. Oder ob meine Basiskonfiguration einfach nicht im System vorgesehen ist.

Das geht mir übrigens bei jedem System so, weil die alle nicht mit mir kompatibel sind. Dass ich das ganze dann immer ausbaden muss, ist ja schon schlimm genug. Aber dass dann niemand wahrnimmt, was das mit mir gemacht hat und dass mich das ganze traumatisiert und mir geschadet hat, das kann ich nicht verstehen. Also präfronteral schon, weil dazu ja meine Sichtweise einbezogen werden müsste, für die sich leider keiner interessiert. Ich würde es verstehen, weil mir das halt immer passiert. Das ist schmerzhaft genug.

Es fühlt sich dann so an, als würde noch jemand nachtreten, wenn ich schon am Boden liege. Des is fei a ned grod as gs&uumL;ndeste. Ich weiss schon, dass das keine Absicht ist. Es ist einfach der Gang der Büorkratie und des Systems, in dem ich halt wieder mal nicht vorgesehen bin. Es gibt mich aber WIRKLICH!!! Und es gibt noch mehr Menschen, denen dasselbe oder ähnliches passiert. Ja, es ist gut gemeint, aber das nützt mir dann auch nix, wenn es mir dann geschadet hat. Nur sieht das dann keiner so. Das finde ich sehr seltsam. Und ich weiss, was seltsam ist. Also hab ich meine Sichtweise dem Verfahrenspfleger mal gemailt. Bisher hab ich noch keine Antwort bekommen.

Bei der Krankenkasse war ich auch und hab denen von meinen Erfahrungen berichtet und davon, dass ich mit anderen Betroffenen (Schlaganfallpatienten) gesprochen habe und die über ähnliche Missverständnisse berichteten. Also scheint das ja ein generelles Problem zu sein, dass es vorkommt, dass die Medizin, die gut gemeint ist, schadet. Ich wollte auf diesen Misstand aufmerksam machen.

Ich fühlte mich bedingt verstanden. Denn die Lösung soll ein Vermerk auf dem Krankenkassenkärtchen sein, wenn es mal soweit ist. Also in 2 Jahren. Das ist symptombehandlung und deshalb nicht besonders zielführend. denn dafür müssten die Beteiligten ja auch lesen, was dort steht und nach meinen Erfahrungen ist das eher unwahrscheinlich schon aus Personal - und Zeitmangel.

D.h. es passiert nix. Keine Aufklärung und Verbreitung dieser Sichtweisen mit Beispielen. D.h. es kann Euch genauso passieren. Von den Kosten und Folgekosten will ich gar nicht reden.

Und dann hab ich beim Kinderarzt noch gefragt, weil ich ja Medikamente nur in Kinderdosis vertrage, ob ich nicht dort besser hinpassen würde und hinkann. Tja, leider geht auch das nicht, weil man zum Kinderarzt nur bis 18 kann. Also wieder scheitere ich am Schubladendenken, an den false beliefs.

Man verwies mich an die Psychiatrie. Ja, da scheinen alle zu landen, die in keine Schublade passen oder diverse Schubladen belegen. Beim Neurologen und Psychiater war die Praxis auch voll als ich dort war. Da scheint auch keiner einen Termin abzusagen. Da sind die Patienten dann entspannt, weil die hamm ja was chronisches und sich dran gewöhnt. Und dann scheinen alle in der Praxis ganz relaxed zu sein. Zumindest hatte ich den Eindruck.

Als ich im Wartezimmer extrem mit den Händen wedelte (damit baue ich Energie und Spannung ab und das braucht mein Nervensystem zum Überleben), meinte ein Mitinsasse, ob ich stricke. Ich hatte weder Nadeln noch Wollknäuel dabei. Ich hätte wohl sagen sollen: nein, ich spinne. Das wäre der Situation angemessen gewesen. Allerdings weiss ich nicht, ob mein Gegenüber den Humor verstanden hätte... da besteht die Gefahr, dass das wieder wortwörtlich genommen wird. Das ist mir inzwischen allerdings auch wurschd. Wenn schon Scheisse dann mit Schwung, hat mein Englischlehrer mal gesagt. Also dann...

Irritiert hat mich, dass jetzt alle so nett zu mir sind. Ich kenn das von Arztbesuchen anders... daran hatte ich mich gewöhnt. Meine Bekannte meinte, als der Arzt sie an der Schulter berührte , da wusste sie : scheisse, das ist jetzt was ernstes. Bei mir kommt es da ja jetzt nimmer an. Ich sammel die chronischen Krankheiten inzwischen. Ob es dann Rabatt gibt von der Krankenkasse? 2 vom Preis von einem?

Bassd gut auf Euch auf!

Montag: Nachdem ich vom Verfahrenspfleger noch nichts gehört habe, hab ich heut beim Amtsgericht bei der Telefonnummer angerufen. Ich dachte, ich erreich ihn dort. Nein, sagte eine angespannte Stimme der arbeitet nur f&uumL;r sie. Eine Nummer konnten sie mir dort nicht geben.

Dann hab ich Ihr erklärt , dass diese Verkettung der Umstände mir geschadet haben und ich nun doppelt dafür bestraft werde, dass ich nicht in ein System passe, in dem ich nicht vorgesehen bin.

Sie meinte, ich müsse ja sehen, dass Ärzte , Rettungsdienst , Betreuer ... alle keine Zeit haben. Das weiss ich . Weil ich mich in diese Sichtweisen einfinden kann. Denn ich lese und höre zu. Trotzdem kann ich doch nicht akzeptieren, dass es okay ist, dass mich diese Menschen fast umbringen! Aus Versehen. Weil sie diese Verkettung nicht sehen können und für meine Sichtweise nicht offen sind, weil sie sich keine Zeit nehmen können, weil sie keine haben!

Es hat ewig gedauert und ich musste auch gegen Ihren Monolog anschreien, um meiner Sichtweise Gehör zu verschaffen. Am Ende konnte ich doch an sie andocken. Und ich bin für mich eingestanden! Also ist das ein Erfolg f&uumL;r mich.

Freilich hat sie auch keine Lösung ausser, dass ich halt zahlen soll. Darum ging es mir nicht. Mir geht es um die Menschlichkeit , das Verständnis. Dass sie mich sehen! Dass sie sehen, was das mit mir gemacht hat.

An einer Stelle tat sie sogar dasselbe wie alle anderen, die mir bisher begegnet sind, sie nahm meine Sichtweise nicht ernst. Meine Sichtweise ist genauso wirklich wie die Ihre! Das hab ich Ihr dann gesagt: Merken Sie was? Sie tun gerade genau dasselbe, was mir alle anderen antun. Sie nehmen meine Sichtweise nicht ernst. D.h. ich respektiere die andere Person nicht. Weil sie anders ist. Das würde ich nie tun. Warum tut Ihr das? Merkt Ihr nicht, wie weh das tut, wenn man Euch in Zweifel zieht? Wenn man Euch nicht zuhört und ernst nimmt? Nur weil ich Autist bin (Kindern, Behinderten und älteren Menschen geht es meiner Beobachtung nach genauso) habe ich keinen Respekt verdient?

Das ist respektlos. Ich weiss, dass das niemand absichtlich macht. Es geschieht unbewusst, weil diese Sichtweise (meine , die der aus der Norm fallenden... ) nicht bewusst ist! Das liesse sich leicht lösen. Seid offen für andere! Wenn Euch Menschen verunsichern oder irritieren oder Angst machen, dann geht auf sie zu und lernt sie kennen. Fragt sie , interessiert Euch für Ihre Sichtweise.

Denn ansonsten, verletzt Ihr Menschen. Und Euch selbst am allermeisten. Denn Ihr interpretiert in Dinge, die andere tun, Eure Sichtweise hinein. Beides hat nichts miteinander zu tun! Ihr denkt dadurch, dass der andere Euch absichtlich verletzen oder ärgern will. Das ist nicht der Fall! Viel Schmerz könnte so vermieden werden. Viel Stress und Ärger.

Fragt die Menschen, hört auf Ihren Instinkt (auch wenn Ihr meint es besser zu wissen) , das was sie sagen. Denn nur sie wissen, was das Beste f&uumL;r sie ist! Ihr wisst es nicht. Denn Ihr legt Euren Masstab auf ein Euch unbekanntes Wesen an. Und das funktioniert nicht.

Ich habe die ganze Zeit (auch als ich nicht auf der Höhe war) gesagt: ich will heim. Und genau das war mein Wille. WEil das die Stimme meines Instinkts war. Der weiss was für mich richtig und wichtig ist. Niemand sonst weiss das. Und wenn er noch soviel studiert hat.

Ich soll sagen, dass ich Autist bin. DAs haben meine Ergo und meine Mama gemacht. Es hat nix genutzt. Was schreiben, Vorkehrungen treffen . Das werd ich tun, doch weil keiner Zeit hat, wird das niemand lesen. Bzw. ich zweifle daran, dass es etwas bringt. Weil damit nicht das Grundproblem behoben wird.

Und das ist: Nehmt Euch Zeit! Beobachtet! Hört zu! Nur dann könnt Ihr erkennen, ob und welche Hilfe jemand braucht, wenn er nicht selbst darum bitten kann. Leider ist das im derzeitigen System nicht vorgesehen. Weil keiner mehr Zeit hat oder wie die Schwester , die ich heute getroffen habe , gemeint hat: jeder hat Zeit. Aber es nimmt sie sich keiner mehr.

Ich schon. Ich habe das soweit ich konnte, immer getan. Leider ohne Wirkung auf der anderen Seite. Jetzt starte ich erstmal mein eigenes Projekt. Und tu das, was gut für mich ist. Nur so kann ich heilen. Und dann wenn es mir wieder gut geht, kann ich das ja nochmal angehen. Wenn es mir dann noch wichtig ist.

Meine Mama hat das mit dem was mri passiert ist (und meiner Schwester ja auch... , da lief auch viel schief auch aus vielen Gründen... ) so formuliert: Sterbehilfe auf Rechunung. Das klingt drastisch. Aber aus meiner Sicht war es so. Ich bin froh, dass ich das überlebt habe.

Ein System, dass die Sichtweise aller ausser demjenigen für den es gemacht wurde, berücksichtigt, führt sich selbst ad absurdum. Es macht sich überflüssig. Man ist ohne deutlich besser dran.

Da jeder Mensch eine Anomalie auf seine Art und Weise ist, betrifft Euch das alle! Nicht nur Randgruppen. Ihr denkt nur, dass es Euch nicht betrifft. Bis Ihr damit in Kontakt kommt. Dann seid Ihr genauso traumatisiert wie wir auch. Es tut ganz schön weh. Das hat die Wahrheit so an sich. Sie kann ja nix dafür. Es ist unser Gehirn, die Amygdala, die sich dagegen wehrt. Doch nur durch diesen Schmerz der Wahrheit können wir heilen und im Leben das nächste Level erreichen.

Dieses sich nicht verstehen bis zum Zusammenbruch von Systemen wiederholt sich immer wieder. Weil wir Menschen in stressigen Zeiten nicht denken können. Das ist sehr schwer.

So sind schon viele Hochkulturen zugrunde gegangen. Der Turmbau zu Babel ist auch eine solche Geschichte. Auch dort steckt Wahrheit drin.

Auch Menschen, die den Holocaust überstanden haben, wurden so flexibel im Denken, dass sie sich in die Sichtweise der Täter einfühlen konnten und Mitleid mit ihnen hatten. Nur so blieben sie gesund und konnten das ganze überstehen. Wer mir nicht glaubt: lest Victor Frankls Buch. Da ist das beschrieben. Aus seiner Sicht. Und der war ein Fachmann. Psychiater und Neurologe.

Wenn Ihr mir nicht glaubt, dann glaubt ihm.

Ich bitte Euch um eines, gebt jedem Menschen eine zweite Chance. Einen zweiten und dritten und vierten Eindruck und revidiert Fehlsichten. Dann wird das Leben für alle einfacher und angenehmer und schmerzfreier. Das wäre sehr schön.

 
Die Diagnose - Die Glaa aus ERH 2020 (Psychiatriecomics)
21.11. bis 27.11. Sinnkrise, Limbi, mein präfronteraler Kortex und ich ...

Samstag: Soderla... irgendwie will mein Gehirn wohl, dass ich endlich mal lerne mich auch selber wichtig zu nehmen und nicht nur immer an die anderen zu denken.

Seit dem Systemabsturz geht das Denken an andere nur noch eingeschränkt und soziale Kontakte sind mir sehr anstrengend geworden. D.h. ich vertrage Mini-Dosen an menschlichen Kontakten und brauche hinterher Zeit für mich zum sozialen Rückzug und um vor mich hinzustieren. Das ist Limbis offline-Modus.

Wie Ihr merkt , les ich grad das Buch Limbi. Im Endeffekt gibt es zu meinen bisher durch Beobachtung und das Lesen anderer Hirnforscherbücher, wobei einige Hirnforscher sehr trocken schreiben... die Bücher hab ich zwar, aber das packt mein Limbi nicht, die zu lesen, viele Überschneidungen. Alsos es passt grad richtig gut. Deshalb hat es mich also magisch angezogen.

Lesen kann ich auch nur langsam und weniger als früher. Maximal ein Kapitel. Dann bremst mich Limbi aus und sagt, dass es jetzt genug ist. Ich hör auf ihn. Denn sowas wie den Systemabsturz will ich kein zweites mal mehr erleben. Vom Rest mal ganz abgesehen.

Ich stecke grade in einer Sinnkrise. Nach dem Systemabsturz ist das kein Wunder und auch nicht sonderbar. Sonder einfach menschlich und notwendig.

Ich hatte Euch ja davon erzählt, wie ich bei der Rettungswache ein Dankeschön abgegeben habe. Darüber gefreut hat sich das Gegenüber nicht. Ich konnte seine Anspannung wahrnehmen. Wieviel davon an mir und meiner unerwarteten (vielleicht deswegen von seinem Limbi als bedrohlich empfundener) Geste lag und an meiner autistischen direkten Art, weiss ich nicht. Es war wohl eine unglückliche Kombination von x Faktoren.

Selbiges ist mir gestern bei der Polizei passiert. Da bin ich nicht mal die Rittersportw&uumL;rfel losgeworden. Das gilt schon als Bestechung. Dabei wollte ich mich nur bedanken. Und da mach ich mir halt schon so meine Gedanken, wie weit das mit der Bürokratie bei uns gekommen ist. Wenn man ned amol mehr Menschlichkeit in Form von Wertschätzung und Schokolade und Dopamin annehmen darf.

Ich war noch nie bei der Polizei. Mein Limbi hat Angst vor Uniformen. Warum auch immer. Also hab ich mich dieser Angst gestellt. Und Limbi war auch damit einverstanden. Denn es fand cool, wie gelassen die Polizisten waren, als sie mich ins Bezirksklinikum gefahren haben. Nicht dass Limbi dahinwollte! Ganz im Gegenteil. Aber was hätte Limbi machen sollen?

Ich weiss leider nicht, was sie mit mir in der Notaufnahme angestellt haben. Limbi war offensichtlich not amused und wehrte sich. Ich vermute, dass es daran liegt, dass ich Medikamente nur in homöopathischen Dosen vertrage und Menschen auch. Wegen meinem autistischen Limbi. Und wenn man Limbi festhält dann tut es ihm halt weh und dann wehrt es sich... Und dass die Medikamente dann auch noch zeitlich verzögert wirken, war sicher auch nicht besonders günstig.

Die Anspannung um mich herum, hat auch ihren Beitrag dazu geleistet. Und wahrscheinlich auch dass derzeit soviele Menschen im Krankenhaus landen .... Es werden x Faktoren dort hineingespielt haben. Ich kann es nicht ändern.

Da ich nicht mehr reagieren konnte (mein präfronteraler Kortex war ausser Gefecht gesetzt durch die soziale Anspannung um mich herum und die Medikamente), reagierte Limbi und rettete mir so mehrfach an diesem Tag mein Leben. Deshalb bedanke ich mich an dieser Stelle mal bei ihm. Denn er hat es nicht nur gut gemeint, sondern sehr gut gemacht. Denn er war der einzige , der in meinem Interesse und der meines Gehirns (das will ja gern überleben) gehandelt hat.

Leider wurde die Reaktion meines Limbis von den Profis fehlinterpretiert. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Ich ging die Treppe hoch und klingelte also bei der Polizei (es stand gross auf dem Klingelschild wie bei der Rettungswache auch - das fanden Limbi und mein präfronteraler Kortex sehr hilfreich). Dann gelangte ich in den Vorraum und da kam dann ein Polizist und sprach durch die geschlossene Scheibe und mit Mundschutz. Ich war ebenfalls mundbeschutzt. Wir hatten dadurch erhebliche Kommunikationsschwierigkeiten.

Mein Limbi wurde auch durch diese ganzen Vorsichtsmassnahmen deutlich irritiert und damit konnte mein präfronteraler Kortex nicht besonders gut denken. Ich stammelte herum, was der Kommunikation auch nicht besonders zuträglich war.

Am Ende holte er dann einen Kollegen. Der sollte das gewesen sein. Mangels Gesichtserkennungssoftware meinerseits (Gesichtsblindheit) konnte ich ihn nicht wiedererkennen. Ich weiss nicht, ob es einer der beiden Polizisten war. Also musste ich mich einfach darauf verlassen.

ich wollte also die Comics und ein DAnke-Kärtchen und eine Packung Schokowürfel als Dankeschön abgeben. Das hab ich dann noch irgendwie rausgebracht. Es hat ewig gedauert. Die Anspannung bei meinem Gegenüber war für mein Limbi deutlich wahrzunehmen. Ob das nun an mir, der Scheibe, den Mundschutzen , dem Stress des Tages oder anderen Dingen hing, weiss ich nicht. Wahrscheinlich war es der komplexen Gesamtsituation geschuldet.

Daraufhin erfuhr ich, dass er meine Schokowürfel nicht annehmen durfte. Aber die Comics. Die sah er sich dann an, allerdings konnte ich keinerlei freudige Reakton erkennen. Aber ich bin ja nicht so gut, im Erkennen von Gefühlen bei anderen. Es kann auch daran gelegen haben, dass mein Limbi sich grad sehr unwohl fühlte.

Als ich sagte: ich möchte mich bedanken, dass sie so gelassen waren, als sie mich ins Bezirksklinikum gebracht haben. Ich war 16 Tage da, bis die den Irrtum bemerkt haben, meinte er nur: Da bleibt mer drin, bis halt wieder bassd.

Mein Limbi war sichtlich irritiert und mein präfronteraler Kortex brauchte dafür noch nachverarbeitungszeit. D.h. dass ich nicht so basse wie ich bin.... Wenn jemand aber nicht weiss, wie ich bin, wenn ich bass, woher will er dann wissen, wann ich wieder bass?

Ich hatte ja schon meine Bedenken im Bezirksklinikum der Ärztin mitgeteilt, dass wenn sie erwartet, dass ich so werde wie sie, sie lange warten kann, dass das , wie ich jetzt sei schon für meine Verhältnisse dem für mich normalen Mass entspricht.

Sprich: Limbi hatte Angst, dass ich aufgrund meiner autistischen Besonderheiten dort gar nicht mehr herauskomme, weil ich ja generell ned bass.

Meine Sinnkrise wurde dadurch ausgelöst, dass meine Dankesbemühungen auf wenig Gegenliebe gestossen sind. Aufgrund des ich-habe-keine-# Zeit-Syndroms. Das war keine Absicht. Ist es schon soweit, dass meine Umwelt keine Wertschätzung mehr annehmen kann, wenn ich sie ihr entgegenbringe? Wo mir das so schwer fällt?

Wo ich so drüber nachdenke, fällt mir auf, dass es mir auf Arbeit ja genauso ging. Ich gab mir Mühe die Sichtweise und Logik hinter dem Handeln und Denken meiner Mitkollegen zu erforschen, indem ich sie danach fragte, was zu einer Überdosis menschlichen Kontakts und im Nachgang zu meinem Systemabsturz führte. Zusammen mit anderen Faktoren , nämlich, dass wir wie die Pflegekräfte auch bei uns das letzte Glied in der Kette sind. Wir können nix mehr weiterdelegieren und so haben wir uns als 1,5 Mann - Abteilung soweit optimiert wie es möglich war. Bei uns ist alles gelandet. Ich könnte mich also mit Fug und Recht wie bei Hubert und Staller : ich mach alles nennen.

Das war wieder dem Problem geschuldet, dass das ich habe keine Zeit-Syndrom aller anderen Abteilungen auf uns in Kettenreaktion zusammentraf. Diese gaben Ihre Probleme an uns weiter, behoben nicht die Ursachen und dies führte zu einer weiteren Verschärfung der Situation.

Meine bisherige Lösung dieser Problematik der Selbstoptimierung und der immer mehr auf uns einstürmenden Aufgaben und Arbeiten, z.B. HR-Self-Service , IT-Self-Service ... führte mich dann in die Notaufnahme und im Anschluss in die Psychiatrie. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Aus heutiger Sicht (nach den Erfahrungen aus der Rettugnswache und der Polizeiwache und auch mit dem Verfahrenspfleger und der Dame vom Amtsgericht) macht es keinen Sinn so weiter zu machen. Es ist gescheiter gar nix zu tun. Denn ein weiteres Handeln würde die Situation nur für alle Beteiligten udn auch für den Kunden verschlimmern.

Ich arbeite mit vielen Kollegen aus unterschiedlichen Abteilungen zusammen und ihre Aufgaben, das Todo ist zu uns abgewandert. Es ist aber nur immer nur was neues dazugekommen und nie weg. Und die Probleme gehören uns nicht. Es ist zuviel geworden. Wir haben auch mit zu vielen Menschen zu tun.

Ich kann beobachten, dass Handwerker am effizientesten zu zweit im Team arbeiten. Und aus der Zusammenarbeit mit meinem Kollegen kann ich das auch bestätigen. Die Sprache sagt es ja auch: Viele Köche verderben den Brei. Man steht sich im Weg und behindert sich.

D.h. mit der Anzahl der Mitwirkenden bei einem Projekt, steigt die Anzahl der Missverständnisse und damit sinkt die Qualität des Ergebnisses und auch die Geschwindigkeit der Umsetzung. Denn am schnellsten ist man, wenn man seine Arbeit im 2-er-Team in Ruhe erledigen kann.

Mit der Ruhe ist es schon lange vorbei, da ich immer von anderen Kollegen, die Dinge benötigen aus meiner Arbeit herausgerissen werde. Alles ist dringend! Limbi und mein präfronteraler Kortex konnten sich nicht mehr entscheiden. Limbi übernahm die Oberhand bis nix mehr ging. Ich konnte nicht mal mehr einstempeln (ja auch dafür gibt es eine Software) oder die Zeiten erfassen, dafür gibt es eine zweite Software, die mit der anderen nicht verknüpft ist.

Die shciere Menge an Workarounds und Aufgaben überforderte mein Gehirn und der blinde Aktionismus meines Umfelds und dessen Anspannung brachten Limbi dazu dass dann gar nix mehr ging.

Ein Grundprublem ist auch, das was mir meine ehemalige 80-jährige Etz hat's gschnaggelt - Handarbeitslehrerin klargemacht hat. Die Stillen sieht niemand. Sie machen ihre Arbeit doch werden nur die lauten Schüler gesehen. Das ist in der Arbeits- und Erwachsenenwelt auch nicht anders. Und auch das hat zu diesem Problem und meinem Zusammenbruch beigetragen.

Hinzu kommt noch, dass unser Gehirn und das des Umfelds sich an diesen Unzustand gewöhnt. Wir sind sehr leidensfähig und auch findig neuen Sinn zu finden. Anscheinend habe ich das so dermassen zur Perfektion getrieben, dass es zu einem schweren Datenbank-Absturz kam. Mein Hirn wurde viel zu schnell und konnte mit dem denken nicht mehr aufhören. Die Notabschaltugn durch Limbi war die Folge.

Den Pflegekräften geht es ja ähnlich. Die halten viel aus. Die sind Kummer gewöhnt. Und jetzt hört auch keiner auf sie. Auf unsere Abteilung übrigens auch nicht. Ich war mir auch nicht klar darüber dass wir uns in derselben verfahrenen Situation befinden. Was ich wiederum vom Systemdenkansatz faszinierend finde. Mein Hirn ist gut darin simplifizierte Muster durch das Aufdecken von Anomalien zu entdecken.

Also wo ich bin, da ist die Anomalie. Ich bin also als Forschungsobjekt durchaus interessant. Faszinierend.

Wie lässt sich dieses Problem nun lösen? Da mir nur die Daten aus meiner Arbeit vorliegen, kann ich auch nur diese analysieren. Und ich denke, der erste Schritt ist, bei uns in der Abteilung zu beginnen. Beim letzten in der Kette eine Verhaltensänderung einzuleiten.

Aufgrund der Erkrankung meines Kollegen und mir hat sich das jetzt eh ergeben. Unsere Limbis haben die Notbremse schon selbst gezogen.

Hinzu kommt auch noch der Irrglaube, dass man unter Druck besser arbeitet. Unter Druck geht die wahrscheinlichkeit, dass ich ein Ergebnis erreiche , gegen 0. Wer das nicht glauben will, dem empfehle ich die Lektüre des ersten Kapitels von Limbi. Da steht das sehr schön beschrieben, warum das so ist.

Ein weiterer Irrglaube ist, dass man mehr Projekte machen muss und dabei immer mehr Personal einspart. Mit Computern , Vernetzung , Globalisierung ist dies möglich geworden. Wir können gleichzeitig an x Projekten arbeiten. Ich glaube bei mir waren es am Tag 10 bis 20. In 5 Stunden wohlgemerkt. Zwischen denen ich bzw. mein Limbi und mein präfronteraler Kortex auch noch hin und herspringen mussten.

Ihr wisst schon, was dadurch passiert? Limbi is not amused. Denn das bedeutet noch mehr Druck.

Wie haben nun die Handwerker hier bei uns das Problem gelöst? was machen sie anders? Also auch ein Firmenschef hatte einen Zusammenbruch und lag im Krankenhaus. Erstmal hat er Dinge ausgelagert, die nicht zu seinem Kerngeschäft gehören und setzt auf bessere Vernetzung mit den anderen handwerkern (Gerüstbauer, Elektriker...), d.h. das wird dem Kunden abgenommen, und er hat auch Baustellen absagen müssen und erstmal Personal abgebaut.

Was passiert in den grossen global aktiven Firmen? Sie reduzieren Personal aber sie reduzieren nicht die Baustellen! Ein Handwerker kann immer nur auf einer Baustelle gleichzeitig arbeiten. Und bei uns nicht-Handwerkern ist es genauso!

Anstatt Projekte zu überdenken und Kunden abzusagen, aquiriert man aber noch neue Projekte dazu! D.h. auch das verschärft diese Problematik! Es muss zum Zusammenbruch führen. Und meiner persönlichen Erfahrung nach trifft es dann die Stillen, die sich gar nicht mehr bewusst sind, was sie da alles leisten, weil es keiner mehr sieht! Weil sie gar nicht mehr gesehen werden! Weil die Wertschätzung dem ich-habe-keine-zeit-Syndrom zum Opfer gefallen ist.

Jeder Mitarbeiter sieht auch nur noch seinen Teil im Kontakt mit der letzten - in -der-Kette-Abteilung. Und somit sieht niemand, wieviel workarounds inzwischen aus allen Abteilungen auf den letzten in der Kette gelandet sind!!!! Sie selbst sehen das auch nicht mehr. Hier müsste ein Blick von aussen - Mitfühlen, Empathie - vorhanden sein! Den gibt es aber nicht. Bzw. selbst wenn neue Kollegen hnzukommen, werden die in diesem "feindlichen" Klima nicht überleben. Ausserdem hört man ihnen auch nicht zu! Denn jeder ist damit beschäftigt, selbst den Kopf über wasser zu halten.

D.h. die, die alles noch zusammengehalten haben, fallen als erstes. Und da alle anderen Abteilungen ihre Aufgaben an sie delegiert haben, und auch die Workarounds bei ihnen gelandet sind, werden in der Folge auch die anderen Abteilungen handlungsunfähig.

Allerdings wird selbst dann das Problem immer noch nicht erkannt, weil der Gesamtüberblick weiterhin fehlt. Die in der Abteilung arbeitenden und Erkrankten suchen bei sich die Schuld.

Die Aussenstehnden nehmen gar nicht wahr, warum die Kollegen ausgefallen sind. Sie warten einfach mit ihren Problemen bis die Kollgen wiederkommen. Das geschieht nicht absichtlich, sondern weil jedes Limbi um sein überleben kämpft.

Selbiges gilt für die Prozesskette über die ich in der Psychiatrie gelandet bin. Jeder meint es gut. Aber am Ende schadet es demjenigen für den das ganze gedacht war. Das macht die gesamte Verfahrenskette per se sinnlos.

Das passiert wenn Projekte lang laufen und die Mitarbeiter nicht wechseln und auch keine neuen dazukommen. Ich frage mich, ob dieser Tipping-Point rechtzeitig hätte erkannt werden können?

Allerdings ist das jetzt nicht wichtig. eRstmal ist die Frage, wie kommt man aus dieser verfahrenen Situaton wieder heraus? Meiner ANsicht nach könnten hier (zumindest bei uns Scrum-Prinzipien bzw. der gesunde Menschenverstand ) helfen.

Ich glaube, dass der letzte in der Kette zuerst die Probleme wieder an die zurückdelegieren muss, denen sie gehören. Also überhaupt mal überlegen, was ist die Aufgabe unserer ABteilung? Was war sie bevor wir da reingerutzscht sind?

Wir haben aufgeräumt. Und Datne auf Fehler analysiiert. Also Ursachenbehandlung betrieben. Und Prozesse immer wieder in Frage gestellt und überarbeitet. Ich denke, dass auch nur das unsere Aufgabe sein sollte bzw. auch von anderen Abteilungen mitgemacht werden muss. Überhaupt wenn das sonst kein anderer macht.

D.h. da wir zu diesem Aufräumen nicht mehr kamen, wir auch darauf hingewiesen haben - ich habe Bug-Tickets geschrieben, mit Kollegen aus anderen Abteilungen gesprochen ... Wenn ich Kollegen fand, die auch dieser Ansicht waren, wurden sie "von oben" wieder zurückgepfiffen. Das war sehr enttäuschend für mich. Denn ich bat um Hilfe und bekam keine. Niemand sah wie schlecht es uns ging. Wir am allerwenigsten. Denn Limbi kann das nimmer, wenn es im Überlebensmodus unterwegs ist.

Ihr seht also, es sind viele faktoren, die dazu beitrugen. Es gibt keinen Schuldigen. Wir sind alle Opfer und Täter zugleich.

Wenn unsere ABteilung nix macht, ist es das beste, weil es die Probleme dann zumindest nicht weiter verschlimmert.

In dieselbe Problematik kommen Pflegekräfte, Rettungsdienste , Notarzt, Polizei.. auch sie sind die letzten in der Kette. Die die schweigend ihren Dienst tun. Die Stillen.

Ich denke die Kettenreaktion müsste nun in umgekehrter Richtung von unten wieder nach oben gegeben werden. Was eh passieren wird. Wenn man es nicht selber tut, dann regelt es die Natur der Dinge weil irgendwann die gesamte Abteilung ausfällt. so wie bei uns.

D.h. entweder wir handeln jetzt oder es wird für uns geregelt. Ob uns das dann gefällt wie es dann geregelt wird, ist halt die Frage.

Noch was frag ich mich .... die Coronatoten , die Gesamtzahl sieht erschreckend aus. Es sterben aber ja auch zu Un-Coronazeiten viele Menschen an diversen Krankheiten. Wenn man die Summe aller Krankheiten (Spezialistenschublade) des letzten Jahres zusammenzählt , ist das dann dieselbe Zahl wie die Gesamtzahl der Coronatoten? Also kann das sein, dass auch hier ein False Belief am Werk ist?

Weil wir die Einzelzahlen der Krankheiten wie Krebs, Diabetes , Herz- und Kreislauferkrankungen, Schmerzerkrankungen .... nicht sehen und auch nicht in deren Gänze?

Oder ist das voneinander unabhängig?

Da ich nicht in die alte Situation zurück kann, mein HIrn funktioniert auch so nicht mehr, es wehrt sich mit leibeskräften dagegen, ich kann mir nämlich nix mehr merken und ich habe ja komplette Daten verloren und sie auch damit nur schlimmer machen würde , das ist also sinnlos, überlege ich wie wir die Kettenreaktion wieder umkehren und in gesunde Bahnen lenken können.

Und dazu kann das Beispiel vom Handwerker als Basis dienen. Wie im Kleinen so funktioniert es auch im Grossen. Das ist etwas, was aus Sicht meines LImbis und meines präfronteralen Kortex Sinn ergibt. Ich konnte bisher nur an einen Kollegen andocken. Bei den anderen kam keine Reaktion. Weil sie mit anderen Dingen beschäftigt sind, die scheinbar wichtiger sind. Tja, solange ihr Limbi das so sieht, wird die Kettenreaktion von unten nach oben weiterlaufen.

Derzeit habe ich also das Problem, dass mich niemand versteht. Obwohl ich eine Idee hätte wie wir das Problem angehen können. Alles andere wird sich erst im Versuch zeigen. Die Energie dies zu tun hat mein Hirn derzeit nicht. Also machen kann ich das selber nicht. Ich kann nur meinen Rat beisteuern, aber derzeit will den leider niemand hören. Ausser einem Scrum-Master aus Leidenschaft, der aus einer anderen Abteilung kommt. Hm...

Das ist wie bei einem Drogen oder Alkoholabhängigen oder einem Kranken... die mangelnde Krankheitseinsicht... und solange die nicht da ist, machen alle (die noch können) so weiter wie bisher und verschärfen das Problem noch weiter. Was zu weitern Kollateralschäden wie mir und meinen Kollegen führen wird. Die sind krank geworden oder sogar gestorben. Es ist ernst. Aber niemand erkennt den Ernst der Lage. Und der, der es tut, dem glaubt man nicht. Ich bin das ja gewöhnt. Ich geb noch nicht ganz auf. Ich werde erstmal mit zwei Kollegen reden. Wenn die mich aber auch nciht verstehen, dann seh ich da auch keinen weiteren Sinn, dort weiterzumachen. Das würde mich nur kränker machen. Und das kann ich mir grad nicht leisten.

So jetzt gibt es noch einen Comic. Der passt auch zu Limbi , der Amygdala und dem Ernst der Lage... Ich hoffe, Ihr könnt trotzdem schmunzeln. Denn Ihr wisst ja: Humor beginnt da, wo einem das Lachen vergeht. Das ist auch der Weg zur Heilung. Und da will ich ja hin. Da sind sich mein präfronteraler Kortex und Limbi (Amygdala) einig.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein schönes Wochenende!

Sonntag: Gestern hat mich ein Kollege von der Arbeit angerufen. Und ich konnt nicht anders und hab ihm meine Ideen zur Lösung der Probleme, die zu meinem Zusammenbruch geführt haben , erzählt. Er hat auch von der Arbeit erzählt, dass er Land unter ist und von 08:00 bis 20:00 Uhr im Keller im Homeoffice sitzt bis auf die Mittagspause.

Das hat gestern dann wieder zu einer Angst-Panikattacke geführt und heute früh ist mir da ich grad das Buch Angst- und Panikstörungen für meine Mama wegen ihrer Herz-Rhythmus-Störungen besorgt hatte (und sie ist begeistert, obwohl sie sonst nix liest, weil sie auch schlecht sieht), zuhilfe gekommen, dass ich das Telefonat damit in Zusammenhang bringen konnte.

Ich hab daraufhin das Problem an den zurückgegeben, der es hat. An meinen Kollegen. Und heute früh eine Mail geschrieben. Mir tut das alles ned gut. Das ist sehr schwer für mich wahrzunehmen, dass es mir nicht gut geht. Ich will darin noch besser werden.

Ich will derzeit keine Kontakte zu Kollegen und nix von der Arbeit hören. Das hab ich ihm mitgeteilt. Denn es macht mich krank. Erstaunlich. Es scheint also in meinem Hirn mit Limbi als Widerwille verknüpft zu sein. Angst ist ja nix schlimmes sondern ein Warnsignal. Okay, dann soll und will ich jetzt drauf hören.

Mir fällt das ja sehr schwer, weil Angst zu meiner Standardkonfiguration zu gehören scheint. Das ist das, was meinem Autismus zugrunde liegt. Und Ihr wisst ja unser Gehirn gewönt sich an Dinge, von denen es ständig umgeben ist. Also fällt es einem dann gar nicht mehr auf. Daher habe ich immense Schwierigkeiten das Gefühl zu identifizieren.

Ich weiss, dass mir kalt wird, ich friere (von innnen heraus) , eine Gedankenspirale in hoher Geschwindigkeit wird gestartet und beschleunigt sich... Inzwischen kann ich dabei zusehen und sie beobachten und warten bis dieser Sturm vorüberzieht. Es ist nicht leicht. Und es kann sehr lange dauern. Was mit meiner hypersensiblen Stressachse aufgrund des Autismus zusammenhängt.

Und Limbis Widerwille wird durch die Ablehnung von meinem dadurch bedingten Anderssein und der Inkompatibilität mit den Systemen der sogenannten Norm noch verstärkt. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Dieses Problem liesse sich aber durch barrierefreies Denken der gesamten Menschheit aus der Welt schaffen. Leider ist dies nicht so einfach wie ich erfahren habe. Daher resultieren meine letzten "blauben Flecke" und der Systemabsturz. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Meiner Mama ist zwar aufgefallen, dass es mir nicht gut ging und sie hat es mir auch gesagt (im Gegensatz zu meinen Kollegen) , aber auf sie konnte ich ja nur noch bedingt hören. Im Rahmen meiner Möglichkeiten und da war es dann schon zu spät. Denn mein Hirn war da jenseits der Aufnahme- und Reaktionsfähigkeit. Lässt sich jetzt auch nicht mehr ändern. Ausserdem muss ich ja meine Erfahrung selber machen. Es reicht ja nicht, mir das Wissen mit dem Nürnberger Trichter zu übertragen. Das wusste ich ja schon.

Heute hatte ich eine kleine Diskussion mit meiner Mama zu dem Thema. Ich war mir am Ende nicht sicher , ob das jetzt ein Streit war. Deshalb hab ich sie gefragt. Nein, es war nur ein Austausch unserer Sichtweisen. Es fällt mir also auch schwer Konflikte zu erkennen. Vielleicht sehe ich auch welche, wo gar keine sind. Das bestätigt meine Erfahrung, dass ich einfach den anderen frage. Und das hab ich ja gemacht.

Danach war ich mit meinen Kräften am Ende und brauchte eine Runde Gassi mit meinen Gedanken. Denn ich musste sie sortieren, um das Thema Arbeit abzuhaken, die mir derzeit nicht guttut.

Das gelang mir auch, weil ich mich bei einer Nachbarin kurz "auskoten" konnte und dann spürte eine Katze, dass ich etwas Schnurrberuhigung brauchen konnte. Sie brachte mich mit ihren akrobatischen Einlagen zum Schmunzeln nachdem die Trauerverarbeitung mittels Druckablass durch Weinen abgeschlossen war. Der Trauerprozess ist somit erstmal beendet.

Nachbarin und Katze bin ich sehr dankbar.

Und dann lief mir eine Familie (grosse Tochter, Papa, Mama und grosser Hund) über den Weg. Und die fragte ich dann, wie sie es schaffen, so einträchtig miteinander spazieren zu gehen. Die Antwort war einfach: Wir hamm des scho immer so gmacht.

In meiner Kinderheit haben wir auch solche Spaziergänge unternommen, aber irgendwann ist uns das abhanden gekommen. Ich wünsch mir das auch mal mit meiner Mama und Schwester machen zu können. Das ist derzeit aber noch aufgrund von Spastiken meiner Schwester und halbseitigen Lähmung und aufgrund von Herzrhythmusstörungen meiner Mama und der daraus resultierenden Luftnot bei meiner Mama noch nicht möglich.

Aber vielleicht schaffen wir das ja mal zusammen. Jetzt wo sie das neue Buch hat, das ihr hilft. Und meine Schwester hab ich ja auch zu zwei Spaziergängen bekommen. Das letzte mal war sie aber sehr wackelig und unsicher. Sie hatte auch Angst. Vielleicht kriegen wir das mit dem Wissen aus dem Buch "Limbi" und "Panik - und Angststörungen" hin. So als familäre Selbsthilfegruppe. Wir lernen voneinander. Das ist irgendwie total cool.

Anscheinend hab ich es aufgrund meines Autismus und der damit einhergehenden Hartnäckigkeit und dem Problem mit einer Sache, die mich fasziniert nicht aufhören zu können, geschafft , zuviele Sozialkontakte mithilfe des präfronteralen Kortex zu haben. Ich diagnostiere also meinerseits, dass mein Zusammenbruch auch einer Überdosis von Kontakten geschuldet war. Nicht in echt. Virtuell. Aber das macht keinen Unterschied. Denn beides ist immens anstrengend. Ich hatte das ja zu Forschungszwecken gemacht. Und da ich zuviel an andere denke, bin ich da über das Ziel hinausgeschossen.

Weil ich mich dabei ganz vergessen habe. Ich muss und will erst lernen auf mich zu hören. Lernen zu verstehen wie es mir geht, wenn das mit meinem autistischen Nervenystem hinzubekommen ist, und auch auf meine Sichtweise zu bestehen. Ich habe nämlich aufgrund des Autismus auch Schwierigkeiten damit, dass andere Menschen mich ernst nehmen. Weil man mir das halt nicht ansieht, wenn es mir nicht gut geht. Da kann ich aber auch nix dafür.

Und lernen zu wissen, was ich will. Also was Limbi nicht will nicht zu erzwingen. Ich hab das zwar ohne Zwang geschafft, aber wenn man mit anderen Sichtweisen arbeitet, scheint die Datenbank im Hirn irgendwann aufgrund der daraus resultierenden Datenflut und dem Dopamin und Endorphin-überschuss zum Absturz zu kommen. Wie bei einer Überdosis oder einem Alkoholkoma. Das kriegt man also auch mit einer Überdosis an Informationen im Hirn hin. Denn jede Datenbank kommt mal an ihre Grenzen.

Anscheinend hab ich dadurch das Sichtweisen-Level von 80-jährigen Frauen erlangt. In sehr kurzer Zeit. In den letzten 6 Jahren. Natürlich haben die insgesamt 47 Jahre autistische Beobachtung und die - anderen - verstehen - wollen, aber ständig auf die Nase fallen, auch zu dieser Erfahrungsstufe beigetragen.

Die Frau mit dem Hund hab ich auch gefragt, wieviele soziale Kontakte sie hat und wie die Norm in die Köpfe der Menschen kommt. Zu ersterem meinte sie: ihre Familie und dann 1 Sozialkontakt (Freund, Freundin) alle 2 bis 3 Wochen.

Da sie im Gleichgewicht wirkte (und ihre Familie auch) , komme ich zu dem Schluss, dass ich eine Überdosis Sozialkontakte durch meine Neugier erlitten habe und durch die Arbeitslast und andere Faktoren kam es dann zum Systemabsturz meinerseits.

Ich werde es also nun mit der von ihr empfohlenen Dosis versuchen. Derzeit ist mir alles zuviel. Mittlerweile kann ich an jeden andocken. D.h. sie nehmen mich anscheinend als offen war. Zumindest sagte die Nachbarin, dass ich doch bitte so offen bleiben soll.

Damit hat sie mich zum Überlegen gebracht, ob das wirklich so gut ist. Denn ich weiss nicht so recht, wie ich signalisieren kann, dass ich "geschlossen" habe und sozialen Kontakten derzeit nicht aufgeschlossen bin.

Ein ich-will-nicht-reden T-Shirt-Spruch könnte helfen.... , Kapuze hab ich heute versucht, es hat nicht funktioniert. Was funktioniert, ist wenn ich mich mit singen und den H&aumL;nden dirigierend durch die Gegend laufe. Das schreckt die Leute ab. Das habe ich gestern festgestellt. Da ist mein Autismus also für was gut. Seltsamkeit hilft also vor Menschen, die spüren, dass ich offen bin, und sich bei mir auskotzen wollen.

Meine Ergotherapeutin hilft mir dabei mich für mich selber einzusetzen und herauszubekommen, was ich will. Denn das ist mir seit ich denken kann, abgewöhnt worden, weil mein ganzes Verhalten meiner Oma sehr peinlich war. Mit mir fällt man immer auf. Ich wurde also in meiner Gesamtheit abgelehnt. Und jetzt lern ich mich zu akzeptieren und zu lieben wie ich bin und das mit dem Willen kommt jetzt noch dazu. Das lerne ich auch noch. Ich hab ja schon einiges hinter mir.

Die Ergo war schon zuviel. Jetzt haben wir die Kontaktdosis auf alle 2 Wochen reduziert und auf Physiotherapie verzichte ich ganz. Denn der Körperkontakt ist mir derzeit unerträglich. Wahrscheinlich war er das schon immer, doch hab ich einfach nicht auf Limbi gehört.

Wie die NOrm in die Köpfe der Nicht-Autisten kommt, konnte mir die Frau nicht beantworten. Das wusste sie auch nicht. Ich vermute, dass wir es in den Umfeldern lernen, in denen wir usn aufhalten und automatisch übernehmen. Weil wir uns unbewusst ja der Umgebung anpassen um zu überleben. Evolution halt. Es fällt uns gar nicht auf.

Als ich auf Reha war, da sagte eine Zimmergenossin immer: "Insofern...". Als ich eine Zeit lang daheim war, fing auch ich an diese Floskel immer wieder zu benutzen. Der soziale Kontakt mit ihr hat zeitverzögert (aufgrund meines Autismus) abgefärbt. Es dauerte Wochen bis ich mir das wieder abgewöhnen konnte.

Unser Gehirn lernt ja durch Wiederholung. So setzen sich Ohrwürmer in unserem Gehirn fest oder Werbejingles. 00 ist die Hygiene für's WC , sein weisses Pulver schäumt wie schnee... - das krieg ich nicht mehr aus meinem Hirn raus. Ihr? Oder den Ententanz oder das Schlumpflied lalalalallalalala

Katzen wenden sich ab, wenn sie keinen oder genug Sozialkontakt hatten. Bei ihnen funktioniert das auch, wenn ich mich ebenfalls so verhalte und weggehe. Bei Menschen funktioniert das nicht. Sie reden weiter auf mich ein und laden ihre Informationen , die sie loswerden wollen, bei mir ab. Ich wünschte, sie würden von den Katzen lernen.

Andererseits nehme ich ja auch oft nicht wahr, wenn ich gerade mitten in meinem Spezialinteresse-Monolog stecke und wichtige Informationen (meine Sicht) an andere vermitteln will, dass diese nicht daran interessiert sind und sich zum Gehen abwenden (ihre Sicht). Ich kann sie also nicht erkennen. Und das scheint inzwischen vielen Menschen so zu gehen.

D.h. auf der einen Seite haben wir wohl Probleme die richtigen Signale auszusenden und auf der anderen Seite ein Problem damit sie zu entschlüsseln. Vielleicht auch weil sich eine hyperaktive Amygdala halt nur auf eine Sache konzentrieren kann. ich kann ja auch beim Reden , niemandem ins Gesicht schauen. Das lenkt mich von dem, was ich sagen will, ab.

Hundisch funktioniert ebenso. Das funktioniert auch. Zumindest mit Hunden, deren Herrchen und Frauchen im Gleichgewicht sind. Bei anderen sind mir schon sehr übergriffige Hunde begegnet. Die nehmen das dann von ihrem Herrchen oder Frauchen an. Der Spannungszustand (soziale Ansteckung) überträgt sich.

Das war mein aktueller Forschungs- und Entwicklungsstand.

Soderla und einen neuen Comic hab ich auch für Euch. Das mit der Kreativität scheint also langsam wieder zu funktionieren. Ich hatte schon Bedenken... denn mein Hirn war dazu gar nicht mehr in der Lage.

Viel Spass!

Montag: Gestern hab ich wegen den Schmerzen vom CRPS (Wetter kalt und feucht) mein Schmerzmittel genommen. Tja, und was soll ich Euch sagen... danach hatte ich da drauf eine Panikattacke. Also ich vertrag die Dosis nimmer. Sie ist mir nach dem Systemabsturz zuviel.

Das war mir neu. Und ist irgendwie schon spannend.

D.h. auch, dass eine Überdosis an Schmerzmittel zu einer Schockreaktion führen kann. Man friert, das dunkle macht einem Angst. Mal sehen, ob es das Schmerzmittel auch in einer niedrigeren Dosis gibt.

Oder ich muss zukünftig schon da drauf verzichten. Das krieg ich dann auch noch irgendwie hin. Schon interessant wie hypersensibel das Nervensystem nach sowas werden kann. Hätt ich jetzt nicht gedacht.

D.h. zwischen zuviel - Überreizung (Hyperaktivität, Jucken, Zucken, Muskelzittern, Muskelkrämpfen, Spastiken...) und Unterreizung (Angst, Schock) ist der Weg gar nicht soweit.

Und genau das ist mir halt bei der "Rettungskette" zum Verhängnis geworden. Also jetzt bin ich wieder so hypersensibel wie als kleines Kind. Faszinierend. Es hat mich also 47 Jahre zurückgeworfen. Oder andersherum, ich kann jetzt meine Sinne wieder neu entdecken. Das ist sehr spannend. Denn ich nehme jetzt noch mehr Dinge wahr.

Ein Freund meinte, dass jeder in seiner eigenen Welt lebt. Also nicht nur Autisten. Diese Vorstellung war mir neu.
Und all die anderen wollten keine Systemprobleme gemeinsam lösen sondern jeder nur in seiner kleinen Welt bleiben und das tun, was sie immer tun. Das hat mich sehr verwirrt. Denn so denke ich nicht. Das kann ich gar nicht.

Ich dachte, ich hätte mich aufgemacht , um Eure Welt kennenzulernen. Dass das alles Einzelwelten sind, so hatte ich das nicht gesehen. Wenn man jede Sichtweise als eine Welt sieht, dann kann man das so sehen. Aber wenn ein Mensch mehrere Sichtweisen hat wie ich, lebt der dann in mehreren Welten oder in der einen gemeinsamen? In der natürlichen und authentischen? In der ohne Vorurteile. In der offenen.

Ich stell mir jetzt Seifenblasen um die Menschen vor. Und manchmal docken sie aneinander an und es kommt zum Austausch der Sichtweisen und Blaseinformation. Oft fliegen beide aber einfach einander vorbei. Jeder in seiner Sicht und jeder glaubt, der andere hat ihn verstanden.

Ich glaub , ich will jetzt auch wieder mehr Zeit in "meiner Welt" verbringen. Die ist interessanter, offener und authentischer und ausserdem haben da die Beteiligten alle für mich Zeit. Ein paar wenige Menschen werde ich dort hineinlassen. Und wer da reindarf, entscheide ich.

Heute hatte ich einen schönen Nachmittag im inneren Dialog und mit der Natur. Denn da haben alle gesprächspartner Zeit und ihre Sichtweisen finde ich spannend. Obiges habe ich nämlich von ihnen gelernt. Und dafür bin ich dankbar.

Stellt Euch vor, ich hab sogar ne Mailantwort auf den Brief ans Krankenhaus bekommen. Ob er mich verstanden hat, kann ich daraus leider nicht erkennen. Er hat gemeint, er hat meinen Brief 3 x gelesen. Was auch immer das bedeuten mag. Ich hab mich schon über die Reaktion gefreut. Wenigstens was. Es besteht Hoffnung.

Allerdings würde ich gerne wissen, was die da alle mit mir gemacht haben. Mal sehen, ob ich das noch herausbekomme. Vielleicht bekommt mein Hirn auch wieder Zugang dazu, wenn die Zeit reif ist.

Zeit haben ist schön. :) Ich mach grad nur das, was ich will. Nachdem ich 47 Jahre oft das gemacht habe, was andere wollten, damit ich der Norm gerecht werde. Mein Nervensystem nicht zur Norm kompatibel. Und die Norm nicht zum mir. Das habe ich ja zuletzt nochmal schmerzlich erfahren und lernen müssen bzw. dürfen. Und jetzt verändere ich halt wieder meine Sichtweise. Bin ja flexibel im Denken. Das ist der Vorteil, wenn man Autist ist.

Apropos Norm und Autismus ... hier ist noch ein neues TED-Video.

keine Ahnung , was heut für ein Tag ist. Ist auch wurschd. Hallo zusammen. Ich glaube, dass Autismus ein Schlaganfall bzw. Systemabsturz bei Kindern ist. Und auch, dass ein Herzinfarkt nix anderes als ein solcher Systemabsturz ist.

Wie komm ich drauf? Ich bin in der Buchhandlung über einen Bericht eines Mannes gestolpert, der von seinem Schlaganfall berichtet hat. Und das las sich wie bei mir. Auch seine Intuition (innere Stimme, innerer Dialog) machte sich über die Situation lustig und fand sie skuril. Das war bei mir auch so. Mir war schlecht und schwindelig und schon bei der kleinsten Bewegung ging die Übelkeit wieder los. So bewegte ich immer nur einen Finger. Am Ende. Die Sanitäter befestigten an ausgerechnet diesem Finger Ihr Klemmdings.

Das war blöd, weil mir so wieder mehr übel wurde. Da fiel mir aber doch noch ein bzw. meiner Intuition (Denken ging nicht mehr, nur Machen, Sehen, Hören, Sagen) dass ich ja noch einen DAumen hatte. Und mit dem machte ich dann unbeirrt weiter , sonst hätte ich alles vollgekotzt. So schlecht war mir in meinem ganzen Leben noch nie. Und ich kann mit den Migräneattacken schon einiges aufweisen.

In der Notaufnahme sahen mein Onkel und meine Mama, dass meine Augen total verdreht waren. Und das war bei meiner Schwester damals genauso. Als sie ihren Schlaganfall mit 7 Jahren hatte. Auch sie wehrte sich. Wie ich.

Ein Kind, das sich wehrt, landet halt in der Kinderklinik. Und eine Frau und ein Mann, der sich wehrt in der Psychiatrie mit Polizei.

Da das Hirn in beiden Fällen also bei meiner Schwester durch ein Koma und eine OP Hirndruck (Spannung) abbauen konnte, und ich durch die Beruhigungsmittel wie Tavor in der Psychiatrie , ist das Ergebnis vergleichbar. Versteht Ihr? Beides beruhigt das Gehirn. Weil Spannung abgebaut wird. Energie wird abgebaut.

Und ein Neurologe ist wenn Ihr es so seht auch nix anderes als ein Elektriker für Menschen.

Und meine Schwester und ich haben viele Gemeinsamkeiten. Ich habe seit ich ein Kind bin schon mit grosser Muskelanspannung zu käpfen. Das war mir nicht bewusst, weil es schon immer zu mir gehörte, aber ein Kindergartenbekannter hat mir das neulich erzählt.

Dann wäre Autismus ein nicht erkannter Schlaganfall bei Kindern. Das würde auch den retardierenden Autismus erklären, wo Kinder, die schon sprechen konnten, plötzlich diese Fähigkeit wieder verlieren.

Wenn die Spanung der Mama schon zu hoch ist (meine hatte bei mir Bluthochdruck) und dann der Schutz des Fruchtwassers 3 Tage vor der Geburt abhanden kommt, dann wird das nicht gerade entspannend gewesen sein. Wasser leitet. Fruchtwasser dann auch. D.h. es hat Schutzfunktion vor Überspannung. Wenn es nicht mehr da ist, gab es dann einen Kurzschluss? Und damit einen Schlaganfall?

Das würde einiges erklären. Wow! Das ist ja spannend!

Wisst Ihr was das heisst? Ich kann meiner Schwester helfen! Weil ich weiss wie es ihr geht. Zwar wird nicht alles bei uns gleich sein, aber einige meiner Tricks werden auch ihr helfen. Gott, ist das aufregend! Juchu!

Jugend forscht!

Was wäre, wenn in der Psychiatrie die stillen Menschen, Leute sind, die bereits diesen Systemabsturz hinter sich haben und die hibbeligen, die, die auf dem Weg dorthin sind?

Und was wäre wenn dieser Systemabsturz ein ganz normaler Entwicklungsschritt ist? Eine Veränderung unseres Gehirns, weil es den Druck, die Spannung irgendwie kompensieren muss und dann selbst die Notbremse zieht? Immerhin will unser Gehirn überleben und dabei ist es extrem effizient.

Und wenn wir danach ein modifiziertes Gehirn hätten? Ein Upgrade sozusagen. Wie beim PC. Nur ein individuelles.

Mein Gehirn kommt mir so vor, als würde es mir den Zugang zur Datenbank, die ja vor Informationen überquillt, verwehren, ausser es sind Daten, die ich aktuell gerade benötige.

D.h. ich bekomme nur noch adhoc - Zugriff. Das wäre logisch, denn vorher kam es ja aufgrund der vielen und zu schnellen Zugriffe, immer wieder zu Datenbank-Timeouts. Bei ansteigender Zugriffsrate steigen die Timeouts an, die Gefahr eines totalen Datenbank-Crashs steigt! Und beides verstärtk sich gegenseitig.

Also, was bleibt dem Systemadministrator (in diesem Falle unserem Gehirn , das seine Existenz und sein Überleben sicherstellen will) anderes übrig, als den Zugriff zu beschränken, auf die notwendigsten Aktionen.

So verhindert es den kompletten Systemcrash.

Was wäre, wenn Generationenkonflikte unter anderem auch darauf zurückzuführen sind, dass sich die Gehirnkonfiguration von Eltern und Kindern unterscheidet? Und dass dann die Kinder nicht mehr in die von den Elterngehirnen ersonnenen Systeme passen, wäre die logsiche Folge.

Mit Globalisierung, Technisierung , Digitalisierung wächst die Datenflut ja dramatisch an! Und was, wenn unser Gehirn all dies registriert und aufhebt , bis wir es irgendwann mal brauchen. Es könnte ja nützlich sein. In meinem Zimmer sieht es übrigens ebenso aus. Das Jäger und Sammlerprinzip in unserem Gehirn ist also an unserer Horterei von vielen Dingen ablesbar. Wie im innen so auch im aussen.

D.h. wir haben diese Beschleunigung des Denkens dadurch enorm vorangetrieben. Was wäre wenn in der Folge die Systemupdates unserer Gehirne viel dramatischer ausfallen? Also viel mehr Update-Pakete eingespielt werden müssen? Das wäre logisch.

Wir haben also unseren Supercomputer ständig bei uns! Und wir bekommen adhoc Zugriff zu den notwendigen Daten über Limbi (unsere Intuition) wenn wir sie brauchen. Das ist kreatives Denken! Das ist Potentialentfaltung.

Klingt unglaublich...? An jeder Idee steckt immer ein Funken Wahrheit. Oder sogar mehr.

Diese Fähigkeit des assoziativen Denkens (herumspinnes) haben wir als Kinder und in der Pubertät. Mit der Anpassung an die Erwachsenenwelt (Konventionen, Norm) des Effizienzdenkens verlieren wir sie aber, weil wir den präfronteralen Kortex dafür benutzen und so Limbi überlisten. Es wehrt sich trotzdem. Mit Unlust.

Was wenn die Spannung, die sich lebenlang in uns aufstaut Limbis gesammelte Unlust ist? Reibung? Der Reibungswiderstand steigt an, weil wir uns nicht mehr um unsere Lust kümmern. Und unser Gehirn gewöhnt sich ja an Dinge, die wir immer tun. D.h. es kommt uns selbstverständlich vor.

Wir sind aber durch das Effizienzdenken gar nicht mehr effizient (im Sinne unseres Gehirns) sondern in einen ständigen Überlebensmodus und Anspannungsmodus und Gehetzsein gefangen. Der Druck steigt und damit die Spannung in uns.

Durch die Spannung und den Druck (Arbeitsdruck, Kosteneinsparungen, Personalreduzierung) entstehen dann im Silodenken Prozessketten, in denen jeder nur seinen Teil (sein Spezialistentum) sieht und es zur Perfektion betreibt.

Was dabei nicht gesehen wird, ist dass der Gesamtprozess durch diese erhöhte Spannung bei allen Beteiligten zwar zeitlich effizient abläuft, aber das Ergebnis katastrophal ist. Das bekommt niemand mit, den die Zeit sich das Ergebnis mal anzusehen oder zu Feedbacken, nimmt sich niemand mehr.

Das Ergebnis ist, dass der Prozess niemals überarbeitet wird, weil keiner sieht, dass er schon lange nicht mehr funktioniert, und durch die Reibungsverluste (die der ansteigenden Spannung aller Prozesskettenbeteiligten geschuldet ist) die Energie der Spezialisten im Ergebnis auffressen.

Und genau das sind die Probleme , die das Systemdenken aufdenken kann. Die Kinder können also das sehen, was in der Erwachsenenwelt schiefläuft. Wie bei des Kaisers neue Kleider.

Und anscheinend können Behinderte das auch. Zumindest mein Hirn kann das, sonst könnte ich das grade gar nicht schreiben. Mit dem laut vorlesen hätte ich übrigens Probleme, weil ich nicht flüssig lesen kann. Weil sie wie Kinder denken.

D.h. was auf der einen Seite als unreif oder dysfunktional daherkommt, ist sehr wohl effizient. Die Frage ist halt wie man effizient definiert. Meine Definition geht mit der meines Gehirns daccord und arbeitet adhoc.

Die Welt der Erwachsenen geht mit dem Planungsdenken und 10 - Jahres - Plänen einher. Aus Sicht unseres Gehirns ist das keine effiziente Nutzung. Denn unser Gehirn interessiert sich nur für das, was im Moment passiert.

Und Ihr seht ja, was dabei herausgekommen ist.

Noch ein Beispiel. Ich war in der Apotheke. Briefmarken kaufen. Nicht nur :)
Wir sind beim BG-Rezept (ohne Gebühren) drauf gekommen, dass das ja voll kompliziert ist, dass das eine Rezept von der einen Kasse was kostet und das andere nicht. Und auch dass die Verletztengeldzettel jede Krankenkasse selber und anders macht. Mein Mitgefühl gilt den Assistenzärzten, die sie in der Unfallchirurgie ausfüllen müssen.

Würde man dies Vereinheitlichen, wäre allen Beteiligten geholfen.

Ihr seht also , wer oder was als dysfunktional bezeichnet wird, liegt im Auge des Betrachters bzw. darin, was er als effizient ansieht.

Ich konnte Tauben bei ihrem Formationsflug beobachten. Und dort konnte ich die Vorteile der adhoc-Reaktion beobachten. Denn Tauben - auch wenn sie waghalsig fliegen - es scheint so, als täten sie dies mit Lust und Laune, greifen so auf ihre Art Sonar- oder Radarintelligenz zurück.

Sie stossen nicht zusammen. Denn sie scheinen immer ihre Nebenflieger wahrzunehmen. Dies kann nicht mit dem präfronteralen Kortex erfolgen. Das würde viel zu lange dauern. Es käme zu Kollisionen und Kollateralschäden.

Kollisionen oder Kollateralschäden gibt es aber bei uns Menschen in unseren Prozessketten. Weil wir einander nicht mehr sehen und wahrnehmen können. Weil wir im Überlebens- und Hetzmodus stecken.

Ansonsten hätte nämlich irgendjemand auf Arbeit bemerkt, dass ich nicht "rund" laufe. Anzeichen dafür gab es zuhauf. Doch da jeder mit seiner eigenen Baustelle und in seiner eigenen Seifenblase unterwegs ist, fehlt der Tellerrandblick.

Nun werdet Ihr sagen... aber Feedbacken, Sichtweisen einholen, das geht doch nur über den präfronteralen Kortex. Ja. Aber Ihr nehmt auch aus der Umgebung Anzeichen für Veränderung, Bewegung ... wahr! Und zwar mit Limbi! Mit Eurer Intution. Und das ist Euer soziales Radar! Und das ist viel schneller als die Feedbackerei! Denn die braucht Zeit!

Wenn es um Kollisionen geht, dann geht es nicht nur um Euer eigenes Überleben sondern auch um das Eurer Nächsten! Und das nehmt Ihr im Überlebensmodus nicht wahr. Denn da hat Euer eigenes Überleben bei Limbi Vorrang!

Nur wenn Ihr im Gleichgewicht seid, dann könnt Ihr Limbi wie die Tauben als tägliche Mitgefühls-Radar-Allzweckwaffe benutzen! Und so verhindert Ihr, dass Ihr in den Überlebensmodus fallt!

Limbi ist blitzschnell und nimmt anhand Worten, Reaktionen, Stimmlage, Aura, Spannung adhoc wahr wie es den anderen , Euren Liebsten, Euren Lieblingskollegen geht! Damit sie auch Eure Liebsten und Eure Lieblingskollegen bleiben. Damit sie gesund und munter bleiben. Und es eben nicht zu Kollisionen und Kollateralschäden kommt, wie sie im Tunnelsichtblindflug vorkommen.

Limbi ist also nicht nur für den Säbelzahntigerfluchtmodus zuständig sondern auch für unser Mitgefühl. Unser Empathie. Adhoc halt. Schneller als Ihr gucken könnt. Ihr fühlt mit anderen mit. Ihr nehmt Ihre Empfindung wahr. Oder zumindest die Anspannung, Aura... wie auch immer Eure Wahrnehmung funktioniert.

Es gibt zahllose Bücher über diese Schwarmintelligenz und wie man sie mithilfe des präfronteralen Kortex erzwingen kann.

Wenn ich eines gelernt habe, ist dass wenn ich etwas erzwingen will, das Ergebnis gegen 0 geht (Antistressball-Beispiel) und dass der präfronterale Kortex dafür einfach zu langsam ist und so auch unter dem aktuellen Effizienzdenken (das unseres Hirns zuwider läuft) der Betriebs- und Tunnelsichtblindheit nicht funktioniert.

D.h. damit wir diese Vorteile und die unseres Gehirns nutzen können (und das ist es ja, was es kann, wenn wir nicht durch die Gegend hetzen), brauchen wir ein entsprechendes Umfeld, das uns Zeit, Freiraum und Spielraum gibt.

Das alles läuft der genormten Effizenz allerdings zuwider. Und damit wird jede Innovation, Kreativität und Menschlichkeit und Mitgefühl gekillt.

Weil unser Hirn halt so ned funktioniert.

Wenn Ihr mir nicht glaubt, ich habe 47 Jahre Erfahrung im nicht in diese Welt und in diese Systeme passen. Jetzt möchte ich endlich ein Umfeld bekommen, das zu mir passt.

Ihr merkt, dass mein Gehirn genau diese Fähigkeiten nicht verloren hat. Allerdings kann ich derzeit keine uhr mehr zeichnen , nur einen linken Halbkreis mit einer 9. Aber wer braucht das schon, wenn er alle Zeit der Welt hat und aus der Zeit und aus dem Rahmen gefallen ist?

Neulich beobachtete ich am Wald auch einen Falken, der immer wieder übte in der Luft zu stehen und dann auf seine Beute herabzusausen. Er machte dabei keine Anstalten den Boden tatsächlich zu berühren. Also es war kein Ernstfall. Er schien einfach Lust und Zeit zu haben dieses Manöver zu üben. Damit er besser wird. Für den Ernstfall.

Wann übt Ihr? Ihr habt gar keine Zeit dazu. Denn das Üben und damit das Lernen und das Spielen und die Kreativität fällt somit dem ich-habe-keine-Zeit-Syndrom zum Opfer. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Mei bin ich in Fahrt :)

 
Die Mutprobe - Die Glaa aus ERH 2020
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