Logo Sandras Homepage
Start Bilder Extras Links Kontakt Impressum
Start
Neues
über mich
Sulcus Ulnaris Syndrom
Sammy, das Krankenhausfluchttier
Seite 1 |2 |3 |4 |5 |6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17| 18| 19| 20| 21| 22| 23| 24| 25| 26| 27| 28| 29| 30| 31| 32| 33| 34
12.09. bis 18.09. Smile-Bombing ...

Samstag: So... wird mal wieder Zeit für eine neue Seite. Hab mich jetzt mal aufgerafft.

Derzeit ist mein Hirn etwas verwirrt. Mag an dem bevorstehenden und aktuellen Wetter liegen und daran, dass meine Ergo getriggert hat. Danach sah ich schlechter und alles krieselte so wie im Fernsehen früher auf den Kanälen , wo nix kam. Das gibt's ja heut nimmer. Sendeschluss. Alles ist rund um die Uhr verfügbar. Auch wegen der Globalisierung, die die Technik ja erst ermöglicht hat. Und diese Unruhe und Unrast überträgt und manifestiert sich auch in unserem Nervensystem.

Ich versteh dabei allerdings nicht, warum wir zwar inzwischen das Artensterben um uns rum wahrnehmen, aber dass wir selber ja auch davon betroffen sind und es bereits Anzeichen und Auswirkeungen davon auf unsere Art gibt, übersehen. Für mich ist das offensichtlich.

Gestern ist mein linker Fuss dann auch auf ebenem Boden mal wieder umgeknickt. Neglect. Da war mein Hirn grad in einem Datenbank-Timeout und überlastet von den Reizen.

War gestern auch gleich geschwollen und ich hab Arnikasalbe draufgeschmiert. Konnte erstmal keine Kleidung und keine Bettdecke ertragen. Inzwischen geht es wieder etwas besser. Das ist das Sprunggelenk, dass mir schon im Frühjahr auf dem Weg zur Arbeit umgeknickt ist. Jetzt lamentiert alles wieder. Ich arbeite daran es runterzubekommen. Merke aber, dass ich dadurch doch wieder zurückgefallen bin. Also das Nervensystem ist dadurch wieder eine Alarmstufe sensibler geworden. Das eine bedingt dann das andere.

Einerseits brauch ich Bewegung um mein Nervensystem zu beruhigen und die Muskelanspannung und die daraus resultierenden Spastiken im Griff zu behalten, andererseits bedingt eine Reizüberflutung halt auch solche Unfälle. Und die steigern dann im Nachgang wieder die Muskelanspannung und die Reizfilterüberempfindlichkeit.

Wenn Ihr jetzt meint, sich hinsetzen und nix tun, wär das Beste, dann irrt Ihr Euch. Denn grad jetzt brauch ich die Bewegung ja noch mehr, um das ganze wieder runterzuregeln und im Griff zu behalten. Das ist ja die Krux.

Seit ich das verstehe, kann ich auch damit umgehen. Denn für solche Unfälle kann ich nix. Ich kann ja nicht alle Rahmenbedingungen wie das Wetter kontrollieren oder die Menschen, die mir begegnen oder was mir grad für Situation begegnen.

Ich bin dann auch wieder rigider im Denken.
z.B. brauch ich dann mehr Rituale und Routinen. Da bin ich dann sehr strikt drin und wieder weniger offen für neues oder anderes. Und jede Kleinigkeit, die nicht zusammenpasst, fällt mir auf, weil die mein Nervensystem als Gefahr wahrnimmt.

z.B. vorhin hab ich eine Bekannte getroffen. Sie sagte:"Ich geh jetzt zum Friseur."
Und dann ist sie in ihr Auto eingestiegen und fortgefahren. Sie ist also nicht gegangen sondern gefahren. Und das irritiert mein Hirn heute immens.

Da vorgestern der Zwetschgenkuchen so gut war , hab ich heute wieder einen geholt, weil mein Gehirn dieses gute Gefühl wiederholen will. Also hängt es heut auch sehr an Ritualen. Ich bin also derzeit nicht besonders flexibel. Das ist irgendwie auch spannend und interessant. Faszinierend. Ich bin also in gewisser Weise mein eigenes Forschungsobjekt.

Ich hab es trotzdem geschafft, heute ein Buch in den offenen Bücherschrank zu stellen. Es ist mir aber unheimlich schwer gefallen. Ihr wisst ja, Bücher sind für mich Erfahrungen und Freunde so wie bei Euch echte Freundschaften und Freunde in Menschenform. Deswegen fällt es mir schwer mich von ihnen zu trennen.

Ihr ladet Eure guten Freunde ja auch nicht irgendwo in der Stadt ab und fahrt dann wieder heim.

Ich steh also momentan auf Wiederholungen. Kleine Kinder tun das ja auch. Das ist der Grund dafür. Ein offener Reizfilter und die damit verbundene Unsicherheit. Also der Wunsch nach Sicherheit und Verlässlichkeit. Routinen und Rituale (immer dasselbe essen, lesen, gucken, tun ...) gibt Sicherheit und beruhigt das Nervensystem.

Wenn Ihr jeden Samstag gartelt oder werkelt oder zum Friseur geht, dann macht Ihr das auch. Es ist Euch nur nicht bewusst. Die Rasenmäheritis ist wohl eine Mischung aus gruppendynamischem Verhalten, Anpassung an die Norm und Ritual und Routine. Damit versucht Ihr und Euer Gehirn Ordnung herzustellen, um nicht in der Unsicherheit des Chaos zu versinken.

Unser Gehirn versucht immer Ordnung zu machen und Muster im Chaos zu erkennen. Damit es Sicherheit bekommt und sich beruhigen und somit überleben kann und damit Ihr.

Momentan finde ich Sicherheit in den "Achtsam morden..."-Büchern. Die kann ich wie die vom Rosie-Projekt (Don Tillman-Reihe) auch immer wieder lesen. Quer, vorne , hinten. Das fühlt sich wie heimkommen an. Wenn ich in einen Wald gehe, ist es ähnlich. Das klingt für Euch sicher komisch. Aber ich finde ja auch vieles, was Ihr so tut ebenso seltsam und komisch.

Deswegen erklär ich es Euch, damit Ihr mich und Euch und andere besser verstehen könnt. Denn von Zeit zu Zeit tut Ihr auch solche Dinge. Ihr seid Euch dessen bloss nicht bewusst. Achtet mal drauf. Jeder Mensch hat autistische Züge. Weil das natürlich ist. Wenn Ihr unter Stress steht und sich Euer Geist und Körper in Gefahr wähnt. Das ist vollkommen natürlich.

Ich steh ja auf dem Standpunkt, dass auch wir als Art uns täglich verändern. Genauso wie die Blautannen und Blaumeisen. Denen geht es grad nicht so gut. Die Blaumeise leidet auch unter einer Art Virus ähnlich wie die Menschheit an dem Coronavirus und wird davon bedroht und die Blautannen leiden unter dem Wetter. Die haben alle Nadeln abgeworfen und sehen zum derbarmen aus.

Meine These ist ja, dass wir immer angespannter werden. Guckt einfach mal auf die gebogenen Rücken (Rundrücken) und die V-förmige oder dachförmige Fussfehlstellung, die allerorten anzutreffen sind. Vielleicht braucht Ihr auch einfach nur in den Spiegel bzw. an Euch heruntergucken.

Meine Bekannte meinte, dass es auch bei der Geburt so ist. Dass die immer schmerzhafter wird, weil die Menschen immer angespannter werden. Geburt ist ja was natürliches. Tiere bekommen das ganz alleine hin ohne Hebamme und Arzt und Krankenhaus.

Woran liegt das? Also meiner über 70-jährigen Bekannten nach, ist es bei den Urvölkern so, dass die weniger Schmerzen haben, weil sie das als natürlichen Vorgang ansehen und von Haus aus entspannter sind und dort hüpfen die Frauen auf und ab und dann rutscht das Baby raus.

Ob das so stimmt, weiss ich nicht. Doch ich denke schon, dass Endometriose und die ganzen Zivilisationserkrankungen mit unserer Anspannung zusammenhängen. Weil wir immer verkrampfter werden und sind. Im Denken als auch im Körper. Da nehm ich mich gar nicht aus. Im Gegenteil.

Erinnert Ihr Euch noch an den Arzt, der Atteste mit dem ATW-Syndrom ausstellte? Das Alles-Tut-Weh-Syndrom ist nix anderes als Schmerzen in Folge der Muskelanspannung in uns. Denn wenn die Muskeln zu angespannt sind, dann tun sie auch weh.

Kennt Ihr Smile-Bombing? Bringe täglich 5 Leute, die angespannt gucken, dazu zu lächeln, indem Du sie anlächelst. Und wenn sie nicht lächeln, dann überlegt Ihr Euch, was sie daran hindern könnte. Welche Sorgen sie grade haben, oder ob sie grade in Gedanken sind.... So lernt Ihr ganz praktisch emotionale Intelligenz. Ich arbeite daran.

Ich praktiziere Smile-Bombing aber auch noch parallel mit meinen Comics, in der Zeitung, im Amtsblatt und im Internet und per Mail. Mail-Smile-Bombing sozusagen. Ich schicke Euch so eine Dosis Oxytocin, Dopamin und Endorphin. Glückshormone. Denn die sind bei emotialer Intelligenz beteiligt. Das kostet nix und macht viel Freude. Und ich näh und verschenk lustige Mundschutze im überraschungsmodus.

Derjenige schmunzelt dann, wenn er die Maske bekommt und auspackt und jedes mal, wenn er sie aufsetzt und benutzt. Und wenn er anderen begegnet, die das Muster auf der Maske wahrnehmen, dann schmunzeln die auch. Ich mache Oxytocin-Bombing in Schmunzelform. Also durch die Schmunzelei aller Beteiligten wird Oxytocin ausgeschüttet. Wenn ich dazu zur Beruhigung des gesellschaftlichen Nervensystems beitragen kann, umso besser. Humor beginnt da, wo einem das Lachen vergeht. Des is as allergsündeste.

Wo ich das mit dem Smile-Bombing her habe? Aus diesem TED-Video. Der Redner hatte einen Unfall als er jünger war und hat auch eine Gehirnverletzung davongetragen. Er tat sich vorher mit Lernen leicht und auch mit dem Erinnern und nach dem Unfall ging das nicht mehr.

Also musste er sich eine andere kreative Lösung einfallen lassen, um in der Schule und im Studium weiter bestehen zu können. Und da ist ihm von Dale Carnegie das Buch "How to win friends and influence people" in die Hände gefallen. Und die Ratschläge hat er einfach praktisch angewendet.

Also im Endeffekt hat er es auch so gemacht, wie ich es mache. Einfach ausprobieren. Und jetzt gibt er dazu sogar Coaching-Kurse. Da seht Ihr mal!

Und Ihr merkt Ihm seinen Unfall gar nicht mehr an. Oder? Also hilft Smile-Bombing und auf Leute zuzugehen, sich für sie zu interessieren, offen zu sein und Fragen zu stellen, um wieder gesund zu werden, indem es das Nervensystem beruhigt. Und da will ich ja auch hin.

Warum soll das funktionieren?
Das ist ganz einfach: Euer Nervensystem ist übererregt. (Meins und das von dem Referenten nach dem Unfall auch)
Was braucht es also? Sicherheit.

Was gibt Sicherheit? Gute vertrauensvolle Bindungen also Beziehungen zu Menschen. Interaktion. Das ist auch wieder voneinander lernen. Hier schliesst sich also wieder der Kreis. Unser Gehirn lernt also durch das auf-andere-Menschen-zugehen um und wir beruhigen es durch bessere uns vertrauensvollere, sichere Beziehungen.

Und das könnt Ihr überall praktizieren. Auf Arbeit, in der Familie und mit Freunden und Bekannten. Im Endeffekt hab ich Euch das ja schon bewiesen.

Denn entspannt werdet Ihr nur in einer Umgebung sein, in der Ihr von Menschen umgeben seid, mit denen Ihr Euch wohlfühlt. Und da ich an mir und meinen Beziehungen arbeiten kann, hab ich da einen grossen Handlungsspielraum. Und das funktioniert über das Feedbackspiel.

Und wenn Ihr ein heilsames Umfeld habt (Betriebsklima, Familien und Freundes- und Gesellschaftsklima) dann bleibt bzw. werdet Ihr auch gesund. Das ist dann wieder die Salutogenese. Der Kreis schliesst sich. Oder das unendlich - Zeichen in Form der liegenden 8. Wusstet Ihr, dass die liegende 8 auch das Zeichen für Neurodiversität ist?

Allerdings ging für mich so eine generelle Anlächlerei auch mal nach hinten los.
Weil ich dann leider nicht kommen sehe, wenn jemand das versehentlich falsch interpretiert. Und da ich keine Mimik und Gestik lesen kann, kann ich das leider auch nicht erkennen, dass etwas schief läuft.

So war ich auf Reha nett zu einem Mit-Rehaler und zum Pizzaboten. Und dann hat mich der Mit-Rehaler (für mich vollkommen unvermittelt und erschreckend!!!) geküsst! Meine Amygdala fand das gar nicht toll. Pfui! Igitt! Und dann noch ein Zungenkuss! Bähhhh!

Meine Amygdala steht nicht auf sowas... leider sehe ich den Zug auch nicht kommen... Erst beim Zusammenstoss.
Des is fei a ned grod as gsündeste.

Ein Freukannter hat für diese Kreativität einen schönen neuen Begriff erfunden: verhaltensoriginell. Das gefällt mir!

Der Pizzabote zu dem ich nur "nett" war sass dann irgendwann auf meinem Rehabett. Da hat mich meine Zimmergenossin gerettet, die dann vom Wochenende zurückkam. Sie hat ihn verscheucht. Er hat mir vorher noch all seine familiären und Arbeitsprobleme erzählt. Und ich dachte, ich hab Probleme. Manchmal glaub ich andere brauchen die Reha viel notwendiger als ich.

Ich hab also irgendwie als Ausgleich für meinen Autismus und die damit verbundene soziale Blindheit oder Kurzsichtigkeit wenigstens Glück oder so eine Art Schutzengel. Der muss bei mir ganz schön überstunden machen.

Ihr werdet wahrscheinlich da drüber schmunzeln. Und das ist auch okay. Ich möchte einfach, dass Ihr das spielerisch und humorvoll versteht.

Ich stamme halt einfach aus einer anderen Kultur. Der Kultur des chronischen Säbelzahntigermodus. Da kann ich nix dafür. Und Euren Kindern und Enkeln kann es genauso oder ähnlich gehen. Euch auch, wenn Ihr älter werdet. Versteht Ihr das, dann könnt Ihr viele Missverständnisse vermeiden und auflösen und Euch Konflikte und Stress ersparen. Und des wär fei des allergsündeste!

Apropos älter.... Die Krankenkassen-Zeitschrift, die ich bekomme, ist für junge Frauen. Nun bin ich ja Jahrgang 73. Und frag als ich heute Zwetschgenkuchen kaufe (Sicherheits- und Ritualbedürfnis) die Bäckereifrau, wie lange man denn für die Krankenkasse eine junge Frau ist.

Ihre Antwort war erst , dass das ja vom eigenen Gefühl abhängt. Okay, danach werde ich mich wohl immer als Kind fühlen. Darauf insistierte ich, dass ich das auf die Krankenkassenzeitschrift bezogen hatte.
Da meinte sie verblüffend einfach:"Das musst Du die Krankenkasse fragen."
Das werde ich jetzt mal tun. Bin gespannt, ob und welche Antwort ich bekomme.

Im Comicforum hab ich mal die Frage gestellt, wie die Leut dort andere Menschen aufmuntern oder trösten. Scherze, normal behandeln (???? damit ist mir jetzt nicht besonders gedient, weil ich nicht weiss, was damit gemeint ist) war eine Antwort.

Ein zweiter meint, dass es sich dann in dem von mir geschilderten Fall eher um einen Bekannten statt um einen Freund handelt, weil er meine Eigenheiten nicht kennt. Aber wenn einer von einem Bekannten zum Freund wird, dann muss er die ja erst kennelernen. Und ich lerne von ihm. Vielleicht sind wir ja irgendwo unterwegs zwischen Bekanntschaft und Freundschaft...? Wie nennt man das dann? Bereundschaft? Freukanntschaft?

Umarmumngen gibt es nur bei Freunden sagt der Dritte. Also ich hab die Frau, deren Hund überfahren worden ist, ja auch umarmt. Und das hat sich in dem Moment richtig angefühlt. Und die kenn ich nicht. Gibt es dann auch Ausnahmen von diesen Regeln? Und wie lauten die? Das finde ich sehr verwirrend. Also meine Amygdala...

Er tröstet keine Bekannten. Naja, das würde dann wieder dafür sprechen, dass wenn ich jemanden trösten möchte, er kein Bekannter sondern ein Freund ist. Zumindest mein Bauch sieht das dann so und mein präfronteraler Kortex scheint damit einverstanden zu sein.

Zwei weitere zeichnen ein Bild oder einen Comic und verschicken das dann analog per Post im Umschlag. Das tu ich ja auch. Bzw. verschicke Comics auch per Mail und schräge und humorvolle (also aus der Sicht meiner Amygdala und meines präfronteralen Kortex) Gschichtli.

Oder es wird telefoniert. Das kann ich bei Bekannten definitiv nicht. Also das geht nur mit Menschen mit denen ich mich sauwohl und von denen ich mich verstanden fühle. Das sind nicht viele.
Und bei meiner Autistin ist das Telefonat deswegen immer sehr kurz, weil ich beides leider immer weniger verspüre.

So einfach scheint das also nicht zu sein. Dann sind meine Fragen dazu ja durchaus berechtigt.

Sei es wie es will. Gestern hab ich Mundschutze genäht. Das Foto ist sehr verwackelt , weil mein Nervenystem überregt ist (noch mehr als sonst) und meine Hände soviel zittern.

Auch das Ausschneiden war gestern eine Zitterpartie. Ich hab Pausen dazwischen gemacht und mehr als die 4 hätt ich nicht ausschneiden können. Das macht meine rechte Hand nimmer mit.

Meine Amygdala findet es sehr beruhigend ein bekanntes Muster aus neuen lustigen Stoffen zu nähen. Ich wollte schon immer einen Dinosaurier-Mundschutz haben. Und der mit dem Hai und den lustigen Fischen ist auch einer meiner neuen Lieblingsmundschutze. Jetzt hab ich genug, wenn ich mal vergesse einen in die Wäsche zu stecken. Das vergisst meine Amygdala immer mal wieder.

Den Erdmännchen-Mundschutz hab ich gestern mit einer Karte verschenkt und in den Briefkasten geworfen. Heute kam schon eine Mail als Antwort darauf. Sie hat sich sehr gefreut. Und ich freu mich auch! Soviel Oxytocin, Dopamin und Endorphin! Das ist genau das, was mein Nervensystem und meine Amygdala grad brauchen!

Davon kann man nie genug haben!
In diesem Sinne, wünsche ich Euch einen sch¨nnen Samstag!
Etzerdla gibt's Zwetschgenkuchen.

Mundschutzparade

Sonntag: Gestern gab's schon Lebkuchen in der Bäckerei.
Da war ich a weng erschrocken, weil die ned zum Wetter passen....
Unsere Bäckereifrau hat dann gsachd, dass sie etz a nu an Christbaam aufstelln dud.
Ich weiss ned, ob des Ernst oder Spass woar....

In der Zeitung stand gestern ein Artikel zu dem Thema: Was ist daheim?

Ich hätt gsachd: Daheim ist da, wo mer sich wohlfühlt. Wo die Leut bassen und an versteh dun. Also wo ein heilsames Umgebungsklima herrscht. Das der Salutogenese.

Hab gestern wieder drei Mundschutze ausgeschnitten und genäht. Also der dritte war schon grenzwertig, weil ich die Kontrolle über meine Hände verloren hatte. Stecknadeln, Schere das war dann irgendwann nimmer handlebar...

Und trotzdem sind sie sehr schön geworden.

Mundschutzparade2

Die werd ich verschenken. Da freu ich mich schon drauf... und dann stell ich mir wieder die Gesichter beim Auspacken vor...

Auch diese Woche gab es wieder Irritationen mit Kollegen. Kolleginnen um genauer zu sein.

Was ist passiert? Also eine Kollegin einer anderen Abteilung hat vor ihrem Urlaub (das war am vorvorletzten Freitag) ein Bugticket auf mich gestellt. Und das hab ich dann gleich am Montag nach meinem Urlaub auf der Testdatenbank eingespielt, damit sie es sich ansehen kann. Und dann wie sie es mir als Kommentar ins Ticket reingeschrieben hatte, auf ihre Vertretungskollegin mit einem entsprechenden Kommentar gestellt.

Der Test dauert nur 5 Minuten. Am nächsten Tag wird die Test-Datenbank auch wieder überschrieben. Also muss der Test an demselben Tag durchgeführt werden.

Tja... und da stand der Eintrag dann zwei Wochen lang herum, bis die Kollegin aus ihrem Urlaub wieder da war.

Als die Kollegin dann auf mich erneut zukam , war ich alles andere als begeistert, weil ich viel zu tun habe, und Arbeit doppelt zu machen, nicht für effizient halte. Ich habe sie dann darum gebeten, solche Einträge erst auf uns zu stellen, wenn auch die notwendige Testkapazität bei ihnen da ist. Ich habe also meinen Frust geäussert. Und den Konflikt (mein Bauchweh) angesprochen. Denn ich merkte, dass deswegen mein Stresslevel anstieg. Und das ist nicht gut, weil das einem heilsamen Umfeld ja entgegenwirkt. Und ich bat sie darum doch nächstes mal eine entsprechende Urlaubsübergabe an ihre Kollegin zu machen.

Daraufhin erklärte sie mir, dass sie bereits diesmal eine Urlaubsübergabe gemacht hatte und der Kollegin auch explizit die Dringlichkeit mitgeteilt hatte. Auch, dass der Test nur 5 Minuten dauert. Es hat nix genützt. Meine Frustration und Wut auf sie verpuffte daraufhin. Da ich lernte, dass sie ihr bestmöglichstes getan hatte.

Stattdessen erkannte meine Amygdala, dass das Problem in der Zusammenarbeit bzw. der nichtvorhandenen oder abhandengekommenen Zusammenarbeit der Mitarbeiter in ihrer Abteilung lag. Diese führt zu erheblichen Reibungsverlusten nicht nur mit unserer Abteilung. Denn diese Arbeitsweise wirkt sich auch auf andere Abteilungen aus.

Sie klagte mir dann ihr Leid, dass sie ja schon alles versucht habe. Ihre Amygdala war immens frustriert. Daher ihre Logorhoe, ihr Redefluss. Da ich weiss, dass sie dadurch ihr Nervensystem beruhigen kann, liess ich sie reden und hörte zu. So lernte ich auch ihre Hintergründe und eine neue Sichtweise kennen.

Ich sagte dann zu ihr, dass sie ihre Bedürfnisse und die Problematik mit ihrer Kollegin bzw. beim Abteilungstreffen ansprechen soll. Daraufhin meinte sie, dass sie das schon x-mal gemaht hätte und es nichts gebracht hat. Hmm....

Daraufhin habe ich diesen Doppelt-Arbeits-Vorfall mit meinem Chef besprochen und gefragt, ob er nicht eine Idee hat die besagte Abteilung etwas an die Hand zu nehmen. So eine Art Tutor - oder Mentoringship. Warum sind wir jetzt schon wieder bei der Seefahrt? Verwirrend...

Also ob er eine Idee hat, wie wir den Kolleginnen in dieser Abteilung Hilfe zur Selbsthilfe geben können, dass sie wieder einen überblick über ihre Prozesse und die Verantwortung dafür übernehmen. Denn diese Problematik zieht sehr weite Kreise auch in andere Abteilungen hinein. Es ist eine Schieflage entstanden. Die zu vielen Reibungsverlusten in allen Abteilungen führen, die mit der Dodo-Abteilung zusammenarbeiten. Des is fei a ned grod as gsündeste.

D.h. wenn diese Abteilung ihre Prozesse wieder kennen würde und die Verantwortung dafür übernehmen würde, könnten sie auch die überarbeitung , Review ihrer Prozesse in Angriff nehmen und in Auftrag geben und diese effizienter gestalten. Die so gesparte Zeit haben sie dann wieder für neue Prozesse zur Verfügung. Derzeit sind sie unter Druck, weil durch das fehlende Aufräumen der alten Prozesse, keine Zeit für neue mehr bleibt. Die Zeit wird also für jeden einzelnen Handlungsschritt immer knapper. Sie läuft ihnen davon.

Die bisherige Strategie war dann neue Leute einzustellen. Diese glichen ihre Strategie der Umgebung an und adaptierten das Verhalten der Abteilung der Handlungsunfähigkeit. Des is fei a ned grod des gsündeste.

Da somit der Druck weiterhin zunahm (aufgrund der nur kurzfristig wirkenden Symptombehandlung, weil die Ursachen ja unverändert anhielten, weil sich darum niemand kümmerte, weil dafür niemand die Verantwortung übernahm), sourcte die handlungsunfähige aufgestockte Abteilung immer mehr Prozesse in andere Abteilungen aus. Und machte diese dadurch und ihre handlungsunfähige Kooperation mit den Serviceabteilungen ebenfalls handlungsunfähig.

Jetzt war nicht nur die Ausgangs-Abteilung gelähmt und erstarrt, nein, jetzt bremste dieses Nicht-Handeln und so weiter machen wie bisher-Verhalten auch noch andere Abteilungen aus und lähmte sie ebenfalls.

Deshalb ist es wichtig, solche Abhängigkeiten und Tendenzen systemweit zu sehen und aufzulösen!

Das ist wie in unserer Apfelschüssel im Keller. Ein fauler Apfel, wenn er in der Schüssel bleibt, bewirkt dass auch die anderen "gesunden" Äpfel faulen. Deshalb hab ich gestern zwei raus. Allerdings hab ich sie bevor ich auf das Trampolin ging, nur daneben gelegt und dann vergessen mit hoch zu nehmen.

Das führte dann zu einem erhöhten Stresslevel meiner Mama, die die danebengelegten Äpfel sah und nicht verstand, warum die derjenige, der sie herausgenommen hat und danebengelegt hat, nicht gleich auch entsorgt hat.

Meine Amygdala hat dies schlichtweg vergessen.

Wie bei den Äpfeln gibt es auch bei der Situation auf Arbeit keinen Schuldigen! Die Problematik liegt im System. Bzw. im fehlenden Systemdenken.

Ich bin mir sicher, dass die Kolleginnen dieser Abteilung ihr bestes geben. Und wir und die Kollegen der anderen Abteilung tun dies auch. Und egal wie sehr sich alle Seiten anstrengen, es wird immer schlimmer und nicht besser!

Die Abteilungen sind aufeinander sauer. Weil sie den Konflikt nicht ansprechen und die Ursache nicht angehen. Das findet meine Amygdala äußerst verwirrend und frustrierend.

Selbst wenn es jemand versucht, rennt er gegen Wände. Weil er bzw. sie allein, die Ursache nicht beheben kann! Das geht nur, wenn alle zusammenarbeiten und gemeinsam nach einer Lösung suchen, dazulernen und ihre Einstellung und ihr Verhalten verändern.

In den heutigen Zeiten, wo immer mehr immer schneller obendrauf kommt, komm ich mit der Denkweise von vor 20 Jahren nicht mehr zurande. Ich kann nicht Dinge planen wollen, die sich nicht mehr planen lassen! Das funktioniert nicht! Also muss ich mein Denken verändern. Und damit mein Handeln.

Derzeit sind leider viele Kollegen so in ihrem Abteilungsdenken gefangen, weil es ihnen ähnlich geht. Alle haben dasselbe Problem. Ein Systemproblem. Leider wird es nicht als solches erkannt! Und angegangen.

Um Zeit für neue Dinge zu haben, muss ich mir die Zeit freischaufeln. Und das geht nur, wenn ich alte Prozesse aufräume. Dafür muss ich sie aber verstehen! Und wenn ich den überblick über die Prozesse verloren habe, weil ich noch in der alten planerischen Denkweise gefangen bin, die einfach nicht mehr funktioniert, ich das aber dann amygdalabedingt und stressbedingt nicht erkennen kann, dann kann ich die Situation auch nicht verändern!

Das eine schliesst das andere aus.
Ich glaube, dass dieses Problem in kleineren Firmen nicht so gross ist, weil sich dort Menschen nicht hinter der Anonymität des Abteilungsdenkens verstecken können.

Ab einer bestimmten Betriebsgrösse schlägt diese Problematik aber erbarmungslos zu. Denn mit einer erstarrten und gelähmten Struktur (das Ergebnis übererregter Amygdalas und angespannter Muskeln ist ja die Lähmung, seht Ihr ja an mir: Spastik und Dystonie ist nichts anderes als eine Lähmung und Erstarrung und damit ist man dann auch körperlich und physiologisch in der Handlungsfähigkeit eingeschränkt, denn Stress lähmt das Gehirn und die Auswirkung davon sind dann dann auch körperliche Lähmungen. Geistige Lähmung wäre dann das Burnout.) kann ich nicht flexibel und resilient auf immer schnellere Veränderungen reagieren. Das funktioniert nicht!

So sieht jede Abteilung die andere als schuldigen an. Dabei ist das ganze hausgemacht. Ein Systemproblem. Das sich aus den veränderten Umständen ergibt und so langsam eingeschlichen hat.

Eine ähnliche Problematik haben wir ja in den Krankenhäusern. Da klagte mir ein Mitarbeiter auch sein Leid, dass die Krankenhäuser ja nicht dafür vorgesehen sind und waren die Verschiebung der Alterungspyramide aufzufangen. Das ist ein gesellschaftliches Systemproblem! Der Pflegekräftemangel ist ein Symptom davon. Und dass wir das Problem mit dem Abwerben von Ärzten und Pflegekräften aus dem Ausland beheben wollen, ist auch nur reine Symptombehandlung. Das Problem verschiebt sich nur sowohl zeitlich (bei uns) als auch regional (im Ausland, da wo die Ärzte dann herkommen, die wir abgeworben haben.).

Das ist auch die Ursache, warum ein Patient, der auf Reha nicht heilt, zum Sündenbock degradiert wird. Ihr seht es daran, dass der Patient sich Mühe gibt, alle Therapien mitmacht und der Arzt tut, was das System zulässt. Beide tun also ihr bestes und doch ist das Ergebnis niederschmetternd und enttäuschend. Doch es funktioniert nicht, weil der Patient nicht unter diesen Umständen gesund werden KANN!

Da der Arzt ja irgendwie mit dieser Situation umgehen muss, bleibt ihm nix anderes übrig (das System lässt ihm auch keine andere Wahl, das beruht aber noch auf den "alten Rahmenbedingungen" die längst nicht mehr gegeben sind) , als den Patienten zum Sündenbock zu machen. So wird man dann schnell zum Hypochonder (keiner glaubt einem), zum Simulanten oder zum psychisch beeinträchtigten Menschen erklärt. Was man damit bewirkt , ist Misstrauen und im Misstrauen kann kein Mensch gesund bleiben oder werden. Das ist physiologisch , biologisch und logisch nicht möglich. Und die Fachkräfte, die ihren Beruf nach ein paar Jahren der Frustration aufgeben, wissen das ja auch.

Das Wissen ist also da, dass es nicht funktioniert, aber es wird ignoriert. Stattdessen gibt es Gelder für neuen technischen Schnickschnack. Weitere Symptombehandlung, denn die Arbeitsrahmenbedingungen verändern sich dadurch ja nicht. Ausser, dass dann die noch verbliebenen auch noch lernen müssen wie man mit diesen neuen Geräten umgeht. Zum Dank dürfen sich sich dann um noch mehr Patienten oder im Betrieb um Kunden kümmern. Bei gleichbleibendem oder sinkendem Gehalt. Hier fehlt die Wertschätzung für den Mitarbeiter. Wo es keine Wertschätzung für den Mitarbeiter gibt, gibt es auch keine Wertschätzung für den Kunden. Dann wird er amygdalabedingt als Schuldiger oder Feind betrachtet. Des is fei a ned grod des gsündeste.

Laut meinem Scrum-Master, den ich mit Fragen nerven darf, muss man 25 Prozent der Aufwände für Aufräumaktionen verwenden, weil sonst das Projekt im Chaos untergeht. Wenn ich mir die Bücher- und Kleiderstapel in meinem Kinderzimmer ansehe, dann kann ich das durchaus verstehen. Denn da habe ich ja dieselbe Problematik.

Ich kann aber auch verstehen, dass das nicht einfach ist! Allein funktioniert das nicht. Ich habe daheim meine Mama und auf Arbeit meinen Chef, die mir bei der Ordnerei helfen. So dass ich eben nicht im Chaos versinke. Ich arbeite daran.

D.h. solange auf Arbeit jeder im Einzelkämpfermodus sein Heil sucht (Kontrolle und Angriff oder Verteidigung, Wegducken durch Flucht oder Totstellreflex), werden wir die Ursachen nicht beheben können und weiterhin nur Symptombehandlung betreiben. Die wirkt immer kurzfristiger.

Die Lösung läge also wie von mir vorgeschlagen darin, dass jemand, den die Kolleginnen nicht als Bedrohung ansehen (das ist wohl das größte Problem, wenn man im physiologischen überlebensmodus drinsteckt und das scheint heute der Normzustand zu sein, weil mir eine Bekannte aus dem Landratsamt und eine aus einem Bauamt ähnliches berichtet hat), sie an die Hand nimmt und ihnen Hilfe zur Selbsthilfe gibt.

Das ist für mich die Lösung. Nur weiss ich nicht wie man das jetzt praktisch und taktisch und emotional intelligent und empathisch angehen kann. Wisst Ihr das?

Wenn ich ein neues Projekt habe, dann ist das am Anfang kein Problem. Je länger ein Projekt läuft, je länger die Leute da drinstecken, desto schwieriger wird das. Denn da fehlen dann neue Sichtweisen von aussen. Oft stimmt auch die Mischung der Mitarbeiter nicht.

Solange die , die Dinge in die Hand nehmen und Ursachen beheben noch in der Mehrheit sind, funktioniert das ganze noch. Solange sie das ausgleichen können, was in den erstarrten und gelähmten Abteilungen ausgleichen können.

Doch bei uns ist es so, dass jetzt auch viele, die eben für diesen Ausgleich sorgten, selber im überlebensmodus drinstecken, weil auch ihnen alles zuviel wird. Sie kommen auch nicht mehr mit ihrer Einstellung über die Runden.

Die Folge ist, dass das Unternehmen selbst immer mehr gelähmt wird und erstarrt. Weil der Tipping-Point längst erreicht ist.

Umgekehrt bedeutet es aber auch, dass wenn genügend Leute ihre Einstellung und Sichtweise und damit verbunden auch ihr Handeln verändern (bzw. wieder ins aktive Handeln kommen!), auch das Unternehmen wieder handlungsfähiger wird!!!

Das ist eine Riesenchance!!!

Laut meinem Scrum-Master, den ich mit Fragen bombardieren darf und der sie mir auch beantwortet, darf man da aber nicht zu lange warten. Wenn die Legacy-Prozesse (die Sachen, die zu lange nicht überarbeitet wurden und für die sich niemand mehr verantwortlich fühlt) sich zu einer unüberwindbar hohen Wand auftürmen, dann ist laut ihm irgendwann der Zustand erreicht, wo man die Situation nicht mehr retten kann.

Hmm.. Ihr kennt mich ja, ich glaub an das Gute in den Menschen und im System. Denn das ist ja von Menschen gemacht. Und wenn Menschen die Systeme machen, und wenn sie ihre Haltung und Sichtweise verändern, dann verändern sie auch die Systeme bzw. sie verändern sich auch von alleine mit. Die sogenannte Norm verändert sich damit auch. (Ich hab nach wie vor mit dem Begriff Bauchweh... denn für mich suggeriert er, dass es etwas festes gibt. Das feste gibt es aber nicht! Es gibt nur eins, das sicher ist: den Wandel! Wandeln wir und die Umwelt sich, dann kann die Norm nicht beim alten bleiben. Das ist ja das, was ich grad beschrieben habe, das nicht funktionieren KANN!)

Ich weiss nur nicht, wie wir die Leut dazu bringen, das zusammen anzugehen.

Parallel ist auch noch der Trend da, dass die frustrierten Menschen, mit der Sichtweise, die Ursachen angehen zu wollen, kündigen und die Stellen nicht nachbesetzt werden! Aufgrund des Silodenkens der Abteilungen fallen also mit dem Weggang enes solchen Generalisten (das ist für sie auch typisch, dass sie die Dinge selber in die Hand nehmen und wenn sich etwas nicht ändern lässt, dann gehen sie, weil sie sich auch nicht weiterentwickeln können. Das lernen sie dann.) dann noch mehr Legacy-Programme an.

Das Problem potentiert sich. Ein Kollege, der geht, sagte, er tut es, weil er sich nicht weiterentwickeln kann. Ein zweiter Grund war, dass er nicht verbittert werden will, wie so viele andere Kollegen. Verbitterung ist die grosse Schwester der Irritation , Frustration und Wut. Sie wird begleitet von der Handlungsunfähigkeit und resultiert im Dienst nach Vorschrift und der innerern Kündigung.

Ihr erkennt das auch daran, wenn die Kollegen um Euch herum die ganze Zeit von ihrer Rente reden. Furchbar, sag ich Euch! Oder nur noch vom nächsten Urlaub. Oder vom letzten. Das heisst ja, dass sie sich auf Arbeit nicht wohlfühlen. Also die Arbeit ist der letzt Ort wo man sein will.

Ich kann das einfach nicht verstehen. Denn erstens weiss ich ja nicht, ob ich die Rente, den nächsten Urlaub noch erlebe und zweitens seh ich nicht ein, dass ich auf Arbeit nicht lebendig und liebenswert sein darf. Also einfach ich und mich voll und ganz einbringen kann und darf.

Meine Erfahrung ist auch, was Ihr im Alltag nicht hinbekommt, das macht Ihr wenn Ihr in Rente geht, auch nicht. Manche tun ja nicht mal im Urlaub das, was sie sie gross angekündigt haben. Das finde ich dann sehr traurig. Ich kann doch nur das hier und jetzt ändern also jetzt handeln. Und das tu ich dann auch. Ich finde es sehr verwirrend, dass viele Menschen das anscheinend nicht so handhaben.

Auf der ersten Reha war es auch so. Die Physio- und Ergotherapeuten sprachen nur über die Rente und ihren Urlaub. Das gibt mir grad zu denken. Also haben die sich selber auf Arbeit nicht wohlgefühlt. Dann ist es ja kein Wunder, wenn sich ihre Anspannung auf die Patienten überträgt. In der logischen Folge, werden sie dann nicht gesund sondern spannen sich enbenfalls immer mehr an. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Misst dann der Therapeut abschliessend die Beweglichkeit ist er frustriert, weil der Bewegungsardius sich nicht verändert oder sogar in der Behandlung schlechter geworden ist. Das ist für ihn dann noch frustrierender. Ah... jetzt versteh ich das. Und mit meiner Frage:"Wird's wieder, wenn ich nochmal auf den Arm fall?" hab ich seiner Amygdala dann noch den Rest gegeben. Der arme Kerl. Also ich glaub, wenn wir es gut mit den Mitarbeitern im Krankenhaus meinen, dann sollten wir einfach dran arbeiten, dass wir da gar nicht erst reinmüssen. Ich arbeite daran. Dann hamm sie weniger Arbeit und sind entspannter. Also tu ich dem Arzt was gutes, wenn ich gar nicht hingeh. Weil dann erspar ich ihm und seinem Nervensystem Stress (den Stress von meinem Nervensystem) und das ist dann auch gesünder für die anderen Patienten.

Damit würde ich auch dem Pflegekräftemangel entgegenwirken, weil ich dann nicht der Grund dafür bin, dass einer wegen mir kündigt. Damit nehme ich mir auch Stress und übernehme so Verantwortung für die Gesundheit des Pflegepersonals und für mich.

So seh ich das inzwischen. Ja, ich weiss, meine Sichtweise entspricht nicht der Norm. Dann passt sie ja zu mir.

Da ist mir erst bewusst geworden, wieviele Kollegen, wenn ich mich 1:1 im Homeoffice mit ihnen unterhalte und auch sie offen sprechen können, ihren Frust bei mir abladen. Inzwischen kann ich ihn bei demjenigen belassen. Und von seiner Sichtweise etwas lernen. Das ist gesünder. Ich brauche nicht mehr so lange , um mich davon zu erholen. Teilweise ist es jetzt echt so, dass mir diese Gespräche neue Sichweisen und M¨glichkeiten und Chancen aufzeigen. Ich fühl mich danach auch nicht mehr ausgelaugt. Teilweise hab ich danach sogar Energie. Positive. Und wenn einer sehr "kotzt" dann "kotze" ich auch. Dann bleibt es ausgeglichen. Denn dann kann ich auch etwas von meinem Stress loswerden. Wahrscheinlich ist lästern deswegen so gesund. Es tut der Seele gut und damit auch dem Körper.

Wobei ich versuche nicht über andere zu lästern, sondern meine Probleme schildere und dann versuche mit dem Kollegen eine Lösung für das Problem zu finden oder mir einen Rat einzuholen. Oft erzählt mir dann der Kollege aus der Sicht des anderen, warum der derzeit so Land unter ist und dann kann ich das besser verstehen und nachsichtiger sein. Und wenn man die Dinge versteht dann ist das ja der erste Schritt der Salutogenese.

D.h. in den erstarrten Abteilungen steigt durch die Symptombehandlung Neueinstellung die Gruppendynamik (es scheint so zu sein, dass dort auch immer ähnliche Menschen eingestellt werden, und die reagieren dann auch ähnlich, deswegen ist Neurodiversität in einer Abteilung auch so wichtig!!! Dass genau diese gruppendynamische Anpassnung NICHT! passiert!) die Anzahl der Mitarbeiter die in Handlungsunfähigkeit und Erstarrung und in der Symptombehandlungshaltung gefangen sind! Das sind die Fachabteilungen. Zumindest bei uns. Also Fachleute werden weiterhin eingestellt. Die werden als wichtig angesehen.

Generalisten dagegen verschwinden, die sich eher nicht von der gruppendynamik anstecken lassen (wenn sie noch jung sind und anderweitig auf dem Arbeitsmarkt eine Chance sehen). Die Generalisten, die bleiben, sind schon so lange dabei oder gehen bald in Rente oder meinen woanders eh nix mehr zu bekommen und die landen dann irgendwann auch im Selbsterhaltungs- und überlebenskampf.

Traurigerweise werden Generalisten nicht nachbesetzt. Weil sie ihre Arbeit heimlich still und leise machen. Und weil die Sichtweise wohl noch vorherrscht, dass Fachleute und Fachwissen immer noch wichtiger ist als das Generalistenwissen bzw. die Fähigkeit flexibel zu sein und neues zu lernen on the job by doing.

Tja ... und so wird dieser Prozess der Schieflage auch noch verschärft.
Also wäre ein Schritt erstmal zu prüfen, ob das Einstellen von neuen Fachleuten bisher zum gewünschten Ergebnis einer Verbesserung langfristig!!!! (nicht kurzfristig!) geführt hat. Hat sie es nicht, dann sollten dort keine neuen Fachkräfte eingestellt werden. Denn das ist anscheinend nicht die Lösung des Problems.

Stattdessen würde es viel mehr Sinn machen , Generalisten einzustellen. Die die Fachabteilungen bei der Hand nehmen können und ihnen zeigen können wie sie ihre Prozesse effizienter gestalten. Dazu müssen Spezialisten UND Generalisten zunächst die Legacys anpacken. Das ist nicht schön. Das ist schwierig. Weil das Wissen ja weg ist. Also muss man es sich neu erarbeiten. Da führt kein Weg daran vorbei.

Doch wenn man das einmal getan hat, wird die Fachabteilung auch verstehen wie wichtig es ist, dieses Wissen bei sich zu halten. Weil die Wiedererarbeitung ein aufwendiger Prozess ist. Dafür muss sie aber auch hierzu in die Pflicht genommen werden!!! Sonst lernen es die Kollegen dort nie! Und machen so weiter wie bisher.

Jedes so weitermachen wie bisher verschlimmert aber nur die Situation. Wie bei den faulen Äpfeln setzt sich dann der Fäulnisprozess fort. Wenn Ihr neue Äpfel in die Schüssel dazu tut (neue Mitarbeiter), dann werden die ja auch braun...

Erst wenn Ihr die braunen Äpfel aussortiert, dann verhindert Ihr die weitere Ansteckung.

Das Aussortieren entspricht in unserem Beispiel dem Umdenken und Umlernprozess und des neuen Erlernens der Verantwortung und der Prozesse.

Ihr macht also den Apfel immun gegen die Ansteckung. z.B. indem Ihr die Stellen herausschneidet. Das tut man ja auch bei Tumoren. Allerdings ist das schmerzhaft und ich glaube, dass es auch anders geht. Indem wir unseren eigenen Salutogeneseprozess anstossen und andere dabei mitnehmen.

Ihr seht also wie ein krankes Unternehmen entsteht. Heilen kann es nur, wenn auch die Mitarbeiter heilen und gesunden. Und das geht nur, wenn die Einstellung und Sichtweise gesundet. Indem sich die Mitarbeiter und Kollegen, die sich in ihrer Tunnel- und Silosicht der Amygdala (Angst- und Stressgesteuert) des überlebenskampfs jeder gegen jeden, was einer Entfernung voneinander enspricht, wieder aneinander annähern. Und das gelingt nur, wenn wir unsere Sichweise verändern. Das Gegenüber nicht als Schuldigen und uns als Opfer identifizieren, sondern als Kollegen und unser Sichtweisen gemeinsam nutzen, um die Konflikte und deren Ursachen zu beheben.

D.h. Annäherung ist die Lösung! Und damit sind wir wieder bei der Beziehungsarbeit in Form des Feedbackspiels. Denn nur, wenn ich mich unter den Kollegen und in der Zusammenarbeit mit den Kollegen wohl und sicher fühle, dann wird meine Amygdala nicht instinktiv mit Angriff , Verteidigung oder Lähmung reagieren. Erst dann kann der präfronterale Kortex, unser Gefühl und unsere Intuition zu einfachen gemeinsamen Lösungen für die komplexen Probleme von heute kommen.

Ein Kollege von mir meinte, man kann nicht einfach die Mentalität der Amerikaner auf Deutschland übertragen. Amerikaner wären eher so Pi mal Daumen. Ach das passt schon so.

Deutsche glänzen mit ihrer Genauigkeit, Pünktlichkeit und ihrem Perfektionismus. Daher der gute Ruf der Ingenieurskunst.

Er meint, dass deswegen ein Grossraumbüro bei uns in Deutschland nicht funktioniert.

Hmm... wenn Amerikaner entspannter sind und das Rudel im Grossraumbüro tatsächlich als Sicherheit und "Familie" betrachten, dann kann er da recht haben.

Mit dieser Sicht tu ich mir allerdings schwer, weil meine Amygdala aufgrund ihrer Hyperaktivität Menschen, die mir im Rücken sitzen und Geräusche, die ich höre , aber nicht sehen kann, als Bedrohung wahrnimmt. Da eine Hyperaktivität der Amygdala auch mit gesteigertem Perfektionismus und Kreativität und analytischem und logischem Denken einhergeht und das ja die Basis des Ingenieursdenkens und der Informatik und Technik ist, vermute ich, dass er aus diesem Grund mit seiner Meinung recht haben könnte.

Also wenn die Stärke der Deutschen Perfektionismus, analytisches Denken und Kreativität ist, dann wäre logisch, dass die Grundlage dafür eine hyperaktive Amygdala ist. Und unter diesem Hintergrund macht ein Grossraumbüro da keinen Sinn, weil die Amygdala das dann als Gefahr wahrnimmt. Angespannter Rücken mit Rückenschmerzen, Wutausbrüche, mehr Krankheiten wären dafür symptomatisch.

Nur wenn wir uns (bzw. unsere Amygdala) sich im Grossraumbüro wohlfühlt, dann können wir unser Potential und unsere Kreativität entfalten.

Doch selbst wenn wir entspannt sind und die uns umgebenden Nervensysteme in Form unserer Kollegen nicht, wird das nicht funktionieren. Weil sich die Anspannung des einzelnen ja auf die Kollegen überträgt.

Schlechte Laune ist ansteckend. Gute aber auch!

Damit wäre aber die Antwort auch einfach, wie man ein entspanntes Grossraumbüro hinbekommt. Indem jeder einzelne, der dort arbeitet , entspannt ist. Und dazu kann jeder selbst etwas beitragen. Ich arbeite daran.

übrigens habe ich mit meinem Kleingewerbe sowohl Amerikaner als auch Engländer kennengelernt. Eine englische Designerin. Mit der hab ich ein Forum eröffnet. Sie selbst ist auch chronisch krank. Und damals hat sie sich bei mir ausgekotzt und das Gespräch gekidnappt. Denn meine Mama war an dem Tag ins Krankenhaus gekommen und die andere damische Designerin hatte mir mein Muster geklaut. Ich war komplett durch den Wind.

Also ich hab mich dann wieder derfangen und hab eine complaint gegen die damische Dame gemacht und das mit meiner Mama hat sich dann auch aufgelöst.

Ich habe mit der Engländerin dann ein Forum gegründet. Damit wir unsere Stärken bündeln können. Sie hat nicht einen Beitrag geschrieben. Sie hat gar nichts gemacht. Sie hat mich nur als Auskotztüte wie schlecht es ihr geht, benutzt. Also auch in England gibt es sehr angespannte Menschen.

Und eine Amerikanerin , die ich kenne, hat Diabetes und die will sich immer bei mir melden und tut es auch nie. Soviel dazu, dass die Menschen in anderen Ländern entspannter sind.

Mein Fazit: Da wo hyperaktive Amygdalas im Spiel sind, spielt die Nationalität keine Rolle!
Da verhalten sich die Menschen gleich. Egal , wo sie herkommen und hinwollen. Das letztere wissen sie dann übrigens auch nicht. Sie wollen nur so weitermachen wie bisher. So wie es die ganze Zeit schon nicht funktioniert hat. Und das versteht mein präfronteraler Kortex absolut nicht. Weil des is fei a ned grod des gsündeste.

ich bin dann zwar auch durch den Wind und brauche etwas, bis ich mir eine Entscheidung abringe und die fällt mir ein, wenn ich mich bewege, aber ich könnte nie in dieser Opferrolle und Hilflosigkeit verbleiben.
Denn dann würde es mich nicht mehr lange geben.

Ich habe gelernt, dass ich viel tun kann, damit es mir besser geht.

Ich habe auch gelernt, dass ich anderen nicht beibringen kann, was ich herausgefunden habe. Da müssen sie selber hinkommen. Sie müssen das verstehen.

Und so bin ich doch das ein oder andere mal, wenn mir eine CRPS-Bekannte wieder von einer neuen Methode erzählt oder mir einen Link schickt, irritiert und verwirrt, weil ich dachte, sie hätte endlich begriffen, dass es das nicht braucht. Es braucht nicht noch mehr technische Symptombehandlungen.

Ich muss nur lernen auf mich selber zu hören und dann kann ich mir selber ein heilsames Umfeld schaffen. Das ist dann manchmal etwas frustrierend. Aber wenn ich es dann sacken lasse, auch wieder lustig und schräg. Es zeigt wie widersprüchlich die Menschen sind.

Vielleicht braucht sie auch diesen Hoffnungsschimmer, weil sie das Licht in sich selber noch nicht anknipsen kann.

Also was mich betrifft, finde ich es schön, statt im Dunkeln herumzutapsen (ohne die Autismusdiagnose) jetzt den Lichtschalter gefunden zu haben und mich und die Menschen um mich herum , besser zu verstehen.
Und wenn ich das nicht kann, dann kann ich die Menschen ja fragen. Leider sind sie nicht immer offen genug mir eine Antwort zu schreiben. Wären sie das, und entspannter, dann wären sie erstens gesünder und entspannter und hätten Zeit und wir würden uns alle viel besser verstehen.
Da will ich hin. Ich arbeite daran.

So.. heute gibt es noch einen neuen Comic. Schönen Sonntag!

Montag: Hab grad dieses TED-Video zu Ängsten bei Kindern geguckt. Also wieder ein Beitrag zu hyperaktiven Amygdalas.

Interessant fand ich, dass die Referentin sich ebenfalls als Kind gegen einen Arzt mit Händen und Füssen gewehrt hat. Ich hing ja auch am Ärmel vom weissen Kittel, so dass meine Mama Angst hatte, dass ich ihn zerlege. Der Arzt war ein weitschichtiger Verwandter. Der hat das entspannt gesehen.

Und beim Friseur als ich alles zusammengeplärrt hab, war es ja auch so.

Sie weiss also wovon sie spricht. In der Schule ging es ihr auch ähnlich. Da fand sie auch keinen Anschluss. Ihre Eltern haben sie trotzdem hingeschickt und durch die Impfung musste sie auch durch. Sie hat sie als sie erwachsen war gefragt, warum sie das denn gemacht haben? Weil sie das furchtbar fand.

Und da sagten ihre Eltern, dass es ihnen das Herz gebrochen hat, aber sie wussten, dass sie da durch musste und selbst lernen musste, sich mit ihren Ängsten auseinanderzusetzen und neue Kompetenzen und Lösungsmöglichkeiten zu erwerben.

Das ist nix anderes, als was man Konfrontationstherapie nennt. Das hab ich ja auch mit der Brennessel gemacht. Da bin ich meiner Amygdala mit der Brennessel mal experimentell auf die Pelle gerückt.

Hmm.... ähnlich hab ich auch schon gedacht... Ich hätte mir ab und zu jemanden gewünscht, der mir hilft. Und im selben Zug hätte meine Amygdala sich gegen jede Hilfe von aussen gewehrt. Das ist natürlich, wenn die Amygdala das sagen hat.

Ich frag mich ja immer noch, was der Unterschied zwischen meiner Autistin und mir ist.
Ob es auch das ist? Sie hat wohl sehr oft Menschen gefunden, die ihr Dinge abgenommen haben und geholfen haben.

Das ist mir selten gelungen. Und wenn, dann hat das meine Amygdala nicht mitbekommen.

Wenn mir was Angst machte, dann hab ich mich der Angst gestellt. z.B. meiner Angst vor Computern. Also hab ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht. Ich hatte noch in meiner Ausbildung grosse Angst die Dinger kaputt zu machen. Mit Endlosschleifen mit fehlender Abbruchbediung habe ich auch wunderschöne Systemabstürze inszeniert. Da war selbst mein Azubi-Kollege, der von IT schon Ahnung hatte, beeindruckt, was ich da alles hinbekam. Doch es war nichts, dass sich nicht mit einem Neustart des Rechners nicht beheben liess.

Was so ein verbogener C-Zeiger nicht alles anrichten kann... schon erstaunlich.

Mein Azubikollege schoss das Mainboard (versehentlich, weil er sich nicht geerdet hatte) und ersäufte seine Tastatur in Orangensaft. Mich schickte er dann vor, dass ich die defekte Tastatur reklamierte. Weil ich so gucken kann. Naja, viel gesagt, hab ich damals nicht. Das fiel mir noch sehr schwer.

Also ich hab mir wohl immer sowas gesucht... und mich meien Ängsten wohl damit gestellt. Das war mir aber damals gar nicht bewusst. Weil ich gar nicht wusste, dass das Angst war. Damit tu ich mir heute auch noch schwer.

Aber Euch scheint es ja inzwschen auch nicht viel besser zu gehen.

Der Grundkurs Leichtathletik fiel auch in diese Kategorie. Ist Masochismus dann eine konstruktive und kreative Art und Weise sich seinen Ängsten zu stellen? Hmm... Da sucht man sich ja auch das Leid aus. Allerdings bleibt man dann auch da. Das ist wohl der Unterschied. Während ich bei meinen Aktionen daraus etwas gelernt und daran gewachsen bin und neue Kompetenzen erworben habe. Im Leichtathletikkurs hab ich gelernt, dass ich die 800 Meter laufen kann. Nicht schnell, aber ich bin ans Ziel gekommen. Und damit hab ich mich selber überrascht.

Hmm... aber meine Autistin tut das doch auch, wenn sie auch wenn sie nicht gut schwimmen kann, auf Kajaktour geht oder eine neue Ausbildung startet. Dabei überwindet sie sich ja auch.

Wo ist dann der Unterschied?
Ob sie immer jemanden findet, der ihr hilft, weil sie so lieb ist und das dann zum Bumerang wird?

Ist der Unterschied, dass ich die Dinge allein durchgezogen habe? Weil meine Amygdala andere eher auf Abstand gehalten hat? Gegen alle Widerstände?

Denn ansonsten finde ich schon, dass wir uns ähnlich sind. Vom Wissen und der Logik her. Und vom Autismus.

Naja, aber im Beruf fährt man halt sehr selten Kajak oder geht ein Leben lang in die Schule.
Nur metaphorisch... in die Schule des Lebens.

Meine 70-jährige Bekannte, mit der ich darüber gesprochen habe, meinte, dass meine Autistin wohl am liebsten bis zur Rente in die Schule gehen möchte.

Ich suche immer noch nach einer Lösung dieses Problems. Und nach einem Zugang oder offenen Fenster oder einer angelehnten Tür. Derzeit ist mir noch nichts dazu eingefallen.

Nur, dass ich anfangs in meiner ersten Arbeitsstelle wahrscheinlich ähnlich verhaltensorginell aufgefallen bin und die Nervensysteme um mich herum verwirrt und irritiert habe. Da habe ich sehr wenig verstanden. Ausser Bahnhof. Da wusste ich aber auch nicht warum.

Meine Autistin weiss warum. Und doch hilft Ihr das nicht weiter. Sie kann das Wissen nicht nutzen und anwenden. Das finde ich sehr schade. Und es macht mich traurig.

Erst da, wo ich mich alleine ums Netzwerk und um den Server kümmern durfte, blühte ich auf. Denn da konnte ich im Serverraum unterm Dach die Tür zumachen und war mit Linux allein. Das war fein. Ich verbrachte wunderbare Stunden mit Samba (das ist ein File-Mounting-Programm und kein Gesellschaftstanz! Mit letzterem habe ich heute noch Probleme, wenn man Normverhalten als gesellschaftlichen Tanz betrachtet. Beim Tanzen natürlich auch, denn mit Muskelanspannung wirkt man eher ungelenkig und eckig und tapsig und nicht elegant.), Sendmail, Procmail , dem Cronjob, PHP, Apache, Inn und Co. Und es war herrlich!

Ich lernte also von alleine. Mit Hilfe von Büchern und dem Internet und by doing. Ich wusste nicht dass ich das kann und es ist mir auch erst jetzt bewusst geworden, dass ich das ganz alleine gemacht habe. Ich bekam eine halbstündige übergabe vom Admin und dann konnte ich ab und zu noch die ein oder andere Frage loswerden. Ansonsten war ich allein auf mich gestellt. Doch ich hatte gar keine Angst. Im Gegenteil. Das war toll!

Dann durfte ich noch scheme lernen. Ein Lisp-Dialekt. Das lernen viele an der Uni. Ich hab das mit einem CMS-System gelernt by doing. Hat Spass gemacht. Bei den Klammern musste man höllisch aufpassen, dass man keine vergass und sie an der richtigen Stelle zumachte, sonst tat das Programm was ganz anderes, als man beabsichtigt hatte.

Auf Schulungen war ich damals 2 x. Einer Lisp-Schulung für das CMS-System. Ich stellte meine Fragen, die mir grad auf der Seele brannten und erarbeitete mir die Lösung (ich verstand es auch!) im Kurs. Da hatten die anderen Kursteilnehmer anscheinend schon aufgegeben, denn die waren zum Rauchen und Reden auf die Terrasse gegangen , während ich in mein Problem vertieft war. Ich habe Dopamin mit heimgenommen.

Die anderen anscheinend Oxytocin. Die schienen am Fachwissen gar nicht soviel Interesse zu haben. Und fanden das, was ich spannend fand, gar nicht spannend.

Das hat mich immens verwirrt. Denn ich dachte eine Schulung sei dazu da etwas zu lernen. Die anderen Teilnehmer schienen sie zur Kontaktaufnahme und sozialen Interaktion zu nutzen. Damit konnte ich nichts anfangen.

Die zweite Schulung, die ich hatte, ich wurde dorthin geschickt, war eine C-Sharp Schulung. Die machte da allerdings keinen Sinn, weil ich die Jahre vorher bereits C-Sharp in einem Projekt learning-by-doing gelernt hatte. Deswegen verwirrte mich die Schulungsteilnahme schon mal generell. Denn ich brauchte sie ja nicht. Anscheinend kam es meinen Chefs nicht auf das Fachwissen und die praktischen Fähigkeiten sondern auf die Urkunde an. So beeindruckend sah die auch nicht aus.

Ausserdem waren in dem Kurs, neben einem jungen frisch der Uni-Entsprungenen , nur ältere Männer dabei (dass ich in allen Kursen, die einzige Frau war, fällt mir grad erst auf.... war mir nie wichtig...). Der junge Mann war noch sehr lerneifrig, konnte dem Tempo des Lehrers aber nicht folgen. Also fragte er mich um Rat. Ich half ihm, meine Hilfe wurde allerdings vom Lehrer als störendes Schwätzen empfunden. Als ich klarstellte, dass der Mitlernende den Anschluss verloren hatte, bekam ich einen Anpfiff, dass wir ihn dann fragen sollten. Tja, wir wollten halt die anderen nicht beim Lernen stören. Wie man es macht, ist es verkehrt.

Allerdings störte mich mehr, dass das Handy eines der älteren Männer ständig bimmelte. Das schien den Kursleiter nicht zu stören. Heute würde ich darum bitten, dass sowas ausgeschaltet wird, weil ich mich dann nicht auf die teure Schulung konzentrieren kann.

Das ständige Handyklingeln und Hinausgerenne des Teilnehmers störte den Kursleiter anscheinend nicht. Das fand ich auch sehr verwirrend. Also diese unterschiedliche Wertung der Störungsbeiträge. Ich vermute es lag daran, dass der Angeklingelte und ständig hinauslaufenden Mr-Ich-Bin-So-Wichtig-Und-Deswegen-Ständig-Erreichbar ein Stammkunde bei dem Unterrichtenden war.

Das wundert mich nicht. Denn wenn ich dauernd mit Abwesenheit glänze - sowohl körperlich als auch im Hirn - dann kann ich ja auch nix lernen. Die Amygdala lässt es nicht zu. Die Abwesenheit auch nicht.

Die älteren Herren schienen mehr am fettigen Mittagessen (Grieche) als an den Lerninhalten interessiert zu sein. Jedenfalls war ihnen das immer superwichtig. Es kam mir bei dem Ständigtelefonierer so vor, als wäre die Schulung für ihn so eine Art Statussymbol. Da er stolz erklärte, wieviele Schulungen er hier schon gemacht habe.

Ich glaube nicht, dass von dem Wissen etwas hängengeblieben ist. Wenn ja, würde es mich sehr überraschen. Beim Essen wurde ich überstimmt. Ich wollte nichts fettriefendes. Das macht mich müde und hinterher kann ich dann gar nichts mehr lernen. Dem Bauchumfang und der nachmittäglichen Gähnerei meiner Mitlernenden nach, ging es ihnen auch nicht anders.

Ich war damals noch nicht gut auf mich zu hören, aber das Essen fand ich widerlich. Das war im Schulungspreis inbegriffen. Belegte Brötchen wären mir lieber gewesen. So ein kackiges Gürkchen hat mir dann doch gefehlt. Ein kleiner Frischekick. Aus diesen Erfahrungen hab ich gelernt, dass mir Schulungen zuwider sind. Ich lern lieber aus Büchern und on - the - job. Learning by doing. Ich bin eher die Praktiker. Ich konnte mit Schule im Gegensatz zu meiner Autistin noch nie was anfangen.

Dann hat mir also dass, das ich mich allein durchschlagen musste, geholfen! Das hatt ich jetzt nicht gedacht. Weil ich so unabhängiger und selbständiger wurde. Es dauerte natürlich seine Zeit. Mit der &Uul;bung und dem Verstehen konnte ich mir auch Techniken und Lösungsmöglichkeiten aneignen. By doing halt. Also ist da genau das, was ich brauche.

Ich habe auch schon solche Diskussionen in meinem Beisein über mich ergehen lassen müssen. "Ja, aber sie war für diese Arbeit doch gar nicht qualifiziert!" (wobei "sie" ich war. Das verwirrt mich auch, wenn über mich in meinem Beisein (bei Ärtzen hab ich das auch schon erlebt) in der dritten Form geredet wird. Wertschätzend empfindet meine Amygdala das also nicht. Sonst wär sie ja nicht verwirrt und irritiert. Warum macht man das dann? Um Menschen zu verunsichern? Und dann wundet man sich, dass sie nicht gesund werden und verschreckt reagieren? Wie findet Eure Amygdala das denn?

Schrägerweise hab ich genau da drüber mit einer Ärztin, die sehr nett war und mir den Ultraschall am Arm erklärt hat (in der Dystoniesprechstunde) geredet und sie hat gesagt , sie findet das auch furchtbar, wenn es ihr mit ihrer Hautkrankheit so ergeht. Dann kam die Oberärztin rein und auf einmal redeten beide über mich in der dritten Person.

Das hat mich sehr verwirrt. Da hat die Amygdala der Ultraschallärtzin auf die Oberärztin reagiert. Die Anspannung hat sich da wohl von A nach B übertragen. Sie kam mir sehr getresst vor. Wohingegen die Ultraschallärztin vor wenigen Minuten noch entspannt gewirkt hat. Da komm ich mir dann wie ein kleines Kind vor. Ich fühle mich dann nicht ernst genommen. Das passiert mir eh sehr selten. Wenn ich sage: ich bin Autist, dann scheint das den Menschen nämlich nicht zu helfen, mich besser zu verstehen sondern ihre Verunsicherung steigt. Also ich bin und bleibe ein Gesundheitsrisiko für die Amygdalas in meiner Umgebung. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Die ehrliche Antwort war dann:"Ja, aber sie hat die Arbeit doch gemacht!"

Das scheint für mich symptomatisch zu sein. Ich mach einfach. Ich mach auch Dinge, die ich nicht kann. Denn nur, wenn ich Dinge mach, die ich nicht kann, dann lerne ich sie zu können. Das ist logisch. Das scheint die Norm jedoch anders zu sehen. Und das verstehe ich nicht. Weil lernen ja nur durch anwenden und verstehen funktioniert!!!

Nur weil ich einen Wisch aus einer Schulung habe , heisst das ja noch lange nicht, dass ich dieses Wissen auch anwenden kann. Also besagt so ein Wisch gar nichts. Und das verstehe ich nicht, dass die Norm genau auf solche Wische wert legt. Und nicht auf die Erfahrung und die Praxis. Aber ich bin ja auch verhaltensorginell und finde die Norm und Normdenken allenfalls verwirrend.

D.h. genau diese Art , die Dinge so anzugehen, praktisch und lösungsorientiert und einfach mal zu machen, hat mich dahin gebracht, wo ich heute bin. Das ist ja erstaunlich. Einfach, weil ich das tue, was ich am besten kann. Wenn das jeder machen würde, anstatt sich normgerecht zu verhalten, würden wir uns alle erheblich leichter tun.

Alles soll vergleichbar sein. Dabei ist jeder Mensch per se unvergleichlich.

Dann waren die Lehrjahre also alle für was gut. Sonst wär ich heut nicht da , wo ich bin. Faszinierend. Also Hilfe zur Selbsthilfe ist gut, weil man so selbständig wird und Selbstvertrauen bekommt. Aber Hilfe, die in Abhängigkeit endet ist schlecht, weil sie zur Unselbständigkeit führt.

Dasselbe ist ja auch in der Dodo-Abteilung passiert.

Jetzt muss ich mich mal bei meiner Mama dafür bedanken, dass sie sich nicht eingemischt hat. Und mich meine Probleme alleine regeln und lösen hat lassen.
Es gab auch Ausnahmen, wo sie eingreifen musste, weil ich damals zu gutmütig und unerfahren war. Weil ich mir schwer damit tue die Absicht von Menschen zu deuten. Manchmal ist das auch ein Schutz, wenn man nicht den ganzen Mist um sich rum , mitbekommt.

Hmm... hab nochmal über das von gestern nachgedacht... Also wenn ich einen Bogen um Ärzte und Krankenhäuser mache, weil meine Amygdala nicht mit ihnen kompatibel ist und weil ich eine Gesundheitsgefährdung für die dort insassigen bin, dann kann ich so zu einer Entlastung und Gesundung der im Gesundheitswesen arbeitenden beitragen.

Hmm... wenn das jetzt alle Kranken machen, dass sie sich um sich selber kümmern, aus Rücksicht auf die Amygdalas der im Gesundheitssystem arbeitenden und deren Gesundheit dann wär das für das Gesundheitssystem auch nicht gesund. Weil dann würde da ja kein Geld mehr verdient werden.... Hmm...

Für mich wäre das jetzt aber die einzige Lösung, zu der ich aktiv was beitragen kann. So kann ich das Gesundheitssystem und die dort arbeitenden gesundheitlich entlasten, indem ich mich ihnen erspare.

Nur, wenn es so ist, dann müsste ich auch jeden Kontakt zu anderen Menschen einstellen, weil ich ja auch eine Gesundheitsgefahr für sie darstelle durch meine Amygdala und meine Verhaltensorginalität. Das wär allerdings dann nicht gut für meine Amygdala... Hmm... Und jetzt?

Da fällt mir dann nur ein, dass ich dran arbeite, meine Amygdala herunterzuregenln. Dann ist meine Amygdala im Kontakt zu anderen Menschen auch weniger gesundheitsgefährdend... und vielleicht auch heilsam. Ich arbeite daran.

Seifenblasen find ich wunderschön! Das mach ich gern. Das entspannt. Ich mag es die schillernden Blasen zu beobachten, wo sie hinfliegen bis sie zerplatzen. Bei Wind fliegen sie viel weiter. Obwohl sie so zerbrechlich wirken. Und wenn sie auf nassen Untergrund landen, wie auf unserem Anti-Rutsch-Teppich auf dme Balkon, dann bleiben die Halbkugeln noch eine Zeit bestehen.

So kann also etwas, das so zerbrechlich wirkt , ganz schön widerstandsfähig sein.

Ich wollte doch mal wissen, ob man auch ein amputiertes Körperteil beerdigen darf.
Hier gibt es Antworten. Ich muss da immer noch an den Film Green Fried Tomatoes denken. Da war das ganze kein Problem.

Mich interessieren ja neue Sichtweisen...
Wollt Ihr die Welt mal aus der Sicht von zwei Blinden sehen? Das klingt schon wieder komisch und seltsam. Erleben, erfahren trifft es wohl eher.

Die erste arbeitet daran mit technischen Geräten unabhängig zu werden und der zweite benutzt Sonartechnik und zeigt bzw.

TED-Talk1
TED-Talk2

Diese Sichtweise ist auch toll!
Der Redner ist total cool! Wir können unser Hirn umprogrammieren... Nix anderes tu ich ja schon seit einigen Jahren. Ich arbeite daran.
Seine Todos:
Also dankbar für drei Dinge am Tag sein und aufschreiben, was einem tolles begegnet und passiert ist.
Bewegung
Meditation
Gesten (wie Dankeschön-Emails, Postkarten, Zeichnungen...) für andere.

Kommt Euch das bekannt vor? Klar, weil ich das schon seit Jahren praktiziere. Es funktioniert!

Ich hab mich sogar vom letzten Umknicken schneller erholt! Okay, die Arnikasalbe hat sicher auch etwas dazu beigetragen.

Also nix anderes, als dass unser Denken unser Handeln bestimmt. Wenn wir dankbar sind, für das was wir haben, wirkt sich das auch auf unser Handeln aus. Warum? Na, weil das die Amygdala beruhigt.

Macht Ihr Euch in der agilen Transformatioen Sorgen um Euren Arbeitsplatz, dann erzeugt das Stress. Seht Ihr die Transformation und den Wandel als Chance, dann beruhigt das Euer Nervensystem und damit könnt Ihr klarer denken. Und dann könnt Ihr auch Dinge in die Hand nehmen und entsprechend handeln. Ihr tretet also aus der Opferrolle und Hilflosigkeitsrolle heraus und tut, was Ihr könnt, um mit dem Wandel mitzukommen.

Ist ja auch physikalisch logisch. Denn jeder Widerstand (auch gegen eine Veränderung) erzeugt Reibung. Und das kostet Energie. Das ist so, als würdet Ihr versuchen gegen den Wind zu segeln. Das funktioniert nicht. Die Vögel können ja auch nur mit dem Wind fliegen. Nennt sich Thermik. Und genauso könnt Ihr auch die Thermik (Energie) des Wandels als Rückenwind nutzen.

Wenn Ihr gegen den Wind anlauft, dann kostet Euch das Energie. Bei der Tour de France wissen das die Radrennfahrer auch. Nennt sich Windschatten... Das ist dasselbe Prinzip.

Am schönsten fand ich das mit der Norm. Die Norm ist Durchschnitt. Und wer will das schon sein? Wollt Ihr nicht auch der Punkt jenseits der Norm und verhaltensorginell sein? Es könnte Spass machen! :)

Also worauf wartet Ihr? Ich arbeite daran.. ;-)

Dienstag: Die Morgendämmerung sieht wunderschön aus! Im Osten rötelt sich der Himmel während der Westen noch in dunkelblau herumnächtelt.

Die A3 zischt im Frühmorgenverkehr vor sich hin.
Höchstadt-Süd liegt noch im Morgennebel und die Strassenlaternen sehen aus wie Sterne, die vom Himmel in die Nebelsuppe gefallen sind.
Die Amseln zwitschern. Eine Elster keckert.
So schön kann Homeoffice in Zeiten von Corona sein.

Und die Sirene heult dazu.... Ned lang danach sind die Martinshörner der Feuerwehrfahrzeuge zu hören. Was da wohl wieder passiert is?
Danach is widder Ruh...

Die Sirenen findet meine Amygdala ja nicht so toll... weil das sehr reizintensiv ist. Aber wenn ich mir dann vorstelle, dass da Ehrenamtliche ausrücken um anderen zu helfen, kann ich die Sichtweise meiner Amygdala etwas korrigieren, die den Krach ja zunächst als Bedrohung wahrnimmt.

Wenn ein Krankenwagen mit Geplärre an mir vorbeifährt , dann muss ich mir trotzdem die Ohren zuhalten.

Heut gab's auf Arbeit einen regelrechten Hindernislauf. Irgendwie war das aber auch alles spannend. Also ich wollte von A nach B. Das sah nicht so schwer aus.

Dann gab es aber auf den Etappen von A nach B diverse Hindernisse, die ich umschiffen (schon wieder diese Seefahrtsbegriffe...) musste. Also ich musste erst über Z, dann über R und dann über C. So könnt Ihr Euch das bildlich hoffentlich besser vorstellen an den Buchstaben vom Alphabet und ihrer Reihenfolge.

Ich bin erstaunt wie ich das hinbekommen habe. Allerdings muss ich wirklich einen ziemlich grossen Umweg machen, bis ich dann da hingekommen bin, wo ich hinwollte. Weil soviel nicht so funktioniert hat, wie es funktionieren sollte.

Das ist IT. Ich rumpelte von einem Schlagloch ins nächste.... aber ich konnte das ganze dann doch irgendwie lösen. Ich versteh jetzt auch mehr die Hintergründe (weil ich gefragt hab, und sie mir auch jemand erklärt hat) , auch wenn ich manche Entscheidungen nicht nachvollziehen kann.

Das sind Dinge, die ich nicht ändern kann. Ich kann jetzt eher verstehen, warum es so zäh ist. Also die Dinge identifizieren, die ich ändern kann. Und mich und meine Energie darauf konzentrieren.

Hab heut mit 5 unterschiedlichen Leuten telefoniert, um das ganze zu klären und den Weg zu gehen. Das liegt an der Komplexität der Dinge. Ob es immer so kompliziert sein muss, sei mal dahingestellt.

Ich fand das ganze sehr spannend. Und bin erstaunt, wie ich das doch dann noch hinbekommen habe. Also ich war heut voll agil... Dazwischen freilich auch etwas angespannt und ich musste auch mal Dampf bei meiner Mama ablassen. Das hält das Nervensystem gesund. Doch ich konnte es klären, die Sichtweisen, die dem entgegenstehen, verstehen und meine Sichtweise auch argumentativ vertreten. Und fühle mich ernst genommen. Das ist mir bisher noch nicht so oft gelungen. Also hab ich das heute auch wieder on the job und on the fly gelernt und geübt. Durch's Ausprobieren.

Morgen seh ich , ob es funktioniert hat. Ich bin guter Dinge.

Schön fand ich auch, dass mir so viele Leut helfen. Trotzdem zeige ich Wege auf, die ich für überflüssig halte. Also ich hab heut mehrere Symptome gefunden (zum wiederholten mal) und die konnte ich dann auch mit Workarounds umgehen, allerdings finde ich solange die Ursache nicht behoben ist, das ganze sehr unbefriedigend.

Denn so werden dieselben Fragen oder andere, in derselben Richtung immer wieder auftauchen und Ressourcen auch bei den Kollegen blockieren. Das heisst eine Behebung der Ursache wäre sowohl für sie als auch für mich ein Gewinn. Ein Win-Win sozusagen. Das hab ich dann halt in den Bug reingeschrieben.

Und jetzt scheint es so zu sein, dass doch überlegt wird, das im nächsten PI einzuplanen. Das fände ich richtig gut. Weil ich auch ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich da immer wieder nachfragen muss. Das kostet halt viel Zeit auf allen Seiten. So investiert man die einmal um die Ursache zu beheben und dann verschwinden die Symptome auf Dauer. Ich hoffe, es klappt.

Also es war heut irgendwie sehr schön UND spannend. Ich hab wieder einiges gelernt. Und das schöne ist, die Leut nehmen mich auch Ernst. Das kenn ich aus anderen Zusammenhängen ganz anders.

Heut probier ich später noch aus, ob ich an meinem Rechner an einer zoom-Besprechung teilnehmen kann. Das ist dann schon mal ein Vortest für den online Schmerzkongress. Ich bin gespannt. Installiert hab ich es grad auf meiner etwas älteren Kiste. Ich hoffe, es funktioniert.

Also auch hier hab ich wieder was gelernt.

Donnerstag: Also das mit dem Zoom hat auf meinem Rechner funktioniert. Gut, ein Headset wär jetzt doch ganz gut. Denn nur chatten und tippen, das ist etwas mühselig.

Bei dem Thema um das es ging, ist mir aufgefallen, dass sich die Beteiligten nicht verstanden haben. Sie haben aneinander vorbeigeredet. Im grossen Bogen. Jeder war in seiner Sicht gefangen und hat sich auf die Sicht des anderen gar nicht erst einlassen können. Das fand ich sehr verwirrend.

Ich hab auch eine Frage gepostet und auch ich wurde missverstanden. Okay, ich bin das ja gewöhnt. Wären die anderen Beteiligten offener gewesen, dann glaub ich, dass das nicht passiert wäre. Jede "Seite" interpretierte in meine Frage ihre Sicht hinein. Das ist zwar aus psychologischer Sicht faszinierend aus menschlicher sehr frustrierend und irritierend.

Diskussionen machen doch nur Sinn und können auch nur fruchtbar sein, wenn die Beteiligten offen sind für neue Sichtweisen. Andernfalls brechen Grabenkäpfe aus. Weil alle Amygdalas im Verteidigungsmodus unterwegs sind.

Das konnte ich also live erleben. Ich war sehr verwirrt, weil ich mir das irgendwie anders fruchtbar und nicht furchtbar vorgestellt hatte. Was so ein kleiner r-Verrutscher nicht alles anrichten kann.

Auch dass der eine Teilnehmer dann die Diskussion kidnapped kam vor. Ich wusste gar nicht, wo die Entführung hinging. Weil ich die Sichtweise des Kidnappers nicht verstand. Oder heisst das dann Diskussionsnapper?

Ich musste die Diskussion auch früher verlassen. Meine Amygala hat es nicht länger ausgehalten. Die Anspannung war meiner Amygdala zu stressig.

Nachdem ich mein Hirn und das Erlebte sortiert hatte, hab ich überlegt, was machst Du jetzt..
Und dann hab ich mich dafür entschieden eine Mail mit dem Missverständnis und meiner Frage nochmal an den Fragenbeantworter zu schreiben.

Ich habe mir sehr viel Mühe gegeben , mich diesmal klar auszudrücken. Ich habe mich für die Einladung bedankt, meine Verwirrung geschildert und dann das Missverständnis aufgeklärt und meine Frage nochmals gestellt und noch einen Comic drangehängt in der Sandwitchtechnik.

Ich bekam am nächsten Tag dann eine Mail. Aber keine Antwort. Für den Comic hat er sich bedankt und er bestätigte auch, dass bei dem Call viel aneinander vorbeigeredet wurde. Ich konnte immer noch nicht an den Adressaten andocken.

Das war sehr frustrierend. Aber nach zwei Fehlversuchen gebe ich es jetzt auf. Anscheinend ist der Adressat einfach nicht offen. Da kann ich machen was ich mag. Es liegt nicht an mir. Jetzt lass ich es erstmal dabei bewenden.

Wisst Ihr, manchmal ist es so jammerschade, da wedeln Leute mit dem Zaunpfahl und könnten dem anderen neue Einsichten bringen, ein voneinander lernen wäre möglich, nur leider sieht der andere diese Gelegenheit gar nicht. Er nimmt sie gar nict wahr, weil er so in seiner eigenen Sichtweise drinsteckt, dass er für alle anderen blind ist.

Ich kann das aber sehr gut nachvollziehen, weil ich in diesem Tunnelblindmodus ja auch immer wieder unterwegs bin. Ich arbeite daran.

Was mich auch verwirrt hat, war dass einer der Teilnehmer am Anfang gleich erzählt hat, wann er gehen muss. Das klingt dann für den ein oder anderen so, als wolle er schnellstmöglich da wieder weg. Warum kommt er dann überhaupt?

Und dann ist mir eingefallen, dass ich auch schon derjenige war, der es genauso gemacht hat. Erinnert Ihr Euch? Ich wollte mich mit einem Ex-Kollgen treffen. Und ich hatte Angst wie ich zum Treffpunkt hin und wieder von dort wegkomme. Das war mir sehr wichtig, von dort wieder rechtzeitig wegzukommen, dass ich meinen Bus erwische.

Damals hat mich der Ex-Kollege auch gefragt, warum es mir so wichtig ist, dass ich so schnell wieder von ihm wegkomme, wo ich ja noch nicht mal dort bin. Ob ich mich dann mit ihm überhaupt treffen will... also er hat es missverstanden und persönlich genommen. Dabei hatte das ja nichts mit ihm sondern mit meiner Angst meinen Bus zu verpassen und wieder heimzufinden zu tun.

Und so muss das wohl dem Teilnehmer auch gegangen sein. Er hatte Angst einen Anschluss(termin) zu verpassen.

Jetzt muss ich drüber schmunzeln. Ihr hoffentlich auch. Dann bekommt Ihr schon mal Dopamin. Euer Immunsystem freut sich.

Ein anderer Teilnehmer informierte uns in regelmässigen Abständen, dass sein Akku am Laptop gleich alle sei. Das hab ich auch nicht verstanden, wozu das gut sein soll. Meine Amygdala fand das sehr nervig und verwirrend.

Da hat mir meine 70-jährige Bekannte aber dann später in unserem wöchentlichen Telefonat erzählt, dass sie auch jedem wenn sie ihr Handy benutzt, das sagt, weil sie nie weiss, wann der Akku alle ist (sie sieht es nicht) und nicht dass der andere dann böse auf sie ist und meint sie hätte das Telefonat dann absichtlich abgebrochen.

Mit ihrer Erklärung konnte ich also diese Sichtweise verstehen. Dafür war ich ihr sehr dankbar und das hab ich ihr auch gesagt.

Damit hat sich einige Verwirrung hinterher gelegt und der physiologische Stresslevel auch schneller wieder beruhigt. Auch dank des Lerneffekts : Dopamin und Endorphin sei Dank!

Schade finde ich trotzdem, dass so eine Gelegenheit so in die Binsen gegangen ist. Und was macht sie da?

In die Binsen gehen stammt aus der Jägersprache (wie passend ;-). Wenn eine Ente , die der Jäger ins Visier genommen hat, in die Binsen geht, dann kann er sie nicht mehr sehen. Ergo ist sie verloren. Und das ist damit gemeint. Aus der Sichtweise der Ente ist das freilich ein Glücksfall. Sie überlebt und freut sich.

Apropos einseitige Sichtweise und Tunnelblick... Heut ist mir in der Höchstadter Innenstadt (!) ein komischer Heiliger begegnet. Der ist mir schon mal in der Erlanger Innestadt über den Weg gelaufen. Die sind bei mir immer sehr zutraulich.

Der wollte mich bekehren und missionieren und mir seine Sicht aufdrängen. In Erlangen war meine Amygdala damals neugierig.

Da war er heut bei meiner Amygdala an der falschen Adresse. Erstens wollte meine Amygdala zu meiner Physio und zweitens war sie heut eh schon sehr aufgedreht (wegen dem Wetterumschwung) und drittens hab ich seit der letzten Begegnung gelernt mich und meine Sichtweise besser zu behaupten.

Meine Amygdala war ja heut schon verwirrt als mein Kollege später in ein MS-Teams-Meeting kam und mich anchattete mit:
Ich komm ein bisschen später.
Woraufhin ich zurückchattete: Wie lange ist ein bisschen?
Daraufhin kam er ins Meeting.

Ein anderer Kollege wollte mir einen Termin schicken. Jetzt dacht ich , er hätt ihn mir schon geschickt und hab ihn angechattet: Kannst Du mir den Termin nochmal schicken. Ich hab den verbummelt.
Da chattete er zurück: Den hat jemand anderer verbummelt. Und einen Smiley dahinter gesetzt.

Ob ich an Jesus glaube, hat er gefragt. Also der komische Heilige. Nicht mein Kollege. Ich hab gesagt, ich glaub an die natürliche Ordung der Dinge. Da hat er gemeint, dass wär als würd ich an das Brötchen glauben aber ohne den Bäcker als dessen Schöpfer zu würdigen.

Dann ist ein Hubschrauber über uns hinweggeflogen (da waren heut viel unterwegs) und da hab ich dann nach oben geguckt. Meine Amygdala ist derzeit leicht ablenkbar. Mein Reizfilter ist beim Teufel.

Er wollte bei Jesus für mich beten. Da hab ich gesagt, ich komm ganz gut zurecht, das braucht er nicht.

Als ich ihm gesagt hab, dass er eine sehr einseitige Sicht auf die Dinge hat, war er schneller weg als ich gucken konnte. Dass heisst, ich hab heut gelernt, mit dieser Sichtweise kann ich solche nervigen Missionierer-Menschen loswerden.

Die sind nämlich für andere Sichtweisen nicht offen und wenn sie mit einer anderen konfrontiert werden, dann verflüchtigen sie sich. Das ist aus verhaltenspsychologischer und physiologischer Sicht durchaus spannend. Also hab ich auch hier wieder einiges gelernt. Dopamin und Endorphin.

Denselben Effekt hab ich auch auf Reha bei dem Physiotherapeuten "erzielt" als ich ihn gefragt hab, ob der Arm wieder wird, wenn ich nochmal drauf fall. Ich hab ein Talent dafür hyperaktive Amygdalas zu verwirren und in die Flucht zu schlagen.

Das mit dem Oxytocin hat ja nicht so geklappt. Das funktioniert nur, wenn ich andocken kann und mich verstanden fühle. Das war hier nicht der Fall.

Das merkt Ihr auch da dran, dass eine offene Diskussion gar nicht erst stattfinden kann. Genau wie bei der zoom-Veranstaltung. Faszinierend.

Ich konnte dann aber bei meiner Physiotherapeutin und im Nachgang bei meiner Bäckereifrau und einer Bekannten vom Gesundheitsnetzwerk meine Dosis Oxytocin noch abholen. Das war super! Weibliche Superkraft. Auch wenn mich meine Bekannte vom Gesundheitsnetzwerk zum Kneippen missionieren will, sie ist da doch meinen Sichtweisen gegenüber auch aufgeschlossen. Wir lernen voneinander. Das ist der Unterschied. Deswegen funktioniert das bei uns auch mit dem Oxytocin. Und Dopamin auch weil wir zusammen lachen.

Sie:"Da in dem bunten Auto hat Dir einer gewunken. Kennst Du den?"
Ich:"Och mir winken viele. Ich weiss aber meistens nicht wer das ist."
Sie:"Das macht doch nix. Wink einfach zurück."
Dann hab ich ihr erzählt , dass das zu versehentlichen Zungenküssen führen kann und dann hat sie gemeint, ich soll halt neutral gucken. Woraufhin ich sie gefragt hab, wie das geht. Da hat sie gemeint, so wie immer halt. Und dann hat sie gelacht.

Meine Ergo hat mich heut auch gefragt, ob ich sie neulich gesehen hab, wie sie mir aus dem Auto gewunken hat. Da hab ich gesagt, ich hab Dich am Auto und am Nummernschild erkannt. Mit Gesichtern hat es meine Amygdala ja nicht so. Macht im Angesicht auch keinen grossen Sinn zu erkennen, wie der Säbelzahntiger jetzt genau ausgesehen hat.

Apropos Gesundheit ... Ich les grad das Buch "Big potential" von Shawn Achor. Da geht es darum, dass wir Menschen unser volles Potential nur im Team , also im Zusammenspiel mit anderen entfalten können. Und zwar dadurch, dass wir das Potential von anderen entfalten. Und daran wachsen auch wir. Also wenn wir anderen etwas geben. Heute hab ich einen Mundschutz mit einer lustigen Karte verschickt. Ihr seht.. ich arbeite daran.

Kennt Ihr die Framingham Heart Study? (die Framingham Herzstudie) Also eine der Erkenntnisse der Studie ist auch, dass wenn man sich mit Menschen umgibt, die einem gut tun und die fröhlich und zufrieden sind, man auch selber fröhlich und zufrieden ist und auch gesund bleibt oder gesund wird. Da arbeite ich ja auch dran.

Indem ich mir mein heilsames Umfeld schaffe. Und das kann ich ja , indem ich das Potential in anderen entfalte. Dann mach ich ja nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen alles richtig. :)
Ich arbeite daran :)
Und Ihr könnt das auch.

Freitag: Hmm... nachgedacht. Also ich glaub, jeder Organismus und jede Organisation und jede Organisationseinheit braucht einen Teil, der aufräumt und Dinge ordnet. Ansonsten häuft sich zuviel an.

In uns ist das z.B. das Lymphsystem oder das Gliasystem. Die beiden sind solche Aufräumer. Unser Darm sicher auch... Und der Schlaf ist auch so ein durchputzer, weil er die Geschehnisse des Tages verarbeitet und so lernen wir.

Und wenn man zu angespannt ist, weil die Amygdala Amok läuft, dann funktioniert das auch nicht mehr in uns drin. Bei hyperaktiver Stressachse funktioiniert die Aufräumaktion in uns drin nimmer.

D.h. wenn wir aussen nicht aufräumen können , dann funktioniert das in uns auch nicht. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Bei mir hat der Lymphabfluss wohl noch nie funktioniert. Trotzdem schafft es unser Organismus das zu kompensieren. Das ist doch sehr erstaunlich. Wie im innen so auch im aussen und umgekehrt. D.h. unser Verhalten gibt Aufschluss über unseren Gesundheitszustand. Hättet Ihr das gedacht? Naja, das ist ja wieder diese natürliche Ordnung der Rekursion. Spannend!

Legacy-Programme, Gerümpel oder Bücher oder KLeidungsstücke oder Nahrungsmittel oder andere Vorräte. Oder Dosen und Flaschen, wenn man sich nicht aufraffen kann, sie zum Container zu bringen.

Aha... Aufräumen und ordnen hält also gesund. Denn zuviel Chaos wirkt sich stress-steigernd auf uns aus.

Mit den Büchern gibt es bei mir eine Lösung mit der Ordnungseinheit in unserer Heimorganisation. Meine Mama hat ein paar Bücherregale in Auftrag gegeben. Das ist cool, denn dann hab ich sowas wie eine Bibliothek. Das hab ich mir schon immer gewünscht.

In mir gibt es auch immer öfter einen Ordnungsdrang. Ich arbeite daran, organisierter zu werden und der Stressachse entgegenzuarbeiten. Nein, immer klappt es nicht.

Gestern hab ich es mal geschafft, gleich meine Notizen ins Outlook in die Aufgabnnliste einzutippen anstatt es erst auf einen Zettel zu schreiben. Das spart Zeit und Energie. Und hinterher war ich auch stolz auf mich. Das muss ein Dopaminstoss gewesen sein. Weil ich es endlich mal anders gemacht habe. Und der Zettelwirtschaft und meiner unleserlichen Handshrift wirkt es auch entgegen. Das ist cool!

Mein D-Arzt macht das auch so. Dort wird gleich alles in den PC getippt. D.h. sie haben keine Nachverarbeitungsaufgaben mehr. Es häuft sich nix an, weil es gleich gemacht wird. Da kann ich viel davon lernen. Ergo und Physiorezept bekomm ich gleich ausgedruckt und in die Hand gedrückt. Und das funktioniert.

Beim Hausarzt ist das ganz anders. Da werden die Rezepte aussen ausgedruckt und dann erst wenn der Arzt oder die Ärztin wieder aus ihrem Sprechzimmerle rauskommt, unterschrieben. Telefonisch vorbestellen geht auch nimmer.

Im Krankenhaus beim Ellbogenbruch hat der Arzt immer alles erst ins Diktiergerät gesprochen. So hat er die Arbeit angesammelt, weil das musste dann ja erst wieder getippt werden. Von A nach B. Ob sich da ein Spracherkennungsprogramm rentieren würde? Ob die so gut sind, dass sie so lateinische Fachausdrücke und leise Stimmen verstehen? Mit meinem Dialekt hatte das MS-Teams bei der Aufzeichnung eines Anrufs schon erhebliche Probleme.

War erst Dienstag beim Hausarzt, weil ich für meine Mama Rezepte abholen sollte. Die haben sie dann nicht gefunden, weil sie sie schon in die Apotheke geschickt hatten. Das hat etwas gedauert. Da frag ich mich, ob sich das nicht besser organisieren liesse. Wen ich das gewusst hätte, dann hätte ich ihnen ja keine Zeit gekostet, nur der Apotheke. Das hätte die Situation in der Praxis enstresst. So waren alle Beteiligten erstmal verwirrt. Das kostet Zeit und Energie. Unnötig.

Heut auf Arbeit hab ich viel gelernt. Denn auch da ist mir aufgefallen, wie wir unser Problem des Chaos lösen könnten. Wenn es in jedem Bereich eine Institution des Aufräumens gäbe, dann könnte sich das langfristig ordnungs- und enstressungsfördernd in allen Bereichen auswirken.

Langfristig sollten dann alle Teams neurodivers aufgestellt werden, so dass in jedem Team auch eine Ordnungsinstitution enthalten ist. Das versteh ich jetzt. Denn dann kann jedes Team selbst seine Prozesse überarbeiten und ordnen. Und das ist bei immer schnellerem Wandel unerlässlich, weil man sonst im Chaos landet.

Dann sieht es in den Projekten und im Gehirn der Mitarbeiter so aus wie in meinem Zimmer. Chaotisch. Und das wirkt sich dann auf die Nervensysteme und Amygdalas der Mitarbeiter aus. Und da diese nicht für sich alleine arbeiten, sondern mit anderen Mitarbeitern aus anderen Bereichen und den Kunden interagieren, überträgt sich das von Nervensystem zu Nervensystem. Und mit Ordnung und Struktur und Ruhe kann man dem entgegenwirken.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

FussNeglect
Alles Kaese Die Glaa aus ERH 2020
19.09. bis 25.09. Denk mal anders ...

Samstag: Gestern wollt ich mir ein headset holen. Dacht ich, hol es hier vor Ort und bin zum Aischpark marschiert. Ich hasse Elektromärkte, weil sie so reizintensiv sind. Ob deswegen die Mitarbeiter dort immer so auf der Flucht wirken? So verängstigt oder gehetzt und angespannt? Da könnte durchaus ein Zusammenhang bestehen.
Die hatten dann allerdings nur Gamer-Headsets. Also diese Mickey Mouse Riesendinger.

Ich wollte eigentlich ein leichtes, so wie ich es auch von der Arbeit habe. Das nicht drückt und weit ist und man nicht spürt. Ich hatte also autistisch bedingt sehr klare Vorstellungen. Mein Bauch sagte da schon: nein.

Nachdem ich 5 mal um die Regale rumgeschlichen bin und dann noch einen schüchternen und verschreckten Mitarbeiter fragte, ob sie auch normale leichtere Headsets haben, kam von ihm die nicht besonders hilfreiche Antwort:"Wahrscheinlich nicht."

Naja, dacht ich mir... bist mal offen und probierst es aus. Vielleicht soll es so sein. Und das Ding ist dann total cool. Also überredete mein präfronteraler Kortex meine Amygdala zur Mitarbeit und beruhigte sie.

Ich hab es also ausgepackt und angschlossen. Und es hat dann zwar etwas gedauert bis Windows den Treiber installiert hatte, aber es hat dann funktioniert.

Dann die Enttäuschung: das Ding ging gar nicht! Der Druck am Kopf war so schmerzhaft, dass ich sogar noch ne halbe Stunde nachdem ich es ausprobiert hatte, Schmerzen bis in den Hals runter hatte. Also hab ich das Ding wieder eingepackt und zurückgebracht. Ich war gespannt wie das ablaufen würde.

Die Dame an der Kasse schickte mich erst mal dahin, wo ich die Dinger geholt hatte. Die Antwort war auch nicht besonders hilfreich. Weil ich wieder auf die Pirsch nach einem Menschen in einem blauen Hemd gehen musste. Diesmal fand ich eine Frau.

Die blaffte mich dann an, wo denn der innere Karton sei. Drauf sagt ich , dass da keiner drin war.
Sie:"Das kenn ich aber anders."
Ich kannte nur dieses eine Produkt und war damit ja schon bedient.
Das bestätigt meine These der Anspannung. Denn mir als Autisten sagt man ja nach, dass ich da auch nicht besonders flexibel bin.

Am Ende hab ich dann das Geld zurückbekommen. Warum sie dazu meine Adresse und meinen Namen gebraucht hat, weiss ich nicht. Jetzt war ich zweimal in dem Laden und jedes mal kam sowas komisches dabei raus. Ich hab in dem Laden nicht das bekommen, was ich gebraucht hätte. Das letzte mal wollte ich eine DVD. Die hatten sie nicht und bestellen ging auch nicht. Man riet mir im Laden: Bestellen Sie das im Internet. Das ist eine verwirrende Geschäftsphilosophie. Jetzt geb ich es erstmal auf.

Ich bin dann befreit von der Last in die Rewe marschiert. Und da gab es in der Fischtheke halbe Karpfen und da war ich dann glücklich. Ich hab jetzt also Karpfen statt Kopfhörer. Fängt ja auch mit K an. Und damit ist mein Nervensystem jetzt glücklich und zufrieden. Und mein Bauch auch.

Neulich hab ich eine ältere Bekannte getroffen und die sagte Ihre Freundin hat gemeint, dass es langsam Zeit wird sich für einen Platz im Altersheim zu bewerben. Ihre Freundin denkt so pragmatisch, weil als ihr Vater einen Heimplatz brauchte, sie keinen bekommen hat. Das war jetzt nix persönliches sondern halt aus ihrer Erfahrung heraus.

Da war meine Bekannte sehr erschrocken. Isses schon soweit? Und dann ist sie in ihren Garten und hat einen Handstand gemacht. Und dann hat sie beschlossen, wer noch einen Handstand machen kann, der braucht noch nicht in ein Altenheim. Das finde ich eine sehr praktische und pragmatische Lösung.

Wenn es allerdings danach ginge, dann hätte ich schon in der Kinderheit in ein Altersheim gemusst. Weil ich noch nie einen Handstand konnte. Die Muskelanspannung meines Nervensystems verhindert sowas. Also könnt Ihr das Prinzip nicht generell anwenden.

Da wird mir erst bewusst wieviel tolle Frauen ich inzwischen kenne. Jede bereichert mein Leben durch ihre eigenen Sichtweisen. Das macht mein Leben viel bunter. Sie schillern wie bunte Seifenblasen in meinem Leben.

Ich les ja grad "Big Potential" von Shawen Achor. Das gefällt mir. Also sein wahres Potential kann man nur entfalten, wenn man anderen dabei hilft, ihres zu entfalten.

Und es stimmt gar nicht, dass man andere nicht ändern kann. Wenn man sich verändert, dann färbt das nämlich auf das Umfeld(er) bzw. die Umwelt ab. Und die Umwelt färbt auf uns ab.

Sprich: wenn Ihr von genervten Kollegen und Familienangehörigen umgeben seid, dann werdet Ihr auch nicht sehr entspannt sein. Das ist ansteckend. Gute Laune aber auch. Also umgebt Euch mit Menschen, die Euch gut tun. Dann geht es Euch auch besser. Und dann bleibt Ihr auch gesünder. Oder werdet es wieder. Ich arbeite daran.

Guckt Euch dazu mal dieses TED-Video an. Ich find's toll. :)
Es geht drum, dass nicht durch Konkurrenzkampf (survival of the fittest) das Potential in jedem von uns geweckt wird, sondern dadurch, dass wir uns gegenseitig helfen (survival of the best fit). So ist es ja auch in der Natur. Da gibt es auch Kollaborationen. Ich helf Dir und Du hilfst mir.

Als Beispiel zeigt sie das an Hühnern. Superchickens. Am Ende stehen die dann sehr gerupft da. Federlos. Weil Superchickens aggressiv werden und sich gegenseitig die Federn ausrupfen. Unter dem Stress überlebten auch nur 3 dieser Super-Gerupften. Des is fei a ned grod des gsündeste.

Wohingegen die Hühnergruppe, die bunt gemischt , also neurodivers war, ihre Eierlegeproduktivität steigern konnte. Die der Gerupften sank, weil ja die Anzahl der überlebenden Hühner sank.

Da will ich hin. Ich arbeite daran.
Kommt Ihr mit?

Apropos... wusstet Ihr, dass man die Farbe der Eier von Hühnern an ihrer Ohrscheibe meistens vorhersagen kann? Ist sie weiss, dann legen sie höchstwahrscheinlich weisse Eier. Das sind die , wie sie ursprünglich in der Natur vorkamen.

Ist sie rot, dann legen die Hühner wahrscheinlich braune Eier. Durch die Vermischung von Hühnern durch Züchtung sind die braunen Eier erst entstanden. Ich dachte immer, braune Eier wären zuerst da gewesen. Dabei war es umgekehrt. Spannend.

Ich wünsche Euch einen schönen Samstag.

Sonntag: Seit gestern bin ich aufgebläht wie ein Luftballon. Da scheint das Wasser in meinem Lymphsystem nicht ablaufen zu können. Trotz Trampolin komm ich mir wie ein Micehlinmännchen vor. Meine Muskeln sind angespannt wie schon lange nicht mehr und ich komm mir vor wie ein Steiff-Tier.

Ein bisschen Meditation und Streicheleinheiten auf dem Bauch haben jetzt wenigstens zu einem durchschlagenden Erfolg geführt. Und ich konnte bei der Sitzung in "Big Potential" lesen.

Meine Mama wollte ihre erlernte Symptombehandlung (Abführmittel) anwenden. Das hat ihre Generation so gelernt. Da verzichte ich dankend drauf. Denn das wirkt ja nicht im Hirn sondern im Darm.

Meine Technik hat also funktioniert. Wahrscheinlich ist mein Nervensystem vom Wetter überreizt. Vom kommenden. Die Vögel sind gestern auch ganz schön herumgesaust. Und die greifen ja auch nicht zum Abführmittel. Nein, die fliegen wild durch die Gegend und bauen so den physiologischen Stress ab.

Also wenn man wirklich sein Potential entfalten will, dann muss man sich ein Star-Umfeld schaffen. Sich mit positiven Menschen umgeben, die von einem und von denen man selber lernen kann. Das sag ich doch die ganze Zeit!

Das versuch ich ja mit meinem Feedback-Mailspielen mit dem Gamification-Ansatz. Leider verliefen viele dieser Versuche in einer Sackgasse, weil der Empfänger seine Türen und Fenster geschlossen hatte. Weil der Empfänger immer noch denkt, dass er da schon allein hinkommt , wo er hin will. Dass er dazu Hilfe von aussen braucht und dass das ganz natürlich ist, weil wir Menschen uns durch das Lernen evolutionistisch weiterentwickeln, sieht er oder sie leider nicht.

Das ist schade. D.h. wenn wir mir auf diese Weise "spielen" würden, würden wir viel bessere Ideen haben und ein Umfeld, in dem wir uns wohlfühlen. Denken wir aber weiterhin, dass wir gegen einander kämpfen müssen und bekämpfen so die Menschen um uns herum im Wettbewerb des Alltags dann bekämpfen wir auch unser eigenes Potential.

Das ist schade. Deswegen bin ich so hartnäckig und versuche immer wieder verschlossene Türen zu öffnen. Indem ich neue Schlupflöcher und somit menschliche Andockstellen suche.

Grad wird mir bewusst, dass ich doch schon viele Andockstellen habe. Und es werden immer mehr. Indem ich offen auf andere zugehe und mich auch auf ihre Sichtweise einlasse. Es wird immer mehr ein ausgeglichener gegenseitiger Austausch. Wir lernen voneinander. Und das ist total cool! Lernen auf Augenhöhe. Unabhängig vom Status und Beruf des Gegenübers.

Gestern hab ich eine Bekannte getroffen, die mehr Kontakte sucht. Jetzt hab ich ihr vom Gesundheitsnetzwerk erzählt. Sie hat schon jahrelang ehrenamtlich und umsonst andere Menschen gepflegt. Waschen und so. Leider wurde sie dort ziemlich ausgenutzt. Sie hat nicht mal die Fahrtkosten bekommen, die ihr damals zustanden. Das lag aber an der Leitung, die dann auch später strafrechtlich dafür zur Verantwortung gezogen wurde.

Wieso gibt es auch im ehrenamtlichen Bereich Menschen, die sich selbst bereichern? Weil sie unzufrieden sind? Und sich nicht wertgeschätzt fühlen? Weil das Umfeld und die Bedingungen, also die Menschen um einen herum , einem keine Energie geben und nur nehmen? Weil das ganze oft eine sehr einseitige Angelegenheit ist?

Ich kann das ja nur vermuten. Aber da sich die Muster auch in anderen Firmen gleichen und Menschen sich ja doch ähnlich sind, glaub ich, dass es wohl daran liegen muss. Wenn einem die Wertschätzung fehlt, dann kann es schon sein, dass man sich die dann nimmt. Auf andere Art und Weise. Die einen kündigen, die anderen tun das auf andere Dinge...

Mobbing ist ja auch so eine Art sich Wertschätzung zu holen. Mobbing kann aber auch aus Gedankenlosigkeit und Unwissenheit und Zeitdruck entstehen.

Hmm... ist dann Machtstreben eine Art und Weise wie man sich Wertschätzung holt? Das kommt wohl auf die Art und Weise der Haltung an. Will ich andere entfalten und setze mich für sie ein, dann wird meine Anspannung geringer sein, weil ich mir ein Umfeeld schaffen kann, in dem sich andere Menschen wohlfühlen. Als Macht würde ich das allerdings nicht bezeichnen. Sondern als Wunsch nach Potentialentfaltung für andere. Und dadurch fördert man auch sein eigenes.

Liegt mir aber nur an meinem eigenen Fortkommen, dann werde ich angespannter , weil ich dann ja mein Umfeld als Konkurrenz wahrnehme, gegen das ich mich verteidigen muss.

Wenn ich mit dem Rücken zur Wand stehe, dann werde ich auch angespannt sein. Da ist das dann der Notwehrreflex. Das ist dann eine dritte Variante. Die scheint derzeit in sozialen Berufen aber auch in vielen Firmen vorzuliegen. Die Arbeit wird immer mehr und am Personal wird gespart.

über das Thema des zu wenig Personals, also zu wenige Kollegen und zuviel Arbeit hab ich mich dieses Wochenende auch wieder mit einem Kollegen unterhalten. Bzw. er hat mir sein Leid geklagt. Und die fehlende Wertschätzung. Und dass sich nichts ändert. D.h. ich spürte deutlich seine Verzweiflung.

Und das obwohl er zusammen mit einigen Kollegen die Kuh vom Eis geholt hat und am Freitag bis früh in den Samstag gearbeitet hat.

Dass das nicht schön ist, nachts Dinge auszuputzen, verstehe ich. Denn nachts möchte ich schlafen und mich erholen. Andererseits ist es nicht auch toll, dass da Kollegen da sind, die mit ihm zusammen bis in die Morgenstunden ein Problem beheben? Ist nicht dieser soziale Zusammenhalt der Hebel , an dem ich ansetzen kann, um meine Perspektive und Sichtweise zu verändern? Aus der Hilflosigkeit in die Handlungsfähigkeit? In die Dankbarkeit?

Wenn es vom Chef keine Anerkennung gibt und von der Firma, kann ich sie mir nicht aus dem sozialen Kapital - aus der Gemeinschaft und Zusammenarbeit mit meinen Kollegen holen?

Mein Kollege meinte, ohne neue Mitarbeiter ist diese Problematik nicht zu lösen. D.h. er sieht sich als handlungsunfähig und hilflos. Aber das war er doch gar nicht. Weil seine Kollegen ihm geholfen haben! Von sich aus!

Da geht doch was.

Ich kann mich verändern und dadurch mein Umfeld. Also kann ich doch auch, wenn ich mich frage, was kann ich für meine Kollegen tun, um ihnen das Leben leichter zu machen, indem ich mir z.B. Ihr Feedback einhole und frage, was sie brauchen und was sie sich von mir wünschen und ich es auch umekehrt praktiziere (Gegenseitigkeit), dann schaffe ich mir ein "Sternensystem" , in dem die Sterne meiner Kollegen leuchten können und meiner auch.

Das kann ich beeinflussen. Und ich sehe ja, dass wir an vielen Orten Konflikte und Missverständnisse haben. Und dass auch die Bereitschaft da ist zu feedbacken und sich auszutauschen. Ja, nicht alle Kollegen nehmen sich die Zeit dazu. Aber einige habe ich gefunden. Und da kann ich ansetzen. Ich kann daran ansetzen, dass ich das Gesamtsystem besser verstehe, wenn ich meine Kollegen, ihre Ängste, Sorgen und Nöte und die Hintergründe ihres Handelns verstehe.

Denn nur so bekommen wir gemeinsam einen besseren überblick über unseren Tunnelblick-Tellerrand und können bessere Entscheidungen treffen. Viellelicht hat ja ein Kollege dann die Lösung durch seine Sichtweise auf das Ganze. Nur wenn er die anderen Sichtweisen nicht kennenlernt, dann kann er seine Lösung gar nicht anbringen. Er kann sein Potential nicht entfalten. Das kann ein Kollege oder eine Kollegin sein, der man es gar nicht zutraut. Ein stiller Kollege. Der wird sich auch nur trauen seinen Vorschlag zu bringen, wenn das Umfeld offen und vertrauensvoll dies zulässt.

Deshalb ist Transparenz und klare Kommunikation wichtig! Und dass wir einander kennenlernen.
Das klingt komisch, dass ausgerechnet ich das schreibe. In der Gruppe gelingt das oft nicht. Weil dort die Gruppendynamik der Anpassung - man will nicht auffallen und traut sich nicht - greift. D.h. dort entsteht keine offene Diskussion. Sondern es gibt eine Meinung, der sich angepasst wird. Das hat mich schon immer irritiert. Weil ich das eben nicht kann. Ich hab mich dann halt nicht getraut was zu sagen und geschwiegen.

In 1:1 Kennenlern- und Feedbackgesprächen, virtuellen Kaffeepausen gelingt mir das. Ich bin gut an andere zu denken und sie dann mit neuen Ideen zu vernetzen und zu verknüpfen. Ich weiss auch, dass ich die Lösung nicht allein entwickeln werde. Dazu bedarf es die Sichtweisen vieler und die Weit- und Systemdenkensicht. Ich denke dann lassen sich simple Lösungen für komplexe Probleme finden. Und das ist genau das, was wir heutzutage brauchen.

Weil die Probleme von heute komplex sind und mit alles und jedem in Wechselbeziehung stehen. Und daran kann einer allein schlichtweg nicht denken, weil er nicht alles wissen kann! Weil er nur einen Ausschnitt aus allen möglichen Erfahrungen des Lebens hat. Nur das Kollektiv, die Kollaboration kann aus allen Sichtweisen die bestmöglichste Lösung finden. Indem es sich auch immer wieder neu erfindet. Und sich keine Grenzen setzt. Und dann kann sich auch jeder einzelne immer neu erfinden und weiterentwickeln.

D.h. wenn ich zuviel Arbeit für zu wenig Menschen haben, und nicht mehr Menschen herzaubern kann, dann kann ich überlegen, was kann ich tun?

übrigens ist es nicht so, dass wir nicht auch mal einen neuen Mitarbeiter bekommen haben. Da fehlte aber die Zeit aufgrund des Arbeitsdrucks ihn einzuarbeiten. Es fehlte auch an Transparenz und klarer Kommunikation. Der Kollege "verhungerte"
Und da wir auch noch in unserem Tunnelblick gefangen waren, und nicht sehen, was wir von uns selbst verlangen, forderten wir ebensoviel vom Neuen, der das aber gar nicht leisten konnte. Weil ihm Wissen, das für uns selbstverständlich war, fehlte und uns dieser Denkfehler nicht bewusst war. Wir konnten seine Sichtweise nicht sehen!

Im Ergebnis bekam dieser Kollege aufgrund der gleichzeitigen üerforderung und gleichzeitigen Vernachlässigung (fehlenden Integration unsererseits in ein Team , das ja gar nicht vorhanden war, weil jeder für sich allein kämpfte, er muss sich sehr alleingelassen gefühlt haben) einen Herzinfarkt.

Er verliess daraufhin unsere Abteilung und brach den Kontakt zu uns komplett ab. Ich kann es ihm nicht verdenken. Damals hab ich es nicht verstanden.

In einem so "feindlichen" (das ist keinem bewusst!) Umfeld, kann auch ein neuer Mitarbeiter gar nicht Fuss fassen! Warum eigentlich Fuss und nicht Hand? Und warum sagt man, dass Dinge gut sind, wenn sie Hand und Fuss haben?

D.h. wenn ich neue Mitarbeiter brauche, einarbeiten möchte und halten möchte (also auch Energie sparen), dann muss ich auch erstmal in diesem Interesse ein Umfeld schaffen, in das neue Mitarbeiter auch integriert werden KöNNEN!
Solange das Umfeld im Säbelzahntigermodus und jeder nur ums eigene überleben kämpft, wird das nämlich gar nicht erst funktionieren!!! Das wird mir grad erst bewusst. Weil in so einem Umfeld auch keiner arbeiten will, der neu hinzukommt, und es anders kennt.

Wir sind also wie der Frosch im Kochtopf, der langsam erhitzt wird. Wir merken gar nicht mehr, dass wir am Verkochen sind, weil wir in unserem Betrieb , unserer Abteilung schon viel zu lange sind. Wir haben uns an das nicht-normale gewöhnt. Allmählich und erwarten das jetzt auch von anderen. Weil wir in unserem Tunnelblick wegen unserers angespannten Nervensystems feststecken.

Wir erwarten also von neuen Fröschen, dass sie im kochenden Wasser wie wir sitzen bleiben und wundern uns dann wenn sie herausspringen. Dabei sollten wir von ihnen lernen!

Und um nicht immer wieder im kochenden Wasser zu landen, müssen wir immer wieder neue Sichtweisen hineinholen. Also die Mischung aus neu hinzukommenden Fröschen und alten erfahrenen und krisenerprobten Kämpfern muss stimmen. Und das Miteinander! Also kommt auch hier wieder Neurodiversität in den Kochtopf.

Ich kann mein Netzwerk nutzen und mir Sichtweisen von aussen und anderen Bereichen aneignen, Bücher lesen. Meine Sichtweise verändern. Ich kann versuchen anderen ihre Arbeit leichter zu machen und zu entkomplizifizieren, indem ich sie frage, was sie brauchen, um ihre Arbeit gut zu machen. Und sie mit anderen vernetze, die ihnen ihrerseits bei Ihrer Entwicklung weiterhelfen können, sich selbst und anderen wiederum ihre Arbeit zu erleichtern.

Wenn ich Missverständnisse, Konflikte anpacke und mir ansehe und versuche sie aufzulösen, kann ich langfristig positive Kollaborations-Energie freisetzen. Ich kann somit Reibungsverluste und Energieverluste minimieren. Da kann ich was tun!
Wenn meine Kollegen zufriedener sind, bin auch ich zufriedener. Und die Kunden auch. Weil Zufriedenheit mit einem entspannterem Nervensystem einhergeht und in der Ruhe liegt die Kraft. Und die Ruhe überträgt sich dann auch langfristig auf alle Beteiligten. Also auch auf den Kunden. Und somit trage ich dann auf diese Weise auch zu seiner Gesundung und Zufriedenheit bei.

Ich kann mir keine neuen Mitarbeiter aus den Rippen schneiden. Aber ich kann die Schnittstellen zwischen den vorhandenen Mitarbeitern ölen, hegen und pflegen. Indem ich andere fördere. Auf sie zugehe und versuche sie zu verstehen und dadurch gemeinsam eine Lösung zu finden, um die Unzufriedenheit zu beseitigen.

D.h. ich gebe Hilfe zur Selbsthilfe. Und streue so Vertrauen um mich herum aus. Also ich säe Vertrauen. Und giesse und hege und pflege dieses Plfänzchen.

Misstrauen sät Ihr, wenn Ihr wie meine Mama (aus ihrem Bedürfnis der Angst, dass die Arbeit liegenbleibt, was wiederum Misstrauen schürt) ständig nach der Erledigung dieser Arbeit fragt anstatt mir und meiner Schwester zu vertrauen, dass wir das auch tun.

Was bewirkt so ein Verhalten des ständigen daran erinnerns bei mir und meiner Schwester? Und auch bei Euch? Einen Widerwillen. Weil es unsere Freiheit, unsere Eigenständigkeit und das Vertrauen in uns angreift.

Also je öfter meine Mama nachfragt (ihre Angst äussert, weil sie nicht entspannt ist), desto angespannter werde ich. Weil mich das nervt. Weil es meine Autonomie angreift.

D.h. die Kontrolle , die das angespannte Nervensystem meiner Mama ausübt (ihr erlerntes Verhalten , um ihr Nervensystem zu beruhigen), spannt mein Nervensystem an und sendet Misstrauen an mich aus. D.h. ihre Anspannung überträgt sich so auf mich. Des is fei a ned grod des gsündeste.

Würde sie es einmal sagen und dann in einem gegebenen Zeitraum nochmal daran erinnern (also nicht ständig), würde sie mir und meiner Schwester vertrauen , dass wir das schon tun (Urvertrauen) , dann würde sich diese Entspannung auch auf uns übertragen und die Wahrscheinlichkeit, dass wir es tun, würde damit steigen.

Ihr könnt auch umgekehrt daraus einen Schuh machen (wie geht denn das? Und wozu soll das gut sein? Ich bin doch kein Schuster..). Wenn Ihr einem so angespannten Kontrollfreak gegenübersteht, dann macht Euch mit Eurem präfronteralen Kortex klar, dass er angespannt ist und genau dieses Verhalten der Kontrolle als Beruhigungsstrategie und somit überlebensstrategie erlernt hat.

D.h. das hat nix mit Euch persönlich zu tun. Sondern mit ihm bzw. ihr. Dann könnt Ihr schon mal Euer Nervensystem beruhigen und das Gefühl des Angriffs und der Anspannung an ihn oder sie zurückgeben.

Ihr könnt das dann sogar dem anderen sagen. Aus Eurer Sicht. Also: Du, bei mir steigt der innere Widerstand , diese Aufgabe zu tun, je öfter Du nachfragst. Ich fühle mich damit verunsichert. Es fühlt sich für mich so an, als würdest Du mir misstrauen. Habe ich Dir dazu je einen Grund gegeben? Ich würde mir von Dir wünschen, dass Du mir mehr Freiraum lässt. Konkret wünsch ich mir, dass Du mir die Aufgabe einmal mitteilst. Ich sage Dir dann Bescheid, wenn ich die Aufgabe erledigt habe. Hörst Du nach x Tagen nichts von mir, erinnere mich bitte nochmal daran.

So könnte also der Hilflose und Kontrolllierte Verantwortung für sich übernehmen und den Konflikt lösen. Er muss einfach sagen, wo das Problem liegt, und einen Vorschlag machen, wie er sich die Lösung vorstellt.

Der Kontrolleur bekommt so Rückmeldung, dass sein Verhalten für den Kollegen ein Problem ist! Das macht er nämlich nicht bewusst sondern hat es so gelernt. Vielleicht aus schlechten Erfahrungen....

Nur wenn er positive Erfahrungen macht, kann er umlernen. Durch Euer Feedback. Also auch hier greift der Gamification - Ansatz wieder.

Ihr seht, wenn Ihr klar und offen kommuniziert, die Hintergründe Eures Handelns erklären könnt, dann könnt Ihr den Tunnelblick Eures Gegenübers weiten.

Bei meiner Mama hat es funktioniert. Natürlich kann ich ihr das nicht von heute auf morgen abgewöhnen. Das ist ja auch über Jahre entstanden. Doch wenn wir dieses Feedbackspiel immer wieder spielen, wird auch ihr Gehirn umlernen.

Ich merke jetzt auch schon, dass sie an einigen Tagen offener ist und die Sicht meiner Schwester und mir doch hie und da verstehen kann. Weil ich ihr die Hintergründe immer wieder erkläre.

Gestern hat sie sich drüber aufgeregt, dass meine Schwester die ganze Zeit schimpft. Das ist aber einfach die Art und Weise wie meine Schwester Dampf ablässt. Bei Tourette ist das ja auch so.

Mama nimmt die Beschimpfung meiner Schwester persönlich und stresst sich so. Das möchte ich ihr abgewöhnen. Deshalb sag ich ihr das immer wieder, dass die Anspannung, die sie und ich durch das Wetter spüren (ihr geht es an diesen Tagen ja auch schlechter, deshalb fällt es ihr aber auch schwerer dann an diese Hintergründe zu denken), auch meine Schwester spürt. Und dass sie halt durch die Schimpferei ihr Nervensystem beruhigt. Das hat nichts mit Mama zu tun.

Da braucht sie noch Zeit. Der Gag ist, sie hat sich in ihrem Leben NUR durch ihr angelerntes Verhalten viel Stress gemacht, weil sie Dinge persönlich genommen hat, die es gar nicht waren!!!

Und so hat sie ihre Herz-Rhythmus-Störlungen erworben. Und ihre Anspannung hat sie auch noch in ihrer Umgebung verteilt.

Das ist nicht ihre Schuld. Sie hat es ja auch nicht anders von ihrem Umfeld gelernt.

Sprich: wenn die Generationen, die zu meiner und der Entstehung meiner Schwester geführt haben, entspannter mit Stress umgehen gelernt hätten, dann wäre ich wahrscheinlich kein Autist und meine Schwester nicht halbseitig gelähmt.

Setzt sich dieser Trend weiter über die nachfolgenden Generationen fort, ist eine hyperaktive Stressachse mit den entsprechenden Nebenwirkungen die Folge.

Also Ihr habt es selbst in der Hand, ob Eure Kinder und Eure Enkel und Eure Kollegen und Mitmenschen entspannt sind oder Nervenbündel werden. Ob wir alle angespannt im Ich-Denken und Gegeneinander oder im eigenen Tunneldenken gefangen bleiben und die Welt damit durch das Handeln das daraus resultiert zugrunderichten oder ob wir gemeinsam die Probleme von heute anpacken und lösen können.

Selbst wenn Ihr keine Kinder habt, wie ich, seid Ihr doch Teil einer Familie oder anderer Gemeinschaften, die davon profitieren, wenn Ihr Euch dessen bewusst werdet und daran arbeitet.

D.h. wenn Ihr wollt, dass es Euch besser geht, dann tut Dinge, damit es anderen besser geht. Aber bitte geht dabei nicht über Eure Grenzen. Es geht nicht darum, dass Ihr Euch ausnutzen lasst. Das ist ein einseitiges Gut-Denken. Das ist gut gemeint. Das ist weder gut für die Empfänger noch für Euch. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe, nicht um Selbstausbeutung.

Sucht Euch Menschen, die Euch guttun, von denen Ihr lernen könnt. Sucht Euch Vorbilder, Mentoren, Tutoren. Und tauscht Eure Sichtweisen aus, so dass Ihr miteinander, voneinander und durch einander lernen könnt. In einem ausgewogenen Gleichgewicht.

Ich arbeite daran.

Ihr könnt es auch so sehen... In jedem Menschen ist der göttliche und natürliche Funke, der grosses bewirken kann. Es liegt an jedem einzelnen von uns , ihn in unseren Mitmenschen zu Entfachen.

Ich arbeite daran.

Heut mach ich das auch noch mit einem Comic. :)

Ich hab also wieder mal Dopamin für Euch! Eine Ladung Glückshormone, wenn Ihr drüber schmunzeln könnt.
Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!

Montag: Hmm... also die eigene Wahrnehmung ändert sich mit dem aktuellen Zustand der Amygdala. Das ist also sehr dynamisch. Es ändert sich auch durch den Tag hindurch. Früh und abends da dreht sie mehr auf. Und dann bin ich auch auf Reize anfälliger. Da scheint der Reizfilter sich mit hinzukommenden Stress indirekt proportional zu verabschieden.

z. B. das Temperaturempfinden. An einem Tag , an dem viel Wind ist, Wetterumschwung von warm und sonnig auf nass und kalt, dann ist mein Nervensystem überreizter. Und nicht nur meins. An solchen Tagen schreien mehr Kinder, Vögel und Insekten fliegen wirr herum und Autofahrer hupen mehr und der Rettungsdienst hier ums Eck ist auch ständig im Einsatz.

Obwohl das Paraffinbad (Wachsbad) bei meiner Ergotherpeutin immer exakt dieselbe Temperatur hat, nehme ich das an solchen Tagen als zu heiss wahr.

Auf Reha war das auch so. Da hab ich mir die Hand im Paraffinbad verbrannt. Die Physiotherapeutin war danach ganz erschrocken. Ich dachte, das Paraffinbad sei kaputt und reklamierte das hinterher auch. Ich bekam leider kein Feeback.

Heute denke ich, dass dann der ganze Körper dank des hypraktiven Nervensystems und der Reizüberflutung überaktiv war und meine Hand deshalb bei für andere angenehme Temperaturen sich verbrannt hat.

D.h. das dieselbe Temperatur bei einem Menschen abhängig von seinem Nervensystem zu Schmerzen und Verbrennungen führen kann und beim anderen nicht. Aus meinen eigenen schmerzhaften Erfahrungen ist das so.

Mit Eis gab es mal ähnliche Experimente zwischen Männer und Frauen. Wie lange hält man die Hand im Eiswasser?

Soweit ich mich erinnere, reagierten Frauen darauf sensibler. Sie zogen zuerst die Hand aus dem Wasser.
Ob auch mal einer untersucht hat, ob Männer zu unterschiedlichen Tageszeiten die Hand unterschiedlich lange im Eiswasser lassen? DAS fände ich interessant.

Denn der Schluss des Experiments war, dass Frauen schmerzempfindlicher als Männer sind.
Ist das wirklich die logische Folgerung?
Die Frage wäre auch, wer hat das Experiment durchgeführt? Waren das Männer? Und wurde von vornherein genau diese Folgerung verfolgt?
War man (Mann?) auch für andere Schlussfolgerungen offen?

Wurde auch die weibliche Physiologie berücksichtigt und in die Rechnung miteinbezogen? Frauen frieren ja generell schneller als Männer weil sie weniger Muskelmasse haben. Wenn die Extremitäten also schneller kalt werden, aufgrund weniger Muskelarbeit, dann werden sie auch schneller taub und schmerzen auch schneller. Das ist auch logisch.

Ich bin ja auch jemand, der Schmerz ausblenden kann. Ich hab mit gebrochenem Arm einen halben Tag gearbeitet. Weil ein übererregtes Nervensystem nicht gut ist, auf sich zu hören. Weil das Hirn mit der Verarbeitung allesr möglichen Reize aufgrund des deaktivierten Reizflters schon ausgelastet ist!

Kann es nicht sein, dass das bei Männern auch so ist? Dass sie durch den Konkurrenz- und überlebensmodus in der Arbeit so überreizt sind, dass sie den Schmerz später als Frauen wahrnehmen?

Dann wäre das Fazit dieses Experiments nämlich ein ganz anderes. Das hiesse dann nämlich nicht , dass Männer Schmerzen länger aushalten können sondern dass sie schlechter darin sind den Schmerz frühzeitig oder wie ich erst verspätet wahrzunehmen.

Das würde auch zu den Beobachtungen passen, dass alleinlebende Männer schlechter auf sich aufpassen. Bei verheirateten kümmert sich die Frau um die Gesundheit des Mannes mit. Mit um ihre eigene. Und alleinstehende Männer sterben deswegen auch früher. Wenn sie schlecht darin sind auf sich und ihren Körper zu hören, würde es genau diesen Effekt erklären.

Somit würde aus einer vermeintlichen weiblichen Schwäche eine Stärke und aus der vermeintlichen männlichen Stärke eine Schwäche.

Aus meiner eigenen Erfahrung denk ich, dass es genauso ist!
Denn ich kenne Frauen, die schwanger waren und spürten , dass mit ihrem Kind was nicht stimmt. Obwohl die oft männlichen Ärzte meinten , es sei alles in Ordnung. Die Frau hatte Recht!

Nachdem mein Gehirn ja eher männlich geprägt ist, aufgrund der Stresshormone und meines Autismus kann ich genau diesen Effekt bestätigen. Bevor ich mit der Achtsamerei anfing , war ich sehr schlecht auf mich zu hören. Und ich bin heute noch nicht gut darin. Unter Stress schaffe ich es nach wie vor nicht.

Auch Gefühle identifizeiren (Wut, Ärger) fällt mir immens schwer. Auch das spricht dafür. Geht es Männern dann auch so?
Ich habe z.B. einen Bekannten gefragt, ob er Stress hat. Er meinte, das sei Routine und er habe keinen Stress. Das konnte ich gar nicht glauben, denn er arbeitet in einem Krankenhaus und fährt auch als Notarzt.

Dann schickte ich ihm mal wieder eine Frage per Mail und ein Gewitter entlud sich über mir. Also da war der Stress und baute sich über mich als Blitzableiter ab!

Deswegen frage ich mich und Euch, kann es sein, dass hier wieder der Frosch im Kochwasser sitzt und das kochende Wasser gar nicht mehr wahrnimmt? So wie ich halt auch im Dauer-Amygdala-Amokmodus unterwegs bin, geht es Euch Männern auch so? Und Ihr nehmt es gar nicht mehr wahr. Ich glaube, dass es genauso ist. Das würde vieles erklären.

Meine Oma badete mich als Kind für meinen Geschmack auch immer zu heiss! Ich dachte immer, sie macht das absichtlich. Wahrscheinlicher ist vor meinem aktuellen Wissens- und Erfahrungsstand, dass sie das Wasser gar nicht als so heiss wie ich empfunden hat.

Ich hab mich immer gewundert, was ich wohl angestellt hatte, dass sie mich verbrühen wollte. Ich hab aber auch nie was gesagt, weil ich das nicht verstanden habe. Und da mein Hirn von dem Hitzereiz ausgelastet war, war es mir dann auch gar nicht mehr möglich irgendetwas zu sagen, solang ich in der Wanne war. Ich konnte nicht mehr sprechen, solange bis er Reiz nachliess. Ende Gelände. (Warum auch immer man das sagt.)

Ohne das Wissen um unsere unterschiedliche Wahrnehmung wär ich mit reden auch nicht weit gekommen. Da wär wohl das Ergebnis so ernüchternd wie meistens gewesen, dass mir dann einfach nicht geglaubt wird. Das erleben ja Schmerzpatienten auch oft. Mir ging das ja auch so. Und geht es noch heute so.

Deswegen nehmen überaktive Nervensysteme dann auch Schmerzen intensiver wahr! Wie beim heissen Wasser. Weil die Wahrnehmung scharfgestellt ist! Das Gehirn nimmt alles intensiver mit den Sinnen wahr. Weil die Amygdala und damit das gesamte Nervensystem im Alarmmodus sind. In einer gefahrvollen Umwelt macht das ja durchaus Sinn. Auf Reha, wo einem die Menschen helfen wollen, ist das eher kontraproduktiv. Zumal ein Krankenhaus ein reines Reizfeuerwerk darstellt mit den Geräuschen , Gerüchen und Neonlicht. Kein Wunder, dass dann dort die Schmerzen noch zunehmen. Das ist sogar logisch. Denn all diese ungewöhnlichen neuen Reize interpretiert das Nervensystem als Gefahr und schlägt Alarm.

Es tut also genau das, was es auch tut, wenn Ihr mit der Hand auf eine heisse Herdplatte langt. Es sendet Schmerz aus, damit Ihr Eure Hand in Sicherheit bringt.

Also wäre es dann am sinnvollsten aus dem Krankenhaus in den Wald oder Park zu rennen. Denn dort sind diese Reize nicht. Macht das mal. Ihr werdet Unverständnis ernten. Ich weiss das, weil ich es gemacht habe. Und hinterher darauf angesprochen wurde. Weil es nicht normal ist, dass man das tut. Normal ist es nicht, aber natürlich. Und in diesem Fall ist der natürliche Reflex auch aus Sicht Eures Nervensystems genau das richtige.

Das hab ich leider damals noch nicht verstanden. Inzwischen kann ich das erklären. Dank des präfronteralen Kortex. Allerdings täte ich mir damit in einem Krankenhaus immer noch schwer, weil mein Nervensystem dies weiterhin als Gefahr wahrnimmt. Aufgrund der vielen Reize. Und dann bring ich keinen zusammenhängenden Satz heraus und dann denkt mein Gegenüber, dass er mir alles wie einem kleinen Kind erklären muss. In einfacher Sprache und einfachen Worten. Oder ich wär schwerhörig.

Ja, klar versteh ich ihn schlecht. Aber nicht, weil ich zu wenig höre, sondern zuviel! Weil mein Hirn alle Geräusche auch die leisesten, die der Reizfilter des Gegenübers herausfiltern kann, wahrnehme. Okay, stellt Euch vor, ihr nehmt Vogelgezwitscher, den Motor des Rasenmähers draussen, Schritte auf dem Flur, das Gespräch im Nebenraum genauso laut wahr, wie die Stimme desjenigen, der mit Euch spricht. Könntet Ihr aus dieser Geräuschsuppe das wichtige herausfiltern? Das ist seeehr schwer. Und anstrengend.

Ich erinnere mich an einen tropfenden Wasserhahn in einem Untersuchungsraum. Der hat mich so abgelenkt mit seiner Tropferei, dass ich mich auf das Gespräch gar nicht konzentrieren konnte. Sowas nehmt Ihr gar nicht wahr, gell? Ich kann das nicht herausfiltern.

Das heisst meine Welt ist unheimlich laut und unheimlich nah. Und sehr intensiv. Und das macht auf Dauer sehr müde, weil es anstrengend ist, dass kompensieren zu müssen, was bei Euch so ganz nebenher funktioniert. In Eurem Gehirn kommen diese Reize gar nicht an. Meins muss gucken wie es mit dieser Reizflut zurechtkommt. Es muss also mehr Informationen verarbeiten und so kommt es schneller an sein Limit, wird schneller müde oder landet in Zugriffsproblemen und Datenbanktimeouts.

Ob das dann auch umgekehrt gilt? Also wenn die körperlichen Reaktionen von den Wahrnehmungen gesteuert sind und die vom Zustand des Reizfilters und der wiederum vom physiologischen Stresslevel abhängt, dann wirkt sich die Wahrnehmung ja auch auf andere Prozesse aus. Lymphsystem, Körpertemperatur, Konzentration, Durchblutung , Stoffwechsel ....

Wenn der Stoffwechsel also durch die überlastung im Hirn durch die Reizflut ausgebremst ist (weil das Hirn dafür zu wenig Kapazitäten hat und für die körpereigene Müllabfuhr und Säuberungsprozesse (Lymphsystem und Gliazellensystem)), kann dann so ein Organismus noch Fieber haben? Also ist eine so hohe Körpertemperatur dann überhaupt noch erreichbar?

Wenn der Stoffwechsel von Haus aus auf Sparflamme fährt, kann dann Fieber überhaupt von diesem Organismus erzeugt werden? Also eine so hohe Temperatur? Hmm...
Also passen da dann noch die "normalen" Krankheitssymptome? Oder treten die dann in dieser Form gar nicht mehr auf?

Wenn die Heizung bei Euch daheim kaputt ist, dann könnt Ihr Eure Räume ja auch nicht mehr mollig warm heizen. Also wenn der Brenner ein Problem hat, dann spürt Ihr das ja auch an kalten Händen und Füssen...

Andererseits schafft mein Organismus ja hi und da in Schweissausbrüchen aufzugehen. Aber nicht in Fieber.
Ist das dann schon Fieber auf Sparflamme?

Sprich: wenn der Organismus auf Sparflamme arbeitet, sind Krankheitssymptome dann mit denen nicht auf Sparflamme laufender Organismen identisch? Es würde mich wundern... Vielleicht sorgt genau das für Unverständnis und Missverständnisse und Unglauben und Misstrauen. Vielleicht ist genau das, was CRPS und Autismus und andere Zivilisationskrankheiten so unverständlich macht. Dass das alles dynamisch ist. Denn die Natur versucht das selbst zu regeln. Und das tut sie dann ja auch so gut sie es kompwensieren kann.

D.h. wenn es auffällt, dann kann er es ja nicht mehr kompensieren. Das heisst die Schieflage besteht ja schon.

Was meint Ihr denn dazu?

Was ist, wenn unsere Wahrnehmung immer von den Umständen abhängig ist. Was logisch wäre. Denn es ergibt ja Sinn für unsere Sinne, dass sie an die Stressachse (Gefahr) gekoppelt sind und sich bei Gefahrenlage (Stress) scharf schalten, also auf kleinste Veränderungen reagieren.

Da Stress heutzutage alltäglich ist (Anspannung) und Entspannung selten geworden ist, würde das vieles erklären. z.B. warum Menschen zwar immer älter, aber auch immer kränker werden. Weil unsere Lebensumstände unsere Art zu Leben , unsere Sicht auf die Welt unseren Stresslevel bestimmt und ihn begünstigen.

Was bedeutet das dann für unsere Kinder und Enkel? Dass sie mit einem Nervensystem zurechtkommen müssen, dass sie vererbt bekommen haben, in einer Welt, die viel Stress verursacht. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Die Folge ist, dass immer weniger Junge in dieser so geschaffenen stressreichen Welt zurechtkommen. Weil das eine mit dem anderen nicht kompatibel ist. Hier spreche ich aus eigener Erfahrung.

Es würde auch erklären warum psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen immer weiter zunehmen.

Denkt doch mal drüber nach. Dann wäre die Lösung dieses Problems, eine Umwelt zu schaffen, die stressfreier ist bzw. eine Sichtweise und ein Verhalten, dass den Stresslevel senkt und nicht erhöht. Und wieder sind wir bei der Salutogenese und beim Gemeinschaftsdenken und der Potentialförderung. Das hängt alles miteinander zusammen. Ist ja auch logisch. Auch physiologisch.

Ich arbeite daran. Macht Ihr mit? Allein werd ich das nicht hinbekommen. Da brauch ich jede Unterstützung und Hilfe, die ich kriegen kann.

Dienstag: Gestern waren meine zwei beiden ganz schön anstrengend. übererregt.

Da ging es drum ein paar Tomaten aus dem Keller zu holen. Die vorn dran. War der Auftrag. Das waren dann die verkehrten und ehe ich es mich versah, saß ich mitten zwischen zwei Säbelzahntigern, die sich deswegen ankeiften.

Wegen Tomaten! Wegen einem Missverstädnis.

Der eine war sauer, weil es aus ihrer Sicht das falsche war. Er hatte sich alle Mühe gegeben sich klar auszudrücken.
Und der andere, weil er sich ja alle Mühe gegeben hatte, das richtige zu bringen.
Beide haben Ihr Bestes gegeben. Und sich halt einfach missverstanden. Sowas kommt vor.

Das fängt ja schon damit an, dass jeder das Wort "vorn" anders definiert.
Wo beim an hint is, is beim andern vorn. Oder oben und unten. Weil des alles eine Frage der Sichtweise ist.
z.B. wenn ich mich mit meiner Mama in der Fussgängerzone in Erlangen treffen will. Was sie als oben definiert , ist bei mir unten und umgekehrt. Also würden wir uns dort nie treffen. Einfach weil wir unterschiedliche Sichtweisen auf ein und dieselbe Sache haben.

Blöd wird das dann, wenn Gefühle ins Spiel kommen und die Suche nach dem Schuldigen. Sowas passiert halt. Euch doch auch. Keiner ist davor gefeit.

Heut hab ich z.B. auch eine Mail an die Personalabteilung geschickt, weil ich nächstes Jahr auch wieder weiter 5 Stunden arbeiten will. Als ich die Mail geschrieben hab, war mir klar, dass ich 5 Stunden am Tag meine. Hinterher ist mir erst gekommen, dass das auch anders verstanden werden kann. Da es um eine Verlängerung geht, sollte es dann doch klar sein. Ich werde es sehen. Ich bin gespannt.

ich hab schon überlegt, ob ich nicht doch noch eine zweite Mail nachschiessen soll. Aber das würde genau das Gegenteil von Vertrauen aussenden. Und das will ich ja jetzt nicht. Also vertrau ich mal auf den Ur (vertrauen) und guck was passiert. Und falls es doch zu einem Missverständnis führt, dann kann ich das dann ja immer noch aufklären.

Als ich den Gleichstellungsantrag ausgefüllt hab, hab ich die Stundenzahl nämlich auch auf den Tag und nicht wie der Beamte auf den Monat bezogen (oder war's die Woche?). Das Missverständnis konnte ich dann noch klären und dann war alles paletti. Paletti? Wo kommt das jetzt wieder her? Es soll aus dem hebräischen stammen und sowas wie in Ordnung heissen.

Vorher hab ich allerdings mit der Formularfrage und der Stundenanzahl den Beamten ebenfalls verwirrt. Der ist dann auch selber durcheinandergekommen. Da seht Ihr mal! Da kann ein Fragebogen oder Formular noch so gut formuliert und erdacht sein, zu Missverständnissen kann es IMMER kommen! Weil man bei der Erstellung die ein oder andere Sichtweise und Spezialfall vergessen hat, weil er einem noch nicht unter gekommen ist. Weil die Ausnahme halt die Regel ist.

Aber der Ersteller kann halt auch nur das berücksichtigen, was er kennt. D.h. er kann nur das berücksichtigen, was ihm bisher untergekommen ist. Und alle Varianten werden das sicher nicht gewesen sein. Berücksichtigt man das von vornherein, dann kann man flexibel auf die Realität reagieren. Das wär dann agil, resilient und gesund.

Ich füll ja so Papierformulare immer dynamisch, kreativ und agil aus. Also wenn keine der vorhandenen Antworten passt, dann mal ich ein Kästchen daneben mit meiner Antwort und kreuz es an.
Die Begeisterung der Fragebogenauswerter hält sich dann in Grenzen. Dabei mein ich es ja nur gut und will richtig antworten. Ich kann doch nicht einfach irgendwas ankreuzen, was nicht stimmt. Dagegen verwehrt sich meine Amygdala. Was kann ich denn dafür, wenn meine Antwort nicht dabei ist?

Ich hab doch den Fragebogen nicht gemacht. Und die Unwahrheit ankreuzen, kann ich doch auch ned. Ich kann ja nicht mal lügen. Das macht meine Amygdala schon gar ned mit! Das stört sie nämlich.

Kreative Fragebogenbeantwortung zirkelt sich dann am Blattrand herum, wenn der Platz nicht ausreicht oder ich greife zum Sternensystem und Numerierung um an anderer Stelle oder auf der Rückseite weiterzuschreiben. Manchmal ist die Antwort nämlich gar nicht so einfach zu formulieren. Das sollten so Fragebogenersteller doch wissen.

Bei online-Fragebogen geht das nicht. Deswegen mag ich sie nicht ausfüllen. Ich fände online-Fragebögen toll, wo ich meine Antwort noch als Auswahl ergänzen kann. Es gibt nämlich nicht immer Freitextfelder. Freitext ist ein Feld, wo man die Freiheit hat einzugeben, was man mag, wenn es denn von der Textlänge her ins Feld passt. Also so weit ist es da mit der Freiheit auch ned her.

Stressig, anstrengend und nervig wird's, weil jeder meiner beiden Säbelzahntiger daheim das persönlich nimmt.
Das bräuchte keiner von ihnen. Das hab ich ihnen dann erklärt und versucht die Mütlein zu kühlen. Zum Schutz meines autonomen Nervensystems. Also ich hab die Mittlerrolle aktiv übernommen, um den Konflikt zu lösen. Weil mir das alles heut extrem unangenehm ist.

Ob mit dem Mütlein der Mut der Verzweiflung des Säbelzahntigers gemeint ist?

Beide Säbelzahntiger trennten sich dann und trollten sich.

Ähnliche Erlebnisse hatte meine Amygdala mit der von meinem Papa als ich klein war. Da sollte ich Werkzeug aus dem Keller holen, das ich nicht kannte. Also brachte ich eine Auswahl mit. Das richtige war selten darunter. Und da für die Amygdala meines Papas klar war, was er meinte, und sich nicht vorstellen konnte, dass ich das nicht wusste, gab es Gebrüll.

Ich lernte daraufhin, dass egal, was ich tat oder sagte , ich es eh nicht recht machen konnte, egal wieviel Mühe ich mir gab. Das Ergebnis war dann, dass ich gar nichts mehr gesagt hab. Das lernt man dann.

Das war dasselbe in grün oder lilablassblau. Was auch immer Farben damit zu tun haben.

Der Säbelzahntiger meiner Mama war heut schon frühaktiv.
Gestern war unsere ganze Strasse vollgeparkt und eine Nachbarin vom Mietshaus parkte halb in unserer Einfahrt. Und da geht der Säbelzahntiger von meiner Mama auf die Barrikaden.

Auch weil wir die Strasse mitbezahlt haben und es schon deswegen fair fänden wenn wir wenigstens zum Hof hinausfahren und die Mülleimer rausstellen können. Die Strasse ist sehr eng. Die Müllabfuhr hat da schon Probleme.

Zumal das Mietshaus Garagen und Parkmöglichkeiten im Hof besitzt. Leider nutzt die keiner für sein Auto. Die stehen alle bei uns auf der Strasse.

Ich kann es ja verstehen, dass sie da was sagen will. Dass sie sich dabei so aufregen tut, das finde ich ned so gut. Und auch unnötig.

Heut früh hat sie also einen Zettel an die Autoscheibe gepappt. Und inzwischen hat die Nachbarin auch umgeparkt.

Ich bin halt der Meinung, wenn ich das freundlich sage, dann wecke ich keine schlafenden Säbelzahntiger und könnte auch eine angenehmere Nachbarschaft haben. Aber bremst Ihr mal einen Säbelzahntiger in Fahrt!

Ich fand halt den einen Handwerker mal so gut, wie er das gemacht hat. Der ist raus und hat zu dem Ausfahrtzuparker gesagt:"Findst des gut, wie Du da dastehst?"
Er:"Nein. Aber da war ja schon alles zugeparkt."
Unser Handwerker:"Und was kann die Frau dafür?"

Ich würd mir wünschen, dass mir auch öfter sowas einfällt. Das ist eine schöne Art und Weise einen Konflikt zu lösen. Dafür muss man aber den Säbelzahntiger eingepackt lassen.

Oder wie die Nachbarskinder fast das Küchenfenster im 1. Stock eingeschossen haben. Da ist die Amygdala meiner Mama auch sehr erschrocken. Des is bei ihren Herz-Rhythmusstörungen fei a ned grod as gsünderste.

Da frag ich mich halt auch, ob sowas sein muss. Oder ob ich nicht etwas rücksichtsvoller sein kann. Ich glaub (hoff ich zumindest) aber auch ned, dass das mit Absicht passiert ist.

Ich hab auch schon mal weil ich schlecht zielen kann , den schönsten Blumentopf meiner Mama abgeschossen. Das fand ihre Amygdala auch nicht so toll. Das kann ich verstehen und ich hab mich auch entschuldigt. Es hat trotzdem gedauert, bis sie sich wieder beruhigt hatte.

Tja, so eine autistische Grobmotorik is halt a ned grod des gsündeste.

Mamas Lösung war dann eine sehr hohe Hecke zu pflanzen. Sie kann ihr gar nicht hoch genug sein. Andere Nachbarn , die im Streit liegen, haben auch sehr hohe Zäune. Damit der andere Säbelzahntiger drüben bleibt. Jeder in seinem Gehege. Ach daher kommt wahrscheinlich die Redewendung: sich nicht ins Gehege kommen...

Dadurch, dass sie so die Kontrolle wieder übernimmt, kann sie dann ihr Nervensystem wieder beruhigen. Und deshalb macht sie das dann so.

Mit der Frau vom Friedhofsamt hat sie sich auch gestritten. Die wollten das Grab neu bepflanzen, weil es ihnen nicht gefallen hat. Meine Mama fand, dass die lieber mal den Friedhof begradigen sollen, weil mer sich beim Giessen scho a su derennt. Und sich um das Unkraut zwischen den Gräbern und auf den Wegen kümmern sollten.

Scho komisch unser Parkplatz vor dem alten Bürogebäude is dauernd gemäht worden. Auf dem Friedhof habi des no ned derlebd. Für beides mussd zahln. Da sichd mer doch glei wo die Prioritäten liegn. Oder eben ned.

Mei Mama hat gsachd, sie kümmert sich lieber um die Lebenden als die Toten. Da sin sich unsere präfronteralen Kortexe einig.

Auch weil alles so eng ist. Bei Omas Beerdigung ist mir eine Frau , die am Weihwasserkessel to go hängengeblieben ist, voll auf die Füsse gestiegen bei ihrem Brems - und Derfangmanöver. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Mamas Lösung war, dass sie eine Platte auf das Grab hat draufmachen lassen. So hat sie ihr Nervensystem wieder beruhigt.

Wenn einem die Lösung der anderen und die Bürokratie ned gefällt, dann muss mer halt a andre praktische Lösung finden. Do is mei Mama Masder.

So ... etzerdla hoffi, dass des heut woar mit der Aufregung. Weil des is fei a ned grod as gsündeste.

Ich bin etwas genervt oder traurig oder ich weiss ned... ich hab's ned so mit Gefühlen.
Auf jeden Fall hab ich grad vier Kontakt- Andockversuche in Serie hinter mir, die gescheitert sind. Ich weiss ja, dass es nicht (nur) an mir liegt. Zumindest hoffe ich das.

Drei Absagen, Verschiebungen hintereinander. Wo ich mich grad drauf eingestellt hatte. Sowas fällt mir grad sehr schwer bzw. nimmt das meine Amygdala grad sehr persönlich. Mein präfronteraler Kortex versucht sie vom Gegenteil zu überzeugen. Er arbeitet noch daran.

Aber diese "Ich habe keine Zeit..." - Aussage finde ich sehr irritierend, unbefriedigend oder frustrierend. Sagte ich schon, dass ich es nicht so mit Gefühlen habe? Mit dem Gedächtnis auch nicht...

Also hab ich wieder Mundschutze verpackt und mit einer Karte in den Briefkasten geworfen. Ich brauch Dopamin. Also versende ich es. Was Du willst dass man Dir tu, das füg auch einem andern zu....

Dann hab ich etwas vor mich hinmeditiert und gestiert.. und im Anschluss hab ich den nachmittag mit "einer wie Alaska" verbracht.

Also wenn man keinen Zugang zu Menschen findet, dann kann man den Umweg über Bücher machen. Meine Freunde. Die sind immer da. Da tauch ich ein, da darf ich sein. Die sagen nie: Ich hab keine Zeit. Die haben den Charme der Zeitlosigkeit. Und in dem und in den Geschichten kann ich mich dann auch verlieren. Das nennt man Flow.

Schon seltsam in diesen Büchern finden alle Menschen Freunde. Ich arbeite noch daran. Nachdem ich mir nicht mal sicher bin, wie man einen Freund definiert, bin ich mir nicht mal sicher, dass ich einen erkenne, wenn ich ihn sehe...

Ich glaub ich hab viele Freukannte ... Ich freu mich, weil ich sie kannte... Und Ihr?

Auf Arbeit hab ich heut den Fehler gefunden. Es war gar keiner. Eher eine Sichtweise bzw. ein Vorkommnis, mit dem ich nicht rechnen konnte. Die Lösung lass ich noch etwas in meinem Hirn vor sich hinköcheln. Mal sehen was dann morgen dabei herauskommt.

Nachdem ich beim Briefkasten war, hat mich der Paketbote mit dem Auto verfolgt. Nein, gejagt ist das falsche Wort. Nachdem die Hälfte unserer Strasse zum Parkplatz mutiert ist, konnte er mich nicht überholen, als ich vor ihm hergekrückelt bin. Und dann hat er mir gewinkt und gehalten und ein Paket in die Hand gedrückt.

Dann wollt ich noch unterschreiben, das wollt er nicht. Er hat abgewunken, gelacht und gesagt: "Covid-19"
Der arme Virus ist jetzt wohl an allem schuld.

Ein Ex-Kollege will sich wegen ihm nicht mit mir treffen. Wegen dem Dieselskandal fährt er nicht mehr Auto. Das will er zurückgeben. Und wegen Covid-19 fährt er nicht mehr öffentlich.

Also im Bus letzte Woche hatte ich Platz ohne Ende um mich rum in Zug und Bus.

Zum Telefonieren hat er sich nicht geäussert, vielleicht ist das jetzt auch ansteckend oder es liegt an mir. Er will auf die Impfung warten.

Meine 70-jährige Bekannte will ihren Geburtstag auch erst feiern, wenn alle geimpft sind.
Das scheint auch ansteckend zu sein.

Und was habt Ihr heut so getrieben?

Mittwoch: Als ich damals auf Reha aneckte, sagte mir eine Physiotherapeutin:"Das muss auf einer höheren Ebene geklärt werden."
Das kam mir alles komisch vor. Ihnen ging es wohl genauso mit mir.
Ich hatte nicht die leiseste Ahnung was sie meinte, denn die Rehaler waren ja schon alle im 10.Stock des Gebäudes untergebracht. Und das war das oberste Stockwerk. Eine höhere Ebene gab es also gar nicht mehr.

Warum sprechen Menschen in solchen Rätseln und sagen nicht einfach klipp und klar was sie meinen?
Da ich wegen meinem Autismus Sprache wortwörtlich nehme, verwirrt mich sowas nur und meine Amygdala reagiert darauf alles andere als begeistert. Und dann ist die logische Folge der zunehmenden Steigerung der Amygdala, dass der Schmerz stärker wird. Physiologisch total logisch.

Inzwischen hab ich mühsam in jahrelanger Recherchearbeit herausgefunden, dass hier ebenfalls die übererregte Amygdala der Therapeutin sprach. Weil sie selber hilflos war. Zwei Hilflose amoklaufende Amygdalas können sich nicht helfen. Die schaden sich beidseitig. Weil sich die Anspannung des einen auf den anderen überträgt. Des is fei a ned grod des gsüdeste.

Hmm... Wie sehen denn Eure Freundschaften aus? Findet und knüpft Ihr neue? Könnt Ihr das noch? Oder lässt diese Fähigkeit mit berufsbedingter oder ehrenamtlicher und familiärer Eingespanntheit nach? Verlernt Ihr das wieder? Ist Euch das als Kinder und Jugendliche leichter gefallen? Pflegt und erhaltet Ihr die alten?

Und welche Qualität haben Eure Freundschaften? Spüren Eure Freunde, wenn es Euch schlecht geht? Oder sind sie zu sehr mit ihren eigenen Sorgen beschäftigt? Sind sie da, wenn Ihr sie braucht? Seid Ihr für sie da, wenn sie Euch brauchen? Ist das Fundament Eurer Freundschaften Authentizität und Vertrauen?

Oder ist es ein dazugehören wollen , ein sich verstellen... , also eine Rolle spielen?

Ich kenn Frauen, die waren Hausfrauen und wollen jetzt wo die Kinder aus dem Haus sind neue Kontakte und sich ehrenamtlich engagieren. Und dann gibt es Frauen, die haben Beruf, Pflege und Kindererziehung und Ehrenamt unter einem Hut gebracht und haben jetzt in Rente die Nase voll von Menschen, davon für andere ständig was zu tun und sich zu engagieren und Rollen zu spielen. Die wollen jetzt Zeit für sich. An neuen Bekanntschaften und Freundschaften besteht wenig Interesse.

Und die Mischung zwischen beidem gibt es auch. Die , die sich Zeit für sich selbst und andere immer genommen haben. Die ihre Grenzen kannten. Ich glaub, die bleibt am gesündesten.

Apropos... ich hab heut zwei Sachen zum allerersten mal gemacht und hinbekommen. Und dann gab es noch Probleme auf der Datenbank und ich wurde zur schnellen Eingreiftruppe hinzueingeladen via MS-Teams. Als Erfolg kann ich verbuchen, dass ich weil mein Headset gar nicht funktionierte , erstmal Bescheid gab und neu booten konnte, ohne dass meine Amygdala davongaloppiert wäre... Es war aber schon grenzwertig.

Dazu beitragen konnt ich allerdings wenig. Umso erstaunter nahm ich diesmal wahr wie eingespielt die anderen alle sind. Die arbeiten seit Jahren und Jahrzehnten in diesem komplexen System und können die Ruhe in solchen Krisensituationen behalten. Da reagiert meine Amygdala immer noch mit dem Totstellreflex. Ja, klar versuch ich was auf die Reihe zu bekommen und auch was beizutragen, nur leider gelingt es mir da immer noch nicht die Amygdala über den präfronteralen Kortex genug auszubremsen.

Früher wär ich schon bei der Einladung in schiere Panik verfallen und das mit dem Booten hätt ich dann wahrscheinlich nicht mal hinbekommen. Also für mich war das schon ein Fortschritt. Allerdings bin ich noch weit davon entfernt da einen sinnvollen Beitrag leisten zu können. Dafür brauch ich meine Ruhe und Zeit. Meine Stärke ist eher zuverlässig Dinge (auch welche die immer wieder anfallen) der Reihe nach gewissenhaft abzuarbeiten. überraschungen sind halt nicht so meine Stärke. Ich arbeite daran. Es ist ja schon besser geworden. öfter.

Dafür versteh ich auch zu wenig vom Gesamtsystem. Ich kenn halt meine Ecken aber weiss zu wenig, wo das Auswirkungen hat. Sprich: mir fehlt ein Systemüberblick. Den haben die anderen weil sie schon so lange zusammenarbeiten oder weil sie sich in diesen Ecken besser auskennen.

Also bin ich still und mein Hirn schweigt auch. Denn beides ist im Lähmungszustand gelandet.

Hinterher hab ich ihnen im Chat mal geschrieben wie beeindruckend ich dieses Zusammenspiel fand. Wie ein gut eingespieltes Fussballteam, dass sich die Bälle zupasst. Jeder weiss, wer auf der gerade notwendigen Position am besten spielt. Das finde ich sehr beeindruckend. Ich wünschte mir, ich könnte das auch. Die Ruhe bewahren und was sinnvolles beitragen. Derzeit bin ich eher der stille Beobachter. Immerhin auch schon ein Fortschritt.

Es ist ja nicht so, dass ich Angst vor den Kollegen habe. Ich weiss auch inzwischen, dass ich sie fragen und um Hilfe bitten kann. Und umgekehrt helfe ich auch, wenn ich kann. Nur in der Situation hab ich das noch nie geschafft. Ich arbeite aber daran meine Amygdala auszubremsen. Vielleicht gelingt es mir ja doch irgendwann mal.

In der Arbeitsgruppe war ich heute auch und da hat es funktioniert. Da kann ich meine Sichtweise einbringen. Gut, ich finde immer noch nicht den richtigen "Einsatz" und falle so anderen ins Wort. Das ist mir ein Rätsel wie die das machen. Diese Pause erwischen. Ich schaff das nie. Da lob ich mir im MS-Teams die Hand-Heb-Funktion. Die erleichtert mir das.

Und auf den Kommentar hin, hat einer zurückgeschrieben, dass das reine übungssache ist. Er hat es also heruntergespielt. Ich glaub er weiss das selber nicht richtig zu schätzen , weil es für ihn selbstverständlich ist.

Dann hab ich noch zwei Daumen hoch bekommen.

Einer meinte, das scheine nur so, dass sie die Ruhe bewahren können. Da drauf hab ich zurückgeschrieben: Nicht mal das würd ich hinkriegen.

Dann kam die Antwort, weil sie einander helfen.
Und dann hab ich zurückgeschrieben, dass das ja mit dem Urvertrauen zu tun hat. Und dass ich an dem noch arbeiten muss. Und dass das nix mit ihnen zu tun hat, sondern mit meiner Amygdala, die mein prärfronteraler Kortex noch nicht bändigen kann. Denn ich weiss ja , dass mir die anderen helfen und umgekehrt versuche ich das auch.

Trotzdem blieb ich still und mein Hirn auch. Ich hab halt geschrieben: ich arbeite daran.

Anscheinend ist ihnen diese ihre Stärke gar nicht bewusst. Naja, dann wird es mal Zeit, dass da einer wie ich daherkommt und es ihnen sagt bzw. schreibt. Es hat sich gut angefühlt, mich aber auch aufgewühlt. Also ich musste dann auf das Trampolin und mein Nervensystem beruhigen.

Ich hätte schon gerne mal eine Bedienungsanleitung dafür gehabt. Schade, dass sowas bei der Geburt nicht mitkommt. So wie ein Waschetikett mit oder an der Nabelschnur. Das würde mir den Gebrauch und die Handhabung immens erleichtern.

Bei einer Feedbackumfrage der IT haben nicht viele Leute die Umfrage beendet. Ich hab die auch angefangen und dann konnte ich mit den Fragen nix anfangen. Mit den Antworten auch nicht. Wenn da gestanden wäre : Sind sie zufrieden? Ja, nein, solala oder so und ein Freitextfeld da gewesen wäre , hätt ich einfach was reinschreiben können , aber so hat mich das ganze sehr verwirrt, weil ich zu den meisten Fragen keine Angaben habe machen können. Weil ich diese Probleme und den Kontakt gar nicht hatte.

Ich bin sehr zufrieden, dass das mit dem Homeoffice so gut funktioniert. Das hätte ich nicht gedacht. Und das find ich toll!

Gute IT merkt man doch daran, dass man den Support nicht braucht. Oder sollte am Ende der Support bewertet werden? Ich hab ihn nur 1x benutzt (wenn das die besagte Abteilung war... mich verwirren die ganzen englischen Bezeichnungen und ich kann es mir wegen meiner amoklaufenden Amygdala auch nicht merken) und da erstellte ich ein Ticket , spielte 2 x Ping - Pong mit dem Ticketbearbeiter und am Ende bekam ich die Antwort ich solle bei einer anderen Abteilung ein Ticket erstellen. Das hat mir nicht weitergeholfen. Ich war frustriert und verwirrt und es hat mich viel Energie gekostet. Da hab ich aufgegeben und gelernt, dass das keinen Sinn hat.

Eine zweite Gelegenheit oder Problematik hat sich seither nicht ergeben, so dass sich der erste Eindruck nicht verändern konnte. Der Bearbeiter konnte sicher nichts dafür. Er hat sicher die Anweisung das genau so zu machen. Aber mich hat die ganze Aktion nur Zeit und Energie gekostet und nix gebracht. Und dann mach ich das halt nimmer so. Das lern ich dann halt.

Ich hab jetzt auf die Reminder-Mail reagiert und da dieses Feedback zurückgegeben. Denn es kann ja sein, dass sie so wenig Feedback über den Fragebogen bekommen, weil es den anderen Fragebogenausfüllern auch so geht wie mir. Vielleicht wissen die auch nicht, was sie damit anfangen und dort eintragen sollen.

Meine Begeisterung darüber, dass das mit dem Homeoffice so gut funktioniert hab ich in die Mal reingeschrieben. Und auch, dass wenn alles funktioniert, dann muss ich ja den Support nicht in Anspruch nehmen. Mal sehen, ob ich eine Antwort bekomme.

Bei der Zeiterfassung hatte ich auch versehentlich ein falsches Element eingetragen. Diese Nummerei hab ich noch nie verstanden. Die Kollegin hat mir ganz viel Text geschrieben. Der hat mich nur noch mehr verwirrt. Dann hab ich das direkt mit einer anderen Kollegin in einem Anruf mit Screen-sharing geklärt. Und ihr erklärt , dass mir ein Screenshot viel weitergeholfen hätte als dieser viele und verwirrende Text.

Das Arbeitsgruppentreffen war auch sehr spannend und ich konnte mich beteiligen. Wiedeer trafen die Sichtweise den Prozess möglichst fix und einfach mit Dropdownlisten und dem entsprechenden Rahmen so klar und einfach zum Ausfüllen wie möglich zu machen und meine Auffassung, dass er auch noch flexibel genug sein muss, dass auch unkonventionelle Ideen dort aufgenommen werden können. Also die Krux zwischen möglichst einfach und festgelegt und geordnet und möglichst viel Freiheit.

Ich verstehe die Bedenken, dass , wenn es zu offen ist , unklar ist, was man reinschreiben muss und dass es dann nicht verwendet wird. Andererseits wenn es zu starr und fix ist, dann werden Menschen, die unkonventioneller und pragmatischer rangehen und die entsprechenden Freiheiten brauchen, das Tool auch nicht verwenden.

Menschliche Kommunikation is fei ganz schö kompliziert.

Wenn ich Bücher lese, dann klingt das mit der Freundschaft uns ich gegenseitig zu verstehen so einfach. War das früher so? Hat sich das durch den modernen Ich - habe - keine - Zeit -Lebenswandel verändert? Ist die Freundschaft erodiert? Also hat sich die Vorstellung und die Praxis der Freundschaft verändert?

Denn wenn sich schon die Vorstellung , von was ans Fenster kommt - aus Sicht meiner Mama Vorhänge - aus meiner Sicht Schieberollo oder gar nix... , dann wird sich wohl auch die Freundschaft und die Vorstellung und Sichtweise davon mit den Generationen verändern. Weil unser Lebensstil sich auf uns auswirkt (Amygdala) und unser Handeln und unser Fühlen oder Nichtfühlen....

Dann kann es schon sein, dass sich die Qualität der Beziehungen und Freundschaften, Bekanntschaften mit zunehmendem Stressfaktor in unserer Umwelt und in unserem Körper auch verändert. Denn wenn wir für Beziehungen und Menschen keine Zeit haben, dann verändert sich auch die Qualität der Beziehung zu den Menschen.

Ob wir das auch wieder umkehren können? Wenn wir uns wieder mehr Zeit nehmen und Dopamin geben? Dann bekommen wir auch mehr Zeit und Dopamin zurück. Und das würde wiederum unser gestresstes Nervensystem beruhigen. Ein Win-Win. Ich arbeite daran. Ich finde leider nur wenig Mitspieler und die haben auch sehr wenig Zeit und sind auch nicht viel flexibler als ich. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Meine Sichtweise.

Was ich fast wieder lustig oder auch traurig oder tragischkomisch finde, waren zwei Frauein, die meinten , sie haben keine Freunde oder tun sich schwer Freundschaften zu schliessen. Als ich sie fragte, ob sie das Mail-Feedbackspiel (Freundschaftsspiel) mit mir spielen wollen, bekam ich von der ersten keine Antwort und von der zweiten eine Absage, weil sie keine Zeit hat. Das finde ich sehr verwirrend. Denn wenn ich mir keine Zeit für Freunde nehme, werde ich auch nie welche haben. Zumindest sieht das mein präfronteraler Kortex so.

Also ich finde das sehr verwirrend...

Ich kann doch nicht einerseits traurig drüber sein, dass ich alleine bin und andererseits nichts ändern wollen. Freundschaft ist doch was gegenseitiges. Wenn ich mir keine Zeit für jemanden anderen nehme, warum sollte er es dann für mich tun?

Mir fällt dieser Balanceakt auch sehr schwer. Manchmal sind mir die flexiblen Absagen oder Verschiebungen einfach zuviel. Weil mein Hirn ja durch das Planen Sicherheit gewinnt. D.h. jeder "Freund" der mich zum umplanen zwingt , schadet mir auch ein bisschen. Heisst das jetzt guten Freunden ist das bewusst und sie halten sich dann auch mal meinetwegen an Terminabsprachen, auch wenn es für sie Mehraufwand und mehr Energie bedeutet? Weil sie wissen, dass es mich ein vielfaches mehr Energie als sie kostet? Das fände ich schön. Ist mir bisher leider noch nicht passiert.

Weisst, es gibt Leut, die wollen mich mal anrufen, tun es dann nie. Dann frag ich nach... und dann machen wir einen Termin. Und dann passt es ihnen doch wieder nicht...
Und wenn wir dann reden, erzählen sie mir alle ihre Probleme...
Ist das dann noch Freundschaft? Oder ist das nur noch anstrengend?

Andererseits, wenn ich es dann aufgeben würde, hätte ich gar keine Kontakte mehr. Dann bin ja ich derjenige, der die Kontakte überhaupt noch aufrechterhält.

Und dann nimmst Dir die Zeit und stellst fest, der andere versteht Dich gar nicht. Er hört Dir gar nicht zu und kidnapped das Gespräch und benutzt Dich als seelischen Mülleimer. Einmal auskotzen bitte... Des is fei a ned grod as gsündeste. Gut, wenn man sich auskotzt , dann tut einem das gut. Blitzableiterfunktionalität. Aber für den Gesprächspartner bedeutet das Stress, Energieverlust. Vampirismus. Nach solchen Gesprächen fühle ich mich wie durch die Mangel gedreht. Total fertig mit der Welt. Dabei wollte ich doch auch etwas Dopamin vom andern. Stattdessen hat er sich alles Dopamin genommen.

Mir scheint, auch das liegt am zunehmenden Stress. Weil wir mehr Dopamin brauchen um unser Nervensystem zu beruhigen, je gestresster es ist. Und wenn wir gestresst sind, dann kriegen wir in unserer Gedankenlosigkeit nicht mal mit, dass wir den anderen am Ende des Gesprächs als leere Hülle zurücklassen. Kein Wunder, dass wir dann keine Freunde finden. Das hält ja keiner lange aus.

Ich schaff das ja auch. Mir passiert das genauso unabsichtlich und gedankenlos wie Euch. Oft stehe ich auf der anderen Seite und bin nach dem Gespräch verwirrt. Und weiss nicht warum. Denn dazu ist dann das Nervensystem nicht mehr in der Lage, wenn es gerade von einer hyperaktiven Amygdala gekidnappt wurde.

Wieso kommt dann von der anderen Seite so wenig zurück? Habt Ihr auch schon verlernt wie das mit der Freundschaft geht? Ist das mit dem ausgeglichenen authentischen echten Geben und Nehmen heute noch denk- und machbar und praktikabel?

Oder existiert das in unserer stressigen ich-hab-keine-Zeit-Gegenwart schon gar nicht mehr. Ist das ein Mythos? Ein Geheimnis, eine bedrohte Art, die längst schon ausgestorben ist? Dann wundert es mich nicht, dass wir immer gestresster werden. Denn Freundschaften geben Sicherheit.

Wenn wir die Freundschaft verlernt haben, dann haben wir allen Grund verunsichert zu sein und in Panik zu geraten. Denn dann wird das mit der agilen Transformation und mit der Potentialentfaltung und Salutogenese und Rettung unseres Planeten und unserer Art nix werden. Weil wir dazu genau diese Fähigkeiten brauchen.
Das fände ich sehr traurig. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Also ist mein Fazit für heute: nicht nur ich muss lernen wie Freundschaft und Beziehung geht, Ihr wisst es auch nicht mehr. Euch geht es genauso.

Donnerstag: Wow und Heureka!
Ich hab am Dienstag abend einen Beitrag auf arte zum Rauchen gesehen.
Nikotin macht abhängig, weil je höher die im Gehirn ankommende Nikotindosis , desto schneller reagieren und jubilieren die Nikotinrezeptoren im Gehirn. Und das sorgt für Glückshormone.

Rauchen ist ja sehr ungesund, weil es langfristig den Konsumenten umbringt. Keine nachhaltige Kundenbindung.

Ich glaub , dass die Gesamtzahl der Süchtigen (Alkohol, Tabak , Spiel, Internet, Smartphone.., Spielen, Essen, ...) wächst , weil die chronische Anspannung und der Stress aufgrund unserers Lebensstils wächst und von einer Generation an die andere in höherer Dosis vererbt wird. Und irgendwie müssen dann die nachfolgenden Generationen mit dem erhöhten physiologischen Stresslevel zurechtkommen.

Und um der höheren Anspannung und unserer Amygdala Herr oder Frau zu werden, brauchen wir eine höhere Dosis Glückshormone. D.h. wir leiden gesellchaftlich an einem Glückshormonmangel bzw. müssten diesen bei steigendem Stresslevel steigern, damit beides ausgeglichen bleibt.

Das ist allerdings schwer, wenn man unter Stress und Anspannung steht! Dann vergeht einem Humor oder die Lust auf Beziehungen. Da kommt es eher zum Streit. D.h. genau das, was man braucht, bekommt man dann nicht. Sondern bei steigender ANspannung und immer mehr amoklaufender Amygdala bekommt man immer weniger davon. Des is fei a ned grod as gsündeste.

D.h. bei chronischem physiologischem Stress nimmt die Dosis der Glückshormone auch noch gegenläufig ab! Und damit steigt der Stresslevel weiter!

Deshalb gibt es so komische Bewegungen (das könnt Ihr ruhig wortwörtlich nehmen) wie Lachtherapie oder Lachyoga. Vielleicht sind wir deshalb so "erfinderisch" in neuen Techniken und so umtriebig.

So funktionieren Yoga, Meditation, Bewegung, soziale Kontakte, Humor und sogar Essen und Garteln, Baumärkte und Do-it-yourself! Die geben uns alle Glückshormone!

Weil es uns Dopamin, Oxytocin (Likes), Serotonin und Endorphine gibt! Wer in der Gruppe lacht, hat ja auch soziale Kontakte.

D.h. wenn wir es schaffen, für das was wir haben, und wie gut es uns geht und von welchen tollen Menschen wir umgeben sind zu schätzen und zu sehen, wahrzunehmen, und uns an den kleinen Dingen wieder freuen lernen und dankbar zu sein, dann können wir unser Nervensystem und unseren Organismus wieder ins Gleichgewicht , in die Salutogenese bringen. Indem wir unsere Glückshormondosis erhöhen. Das ist doch total cool!

Denn was haben Humor, Bewegung, Achtsamkeit, Meditation und soziale Kontakte und Zufriedenheit und Dankbarkeit und die Sicht der kleinen Dinge, Spezialinteressen und Hobbies, der Aufenthalt in der Natur, das Werkeln gemeinsam?
Sie schütten Glückshormone aus! Und die besänftigen die Amygdala und lindern Stress. Ganz natürlich. Also verschickt mehr Glückshormone! Lacht mehr! Das kostet nix und macht viel Freude!

z.B. hab ich früh aus dem Anschliessen und aufbauen meines Rechners so ne art achtsame "Teezeremonie" gemacht. Auch das funktioniert.

Ach das ist das Problem unserer Gesellschaft. Deshalb sind wir "so ernst" , "so verknöchert", "so verbittert", weil unsere Glückshormondosis nicht hoch genug ist!

Habt Ihr gewusst, dass Kernseife ans Bein gebunden mit einem Geschirrtuch Wadenkräpfe lindert? Meine Bekannte hat das heut am Telefon erzählt.

Ich hab gefragt, wie das funktioniert.
Sie sagt, weil da Elektrizität fliesst und wenn man das andere Bein drauflegt, dann hört deswegen, weil sich der Stromkreis schliesst, auch der Krampf auf. Und Kernseife besteht ja aus Knochen und so. Und deswegen funktioniert das genauso.

Ich meinte, dass das auch vom Druck sein kann, weil Druck auf Muskeln das Nervensystem beruhigt. Das macht meine Ergo ja auch, wenn sie triggert. Oder bei Covid-19 in der Intensivstation werden die Leut in der Bauchlage deswegen gelagert. Und Temple Grandin hat sich ja eine Körperdruckmaschine gebastelt.

Da hat sie gesagt, sie glaubt dran und es funktionert.

Da hab ich gesagt, dann ist da auch noch der Placeboeffekt dabei. Ich hab gemeint, es wär interessant, ob es auch mit anderen Dingen funktioniert. Also nur mit Druck. Da meinte sie, das könne ich ja mal ausprobieren. Ihr könnt das ja auch mal ausprobieren.

Wieder was gelernt. Mussi ned dumm sterbm. :)

Freitag: Wie geht Ihr denn mit Konflikten um?

Also wenn Ihr z.B. einem Kollegen oder einer Kollegin, die was von Euch braucht, sagt, wie Ihr das von Ihr braucht, und dann bekommt Ihr genau dasselbe wie immer. Also Ihr stellt fest, derjenige hat Euch überhaupt nicht zugehört.

Das heisst nicht, dass derjenige schlecht hört (bei autistischen Kindern wird das auch oft gedacht, dass wenn man nur LAUT! genug redet, sie das schon verstehen - mit älteren Leuten reden manche Leute auch so, das finde ich nicht schön), sondern dass seine Amygdala grad Amok läuft. Derjenige ist mit seinen Gedanken woanders und kann gar nicht mehr zuhören, sich nicht auf das gesagte konzentrieren, weil er die Hintergrundgeräusche nicht herausfiltern kann. In einer Gefahrensituation macht das auch durchaus Sinn.

Wie lös ich nun diesen Konflikt? Meine Amygdala war heut auch gleich auf 180. Das liegt am Wetter. Und laut meiner Ergo auch an einer komischen kosmischen Sternenkonstellation. Ich hab schon heut nacht nich schlafen können, weil meine Füsse gejuckt, gekribbelt, taub geworden sind und herumgezuckt und gebrannt haben.

Amygdalabedingt ergibt das bei phyisiologischem Stress ja durchaus Sinn. Durch die überreizung durch den Wetterwechsel , die meine Amygdala durch den deaktivierten Reizfilter als Gefahr wahrnahm, wollten meine Füsse flüchten und ich wollte schlafen.

Mit Arnikasalbe auf den Fusssohlen und einem Kissen auf dem Bauch (Druck) hab ich es dann ab 00:00 Uhr hinbekommen endlich einzuschlafen. Nachdem es ab 21:00 Uhr 3 Stunden nciht gelungen ist und ich mich nur unruhig hin- und her gewältzt , auf - und wieder zugedeckt hab. Die Beine mal angezogen mal ausgestreckt, mal zur Bettdecke raus- und dann wieder reingezogen habe...
Ich habe nachtaktive Beine und Füsse...

Ich hab jetzt einfach nochmal zurückgemailt,dass derjenige mich missverstanden hat und nochmal Beispielhaft reingeschrieben, was ich brauche. Ich bin gespannt. Allerdings auch skeptisch.

Was mach ich, wenn ich keinen Kontakt herstellen kann? Also wenn ich mich nicht verstanden fühle. Wenn meine Botschaft nicht ankommt? Das ging mir mit meiner Autistin ja auch so.

Besonders erschrocken bin ich darüber weil mir der Kollege vorher noch versichert hat, dass es in der eigenen Abteilung keine Konflikte gibt. Die haben nur die anderen (Verteidigungsreflex).

Weil ich jetzt genau die gegenteilige Erfahrung gemacht habe. Ich bin gespannt, auf das Feedback. Ich befürchte ich muss demjenigen alle notwendigen Informationen aus der Nase ziehen.

Kann sich jemand in einen reinversetzen, dann versucht er alle notwendigen Informationen einfach , klar und deutlich anzuliefern, dass der andere dann einfach seine Arbeit machen kann. Und nicht erst einen Hindernisparcours überwinden, bevor er überhaupt damit anfangen kann. Das kostet sehr viel Energie. Das ist anstrengend und das führt zu Irritationen, Missverständnissen und Frust.

Mir wird grad erst klar wieviele dieser Hindernisläufe ich schon hinter mir habe. Die will ich zukünftig nicht mehr machen, weil sie mich Zeit und Energie kosten. Unnötig. D.h. hier besteht ganz schön viel Optimierungsmöglichkeit! Wow!

Und ich hab immer den Fehler bei mir gesucht! Dabei ist das ein Konflikt der aus Gegenseitigkeit beruht. Beide Seiten haben ihren Anteil. Okay. Dann kann ich mir das Leben zukünftig um einiges leichter machen. Allerdings muss ich auch dazu erst lernen, diese Konflikte aufzulösen und das wird erstmal Energie kosten. Es wird sicher auch nicht immer gleich funktionieren. Ich arbeite daran. Das ist ja spannend.

Hab gestern gelesen, dass in jedem Konflikt ein Lernschatz liegt. Und den will ich heben :)

Das mit:"Die haben nur die anderen..." ist übrigens auch schon ein Zeichen für ein übererregtes Nervensystem. Das hab ich inzwischen aus meinen Erfahrungen gelernt. Denn auch wenn ich überrascht werde, dann reagiert meine Amygdala mit Verteidigung , Angriff oder Totstellreflex (dann bin ich sprachlos).

Was mich immer verwirrt, sind Menschen, die wortselig , im Sprechdurchfall erzählen, dass sie sprachlos sind. Denn da ist ja offensichtlich das Gegenteil der Fall. Sprechdurchfall deutet aber auch auf eine übererregte Amygdala hin. Ich glaube, dass mit reden auch Stress abgebaut wird. Denn die Stimm-Muskeln sind ja dann auch angespannt... Und man redet sich ja Dinge von der Seele und das beruhigt das Nervensystem.

Es gibt sogar einen Fachbegriff dafür, wenn sich die Energie (Anspannung oder Entspannung) auf die Umwelt überträgt. Social contagion.

Dabei hab ich heut sogar 2 tolle Lernerfahrungen gemacht. Dennoch bleibt mir die angespannte im Hirn hängen. Es sucht nach einer L6ouml;sung, weil mein Nervensystem, meine Amygdala diese Anspannung nicht aushalten kann. Es will möglichst schnell Sicherheit durch Kontrolle zurückbekommen.

Also ich konnte heute an drei Kollegen andocken und wir haben unsere Sichtweisen austauschen können. Ich konnte ihre Sicht verstehen und sie meine. Und vor lauter Freude, hab ich ihnen das auch einfach gesagt oder im Chat geschrieben. Das war toll! Na also! Geht doch!

Mit zwei dieser Kollegen hatte ich jahrelang Verständigungsprobleme. Bei dem einen überleg ich noch, wie ich weiter vorgeh. Wenn es dann immer noch nicht funktioniert, werd ich nachdenken, was ich alles brauch und es nochmal per Telefon probieren. Wenn das dann auch nicht funktioniert, dann werd ich mir einen Kollegen als "Dolmetscher" holen. Also ich werd ihn fragen, ob er mir da helfen kann, das zu verstehen.

Diesmal würd ich dann aber eine Sache anders machen: demjenigen, der mich nicht versteht, klarmachen, dass ich ihn leider nicht verstehen kann und einen übersetzer für seine Sprache brauche. Sprich: ich werde demjenigen auf jeden Fall Feedback geben, dass ich ihn leider nicht verstehen kann.

Meine Ergo hat gemeint, dass es auch okay ist, dass man sich mit jemanden mal nicht versteht. Dass die Chemie nicht passt. Und das ist nix anderes als dass unsere physiologischen Anspannungszustände (und damit Hormonhaushalte , ergo Chemie) nicht miteinander kompatibel sind.

Das ist natürlich. Ach so. Ich kann mich also nicht immer mit jedem verstehen. Physiologisch logisch. Ich soll da nicht den Fehler bei mir suchen und ewig über eine Lösung nachgrübeln. Ich bin ihr sehr dankbar für diese Sichtweise. Denn die war mir noch nicht bewusst. Also dass man das so machen kann und darf.

Das ist halt dann mal so. Das kommt vor.

Das kann ich ja dann auch feedbacken. Du , ich hab mir jetzt alle Mühe gemacht, aber ich versteh Dich einfach nicht. Kann mir das bitte jemand anders erklären? Oder kannst Du es jemandem erklären, der es versteht und der es dann mir so erklären kann, dass ich es verstehe? Also mir in meiner Sprache übersetzen kann.

Das hiesse also dass wir dann einen Vermittler brauchen, wenn wir physiologisch nicht miteinander kompatibel sind. Sonst geht es uns wie beim Turmbau zu Babel. Wenn wir uns physiologisch nimmer verstehen, dann reden wir auch nicht miteinander (egal in welcher Sprache), weil wir unsere Sichtweisen gar nicht mehr austauschen können und in der Folge verstehen wir uns nicht mehr. Und so können wir dann auch nicht zusammenarbeiten und Probleme gemeinsam lösen. Die Zusammenarbeit scheitert.

Da wir sozial ansteckend wirken (social contagion) , wirkt sich das auf die Umwelt (unsere Kollegen, Kinder, Partner, Insekten, Tiere ...) aus. Denn usnere Anspannung überträgt sich nicht nur auf andere Menschen sondern z.B. auch auf usnere Haustiere, aber da ist noch lange nicht Schluss. Denn die Anspannung bestimmt auch unser handeln bzw. nichthandeln und das wirkt sich dann auch auf die Umwelt und unsere Beziehungen aus.

Trotzdem überwog die eine als negativ empfundene. Wahrscheinlich weil die Amygdala die als Gefahr betrachtet. Und die ist ja bei mir auch übererregt. Von den positiven geht ja keine Gefahr aus.

Ob es einem Menschen gelingen kann so entspannt zu werden , seine Gefühle so gut beruhigen zu können, dass ihm das nicht passiert? Also dass er es schafft die eine negative Erfahrung nicht als Gefahr sondern als eine von 4 Reaktionen wahrzunehmen?

Könnt Ihr das? Wenn ja, dann erklärt mir doch mal wie Ihr das schafft.
Dann würde ich das gern von Euch lernen.
Danke!

Hmm... Kaugummikauen ist wohl dem Sprechdurchfall gleichzusetzen. Da wird dann auch innere Anspannung abgebaut. Meine Amygdala findet das genauso eklig wie küssen. Da wird mir schlecht davon.. Diese Wieder-Kauerei erinnert mich an eine Kuh. Allerdings finde ich das Gras in ihrem Maul um einiges appetitlicher. Das ist natürlich.

Neulich hab ich eine Bekannte gefragt, ob sie sich heut schwerer tut Freunde zu finden.
Sie meint früher gab es halt Vereine, die Pfadfinder, ... und da ist man halt hin. Und das war einfacher als jetzt mit dem Internet. Und es war auch einfacher einen Beruf zu finden.

Ich: Dafür gab es früher nicht soviel Möglichkeiten wie heute. Also das Mehr (Meer) an Möglichkeiten macht es schwer, weil die Wahl schwer fällt. Und gestreste Nervensysteme tun sich schwer Entscheidungen zu treffen.

Meine Bekannte fand dass es früher mit den Vereinen und Gruppen einfacher mit der Freundschaft war als jetzt mit dem Internet. Da hab ich dann gesagt, dass es bei mir umgekehrt ist. Mit Vereinen und Gruppen kann ich nix anfangen, weil sie mir zu reizintensiv sind. Mir hat das Internet geholfen Freunde (Freukannte) zu finden.

Da hat sie gesagt: Stimmt. So hab ich das noch gar nicht gesehen.
Das war spannend unsere Sichtweisen auszutauschen und zu ergänzen.

Hat man mehr Optionen, dann muss man sich auch mehr entscheiden. Da mehr Optionen aber mehr Stress bedeuten und Stress die Entscheidungsfällung beeinträchtigt, macht es das ganz schön kompliziert.
Des is fei a ned grod as gsündeste.

Ich les grad was über das Glück. Viele Sichtweisen.

Also ich bin die meiste Zeit zufrieden , wenn ich nicht grad verwirrt oder irritiert bin.

Denn wenn die Amygdala immer auf 180 ist, dann sucht sich das Hirn automatisch Beruhigungsstrategien. Ganz automatisch. Das finde ich sehr praktisch. Weil es mir somit auch das überleben bis heute ermöglicht hat.

Ich hab von meiner Bekannten auch gelernt, dass der Totstellreflex (also die Sprachlosigkeit , Mutismus) gar keine schlechte Sache ist. Denn sie sichert nicht nur der Maus das überleben sondern auch mir, weil beim Totstellreflex nämlich KEIN Cortisol ausgeschüttet wird! Das ist doch cool!

So hat es also die Natur auch bei unserem Nervensystem so eingerichtet, dass wir bei einem zuviel an Reizen und damit physiologischem Stress in den Totstellmodus fallen und erspart uns damit die Cortisoldosis, die den Stresslevel noch weiter steigern würde. Ich denke bei Zeit des Erwachens ist das auch der Fall gewesen.

Heut bin ich auch in dem Modus unterwegs. Da redet meine Mama und meine Schwester und ich kann dann nix mehr drauf sagen. Das geht dann nimmer.

Also hab ich bis hierher in meinem Leben schon ganz viel Glück gehabt. Sonst wär ich nimmer da.
Und dann hab ich Glück gehabt, dass ich inzwischen durch meine Recherche und Hartnäckigkeit so gut damit und mit dem CRPS zurechtkomme. Das ist doch fein.

Und während ich das hier tippe, bin ich im Flow. Das ist auch Glück. Oder wenn ich Comics zeichne, wenn ich ein lustiges Wort lese oder höre (wie Wissensinsel, da stell ich mir eine Insel mit Palmen und einer Schatzkiste voller Gedanken und Ideen vor) oder einen Schmetterling oder eine Libelle oder einen Vogel oder eine Ameise oder einen Käfer oder wogende und wiegende Blätter im Wind .... beobachten kann, wenn ich auf meinem Trampolin hüpfe, wenn ich SQL herunterschreiben kann , wenn ich eine Idee habe, wenn ich nachdenke, wenn mich meine Amygdala mitten in der Nacht mit einem Heureka-Moment weckt, wenn ich was gutes essen oder trinken darf , wenn ich in mein Bett gehe , wenn ich auschlafen kann, wenn ich den Sonnenaufgang oder den Sonnenuntergang, den Mond oder die Sterne .... sehe... , wenn mir Menschen lustige Geschichten erzählen, wenn ich Geschichten über meine Spezialinteresse erzählen darf ...

Und wann seid Ihr zufrieden und glücklich?

Heut hat sich das Missverständnis geklärt. Also genaugenommen gestern schon. Aber ich hab die Mail erst heut gelesen. Also beim Verständigungsproblem hab ich ja dadurch Sicherheit zurückbekommen,dass ich zurückgeschrieben hab: ich bin verwirrt, Du hast mich missverstanden und wie ich das brauch.

In der Antwort-Mail stand dann: ich bin auch verwirrt. Ich glaub Du hast mich missverstanden und dahinter ein Smiley. Und dann standen zwei Sätze, die mir die Angst vor der Datenfülle des Excelblatts genommen haben, weil die Erklärung in zwei Sätzen für die beiden Tabellenblätter folgte.

Schon der Smiley hat dann bewirkt, dass mein Säbelzahntiger in seiner Höhle geblieben ist. :)
Und dann kam noch eine zweite Mail, dass wenn ich noch Fragen dazu habe, wir das zusammen am Montag klären können. Und dann war's gut und ich hab das heut sogar hinbekommen. Bis auf zwei Fragen. Das hätt ich gestern nicht gedacht.

Also das mit dem : ich bin verwirrt hat jetzt schon 2 x hervorragend funktioniert. Ich hab beide mail: Ich bin auch verwirrt zurückbekommen und dann hat sich alles geklärt. Ob das daran liegt, dass das so herrlich neutral ist, dass das nicht persönlich genommen werden kann? Ich glaub schon.

Mir fällt es derzeit auch leichter Kollegen um Rat zu fragen. Früher konnte ich das nicht. Und es gibt noch immer Tage und Tageszeiten wo mir das schwer fällt oder ich gar nicht auf die Idee komme. Dabei hab ich erst jetzt verstanden, dass ich das sogar MUSS! Unda uch darf! Weil wir ein komplexes System haben und das kann nicht einer alleine kennen und alles wissen. Ich darf etwas nicht wissen. Ich darf andere fragen und die freuen sich drüber. Meine Amygdala hatte früher immer Angst, die anderen zu stören oder zu belästigen. Oder dass ich gar was dummes frage.

Und noch was tolles ist heut passiert: ich hab einen spannenden Menschen kennengelernt mit Epilepsie und der hat einen Vagusnervstimulator. Der ist am Brustbein. Er hat mir sogar gezeigt wo das Kabel verläuft.

Und das war ein echt tolles Gespräch, weil er direkt zur Sache gekommen ist. Also Bigtalk. Das ist fein.

Und noch was hab ich heut gemacht: ich hab Glücksmomente gesammelt und genossen. Weil ich aktiv meine Glückshoromdosis steigern will, damit ich mein Potential noch besser entfalten kann.

Also mein Mittagsmüsli , meine Tasse Tee auf dem Balkon, die frische gewaschene Luft, die Vögel, die draussen rumfliegen, Lächeln , wenn man merkt, dass man angespannt ist , weil das Hirn hält dann die Diskrepanz (Traurigkeit im Hirn, Lächeln am Mund) nicht aus und passt sich der Mundbewegung an.

Trampolin hüpfen, ein gutes Buch auf dem Klo, einen Spaziergang zum Aldi (ich hatte Nostalgiehunger auf die Pfefferchips), Sozialkontakte the Aspie way... und jetzt bloggere ich noch umanand... also ich schreib ja hier so ne Art Tagebuch und Glücksmomentfesthaltdings. Und schlechte Tage Aufmuntererinnerungsdings.

Ach ja und bei der Bäckerei meines Vertrauens war ich auch noch und hab mir dort neben Nougat- und schneebestäubten Trüffeln, einem halben Zwiebelbrot auch noch sozialen Rat eingeholt. Und der kostet fei nix extra. Ich hab sie gefragt, was man macht, wenn man zu jemanden trotz reden keinen Kontakt bekommt.
Sie: Also ein Missverständnis?
Ich: Ja.
Sie: Dann nimm es nicht persönlich und sei geduldig und probier es einfach nochmal.
Ich: Ich glaub das hat auch am Wetter gestern gelegen. (Säbelzahntigerwetter. Der kommt beim Wetterumschwung raus.)

Ist das nicht toll? Rat und Lebenshilfe gibt's bei uns gratis zum Brot dazu :)
Vielleicht heisst es deshalb unser tägliches Brot gib uns heute... da ist nicht nur das Nahrungsmittel gemeint, sondern auch der soziale Kontakt und damit eine Menge Glückshormone. Da seht Ihr mal wie fortschrittlich das Vater unser ist.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!
Servus mitnand!

 
Lasst Tomaten sprechen - Die Glaa aus ERH 2020
26.09. bis 02.10. Neue Sichtweisen ...

Samstag: Ich hab grad wieder zwei Autismusbücher im Querlesemodus. Und da steht oft drin, dass die Vorstellung von Aussenstehenden, Nicht-Autisten ist, dass Autisten in sich eingesperrt sind.

Diese Sicht kann ich als Autist nicht teilen. Ich habe solang ich zurückdenken kann, immer wieder - leider damals vergeblich und das waren sehr frustrierende Lernerfahrungen - versucht an andere anzudocken und Kontakt aufzunehmen.

Ich hatte früher mit meinen sozialen Fehlschüssen immer das Gefühl von allen anderen AUSGESCHLOSSEN zu werden. Bin ich mit dieser Sichtweise allein? Das irritiert mich.

Da ich im Aussen scheiterte blieb mir nur die Sicherheit meines inneren Rückzugsorts. Das ist die logische Folge. Wo hätte ich auch anders hingesollt? Meine Amygdala liess nichts anderes zu. Und ich versuchte schon damals immer sie mit dem präfronteralen Kortex herunterzuregeln und versuchte es ja immer wieder.

Da das Ergebnis immer dasselbe blieb (erfolglos, Irritation, Scham, Verzweiflung, Unverständis, Wut), konnte er aber auch nichts dazulernen. Weil mir auch niemand erklärte , was ich falsch machte. Ich hatte keine Ahnung und blieb im Dunkeln. Weil sich auch niemand darauf einliess meine Sichtweise kennenzulernen. Da war kein Interesse da, weil alle um mich rum wohl auch schon in der Schule und im Kindergarten ums überleben im Leistungskampf des Stärksten und Klügsten feststeckten. Also um ihre Amygdala war es auch nicht zum Besten bestellt.

Angespannte Nervensysteme sehen in allem, was anders ist , eine drohende Gefahr. Ergo wird nicht konformes (den Erwartungen entsprechendes Verhalten der Masse) als Störung wahrgenommen.

In einer solchen angespannten, amygdaladominierten Gesellschaft wird die Sicht auf die Andersartigkeit als Störung und Krankheit wahrgenommen. Entspannte Menschen sehen in Menschen und Dingen, die anders sind eine Chance etwas neues zu lernen und sind neugierig darauf.

Und diese Verunsicherung und Anspannung übertrug sich dann auch auf die uns Unterrichtenden. Social contagion. Deshalb haben es Lehrer auch nicht leicht.

Ebenso überträgt sich die Verunsicherung und Anspannung von Kranken auf die sie Pflegenden und ihre Behandler. Social contagion.

Ebenso überträgt sich die Verunsicherung und Anspannung vom Chef auf seine Mitarbeiter und umgekehrt. Der Vater und die Mutter trägt sie von der Arbeit nach Hause und infiziert die Familie und den Freundeskreis...

Ebenso überträgt sich die Verunsicherung und Anspannung von Arbeitslosen und Arbeitssuchenden auf die Mitarbeiter im Jobcenter. Das könnt Ihr beliebig fortsetzen... Des is fei a ned grod as gsündeste.

Auch heute scheitert meine Amygdala daran Kontakt aufzunehmen oft noch grandios. Wenn Menschen nicht offen genug dafür sind oder ich an dem Tag, wo ich es versuche zu angespannt bin. Dann bin ich zu direkt und geh auf Leute eher los als zu. Zumindest muss es sich für das Gegenüber so anfühlen. Wenn ich dann auch noch durch die damit verbundene Hartn&aumL;ckigkeit dranbleibe (die ist ja dem starren Denken aufgrund der Anspannung geschuldet), dann so hat mir eine Bekannte erklärt (und für diese Sichtweise bin ich extrem dankbar) , verhalte ich mich ja ähnlich wie ein Stalker. Also ich bin dann extrem anstrengend und nervig. Ich tut das aber nicht absichtlich. Sondern unbewusst. Ich kann in dem Moment gar nicht anders.

Ob Stalking genau das ist? Also eine fehlgeschlagene verzweifelte amygdalageseteuerte Kontaktaufnahme? Wahrscheinlich schon. Das hätte ich jetzt nicht gedacht, dass ich das heute und jetzt erklären kann. Dann ist auch das ein Ergebnis unseres übererregten Nervensystems.

Ich mach das nicht absichtlich (und dann geh ich davon aus, dass andere das auch nicht tun) sondern es ist mir einfach nicht bewusst. Ich bin einfach sehr unbeholfen in der Kontaktaufnahme und auf sozialem Parkett. Ich tanze nicht. Wenn doch, dann wirkt das aufgrund der Muskelanspannung auch sehr ungelenkig und zackig. Und so wirkt dann halt auch jedes andere handeln, was von der Amygdala kommt. Starr, rigide, ungelenk.

Ist auch logisch, denn wenn uns der Säbelzahntiger bedroht, dann will unser Hirn überleben und dass wir davonrennen. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir anfangen würden mit dem Säbelzahntiger dar&uul;ber zu diskutieren, dass wir ihm aufgrund usnerer Anspannung schwer im Magen liegen würden und dass dadurch auch sein physiologischer STatus gefährdet wäre. Das wird ihm grad, wenn er Hunger hat und ums überleben käpft nicht besonders beeindrucken. Happs, das war sein letztes Wort , dann trug ihn der Säbelzahntiger fort ....

Gestern hab ich ja dem Vagusnervstimulatorträger erklärt, was Autismus ist. Der kannte das nicht. Jeder kennt nur, das was er selber hat oder jemand in seiner Familie oder seinem Umfeld hat.

Ich hab ihn gefragt, ob er seinen Arzt auch sowas schon mal gefragt hat. Da meinte er, dass sei eine persönliche Frage. So gut kennt er den Arzt nicht.

Da hab ich gesagt, dass ich sowas frage, weil es mich interessiert. Weil mein Gehirn nicht weiss, was sich gehört. Und das ist dann Autismus.

Andererseits ist, dass was sich gehört ja kontextabhängig von der jeweiligen Kultur der Menschen von denen man umgeben ist. Mit dem Vagusnerstimulatorträger hat das mit der Unterhaltung hervorragend funktioniert. Bigtalk. Mit seiner Kultur komme ich zurecht. Anscheinend generell mit Menschen , die irgendwie "anders" sind und es nicht verbergen (können).

Zu den Reihenhaus, 1,5 Kind -Menschen finde ich keinen Andockpunkt. Das ist alles so weichgespült und glatt. Wenn ich solche Menschen 1:1 treffe, finde ich oft heraus, dass es gar nicht so ist. Dass unter der glattgesp&uul;lten Oberfläche ein interessanter und spannender und verwundbarer und verletzter Mensch steckt. Schade, dass sie es so selten zeigen. Die Teflonschicht des Pefektionismus aufrechtzuerhalten muss sehr anstrengend sein.

Für mich war das so. Denn eine verunsicherte Amygdala vertraut sich ja selbst nicht und kontrolliert sich ständig nach. Und so wird man dann zum Perfektionisten. Und die kann auch keiner leiden. Sie sich selbst ja auch nicht. Weil sie so angespannt sind.

Wie gesagt, ich fände es viel schöner - wie auch der eine Bekannte, mit seinem Traum von einer idealen Stadt, wo die Innenstadt belebt ist, und sich jeder mit jedem unterhält, wo die Leut sich die Zeit dafür nehmen und so ganz viele neue Sichtweisen kennenlernen und alle zu Systemdenkern und empathischen Menschen werden. Weil sie so eine Rudnum-Sicht bekommen.

Derzeit ist auf dem Marktplatz und der Innenstadt in Höchstadt meistens "der Hund gfreggt". Das heisst nicht, dass dort ein toter Hund herumliegt. Sondern, dass dort halt grad kein Leben tobt. Es ist ausgestorben. Das Gegenteil von lebendig.

Ah... dann wird man als Mensch erst lebendig , wenn man sich austauscht. Stimmt. Das kann ich so bestätigen. Erst seit ich neue Sichtweisen dazugewinne, fühle ich mich lebendiger und lebenslustig ... vorher kannte ich dieses Gefühl gar nicht.

Hmm... ich glaube die Neugier, die Sensationsgier der heutigen Zeit ist auch amygdalagesteuert. Also dass Gaffen. Früher hamm das ja alte Leute gemacht mit Kissen am Fenster und den ganzen Tag kontrolliert (Sicherheitsdenken, Alarmmodus) , ob jemand falsch parkt oder was die Nachbarn wieder treiben.

Meine Mama und meine Schwester machen das auch auf ihre Weise. Und ich bin auch nicht davor gefeit. Nur wenn man entspannt ist, dann hat man ja auch wieder soziale Kontakte. Die Amygdala degradiert einen zum Zusachauer und Beobachter. Weil sie nach Gefahrensignalen Ausschau hält. DAs ist also physiologisch ein logisches Verhalten.

Tja und mit Smartphone kommt und erhöhtem Anspannungsgrad kommt es auch zum Sensation Seeking. Deshalb werden Unfälle gefilmt oder Verunfallte filmen selber wie sie gerettet werden. Weil das Dopamin gibt und das Nervensystem beruhigt. Also auch wieder Glückshormone freisetzt. Allerdings nur kurzfristig, weil man sich langfristig damit bei anderen angespannten Nervensystemen sehr unbeliebt macht.

Das erklärt auch den Erfolg von scripted reality Sendungen , wo Polizei, Feuerwehr und Notfalleinsätze nachgespielt werden.

Mir ist das zu schreierisch. Ich mag lieber Dokus. Wie die arte-Themen z.B. über das Rauchen. Das findet mein Nervensystem spannend. Weil auch Wissen Sicherheit bietet. Und eine amoklaufende Amygdala ist deshalb süchtig danach. Weil wenn ich verstehe, was um mich passiert, und mit mir passiert, dann gibt mir das Sicherheit und Glückshormone und beruhigt so die Amygdala.

Deshalb haben Autisten Spezialinteressen.

Lernt man neue Menschen kennen, dann ist es wichtig gut zuhören zu können. Also die Leute ausreden zu lassen. Und aktiv zuzuhören. D.h. sich ganz auf den anderen zu konzentrieren.

Ich kenne zwei Frauen, die wenn sie mit mir reden auch noch parallel kochen (klappern in der Küche macht mir das herausfiltern dessen, was sie sagt schwer, ich weiss aber, dass sie die Bewegung braucht , um ihr Nervensystem zu beruhigen, angenehm ist es trotzdem nicht) oder aufzuräumen oder Mails zu schreiben (eine Kollegin von mir macht das) und ein Ex-Chef von mir ging bei einem Meeting mit mir, die ganze Zeit ans Telefon. Das findet meine Amygdala unschön. Denn es ist anstrengend. Und so nimmt sie das als Bedrohung wahr.

Sprich: wenn ich solchen Menschen zuhöre, habe ich nicht den Eindruck, dass sie mir zuhören. Ich fühle mich nicht wertgeschätzt. Sie zeigen damit aber auch ihren physiologischen Status. Sie schätzen sich selbst auch nicht, weil sie sich selbst nicht die Zeit und Ruhe und Aufmerksamkeit zugestehen, die sie auch mir vorenthalten.

Physiolgisch ist dieses Verhalten logisch und auch Ihr und ich wir tun das. Immer wenn wir einem anstrengenden , angespannten Menschen zuhören, dann kritzel ich z.B. Männlein oder Blümlelin vor mich hin. Sonst könnte ich mich gar nicht auf das Gespräch konzentrieren. D.h. wir reagieren selber so, auf angespannte Nervensysteme, weil sich deren Anspannung auf uns überträgt. Ihr seht also das ist eine beidseitige Geschichte.

Ich glaube erst, wenn beide Seiten einigermassen entspannt und offen sind und sich Zeit nehmen können, entsteht echte Verbindung und Kontakt und Verständnis und Verstehen.

Ansonsten blubbern die Gespräche nur vor sich hin und es kommt zu Konflikten, Missverständissen und Energeiräuberei. Also sollten wir daran arbeiten, dass wir entspannter werden, damit wir uns wieder aneinander annähern können und verstehen lernen.

Denn heutzutage wird viel zuviel aneinander vorbeigeredet. Weil angespannte Amygdalas nicht zuhören können. Weil sie die Zeit des anderen nicht wertschätzen können. Und auch ihre eigene nicht. Kann ich das, verändere ich meine Sichtweise und damit mein Handeln. Immer wird das sicher nicht gelingen, aber wenn es gelingt, dass wenigstens ein Gesprächspartner gelassen bleiben kann, dann wär schon viel gewonnen.

Denn dann können wir wieder voneinander lernen und durch den Austausch unserer Sichtweisen auf Augenhöhe neue Ideen und kreative Systemlösungen (Ursachenbehebung statt Symptombehandlung) finden. Und angesichts der Probleme von heute, brauchen wir genau das! Meiteinander statt Gegeneinander.

Folgendes schönes Zitat hab ich diese Woche in einem TED-Talk gehört.

"Eine gute Unterhaltung ist wie ein Minirock. Kurz genug um Interesse zu wecken und lang genug um das Thema abzudecken."
(Celeste Headlee's Sister Celeste Headlee)

Wenn man offen ist, dann findet man an jedem Menschen spannede Aspekte und neue Sichtweisen und Dinge, die man lernen kann. Genau das macht das Leben spannend! Ist das nicht wunderbar?

Sonntag: Ich habe auf Ravelry eine Anfrage von einer Strickerin bekommen, die aus meiner Radfahrbeanie eine schottische Mütze gemacht hat. Sie wollte gerne ein paar weitere machen und verkaufen und wollte mir dafür Lizenzgebühren zahlen.

Das ist nicht das erste mal, dass ich eine solche Anfrage erhalten habe. Und ich freu mich jedes mal über diese Wertschätzung. Allerdings hab ich gelernt, dass das mit den Lizenzgebühren gar nicht so einfach ist. Ich habe schlechte Erfahrungen damit gemacht. Und es hat mich enorm viel Energie gekostet. Und deswegen hab ich gelernt, es funktioniert nicht.

Das hab ich ihr dann geschrieben. Sie hat zurückgeschrieben, dass sie das versteht. Dass man schnell ausgenutzt wird. Das hab ich gar nicht gemeint. Ich hab keine Möglichkeit gefunden wie sich die Bezahlerei einfach und praktikabel lösen liesse. Denn über Ravelry kann ich nur Muster verkaufen und keine Lizenzen.

Extra-Rechnungsstellung und so weiter ist mir derzeit einfach zu aufwendig. Hinzu kam dann noch, dass die Leute anfangs sehr begeistert waren und ich auch, sich dann aber nie wieder meldeten, obwohl sie es versprochen hatten. Da war meine Amygdala sehr traurig und enttäuscht, weil sie sich darauf verlassen hatte. Also ich hab gelernt, es funktioniert nicht. Und da mein Gehirn sich Energieverluste sparen will und auch dem Gegenüber die Enttäuschung ersparen will, mach ich das jetzt so. Weil ich es so gelernt habe.

Es war einfach die letzten male immer nur anstrengend. Und deshalb ist ein Nein zum Gegenüber ein Ja zu mir.

Ihr werdet nun sagen, aber das kann doch dieses mal anders sein. Dann sag ich Euch: ja, das ist sicher möglich. Doch derzeit bin ich nicht dafür bereit. Und ich denke auch, dass ich mit meinen Ressourcen und meiner Energie haushalten muss. Das ist mir nicht so wichtig. Der Aufwand würde in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Auch mein Gegenüber hätte nur Scherereien. Und das will ich auch ihr nicht zumuten. Vielleicht ändert sich das mal , aber derzeit bleibe ich bei meiner Meinung aus den obigen Gründen.

Ich hab grad was über das Thema Silodenken gelesen (Beyond Measure - Margaret Heffernan). Ich glaub, das betrifft nicht nur Abteilungen sondern auch das Spezialistendenken engt sich dadurch ein. Weil die Spezialisten sich nur mit anderen Spezialisten umgeben und austauschen. D.h. sie vertiefen ihre Sicht. Sie spezialisieren sich weiter in die Tiefe und ins Detail.

Sie gehen zu wenig im Aussen auf andere Menschen aus anderen Bereichen zu und so wird ihr Tunnelblick immer enger. Denn nur neue Sichtweisen aus anderen Bereichen können den Blick wieder weiten und führen langfristig zu neuen Ideen und Innovationen, weil sie die Kreativität anregen.

Also Ihr Spezialisten da draussen: Geht doch mal wohin, wo Ihr noch nie ward und umgebt Euch mit Leuten oder mailt ihnen oder lest Bücher von Menschen und über Themen, die Ihr noch nie gelesen habt... sie könnten einen Heureka-Moment entzünden. Warum engt Ihr Euch ein anstatt Eure Sicht zu weiten? Es könnte Spass machen.
Wir können soviel von Menschen lernen, die aus anderen Welten stammen :)

Habt Ihr gewusst wie Stress und Gedächtnis zusammenhängen? Diese TED-Video zeigt es in 5 Minuten.
Also der präfronterale Kortex ist dafür zuständig Dinge im Gehirn zu finden. Ist also unsere Suchmaschine oder setzt die select-Befehle in unserem Gehirn ab. Der Hippocampus ist das Eingangsportal für die Erinnerungen, so eine Art Empfangstresen.

Chronischer Stress schädigt den Hippocampus, so kommen Erinnerungen dann gar nicht mehr in unsere Datenbank im Gehirn rein. Und chronischer Stress bewirkt eine Aktivierung der Amygdala und diese wiederum schwächt den präfronteralen Kortex.

Deswegen hab ich also (und meine Mama und meine Schwester auch) Probleme mir Dinge zu merken, weil unsere hyperaktive Amygdala die Pförtnertätigkeit des Hippocampus beeinträchtigt und Probleme uns an Dinge zu erinnern (z.B: auch Wortfindungsprobleme), weil der präfronterale Kortex ebenfalls geschwächt wird.

Wenn ich entspannter bin, kann ich mich auch besser wieder erinnern. Für meine Verhältnisse halt. Also mir ist es nach wie vor ein Rätsel wie Ihr Euch an Dinge erinnern könnt , die Ihr an einem bestimmten Datum irgendwann in den letzten Jahren getan habt. Ich kann das nicht. Ich kann mich maximal an die Dinge von heute vielleicht noch von gestern erinnern. Sobald ich Dinge abhake und als erledigt betrachte, verschwindet auch die aktive Erinnerung daran.

Sie ist aber nicht weg. Sondern poppt in Erinnerungsfetzen dann auf, wenn neue Lerninhalte an diese alten Lerninhalte im Gehirn andocken können. D.h. es ist wohl in meinem Gehirn wie in meinem Zimmer (was logisch ist, weil mein Handeln bzw. Nichthandeln ja das Ergebnis meines Denkens bzw. Nichtdenkens ist) ich finde Dinge nur, wenn ich sie nicht suche. Sie sind aber trotzdem da. Oder wie mer bei uns immer sagt: "Des Haus verliert nix."

Das Hirn offensichtlich auch nicht. Allerdings finde ich es nicht , wenn ich es suche. Das ist auch wiederum logisch, weil ich dann ja grad nicht entspannt bin. Schaffe ich es loszulassen (gedanklich), dann fällt mir das Wort der gedanke, die Idee auch oft wieder ein. Immer gelingt mir das nicht. Das hängt von der Situation, vom Umfeld, vom Wetter ab, weil all das den Status meiner Amygdala bestimmt. Also wenn ich mich wohlfühle, dann klappt das besser. Leider tu ich das selten und es fällt mir amygdalabedingt schwer zu erkennen, wenn dies nicht so ist.

Hinzu kommt noch, dass der Schlaf auch eine wichtige Rolle spielt. Und eine hyperaktive Amygdala schläft schlecht. Weil man sich halt auch nicht neben den zähnefletschenden Säbelzahntiger hinkuschelt und ein Nickerchen hält. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Denn im Schlaf werden die Lerninhalte des Tages verarbeitet und im Hirn sortiert und abgelegt. Und dann kommt es nachts oder frühmorgens zu Aha- und Heureka-Erlebnissen. Ich hatte ja davon berichtet. So hängt das alles zusammen.

Also wenn Ihr schlecht schlaft, dann habt Ihr schon eine übererregte Amygdala. Beruhigt sie mit Glückshormonen und der präfronterale Kortex freut sich.

Ein Kollege von mir z.B. hat das mit Rauchen versucht. Allerdings war seine Merkfähigkeit soweit eingeschränkt, dass er beim Rauchen draussen vor dem Haus , das aufgedrehte öl in der Pfanne vergessen und die Küche in Brand gesetzt hat. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Aus diesem Grund steigt auch bei hyperaktiver Amygdala die Unfallgefahr. Weil sich die Wahrnehmung (Zeit, Raum , Stärken, Umwelt) verändert. Ich weiss nie wo ich anfange und aufhöre und laufe deswegen gegen Türen. Das was dem Kollegen passiert ist, ist mir schon mit Milch auf dem Herd passiert oder anderem Essen im Herd. Wenn ich lese oder schreibe, dann versinke ich und vergesse Zeit und Raum und das Essen und die Milch auf dem Herd. Ausserdem wird man aufgrund der Muskelanspannung auch ungeschickter und stolpert leichter und verletzt sich beim Fallen dann auch. Fällt man entspannt wie eine nasse Socke (stellt Euch die mal gedanklich vor) , dann verletzt Ihr Euch auch nicht. Das ist ähnlich wie bei einem Ast. Nur wenn genug Druck, Anspannung ungleich verteilt auf ihn einwirkt, dann bricht er. Normalerweise verhindert das der Wuchs des Baumes und des Astes. Aber ein Gewitterenschlag oder ein Sturm entwickelt so hohe Kräfte und baut am Ast eine so hohe Anspannung auf, dass er bricht. Mit Euren Knochen ist es genauso.

Deswegen tendiere ich zu körpereigenen Glückshormondosiserhöhung durch Achtsamkeit, Dankbarkeit, Bewegung, soziale Kontakte, Schreiben, kreative Hobbies , Tiere , Lesen, Wissensansammlung .. was auch immer Euch guttut.

Wenn Ihr mal den Eindruck habt, dass Ihr gar nix mehr auf die Reihe bekommt - das kenn ich auch, das fühlt sich nicht gut an - man zweifelt an sich und der Welt und die an einem (social contagion) : ah... deshalb hat mir die Ärtzin im Krankenhaus auf die Frage: Glauben Sie mir dass ich Schmerzen habe? Als Antwort: Wir können keine Ursache dafür finden. gegeben. Ich hab sie mit meiner Verunsicherung angesteckt. Naja, wahrscheinlich war in ihr auch schon durch den Klinikstress genug davon da. Also wir waren füreinander nicht besonders gesund....

Sorry.. wo wollt ich ihn? Also wenn Ihr an allem und Euch zweifelt und verzweifelt, dann liegt das an Eurer Amygdala. Dann ist es zwar sehr schwer Euren inneren Schweinehund zu überwinden (Eure Amygdala) aber genau dann ist das am Dringendsten! Lächelt , bewegt Euch, rafft Euch auf! Euch zuliebe und Eurer Umwelt und Eurer Familie zuliebe. Wahrscheinlich könnt Ihr das eher für andere als für Euch selber tun. Bittet andere um Hilfe. Sagt klipp und klar wie es Euch geht, dann gebt Ihr Eurem Umfeld die Chance Euch zu verstehen und damit wissen sie, was Ihr braucht, warum Ihr Euch so verhaltet und können Euch unterstützen.

Sowas kommt vor und es geht auch vorbei. Nicht von allein. Ihr seid nicht hilflos oder ausgeliefert. Ihr könnt, müsst und solltet die Dinge selbst in die Hand nehmen. Einfach anfangen. Ich weiss, das ist anfangs schwer. Ich hab damals mit Spazierengehen und Comic zeichnen angefangen. Wenn ich das kann , dann könnt Ihr das auch.

Ihr schafft das schon! Ihr seid viel stärker als Ihr glaubt. Denn Verzweiflung kann Kräfte in Euch mobilisieren, die Ihr nie in Euch vermutet hätte! Sie macht stark, wenn Ihr diese Energie nutzt. Das geht n&aumL;mlich auch. Ihr kriegt das schon hin. :) Dranbleiben und durchbeissen. Das können überaktive Amygdalas n&aumL;mlich sehr gut! :)

Hmm... irgendwie wiederholt sich alles...

Als ich als Systemadministrator anfing hab ich auch viele Fragen gehabt und die dann anderen gestellt. Damals aber nicht meinen Kollegen (die hätten mir da auch nicht helfen können, weil das technische Redakteure waren und mit sendmail-Problemen oder procmail-Problemen hätten die mir wohl auch nicht weiterhelfen können... obwohl; wer weiss? Ich hab mich auch nicht getraut bzw. wär gar nicht auf die Idee gekommen, denn ich war das allein durchbeissen gewöhnt) sondern google - Groups.

Ich hab mir also leichter getan wildfremde Menschen, die ich nicht kenne anzuschreiben. Da kennt meine Amygdala nix. Das fällt mir heut oft noch leichter als mit Menschen zu reden, die ich kenne.

Also auf jeden Fall ging es mir damals so, dass ich zwar Menschen fand, die dieselben Probleme aber keine Antwort drauf hatten.

Ich hab sie immer dann selber gefunden, wenn ich grad was ganz anderes gesucht habe. Also ich hab das Grübeln sein lassen, das Thema beiseite gestellt und irgendwann stolperte ich bei meiner Suche im Internt über die Lösung. Also nicht direkt über die Lösung aber ich fand einen neuen Ansatz, der mir eine Idee gab, wie es doch funktionieren könnte und ich probierte das dann aus und siehe da bis auf einmal funktionierte es auch.

Das auch das Kreativität war, wird mir erst jetzt bewusst.

Ich glaube, das ist so, weil unser Gehirn Chaos und Unordnung nicht ertragen kann. Ganz besonders nicht eine amoklaufende Amygdala. Zumindest scheint das meine so zu handhaben.

Das hiesse dann aber auch, dass die Amygdala durch ihren Drang nach Sicherheit, aus Chaos Muster erkennt, um die Umgebung zu ordnen. Genau das macht ja meins, wenn mir meine Amygdala und mein präfronteraler Kortex erklären warum ich Menschen mit meiner unbeholfenen Art erschrecke. Weil wenn jemand unbholfen auf einen zurennt, dann bekommt man halt Angst. Allerdings muss mir manchmal die ein oder andere Sichtweise erst jemand anders erklären. Spannend!

Also macht eine amoklaufende Amygdala kreativ!!!! Weil das Gehirn Sicherheit braucht und so Muster im Chaos erkennt und so das Chaos ordnet. Nix anderes mache ich ja die ganze Zeit, wenn ich hier runterschreibe, was ich wieder neues gelernt habe! Wow! Wie cool ist das denn? Das ist ja der Oberhammer! Ach was! Ein ganzer Werkzeugkasten!

D.h. Angst beflügelt die Phantasie und die Kreativität. Vielleicht ist das auch so wie beim Lächlen. Also wenn das Gehirn traurig ist und Ihr trotzdem lächelt dann kann das Hirn diesen Gegensatz nicht ertragen und gibt nach und wird glücklich.

Dann wäre es rein physiologisch logisch, dass es bei Angst genauso ist. Denn auch das ist ein Zustand, den das Gehirn ja nicht dauerhaft ertragen kann ohne Schaden zu nehmen. Vielleicht ist das seine kreative Art dieses Problem zu lösen. Wie es auch in den Totstellreflex geht, um eine Cortisoldosis zu vermeiden. Ach, das ist ja herrlich praktisch.

Okay, zurück zu den Mustern... also jetzt hab ich ja andere Probleme, die ich lösen will. Konflikte. Und da geh ich wieder wie damals vor. Dass ich andere Menschen um Rat frage. Ich schicke einfach mal Mails an Leute , die ich kenne, und wahrscheinlich geh ich damit einigen ganz schön auf den Sack.

Also auch da bekomm ich selten eine Antwort. Ausser in der Bäckerei. Da gibt es die ja gratis dazu.

Ist es am Ende so, dass die Leut genausowenig drauf eine Antwort haben wie ich? Also dass sie mit denselben Problemen kämpfen? Ich dachte , alle anderen wissen wie das geht. Immerhin seid Ihr mir ja da sozial um Lichtjahre voraus. Ich dachte, Ihr seid die Profis und ich bin der Amateur...

Kann es sein, dass ich mich irre? Wow! Das irritiert mich grad... uha... Die Gänsehaut läuft mir auf.

Ist das jetzt am Ende wie damals als ich über CRPS mehr wusste, als die Ärztin, die ich damit nervte? Ich dachte, die weiss viel mehr als ich , weil die das ja studiert hat. Da lauf ich immer wieder in dieselbe Denkfalle... mein Muster... das ist auch etwas, was man mit Autismus verbindet. Ich kann Wissen, was ich in einer Situation gelernt habe, nicht unbedingt auf die andere übertragen. Könnt Ihr das denn noch? Oder steht es um Eure Amygdala auch nicht besser als um meine?

Und wenn ich den Gedanken loslasse, dann kommt die Lösung von alleine daher.... Ihr wisst ja, wie es am Freitag gelaufen ist. überraschend gut. Das passiert, wenn man aufhört darüber nachzugrübeln. Und sich mit anderen Dingen beschäftigt.

Damals mit den IT-Fragen war das auch so. Ich hab dann ein ums andere mal die Lösung gepostet. Das hätte ich mir nämlich auch gewünscht, dass das andere tun. Also hab ich das halt gemacht. Auch weil ich gern teile. Denn wissen wird mehr, wenn man es teilt. Behalte ich mein Wissen für mich, dann nützt es ja keinem. Niemand kann daraus lernen und daraus neue Dinge und neues Wissen und neue Erkenntnisse ableiten.

Also wenn ich Wissen für mich behalte, dann brauch ich mich nicht wundern, dass sich in meinem Bereich nix weiterentwickelt. Denn Wissen und neue Erkenntnisse bauen immer auf bereits bekanntem Wissen auf und kombinieren es neu. Durch neue Sichtweisen. Damit ist alles Wissen, dass ich horte und nicht weitergebe, dem Untergang und dem Vergessen geweiht.

Und ich schneide mir auch noch ins eigene Fleisch. Denn so kann ich mein Wissen auch nicht weiterentwickeln. Wenn ich da bleibe, wo ich immer bin, dann treff ich auch immer nur die Leut, die ich immer treff. Ich lern nix neues dazu. Dazu muss ich entweder woandershin gehen als sonst oder mein Wissen mit anderen teilen.

Also Wissen wird mehr, wenn man es teilt. Das ist nicht so wie beim Apfelkuchen. Wenn ich den teile, dann bekomm ich weniger. Allerdings bekomme ich bei einem ganzen Kuchen auch nur Bauchweh und wenn ich teile, dann macht das Freude und ist auch figurtechnisch gesünder. Dopamin, Serotonin und Oxytocin steckt also auch im Apfelkuchen, wenn ich ihn teile.

Also geteilte Freude ist doppelte Freude und geteiltes Leid ist halbes Leid. Schon toll. Wenn ich etwas angenehmes teile, dann nimmt die Glücksdosis exponentiell zu, teile ich etwas unangenehmes, dann nimmt die Stresshormondosis ab. Ergo: es leidet und freut sich gemeinsam gesünder. Weil wir damit unser physiolgisches Stresslevel enorm senken könenn. Wow!

Und einmal hat mich einer sogar angemailt, weil er HIlfe mit einem Slox-Server brauchte und ich hab ihm bei der Konfiguriererei geholfen. Das hat Spass gemacht. Weil es Wertschätzung ist. Kann auch sein, dass ich damals etwas ausgenutzt wurde. Ich geh immer vom guten im Menschen aus. Andernfalls wär die Welt sehr trostlos.

Ist das jetzt wieder genau dasselbe Muster? Dasselbe Prinzip? Nur in einer anderen Disziplin und Sichtweise? Irgendwie auch cool. Dann wiederholt sich ja alles.

Also können wir gemeinsam in einem stressligen Umfeld durch Vertrauen Stresshormone minimieren und die Glückshormondosis steigern!

Habt Ihr gewusst, dass bei chronischem Stress der Hippocampus langfristig abbaut?
Dann guckt mal dieses TED-Video.

Und wusstet Ihr, dass Musik unser Hirn besser vernetzt und unsere Gedächtnisleistung verbessert?
Dann guckt mal dieses TED-Video. Also wenn Ihr Gedächtnisprobleme habt, dann probiert doch mal aus, ein neues Instrument zu lernen.

Ich hab es mit Gitarre probiert, bin allerdings an der Feinmotorik damals gescheitert. Und dass ich allein nicht weitergekommen bin. Hmm... meint Ihr da draussen gibt es geduldige Menschen, die mir das beibringen könnten? Ich hab dann die Gitarre ins Korn geschmissen... Denn über die Akkorde A, G, D und E bin ich alleine nicht hinausgekommen. Ich konnte mir da schon die Griffe nicht merken. Vielleicht sind auch meine Hände zu klein oder die Gitarre zu gross.

Wie wird man kreativer? Wenn man Themen wechselt. Also wenn man Multitasking in Slow Motion macht.
Guckt Euch das hier an.

Warum funktioniert das? Weil , wenn man nicht weiterkommt, kann man durch die Arbeit an einem anderen Projekt neue Sichtweisen entwickeln. Genau wie wenn man neue Sichtweisen hinzugewinnt, wenn man mit anderen Leuten spricht. Es ist dasselbe Prinzip.

Ist ja logisch, wenn man out-of-the-box-Denken will, dann muss man halt auch aus der Box herausgehen. WEnn man da bleibt, wo man immer ist, dann sieht man auch nur das, was man immer sieht. Man sperrt sich ein. Also eine andere Umgebung aufsuchen. Und zwar im entspannten Zustand. Nicht das Multitasking unserer Zeit unter Zeitdruck. Das funktioniert nicht.

Seht Ihr? Ihr könnt das auch! Indem Ihr neugierig bleibt und Euch auf neues einlasst. Menschen, Ideen, Bücher ... Das macht Spass! Ist das nicht cool? Ihr könnt Dinge erreichen, von denen Ihr noch nicht mal geträumt habt. So wie ich hier mit dem was ich hier tue...

Und damit möchte ich Euch anstecken. Lasst Eure natürliche Kreativität sprühen, dass es nur so staubt! :)

Gestern ist mir aufgefallen, dass zwischen den zwei Gesundheitsinstanzen Ärtzehaus und Apotheke ein Zigarettenautomat steht. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Allerdings kann ich schon verstehen, dass der ein oder andere Arzt nach der Heimsuchung durch hyperaktive Amygdalas damit seine Amygdala beruhigen will. Oder umgekehrt. Oder beides.

Langfristig betrachtet wäre es allerdings gesünder den Konflikt (also die Ursache der Verärgerung) anzusprechen. Denn im Gegensatz zur Zigarette lösen sich Konflikte nicht von allein in Rauch auf. Also vom Bild der Symptombehandlung passt der Zigarettenautomat wieder in die Bildstrecke hinein. Alles eine Frage der Perspektive.

übrigens... was hier grad als Schreibdurchfall erlebt, das ist nichts anderes als die Kreativität, die meine hyperaktive Amygdala grad freisetzt. Mein Hirn ordnet das Chaos. Und das macht es ganz allein, wenn ich es lasse. Das ist ja toll. Aber wenn Ihr den Wald einfach machen lasst, dann entsteht ja auch ein Mischwald und keine Monokultur und die ist dann auch reslienter. Warum sollte unser Hirn anders arbeiten als die Natur und die Dinge selber regeln. Das hat die Natur doch sehr fein eingerichtet.

Hm... die Zusammenarbeit mit einem Comic-Kunden gestaltet sich seit geräumer Zeit sehr antrengend aus meiner Sicht. Weil mir das Feedback fehlt. Ich schicke Comics und hänge dann in der Luft. Es hiess dann : ich melde mich. Doch es ist nichts passiert. Es war jetzt auch schon öfter so.

Das ganze hat sich also aus meiner Sicht zu einer sehr unbefriedigendenden und sehr verunsicherten Situation entwickelt. Es fühlt sich für mich sehr einseitig an und kostet mich viel Energie. Sicher geschieht dies nicht absichtlich. Ich hab überlegt, was ich machen soll. Denn ich darf die Comics dann auch nicht woanders veröffentlichen solange ich keine offizielle Absage habe.

Grade bei Comics die aktuell sind, ist das problematisch. Weil ich die so auch nirgends anders mehr veröffentlichen kann. Und das ist sehr schade. Das tut mir in der Seele weh. Weil ich ja die Comics mit Euch teilen möchte und wenn ich sie noch an die Zeitung schicken kann, dann kann ich viel mehr Dopamin versprühen. Also die Dosis der Glückshormone an die Umwelt erhöhen. Und etwas Geld bekomm ich bei der Veröffentlichung freilich auch.

Nun hab ich einfach eine Mail geschrieben und Feedback eingeholt. Nachdem ich gelernt habe, dass das geht und man das auch darf. Also ich hab gemailt, dass ich verwirrt und verunsichert bin, weil die Rückmeldung so lange auf sich warten lässt. Ich hänge in der Luft.

Und gefragt, ob es ein Problem mit meinen Comics gibt. Vielleicht passen sie ja nicht mehr zum Firmenkonzept. Oder sie wünschen sich einen anderen Stil oder anderen Humor. Also ob es etwas gibt, was ich falsch mache und anders machen kann.

Ob sie unzufrieden sind und was sie sich wünschen. Jetzt bin ich mal gespannt, ob eine Antwort kommt und wenn ja welche. Denn diese Verunsicherung ist nicht gut für meine Amygdala, weil es den physiologischen Stress befeuert. Und jetzt möchte ich halt gern wissen und verstehen, wo das Problem liegt. Bin ich es? Meine Art Humor? Meine Art zu zeichnen? Oder liegt es woanders? Macht die weitere Zusammenarbeit überhaupt noch Sinn?

Denn wenn ich Comics schicke und es kommt nichts zurück dann geht das über meine Energie und Grenze. Und das tut mir langfristig nicht gut. Ich übernehme also hier die Verantwortung für mich und versuche die Ursache des Problems zu verstehen. Dann kann ich auch entsprechend handeln und bekomme wieder mehr Sicherheit. Und so arbeite ich an meiner Salutogenese.

Ich tu also etwas , was ich früher nie getan hätte, wenn ich nicht mal in einem Video einen Kollegen genau diese Technik hab vorschlagen hören. Nur durch seine Sichtweise (out-of-the-box-thinking) hab ich das gelernt, verstanden und kann es jetzt auch praktisch anwenden.

Passend zum Thema gibt es heute auch einen Comic zum Out-of-the-box-thinking. :)
Den Comic hab ich schon vor zwei Jahren gemacht. Doch damals war mir die Tragweite, das ganze Ausmass der Einsicht (Perspektive) noch nicht klar! Jetzt schon.

Ich hoffe, es hilft Euch auch, mal über Euren Schatten zu springen (hihi... lustig.. versucht das mal ;-) und Dinge einfach mal ANDERS zu machen.

Out-of-the-box-thinking wirkt befreiend, weil es die Barrieren, die unsere Sicht einschränken, durchbricht. Also geht damit auch die Liberalisierung des Denkens einher. Die Gedanken sind frei...

Diese Sichtweise,dass ich auch aktiv Feeback holen kann, habe ich von einem Kollegen aus einem anderen Bereich gelernt. Einfach dass ich mal im Intranet eines dieser Videos geguckt habe und mir die Zeit genommen habe. Als ich "eigentlich" keine Zeit hatte. Genau diese gewonnene Einsicht hilft mir aber wieder mehr Zeit zu haben!

Freilich wende ich dieses Wissen auch bei Konflikten mit meinen Kollegen in der Firma an. Aber darauf ist es ja nicht beschränkt. Denn egal , was ich lerne, ich kann jedes Wissen, wenn ich es verstanden habe , praktisch in jedem Kontext anwenden.

Freies Denken hält sich nicht an Schubladen! Es schlängt kreativ und küstlerisch Brücken zwischen unterschiedlichen Problemfeldern und bringt Lösungen. Nur durch die übertragung von bekanntem Wissen auf andere Bereich lassen sich neue Einsichten finden! Das ist wunderbar!

Freies Denken befreit Euch! Denn Ihr befreit Euch dadurch von Missverständnissen und Konflikten und Problemen, weil Ihr sie damit lösen könnt! Das ist famos und grandios!

Deshalb macht es aus meiner Sicht auch immer weniger Sinn zwischen Arbeit und Freizeit zu trennen. Weil beides untrennbar miteinander verbunden IST! Dinge, die Ihr im privaten Umfeld lernt, können auch für die Arbeit wichtig sein! Und Dinge, die Ihr auf Arbeit lernt auch im Privatleben. Wer dort eine künstliche Schubladen-Trennung einzieht, beschränkt sich und seinen eigenen Handlungsspielraum. Das ist physiologisch und biologisch unlogisch.

Denn diese daraus resultierenden Fähigkeiten können Eurem Nervensystem und Eurer Amygdala viel Stress ersparen! Weil Ihr ihn in auflösen könnt und langfristig sichere Beziehungen aufbauen könnt!

Wieso sollen Eure Kollegen und Euer Chef nicht auch Euer Freund sein? Es hat nur Vorteile. Denn genau das gibt Sicherheit! Und nur in Sicherheit sind wir entspannt und können unser Potential auch nutzen und einbringen! Nur bei Beziehungen auf Augenhöhe gelingt das!

Ich arbeite stattdessen daran, meine ganze Persönlichkeit in allen Bereichen einbringen zu können und dafür kann ich aktiv ein entsprechendes Umfeld schaffen. Ich arbeite daran. z.B. mit aktivem Feedbacken. Denn das wichtigste an der Arbeit ist die Qualität der Beziehungen zu den Menschen. Ob das Kunden, Kollegen, Freunde, Bekannte, Freukannte oder Familienmitglieder sind, spielt keine Rolle. Es funktioniert überall.

Denn nur so lassen sich Konflikte auflösen, indem ich sie anspreche und aktiv angehe.
Ich arbeite daran.
Und Ihr könnt das auch.

Früher hätte sich meine Amygdala das gar nicht getraut, wäre gar nicht auf diese einfache und simple Idee gekommen und ich hätte auch keine Ahnung gehabt wie ich das machen soll... denn zu direkt aus der Du hast...- Sicht, beschwert nur Schuldzuweisungen und befeuert den Konflikt. Inzwischen hat mein präfronteraler Kortex gelernt, es anders anzugehen. Mal sehen, was passiert.
Ob sich die Welt auftut und mich verschlingt... ;-)
Ich glaube nicht... :-)

Es könnte auch der Anfang einer wunderbaren Freundschaft werden... und Freunde kann man nie genug haben. Ich arbeite daran. Auch wenn meine Amygdala immer noch nicht genau definieren kann , was genau Freundschaft ist.

Warum sollte das so sein? Naja, ich gehe offen und unbewaffnet auf den anderen zu und entblösse meine Seele, indem ich ihm zeige wie es in mir aussieht.

Wenn Euch jemand unbewaffnet mit weisser Fahne entgegenkommt, wie reagiert Ihr darauf? Wie reagiert Eure Amgdala? Greift Ihr denjenigen an? Seht Ihr ihn immer noch als Säbelzahntiger? Oder berührt derjenige durch seine unverblümte Offenheit und ungewöhnliche Authentizität nicht Euer Herz und Euren Bauch und Euer Hirn?

Wenn es genauso ist, dann wurde "der Kontakt hergestellt". Und zwar nicht so wie es mir damals die Physiotherapeutin sagt: auf höherer Ebene sonder ganz im Gegenteil: auf tieferer Ebene. Ich bin durch die Abwehrkette hindurchgdrungen. Ich habe mich an Eurem schlafenden Säbelzahntiger vorbeigeschlichen und ihn nicht geweckt. Ich habe Zugang zu Euerem Herzen und Euren Gefühlen gefunden.
Denn nur da findet "echter und authentischer" Kontakt statt.

Also worauf wartet Ihr? Ihr könnt das auch! Lasst uns die Welt wieder menschlicher machen indem wir wieder echte und authentische Kontakte herstellen. Ihr wisst ja jetzt wie es geht. Fangt einfach damit an. übung macht den Meister!
Probiertses dann spürtses!

Und dabei bekommt Ihr jede Menge Glückshormone gratis ausgeschüttet und somit seit Ihr mit jeder solchen echten Begegnung auf Augenhöhe auf dem besten Weg zu Eurer eigenen Salutogenese und schafft Euch so ein heilsames Umfeld, weil Ihr in diesem Ansteckungsmodus ein Umfeld von positive Energiegeladenen Menschen um Euch herum schafft.

Also auf geht's! Ich arbeite daran :)

Montag: Ich bin grad durch das Buch "beyond measure" von Margaret Heffernan durch.

DAS war beeindruckend! Erkennt Ihr schon dadurch, dass ich so fix war und dranbleiben konnte. Es also in einem Rutsch gelesen habe.

Also es geht darum, Hierarchien und Silos abzuschaffen und aufzulösen! An das Potential in jedem Mitarbeiter zu glauben! Und auch die Bestperformer-Belohnungssysteme abzuschaffen. Denn die signalisieren allen anderen: Ihr seid Versager. Solche Belohnungssysteme der High Performer schaffen eine KLuft und ein Gegeneinander und mehr Verlierer als Gewinner.

Und die Gewinner sind dann wieder sehr allein, weil sie die anderen nicht um Hilfe bitten können. Neid kommt auf und das fördert das Misstrauen. Also eine vertrauensbildende Massnahme ist das nicht. Dieses Vorgehen macht einsam und erzeugt hyperaktive Amygdalas.

Stattdessen geht es darum, an das Potential in allen zu glauben! Anstatt Menschen in Schubladen zu stecken. Da sind sie also wieder. Denn Schubladendenken, schränkt denjenigen ein, von dem es kommt und auch den, den es betrifft. Also sowohl den In-Schublade-Stecker als auch den in-der-Schublade-landenden. Es schadet also beiden Seiten.
Sag ich doch!

Also der Glaube versetzt Berge. Und der Glaube an Menschen verändert ihre Sichtweise auf die Welt. Was wir glauben und tun verändert also auch die Sichtweisen anderer und damit die Welt! Und wieder haben wir hier den Placeboeffekt oder die selbsterfüllende Prophezeiung! Da seht Ihr mal. Das was wir glauben, dass bestimmt wie die Welt aussieht. Denn der Glaube bestimmt unser Handeln und das Ergebnis davon auch! Also bestimmt unser Glaube wie die Welt aussieht, in der wir und unsere Kinder leben.

Stattdessen geht es darum die Menschen mit ihren Eigenarten und Stärken zu sehen und wahrzunehmen und ihn zu fordern und zu fördern. Es geht also um Weiterentwicklung.

Es geht darum, jeden in die Verantwortung zu nehmen und zu vertrauen. Und so stärkt man den Zusammenhalt, das Urvertrauen und das Selbstbewusstsein!
Es geht darum kluge Fragen zu stellen und die Menschen zu ihren eigenen Lösungen kommen zu lassen. Durch kluge Fragen. Also gibt man den Ball immer an den, der das Problem hat , zurück. Man löst es nicht für ihn. Das muss ich mal mit meiner Autistin ausprobieren, wenn sie sich mal meldet. Okay, die Wahrscheinlichkeit ist wegen ihrer Amygdala gering. Sie denkt nicht an mich. Sie hat mich vergessen bzw. ihre Amygdala verhindert dies. Ihren Pflanzen ergeht es ebenso. Also die überleben nicht lang. Und so ist es glaub ich mit allen engeren Beziehungen auch. Egal, ob es Pflanzen, Tiere oder Menschen betrifft. Des is fei a ned grod as gsündeste.

War bei mir auch schon so. Also ich hab auch vergessen die Pflanzen meiner Mama zu giessen, wie sie mal im Krankenhaus war. Irgendwann ist es mir dann eingefallen. Da hab ich es dann nachgeholt. Wahrscheinlich war es sogar so besser. Weil wenn ich an das giessen gedacht hätte, dann hätte ich nicht mehr gewusst, wann ich sie zuletzt gegossen habe, und dann hätt ich die Pflanzen ersäuft. Das macht meine Schwester so. Nicht absichtlich. Sie meint es gut und giesst. Aber sie weiss halt nimmer, wann sie zuletzt gegossen hat und traut sich und ihrem Finger als Feuchtigkeitsmesser nicht. Das macht eine hyperaktive Amygdala halt so.

Es ist halt so, wer nicht gut darin ist, für sich selber gut zu sorgen, der kann auch nicht gut für andere sorgen. Egal, ob das Tiere oder Plfanzen oder Freundschaften sind. Er tut das nicht absichtlich. Er gibt sich viel Mühe!!! Er kann es sich halt leider nicht merken, weil die Amygdala Amok läuft.

Inzwischen klappt das Giessen von den Pflanzen von meiner Mama mit mir ganz gut. Ich arbeite daran.

Dass mich meine Autistn vergisst, ist zwar schade aber biologisch und physiologisch erklärbar und verständlich. Ich neige auch dazu Menschen zu vergessen. Ich tu das auch nicht absichtlich. Je mehr ich kenne, desto weniger komm ich rum und dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich beim ein oder anderen lang nicht melde, weil der aus meinem Hirn gefallen ist.

Das tu ich nicht absichtlich. Ich freu mich auch, wenn mich jemand an sich erinnert. Danke für Euer Verständnis. Normalerweise meld ich mich dann sofort. Das bin Euch als Wertschätzung schuldig.

Bei meiner Autistin funktioniert das auch und auch bei anderen Bekannten, Freukannten. Da schick ich dann eine Mail mit dem Betreff: Lebst Du noch? Da kommt dann meistens eine Antwort. Vielleicht weil dort mitschwingt, dass sich der andere Sorgen macht. Oder einfach, weil es sehr derb klingt und lustig und schräg rüberkommt. Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass es zu funktionieren scheint. Und da ich das gelernt hab, wend ich das halt als Lösung an.

Ich denk oft an sie. Weil ich es so schade finde, dass sie Ihr Potential nicht nutzen kann! Ach... das muss doch möglich sein! Ich hab Ihr eine digitale Postkarte und 3 5-Minuten-TED-Videos geschickt. Vielleicht kann das an Ihre Erfahrungen andocken. Weil es mir immer noch nicht gelungen ist.

Hmm.. wenn ich es recht bedenk, dann denk ich überhaupt viel an und über andere Menschen nach und über Probleme und Konflikte mit ihnen und wie ich sie lösen kann. Irgendwie sucht meine Amygdala mit meinem präfronteralen Kortex immer nach Lösungsansätzen. Mittlerweile hab ich gelesen, dass die Leut gar nicht unbedingt eine Lösung wollen, wenn sie mit einem reden oder einem schreiben.

Die brauchen einfach jemanden, der ihnen zuhört und sie versteht. Allerdings gelingt es meinem präfronteralen Kortex noch nicht dieses Wissen anzuwenden. Er macht sich sofort auf die Suche nach einer Lösung für das Problem. Anscheinend macht das eine hyperaktive Amygdala so. Weil sie das Problem nicht ertragen kann und dass jemand anderes leidet. Zumindest meine... Deshalb will sie das Problem schnellstmöglichst wegen der sozialen Ansteckung aus der Welt schaffen. Weil meine Amygdala das nicht aushält. Das versteh ich inzwischen. Da kann sie anscheinend nicht anders.

Also wenn Ihr jemanden braucht, der Euch zuhört und dessen Hirn und Status sich nicht sofort in den Lösungsfindungsmodus schaltet, dann kommt bitte nicht zu mir. Denn das funktionert mit mir leider (noch) nicht. Ich arbeite daran.

Mir fällt es auch schwer im Gespräch mit ihr zuzuhören (ihre Stimme ist auch sehr schrill und laut aufgrund der Anspannung). Das bringt meine Amygdala an ihre Grenze und sie reagiert mit Verteidigung... Hmm...
Aber wenn sie mal jammert, was nicht funktioniert, dann kann ich ja auch mal fragen: Und was brauchst Du stattdessen?
Mal gucken, was dann passiert. Ob es dann zum Schweigen am anderen Ende der Leitung kommt...?

Ein Psychologe hat mal geschrieben, dass die Menschen immer wissen , was sie nicht wollen, aber wenn man sie fragt, was sie stattdessen wollen, dann können sie das nicht sagen. Das ist auch schwierig, denn dazu muss man sich gut kennen und auf sich hören lernen. Und darin ist eine hyperaktive Amygdala nicht gut. Also ich kann das verstehen, warum das so schwer ist. Ging und geht mir heute ja auch oft noch so. Ich arbeite daran.

Anscheinend wird alles grösser , wenn man es teilt. Laut dem Buch sogar Macht.

Nicht nur Wissen und Dopamin durch das Teilen vom Apfelkuchen. Das war mir neu.

Ich würd das aber auch nicht Macht nennen. Irgendwie hat das ein Gschmäckle...
Ich würde es einfach Verantwortung und Mitwirkung nennen. Und das ist dann auch wieder Selbstwirksamkeit. Die wird dadurch gestärkt.

Also läuft es darauf hinaus Hierarchien abzubauen. Habt Ihr gewusst, dass sich Führungskräfte nicht trauen, andere um Hilfe zu bitten? Weil sie glauben, alles wissen zu müssen. Das wusste ich nicht.

Allerdings war es so, dass ich das früher auch von mir glaubte. Dass ich wenn ich andere um Hilfe bitte, zeige, dass ich was nicht weiss. Ich hab mich auch nicht getraut. Beides geht bei mir mit einer hyperaktiven Amygdala - also Angst - einher. Anderen Menschen geht das auch so? Die verstecken das nur... oder versuchen es.... Gelingen tut es ja nicht, denn wir kriegen das in der social contagion (sozialen Ansteckung der Anspannung) ja sowieso mit. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Kein Mensch kann alles wissen. Ausserdem ist es so, je mahr man weiss, desto mehr wird einem bewusst, wie wenig das ist. Das funktioniert schon rein logisch und logistisch nicht.

Hm.. bei uns wurden weitere Hierarchien eingeführt... dann ist das wohl ein Zeichen dafür dass da was schiefläuft.

Logisch ist es ja auch aus dem Grund, dass, wenn man die Verantwortung gerecht auf alle Schultern verteilt, keiner Rücken- oder Nackenprobleme bekommt. Es entsteht keine chronische Schieflage. Die dann der Orthopäde und der Physiotherapeut beheben müssen. Wie im innen so auch im aussen.

Es geht darum das Out-of-the-box-thinking zur Regel zu machen. Indem Bereichsgrenzen, Silodenken wegfällt und sich alle für die Sache zuständig fühlen und wir in das Team des Kunden wechseln. Also seine Perspektive einnehmen. Was können wir noch für ihn tun, was ihm das Leben erleichtert?

D.h. es geht darum, dass Menschen mit verschiedenen Erfahrungen und Blickwinkeln miteiander in Kontakt kommen. Und so innovative Ideen durch den Austausch von Sichtweisen und kluges Fragestellen bekommen.

Da will ich doch auch hin! Ich wusste nicht, dass es schon Firmen gibt, in denen das gelebt wird! Wow! Da möcht ich mal Mäuschen sein. Ob man da mal reinschnuppern kann? Und zugucken wie die das machen? Ich meine, es ist eine Sache darüber zu lesen. Das ist Theorie. Ich würde das ganze mal gern in der Praxis sehen. Ich würd gern ein "Gefühl" dafür bekommen wie bei unserer Datenbank halt auch.

Apropos... ich hab ja davon erzählt, dass ich mir wünsche Teil eines solchen coolen Teams zu sein, dass sich blind versteht. Und jetzt ist mir erst gekommen, dass auch ich zu einem solchen Team dazugehöre.

Das Team heisst Familie und besteht aus meiner Mama, meiner Schwester und mir. Da kriegen wir das inzwischen schon viel besser hin. Es gibt allerdings noch optimierungsbedarf. Wir haben oft noch Verständigungs- , Andock- und Kommunikationsprobleme weil wir unsere Sichtweisen nicht immer nebeneinander zusamemnbekommen. Und dann verstehen wir uns auch nicht . Ich arbeite daran.

Das ist mir gekommen, weil eine Bekannte mal in der Selbsthilfegruppe mit ihrem Mann abgespült hat und er hat lachend gesagt:"Wir sind ein eingespültes Team."
Das fand ich sehr lustig. Deshalb hat es sich mein Hirn anscheinend gemerkt. Zusammen mit dem Dopamin, das dabei ausgeschüttet wurde, ging das wohl ganz gut. Jetzt hat es das wieder herausgekramt als ich vorhin im Wald war.

Was ist, wenn es egal ist mit welchen Lebewesen wir uns umgeben, um neue Sichtweisen zu finden? Was ist, wenn uns auch der Wald, die Natur (egal ob Mensch oder Tier) neue Sichtweisen vermittelt? Unbewusst halt... Mir kommt das so vor. Denn ich bin jetzt schon oft im Wald auf Zusammehänge und neue Sichtweisen gekommen. Also wenn ich in den Wald schau, dann bekomm ich auch neue Einsichten. Weil dort neue Sichweisen offensichtlich werden. Eine sichterei ist das grad...

War vorhin im Wald. Jeder Baum sieht anders aus. Jeder steht woanders. Ich glaub mit den Bäumen und allen anderen Lebewesen ist das auch wie mit den Menschen.
Wenn da ein zweites Kind in dieselbe Familie kommt (also geboren wird), dann nimmt es ja auch einen neuen Platz neben seinen bereits vorhandenen Geschwistern ein.

Wieso sollte das bei Bäumen, Plfanzen, Insekten ... anders sein? Wer sagt, dass die nicht auch alle ihre eigene Persönlichkeit haben? Nur so ist Evolution möglich. Dass eine Pflanze irgendwie anders ist als ihre Nebenbäume. Eine klitzekleine Veränderung, die sich dann als evolutionärer überlebensvorteil herausstellen kann. z.B. wenn sie dem Klima besser angepasst sind.

Auf diese Weise wird dann nicht nur das überleben dieses Baums sondern des gesamten Waldes sichergestellt. Weil er auf diese Weise resilienter wird. ökologisch, biologisch und physiologisch ist das vollkommen logisch.

Vielleicht gibt es ja auch autistische Insekten oder Bäume? z.B. wenn sie vom Borkenkäfer oder von einem Schädling befallen sind und Stress haben. Oder wenn sie der Trockenheit des Sommers nciht mehr standhalten können. Dann werden sie auch eine gewisse Anspannungs-Aura aussenden.

Heisst es nicht auch, dass man Angst riechen kann? Angstschweiss beim Menschen... Da stinkt aber nicht der Schweiss an sich, sondern das sind dann Bakterien... das wird bei den Pflanzen und Tieren auch nicht viel anders sein.... die kommunizieren ja auch. Warum sollte also die Natur nicht auch unterschwellig mit UNS kommunizieren?

Wenn er unseren Blutdruck senken kann und unsere Immunabwehr stärken, dann tut er das doch nachweislich. Vielleicht ist das nur eine Art des Kommunikationsergebnisses des Waldes auf uns. Dann würde das Baumumarmen Sinn machen.

Naja... nachdem ich auch nicht von jedem dahergelaufenen umarmt werden mag (meine Amygdala ist da not amused) , mach ich das aus eigener Erfahrung bei Bäumen auch nicht. Vielleicht ist denen mein Nervensytem und meine Anspannung zu anstrengend. Stellt Euch vor, ich umarm ihn und dann hat der Baum soviel Stress, dass er stirbt? Des is fei a ned grod as gsündeste. Dann ginge auch noch das Waldsterben auf mein Konto. Das würde meiner Amygdala wieder erheblichen Stress machen.

Und der arme Baum kann ja nicht davonlaufen. Ich kann das ja dann auch oft nicht. Weil ich nicht weiss, wie ich aus der Situation herauskomme. Und da schaltet meine Amygdala in den Totstellreflex. Also ich kann es ihm nachfühlen, dass das nicht bei jedem Lebewesen, das das tut, schön und angenehm ist. Da halte ich lieber ein kleines Pläuschen mit ihnen und lass meinen Gedanken freien Lauf. Reden hilft mir beim Denken.

Wenn Ihr jetzt sagt: mit Selbstgesprächen fällt man doch auf!
dann möcht ich Euch daran erinnern, dass ich jedes mal zusammenzucke, wenn jemand an mir vorbeiläuft und scheinbar mit sich oder mit mir redet... und ich dann feststellen muss, dass er in sein Handy oder in diese Ohrstöpseldingsverlängerung spricht...

Also ich glaube, dass Selbstgespräche in der heutigen Zeit gar nicht mehr auffallen, weil eh ständig jeder mit sich selbst zu sprechen scheint. Also Freispruch für das Selbstgespräch dank der Freisprechanlage...

Wenn jedes Lebewesen Stress empfinden kann, dann wird es auch in gewisser Weise wahrnehmbar sein. Dann riecht das vielleicht der Borkenkäfer und findet so die kranken Bäume und bereinigt so den Wald. Ob der Borkenkäfer dann kein Schädling sondern einen Aufräum- und Gesundungerhaltungsauftrag hat? Wenn er einen kranken Baum befällt, dann räumt er ja praktisch wie Ameisen oder Fliegen auf. Dann würden wir ihm ganz schön Unrecht tun. Dann käme er der Müllabfuhr und der Krankenbehandlung gleich. Bei Krebs wird ja auch die schädliche Zelle bestrahlt. Vielleicht ist der Borkenkäfer wie die Strahlentherapie und entfernt das beschädigte Gewebe.

Das Problem haben wir ja hausgemacht, indem wir dieselbe Sorte Baum aus wirtschaftlichen Gründen (gibt es irgendwas was der Mensch nicht verwirtschaftlicht hat? Saatgut müssen die Bauern ja auch kaufen, anstatt es aus der Natur zu nehmen ...) in Monokulturen angepflanzt haben. Damit geht die Resilienz des ökosystems Wald verloren. Denn wenn diese eine Baumart ein Problem hat, dann betrifft das Problem den ganzen Wald, weil der nicht mehr aus anderen Baumarten besteht, die dieses Problem ausgleichen könnten.

Die Natur macht das doch nicht extra beim Menschen anders, wenn ein Naturprinzip gut funktioniert, dann setzt sich das überall durch.

Laubbäume werfen Schatten und helfen so, dass der Waldboden nicht so austrocknet wie bei Nadelwaldmonokulturen. Wenn das unten noch feucht ist, dann kann auch die ein oder andere Fichte in diesem Mischwald überleben. D.h. das überleben anderer Bäume wird durch das Miteinander sichergestellt.

Und ich glaub bei uns Menschen ist es genauso. Die Kollaboration ist also die natürliche Art der Resilienz und der Evolution und somit des überlebens.

Bei Erfindungen ist es ja ebenso. Es ist ein Trugschluss, dass ein einzelner im stillen Kämmerlein auf neue Ideen kommt. Nein, auf die kommt er erst im Austausch mit anderen Organismen. Und sei es, dass er sich den Lotuseffekt oder den Stacheldrahtzaun in der Natur abschaut oder das Fliegen am Vogelflug studiert. Das sind alles Sichtweisen von anderen.

Vielleicht müssen es nicht immer Menschen sein. Aber andere Lebewesen auf alle Fälle. Der Mensch imitiert und lernt von und mit und aus der Natur. Und der Mensch ist ein Teil der Natur. Auch wenn er das oft schon heute vergessen hat. Die Natur wirkt auf uns durch Duftstoffe, visuell, auditiv und auch auf Gefühlsebene und wer weiss wie noch...

Hab vorhin einen Artikel in der Zeitung zu Kreidezähnen gelesen. Klingt für mich so, als wär hier auch Gewebe und Z&aumL;hne oder wie man das fachlich richtig nennt, nicht richtig versorgt. Also ähnlich wie bei meiner Dystoniererei und dem Muskelabbau der aus der Anspannung resultiert halt auch.

Es hiess in dem Artikel, dass die Kinder auf OP-Licht und auf Berührung schon überempfindlich und mit Angst reagieren. Das würde zusammenpassen. Also warum sollten diese Kreidezähne nicht das evoltionäre Ergebnis des vererbten Stresslevels der Eltern und der Umwelt sein? Das wäre logisch.

Mir ist ja früh und abends das grelle Licht auch zu hell... Im Bus hab ich deswegen die Kapuze bis über die Augen gezogen. Ich hatte als Kind auch mit Lippenbändchen und Ohrenentzündungen zu kämpfen.

Dienstag: Soderlein... meine Bitte um Feedback war erfolgreich. Es liegt nicht an mir, sondern , dass das Gegenüber in seiner Sicht gefangen war. Das war also keine Absicht. Das denke ich ja eh nie. Und ich habe auch jetzt die entsprechenden Hintergrundinformationen bekommen , um das Handeln bzw. Nichthandeln zu verstehen.

Jetzt ist alles klar und die Zusammenarbeit kann weitergehen, weil wir das Missverstädnis aus der Welt geschafft haben. Cool! Kontakt erfolgreich hergestellt.

Heute nacht war Vollmond und da schläft meine Amygdala schlecht. Stattdessen hat sie mir eine interessanten Erkenntnis geliefert.

Ich dachte bisher eine amoklaufende Amygdala sei per se nicht besonders gesund und gut.
Inzwischen hab ich gelernt, dass das nicht der Fall ist, sondern wie man das bewertet. Also dass das vom Glauben abhängt, ob es einem schadet oder nicht.

Nun bin ich gestern mal in mich gegangen und hab mich gefragt, wenn die Evolution eine chronische hyperaktive Amygdala hervorbringt, warum sie das tut. Also es muss ja einen Nutzen haben, sonst würde sich das ja nicht weitervererben.

Was ist also der Vorteil einer hyperaktiven Amygdala? Sie kann sich schnell an Bedrohungen also Veränderungen anpassen. Also ich scheine mit Dingen schneller klarzukommen als andere Menschen. Auch mit CRPS. Ich lerne erst alles darüber und dann lerne ich daraus mit einem Problem klarzukommen.

Und das mach ich schon immer so. Ich bin Probleme immer direkt angegangen. Oft hab ich Anlauf genommen und zahlreiche Fehlversuche hingelegt, aber ich bin immer weitergekommen.

So wurde aus mir ein Strickdesigner , ein Kleingewerbler, ein Comiczeichner , ein Blogger , ich hab mich jahrelang um die Homepage des Wandervereins gekümmert, Homepage-Bastler, Heimnetzwerkler, Bastler, T&uul;ftler ....

Also zeitlebens hab ich mich immer neu erfunden. Was mir nicht klar war, ist dass das anscheinend andere Menschen nicht so machen.

Das finde ich sehr verwirrend. Denn ich lerne andauernd. Meine Neugier ist unersättlich. Denn sie ist meine wichtigste überlebensressource zusammen mit meiner Hartnäckigkeit.

Also sprich: eine amoklaufende Amygdala scheint für agiles Arbeiten genau richtig zu sein. Weil ich immer wieder mein Verhalten ändere.

Jetzt werdet Ihr sagen: Aber Du bist doch Autist! Und die haben doch Routinen.
Ja. Die hab ich auch. Aber doch nicht überall gleichzeitig! Es gibt immer einen Bereich oder mehrere wo ich meine Nase reinstecke, wo ich alles lese, was ich in die Finger kriegen kann... wo ich dazulerne!

Auf Arbeit hab ich heut auch einer Dame von der Personalabteilung Feedback zu einem Dokument über den IDP gegeben. Und da gab es auch etwas überraschendes.

Ihre Perspektive ist , sie möchte out-of-the-box-thinking (da ist es wieder ;-) und dazu will sie die Leute in Menschen, die andere führen können und in Spezialisten, die mit Fachwissen glänzen aufteilen.

Ihre Sichtweise ist auch erklärbar, weil sie es so erfahren hat. Also bei uns wurde man automatisch irgendwann zum Chef befördert, egal, ob man mit Menschen gut konnte oder nicht. Und das ging und geht halt nicht gut.

D.h. ihre Erfahrung ist: es landen die falschen Leute an den falschen Stellen. Also will sie sie eingruppieren, labeln, etikettieren, damit das nicht mehr passiert. Aus ihrer Sicht ist das also vollkommen logisch.

Nun komme ich mit meiner Sicht: Ihr wollt also out-of-the-box-thinking indem Ihr Menschen in Boxen einsperrt und dort belasst? Und so Ihr ganzes Potential entfalten?

Das wird aus meiner Sicht (ich bin ja oft genug in irgendwelche Schubladen gesteckt worden) nicht funktionieren. Ich bin jetzt jemand, den sowas motiviert, dann genau das zu tun, was man mir nachsagt, dass ich nicht kann. Aber ich bin ja anders.

So tickt die Masse anscheinend nicht. Steckt man Menschen in Schubladen, dann glaubt man nicht an sie und dann bleiben sie da, weil sie das selbst glauben. Damit erzeugt man mehr Verlierer als Gewinner. Potentialentfaltung wird dadurch verhindert!

Also wenn ich out-of-the-box-thinking will, dann sollte ich doch zuallererst mal damit aufhören Menschen in Boxen (Schubladen) zu sperren! Das hab ich ihr dann auch geschrieben. Ich bin auf die Rückmeldung gespannt.

Out-of-the-box-thinking ist also wenn ich es richtig bedenke und über mein Leben (soweit ich mich noch amygdalabedingt daran erinnern kann) was ich schon mein Leben lang tue. D.h. ich verändere mich immerzu durch mein Verhalten. Indem ich auch Dinge tue, die man nicht von mir erwartet. Ich bin also nicht berechenbar.

Da das Leben auch nicht berechenbar ist, und durch die heutigen technischen Entwicklungen und den immer schnelleren Wissenszuwachs diese Unberechenbarkeit auch immer weiter ansteigen wird, passe ich also mit diesem Feature recht gut zum heutigen Leben dazu.

Naja, andererseits ist das auch kein Wunder, wenn man in die bestehenden Systeme , Normen usw. einfach nicht hineinpasst. Und wenn ich nicht mal weiss, dass es sie gibt. Also ich bin ohne diese Normen aufgewachsen. Normen schränken nämlich ein. Es ist dann alles schön gleich und berechenbar. Das ist das Leben allerdings nicht. Also passe ich mit meiner Nonkonformität doch besser zum Leben dazu.

Die Norm ist auch eins: Mittelmass. Wollt Ihr Euch wirklich damit zufrieden geben?

Wenn ich immer das mache, was alle anderen mache, kommt auch nur das heraus, was alle anderen machen. Das hat mich noch nie gereizt. Ich hab immer das gemacht, was mich gereizt hat , was mich interessiert hat und was notwendig war. Und so hab ich aus der Not eine Tugend gemacht. D.h. aus jeder vermeintlichen "Katastrophe" des Lebens hab ich viel gelernt. D.h. das sind die Momente und Ereignisse, die mich am meisten geprägt haben. Die Grenzerfahrungen. Die Abgründe. Und davon gab es aufgrund des Normdenkens und der daraus resultierenden Ablehnung meinereiner mehr als genug.

D.h. dass ich sehr viele Grenzerfahrungen machen durfte und daran wachsen konnte und immer noch kann. Jede Hürde mehr die man mehr überklettern muss als die anderen trainierte mich im Hürdenlauf des Lebens. Ich wurde geschickter. Weil ich mehr übung habe. Ich bin viel öfter gescheitert, viel öfter auf die Nase gefallen und wieder aufgestanden und hab es wieder und wieder probiert. Das nennt man praktisches lernen.

D.h. ich bin darin sehr geübt, Dinge, die ich lese oder höre oder sehe, selbst praktisch anzuwenden. Wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, wenn man ein Problem unbedingt überwinden will, weil man keine andere Wahl hat und es einfach deswegen auch will und sich nicht unterkriegen lassen will, dann ist das sogar viel einfacher als aus der Komfortzone heraus. Da ist also meine Amygdala auch ein grosser Vorteil.

Ich erlebte das als ich den Job wechselte und Ex-Kollegen helfen wollte, nachzukommen. Sie trauten sich nicht. Kein einziger wagte diesen Schritt. Dabei waren sie auch nicht zufrieden, da wo sie waren. Denn als Leidauskotztüte taugte ich. Als ich sie über interessante Stellenangebote informierte, haben sie sich nicht beworben. Im Gegenteil einmal hab ich mich für einen Ex-Kollegen eingesetzt und der hat mich dann hängenlassen. Da hab ich dann gelernt, das mach ich nie wieder.

Anscheinend war die Angst vor der Veränderung noch grösser. Sie blieben also da, wo sie waren. Die meisten davon jedenfalls. Und blieben unzufrieden.

Hat die Amygdala die Kontrolle, dann fällt so ein Cut anscheinend leichter. Vielleicht kommt es auf den Grad der Angst an. Ich weiss es nicht. Ich versuche immer noch den Unterschied zu verstehen. Vielleicht wird ab einem bestimmten Angstlevel so etwas leichter. Ich glaube, dass es so ist. Dann kommt es wohl zum Mut der Verzweiflung und der hat ganz schön viel Dampf unter dem Kessel.

Ich drehe also mal den Spiess rum und stelle die These auf, dass eine hyperaktive Amygdala perfekt zu der heutigen Zeit der zunehmenden Unsicherheit passt, weil sie wahnsinnig flexibel ist!

Denn wenn ganze Generationen (Kreidezähne, Zivilisationskrankheiten ...) immer übersensibler werden , also eine hypraktive Amygdala haben, dann muss das ja ein Vorteil sein und keine sporadische Laune oder Versehen der Natur!

Ich tue also das, was ich tue, weil ich eine hyperaktive Amygdala habe! Deswegen bin ich so wie ich bin. Deswegen kann ich die Dinge, die ich kann. Genau die hyperaktive Amygdala ist mein Turbobust, meine Stärke.
Wow!

Ich glaube also daran, dass jeder das kann, sich wandeln wie ein Chamäleon. Denn am schnellsten können wir uns anpassen, wenn wir unser Verhalten anpassen. Das geht sicher schneller als Epigenetik.

Wenn wir nur die innere Motivation aus eigenen persönlichen Gründen und Interesse haben, diese neue Fähigkeit zu lernen. Bei mir ist es sogar noch anders. Ich plane das nicht. Das ist das, was mich bei der Personaldame verwirrt. Sie redet immer noch von die Zukunft planen. Das hab ich nie getan. Ich hab das genommen, was kam. Was in diesem Moment sinnvoll und richtig erschien und wenn sich eine Gelegenheit bot. Und Gelegenheiten kann ich nicht planen! Genausowenig wie Begegnungen!

Ihr wollt also immer noch etwas planen, was gar nicht planbar ist. Auch hier ist also meine Amygdala im Vorteil, weil sie im Hier udn Jetzt lebt. Weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft. Es sei denn mein präfronteraler Kortex arbeitet noch daran , Situationen zu verstehen. Das ist dann aber auch nicht Grübeln sondern ein analytischer, faktenbasierter, Lernprozess.

D.h. wir haben also evolutionistisch gesehen, genau die Ausrüstung , die wir für die aktuellen Probleme brauchen. Das Problem ist, dass wir sie falsch anwenden. Denn unsere biologische und neuronale Ausstattung passt nicht mehr zum Normdenken (wenn sie das überhaupt je hat...).

Die Systeme, in denen wir leben, passen nicht zu unserer biolgischen Ausstattung und beschränken so unser Potential, unsere Fähigkeiten und unsere Weiterentwicklung!

D.h. dass jeder eine Art universelles Puzzleteil ist, dass überall andocken KANN... wenn es die entsprechenden Anddockstellen (Fähigkeiten) entwickelt. Das ist doch famos!

Unglaublich? Wenn Ihr das so seht, werdet Ihr leider Euer Potential nie entfalten. Denn genau mit dieser Denkweise habt Ihr es doch schon die ganze Zeit versucht.

Wer ist denn jetzt starr und hängt an seinen Ritualen und Sichtweisen? Ihr oder ich? ;-)

Wenn Ihr loslasst, nichts erwartet, einfach macht, dann fallen die Puzzleteile ganz automatisch an ihren Platz. Das ist wie Magie. Nennt es Grünkraft, nennt es Potential, nennt es Magie, es ist wirklich und es funktioniert. Das sagt Euch einer, der das schon erlebt hat und immer wieder erleben darf. Und das möchte ich gerne mit Euch teilen. Weil dann alles mehr wird... Wissen, Spass, Freude , Zufriedenheit, Energie, Lebenslust ...
Ich arbeite daran.

Puzzledynamik

Mittwoch: Wow! Also ein Kollege hat mal die Frage getellt, warum bei uns die Zusammenarbeit wenn es brennt, funktioniert. Und wenn das vorbei ist, nicht.

Ich weiss jetzt woran das liegt! Weil in einem Notfall Hierarchien, Abteilungsgrenzen, Vorurteile, Bewertungen, Gefühle und persönliche Befindlichkeiten ausser Kraft gesetzt werden! Wow!

Warum funktioniert es da? Weil man sich gegenseitig hilft. Weil es einen SINN hat! Einen gemeinsamen. Ein gemeinsames Ziel!

Nun hab ich mich gefragt, wie kriegen wir das auch in Nicht-Notfall-Zeiten hin, diese Barrieren aus den Köpfen zu bekommen...

Ich hab vorher noch folgendes Experiment im Betriebsratsforum gemacht. Praktische angewandte Psychologie. Ich hab einfach mal eine Bitte um Hilfe (mangels anderem Firmenforum dieser Art) in das Forum gepostet. Als Alias RudiRatlos. Die Frage und Bitte war mir auch ernst und dringlich.

Ich wollte wissen, wie andere mit einem Konflikt umgehen, wenn der andere Beteiligte sie nicht versteht. Egal, was sie probiert haben. Denn so erging es mir neulich mit einem Kollegen. Ich hatte ja darüber geschrieben. Und bei meiner Autistin bin ich da auch noch nicht sicher, wie ich da weiterkomme...

In diesem Betriebsratsforum ist der Ton eher von destruktiver Energie geprägt. Also Sarkasmus (oft kann ich den nicht erkennen) geprägt und auch Streitereien sind an der Tagesordnung. Nicht schön udn auch nicht besonders angenehm für mein autonomes Nervensystem. Meine Amygdala nimmt es mir oft übel , wenn ich mir da mal was durchlese. Sie trägt es mir nach...

Am ersten Tag hat sich noch nichts getan. Und am zweiten hatt ich dann auch nichts erwartet. Aber neugierig bin ich ja und ich lass mich auch gern überraschen. Und ich wurde überrascht!!! Drei Antworten mit unterschiedlichen Ratschlägen! Wow!

D.h. der Helferlesgeist - für mich ist das auch der Geist einer Firma - spirit oder wie man das heutzutage nennt (ich stell mir dann immer ein kleines lustiges weisses Gespenst sehr bildhaft vor... , mein Hirn kann nicht anders) lebt noch!

Er muss gar nicht wiederbelebt (reanimiert) werden!

Und dann wurde mir klar, warum die Zusammenarbeit im Notfall funktioniert! Weil wir uns gegenseitig helfen!

Und heute in der virtuellen Kaffeepause hab ich den Scrum-Master gefragt, wie er das macht. Und ich hab ihm von dem erlebten erzählt. Er hat mit einem Wort geantwortet: Dringlichkeit!
Und dann hat er mir eine Folie gezeigt, auf der sogenannte Move-motivators standen und auf einen von denen hat er gedeutet: Purpose! Sinn also!

Helfen ist ein Sinn! Aber auch Prioritäten vom Kunden oder vom Chef sind ein Sinn! Wobei mir der erste angenehmer ist. Denn der kommt von Innen! Ist also intrinsisch. Und den kann ich mir selber geben! Wann immer ich für jemanden etwas mache, dann kann ich die Sichtweise einnehmen, ich helfe ihm oder ihr. Das verändert den Blickwinkel. Anstatt dass ich eine Aufgabe als Druck von Aussen wahrnehme, kann ich sie in innere Energie (Lust) umwandeln!

Im Endeffekt hab ich nichts anderes getan, als ich die Comics gezeichnet hab und damit das verarbeitet habe, was mir passiert ist. Ich habe den unangenehmen Stress von aussen in positive innere kreative Energie umgewandelt! Das ist ja cool!

Weil ich der Sache einen anderen Sinn und somit eine andere Richtung gegeben habe und damit eine Neubewertung.

D.h. Wertschätzung ist ein SINN!

Und Sinn ist ja einer der drei Stützpfeiler der Salutogenese! Und da will ich ja hin!

Und dann ist mir auch noch eingefallen (weil ich das inzwischen schon anwende... aber es noch nicht klick gemach hat...) wie ich dieses Helfen im Feedbacken einsetzen kann: indem ich meine Sichtweise dem anderen zeige und den Hintergrund erläutere und auch erläutere warum es auch für ihn ein Vorteil ist , mir zu helfen. Also auch diesen Hintergrund erkläre.

Mit funktionierender Theory of Mind ist dies zwar einfacher, als mühsam die Sichtweisen von unterschiedlichen Menschen einzusammeln und mit dem präfronteralen Kortex auszuwerten und dann bei Bedarf wieder im Hirn wiederzufinden... aber es hat jetzt schon 2 x geklappt. Und je öfter ich es anwende (übe) , desto besser funktioniert es.

Ich hatte bisher die Erfahrung gemacht, wenn ich Bugs schreibe, dass sie nicht als besonders wichtig erachtet wurden. Ich hatte bisher fachlich und sachlich und kurz mit Screenshots das Problem beschrieben. Meine Sicht war mir klar und mir war aber nicht klar, dass das dem Leser nicht möglich war oder nicht offensichtlich. Noch weniger war mir klar, dass er aus seiner Sicht den Bug bewertet und wenn er nicht weiss, wie sehr das Problem meine Arbeit behindert und die anderer, dann wird er die Priorität irrtümlich und unwissentlich falsch einordnen. Und genau das ist passiert.

Bisher... nun hab ich zwei Bugs (neu) geschrieben (meine alten Bugs liegen seit Jahren unbearbeitet herum...) und dort nicht nur die Fakten und Screenshots leserfreundlich und so kurz und klar wie möglich beschreiben sondern auch die Wechselwirkungen und Auswirkungen auf mich , auf andere und auf den Leser selbst.

Und stellt Euch vor: beide Bugs wurden in Nullkommanix bearbeitet und erledigt! Weil die Auswirkungen klar waren! Das macht den Unterschied!!!! So kann der Leser den Bug realistisch einschätzen und die Prio geben, die er wirklich hat! Das kann er sonst nicht. Zumal derjenige, der den Bug bekommt, vielleicht neu im Projekt ist oder von unserem Produkt keine Ahnung hat. Wow! DAS also ist die Lösung! Ich muss die Sichtweisen und Hintergründe und Wechselwirkungen verständlich machen!

Also geht es auch bei Bugs um Beziehungen!!!! Wenn IT und Technik funktionieren soll, dann reichen die Daten (in der Datenbank oder wo auch immer) nicht aus! Es braucht auch ein Verständnis der Komplexität und dazu muss ich mir die menschliche Seite, die Auswirkungen auf Anwender und Kollegen ansehen und beschreiben! Erst dann entsteht gute Technik und Software!

Und ich muss die Sprache des Lesers , des Bugfixers, des Product Owners sprechen! Es nützt nichts , wenn die Fachabteilung in ihrer Sprache dem Entwickler etwas vor die Füsse wirft. Denn damit kann der Entwickler nichts anfangen. Ich muss das ganze zwischen den beiden Welten übersetzen!!! Erst dann kann die Verbindung hergestellt werden. Und diese Verbindung ist eine menschliche: nämlich die zwischen unterschiedlichen Sichtweisen! Der Faktor Mensch spielt also in der Technik die entscheidende Rolle! Ansonsten entsteht Technik, die funktioniert, aber mit der keiner zufrieden ist oder niemand etwas anfangen kann... weil sie am Bedürfnis des Anwenders ,Benutzers vorbei geht! Wow!

Und der Scrum-Master meinte, dass auch Stress dabei eine wichtige Rolle spielt. Worauf ich sagte: das ist die Lust drauf. Es kribbelt im Bauch.
Da war er etwas irritiert.

Lust ist positive Energie von innen heraus (intrinsisch motiviert), ich freu mich drauf ein Problem mit ihm zu besprechen und seine Sichtweise zu hören. Wir spielen praktisch Ping-Pong oder Tennis aber nicht mit Bällen sondern mit unterschiedlichen Sichtweisen und wenn diese an bisherige Erfahrungen andocken , dann lernen wir zusammen. In diesem Moment. Jeder hat andere Aha-Erlebnisse. Das ist total cool! Und genau das ist heute passiert.

Hier trifft also der Gamification - Ansatz des Feedbackens auf die Sichtweisen und generiert so das Lernen. Wir forschen zusammen! Und unser Antrieb ist dass wir dieselben Probleme haben. Und jeder weiterkommen will.

Dieser postive Stress (Eustress) ist wie die Vorfreude kleiner (oder auch grosser) Kinder auf Weihnachten.

Wohingegen Stress von Aussen... sich für mich nicht so gut anfühlt. Ich weiss ja nicht, wie das bei Euch ist. Meine Amygdala hat damit so ihre Probleme. Wohingegen diese Lust , diese Neugier ein Problem zu lösen und die Vorfreude auf die virtuellen Kaffeepausen wo ich mich mit Kollegen austausche, mir Energie gibt!!!!
Auch für den restlichen Tag! Es ist wie ein Turboboost!!!

Davon möchte ich mehr.

Und dann war ich noch mit den öffentlichen in Erlangen und hab beim D-Arzt mein Rezept abgeholt. Es war dann doch ein bisschen durcheinander bis ich es dann hatte. Anscheinend war es gestern in der Praxis sehr hektisch. Die Frau am Empfang war dafür entspannt und geduldig und sehr freundlich. Ich konnt ja auch nix dafür, dass es nicht ganz gepasst hat.

Ich hab sie jetzt mal gefeedbackt und gefragt, was ich denn anders machen kann, dass es besser klappt. Sie meinte, ich soll dazusagen, was für ein Rezept ich brauche. Das hat bisher leider nicht funktioniert. Also hab ich gefragt, ob ich es mal mit einer Mail probieren soll. Da meinte die Kollegin, das kann ich mal machen. Also mal sehen.

Am Bahnhof hab ich dem Mann mit dem Hund einen Euro gegeben und gefragt, was er sich wünschen würde. Was braucht er, um glücklich zu sein? Arbeit. Doch die bekommt er nicht, weil er keine Wohnung hat. Er braucht erst eine Wohnung. Und dann ist sein Alter das Problem. Da hab ich ihm erzählt, wie alt ich bin und dass ich behindert bin.

Ich hab ihm dann gesagt, er soll mal was ANDERS machen. Denn so wie er es bisher probiert hat, hat es ja nicht funktioniert. Also mal andere Orte und andere Menschen treffen.

Im Buchladen (im ruhigen) hab ich zwei Bücher gefunden oder sie mich. Eins für's Hirn (den präfronteralen Kortex): Ich kam, sah und reanimierte... das war runtergesetzt und ich hab mich draussen schon festgelesen.... Wusstet Ihr, dass Ihr bei einer Herzdruckmassage gar nix falsch machen könnt? Ihr könnt nix schlimmer machen, wenn jemand schon tot ist. Das ist doch sehr beruhigend. Irgendwie war mir diese Sichtweise noch nicht klar.

Und dann eins, das mich tief im Innern berührt. Das ist der Vorteil bei Autismus zumindest bei mir. Ja, ich nehme unangenehme Gefühle wie Angst und Schmerz, Trauer sehr intensiv wahr, aber eben auch die angenehmen... die wunderbaren...

Es heisst: "The boy, the mole , the fox and the horse" von Charlie Mackesy. Das schönste Buch über die Freundschaft , so wahr und authentisch und ehrlich und wunderbar wie Ihr es Euch nicht vorstellen könnt!

Im Buchladen an der Kasse hab ich die Kassiererin gefragt, warum es so viele Bücher gibt! Und sie immer mehr werden. Ob das daran liegt, dass die Leut sich keine Geschichten mehr erzählen.

Ihre Antwort: Weil immer mehr Menschen das Schreiben entdecken.

Ich glaub, dass beides stimmt. Denn hyperaktive Amygdalas wie meine, die schreiben halt leichter als dass sie sich mit Menschen austauschen. Das fällt dann sehr schwer. Schreiben geht alleine und gibt Energie. Wohingegen Menschen einem auch Energie rauben können.

Als der Stadtbus Richtung Durchgangsarzt (D-Arzt) kam, hatte er Probleme in seinen Bussteig zu fahren und ist an einen anderen eins weiter vorne hingefahren. Da die Nummer ja drauf steht, wechselten wir also den Bussteig und stiegen ein. Der Busfahrer war also agil und die Fahrgäste auch.

Sofort wurde der Fahrer von zwei Mitarbeitern von der Aufsicht darauf angesprochen, die an der Haltestelle unterwegs waren.

Er: Das war zu eng.
Die beiden Männner: Die andern schaffen das doch auch. Sie müssen schon drauf achten, dass Sie die richtigen Leute mitnehmen."

Das stell ich mir sehr schwer vor... also woher soll er denn wissen, dass alle im richtigen Bus sind? Ich denke mit Grausen an die Zeiten als der Express-Bus bei uns eingeführt wurde. Da waren immer Leut drin, die nach Hemhofen wollten, doch da fuhr die neue Linie ja gar nicht hin. Man sieht das doch den Leuten nicht an, wo sie hinwollen. Bei manchen bin ich mir nicht mal sicher, ob sie das selber wissen.

Also meine Sichtweise: Busfahrer und zugestiegene Fahrgäste waren agil , die Aufsicht war es leider nicht. Ich muss aber zugeben, an Tagen, wo meine Amygdala mal wieder grenzwertig unterwegs ist, hätte sie das auch sehr verwirrt, dass der Bus nicht an dem Bussteig hält, wo er hingehört.

Also Fahrgäste und Fahrer waren anscheinend entspannter als die Aufsicht. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Und dann ist mir in der Fussgänerzone ein Mann in einem elektrischen Rollstuhl begegnet.
Das war der fröhlichste und vergnügteste Mensch, der mir heute unterwegs begegnet ist.
Er fragt mich bekrückten fröhlich:"Was hast Du denn gemacht? Hast Du einen Unfall gehabt?"
Ein paar Leute drehen sich irritiert zu uns um.
Ich:"Das is was chronisches. Und du?"
Er vergnügt:"Ich hab eine Gehirnblutung bei der Geburt erlitten und bin Spastiker. Alles Gute!"
Ich :"Dir auch!"
Und dann als ich nur noch seine Rücklichter seh... ruft er noch:"Mir Behinderten müssen zusammenhalten!"

Und wisst Ihr was, diese Begegnung war einzigartig. Sie hat sich gut angefühlt. Ich wusste zuerst nicht warum. Jetzt schon. Er hat mich einfach so genommen wie ich bin. Und ich ihn auch. Das war Magie.

Denn das ist genau das was ich auch bei der Notfallaktion meiner Kollegen gespürt habe.
Und auch beim Austausch bei den virteullen Kaffeepausen.
Jede Menge Energie!!! Postive!!!

Ich habe heute durch diese wunderbaren Menschen, die mir heute begegnet sind soviel gelernt!
Dafür bin ich sehr dankbar! Es war ein wunderschöner Tag. Und wie war Eurer?
Und was habt Ihr heute alles gelernt?

Donnerstag: Die Nacht war übel. Um zwei hab ich immer noch nicht geschlafen und mein rechtes Bein mit Pfefferminzöl eingeschmiert. Das hat dann gegen die Schmerzen geholfen, weil das das Nervensystem beruhigt.

Mein Hirn spielte weiterhin Domino-Day-and-Night und es dauerte bis ich endlich einschlief. Ich traf mich auch kurz zu einem nächtlichen Sit-in mit meiner Mama in der Küche. Die hat ihr Nervensystem mit Puzzeln und Ströbelsternfalten beruhigt.

Da seht Ihr mal. Wir sind uns zwar ähnlicih, aber jeder hat seine eigenen "Hausmittelchen" mit der Bettflucht des unruhigen Nervensystems umzugehen. Von juckenden , zuckenden oder krampfenden oder schmerzenden Beinen mal ganz abgesehen, die die Amygdala zur Flucht antreibt.

Ich hoffe, ich darf heut nacht mal wieder schlafen. Liebe Amygdala und liebes Wetter sei so gnädig. Dankeschön!

Dann war da noch meine Bekannte, die diese Woche auch amygdalabedingt sehr anhänglich, mitteilsam und anstrengend war. Ich hab sie ja gern, aber ich konnte einfach nimmer.. das hab ich dann auch gesagt und aufgelegt.

Ich lerne also langsam auf mich selbst aufzupassen und für mich und meine Grenzen einzustehen. Ich geb ja zu ich übe noch. Aber seid Ihr wirklich besser da drin?

Wenn ich mir so meine Kollegen auf Arbeit so ansehe, dann möchte ich das doch bezweifeln. Ich wünschte, ich würde mich irren. Denn ihre Amygdala triggert meine und die ist leider überempfindlich.

Das ist anstrengend. Weil es sehr viel Energie kostet! Des is fei a ned grod as gsündeste.

Interessant: wenn Ihr es so betrachtet, ist jede Art von Beziehung (Arbeit, Freizeit, Familie, Freunde ....) Energiearbeit. Social contagion halt.

Andererseits stellt Euch die Möglichkeiten und das unvorstellbare Potential vor, dass ein Dopamin, Oxytocin-, Serotonin-Superspreader in der Welt verbreiten könnte! Wow! Wieso machen wir das nicht? Ich arbeite daran. Und Ihr könnt das auch.
Unser Immunsystem würde gestärkt. Ob da Corona noch ne Chance hätte bei soviel umherwabernden Glückshormonen? Sie baden grad den Virus drin. In Glückshormonen....

Heute hab ich wieder gefeedbackt also an meiner Widerstandskraft gearbeitet. An meiner Aikido-Amygdala-Selbstverteidigung.

Ich bekam Feedback von einer Kollegin, dass sie sich leider die Doku und den Prozess, den wir extra für sie vor 4!!! Wochen aufgesetzt haben, nicht angucken konnte. Sie hat keine Zeit. Auch sonst keiner aus ihrer Abteilung. Wir hängen also in der Luft. Das ist das Gegenteil von Sicherheit.

Diesen Satz: Ich habe keine Zeit, kann ich echt nimmer hören. Ich versuche sie mir einfach zu nehmen und dann geb ich mir Mühe, erkläre meine Sichtweise und feedbacke und dann läuft das andere gestresste Nervensystem davon, muss ans Telefon oder an die Tür oder es pfeift im Hintergrund die Kaffeemaschine oder es klappert Geschirr, weil mein Gegenüber dem Multitasking-Wahn verfallen ist... Seufz...

Ich nehme mir die Zeit und versuche konzentriert auf dem Moment und auf das Gegenüber zu sein - schon aus Wertschätzung - und das ist mit seinen Gedanken ganz woanders.... kein Wunder, dass ich nicht andocken kann. Ausserdem wird das dann zu einem Monolog oder zu einer Ja, aber-Veranstaltung zweier hyperaktiver Amygdalas.

Meine findet das nämlich nicht besonders beruhigend. Im Gegenteil. Jedes kleine Geräusch könnte Gefahr bedeuten und ausserdem nimmt sie jedes Geräusch gleich laut wahr. Also brauche ich noch mehr Energie um mich auf das Gesagte zu konzentrieren.

Es wird also noch schwerer. Ihr macht es mir noch schwerer. Als wenn die Welt nicht so schon laut und verwirrend genug wäre... Und Eurem Gehirn tut Ihr auch nicht gut. Denn wenn Ihr dauerend Eure Aufmerksamkeit zersplittert dann kann sich Euer präfronteraler Kortex auch nimmer konzentrieren und Ihr befeuert Eure Amygdala und Euer Stresslevel. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Die Wertschätzung für Euch , Euch für Euch Zeit zu nehmen, gebt Ihr Euch nicht. Und damit auch keinem anderen. Auch wenn der das grad verzweifelt versucht. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Und so finde ich mich am Ende dieses Feedbackgebens in einen Monolog statt in einem Dialog, weil meine Amygdala nicht anders kann. Irgendwo muss die Energie ja hin und dann befeuert sie den Redefluss. Des is fei a ned grod as gsündeste. Ich hab mein Bestes gegeben. Mehr war heut ned drin. Ich hab so empathisch es meiner Amygdala mit Hilfe der Logik der Regeln , die mein präfronteralen Kortex herauskramen konnte, argumentiert. Und das ist für mich und mein Hirn schon ein ganz schönes Stück Arbeit. Ich arbeite daran.

Heut hab ich gelernt, dass ich wenn ich an einem elektrischen Weidezaun vorbeilaufe, die Spannung im wahrsten Sinne des Wortes als Anspannung in meinen Gesichtsmuskeln wiederfinde. Das finde ich einerseits faszinierend. Andererseits auch ein bisschen erschreckend. Allerdings überwiegt bei mir die Faszination.

Naja... Energie ist Energie.. Spannung ist Spannung und Energie verschwindet ja nicht, sie überträgt sich.

Ich habe mich daher bemüht der Kollegin in Ich-Botschaften zu erklären, welche Auswirkungen Ihr Handeln bzw. Nichthandeln auf meine Kollegen, mich und sie selber hat.

Die Quintessenz war, dass ich verwirrt, enttäuscht und traurig bin, weil wir uns viel Mühe gegeben und Zeit für sie genommen haben, um Ihnen Ihre Arbeit einfacher zu machen und Zeit zu sparen und sie lassen uns jetzt hängen. Das ganze nimmt userer ganzen Aktion ihren Sinn. Und damit geht die Wertschätzung flöten.

Und dann ist es kein Wunder, wenn eine Bekannte sagt, ihre Kollegen sind ihr egal. Das finde ich sehr traurig. Denn auch hier spricht ihre Amygdala. Und was spricht Eure so?

Das ist halt das Ergebnis, wenn Leut keine Zeit mehr haben. Ich möchte mal den Satz über den Tag in Minuten aufsummieren. Ich glaube er ist per se eine enorme Zeit- und Wertschätzungs- und Sinnverschwendung. Da kommt im Laufe eines Tages ganz schön viel zusammen. Gesellschaftsweit. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Da isses kein Wunder, dass mir uns nimmer verstehn. Des is des logische Ergebnis davon.

Für eine zweite Kollegin hab ich einen Report gebastelt. Der mit den Anfangsmissverständnissen. Das hatte ich ja auch geschrieben. Jetzt war er fertig und auf einmal will sie wieder was ganz anders. Mir ist schon klar, dass sie das nicht absichtlich tun. Da spricht eine hyperaktive Amygdala , die so verunsichert ist, dass sie sich weder festlegen noch klare Entscheidungen noch Ziele festlegen kann.

Das macht meine Amygala fuchsig. Am Schluss darf ich dann alles nochmal wegschmeissen und nochmal von vorn anfangen. Es ist also eine ungeheure Sinn, Ressourcen, Zeit, und Wertschätzungsverschwendung auf allen Seiten. Hier besteht also ein enormes Einsparungspotential von Zeit- , Energie- und Sinnverschwendung.

Denn auch der Auftraggeber vergeudet so viel Zeit und baut sich seine H&uumL;rden, über die er dann stolpert, selber auf. Denn auch er hat ja Mehrfacharbeit. Schon durch das mehrmalige Testen und in Auftrag geben und Klären und Rückfragen und Verwirrungsstiftung und Verwirrungsaufklärugn ...

Das kann meine Amygdala ja auch sehr gut. Ihr erinnert Euch sicher an das Telefonat mit der Krankenkasse mit dem Problem der unverblümten Ehrlichkeit.

Bisher bin ich nicht auf die Idee gekommen, dass ich das über Feedback geben, erklären und rückmelden und damit die Sichtweise des Auftraggebers verändern kann. Hin zur Einsicht, Mitdenken und Empathie und Rücksicht, Wertschätzung und Sinn.

Ich hab ihr dann erklärt und sie gebeten sich doch bitte VORHER Gedanken darüber zu machen, was sie braucht. Denn es macht ja erst Sinn loszulaufen, wenn ich von A nach B laufen möchte, wenn ich den Weg und das Ziel kenne und nicht blindlings loszurennen. Das scheint allerdings heute eher die Regel als die Ausnahme zu sein. Ist das jetzt IN? Dann bin ich lieber OUT. Ich hab mir noch nie was aus dem Lemminginismus des Herdentriebs gemacht.

Also so macht meine Amygdala das. Die überlegt sich vorher alles. Vielleicht etwas zu genau. Sie will da auf Nummer sicher gehen. Denn daran mangelt es ihr ja: an Sicherheit.

Und am liesten mag sie um auf Nummer sicher zu gehen auch noch einen Plan B und C. Und auf Pünktlichkeit ist sie auch bedacht. Denn Ungünktlichkeit verunsichert sie enorm. Das scheint Eurer Amydala aber auch so zu gehen.

Und ja, auch meine Amygdala schafft es wenn sie in sich versunken und hyperfokussiert in einer Sache drinsteckt, trotz mehrmaliger Aufforderung Nicht pünktlich zum Essen zu kommen. Da ist sie dann schwerhörig. Gönnt mir doch diese kleine Zeitinsel. Mein Hirn braucht sie so notwendig um sich herunterzufahren.

Auch deswegen sind meine Autistin und ich nicht kompatibel. Ihre Amygala kommt oft zu spät und meine wird dadurch verunsichert. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Die Krux ist ja, dass wir alle dasselbe Bedürfnis nach Sicherheit haben, aber unterschiedliche Verhaltensweisen, die nicht nur nicht miteinander kompatibel sondern auch noch die Unsicherheit des anderen verstärkend wirken. Das nennt sich ambivalent und rekursiv. Des is fei a ned grod as gsündeste aber ganz natürlich.

Ja, ich weiss es gibt Menschen, die einfach losfahren , dann nach dem Weg fragen und dann sauer auf die Auskunftler sind, weil sie dann zu spät nach B kommen. Dieses Handeln werd ich nie verstehen. Weil ich es nicht so machen würde. Meine Amygdala könnte soviel Unsicherheit nicht ertragen. Zumindest in diesem Fall. Ich kann aber nachvollziehen, dass eine Amygdala unüberlegt handelt. Meine hat das auch. Eure auch.

Mit Hilfe dieser beiden Erlebnisse ist mir aber ein Heureka-Moment gekommen!
Ich weiss jetzt warum Gut-gemeinte-Aktionen versanden oder im Sand verlaufen... Saharitis haben wir also auch.

Weil es da genauso läuft. Da entwickelt eine Abteilung in mühvoller und leidenschaftlicher Arbeit einen neuen Prozess und kommuniziert und dokumentiert den auch. Das haben wir ja auch getan.

Und dann folgt Schritt 2: die Pilotphase. Dazu braucht man allerdings Piloten, die zum Jungfernflug abheben. Leider besteigen die nicht unseren Flieger, denn sie haben keine Zeit.

Tja und so wird viel Geld und Zeit und Energie und Sinn verschwendet. Gesellschaftsweit. Genau deshalb fruchten Schulungen nicht. Wenn man das was man in der Schulung gezeigt bekommen hat, nicht anwendet, dann lernt es unser Gehirn n&aumL;mlich nicht. Das praktische Anwenden bleibt graue Theorie und da unser Gehirn effizienter ist als wir wirft es Wissen, dass es nie anwendet einfach weg. Use it or lose it. Denn unser Gehirn räumt auf sonst würde es wie wir den Überblick verlieren und den Dienst einstellen. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Meine Ergo hat mich heut gefragt, wie es meiner Amygdala und mir heut so geht.
Meine Antwort: "Des Wetter is anstrengend und mei Kollegen a."

Sie hat mir einen Trick gezeigt bzw. sie hat mich gebeten das mal zu probieren. Weil ich bei ihr auch im Redemonolog bin (und damit sehr anstrengend für ihre Amygdala) hat sie mich gebeten mal kurz, das was ich sagen will knapp zusammenzufassen ohne Irrwege. Also musste ich versuchen das Ziel anzuvisieren. Wo will ich hin? Denn nur wer das Ziel kennt, findet den Weg.

Erst wurde es in meinem überlasteten Hirn still , denn es gelang mir dann gar keinen Gedanken mehr zu fassen. Und dann hab ich von hinten angefangen, langsam geredet und ich kam ans Ziel. Zwar konnte ich mir nicht den gesamten Weg im Voraus überlegen aber über die Etappenziele klappte es. Ich war erstaunt. Das muss ich bei der nächsten Besprechung oder bei der virtuellen Kaffeepause mal ausprobieren, ob das da auch funktioniert, wenn meine Amygdala den Redeniagarafall herunterstürtz...

Hmm.... also Energie - Anspannung abreagieren, geht ja auf unterschiedliche Arten. Heut bin ich 2 x auf dem Trampolin gewesen , um die Anspannung loszuwerden (eher negativ geladen). Ob es auch möglich ist, dieses Überschwappen der Energie (das sich ausgelutscht und müde fühlen) schon von vornherein zu verhindern?

Ich dachte, dass ich es über die Sichtweise schaffen könnte. Also einen Perspektivwechsel. Denn die Erlebnisse von heute haben ja meine Widerstandskraft gestärkt, weil ich bei sowas üben kann, mich zu behaupten. Diskussions-Aikido.

D.h. hinterher kann ich die als anstrengend empfunde Energie in positive umtransformieren. Aber ob das auch von vornherein irgendwie geht? Hmm...

Noch was schönes will ich Euch von der Woche berichten.
Ein Kollege hat gekündigt und sich an seinem letzten Tag noch per Mail verabschiedet. Nein, das ist nicht wirklich schön. Ich mag ihn gern. Sein trockener Humor und trockener Raucherhusten werden mir fehlen.

Also hab ich im gemailt:
"Hallo x,
Ich wünsch Dir alles Gute!
Ich hab immer gern mit Dir gearbeitet. Vielleicht hab ich Dir das zu wenig gesagt.
Dann hol ich es jetzt einfach noch nach.

Es ist ja nie zu spät sich zu ändern. :)"

Ich bekam folgende Antwort zurück.

"Hallo Sandra,
du hast absolut keinen Grund dich auch nur irgendwie zu ändern. :)

Bleib wie du bist"

Dieses Feedback hat mir positive Energie gegeben!!! Einen wahren Dopamin-, Oxytocin - und Serotoninrausch und damit meine Amygdala beruhigt. Davon hätt ich gern mehr. Also solches Feedback. Nicht liebe Kollegen, die gehen. Sondern Freunde, die bleiben.

Und damit wünsche ich Euch einen schönen Abend!

Freitag: In der Schuhstrasse in Erlangen hat jemand einen Schuh an das Strassenschild gebunden. Daraus werde ich sicher noch einen Comic machen ;-)

Heute war anstrengend. Weil ich gegen den Strom geschwommen bin.

Jetzt werdet Ihr mich fragen , was daran Neu sein soll. Das macht die doch immer so...

Diesmal tu ich das ganz bewusst. Ich verändere absichtlich mein Verhalten. Ich übernehme Verantwortung für mich selbst und zeige meine Grenzen auf. Ich erklär das noch genau.

Und das erzeugt erstmmal Reibung und Stress bei den Kollegen, weil sie das nicht gewöhnt sind. Und ihre Irritation erzeugt wiederum Stress bei mir. Also das ist erstmal anstrengend.

Warum tu ich mir das an? Damit es langfristig reibungsfreier wird und ich mir , meiner Amygdala und meinem Nervensystem und über die soziale Ansteckung dann auch der Amygdala meiner Kollgen Stress erspare.

Also ich behandle mit meiner Verhaltensänderung die Ursache der Ich-habe-keine-Zeit-Problematik.

Erstens versuch ich selber Dinge GLEICH zu erledigen. Anstatt sie mir auf eine Liste zu setzen.
Zweitens merk ich jetzt, wenn meine Amygdala auf solche Ich-habe-keine-Zeit-Konflikte reagiert! Und ich agiere statt reagiere daraauf. Also ich spreche den Konflikt an oder erhöhe die Dringlichkeit durch pragmatische kreative Lösungsfindung meinerseits.

Beispiel: Also ich hatte drei Mails von derselben Kollegin hintereinander im Postfach. Was ich machen sollte, wurde mir daraus kaum klar. Die Kollegin ist unter Stress und Zeidruck und ist heute nicht da.

Darüber war meine Amygdala not amused. Diese Mailflut sorgte für Stress. Als ich sie soweit beruhigt hatte und mir das erste Problem genauer ansah , konnte ich den Fehler nicht reproduzieren. Ich kann es aber auch nicht klären, weil die Kollegin nicht da ist. Also kann ich es nicht abschliessen. Das erzeugt wiederum Frustration. Ich nehme an, da geht es um ein Missverständnis. Ich hatte sie doch gebeten mich anzurufen. Dann hätten wir das schnell und am Bildschirm lösen können.

In der zweiten Mail will sie, dass ich etwas tue, von dem ich nicht die leiseste Ahnung habe, wie das geht. Sie geht aber davon aus, dass ich das schon wüsste. Meine Amygdala reagiert also erneut. Mein Bauch grummelt. Also schreib ich ihr zurück, dass ich leider nicht weiss wie das geht. Und dass ich das erst lernen muss. Und dass ich nicht weiss, ob ich das bis Montag hinbekomme.

Zeitgleich frage ich bei meinem Chef nach, ob er mir das zeigen kann, weil ich das noch nie gemacht habe. Ich agiere also. Er reagiert prompt , er übernimmt es diesmal und zeigt mir nach seinem Urlaub dann wie das geht. Dann kann ich es lernen. Meine Amygdala ist erleichtert, braucht aber noch etwas um sich runterzufahren. Mir ist schlecht und mein Arm tut weh. Der Stress wirkt sich also physisch aus. Toll. Das schreib ich meiner Kollegin, dass es mir jetzt nicht gut geht, weil ich möchte, dass sie die mitbekommt welche Auswirkungen ihr handeln auf ihr Umfeld hat.

Denn es reagiert nicht nur meine Amygdala sondern auch die der Kollegen, die mit meiner Kollegin zusammenarbeiten. Denn denen ergeht es ja auch nicht anders.

Schon interessant wie "hartherzig und fordernd und unnachgiebig" wir mit uns umgehen. Und dann gehen wir auch mit anderen so hart ins Gericht. Leider ist uns das nicht klar und gar nicht bewusst. Also will ich das mal ändern und ändere meine Reaktion. Mal sehen was passiert. Es ist ein Experiment.

Dann mach ich mich dran ein paar Reports zu ändern, weil hier ein neues Projekt Änderungen nach sich zieht. Ich suche auf der Datenbank nach einem Text im SQL des reports, der auf der Datenbank gespeichert ist, werde fündig und will ihn erweitern.

Dann stell ich fest, dass er gar nicht mehr funktioniert. Das hat jetzt mit meinem eigentlichen Problem und Aufgabe gar nichts zu tun. Wieso hat das keiner gemeldet? Gefeedbackt? Arbeitet niemand mehr mit dem Report? Anscheinend.

Also guck ich mir das mal an und stell fest, dass auf der Datenbank in den Daten auf die der Report zugreift zwischen Anforderung und JETZT etwas geändert wurde.
Jetzt brauch ich jemanden, der mir etwas zu dieser Änderung sagen kann und wie und ob ich den Report jetzt anpassen oder deaktivieren soll. So bleiben kann er jedenfalls nicht. Denn dann würde ja der nächste wieder drüber stolpern.

Ich scheitere daran jemanden zu erreichen. Die Leute sind entweder nicht da, in Meetings, im Telefongespräch oder arbeiten grad mitten im Chaos neue Mitarbeiter ein. Ich hege Zweifel, dass das funktioniert.

Ich bin frustriert. Ich schreibe, chatte 2 Leute an. Und bekomme das Feedback , dass sie auch nix wissen.

Was soll ich jetzt tun? Meine Amygdala is not amused. Sie möchte Dopamin und den Fall abschliessen. Also überleg ich und entscheide dann, ich deaktiviere den Report und guck, was dann passiert. Wenn sich dann die nächste Zeit keiner wegen dem Report meldet, dann verschieb ich ihn in einen Löschordner. Dann wird er auch nicht mehr gebraucht. Meine Amygdala bekommt ihr Dopamin. Ich habe was gelernt. Ich hab es jetzt mal anders gemacht. Und selbst entschieden. Wenn kein anderer da ist, dann bleibt einem auch nix anderes übrig.

Ihr seht also das-ich-habe-keine-Zeit-Syndrom kostet enorm viel Energie, Zeit und Nerven. Es macht auf Dauer krank und ist chronisch in unserer Gesellschaft in allen Lebensbereichen anzutreffen.

Ich mach das jetzt nicht mehr mit. Meine Zeit ist mir zu schade, als dass ich ewig anderen hinterherrennen kann, um meine Arbeit zu machen. Meine Arbeit an sich , ist auch gar nicht das Problem. Das Problem ist, dass ich niemanden erreichen kann, der entscheidet oder der mir die notwendigen Hintergrundinformationen geben kann!

Für mich selber will ich jetzt gleich das, was reinkommt, abarbeiten. Und nicht erst eine Liste ansammeln, die immer länger wird. Es klappt ganz gut. Hi und da nehm ich mal eine Sache in den nächsten Tag hinein, weil wenn um kurz vor 12 was reinkommt, ich erstens dann schluss mache und zweitens mich dann auch oft nicht mehr (nach so einem harten Tag wie heute) dort reindenken kann. Da ist irgendwann finito im Hirn. Und das respektier und akzeptier ich. Ich hab heute viel gelernt und viel geschafft. Und gut ist!

Ich gebe also mir die Wertschätzung und den Sinn, den ich brauche, selbst. Das geht. Und so bekomm ich auch Dopamin.

Wenn das alle machen würden, wertschätzender mit ihrer eigenen Zeit und der anderer umgehen (das wird mir sicher auch nicht immer gelingen, ich arbeite daran und gebe mir Mühe), dann werden wir sehr viel mehr Zeit für sinnvolle Dinge z.B. zum Nachdenken, darüber wo wir hinwollen, haben. Und dann wird es immer weniger oft passieren, dass Menschen kopflos losstürmen und Chaos verbreiten und ihre und die Amygdalas der Kollegen in Aufruf versetzen.

D.h. langfristig entsteht so ein heilsames Betriebsklima. Systemprobleme werden als solche erkannt und Wechselwirkungen berücksichtigt. Der Tunnelblick weitet sich... Da will ich hin. Zum Miteinander statt unbeabsichtigten Gegeneinander.

Warum soll das funktionieren?
Weil Evolution genauso funktioniert. Wir befinden uns gerade in einer solchen kritischen Phase.
Wir sind ja auch eine Art. Und wie andere Arten auch kämpfen auch wir immer wieder ums Überleben.

Wie das?

Wenn es für einen Organismus aufgrund äusserer (auch hausgemachter) Umstände schwer wird, dann steigt sein Stresslevel an. Und den Stresslevel vererbt er auch an seine Nachkommen. Also kommen die wiederum mit einem höherem Stresslevel als die Vorgeneration in ihrem Alter hatte, auf die Welt. Der phyiologische Stress steigt also in jeder Generation an.

Bis es eine Generation gibt, die diesen Druck nicht mehr ertragen kann!!! Und die ändert ihr Verhalten. Ihre Amygdala zwingt sie dazu. Nur durch eine Verhaltensänderung lässt sich auf schnelle Art und Weise eine kritische Situation auflösen.

z.B. als die Menschen sich in den heissen Regionen der Welt verbreiteten. Erst im Anschluss veränderte sich ihre Genetik/Epigenetik und damit z.B. ihre Pigmentierung der Haut. Weil es vorteilhaft war.

D.h. meiner Ansicht nach geht der genetischen Veränderung immer zuerst eine Verhaltensänderung voraus.

z.B. Eidechsen mit kurzen Schwänzen und langen Beinen leben friedlich vor sich auf einer Insel. Dann gelangen irgendwie grössere Echsen, die die Eidechsen fressen und bedrohen auf die Insel. Auf der Insel sind auch Bäume. Der Stress der Bedrohung nimmt dann mit jeder Eidechsengeneration zu bis eine Eidechse beschliesst oder zufällig bei der Flucht auf einen Baum entkommt.

Sie lernt, da kommt die grosse Echse nicht hin. Denn alle die es ihr nachmachen überleben.

Da das Leben auf Bäumen aber keine langen Beine und kurzen Schwänze sondern kurze Beine und einen langen Schwanz (zum Balancieren) bevorzugt, verändert sich die Gestalt der Eidechsen und passt sich der neuen Umgebung an. Das geschieht aber langsam. Das dauert.

Die flexibelste Veränderung (die schnellste) IST die Verhaltensänderung! Ob zufällig oder absichtlich spielt keine Rolle.

Und genau an einem solchen kritischen Punkt befindet sich meiner Ansicht nach die menschliche Art auch. Und da wir nicht allein vor uns hinleben und unser Handeln auch Auswirkungen und Wechselwirkungen auf alle anderen Arten und die gesamte Natur , unser ökosystem hat, ist der kritische Punkt omnipräsent. Alles betreffend.

Wenn wir so weitermachen wie bisher, dann geht das nimmer lange gut.

Wer sind jetzt die, die ihr Verhalten ändern? z.B. ein Schulmädchen, dass sich weigert zur Schule zu gehen und für den Klimaschutz demonstriert..., ein Virus (Corona), der von einer Art auf die andere überspringt, ein Klima, das aus den Fugen gerät, ein Wald, der stirbt oder in Flammen aufgeht ...

Oder ein Autist, der im Internet über seine Amygdala schreibt ...
Wir stecken schon mittendrin!
Wir arbeiten daran...

Ich glaube an das Gute in allen Menschen und dass wir es schaffen können. Ich arbeite daran. Auch mit meiner Bloggerei.
Und ich weiss, dass Ihr das auch tut. Wir kriegen das schon gemeinsam hin. Wenn wir alle daran glauben , dann wird uns das auch gelingen.

Ich durfte diese Woche sehr viel lernen. Das geht mir alles fast zu schnell. Ich durfte tolle neue Menschen kennenlernen. Und mcih auch wieder ein bisschen besser. Und ich lerne gerade nachsichtiger und milder mit mir selbst zu sein und mich so gern zu haben wie ich bin.

Schon komisch: da müssen einem erst andere Menschen sagen und zeigen, dass sie einen genauso mögen wie man ist. Jetzt arbeite ich daran, mich auch selbst so zu sehen.

Es heisst ja Eigenlob stinkt. Ich glaube, das stammt von einer übererregten Amygdala. Eine entspannte hat damit keine Probleme. Die mag sich so wie sie ist und ist sich selbst genug. In jedem Augenblick. Sie schöpft die Kraft (Energie) aus sich selbst und ist so ihre eigene Energiequelle.

Das muss ich Euch noch schreiben... eine Dosis Dopamin für Euch. Das hat mir grad eine Bekannte geschickt. Stand anscheinend irgendwo in der Zeitung:

"Immer wenn IT-Firmen sowas schreiben wie wir arbeiten mit Hochdruck an einem Problem, stell ich mir vor wie eine hilflose Person mit einem Kärcher im Serverraum steht."

In diesem Sinne, wünsch ich Euch ein schönes Wochenende!

 
Out-of-the-box-thinking - Die Glaa aus ERH 2018
03.10. bis 09.10. Gedankenwirbeleien ...

Samstag: Heute nacht hat mein Hirn sich so seine Gedanken gemacht und Domino-Day and Night gefeiert....

Und ist auf interessante Dinge gestossen.

Ich hab ja gelernt, dass wenn man Zeit, Energie , Freude, Spass, Humor, Wissen ... mit andeen teilt, diese mehr wird. Und sich nicht nur verdoppelt, sondern potentiert. Exponentiell also...

Hmm... hängt jetzt potentieren und exponentiell auch mit dem Wort Potential zusammen?

Denn wenn ich einen Comic mit einer Person teile, dann teilt die ihn auch wieder mit einer anderen Person oder sogar mehreren. Also hätte ich gesagt, dass jeder Kontakt (1:1) wiederum unendlich viele 1:1 Kontakte erzeugt.

Leg ich also die Zweierbeziehung (denn jede Beziehung basiert ja auf einer 1:1 Beziehung) zugrunde, dann ist die Basis 2. Basis hoch unendlich...

Ob das so stimmt? Oder hab ich einen Denkfehler? Ich hab das mal als Chance genommen, dieses Rätsel , Frage an meine Autistin weiterzuleiten und sie um Hilfe zu bitten. Denn sie mag Mathe. Und Rätsel.

Mit Mathe hab ich es nicht so. Ausser als Mittel zum Zweck. Allerdings kann ich der Fibonaccifolge in der Natur schon meine Bewunderung zollen. Was hat jetzt der Zoll damit zu tun? Duane...

Biologisch und physiologisch kann ich das erklären, weil ja zwischen Synapsen , Menschen und Tieren und Pflanzen Transmitter- , Duft- und Botenstoffe im Spiel sind.
Es trifft also immer Energie auf Energie. Wie bei zwei Billardkugeln. Da knallt es dann und die eine kugel stupst die andere an. Nudging und Begeisterungsstürme wie La Ola funktionieren auch genauso.

Wenn zwei Menschen aufeinandertreffen, bei denen die Chemie stimmt, dann heisst es ja auch die sind ver"knallt"
Und beim Urknall ist ja auch Energie aufeinander geprallt. Das Fachgebiet Chemie haben wir damit auch mal gestreift. Es wird nicht der einzige bleiben. Denn das ist bei Systemproblemen so.

Also wenn zwei Menschen aufeinandertreffen, dann trifft auch ihre Energie aufeinander. Dann kann es auf verschiedene Weise knallen. z.B. Konflikte , Verlieben, Missverständnisse...

D.h. Energie wird mehr wenn sie aufeinandertrifft und wenn man sie teilt. Denn da trifft ja auch Energie auf Energie. Ist das nicht auch das was bei der Kernenergie passiert? Dann dürrfte auch je komprimierter die Energie (mehr Druck, kleinere Einheit) ist, der Knall um so grösser sein. Also je komprimierter die Energie (kleiner) desto mehr Energie wird freigesetzt?

D.h. wenn wir uns also Zeit nehmen für andere Menschen (helfen) , dann helfen sie (hoffentlich und in der Regel) auch uns , unsere Laune steigt und wir geben die gute Laune auch an andere Personen, die wir treffen weiter. z.B. mit einem Lächeln. Denn wir haben Energie aus dem Kontakt mitgenommen.

Wenn ich das ganze aus der ökonomischen Sicht betrachte, was bedeutet das dann?
Also heutzutage wird ja überall gespart. Schlagwort: Effizienz.

Effizienz wird derzeit durch Sparen (Zeit, Kosten, Mitarbeiter, Ressourcen, Material ..) umgesetzt. Das ist die aktuelle Sichtweise.
Doch funktioniert das überhaupt?

Das Ergebnis ist, dass sich die Arbeit komprimiert also verdichtet sich die Energie (Druck) der auf dem einzelnen Mitarbeiter ausgeübt wird. Huch! Sind wir jetzt auch noch in der Physik gelandet? Da wollt ich gar nicht hin.

Die Energie des einzelnen Mitarbeiters steigt dann durch die Komprimierung an.
Jetzt hab ich aber gelernt, dass wenn man Energie teilt, sie mehr wird. Also wenn ich mir Zeit für meinen Kollegen, Zeit zum Nachdenken und Bedenken der Wechselwirkungen (Systemdenken) und zur Einholung der Sichtweisen meiner Kollgen nehme, dann investiere ich anfangs mehr Energie und Zeit, spare aber langfristig, weil ich erst loslaufe, wenn ich das Ziel kenne.

Kopfloses losrennen ohne Ziel kostet durch das wiederholte Nachbessern langfristig viel mehr Energie , Zeit und Nerven.

Was passiert aber wenn ich Kosten spare, Mitarbeiter einspare, die Arbeit komprimiere? Die Mitarbeiter nehmen sich immer weniger Zeit füreinander. D.h. sie teilen ihre Zeit und Energie (helfen und um Hilfe bitten, darauf kommen sie dann auch gar nicht mehr, weil sie auch keine Zeit mehr zum Denken haben) nicht mehr mit ihren Kollegen wie sie es vor den Einsparungen getan haben.

D.h. es wird auch weniger Energie (und zwar exponentiell weniger 2 hoch n) freigesetzt! D.h. diese Art der Kostensenkung auf Kosten der Zeit der Mitarbeiter, senkt langfristig die Produktivität. Denn Produktivität ist ja nichts anderes als freigesetzte Energie!

Dann geht doch die Rechnung gar nicht auf! Im Gegenteil. Kurzfristig mag es (Symptomtechnisch) zu Einsparungen kommen, aber langfristig zahle ich dafür einen seeeehr hohen Preis. Es kommt zum Silodenken im Amygdalaüberlebensmodus (Angst) und zu erheblichen Kommunikationsproblemen. Man versteht sich nicht mehr. Das bekannteste gescheiterte Unternehmen dieser Art ist der Turmbau zu Babel.

Aber ich denke auch die digitale Krankenkarte und die Maut, Stuttgart 21 und andere Projekte gehen auf dieses Problem zurück.

Weil ich weniger Dopamin, Oxytocin, Serotonin, Endorphin ... freisetze. Das ist aber das, was die intrinsische Motivation ausmacht. Die Eigenmotivation, der Turbo-Antrieb jedes Menschen!

Kostendruck als Effizienzdenken senkt also die Motivation! Und damit langfristig die Produktivität!

Zusätzlich steigt als nicht vernachlässigbare Nebenwirkung das Konfliktpotential. Es knallt viel öfter und viel lauter durch die komprimierte Energie! D.h. es wirken zwischen den Mitarbeitern auch höhere Kräfte. Das ist nichts anderes als Stress!

Die Kosteneffizienz steigert also langfristig den Stress und senkt die Motiation. Das ganze aber auch noch exponentiell, wegen der sozialen Ansteckung (social contagion).

Diese soziale Ansteckung macht auch an der Pforte nicht halt und überträgt sich gesellschafts- und weltweit. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Das heisst doch dann im Umkehrschluss, dass Kostensenkung und Kostendruck als Produktivitätssteigerungsmittel nur symptomatisch also kurzfristig wirken. Langfristig schaden sie dem Unternehmen und der ganzen Gesellschaft.

Weil sie die Wechselwirkung zwischen den Organismen und Menschen und auf ihr Verhalten unberücksichtigt lassen. Dieser Mechanismus setzt sich sich selbst verstärkend immer weiter fort.

Es wird unendlich viel Energie durch den Stress verdichtet (weil sich ja der Druck in Form von Stress und sozialer bzw. neuronaler Ansteckung ausbreitet) und damit kommt es öfter zum Knall. Erdbeben, Artensterben, Waldbrände, Klimawandel... Es wird unendlich viel destruktive Energie freigesetzt und vernichtet so Leben, Lebensqualität und Lebensraum. Die Wechselwirkung potentiert das noch!

Warum ist das so? Weil Stress (Energien , die aufeinandertreffen) sowohl destruktiv als auch konstruktiv, kreativ oder innovativ wirken kann! Wovon hängt das ab?
Von dem was wir Menschen glauben! Nehmen wir die Energie (unsere Amygdala unser Reptiliengehirn und schon sind wir im Fach Hirnforschung angekommen) als Bedrohung wahr (und das tut unser Organismus, wenn er zuviel Stress und keine entsprechenden Copingmechanismen hat!), dann wirkt sich auch unser am besten gemeintes Handeln destruktiv AUS!

Haben wir stattdessen Mittel dem Stress entgegenzuwirken und ihn abzufedern, dann wachsen wir durch neue Herausforderungen über uns hinaus! Wie sonst wäre ich zum Comiczeichner gekommen und meine Comics auch nicht in die Zeitung... Dann wird Kreativität, Innovation, neues Denken in Gang gesetzt. Was ich auch hier beim Schreiben wieder beweise. Q.E.D. D.h. wir haben es in der Hand! Durch unser Handeln.

Wenn wir unser Verhalten , unser Handeln verändern, indem wir zuerst den Blickwinkel weiten (das ist mit einer amoklaufenden Amygdala seeehr schwer, aber nicht unmöglich, was ich Euch auch gerade beweise) und ver&aumL;ndern, dann verändern wir alles! Und jetzt versteht Ihr auch warum und wie Verhaltenstherapie funktioniert. Es ist ein Umlernprozess. Wir müssen lernen ANDERS mit dem Stress umzugehen. ANDERS zu handeln. ANDERS zu denken. Und dann wirkt sich das auch auf uns , unsere Mitmenschen und unsere Umwelt aus. Und zwar kreativ und konstruktiv und innovativ! Das ist das ganze Geheimnis.

Wie kann ich dann wirklich langfristig und nachhaltig die Produktivität unter Berücksichtigung des Energieverhaltens steigern? Indem ich die intrinsische Motivation steigere. Indem sich jeder Mitarbeiter Zeit nehmen darf, um den Kollegen zu helfen, nachzudenken und Beziehungen zu pflegen.

D.h. ich darf weder an der Zeit noch am Mitarbeiter sparen. Sondern muss in sie investieren!

Und das machen z.B. Unternehmen wie Netflix oder Pixar. Dort werden Konflikte als Chance gesehen, Potential zu entwickeln und Konflikte , Reibungs- , Energie-, Zeit- und Kostenverluste zu senken und damit die Zufriedenheit der Mitarbeiter und die intrinsische Motivation zu steigen. Auch dieser Mechanismus setzt sich iterativ immer weiter fort. Ebenfalls über die social contagion. Ich würde es sogar als neural contagion bezeichnen, da es ja nicht bei der Gattung Mensch aufh&oul;rt, sondern sich durch unser Handeln auch auf unsere Umwelt, andere Arten, Pflanzen, Tiere , Viren ... auswirkt...

D.h. hiesse aber auch dass wir heutzutage , weil es immer mehr Menschen auf der Erde gibt, auch über soviel Energie wie nie zuvor verf&uul;gen! Was für ein Energiepotential!

Müssten sich damit nicht auch die Energieprobleme unserer Zeit lösen lassen? Also wenn ich zufriedener bin, dann geht es mir ja gut, dann ist die Durchblutung besser (ich arbeite daran) und dann frier ich weniger. D.h. ich muss weniger heizen. Weil es mehr soziale und menschliche Wärme gibt. Und hier verbindet sich Physiologie und Biologie mit Psychologie , Physikalischen Kräften, Neurologie, Wissenschaft und Sozialwissenschaften .... Wir bekommen also langsam einen Systemblick.

Der Ausschnitt ist noch sehr klein, weil ich sicher auch nicht alles berücksichtige. Dazu brauch ich ja die Sichtweisen anderer Fachleute und Generalisten.

Die Frage ist, ob wir den ganzen Überblick, der wie unser Wissen, immer unvollständig, weil Wissen unendlich ist, ist, brauchen. Reicht es nicht einfach zu wissen, dass es so ist und dann einfach mal ANDERS zu handeln und die entsprechenden Konsequenzen aus dieser Erkenntnis in die Praxis umzusetzen. Einfach mal machen. Wir kennen ja jetzt das Ziel zumindest die nächste Etappe und dann können wir ja mal gucken, wie weit wir kommen und bei Bedarf den Kurs anpassen. Das ist dann agil und sehr flexibel.

Steht dann nicht unendlich viel Energie in der Natur zur Verfügung?
Vielleicht hat ja der ein oder andere Lust mich mal zu feedbacken und mir seine Sichtweise zu erklären.
Aber Achtugn: Es könnte Spass machen!

Bedenkt auch, dass destruktive Energie expontentiell weniger wird, wenn Ihr sie teilt (Leid, Trauer, Schmerz, Stress, Angst ...) und wenn Ihr einander helft... Denn auch das ist in der ökonomischen Effizienzgleichung nicht berücksichigt. Ach drum heisst es berück"sichtigt"! Weil die Sichtweise noch fehlt. Das ist ja wortwörtlich zu nehmen!!! Wie praktisch. Unsere Sprache ist unserem Denken und Handeln um Lichtjahre voraus.

Ihr seht also dass Beziehungsarbeit Energiearbeit IST! Jeder von Euch entscheidet mit seinem Denken und Handeln, ob er destruktive oder konstruktive Energie freisetzt und entscheidet somit über die Zukunft unserer Welt und unserer Art.

Also hatte der Spruch an der Haltestelle: Was kann ich allein schon tun? sagten Millionen von Menschen recht. Jetzt habt Ihr den Beweis. Ach ist das schön, wenn ich die Dinge verstehe. Das gibt mir Sicherheit.

Ist dann ein Systemproblem nichts anderes als Evolution? Also Verhaltensanpassung an veränderte Lebensbedingungen? Für mich sieht es so aus, als wäre beides dasselbe. Es ist nur eine andere Sichtweise darauf. Die eine ist die des Lebens (generalistischer) und das andere der wirtschaftliche Begriff. Eine Krankheit ist z.B: auch ein Systemproblem. Ihr seht also wieder alles eine Frage der Sichweise.

Warum muss ich regelmässig Zeit und Manpower (und damit Geld) in meine Mitarbeiter und ihre Werkzeuge investieren? Weil neues lernen erstmal Zeit kostet. Und da ich Veränderungen nur durch Lernen bewältigen kann, muss ich darin mit steigender Anzahl der Veränderungen (so wie es heute ist), MEHR Zeit und Manpaower und Geld in das Lernen investieren!

Erst wenn die Synapsen in den Gehirnen durch regelmässiges praktisches Trainieren des neu gelernten zu Autobahnen verbunden sind, kommt es wieder zur Produktivitätssteigerung.

D.h. die Produktivität, das Wirtschaftswachstum kann gar nicht stetig ansteigen! Es kommt in Wellen oder einer Art Treppenform. Genauso wie jedes Individuum , also jeder von Euch mit jeder Herausforderung erstmal kämpft, kommt sie aber gefestigter aus jeder dieser Herausforderungen heraus. Weil das Unternehmen mit jeder Herausforderung neue Widerstands-(Resilienz) und Copingstrategien hinzugewinnt.

Das Treppenprinzip gibt es auch beim Lernprozess (12 - Stufenprogramm - es heisst ja so) der Anonymen Alkoholiker. Und was da drinsteht ist genau das , was bei jedem Veränderungsprozess (aktuell wird dies negativ besetzt als Krise bezeichnet, man könnte es auch Lernzyklus nennen, das wäre die konstruktive Sichtweise) passiert.

Deshalb könnt Ihr jede Form von Behinderung auch statt pathogenetisch salutogenetisch sehen.
Wenn jemand nach aussen hin, wenig zu können scheint, dann hat er noch ein enormes Wachstunsmpotential, wenn er die entsprechenden günstigen Wachstumsbedingungen vorfindet.

Autismus wird pathogenetisch (Krankheitssicht) als Entwicklungsstörung bezeichnet. Ihr könnt den Spiess aber auch umdrehen (so wie ich es ja praktiziere) und es als Entwicklungspotential sehen.

Dreht es wie Ihr wollt: Menschen brauchen einen Sinn. Entfertn sinnlose Arbieten und kreiert sinnvolle und das Problem erledigt sich von selbst.

Ach ja und bei der selbsterfüllenden Prophezeiung simmer etzerdla a widder :)
Siggsdes! Alles eine Frage der Perspektive.

Ich wünsche Euch einen schönen Feiertag und schicke Euch so ein bisschen Dopamin!
Gebt es weiter und alles wird gut! :)

Sonntag: Was also wenn Krankheiten, nichts anderes sind als über die Generationen aufgestaute destruktive Energie? Weil wir unser Potential nicht nutzen und der Streslevel stetig ansteigt und wir Amygdalabedingt destruktiv handeln? Und uns selbst auch destruktiv behandeln? Weil unsere Art schon zu lange eine Veränderung leugnet, bekämpft, die eine Chance zum Wachstum ist? Weil wir uns gegen eine längst fällige Veränderung wehren? Dann erzeugen wir ganz schön viel Widerstand und Reibung und verschleudern ganz schön viel Energie und Zeit. Was man damit alles sinnvolles machen könnte...

Versteht mich jetzt nicht falsch. Also ob ich das CRPS damit lediglich stabil halten kann oder verbessern kann, das weiss ich nicht. Das muss ich erst herausfinden. Ich arbeite ja daran. Das werd ich dann sehen. Das ist mir auch gar nicht mehr wichtig.

Denn viel wichtiger ist, dass ich gelernt habe, dass mein Hirn eine Riesenleistung vollbringt, die ihm keiner - nciht mal ich - zugetraut hätte. Ich glaube, es ist so dass ich schon von meiner Entsteheung an einem äusserst "feindlichen" Umfeld, weil meine Mama viel Stress hatte, ausgesetzt war. Sie hat das ja nicht absichtlich gemacht und hat ihren Teil davon ja auch von den Generationen vorher vererbt bekommen. Und sie kann ja genauso schlecht auf sich selber hören wie ich. Also ihre Amygdala ist da auch nicht besser dran.

Ich glaube, das betrifft inziwschen immer mehr Menschen. Und deshalb bin ich wie mein Ex-Chef mal gesagt hatte, Kummer gewöhnt. Mein Hirn hat sich also gegen alle Widerstände durchgesetzt und bis heut überlebt. Wenn das seine Resilienz und Findigkeit nicht bestätigt, mit der es sich immer wieder neuen Herausforderungen angepasst hat, dann weiss ich auch nicht. Und darüber freu ich mich. D.h. ich weiss jetzt das zu schätzen, was ich daran habe. Und freu mich an seinen wunderbaren Eigenarten und Merkwürdigkeiten seiner Gehirnwindungen.

Kennt Ihr noch Dudu den VW-Käfer? Der alles mögliche unter der Haube hatte? Der fliegen und sonstwas konnte? Dem man es aber nicht ansah und zutraute. Ein bisschen komm ich mir auch so vor. Und deshalb würd ich mir einfach wünschen, dass die Menschen keine zu schnellen Schlüsse ziehen und sich diese engstirnige Schubladendenkerei endlich abgewöhnen könnten. Ich arbeite daran. Denn nicht selten täuscht der erste Eindruck. Noch im lädiertesten Geschenk kann die schönste Überraschung stecken und in der schönsten Verpackung die grösste Enttäuschung.

Spannung, Anspannung (Muskelanspannung, Muskelkräpfe, Gewitter im Hirn wie Kopfweh, Epilepsie, Migräne, Schlaganfall...) sind doch nichts anderes als eine Entladung von Energie. Oder nicht? Das sollen andere klären und sich die Köpfe zerbrechen. Dafür hab ich mienen inzwischen zu lieb gewonnen.

Dann müssten wir doch "nur" die Anspannung in kreativer Energie freisetzen durch unser handeln. Das ist dann die Potentialentfaltung.
Und dann müssten wir wieder gesund werden. Also theoretisch. Wenn sich der Stress auch langfristig abbauen liesse. Zumindest könnten wir so verhindern, dass nachfolgende Generationen noch eine Schippe draufbekommen. Das wär ja auch schon mal ein Fortschritt.

Wie wahrscheinlich ist es denn , dass eine Generation dass in konstruktive Energie umwandeln und ausschütten kann , was viele Generationen angehäuft haben? Muss es dann nicht ebenso lange dauern, diese Energie wieder abzubauen? So wie bei der Kernenergie? Das mit der Endlagerproblematik?

Aber man soll ja nie nie sagen. Ich lass mich gern überraschen. Denn ansonsten würde ich ja in Schubladen denken. Das passiert meiner Amygdala ja auch aus Sicherheitsgründen. Eure macht das ja auch so. Wir werden sehen. Immer ein Schritt nach dem anderen.

Ich bin zufrieden. Ich mach einfach so weiter mit dem Dopamin-Bombing. Mal sehen was als nächstes kommt.

Ich hab für eine Bekannte den Boten gescpielt. Und dann ist es ja sehr anstrengend geworden. Das hab ich dann auch gemailt. Und die Empfängerin hat sich dann gemeldet und gemeint, sie telefoniert jetzt mal mit meiner Bekannten. Hoffentlich klappt es. Soviel Dopamin kann ich ihr nämlich allelin gar nicht geben, wie sie brauacht um ihr Nervensystem zu beruhigen.

Corona und die Distanzbestimmungen haben ihr ganz schön zugesetzt. Ich kann es rein logisch verstehen, auch wenn ich es nicht physisch oder physiologisch nachempfinden kann. Coronabedingungen sind meine natürliche Grundkonfiguration.

Die Freundin meiner Bekannten hat meine Bekannte maintenance-intensiv genannt. Wartungsintensiv. Das Wort find ich lustig. Habt Ihr auch wartungsintensive Bekannte , Freunde und Freukannte?

Ich weiss ja, dass sie nicht absichtlich so ist. Das ist einfach ihre Art. Das gehört zu ihr dazu. Die Woche war es mir einfach zuviel. Ich konnte nimmer.

Ich weiss jetzt auch wie das mit meinem Hirn mit den Heureka-Momenten funktioniert. Also wenn meine Amygdala wie durch die aktuellen Wetterreize noch überdrehter ist als sonst, dann verschafft sie sich Sicherheit und Beruhigung indem sie scheinbares Chaos ordnet. Das macht Euer Hirn auch so. Es versucht sich dann Sicherheit durch die Erkennung von Mustern zu verschaffen.

Wissenschaft funktioniert ja so und Algorithmen auch. Kann dann auch schon mal vorkommen, dass sie sich irren.

Schon seltsam Ordnung in meinem Zimmer kann ich nicht schaffen und mein Hirn tut das ganz alleine. Das ist aber auch kein Wunder, denn anscheinend braucht es genau das, um zu überleben. Das finde ich sehr spannend. Und deswegen hab ich es inzwischen sehr lieb gewonnen. Weil ich jetzt weiss, was es da tagtäglich für mich leistet. Ich bin ihm sehr dankbar dafür und versuch jetzt ihm seine Arbeit so gut ich kann zu erleichtern. Dass es nicht gar soviel Arbeit mit mir hat.

Also geniess ich jeden Tag, den es mir auf diese Weise schenkt. Solange es die Reize noch kompensieren kann. Wenn wir so weitermachen, dann wird es das vielleicht eines Tages nicht mehr können. Dann werden wir eh aussterben. Bis dahin will ich noch viel Dopamin-Spass mit meinem neuentdeckten Spielzeug und Superkräften haben.

Es ist nicht so, dass ich mich aktiv auf die Suche nach diesen Erkenntnissen mache. Sie "fliegen" mir quasi zu. Ich kann das schlecht erklären. Ich weiss ja auch nicht, wie das bei Euch funktioniert. Genauso? Anders? Ist das was besonderes? Oder einfach wie das Gehirn halt funktioniert, wenn man es in Ruhe machen lässt und nix erzwingt?

Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass meins das so macht. Aus Dingen, die ich gelesen, gehört oder irgendwie anders wahrgenommen habe, kocht es sich sein Süppchen zusammen und spuckt es dann aus. Dabei kann ich mich an diese Dinge oft gar nicht mehr erinnern. Das ist ja nicht so die Stärke meines Gehirns.

Das ist aber auch natürlich. Denn Big Data bezahlt man mit hoher Vergesslichkeit oder schwerer Auffindbarkeit. Daher kommen dann Wortfindungsprobleme. Danach suchen ältere Menschen auch &oml;fter, weil sie auch mehr Daten als jünger in ihrem Gehirn haben. Jüngere sind nicht unbedingt schneller. Sie müssen nur weniger Daten durchsuchen.

In einer nagelneuen Datenbank mit wenigen Daten ist es kein Kunststück schnell eine SQL-Antwort zurückzubekommen. Das geht fix. Zurück kommt ja auch fast nix. Macht das mal, wenn Ihr viele Daten und viele Tabellen habt! Wenn Ihr die nicht regelmässig reindiziert, dann wartet Ihr lange auf das Ergebnis. Ihr müsst ja viel mehr Daten durchsuchen. Dafür bekommt Ihr dann aber auch mehr Infos zurück.

!!!!!!ACHTUNG!!!!!!
Das hier ist mir WICHTIG!!! weil Ihr mir wichtig seid!!! Und ich mir auch Wir leiden unter dem Ich-habe-keine-Zeit-Syindrom? Wie können wir es lindern und heilen? Wie können wir gesund werden?

Warum verschieben wir unsere Zufriedenheit immer auf später? Wenn ich, du mal gross bist/bin.
Wenn die Schule vorbei ist. Nach dem Abschluss. Nach der Ausbildung. Wenn die Kinder aus dem gröbsten raus sind.
Wenn. ... wenn... wenn. Irgendein wenn ist immer.

Bis es zu spät ist.
Warum erlauben wir uns nicht im HIER und JETZT zufrieden und glücklich zu sein und dass zu tun, was wir wirklich möchten? Was uns wirklich am Herzen liegt, was wir gerade im Moment am dringendsten brauchen?

Für alle anderen nehmen wir uns Zeit. Unsere Zeit. Für uns bleibt nichts übrig. Wir hetzen durch das Leben, wollen nichts verkehrt machen und allen helfen, haben aber selbst schon lange verlernt um Hilfe zu bitten oder sie anzunehmen.

Sind wir uns das nicht mehr wert? (Obwohl ein Shampoohersteller uns das Gegenteil weismachen will?)

Wieso können wir uns nicht so annehmen wie wir sind? Für fremde Menschen haben wir Verständnis und sind nachsichtig, mit uns selbst und den Menschen, von denen wir täglich umgeben sind, gehen wir hart ins Gericht ("Ich Depp! Mei bin ich bleed! Etz schau bloss wie ich wieder ausschau?!?", "Der is a Depp! Mei is die bleed! ...")

Schliessen wir Frieden mit uns, hören wir auf gegen uns und das Leben anzukämpfen und wir werden frei sein, von dem Käfig der Vorurteile und Wertungen, die wir uns selbst auferlegen. Wir streben nach Perfektionismus, wollen alles richtig machen und vergessen, dass wir Zeit und Geduld brauchen um neues zu lernen und besser zu werden. Wir erwarten von anderen, dass sie perfekt sind.

In diesen Käfig haben wir uns selbst unbewusst aber freiwillig gesetzt. Weil es unsere Eltern und ihre auch schon getan haben. Wir haben das so gelernt von unseren Eltern und die wiederum von ihren.

Dabei steht die Tür unseres Käfigs offen. Wir mü,ssen nur den Kopf hinausstecken und die Fl&uul;gel ausbreiten und losfliegen. Unseren Käfig verlassen. Das erfordert Mut. Den Mut sich so anzunehmen wie ich bin, mit meinen Schwächen, Ängsten, Sehnsüchten und schmerzhaften Gefühlen.

Wir müssen uns eingestehen, dass wir uns ein Leben lang geirrt haben. Das tut weh. Ein schmerzhafter aber heilsamer Prozess.

Wenn Ihr losfliegt, werden sich diese Gefühle in Luft auflösen, denn der Schmerz kommt von Euren Gitterstäben, von Eurer Sehnsucht nach eben dieser Freiheit.

Doch wir haben uns so sehr an die Sicherheit dieses Käfigs gewöhnt, dass wir Angst haben ihn zu verlassen. Denn den Käfig kennen wir. Die Freiheit ist uns fremd. Deshalb macht sie uns Angst!

Und ausserdem bleiben alle anderen ja auch drin sitzen. Warum soll denn ausgerechnet ich damit anfangen? Gegenfrage: Wenn alle von der Aischbr¨cke springen, springt Ihr dann hinterher?

Weil Ihr es Euch wert seid.Weil dann Eure Sehnsucht gestillt werden kann. Weil dann der Schmerz nachlässt und die Wunden, die Euch diese schmerzhafte Käfighaltung hinzugefügt haben, heilen k&oml;nnen. Weil dann der Kampf gegen das Leben endet. Weil Ihr dann zum allerersten mal spüren werdet, was es heisst lebendig zu sein! Es lohnt sich. Das Leben ist wunderbar.

Wenn Ihr Euch Gesundheit, eine lebeenswerte Zukunft, ein gesundes Miteinander statt Gegeneinander, Freiheit und Gleichheit und Fairness für Eure Kinder, für alle Menschen wünscht, dann müsst Ihr sie Euch selbst zuallererst geben. Es beginnt uns selber. Mit unserer Haltung. Erst dann werden wir unser Verhalten ändern und dann verändert sich die Welt. Denn die Welt verändert sich durch unser Verhalten. Auch die Welt wird gesunden.

Das ganze unterstreiche ich noch mit dem folgenen Comic. Ich hoffe, ich kann damit an Euch andocken und Eure Sprache, die Sprache Eures Herzens, Eures Verstandes und Eures Bauches gleichzeitig sprechen. Ich möchte , dass Ihr mich versteht.

Denn es ist 5 vor 12! Wir haben es in der Hand! Die Einstellung und das Verhalten jedes Einzelnen macht einen riesigen Unterschied!

Wenn mir Euer präfronteraler Kortex jetzt noch nicht glaubt (Verstand, Hintergrundwissen) möchte ich ihn hiermit fragen: Was glaubt Ihr wie Superspreader entstehen?

Wenn sich ein Virus auf diese Weise so schnell verbreitet (Potentierung 2 hoch n , wobei n gegen unendlich geht), seht Ihr dann nicht wie sich auch Euer Verhalten, Eure Einstellung durch diese soziale Ansteckung auf dieselbe Art und Weise in Windeseile verbreitet?

Auch das geschieht über social contagion! Soziale Ansteckung! Warum sollte die Natur zwischen Gefühlsansteckung und Virusansteckung einen Unterschied machen? Ansteckung IST Ansteckung!

Der Unterschied existiert nur in unseren Köpfen, weil wir in Schubladen denken. Die Natur tut das nicht! Und wir können genausowenig in Schubladen handeln! Unser Handeln hat immer Wechselwirkungen und Nebenwirkungen.

Wenn das bei Heilkräutern und Medikamenten so ist (die ja aus Heilkräutern entstanden sind!), dann ist das überall so! Auch hier denkt Ihr wieder in Schubladen! Diese Barrieren in unseren Köpfen sind DAS Problem! Sie sind die Ursache all unserer Probleme!

Denkt und handelt Ihr unbewusst destruktiv (weil Ihr von Euch und Euren täglich umgebenen Perfektionismus erwartet! Dann seid Ihr sehr unbarmherzig mit Euch und Eurem Umfeld. Ihr sendet unangenehme Gefühle aus!) , dann verbreitet Ihr Angst und dieses destruktive handeln und denken breitet sich epidemieartig aus!

Warum ist das so?
Weil dieses Verhalten von anderen Amygdalas im selben Modus (die sich auch nichts gönnen) als Angriff und übergriffig wahrgenommen wird!
D.h. auch sie reagieren unbewusst mit Angriff und Verteidigung und damit mit destruktivem Verhalten.

Ihr meint es alle gut!!!! Ihr tut alle Euer bestes!!!! Und doch erzeugt Ihr eine Kettenreaktion der Zerstörung und des Angriffs.

Auch in der Natur! Das ist das Prinzip des Biofeedbacks! Ihr kennt das doch aus der Wissenschaft!

Warum reagiert meine Amygdala auf Hilfe von Euch mit Abwehr?
Weil eine chronisch hyperaktive Amygdala (und wir leben in einer Gesellschaft aus chronisch hyperaktiven Amygdalas!) hypersensibel auf Diskrepanzen, Disssonazen , Dinge die nicht zusammenpassen , reagiert!!!!

Unbewusst! Die innere Alarmanlage, die Sinne sind genau auf solche Dissonanzen eingestellt! Weil sie Gefahr bedeuten können!

D.h. unsere moderne Art zu leben , die zunehmende Technisierung hat uns und unser Nervensystem biologisch und physiologisch (evolutionär) gaaanz langsam und unbewusst so ver&aml;ndert, dass wir einander ständig unbewusst als Bedrohung wahrnehmen!!!!

Wir können diesen Prozess aber umkehren, indem wir uns dessen bewusst werden! Und mit diesem Unsinn des Strebens nach Perfektionismus aufhören! Und uns und damit alle Menschen so anzunehmen und lieben zu lerenen wie sie sind!

D.h. diese Veränderung beginnt in jedem Einzelnen von Euch! Ihr könnt Euch nicht aus der Verantwortung stehlen und mit dem Finger auf andere zeigen. Niemand IST Schuld!

Das ist ein Systemproblem! Hausgemacht. Jeder von Euch hat es in der Hand!

Deshalb tu ich jetzt etwas, was mir schwer fällt und sehr viel Mut erfordert: ich bitte Dich um Deine Hilfe! Ja, Dich mein ich!

Niemand kann das alleine. Wir haben uns die Suppe gemeinsam eingebrockt und jetzt müssen wir sie auch zusammen auslöffeln. Ich mag Suppe. Und Ihr?

Und wenn es Dir und Deiner Amygdala noch schwerfällt das für Dich selbst zu tun, dann tu es für die Menschen, die Dir am Herzen liegen! Das andere kommt dann irgendwann von selbst.

Aha... wieder was gelernt. Deswegen macht altruistisches Verhalten Sinn. Weil es Sinn gibt und evolutionär Sinn macht!

Damit hilft es uns zu heilen und gesund zu bleiben. Salutogenese.

Dann sind unsere Sinne unsere Antennen, um unseren Sinn im Leben zu finden. Bei mir hat das jetzt ja ganz gut funktioniert.

Ist das dann bei allen Menschen so? Sind wir die Wächter und Bewahrer der Natur, der Welt? Ich glaube schon. Denn wir sind die, die am beweglichsten sind. Bäume und Plfanzen können bei Gefahr nicht weglaufen. Wir schon.

Dann obliegt uns die Aufgabe sie zu beschützen und zu bewahren. Dann ist die menschliche Art der Wächter und Bewahrer des Planeten zu sein. Und die Technik und den Fortschritt und die Kollaboration dazu als Mittel zum Zweck zu benutzen.

Ich arbeite daran und bitte DICH! dasselbe zu tun. Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten. Denn DU machst einen riesengrossen (2 hoch undendlich) Unterschied!!!
Sei DU der Superspreader Deines Potentials.

Ich schreibe das hier, weil Ihr mir wichtig seid!!! Weil DU wichtig bist! Weil DU einen Unterschied machst!

Hör auf gegen Dich und Deine Natur zu kämpfen und nimm Deine wahre Bestimmung an! Wir brauchen Dich!

Denn auch wenn ich Dich nicht kenne, weiss ich, dass in Dir tief drinnen ein wunderbarer Mensch mit wunderbaren Fähigkeiten verborgen ist, auf den ich sehr neugierig bin und den ich gerne kennenlernen möchte.

Also lass es uns doch mal miteinander probieren. Denn ich kann soviel von , durch und mit Dir zusammen lernen. Und erst dann wirst DU Dich lebendig fühlen!

Warum solltet Ihr das JETZT tun? Ich habe doch keine Zeit, das ist doch jetzt nicht so dringend...

DOCH!!!! IST ES!

Erinnert Ihr Euch noch an die Biofeedback-Geschichte? Dass wenn Eure Amygdala Amok läuft also die Stressachse aktiv ist, auch Insekten auf Euch losgehen?

Auch Hunde reagieren auf uns mit Unruhe... und Katzen mit Flucht... als Kind sind die immer vor mir davon gerannt.

Ich hab neulich einen kleinen verunsicherten Jungen gesehen. Der stand unsicher aber neugierig neben unserem Nachbarn und mir, als ich seinen grossen gutmütigen Schäferhund gestreichelt habe.

Der Hund war von der Verunsicherung (Angst, hyperaktiven Amygdala des Jungen) verunsichert und ging direkt auf ihn zu. Er hat seine Anspannung, unbewusste Angriffshaltung gespürt und darauf reagiert.

Das Herrchen hat ihn beruhigt.

Ich konnte die Angst des Jungen auch spüren! Auch meine Amygdala reagiert auf ihn!

D.h. auch wir können Angst spüren, riechen!!! Denn sie ist mit Gefahr verbunden und die triggert unsere scharfgeschaltenen Alarmglocken!!!!

Noch ein Beispiel... meine wartungsintensive Bekannte mag keine Insekten, weil sie immer von ihnen gestochen wird!

Auch sie riechen diese Gefahr!! Denn der Stress unseres Lebensstils (Herbizide, Fungizide, Insektizide, Lärmverschmutzng, Lichtverschmutzung, fehlender Rückzugsort... ) versetzt auch sie in den Verteidigungsmodus.

D.h. wir haben unseren Stress und damit Druck an die Natur und an unsere gesamte Umwelt weitergegeben. Sie reagiert auf uns mit demselben Verhalten wie wir aufeinander unbewusst reagieren: mit Angriff!

Covid - 19: das ist ein Virus (also ein Organimsus) , der uns angreift. Warum? Weil wir ihn zuerst angegriffen haben und seine Lebensgrundlage genommen , verändert haben! Was bleibt ihm denn zum Überleben anderes übrig als sein Verhalten zu verändern und Artgrenzen zu überspringen?

Er tut das, was wir nicht getan haben: er verändert sein Verhalten! Weil wir unser Verhalten nicht verändern!

Warum sind auf einmal Gräser allergieauslösend? Pflanzen, die es schon seit Ewigkeiten gibt, lösen Unverträglichkeiten beim Menschen aus oder führen gar zum Tod?

Das war doch früher nicht so? Die Plfanzen gab es doch schon lange vorher. Was hat diese Veränderung ihres Verhaltens bewirkt?

Wir! Weil wir unser Verhalten nicht verändern!

Sie greifen uns an, weil wir sie angreifen. Weil sie uns und unsere Nervensysteme als Gefahr wahrnehmen! Weil sie uns als Bedrohung wahrnehmen und recht haben sie..., wir bedrohen sie ja! Wir helfen ihnen ja nicht!

D.h. sie greifen zu ihrer natürlichen Überlebensstrategie, die in unserem hyperaktiven Nervensystem zu den entsprechenden Reaktionen führt. z.B. Allergien.

Dasselbe könnte bei Zecken der Fall sein. Wenn sie unsere Angst riechen und sich dann auf uns fallen lassen... und uns dann mit Kranheiten infizieren (die aufgrund unseres im Alarmmodus befindlichen Organismus unser im Angriffsmodus heruntergefahrenes Immunsystem nicht abwehren kann).

Fallen Autoimmunerkrankungen nicht in dasselbe Schema? Hier greift sich unser Körper selber an. Weil wir ihn angreifen. Weil wir ihm nicht helfen.

Wir sind also in und um uns herum von laut schrillenden Alarmanlagen umgeben!!!!!! Was sollen sie denn noch machen, um unsere Aufmerksamkeit zu erregen!

Doch wir hören sie nicht! Wir sind taub. Denn wenn die Amygdala das Sagen hat, ist man ganz schlecht diese Dinge wahrzunehmen und richtig einzordnen.

Versteht Ihr jetzt die Zusammenhänge?

Wir müssen UNSEREN Angriffsmodus beenden! Die Kampfhandlungen (die unbewusst durch unser Denken und handeln über Generationen durch unsere zunehmende Technisierung ausgelöst worden sind) einstellen!!!

Und das gelingt nur, wenn Ihr aufhört gegen Euch und Euren Körper und gegen das Leben, Eure Mitmenschen, Eure Umwelt, Eure Natur , Euren Sinn , Eure wahre Bestimmtung anzukämpfen!

Denn wenn Ihr Frieden mit Euch schliesst, wirkt sich das in Eurem Handeln auf Eure gesamte Umwelt SOFORT!!! aus!
Ihr werdet es spüren!

Ich bitte Dich! Handel! JETZT! Nimm Dich so an, wie Du bist. Und wenn das (noch) nicht geht, dann versuch nachsichtiger zu Deinen Lieben zu sein, dann zu Deinen Kollegen, zu Deinen Kunden, zu Deinem Arzt, ....

Sei Superspreader des Friedens! Beende die Kampfhandlungen! Schliesse Frieden mit Dir und Deinem Leben und fang endlich an zu Leben!

Ich schreibe das, weil Du mir wichtig bist! Du , Dein Leben, Deine Gesundheit! Weil wir Dich brauchen! Weil wir das NUR GEMEINSAM! schaffen können!

Ich hoffe, es ist mir gelungen , an Euer Herz, an Euren Verstand und Euren Bauch zu appellieren (Fakten, Hintergründe und Wissen und Dringlichkeit!!!)

Wir haben keine Zeit mehr! Die Einschläge kommen immer näher und in immer kürzeren Abständen!
Vergeudet Eure Zeit nicht mit dem Suchen anch Schuldigen. Es gibt KEINE!
Im Gegenteil, wenn Ihr noch einen letzten Beweis braucht, dann ist es der: Wenn Ihr nach Schuldigen sucht, Schadenfreude darüber empfindet, wenn Menschen, die Covid lange geleugnet haben, nun selbst davon betroffen sind, dann ist das ein Zeichen dafür dass Eure Amygdala im Angriffsmodus IST!

Des is fei a ned grod as gsündeste! Und das ist wortwörtlich gemeint! Das ist ein Systemproblem , das wir NUR gemeinsam lösen können!
Wir, die Natur, unsere Lieben haben keine Zeit mehr! Fangt JETZT damit an! Macht es wie die Natur und verändert Euer Handeln! Sie weiss wie das geht!

Freitag: Die Erkenntnisse der letzten Woche haben mich und mein Hirn sehr verwirrt. Das ist ein gutes Zeichen. Es ordnet sich neu bzw. seine Sichtweise. Also, dass, was ich denke.

Im Endeffekt stellt sich grad heraus, dass das was ich schon immer unbewusst gespürt habe, wahr ist. Aus meiner Sicht wahr!
Aus Eurer Sicht muss das nicht unbedingt so sein... Aber ich glaube, da stimmen wir schon überein.... Denn wie sonst wären die Postkartensprüche, die Filme, die wir machen, die Märchen, die wir unseren Kindern vorlesen... sonst erklärbar? Sie enthalten ja auch diese Sichtweise in anderem Gewand, bei des Kaisers neue Kleider könnt Ihr das sogar wortwörtlich nehmen.

Das erklärt auch, warum Wissen unendlich ist, weil es unendlich viele Sichtweisen gibt. Denn es gibt immer wieder 2 hoch n neue Dinge zu entdecken. Forschen und Lernen ist damit unendlich. Das heisst auch , dass unser Potential grenzenlos ist. Grenzenlos ist auch nur eine andere Sichtweise zum Wort unendlich. Oder barrierefrei.... alle dasselbe... alter Wein in neuen Schläuchen (so hat es ein Kollege von mir ausgedrückt, mein Hirn kannte diese Sichtweise noch nicht und fand das sehr lustig, findet es immer noch).

Und weil es unendlich viele Sichtweisen gibt, ist alles relativ.
Wobei relativ und subjektiv auch dasselbe ist. Relativ ist von aussen, subjektiv von innen gesehen... und es gibt noch unendlich viele andere Sichtweisen.

D.h. also wir leben in einem Schlaraffenland der Möglichkeiten! Wow!

Wir brauchen bloss zuzugreifen.

Es nimmt uns auch eine riesige Last. Denn das zeigt auch, dass Ihr es nicht falsch machen könnt. Wie bei einem Herzstillstand.

Im Endeffekt könnt Ihr es so zusammenfassen: es spielt keine Rolle (für Euch natürlich schon! 2-Sichtweisen!), was Ihr tut, es kommt drauf an, was Ihr denkt.

Und da zwischen Denken und Handeln auch wieder Wechselwirkungen bestehen (in Euch und auf Eure Umwelt) funktioniert die selbsterfüllende Prophezeiung , Placebo (aber andere Sichtrichtung: Nocebo, Murphys law, Cassandra ...).

Warum ist das so?
Schon mal was von False Beliefs gehört? Oder optische oder akkustische Täuschungen (Echo)? Alles dasselbe... Nur eine andere Sichtweise.
Weil unser Hirn nicht dafür gemacht es ist , wie wir es heute benutzen wollen.

Das ist auch gar nicht seine Aufgabe. Seine Aufgabe ist es , uns am Leben zu halten. Atmet Ihr? Also dann macht es das verdammt gut!

Seine Aufgabe ist Energie effizent einzusetzen. Es ist also ein Adhoc-Organ. Euer 112 in Rufbereitschaft. D.h. es muss schnell und ordentlich gehen. Es muss funktionieren. Praxis siegt ü,ber Pefektionismus. Es kommt also auf die Qualität an.

Wenn Ihr schnell sein wollt, müsst Ihr die Dinge vereinfachen.
Wolllt Ihr genau sein, dann wird es kompliziert. Das geht auf Kosten der Schnelligkeit. Das brauch ich Euch nicht erzählen, weil Ihr das ja alltäglich erlebt.

Alles will geplant und gut bedacht werden.Und das versuchen wir mit unserem Gehirn zu machen, das aber gar nicht dafür gemacht ist. Seht Ihr das Problem? Das ist der Hebel der Erkenntnis. Kleiner Hebel (Ursache) grosse Wirkung und Nebenwirkung.

Also Ihr habt im Leben die Wahl zwischen schnell und pi mal daumen oder genau und langsaaaam. Euer Hirn entscheidet sich aus seiner Sicht (jede Sekunde zählt) für die schnelle Variante, die funktioniert. Und ich bin ihm auch unendlich dankbar dafür. Denn wenn es erst alles ins Detail planen würde oder kopflos losrennen und irgendwas machen und damit eine Kettenreaktion auslösen, dann wärt Ihr und ich schon lange tot.

Wir wären ausgestorben. Das ist glücklicherweise nicht der Fall. Hurra! Wir leben noch! Die Skeptiker unter Euch werden nun sagen: ja , aber (typisch sagt mein Hirn, mein präfronteraler Kortex sagt: Unsinn! Die Reaktion ist doch unberechenbar) wer weiss wie lange noch?

Ich sag es jetzt mal so: Das ist Euer Problem. Ich seh das anders. Und ich hab gute Erfahrungen damit gemacht. Sieht das bei Euch auch so aus?

Also für den Zweck unseres Gehirns (seine Aufgabe) ist es vorteilhaft die Dinge nicht so genau zu nehmen. Es heisst ja auch: der Zweck heiligt die Mittel. Das ist also damit gemeint.Es reicht vollkommen, wenn ich ungefähr so pi mal daumen (auch verschiedene Sichtweisen für ein und dasselbe) weiss, wie ich dahinkomme, wo ich hinwill. Es geht also praktisch vor. Denn diese praktische Vorgehensweise sichert sein (da ist es durchaus auch egistisch) und damit aber auch unser (also ist es gleichzeitig altruistisch, weil es z.B. auch das Herz angewiesen ist, die Lunge, damit es mit Sauerstoff versorgt wird) Überleben!

Wir können die Dinge nicht isoliert betrachten. Sie stehen in ständiger Wechsel- und Nebenwirkung! Und zwar 2 hoch n-fach! Es geht also gegen unendlich. (Superspreader-Effekt.. )

Das ist auch der Grund, dass , wenn man an einer Seite zieht und etwas verändert, keiner vorhersagen kann, was passiert. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten! Das liegt in der Natur der Sache und die ist unsere Natur.

Hach! Ich liebe diese Wortspiele! Und wisst Ihr was? Die sind nichts anderes als eine Kombination von unterschiedlichen Sichtweisen! So funktioniert auch Humor! Wir stellen zusammen, was zusammengehört, aber aus anderen Welten(Sichtweisen) stammt. Erstaunlich!

Deshalb ist Kreativität auch gar nix anderes als die Gegenüberstellung und Nebeneinanderstellung von unterschiedlichen Sichtweisen! Cool!

D.h. wenn Ihr in Eurer Welt bleibt, dann bleibt Euch die Welt verwehrt. Ihr lasst sie auch gar nicht hinein, weil Ihr sie aussperrt. Das ist mir ja mein ganzes Leben lang so gegangen. Ich habe an alle möglichen Türen geklopft und es hat keiner aufgemacht. Ich wollte Zugang zu Eurer Welt finden. Und wenn dann doch mal die Tür aufging, wurde ich schnell wieder (bei der nächsten Sichtweisenkollision) vor die Tür gesetzt! Des is fei a ned grod as gsündeste!

Warum ist das so? Wenn Ihr Euch wehrt , erzeugt Ihr Reibung. Also geht Eure kreative Energie flöten. Andererseits kann Eure kreative Energie auch nicht aus Euch heraus. Und wenn sich Energie anstaut, dann tut das weh!

Verwirrend? Okay. Ein einfaches Beispiel.
Nehmt mal einen Antistressball (oder eine Kondensmilchdose ) in die Hand. Drückt ihn. Tut gut, gell?

Weil Ihr Energie abführt. Also baut Ihr Stress oder Druck oder Anspannung ab. Alles verschiedene Sichtweisen auf ein und dieselbe Sache.

Nun wechselt mal die Perspektive. Mal angenommen Ihr seid jetzt der Antistressball. Wie sieht das jetzt aus? Fühlt sich das gut an? Eher nicht. Denn Euch wird Energie zugeführt. Druck. Stress. Und wenn man Energie einer Sache zuführt , dann wird sie kleiner. Kompakt. Arbeitszeitverdichtung ist auch eine Variante davon. Alles dasselbe , nur unterschiedliche Sichtweisen.

Ich hoffe, Ihr könnt mir noch folgen. Er findet das nicht so toll. Es tut weh. Schmerzhaft. Er spürt Spannung, Anspannung.

Ihr seht also eine Handlung (wenn Ihr denkt, werden ja auch physiologische, biologische und chemische ... Prozesse gestartet, also ist Denken auch eine Reaktion und löst auch wiederum seinerseits eine aus. Wir sind also gleichzeitig Opfer und Täter oder Verursacher und Betroffener, oder Kreativer und Inspirierter... alles ein und dasselbe , aber unterschiedlich Sichtweisen) erzeugt eine wahre Kettenreaktion. Die wiederum in Wechselwirkung zu anderen besteht.

Da blickt keiner mehr durch. Nein, ich auch nicht. Es ist halt so.

Denn Euer Hirn kann das ja gar nicht mehr durchdenken. Wenn Ihr das versucht, wird es irgendwann dicht machen. Es wird still im Oberstübchen. Das war zumindest bei mir so. Wenn es bei Euch etwas anders abläuft, ist dass den Varianten des Lebens, Eurer Neurodiversität, Eurer anderen Verdrahtung, dass Ihr anders tickt ... alles wieder dasselbe ... zu verdanken. Das ist nicht schlimm. Es ist halt so.

Ach so... da fällt mir ein, es kann auch mit Aufruhr reagieren. Das hatte ich auch schon. Das wär jetzt meine zweite Sichtweise...

D.h. es organisiert sich um.

Dasselbe Phänomen erlebe ich auch Zeit meines Lebens... in der Form der Reaktionen, die ich auslöse, wenn ich auf andere Menschen getroffen bin. Verwirrung, Ablehnung, Wutausbrüche, Explosionen, Schweigen, Stille, Gegenwehr (ja, aber...), Nicht-Wahrhaben-Wollen, Nicht-zuhören-können, Kidnapping meines Gesprächs , Logorhoe, jemand steht einfach auf und geht weg, die Hausärztin hat gelacht, die Frauenärztin hat dumm geguckt, ich werde als dumm bezeichnet, ich werde zum Schuldigen oder Sündenbock oder Mobbingopfer gemacht (gut, dass mein Hirn dank seiner ständigen Überlastung nicht nachtragend und so vergesslich ist) , jeamnd brüllt mich an, jemand hilft mir...

Ihr seht schon (und fühlt es wohl auch, weil Euch einiges davon bekannt vorkommt- Ihr habt ein Deja-vu. Das ist dann der Moment wo unsere Welten sich miteinander verschmelzen, der Aha- oder Heurekaeffekt ... auch wieder alles dasselbe... Es dockt an Euch an. Es findet Zugang... Wir kommen uns näher, wir nähern uns an.... Auch hier gibt es wieder unendlich viele Möglickeiten das ganze zu bezeichnen.

Warum ist das so? Na das ist doch logisch. Wenn es 2 hoch n (weil die kleinste Beziehung aus zwei Personen, Organismen, Synapsen, Einheiten (wieder Sichtweisen) besteht) und es n-fache Reaktionsmöglickeiten gibt!

Das bedeutet: die Natur ist unberechenbar oder sie steckt voller Möglichkeiten. Das hängt jetzt wieder von Eurer Sichtweise ab. And er Färbung kann ich erkennen (meine Sichtweise) wie es Euch geht. Das kann ich zum Andocken und zur weiteren Annäherung nutzen. Ich kann es aber auch nur vermuten. Anhand meiner bisher bekannten Sichtweisen.

D.h. dass ich mich oft irre. Wenn ich nachfrage, sag mal ich war verwirrt, weil das und das passiert ist. Ich seh das so..., weil ich erkläre meine Sichtweise ... . Dann versteht der andere was ich gesehen habe (ich zeige ihm meine Welt, meine Sicht, öffne meine Tür, gebe ihm Zugang. - wieder unendlich viele Sichtweisen) udn überrascht mich dann oft mit einer ganz anderen Erklärung.

Dann stutzt mein Hirn(irritiert, verwirrt ...) kurz , es gibt wieder unendlich viele Möglichkeiten wie ich darauf reagiere. Das hängt von den Umständen und meiner Verfassung ab. Bin ich müde, hungrig , ausgeschlafen, konzentriert, abgelenkt, hab ich es eilig, hab ich Zeit .... und alles steht wiederum wechselwirkend miteinander in Zusammenhang.

Das wirkt sich dann auch noch auf mein Gegenüber aus. Denn da wirken ja Botenstoffe, Spiegelneuronen, Oxytocin, .... Reagiere ich z.B. mit Humor und lache , dann muss mein Gegenüber das nicht unbedingt komisch finden.

Glaubt mir. Das hab ich oft genug erlebt. Mir geht es im Gegenzug ja dafür oft auch so, dass ich Dinge, die andere Leute lustig finde, eher traurig finde.

Sprich: Ihr könnt keine Reaktion vorhersagen! Weil die von so vielen Faktoren (2 hoch n) und Parametern abhängt! Es gibt also unendlich viele Möglichkeiten wie ein Gespräch verlaufen kann!

Ihr könnt dafür keine Regel , keinen Default festlegen. Weil es sie nicht gibt. Das scheint nur so. Das ist der Simplifizierung unseres Gehirns geschuldet. Es will in der Welt zurechtkommen und dafür reicht eine ungefähre Vorstellung.

Das Ergebnis ist, dass wir oft aneinander vorbeireden oder uns gar nicht verstehen, wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. Deswegen erkläre ich Euch das hier. Ich hoffe, Ihr konntet mir folgen. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben. Mehr kann ich nicht tun.

Ich weiss nur dieses Austauschen der Welten und Eintauchen und Rein- und Beschnuppern der anderen und er Sichtweisen, die ich im Laufe meines Lebens von anderen als wertvolle Gaben und Geschenke bekommen habe, machen das Leben reicher.

Weil wir uns nur dann verstehen, wenn wir dieselbe Sprache sprechen. Und das gelingt nur im Tauschhandel. Spielerisch. Wie bei einem Tennismatch. Da wisst Ihr ja auch nicht vorher wie der andere den Ball schlägt.

Beim Schach ist das ebenso. Ich habe keine Ahnung von Schach. Aber wenn ich etwas tue, was noch niemand vor mir getan hat und das sollte ja möglich sein, weil ich ja unendlich viele Reaktionsmöglichkeiten habe... z.B. Wenn einen Fliege mich ärgert und ich bin ungeschickt und werfe das Brett um... Und es weiss keiner mehr wo die Figuren standen, dann ist das Spiel auch aus.

Versteht Ihr? So jetzt habe ich zahlreiche Reaktionen und Kettenreaktionen und Gegen- und Wechselwirkungen ausgelöst.

Ihr könnt es übrigens auch gar nicht mehr aufhalten. Also den Prozess. Eine Kettenreaktion hat das so an sich. Denn Ihr wisst ja gar nicht mehr wo Ihr einhaken sollt. Das ist ja auch das Problem bei Corona. Deswegen gibt es da ja so viele Sichtweisen. Man muss es erst ausprobieren! Es geht gar nicht anders.

Und selbst dann, wenn ich ein zweites mal, genau dasselbe tue, kann das Ergebnis ein ganz anderes sein, weil unzählige Faktoren daran beteiligt sind. Auch das hat eine Kettenreaktion so an sich.

Und was sollen wir jetzt tun? Ich weiss nicht was Ihr tut. Ich kenne Eure Welt ja nicht. Und selbst dann gäbe es 2 hoch n-Möglickeiten wie Ihr reagiert. Und am Beispiel von Corona seht Ihr sie ja alle. Klopapierkaufen, Hamstern, einen Schuldigen suchen (den gibt es nicht! Wir sind entweder alle schuld oder keiner), Leugnen, Verschwörungstheorien, lustige Masken nähen, Corostereier basteln, Corona-Comics zeichnen ....

Ich für meinen Teil, werde das tun, was ich unbewusst (und viellecht erzeugt das ein Deja-vu bei Euch, ein Kribbeln im Bauch oder im Hirn...) immer getan und gewusst habe: lass die Natur einfach machen.
Denn: ich habe gelernt (meine Sichtweise) : ich kann es nicht falsch machen! Und das ist eine ganz schöne Erleichterung. Spannung fällt von mir ab. Ich höre also auf dagegen anzukämpfen. Ich lass los. Ich vertrau. Ich glaube. Ich erwarte nichts. Ich mach einfach, ich denke barrierefrei ... (all das sind auch wieder verschiedene Sichtweisen, die Digne zu sehen).

Und im Endeffekt mach ich eins: ich mach einfach so weiter wie bisher. Ich atme, also lebe ich. Also hab ich alles richtig gemacht. Und wenn ich so denke, dann freut sich mein Hirn und setzt kreative Energie frei. Und damit hab ich das hier zusammengeschrieben. Und das geht mühelos, wie von selbt, magisch, spielerisch ... es macht Spass!

Und den möchte ich gerne mit Euch teilen, weil Energie , die ich freisetze viel bewirken kann.
Was: das bestimmt nur einer : IHR selbst! Und nicht mehr und nicht weniger will ich damit sagen.
Q.E.D.
Und mehr liegt auch nicht in meiner Hand. Ich kann die Dinge in Gang setzen und sie können als Bumerang auch wieder bei mir landen. Es kann ein Tennismatch werden oder eine einseitige Angelegenheit.

Ich tu was ich kann und mehr kann ich nicht machen. Und dann lass ich los und vertrau auf mich, auf Euch und die Natur der Dinge. Auf die natürliche Ordnung. Es wird sich alles finden. Morgen ist ein neuer Tag. Alles wird gut. Wer weiss, ob ich morgen noch leb.

Denn ich habe gelernt, das was mir mit meinem Papa passiert ist, dass ich das Gefühl hatte, es ihm nie recht machen zu können, liegt nicht an MIR! Es liegt auch nicht an meinem Papa.
Es liegt daran, dass wir uns unserer unterschiedlichen Welten und Sichtweisen nicht bewusst waren und sie deshalb nicht austauschen und in die andere eintauchen konnten.

Verwirrung, Irritation, Missverständnis, Kommunikationsproblem das ist alles dasselbe!

Ich habe also gelernt (meine Sichtweise): Es liegt am Moment und was Ihr draus macht!

So und darauf bin ich jetzt gespannt. :)

Ich wünsche Euch ein schönes nachdenkliches Wochenende voller Erkenntnisse! Zu Risiken und Nebenwirkungen kann ich in anbetracht der Komplexität der Natur keine Haftung übernehmen.

Lustig... mit diser Sichtweise kann das Euer Apotheker und Arzt aber auch nicht...

Mir bleibt also nur Euch viel Spass bei der artgerechten Nutzung Eures Gehirns zu wünschen. Und Euch im wahrsten Sinne des Wortes mit anderen zu VERNETZEN! Also das kouml;nnt Ihr auch noch wortwörtlich nehmen. Auch dies tue ich hiermit.
Ich arbeite daran :)
Aber Vorsicht: es könnte Spass machen! :)

Ob ich wohl so unbeschadet durch das Leben gekommen bin, weil ich mich an den Zustand der Verwirrung, Irritation so gewöhnt habe? Wenn das für mich gelten sollte, ist das bei Euch vielleicht auch so?

Denn wenn ich vieles anders sehe (wobei es logisch betrachtet, Euch auch nicht anders gehen dürfte! Ist das so? ) , dann gewöhn ich mich ja langfristig dran. Und Routine tötet die Wahrnehmung. Wir nehmen das also gar nicht mehr als Gefahr wahr.

D.h. wir sehen und hören und spüren das dann auch gar nicht mehr. Dank der wunderbaren Windungen und der wunderbaren Funktionsweise unseres Gehirns!

Wow! Ich bin sprachlos...

Ist ja lustig... das erklärt ja auch die irrige Reaktion, dass jemand, der sagt, er ist sprachlos , redet wie ein Wasserfall! Das hört nie auf....

Deswegen kann ich mit den Assoziationen auch nicht aufhören, weil es kein Ende nimmt!! Versteht Ihr? Es ist ein Ergebnis des Möglichen. Der wunderbaren Natur. Und deshalb seid Ihr alle wunderbar!

Und ich mache es jetzt auch mal wie die Leut in Ihren Büchern machen. Danksagungen ... Also : Ich danke dem lieben Gott, der wunderbaren Natur, meiner wunderbaren Familie , meinen Freunden, alle wunderbaren Menschen, denen ich begegnen darf und durfte ... also allen 2 hoch n-fachen (die Liste müsste also laut meines präfronteralen Kortex gegen unendlich gehen ;) Das erklärt warum die Danksagung so lange dauert (Laudatio) und der Abspann eines Films so lang ist (weil da so viele Leute beteiligt sind) ....

Ich sag es mal anders. Ich freu mich, dass ich lebe (das inkludiert alles) und dass ich lebendig sein darf. Und ich danke Euch für alle wunderbaren Sichtweisen und Ein- und Ausblicke ... , die Ihr mit mir teilt. Denn teilen macht reich. Weil das grossherzig (ganzherzig) macht und ist. Und das eint.

Also vielen Dank für das tolle Teamwork!
Ihr seid wunderbar! Bleibt wie Ihr seid (meine Sicht) und tut was Ihr wollt (Eure Sicht).

Noch eine Erkenntnis: also wir können nicht nicht teamworken! Wir wirken ja alle wechselseitig aufeinander ein. Damit könnt Ihr diesen Begriff auch aus Euren zukünftigen Stellenbeschreibungen streichen. Meine Sichtweise und die meines präfronteralen Kortex.

Was mich betrifft, ich werde Euch weiter mit neuen Sichtweisen und deren Wechselwirkungen beglücken. Meine Sicht. Weil ich gern diesen Spass teile.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr weiter Einsicht, Umsicht, Rücksicht und Neben- und Wechselwirkungen mit mir teilt. In diesem Sinne: bleibt neugierig und denkt barrierefrei! (meine Sicht und mein Wunsch)

 
Lebensentscheidungen - Die Glaa aus ERH 2020
10.10. bis 16.10. die Dominosteine fallen ...

Samstag: Mir ist jetzt das Muster , wie das mit dem echten authentischen Kontakt zwischen Menschen funktioniert, eingefallen. Also machen tu ich das ja schon länger. Jetzt bekomm ich langsam "ein Gefühl dafür"

Mein Hirn hat anscheinend jetzt ein Muster aus den Experimenten herausgefiltert.

Das Fundament bildet erstmal die Basis, dass ich den Streithähnen (in dem Fall heut früh meinen beiden Grazien daheim), erkläre, dass sie zwei unterschiedliche Sichtweisen haben. Ich hab das mit zwei Tassen gemacht.

Also meine Schwester mag Kaffee. Und meine Mama trinkt Tee. Dann hab ich meine Schwester gefragt, was sie macht, wenn Ihr Mama mal eine Tasse mit Tee statt mit Kaffee hinstellt.

Da meldete sich gleich ihre Sichtweise in der Interpretation der Handlung meiner Mama: Dass sie a Depp is.
Ja, ich weiss, der Umgangston lässt zu wünschen übrig. Das ist halt bei jahrelang nebeneinander herredenden Amygdalas so. Ich kann es auch nicht ändern. Das liegt auch da dran, dass dem Hirn der Umgangston gar nicht mehr auffällt. Weil die Routine die Wahrnehmung trübt. Das heisst, wenn man lange zusammen ist oder arbeitet, dann nimmt man den anderen als sebstverständlich wahr. Danke und Bitte schläft dann irgendwann ein.

Das ist keine Bösartigkeit. Das ist einfach wie unser Hirn funktioniert. Denn es automatisiert halt was geht, denn seine Aufgabe ist ja Euch am Leben zu halten. Ihr sollt Euch halt pi mal Daumen irgendwie zurechtfinden. Und da reicht das vollkommen aus.

Ich hab ihr dann erklärt, dass das ja einfach ein Versehen gewesen sein kann. Wenn Mama abgelenkt oder in Gedanken war. Und die Tassen vertauscht hat. Tja, erklärt das mal einer hyperaktiven Amygdala... da braucht Ihr erstmal Geduld , Zeit und Nerven! Es kostet wahnsinnig viel Energie!

Das andere Nervensystem meiner Mama steht dem meiner Schwester in nix nach. Das mit den Tassen und den Sichtweisen, dass jeder in seiner Tasse halt seine Erfahrungen hat und die eigenen mit denen des anderen NICHTS! zu tun haben und ich ihn also auch nicht danach bewerten kann, also nach eigenen Masstäben, hat sie verstanden.

Nun ist es aber noch ein himmelweiter Unterschied, das zu Wissen und das Wissen auch wirklich anwenden zu können! Das erfordert Übung. Übung macht den Meister oder die Masdera.

Auf jeden Fall bin ich dann fort, weil ich danach erstmal eine Pause brauchte, weil das echt anstrengend war. Da werkelten beide einträchtig im Garten.

Als ich heimkam , schimpfte meine Schwester laut vor sich hin. Und das ging meinem Nervensystem auf das selbige. Also hab ich meine Mama gefragt, was denn los ist. Sie : Nix. Ach die schimpft bloss so rum.

Da mir erstens die Antwort ja nix an der Schimpferei meiner Schwester ein Stockwerk tiefer änderte und ich ja die Sichtweise meiner Schwester kennenlernen wollte, hab ich sie also gefragt.

Die war ganz anderer Meinung und stinksauer.
Was war passiert?
Also Mama hat einen Handwerker bestellt und ihr ist es halt unangenehm, wenn es so unordentlich aussieht. Sie hat sich nur gewünscht, dass meine Schwester etwas aufräumt und das auch so gesagt. Das Problem ist erstens, dass sie das schon öfter gesagt hat und dass meine Schwester was ganz was anderes gesagt hat. Das damit in direktem Zusammenhang steht.

Meine Schwester hat verstanden: "Ich bin ein Depp."

Ihr seht das Dilemma? Das ist das übliche. Die Suche nach dem Schuldigen. Den gibt es halt nicht nur unendlich viele Gründe für das Handeln.

Bedenkt bitte, dass es gleich beim ersten mal klappt ist sehr unwahrscheinlich. Ausserdem hab ich festgestellt, dass das Hirn erst mal drüber schlafen muss. Das ist also völlig natürlich, dass das nicht gleich klappt. Weil es Übung erfordert. Bedenkt wie lange dieses Denken im Hirn schon da ist!

Das ist wie wenn Ihr einen Hund einmal wenn er am Tisch bettelt, was abgebt. Antrainiert ist es schnell, Abtrainieren dauert... Also überlegt Euch das gut! Deswegen spart vorheriges intensives Nachdenken, was und wie ich jemandem was erklären möchte, viel Zeit und Energie. Weil die Zeit sinnvoll investiert ist. Und am Anfang nur Euch Denker betrifft. Also spart Ihr schon mal 2 hoch n Zeit ein!

Ich bin dann als Übersetzer (Mediator) dazwischen und habe jeweils einzeln die Sichtweisen auseinanderklamüsert. Einsicht erfolgte nicht. Weil das halt im Hirn mit dem Umdenken nicht so schnell geht.

Mal sehen, wie es das nächste mal läuft. Jetzt werd ich einfach mal drauf vertrauen, dass das ganze seinen Gang geht. Und wenn nicht, kann ich ja nochmal nach ein paar Versuchen, schlichten.

Das hätt ich jetzt auch nicht erwartet, dass ich im zarten Alter von 47 noch zum Mediator und Schlichter werde. Obwohl.. ich hab es auch früher schon immer versucht. Aber da hab ich nicht verstehen und lernen können, weil mir das Hintergrundwissen fehlte, was ich falsch machte. Deswegen muss ich (und Ihr auch) erst die Dinge verstehen, ein Muster identifizeren und erst dann kann ich anfangen es anzuwenden. Ich gehe also in das Feldprojekt über. Und zwar in der Praxis und nicht in der Klinik.

Klinische Studien entsprechen den Praxis-Wechselbeziehungen und Nebenwirkungen nicht. Also kann zwischen Theorie und Praxis ein himmelweiter Unterschied sein. Feldforschung müsst Ihr im echten Leben machen. Das kostet nichts. Nur Zeit. Ihr guckt einfach zu und beobachtet was passiert. Und dann guckt Ihr, ob Eure Testparamter stimmen. Und dann ändert Ihr sie bei Bedarf ab.

Erstaunlicherweise geht das schneller als Ihr denkt, weil Ihr erst hinterher merkt, dass Ihr in diesen Situationen dabei wart und sie beobachtet habt! Dann wird es Euch bewusster und auch was noch nicht so gut geklappt hat. Und dann wendet Ihr es an und probiert rum. Das ist forschen. Das kann jeder. Das kostet nur Zeit und macht Spass. Leute gucken mag ich für mein Leben gern. Und gebt es zu Ihr doch auch. Neugier ist ein sehr menschliches Bedürfnis. Es sichert unser Überleben.

Wenn unsere Vorfahren nix ausprobiert hätten, dann wären wir längst ausgestorben.

Eh Ihr es Euch verseht, habt Ihr ähnliche Testprojekte in unterschiedlichen Bereichen: Daheim und im Beruf , auf der Strasse ... Der Zufall spielt da mit. Und der Zufall besteht aus 2 hoch n-fach vielen Möglichkeiten ;-)

Ich vertrau jetzt einfach mal auf die zwei, dass es nächstes mal besser klappt. Denn wenn ich Druck mache, geht es mir wie meiner Mama und die Wahrscheinlichkeit geht gegen 0 (ach.. die Wahrscheinlichkeitsrechnung hammer etzerdla a nu gstreift...) und meine Schwester ist wütend auf mich, weil ich Ihr das nicht zutraue. Ich zitiere sie hier nochmal:"Du sagst, dass ich a Depp bin."

Immerhin ist das ein Vorteil zu allen vorigen misslungen Versuchen. Diesmal könnten sie es anders machen. Also das Wissen haben sie jetzt. Aber verstanden haben sie es noch nicht!

Ihr könnt Verstehen und Verständnis (soziale Intelligenz , Empathie , auch wieder alles dasselbe) halt nicht mit dem Nürnberger Trichter übertragen.

Immerhin konnte ich mich heute zum ersten mal mit meiner Mama verständigen. Versteht mich nicht falsch: wir haben auch vorher gedacht, dass wir miteinander reden. Allerdings stimmte das nicht, weil jeder die Sicht des anderen nicht verstand. Und so missverstand.

D.h. wir haben es also nach 47 Jahren endlich geschafft Kontakt zueinander herzustellen!

Meinem Papa ist das ein Leben lang nicht gelungen.

Ihr findet das erschreckend? Ich auch. Aber ist es denn bei Euch anders? Versteht Ihr Euch denn wirklich? Hat Euer Gegenüber, das was Ihr gesagt habt auch wirklich so verstanden, wie Ihr es gemeint habt? Oder in seiner Sichtweise Eure Reaktion interpretiert?

Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ich denke verstanden zu haben, was der andere gesagt hat, oder ob ich ihn gefragt habe, was er damit gemeint habt. Ihr glaubt mir nicht: Probiert es doch mal aus! Ihr werdet überrascht sein. Es gibt nämlich 2 hoch n Möglichkeiten. Also 2 hoch n - 1 andere als Eure. Wie wahrscheinlich ist es da, dass Ihr Euch irrt? Eben!

Meine Mama denkt so: sie sucht bei anderen Menschen nach Verhalten , das ihrem ähnlich ist.
Tja, das funktioniert bei mir halt grad NICHT! Denn ich habe 47 Jahre niemanden gefunden, der mir ähnlich ist!
Autisten laufen hier bei uns leider nicht haufenweise herum, und wenn , dann ist ja die Kontaktfreude genau das Problem. Und wenn man nicht fort geht, weil man keinen Grund dazu hat (ihr geht mit Freunden fort oder um Freunde zu treffen, das fiel bei mir mangels Freunden weg), dann bleibt mer halt dahamm. Und da kommen selten welche vorbei und klopfen an.

Ausser sie sind so wie ich gestrickt... meine Amygdala, mein Hirn muss ja trotzdem irgendeinen Default konfigurieren, um sich in der Welt zurechtzufinden. Da wo Eures das mit dem Schubladendenken löst, musste meines zu einer anderen Lösung greifen. Denn es will ja irgendwie überleben. Ja, auch ein Autistengehirn möchte mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoff versorgt werden. Ob Ihr es glaubt oder nicht.

Da bei mir also die Lösung mit Gemeinsamkeiten (ich weiss nicht, ob noch andere existieren, es ist möglich, das weiss ich erst, wenn ich welchen begegne. Guckt doch mal wie Euer Oberstübchen das so macht. Was ist Eure Basiskonfiguration?) mangels derselben ausfiel, griff es zur genau entgegengesetzten Lösung. Was ich logisch und auch sehr cool finde.

Es suchte nach den Gemeinsamkeiten in den Unterschieden! Also in den Ausreissern. Das sind, die , die Euer Gehirn aus Eurer Gleichung eliminiert. Ich existiere also in Eurer Welt gar nicht.

Im Gegenzug Ihr aber in meiner auch nicht. Tja und das erklät meine 47 - jährigen gescheiterten Kontaktversuche. Ich klopfte an und mir wurde nicht aufgetan.. oder mir wurde die Tür nach einem kurzem und für mich immer merkwürdigem, verwirrendem und auch schmerzhaftem Intermezzo (stellt Euch das mal vor! 47 Jahre lang unter Menschen aber trotzdem allein. Genau so fühl ich mich unter Menschenmassen heute noch.... wie von einem fremden Stern. Weil es genauso ist!).

Nicht mal meine Eltern verstanden mich!!!! Weil ich anders war. Ich wusste aber nicht, dass ich anders war als sie. Und umgekehrt. Und das ging und geht mir mein ganzes Leben so. Deswegen passe ich auch in kein System. Ich bin nämlich eine Anomalie, die gar nicht darin vorkommt.

Nach jahrelangen Fehlversuchen irgendwo anzudocken (mit dem was ich unter Kontakt verstehe: offen , ehrlich, authentisch, Big Talk, direkt, etwas tollpatschig und ungeschickt wie ein junger lebensfroher Golden Retriever, der mangels Kenntnis meiner Sichtweise für eine zähnefletschende Bestie gehalten wird oder schlimmeres ... ) gab mein Hirn auf.

Als ich meiner Ergo erzählte, dass Ihr den Sehfehler der Ungenauigkeit Eures Gehirns ja nicht bemerkt, weil Ihr in der Masse ja doch irgendjemanden findet, der Schnittmengen mit Euch hat , ich aber nicht, sagte sie dazu spontan: "Du arme Sau!"

Tja. Das trifft es ganz gut.

Es musste also irgendwie damit zurande kommen, dass ich halt eine Kein-Anschluss-unter-Dieser-Null-Nummer war. Also fand es sich einfach damit ab und tat das einzige was ihm übrig blieb, es konzentrierte sich, auf die Ausreisser.

Im Endeffekt könnt Ihr unser Denken so vergleichen. Ich komm aus der entgegengesetzten Richtung Eures Denkens.

Bei mir ist alles umgekehrt!
Meine Sicht stellt das genaue Spiegelbild Eurer Sicht dar.

Wenn Ihr mir also aus Eurer Sicht etwas erklärt, dann kann ich das Ziel gar nicht finden. Denn ich komme aus der entgegengesetzten Denkrichtung.

Das erklärt z.B. warum bei meiner Mama hinten und vorn genau andersrum als bei mir ist. Ich interpretier es genau umgekehrt.

Ich bin also ein Geisterfahrer. Allerdings hat der einen Vorteil: Der sieht dass ihm die anderen entgegenkommen. Ich hatte keine Ahnung und auch keine Chance das herauszufinden. Kein Wunder, dass ich mich nur schwer unter Euch zurechtfinden kann.

Ihr habt also mich als komisch angesehen und ich Euch. Wir hatten beide recht. Ich bin also eine andere Variation des 2 hoch n-möglichen. Mein Leben war also äusserst verwirrend. In vielfacher Hinsicht.

D.h. schon die Basiskonfiguration wie mein Hirn die Norm interpretiert (das , was ich kenne), ist genau das Gegenteil, was Ihr darunter versteht.
Damit stimmt die Behauptung : alles ist relativ. Ja, denn sogar die Norm ist es!

D.h. bei mir ist nicht nur die Sichtweise anders (was wohl die Regel ist) sondern auch noch das Simplifizierungsdenken meines Gehirns. Ich nehme also anders wahr! Genau entgegengesetzt.

Wenn Ihr sagt: "Das glaub ich nicht." dann glaubt Ihr nicht, dass Ihr das schafft.
Wenn ich das sage, dann glaube ich nicht, dass Ihr damit recht habt. Also genau umgekehrt. Denn bei mir ist ja genau das der Regelfall.

Aus dieser anderen Basiskonfiguration ergibt sich dann in der Folge freilich auch eine vollkommen andere individuelle Sichtweise meiner Welt. Die von menschlicher Abnlehnung durch Missverständnisse geprägt war. Ich kann also zu Recht behaupten, ich bin ein wandelndes Missverständnis. Ich kann hingehen, wo ich will, mich umgibt Verwirrung. Ich werde urplötzlich aus mir unverständlichen Gründen angeschrien, ausgelacht oder schlimmeres...

Das passiert, weil Ihr Euren Mass-Stab (Sichtweise, der Euch einige Schnittmengen trotz seiner Ungenauigkeit aufgrnnd der Masse beschert), auf mein Verhalten anlegt. Zur Erinnerung: den Ausreisser, den ich darstelle hat Euer Gehirn aus seinem Weltbild elimniert. Ich kann Euch aber versichern, ich existiere wirklich!

Nur mein Verhalten hat komplett entgegengesetzte Gründe. Was passiert: mein Verhalten irritiert und vewirrt Euch (aus meiner Sicht es ist genau umgekehrt). Ihr sagt: Die ist komisch. Und ich sage: Ihr seid ALLE komisch!

Für mich wurden also Irritationen, Missverständnisse, plötzliche Wutausbrüche, Beschimpfungen, Affenträtzen zur Norm. In meiner Wirklichkeit wurden sie zur Regel. Bei Euch sind sie die Ausnahme.

Ich hatte auch keine Chance aus dieser Nummer rauszukommen, denn ich wusste ja nicht, was ich "falsch" gemacht hatte. Für mich wart Ihr ja "falsch".

Und Ihr wisst ja jetzt, was passiert, wenn etwas ständig um Euch rum ist, Euer Hirn nimmt es nicht mehr wahr und blendet es aus. Weil es so funktioniert.

D.h. ich nahm nicht mal wahr, dass andere Menschen anders behandelt wurden. Ich dachte das geht allen so. Damit hat es mich auch vor vielen Verletzungen geschützt. Also ich hab viel übles erst hinterher so richtig mitbekommen, also ich die Autismusdiagnose bekam. Nach 47 Jahren.

D.h. im Regelfall reagiere ich auf Irritationen , Verwirrung und Wutausbrüche gar nicht. Irrtümlich - zumindest kam eine Psychologin zu dem Schluss, dass ich gar keine Gefühle hatte!

Stellt Euch das mal vor. Du bist die ärmste Sau auf der Welt und fühlst Dich von der Welt und Deinen Eltern und Deiner Schwester missverstanden. Obwohl ich das damals mangels Erfahrung gar nicht wusste. Ich dachte, das gehört so.

Mein Gehirn gewöhnte sich auch daran. Und so fiel das ganze also erst dieser Psychologin im Krankenhaus, wo ich auf Reha war auf. Die sagte es mir leider nicht, sondern ich bekam nur einen Zettel, gesagt: das muss auf einer höheren Ebene geklärt werden, was ich aufgrund meiner anderen Wahrnehmung wortwörtlich nahm und meinerseits missverstand. Über dem 10. Stock war doch nichts! Häh?

Ich blieb also noch verwirrter zurück als ich sonst schon war. Der Heilung zuträglich war das alles nicht. Es wurde schlimmer. und das ist logisch, weil schon die Reize dort zu intensiv waren. Leider wusste ich das zu dem Zeitpunkt noch nicht, weil ich keinen Vergleich hatte wie Ihr die Welt wahrnehmt (auch daran gewöhnt sich das Hirn) und ich erst aufgrund dieses Missverständnisses dann Jahre später herausfand, dass ich Autist bin.

Das war ein langer hirnwindender Weg. Dass mir jetzt auch noch attestiert wurde, dass ich zahlrieche Störungen haben sollte, hat die Situation auch nicht verbessert. Ich nahm mich ja als normal wahr. Also ich kannte mich nicht anders. Ich war ich. Und einen anderen Vergleich hatte ich auch gar nicht. Und das reichte mir vollkommen.

Ich hatte ja schon mit den Verwirrungen des Alltags genug zu tun. Und jetzt stelle ich fest, dass Ihr ja auch lauter Anomalien seid, die halt einfach mehr Schnittmengen haben.

Unter anderem war da auch eine Anpassungsstörung dabei. Dabei ist mein Hirn so, weil es genau das Gegenteil davon ist! Es hat unter widrigsten Umständen überlebt! Ihr seht also: Auch Anpassungsstörungen sind relativ. Denn Ihr seht : ich kann mich nicht an Eure Norm anpassen (die ja gar nicht existiert, denn auch die Norm ist relativ). Eure Definition von Anpassungstörung für mich ist aus Eurer Sicht, dass ich mich nicht an Eure Norm anpassen kann. Stimmt. Das lässt mein Hirn ja gar nicht zu! Und aus meiner Sicht, ist es ja genau das Gegenteil, weil es unter widrigsten Bedingungen überlebt hat.

Im Gegenteil es zog mir den Boden unter den Füssen weg. Denn ich hatte mich ja nie so wahrgenommen wie man es mir jetzt vor Augen führte.

Ich meinte es gut und war halt tollpatischig und unsicher (kein Wunder mit Dauermuskelanspannung , da seid Ihr auch nicht besonders grazil und beweglich - wie würde es Euch denn gehen, wenn Ihr von lauter unberechenbaren Menschen umgeben wärt? Eure Aymgdala würde auch Amok laufen.

Nicht weil ich Angst habe... im Gegenteil, ich traue mich Dinge, die sich viele aus der Gegenrichtung nicht trauen. Sondern weil mein Hirn Euer Verhalten schlichtweg nicht einordnen kann! Ihr seid für mich alle unberechenbar (was Ihr jetzt lustigerweise durch meine Berechnung auch tatsächlich seit, also ist mein Hirn ja irgendwie sogar genauer als Eures und ich sehe die Anomalien)! Ich kann nix dafür! Mein Hirn ist einfach anders konfiguriert!

Ihr vergleicht Euer lautes buntes blinkendes Windows-Betriebssystem mit einem Linuxserver ohne grafische Oberfläche. Ihr vergleicht Äpfel mit Birnen! Was kann denn die Birne dafür, das sie kein Apfel ist? Das liegt in der Natur der Birne. Das ist doch nicht ihre schuld!

Tja, mangels hirnphysiologischer, neurologischer Erkenntisse und der entsprechenden Zusammenhänge wurden meine tollpatschigen , unsicheren, aber angesichts der Umstände und für mich unüberwindbaren Hürden und mein Verhalten, als Störung identifiziert. Das ist nicht schön, wenn man immer stört. Da fühlt ihr Euch auch nicht willkommen. Und wenn Ihr Euch noch nie im Leben sicher gefühlt habt, weil das Euer Nervensystem aufgrund seiner gegenrichtungskonfiguration gar nicht zulässt, weil es naturgemäss all das nicht aushalten kann, was Euch ausmacht und Euch auch nicht, dann möcht ich mal sehen, wie Ihr damit zurechtkommt. Lustig ist das nicht. Im Gegenteil. Ich habe viel geweint.

Mein Gehirn sieht die Welt also aus der Sicht wie es arbeitet! Praktisch. Effizient. Und das ist dann halt auch seine Stärke.

Ich nahm mich als falsch wahr und hatte keine Ahnung was ich falsch gemacht hatte. Das ist die Basis meiner individuellen Sichtweise. Unsicherheit. Angst. Gefahr. Das wusste ich aber nicht, denn ich kenne es ja nicht anders. Ich habe keine Ahnung wie es sich anfühlen muss, sich sicher und geborgen zu fühlen! Mein Nervensystem hat schon meine Mama nach der Geburt beim stillen als Gefahr angesehen und die Berührung als shcmerzhaft angesehen. Das ist derselbe Mechanismus, der greift, wenn Ihr auf eine heisse Herdplatte greift. Schmerz. Und gegen den wehrt Ihr Euch. Das tat ich auch und biss zu. Ohne Zähne eine reife Leistung, was eindrücklich meine Leidenssituation beschreiben dürfte.

Stellt Euch vor jede Berührung tut Euch so weh wie ein Elektrozaunstromstoss! Nix anderes ist es im übrigen. Ich stehe ständig unter Anspannung! Unter Strom! Muskelanspannung ist auch nix anderes als elektrische Spannung. Bei der Nervenleitmessung wird ja genau der gemessen!

Vielelicht ist mein Onkel deswegen Elektriker. Meine Tante steht nämlich auch unter Strom.

Wie kann sowas kommen? Naja, guckt Euch doch mal Eure Mama an. Rennt die auch ständig rum und ist dem ich-hab-keine-Zeit-Syndrom verfallen? Ja, so ist meine auch. Anscheinend steht sie unter Starkstrom. Und meinen Papa hat sie danach ausgewählt , weil sie sich bei ihm entspannen konnte. Ich hab sie gefragt. Ihre Sichtweise.

Da ich meine Mama nicht enstpannt kenne... ich weiss nicht wie es mit Eurer ist , brauchte sie also einen Gegenpol, der sie erdete. Also scheint mein Papa eine Art Transformator gewesen zu sein. Ich habe beobachtet, dass das auch bei anderen Frauen, die meiner Mama ähnlich zu sein scheinen (ich hab sie nicht gefragt.), auch so ist. Der Mann ist ruhig und gelassen. Ruht in sich. Den scheint nix aus der Ruhe zu bringen.

So sehe ich von aussen auch oft aus. Das täuscht. Da ist dann mein Akku leer und die DAtenbank-Timeouts häufen sich.

So weiter zu meiner Entstehung... also es war sehr unwahrscheinlich in einem hochspannungsgeladenen Umfeld, dass sich eine Eizelle und ein Spermium in diesem Lebensfeindlichem Umfeld zusammenfinden und dass dabei auch etwas herauskommt. Die Chancen standen schlecht.

Tja, ich bin also der Löwenzahn, der sich durch den Teer bohrt. Leider fingen die Schwierigkeiten dann erst an. Denn leider wurde meine Tapsigkeit (angespannte Muskeln) und irritierenden aber für mich logischen Verhaltensweisen als Bedrohung von Eurem Nervensystem interpretiert.

Das wusste ich NICHT! Erstens blendete mein Gehirn das aus und zweitens, bemühte ich mich ja so gut ich es konnte (und das war ungemein schwerer als es Euch fällt, weil ich viel mehr Hürden zu überwinden habe (meine Sicht) alles gut hinzukriegen. Eure Norm kannte ich nicht und ich konnte mich anstrengen wie ich wollte, ich hätte sie eh nicht erreicht.

Entsprechend wurde ich dann auch wahrgenommen. Das wusste ich auch nicht. Meine Sicht: ein kleiner lieber Kerl (ähnlich einem Baby Golden Retriever) versucht immer sein Bestes um Kontakt zu bekommen, überwindet sich und macht mutige und holprige Kontaktversuche und bekommt eine gewischt. Ich war immer der Depp! Ich konnte machen was ich wollte. Also festigte sich diese Sichtweise. Eine andere hatte ich ja nicht.

Mein Handeln dagegen behielt ich bei und gab nicht auf. Hartnäckig und todesmutig nahm ich immer wieder Kontakt zu Euch Säbelzahntigern auf und versuchte Euch zu streicheln. Es erging mir wie mit den Katzen damals. Ihr habt Euch gewehrt und mich verletzt. Es war sehr schmerzhaft. Weil ich in Eure Sichtweise nicht hineingepasst habt.

Das heisst, bei mir passte überhaupt nichts zusammen! Ich war ein Widerspruch in sich. Allerdings der aus meiner Sicht und der meines Gehirns einfach logische. Also ist auch Logik relativ!

Ich hatte keine Ahnung wieso. Und ich hatte auch keine Chance das herauszubekommen. 47 Jahre lang.

Und dann zerschmettert von heut auf morgen ein weiteres Missverständnis , das dem ich-habe-keine-Zeit-Syndrom der Bürokratie und heutigen Zeit geschuldet ist, auch noch den kläglichen Rest meiner kleinen unsicheren Welt!

Ich war verzweifelt und verstand buchstäblich die Welt nicht mehr und meine Amygdala verlor jeden Halt. Ich fiel ins bodenlose. Auch meine Mama konnte mir nicht helfen. Sie verstand mich ja auch nicht. Ich fühlte mich ja schon auf der Reha als läge ich komplett am Boden, weil das alles nicht mit mir kompatibel war. Und jetzt fühlte es sich für mich so an, als tritt noch jemand nach!

Ich verstand nicht warum. Was hatte ich getan? Es hat mir auch keiner erklärt. Versteht Ihr wie tief man da fällt? Bodenlos. Und fragen konnte ich nicht. Weil ich kein Wort mehr herausbrachte. Von einem zusammenhängenden Satz ganz zu schweigen. Es fehlte mir schlichtweg die Kraft , die Energie mich zu wehren. Ich hatte ja schon mit den Schmerzen vorher genug zu tun! Deswegen bin ich ja auf Reha! Damit es besser wurde. Doch da nun die Stresshormone endgültig durch die Decke gingen, ging auch der Schmerz durch die Decke! Statt mir zu helfen, wurde das genaue Gegenteil erreicht. Und das obwohl ich mir alle Mühe gab! Alles mitmachte! Eher zuviel als zu wenig (mein Nervensystem tut sich schwer mit einer Sache aufzuhören...).

Ich hatte auch keine Ahnung wie ich reagieren hätte sollen oder können. Das weiss ich bis heute nicht. Weil mein Hirn das nicht kann! Ich erlebte ein Donnerwetter aus heiterem Himmel.

Doch selbst der Boden dort ist irgendwann nassgeheult und die Tränen trocknen und die Verzweiflung bin ich ja irgendwie auch gewöhnt. Also bin ich halt wie immer wieder aufgestanden. Denn darin hatte ich ja Übung. Da war ich Meister. Und genau deshalb hab ich das wieder hinbekommen. Und bin sogar danach gefestigter aus der Nummer rausgekommen. Es hat sich alles geändert!

Und nur durch den freien Fall und mein allererstes Feedback (das ich gerne sanfter gehabt hätte, wenn man mich gefragt hätte), bin ich jetzt da und kann Euch diese Zusammenhänge überhaupt erst erklären.

Also... es gibt kein gut oder schlecht. Es liegt immer im Auge des Betrachters. Alles ist relativ. Kommt halt drauf an aus welcher Richtung man kommt.

Jetzt ist mir aufgefallen, dass ich Gewitter anziehe und auch energiegeladene Menschen. Also Hochspannungsmenschen. Die kotzen sich bei mir aus. Das hab ich auch nie verstanden. Nun vermute ich, dass ich als Überlebenstechnik (das könnt Ihr wohl wortw&oulm;rtlich nehmen) zum Transformator geworden bin. Also ich kann anscheinend Hochspannung (von eneriegeladenen Menschen, wie meiner Mama, in der ich mich vor mich hin entwickelte unter spannungsgeladenen Bedinungengen) umwandeln und abgeben. Erinnert Ihr Euch noch an den Vergleich mit dem Trafohauml;uschen? Da hab ich wohl mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen. Der Nagel sagt aua.

Dann war mein Papa auch so ein Trafo. Strom kommt ja aus der Natur und nicht ursprünglich aus der Steckdose. Energie ist überall. Auch Eure Nervenimpulse kommen mit Strom daher... also wir sind Energiewesen.

Heisst das diese etwas esoterische Sicht, ist aus der elektrischen Sicht erklärbar? Ich denke schon. Und für mich fühlt es sich auch so an.

Ich fühle mich immer so als habe ich die Hand an einem elektrisch geladenen Weidezaun. In mir knistert es. Und ich kann meinen Bauch und meine Arme beim Minizittern zugucken....

Wasser tut mir gut. Das lindert das ganze Phänomen. Wasser leitet. Trinken hilft auch. Das macht der Neurologe auch bei der Nervenwasseruntersuchung. Also Ihr dürft dann hitnerher 1 Flasche Wasser auf Ex trinken. Ob das auch damit zusammenhängt? Ich bin gespannt ;-)

Zurück zum Kontakt bei der echten Kommunikation. Kontakt hat ja auch was mit Strom zu tun. Ist das ein Zufall? Nur dadurch, dass das alles passiert ist, bin ich überhaupt auf diese Theorie gekommen. D.h. all das, was ich jetzt tue, ist das Ergebnis von vielen Zufällen also von Wechsel - und Nebenwirkungen. Ihr seht also wie das Leben so spielen kann. Die Natur hat Humor. Und sie ist praktisch. Das finde ich sehr sympathisch.

Der Takt des Lebens ist Anspannung und Entspannung. Das ist auch der Herzschlag.Und da habt Ihr sie wieder die Spannung. Denn Nerven und Muskeln arbeiten damit...

In diesem Takt wird also im Wechsel Energie zugeführt und wieder abgeführt. Das ist dann wohl der Herzschlag. dieses Pulsieren ist also Strom. Das ist aber nicht nur in uns sondern auch um uns herum. Jede Aktion und Reaktion basiert darauf bzw. ist daraus gemacht.

Würde dieser Takt Anspannung Entspannung (ich muss an eine Zieharmonika denken) 1: 1 aufrechterhalten, dann dürfte die Spannung in einem Organismus doch nie ansteigen. Dann müsste sich doch theoretisch die Homeostase und damit die Salutogenese erhalten lassen. Dass alles im Gleichgewicht ist und auch bleibt. Wäre dann ewiges Leben möglich? Oder ist das anderweitig begrenzt?

Ich hab mal irgendwo gelesen, dass die Anzahl der Herzschläge irgendwie mit der Groesse gekoppelt beschränkt ist. Aber das ist natürlich auch nur eine Sichtweise. Und ich glaube eh nur das, was ich ausprobiert habe.

Was wenn wir nur altern würden, wenn sich die Anspannung lebenslang aufbaut und dann zur Erstarrung führt? Und ist es möglich diesen Prozess auch umzukehren? Theoretisch dürfte das ja gehen. D.h. dass wir, wenn wir Spannung abbauen wieder jünger und gesünder werden...

Kann ich meine Körperspannung auch irgendwie elektrisch messen? Obwohl Messen ist ja wieder relativ. Und daher per se wenig aussagekräftig. Also je mehr ich weiss, desto mehr Fragen hab ich :)

Übrigens gab es aufgrund der Präferenz für Ausreiser meines Gehirns mit dem Gehirn meiner Mama noch weiter Probleme. Denn die Menschen, die ich mag (die einzigen zu denen ich zugang finde ) , die selektiert meine Mama aus. Die triggern nämlich ihre Amygdala. Das macht die Sache auch nicht grad leichter... aber das bin ich ja inzwischen gewöhnt. D.h. wenn ich mal Freunde fand, die halt auch irgendwie durchs Raster fielen, fielen die auch bei meiner Mama durch. Und ich befürchte meinem Papa ist es mit sienen Freunden sehr ähnlich gegangen. Die mochte sie nämlich auch nicht.

In der Folge des fortschreitenden Missverständnis zwischen ihnen beiden, lebten sie sich immer weiter auseinander. Wegen einem Missverständnis! Es wird Zeit, dass wir solche Tragödien zukünftig verhindern.

Auch deswegen bin ich für barrierfreies Denken. Denn ich spare ungeheuer Energie wenn ich nicht erst was exkludiere, was ich dann erst wieder mühsam und aufwändig inkludieren muss. Lasst es doch einfach wie es ist! Lasst die Natur doch einfach machen. Das ist Vertrauen. Loslassen. Alles dasselbe.

Übrigens ist auch Festhalten , loslassen oder Kontrolle, Vertrauen nichts anderes als der Takt des Lebens Anspannung und ENtspannung. DAs ist alles dasselbe nur aus einer anderen Sichtweise (Richtung).

Die Besonderheit meines Hirns lässt mich diese Ausreisser sehen und diese Verbindungen herstellen. Das könnt Ihr nicht! :)
Weil Eures ja die Ausreisser - also das wirklich interessante an der Forschung - eliminiert. Pech für Euch. Ausgleichende Gerechtigkeit für mich. Ihr seht also, dass mein Gehirn durchaus seine Vorteile hat. Denn es hat mir dabei geholfen die Ursache meines Kommunikationsproblems zu finden, und ich bin dabei ganz nebenbei darüber gestolpert wie es so funktioniert, wie ich es gerne machen würde. Wie echtes authentisches Verstehen funktioniert.

Und dabei hab ich erstaunlicherweise festgestellt, wie unwahrscheinlich es ist, dass Ihr Euch versteht! Ihr seid also auch nicht besser dran wie ich. Ihr glaubt es nur. Und redet ein Leben lang aneinander vorbei.

Ich konnte spüren, dass es nicht so war! Also ist meine Art die Welt zu sehen, bei Systemproblemen , Wechselbeziehungen im Vorteil. Und da die ganze Natur so funktioniert... naja, ich freu mich jetzt wie toll das ist! :)

Also auch diese Erkenntnis beweist wiederum, dass alles relativ ist! Es kommt halt auf die Blickrichtung an.

Hmm... diese energiesprühende Frau - Trafo-Mann Paarung ist das nicht dasselbe wie Ying und Yang?

Sonntag: Feedbacken wird ja derzeit als neue Sau durch's Dorf getrieben. Im Zuge der agilen Transformation. Ist Feedbacken wirklich so neu? Nein. Denn es ist nichts anderes als das duale System des Lernens für das Deutschland berühmt ist. Das ist ein System des Pragmatismus. Praktisches lernen.

Denn auch beim Feedbacken tauschen sich zwei Seiten (Personen) aus. Und zwar immerzu im Wechsel. Im Takt. Anspannung, Entspannung, Einatmen, Ausatmen... merkt Ihr was? Das ist der Takt des Lebens. Es ist ein Dialog zwischen zwei Einheiten. Iterativ, rekursiv , rezidiv ... alles dasselbe... nur unterschiedliche Sictweisen. Ein Wechselspiel. Und das ist wiederum Gamification. Experimentieren, Forschen, Entdecken alles dasselbe!

Kommt Euch das bekannt vor? Das ist doch dasselbe, was Euer Hirn macht um Euch am Leben zu halten. Es macht die Welt einfach. Simplifizierung ist ein weiterer Begriff. Effizienz ist auch dasselbe.

Was ist an der agilen Transformation so neu? Gar nichts. Sie ist ein "alter Hut". Das ist die Formel des Lebens: Veränderung, Anpassung, Modifikation, Crisper ist auch ein Teilaspekt davon...

Das ist das was in der Natur ständig geschieht! In Euch und um Euch herum! Ihr verändert Euch in diesem Moment. Und das ganz von allein. Ihr braucht nix zu tun. Naja, gut atmen wär gut. Wobei auch umgekehrt ein SChuh draus wird, nur solange Ihr Euch verändert atmet Ihr und bleibt lebendig.

Was ist das Gegenteil einer Rekursion, Abwärtsspirale, Kettenreaktion? Ganzheit, Ganzwerdung, Heilung, Salutogense , Einheit, Vereinheitlichung ... wieder alles dasselbe.

Wenn Ihr den Blick auf die Anomalien richtet (wie mein Hirn es macht), dann könnt IHr die Dinge klarer und vereinfachter sehen. Weil das übrig bleibt, was anders ist. Und dort die Gemeinsamkeiten zwischen den Unterschieden entdecken. Und damit entdeckt Ihr die universellen Gesetze der Natur. Und das sind die, denen die Natur folgt. Also die natürliche Ordnung.

Und da die Natur ein Prinzip das funktioniert also dieselben Regeln im kleinsten Teil (und ich nehme an, das ist auch unendlich nämlich 2 hoch n-fach, das hab ich so im Gefühl) bis ins grosse Ganze (wobei das wohl dann auch unendlich ist....) gelten, sind sie universell.

Es gibt keinen Anfang und kein Ende? Alpha und Omega? Unendlichzeichen? Kreis... (wieder alles dasselbe in anderer Sichtweise), Lebenszyklus... alles folgt diesem Takt des Lebens der Veränderung.

Alles ist im Wandel und dann wächst es auch nach denselben Regeln also nach oben und unten (wenn Ihr es so seht) aber sicher auch in alle anderen erdenklichen Richtungen...

Es dehnt sich aus und zieht sich zusammen , merkt Ihr was? Auch wieder der Takt des Lebens...

Leben ist Veränderung in 2 hoch n-facher Wechselbeziehung! In uns und um uns herum... Und alles schlägt im selben Takt. Synchronisation.

Alles versucht ins Gleichgewicht zu kommen, damit das Ganze (das sich ja auch wieder verändert) ins Gleichgewicht kommt. Alles befindet sich also wechselwirksam in gegenseitiger Anpassung um das Gleichgewicht des Ganzen sicherzustellen.

D.h. im Endeffekt, kommt ein Teil (auch der kleinste) aus dem Takt, dann gerät das ganze System in Schieflage. Das seht Ihr in der Natur, bei den Krisen und Problemen unserer Zeit.... wie im kleinen so im Grossen. Wie im grossen so im kleinen. Weil alles in gegenseitiger Wechselbeziehung steht und nichts für sich isoliert betrachtet werden kann..

Kleine Ursache, grosse Wirkung. D.h. wenn wir die Erde retten wollen, müssen wir bei uns anfangen und jeden einzelnen von uns ins Gleichgewicht bringen. In ausgeglichene Anspannung und Entspannung, Arbeit und Pause, Ladung und Entladung, Aktion und Reaktion (alles dasselbe) ...

Wenn Ihr mir nicht glaubt, dasselbe passiert doch derzeit in den Firmen. Die agile Transformation will das ins Lot bekommen, was der Mensch aus demselbigen (in Gegenseitiger Wechselwirkung mit der Natur) gebracht hat. Eine kleine Handlung von uns hat 2 hoch n-fache Konsequenzen!

Ergo: das ich-habe-keine-Zeit-Syndrom hat enorme Auswirkungen. Unser gesamtes Handeln oder Nichthandeln hat enorme Auswirkungen. Die wir nicht abschätzen und bedenken können! Das lässt sich nicht planen, weil es nicht planbar und alles immerzu in Bewegung ist. Wächst, schrumpft, ... alles auf einmal ... in alle Richtungen

Sicht, Glaube, Religion, Perspektive, Ausblick, Einblick, Augenblick, Weitblick, Rückblick, Richtung, Sichtweise, Aussicht.... alles dasselbe nur aus einer anderen Perspektive. Alles relativ.

Angst, Stress, Druck, Energie, Aktion , Reaktion ... alles dasselbe... nur aus einer anderen Perspektive...

Wir könnten unendlich 2 hoch n - fach so weitermachen und uns in Detailwissen verlieren (das werfen wir ADHSlern übrigens vor, was meine These, dass unsere Gesellschaft ADHS hat , bestätigt)... es kommt ja ständig neues dazu in alle Richtungen... D.h. wir können uns entweder in unendlich vielen Details rekursiv, abwärtsgerichtet verzetteln (auch nach oben, zur Seite.... dehnt sich alles 2 hoch n-fach aus und schrumpft gleichzeitig im selben Faktor.... unendlich...).

Das finde ich etwas sinnlos ... denn wir planen unendlich... es hört nie auf. Es kostet Zeit, weil wir es genau wissen wollen! Ganz genau. Doch in der Zeit, die wir für das planen und forschen brauchen, kommen ja schon wieder unendlich neue Variationen hinzu! Wir werden NIEMALS fertig! Wissen ist unendlich! Es wächst immerzu! In alle erdenklichen Richtungen...

Kommt Euch das bekannt vor? Das ist genau das , was unsere Gesellschaft im Kleinen spiegelt. Stuttgart 21, die Maut, der BER, die Bahn, der Fachkräftemangel, die Bürokratie, der Pflegekräftemangel, die Schieflage im gesundheitssystem, in den Altenheimen, in der Schule, Bildung, Ressourcen ....

Ich schlage vor, dass wir uns stattdessen auf die universellen Regeln besinnen. Also simplifizieren, wie es unser Hirn macht. Also unser Augenmerk auf die Anomalien richten. Ich habe Euch ja einige aufgezeigt und daraus die Regeln abgeleitet.

Und kommt Euch das nicht auch aus dem Bereich bekannt vor, von dem ich ursprünglich losgelaufen bin? Meinem perönlichen Kommunikationsproblem? Das dann gar nicht so perönlich mehr war? Weil es sich universell fortsetzt?

Auch nur eine Variante dieser universellen Regel. Ihr findet sie überall.

Wie lösen wir also unser Problem? Auf natürliche Weise, so wie wir es im Fall der Kommunikation des Verstehens und Missverstehens beobachtet und erforscht haben. Wir hören mit der Planerei auf. Wir versuchen nämlich etwas zu managen, das sich von alleine reguliert. Die agile Transformation versucht genau dasselbe! Das führt sie schon ad absurdum. Und genau dadurch verschärfen wir das Problem!

Wir müssen aufhören zu kämpfen, denn das erzeugt die Reibungsverluste, die die natürliche Regulierung sabotiert. Wir lassen los. Wir vertrauen auf die Natur. Wie beim Herzstillstand (eine weitere Sichtweise der Natur) können wir nichts falsch machen! Wir müssen nur Vertrauen. Wir nehmen uns Zeit und tun unser bestes oder nichts und wenn wir zweifeln, dann denken wir daran, dass wir nichts falsch machen können. Solange wir atmen, machen wir alles richtig. Es gibt kein richtig oder falsch , weil es 2 hoch unendliche viele Sichtweisen gibt, die sich immerzu in alle Richtungen ausdehnen.

Denn das was wir glauben bestimmt, wie es uns geht. Die Selbserfüllende Prophezeiung, Murphys Law, die schwarze Katze... alles andere Sichtweisen.

Glauben wir, dass alles gut wird (das habt Ihr ja auch überall mit Corona hingemalt und als Bilder aufgehängt), dann wird es auch gut.
Wir haben nichts zu verlieren.
Solange Ihr atmet , macht Ihr alles richtig.

Dasselbe gilt übrigens auch für Krankheiten. Diese Sicht möchte ich noch separat nennen. Weil ich ja auch persönlich davon betroffen bin.

Das bedeutet übrigens auch, dass Euer Hirn auch wie meines werden kann und umgekehrt... lasst halt mal die Natur machen. Schau mer mal. Auch eine Sichtweise... denn wie unser Hirn aussieht, so sehen wir die Welt. Also was wir glauben. D.h. es beginnt und endet alles mit dem Glauben. Mit dem was Ihr denkt.

Denn ein Gedanke ist die erste Aktion in der Kettenreaktion, die ein Mensch auslösen kann... Logisch. Oder?

Deswegen bestimmt die Sichtweise wie Ihr die Welt seht, die Welt. Weil alles mit allem zusammenhängt. In 2 hoch n-fachen Wechselbeziehungen... Deshalb staubt's bei uns, wenn in China ein Sack Reis umfällt.

Deshalb macht es keinen Sinn nach dem Schuldigen für Corona oder andere Dinge zu suchen, Krankheiten, Unfälle... sie sind alle eine Variation des Möglichen, Neurodiversität, Eures Netzwerks, sozialer Kontakte, Schnittstellen ....

Ist die Natur nicht wunderbar? Sie sorgt gut für uns, wenn wir nur daran glauben! D.h. dass ich auch wieder gesund werde! Und meine Schwester und meine Mama auch, wenn wir nur daran glauben. Und wenn wir uns damit schwer tun, dann sollten wir uns einfach sagen, dass wir nichts falsch machen können. Dann wird alles gut.

Einen False Belief (auch wieder der Glaube ;-) möchte ich dazu noch herausgreifen. Das ist einer dieser Hebel an denen wir ansetzen können. Die Armut. In armen Ländern haben die Leute möglichst viele Kinder, weil das die Lebensversicherung ihrer Eltern ist.

Soweit so gut. Aus dieser Sicht durchaus nachvollziehbar. Also aus der Sicht der Eltern. Doch was ist nun mit den 2 hoch n-fachen Wechselwirkungen? Hat eine Familie 10 Kinder, dann ergibt sich 10 mal 2 hoch-n.

Jetzt haben wir die Wahl an diesem Hebel anzusetzen. Oder wir glauben einfach, dass alles gut wird. Oder wenn wir auch daran zweifeln, dass wir ja im Hier und Jetzt sind und am leben und damit alles richtig machen. Und dass wir nichts falsch machen können.

Dass heisst also Ihr habt es , jeder für sich , selst in der Hand.
Q.E.D.

Dass ich sowas mal schreiben würde, hätte ich auch nie gedacht. Also nix erwarten, mit allem rechnen funktioniert also auch. Deshalb habe ich vor, einfach so wie bisher weiterzumachen und zu versuchen, an einigen Hebeln Dinge zu verändern, wo es Sinn macht. Bzw. mal zu gucken, was da so beim konkreten Problem Sinn macht. In Ruhe.

Also ich fahre derzeit sehr gut damit, das zu tun, worauf ich Lust habe. Ich habe Spass am lernen und forschen. Und beides hab ich jetzt getan. Allerdings hätte ich nie erwartet, wo es mich hinführt. Und ich glaube, das hat auch kein Mensch gedacht, den ich kenne.

Mir fällt grad was auf... alle Bücher, die ich gelesen habe, das ist ja auch alles wissen. Deswegen wiederholt sich dort auch immer alles. Ich hatte es doch schon gewusst. Wie bei einem Krimi. Da weiss ich wegen der Irritation auch schon vorher wer der Mörder ist.

Also ich für meinen Teil mache weiter mit Smile-Bombing, Comics, Dopamin-Postkarten, Gute-Besserungskarten, Danke-Mails, Lächeln, Feedbacken und Lernen, weil mir das einfach einen Heidenspass macht! Und lesen werde ich auch. Weil ich neugierig bin auf die Sichtweisen der Menschen. Und da kann ich mir ja jetzt Zeit nehmen... Also ich verbreite gute Laune und damit steigere ich hoffentlich die Geschwindigkeit der Heilung mit jeder Aktion (auch mit Denken, Ihr könnt also auch nur jemandem gute Gedanken schicken...Dopaminpost für Faule ;) Denn mehr hab ich nicht in der Hand. Mehr kann ich nicht tun.

Und Ihr wisst ja, da wollt ich sowieso von Anfang an hin!

Also werde ich einfach über meine Aktionen hier berichten. Wir sitzen also alle im gleichen Boot. Bedenkt das bitte. Also wer zweifelt sollte dann lieber nix tun als kopflos loszurennen.

Nehmt Euch Zeit für die Dinge und Menschen, die Euch wirklich wichtig sind! Also für Euch und Eure Lieben, entdeckt neue Menschen, knüpft neue Kontakte, lernt ... wir können nicht nicht lernen...

Also damit hätte ich jetzt nicht gerechnet... aber Ihr kennt mich ja. Ich bin immer für eine Überraschung gut und das Leben ist es auch. Das ist doch cool!

 
Lebensentscheidungen - Die Glaa aus ERH 2020
05.11. bis 6.11. Hobberla... mich hat's derbröselt..

Donnerstag: Mir ist was komisches passiert. Also das ist ja jetzt nix ungewöhnliches für mich. Für Euch auch nicht. Allerdings seid Ihr Euch dessen vielleicht nicht gar so bewusst.

Ich hatte am 15.10. einen Systemabsturz. Meine Datenbank im Hirn hatte wohl einen Timeout der zu lange gedauert hat.

Ist mir bei meiner Ergo passiert. Und es tut mir sehr leid, dass ich ihr so einen Schrecken eingejagt habe und anderen Menschen auch.

Es war so als müsste sich mein Hirn zwischen Denken und Instinkt entscheiden , damit ich überleben kann. Und das konnte es nicht. Mein Hirn wollte dieses Problem, diese Entscheidung mit dem präfronteralen Kortex (also mit Denken ) fällen. Nur dazu war es nimmer in der Lage. Das war ihm zuviel. Das ging nimmer. Weil es keinen Zugang mehr zu den Daten in meiner Datenbank hatte.

Ich frage mich, ob es unserer Datenbank auf Arbeit auch so geht. Ich glaube schon. Deshalb fliegt uns in immer kürzeren Abständen alles um die Ohren. Weil wir sie nicht so benutzen wie sie gehö,rt. Und bei unserem Hirn machen wir es genauso.

Es war als zerbröselte in meinem Hirn die Verknüpfung zwischen logischem Denken und Instinkt. Die Brücke, die ich geschlagen hatte und die mir geholfen hat. Sie funktionierte nicht mehr. Weil der Zugriff nicht mehr möglich war.

Vor einem wissenschaftlichem Hintergrund ist das äussert faszinierend.

Im aktuellen Moment war das nur beängstigend. Ich verlor die Kontrolle.... Ich hatte Panik ohne Ende.. es fühlte sich an , als fiele ich ins bodenlose. Denn meine Sicherheit brach weg... sie stürzte ein. Denn das Denken fiel weg!!! Es ging nicht mehr!

Was geschah dann? Mein Instinkt übernahm. Eine innere Stimme leitete mich. Und sagte mir , was ich tun sollte. Und genau das tat ich. Es ging dabei darum, daran zu glauben, dass alles gut werden würde und die Panik und Verzweiflung abzuwehren. Das war sehr schwer und ein Balanceakt.

Doch mein Instinkt blieb trittfest und leitete mich einen Schritt nach dem anderen. Er nahm die Dinge mit Humor. Dem schrägen Humor, der mir inne ist. Also teil meiner Persönlichkeit.

Ich reagierte nur noch. Agieren konnte ich nicht mehr. DAs tat meine Ergo für mich. Ich half Ihr, dadurch, dass ich Ihr aufschrieb (reden ging nicht mehr), was ich brauchte...

Ich warf alles in die Waagschale, was ich in den letzten 6 Jahren bewusst gelernt hatte. Irgendwie spannend. Auch wenn der Moment sehr gruselig war und dieses Angstgefühl alles andere als toll war... Jeder Halt brach weg und dann sprang ein Notfallnetzwerk an. Mein Instinkt , meine Ergo, der Rettungsdienst und der Notarzt und die Notaufnahme.

Leider fand mein Nervensystem und mein Instinkt die Bemühungen des Rettungsdienstes und der Ärzte in dem Moment nicht so toll. Denn meine Sinne waren so übersensibel wie noch nie! Wie die eines Babies.

Und da mag man halt kein Blutdruckmessgerät am Arm oder sonstige "Eingriffe"... Was glaubt Ihr , warum kleine Babies plärren, wenn sie im Kreissaal auf die Welt kommen? Das Licht ist zu hell, es ist kalt, sie frieren, das Bekannte (die Fruchtblase) ist weg und sie werden in die laute , grelle Welt gezerrt. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Genauso ging es mir auch. Also wehrte ich mich. Bzw. mein Instinkt. Weil ich reizüberlastet war.

Im Rettungswagen wollt ich heim, denn der Sturm war vorbei. Mein Instinkt hatte mich durch ihn hindurch geleitet. Das konnte der Notarzt aber nicht zulassen. Auch weil ich dazu noch gar nicht in der Lage war... nur war der helle , weisse , reizintensive Rettungswagen halt auch nicht mit mir kompatibel... Leider konnte ich das keinem mitteilen. Also schreib ich das halt mal hier auf.

Ich echalolierte vor mich hin und sang immer wieder dasselbe. Wie ein kleines Kind versuchte ich mich durch die Weiderholung (Refrain , Ohrwürmer und die Musikindustrie funktionieren nach demselben Prinzip) zu beruhigen. Der Notarzt sang mit. Aus meiner Sicht war das nicht so toll (erstmal) , weil ich mich nicht verstanden fühlte. Verstanden fühlen... ist das jetzt der Instinkt oder kam da schon das Denken zurück?

Wenn ich den Gurt löste, machte er ihn wieder zu. Also er war sehr gelassen. Im Gegensatz zu mir. Und mein Instinkt fand sein Verhalten gar nicht toll. Die erste instinktive Sichtweise. Inzwischen weiss und verstehe ich, dass er genau das getan hat, was er tun konnte. Aus seiner Sichtweise. Beide Sichtweisen waren zu dem Zeitpunkt leider nicht miteinander kompatibel. Jeder hat also sein Bestes getan. Mein Instinkt versuchte mich am Leben zu halten und der Notarzt auf seine Weise auch.

Es wäre einfacher gewesen wenn wir unsere Sichtweisen hätten austauschen können. Ich hab es mit dem Stift versucht. Doch er hat mir nicht geglaubt. Naja, vielleicht war das auch seine Art mich zu beruhigen. Dafür müsst ich ja seine Sicht verstehen.

Also in so einem Moment, ist es natürlich, dass wir mit Abwehr reagieren! Bei einem Delir oder wenn man aus dem Koma geweckt wird, passiert übrigens dasselbe. Weil alle Sinne hypersensibel sind. Wie bei einem Neugeborenen. Und dann landet man an einem Ort, der der reizintensivste der ganzen Welt ist! Das fängt schon bei der weissen Farbe an. Die hat hygienische Gründe. Man sieht da den Dreck besser. Das das die reizintensivste FArbe der Welt ist, wird dabei leider nicht berücksichtigt. Also gesund ist das nicht. Fragt mal Euren Instinkt.

Ich weiss von anderen Intensivpatienten, das es ihnen ähnlich erging. Ihr Abwehrverhalten (das instinktiv logisch und richtig ist, weil es das Überleben sichert) wurde als Absicht interpretiert.

Ging mir nicht anders. Im Krankenhaus wollte ich nur weg. DAs war noch reizintensiver als der Rettungsewagen. Anscheinend stellte man mit mir da auch eine Menge an, um rauszufinden, was mit mir loswar. Dort verstummte ich und konnte gar nimmer reagieren. Anfangs. Bis sie mich dann in Ruhe liessen. Da erholte ich mich.

Dazwischen griff der Totstellreflex und ich versuchte auch diverse male abzuhauen. WEit kam ich nicht. Erstens hielt mich eine Krankenschwester auf (die sehr entspannt war, mein Instinkt allerdings als Bedrohung interpretierte aus ihm verständlichen Gründen) und zweitens war die Reizflut immer noch zuviel. D.h. ich fiel einfach um. Mehrfach knallte ich auf den Boden. Das is fei a ned grod as gsündeste.

Eine Tavor haben sie mir auch gegeben. Das ist wohl so ein Beruhigungsmittel, das das Nervensystem wieder zur Ruhe kommen lässt. Irgendwann sass ich dann auf der Liege und konnte alles wie von oben betrachten und beobachten. Mit Agieren war es immer noch nicht weit her.

Dann brachten mich zwei nette Polizisten ins Bezirksklinikum. In die geschlossene. An die erste Woche erinnere ich mich nicht. Ich hab einen Oktober - Filmriss. DAs haben Komapatienten auch. Unser Gehirn schützt sich halt. Und aufgrund des Datenbanktimeouts ist das abspeichern ja auch erschwert. Und das Abrufen von Daten auch. Beides war auch bei mir der Fall.

Das Polizeiauto war sehr schön reizarm. Das Bezirksklinikum war es nicht. Aber wo hätte ich schon hingesollt? Meine Mama war ja auch mit mir überfordert. Heim wollte ich, aber in dem Moment ging das wohl auch nicht.

Ich schlief wohl viel und war nach Aussagen der Pfleger auch brav und stand tagelang an der Tür und wollte heim. Also mein Instinkt meinte es gut mit mir. Die Pfleger und Ärzte auch. Dass beides nicht unbedingt miteinander kompatibel war, ist halt das Problem.

Im Grunde hatte ich Glück und das Missverständnis, das wohl auch durch meinen Autismus, mein CRPS und einen Herzfehler un d einer damit verbundenen Panikattacke ausgelöst wurde , konnte ich dann nach 16 Tagen aufklären und heim.

Leider sind in der Psychiatrie viele Menschen, die laut sind und die mit meinem Nervensystem nicht kompatibel waren. Ich habe es mit meinen Techniken, die ich mir in den letzten 6 Jahren angeeignet hatte, überlebt. Ich habe auch viel gelernt..

Nämlich, dass zwischen einer Familie , Firma, Krankenhaus oder Psychiatrie überhaupt kein Unterschied ist. Überall treffen unterschiedliche Nervensysteme aufeinander. Und irgendwie hab ich in unserer Familie durch die Konstellationen der "Insassen" die Vermittlerrolle gelernt. D.h. ich weiss was Pflegekräfte und Ärtze tun.

WEil ich genau dasselbe auch schon mein ganzes Leben tue. Ich versuche einen unmöglichen Spagat hinzubekommen. Dort lernte ich, dass es einfach so ist, dass ich nur mein Bestes tun kann. Alles andere liegt nicht in meiner Hand.

Es sind die Sichtweisen, die nicht zusammenpassen. Die können nur im Dialog geklärt werden, was mir dann auch gelungen ist, als ich wieder halbwegs Denken konnte. Das dauerte. Ich schlief viel und ich tu das derzeit auch noch. Mein Hirn braucht Zeit.

Ich hab mir Krankenhaus den Zugang rausgerissen. Da seht Ihr mal... ich bin ein sehr friedlicher Mensch, aber wenn es um unser Überleben geht, dann hat unser Instinkt das Sagen und das ist auch gut so! Es wär halt gut, wenn das das Umfeld versteht. Und deswegen schreib ich das hier.

Mir war erst schlecht im Kopf und dann im Bauch... ich weiss nicht , ob bei einem Schlaganfall und Herzinfarkt dasselbe abgeht... aber ich glaube schon. Ich glaube, dass mein Instinkt mich vor beidem bewahrt hat. Beweisen kann ich es nicht. Für mich ist das auch nicht notwendig. Das ist meine Sichtweise und dazu stehe ich. Denn ich habe es am eigenen Leib erfahren. Ich habe das genauso gelernt.

Die Menschen in der Psychiatrie unterscheiden sich von meinen Kollegen und meinen Familenmitgliedern nicht gross. Gut, meine Familie ist stiller und damit besser zu mir kompatibel. Deswegen bin ich jetzt auch daheim und erhol mich. Es wird noch dauern. Alles ist mir zuviel. Sogar Kontakte. Obwohl es mich andererseits auch wieder danach sehnt. Beides ist verständlich und logisch. Allerdings auch verwirrend und wenn ich darüber nachdenke, dann wird meinem Hrin davon auch noch schlecht. Also versuch ich einfach zu akzeptieren, dass es halt so ist.

Ich trau mich schon wieder mehr. Erst war ich wackelig auf den Beinen wie ein kleines Kind. Inzwischen komm ich langsam wieder in Übung. Ich muss erst wieder lernen, meinem Körper und meinem Hirn zu vertrauen. Blöd dass einem das abhanden kommt.

Angst ist also für was gut. Es bewahrt uns vor schlimmerem!

Am Dienstag war ich noch sauer auf die Rettungskräfte und die Ärzte in der Notarufnahme. Inzwischen versteh ich, dass sie aus ihrer Sicht ihr bestes getan haben. Sie meinten es gut mit mir. Sie waren besorgt. Nur war mein Instinkt nicht in der Lage das zu verstehen. Dazu ist er ja auch nicht da. Dazu benötigen wir das Denken und das funktioniert in so einer Situation nicht.

Wenn wir erst denken müssten , was wir tun sollten , um zu überleben oder zu atmen, dann würde das gar nicht funktionieren. Wir wären ausgestorben.

Was immer es war, es war ein Systemabsturz , der sich gewaschen hatte. Die Erfahrung war nicht so schön, denn es war auch sehr gruselig. Allerdings kann ich die Dinge inzwischen "mit anderen Augen und in einem anderen Licht" sehen. Und das dürft Ihr ruhig wortwörtlich nehmen. Denn meine Wahrnehmung verändert sich gerade.

Früher konnte ich nur schlafen, wenn es absolut stockdunkel ist. Jetzt brauch ich die Jalousien oben, weil ich sonst Panik bekomme. Erinnert Euch das an kleine Kinder? Auch sie brauchen ein Nachtlicht. Und in meinem Kinderzimmer, das ich mit meiner Schwester teilte, war ein Fenster zum Gang und da brannte oft das Licht... d.h. als Kind war ich genauso übersensibel.

Ich habe auch Albträume wie damals... das liegt an der Hypersensibilität, auch der Amygdala.

Momentan ist mir noch oft schlecht und schwindelig. Und vor Nachts hatte ich und habe ich noch oft Angst und Panik. Wie als kleines Kind. Da ich das schon kenne und als natürlichen Regenerationsvorgang , Heilung und Stabilisierung des Nervensystems einordnen kann, kann ich gut damit umgehen.

Wenn es auch ab und zu schwer ist. Auch dass ich nicht in Traurigkeit kippe. Wenn ich das merke, kann ich meditieren, mich fokussieren, das Rosie Projekt lesen (lesen ging anfangs gar nicht! Inzwischen geht das wieder! Und ich kann einige Ressourcen an Beruhugingstrategien wieder anwenden, die ich dringend benötige) und auch PC und Fernsehen und Radio und Musik überreizt mich noch!

Wenn ich mich wie jetzt hyperfokussiere, dann funktioniert dies aber. Doch ich merke, dass mir die Luft schnell ausgeht. Das ist mir jetzt wichtig, deshalb schreib ich es.

In der zweiten Woche in der Psychiatrie (geschlossene Abteilung, zu meiner Sicherheit, leider ist man dort mit sehr lauten Nervensystemen zusammengesperrt und es gibt keinen Rückzugsort (den ich dringend gebraucht hätte und im Klo und der "Telefonzelle" gefunden habe, allerdings kann man dort nicht die Tür zusperren... ) habe ich dann wieder angefangen auf die Strategie Comics und Humor zurückzugreifen.

Die Pflegekräfte und Mitpatienten haben viel gelacht. Mir Ihre Sichtweisen mitgeteilt. Und ich konnte so meine Feldforschungen fortführen. Auch diese Sicht hat mir sehr geholfen. Auch der Garten und dass wir dann doch Ausgang bekamen.

Der Kiosk ist teuer als unser Bioladen, aber die Chips und die M und Ms haben noch nie so gut geschmeckt. Das war jeden Cent wert.

Ich lernte die Sichtweisen meiner Mitpatienten kennen (viele intensiver als mir lieb war, mangels Rückzugsort). ich fand Anschluss und Freunde.

Der ein oder andere überschritt meine Grenzen (unabsichtlich, unbewusst) und half mir so durch diese Herausforderung zu wachsen und für mich Verantwortung zu übernehmen und um Hilfe zu bitten.

Ich erlebte das erste mal (zumindest für mich bewusst), dass jemand ein Versprechen mir gegenüber einhielt. Ich war zweimal in Zimmern mit sehr lauten Nervensystemen zusammen. Sie waren sehr wütend innerlich.

Diese Wut ist nicht gut für mein Nervensystem und damit nicht kompatibel. Ich schaffte es mich für mich einzusetzen und landete dann in einem stillen Zimmer.

WAs allerdings aufgrund des Lichts und der Reizüberflutung durch Geräusche und die Stippvisiten der Pfleger und &AumL;rzte auch sehr anstrengend und nicht mit mir kompatibel war.

Ich war sogar mit Beschluss eingeliefert worden. Ansonsten hätte ich keinen Platz bekommen. Also das Kranekenhaus wäre mich nicht losgeworden. Bürokratie hat also hier durchaus mal einen Sinn, den ich verstehen kann.

Doch auch sie war wieder zu gut gemeint. Denn ich sollte einen Betreuer bekommen. Ich wüNschte mir auch jemanden, der mir das mit Attest und Ärzten abnimmt. Weil es mir sehr schwer fällt und ich ja meistens Missverständnisse und Irritationen hervorrufe. Wenn nicht gar Wut als Blitzableiterfunktion.

Es stellte sich dann heraus, dass das seine Zeit braucht und ich die HIlfe gar nicht akut bekommen konnte. Und dann erklärte ich der verständnisvollen Ärztin im Abschlussgespräch, dass ich wenn ich jetzt doch alles selber bamchen muss,mir die HIlfe so gar nichts nützt. Das sah sie ein und die Sache ist wieder vom Tisch.

Das mich wieder selber um mich kümmern zu müssen , hilft mir handlungsfähiger zu werden. D.h. ich brauche die Herausforderung. Das hat mich sehr erstaunt. Jetzt verstehe ich auch warum ich nach dem CRPS wieder auf Arbeit geschickt wurde, um genau das zu bezwecken. Und ich bin den Ärzten, die ich damals nicht verstanden habe, heute sehr dankbar dafür.

Allerdings wäre es vielleicht einfacher gewesen, wenn wir unsere Sichtweisen hätten austauschen können. Wie es die &AumL;rtzin in der Psychiatrie beim Abschlussgespräch getan hat. Ich kam mit Verdacht auf Psychose rein und jetzt soll es eine Panikattacke wegen eines Herzfehlers und meines Autismus gewesen sein.

Wahrscheinlich wird das niemals jemand so genau sagen können. Es spielt auch gar keine Rolle.

Ich hab sogar Glück und einen Termin am 18.11. beim Kardiologen bekommen und nicht erst in einem Jahr. Ich hab mir einen geduldigen Mann gewünscht und das mit dem Autismus auch gesagt und ein Faltblatt vom AFK werd ich auch mitnehmen.

Das ganze ist nicht schön gelaufen. Denn es war hart und voller Missverständnisse. Allerdings haben alle Ihr bestes getan.

Wenn ich möchte, dass mir sowas nicht mehr passiert, muss ich selber aktiv werden. Ich versuche mir ein paar Notfallkontakte zu organisieren. Menschen, die mich da raushauen können, falls ich mal wieder in eine solche Bredouille komme. Das passiert mir halt oft, weil ich anders ticke.

Auch würde ich gerne im Kreiskrankenhaus was hinterlegen. Die Ärtzin meinte, die Gehörlosenstation wäre eine Alternative, weil es dort ruhiger ist. Wenn es nicht anders geht also stationär, ist das wohl mal eine Alternative, mit der ich besser bedient bin.

Ansonsten hab ich gelernt, dass Krankenhäuser der letzte Ort auf Erden sind, an den ich mit meinem übersendsiblen Nervensstem gehö,re. Also wenn es geht, dann bitte heim!

Erst da kann ich mich dann wirklich erholen. Denn das Krankenhaus ist für mich ein feindlicher Ort. Inzwischen gelingt es mir und meinem präfronteralen Kortex und auch meinem Instinkt auch aus feindlichen Orten , Orte der Neugier zu machen. So kann ich auch dort überleben. Und das tut mein Nervensystem schon mein ganzes Leben lang.

Bewusst ist mir das jetzt erst geworden. D.h. ich hab alles Rüstzeug in mir. Es kann nur sein, dass ich nicht immer auf alles zugreifen kann.

Ich habe viel gelernt und werde noch im Nachgang und der Nachverarbeitung viel lernen.

ERstmal denke ich noch nicht weiter als im Moment. Mehr kann ich nicht und will ich auch nicht.

Ich habe Kontakte, die ich anrufen kann, wenn ich merke, mir geht es nicht so gut. Und die mich aufmuntern. Heut geh ich mit einer Bekannten spazieren. Darauf freue ich mich.

Dann hab ich neue Todos. Auch hier bin ich neugierieg wie ich mich schlage ;-). Ob der Kardiologe mit mir kompatibel ist. Und was der mir dann in seiner Sprache und aus seiner Perspektive erzählt. Wird wahrscheinlich wieder was anderes sein ;-)

Mir wird bewusst, dass egal wie schlecht es mir geht, ich immer von Menschen umgeben bin, die es gut mit mir meinen. Auch wenn ich das dann nicht sehen kann. Und genau das will ich Euch damit erklären.

Ich möchte Konflikte aufklären. Deshalb hab ich auch an den Arzt der Notaufnahme einen Brief mit der Erklärung geschrieben. Feedback zu seinem Befundbericht. ;-)

Das macht man nicht? Ja und? Jeder Mensch hat unendlich viele Möglichkeiten auf eine Situation zu reagieren. Ihr seht, ich habe eine neue gefunden ;-)

Nur, wenn ich meine Sichtweise mit ihm teile, kann er verstehen und Verständnis haben und entwickeln und dann wird es für den n&aumL;chsten Patienten im Delir oder mit einem Systemabsturz jedeweder Art dann angenehmer. Weil er sich verstanden fühlt. Das gibt nämlich Sicherheit und dann kann er auch schneller gesund werden.

Es wär schon mal schön, wenn mich jemand versteht. Und auch meine Reaktion. Ich kann nicht anders. Ich tu ja schon was ich kann. Jeder Mesnch tut das. Ich bin halt nur meistens auf der Gegenfahrbahn unterwegs. Das ist nicht besonders hilfreich und führt zu zahllosen Missverständnissen.

Und wenn der Arzt nicht offen sein kann, dann hab ich mein Möglichstes getan. Mehr kann ich nicht tun. Vielleicht sackt es ja noch. Das kann dauern. Vielleicht muss der Arzt auch erstmal selbst in so eine Bredouille kommen. Da genügt es schon, wenn er mal selber Patient ist. Danach wird er die Welt mit anderen Augen sehen und seine Patienten auch.

Ich freue mich also auf eine sehr interessante und neugierige Zeit. Ich werde neue Mesnchen und Ärzte kennenlernen. Und ich werde versuchen, sie diesmal bewusst zu schätzen und das, was mir passiert zu geniessen. Ich kann die Dinge ja nicht ändern, die mir zustossen. Ich kann lediglich anders darauf reagieren.

Die Comics werden vielleicht sogar von der Öffentlichkeitsarbeit verwendet. D.h. ich kann auch aus Mist etwas vernünftiges machen.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings... meine Comics werden nicht mehr in der Zeitung erscheinen. Das hat nix mit mir und meinen Comics zu tun. Sondern damit, dass der Lokalteil gekürzt wird. Spar- und Umbaumassnahmen. Das ist schade und ich bin auch etwas traurig. Ändern kann ich es nicht.

Ich kann sie ja weiter dem Amtsblatt schicken und bei toonsup und im Comicforum veröffentlichen.

Ich habe sehr verletzliche Menschen getroffen. Und ich denke im Grunde sind wir alle so. Verloren und auf der Suche nach dem Weg nach Hause. Und am Ende stellen wir wohl alle fest, dass wir nie allein waren. Wir waren und sind immer von Menschen umgeben, die es gut mit uns meinen. Nur sehen wir sie nicht, weil unser Nervensystem sie oft als Bedrohung wahrnimmt (unter Stress (Stress ist gleich Angst und Wut auch) nimmt das zu), und auch weil wir Dinge und Menschen, von denen wir tagtäglich umgeben sind, nicht mehr wahrnehmen. Das ist der Effizienz unseres Gehirns geschuldet.

Erstaunlicherweise laufen in der Psychiatrie die Querbeziehungen zu anderen Fachabteilungen zusammen. Ich wünschte, das wäre überall so. Hier werden Diagnosen in Frage gestellt.

Und es findet ein Abschlussgespräch statt! Mit der behandelnden Ärztin. Und dort fand der notwendige Heilungsdialog statt. Auch als ich wieder auf der Höhe war. Einigermassen. Sie hat alle meine Fragen beantwortet und Unsicherheiten aufgelöst. Dort wurde auch die Betreuung gestoppt. Es gibt immer einen Weg. Da habe ich Verständnis erfahren. Das ist mir selten passiert.

Allerdings weiss ich inzwischen auch, dass Diagnosen nur eine Sichtweise auf die Dinge sind. Es kommt auch gar nicht darauf an, was da drin steht. Wichtig ist nur, was Ihr glaubt!

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine gute Heilung!

Momentan braucht mein Hirn viel Energie für den Umwandlungs- und Heilungsprozess. Ich hab viel Hunger auf Süsses. Gummibärchen und Chips. Das ist mir auch an den Mitpatienten aufgefallen.

Und dann kam meine Mama heut vom Einkaufen (sie sorgt rührend für uns) und hat mir erzählt, dass das Süssigkeitenregal fast ausgeräumt ist. D.h. Euch geht es genauso! Weil jeder in diversen Krisen im Moment steckt! Auch Euer Hirn braucht Zucker! :)

Faszinierend!

Die Comics werd ich hier nach und nach teilen. Heut ist es mir zuviel. Es reicht jetzt mal. Mehr kann ich heut nicht tun. Und mir hat das gutgetan.

Sonntag: Ich hab nicht die Energie einen neuen Absatz anzufangen. Ich mach das einfach mal so, dass ich hier das berichte, was ich gelernt habe und mir wichtig ist. Weil ich es mit Euch teilen möchte. Ich möchte Euch meine Sichtweisen nahebringen. Weil ich Euch gerne helfen möchte. Weil ich Euch alle mag.

Irritation, Frustration, Angst, Schmerz, Wut, Hass, Aggression sind alles ein Zeichen von Liebe. Das hab ich heute gelernt bzw. es ist mir bewusst geworden.

Klingt schräg, gell?
Wie komm ich auf sowas? Wenn Ihr auf jemandem wütend seid, dann ist er Euch nicht egal! Dann liegt Euch was an ihm. Und Hass und Aggression ist nur die weitere Anspannung, also ein höheres Mass der Irritation.

Das heisst im Umkehrschluss: Die Hölle ist aus Liebe gemacht!

Es heisst ja auch: was sich liebt, das neckt sich. Genau das ist der Grund. Es ist ein liebevolles Necken. Und so steckt hinter offenbaren Grobheiten zwischen Menschen, die schon lange zusammenleben, oft die Tiefste Zuneigung der Welt. Auch im Schweigen. Denn wenn man sich gut kennt, dann versteht man sich ohne Worte.

D.h. wo das Verstehen und Verständnis fehlt, steigt die Spaunnung und damit der Redefluss oder Schreibfluss. Allerdings auch bei Begeisterung. Denn auch das ist Spannung! Da macht unser Körper auch gar keinen grossen Unterschied. Es sind nur zwei unterschiedliche Sichtweisen auf ein und dasselbe!!!!

Wie komm ich auf diese Idee? Ich habe ja mit dem was passiert ist , Frieden geschlossen , weil ich eingesehen und verstanden habe, dass alle ihr Bestes getan haben. Und dass alles eine Verkettung der Umstände war. 2 hoch n! Niemand kann die berechnen und vorhersagen. Jeder kann nur aus seiner aktuellen Sicht reagieren.

Oft ist ein Austauschen der Sichtweisen auch in dem Moment gar nicht möglich. Ich war mutiert, stumm. Stupor, Altersstarrsinn ist dasselbe nur aus einer anderen Sichtweise. Also ich konnte meine gar nicht mehr mitteilen! Das kann ich aber jetzt! Deswegen ist man hinterher immer schlauer. Weil man was dazugelernt hat.

Eine Maus im Totstellreflex hab ich neulich auch gesehen. Die war allerdings tot. Ob es der katzenbiss war oder ihr Nervensystem versagt hat, weiss ich nicht. Dafür müsste ich sie fragen oder obduzieren. Ich finde den Verwesungsprozess faszinierend.

Aber zurück zum Thema.
Ich wollte an der Retungswache ein Dankeschönpäckchen abgeben. Jetzt war die Lust am Freitag so intensiv, dass ich es gleich tun wollte. Dank Mamas Umsicht und Vorsorge hatten wir Toffifee und Gummibärchen im Haus. Das ganze garnierte ich mit einer elefantösen Dankeschönkarte, dem AFK-Autistenratgaber für Hausärzte und schwarz-weiss-Kopien meiner Psychiatriezeit-Comics.

Mein Nervensystem war so aufgeregt, dass ich mir vor lauter Angst fast in die Hose gemacht habe. Also ist Angst und freudige Erregung dasselbe. Ob das bei Sex genauso ist, weiss ich nicht, weil mir diese Erfahrung noch fehlt. Ich nehme es allerdings an.

Mit pochendem Herzen stieg ich die Treppen vorsichtig hoch und stellte mich vor die Tür. Ich ermunterte mich im inneren Dialog: Das machst Du jetzt! Das schaffst Du schon.

Die innere Panik steigerte sich. Die Türklingel war deutlich ersichtlich. Es stand in grossen Buchstaben "Klingel" darauf. Mein Nervensystem war sehr erleichtert, denn so konnte es nix falsch machen.

Die Tür war zwar (wegen eines Kurses im ersten Stock) offen, aber ich habe gelernt, dass ich andere Leute erschrecke, wenn ich mich "hereinschleiche". Eine Krankenschwester , der ich das Klingeln nachts nach Schmerzmitteln ersparen wollte, auch weil ich meine Zimmerkameraden nicht wecken wollte, habe ich auf diese Weise so erschreckt, dass sie mir jeden früh mit der Taschenlampe ins Gesicht leuchtete. Es muss sie sehr wütend gemacht haben. Das kann ich verstehen und daraus habe ich also gelernt.

Also klingelte ich. Ein grosser Mann kam dann auch. Da ich aufgeregt und in Panik war (da macht mein Nervensystem keinen Unterschied, ich weiss nicht, wie Eures damit umgeht), war mein Gesichtsausdruck wohl eher neutral und meine soziale Ausstrahlung auf Verteidigung gepolt.

Der Mann wirkte kurz angebunden und angespannt. Wahrscheinlich hatte er einen harten Tag. Und mein Nervensystem im Panik- und Verteidigungsmodus (umgekehrt gepolt) wirkte auch auf ihn ein. Das sind zwei Parameter, die ich erkenennen konnte und vermute. Weitere Parameter (2 hoch n) sind mir nicht bekannt.

Er nahm den Umschlag, erklärte, dass die Kollegen ausgerückt seien und fertigte mich so schnell ab. Etwas enttäuscht war ich. Ich hätte es gern persönlich übergeben, andererseits war mein Nervensystem ja eh schon am Rande des autonomen Nervensystems , also war es wohl besser so.

Diese Kurz- und schmerzlose Aktion war es allerdings nicht. Denn auch ich spürte im Anschluss noch eine halbe Stunde lang Panik und Angst in mir aufwallen. Die soziale Ansteckung der Anspannung meines Gegenübers wirkte nach. Das kommt bei mir erst verspätet und dann muss mein Hirn das nachverarbeiten. Das war heftig.

Ich setzte mich in Etzelskirchen auf die Rundbank vor dem Baum bei der Kirche und las Autonummernschilder. Das beruhigt mein Nervensystem.

Deshalb komme ich für mich zu dem Fazit: Angst ist Erregung , Aufregung nur eine andere Sichtweise.

Ich wüsste gerne wie das bei Euch ist.

D.h. wenn unangenehme Gefühle mit den angenehmen identisch sind, dann ist es allein unsere Sichtweise unsere Interpretation des Kontexts, wie wir sie empfinden.

D.h. auch die Hölle ist aus Liebe gemacht. Denn Hass ist Liebe nur in einem als feindlich empfundenen Kontext. Also alles eine Frage der Wahrnehmung. Und Wahrnehmung ist neutral. Die Bewertung, der Kontext, was wir Denken macht daraus unseren Himmel oder unsere Hölle auf Erden.

Ich habe mit Erstaunen festgestellt, dass es immer Menschen um mich herum gab, die es gut mit mir meinten. Nämlich alle. Weil wir Menschen halt so sind und anderen helfen wollen. Wir sind soziale Wesen und brauchen einander.

Es fehlte am Austausch der Sichtweisen, am Dialog um zu erkennen, wo der fehlerhafte Kontext war!
Da mein Nervensystem nicht der gängigen Konfiguration entspricht , konnte ich den Kontext nie sehen. Ich habe nie verstanden, warum mir solche komischen Dinge passiert sind. Und ich hab sie auch meistens nicht als so tragisch empfunden. Oft habe ich sie gar nicht mitbekommen.

Da ich mit der Kontaktaufnahme selten erfolgreich war (was meiner Umgekehrtpolung geschuldet ist) und mir das Umfeld nie seine Sichtweise mitteilte (wohl aus der Sicht, dass ich schon wüsste, was ich angestellt hatte und dies mit Absicht geschah) , war es mir 47 Jahre nicht möglich, dazuzulernen und andere Menschen zu verstehen und mit ihnen zu kommunizieren.

Bzw. nur, wenn sie sich ebenfalls im Krisenmodus und Ausnahmezustand befanden. Allerdings waren diese Krisenmodi eine Überlastung für mein Nervensystem. Des is fei a ned grod as gsündeste.

D.h. jeder tut zu jeder Zeit das, was Beste, was er nach seinem aktuellen Kenntnisstand tun KANN!

Ich habe das herausgefunden, weil ich anderen Menschen viele Chancen gebe. Und sie einfach nach ihren Handlungsgründen frage. Denn ich würde mir das ja auch für mich wünschen und wenn ich das will, muss ich mit gutem Beispiel vorangehen.

Deswegen handle ich auch anders als Menschen es erwarten würden. Da ich keine Ahnung habe, was das sein sollte. Denn es gibt ja 2 hoch n - Möglickeiten ,wie ich reagieren kann. Da ist es sehr unwahrscheinlich, dass ich gerade die erwische, die der Erwartungshaltung meines Gegenüber entspricht. Da gewinne ich eher im Lotto. Nicht dass ich das tun würde. Die Wahrscheinlichkeit ist äßerst gering.

Es gibt keine einheitliche (normierte) Sichtweise. Denn Eure Norm ist das was Ihr kennt. Und jeder kennt was anderes. Und niemand reagiert in jeder Situation gleich. Auch wenn es nach aussen so erscheinen mag. Denn es sind in jeder Situation andere Parameter gegeben, weil sich ständig irgendwas ver&aumL;ndert.

z.B. Eure Zellenneubildung und die Apoptose oder Eure Blutzellen... alles erneuert sich ständig. Ihr erneuert auch Eure Fassade. Friseur, Kosmetiker oder Bauunternehmer.... Wir sind ständig in allem in einem ständigen Erneuerungsprozess.

D.h. Schmerz und Trauer und Leid sind nur Sichtweisen, die Dinge zu sehen. Ihr könnt die Sichtweise jederzeit ändern! Bewusst! Das geht. Das tu ich andauernd, weil mir gar nichts anderes übrig bleibt.

Ihr lebt in der Illusion, dass Ihr gleich denkt und schon wüsstet warum jemand etwas tut. Empathische Menschen sehen die Dinge entspannter, sie wissen, dass das nicht so ist und ersparen sich diesen Schmerz. Das ist sehr logisch und praktisch.

Bei der aktuellen Krise konnte ich dieses Wissen auch anwenden. Auch instinktiv und auch mit dem Herzen. Denn mir hat sich jetzt über die Logik das, was Liebe ist , erschlossen. Ein warmes Gefühl kann ich dabei nicht empfinden, aber mein Hirn reagiert nicht mehr mit Verwirrung und Irritation, wenn ich ein händchenhaltendes Pärchen sehe. Wenn ich auch (noch) nicht das Bedürfnis habe, jemanden bei der Hand zu nehmen. Eine Umarmung ab und zu kann ich inzwischen aushalten und auch geniessen. Es bleibt aber aufgrund meines Nervensystems oft schmerzhaft. Anscheinend hat sich hier also etwas verändert.

Wenn ich aber den Schmerz als etwas gutes sehen kann, also als eine Form von Liebe, denn nur etwas und jemand kann mir Schmerz zufügen, den ich bern habe, dann kann ich meine Sichtweise darauf verändern und so kann ich Umarmungen anscheinend auch geniessen lernen. Ich arbeite daran ;-)

Schmerz ist also heilsam. Der Schmerz heilt alle Wunden heisst es ja. Lustig, wenn ich diesen Satz in die Suchmaschine eingebe, bekomme ich nur schmerzmittel und Schmerzerkrankungen angezeigt und Therapien ;-)

D.h. wenn wir Schmerz empfinden, dann stehen wir kurz vor der Heilungsphase! Wow! Deswegen sagt der Arzt auch bei der Spritze: gleich tut es ein bisschen weh... allerdings findet mein Nervensystem das alles andere als beruhigend sondern interpretiert das als Angriff... des is fei a ned grod as gsündeste.

Schon bei der Blutabnahme tut mir einen Tag lang der ganze Arm weh bis ich es wieder runterregeln kann. Naja gut. So ist es halt. Aber es muss ja nicht so bleiben.

Was kann ich jetzt konkret für meine Situation tun? Ich habe einige Menschen, von denen ich jetzt weiss, dass sie mich mögen, gefragt, ob sie mein Nothelfer sein wollen, falls ich mal wieder unverschuldet in eine ähnliche Bredouille komme und mich dann raushauen können. Meine Mama ist damit auch aufgrund ihres Nervensystems überfordert. Sie regt sich auf und dann regt sie mich auch auf. Damit ist keinem geholfen.

Ich brauche also Nothelfer, die neutral und gelassen sein können.

Und ich werde versuchen das ganze zu verhindern. Denn so ein Systemabsturz ist alles andere als schön und angenehm. Auch wenn er heilsam ist.

Die Datenbank wird entrümpelt und es kommt zu einer Notbremsung. Es kommt also zu einem Hirn-Upgrade. Dinge, die Probleme machen, werden im Hirn in Ordnung gebracht.
Da ich vorher mein CRPS in Ordnung gebracht habe, ich brauche keine Krücken mehr (ja, das ist jetzt auch sichtbar und messbar! F&uumL;r alle Zweifler!) kann es aber auch sein, dass genau dieser Prozess der CRPS-Beruhigung den Systemabsturz zur Folge hatte.

Wie bei Cobra 11 als beide Protagonisten durch einen Unfall Rückenproblem bekamen und auf Kur geschickt wurden. Später kugelten sie bei Ihren Ermittlungen einen Abhang herunter und die Rückenprobleme erledigten sich. Man weiss nie, welche Auswirkungen eine Aktion hat.

Allerdings ist es ja nicht immer ein Parameter der sich ändern kann sondern 2 hoch n. Also ich werde nie wissen, warum das passiert ist. Und daher kann ich auch nicht vorhersagen, ob sowas nochmal passiert. Aber wenn, dann wohl anders... ich würde bevorzugen, dass es nicht nochmal passiert. In dieser Form oder einer ähnlichen, weil es doch sehr erschreckend und schockierend war. Wenn auch aus jetziger Sicht sehr heilsam.

Und wie es bei Upgrades so ist (kennt Ihr ja von Eurem Smartphone oder dem PC oder Eurem smarten Fernseher oder home oder Auto...), kann dabei auch einiges schiefgehen... tja und da springt dann die Notfallmedizin , der Notarzt und der Rettungsdienst und das Krankenhaus ein.

Darin ist auch keiner schuld wie an der Gehirnblutung meiner Schwester. Es sind 2 hoch n - Faktoren (unendlich viele), die dazu beitragen können. Denn die Dinge sind komplex. Und unser Gehirn kann diese Komplexität gar nicht erfassen. Also macht es auch keinen Sinn darüber nachzudenken. Naja, es hilft sich das vor Augen zu führen. Mir hat das sehr geholfen. Allerdings merke ich, dass wenn ich darüber zu sehr nachdenke, mir schwindelig wird. Und dann hör ich damit auf. Denn noch ein Systemabsturz muss ja nicht sein.

Dabei fällt mir ein, dass ich auch bei PC-Spielen wie Caesar III immer an die Grenze des Programms und der Programmierung spielte. Anscheinend ist das meiner Hartnäckgkeit geschuldet. Also Starrsinn und Hartnäckigkeit sind also auch zweischneidig... naja eher mehrschneidig... Wahrscheinlich können wir Menschen einfach nicht anders. Denn wir sind so konfiguriert, dass wir immer neugierig und neues lernen wollen... Denn das macht uns resilienter. Das ist der Fortschritt, das Wachstum (ja, auch das Wirtschaftswachstum) und das persönliche Wachstum, die Bildung, das Wissen, die Wissenschaft .... alles, was wir tun. Das ist dann unser artgerechtes Verhalten. Neugierig sein und die Dinge zu erforschen. Wusst ich's doch!

Ich kann aber diese Entwicklung (die gerade zu einer Überlastung unserer sozialen und wirtschafts- .... Systeme führt) abbremsen. Indem ich die Abkürzung nehme und einfach miteinander im 1:1 Kontakt meine Sichtweisen austausche. Auf Augenhöhe. Im Moment. So kann ich mir Missverständnisse, Leid und Schmerz ersparen.

Wir sind nicht gut auf uns selbst zu hören. Das ist keiner. Ärzte erkennen bei sich selbst aus diesem Grund Krankheiten nicht, auch wenn sie selbst Spezialist dafür sind.

Es geht nicht! Weil wir als soziale Wesen uns gegenseitig feedbacken sollen! Nur in der Rückmeldung durch die Umwelt, z.B. durch meine Mama wird mir bewusst, dass ich seltsamer bin als sonst. Ich habe nämlich bis heute keine Ahnung wie ich auf andere Menschen wirke. Ich kann aus ihrer Reaktion schliessen (die sehr oft wenig freundlich ist) , dass ich sie vewirre oder verärgere. Mehr ist mir nicht möglich. Denn diese Wut und Verärgerung, die ich verursache bekomme ich im Gegenzug noch auf meine Erstarrung und Handlungsunfähigkeit obendrauf. Des is fei a ned grod as gsündeste. D.h. ich muss noch mehr kompensieren, wo ich grad eh nimmer kann.

Meine Mama hat mir durchaus im Oktober mitgeteilt, dass ich komisch bin. Komischer als sonst. Aber es kam in meinem Hirn nimmer an. Das geht dann nimmer. Denn das Nervensystem und die Datenbank ist überlastet und sie schützt sich durch Abschaltung vor schlimmerem. D.h. diese NOtabschaltung ist GUT! Ignoriert man sie zu lange, dann kann es kritisch werden. Doch Menschen sind robuster als es den Anschein hat.

Da mir das heute klargeworden ist, habe ich sie gebeten mich in so einem Fall wie damals als ich bei der Firma Soldan gearbeitet habe und auch heillos überfordert war (das war meine erste Stelle und ich kam überhaupt nicht zurecht und mein Umfeld ignorierte dies, obwohl es offensichtlich war) zum Hausarzt oder der Neurologin (als Notfall) zu schleppen.

Anfangs kann ich auch Schmerzmittel ausprobieren, da die auch mein Nervensystem beruhigen.

Denn dann bekomm ich dort die Notfallmedizin, die ich brauche. Ah dazu ist die Vorsorgemedizin also da. Da für mich Arztbesuche immer noch mit Panikattacken einhergehen , werd ich mich auf die wichtigsten konzentrieren. Alles pack ich nicht. Also das, was Ihr da so alles treibt. Das ist nicht mit mir kompatibel. Ausserdem kommt ja eh dabei nix oder was ganz was anderes dabei raus. Und dann verwirre und irritiere ich mein Umfeld auch noch. Da möchte ich doch auch das Umfeld etwas vor mir schützen.

Im Endeffekt haben wir es in der Hand , ob wir füreinander eine Gesundheitsgefahr oder ein Heilmittel sind. Vorhersagen können wir es aber nicht, weil zu viele Faktoren 2 hoch n involviert sind. Wir können nur unser möglichstes tun, um Missverständnisse wahrzunehmen und aufzuklären. Genau das erspart Spannungen und Druck. Manchmal ist Druck aber wiederum gut.

Ich denke, dass jeder einen verdammt guten Grund hat, so zu handeln wie er es tut. Also rechne ich mit allem und versuche im Moment zu agieren. Gelingt uns nicht immer. Logisch. Ich denke, wir machen das alle schon verdammt gut! D.h. das einzige was wir verbessern können, ist uns dessen bewusst zu werden. Dann können wir uns viel Druck, Stress, Anspannung Wut ... ersparen.

Und das, was wir uns nicht ersparen können , weil es nicht geht, findet dann auch seinen Gang. Die Natur findet immer einen Weg. Auch dessen können wir uns bewusst werden und so werden die Dinge leichter. Und wir gelassener.

Manchmal können wir aber nicht mehr handeln und agieren, wenn unser Nervensystem zu überlastet ist. Meiner Ansicht nach, ist dies bei vielen Menschen heutzutage der Fall. Aber wenn ich lerne entspannter damit umzugehen, ist mir dann ja auch geholfen und ich kann die Nervensysteme anderer auch damit herunterregeln oder wenigstens nicht in weiteren Aufruhr versetzen.

Wir sind beides zu unterschiedlichen Zeiten. Und oft haben wir es halt nicht in der Hand. Wir können aber Gelassenheit lernen. Das nützt uns dann auch in Krisen etwas, weil die uns dann nicht so hart treffen und wir uns von ihnen auch wieder schneller erholen.

Damit wäre dann auch das Gesundheitssystem entlastet und die Handwerker und die gesamte Wirtschaft und Ihr auch und Eure Kollegen, Freunde und Bekannte und Freukannte und und und..... weil alles miteinander zusammenhängt (2 hoch n-fach).

Und wer etwas messbares und nachweisbares braucht: ich brauche keine Krücken mehr und meine Muskelanspannung (Dystonie, Spastik oder wie auch immer Ihr es in Eurem Fachgebiet nennen wollt) hat nachgelassen.

D.h. nicht, dass mein Nervensystem und mein Autismus weg ist. Ich balanziere weiterhin durch das Leben und bin derzeit so wackelig auf den Füssen wie ein KLeinkind. Meine Schwester übrigens auch. Das hab ich bei einem gemeinsamen Spaziergang mit Ihr mit einem Stock gelernt. Das ist aber auch situations- und tagesformabhängig.

Meine Schwester nimmt dies auch nicht selbst wahr. Da muss ich auf sie aufpassen. D.h. wir brauchen einander und passen von Haus aus aufeinander auf. Wir machen das schon gut so wie wir das machen.

Das Problem ist, dass uns das nicht bewusst ist. Dass wir denken wir sollten Dinge perfekt, anders machen oder mehr wissen. Und das ist Quatsch. Wir lernen jeden Tag soviel neues dazu wie ein kleines Kind. Uns ist das nur nicht bewusst. Und mehr kann unser Hirn und wir auch nicht. Und allein davon ist es ja auch nicht abhängig sondern auch von den Menschen und ihrer social contagion von denen wir umgeben sind, von dem was sie glauben und wissen, wie sie uns feedbacken, von unseren Genen, von unserer Umwelt .... von 2 hoch n-fachen Faktoren, die wir weder berechnen noch vorhersagen können.

Tut einfach das was Ihr tut mit bestem Wissen und Gewissen (das tut Ihr eh) und dann lasst los. Mehr könnt Ihr eh nicht machen. Und wenn das nicht ausreicht, dann versucht die Natur es eh ins Gleichgewicht zu bringen. Also Ihr könnt auch nix tun, wenn Ihr Euch unsicher seid. Manchmal ist das aber keine Option. Und dann tut, was Ihr könnt und gut is.

Weil viele Menschen mich und mein Verhalten nicht deuten konnten (erklären hätte ich es als Kind beim besten willen nicht können, weil ich ständig überlastet war), habe ich von ihnen kein Feedback bekommen bzw. es ist bei mir nicht angkommen. Mein Hirn war mit wichtigerem - überleben - beschäftigt. Deshalb hab ich aber auch vieles, was andere aus der Spur geworfen hätte, gar nicht erst mitbekommen. Unser Hirn schützt uns. Die Natur tut das. Die macht das schon so, dass es passt.

Ich schreibe das, weil ich gelernt habe, dass Menschen wunderbare Wesen sind. Wie alles, was kreucht und fleucht oder es nicht tut. Ich mag Euch alle! Auch wenn ich Euch nicht immer verstehe. Dann kann ich Euch ja fragen. Und wenn Ihr dafür nicht aufgeschlossen seid, dann kann ich ja noch immer spüren (aus eurer Reaktion erschliessen , was in Euch passiert, allerdings kenne ich nicht den Grund und kann dann danach fragen und Euch meine Sicht der Dinge schildern und erklären).

Und ich möchte Euch mit dem was ich herausgefunden habe, helfen. Weil ich Euch mag. Ihr könnt das ganze auch gerne wissenschaftlich nachberechnen und Eure eigenen Nachforschungen anstellen. Ich bin gespannt und neugierig, was Ihr so herausfindet. Denn ich liebe neue Sichtweisen!

Andererseits hab ich gelernt, dass sich alles auf eine Formel und Basis reduzieren lässt: Liebe. Wir können uns auch Zeit ersparen, wenn wir die Dinge auf diese einfache Formel simplifizieren und reduzieren.

Allerdings brauchen wir das dann nicht. Denn wir haben dann alle Zeit der Welt. Und die haben wir eh. Wir brauchen sie uns nur für die Dinge und Menschen zu nehmen, die wir lieben. Das sind die, mit denen wir unsere Zeit eh verbringen. D.h. wir machen es schon! Denn mit Corona habe ich gelernt (und da war ich echt erstaunt), dass auch wenn die Dinge aus dem Lot geraten, die Menschen genau das weitermachen, was sie vor der Krise gemacht haben. Meistens. Nicht immer ;-)

Zweifeln und Infragestellen der Dinge ist gut. Denn es bringt neue Sichtweisen. Und einfach mal die Dinge so zu nehmen wie sie kommen und nicht nachzudenken und sich einfach überraschen zu lassen, im Hier und Jetzt sein und agieren, ist auch gut.

Alles hat seine Zeit. Und wenn wir uns die Zeit nicht nehmen, dann wird sie uns anderweitig zu Teil. Denn die Natur findet immer einen Weg. Das hab ich gelernt und das möchte ich mit Euch teilen, um Euch Systemabstürze im Hirn, der IT und in Euren Fach- und Lebensbereichen zu ersparen. Des wär fei des allergsündeste! :)

Das einzige, was ich mir von Euch wünschen würde, ist dass der ein oder andere einfach mal Zeit für mich hätte. Dass die Menschen sich wieder besser verstehen. Der Papst mit seiner Enzyklika wünscht sich das ja auch. Ich glaube, dass wir und das alle wünschen.

Das war jetzt mein Wort zum Sonntag :)

Samstag: Ich hab was neues rausgefunden!!!

Also es hat sich seit dem Systemabsturz schon was verändert!
Ich kann seitdem nicht mehr ohne Licht schlafen. Vorher musste es stockfinster sein! D.h. Jalousien dicht und ja kein Lichtstrahl.

Das ist jetzt aber erst seit ich wieder daheim bin. Also verzögert. Was ja bei meinem Nervensystem normal ist. Dass es erst verzögert reagiert und Dinge nachverarbeiten muss und geringere Medikamenten und Reiz-Dosen verträgt.

Ich glaub in mir dreht sich grad alles wieder um!

Nachts bekomm ich wieder wie als Kind Panikattacken und Albträume. Und so schlafe ich im Sitzen mit Licht.

Meiner Mama ging das vor einem Jahr auch so! D.h. sie hat diese Anpassung schon hinter sich. Cool!

Und ich hab es ja auch schon mal überlebt als Kind. Dann krieg ich das jetzt auch nochmal hin.

Ich kann früh Musik hören und ertragen. Das ist vollkommen neu für mich. Ich bin süchtig nach Bewegung und Geräuschen.... meistens... es gibt aber auch Zeiten, wo ich die Tür nicht offenlassen kann und zumache. Dann scheint meine Reizdosis erreicht zu sein. Also es scheint sich langsam wieder einzupegeln.

Wie sieht so ne Panikattacke aus? Bei meiner Mama sind das ihre Herz-Rhythmus-Störungen mit Kreuzweh. Bei mir ist das eher so ein Druck auf der Brust. Ich arbeite mit einem Kissen mit Gegendruck. Das hab ich ja gelernt.

Und mir wird furchtbar kalt. Die Kälte kriecht von innen hoch und frisst alles auf. Ich hab das heute nacht mal beobachtet. Auch wenn man dabei achtsam ist, ist das alles andere als angenehm.

Jetzt hab ich nämlich zu wenig Energie zeitweise. Also hab ich heut nacht Brotzeit gemacht. Mir war dann trotzdem noch bis um zwei Uhr früh schwindelig und ich hab immer noch einen Traubenzucker mehr gelutscht, bis dieses Schwindelgefühl weg war. Ich hab also mit der Traubenzuckerdosis rumexperimentiert.

Vitamin D werd ich mir noch besorgen. Für die Übergangszeit. Bis es besser wird.

Ich hab mich warm eingepackt. Ich bin mit Jacke und Hose und Socken ins Bett und hab trotzdem noch zwei Decken gebraucht. Das war nach dem Systemabsturz auch so. Zwei schwere Decken um mich zu erden und mein Nervensystem runterzubringen.

Ah... ich könnt meine Sanddecke jetzt nochmal ausprobieren. Vielleicht ist sie ja mit meinem aktuellem Zustand kompatibel und kann mir helfen.

Musik früh schon aufdrehen ist wichtig für mich. Ich komm momentan schwer aus dem Bett. Ob das diese Fatigue ist, wie bei Krebs und Corona? Ich glaub schon. Dagegen hilft nur den inneren Schweinehund (die Amygdala) überwinden.

Jetzt versteh ich das! In der Klinik waren ja auch die zwei Extreme anzutreffen. Die, die Musik ertragen haben (waren in der Überzahl) und die, die sie immer ausgedreht haben, weil ihnen der Reiz zuviel war. Wie ich und ein paar wenige anderae Leute.

Inzwischen ist auch eine andere Mitpatientin vom Rödelmodus in einen Modus gelangt, in dem sie die hyperaktiven als nervig empfindet. Ah... so funktioniert das!

Bei mir kommt das halt erst 2 Wochen im Nachgang nachdem ich wieder daheim bin. Weil mein Nervensystem verzögert reagiert. Das ist ja spannend!

Ich glaube, dass dieselben Kompensationsstrategien (Bewegung, Musik, Spezialinteressen, Fokus...) funktionieren, weil ich beide Modi ja schon in meinem Leben durchgemacht habe. War mir dessen aber nicht mehr bewusst. Mein Hirn kann sich ja an sowas erst erinnern, wenn es dazu einen Grund hat. Und das ist jetzt der Fall. Ansonsten kann ich mich nicht mal an gestern gross erinnern.

Ich frage mich, ob das dasselbe ist, was bei einem Schock passiert.... Ich glaube schon.

Denn der Schwindel ist ja ein Anzeichen dafür dass das Hirn nicht mehr ausreichend versorgt wird. Und eine Synkope (also wenn man halt bewusstlos wird oder ohnmächtig - ist das dann auch beides dasselbe?) dann zieht unser Hirn die Notbremse und stoppt so diese Reaktion. Das ist mir ja im Krankenhaus in der Notaufnahme auch diverse male passiert. Mein Kinn zeugt noch von den Aufprallen...

Das was mir als absicht und aggressivität und selbs- und fremdgefährdend interpretiert wurde... Wow!

Wenn ich es dann geschafft habe , endlich warm zu werden und nicht mehr mit den Zähnen zu klappern und zu zittern ... dann kommt die Schwitzwelle... dann muss ich alles wieder aufdecken. Beides spielt sich im Wechselspiel ab.

Ich kann abwarten dass es vorübergeht. Ich glaub, das ist halt auch so eine Ausgleichsreaktion wie ein Gewitter bei der Migräne. Eine Art Notbremse.

Da ich zu wenig Energie hatte, hab ich mit Traubenzucker solange rumexperimentiert und nachgeschoben , bis der Schwindel nachgelassen hat. Wenn ich die Augen zugemacht habe, war der heftig. Dann hab ich immer zwischen den Traubenzuckern abgewartet... denn ich muss ja die verzögerte Wirkung beachten. Hat gut funktioniert.

Mal sehen, ob ich noch ein paar Tipps von Bekannten bekomme, die sich selber mit Panikattacken oder Herz-Rhythmus-STörungen zu helfen wissen. Da sind die nämlich die Profis... und die Profis bei den Ärzten kann ich ja auch mal fragen, was ich noch machen kann. Also beidseitigen Rat einholen.

Mit warmen Wasser hab ich noch meine Füsse abgeduscht. Die waren eisig. Im Bett liegen konnte ich nicht. Später erst wieder mit dem Kopf hochgelagert sonst wär der Schwindel wiedergekommen. Also bin ich gesessen.

Macht aber auch nix, denn hinterher bist Du dann so fertig, dass Du eh im Sitzen und bei Licht einschlafen kannst, weil das ziemliche Achterbahnfahrt ist. Eine Bekannte von mir nutzt bei ihren Panikattacken Calvalera Hevert und Pascoflair um Ihr vegetatives Nervensystem generell herunterzufahren.

Wie gesagt bei mir wirkt Traubenzucker aber ich muss die Dosis anpassen. Wenn ich lichtempfindlich bin und es dunkel brauche, dann reicht 1 Traubenzuckerle. Bin ich das nicht, dann brauch ich einige mehr. Ich glaub 5 bis 6 waren das in zeitlichem Abstand. Wenn ich den Zucker im Mund nicht mehr schmecken konnte.... und der Schwindel noch da war.

Bei Überreizung ist der Schwindel ja auch da und die Schmerzen. Aber es ist ein bisschen anders. Bei dem einen hab ich zu wenig Reize (wenn ich Licht brauche, Musik ... Berieselung mit Reizen), beim anderen zuviel (wenn mir das Licht zu hell ist, Geräusche zu laut ...)

Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob und wann das Nervensystem oben oder unten ist. Denn langfristig stellt sich unser Nervensystem eh drauf ein und es gibt dann nicht viel Unterschied bzw. nimmt es unser Hirn dann auch gar nimmer wahr.

Merkt Ihr den Unterschied?
Ich merke es am ehesten am Licht. Bin ich lichtempfindlich oder nicht? Auf Geräusche bin ich dann auch weniger empfindlich.

Momentan ist es noch ne Achterbahnfahrt, weil ich erst damit zurechtkommen muss... und wahrscheinlich liegt es auch an der social contagion, die auch eine electrical contagion ist.

Daher glaub ich, dass wir wenn wir krank sind eher zum Elektriker gehen sollten als zum Arzt. Bzw. sind Ärzte ja inzwischen auch Elektriker in gewisser Weise. Deswegen ist die Ausbildung auch so lang.

Diese Sichtweise und dass wenn man Arzt wird sich ja lebenslang dafür entscheidet und dass dahinter viel Leidenschaft stecken muss, hab ich gestern von einer jungen Frau geschenkt bekommen.

Ihre Eltern sind Ärzte und sie will auch gern Medizin studieren. Und das dauert ja sehr lang bis man da mal fertig ist. Sie hat mir also eine andere Seite gezeigt, weil ich ja meistens nicht so tolle Erfahrungen wegen meiner komischen Art habe. Ich bin halt anders und dann eckst Du halt an. Ich mach das ja nicht mit Absicht. Aber das weiss halt ein aussenstehender nicht.

Also beide Sichtweisen existieren jetzt in meinem Hirn nebeneinander. Beides ist richtig. Denn beides sind Erfahrungen, die wir gemacht haben. Ich bin ja offen. Ich würd mir halt wünschen, dass andere auch mal für meine Sichtweise offen sind. Und einfach mal von sich aus danach fragen. Bisher bin ich Menschen immer hinterhergerannt. Das kann ich jetzt nicht mehr. Es hat auch keinen Sinn. Denn bei denen, denen ich hinterhergerannt bin und viel Zeit und Energie investiert habe, weil ich dort einen Sinn sah, konnte ich nicht andocken.

Das war sehr enttäuschend. Ich versteh das, weil sie leider im ich-habe-keine-Zeit-Syndrom auch nicht dafür offen sind. Vielleicht ändert sich das ja mal. Aber ich hab jetzt gelernt: ich kann das nicht mehr. Ich habe mein möglichstes getan und mehr kann ich nicht machen.

Jetzt kommen mir aber Menschen entgegen, die genau das tun. Das sind die Rentner, die Anderen, und die Jungen!

Die Generation "We" haben nämlich eines mit mir gemeinsam. Sie sind Krisen gewöhnt. Und genau hier liegt die Schnittmenge unserer Sichtweisen. Und Älteren geht es auch so. Und Menschen , die anders sind , hab ich ja schon immer magisch angezogen und umgekehrt.

Ich sammle also keine Treuepunkte sondern Sichtweisen und Menschen. Tiefe Begegnungen und Lerninhalte der praktischen Art von Profi zu Profi. Denn wir sind alle Profis. Und niemand weiss alles. Wir lernen immer was dazu.

Neulich sah ich eine Doku auf Arte, wo Psychologinnen befürchtetetn die Generation "We" würde enorme psychische SChäden davontragen, weil sie Corona und der ganzen Unsicherheit ausgesetzt ist. Und weil die Krise zur Normalität wird.

Da ich zeitlebens durch Missverständnisse (weil ich einfach anders bin und mein Verhalten als absicht eingestuft wurde, was es nie war..) Krisen ausgesetzt war, kann ich Euch sagen, nein: das Gegenteil ist der Fall.

Naja, aber mir glauben ja die wenigsten Menschen, die mir begegnen. Nämlich die anderen, die jungen und die Rentner. Die , die sich in der Norm wiederfindet, mit denen hab ich leider keine Schnittmenge. Bzw. ich habe sie, aber über die redet die Norm nicht, weil das normalerweise Tabus sind. Dass inzwischen die Ausnahme zur Regel geworden ist, bekommt das Gehirn also so nicht mit weil es kein Update einspielen mag. WAs ich sehr schade finde.

Krisen sind nix anderes als Lernerfahrungen. Die sind natürlich. Nur kommt dieses Wissen im Normdenken nicht vor. Da wird jede Veränderung des Status Quo und des 5- oder 10-Jahresplans als Bedrohung wahrgenommen. Daher die Angst in der Gesellschaft. Meine beruht auf diesem Sammelsurium meiner Vorfahren und der social contagion.

Die Angst ist nicht die meine. Denn sie gehört zu meiner Basiskonfiguration. Ich kann lediglich versuchen Konflikte und Missverständnisse frühzeitig aufzuklären. Allerdings scheitere ich da wieder an dem ich-habe-keine-Zeit-Syndrom der Normdenker und der daraus resultierenden Nicht-Offenheit. Also Eure Angst ist mein Problem und das wird dann als Bumerang auch wieder zu Eurem und das Eurer Kinder. Denen geht es nämlich wie mir.

Also wenn Ihr schon nicht wegen mir runterkommen wollt, dann tut es doch für Eure Kinder. Die habt Ihr ja lieb. Ich glaube, dass wir mit der Generation "we" eine rücksichtsvolle, tolerante, umsichtige und offene Generation und damit unser blaues Wunder erleben werden!

Und Wunder sind ja was tolles! Darum wundere ich mich jeden Tag und lerne was neues dazu. Bleibt offen und erneuert Euch! Das macht Spass!

Sonntag: Gestern hab ich wieder geübt mich zu wehren. Ihr kennt das sicher auch. Ihr steht irgendwo herum und guckt so in die Gegend und dann kommt jemand vorbei und läd seinen ganzen Krempel an seiner Sichtweise über Euch ab.

Bisher konnte ich mich dagegen noch nicht wehren. Ich wusste gar nicht , dass ich diese Option habe und hätte das auch Überlastungstechnisch gar nicht gekonnt.

Derzeit bin ich aber so im Arsch... dass ich mir das gar nimmer reinziehen KANN!
Es greift eine Art Notwehrreflex. Ich möchte aus dieser Situation flüchten.

Bisher konnte ich das so in dieser Form noch nicht wahrnehmen. Dabei hatte das Gespräch mit einem harmlosen : wie geht es Dir? von mir begonnen.

Tja und dann war der erste Schwung raus (mir geht es gut! Ich hab halt gesagt, dass es mir scheisse geht und dann kam es zum Austausch meiner Sichtweise und daraufhin sprang ihre Sichtweise an. Die meine Sichtweise weder anerkannte (sie liess mich gar nicht ausreden) und dann das Gespräch kidnappte und mit ihrem Monolog davonrannte.... Die Offenheit ihrerseits fehlte. Sie hörte mir gar nicht zu. Das kenne ich auch von meiner Mama. Und da sag ich auch inzwischen stopp.

Ich sagte dann zu Ihr: Stopp! Merkst Du was Du gerade machst? Du verstehst mich nicht und kidnappst das Gespräch. Das ist mir zu anstregend.

Daraufhin war sie irritiert und war ratz-fatz weg. Ich weiss nicht weswegen sie irritiert war. Das hat sie leider nicht gesagt. Sie ist dann sehr schnell davongerauscht. Wortkarg.

Dabei hab ich ja nur meine Sichtweise mitgeteilt.

Zum Vergleich dazu hab ich eine äHnliche Kkonstellation mit einem Bekannten (der gilt wie ich als behindert). Er redete ganz schnell und viel und es war mir zuviel. Er akzeptierte meine Sichtweise und verstand es und wir verabschiedeten uns in Seelenruhge und freundlich.

Da frag ich mich schon wer jetzt von den beiden behindert ist. Der Frau ist ihre Gesundheit auch überaus wichtig. Mir nicht. Ich habe andere Probleme. Ich weiss ja, dass das nur ein veränderbarer Zustand ist, der so wohl nie erreicht werden kann. Aber gut. Ich lass Ihr gerne Ihre Sicht. Auch wenn meine Sicht eine andere ist. Die wird sie aber leider auch nie kennenlernen. Die würde ihr Leben allerdings erheblich enthindern.

Komisch, dass Leut so seltsam reagieren, wenn ich sage wie es mir geht. Das hat ja nix mit ihnen zu tun. Allerdings scheinen das viele Menschen sehr persönlich zu nehmen. Warum auch immer...

Die Dame sagte mir in ihrer empathischen Art, dass sie ja als Mutter und Ehefrau sich um Ihre Kinder und ihren Mann kümmern würde. Ich hätte sowas ja nicht.
Wie sehr sie mich damit verletzt hat, hat sie nicht gemerkt. Denn dass ich mich auch nach einem Partner sehne und gerne Kinder hätte, das sieht sie nicht.

Seltsam finde ich dass sich solche Menschen dann als normal und empathisch bezeichnen. Würde ich sowas sagen, hiesse es, das sei typisch autistisch. Sowas sage ich aber nicht, weil ich andere nicht verletzen will. Ich weiss ja wie sich das anfühlt.

Sie hat mir aber auf ihre Weise eine wertvolle Lektion erteilt. Ich habe heute gelernt, dass es niemanden gibt, der genau diesselbe Sichtweisen wie man selbst hat.

Es gibt maximal Schnittmengen. Und zwar sind das die Krisenmomente. Da kann ich andocken. Oder ich frage nach der Sichtweise des anderen. Ich geh halt einfach auf die Leut zu.

Die Norm scheint das nicht so zu handhaben. Das finde ich sehr schade.

Ihre Kinder (die Generation "We") jedoch schon. Die machen das und ihnen sind die anderen Sichtweisen durchaus bewusst. D.h. ich treffe hier derzeit auf Verständnis und tolle Gesprächspartner. Und die rennen dann bei meiner Sichtweise auch nicht gleich weg und ergreifen die Flucht. Sondern erkennen meine und damit mich an (das ist mir bisher selten passiert und das ist nicht MEIN Problem sondern es wird dann zu meinem!) und teilen mit mir ihre. Und dann kann ich verstehen warum sie so denken und meine Sicht verbreitern und dazulernen.

Mit Menschen in meinem Alter gelingt mir das gar nicht. Auch auf Arbeit habe ich erhebliche Probleme. Ich habe auf meine Weise gelernt, die Sichtweisen anderer zu erforschen und aufzunehmen (auch durch Beobachtung).

Dadurch verstehe ich die anderen. Und sie fühlen sich bei mir verstanden. So kann ich an fast jeden Menschen andocken.

Was mir allerdings aufgefallen ist, es gab nie jemanden, der dasselbe mit meiner Sichtweise bei mir getan hätte. Das finde ich sehr traurig.

Zumal ich das alles bewusst und über den präfronteralen Kortex machen muss. Deshalb hat es auch 47 Jahre gedauert, bis ich das so gut konnte. Ich sammle also keine Treuepunkte sonder Sichtweisen. Menschenkenntnis.

D.h. ich kenne von ALLEN Kollegen etwas von ihrer Sichtweise (soweit sie sie mir erzählt haben und soweit ich sie beobachten konnte). Aber keiner davon kennt meine.

D.h. dass ich die empathische flexible Schnittstelle bin (über den präfronteralen Kortex), weil ich die Hintergründe und Missverständnisse wegen dieses Sichtweisenwissens erkennen kann. D.h. ich kann mich fast auf jeden Menschen einstellen. Ja, auch auf schwierige. Da brauch ich aber mehrere Kontaktversuche. Beim ersten mal funktioniert das nicht. Es bedarf mehrerer Versuche (es ist ja ein Lernprozess) sich auf einen Menschen einzustellen. Anscheinend sind zu diesem Lernprozess nicht alle Menschen bereit. Ich verstehe allerdings nicht warum. Denn es erspart Schmerz , Leid und Tränen und Wut und Frustration und Aggression. Aber gut. Sind ja Eure Gefühle. Allerdings sind die auch sozial ansteckend und gehen dann auch zu meinen Lasten. Und das finde ich dann nicht sehr fair wenn ich mir die Mühe mache und andere tun es nicht.

Ist wie beim Maskentragen. Wenn ich merke, dass jemand sich unwohl fühlt und sie lieber auf hat (weil er sie trägt) oder weil er auf Abstand geht, dann setz ich sie halt ihmzuliebe auf, weil das seinem Nervensystem Stress spart und in der Gegenreaktion auch meinem. Also tu ich uns beiden einen Gefallen. Das ist halt social contagion.

Klar ich bin auch nicht immer geistig auf der Höhe und mit den Gedanken woanders und vergess das auch mal. Also reg ich mich auch nicht auf, wenn genau dasselbe einem anderen passiert. Das ist menschlich und keine Absicht. Wir vergessen alle mal was oder sind mal mit den Gedanken woanders. Ich bin also sehr flexibel im Denken. So hat es mal eine Bekannte genannt.

Mir war nicht bewusst, dass die anderen Kollegen sich nicht genau dieselbe Mühe machen. Und auch alle Sichtweisen aller Kollegen kennen. Das ist also meine autistische Gabe oder mein Talent.

Wieviele Kollegen und ihre Sichtweisen kennt Ihr denn? Und dabei meine ich, wieviele davon habt Ihr danach gefragt, warum sie das was sie tun, tun?
Ich meine nicht, dass Ihr über Eure Sichtweise vermutet oder glaubt, was der andere aus welchem Grund tut.... Denn das ist Eure Sichtweise und die hat mit Eurem Kollegen rein gar nix zu tun. Damit verursacht Ihr nur eins: Missverständnisse.

Übrigens bekommt Ihr die besten Schnittmengen halt, wenn Ihr über Tabus sprecht. Krankheit, Tod, Alter... und so siebt Ihr auch nicht offene Menschen aus. Denn die wollen davon nix hören. Dabei gehört das halt zum Leben dazu. Davonrennen geht ned. Vor mir schon, aber nicht vor den Dinge, die tabusiert werden. Da kann ich mich ihnen auch gleich stellen, dann hab ich es hinter mir.

Und ab einem bestimmten Alter ist es eh wie bei einem alten Auto... auf eine Delle mehr oder weniger kommt es dann auch nimmer an.

Soderla.. heut gibt's den ersten Psychiatriecomic hier. Bei toonsup und im comicforum hab ich schon den zweiten eingestellt.

Wisst Ihr was ich noch unfair finde? Also dass ich in der Psychiatrie statt in der Herzklinik gelandet bin und auch noch für das ganze Missverständnis für das ich nix kann und wo ich versehentlich 2 Wochen in Freiheitsberaubung verbracht habe auch noch bezahlen soll. Ich hab jetzt mal den Verfahrenspfleger meine Sichtweise gemailt und bin gespannt, ob es dort noch Menschlichkeit und Fairness gibt. Oder ob meine Basiskonfiguration einfach nicht im System vorgesehen ist.

Das geht mir übrigens bei jedem System so, weil die alle nicht mit mir kompatibel sind. Dass ich das ganze dann immer ausbaden muss, ist ja schon schlimm genug. Aber dass dann niemand wahrnimmt, was das mit mir gemacht hat und dass mich das ganze traumatisiert und mir geschadet hat, das kann ich nicht verstehen. Also präfronteral schon, weil dazu ja meine Sichtweise einbezogen werden müsste, für die sich leider keiner interessiert. Ich würde es verstehen, weil mir das halt immer passiert. Das ist schmerzhaft genug.

Es fühlt sich dann so an, als würde noch jemand nachtreten, wenn ich schon am Boden liege. Des is fei a ned grod as gs&uumL;ndeste. Ich weiss schon, dass das keine Absicht ist. Es ist einfach der Gang der Büorkratie und des Systems, in dem ich halt wieder mal nicht vorgesehen bin. Es gibt mich aber WIRKLICH!!! Und es gibt noch mehr Menschen, denen dasselbe oder ähnliches passiert. Ja, es ist gut gemeint, aber das nützt mir dann auch nix, wenn es mir dann geschadet hat. Nur sieht das dann keiner so. Das finde ich sehr seltsam. Und ich weiss, was seltsam ist. Also hab ich meine Sichtweise dem Verfahrenspfleger mal gemailt. Bisher hab ich noch keine Antwort bekommen.

Bei der Krankenkasse war ich auch und hab denen von meinen Erfahrungen berichtet und davon, dass ich mit anderen Betroffenen (Schlaganfallpatienten) gesprochen habe und die über ähnliche Missverständnisse berichteten. Also scheint das ja ein generelles Problem zu sein, dass es vorkommt, dass die Medizin, die gut gemeint ist, schadet. Ich wollte auf diesen Misstand aufmerksam machen.

Ich fühlte mich bedingt verstanden. Denn die Lösung soll ein Vermerk auf dem Krankenkassenkärtchen sein, wenn es mal soweit ist. Also in 2 Jahren. Das ist symptombehandlung und deshalb nicht besonders zielführend. denn dafür müssten die Beteiligten ja auch lesen, was dort steht und nach meinen Erfahrungen ist das eher unwahrscheinlich schon aus Personal - und Zeitmangel.

D.h. es passiert nix. Keine Aufklärung und Verbreitung dieser Sichtweisen mit Beispielen. D.h. es kann Euch genauso passieren. Von den Kosten und Folgekosten will ich gar nicht reden.

Und dann hab ich beim Kinderarzt noch gefragt, weil ich ja Medikamente nur in Kinderdosis vertrage, ob ich nicht dort besser hinpassen würde und hinkann. Tja, leider geht auch das nicht, weil man zum Kinderarzt nur bis 18 kann. Also wieder scheitere ich am Schubladendenken, an den false beliefs.

Man verwies mich an die Psychiatrie. Ja, da scheinen alle zu landen, die in keine Schublade passen oder diverse Schubladen belegen. Beim Neurologen und Psychiater war die Praxis auch voll als ich dort war. Da scheint auch keiner einen Termin abzusagen. Da sind die Patienten dann entspannt, weil die hamm ja was chronisches und sich dran gewöhnt. Und dann scheinen alle in der Praxis ganz relaxed zu sein. Zumindest hatte ich den Eindruck.

Als ich im Wartezimmer extrem mit den Händen wedelte (damit baue ich Energie und Spannung ab und das braucht mein Nervensystem zum Überleben), meinte ein Mitinsasse, ob ich stricke. Ich hatte weder Nadeln noch Wollknäuel dabei. Ich hätte wohl sagen sollen: nein, ich spinne. Das wäre der Situation angemessen gewesen. Allerdings weiss ich nicht, ob mein Gegenüber den Humor verstanden hätte... da besteht die Gefahr, dass das wieder wortwörtlich genommen wird. Das ist mir inzwischen allerdings auch wurschd. Wenn schon Scheisse dann mit Schwung, hat mein Englischlehrer mal gesagt. Also dann...

Irritiert hat mich, dass jetzt alle so nett zu mir sind. Ich kenn das von Arztbesuchen anders... daran hatte ich mich gewöhnt. Meine Bekannte meinte, als der Arzt sie an der Schulter berührte , da wusste sie : scheisse, das ist jetzt was ernstes. Bei mir kommt es da ja jetzt nimmer an. Ich sammel die chronischen Krankheiten inzwischen. Ob es dann Rabatt gibt von der Krankenkasse? 2 vom Preis von einem?

Bassd gut auf Euch auf!

Montag: Nachdem ich vom Verfahrenspfleger noch nichts gehört habe, hab ich heut beim Amtsgericht bei der Telefonnummer angerufen. Ich dachte, ich erreich ihn dort. Nein, sagte eine angespannte Stimme der arbeitet nur f&uumL;r sie. Eine Nummer konnten sie mir dort nicht geben.

Dann hab ich Ihr erklärt , dass diese Verkettung der Umstände mir geschadet haben und ich nun doppelt dafür bestraft werde, dass ich nicht in ein System passe, in dem ich nicht vorgesehen bin.

Sie meinte, ich müsse ja sehen, dass Ärzte , Rettungsdienst , Betreuer ... alle keine Zeit haben. Das weiss ich . Weil ich mich in diese Sichtweisen einfinden kann. Denn ich lese und höre zu. Trotzdem kann ich doch nicht akzeptieren, dass es okay ist, dass mich diese Menschen fast umbringen! Aus Versehen. Weil sie diese Verkettung nicht sehen können und für meine Sichtweise nicht offen sind, weil sie sich keine Zeit nehmen können, weil sie keine haben!

Es hat ewig gedauert und ich musste auch gegen Ihren Monolog anschreien, um meiner Sichtweise Gehör zu verschaffen. Am Ende konnte ich doch an sie andocken. Und ich bin für mich eingestanden! Also ist das ein Erfolg f&uumL;r mich.

Freilich hat sie auch keine Lösung ausser, dass ich halt zahlen soll. Darum ging es mir nicht. Mir geht es um die Menschlichkeit , das Verständnis. Dass sie mich sehen! Dass sie sehen, was das mit mir gemacht hat.

An einer Stelle tat sie sogar dasselbe wie alle anderen, die mir bisher begegnet sind, sie nahm meine Sichtweise nicht ernst. Meine Sichtweise ist genauso wirklich wie die Ihre! Das hab ich Ihr dann gesagt: Merken Sie was? Sie tun gerade genau dasselbe, was mir alle anderen antun. Sie nehmen meine Sichtweise nicht ernst. D.h. ich respektiere die andere Person nicht. Weil sie anders ist. Das würde ich nie tun. Warum tut Ihr das? Merkt Ihr nicht, wie weh das tut, wenn man Euch in Zweifel zieht? Wenn man Euch nicht zuhört und ernst nimmt? Nur weil ich Autist bin (Kindern, Behinderten und älteren Menschen geht es meiner Beobachtung nach genauso) habe ich keinen Respekt verdient?

Das ist respektlos. Ich weiss, dass das niemand absichtlich macht. Es geschieht unbewusst, weil diese Sichtweise (meine , die der aus der Norm fallenden... ) nicht bewusst ist! Das liesse sich leicht lösen. Seid offen für andere! Wenn Euch Menschen verunsichern oder irritieren oder Angst machen, dann geht auf sie zu und lernt sie kennen. Fragt sie , interessiert Euch für Ihre Sichtweise.

Denn ansonsten, verletzt Ihr Menschen. Und Euch selbst am allermeisten. Denn Ihr interpretiert in Dinge, die andere tun, Eure Sichtweise hinein. Beides hat nichts miteinander zu tun! Ihr denkt dadurch, dass der andere Euch absichtlich verletzen oder ärgern will. Das ist nicht der Fall! Viel Schmerz könnte so vermieden werden. Viel Stress und Ärger.

Fragt die Menschen, hört auf Ihren Instinkt (auch wenn Ihr meint es besser zu wissen) , das was sie sagen. Denn nur sie wissen, was das Beste f&uumL;r sie ist! Ihr wisst es nicht. Denn Ihr legt Euren Masstab auf ein Euch unbekanntes Wesen an. Und das funktioniert nicht.

Ich habe die ganze Zeit (auch als ich nicht auf der Höhe war) gesagt: ich will heim. Und genau das war mein Wille. WEil das die Stimme meines Instinkts war. Der weiss was für mich richtig und wichtig ist. Niemand sonst weiss das. Und wenn er noch soviel studiert hat.

Ich soll sagen, dass ich Autist bin. DAs haben meine Ergo und meine Mama gemacht. Es hat nix genutzt. Was schreiben, Vorkehrungen treffen . Das werd ich tun, doch weil keiner Zeit hat, wird das niemand lesen. Bzw. ich zweifle daran, dass es etwas bringt. Weil damit nicht das Grundproblem behoben wird.

Und das ist: Nehmt Euch Zeit! Beobachtet! Hört zu! Nur dann könnt Ihr erkennen, ob und welche Hilfe jemand braucht, wenn er nicht selbst darum bitten kann. Leider ist das im derzeitigen System nicht vorgesehen. Weil keiner mehr Zeit hat oder wie die Schwester , die ich heute getroffen habe , gemeint hat: jeder hat Zeit. Aber es nimmt sie sich keiner mehr.

Ich schon. Ich habe das soweit ich konnte, immer getan. Leider ohne Wirkung auf der anderen Seite. Jetzt starte ich erstmal mein eigenes Projekt. Und tu das, was gut für mich ist. Nur so kann ich heilen. Und dann wenn es mir wieder gut geht, kann ich das ja nochmal angehen. Wenn es mir dann noch wichtig ist.

Meine Mama hat das mit dem was mri passiert ist (und meiner Schwester ja auch... , da lief auch viel schief auch aus vielen Gründen... ) so formuliert: Sterbehilfe auf Rechunung. Das klingt drastisch. Aber aus meiner Sicht war es so. Ich bin froh, dass ich das überlebt habe.

Ein System, dass die Sichtweise aller ausser demjenigen für den es gemacht wurde, berücksichtigt, führt sich selbst ad absurdum. Es macht sich überflüssig. Man ist ohne deutlich besser dran.

Da jeder Mensch eine Anomalie auf seine Art und Weise ist, betrifft Euch das alle! Nicht nur Randgruppen. Ihr denkt nur, dass es Euch nicht betrifft. Bis Ihr damit in Kontakt kommt. Dann seid Ihr genauso traumatisiert wie wir auch. Es tut ganz schön weh. Das hat die Wahrheit so an sich. Sie kann ja nix dafür. Es ist unser Gehirn, die Amygdala, die sich dagegen wehrt. Doch nur durch diesen Schmerz der Wahrheit können wir heilen und im Leben das nächste Level erreichen.

Dieses sich nicht verstehen bis zum Zusammenbruch von Systemen wiederholt sich immer wieder. Weil wir Menschen in stressigen Zeiten nicht denken können. Das ist sehr schwer.

So sind schon viele Hochkulturen zugrunde gegangen. Der Turmbau zu Babel ist auch eine solche Geschichte. Auch dort steckt Wahrheit drin.

Auch Menschen, die den Holocaust überstanden haben, wurden so flexibel im Denken, dass sie sich in die Sichtweise der Täter einfühlen konnten und Mitleid mit ihnen hatten. Nur so blieben sie gesund und konnten das ganze überstehen. Wer mir nicht glaubt: lest Victor Frankls Buch. Da ist das beschrieben. Aus seiner Sicht. Und der war ein Fachmann. Psychiater und Neurologe.

Wenn Ihr mir nicht glaubt, dann glaubt ihm.

Ich bitte Euch um eines, gebt jedem Menschen eine zweite Chance. Einen zweiten und dritten und vierten Eindruck und revidiert Fehlsichten. Dann wird das Leben für alle einfacher und angenehmer und schmerzfreier. Das wäre sehr schön.

 
Die Diagnose - Die Glaa aus ERH 2020 (Psychiatriecomics)
21.11. bis 27.11. Sinnkrise, Limbi, mein präfronteraler Kortex und ich ...

Samstag: Soderla... irgendwie will mein Gehirn wohl, dass ich endlich mal lerne mich auch selber wichtig zu nehmen und nicht nur immer an die anderen zu denken.

Seit dem Systemabsturz geht das Denken an andere nur noch eingeschränkt und soziale Kontakte sind mir sehr anstrengend geworden. D.h. ich vertrage Mini-Dosen an menschlichen Kontakten und brauche hinterher Zeit für mich zum sozialen Rückzug und um vor mich hinzustieren. Das ist Limbis offline-Modus.

Wie Ihr merkt , les ich grad das Buch Limbi. Im Endeffekt gibt es zu meinen bisher durch Beobachtung und das Lesen anderer Hirnforscherbücher, wobei einige Hirnforscher sehr trocken schreiben... die Bücher hab ich zwar, aber das packt mein Limbi nicht, die zu lesen, viele Überschneidungen. Alsos es passt grad richtig gut. Deshalb hat es mich also magisch angezogen.

Lesen kann ich auch nur langsam und weniger als früher. Maximal ein Kapitel. Dann bremst mich Limbi aus und sagt, dass es jetzt genug ist. Ich hör auf ihn. Denn sowas wie den Systemabsturz will ich kein zweites mal mehr erleben. Vom Rest mal ganz abgesehen.

Ich stecke grade in einer Sinnkrise. Nach dem Systemabsturz ist das kein Wunder und auch nicht sonderbar. Sonder einfach menschlich und notwendig.

Ich hatte Euch ja davon erzählt, wie ich bei der Rettungswache ein Dankeschön abgegeben habe. Darüber gefreut hat sich das Gegenüber nicht. Ich konnte seine Anspannung wahrnehmen. Wieviel davon an mir und meiner unerwarteten (vielleicht deswegen von seinem Limbi als bedrohlich empfundener) Geste lag und an meiner autistischen direkten Art, weiss ich nicht. Es war wohl eine unglückliche Kombination von x Faktoren.

Selbiges ist mir gestern bei der Polizei passiert. Da bin ich nicht mal die Rittersportw&uumL;rfel losgeworden. Das gilt schon als Bestechung. Dabei wollte ich mich nur bedanken. Und da mach ich mir halt schon so meine Gedanken, wie weit das mit der Bürokratie bei uns gekommen ist. Wenn man ned amol mehr Menschlichkeit in Form von Wertschätzung und Schokolade und Dopamin annehmen darf.

Ich war noch nie bei der Polizei. Mein Limbi hat Angst vor Uniformen. Warum auch immer. Also hab ich mich dieser Angst gestellt. Und Limbi war auch damit einverstanden. Denn es fand cool, wie gelassen die Polizisten waren, als sie mich ins Bezirksklinikum gefahren haben. Nicht dass Limbi dahinwollte! Ganz im Gegenteil. Aber was hätte Limbi machen sollen?

Ich weiss leider nicht, was sie mit mir in der Notaufnahme angestellt haben. Limbi war offensichtlich not amused und wehrte sich. Ich vermute, dass es daran liegt, dass ich Medikamente nur in homöopathischen Dosen vertrage und Menschen auch. Wegen meinem autistischen Limbi. Und wenn man Limbi festhält dann tut es ihm halt weh und dann wehrt es sich... Und dass die Medikamente dann auch noch zeitlich verzögert wirken, war sicher auch nicht besonders günstig.

Die Anspannung um mich herum, hat auch ihren Beitrag dazu geleistet. Und wahrscheinlich auch dass derzeit soviele Menschen im Krankenhaus landen .... Es werden x Faktoren dort hineingespielt haben. Ich kann es nicht ändern.

Da ich nicht mehr reagieren konnte (mein präfronteraler Kortex war ausser Gefecht gesetzt durch die soziale Anspannung um mich herum und die Medikamente), reagierte Limbi und rettete mir so mehrfach an diesem Tag mein Leben. Deshalb bedanke ich mich an dieser Stelle mal bei ihm. Denn er hat es nicht nur gut gemeint, sondern sehr gut gemacht. Denn er war der einzige , der in meinem Interesse und der meines Gehirns (das will ja gern überleben) gehandelt hat.

Leider wurde die Reaktion meines Limbis von den Profis fehlinterpretiert. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Ich ging die Treppe hoch und klingelte also bei der Polizei (es stand gross auf dem Klingelschild wie bei der Rettungswache auch - das fanden Limbi und mein präfronteraler Kortex sehr hilfreich). Dann gelangte ich in den Vorraum und da kam dann ein Polizist und sprach durch die geschlossene Scheibe und mit Mundschutz. Ich war ebenfalls mundbeschutzt. Wir hatten dadurch erhebliche Kommunikationsschwierigkeiten.

Mein Limbi wurde auch durch diese ganzen Vorsichtsmassnahmen deutlich irritiert und damit konnte mein präfronteraler Kortex nicht besonders gut denken. Ich stammelte herum, was der Kommunikation auch nicht besonders zuträglich war.

Am Ende holte er dann einen Kollegen. Der sollte das gewesen sein. Mangels Gesichtserkennungssoftware meinerseits (Gesichtsblindheit) konnte ich ihn nicht wiedererkennen. Ich weiss nicht, ob es einer der beiden Polizisten war. Also musste ich mich einfach darauf verlassen.

ich wollte also die Comics und ein DAnke-Kärtchen und eine Packung Schokowürfel als Dankeschön abgeben. Das hab ich dann noch irgendwie rausgebracht. Es hat ewig gedauert. Die Anspannung bei meinem Gegenüber war für mein Limbi deutlich wahrzunehmen. Ob das nun an mir, der Scheibe, den Mundschutzen , dem Stress des Tages oder anderen Dingen hing, weiss ich nicht. Wahrscheinlich war es der komplexen Gesamtsituation geschuldet.

Daraufhin erfuhr ich, dass er meine Schokowürfel nicht annehmen durfte. Aber die Comics. Die sah er sich dann an, allerdings konnte ich keinerlei freudige Reakton erkennen. Aber ich bin ja nicht so gut, im Erkennen von Gefühlen bei anderen. Es kann auch daran gelegen haben, dass mein Limbi sich grad sehr unwohl fühlte.

Als ich sagte: ich möchte mich bedanken, dass sie so gelassen waren, als sie mich ins Bezirksklinikum gebracht haben. Ich war 16 Tage da, bis die den Irrtum bemerkt haben, meinte er nur: Da bleibt mer drin, bis halt wieder bassd.

Mein Limbi war sichtlich irritiert und mein präfronteraler Kortex brauchte dafür noch nachverarbeitungszeit. D.h. dass ich nicht so basse wie ich bin.... Wenn jemand aber nicht weiss, wie ich bin, wenn ich bass, woher will er dann wissen, wann ich wieder bass?

Ich hatte ja schon meine Bedenken im Bezirksklinikum der Ärztin mitgeteilt, dass wenn sie erwartet, dass ich so werde wie sie, sie lange warten kann, dass das , wie ich jetzt sei schon für meine Verhältnisse dem für mich normalen Mass entspricht.

Sprich: Limbi hatte Angst, dass ich aufgrund meiner autistischen Besonderheiten dort gar nicht mehr herauskomme, weil ich ja generell ned bass.

Meine Sinnkrise wurde dadurch ausgelöst, dass meine Dankesbemühungen auf wenig Gegenliebe gestossen sind. Aufgrund des ich-habe-keine-# Zeit-Syndroms. Das war keine Absicht. Ist es schon soweit, dass meine Umwelt keine Wertschätzung mehr annehmen kann, wenn ich sie ihr entgegenbringe? Wo mir das so schwer fällt?

Wo ich so drüber nachdenke, fällt mir auf, dass es mir auf Arbeit ja genauso ging. Ich gab mir Mühe die Sichtweise und Logik hinter dem Handeln und Denken meiner Mitkollegen zu erforschen, indem ich sie danach fragte, was zu einer Überdosis menschlichen Kontakts und im Nachgang zu meinem Systemabsturz führte. Zusammen mit anderen Faktoren , nämlich, dass wir wie die Pflegekräfte auch bei uns das letzte Glied in der Kette sind. Wir können nix mehr weiterdelegieren und so haben wir uns als 1,5 Mann - Abteilung soweit optimiert wie es möglich war. Bei uns ist alles gelandet. Ich könnte mich also mit Fug und Recht wie bei Hubert und Staller : ich mach alles nennen.

Das war wieder dem Problem geschuldet, dass das ich habe keine Zeit-Syndrom aller anderen Abteilungen auf uns in Kettenreaktion zusammentraf. Diese gaben Ihre Probleme an uns weiter, behoben nicht die Ursachen und dies führte zu einer weiteren Verschärfung der Situation.

Meine bisherige Lösung dieser Problematik der Selbstoptimierung und der immer mehr auf uns einstürmenden Aufgaben und Arbeiten, z.B. HR-Self-Service , IT-Self-Service ... führte mich dann in die Notaufnahme und im Anschluss in die Psychiatrie. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Aus heutiger Sicht (nach den Erfahrungen aus der Rettugnswache und der Polizeiwache und auch mit dem Verfahrenspfleger und der Dame vom Amtsgericht) macht es keinen Sinn so weiter zu machen. Es ist gescheiter gar nix zu tun. Denn ein weiteres Handeln würde die Situation nur für alle Beteiligten udn auch für den Kunden verschlimmern.

Ich arbeite mit vielen Kollegen aus unterschiedlichen Abteilungen zusammen und ihre Aufgaben, das Todo ist zu uns abgewandert. Es ist aber nur immer nur was neues dazugekommen und nie weg. Und die Probleme gehören uns nicht. Es ist zuviel geworden. Wir haben auch mit zu vielen Menschen zu tun.

Ich kann beobachten, dass Handwerker am effizientesten zu zweit im Team arbeiten. Und aus der Zusammenarbeit mit meinem Kollegen kann ich das auch bestätigen. Die Sprache sagt es ja auch: Viele Köche verderben den Brei. Man steht sich im Weg und behindert sich.

D.h. mit der Anzahl der Mitwirkenden bei einem Projekt, steigt die Anzahl der Missverständnisse und damit sinkt die Qualität des Ergebnisses und auch die Geschwindigkeit der Umsetzung. Denn am schnellsten ist man, wenn man seine Arbeit im 2-er-Team in Ruhe erledigen kann.

Mit der Ruhe ist es schon lange vorbei, da ich immer von anderen Kollegen, die Dinge benötigen aus meiner Arbeit herausgerissen werde. Alles ist dringend! Limbi und mein präfronteraler Kortex konnten sich nicht mehr entscheiden. Limbi übernahm die Oberhand bis nix mehr ging. Ich konnte nicht mal mehr einstempeln (ja auch dafür gibt es eine Software) oder die Zeiten erfassen, dafür gibt es eine zweite Software, die mit der anderen nicht verknüpft ist.

Die shciere Menge an Workarounds und Aufgaben überforderte mein Gehirn und der blinde Aktionismus meines Umfelds und dessen Anspannung brachten Limbi dazu dass dann gar nix mehr ging.

Ein Grundprublem ist auch, das was mir meine ehemalige 80-jährige Etz hat's gschnaggelt - Handarbeitslehrerin klargemacht hat. Die Stillen sieht niemand. Sie machen ihre Arbeit doch werden nur die lauten Schüler gesehen. Das ist in der Arbeits- und Erwachsenenwelt auch nicht anders. Und auch das hat zu diesem Problem und meinem Zusammenbruch beigetragen.

Hinzu kommt noch, dass unser Gehirn und das des Umfelds sich an diesen Unzustand gewöhnt. Wir sind sehr leidensfähig und auch findig neuen Sinn zu finden. Anscheinend habe ich das so dermassen zur Perfektion getrieben, dass es zu einem schweren Datenbank-Absturz kam. Mein Hirn wurde viel zu schnell und konnte mit dem denken nicht mehr aufhören. Die Notabschaltugn durch Limbi war die Folge.

Den Pflegekräften geht es ja ähnlich. Die halten viel aus. Die sind Kummer gewöhnt. Und jetzt hört auch keiner auf sie. Auf unsere Abteilung übrigens auch nicht. Ich war mir auch nicht klar darüber dass wir uns in derselben verfahrenen Situation befinden. Was ich wiederum vom Systemdenkansatz faszinierend finde. Mein Hirn ist gut darin simplifizierte Muster durch das Aufdecken von Anomalien zu entdecken.

Also wo ich bin, da ist die Anomalie. Ich bin also als Forschungsobjekt durchaus interessant. Faszinierend.

Wie lässt sich dieses Problem nun lösen? Da mir nur die Daten aus meiner Arbeit vorliegen, kann ich auch nur diese analysieren. Und ich denke, der erste Schritt ist, bei uns in der Abteilung zu beginnen. Beim letzten in der Kette eine Verhaltensänderung einzuleiten.

Aufgrund der Erkrankung meines Kollegen und mir hat sich das jetzt eh ergeben. Unsere Limbis haben die Notbremse schon selbst gezogen.

Hinzu kommt auch noch der Irrglaube, dass man unter Druck besser arbeitet. Unter Druck geht die wahrscheinlichkeit, dass ich ein Ergebnis erreiche , gegen 0. Wer das nicht glauben will, dem empfehle ich die Lektüre des ersten Kapitels von Limbi. Da steht das sehr schön beschrieben, warum das so ist.

Ein weiterer Irrglaube ist, dass man mehr Projekte machen muss und dabei immer mehr Personal einspart. Mit Computern , Vernetzung , Globalisierung ist dies möglich geworden. Wir können gleichzeitig an x Projekten arbeiten. Ich glaube bei mir waren es am Tag 10 bis 20. In 5 Stunden wohlgemerkt. Zwischen denen ich bzw. mein Limbi und mein präfronteraler Kortex auch noch hin und herspringen mussten.

Ihr wisst schon, was dadurch passiert? Limbi is not amused. Denn das bedeutet noch mehr Druck.

Wie haben nun die Handwerker hier bei uns das Problem gelöst? was machen sie anders? Also auch ein Firmenschef hatte einen Zusammenbruch und lag im Krankenhaus. Erstmal hat er Dinge ausgelagert, die nicht zu seinem Kerngeschäft gehören und setzt auf bessere Vernetzung mit den anderen handwerkern (Gerüstbauer, Elektriker...), d.h. das wird dem Kunden abgenommen, und er hat auch Baustellen absagen müssen und erstmal Personal abgebaut.

Was passiert in den grossen global aktiven Firmen? Sie reduzieren Personal aber sie reduzieren nicht die Baustellen! Ein Handwerker kann immer nur auf einer Baustelle gleichzeitig arbeiten. Und bei uns nicht-Handwerkern ist es genauso!

Anstatt Projekte zu überdenken und Kunden abzusagen, aquiriert man aber noch neue Projekte dazu! D.h. auch das verschärft diese Problematik! Es muss zum Zusammenbruch führen. Und meiner persönlichen Erfahrung nach trifft es dann die Stillen, die sich gar nicht mehr bewusst sind, was sie da alles leisten, weil es keiner mehr sieht! Weil sie gar nicht mehr gesehen werden! Weil die Wertschätzung dem ich-habe-keine-zeit-Syndrom zum Opfer gefallen ist.

Jeder Mitarbeiter sieht auch nur noch seinen Teil im Kontakt mit der letzten - in -der-Kette-Abteilung. Und somit sieht niemand, wieviel workarounds inzwischen aus allen Abteilungen auf den letzten in der Kette gelandet sind!!!! Sie selbst sehen das auch nicht mehr. Hier müsste ein Blick von aussen - Mitfühlen, Empathie - vorhanden sein! Den gibt es aber nicht. Bzw. selbst wenn neue Kollegen hnzukommen, werden die in diesem "feindlichen" Klima nicht überleben. Ausserdem hört man ihnen auch nicht zu! Denn jeder ist damit beschäftigt, selbst den Kopf über wasser zu halten.

D.h. die, die alles noch zusammengehalten haben, fallen als erstes. Und da alle anderen Abteilungen ihre Aufgaben an sie delegiert haben, und auch die Workarounds bei ihnen gelandet sind, werden in der Folge auch die anderen Abteilungen handlungsunfähig.

Allerdings wird selbst dann das Problem immer noch nicht erkannt, weil der Gesamtüberblick weiterhin fehlt. Die in der Abteilung arbeitenden und Erkrankten suchen bei sich die Schuld.

Die Aussenstehnden nehmen gar nicht wahr, warum die Kollegen ausgefallen sind. Sie warten einfach mit ihren Problemen bis die Kollgen wiederkommen. Das geschieht nicht absichtlich, sondern weil jedes Limbi um sein überleben kämpft.

Selbiges gilt für die Prozesskette über die ich in der Psychiatrie gelandet bin. Jeder meint es gut. Aber am Ende schadet es demjenigen für den das ganze gedacht war. Das macht die gesamte Verfahrenskette per se sinnlos.

Das passiert wenn Projekte lang laufen und die Mitarbeiter nicht wechseln und auch keine neuen dazukommen. Ich frage mich, ob dieser Tipping-Point rechtzeitig hätte erkannt werden können?

Allerdings ist das jetzt nicht wichtig. eRstmal ist die Frage, wie kommt man aus dieser verfahrenen Situaton wieder heraus? Meiner ANsicht nach könnten hier (zumindest bei uns Scrum-Prinzipien bzw. der gesunde Menschenverstand ) helfen.

Ich glaube, dass der letzte in der Kette zuerst die Probleme wieder an die zurückdelegieren muss, denen sie gehören. Also überhaupt mal überlegen, was ist die Aufgabe unserer ABteilung? Was war sie bevor wir da reingerutzscht sind?

Wir haben aufgeräumt. Und Datne auf Fehler analysiiert. Also Ursachenbehandlung betrieben. Und Prozesse immer wieder in Frage gestellt und überarbeitet. Ich denke, dass auch nur das unsere Aufgabe sein sollte bzw. auch von anderen Abteilungen mitgemacht werden muss. Überhaupt wenn das sonst kein anderer macht.

D.h. da wir zu diesem Aufräumen nicht mehr kamen, wir auch darauf hingewiesen haben - ich habe Bug-Tickets geschrieben, mit Kollegen aus anderen Abteilungen gesprochen ... Wenn ich Kollegen fand, die auch dieser Ansicht waren, wurden sie "von oben" wieder zurückgepfiffen. Das war sehr enttäuschend für mich. Denn ich bat um Hilfe und bekam keine. Niemand sah wie schlecht es uns ging. Wir am allerwenigsten. Denn Limbi kann das nimmer, wenn es im Überlebensmodus unterwegs ist.

Ihr seht also, es sind viele faktoren, die dazu beitrugen. Es gibt keinen Schuldigen. Wir sind alle Opfer und Täter zugleich.

Wenn unsere ABteilung nix macht, ist es das beste, weil es die Probleme dann zumindest nicht weiter verschlimmert.

In dieselbe Problematik kommen Pflegekräfte, Rettungsdienste , Notarzt, Polizei.. auch sie sind die letzten in der Kette. Die die schweigend ihren Dienst tun. Die Stillen.

Ich denke die Kettenreaktion müsste nun in umgekehrter Richtung von unten wieder nach oben gegeben werden. Was eh passieren wird. Wenn man es nicht selber tut, dann regelt es die Natur der Dinge weil irgendwann die gesamte Abteilung ausfällt. so wie bei uns.

D.h. entweder wir handeln jetzt oder es wird für uns geregelt. Ob uns das dann gefällt wie es dann geregelt wird, ist halt die Frage.

Noch was frag ich mich .... die Coronatoten , die Gesamtzahl sieht erschreckend aus. Es sterben aber ja auch zu Un-Coronazeiten viele Menschen an diversen Krankheiten. Wenn man die Summe aller Krankheiten (Spezialistenschublade) des letzten Jahres zusammenzählt , ist das dann dieselbe Zahl wie die Gesamtzahl der Coronatoten? Also kann das sein, dass auch hier ein False Belief am Werk ist?

Weil wir die Einzelzahlen der Krankheiten wie Krebs, Diabetes , Herz- und Kreislauferkrankungen, Schmerzerkrankungen .... nicht sehen und auch nicht in deren Gänze?

Oder ist das voneinander unabhängig?

Da ich nicht in die alte Situation zurück kann, mein HIrn funktioniert auch so nicht mehr, es wehrt sich mit leibeskräften dagegen, ich kann mir nämlich nix mehr merken und ich habe ja komplette Daten verloren und sie auch damit nur schlimmer machen würde , das ist also sinnlos, überlege ich wie wir die Kettenreaktion wieder umkehren und in gesunde Bahnen lenken können.

Und dazu kann das Beispiel vom Handwerker als Basis dienen. Wie im Kleinen so funktioniert es auch im Grossen. Das ist etwas, was aus Sicht meines LImbis und meines präfronteralen Kortex Sinn ergibt. Ich konnte bisher nur an einen Kollegen andocken. Bei den anderen kam keine Reaktion. Weil sie mit anderen Dingen beschäftigt sind, die scheinbar wichtiger sind. Tja, solange ihr Limbi das so sieht, wird die Kettenreaktion von unten nach oben weiterlaufen.

Derzeit habe ich also das Problem, dass mich niemand versteht. Obwohl ich eine Idee hätte wie wir das Problem angehen können. Alles andere wird sich erst im Versuch zeigen. Die Energie dies zu tun hat mein Hirn derzeit nicht. Also machen kann ich das selber nicht. Ich kann nur meinen Rat beisteuern, aber derzeit will den leider niemand hören. Ausser einem Scrum-Master aus Leidenschaft, der aus einer anderen Abteilung kommt. Hm...

Das ist wie bei einem Drogen oder Alkoholabhängigen oder einem Kranken... die mangelnde Krankheitseinsicht... und solange die nicht da ist, machen alle (die noch können) so weiter wie bisher und verschärfen das Problem noch weiter. Was zu weitern Kollateralschäden wie mir und meinen Kollegen führen wird. Die sind krank geworden oder sogar gestorben. Es ist ernst. Aber niemand erkennt den Ernst der Lage. Und der, der es tut, dem glaubt man nicht. Ich bin das ja gewöhnt. Ich geb noch nicht ganz auf. Ich werde erstmal mit zwei Kollegen reden. Wenn die mich aber auch nciht verstehen, dann seh ich da auch keinen weiteren Sinn, dort weiterzumachen. Das würde mich nur kränker machen. Und das kann ich mir grad nicht leisten.

So jetzt gibt es noch einen Comic. Der passt auch zu Limbi , der Amygdala und dem Ernst der Lage... Ich hoffe, Ihr könnt trotzdem schmunzeln. Denn Ihr wisst ja: Humor beginnt da, wo einem das Lachen vergeht. Das ist auch der Weg zur Heilung. Und da will ich ja hin. Da sind sich mein präfronteraler Kortex und Limbi (Amygdala) einig.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein schönes Wochenende!

Sonntag: Gestern hat mich ein Kollege von der Arbeit angerufen. Und ich konnt nicht anders und hab ihm meine Ideen zur Lösung der Probleme, die zu meinem Zusammenbruch geführt haben , erzählt. Er hat auch von der Arbeit erzählt, dass er Land unter ist und von 08:00 bis 20:00 Uhr im Keller im Homeoffice sitzt bis auf die Mittagspause.

Das hat gestern dann wieder zu einer Angst-Panikattacke geführt und heute früh ist mir da ich grad das Buch Angst- und Panikstörungen für meine Mama wegen ihrer Herz-Rhythmus-Störungen besorgt hatte (und sie ist begeistert, obwohl sie sonst nix liest, weil sie auch schlecht sieht), zuhilfe gekommen, dass ich das Telefonat damit in Zusammenhang bringen konnte.

Ich hab daraufhin das Problem an den zurückgegeben, der es hat. An meinen Kollegen. Und heute früh eine Mail geschrieben. Mir tut das alles ned gut. Das ist sehr schwer für mich wahrzunehmen, dass es mir nicht gut geht. Ich will darin noch besser werden.

Ich will derzeit keine Kontakte zu Kollegen und nix von der Arbeit hören. Das hab ich ihm mitgeteilt. Denn es macht mich krank. Erstaunlich. Es scheint also in meinem Hirn mit Limbi als Widerwille verknüpft zu sein. Angst ist ja nix schlimmes sondern ein Warnsignal. Okay, dann soll und will ich jetzt drauf hören.

Mir fällt das ja sehr schwer, weil Angst zu meiner Standardkonfiguration zu gehören scheint. Das ist das, was meinem Autismus zugrunde liegt. Und Ihr wisst ja unser Gehirn gewönt sich an Dinge, von denen es ständig umgeben ist. Also fällt es einem dann gar nicht mehr auf. Daher habe ich immense Schwierigkeiten das Gefühl zu identifizieren.

Ich weiss, dass mir kalt wird, ich friere (von innnen heraus) , eine Gedankenspirale in hoher Geschwindigkeit wird gestartet und beschleunigt sich... Inzwischen kann ich dabei zusehen und sie beobachten und warten bis dieser Sturm vorüberzieht. Es ist nicht leicht. Und es kann sehr lange dauern. Was mit meiner hypersensiblen Stressachse aufgrund des Autismus zusammenhängt.

Und Limbis Widerwille wird durch die Ablehnung von meinem dadurch bedingten Anderssein und der Inkompatibilität mit den Systemen der sogenannten Norm noch verstärkt. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Dieses Problem liesse sich aber durch barrierefreies Denken der gesamten Menschheit aus der Welt schaffen. Leider ist dies nicht so einfach wie ich erfahren habe. Daher resultieren meine letzten "blauben Flecke" und der Systemabsturz. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Meiner Mama ist zwar aufgefallen, dass es mir nicht gut ging und sie hat es mir auch gesagt (im Gegensatz zu meinen Kollegen) , aber auf sie konnte ich ja nur noch bedingt hören. Im Rahmen meiner Möglichkeiten und da war es dann schon zu spät. Denn mein Hirn war da jenseits der Aufnahme- und Reaktionsfähigkeit. Lässt sich jetzt auch nicht mehr ändern. Ausserdem muss ich ja meine Erfahrung selber machen. Es reicht ja nicht, mir das Wissen mit dem Nürnberger Trichter zu übertragen. Das wusste ich ja schon.

Heute hatte ich eine kleine Diskussion mit meiner Mama zu dem Thema. Ich war mir am Ende nicht sicher , ob das jetzt ein Streit war. Deshalb hab ich sie gefragt. Nein, es war nur ein Austausch unserer Sichtweisen. Es fällt mir also auch schwer Konflikte zu erkennen. Vielleicht sehe ich auch welche, wo gar keine sind. Das bestätigt meine Erfahrung, dass ich einfach den anderen frage. Und das hab ich ja gemacht.

Danach war ich mit meinen Kräften am Ende und brauchte eine Runde Gassi mit meinen Gedanken. Denn ich musste sie sortieren, um das Thema Arbeit abzuhaken, die mir derzeit nicht guttut.

Das gelang mir auch, weil ich mich bei einer Nachbarin kurz "auskoten" konnte und dann spürte eine Katze, dass ich etwas Schnurrberuhigung brauchen konnte. Sie brachte mich mit ihren akrobatischen Einlagen zum Schmunzeln nachdem die Trauerverarbeitung mittels Druckablass durch Weinen abgeschlossen war. Der Trauerprozess ist somit erstmal beendet.

Nachbarin und Katze bin ich sehr dankbar.

Und dann lief mir eine Familie (grosse Tochter, Papa, Mama und grosser Hund) über den Weg. Und die fragte ich dann, wie sie es schaffen, so einträchtig miteinander spazieren zu gehen. Die Antwort war einfach: Wir hamm des scho immer so gmacht.

In meiner Kinderheit haben wir auch solche Spaziergänge unternommen, aber irgendwann ist uns das abhanden gekommen. Ich wünsch mir das auch mal mit meiner Mama und Schwester machen zu können. Das ist derzeit aber noch aufgrund von Spastiken meiner Schwester und halbseitigen Lähmung und aufgrund von Herzrhythmusstörungen meiner Mama und der daraus resultierenden Luftnot bei meiner Mama noch nicht möglich.

Aber vielleicht schaffen wir das ja mal zusammen. Jetzt wo sie das neue Buch hat, das ihr hilft. Und meine Schwester hab ich ja auch zu zwei Spaziergängen bekommen. Das letzte mal war sie aber sehr wackelig und unsicher. Sie hatte auch Angst. Vielleicht kriegen wir das mit dem Wissen aus dem Buch "Limbi" und "Panik - und Angststörungen" hin. So als familäre Selbsthilfegruppe. Wir lernen voneinander. Das ist irgendwie total cool.

Anscheinend hab ich es aufgrund meines Autismus und der damit einhergehenden Hartnäckigkeit und dem Problem mit einer Sache, die mich fasziniert nicht aufhören zu können, geschafft , zuviele Sozialkontakte mithilfe des präfronteralen Kortex zu haben. Ich diagnostiere also meinerseits, dass mein Zusammenbruch auch einer Überdosis von Kontakten geschuldet war. Nicht in echt. Virtuell. Aber das macht keinen Unterschied. Denn beides ist immens anstrengend. Ich hatte das ja zu Forschungszwecken gemacht. Und da ich zuviel an andere denke, bin ich da über das Ziel hinausgeschossen.

Weil ich mich dabei ganz vergessen habe. Ich muss und will erst lernen auf mich zu hören. Lernen zu verstehen wie es mir geht, wenn das mit meinem autistischen Nervenystem hinzubekommen ist, und auch auf meine Sichtweise zu bestehen. Ich habe nämlich aufgrund des Autismus auch Schwierigkeiten damit, dass andere Menschen mich ernst nehmen. Weil man mir das halt nicht ansieht, wenn es mir nicht gut geht. Da kann ich aber auch nix dafür.

Und lernen zu wissen, was ich will. Also was Limbi nicht will nicht zu erzwingen. Ich hab das zwar ohne Zwang geschafft, aber wenn man mit anderen Sichtweisen arbeitet, scheint die Datenbank im Hirn irgendwann aufgrund der daraus resultierenden Datenflut und dem Dopamin und Endorphin-überschuss zum Absturz zu kommen. Wie bei einer Überdosis oder einem Alkoholkoma. Das kriegt man also auch mit einer Überdosis an Informationen im Hirn hin. Denn jede Datenbank kommt mal an ihre Grenzen.

Anscheinend hab ich dadurch das Sichtweisen-Level von 80-jährigen Frauen erlangt. In sehr kurzer Zeit. In den letzten 6 Jahren. Natürlich haben die insgesamt 47 Jahre autistische Beobachtung und die - anderen - verstehen - wollen, aber ständig auf die Nase fallen, auch zu dieser Erfahrungsstufe beigetragen.

Die Frau mit dem Hund hab ich auch gefragt, wieviele soziale Kontakte sie hat und wie die Norm in die Köpfe der Menschen kommt. Zu ersterem meinte sie: ihre Familie und dann 1 Sozialkontakt (Freund, Freundin) alle 2 bis 3 Wochen.

Da sie im Gleichgewicht wirkte (und ihre Familie auch) , komme ich zu dem Schluss, dass ich eine Überdosis Sozialkontakte durch meine Neugier erlitten habe und durch die Arbeitslast und andere Faktoren kam es dann zum Systemabsturz meinerseits.

Ich werde es also nun mit der von ihr empfohlenen Dosis versuchen. Derzeit ist mir alles zuviel. Mittlerweile kann ich an jeden andocken. D.h. sie nehmen mich anscheinend als offen war. Zumindest sagte die Nachbarin, dass ich doch bitte so offen bleiben soll.

Damit hat sie mich zum Überlegen gebracht, ob das wirklich so gut ist. Denn ich weiss nicht so recht, wie ich signalisieren kann, dass ich "geschlossen" habe und sozialen Kontakten derzeit nicht aufgeschlossen bin.

Ein ich-will-nicht-reden T-Shirt-Spruch könnte helfen.... , Kapuze hab ich heute versucht, es hat nicht funktioniert. Was funktioniert, ist wenn ich mich mit singen und den H&aumL;nden dirigierend durch die Gegend laufe. Das schreckt die Leute ab. Das habe ich gestern festgestellt. Da ist mein Autismus also für was gut. Seltsamkeit hilft also vor Menschen, die spüren, dass ich offen bin, und sich bei mir auskotzen wollen.

Meine Ergotherapeutin hilft mir dabei mich für mich selber einzusetzen und herauszubekommen, was ich will. Denn das ist mir seit ich denken kann, abgewöhnt worden, weil mein ganzes Verhalten meiner Oma sehr peinlich war. Mit mir fällt man immer auf. Ich wurde also in meiner Gesamtheit abgelehnt. Und jetzt lern ich mich zu akzeptieren und zu lieben wie ich bin und das mit dem Willen kommt jetzt noch dazu. Das lerne ich auch noch. Ich hab ja schon einiges hinter mir.

Die Ergo war schon zuviel. Jetzt haben wir die Kontaktdosis auf alle 2 Wochen reduziert und auf Physiotherapie verzichte ich ganz. Denn der Körperkontakt ist mir derzeit unerträglich. Wahrscheinlich war er das schon immer, doch hab ich einfach nicht auf Limbi gehört.

Wie die NOrm in die Köpfe der Nicht-Autisten kommt, konnte mir die Frau nicht beantworten. Das wusste sie auch nicht. Ich vermute, dass wir es in den Umfeldern lernen, in denen wir usn aufhalten und automatisch übernehmen. Weil wir uns unbewusst ja der Umgebung anpassen um zu überleben. Evolution halt. Es fällt uns gar nicht auf.

Als ich auf Reha war, da sagte eine Zimmergenossin immer: "Insofern...". Als ich eine Zeit lang daheim war, fing auch ich an diese Floskel immer wieder zu benutzen. Der soziale Kontakt mit ihr hat zeitverzögert (aufgrund meines Autismus) abgefärbt. Es dauerte Wochen bis ich mir das wieder abgewöhnen konnte.

Unser Gehirn lernt ja durch Wiederholung. So setzen sich Ohrwürmer in unserem Gehirn fest oder Werbejingles. 00 ist die Hygiene für's WC , sein weisses Pulver schäumt wie schnee... - das krieg ich nicht mehr aus meinem Hirn raus. Ihr? Oder den Ententanz oder das Schlumpflied lalalalallalalala

Katzen wenden sich ab, wenn sie keinen oder genug Sozialkontakt hatten. Bei ihnen funktioniert das auch, wenn ich mich ebenfalls so verhalte und weggehe. Bei Menschen funktioniert das nicht. Sie reden weiter auf mich ein und laden ihre Informationen , die sie loswerden wollen, bei mir ab. Ich wünschte, sie würden von den Katzen lernen.

Andererseits nehme ich ja auch oft nicht wahr, wenn ich gerade mitten in meinem Spezialinteresse-Monolog stecke und wichtige Informationen (meine Sicht) an andere vermitteln will, dass diese nicht daran interessiert sind und sich zum Gehen abwenden (ihre Sicht). Ich kann sie also nicht erkennen. Und das scheint inzwischen vielen Menschen so zu gehen.

D.h. auf der einen Seite haben wir wohl Probleme die richtigen Signale auszusenden und auf der anderen Seite ein Problem damit sie zu entschlüsseln. Vielleicht auch weil sich eine hyperaktive Amygdala halt nur auf eine Sache konzentrieren kann. ich kann ja auch beim Reden , niemandem ins Gesicht schauen. Das lenkt mich von dem, was ich sagen will, ab.

Hundisch funktioniert ebenso. Das funktioniert auch. Zumindest mit Hunden, deren Herrchen und Frauchen im Gleichgewicht sind. Bei anderen sind mir schon sehr übergriffige Hunde begegnet. Die nehmen das dann von ihrem Herrchen oder Frauchen an. Der Spannungszustand (soziale Ansteckung) überträgt sich.

Das war mein aktueller Forschungs- und Entwicklungsstand.

Soderla und einen neuen Comic hab ich auch für Euch. Das mit der Kreativität scheint also langsam wieder zu funktionieren. Ich hatte schon Bedenken... denn mein Hirn war dazu gar nicht mehr in der Lage.

Viel Spass!

Montag: Gestern hab ich wegen den Schmerzen vom CRPS (Wetter kalt und feucht) mein Schmerzmittel genommen. Tja, und was soll ich Euch sagen... danach hatte ich da drauf eine Panikattacke. Also ich vertrag die Dosis nimmer. Sie ist mir nach dem Systemabsturz zuviel.

Das war mir neu. Und ist irgendwie schon spannend.

D.h. auch, dass eine Überdosis an Schmerzmittel zu einer Schockreaktion führen kann. Man friert, das dunkle macht einem Angst. Mal sehen, ob es das Schmerzmittel auch in einer niedrigeren Dosis gibt.

Oder ich muss zukünftig schon da drauf verzichten. Das krieg ich dann auch noch irgendwie hin. Schon interessant wie hypersensibel das Nervensystem nach sowas werden kann. Hätt ich jetzt nicht gedacht.

D.h. zwischen zuviel - Überreizung (Hyperaktivität, Jucken, Zucken, Muskelzittern, Muskelkrämpfen, Spastiken...) und Unterreizung (Angst, Schock) ist der Weg gar nicht soweit.

Und genau das ist mir halt bei der "Rettungskette" zum Verhängnis geworden. Also jetzt bin ich wieder so hypersensibel wie als kleines Kind. Faszinierend. Es hat mich also 47 Jahre zurückgeworfen. Oder andersherum, ich kann jetzt meine Sinne wieder neu entdecken. Das ist sehr spannend. Denn ich nehme jetzt noch mehr Dinge wahr.

Ein Freund meinte, dass jeder in seiner eigenen Welt lebt. Also nicht nur Autisten. Diese Vorstellung war mir neu.
Und all die anderen wollten keine Systemprobleme gemeinsam lösen sondern jeder nur in seiner kleinen Welt bleiben und das tun, was sie immer tun. Das hat mich sehr verwirrt. Denn so denke ich nicht. Das kann ich gar nicht.

Ich dachte, ich hätte mich aufgemacht , um Eure Welt kennenzulernen. Dass das alles Einzelwelten sind, so hatte ich das nicht gesehen. Wenn man jede Sichtweise als eine Welt sieht, dann kann man das so sehen. Aber wenn ein Mensch mehrere Sichtweisen hat wie ich, lebt der dann in mehreren Welten oder in der einen gemeinsamen? In der natürlichen und authentischen? In der ohne Vorurteile. In der offenen.

Ich stell mir jetzt Seifenblasen um die Menschen vor. Und manchmal docken sie aneinander an und es kommt zum Austausch der Sichtweisen und Blaseinformation. Oft fliegen beide aber einfach einander vorbei. Jeder in seiner Sicht und jeder glaubt, der andere hat ihn verstanden.

Ich glaub , ich will jetzt auch wieder mehr Zeit in "meiner Welt" verbringen. Die ist interessanter, offener und authentischer und ausserdem haben da die Beteiligten alle für mich Zeit. Ein paar wenige Menschen werde ich dort hineinlassen. Und wer da reindarf, entscheide ich.

Heute hatte ich einen schönen Nachmittag im inneren Dialog und mit der Natur. Denn da haben alle gesprächspartner Zeit und ihre Sichtweisen finde ich spannend. Obiges habe ich nämlich von ihnen gelernt. Und dafür bin ich dankbar.

Stellt Euch vor, ich hab sogar ne Mailantwort auf den Brief ans Krankenhaus bekommen. Ob er mich verstanden hat, kann ich daraus leider nicht erkennen. Er hat gemeint, er hat meinen Brief 3 x gelesen. Was auch immer das bedeuten mag. Ich hab mich schon über die Reaktion gefreut. Wenigstens was. Es besteht Hoffnung.

Allerdings würde ich gerne wissen, was die da alle mit mir gemacht haben. Mal sehen, ob ich das noch herausbekomme. Vielleicht bekommt mein Hirn auch wieder Zugang dazu, wenn die Zeit reif ist.

Zeit haben ist schön. :) Ich mach grad nur das, was ich will. Nachdem ich 47 Jahre oft das gemacht habe, was andere wollten, damit ich der Norm gerecht werde. Mein Nervensystem nicht zur Norm kompatibel. Und die Norm nicht zum mir. Das habe ich ja zuletzt nochmal schmerzlich erfahren und lernen müssen bzw. dürfen. Und jetzt verändere ich halt wieder meine Sichtweise. Bin ja flexibel im Denken. Das ist der Vorteil, wenn man Autist ist.

Apropos Norm und Autismus ... hier ist noch ein neues TED-Video.

keine Ahnung , was heut für ein Tag ist. Ist auch wurschd. Hallo zusammen. Ich glaube, dass Autismus ein Schlaganfall bzw. Systemabsturz bei Kindern ist. Und auch, dass ein Herzinfarkt nix anderes als ein solcher Systemabsturz ist.

Wie komm ich drauf? Ich bin in der Buchhandlung über einen Bericht eines Mannes gestolpert, der von seinem Schlaganfall berichtet hat. Und das las sich wie bei mir. Auch seine Intuition (innere Stimme, innerer Dialog) machte sich über die Situation lustig und fand sie skuril. Das war bei mir auch so. Mir war schlecht und schwindelig und schon bei der kleinsten Bewegung ging die Übelkeit wieder los. So bewegte ich immer nur einen Finger. Am Ende. Die Sanitäter befestigten an ausgerechnet diesem Finger Ihr Klemmdings.

Das war blöd, weil mir so wieder mehr übel wurde. Da fiel mir aber doch noch ein bzw. meiner Intuition (Denken ging nicht mehr, nur Machen, Sehen, Hören, Sagen) dass ich ja noch einen DAumen hatte. Und mit dem machte ich dann unbeirrt weiter , sonst hätte ich alles vollgekotzt. So schlecht war mir in meinem ganzen Leben noch nie. Und ich kann mit den Migräneattacken schon einiges aufweisen.

In der Notaufnahme sahen mein Onkel und meine Mama, dass meine Augen total verdreht waren. Und das war bei meiner Schwester damals genauso. Als sie ihren Schlaganfall mit 7 Jahren hatte. Auch sie wehrte sich. Wie ich.

Ein Kind, das sich wehrt, landet halt in der Kinderklinik. Und eine Frau und ein Mann, der sich wehrt in der Psychiatrie mit Polizei.

Da das Hirn in beiden Fällen also bei meiner Schwester durch ein Koma und eine OP Hirndruck (Spannung) abbauen konnte, und ich durch die Beruhigungsmittel wie Tavor in der Psychiatrie , ist das Ergebnis vergleichbar. Versteht Ihr? Beides beruhigt das Gehirn. Weil Spannung abgebaut wird. Energie wird abgebaut.

Und ein Neurologe ist wenn Ihr es so seht auch nix anderes als ein Elektriker für Menschen.

Und meine Schwester und ich haben viele Gemeinsamkeiten. Ich habe seit ich ein Kind bin schon mit grosser Muskelanspannung zu käpfen. Das war mir nicht bewusst, weil es schon immer zu mir gehörte, aber ein Kindergartenbekannter hat mir das neulich erzählt.

Dann wäre Autismus ein nicht erkannter Schlaganfall bei Kindern. Das würde auch den retardierenden Autismus erklären, wo Kinder, die schon sprechen konnten, plötzlich diese Fähigkeit wieder verlieren.

Wenn die Spanung der Mama schon zu hoch ist (meine hatte bei mir Bluthochdruck) und dann der Schutz des Fruchtwassers 3 Tage vor der Geburt abhanden kommt, dann wird das nicht gerade entspannend gewesen sein. Wasser leitet. Fruchtwasser dann auch. D.h. es hat Schutzfunktion vor Überspannung. Wenn es nicht mehr da ist, gab es dann einen Kurzschluss? Und damit einen Schlaganfall?

Das würde einiges erklären. Wow! Das ist ja spannend!

Wisst Ihr was das heisst? Ich kann meiner Schwester helfen! Weil ich weiss wie es ihr geht. Zwar wird nicht alles bei uns gleich sein, aber einige meiner Tricks werden auch ihr helfen. Gott, ist das aufregend! Juchu!

Jugend forscht!

Was wäre, wenn in der Psychiatrie die stillen Menschen, Leute sind, die bereits diesen Systemabsturz hinter sich haben und die hibbeligen, die, die auf dem Weg dorthin sind?

Und was wäre wenn dieser Systemabsturz ein ganz normaler Entwicklungsschritt ist? Eine Veränderung unseres Gehirns, weil es den Druck, die Spannung irgendwie kompensieren muss und dann selbst die Notbremse zieht? Immerhin will unser Gehirn überleben und dabei ist es extrem effizient.

Und wenn wir danach ein modifiziertes Gehirn hätten? Ein Upgrade sozusagen. Wie beim PC. Nur ein individuelles.

Mein Gehirn kommt mir so vor, als würde es mir den Zugang zur Datenbank, die ja vor Informationen überquillt, verwehren, ausser es sind Daten, die ich aktuell gerade benötige.

D.h. ich bekomme nur noch adhoc - Zugriff. Das wäre logisch, denn vorher kam es ja aufgrund der vielen und zu schnellen Zugriffe, immer wieder zu Datenbank-Timeouts. Bei ansteigender Zugriffsrate steigen die Timeouts an, die Gefahr eines totalen Datenbank-Crashs steigt! Und beides verstärtk sich gegenseitig.

Also, was bleibt dem Systemadministrator (in diesem Falle unserem Gehirn , das seine Existenz und sein Überleben sicherstellen will) anderes übrig, als den Zugriff zu beschränken, auf die notwendigsten Aktionen.

So verhindert es den kompletten Systemcrash.

Was wäre, wenn Generationenkonflikte unter anderem auch darauf zurückzuführen sind, dass sich die Gehirnkonfiguration von Eltern und Kindern unterscheidet? Und dass dann die Kinder nicht mehr in die von den Elterngehirnen ersonnenen Systeme passen, wäre die logsiche Folge.

Mit Globalisierung, Technisierung , Digitalisierung wächst die Datenflut ja dramatisch an! Und was, wenn unser Gehirn all dies registriert und aufhebt , bis wir es irgendwann mal brauchen. Es könnte ja nützlich sein. In meinem Zimmer sieht es übrigens ebenso aus. Das Jäger und Sammlerprinzip in unserem Gehirn ist also an unserer Horterei von vielen Dingen ablesbar. Wie im innen so auch im aussen.

D.h. wir haben diese Beschleunigung des Denkens dadurch enorm vorangetrieben. Was wäre wenn in der Folge die Systemupdates unserer Gehirne viel dramatischer ausfallen? Also viel mehr Update-Pakete eingespielt werden müssen? Das wäre logisch.

Wir haben also unseren Supercomputer ständig bei uns! Und wir bekommen adhoc Zugriff zu den notwendigen Daten über Limbi (unsere Intuition) wenn wir sie brauchen. Das ist kreatives Denken! Das ist Potentialentfaltung.

Klingt unglaublich...? An jeder Idee steckt immer ein Funken Wahrheit. Oder sogar mehr.

Diese Fähigkeit des assoziativen Denkens (herumspinnes) haben wir als Kinder und in der Pubertät. Mit der Anpassung an die Erwachsenenwelt (Konventionen, Norm) des Effizienzdenkens verlieren wir sie aber, weil wir den präfronteralen Kortex dafür benutzen und so Limbi überlisten. Es wehrt sich trotzdem. Mit Unlust.

Was wenn die Spannung, die sich lebenlang in uns aufstaut Limbis gesammelte Unlust ist? Reibung? Der Reibungswiderstand steigt an, weil wir uns nicht mehr um unsere Lust kümmern. Und unser Gehirn gewöhnt sich ja an Dinge, die wir immer tun. D.h. es kommt uns selbstverständlich vor.

Wir sind aber durch das Effizienzdenken gar nicht mehr effizient (im Sinne unseres Gehirns) sondern in einen ständigen Überlebensmodus und Anspannungsmodus und Gehetzsein gefangen. Der Druck steigt und damit die Spannung in uns.

Durch die Spannung und den Druck (Arbeitsdruck, Kosteneinsparungen, Personalreduzierung) entstehen dann im Silodenken Prozessketten, in denen jeder nur seinen Teil (sein Spezialistentum) sieht und es zur Perfektion betreibt.

Was dabei nicht gesehen wird, ist dass der Gesamtprozess durch diese erhöhte Spannung bei allen Beteiligten zwar zeitlich effizient abläuft, aber das Ergebnis katastrophal ist. Das bekommt niemand mit, den die Zeit sich das Ergebnis mal anzusehen oder zu Feedbacken, nimmt sich niemand mehr.

Das Ergebnis ist, dass der Prozess niemals überarbeitet wird, weil keiner sieht, dass er schon lange nicht mehr funktioniert, und durch die Reibungsverluste (die der ansteigenden Spannung aller Prozesskettenbeteiligten geschuldet ist) die Energie der Spezialisten im Ergebnis auffressen.

Und genau das sind die Probleme , die das Systemdenken aufdenken kann. Die Kinder können also das sehen, was in der Erwachsenenwelt schiefläuft. Wie bei des Kaisers neue Kleider.

Und anscheinend können Behinderte das auch. Zumindest mein Hirn kann das, sonst könnte ich das grade gar nicht schreiben. Mit dem laut vorlesen hätte ich übrigens Probleme, weil ich nicht flüssig lesen kann. Weil sie wie Kinder denken.

D.h. was auf der einen Seite als unreif oder dysfunktional daherkommt, ist sehr wohl effizient. Die Frage ist halt wie man effizient definiert. Meine Definition geht mit der meines Gehirns daccord und arbeitet adhoc.

Die Welt der Erwachsenen geht mit dem Planungsdenken und 10 - Jahres - Plänen einher. Aus Sicht unseres Gehirns ist das keine effiziente Nutzung. Denn unser Gehirn interessiert sich nur für das, was im Moment passiert.

Und Ihr seht ja, was dabei herausgekommen ist.

Noch ein Beispiel. Ich war in der Apotheke. Briefmarken kaufen. Nicht nur :)
Wir sind beim BG-Rezept (ohne Gebühren) drauf gekommen, dass das ja voll kompliziert ist, dass das eine Rezept von der einen Kasse was kostet und das andere nicht. Und auch dass die Verletztengeldzettel jede Krankenkasse selber und anders macht. Mein Mitgefühl gilt den Assistenzärzten, die sie in der Unfallchirurgie ausfüllen müssen.

Würde man dies Vereinheitlichen, wäre allen Beteiligten geholfen.

Ihr seht also , wer oder was als dysfunktional bezeichnet wird, liegt im Auge des Betrachters bzw. darin, was er als effizient ansieht.

Ich konnte Tauben bei ihrem Formationsflug beobachten. Und dort konnte ich die Vorteile der adhoc-Reaktion beobachten. Denn Tauben - auch wenn sie waghalsig fliegen - es scheint so, als täten sie dies mit Lust und Laune, greifen so auf ihre Art Sonar- oder Radarintelligenz zurück.

Sie stossen nicht zusammen. Denn sie scheinen immer ihre Nebenflieger wahrzunehmen. Dies kann nicht mit dem präfronteralen Kortex erfolgen. Das würde viel zu lange dauern. Es käme zu Kollisionen und Kollateralschäden.

Kollisionen oder Kollateralschäden gibt es aber bei uns Menschen in unseren Prozessketten. Weil wir einander nicht mehr sehen und wahrnehmen können. Weil wir im Überlebens- und Hetzmodus stecken.

Ansonsten hätte nämlich irgendjemand auf Arbeit bemerkt, dass ich nicht "rund" laufe. Anzeichen dafür gab es zuhauf. Doch da jeder mit seiner eigenen Baustelle und in seiner eigenen Seifenblase unterwegs ist, fehlt der Tellerrandblick.

Nun werdet Ihr sagen... aber Feedbacken, Sichtweisen einholen, das geht doch nur über den präfronteralen Kortex. Ja. Aber Ihr nehmt auch aus der Umgebung Anzeichen für Veränderung, Bewegung ... wahr! Und zwar mit Limbi! Mit Eurer Intution. Und das ist Euer soziales Radar! Und das ist viel schneller als die Feedbackerei! Denn die braucht Zeit!

Wenn es um Kollisionen geht, dann geht es nicht nur um Euer eigenes Überleben sondern auch um das Eurer Nächsten! Und das nehmt Ihr im Überlebensmodus nicht wahr. Denn da hat Euer eigenes Überleben bei Limbi Vorrang!

Nur wenn Ihr im Gleichgewicht seid, dann könnt Ihr Limbi wie die Tauben als tägliche Mitgefühls-Radar-Allzweckwaffe benutzen! Und so verhindert Ihr, dass Ihr in den Überlebensmodus fallt!

Limbi ist blitzschnell und nimmt anhand Worten, Reaktionen, Stimmlage, Aura, Spannung adhoc wahr wie es den anderen , Euren Liebsten, Euren Lieblingskollegen geht! Damit sie auch Eure Liebsten und Eure Lieblingskollegen bleiben. Damit sie gesund und munter bleiben. Und es eben nicht zu Kollisionen und Kollateralschäden kommt, wie sie im Tunnelsichtblindflug vorkommen.

Limbi ist also nicht nur für den Säbelzahntigerfluchtmodus zuständig sondern auch für unser Mitgefühl. Unser Empathie. Adhoc halt. Schneller als Ihr gucken könnt. Ihr fühlt mit anderen mit. Ihr nehmt Ihre Empfindung wahr. Oder zumindest die Anspannung, Aura... wie auch immer Eure Wahrnehmung funktioniert.

Es gibt zahllose Bücher über diese Schwarmintelligenz und wie man sie mithilfe des präfronteralen Kortex erzwingen kann.

Wenn ich eines gelernt habe, ist dass wenn ich etwas erzwingen will, das Ergebnis gegen 0 geht (Antistressball-Beispiel) und dass der präfronterale Kortex dafür einfach zu langsam ist und so auch unter dem aktuellen Effizienzdenken (das unseres Hirns zuwider läuft) der Betriebs- und Tunnelsichtblindheit nicht funktioniert.

D.h. damit wir diese Vorteile und die unseres Gehirns nutzen können (und das ist es ja, was es kann, wenn wir nicht durch die Gegend hetzen), brauchen wir ein entsprechendes Umfeld, das uns Zeit, Freiraum und Spielraum gibt.

Das alles läuft der genormten Effizenz allerdings zuwider. Und damit wird jede Innovation, Kreativität und Menschlichkeit und Mitgefühl gekillt.

Weil unser Hirn halt so ned funktioniert.

Wenn Ihr mir nicht glaubt, ich habe 47 Jahre Erfahrung im nicht in diese Welt und in diese Systeme passen. Jetzt möchte ich endlich ein Umfeld bekommen, das zu mir passt.

Ihr merkt, dass mein Gehirn genau diese Fähigkeiten nicht verloren hat. Allerdings kann ich derzeit keine uhr mehr zeichnen , nur einen linken Halbkreis mit einer 9. Aber wer braucht das schon, wenn er alle Zeit der Welt hat und aus der Zeit und aus dem Rahmen gefallen ist?

Neulich beobachtete ich am Wald auch einen Falken, der immer wieder übte in der Luft zu stehen und dann auf seine Beute herabzusausen. Er machte dabei keine Anstalten den Boden tatsächlich zu berühren. Also es war kein Ernstfall. Er schien einfach Lust und Zeit zu haben dieses Manöver zu üben. Damit er besser wird. Für den Ernstfall.

Wann übt Ihr? Ihr habt gar keine Zeit dazu. Denn das Üben und damit das Lernen und das Spielen und die Kreativität fällt somit dem ich-habe-keine-Zeit-Syndrom zum Opfer. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Mei bin ich in Fahrt :)

Neuer Tag: Hmm... ob ein epileptischer Anfall auch nur eine neue Sichtweise auf einen Schlaganfall oder ein neues Datenbank-Update ist? Eins, das zu schnell kam? Weil zuviele Informationen auf einmal in der Datenbank im Hirn gelandet sind? Weil wir so schnell-lebig geworden sind?

Oder ist das die Folge und die Nebenwirkung unserer immer schnelleren Informationsfluts-anpassung unseres Gehirns bzw. die Versuche sich evolutionstechnisch daran anzupassen?

Dann wären chronische Erkrankungen aber keine Anpassungsstörungen sondern die Lösung dieser Datenbanks- und Zugriffsproblematik. Erinnerungslücken wären die Folge. Da ein zugriff dann nur im Hier und Jetzt stattfände. Aus Sicht unseres Gehirns und der Datenbank und der Informationsflut wäre dies logisch. Denn aus seiner Sicht ist dies effizient und sichert sein und unser Überleben.

Dann würde das bedeuten, dass das Normfunktionieren, das von der Gesellschaft vorausgesetzt wird, aber mit unserem Update nicht mehr kompatibel ist, da es ja vom Planungsdenken lebt. Dies ist jedoch dann nicht mehr möglich. Und vieles andere auch nicht mehr. z.B. das klassische Familienbild, das im Fernsehen stilisiert wird. Das kann mein Hirn gar nimmer leisten.

Stattdessen entstehen neue Gemeinschaftsformen. Kleiner mit weniger Beteiligten (2 bis 3), die alle irgendwie aus der Norm gefallen sind und ihre jeweiligen Gehirnfähigkeiten nutzen können um sich gegenseitig zu helfen.

z.B. sieht mein Hirn in Bürokratie keinen Sinn. Denn es macht ja keinen Sinn etwas mit Zwang und Kontrolle erreichen zu wollen. Denn dann geht das Ergebnis aus reibungsgründen gegen 0.

Um einen Freiraum und Spielraum für mich zu bekommen, der zu mir passt, muss ich aber über das aktuelle System gehen. D.h. ich muss Formulare ausfüllen, um die Hilfe zu bekommen, die ich brauche.

Das macht wiederum dem Gehirn meiner Mama Spass. Wohingegen ich das Feedbacken bei Missverstädnissen und analoge Besorgungstätigkeiten zu Fuss vorziehe. Das Gehirn meiner Mama fährt gern Auto und sie hat ja auch Probleme mit dem Laufen. Also können wir unsere jeweiligen Stärken kombinieren. Wir sind also schwarmintelligent.

Die derzeitige Norm sieht uns allerdings eher eine Behinderten-WG. Die wurde mir ja auch bei der Autismus-Diagnose empfohlen. Dass ich bereits in einer lebe, ist mir erst jetzt bewusst geworden ;-)

Die einzige, die bemerkt hat, dass es mir schlecht ging, war meine Mama. Sie hat mich auch gewarnt. D.h. sie kam von sich aus auf mich zu. Genau das, was ich mir von anderen (meinen Arbeitskollegen und Freunden) gewünscht hatte, kam also von ihr. Denn Eure Familie kennt Euch halt am Besten. Auch wenn Ihr das nicht immer glauben wollt und könnt.

Wir sind uns am ähnlichsten. Auch das, seht Ihr lange Zeit nicht so. Erst im Laufe der Hirn-Upgrades und der neuen Sichtweisen werdet Ihr das erkennen. Ging mir auch so. Es ist ein Lernprozess. Lebenslang und Ewiglich. Und das ist ja wunderbar, denn so können wir auch lebenslang einen Lebenssinn haben.

Ich habe gestern den lustigsten und lebenslustigsten Menschen auf dem Parkplatz am Friedhof getroffen.
Seine Frau hat MS und er pflegt sie. Andere Menschen können gar nicht verstehen, dass sie so glücklich trotz allem 41 Jahre zusammenleben. Jeder hat seinen Freiraum.

Er kann auch nicht verstehen, dass Krankheit so tabuisiert wird. Man wird komisch angeschaut und wenn man lustig ist, dann sind die "Gesunden" so verwirrt und irritiert, denn sie denken, dass man todtraurig sein müsste.

Endlich jemand vernünftiges, der so denkt wie ich.

Oder wie eine Freundin mit CRPS (Morbus Sudeck , chronische Schmerzerkrankung) es formuliert hat: nützt ja nix. Was soll ich denn machen?

Er hat mir folgendenen Witz erzählt, den ich mit Euch teilen möchte.

Ein Flugzeug stürzt ab. An Bord sind Brad Pitt, Donald Trump, ein kleiner Schulbub und ein alter Mann.
Es gibt nur 3 Fallschirme. Brad Pitt schnappt sich den ersten, weil er ja Familie hat und deshalb ist er aus seiner Sicht wichtig und springt.
Donald Trump schnappt sich den zweiten, weil er sich für den intelligentesten Präsidenten hält. Seine Sichtweise. Und deshalb ist er ja aus seiner Sicht wichtig. Und springt.

Der alte Mann sagt zum kleinen Jungen:"Ich hab mein Leben gelebt. Nimm Du den letzten Fallschirm."
Sagt der kleine Junge:"Warum? Donald Trump hat meinen Schulranzen genommen."

Die Geschichte gefällt mir, weil sie einem die Augen öffnet ;-) und genau das , das Spielen mit den Sichtweisen, ist lustig. Der kleine Junge und der alte Mann besitzen die Weisheit der Stillen. Denn die lauten, die sich wichtig nehmen (ihre Sicht), können die Stimme der Vernunft nicht hören (meine Sicht).
:)

Anscheinend braucht man in der Normgesellschaft Schubladen, Diagnosen oder andere "Ausreden" wenn das Gehirn sich evolutionstechnisch weiterentwickelt hat.

Es wäre sehr viel einfacher die Norm einfach abzuschaffen. Denn die neue Hirngeneration denkt barrierefrei. Das ist sehr viel einfacher, als alles kontrollieren und normieren zu wollen. Weil das gar nicht geht.

Selbst ein USB-Stick von der Stange ist nicht von der Stange. Es kann ein sogenanntes Montagsprodukt sein. Warum auch immer, das so genannt wird. Irgendwas ist immer... Der Rechner erkennt es nicht, das Betriebssystem erkennt ihn nicht, denn egal was wir schaffen oder die Natur, nichts ist 100%ig gleich. Vielleicht funktioniert er auch gar nicht und Ihr tauscht ihn wieder um. Oder weil Euch das zu umständlich ist, werft Ihr ihn einfach weg. Und so ist auch nichts 100%ig miteinander vergleichbar.

Aber über die Vergleich bekommen wir die Anomalien und die Veränderungen heraus und können auch uns und unsere Gesellschaft daran anpassen. Vielleicht brauchen wir die ganzen Strukturen gar nicht mehr. Denn wenn wir einander vertrauen und jeder auf den anderen aufpasst, weil in uns das Bewusstsein gereift ist, dass unser eigenes Überleben und das unserer Liebsten (Familie und Freunde) von allen anderen abhängt, dann können wir uns von unnötigem Ballast befreien und Zeit für die wirklich wichtigen Dinge und Menschen nehmen. Das was wir wirklich machen wollen.

Und wenn das so ist, dann werden alle Menschen zu unserer Familie. Dann müssen wir sie alle lieben und so annehmen wie sie sind. Und wir richten uns dann nicht mehr nach dem , der am schnellsten und geschicktesten ist , sondern passen unser Tempo an die an, die sich schwer tun. Denn nur wenn wir andere nicht abhängen , Rücksicht, Nachsicht, Nächstenliebe, Umsicht , Vorsicht .. üben, dann bleiben wir alle im Gleichgewicht und damit gesund.

Und auch nur dann können wir die Vorteile der nächsten Hirngeneration auch wirklich nutzen! So vergleichen wir sie mit unserer alten Version. Nur sind die zueinander nur bedingt kompatibel. Das neue macht Dinge halt anders. Oder kann was ganz neues. Und alte Dinge braucht es aus diesem Grund auch nicht mehr, weil sie gar keinen Sinn ergeben, weil es anders funktioniert!

Nur wenn man das alte Funktionieren mit dem neuen Funktionieren gleichsetzt, dann geht es auch nicht voran. Dann lösen wir auch keine neuen Probleme, weil wir sie mit dem alten Denken angehen. Linieares Denken kommt halt auch mal an seine Grenzen. Und dann ist assoziatives Denken im Vorteil. Das Internet funktioniert ja so. Und wenn unser Hirn auch so funktioniert, ist das nicht wunderbar? Neue Möglichkeiten!

Doch wenn ich etwas als beschränkt oder behindert einstufe, weil es nicht in mein Weltbild passt, nur weil es neu ist, dann verbau ich mir die Gelegenheit was neues dazuzulernen. Dann bleib ich auf dem alten Stand. Vielleicht bekomm ich dann auch kein Hirn-Upgrade. Denn ich wüsste es ohnehin nicht zu schätzen. Wer weiss?

Doch solange Intelligenz mit Merkfähigkeit gleichgesetzt wird und nicht mit Kreativität und Ideenreichtum, neuen Erfahreunge, Grenzgängen, Andersein, Ausprobieren, Experimentieren, Forschen ... (der mit assoziativem Denken und fluider Intelligenz einhergeht), dann hat die Vorgeneration immer ein Problem mit der neuen Generation. Ergo: das Generationenproblem. Da habt Ihr's wieder!

Meiner Ansicht nach, sind die, die der Gesundheit huldigen, die kranken. Oder mit Manfred Lütz zu sprechen... wir behandeln die falschen! :)
Alles eine Frage der Sichtweise.

Lebenskunst beginnt nämlich da, wo man erkennt, das das Leben unberechenbar ist und im Moment stattfindet. Oder wie meine Mama immer sagt... "Wer weiss, ob ich morgen noch leb..."
Das ist eine sehr gesunde Lebenseinstellung. Und das ist auch wieder nur eine Sichtweise. Ihr seht also alles eine Frage der Perspektive.

Ihr könnt also eine Sinnkrise als Depression und Krankheit sehen oder den Wandel erkennen, der sich jetzt nicht mehr aufschieben lässt. Denn wenn der Sinn fehlt (und das ist meiner Ansicht nach nichts anderes als die Begeisterung, die Liebe, die mit einer Tätigkeit und einer Gemeinschaft zusammehängt), dann findet Ihr immer einen neuen. Und zwar den, der Euch näher liegt. Ihr fallt also in der Rekursion wieder eine Stufe zurück. Dorthin wo alles seinen Anfang genommen hat. Ihr kommt heim.

Denn anscheinend ziehen alle Menschen auf ihre Weise wenn sie gross werden in die Welt hinaus (auch wenn es nur im Internet oder in Büchern oder in ihrer phantasie ist), auf der Suche nach dem Platz an den sie hingehören.
Und dann stellt Ihr vielleicht wie ich erstaunt fest: ich bin genau da, wo ich hingehöre. Ich mach das schon gut so wie ich das mache. Das bassd schon so. Ich bass schon so. Und Ihr bassd auch. Ihr wisst es nur noch nicht, weil Ihr diese Sichtweise erst erfahren und erleben müsst.

Aber ich hab ja Zeit.

Menschen, die von sich aus auf mich zukommen, sind offen. Das sind Menschen, die als behindert oder irgendwie anders gelten. Aus Eurer Sicht. Für mich sind das die normalsten und vernünftigsten Menschen, die ich kenne. :)

So kann ich also die Spreu vom Weizen trennen. Also Menschen finden, die zu mir passen und mir keine Energie rauben sondern geben.

Und meine Intuition zeigt mir auch, ob sie anstrengend für mich sind oder nicht und ich glaube, sie reagiert nach dem Hirn-Update einfach schneller.

Noch etwas hat mich die Erfahrung und der Vergleich mit dem Schlaganfall meiner Schwester und mir gelehrt.
Damals war kein Arzt da. Also er hat nix gemacht. Auch kein Rettungsdienst. Mama und Oma haben das selber mit dem VW-Kä,fer übernommen.

Bei mir war das alles da. Die Rettungskette funktionierte.

Ich glaube, wenn einem 7-jährigen Kind heute dasselbe passieren würde wie meiner Schwester, dann würde zwar die Rettungskette perfekt funktionieren, aber sie würde das ganze nicht überleben.

Was war der Unterschied? Ein Pfleger, der sich damals auskannte. Der sich die Zeit nahm und ihr in die Augen geschaut hat (die geschlossenen Lieder anhob), nicht vom ersten Eindruck der Zuckungen und Abwehrreaktion irritiert war und sie in eine Schublade steckte. Er griff auf seine Erfahrung zurück. Er dachte nach. Er blieb Mensch.

Meine Erfahrung auch aus Gesprächen mit anderen Menschen, die ebenfalls in der heutigen letzten Zeit Schlaganfälle erlitten haben, ist die, dass es keine Rolle spielt, ob Ihr eine Vorerkrankung habt oder nicht, das Ergebnis war bei den Menschen, die mir offen begegnet sind, dass sie alle in Diagnosen und Schubladen gesteckt wurden, in die sie nicht gehörten und Glück hatten, das zu Überleben.

Ihr könnt andere Erfahrungen gemacht haben. Weil etwas im Umfeld anders war. z.B. weil eine Überzahl von jungen Assistenzärzten dabei war, die noch offen und neugierig waren oder ein offener Dialog zwischen Patient, Arzt aber auch Pflegekräften und allen Beschäftigten praktiziert wird.

Die Erfahrungen, derer die ich getroffen habe, bezogen sich alle auf ein Krankenhaus. Und da war ihre Meinung einhellig.
Da kannst Du nur zum Sterben hingehen. Und das will ich dann aber auch lieber daheim.

Stimme ich dem zu? Ich kann diese Sichtweise nachvollziehen. Ich sehe es dennoch anders. Weil ich weiss, dass alle Menschen in dieser Rettungskette ja ihr Bestes getan haben. Das haben sie so gelernt. Jeder in seinem Teilglied. Nur, weil jedes Glied der Kette seinen Part im Gesamtprozess nicht mehr sieht und dem Ergebnis (Produkt) seiner ARbeit entfremdet ist - also gar nicht mehr das Resultat mitbekommt - kann keiner daraus lernen und erkennen, dass es so nicht funktioniert.

Also steckt jeder noch mehr Energie in die effizientere Umsetzung seines Teils und damit werden die Reibungsverluste noch verschlimemrt. D.h. das End-Ergebnis fällt noch katastrophaler aus. Solange das keiner sieht, wird es auch nicht besser werden. Das ist meine Sicht.

Mir tun alle , die in diesem Teufelskreis drinstecken leid. Ich fühle mit Ihnen. Ich habe Mitgefühl. Deswegen kann ich mich auch bei der überforderten Schwester, die ich im Delir gekratzt habe, entschuldigen. Das habe ich getan. WEil ich ihre Sicht anerkennen kann. Sie tut was sie kann und es nützt nix. Im Gegenteil. Ich kann mit Ihr fühlen.

Ja, ich würde mir auch wünschen, dass sie meine Sichtweise anerkennen und sehen und sich auch bei mir entschuldigen. Bei dem gut gelaunten depressiven Mann haben sie es auch getan, nachdem er morgens seine Frau, die MS hat, ins Krankenhaus brachte. Nachmittags im ersten Stock war dann ihr Mund schief und sie entschuldigten sich dafür bei ihm (nicht bei ihr!), dass sie den Schlaganfall nicht rechtzeitig erkannt hatten.

Es ist eine Sache, dass etwas schief läuft. Weil man ja nur das tun kann, was man weiss. Aber eine andere Sache, wenn man aus diesen Vorfällen - den Anomalien, den Tabus - nichts lernt, weil sie im Normdenken nicht vorkommen und nicht vorgesehen sind. Weil man da lieber wegschaut. Weil es weh tut.

Die Zeit daraus zu lernen fehlt bzw. nimmt sie sich niemand mehr. Ob das nun bei uns in der IT so ist, oder im Krankenhaus oder sonstwo. Weil die Sichtweisen der anderen nicht berücksichtigt werden. Weil kein Dialog gesucht wird. Weil die Zeit fehlt. Wenn man sich diese Zeit nehmen würde, könnte in der Folgekette viel Zeit bei anderen Menschen eingespart werden. Vom Kundenergebnis ganz zu schweigen.

Wie steh ich dazu? Ich hatte Glück. Ich hatte das Glück, dass mir meine innere Stimme geholfen hat. Und davon erzählten mir auch die anderen Betroffenen. Ihr könnt es Schutzengel, innere Stimme, Intuition, Limbi, Amygdala oder sonstwie nennen....

Und genau dieser Intuition, dieser inneren Stimme ist damals der Pfleger bei meiner Schwester gefolgt. D.h. er hat sich sowohl die Zeit genommen als auch auf seine innere Stimme gehört. Und das scheinen aus meiner Sicht heute viele Menschen verlernt zu haben. Ihrer Intuition zu vertrauen. Sie vertrauen auf Wissen, Wissenschaft und Logik. Das sagt ausgerechnet ein Klugscheisserle wie ich ;-), der ja erst den Weg über den präfronteralen Kortex zur Intuition wiederfinden musste. Dabei war sie immer da. Ich bin ihr immer gefolgt. Mir fehlte aber die Sicht darauf. Das war mir nicht bewusst. Mir fehlte die Einsicht, die Umsicht, das Verstehen , das Verständnis. Und das bekam ich nur als ich offen war. Als mir Dinge passiert sind. Dinge, die ich nicht als angenehm empfunden habe. Denn nur wenn es weh tut, lernt man oder Frau oder in meinem Fall Neutrum. Lustig.

Ein kleines Kind, dass auf die heisse Herdplatte langt, lernt auch nur durch den Schmerz. Das ist auch gut so. Denn wenn der Schmerz ausbleibt (es gibt Menschen, bei denen das so ist), dann ist das Ergebnis verheerend. Denn dann kann ich keine Gefahr erkennen. Was mir ja auch nicht gelingt, weil ich als Autist die Absichten von Menschen nicht erkenen kann.

Ich frage mich allerdings, ob Ihr das könnt. Oder ob Ihr das nur glaubt. Habt Ihr genug Erfahrung um sie zu deuten? Und selbst wenn, ist Eure Deutung korrekt? Fragt doch einfach mal nach. Das ist immer die einfachste Möglichkeit es herauszufinden. Sehr effizient. Energie- und Gefühlsneutral.

Verstehen werdet Ihr es nur, wenn Ihr ein Kind , offen oder krank, behindert oder irgendwie anders und aus der Norm gefallen seid. Und jede Kombination aus all diesen Faktoren. Es können auch noch andere Faktoren (Sichtweisen) sein, die ich noch nicht kenne :)

Ich lerne gerne neues dazu. Jederzeit.

Ich bin niemandem böse. Denn ich weiss, jeder tut sein bestes. Ich kann die Sichtweisen der anderen nachvollziehen, soweit sie mir aus meinen eigenen Erfahrungen bekannt sind.

Ich würde mir aber wünschen, dass sich alle Menschen wieder Zeit nehmen, um aus Erfahrungen zu lernen. Und eben nicht wegzusehen, da wo es weh tut. Sondern genau da genauer hinzusehen. Weil ich davon überzeugt bin, dass genau dort die Hebel sitzen, wo man mit wenig Zeitaufwand viel Zeit einsparen könnte. Zum Wohle aller. Das ist meine Sichtweise.

Ich hab Euch alle lieb! Sonst würd ich mir nicht die Mühe machen, das zu schreiben.

Übrigens: der Mann mit dem lustigen Witz der hat die Diagnose Depression. Der ist auch aus der Norm gefallen. Vielleicht müssen wir alle erst zu gefallenen Engeln werden bis wir zu Schutzengeln für einander werden können.

Ich bin gestern dem Postboten begegnet. Effizienterweise fährt er zugleich Pakete und Briefe aus. D.h. er hat mehr Baustellen als früher. D.h. er hat mehr Zeidruck.
Ich hab ihn gefragt, ob jetzt mehr Post verschickt wird.
Er:"Ja. Es sichert so meinen Arbeitsplatz. Weil die Leut so faul sind, bestellen sie alles im Internet."

Das ist seine Sicht.

Ich hab ihm dann erklärt, dass ich Dinge im Internet bestelle, weil es mir in den Geschäften zu reizintensiv ist. Die Beschallung mit Musik, das grelle Licht, die Jahrmarktartige Buntheit des mich überfordernden Warenangebots, das in grellen Farben um meine Aufmerksamkeit buhlt. Alles ist mir zuviel! Weil mein Nervensystem und mein Gehirnupdate damit nicht mehr kompatibel sind. Naja, gut, meins war das noch nie. Ich habe einkaufen immer gehasst. Ich wusste nur nicht warum.

Seht Ihr? Er projeziert seine Sicht auf Euer Verhalten. Dabei gibt es unendlich viele Gründe warum Ihr im Internet bestellt. Weil es Euch Zeit spart und Ihr wie der Postbote auch keine habt. Vielleicht bestellt er auch selber Dinge im Internet. Aus genau diesem Grund. Wer weiss?

Faulheit ist sich die Dinge einfach zu machen. Und was für Euch einfach ist, liegt in Eurer Art, in Eurem Gehirn verborgen und dem, was Ihr kennt.

Faulheit ist nix schlechtes. Denn es spart Zeit. Also ist Faulheit gleich Effizienz. Und war Effizienz nicht aus ökonomischer Sicht etwas gutes?

Doch diese Effizienz und Zeitersparnis geht immer auf Kosten anderer. z.B. dem Paketboten, der Mitarbeiter bei den Internetanbietern...

Ja, sie sichert Arbeitsplätze. Das ist wieder eine Sicht. D.h. jede Entscheidung von Euch betrifft andere. Das zu bedenken geht nicht. Dazu ist unser Gehirn nicht gemacht. Denn es müsste ja unendlich viele Faktoren einbeziehen. Das würde dauern und Ihr würdet handlungsunfähig werden.

Das passiert ja auch in immer mehr Unternehmen und bei steigender Meetingeritis, wenn keiner mehr weiss, was er will.

Und was ist der Wille? Das ist Limbi. Das ist unsere Intuition. Das ist unser Antrieb. Unser Sinn. Unsere Innere Stimme. Unser innerer Dialog. Unsere Seele? Unser Selbst. Unser Unterbewusstsein. Unser Bewusstsein? Unser Selbstbewusstsein...?

Wenn wir nicht mehr wissen, was wir wollen, dann haben wir den Zugang zu uns selbst verloren. Den kann man aber wie ich auch über den präfronteralen Kortex wiederfinden. Es gibt aber auch noch unzählige andere Wege. Eurer wird anders verlaufen als meiner. Vielleicht gelingt es Euch ja diesen inneren Ratgeber aus Kindertagen einfach zu behalten.
Des wär fei as allergsündeste :)

Ich glaube, dass unser Gehirn aus Effizenz- und Überlebensgründen, die Dinge, die wir gelernt und verinnerlicht haben, in den Instinkt, die Intuition verlagert. Die automataschen Prozesse sozusagen werden outgesourced um Platz für neue Lernerfahrungen zu sammeln. Aufräumen togo sozusagen. Use it or lose it.

Und sogar das stelle ich mittlerweile in Frage. Ich glaube dass das Gehirn gar nichts vergisst. Sondern nur den Zugang zu den gespeicherten Informationen beschränkt. In einer Art Zugriffsbeschränkung.

Das erklärt auch, warum ältere Menschen länger brauchen, bis ihnen ein Name oder ein Wort einfällt. Die Norm-Sichtweise erklärt es mit Vergesslichkeit. Und behandelt es mit Tebonin oder ähnlichen Arzneimitteln. Oder Gehirnjogging. Ich hab Lernspiele noch nie gemocht. Ich mag in echt lernen und spielen.

Dass ein junger Mensch aber noch eine frische (neue) Datenbank hat mit wenigen Informationen (Namen, Bezeichnungen), weil er ja auch noch nicht soviele Erfahrungen wie ein älterer Mensch hat, wird dabei vernachlässigt. Also je älter wir werden, desto mehr Daten haben wir auch in der Datenbank und auch desto mehr Tabellen, desto länger dauert die Suche.

D.h. dass junge Menschen ein besseres Gedächtnis haben ist ein false belief. Wie das mit dem Spinat halt auch und dem Eisengehalt. Klar, find ich schneller was in einem Ordner, wo nur 2 Blätter abgeheftet sind, als in einem Schrank, in dem 10 Ordner stehen und jeder ordner mit Versicherungen, Steuererklärungen, Sozialversicherungszetteln, Lohnzetteln voll ist!
Hallo?!? Wie soll dann ein Arzneimittel die Datenbank schneller machen?

Die Verbindungen stärken kann es vielleicht. Aber irgendwann ist der Punkt erreicht, wo das nicht mehr ausreicht. und ich glaube, der kommt heute immer schneller, aufgrund der Daten- und Informationsflut, mit der wir umgeben sind. Und daher werden die Gehirne jeder neuen Generation (Kinder , und Upgrades) auch kreativer im Umgang damit werden. Und das Update fällt heftiger aus.

Bei uns wurde aus diesem Grunde auch mal die gesamte MS-SQL-Datenbankversion ausgetauscht. D.h. das ganze Produktivsystem war solange offline. Und wieso sollte es Eurem Hirn da anders gehen?

Wir haben sogar die DAtenbank auf mehrere Datenbanken verteilt. Und ich denke mit Limbi und der Intuition macht unser Gehirn es genauso. Es beschränkt den Zugriff und verteilt die Daten auf mehrere Orte. Irgendwoher müssen wir diese Idee ja haben. Und die stammt dann halt aus der Natur.

Jeder, der ein längerfristiges IT-Projekt kennt, weiss von dieser Problematik. Und genau daran scheitern diese Projekte auch. Sie fahren aus Performance-Gründen gegen die Wand. Und da kann unser Hirn nicht bleiben. Das muss ne Lösung finden, denn es will ja überleben.

Wer mit Datenbanken arbeitet, die nie entrümpelt werden, die immer weiter anwachsen, der kennt das Problem. Datenbank-Timeouts. Auch Performance-Probleme genannt. Dann holt man den Spezialisten von Oracle ins Haus (wenn es sich um eine Oracle Datenbank handelt).

Ich hab erlebt, dass hier gespart wird. Aus Effizienz - und Kostengründen. Das ist die ökonomische Sichtweise.

Diese Sichtweise macht aber die Datenbank aus ihrer Funktionssicht immer ineffizienter. Versteht Ihr?

D.h. jemand soll nebenher (weil ja auch Kollegen nicht nachbesetzt oder freigesetzt werden) das noch machen. Also passiert das nie oder nur wenn es brennt. Und dann geht nix mehr. Dann ist die gesamte Produktion gefährdet. Dann wird aber auch nihct die Datenbank bereinigt oder optimiert sondern Prozesse (Workarounds, die ja aus ähnlichen Gründen erst notwendig wurden und auch notwendig sind, damit andere Kollegen ihre Arbeit machen können) identifiziert, die doch bitteschön auf eine Kopie der Datenbank laufen sollen oder anders laufen sollen...

Es werden also Zugriffsbeschränkungen ausgesprochen. Passwörter geändert. Da auf die schnelle oft hartcodiert wird, kann das zahlreiche Nebenwirkungen nach sich ziehen. Und das alles nur, weil man das eigentliche Problem (Tabu) nicht angeht.

D.h. der Abteilulng (der letzten in der Kette), die schon die Workarounds schreiben und warten muss, muss jetzt diese zahlreichen Workarounds auch noch anpassen! Bei stetig sinkender Mitarbeiteranzahl und steigendem Krankenstand ein Ding der UNmöglichkeit.

Hinzukommen, noch weitere Self-Service Dienste, die andere Abteilungen wie die Personalabteilung (denen es genauso geht) ersinnen. Der Abstimmungsbedarf steigt also Überproportioal an. Anstatt sich mit einem Kollegen am Tag (im Team, wo sich beide kennen) zu arbeiten, arbeitet man also jeden Tag mit wechselnden und steigenden Kontakten zusammen. Die Taktrate und der Druck steigen also noch weiter.

Die Fachabteilungen bekommen ebenso Druck und lagern weitere Tätigkeiten auf die Workaround-Truppe aus, was den Druck noch weiter steigert. Bis das letzte Kettenglied nimmer kann.... und es bekommt keiner mit, weil jeder nur noch das macht, was er will und kann und keiner mehr einen Gesamtüberblick hat. Denn den haben wir alle längst verloren. Denn jeden Tag kommt ja noch was dazu. Damit wird auch jede Dokumentation der Prozesskette unmöglich, weil sie sich ja jeden Tag auch noch ständig verändert. Wir kommen nicht mehr hinterher und dann macht es klick in unserem Gehirn und weg isses.

Denn irgendwie muss es ja mit dieser Situation umgehen. Es ist ja nicht dafür gemacht. Und da wir den Zugriff auf die IT-Datenbank nicht in den Griff bekommen, beschränkt halt dann unser Gehirn den Zugriff auf unsere Datenbank im Gehirn. Es macht also vor, was wir auch machen sollten. Oder was auch der Handwerker gemacht hat.

Es lagert die Baustelle aus. Der Handwerker an den Gerüstbauer oder Elektriker z.B. und er übernimmt die Abstimmung und Koordination. Bei unserem Gehirn scheint dieses outsourcing und Koordination in die Intuition verschoben zu werden.

Wie komm ich darauf? Es heisst ja Fahrradfahren verlernt man nie. Und auch obwohl ich Jahre lang nicht mehr gestrickt habe, konnte ich als ich einfach nicht zwanghaft nachdachte wie es geht, wieder den Anschlag... einfach so.

Die schnellen Nervenverbindungen im Gehirn sind ja auch mit einer weissen Myelinschicht umgeben. Die machen sie schneller. Erinnert Euch das an was? Glasfaser.

Was wenn alles, was wir erfinden schon da ist? Und wir uns nur Krücken bauen, für Dinge, die es bereits gibt. Ein PC funktioniert doch irgendwie wie ein Gehirn. Und vernetzt ist es ja auch über die Sinne und die soziale Ansteckung oder Ansteckung generell...

Was wäre wenn wir das alles nicht brauchen, weil wir es intern schon onboard haben?
So... jetzt hab ich Euch genug zum Nachdenken gegeben :)

Obwohl ... überlegt doch mal, wie Euer Gehirn funktioniert. Macht es was anders? Wie läuft bei Euch der Datenbank-Zugriff? Habt Ihr auch Timeouts? Zugriffsprobleme? Und noch viel wichtiger ist: was könnt Ihr , was andere nicht können? Dazu müsst Ihr die anderen fragen, weil das Dinge sind, die sie an Euch bewundern, aber Euch nicht sagen, weil sie denken, Ihr wüsstet es schon. Doch Ihr nehmt diese Dinge als selbstverständlich hin und seid Euch ihrer gar nicht bewusst. Dazu braucht Ihr die anderen. Und dann könnt Ihr Eure STärken identifizieren und herausfinden, was Ihr damit anstellen wollt und die Stärken ovn anderen in Euren Gemeinschaften ergänzen. Wie in einem Wolfsrudel. Die machen das genauso.

Heute: Ich hab dem Apotheker auch meine Psychiatriecomics geschickt und neulich war er auch im Laden und hat mich gefragt, was mich viele der "normalen" Leute fragen:"Wie lange haben Sie dafür gebraucht?"

Mit dieser Frage kann ich nix anfangen. Denn Zeit spielt ja wenn man im Flow ist keine Rolle. Sie ist endlos.

Sie legen anscheinend ihren Effizenzdenken-Ich-habe-keine-Zeit-Masstab auf meinen zeitlosen Raum an. Die werden mich nie verstehen. Und ich sie auch nicht. Ich kann das Denken zwar mit Hilfe meines präfronteralen Kortex nachvollziehen, aber sie können mir leider nicht folgen, weil sie ja das ich-habe-keine-Zeit-Syndrom haben. Dass mein Leben aus Flow- und im Moment-und-mit-mir-Eins-Sein besteht, kann ich ihnen zwar erklären, aber irgendwie glaube ich nicht, dass sie das verstehen.

Nicht dass ich die Zeit gehabt habe. Also ich schon. Ich kann nur nicht zwei Sachen gleichzeitig machen und muss und will mir Zeit nehmen und noch den Traubenzucker für 95 Cent bei seiner Kollegin bezahlen.

Als ich damit fertig war und die Unterhaltung mit ihm fortsetzen wollte, war er weg. Das ich-habe-keine-Zeit-Syndrom hat wieder zugeschlagen.

Mir ist Eleanore Oliphant (Buch) wieder in die Hände gefallen. Die ist auch wie ich. Sie wundert sich auch über den Arzt, der nur in seinen Monitor schaut. Sie hat Rückenschmerzen von ihren Brüsten und will Schmerzmittel. Dafür hat sie extra ihre eine Brust auf der Küchenwaage gewogen und sie erklärt ihm, wenn er zwei solche Gewichte vorderseitig mit sich herumtragen müsste, würde ihm sein Rücken auch weh tun. Er guckt sehr irritiert. Und dann wieder auf seinen Monitor. Sie findet, dass er nicht besonders sozial kompetent ist.

Meine Mama war auch mal beim Hausarzt, nachdem sie aus dem Krankenhaus heimkam und da hat er ewig am Monitor gebraucht, bis er die Medikamenteliste beinander hatte. Dabei fiel ihr Blick auf seine Füsse und er hatte die Schuhe ausgezogen und war strüpfig. Das fand sie etwas merkwürdig. Was manche Menschen so unter dem Tisch alles treiben. Und da soll ich merkwürdig sein?

Anscheinend ist es wohl so, dass mich andere Menschen auf den ersten Blick und wenn sie mich nicht kennen (was der Standardfall ist, weil ich anscheinend ein wandelndes Tabu bin, über das man nicht redet und zu dem man nicht spricht und vor dem man reissaus nimmt, weil es nicht der Norm entspricht), als betreuungsbedürftig einstufen.

Rückblickend muss diese Meinung auch meine Oma gehabt haben. Denn sie schenkte und spielte mit mir immer Lernspiele. Die fand ich furchtbar. Ich hab es nur ihr zuliebe gemacht.

Es scheint also so zu sein, dass alle Menschen um mich rum seit ich auf der Welt bin , gemerkt haben, mit mir stimmt was nicht und es hat mir leider und auch meiner Mama (die dafür betriebsblind ist, weil unser Gehirn sich halt an unsere Kinder gewöhnt - Postereffekt), nie gesagt. Leider haben es mich alle durch ihr merkwürdiges Verhalten spüren lassen. Nur hatte ich keine Ahnung, worauf es sich bezog. Es hätte mir schon sehr geholfen, wenn mir das mal jemand gesagt hätte. Ihr seid alle komisch. Aber ich mag ja komische Leut.

Die Folge waren 45 Jahre sehr merkwürdige Erlebnisse um mich herum, die mir Rätsel aufgaben. Und ich dachte immer ich bin wie alle anderen. Ich hab mich immer gewundert, dass mir alles so schwer fiel. Und dass ich mit ihnen und dem, was ihnen Spass und Freude machte, nicht kompatibel war.
Doch ohne "Etikett" kann die Normwelt damit nicht besonders gut umgehen. Das ist ihr Pech.

Ich hatte so also immer mit mehr Herausforderungen als andere zu kämpfen. Und das hat mir einen grossen Erfahrungsschatz beschert. Und das ist ja auch nicht verkehrt. Manchmal hätte ich mir allerdings auch mal gewünscht, dass einfach mal was einfach ist. Das ist mir bis heute nicht passiert.

Es ist ja nicht so, dass ich nicht auch Dinge kann, die andere nicht können. Aber das sieht man halt erst auf den zweiten, dritten oder x.ten Blick. Und so lange gucken die Normdenker mich halt nicht an. Da greift die Effizienz ihres Gehirns. Das Schubladendenken. Und so entstehen Vorurteile, die nie überprüft werden, ob sie wirklich stimmen. Ein Jammer! Und eine ungeheure Energie- , Zeit- und Potentialverschwendung. Aber das ist ja ihr Problem und nicht meins. Ich weiss ja inzwischen immer besser was ich kann. Es hat halt nur länger gedauert, bis ich mir dessen bewusst werden konnte. Ohne Reflexionsmöglichkeit, weil die Norm über Tabus und mit ihnen nicht spricht, ist das halt nicht möglich. Weil man seine Stärken nur im Gegenseitigen Austausch der Sichtweisen erkennen kann. Inwzsichen hab ich das gelernt. Und das ist ja wunderschön und ich bin sehr dankbar dafür.

Allerdings hätte mein Leben doch erheblich leichter sein können, wenn ich das etwas eher erfahren hätte. Ich dachte ich sei einer von den hochfunktionalen Autisten. Anscheinend werde ich nicht so beurteilt. Nicht mal Auticon wollte mich haben. Da war ich mit der Testsituation total überfordert, weil ich die nicht kannte und auch die Tastatur nicht für meine Spastikhände geeignet war. Es ist ein Wunder, dass ich es im Arbeitsmarkt soweit gebracht habe und eine Stelle gefunden habe.

Nicht, dass ich nicht bei sogenannten normalen Bewerbungsgesprächen durchfalle. Ich bin ehrlich, authentisch und direkt. Sowas verkauft sich schlecht. Und wenn Ihr denkt im öffentlichen Dienst wäre das anders. Vergesst es. Da hatte ich die merkw&uumL;rdigsten Gespräche überhaupt! Anscheinend ist man dort noch erpichter auf die Norm als in der freien Wirtschaft. Da reden sie wenigstens von Kreativität und Flow und Teamwork. Allerdings scheitert es daran, dass man es dort mit Gewalt erzwingen will. Flow mit Gewalt und Kontrolle... ein Widerspruch in sich.

Flow entsteht da, wo ich spielen darf. Wo ich Freiraum und Freiheiten habe und eben icht kontrolliert werde. Wo ich Zeit zum Spielen habe und sie mir nehmen kann. Wo Zeit keine Rolle spielt. Wo man einander vertraut. Da entstehen Teams. Da versteht man sich blind. Da braucht es wenig Worte. Und wenn man doch mal anderer Meinung ist, dann ist auch niemand beleidigt sondern es enstehen konstruktive Sichtweisenaustausche. Und damit wieder neuer kreativer Input und Output. So ist das halt die Energien befeuern sich selbst Gegenseitig und zünden untereinander den Funken der Begeisterung und reichen ihn weiter. Und so ziehen sie immer weitere Kreise, wie ein kleiner Stein, der ins WAsser fällt. Und so kann ein Funke einen Grossbrand entfachen. Durch das Feuer der Leidenschaft, der Begeisterung.

Und das ist nix anderes als die Liebe zu einer Sache oder zu dem was man tut. Oder zu den Kollegen oder zu den Familenmitgliedern oder zum Nächsten. Also zu allen Menschen.

Manchmal frage ich mich, wann diese Leute das letzte mal einen Flow hatten. Einen Moment, in dem sie alles und jeden um sich herum vergessen und ganz bei dem sind und in dem aufgehen, was sie tun. Bei manchen muss das schon sehr lange her sein. Und bei anderen frage ich mich, ob sie das jemals erlebt haben oder noch erleben werden. Vor lauter Derennen. Bis mer sich derhuzd hat. Oder derennt.

Soviel zu Vorurteilen.
Deswegen denke ich barrierefrei. Ist einfacher. Spart Zeit. Ist Hirneffizient.

Ich bin gut mich ständig neu zu erfinden und immer wieder in Frage zu stellen. Und das ist ja was schönes. Denn es macht flexibel im Denken und im Handeln. Ach so... Stereotopien... ja die hab ich auch. Die geben mir Sicherheit. Euch doch auch! Ihr fahrt doch auch jeden Tag um dieselbe Zeit auf Arbeit. Na also...

Bei mir passt nix zusammen. Aber alles ergibt jetzt einen Sinn.

Ihr und Euer Handeln ergibt auch nicht immer einen Sinn.

Warum ist menschliches Handeln so gegensätzlich und widersprüchlich? Ganz einfach: weil wir einmal unser eigenes Überleben sicherstellen (Instinkt) und dann scheinen wir egoistisch zu handeln. Das ist nicht egoistisch (Normdenken) sondern aus der Sicht unseres Gehirns effizient und notwendig.

Andererseits brauchen wir die anderen, um überleben zu können. Also sorgen wir auch füreinander. Wir tun anderen etwas gutes und das tut uns gut und dem Empfänger auch. Win-Win. Gibt es auch ein Lose-Lose? Und wie sieht das dann aus?

D.h. es hängt von unserem Energielevel und den Umständen, also vom Kontext ab, wie wir uns im Moment verhalten. Ob wir Energie haben und anderen als Ratgeber zur Verfügung stehen oder ob wir grad mit uns selbst genug um die Ohren haben.

Da das variiert, kommt es zu Konflikten zwischen den jeweiligen Intuitionen. Ihr könnt es auch Instinkt nennen. Den Gefühlen halt. Und dabei kommt es dann vor, dass einer die Gefühle vom andern persönlich nimmt. Des is fei a ned grod as gsündeste. Und logisch ist es auch ned. Denn das einzige worum Ihr Euch kümmern könnt ist Euer Gefühl. Was wollt Ihr? Und warum ist es jetzt da?

Die Sichtweise des anderen kennt Ihr nicht. Ausser Ihr fragt ihn. Was wenn Ihr einen Konflikt durch Euer Gefühl in Euch erkannt habt, auch sehr sinnvoll ist. Denn dann könnt Ihr ihn aufklären. Das tut die Norm leider selten.

Mir sind auch schon viele Psychologen begegnet (in meiner Schmerztherapiekarriere und in der Psychiatrie), die meine Gefühle persönlich genommen haben. Ich spüre eine Verschiebung im Zeit-Raum-Kontinuum. Kann diese aber im MOment nicht zuordnen. Das gelingt mir erst in der Nachverarbeitung (Tage oder Wochen oder Monate oder Jahre später), wenn mir das bewusst wird.

Da wissen und lernen Sie, dass der Patient seine Gefühle und Sichtweisen auf sie projeziert, aber dass sie dies auch umgekehrt machen, geht an ihrem Hirn leider vorbei. Erfahrene ältere Psychologen wissen das. Das müssen nämlich auch Psychologen erst im Laufe ihres Lebens lernen. Schmerzhaft. Es muss weh tun und dann muss mer a higucken. Sonst sichd mer's nämlich ned!

Psychologen sin nämlich a bloss Menschen. So wie Du und ich. Die hamms fei a ned leicht.

Das ist dasselbe wie das mit den angespannten Entspannungstrainern, die aus der Fassung geraten, wenn einer während der Entspannungsübung die Tür zum Übungsraum aufreisst, weil er sich im Kurs geirrt hat.... Wer um Fassung ringt, der ist selten entspannt... und im Gleichgewicht schon dreimal nicht. Wer mit Lachen und Humor reagiert, der schon.

Deswegen hab ich als Kind immer gelacht wie ich hingefallen bin und mir wehgetan hab. Nur guckten dann alle um mich rum sehr merkwürdig. Die schrien lieber herum und plärrten, was nicht mit mir und meinem Nervensystem kompatibel war. Da fand ich meine Lösung doch sehr viel angenehmer.

So kann ich mich selber trösten. Lachen kommt nach dem Schmerz. Denn es überwindet ihn. Humor beginnt deswegen auch da, wo einem das Lachen vergeht. Heute glaube ich, dass Lachen nach dem Schmerz die natürliche artgerechte Reaktion ist.

Plärren und Schreien (inkompatibel mit mir) dient dazu sich von aussen Schmerzlinderung zu verschaffen. Ich bevorzuge die Variante von innen. Die Selbstheilung. Lachen heilt. Humor auch. Denn das macht mich unabhängig.

Anscheinend ist Unabhängigkeit nicht so das Ding der Norm, die ihr Glück und ihre Harmonie von Dritter Seite zu erwarten scheint.

Ich denke zwar, dass Telepathie existiert, doch denke ich nicht, dass sie dafür gedacht ist. Denn glücklich machen, kann ich mich nur selber. Meine Erfahrung. Denn nur ich weiss, was ich will und brauche und das muss ich mir halt dann geben bzw. die Freiheit dazu nehmen.

Tu ich dies nicht, bereue ich es irgendwann. Ich hab immer das gemacht, was ich auch tun wollte. Wo ein Wille ist , ist auch ein Weg. Der ist nicht immer einfach, aber er ergibt sich schon irgendwie. Manchmal dauert es halt etwas länger. Die Hauptsache ist eh, dass man überhaupt mal losläuft. Und ich bin immer unterwegs. Ob in Gedanken (strömen) , was auch wieder Energiearbeit (Energieströme) ist bzw. sind, oder halt in Echt. Ob ich mit meinen Gedanken Gassi gehe oder sie mit mir. Das geht auch virtuell. Oder spirituell. Das geht auf mehreren Ebenen...

Und auch mit dem ein oder anderen Menschen in homöopathischen Dosen...
Ich glaub Menschen vertragen sich generell nur in geringer Dosis. Sonst kommt es zu einer sozialen Überdosis 2 hoch n-fach. Mein Systemabsturz war die logische Folge. Nun will ich die Kontaktdosis auf ein für mich gesundes Mass herabsenken.

Mit dem Systemabsturz ist der Zugriff auf Dinge, die mein HIrn nicht mehr tun will, verlorengegangen. Es scheint eine Art Zugriffsbeschränkung zu geben. Ich komm da gar nimmer dran, selbst wenn ich es wollte. Denn mit Zwang geht das Ergebnis gegen 0. Das stört mich nicht, weil meine alte Tätigkeit aus aktueller Sicht keinen Sinn mehr ergibt.

Aber dafür hab ich ja einen neuen gefunden. Und dann ist das auch gar nich schlimm. Es ist sogar natürlich, dass Spezialinteressen wechseln. Denn wenn ich gut genug in etwas geworden bin, dann gibt es keinen Anreiz mehr mit einer Sache weiterzuamchen. Wozu? Ich habe fertig. Dann will mein Limbi was neues machen. Neue Dinge erkunden.

Ist doch langweilig 30 oder 40 Jahre lang dasselbe zu machen. Also zumindest mein Limbi findet das. Er braucht immer wieder was neues. Weil er sich und mich neu erfinden und ausprobieren, experimentieren und forschen will. Und zwar in Echt.

Gehirne, die das anders sehen, kann ich zwar vom Sicherheitsaspekt verstehen, aber selbst wenn sie in derselben Firma diese Zeit verbringen, wandelt sich ihre Tätigkeit. Mit den neuen Programmen, mit den neuen Kollegen, mit den neuen Chefs, mit den neuen Bedingungen ... Also wirklich gleich bleibt das doch eh ned.

Jobbeschreibungen wird es sicher bald nicht mehr geben , vielleicht auch keine Studiengänge mehr, weil sie mit der Schnelligkeit des Wandels gar nimmer mitkommen. Prozessbeschreibungen und Softwaredokumentation hat es aus meiner Erfahrung schon jetzt überlebt. Weil keiner mehr hinterher kommt.

Und echte Routine gibt es ja doch nicht. Denn irgendwas ist immer (anders). Auch wenn alles gleich zu sein scheint. Das hat also nur den Anschein. Das ist auch eine Sichtweise.

Neulich hat mich ein ehemaliger Nachbar als wir beim Metzger anstanden, gefragt, wie es meiner Mama geht.
Da hab ich gesagt:"Die macht was sie will."
Da hat er gelacht und gemeint, dass das die älteren Damen alle so machen.

Ich frage mich, warum ich damit warten soll, bis ich alt bin. Ich will das jetzt machen! Und immer. Wer weiss, ob ich dann noch leb...

Mit dem Wort Dame kann ich mich eh nicht identifizieren. Das finde ich auch , wenn ich an meine Mama denke sehr merkwürdig. Bei Dame sehe ich eine Frau mit Reifrock aus früheren Jahrhunderten in meinem Hirn. Mit komischen unpraktischen Schuhen und einem seltsamen Hut auf dem Kopf.

Meine Mama ist da doch eher praktisch veranlagt. Meine Schwester und ich auch. Und das finde auch sehr praktisch. Weil ich praktisch gut finde. Vielleicht mag ich deshalb auch Rittersport. Auch wenn sie mit meiner Handspastik und meiner fehlenden Handkraft nicht immer kompatibel ist.

Mama?!? Kannst Du mir die RitterSport bitte aufmachen?

Mitleid hilft dabei auch ned weiter. Also spar ich es mir. Das seh ich ganz praktisch und pragmatisch und das hat bei uns Kultur. Und je einfacher desto besser.

Update Gestern hab ich wieder jemanden getroffen, der nicht in die Norm passt. Und damit inzwischen sehr glücklich ist und seinen Frieden geschlossen hat. Und immer das gemacht hat, was sie wollte. Beruflich viele Wechsel gemacht hat und so viele Erfahrungen gesammelt hat.

Sie war auch immer anders. Und as Umfeld hat sie das immer spüren lassen. Mit Alkohol hat sie sich selbst medikamentiert und so kam es auch bei ihr zu einem Aufenthalt in der Psychiatrie. Weil sie wohl aus dem Desinfektionsmittelspender trinken wollte. Das weiss sie nicht, weil bei ihr wie bei mir da ein Filmriss ist. Also denk ich mal, ihr Hirn hat sich wie meines offline geschaltet.

Auch da wurde aus gut-Gemeintheit eher eine gut-Gemeinheit. Weil sie dann auch aus fremd- und eigengefärdungsgründen in der Psychiatrie gelandet ist. Immerhin nur zwei Tage.

Ich hab nix genommen und mein Hirn hat das auch so hingekriegt.

Erst mit der psychiatrischen Diagnose hatte sie eine Erklärung. Weil auch ihre Familie ihre Probleme gar nicht wahrgenommen hat. Es war befreiend. Und endlich konnte sie sich so annehmen wie sie ist.

Den Autisten aus den Büchern, die ich gelesen habe, ging es auch nicht anders. Und mir auch nicht.

Warum kommen wir nicht zurecht? Weil unsere Gehirnkonfiguration, die Big Data verarbeiten kann mit der Big Data Arbeitswelt nicht kompatibel ist, weil sie genau entgegen unserem Hirn funktionieren will. Und das will unser Gehirn und Limbi und unsere Intuition halt ned bzw. sie kann es gar nicht mehr!

Und das ist bei Euch auch so.

Woran ich das merke... wenn ich Euch treffe wie den Mann vor dem Metzgereiladen und er sagt, er holt sich jetzt was für mittag, weil er über Mittag im Laden bleiben muss.

Dann frag ich, ob ihm seine Arbeit keinen Spass macht, weil er das Wort muss statt will benutzt.
Dann sagt er nein. Seine Arbeit macht ihm Spass.

Nun hab ich inziwschen zwei Sichtweisen kennengelernt. Also einmal, dass Menschen auch wenn sie vom Druck befreit sind, und wenn sie was gerne machen, weiterhin das machen, was sie immer tun. D.h. es kann sehr wohl sein, dass dem so ist. Und er seine Arbeit generell liebt.

Allerdings glaub ich auch, aus eigener Erfahrung, dass es durch das immer mehr an Druck auch immer mehr Dinge gibt, die auch er nicht gerne tut. Also wo auch sein Instinkt, Intuition rebelliert. Und das macht dann langfristig unzufrieden und krank. Dienst nach Vorschrift, innere K&uumL;ndigung... Oder dass man denkt, die Firma ist einem noch was schuldig....

Das hängt auch damit zusammen, dass das Umfeld, der Chef, die Kollegen blind dafür werden, was man alles leistet. Sie sehen es nicht mehr. Weil sie einen und das was man tut für selbstverständlich wahrnehmen. Das macht unser Hirn aus Effizienzgründen so. Denn das , was es immer umgibt, ist ja keine Gefahr. Es ist auf Anomalien, Gefahr getrimmt und die will es wahrnehmen um uns zu schützen.

Ich hatte gedacht, dass es bei mir anders wäre. Dass meine Kollegen das wahrnehmen. Das was ich als Experimente hier im Blog beschrieben hatte, wo ich immer noch eine Schippe draufgelegt habe. Dem ist nicht so. Das weiss ich jetzt. Sie vermissen mich nur als Arbeitskraft. Nicht als Mensch. Bis auf einige wenige Ausnahmen. Das hat mich erschüttert. Das musste ich erst lernen.

Ich passe einfach nicht in die bestehende Norm. Anscheinend können das alle anderen besser kompensieren. Sogar bei Auticon bin ich durchgefallen. Also sogar als Autist falle ich nicht in die Kategorie funktionsfähig, die wiederum von der Norm, der nicht-Autisten festgelegt wird. Weil sie mich und meine Sichtweise gar nicht kenenlernen wollen. Das Umfeld dort hat auch nicht für mich gepasst. Das war ebenfalls ernüchternd.

Wer jetzt wie mein Kollege denkt, im öffentlichen Dienst ist das anders, den darf ich eines besseren belehren. Ich habe mich beworben und bin sogar eingeladen worden. Durch meine direkte ehrliche Art und die Anforderung einer IT-Stelle (Vollzeit, bitte ohne chronische Krankheiten) mit Rufbereitschaft und Wochenenddienst - also der eierlegenden Wollmilchsau - eckte ich an. Denn sowas macht man im Bewerbungsgespräch offensichtlich nicht. Ich kann nicht mal das Norm-funktionsfähig überstehen.

Noch vor 11 Jahren gelang mir dies. Anscheinend ist meine Weiterentwicklung mit dem heutigen Arbeitsmarkt nicht kompatibel. Die Kluft scheint noch grösser geworden zu sein. Ich kann sie nicht mehr überbrücken.

Ich frage mich wie Ihr das schafft. Ihr habt meinen Respekt. Oder verbiegt Ihr Euch genau wie ich das getan habe? Ihr findet immer wieder eine neue Sichtweise um das auszuhalten, was nicht auszuhalten ist. Noch mehr Druck.

Ich suche ja immer noch jemanden der Norm-funktionierenden, der mir seine Geheimnisse verrät. Der mir sagen kann wie das geht. Leider leiden die alle an dem ich-habe-keine-Zeit-Syndrom. Das scheint die Folge der eierlegenden Wollmilchsau-Stelle zu sein und die Ursache auch. Beides verstärkt sich. Immer mehr, immer schneller und so befeuert jeder, der das schafft noch die Geschwindigkeit und den Druck weiter. Ist mir ja auch passiert.

Ich hab das ja nicht absichtlich oder aus bösartigkeit getan, sondern weil ich es nicht besser wusste bzw. zu dem Zeitpunkt für den richtigen Weg hielt. Und zu dem Zeitpunkt war er das ja auch. Bis ich dazugelernt habe. Jetzt sehe ich die Dinge halt anders.

Euren Kindern für die Ihr Euch aufopfert, geht es genauso. Und deshalb eckt Ihr aneinnander an und sie bringen Euch zur Verzweiflung und sie Euch. Ist ja bei uns auch nicht anders gewesen.

Meine Autistin hat sich auch gemeldet. Sie muss viel nachlernen, weil sie in der Schule bei ihrer neuen Ausbildung leider nichts versteht. Nicht weil sie nicht intelligent ist, sondern weil alle anderen Menschen um sie herum so laut sind, dass sie ihre Reizaussonderungen nicht ausblenden kann. D.h. sie hat kein Hörproblem sondern ein Filterproblem.

Und damit ist es für sie sehr schwer. Sie muss sich überwinden und mehr anstrengen. Das sieht aber keiner. Auch weil sie nix sagt. So wie Ihr das auch macht. Ihr leidet still und Euch ist das gar nicht bewusst, weil Ihr verlernt habt auf Eure innere Stimme (Intuition, Instinkt) zu hören. Stattdessen hört Ihr auf die Begründungen Eures präfronteralen Kortex, warum Ihr weitermachen soltl. Ihr findet noch eine Sichtweise, warum es doch Spass und Sinn macht und macht weiter.... Bis zum Knall.... wie bei mir.

Und dann landet Ihr im Burnout, Depression oder Herzinfarkt, Schlaganfall oder anderen Krankheiten ... Euer Bluthochdruck kommt auch daher.

Und selbst dann wollt Ihr nix anderes als wieder so wie vorher funktionieren. D.h. Ihr käpft Euch zurück ins alte Leben. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Dabei zeigt Euch Euer Körper und Euer Hirn, dass es genau das nicht mehr will!

Und weil Ihr nicht drauf hört und weiter wie bisher macht, muss er halt zur nächstgrösseren Notbremse greifen... und das macht er immer wieder. Bis Ihr entweder dazulernt oder er es nicht mehr kompensieren kann. Deshalb ist die heutige Büroarbeitswelt mit ihrer Digitalisierung und der damit einhergehenden Grenzenlosigkeit halt auch oft tödlich. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitee Panikattacken und andere Angstst&oulm;rungen loswerden von klaus Bernhardt.

Bei mir haben die Panikattacken erst die Medikamente in der Psychiatrie ausgelöst und mein Hirn, das derzeit einfach wieder ins gesunde Lot kommen will. Heut nacht hat ich wieder eine. Sie war milder als bisher und ich hab sie halt wahrgenommen. Warum die jetzt kam, weiss ich nicht. Vielleicht waren die zwei Sozialkontakte diese Woche (je 1 Stunde) doch schon zuviel.

Immerhin lässt die Heftigkeit nach und das ist schon mal ein gutes Zeichen. Ich finde sie auch nimemr schlimm. Ich warte halt ab und fülle meine Gedanken mit sinnvollen Dingen. Anstatt mit Verschlimmerungsgedanken. Aks Kind war das nicht so einfach, weil meine Umwelt komplett inkompatibel mit meinem Hirn war und ich mir nicht einmal dessen bewusst war und es mir und meinen Eltern auch nie jemand gesagt hat. Eine Verkettung von unglücklichen Umständen. Des is fei a ned grod as gsündeste.

D.h. ich bin ein wandelndes Tabu (Anomalie) und da keiner über Tabus und Anomalien spricht, übersehen die meisten, dass sie selber eins sind. Bis es sie derbröselt. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Aber immerhin hab ich dann eine gemeinsame Sichtweise mit Euch und kann an Euch andocken. Denn Krankheit oder Behinderung sind die Sichtweisen, die mich mit Menschen, die mich verstehen können, verbindet.

Weil gemeinsames Leid verbindet und dadurch sind wir auch in Freude und beim Witzeerzählen miteinander verbunden. Das sind die Menschen, die aus der Norm gefallen sind (offiell) und die haben dann Zeit, weil sie die Rennerei, die mit unser aller Gehirn inkompatibel ist nicht mehr mitmachen brauchen. Und as wollen sie auch nimmer.

Sprich: Menschen, die sich über ihre Gesundheit sorgen, sind mit mir nicht kompatibel. Erst die, denen alles wurschd ist. Das hab ich jetzt gelernt.

Und den ich-habe-keine-Zeit-Syndromern antworte ich, wenn sie mich als Kotztüte oder Psychotherapeuten benutzen wollen, mit dem das-ist-mir-zu-anstrengend-Syndrom. Dann sind sie irritiert und beleidigt, weil sie mein Gefühl persönlich nehmen. Mir ist das wurschd. Ich denke, ich tu ihnen damit einen Gefallen, weil ich das Problem, das sie haben und von dem sie mir erzählen und mit dem sie mich belasten wollen, an sie zurückgebe.

Ich fungiere also als Scrum-Master des Leben. Ich tu also as, was aus meiner Sicht gerade notwendig ist.
Jetzt bin ich mal dran!

Und ich bin sicher: das werdet Ihr ich-habe-keine-Zeit-Syndromer auch noch lernen.

Wenn keiner mehr in die Norm passt, dann sollten wir sie doch bitte endlich abschaffen. Das würde uns allen das Leben erheblich erleichtern und entleiden. Entlitten... ist besser als entglitten....

Hmm... ich dachte ja ich hab zuviel Sozialcontakte gehabt. Jetzt sagt mein Bauch, ich hab zuviele von den falschen gehabt. Weil ich heut wieder den Einsamkeitsblues habe. Ich bin ja gern allein. Und ich hab das nach der Überdosis Psychiatrie auch gebraucht.

Ich hab mich immer nach Menschen gesehnt, die Zeit für mich haben. Mit denen ich die Spiele spielen kann, die mir Spass machen. Und nicht immer nur die Spiele von den anderen bzw. Spiele, die uns gemeinsam Spass machen...

Spezialinteressen halt. Austausch von Wissen und gemeinsames Experimentieren und Forschen. Diskutieren, Sichtweisen ausgleichen. Das wünsch ich mir.

Danach sehne ich mich mein Leben lang. Hat einer von Euch Zeit und Lust? Das will ich auch endlich mal haben. Das wünsch ich mir am allermeisten.

Der Wetterumschwung scheint auf meinen Neurotransmitterhaushalt zu drücken und jetzt bin ich traurig. Obwohl ich heut schon telefoniert habe. Und das war schön. Aber mir war das zu wenig.

Ja, klar, meine Mama und meine Schwester sind auch da. Aber das allein reicht mir anscheinend nicht. Ihr wollt ja auch nicht nur mit Euren Eltern und Geschwistern rumhocken... Das ist mir heut erst klargeworden. Und deshalb schreib ich das mal hier. Vielleicht muss ich auch erst noch die richtige Dosis herausfinden. Derzeit fehlt mir Energie.

Und mir ist klar geworden, dass Energie von anderen ja auch Ideen, Blödeln und Spass ist und das befeuert wiederum meine Kreativität, mein Hirn und dessen Ideenreichtum. Also wir stecken uns nur mit Ideen und Innovationen und Spass an, wenn wir miteinander spielen.

Und deshalb ist es derzeit mit meiner Zeichnerei ned weit her. Da kommt nicht viel. Weil mir der Input fehlt. Der Anreiz. Die Spannung. Der Nervenkitzel. Das Kribbeln... die Neugier... die Blödelei und der Spass... die Kindlichkeit und das Kindische... der Spieltrieb...

Jetzt hab ich soviel Energie im Lauf meines Lebens in andere Menschen investiert, sie eingeladen mit mir zu spielen. Den Mut aufgebracht.. und es ist immer noch niemand da... bzw. nur wenige... Was soll ich denn noch machen? Wann kommt Ihr denn endlich mal in die Gänge? Ich kann nicht mehr. Ich brauch Euch JETZT! Nicht irgendwann, wenn Ihr mal Urlaub, Rente oder grad sonstwie Zeit habt...

So.. jetzt mal ich einen Spinnen-Comic weil eine kleine Spinne an der Haustür mich inspieriert hat. Die hat mich auch etwas aufgemuntert. Also ich bräuchte jetzt mal Dopamin und einige Neurotransmitter von Euch... wirkt doch bitte mal sozial ansteckend auf mich... und gebt mir etwas von Eurer überschüssigen Energie, Spielfreude, Neugier und Tatkraft...

Kann doch nicht sein, dass die keiner von Euch mehr hat! Oder traut Ihr Euch nicht? So ging es mir als Kind immer. Und deshalb hab ich nur zugeschaut. Jetzt hab ich Euch schon eingeladen. Mehr kann ich jetzt wirklich nicht mehr machen. Zu mir fehlt mir die Energie. Ein paar Traubenzucker hab ich heut schon gelutscht. Und deswegen bin ich heut nacht auch etwas in dieses Loch gerutscht. Weil mein Umfeld immer noch nicht zu mir passt. Das hätt ich jetzt nicht gedacht. Ich bin halt immer noch nicht besonders gut auf meine Intuition zu hören. Euch geht es doch auch nicht anders. Das krieg ich schon noch hin. Und Ihr auch.

Energieräuber kann ich grad nicht gebrauchen. Mein Akku ist nämlich schon leer. Diesmal brauch ich die Energie von Euch.

Hab das heut auch schon probiert. Aber da hatte der Nachbar, dem ich letztes mal lange (bestimmt ne Stunde oder länger) zugehört hatte und für den ich mir Zeit genommen habe, keine Zeit. Immer wenn ich denke, jetzt hab ich jemanden gefunden, der dann auch mal Zeit für mich hat, wenn ich Energie brauche, ist immer noch keiner da. Das ist eine sehr einseitige Angelegenheit. Das find ich doof. Das ist genau wie auf Arbeit. Hmpf... Immer dasselbe Muster. Nur mit anderen Leuten. Schön ist das nicht. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Immer nur über die eigenen Krankheiten reden ist ja auch langweilig bzw. wenn will ich auch mal die andere Perspektive zu hören oder zu sehen bekommen. Und genau die Leut hamm das ich-habe-keine-Zeit-Syndrom. Und genau die sind die, die ich spannend finde.

Ihr merkt ich bin etwas in die Jammerphase abgerutscht. Ich bin ein bisschen traurig. Das liegt halt daran, dass mir da Energie fehlt. Jetzt hab ich soviel investiert und es kommt kaum was zurück. Das hat ich mir irgendwie anders vorgestellt. Ich dachte, eine Hand wäscht die andere. Quid pro Quo. Ich will doch einfach nur Spass mit Euch haben.

Anscheinend braucht man ein Alibi, wenn man Zeit mit sich verbringen will. Eine Frau mit Hund hat mir das gesagt. Sie hatte als Kind einen Hund und jetzt wieder und das ist ihre Zeit.

Also darf man heutzutage nicht nix machen. Das mach ich gern. Weil ich das brauche.

Hm... wie löst man nun das Problem, wenn man nicht in die Arbeitswelt passt, weil man anders ist, andererseits aber bei Forschungsprojekten mitspielen möchte und Spass haben möchte? Ich habe nicht die leiseste Ahnung.... Ihr vielleicht?

Hmm... also wenn ich zu schnell unterwegs war und dauernd mit neuen Sichweisen meine Leistung gesteigert habe, dann hab ich ja immer mehr Dopamin gebraucht... dann könnten das jetzt einfach Entzugserscheinungen sein.... Das würde passen. Mit Bewegung kann ich das hinkriegen... okay und neuen Zielen. Und dann alles mal langsamer angehen. Vielleicht können wir deshalb nicht mehr abschalten und ohne Arbeit auskommen und ohne an andere zu denken.... Meine innere Unruhe würde dazu passen und das von letzter Nacht auch.

Ob das auch die Coronaproblematik verschärft? Weil der Verzicht auf Kontakte auch Entzugserscheinungen auslöst? Wow. Aber logisch wär das schon.

Vielleicht sind das auch noch die Nachwirkungen vom Medikament Tavor, auf das ich auch übersensibel reagiere. Okay, das krieg ich jetzt auch noch hin. Dann sind es nicht zu wenig Kontakte. Was da ned alles zusammenkommt. Des is fei a ned grod as gsündeste. Des schaff mer a nu!

Heute hab ich mal ein Experiment gemacht. Ich hab derzeit einfach die Schnauze voll von Menschen. Ich hab mein Vertrauen in sie verloren. Ist ja kein Wunder. Euch ginge es sicher ähnlich. Rein logisch kann ich zwar verstehen warum Menschen so handeln bzw. nicht handeln, aber das Verständnis dafür fehlt mir. Ich geb die Hoffnung jetzt auf, dass irgendwer mal aus der Vergangenheit was lernt. Dafür ist ja keine Zeit. Und mir ist meine jetzt zu schade. Ich hab keine Lust mehr.

Also hab ich heut mal alle Menschen um mich rum ignoriert. Viele davon hab ich immer freundlich gegrüsst. Auch wenn sie schlecht drauf waren. Denn genau dann, braucht man einen Gruss am nötigsten. Tja.. die Nachbarin, die ich immer grüsse, hat kein Wort für mich übrig gehabt. Anscheinend ist die Mitmenschlichkeit nicht mehr in der Normwelt vorgesehen.

Das war sehr ernüchternd. Dafür kann ich mich an der Natur erfreuen. Die ist immer für mich da. Und wenn es mir schlecht geth wie zur Zeit, dann heitert sie mich auf. Denn sie spürt das. Ob das der Hund oder die Katze oder die Brennesseln sind, denen ich begegne. Sie schenken mir Wärme, Vertrauen und Verst&aumL;ndnis und Liebe.

Von Menschen kann ich das nicht behaupten. Die scheinen im Betriebsblindheitsmodus unterwegs zu sein. Das ist wohl jetzt modern oder in oder die Norm. Ich find das nur eins: traurig.

Heute war eine Dame von der Betreuungsstelle da und wollte uns kontrollieren. Auch wieder gut gemeint. Ob wir denn als Behinderten-WG so zurechtkommen. Die Hilfe, die wir bräuchten, könnte sie uns garn icht geben, weil sie zu viele Menschen zu betreuen haben. Also verzichten wir drauf. Denn was will ich mit einer Hilfe , die mir nix nützt und wir helfen uns gegenseitig.

Schon komisch... ich dachte diese Hilfen w&aumL;ren genau für so Leut wie uns gedacht. Wenn sie dann nicht funktionieren, fällt Euch das gar nicht auf? Wenn die Betreuten immer mehr werden, ist das doch ein Zeichen dafür, dass die Krückenhilfe nicht funktioniert. Wenn sie zur Dauereinrichtung wird. Dann zeigt das doch, dass man das Laufen nicht weider gelernt hat.

Wir greifen also zu dem sich für uns bewährten Spruch: Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott.

Auf den kann ich mich wenigstens verlassen. Bei Menschen ausserhalb meiner engeren FAmilie hab ich die Erfahrung gemacht, dass man bei den Menschen eher verlassen ist.

Verstehen tu ich das ganze nicht. Und es ist mir auch egal. Jetzt will ich nur noch das machen, was ich will. Und mir ein Umfeld schaffen, in dem ich sicher vor solchen komischen menschlichen Gut-gemeint-Überraschungen bin. Denn die haben bei mir erheblichen Schaden angerichtet. Ich bin zutiefst traumatisiert. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Und wenn ich mal ein sicheres Umfeld hab und vor solchen Überraschungen geschützt bin, dann kann ich auch endlich heilen. Auf meine Weise. Und das ist mein nächstes Projekt. Projekt Sandra. Und allen unnötigen Ballast nehm ich da nicht mit hin.

Wer von sich aus kommt (aber niht als Energiesauger) , der ist nach wie vor willkommen. Und auf alle anderen kann ich verzichten. Eine Frau meinte neulich , ich soll weiter so offen bleiben. Offen, damit sie ihren Ballast bei mir abwerfen kann. Nein danke. Sucht Euch bitte einen Therapeuten. Der bekommt dann wenigstens Schmerzensgeld dafür. Und das ist dann auch ein Profi und kein Amateur.

Ein Amateur liebt was er tut... bei einem Profi bin ich mir oft nicht mehr so sicher ...
Ade erstmal. Ich kümmer mich jetzt um mich und die meinen. Die da sind und da waren, als ich mal jemanden gebraucht habe. So trennt sich die Spreu vom Weizen. Und auch damit hab ich wieder viel neues gelernt. Denn dann hab ich zukünftig wieder viel mehr Energie für mich und meine Freunde und die Dinge, die mir Spass machen. Und mehr Spass und Freude hab ich dann auch. Und des is fei des allergsündeste...

Uff! Noch eins Druff!

Am Montag kam unangekündigter Besuch vom Betreuungsdienst. Ich dachte das Thema wär erledigt.

Meine Mama und mich hat das ganze sehr aufgeregt, weil es die Wunden, die gerade zu heilen begonnen hatten, wieder aufgerissen hat.

Ich weiss, das ganze ist gut gemeint. Allerdings nicht mit uns kompatibel. Warum?

Weil unsere Sichtweise , unsere Erfahrung, unsere schmerzhaften Erlebnisse immer noch nicht von der Besucherin gesehen wurden!

Im Gegenteil, sie kann nur ihre Sicht sehen! Obwohl ich jetzt diverse mal unsere Sicht erklärt habe.

Was der Besuch bezwecken sollte, weiss ich nicht. Meine Mama hat diverse male nachgefragt, doch ausser ein Herumgedruckse kam nix dabei heraus. Und dann kam ein : zur Kontrolle.

Das sagte der Arzt im Krankenhaus auch, der mein Blut abgezapft hat. Bis der Schmerz der Abzapferei meines übersensiblen Nervensystems wieder nachgelassen hatte, war ein ganzer Tag vergangen. Da will jemand kontrollieren, ob mein Blut seine Arbeit macht.

Wie verhaltet Ihr Euch wenn Ihr kontrolliert werdet? Steigert das Eure Begeisterung und Motivation? Also bei mir nicht. Und ich nehme daher an, dass es bei meinem Blut nur deshalb so war, weil ich das sehr komisch fand und einen Comic darüber gezeichnet habe.

Das unangemeldete überfallartige Eindringen in meine Sicherheitszone, meine Homebase konnten weder Mama, meine Schwester noch ich mit Begeisterung aufnehmen. In der Folge bekam ich abends wieder Panikattacken und Albträume und meine Mama Herzryhthmusstörungen. Denn das ganze hat uns sehr aufgeregt. Weil die Dame unsere Sicht nicht wahrhaben wollte und immer mit ihrer überbügelte!

Jetzt hab ich doch soviel Zeit da reininvestiert und versucht es ihnen zu erklären! Und dann kommt wieder jemand anderes (die schiere Masse an Menschen, die in einem solchen Prozess integriert ist , ist unglaublich und verkompliziert alles noch, auch weil sie aufgrund des ich-habe-keine-Zeit-Syndroms nicht miteinander reden!!! D.h. ich muss jedem einzelnen alles 100 mal erzählen! Weil das Gehirn erst durch Wiederholung lernt.

Diesmal war aber eins anders. Meine Mama teilte meine Sichtweise. Es stand 2 : 1. Und anscheinend wirkte dies. Denn ich identifizierte Verwirrung bei der Dame.

Dabei blieb es jedoch. Ich sagte ihr, dass mich das alles traumatisiert hat. Meine Mama erklärte, dass sie im Krankenhaus in der Notaufnahme sich gefühlt hatte, als wäre sie der letzte Dreck und ich auch. Sie ist immer noch fassungslos und entsetzt und wohl auch zutiefst traumatisiert von dem, was da abgegangen und wie mit uns umgegangen worden ist.

Und das Gegenüber reagiert mit Unverständnis, weil doch alles sehr effizient und geplant und gut gemeint funktioniert hat. Dass das ganze uns Schaden hinzugefügt hat, mussten wir Ihr erneut mehrere male bewusst machen. Ich weiss jedoch nicht, ob es diesmal angekommen ist. Das ist sehr frustrierend und verstärkt den Schmerz.

Sie versteht nicht, dass nicht wir das Problem sind, sondern die Gesamtsituation, die nicht zu uns passt und auch nicht zu ihr. Alle , die in diesem Prozess und der Prozesskette eingebudnen sind, werden zu Kollateralschäden, obwohl alle versuchen alles richtig zu machen.

Das Thema, dass ich dafür bezahlen soll, sah sie nur aus dem Blickwinkel, dass wer über Vermögen verfügt, ja für solche "Leistungen" zahlen soll. Sie sah also nur den solidarischen Aspekt.

Dass ich unschuldig gegen meinen Willen eingesperrt wurde und jetzt krank und arbeitsunfähig und zutiefst traumatisiert, entsetzt, erschrocken und von allen Menschen enttäuscht und zutiefst misstrauisch bin und jetzt auch noch dafür bezahlen soll, das musste ich ihr erst erklären.

Sie guckte komisch. Anders. Und wurde still. Ich glaube, sie wusste nicht mehr was sie drauf sagen sollte.

Das ist schon schräg, ein System, dass Dir helfen will, Dich aber jedes mal so fertig macht, dass Du weitere Gesundheitsstörungen entwickelst. Naja gut, wenn sie so weitermachen, dann hat sich das Thema Betreuung auch erledigt. Denn wenn wir tot sind, dann brauchen sie sich auch nimmer um uns kümmern.

Dann sagte ich Ihr nochmals welche konkrete Hilfe ich nach der Klinik als ich zu nichts fähig war , in dem Moment gebraucht hätte. Jemandne, der sich mit mir um meine Atteste kümmert (und der meine Mama entlastet, die ja mit meiner Schwester genug zu tun hat) , also zum Arzt mitgeht und aufpasst, dass ich nix vergesse (mit einem HIrn, dass sich nix merken kann, ist das nämlich sehr schwer und mit Gedächtnisschwund von 1 Monat auch).

Und jemandem, der mir hilft Formulare auszufüllen oder halt eien Termin bei derartigen Stellen macht, die einem dabei helfen und mitgeht. Die gibt es ja. Also sprich: Koordination mit anderen Stellen, Vernetzung. Wie unser Handwerker mit dem Gerüstbauer oder mit dem Elektriker. Da mussten wir uns bei der Fassadenrenovierung auch nicht selber drum kümmern.

Sie hat mir erklärt, dass die Betreuer so ausgelastet sind, dass sie keine praktische Hilfe bieten können. Nur alle 4 Wochen einen Besuch. Wie das dann was helfen soll, ist mir ein Rätsel. Denn nach 4 Wochen ist es für einige Dinge zu spät (Atteste für's Krankengeld müssen ja lückenlos sein und wenn ich das nicht hinbekomme, habe ich noch grössere Probleme als vorher) und bis dahin bin ich ja hoffentlich wieder besser auf dem Damm, dass ich wieder selbsständiger bin.

Tja, ich könnte auch weiter sein, wenn mich die Gut-Gemeintheit dieser Helfersyndromsysteme nicht immer wieder mit ihrem Unerständnis für meine Sichtweise und der daraus resultierenden Hürden wieder meilenweit zurückwerfen w&uumL;rde!

Versteht mich doch endlich! Ich hab doch die Erfahrung! Ich weiss doch, was ich brauche! Ich kann es nur derzeit nicht selber machen!

Auf diese Weise hat mich also ein System, das mir helfen will wieder um 47 Jahre zurückgeworfen, zumindest mein Nervensystem. Die Erfahrungen sind mir geblieben. Allerdings auch die Verzweiflung weil die MItarbeiter in diesen Systemen nicht nur keine GEschenke (BEstechung) annehmen dürfen, sondern auch keine Vernunft! Sie nehmen auch meine Sichtweise nicht an! Und damit nehmen sich mich als Person und meine ERfahrungen nicht an!

Wie wollen Sie mir dann helfen? Wie soll ich da heilen? Denn zu Salutogenese gehört, dass ich verstanden werde und die Dinge, die passieren verstehe.

Immerhin hat sie mir erzählt, dass ich Akteneinsicht beim Amtsgericht beantragen kann, damit ich herausfinden und verstehen kann, was im Krankenhaus und im Krankenwagen passiert ist. was haben die mit mir gemacht? Was genau ist da abgelaufen? Erst dann kann ich verstehen und die Dinge zumindest für mich verarbeiten.

Ich will niemanden verklagen. Ich weiss, dass jedern in guter Absicht gehandelt hat. Ich finde es schade, dass ich anscheinend der einzige bin, der daraus lernen will.

Für andere scheine ich nur ein Fall und kein Mensch zu sein. Jemand, der anders ist. Eine Anomalie. Und die entspricht nicht der Norm und deshalb bin und bleibe ich ein Tabu. Und damit bleibt meine Situation genauso verzwickt wie immer. Nicht, weil ich nicht dazulerne... das kann ich. Ich leide darunter, dass die anderen nicht dazulernen.

IN einer Gesellschaft, die verlernt hat, da hinzugucken wo der Schmerz sitzt und ihn nur schnellstmöglichst betäuben will, ist das kein Wunder.

Allerdings bin ich doch sehr enttäuscht, weil ich es immer wieder versuche anderen meine Sichtweise zu zeigen, sie mich nicht mal ausreden lassen und im nächsten Atemzug mit ihren Sichtweisen überschütten!

Ich soll also für alles Verständnis haben, selbst wenn es mich fast umbringt!?!? Wenn ich selbst bedroht bin, dann ist mein Gehirn da aber ganz anderer Meinung!!! Und Eures auch, wenn es Euch betrifft! Und wenn Ihr so weiter macht, wird das nicht mehr lange dauern.

Dafür fehlt mir und meinem Gehirn und meinem Instinkt und meiner Intuition jedwedes Verständnis.

Also bleibt mir solange die sogenannte Norm lieber weiterhin in Ihr Verderben rennt und mir das Leben weiterhin zur Hölle der Liebe aus Gutgemeintheit macht, nur eines übrig: Mich dem Schmerz zu stellen, gucken, wo ich was ändern kann und zu tun, was meine Intuition sagt und mit gutem Beispiel voranzugehen.

Und genau das hab ich hiermit grad getan. Mehr kann ich nicht machen. Mehr liegt nicht in meiner Hand. Bis jetzt hat es ja auch funktioinert. Ich lebe noch. Trotz einem Schlaganfall, der übersehen worden ist.

Schon schräg: der Schlaganfall meiner Schwester lief genauso ab, wie bei mir. Das Ergebnis ist nicht besser ausgefallen. Was sich verändert hat, ist, dass durch die gesteigerte Effiizenz der einzelnen Prozesse in der Prozess-kette noch mehr Kollateral-Schaden in noch schnellerer Zeit angerichtet worden ist. Weil keiner mit dem anderen redet und die Sichtweisen nicht ausgetauscht werden und keiner aus den Anomalien lernt.

Dann machen wir das halt wie immer und machen das selber. Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott. Also ich für meinen Teil habe also wieder gelernt, dass es nicht funktioniert. Es war sogar die schlimmste Erfahrung meines bisherigen Lebens. Und das will was heissen, denn ich bin Mobbing gewohnt.

Das gute daran ist, unser Gehirn schützt uns während dieser Gefahrensituation davor, das mitzubekommen. Das kommt erst hinterher. Und wenn man wie ich sowas gewohnt ist, dann fällt es einem gar nicht mal so sehr auf. Erst wenn die Profis (Ärzte und Bekannte, denen man davon erzählt mit Bestürzung reagieren) und einem plötzlich alle noch mehr helfen wollen.

Ich werde also die HIlfe der Ärzte dazu benutzen mich vor dem Gesundheitssystem zu schützen. Des is fei a ned grod as gsündeste. Und dazu isses doch gar ned gedacht. Aber ich brauch des so, weil ich gern überleben däd und mein Hirn sieht des genauso.

Also mein Instinkt, meine Intuition (Bauchgef&uumL;hl, Herz) und Hirn (Logik, präfronteraler Kortex) sind sich da einig. Hmmm.. die heilige Dreifaltigkeit besteht ja auch aus Geist, Hirn und Herz. Ist das ein Zufall? Naja, ich glaub nicht an Zufälle. Das wird schon alles so seinen Sinn haben ;-)

In diesem Sinne habe ich heute nochmal meine Wutenergie transformiert und eine Mail an die Dame, die uns heimgesucht hat, geschrieben und den Kontrolleur, der guckt ob die Betreuerin ihre Arbeit richtig macht und Ihnen das nochmal erklärt. Ich hoffe, es hilft was. Wiederholung setzt sich im Hirn fest.

Bisher hab ich noch keinerlei positive Rückmeldung. Das kann dauern, bis das Hirn das verarbeitet hat. Und ob es dann ankommt, weil die Sichtweisen genau entgegengesetzt sind, das weiss ich nicht und das liegt auch nicht in meiner Hand und meiner Verantwortung. Ich kann nur mein Bestes tun. Und das hab ich schon immer so gemacht. Und mit gutem Beispiel vorangehen.

Ich habe also Akteneinsicht beim Gericht beantragt, damit ich verstehen kann, was im Rettungswagen und im Krankenhaus mit mir passiert ist. Ich habe einen Blackout. Wahrscheinlich will mich mein Hirn vor noch schlimmeren schützen. Allerdings ist die Gefahr ja jetzt vorbei und zur Verarbeitung der Dinge, muss ich sie verstehen. Und dazu muss ich erstmal wissen, was passiert ist. Und wenn ich das weiss, dann kann ich verstehen warum udn wie das ganze so eskalieren konnte. Und dann kann ich versuchen Gegenmassnahmen mit meinem Arzt einzuleiten, dass mir sowas nicht nochmal passiert. Also ich kann daraus lernen.

Und ich würde mir wünschen, die anderen Beteiligten würden dies auch tun. aber das liegt halt nicht in meiner Hand sondern in deren Verantwortung.

So. das war mir jetzt wichtig. Ich hoffe, irgendwer liest das und lernt daraus. Bei Fragen könnt Ihr mich gerne anrufen oder mir eine Mail schicken. Findet Ihr beides im Impressum.

Mir ist halt wichtig, dass Ihr alle wisst: es gibt keinen Schuldigen! Das ist ein Systemproblem! Das kann man nur gemeinsam lösen. Indem man sich Zeit nimmt und darüber nachdenkt und die Probleme wieder an denjenigen zurückdelegiert, der es hat. Dann kehrt man den Prozess nämlich um und er wird einfacher und nicht noch komplizierter. Und das fände nicht nur mein Gehirn aus effizienzgründen sehr schön. Sondern auch Eures. Denn was mir passiert ist, kann jederzeit Euch passieren, wenn Ihr Euer Gehirn aus dem falsch verstandenem Effizienzdenken falsch benutzt und die Dinge weiter verkompliziert und neue gesellschaftliche Krücken und Workarounds schafft.

Also in diesem Sinne: ich meins wirklich nur gut mit Euch! Und ich hab mir die Zeit genommen und darüber nachgedacht. Ich leide nicht am ich-habe-keine-Zeit-Syndrom. Ich guck dahin wo es wehtut, denn sonst hätte ich den Schlaganfall mit Sicherheit nicht überlebt.

Heute Hmm... also ich weiss jetzt dass es so viele Sichtweisen wie Menschen auf ein und dieselbe Sache, Ereignis gibt. Und nicht nur eine. Also ich kann verstehen, dass es viele Sichtweisen nebeneinander gibt und die alle ihre Berechtigung haben.

Wenn jemand anderer Meinung ist als ich, ist das also vollkommen okay. Deswegen muss ich meine Meinung aber noch lange nicht ändern, ausser der andere hat gute Argumente, die ich nachvollziehen und verstehen kann.

Und beim anderen ist es genauso.

Mein Problem ist allerdings, dass mir die Sichtweisen von anderen zum Verhängnis werden, weil sie meine Meinung nicht kennen, ich sie in diesem Moment auch nicht sagen kann (weil ich gar nicht merke, dass ich grad in der Bredouille stecke, unverschuldet) und auch oft keine Chance bekomme, diese hinterher nachzureichen.

Also lande ich immer durch meine Art für die ich ja nix kann, in Situationen, die für mich alles andere als gut sind. Wie kann ich das denn zukünftig verhindern? Das ist nämlich sehr schmerzhaft und frustrierend.

Es wär halt schön, wenn jemand, der mich nicht kennt, auch nach meiner Sichtweise fragt und sie auch anerkennt und nicht meint, dass er, sie es schon besser wüsste.

Aufgrund dieser schmerzhaften Erfahrungen (Mobbingeritis und Co) reagiert meine Amygdala halt auf andere Sichtweisen mit Verteidigung. Weil sie die Erfahrung gemacht hat, dass das Gefahr bedeutet. Das hat sie gelernt. Und die Erfahrung und die aktuellen Ereignisse geben ihr ja auch recht.

Wie komm ich aus der Nummer jemals raus?

Hmm.. indem ich ein Umfeld aufbaue, mir schaffe, in dem ich das den Menschen sage, die mich umgeben und ihnen sage, was ich brauche, bevor ich missverstanden werde. D.h. ich muss mir mein sicheres Umfeld erstmal selber schaffen und zwar bevor ich wieder in die Bredouille komme.

Das kann ich aber auch nur mit Menschen, die ich kenne und die mich schon kennen, wo der Kontakt funktioniert und die Chemie stimmt. Wenn ich dann doch mal wieder mit unbekannten Menschen zu tun habe, dann kann ich das trotzdem nicht verhindern. Denn auch in der Psychiatrie hab ich ja die Namen udn Kontaktdaten von Menschen genannt, die mich kennen. Und auf die Meinung meiner Mama hat ja auch keiner gehört.

Also gibt es dafür überhaupt eine Lösung?

D.h. ich muss das Gesundheitssystem dazu benutzen, um mich davor zu schützen und vor Menschen, die es gut mit mir meinen, mich aber nicht kennen.

Wie macht man das? Ich bin gespannt. Und ob es funktioniert auch. Das wird mein neues Abenteuer. Und dabei brauch ich die Hilfe von Ärzten und Therapeuten, weil die ja wissen wie das in dem Geshundheitssystem funktioniert. Weil ich genau das auch wieder nicht verstehe. Weil es nicht logisch ist.

Zu wenig Energie um jetzt was anzufangen...
Warum heisst es eigentlich Papagei und nicht Mamagei? Gibt es auch ein Kindagei? Osterei gibt's ja auch...

Hmm... also ich hab jetzt den Weg zu den Gefühlen über den Umweg über den präfronteralen Kortex gefunden. Deswegen bin ich aber auch nicht besser geworden, sie zu erkennen.

Angst ist halt ein mumlmiges Gefühl im Bauch. Einem ist schlecht. Und das hab ich jetzt abwechselnd mit Schmerzphasen. Je nachdem was jetzt grad stärker ist und sich durchsetzt.

Und dann kommt noch eine Prise Enttäuschung und Verzweiflung hinzu. Da tropt es dann aus den Augen. Das nervt mich dann wieder, weil danach die Nase verstopft ist.

Wie schlimm das alles war,ist mir erst am Montag klargeworden. Weil ich da mitbekommen hab, dass meine Mama immer noch schockiert ist. Die war ja teilweise dabei und hat einiges mitbekommen. So hatte ich das noch gar nicht wahrgenommen. Denn bei Schock schützt einen ja das autonome Nervensystem. Anscheinend bin ich in diesem Modus immer unterwegs. Deshalb hab ich die Mobbingeritis erst Jahrzehntelang später mitbekommen. Denn so ein Schock schützt einen davor, das in dem Moment wahrzunehmen. Angst ist also für unser Überleben überlebensnotwendig.

Guckt Ihr Schwester Betty? Mein Rudel guckt das gern, weil da alles gut ausgeht. Bei uns eher ned. Und dann ist so ein Happy End auch mal ganz schön. Da ging es um ein kleines Mädchen, dass keinen Schmerz empfinden kann. Und dann sagte die schlaue Betty, dass das so ist, dass die körpereigene Alarmanlage defekt ist und nicht funktioniert.

Wenn Ihr das so betrachtet, dann ist es bei mir genau umgekehrt. Meine Alarmanlage ist immer an! Schon seit meiner Entstehung, weil meine Mama ja auch schon soviel zu kämpfen hatte. Damit wurschtelt sich der Fötus dann durch ein überlebensfeindliches Umfeld. Wenn so ein Fötus wüsste, dass das erst der Anfang war , vielleicht würd er sich die ganze Mühe dann sparen...

Obwohl ... es gibt ja auch schönes in der Welt. Von den Menschen hab ich derzeit die Schnauze voll. Dafür hab ich heut früh ein Eichelhäherpärchen gesehen. Die sind schön. Die haben blaue Federn und sind die Gärtner vom lieben Gott. Die sorgen nämlich für die Verbreitung von Eicheln und damit für das Nachwachsen von Bäumen.

Und die Spatzen als Clowns der Natur finde ich auch lustig. Die gibt es immer im Rudel. Okay, bei Vögeln heisst es ja schwarm. Die sind schon schwarmitnelligent. Menschen müssen das wohl erst lernen.

Und da hält sich der Mensch für die Krone der Schöpfung. Na ich weiss ja ned.

Neulich hab ich für meine Bekannte im Buchladen ein Buch bestellt gehabt und ich hab gefragt, ob sie es auch als Weihnachtsgeschenk ausliefern. Das haben sie dann gemacht.

Sie hat mich gefragt, wo denn die Bekannte wohnt und ich hatte im Kopf Etzelskirchen (sie aber nicht und ich hab auch nicht drangedacht, dass sie das gar ned wissen kann) und hab gsachd, am Briefkasten nauf. Da war sie sehr verwirrt. Das ist mir erst später gekommen, dass sie das ja nicht wissen kann. Genau das ist auch ein autistisches Problem: ich denk und hab ein Bild vor mir und mir ist nicht klar, dass der andere dieses Bild ned hat.

Ich glaub aber, dass Euch das auch so geht.

Meine Bekannte hat eine sehr laute und schrille Stimme (angespanntes Nervensystem) und die Dame im Laden kannte sie schon und die Stimme ist ihr unangenehm. Da hab ich ihr erklärt, dass sie so laut redet, weil sie schlecht hört. Und dass aus dem Grund die alten schwerhörigen Frauen in der Kirche immer am lautesten und am falschesten singen.

Als ich klein war, hat mich meine Oma jeden Sonntag in die Kirche geschleppt. Das fand ich furchtbar. Weil ich da immer so Zeug anziehen musste, was kratzte und juckte. Was feines halt. Ich glaub dem lieben Gott ist wurschd was mer anhat. Dem kommt es eher auf die inneren Werte an. Der weiss ja auch warum ich sowas ned anziehen kann.

Und ich glaub, wer den lieben Gott ned in seinem Herzen dabei hat, der nimmt ihn auch ned mit in die Kirch. Und wenn er eh da ist, wo ich hingeh, dann brauch ich auch ned in der kalten Kirche mit all den vielen Leuten und vielen Reizen und den unangenehmen Gerüchen, vo n denen mir schlecht wird neigeh. Dann find ich ihn nämlich im Wald, da ist ja auch seine Schöpfung. Und ausserdem in jedem Lebewesen, das mir begegnet. In jeder Energieform. Also auch in dem was Menschen machen. Also auch im täglichen Brot vom Bäcker oder der Wurschd vom Metzger.

Und irgendwann ist es dann in Mode gekommen, dass sich alle Menschen in der Kirche am Ende des Gottesdienstes die Hand geben! Uagh!!!! Meine Amygdala im Schockmodus ist im Modus: das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten.

Also war sogar das, was für andere Menschen der Himmel auf Erden in Form des Gotteshauses ist, die Hölle. Seht Ihr? Alles eine Frage der Perspektive.

Das Problem ist halt , dass bei mir alles andersrum ist. Ich hab kein Problem damit mich meinem Schmerz oder der Angst zu stellen, denn ich muss das ja , weil ich am Rande des autonomen Nervensystems balanciere. Schon immer. Und wenn ich ein klein wenig aus der Balance gerate, dann gerate ich in extreme Schwierigkeiten. Damit kann ich umgehen. Also ich hatsche immer im Alarmmodus durch die Gegend.

Das Problem ist, dass meine Alarmanlage Eure triggert. Und dann ist das Ergebnis katastrophal. Ich bin ein wandelnder oder stolpernder Kollateralschaden. Ausser mir bekommt den auch keiner mit.

Das blöde ist, dass Eure Alarmanlage anspringt, weil Ihr Euch ned um Euren Schmerz und Angst kümmert. Also nur Symptombehandlung betreibt. So bekomme ich also Euren Schmerz auch noch obendrauf. Das ist nicht fair von Euch!

Und hinterher soll ich dann auch noch für Euch alle Verständnis haben. Dafür fehlt mir und meinem Gehirn jedes Verständnis. Versteht Ihr?

Denn ich kann sehr wohl logisch verstehen, dass jemand, der überlastet und überforert ist, seine Wut auf mir abläd und mich mobbt und mir Schaden zufügt. Aber Ihr verlangt auch noch, dass ich Verständnis dafür aufbringen soll! Das ist schon sehr seltsam. Ihr seid komisch. Allerdings nicht zum Lachen sondern zum Heulen.

Und da um mich rum solche Explosionen im minutentakt stattfinden, bleibt der Alarmmodus chronisch. Er verschärft sich also noch. Da kann ich aber nix dafür. Versucht doch mal, wenn Ihr im Schockmodus herumwackelt (wenn Ihr das dann überhaupt noch könnt!) Euch zu verteidigen und logische Argumente zu finden. Es funktioniert nicht! Weil das logische Denken ausgeschaltet ist und nur der Instinkt , die Intuition, der Überlebensinstinkt aktiv ist. Mit dem stolpere ich sehr ungrazil durch's Leben.

Meine Mama meinte vor zwei Tagen (nach dem Besuch der Helferin): Was ich mit Euch zwei schon mitgemacht hab!

Da hat sie recht. Das liegt aber nicht an uns sondern an den anderen Menschen.

Ein Beispiel gefällig? Meine Mama hat meine Schwester zum Einkaufen mitgenommen. An der kasse legt Mama allein auf und meine Schwester steht hintendran. Ein Mann plärrt von hinten: Kann Ihre Tochter nicht mithelfen?

Meine Mama irritiert und wütend: Entschuldigens amol! Mei Tochter ist halbseitig gelähmt!

Daraufhin kam keine Entschuldigung sondern nur Schweigen. Meiner Schwester sieht man die Behinderung an. Wenn man nicht blind ist und selbst dann hört man es an der Art wie sie läuft.

Um meine Schwester nicht für blöd erklären zu lassen hat meine Mama sie das Berufsschuljahr mitmachen lassen. Sie hat Blätter mit Informationen zu der Behinderung an alle Lehrer kopiert und in der Schule vorbeigebracht mit der Bitte, sie an die Lehrer zu verteilen.

Der Religionslehrer gab Ihr eine 5! Meine Schwester kann sich nix merken. Also Lerninhalte, die sie an einem Tag lernt , hat sie am nächsten Tag wieder vergessen. Weil ihr Kurzzeitgedächntis nicht funktioniert. Das weiss ich aus eigener schmerzlicher Erfahrung, weil ich ihr in der 5.ten Klasse mal ein paar Kapitel englisch in meiner ersten Begeisterung für diese Sprache beigebracht habe. Tobi , Tibby und Co... Das hat Spass gemacht!

Am nächsten Tag war ich dann sehr enttäuscht, weil sie alles wieder vergessen hatte.

Das mir das passiert als Kind kann ich ja verstehen. Ich war in der 5.ten Klasse. Ein Lehrer, der Augen im Kopf hat und im Gegensatz zu meiner Schwester ein gesundes und ganzes Gehirn sollte sowas aber wissen! Und wenn er unsicher ist, dann kann er ja aktiv fragen!

Nein, es kam sogar noch dicker. Es war glatt und meiner Mama war es auch nicht geheuer mit dem Auto zu fahren. Und deshalb hat sie meine Schwester von der Schule entschuldigen wollen, weil sie ja auch nicht gut laufen kann mit der Halbseitenlähmung. Und wenn sie hinfällt, dann kann sie sich ja nicht wie gesunde abstützen. Sie verletzt sich viel mehr. Und meine Mama kriegt sie dann auch nicht in die Höhe.

Da war die Antwort des Lehrers: Ich muss ja auch zur Schule kommen, wenn es glatt ist und schneit. Tja... der hatte offensichtlich auch einen Gehirnschaden...

Und anscheinend hat sich trotz Konzepten wie Integration nicht viel getan. Das ist unsere Erfahrung. Ihr könnt natürlich andere haben. Ich würde auch gerne mal was schönes erleben. Denn behindert ist man nicht, sondern man wird behindert.

Und wenn Integration wirklich funktionieren würde, dann bräuchte ich dieses Wort ja gar nicht mehr. Schon komisch , erst sperrt man die Leut aus und dann will man sie wieder inkludieren. Lasst sie halt einfach drin. Das geht schneller.

Update Schon komisch alle reden von Corona. Dabei gibt es in unserer Nachbarschaft einige Herzkrankheiten, 3 Krebsfälle, einen Schlaganfall und einen Todesfall. Corona hatten zwei.

Eine Nachbarin ist mir gestern begegnet und hat mir erzählt, dass sie jetzt wieder zur Chemo muss. Muss man das denn? Wer sagt denn das? Und dann hab ich Ihr gesagt, dass sie schon viel schlimmeres überstanden hat. Das hat sie wegen meiner Maske (auf die sie bestanden hat) erst nach dem 4.ten Versuch verstanden, weil ich aufgrund der Alarmanlage nur sehr leise spreche. Und dann hat sie Danke, Schatz gesagt. So hat mich noch nie jemand genannt. Das hat mich hinterher etwas verwirrt.

Und neulich als ich einem Freukannten von meinen Erlebnissen erzählte, da schrieb er mir, dass ich der liebenswerteste Mensch sei, den er je getroffen hat. Ich glaube, da gibt es viele Menschen, die anderer Meinung sind.

So etwas verwirrt mich dann auch wieder.

So... wie geh ich nun mit diesen unterschiedlichen Sichtweisen um? Ich möchte das mit dem Krankenhaus bald abhaken und will wieder in jedem Moment glücklich sein und ihn geniessen. Denn im Endeffekt sind die Beteiligten doch ziemlich arme Seelen, die sich nicht mehr anders zu helfen wussten.

Hilflose Menschen, die sich gegenseitig helfen wollen, saufen zusammen ab. Oder nacheinander. Meine Erfahrung. Vielleicht habt Ihr ja andere gemacht. Das ganze ist sicher der Überforderung geschuldet. Und dafür können sie ja auch nix. Jeder kommt mal an seine Grenzen und ist dann halt nicht mehr "nett". Das geht mir ja auch ab und zu so. Ich versuche für meinen Teil das besser an mir zu erkennen. Was mit einer Daueralarmanlage halt nicht grad einfach ist. Die übertönt halt einfach alles, wie heute die Sirene vom Polizeiauto, dass an mir vorbeirast ist.

Vielleicht spar ich mir das Lesen von dem Bericht und geb ihn einfach an einen meiner Ärzte ab. Die können das viel eher verstehen (Fachsprache) und einordnen. Mir geht es ja darum, dass sie wissen, was ich falsch gemacht habe und wo es angefangen hat, schief zu laufen. Um das zukünftig zu verhindern. Aber ich glaub ich bin dann auch zu neugierig was drinsteht und ob ich überhaupt draus schlau werde. Falls ich die Akteneinsicht auf den Antrag bekomme. Ich möchte halt einfach wissen, was passiert ist.

Wie läuft das denn so in der Psychiatrie? Das wird Euch sicher interessieren. Sowas finde ich auch sehr spannend. Und nun weiss ich es ja.

Also die Insassen tigern wie Tiere im Zoo auf den Gängen umher. Auch die Tiere beruhigen so ihr Nervensystem. Ausgang gibt es erst wenn die Ärzte es für ratsam und einen für unbedenklich halten.

Ich bekam eine halbe Stunde Ausgang am Beginn der 2.ten Woche. Da hätt ich fast nicht mehr zurückgefunden. Ich verkündete dann als ich zurückfand: Ui! Ich hab es geschafft wieder herzufinden.

Was auch dem Corona-Ein- und Ausgangskonzept geschuldet war. Und meiner Gehirnkonfiguration, die durch die Medikamente und den Gedächtnisverlust und die vorigen Erlebnisse doch noch sehr durcheinander und wirr war.

Es gibt eine Visite wie in anderen Krankenhäusern auch. Und da soll man sich dann auch auf's Bett setzen. Ich bin mal stehengeblieben, was die beiden Ärtze sehr verwirrt hat. Ich wollte halt ein Gespräch auf Augenhöhe. Dies ist jedoch meiner Erfahrung nach nicht erwünscht. Auch meiner Sichtweise der Dinge waren sie wenig aufgeschlossen. Das fand ich etwas enttäuschend aber nach meinen Erfahrungen auch nicht überraschend.

Das Essen gibt den Rahmen vor und strukturiert den Tag. Und ich durfte noch zur Ergotherapie.

Ich zeichnete dort Comics. Die Hochcpannungs-Energie meines Umfeldes musste ich in kreative Energie umwandeln. Ich transformierte sie also in positive Energie und produzierte und verarbeitete die Erlebnisse dort adhoc. Ich nahm meine Aufgabe als Transformator also wortwörtlich wahr.

Nach dem Frühstück ging es zum Fiebermessen und zur Medikamentenausgabe. Und die muss man dort auch vor den Augen der Pfleger nehmen. Das habt Ihr sicher schon im Film gesehen. Das war meinem Hirn ziemlich wurschd. Es war eh durcheinander und dann spielte die Schlumpfnasentablette und die Murmel (Vitamin D) auch keine grosse Rolle. Und Blutdruck wurde auch gemessen.

Nach den Mahlzeiten ging es auch wieder zur Medikamentenausgabe. Ich konnte mir bis zum Schluss nicht merken , wann ich was bekam. Also bin ich immer hin. Das war einfacher. Naja gut, oft hab ich es auch vergessen. Das wechselte sich wohl miteinander ab. Mein Hirn funktioniert ja heut auch noch nicht so mti dem Merken.

Meine eine Zimmergenossin, deren Wut ich spüren konnte, fragte ich , ob es ihr hilft, wenn ich zu ihr ins Bett schlupfe und sie umarme. Das bejahte sie. Ich glaube nach wie vor, dass die Menschen dort einfach jemanden brauchen, der sie versteht und ihnen zuhört und eine Umarmung anstatt Medikamente.

In dem Moment kam eine Schwester rein und sagte mir , dass es nicht erlaubt sei andere Patienten zu umarmen.

Das steht auch in meinem Befundbericht, dass ich sowas gemacht habe. Anscheinend war das ein schwerer Regelverstoss. Ich find das menschlich und hab das gebraucht. Und sie auch.

Da ich aber im Laufe des Aufenthalts sehr oft ziemlich down war, bat ich meine Mitpatienten um eine solche und bekam sie auch, wenn ich traurig war.

Einmal sogar eine 3er Gruppenumarmung. Das war mir dann doch etwas zuviel. Denn der dritte im Bunde war gar nicht eingeladen. Es war gut gemeint. Das ist halt wieder das mit den Sichtweisen.

Das Essen war gut und der ein oder andere Pfleger trieb uns regelrecht zum Essen, als wäre es das allerwichtigste vom Tag. Einige miener Mitpatienten sagen dann: Etz chill mal. Und gleichzeitig wollen die von ihren Schützlingen, dass sie chillen...

Wer ned bewusst lernen will, der lernt halt unbewusst. Evolution findet also in jedem Moment auch in uns statt. Bloss hammer des vergessen. Faszinierend.

Hmm... also ich glaub ich bin jetzt mit der Verarbeitung erstmal durch. Ich weiss ja schon seit Beginn, dass keiner mir mit Absicht schaden wollte. So wenig wie ich ihnen. Auch wenn die eine Krankenschwester da anderer Ansicht war und dies so auch Eingang in den Befundbericht gefunden hat. Aus ihrer Sicht war es auc so. Weil sie meine Sicht gar nicht kannte.

Meine Sicht hab ich dem Arzt auch im Nachgang mitgeteilt. Und er hat mir mit einer Mail geantwortet, dass er den Brief 3 x gelesen hätte. Ich weiss zwar jetzt immer noch nicht, ob er meine Sicht verstanden hat und ob es was genützt hat, weil er diese Sichtweise nicht teilt, vielleicht ist es aus seiner Sicht offensichtlich, aus meiner ist es das nicht... aber mehr kann ich nicht machen und es scheint ja doch was zu bewirken. Wenn sich jemand, der keine Zeit hat, dafür Zeit nimmt. Denn Zeit ist Wertschätzung. Für sich selber und auch für mich. Also vertrau ich halt mal drauf, dass das jetzt schon so passt. Und wenn er noch fragen hat, dann weiss er ja wo er mich findet. Der ist ja schon gross.

Die Schwester tut mir leid. Der Arzt auch. Beide sind wie wir alle wissen dauernd überlastet. Und dass da ihr Hirn wie meines in den Überlebensmodus schaltet, ist normal und für Ihr Überleben überlebensnotwendig. Also kann ich das logisch verstehen und ich kann jetzt auch Mitgefühl und Mitleid für sie haben. Sie tun mir leid. Dass sie in so einer Situation feststecken.

Deshalb hab ich mich erstens bei der Krankenschwester entschudligt, weil sie ja jemanden braucht, der sie und ihre Not sieht. Damit erweise ich ihr also die Wertschätzung, die sie ansonsten aus ihrem direkten Umfeld anscheinend gar nimmer bekommt. Weil ich den Blick von aussen habe und sie für mich halt nicht zum "Inventar" gehört. Weil ich weiss, sie ist auch nur ein Mensch und weil ich sehe, wie sehr sie schon &uumL;ber ihre Grenzen gegangen ist.

Ich frage mich halt, ob das so sein muss. Muss ich denn immer über meine Grenzen gehen? Kann ich sie nicht respektieren und eine Lösung für mich finden?

Dem Arzt geht es nicht anders. Ich glaube, dass früher die Ärzte von ihren Patienten eher respektiert wurden und das kommt dank google und schnellerer Wissenvermittlung aber auch zunehmender Patientenverantwortlichkeit und Einbindung abhanden.

Aber das ist ja der Wandel der Zeit. Auch eine Folge der Digitalisierung und Technisierung und auch des Facharztsystems und des Outsourcings der Verantwortlichkeiten. Also dem Patienten bleibt auch gar nix anderes übrig, wenn er in dem System überleben will. Oder er macht einen weiten Bogen darum.

Tut er letzteres dann werden Praxisschliessungen und Krankenhausschliessungen die Folge sein. Also das ist dann auch nicht im Sinne der Ärzte.

Die andere Seite ist, dass wer nicht durchblickt, sich halt auf die Ärzte verlassen muss. Der Hausarzt kann gar nicht mehr alles koordinieren. Denn dazu bräuchte er ja Zeit. Sie auch. Tschuldigung...

Da das System aber mit der Facharzt- und Spezialisiererei (sogar bei Krankheiten, die denselben Namen haben, gibt es wieder Unter-Spezialisten z.B. für utnerschiedliche Krebsarten...) immer unübersichtlicher wird, sie alle noch ihre eigene Fachsprache sprechen und Befundberichte in einer Sprache abgefasst sind, die ein praktisch denkender Mensch gar nicht verstehen kann, funktioniert das nicht.

Die Folge sind Doppel- oder Mehrfachuntersuchungen. Und damit steigen die Kosten. Ich glaub nicht, dass das mit der dititalen Karte besser wird. Dafür muss ja erstmal die Zeit da sein, dass die Daten auf die Karte aufgespielt werden und der Arzt muss dann auch die Zeit bekommen, sie sich anzugucken. Meiner Erfahrung nach klappt dies ja nicht mal, wenn ich den letzten Befundbericht mitbringe.

Je kränker Patienten werden, desto unübersichtlicher wird es. Ich würd mir halt wünschen, dass das alles nicht noch komplizierter für alle Beteiligten wird, sondern einfacher.

Also, dass ich nur zu einem Arzt gehe, der mich einfach kennt. Als Mensch und weiss wie ich ticke. Jemanden , der mich versteht und der dann auch, weil er das kann, meine Sprache spricht.

Also ich wünsch mir dass mehr Zeit in Menschenkenntnis und Gespräche und den Austausch der Sichtweisen gesteckt wird, anstatt in Kontrolle und Technisierung.

Das Gespräch kann ja dann meinetwegen auch zeitsparend via Skype oder MS-Teams oder Zoom erfolgen. Wenn die Technik nicht zum Selbstzweck sondern zum Mittel wird, ist dagegen ja nix einzuwenden. Wobei der Arzt aber auch Dinge aus dem Gangbild oder der Art wie man sich bewegt und nicht vor dem Monitor sitzt, ableiten kann. Und die würden ihm sonst nicht auffallen.

Im Endeffekt muss das jeder selber entscheiden, was er will und braucht. Wem der Besuch in der Arztpraxis zu stressig ist, wer zu krank ist, dem kann sowas helfen. Aber sowas gab und gibt es ja derzeit auch: den Hausbesuch.

Unser Hausarzt macht den gar nicht mehr oder nur in Ausnahmefällen, weil er , sie ihn gar nicht mehr vergütet bekommt. Weil das sehr zeitintensiv ist. Aber spart man da nicht am falschen Ende? Denn wenn ein Patient sich gut aufgehoben fühlt und dem Arzt vertraut, dann verursacht er doch viel weniger Folgekosten.

Das sieht das System nicht, weil es ja nur den einzelnen Spezialisten im Blick hat und damit den Gesamtüberblick längst verloren hat. Und deswegen funktioniert es auch nicht mehr. Weil die Schnittstellen nicht zusammenpassen und die Übergabe nicht funktioniert. Die hängt nämlich am Patienten und der bekommt allenfalls einen rosa Überweisungszettel in die Hand gedrückt. Oder er geht direkt mit der Karte hin.

Und aus Sicht des einzelnen Spezialisten ist das ja auch okay, denn er soll das ja isoliert und nur sienen Fachbereich sehen. Schliesslich ist er der Spezialist und verdient genauso sein Geld.

Dass dann für den Patienten nix dabei rauskommt oder etwas, das er nicht versteht und sein Hausarzt und die anderen Spezialisten, die für ihn zuständig sind, auch nicht, ist dann halt das Ergebnis und die logische Folge.

Also wenn jeder das macht, was er mag (und kann und das System zulässt), dann kommen halt viele Kollateralschäden heraus. Ich bin einer davon. Aber auch die Polizei, die mich in die Verwahrungsstelle verbracht hat (lustiges Amtsdeutsch, auch ein Spezialistentum ;-), das Amtsgericht (das ja die Arbeit des Beschlusses hat und der Intiierung der Betreuung und verwahrung), der Verfahrenspfleger, die Betreuungsstelle und der Betreuer (ja , das sind 3!!! unterschiedliche Stellen!!!). Der Verfahrenspfleger kontrolleirt, ob alles amtlich richtig seinen Gang geht. Der ist also nur für die Bürokratie zuständig! Ich wusste nicht, dass es sowas gibt und war sehr verwirrt und bin es noch. Denn es ist äusserst kompliziert zu wissen, an wen man sich mit welchem Anliegen wenden muss!

Ich versteh es immer noch nicht und mein Hirn kann es sich auch nicht merken. Deshalb hätte ja eine Betreuung auch direkt nach dem Klinikaufenthalt Sinn gemacht. Damit ich praktische Hilfe bei Attesten, Fristen und Anträgen udn Arztbesuchen und mit dem Arbeitgeber bekomme und was halt sonst noch so anfällt. z.B. wenn jemand nicht einkakufen gehen kann... oder Rezepte braucht... Praktische Hilfe.

Die gibt es allerdings nicht. Das fand ich auch serh verwirrend. Denn aufgrund der Auslastung der Betreuer, des Verfahrenspflgers, der Betreuungsstelle ist das gar nicht möglich. Das heisst, um diese Dinge muss ich mich eh selber kümmern. Denn den Betreuer bekommt man dann erst in einem halben Jahr (wo man aber schon dafür bezahlen soll, wenn man über Notgroschen über 5000 Euro verfügt, die ja für so einen Fall vorgesehen sind) und dann kommt er nur alle 4 Wochen mal vorbei.

Ich habe bis heute nicht verstanden, wie einem das konkret helfen soll. Also mir hilft es nicht.

Also hab ich gesagt, das mir das nichts nützt, wenn ich keine praktische HIlfe bekomme. Alles ist auch noch dazu sehr kompliziert voneinander getrennt bzw. wo nicht notwendig miteinander verbunden.

So kann ich nur gesundhteitliche Gesamthilfe bekommen. Wenn ich einen Hausarzt habe, dann brauch ich die ja nicht unbedingt. Weil ich den kenne und der mich. In der Klinik, wo mich niemand kennt, macht es aber Sinn. Das würde auch aus der Sicht sinn machen, dass den Betreuern so Zeit für andere Schützlinge zur Verfügung steht. Das ist aber im System nicht vorgesehen! Also entweder ganz oder gar nicht. Individuelle Lösungen, die ja jeder Schützling bräuchte, gibt es also nicht.

Auf diese Weise wird also viel Kapazität gebunden und steht für die praktische Hilfe dann nicht zur Verfügung. Die Bürokratie bindet also die Betreuer anstatt sie zu unterstützen und zu befreien. Und somit auch ihre Schützlinge. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Zurück zu den Sichtweisen. Ich hadere ja auch grad damit, weil ich im selben Boot sitze. Auch mir reisst mal der Geduldsfaden. Das ist dann Euer Hirn, das Euer Überleben sichern will. Euer Instinkt , Eure Intuition. Und dann seid ihr halt mal nicht "nett".

Niemand kann immer "nett" sein. Des is fei a ned grod as gsündeste. Denn damit riskiert Ihr das Überleben Eures Gehirns und somit Euer Leben.

Und da springt das Hirn im Fallback halt einfach ein und hindert Euch dran, noch weiter zu gehen. Das ist dann das, was die Gesellschaft als Egoismus oder Mobbing sieht. Das ist die Sichtweise desjenigen, der dann den Modus, der Instinkt des Fallbacksystems , abkriegt. Des is fei a ned grod as gsündeste.

D.h. eine Alarmanlage wird aktiviert und die aktiviert dann die des anderen und die des gesamten Umfelds. So wird ein Betriebsklima durch Druck, Bürokratie und Menschen, die ständig ihre Grenzen und die ihres Gehirns überschreiten (und es mit allen gut meinen, ausser mit sich selbst! Und genau das ist das Problem!) zu einem Minenfeld für alle Beteiligten.

Ich muss das wissen, weil mir das ständig passiert und irgendwas um mich rum explodiert. Ich stelle fest, dass ich mich noch nie in meinem Leben irgendwo sicher gefühlt habe.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob es Euch nicht genauso geht. Denn Ihr scheint mir ja inzwischen sehr ähnlich geworden zu sein. Oder schon immer gewesen zu sein.

Ja, klar , ich fall auf. Ihr könnt das besser kaschieren. Wie einige Autistinnen , die ich kenne. Die scheinen für mich auch müheloser durchzukommen.

Neulich hat mir dann eine von ihnen erzählt: Du das scheint nur so. Wir und sie haben alle ihre Probleme.

Dann seid Ihr einfach nur besser als ich sie zu kaschieren. Ich beneide Euch um diese Hirnkapazität! Was liesse sich damit nicht alles sinnvolles machen! Wenn die Ursachen der Probleme angegangen würden.

Mit diesem Wissen, und der Anwendung desselben könnte sich eine Gesellschaft, Gemeinschaft und die ganze Welt zu einer barrierefreien Gemeinschaft verwandeln. Transformation halt. Wir sind ja alle Transformatoren. Also liegt das in usnerer Natur genau das zu machen. Evolution, Veränderung ist ja nix anderes als Transformation. Wir sind wandelbare Wesen und damit ist auch usner Zusamemnleben wandelbar. Denn es ist die Folge unseres Seins (Denkens, Fühlens, Intuition und Handelns). Und Sein kommt von Sinn. ich sinniere also vor mich hin. Manche nennen das auch philosophieren. Mir ist Pragmatismus mit Menschenkenntnis lieber.

Also ich weiss, dass alle Menschen in den besten Absichten handeln. Und wenn Verletzungen stattfinden, dann zeigt mir das, das es den Betroffenen Menschen nicht gut geht. Denn mir geht es ja auch nicht gut. Wir spiegeln das.

Also das Gefühl, das Ihr wahrnehmt (den Schmerz), durch eine "Behandlung" (da mein ich auch das Affenträtzspiel von Kindern oder das Ausgeschlossen werden oder die Behandlung vom Arzt oder der Krankenschwester oder der Pflegekraft, der IT-Kraft, des Anwenders, des Patienten ....), ist die Spiegelung des Gefühls, das der Auslöser im Handelnden ist.

Also Ursachengefühl und Wirkungsgefühl sind identisch. Schmerz. Trauer. Verzweiflung. Überforderung. Hilflosigkeit.

In dem Moment reagieren dann situationsbedingt und auch sinnvollerweise (überlebensbedingt) beide Alarmanlagen (der Beteiligten)! Die eine triggert die andere.

Das ist ja auch evolutionstechnisch sinnvoll, denn nur so können wir beide (usnere Gehirne) überleben. Das ist also ganz natürlich. Und auch sinnvoll. Das ist Symptombehandlung. Im Moment das Problem beheben. Akutbehandlung sozusagen. Das macht unser Hirn von selber.

Um daraus zu lernen , müssten im Nachgang beide (alle) Beteiligte über die Sache sprechen und ihre Sichtweisen teilen. Aus den Sichtweisen lassen sich dann Systemfehler erkennen.

z.B. dass eine Krankeschwester über ihre Grenzen geht und Hilfe braucht. Gut bei einer Alarmanlage in Dauerbeschallung wird sie sich gegen die Hilfe wehren. Weil sie das ja nicht bewusst wahrnimmt. Dafür braucht sie wie ich halt auch, jemanden, der es gut mit ihr meint. Der sie als Menschen mit Gefühlen und Bedürfnissen sieht.

Und das ist nix anderes als Schwarmitnelligenz. Ich sehe Dich! Ich gebe auf Dich acht! Ich sage Dir, wenn ich merke, dass es Dir nicht gutgeht, weil Du es selbst nicht mehr sehen kannst. Weil Du Dich schon längst daran gewöhnt hast.

Nur ist das in einem Umfeld, wo sich alle daran gewöhnt haben (ich arbeite in einem Irrenhaus) sehr schwer, weil ja sich unser Gehirn ja an so einen Zustand gewöhnt. Was wir aushalten, nimmt unser HIrn nicht mehr bewusst als Gefahr wahr. Es blendet es aus. Wie das neue Poster an der Wand.

Ich weiss von einem Notarzt, dass er über solche Erlebnisse, die ihn schmerzen nicht spricht sondern sie schnell abhakt. Also lenkt er sich ab. D.h. er guckt sich nie den Schmerz udn die Ursache an. Er hat sich auch daran gewöhnt das nicht zu tun. Also blendet das Hirn es aus.

Doch genau diese Anomalie-Erlebnisse, die, die schmerzen, die die besnders weh tun, die einen eh nicht mehr loslassen, weil man immer wieder daran denken muss (unser Hirn will uns damit dazu bringen, genau das zu tun, dass wir den Schmerz wahrnehmen, dessen Ursache identifizieren und die Dinge verändern! ) , helfen uns unseren Schmerz zu verarbeiten und die Ursachen zu finden und zu beheben. Im Nachgang halt.

Doch dafür fehlt die Zeit! D.h. der Schmerz bleibt und staut sich in Form von Muskelanspannugn und physischen Schmerzen und psychischen Schmerzen (aus denen werden dann mit der Zeit physische, weil unser Hirn ja zu stärkeren Massnahmen greifen muss! Wenn wir nicht hören, dann muss es halt lauter schreien! Und das ist dann die Alarmanlage in uns, die dann immer an ist!

Viele scheinen dann zur Symptombehandlung zu greifen. Neulich hiess es in einem Bericht über krankenhäuser und die Situation der Ärzte und Pflegekräfte, dass viele von ihnen Depressionen und Bournout haben und zu Schmerzmitteln greifen. Genau das ist Euer Hirn, das schreit: Guckt Euch die Ursache Eures Schmerzes an!!! Macht endlich!!! Sonst muss ich zu noch (lauter schreien) drastischeren Mitteln (Schlaganfall, Herzinfarkt .... ) greifen!!!

Schmerzmittel sind auch nix anderes als Drogen. Und Alkohol ist es auch. Auch ein Sorgenfresserchen (so niedlich dieses Pl6uuml;schtier auch ist) ist so eine Symptombehandlung.

Redet doch endlich mal mit den Menschen nach diesen Ereignissen und fragt nach ihren Sichtweisen. Und dann werdet Ihr erkennen, dass Euer Schmerz ganz umsonst war. Dass Ihr nur so wie Ihr handeln konntet , gehandelt habt!

Das Problem ist nur, wenn man hinterher nicht aus dieser Situation lernt durch dne Austausch von Sichtweisen, dann bleibt Ihr auf diesem Level der Hilflosigkeit und des Schmerzes gefangen! Und das ist nicht gsund! Das mag Euer Hirn nicht. Denn so kommen diese Situationen immer wieder in immer schnellerer Abfolge und machen wiederum hilflos und das Ergebnis verändert sich nicht.

Ihr und alle Beteiligten in der Prozesskette bis hin zum letzten Glied, werdet immer wieder zu Kollateralschäden Eures eigenen Schmerzes! Denn Ihr seid in der Welt nicht isoliert.

Jeder von Euch ist ein Teil einer Gemeinschaft oder hat mit anderen Menschen zu tun. Sogar ich. als Autist.

Es geht gar nicht, dass ich mich von Euch lossage. Ja, ich kann Euch meiden. Und ich werde es sicher bei einigen auch noch eine Weile tun. Aber ich kann Euch nicht alle vermeiden. Weil wir in Gemeinschaften leben. Weil keiner für sich allein überlebensfähig wäre. Auch wenn wir das denken.

Langfristig nützt es mir und meinem Gehirn also wenn ich wieder hinaus gehe und mich wieder "ins Getümmel" (in homöopathischen Dosen) werfe. Und ich tu es auch jetzt schon wieder. Ich kann gar nicht anders. Seltsam.

Schuld sind wir also alle oder keiner. Das könnt Ihr sehen wie Ihr wollt. Ich hab sogar auf den Brief an den Chefarzt eine Mail als Antwort bekommen. Seine Sichtweise und was jetzt daraus die Konsequenzen sind, habe ich nicht erfahren. Aber dass er den Brief 3 x gelesen hat. D.h. er hat sich Zeit genommen! Endlich! Und das gibt mir Hoffnung.

Wenn Ihr wollt, dass Euch etwas ändert, dass Ihr nicht immer der Depp seid, dann nehmt Euch die Zeit (wenn Ihr wieder genug Energie habt, und wenn Ihr Euch wieder weiter mit dem machen könnt wie vorher, dann habt Ihr sie! Und geht auf die anderen zu und tauscht Eure Sichtweisen aus!

Teilt sie miteinander! Denn das bereichert Euch alle! Wissen und Erfahrung wird mehr, wenn man sie teilt. Denn davon profitieren alle Beteiligten. Der Schmerz wird sofort gelidnert, wenn ich sehe, dass meine Sichtweise gar nicht zutrifft, weil ich die Sichtweise des anderen kennenlerne und sehe, ich habe mich geirrt!

Und dann können wir alle gemeinsam nach Lösungen suchen, dass genau dieselbe Situation nicht wieder vorkommt. Dass ich anders damit umgehen kann (sofern ich noch handlungsfähig bin) bzw. dass es der andere kann.

Und langfristig sollte sich dann (das sollte unser Hirn ja dann logischerweise so machen) unsere Alarmanlage wieder normalisieren. Das hiesse auch, dass Erkrankungen heilbar sind. Sogar Autismus. Denn wenn Autismus eine Alarmanlage auf Daueran ist, dann bin ich davon abhängig, dass andere Menschen ihre Alarmanlage herunterregeln und nicht weiter aufdrehen.

Wobei ich mich nach den letzten Erlebnissen frage, ob das überhaupt noch möglich ist.

Vielleicht ist Corona ja dieser Tipping Point. Dass die Gehirne jetzt das mit der Alarmanlage selber übernehmen. Denn wenn wir nicht reagieren, dann findet halt die Natur einen Weg. Die natürliche Ordnung , das Gleichgewicht wird wiederhergestellt.

Im Endeffekt macht Ihr es ja auch nicht anders. Wenn jemand keine Vernunft annehmen will, dann versucht Ihr das mit Kontrolle. Das ist dann das letzte Mittel. Und irgendwo müssen wir das ja her haben. Also stammt auch das aus der Natur. Faszinierend!

Es liegt also an jedem einzelnen von uns , ob uns unsere Gesundheit und die unseres Nächsten, Freundes, Frau, Kinder, Freukannten am Herzen liegt. Schaden wir ihm, dann schaden wir auch uns. Denn sein Schmerz ist unser Schmerz und umgekehrt.

Wir snd also alle gemeinschaftlich in Schmerz und Leid aber auch in Freude und Glück miteinander verbunden. Deshalb haben wir es in der Hand, ob wir uns aus Liebe die Hölle oder den Himmel auf Erden schaffen. Wir haben es selber in der Hand. Jeder einzelne von uns.

Solange das so ist, kann ich nur das tun, was ich immer mache. Erstens auf die Selbstverteidigungskräfte und Alarmanlage meines Hirns und Körpers zu vertrauen (Selbstheilungskr&aul;fte) ,meine Wunden lecken , Trauern und die Energie der Wut in konstruktiven Sichtweisenaustausch(Comics, Briefe, Mails, Gespräche, Blog ...) transformieren (umwandeln) und so die Welt ein bisschen besser zu machen.

Und akzeptieren, dass wir alle nur Menschen sind und wenn wir über usnere Grenzen gehen, Alarmanlagen schrillen und mir sowas halt wieder passiert. Das gehört halt zum Leben. Zumindest derzeit. Ob das immer so sein muss, sei mal dahingestellt.

Dass mein Schmerz auch der der anderen ist. Und dann halbiert er sich schon mal. Und dann kann ich vielleicht lernen mich rauszunehmen und die Dinge versuchen zu verändern, die ich ändern kann und die anderen zu akzeptieren.

Seltsamerweise scheint das auch schon zu funtkionieren. Denn das letzte mal als mir jemand meine Welt in Scherben legte (auch in guter Absicht und ohne mich als kolaterallschaden überhaupt wahrzunehmen), da brauchte ich deutlich länger, um das so zu sehen und den anderen Beteiligten zu verzeihen und sie zu verstehen und ihnen Verständinis entgegenzubringen.

Gestern konnte ich es noch nicht. Heute schon.

Und nix anderes wollt Ihr ja auch ned. Geteiltes Leid ist deswegen auch halbes Leid. Weil es auch Euer Leid und Euer Schmerz ist. Versteht Ihr?

Geteilte Freude ist doppelte Freude. Und davon hätte ich gerne eine doppelte oder dreifache Portion. Denn vom anderen hab ich schon soviel gehabt. Ihr nicht auch?

Das war jetzt mein Wort zum Sonntag. Also passt gut auf Euch und Eure Lieben auf. Und schaut bei den Nicht-Lieben genau hin. Denn sie meinen es nur gut mit Euch. Teilt Eure Sichtweise mit Ihnen und lernt zusammen eine Lösung zu finden, die Euch beiden hilft. Dann seid Ihr auch eine Art Selbsthilfegruppe :)

Ich möchte also jetzt lernen, das immer im Hinterkopf zu haben. Vielleicht schaff ich es dann auch von mir aus , mich sicherer zu fühlen. Das hab ich noch nie in meinem ganzen Leben. Das wäre mein grösster Wunsch. Mal sehen, ob ich das hinkriege, mich einfach mal wohl in meiner Haut zu fühlen. Dass mir nicht immer schlecht ist oder ich Schmerzen habe.

Da dieser Schmerz und die Übelkeit ja Eure gespiegelte ist, müsste ich ja auch daran merken, wenn sich was tut. Wenn Ihr Euch verändert. Denn genau dann würde ja beides nachlassen. Oh wär das schön!

Denn jeder von uns möchte ja nur von den anderen verstanden werden und die anderen verstehen. Und dann steht ja der Salutogenese nix mehr im Weg.

Und wenn Einzelne (selbst-)heilen, dann heilt ja logischerweise nach diesem Prinzip der sozialen Ansteckung auch die Gesellschaft mit. Weil dann die anderen auch mitheilen. Und das führt dazu, dass die Alarmanlagen (Amygdala) wieder ins Lot kommen. Cool!

Und deshalb ist ein Arzt ein Elektriker für Menschen. Weil er ihre Alarmanlage wieder ins Lot bringen will. Dafür muss er sich aber zuerst mal um seine eigene kümmern. So einfach ist das.

Mei Onkel is nämlich Elektriker und der ist der praktischste und geduldigste Mensch , den ich kenne und der hat ganz viel Menschenkenntnis und Verständnis. Er red ned vill. Er versteht einfach und macht.

Er hat meiner Mama auch geholfen mir Klamotten zu bringen als ich im Krankenhaus war. Sonst hat das keiner angeboten. Weil er sich mit Alarmanlagen, Transformatoren und Strom und Energie halt auskennt. Gell!

Deswegn hammer ihm und seiner Fraa a a Corona-Dankeschön und Weihnachtspäckchen geschickt. Sie wolln derzeit kann Besuch. Aus Rücksicht zu seiner Fraa. Die hat Angst vor Corona. Siggsdes. Um Ihr Alaramanlach kümmert er sich a.

Was is drin? Ganz viiiel Liebe in Form von positiver heilsamer Energie! Selbstgebackene Plätzchen (Coproduktion Mama, meiner Schwester und mir), 2 selbstgenähte Mundschutze, von meiner Mama gebastelte Fröbelsterne und was Süsses. Dopamin im Weihnachtspäckchen. Und anscheinend verschicken des derzeit vill Leut, weil die Post sovill zu tun hat. Siggsdes!

Update
Neulich war ich im Ärztehaus neue Rezepte für meine Mama und Schwester abholen. Das hat diesmal erstsunlich gut funktioniert. Ich musste nix umtauschen oder korrigieren lassen.

Ich hab nur kurz im Wartezimmer mit einem Nachbarn von uns warten brauchen. Der hat so eine Plastikmaske. Die findet er besser als die Stoff- oder Kunsstoffdinger. Da läuft sein Brille nict so an. Dafür aber das Plastik. Kostet 8 Euro aus dem Baumarkt hat er es.

Er hatte das Ding schon neulich am Wäldchen in Etzelskirchen beim Gassigehen mit seinem Hund auf. Da meinte ich, dass doch die frische Luft gesünder sei als die feuchte Luft in seiner der Maske.
Irgendwie kommt er mir damit wie ein kleiner Junge vor, der sich über ein neues Spielzeug freut. Denn er hörte meinen Einwand gar nicht und pries die Vorzüge und den Preis seiner neuen Errungenschaft an. Ich liess ihm dann die Freude.

Auf dem Weg zur Apotheke hab ich ihm dann erzählt, dass wir alle Transformatoren sind und dass ein Defibrillator auch einer ist und deswegen auch bei uns funktioniert. Das fand er sehr spannend.

In der Apotheke beim Ärztehaus simmer gemeinsam nei und dort bin ich immer wieder überrascht, dass ich jedes mal für dieselben Medikamente eine andere Zuzahlung bezahlen muss. Mal weniger mal mehr. Diesmal mehr. Und der Kassenzettel ist so lang, dass man darin alle Packungen einwickeln könnte. Ich überlege ob man daraus nicht etwas basteln könnte. Weihnachtsdekogirlanden oder so.

Apropos oder so... den Zaun am Hallenbad hams mit Mundschutzdingern dekoriert. Ich hatte schon befürchtet, dass sie jetzt auch den Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz entsprechend dekorieren.

Hams ned. Diesmal sieht er sehr schön aus. Die Kreisverkehrschilder hams diesmal weggelassen und Holzspäne um den baum rum verteilt und ein paar Bänke aufgestellt. Corona macht's möglich. Es entschleunigt. Bänke statt Christbaumkreisverkehr. Fussgänger statt Autos. Das find ich gut.

Obwohl mir die Idee mit dem Mundschutzchristbaum schon im Kopf rumgeistert. Oder stellt Euch vor, statt Kravatten und Unterhosen verschenkt mer des Jahr Mundschutze an seine Lieben.

Spannend fand ich die elektrische und digital Neuerung, die sie dort seit dem Umbau haben. Bisher ging die Apothekerin immer nach hinten und suchte die Medikamente zusammen. Das dauerte.

Jetzt gibt sie sie nur noch in der Kasse ein und sie kommen (wie der zweite Schuh im Schuhladen) via Rutsche aus einem Ausgabefach hinter der Theke. Sie hat also jetzt mehr Zeit für die Kunden. Das finde ich gut. Ich hoffe allerdings, dass das Softwareprogramm nicht aus so vielen Workarounds besteht wie die Lösungen, die ich kenne. Deshalb hoffe ich doch, dass die Apothekerinnen und der Apotheker nochmal drüberschauen , ob es auch passt. So eine menschliche Endkontrolle.

Ja ich weiss, ich hab gesagt, ich mag keine Bürokratie und Kontrolle. Aber ich kenn halt auch die Art und Weise wie so manche Softwre programmiert ist. Und meine Mama hat ja schon mal eine falsche Dosis bekommen. Versehentlich. Ob mit oder ohne Software sowas kommt halt vor. Und deshalb wär es halt gut, einfach nochmal dr&uumL;ber zugucken. Meine Erfahrung halt.

Und dann ist der Apotheker auch ned sauer, wenn man eine aufgerissene, schmutzige Packung (weil man es übersehen hat oder prüfen wollte, ob sich die Tabletten nicht doch teilen lassen) zurückbringen muss. Das hab ich ja auch schon erlebt. Ich kann ihn zwar verstehen, aber auch meine Mama, die sich halt die Zurückbringerei ersparen wollte und einfach mal praktisch vorgegangen ist. Beide Sichtweisen sind leider nur bedingt miteiander kompatibel. Überhaupt wenn man bloss der Vermittler ist und mit der ganzen Sache gar nix zu tun hat.

Es gibt jetzt also dort eine Tablettenrutsche. Spannend! Und das hab ich der Apothekerin auch gesagt. Endlich mal Technik als Mittel zum Zweck und nicht als Selbstzweck. Zumindest hoffe ich das.

Ich möcht mit Euch noch was teilen. Dieses TED-Video von einer Hirnforscherin, die einen Schlaganfall hatte und darüber berichtet. Das mit den Energiewesen und der rechten Gehirnhälfte kommt Euch sicher bekannt vor. Mir auch. Und lala-Land könnt Ihr wortwörtlilch nehmen. Der Notarzt hat mitgesungen.

Wow! Dann bin ich in der rechten Gehirnhälfte unterwegs. Wie mei Schwester. Ich leb im Hier und Jetzt und es fällt mir schwer Dinge zu tun. Ich vergess viel. Aber was wichtig ist, kommt wieder. Jetzt kann ich meine Schwester bessr verstehen. Bei Ihr hat sich auch die linke Gehirnhälfte verabschiedet. Deswegen ist sie rechtsseitig halbseitig gelähmt.

irgendwie ist das grad das coolste Abenteuer meines Lebens. Das hätt ich auch nie gedacht.

Wer hätte gedacht, dass eine Behandlung in der Psychiatrie ebenso effektiv ist wie ein Aufenthalt auf der Stroke Unit? Und wer weiss wievielen anderen es wie mir geht, die nicht ins klassische Schlaganfallmuster passen... Aha... es gibt also auch andere Lösungswege. Die Wege des Herrn und des Hirns sind unergründlich.

Mein Hirn ist noch äusserst fragil und überempfindlich. Gestern hab ich das andere Schmerzmittel ausprobiert wegen dem CRPS und den Schmerzen im Bein und Arm. Die Nacht war daraufhin sehr gruselig. Also das ist nix. Obwohl der Arzt extra eins ausgesucht hat, das nicht auf's Hirn geht. Anscheinend hat das auch noch immer genug Wirkung.

Die letzten Weihnachtskarten gschriebm und fortgschickt. Im Städtla habi a Bekannt troffen.
Sie:"Wos mäxdn so?"
Ich:"Ich leb so vor mich hin."
Dann hat's glacht.

Mir hamms doch neulich vo der Schwerhörigkeit ghabt.
Die is manchmal goar ned so verkehrt. Weil mer halt ned alles mitgriechd.
Ich hab amol zwei alte Frauen zughört die alle zwaa schlecht ghört hamm. alla zwaa hams geschriea. Jeder hat vo was andersch gred. Und sie hamm sich alla zwaa sehr gut verstanden, weil kanne des mitgrichd hat.
Die lebm halt asu vor sich hin.

Dies und Das... Meiner Meinung nach (Sichtweise , meinen Erfahrungen und Erlebnissen) und nach dem letzten TED-Video komme ich zu dem Schluss, dass die Schwarmintelligenz in der rechten Gehirnhälfte wohnt.

Da ist einem nicht wurschd, wie es anderen Menschen oder der Natur geht, weil man weiss, dass alles, was man tut , auch Auswirkungen auf einen selbst und die eigenen Lieben hat.

Andererseits habe ich auch gelernt, dass es Zeiten gibt, in denen unser Instinkt das Sagen hat. Wenn Instinkt und Intuition in derselben Ecke wohnen, dann ist aber auch das wieder wurscht. D.h. ich kann mich drauf verlassen, dass mein Hirn und mein Körper schon das tut, was er grad braucht, um zu Überleben.

Dann kann ich mein Hirn gern haben und ich kann andere Menschen mal gern haben oder sie mich. Je nach Kontext oder Gesamtsituation.

Ich hab Euch ja erzählt bzw. geschrieben, dass als ich dann mal selber wirklich dringend jemanden gebraucht hätte, keiner von denen da war, denen ich versucht habe zu helfen. Das finde ich immer noch traurig. Aber ich weiss ja, dass Ihr Hirn dann wohl im Selbstverteidungsmodus war. Meiner Mama ist es ja auch nicht leicht gefallen meinen Onkel um Hilfe zu bitten.

Mein Hirn konnte das aber nicht mehr. Und ich glaube , dass ein schwarmintelligentes Gehirn genau sowas spürt, weil es nicht ständig ums eigene Überleben käpfen braucht. Weil es sich selbst und der Natur und den anderen Menschen vertraut. Das funktioniert aber nur, wenn man auch von Menschen umgeben ist, die genauso ticken.

Naja gut, wenn man allein ist, dann kann man auf sich selbst , die Natur und den lieben Gott zurückgreifen und vertrauen. Die sind nämlich im Gegensatz zu den Menschen immer da und haben auch immer Zeit.

Ich hab zwar shcon erlebt, dass ein Gotteshaus mal geschlossen ist, aber ich kann ja überall mit ihm reden. Das ist ja fein.

Das ist dann also meine Fallback-Lösung. Die hat bisher immer funktioniert. Denn ich weiss halt auch, dass das mit dem Verlassen auf andere so eine Sache ist.

Eine Bekannte hatte mir ja auch mal versprochen, dass sie mit mir nach Mannheim zum Schmerzkongress fährt. Und dann doch aus familären Gründen einen Rückzieher gemacht. Sowas finde ich äusserst verwirrend und bin dann sehr enttäuscht. Weil ich , wenn ich jemandem was verspreche mir vorher überlege, ob ich es tue oder wenn es mir so rausrutscht, dann tu ich das trotzdem für denjenigen, weil ich ihn gern hab.

Ihre Sicht , dass immer etwas dazwischen kommen kann, und dass ich das auch aushalten muss und eine Freundschaft auch, kann ich inzwischen auch sehen und so verstehen. Und nachvollziehen. Das erlaubt dann auch mir zukünftig davon Gebrauch zu machen. Wobei mir das immer noch schwer fällt, weil es mit meinem autistischem Hirn Lügen gleich kommt. Und das kann es nicht.

Überhaupt finde ich dieses aus Mitgefühl - Lügen oder nix-Sagen-Konzept sehr verwirrend. Ich hab erst jetzt verstanden, dass anscheinend auch Profis (Ärzte) so verfahren. Also nach aussen tun sie so als wären sie ruhig und entspannt und innen sind sie schockiert und erschrocken oder haben sehr viel Mitgefühl und sagen deswegen nix.

Beim kardiologen war das auch wieder so. Das finde ich sehr verwirrend. Vor allem, weil wenn es dann wirklich schlimm ist, sie das mit dem mitfühlenden Lügen gar nimmer hinbekommen. Dann fällt der Holzhammer. Und das irritiert mich dann noch mehr.

Erst machen die Leut Witzle mit mir (die ich auch nicht deuten kann , aufgrund der daueraktiven Alarmanlage) und dann wenn ich mich dran gewöhnt habe, meinen sie das, was sie sagen, ernst! Jetzt hatt ich mich grade auf Ihre Art eingestellt und angepasst und nun verändern sie ihre STrategie!

Es wäre viel einfacher, wenn sie sich immer gleich verhielten. Und wirklich ruhig wären. Innen und aussen. Das würde meine Alarmanlage auch nicht so verwirren und noch weiter aktivieren.

Die Bekannte von gestern meinte, sie hatte ein schlechtes Gewissen, weil sie sich nach meiner Mail und dem was mir passiert ist , nicht gemeldet hat. Und dann hat sie sich gar nicht mehr getraut. Ich wusste nicht, dass Mut dazu notwendig ist, für einen Freund, Freukannten in so einer Situatione einfach da zu sein.

Das ist eine neue Sichtweise, die ich erst einordnen muss. Wieso macht Ihr nur alles so kompliziert? Komplizierter als es ist? Das versteh ich nicht.

Diese Tabus sind äusserst verwirrend. Meint Ihr Behinderung und chronische Erkrankungen sind ansteckend? Ist es meiner Erfahrung nach nicht. Ihr solltet das halt einfach mal ausprobieren und dann werdet Ihr das auch merken.

Wenn Ihr das nie ausprobiert, dann werdet Ihr das leider nie lernen. Schade. Da entgeht Euch viel. Nämlich die Möglichkeit einfach so angenommen zu werden wie Ihr seid.

Denn danach sehnt Ihr Euch genauso sehr wie ich auch. Inzwischen weiss ich, dass ich von Liebe umgeben bin. Die zwar nicht immer kompatibel zu mir ist, aber deshalb ist sie ja trotzdem da.

Wenn sich jemand um Euch sorgt , dann ist das Liebe. Cool! Dann muss ein Arzt seine Patienten ja ganz schön gern haben. Der ist ja auch nur ein Mensch und der leidet dann halt mit.

Der Kardiologe meinte, dass ich mit meinem Autismus ja schon genug an der Backe hätte. Was jetzt die Backe damit zu tun hat, und von welcher er da gsprochen hat, weiss ich nicht. Das ist wohl auch egal und nur so eine Redewendung.

7 Jahre Ausbildung um sich mit unsereiner herumzuärgern. Da muss man seinen Beruf und Menschen generell gern haben.

Ich hab es trotz allem und nahc voriger Erklärung und dem Zettel vom AFK geschafft, dass er weiss, wo meine Besonderheiten liegen. Naja, einige davon. Dass ich darum bitten sollte, dass er mir einfach ehrlich und verständlich sagt, was Sache ist, das ist mir noch neu.

Das erklärt aber auch, die Geschichte meines KOllegen, der mal allein im Behandlungszimmer war , weil der Arzt kurz rausgegangen ist, und dann hat er mal auf den Monitor in seine Akte geguckt und da stand viel mehr drin, als er wusste. Jetzt ergibt das einen Sinn. Bzw. es ergibt doch wiederum keinen.

Ich mach keinen Unterschied zwischen einer misslungenen Frisur oder wenn mir jemand von seiner Diagnose oder Erkrankung erzählt. Ich nehm das halt so an wie es ist. Und bei zweitem sagt man halt mal nix, weil einem nix dazu einfällt und lässt den aanderen reden. Das hilft am besten. Denn dann fühlt er sich von mir verstanden und das hilft ja zu heilen.

Und bei ersterem sag ich halt wie es ist. Meinem KOllegen ist das ja mit einer Kollegin in der Küche auch passiert. Da hat er die Tür aufgerissen udn wollt sich einen Kaffee holen und da ist er so über ihre Frisur erschrocken, dass ihm herausgerutscht ist (Instinkt, Impuls): "Allmächd! Is dei Fön explodiert?"

Ich weiss auch nicht, was es bringen soll , jemandem im Unklaren drüber zu lassen oder gar zu sagen: Hey, schaut interessant aus!
Denn wenn dann alle hinter seinem Rücken über ihn oder sie lachen, dann tut ihm ihr das doch viel mehr weh.

Es zu tabuisieren macht doch keinen Sinn, weil es doch so noch viel mehr Verwirrung, Missverständnisse und Leid erzeugt!

Das Angst- und Panikbuch hab ich meiner Vielrednerin, mit der ich derzeit nur schrfitlich verkehren kann (aber nicht wortwörtlich, sowas mache ich nicht) geschenkt. Als Weihnachtsgeschenk.

Der Buchladen hat es dank Corona zugestellt und ich musste kein Porto zahlen. Das war fein. Nun denkt sie, dass ich selber hinmarschiert bin und anscheinend ist der Ausbringerin dann auch noch ein Bekannter über den Weg gelaufen, der sie aufgehalten hat und für mich gehalten wurde. Naja... kommt vor. Kommt nach... Und man weiss nie, was dabei dann herauskommt.

Sie hält den Schreiber für einen Heiden. Denn sie hat die Erfahrung gemacht, dass das was passiert alles einen Grund und sinn hat. Und da stimm ich ihr auch zu. Also sie glaubt, dass der liebe Gott das schon richtig macht.

Dabei hab ich sie aber nicht nur demütig und vertrauend erlebt, sondern auch kämpferisch. Als sie Widerspruch gegen den Beschluss des Amtsgerichts zur Betreuung ihres Cousins eingereicht hat. Meine Mama war dazu nicht in der Lage. Die war fertig mit der Welt nach den Ereignissen im Krankenhaus.

Ihr seht also, es gibt Zeiten, zu agieren und auch mal nix zu machen. Solange Ihr atmet macht Ihr alles richtig. Und wenn jemand das mal nimmer tut, dann ist daran auch keiner Schuld sondern es kann unendlich viele Gründe dafür geben.

Ich glaub aber auch, dass sich alles im Leben ausgleicht. Wenn jemand mehr Herausforderunge überwinden muss als andere, dann ist sein Leben viel aufregender. Auch das hat seinen Reiz. Und man gewöhnt sich ja auch dran. Dann sieht man das gar nimmer. Schad.

Ich glaub ich hab so viel erlebt, was andere nicht erlebt und sich nicht getraut hätten.

Meine Mama war gestern beim Friseur. Jetzt sieht sie aus wie ein junger Mann. Vielleicht heisst es deswegen bubikoopf....

Auf jeden fall hat sie sich dorthin eine Taxifahrt gegönnt (wegen Corona) und zwar mit dem Taxler , mit dem sie eine nette Unterhaltung hat. Das Taxiunternehmen heisst auch noch Dokter. Nomen est omen....

Und dem hat sie dann auch von unseren letzten Erlebnissen erzählt. Der hat gemeint, das hätt er sich nicht gefallen lassen. Die hätt er angezeigt.

Das ist auch eine Möglichkeit die Dinge zu sehen. Das bringt mir nix und das ist mir auch zu anstrengend. Akteneinsicht will ich trotzdem. Ich will einfach wissen und verstehen, was sie mit mir gemacht haben, denn ich kann mich an kaum noch was davon erinnern.

Mein Interesse gilt also dem, eine Wiederholung für mich zu verhindern. Und wenn ich das dasnn hab , dann kann ich das dem Arzt zeigen und der kann mir helfen, weil er dann ja wissen und verstehen kann, was falsch gelaufen ist. Ich weiss leider nicht, was ich falsch gemacht habe. Und wie ich das nochmal verhindern kann.

Das ist mein Ziel und das Will ich. Das hat für mich also Prio.

Gestern hab ich bei meiner Versicherung angerufen, weil ich jetzt eine Rente beantragen möchte. Online hab ich das schon letzte Woche gemacht und da konnte man einen Rückruf vereinbaren.

Das Telefon klingelte dann zwar, aber es war keiner dran. Also es hat nicht funktioniert. Das kenn ich ja. Geht mir oft so.

Dann hab ich eine halbe Stunde gewartet , ob es nochmal klingelt , aber da kam nix und ich will ja weiterkommen. Also hab ich die 0800-Nummer, die über dem Antrag zu sehen ist angerufen.

Da kommt dann eine Nummernauswahl mit Themen, es hat nur leider keines gepasst. Also hab ich mich für sonstiges entschieden. WEnn ich die Vertragsnummer gesprochen hab, dann war ich leider aufgrund meiner Sprachprobleme zu langsam. Der hat mich nicht verstanden. Im Schadensfall ist das eher ungünstig.

Ich landete dann bei einem breitem Berliner Dialektiker in der KFZ-Haftplfichtstelle. Der konnte mir nicht helfen und gab mir eine andere Nummer.

Dort wiederholte sich dasselbe Spiel. Wobei ich mir jedes mal schwerer damit tat, verständlich zu sprechen, weil das sehr anstregnend ist. Und die Wartemusik plärrte in meine Ohren. Ich hab den Hörer schon einen halben Meter weggehalten. Aber mit Spastik ist das auch kein Spass. Ob Spastik davon kommt? Von Spass?

Die DAme war freundlich und gab mir eine Nummer in Frankfurt. Das war dann aber eine Agentur und die konnten mir auch nicht helfen. Der hat mir dann die Nummer der Unfallversicherungsstelle gegeben. Zuerst wollte er mir nochmal die allererste 0800er Nummer geben, da hab ich ihm gesagt, die hab ich schon probiert.

Da wiederholte sich das Spielchen abermals, aber diesmal verband er mich direkt. Und dann landete ich doch noch (nach 1,25 Stnden) bei der richtigen Sachbearbeiterin. Sie schickt mir das Formular jetzt zu, damit ich es zusammen mit meiner Mama ausfüllen kann.

Leider stand auf der BEstätigung des Online-Antrags nämlich nur miene Daten und Telefonnummer drauf und nicht die der Schadensstelle. Das wäre praktisch gewesen. Anscheinend ist Praktischsein und Simplifizierung in dieser Welt noch nicht vorgesehen.

Allerdings konnte ich so sehr viele nette und verständnissvollen Menschen auditiv begegnen. Und das war irgendwie auch schön. Es gibt also auch bei Versicherungen noch Menschen und Menschlichkeit. Damit hatte ich gar nicht gerechnet.

Heute geh ich zum Neurologen udn Psychiater und bin gespannt, ob ermir helfen kann, dass sowas nicht nochmal passiert. Also nicht das mit der Versicherung , das mit der Psychiatrie und dem Einsperren.

Wisst Ihr, was der Taxifahrer gesagt hat, als meine Mama ihm erzählt hat, dass sie mich mit zwei Polizisten dorthin gebracht haben?
"Die unschuldigen werdn mit der Polizei eingsperrt und die Lumpen lässt mer frei draussen rumlaufen."
Auch wieder eine interessante Sichtweise.

Scho interessant, obwohl ich dahamm hock, bekomm ich viele Sichtweisen zugespielt. Faszinierend. Ich merk kaum einen Unterschied zu vorher. Ausser dass die Dosis eher hom&oml;opathisch ist und zu mir passt.

Hmm... also mei Mama , mei Schwester und ich, hamm ja scho vill miteinand derlebt. Also viele Krisen zusammen überwudnen und gemeistert. Und damit auch viel zusammen gelernt. Und wir lernen auch jeden Tag voneiander.

Vom Fernsehen hab ich immer gedacht, dass das anders läuft. Also da sieht eine heile Familie irgendwie anders aus. Und das hat mich immer so verwirrt. Ich dachte wirklich lange Zeit, dass es im Krankenhaus so zugeht wie bei Schwester Betty und in der Schwarzwaldklinik. Die hamm Zeit. Ich wusst ned, dass das ned so laaffd. Des habi etz glernt.

Vielleicht stimmt ja dann alles ned, was die da so zeign und mir glaubm bloss alla, dass mir so sei solln und müssen. Und dann wundern mir uns, dass des goar ned so funktioniert wie in die Kitschfilme.

Ich glaab es laffd eher so wie in die Märchen und die olden Komödienstadl. Die sin ehrlich. Und da steckt immer soviel Lernstoff drin.

GEstesrn hat mich mei Bekannte auch umarmt. Hab sie drum gebeten. Weil halt mei Mama des ned so gut kann (die is des a ned gwöhnd, umarmt halt amol an Kaktus, des macht halt ned vill Spass und ich bin ja eher so a Brennessel, die unberührbare, weils halt mir und ihr weht tut und mei Schwester mit am gelähmten Arm halt a ned. Das war schön.

Ich glaub einfach, dass alle Menschen mehr Umarmungen brauchen. Dann fallen die kaktusverteidigungssstacheln langsam ab und die Alarmanlage wird deaktiviert. Ich arbeite daran ;-)

Wissd Ihr... ich glaub mir machen des scho alla richtig, so wie mir des machen. Ihr a. Mir denken bloss alla, dasses andersch ghört. Des duds aber ned. Des bassd sc asu.

Ade! Blebd schee!

Hmm... wenn Tavor bei Schlaganfall hilft, ob das dann auch bei Covid-19 helfen könnte und das Nervensystem beruhigen könnte? Wenn ich in der Psychiatrie gelandet bin, dann sind ja sicher auch andere Menschen mit anderen Erkrankungen und mit Covid-19 mal dort reingeraten. Wär halt die Frage, wie es denen da ergeht... Zumindest fände ich das sehr spannend.

Schmerzhafte Bruchlandungen
Einige Atteste, obwohl geschickt sind nicht angekommen. Und meine Ergo sieht in meiner Behandlung keinen Sinn mehr. Das ist für mich mal wieder ein Schlag ins Gesicht, wo ich schon am Boden liege. Denn grad jetzt hätt ich einfach mal ein bisschen Stabilität, Mitgefühl und Verständnis gebraucht. Ich hab ihr das auch gesagt, aber meine Meinung spielt in ihrer Welt keine Rolle. Jetzt hab ich mein Vertrauen in sie verloren. Jetzt hat es auch für mich keinen Sinn mehr.

Ich trauere bei sowas lange. Es bricht mir jedes mal das Herz. Meine Welt in der mich ich langsam auf andere zubewegt und ihnen mein Vertrauen geschenkt habe, liegt wieder mal in Scherben. ich brauch noch... Ich bin enttäuscht und es tut unendlich weh.

Auch weil ich dachte, sie versteht meine Sichtweise und versteht , dass ich grad jetzt etwas Zuverlässigkeit und Sicherheit brauche. Ich glaube, sie hat einfach Angst, dass ich in ihrer Praxis nochmal zusammenbreche. Das habe ich allerdings nicht vor.

Ich hab also wieder das Vertrauen in die Menschen verloren. Und in das deutsche Gesundheitssystem auch.
Dafür das Vertrauen in meinen Dr. Max Selber (Vagusnerv und Immunsystem...) gewonnen. Das war schon eine reife Leistung, wie sich da für mich eingesetzt hat. Echt cool!

Freiheit... was versteht Ihr darunter?
Und Sicherheit? Geborgenheit?
Für mich ist das, wenn ich meine Schwester schimpfen und meine Mama in der Küche herumwerkeln höre. Und ich sitze in meinem Zimmer allein und getrennt und hab aber jederzeit die Möglichkeit zu ihnen zu gehen oder auch nicht.

Ist Euch schon mal aufgefallen, dass wir heute schon im Paradies leben? Die bestellten Pakete fliegen uns üer Amazon und Hermes zu. Mit einem Fingertipp buchen wir einen Flug, eine Reise oder einen Messebesuch. Im Supermarkt gibt es alles, was das Herz begehrt.

Heut gibt es mal einen Comic.... geteiltes Leid ist halbes Leid... soziale Mathemtik...

Entscheidungen und Energiefreisetzung... Also ich hab meiner Ergotherapeutin jetzt meine Meinung gemailt, im mündlichen hat sie mich mit ihrer Meinung überbügelt und da fällt es mir einfach schriftlich leichter.

Vielleicht erklärt das auch, warum manche Menschen per SMS schluss machen. Im Endeffekt hab ich dasselbe getan.

Irgendwie ist die Beziehung zwischen mir und meiner Therapeutin im Lauf der Zeit aus dem Gleichgewicht geraten. Anfangs hat sie noch auf mich gehört und was mir guttut.

Irgendwann hat sie dann angefangen nur noch Dinge zu tun, die aus ihrer Sicht Sinn ergaben. Meine Sicht kam da ins Hintertreffen. Immer mehr.

Da war sie für neue Therapien Feuer und Flamme und die wollte sie alle an mir ausprobieren. Ich wollte das nicht. Ich wollte das, was ich kenne, weil mir das guttut.

Allerdings bin ich schlecht darin, mich selber vor allem mündlich und adhoc zu verteidigen. Das muss ich erst noch lernen. Und das war wohl ein wichtiger Schritt dabei. Das Schlussmachen. Ich hab ihr meine Sichtweise als Erklärung mitgeschickt. Also wie ich die Dinge sehe.

Wenn mir jemand sagt, er sieht keinen Sinn mehr darin, mir zu helfen und für mich da zu sein - jemandem ,der grad bei meiner Schlaganfallgeschichte live dabei war und der ich dann auch noch sage: das letzte, was ich jetzt brauche ist Veränderung! Und der ich auch noch Plätzchen mitbringe - und der mich als Mensch mit meinen Bed&uumL;rfnissen und meiner Not gar nicht mehr wahrnehmen kann sondern mich nur als Mittel zum (Selbst-)Zweck (dem eigenen Sinn) sieht, bei dem bin ich falsch.

Ählich wie meine Mama mich zum Schifferklavierunterricht geschickt hat, obwohl mir das zutiefst zuwider war - allerdings hat meine Mama das sehr früh gemerkt und auch die Lehrerin, die hat mich das spüren lassen, nachdem ich nicht auftreten wollte, weil ich die jüngste Schülerin war (ich hab mir noch nie was aus öffentlichen Aufritten gemacht, weil ich die nicht brauche, ein Danke und Verstädnis genügt mir vollkommen.

Auch da war es so, dass die Menschen ihre Sicht und ihren Sinn auf mich übertrugen. Wenn ich aber nun der Schüler bin und von anderen lernen will, dann will ich ja meinen eigenen Weg finden und nicht denselben Weg wie der Lehrer gehen. Denn ich kann ja nur lernen, wenn sich meine Erfahrungen mit den neuen Erfahrungen, die ich mit dem Lehrer mache, verknüpfen.

Da wir allerdings nicht auf einer Wellenlänge funkten (weil die meinen Sinn, meine Interessen gar nicht interessierten) und mir Monologe statt Dialoge hielten, kam entweder kein Energiefluss mangels Kontakt (Andocken) zustande oder er ging irgendwann verloren, als der Lehrer oder Therapeut zur Missionierung überging. Die Kreuzzüge sind auch so entstanden. Weil jemand seine Sicht der Dinge anderen Menschen überstülpen will. Dabei ist seine Sicht ja mit seinen Erfahrungen verbunden. Und wenn ich diese Erfahrungen nciht habe, dann sind die f&uumL;r mich nutzlos. D.h. das funktioniert für mich nicht. Modell Nürnberger Trichter halt.

Deswegen funktioniert es auch nicht, etwas auf Vorrat zu lernen. Wissen mag nützlich sein, um in einer Quizsendung zu gewinnen. Aber praktisch nützt es mir gar nix. Nur wenn ich Wissen praktisch anwenden kann und mit meinen Erfahrungen und Problemen verknüpfen kann, dann ist es für mich auch von Nutzen.

Und da ich ja nicht im Voraus weiss, welche Probleme auf mich im jedem Moment oder morgen zukommen, kann ich nur eines machen: Learning by doing. Learning by problem solving.

Ich brauch nicht alles zu wissen. Das könnt ich ja eh nicht. Das Wissen kommt zu mir, wenn ich es brauche. Über die Intuition (oder Instinkt, das ist dasselbe und auch das Bauchgefühl). Und dieser speist sich von den Gefühlen. Von unserer Wahrnehmung. Von dem was wir sehen, hören, riechen, schmecken, spüren. Das passiert unbewusst. Unser Hirn sammelt alles ein und speichert es ab.

Erst wenn der Inhalt (die Daten) an unsere Erfahrungen, unser Problem anknüpfen, kommt es zu einer Verschmelzung und Aktivierung der Inhalte und dann ergeben sie auch einen praktischen Sinn. Und ich kann das nutzen, um mein aktuelles momentanes Problem zu lösen.

Unsere Intuition sagt uns, was wir tun müssen. Was wir brauchen.

Und dazu brauchen wir nicht zu wissen, warum wir das tun. Es reicht, dass wir einfach drauf hören und aktiv werden.

Das Wissen darum kommt dann erst hinterher, wenn ich in Ruhe drüber nachdenke. Das ist dann sehr schön. Das macht Spass. Denn das sind Gedankenspielereien. Oder Gedankenpuzzlereien. Die Details und Fragmente (Puzzleteile) fallen an ihren Platz. Das Puzzle des Lebens (und jeder hat ein individuelles, weil jeder andere Lernebenen, Lerndimensionen (die Menschen kommen aus anderen Richtungen) durchläuft. Also sieht jedes Puzzle anders aus. Und es wird im Laufe des Lebens immer grösser.

D.h. es gibt eine Akutphase (wie in der Medizin oder in der IT oder auch im Handwerk... wo man halt ein Loch mal stopfen, eine Naht flicken, oder einen Workaround basteln muss).

Dann gibt es aber die Nachverarbeitungsphase und da geht es darum nachzudenken. Durchzuspielen und nachvollziehen, was ich aus der Situation lernen kann. Wie kann ich verhindern, dass das nochmal passiert?

D.h. das ist ein dynamsicher Lernprozess. In der IT wird dieser durch Scrum oder andere agile Techniken künstlich zu erzwingen versucht.

D.h. man versucht künstlich und mit Druck etwas zu schaffen, dass ganz natürlich in unserem Hirn abläuft. Das ist aus meiner Sicht und der meines Gehirns (Effizenzdenken, Energiehaushalt) wenig sinnvoll. Weil das Energie frisst. Und nix bringt.

D.h. anstatt mir direkt die Zeit einfach zum Nachdenken zu nehmen , vergeude ich sie damit Bugtickets zu schreiben und die Probleme zu verwalten. Wir verwalten uns also zu Tode. Und die Verwaltung der Probleme frisst die Zeit, die Ursachen für die Probleme zu erkennen und zu beheben. Sinnvoll ist das nicht.

Genauso ist es bei der Erziehung. Auch da herrscht die Angst vor, etwas falsch zu machen. Leben Eure Kinder? Atmen sie? Dann habt Ihr alles richtig gemacht.

Meine Oma hat mir viele meiner für mich notwendigen authentischen Verhaltensweisen aberzogen. Ansonsten hat man mich einfach in Ruhe gelassen. Auch weil meine Mama mit meiner behinderten Schwester und deren Therapeuten ausgelastet war.

Nachdem ich ersteres wieder korrigiert habe, ich wieder ich selbst geworden bin, find ich das Ergebnis einfach wunderbar und liebenswert. Ich bin ich. Das Klugscheisserle und die Glaa aus ERH. Die, die mit den Sichtweisen spielt :) Und das gefällt mir sehr gut. Und die, die versucht Beziehungen zu lernen... mal sehen, ob ich das noch irgendwann hinbekomme. Ich hab inzwischen mehr Menschen, die Sichtweiesn von mir teilen. MIt denen ich BigTalk machen kann und das fühlt sich verdammt gut an. Die wissen, dass ich derzeit Ruhe brauche. Besser als ich selber. Und es mir auch immer wieder sagen oder schreiben. Und das ist etwas wunderbares! Endlich so akzeptiert zu werden wie man ist.

Jetzt hab ich gelernt, dass es halt auch sein kann, dass sich Menschen auseinanderleben, wenn die Sichtweisen zu weit auseinanderdriften. Oder sich einer weiterentwickelt und der andere nicht oder wenn beide sich in unterschiedliche Richtungen weiterentwickeln. Dann fehlt die gesunde Basis für die Begegnung.

Hmm.. andererseits, wenn man immer wieder neues dazulernt und offen ist für andere Sichtweisen, dann bekommt man doch eine immer breitere Basis dazu und kann an immer mehr Menschen andocken. Oder nicht?

Ich spreche wildfremde Menschen einfach auf ein Problem oder Frage, das bzw. die mich beschäftigt an und dann bleiben sie stehen und hören mir zu. Spannend! D.h. sie nehmen sich die Zeit für mich. Vielleicht ist ja, das, was ich zu sagen habe, auch spannend für sie. Sonst würden sie ja weitergehen. Ich habe da schon tolle Diskussionen gehabt. Und dann hör ich mir die Sichtweise des anderen an. Bei den letzten beiden Pärchen sprach die Frau. Komisch... hat der Mann nix zu sagen? Oder ist der das schweigende, schmunzelnde, in sich ruhende Ying zum sprudelnden, energiegeladenen Yang seiner Frau? Ist das auch ein Muster unserer Zeit? Dass die Frauen hochenergetisch sind?

Meine Mama ist ja auch so ein unruhiger Geist. Und ich ja auch. Scheint ansteckend zu sein. Und auch irgendwas mit dem Norm- und Lieb- und Harmonisch-Sein-Denken zu tun zu haben. Eins bedingt das andere. Was würde denn passieren, wenn alle Menschen, die so denken auf einmal anders handeln, weil sie selber im Überlebensmodus sind? Wenn Ihr Instikt sich endlich durchsetzt? Bricht dann alles zusammen? Oder verläuft die Veränderung so schleichend, dass nach aussen hin alles beim alten bleibt, sich aber die Einstellung und das Handeln verändert? Also ich glaube, dieser Prozess ist schon lange im Gange. Und jetzt steck ich auch mittendrin. War ja auch einer von denen.

Dass Streiten, Weinen, Wütend sein und seiner Wut luft machen gesund ist, dass war mir nicht klar. Auch Furzen und Rülpsen. Weil man da Druck abbauen kann.

Und falls nicht, dasnn ist es auch nicht Eure Schuld. Denn es gibt 2 hoch n (unendlich) viele Parameter, die uns und unser Leben jeden Tag beeinflussen. Menschen sind äusserst robust und da muss schon viel zusammenkommen, damit uns diese Robustheit (auch Resilienz oder Selbstheilung genannt) abhanden kommt.

Derzeit ist es wohl soweit. Weil wir uns zu Tode verwalten. Weil wir uns zu Tode helfen und zu Tode voneinander abhängig machen.

Meine Sicht:
Daher bleibt der Natur nix anderes übrig als den Druck weiter zu steigern, bis die Verwalterei nicht mehr hinterherkommt. Meiner Ansicht nach erleben wir das gerade.

Ihr könnt natürlich anderer Meinung sein. Denn Ihr habt alle einen guten Grund dafür diese Meinung und Sichtweise zu haben. weil Ihr andere Erfahrungen gemacht habt.

Mein Hirn und ich wir können die WElt aber nur nachdem einordneu, um uns darin zurechtzufinden, was für uns funktioniert. Und Ihr merkt ja, dass für mich vieles, was für Euch anscheinend besser funktioniert , gar nicht funktioniert. Im Gegenteil. Es schadet sogar.

Meine Ergo hat mir im letzen Gepräch gesagt: " Du beurteilst die Welt skeptisch.". Und ich hatte das Gefühl, sie wollte mir vermitteln, dass ich die Welt positiver sehen soll. Also positiv denken und alles wird gut.

Das kann mein Hirn beim besten willen nicht. Meins denkt neutral. D.h. ich erwarte nichts und rechne mit allem. Dann werde ich nicht überrascht. Das ist aber ein neutraler Zustand.

Und meine gesunde Skepsis (Angst) ist ja nicht aus der Luft gegriffen sondern stammt aus meinen persönlichen Erfahrungen. D.h. so ist die Welt für mich. Das ist Fakt.

Wenn mein Gegenüber das nicht anerkennt (wie es meine Ergo getan hat und andere Ärzte und Therapeuten auch), dann sehen sie mich nicht! Mich als Person! D.h. sie bedrohen meine Existenz und löschen sie einfach aus.

Das nimmt mein Organismus (und jeder von Euch tut das auch) als Bedrohung wahr. Daher seid Ihr genauso wie ich in dieser Situation nicht handlungsfähig. Auch Euer Hirn , Eure Amygdala schützt Euch vor Eurer Auslöschung.

Denn Euer Sinn, Eure Wahrnehmung der Welt das seid ja Ihr!! Das Ergebnis ist Euer Gehirn , Euer Körper , Eure Leidenschaften, Eure Art zu Sein.

D.h. wenn jemand Euch (im Missionierungs-Frontalunttericht- Monolog) in Frage stellt, dann bedroht er im wahrsen Sinne des Wortes Eure Existenz! Euer Hirn und Körper macht da keinen Unterschied, ob Ihr physisch (vom Säbelzahntiger) bedroht werdet oder vom Therapeuten oder sonstigem Gegenüber!

Anscheinend hat sich unser Gehirn aber (false belief) dran gewöhnt, dass das immer wieder passiert. Dass diese Bedrohung normal ist! Sie ist unnatürlich und lebensbedrohlich!

D.h. ich werde jetzt mal ausprobieren wie es ohne Therapeuten und Missionare ist. Wenn ich einfach auf meinen Dr. Max Selber (meine Intuition) höre. Das lern ich grad erst. Es ist eine schöNe neue Erfahrung. Ich lerne mich von Beziehungen zu trennen, die mir nicht guttun.

Da reden ja nix nützt, sonst hätte sie mir ja zugehört und verstanden worum es mir geht und entsprechend gehandelt und endlich mal den Mund gehalten anstatt ständig auf mich einzureden, hab ich also zu dem für mich passenden Kommunikationsmittel gegriffen. Denn zu einem Rede- und Argumentatinsduell mit ihr fehlt mir die Kraft und Energie. Es w&aumL;re also aus Sicht meines Gehirns eine ungeheure Energie- und Zeitverschwendung.

Der vorangegangene Entscheidungsprozess (präfronteraler Kortex , analysieren der Situation im Nachgang, Ursachenidenfitikation) war sehr schmerzvoll. Ich durchlief die Verwirrungs-, Frust-, Wut- und Trauerphase. Denn mir war klar, so kann ich das nicht lassen. Andererseits fehlt mir die Energie derzeit , Dinge zu verändern. Hier war es aber so, dass ein Weiterverbleib bei der Therapeutin mir mehr geschadet hätte. Jedes mal hab ich mich furchtbar aufgeregt. 3 Tage lang. Also arbeitete es in mir und der Druck stieg. Und dann entsteht aus der Wut, die Energie um genau das zu tun, was man für das eigene Überleben tun muss.

Ich transformierte (wandelte um) die Energie der Wut um in eine kreative Lösungsaktion. Es blieb sogar noch Energie übrig, um den Weihnachtscartoon endlich auszumalen und fertig zu machen und einzustellen.

Ihr seht also, dass diese Verarbeitungs- und Ursachenforschungsprozesse enorme Energie und Kr&aumL;fte freisetzen. Und das ist dann das, was man Potentialentfaltung nennt. Wir lernen dazu und setzen neue Kr&aumL;fte frei. Wir landen auf einem neuen Level. Wie in einem PC-Spiel. Aber da ist der Weg vorgegeben. Unserer ist mehrdimensional. Jeder Mensch folgt seinem eigenen.

An Leveln (Sichtweisen), die uns einen , können wir andocken und voneinander lernen und uns austauschen.

Haben wir keine Level (Sichtweisen) gemeinsam, dann stimmt und passt die Chemie nicht. Wir können das riechen , fühlen und schmecken. Pheromone z.B. Wenn wir jemanden spannend finden, dann zieht der uns magisch an!

Wir können jemanden nicht riechen. Das ist auch eine Erfahrungsebene , Sichtweise. Level. Jemand hat eine spannende Aura.

Bei dem kribbelt es bei uns im Bauch. Schmetterlinge. Das ist pulsierende Energie. Die Norm interpretiert das als Verliebtsein und heiratet dann.

Und verstellt sich auch noch (weil so gelernt: ich zeige mich von meiner besten Seite bei den ersten Dates). Und dann ist die Sichtweise abgegrast und man stellt fest, der andere ist ja ganz anders und dann ist man enttäuscht.

Das geht mir irgendwie mit vielen Menschen so. Vielleicht sollen wir Menschen gar nicht soviel zusammen sein. Sondern uns nur begegnen und befeuern und den Funken und das Feuer der Begeisterung in uns am Lodern halten.

In vielen Menschen kommt es mir so vor, als wäre es bereits erloschen oder es brennt nur noch ganz schwach.... Und diese klammern sich dann an Menschen, die vor Begeisterung brennen und ersticken deren Feuer auch noch.

Eine ungünstige Konstellation. Dies geschieht unbewusst. Neulich sah ich den Vortrag von der Uni-Klinik Erlangen Psychosomatik: Macht Arbeit krank?
Die Vortragsrednerin wirkte ernst und angespannt. Ich fand den Vortrag furchtbar lang, öde und langweilig. Ich hab einiges übersprungen. Sie griff wie die Norm zu Powerpoint und überflutete die Zuhörer mit Daten und Fakten. Mitreissend war das nicht.

Da hält ein Profi einen Vortrag darüber wie man die Motivation (das Feuer, die Begeisterung) der Arbeit bei ihren Patienten, die es verloren haben, wiederentzündet, die selbst so wirkt, als brenne ihres nur noch auf Sparflamme.

Wie anders da der Vortrag der Gehirnforscherin mit der persönlichen Erfahrung des Schlaganfalls zum Schlaganfall. Weil sie selbst es erlebt hat! Da sprang der Funke über!

Da kam ein echtes Gehirn zum Einsatz! Und die Zuhschauer oohten merklich auf!
Sie wurden stil weil es sie fesselte.

Der Vortrag war kurz, lebndig, enthielt praktishcen Beispielen und Authentizität ! Er war ECHT!

Ganz anders als die trockene und viel zu lange wissenschaftliche Aufbereitung der Klinikerin.

Meiner Sicht nach, kann sie vielleicht bald, weil Ihr Funke kurz vor dem ERlöschen steht, mit eigenen Erfahrungen aufpeppen.

Ihr seht also wo der Unterschied ist! Es ist die Erfahrung. Dass ich das selbst erlebt habe! Dass ich weiss, wovon ich rede. Weil ich es gespürt, erfahren habe. Weil ich an diese Erfahrung mit meiner eigenen andocken kann. Aus Erfahrungen entstehen Sichtweisen! D.h. ein Andocken ist nur auf Augenhöhe erst möglich! Und zwar genau dann, wenn ich es brauche! Wenn ich dieses Problem selber habe! Weil ich oder jemand, den ich kenne und liebe und schätze davon betroffen ist! D.h. hier sind Gefühle und somit die Intuition im Spiel.

Gefühle zu analysieren macht im Akutfall keinen Sinn! Denn dazu sind sie nicht da. Sie sind nicht das Ziel sondern sie richten unseren Kompass (unseren Lebenssinn) aus und das ist unsere Intuition. Sie sagt uns wo es langgeht. Wenn wir auf sie hören.

Und das haben wir in einer Leistungsgesellschaft verlernt. Weil es laut der besser ist, zu warten, dass man später mehr bekommt. Wir leben aber im HIER und JETZT! Später kann es zu spät sein! Und unsere Intuition ist für das HIER und JETZT und unser Überleben perfekt ausgerichtet!

Doch wir denken, dass Argumente und Logik uns hier den Weg weisen. Im Nachgang zur Ursachenforschung ja. Aber doch nicht im Ernstfall!

D.h. wir haben gelernt, den Ernstfall zu ignorieren und auszuhalten. Und im Nachgang lassen wir uns von logischen Argumenten überzeugen in diesen ungesunden und unser Intuition und unseren Gefühlen zuwiderlaufenden Bedingungen (feindlichen Lebensbedingungen, Beziehungen) auszuhalten. Tja, bis es (fast) zu spät ist.

Da spreche ich aus eigener Erfahrung. Das wisst Ihr ja. Ich teile meine Sichtweise mit Euch, weil ich weiss, dass sie Euch helfen kann. Ich will Euch nicht missionieren.

Ihr könnt das lesen und sagen: das ist Quatsch! Ich hab andere Erfahrungen gemacht. Das respektiere ich. Denn dann habt Ihr andere Erfahrungen gemacht.

Und Ihr könnt ja wriklich im richtigen und passenden Umfeld derzeit sein. War ich ja auch. Doch jedes Umfeld verändert sich! Und so kommt es auch da unmerklich zu false beliefs.

Und dann hab ich gelernt, dass ich immer wieder prüfen muss, ob das noch stimmt und zu uns passt. Doch ich kann mir diese Prüferei (Kontrolle) auch einfach sparen, indem ich auf mein Bauchgefühl höre. Und das versuch ich grad wieder zu lernen. Und dann ist das mit dem Wissen gar nicht so wichtig. Denn das ist nachrangig.

Ich bin gespannt wie es weitergeht.

Soderla und jetzt gibt es einen neuen Comic über die neue Normalität. Ich teile ihn mit Euch, um Euch zum Schmunzeln zu bringen. Und ich hoffe, damit kommt Ihr gut durch die aktuelle Zeit. Die sind hart. Ja. Aber andererseits ist dies eine abenteuerliche Zeit! Wir können soviel lernen! Mit- , Durch- und Voneinander! Und das ist cool! Denn Krisen helfen uns, Veränderungen , die längst überfällig sind, in Angriff zu nehmen. Und Konflikte aufzulösen und dann geht's wieder aufwärts. :)

Das ist das, was das Leben und seine Lebendigkeit ausmacht. Und das ist das Feuer der Leidenschaft, das mich antreibt. Und ich glaube, Euch auch.

Noch eine Beobachtung: ich hab gestern einem Spatzschwarm zugeschaut. Wie friedlich die da im Baum sitzen. Jeder macht, was er mag, aber sie nehmen aufeinander Rüsicht und im Flug müssen sie das ja auch. Wenn die nicht auf ihre Nebenspatze achten, dann kommt es zu Kollisionen und Kollateralschäden. Also müssen sie sehr gut darin sein aufeinander zu hören. Da können wir Menschen noch ganz viel von diesen Vögelchen lernen.

Von wegen Krone der Schöpfung... Krone der Kollateralschäden und Kollisionen... in Highspeed... das haben wir durch das ökonomische Effizienzdenken geschafft. Schneller und hocheffizienter noch mehr Schaden in kürzer Zeit anzurichten. Des is fei a ned grod as gsündeste.

In einer Firma, in die ich mal verliehen war, ist ein Mann, der in der Nacht im Grossraumbüro Überstunden machte, gestorben. Unbemerkt. Dann wurde mit Kontrolle durch den Wachdienst durchgegriffen.

Das hat dem überlasteten Mann natürlich nix mehr geholfen. Aber aufmerksame , schwarmintelligente Spatzen hätten das bemerkt. Und aufmerksame Menschen auch.

ich frage mich, ob das mit der Schwarmintelligenz in einem lagerhallenartigen Grossraumbüro , wo die Befindlichkeiten und Bedürfnisse des einzelnen dem Norm-Durchschnitts-Kollektiv untergeordnet werden und damit der Instinkt wegtrainiert wird und somit auch die schwarmintelligenz funktionieren kann.

Ich glaube nicht. Also aus meiner Erfahrung. Denn da telefoniert der eine lautstark durch die Gegend, wo sich andere auf ihre Arbeit konzentrieren m&uumL;ssen. Und plauderit stundenlang auf Kosten der Konzentration und des Programmierergebnisses der anderen.

Bei den Superchicken blieb ja am Ende des Experiments auch nur noch ein sehr lädiertes Huhn &uumL;brig. Das war dann alles andere als super. Das war fertig mit der Welt. Und allein.

Bei den Landfrauen im Dritten kam neulich auch ein Ziegenhof. Und die hatten einen Stall , wo über 150 Ziegen drin waren. Alle hatten Hörner und da kam die Frage auf, wie sichergestellt wird, dass die sich nicht gegenseitig die Köpfe einrennen.

Die Antwort war simpel: es gibt genug Rückzugsmöglichkeiten und sie verbringen den Tag auch auf der Weide. Also jede Ziege hat die freie Wahl, wo sie sich aufhalten möchte.

Ihr seht also: so einfach wär die Sache. Gebt den Menschen ihren Freiraum, lasst das mit der Kontrolliererei und der Bürokratie und vertraut ihnen und dann wird sich alles finden.

Die Ziegen geben viel Milch. Denn die Bäuerin war an dem Drehtag sihtlich über die Menge überrascht. D.h. so lässt sich die Produktivität steigern. Weil so die Energie gesteigert wird. Die positive. Die Wohlfühlenergie. Wo die nicht ist, kommt auch nix raus.

Im wahrsten Sinne des Wortes.

Viel Spass!

Die Geschichte vom Trauerklösschen und dem Wunder der Freundschaft
Nach den vielen Hürden statt Hilfen, die ich grade überwinden muss, hab ich jetzt mal was schönes.
In der Psychiatrie hab ich sehr verletzliche und wunderbare Menschen kennengelernt. Menschen im Grenzgebiet. Die an ihre persönlichen Grenzen kommen. Beide Gruppen haben was gemeinsam: Das Umfeld passt nicht zu ihnen. Sowohl auf der Pflegeseite als auch auf Insassen.

Bei den Insassen sind es die äusseren Umstände wegen der sie hier sind. Weil sie nicht funktionieren wie sie sollen. Weil sie anders gepolt sind. So wie ich. Bei mir ist alles genau andersrum. Und deshalb pass ich nirgendwo rein. Da kann auch die Psychiatrie nix dran ändern. Schon gar nicht nach einem Schlaganfall.

Was ich schön fand, war dass dort trotz all dieser Erschwernisse doch noch Menschlichkeit dort existierte. In der Ergotherapie schauten die Pfleger und Pflegerinnen vorbei und guckten was ihre Schützlinge so fabrizierten. Das war schön.

Umgekehrt fanden auch in den Pausen am Abend mal Gespräche zwischen Pflegekräften und Insassen statt. D.h. beide seiten konnten Kontakt zueinander herstellen. Verständnis und Vertrauen aufbauen und jeder fühlte sich mal verstanden. Nein, nicht immer. Das wär auch zuviel verlangt. Dafür sind Menschen wohl einfach zu unterschiedlich.

So schenkte ich der Ergotherapeutin, die schon einige Berufe durchgemacht hatte und deshalb viel Menschenkenntnis besitzt, wie Ihre Kollegen auch, mein Ergo-STrickprodukt. Ein Stirnband oder Loop. Sie hat es angenommen. Als Wertschätzung von mir. Und das zeigt, dass sie sich wertschätzen lässt und sich selbst wertschätzt.

Sie hat auch schnell durchschaut, was mir fehlt. Ein Mensch, der einfach mal mich und meine Not sieht und entsprechend handelt. Dass ich einfach mal nix sagen oder machen muss. Dass das jemand spürt. Schwarmintelligent, mitfühlend. Schwarmintelligenz ist also dann Mitgefühl.

Und das hat sie auf wunderbare Art und Weise gemacht. Die Uhr wurde ja umgestellt. Das ist meinem Hirn heute noch wurschd. Sie bat mich die Uhr im Ergoraum umzustellen. Ich kam nicht an die Uhr ran, weil sie oben hing und ich nicht besonders gross bin.

Da stand ein Stuhl und meine Strategie wäre also wieder die gewesen, es alleine zu lösen, indem ich da hochsteige.
Das war allerdings nicht notwendig, da die Zeichnerin des Trauerklösschens einfach von sich aus aufstand und die Uhr herunternahm.

Und dann hat sie mir noch gesagt wie ich die Uhr stellen soll. Vor oder zurück. Und dann hat sie sie wieder hingehängt, wobei ich von unten dirigiert habe, damit sie das Loch an den Nagel hängen kann. Es war also Teamwork!

Sowas hab ich mein ganzes Leben lang noch nicht erlebt und ich musste heulen. Vor Freude. Ver Glück. Dass es sowas gibt!

Und bei der Ergotherapeutin hab ich mich auch bedankt. Auch da hab ich geheult.

Weil ich noch nie erlebt habe, dass jemand etwas für mich macht. Ohne dass ich vorher um Hilfe bitten muss. Weil ich das nicht kann. Weil es mir schwerfällt. Überhaupt derzeit.

Blindes und stummes Verständnis. Das war wie ein Wunder! Und wunderbar!

Meine Helferin ist äusserst sensibel wie ich. Und deshalb auch so verletzlich.

Ich zeichne Comics und refrainiere vor mich hin. Ihre Strategie ist das Trauerklösschenzeichnen und Gedichte schreiben. Und was für wunderbare Gedichte! Die Dich direkt ins Herz treffen.

Aus dieser Geschichte entstand dann eine Coproduktion Die Glaa trifft das Trauerklösschen. Denn die Glaa fand die Gedichte wunderbar. So dass sie sie auch den anderen Insassen vorlas. Der Lesung lauschten wir in andächtiger Stille. Und das ist das, was bei Authentizität und Echtheit passiert. Es wird still. Wie bei gutem Essen.

Ich hoffe, sie traut sich diese wunderbaren Gedichte und Zeichnungen und all ihre noch zu entdeckenden Leidenschaften mit anderen zu teilen.

Bis dahin... hat sie mir schon mal erlaubt, Euch das Trauerklösschen vorzustellen. Und die Geschichte vom echten Teamwork. Das ist blindes und wortloses Verstädnis. Komisch... sie kannte mich gar nicht lange und doch ist ihr gelungen, was meiner Ex-Ergotherapeutin bis heute nicht gelungen ist. Sie hat mich verstanden. Wir haben uns verstanden. Wir sind uns auf derselben Dimension begegnet. Kontakt wurde hergestellt. Energie konnte fliessen. Und sich in Kreativität austoben.

Ihre Begeisterung , ihre Liebe, ihre Leidenschaft ist auf mich übergesprungen und hat meinen Funken befeuert. Und das ist dann dabei herausgekommen.

Ich wünschte mir, wir könnten das in allen Beziehungen so erleben und praktizieren. Dann bräuchte es keine Wort mehr. Und wenn, dann wären sie ausgeglichen... und lassen tief blicken. Denn wo Authentizität herrscht, da spricht die absolute Wahrheit. Weil die sich aus einer Quelle speist, die jenseits der Logik liegt. Das ist die Energiequelle, die nie versiegt. Und die liegt in jedem einzelnen von uns und in unserer Verbindung.

Und endlich konnte ich so eine Verbindung mal zu einem anderen Menschen herstellen. Kontakt hergestellt. Energie fliesst... Wunderbar! Und so werden Wunder wahr!

Damit möchte ich Euch ermutigen Eure wunderbaren Talente und Fähigkeiten mit anderen zu teilen. Denn sie bereichern alle. Nur durch das Teilen von Freud und Leid und Schmerz und Liebe kann echte Verbindung, echter Kontakt und Energiefluss entstehen. Und damit Sinn.

Max Selber Ergotherapie
Ach wie lustig... ich mach ja grad meine eigene Ergotherapie. Durch das Von-der-Seele-Schreiben, durch Kontakt zu lieben Menschen, die mir Mut machen und den Weg mit mir zusammen gegangen sind, durch das Comic zeichnen. Mit der Glaa aus ERH. Mit viel Nachdenken und Forschen und Entdecken. Das ist ja toll!

Wusstet Ihr, dass die Polizei nicht kommt, wenn Eure Einfahrt zugeparkt ist aber sehr wohl, wenn Ihr wie ich für gemeingefährlich gehalten werdet und in die Psychiatrie transportiert werdet?

Also wenn Ihr was brauchen dud, dann kommt sie ned. Aber wenn andere denken, dass sie wüssten , was Du brauchen dusd, dann kommens sogar im Doppelpack daher. Einer sitzt nämlich mit Dir hinten, weil das so Vorschrift und bei gfährliche Leut auch sinnvoll is.

Ich bin verwirrt. Versteh ich ned. Aber ich versteh ja so viel ned.

Soderla widder a weng Ergotherapie in Comicform. Ich glaab, ich mach an Comicadventskalender für Euch :)

Kommunikationsstörungen
Ist Euch schon mal aufgefallen, dass die Kommunikationsstörungen, Verständnis- , Verstehenprobleme durch den Mundschutz noch verstärkt werden? Faszinierend.

Und deshalb hab i an Cartoon draus gmacht :)
ICD ist der Wälzer der Krankheitsdiagnosen. Da sich sovill der ICD-User die Freiheit gnumma hamm, mich mit diversen Etiketten zu versehen und in Schubladen zu stecken, ahb ich mir desmal derlaubd, der ICD a boar Diagnosen hinzuzufügen. Des habder etz davo! ;-)

Wie Du mir so ich Dir.

Monologeritis
Scho komisch... mei Mama hat gar ned die Zeit ghabt, wegen meiner kranken Schwester, mir als Kind Monologe zu halten. Also bin ich halt einfach gross wordn, weil ich pflegeleicht war. Als Autist beschäftigst Du Dich mit Dir selber. Und zwar in Ruh. Weil Du ja selber Ruh brauchst. Und das is für ein Umfeld, das es ned leicht hat, ganz angnehm

Und wegen der hyperaktiven Amygdala bleibst auch woanders so. In der Schule oder im Kindergarten oder auf Arbeit. Unsichtbar, verlässlich und praktisch und mit schneller Auffassungsgabe. Ich passe mich den Anforderungen von anderen Menschen an wie ein Chamäleon. Wie ein Chamäleon bemerken sie es nicht.

Allerdings scheinen sie es zu merken, wenn ich nimmer da bin, dass das was fehlt. Jemand, der ihnen zugehört und sie verstanden hat. Ihnen entgegengekommen ist. Weil die andern das gar nimmer können, weil sie das ich-habe-keine-Zeit-Syndrom haben. Des is fei a ned grod as gsündeste..

Derzeit kann ich nimmer für sie da sein, weil ich für mich dasein muss. Weil es ned geht. Und anscheinend hat das weder mei Ergo noch mein Kollege verstanden, der mich die Woche angerufen und von der Arbeit erzählt hat. Die interessiert mein Hirn grad null die Bohne.... es hat andere Probleme.

Mein Hirn signalisiert mir beim Gespräch (was ein einseitiger Monolog meines Anrufers wird), dass es nimmer kann. Ich sag das dem Anrufer. Er sagt dass er Verständnis hat und redet trotzdem weiter. Weil er das von mir gewöhnt ist, dass ich das abkann. Derzeit geht das aber nicht mehr. Mein Hirn hat keine Ressourcen mehr. Nächstes mal werd ich sagen, ich kann nimmer und dass ich aufleg und Ade sagen. Notwehr.

Also irgendwie hören mir die Leut jetzt immer noch nicht zu. Und nehmen mich immer noch nicht ernst. Obwohl ich doch bewiesen hab, dass ich zuverlässsig bin und genau das ist dasselbe in grün. Ich habe also bewiesen, dass, das, was ich sage und mache verlässlich ist. Und sie mir trauen und vertrauen können. Und das tun sie auch. Allerdings nur aus ihrer Richtung.

Komisch... denn es ist ja eine beidseitige Geschichte. Und derzeit kann ich nimmer Rücksicht auf andere nehmen, weil mein Hirn im Notwehrmodus mit Überleben beschäftigt ist.

Empathie und Verständnis ist was beidseitiges. Und Vertrauen auch. Wie kommt es , dass es zu einer Sackgasse und Einbahnstrasse geworden ist? Ich hab mir doch soviel Mühe und soviel Energie inverstiert, dass genau das NICHT! passiert. Seltsam. Ich bin verwirrt.

So hab ich heut bei der Krankenkasse wegen dem Krankengeld und Fragen dazu angerufen. Und gestottert und erklärt, dass ich einen Schlaganfall hatte und mir nix merken kann. Jetzt soll ich um 11 Uhr zurückrufen. Ich glaub nicht, dass sich mein Gehirn das merken kann. Die Nummer sollt ich aufschreiben, dabei hab ich sowohl mit dem Schreiben als auch mit dem Lesen aufgrund des Schlaganfalls Probleme. Dass das ein Mitarbeiter einer Krankenkasse nicht weiss, der ja für kranke zuständig ist, finde ich sehr verwirrend.

Da wär es empathisch gewesen zu sagen, wir rufen Sie zurück. Aber was will man shcon von einer Self-Service-Outsourcing-Gesellschaft verlangen? Da wird halt auch die Empathie, das Verständnis und das Mitgefühl und anscheinend auch das logische Denken outgesourced in den Self-Service.

Und dann macht sich der Service an sich überflüssig, weil er ja keiner mehr ist. Schon seltsam, wenn man bedenkt, dass der Service-Sektor der Sektor ist, der am meisten wächst. Weil keiner mehr mit der Bürokratie und der Kompliziertheit zurechtkommt.

Früher kompasierte uns unsere Amygdala durch den Dschungel und bewahrte uns vor Säbelzahntiger und anderlei Gefahren. Heute kauml;mpft sie sich durch den Dschungel der Bürokratie und Empathielosigkeit und die Servicewüste und soll alles selber machen. Self-Service.

Weil das alle machen, wird das unserem Hirn zuviel. Denn es arbeitet ja effizient und energiesparend. Also kann es irgendwann nimmer. Ich schaff es ned das Windows 10 Update einzuspielen. Es ist mir einfach zuviel! Ein Update des Fernsehers, der smarter als ich sein soll? Wenn er so smart ist, warum kann er das nicht selber machen? Warum braucht er dabei meine Hilfe?

Das geht mir an vielen Stellen so. Da werden immer mehr Services der Personalabteilung auf den Mitarbeiter ausgelagert und stehlen ihm so immer mehr Zeit seiner wertvollen Arbeitszeit. Also verbringt man dann die Zeit damit Dinge zu klären und zu erfragen anstatt mit der eigentlichen Arbeit. Weil alles dadurch immer komplizierter wird. Und die vielen Services auch noch nicht mal miteinander zusammenarbeiten können. Das Ergebnis ist: die Mitarbeiter können es dann auch nimmer!
Weil alles zuviel ist!

Und wenn das mal soweit ist, dann zieht Euer Gehirn die Notbremse, den Stecker. Glaubt mir, ich hab das erlebt. Des is fei a ned grod as gsündeste. Aber gsünder scho als den Irrsinn weitermitzumachen.

Die Frage ist für mich auch, wo lebt denn der Irrsinn? In der Psychiatrie war das Leben entschleunigt und einfach. Strukturiert durch die Mahlzeiten. Und dazwischen mal Ergotherapie und freie Beschäftigung und Spazierengehen. Wir hatten eins: Zeit.

Ist der Irrsinn nicht draussen in den Büros zu finden? Wo keiner mehr Zeit hat und alle am ich-habe-keine-Zeit-Syndrom leiden? Und ihre Tätigkeiten Notwehrbedingt auf den nächsten in der Prozesskette outsourcen (auslagern) und somit das Problem ans Ende der Kette weitergeben? Und letztendlich alle am Prozessbeteiligten zum Kollateralschaden werden? Und der Geservicete bekommt statt praktischer Hilfe nur Hürden und Hindernisse in den Weg gestellt? Bzw. endet als Schadensfall?

Wir scheinen grad in einem Prozess zu stecken, wo die , die immer empathisch, mitfühlend und im stillen vor sich hin-netzwerkten und alles im Lot hielten, und die jetzt einmal wirklich praktische Hilfe brauchen, in der Servicewüste verdursten gelassen werden. Weil sie einfach nimmer selber bis zur nächsten Oase laufen können.

Wenn sie es dennoch schaffen , einen vorbeieilenden um Hilfe zu bitten, (der hat ja keine Zeit) dann bekommen Sie von ihm den Rat doch was zu trinken. Und er rennt weiter. Und lässt sie verdurstend in der Wüste zurück. Des is fei a ned grod as gsündeste.

D.h. es findet gerade ein spannendes Freilandexperiment statt. Was passiert, wenn alle , die geholfen haben, nicht mehr helfen können? Bricht dann alles zusammen? Oder kommt es zu einer Zeit des Erwachens der Vorbeieilenden? Denn sie finden sich durch den Wegfall der ihnen Wasserbringenden (die jetzt in der Wüste liegen und verdursten), bald selbst als in der Wüste liegend vor.

Raffen sie sich auf? Oder können sie das gar nicht mehr? Eine spannende Frage. Ich bin gespannt. Wissen sie dann endlich die Hilfe, die sie bisher immer als selbstverständlich wahrgenommen haben und gar nicht mehr gesehen haben, zu schätzen? Dann besteht noch Hoffnung... auf eine Befreiung und Besinnung der Gesellschaft.

Andernfalls wird die Natur das Gleichgewicht wiederherstellen. Auch das wird spannend.

So: nach soviel Ernsthaftigkeit jetzt ein Comic. Obwohl das was jetzt alles passiert ist ja irgendwie auch zum Lachen! So schräg und schebs ist das alles! Die Tragikkomödie des Lebens halt :)

Apropos... um 10 nach 11 ist mir dann doch noch eingefallen, dass ich die Krankenkasse anrufen soll. Und der war sehr nett und meinte am Ende: ist alles gut.

Und das find ich schon wieder lustig. Denn das ist seine Sicht (Krankengeld, Bürokratie geht ihren Gang...) ;-)
Aus der Sicht meines Hirns nach dem Schlaganfall sieht das irgendwie ganz anders aus ;-)
Oh cool! Ich glaub , ich mach da draus einen Telefoncomic :) Ich hab da jetzt Lust drauf! Mein Hirn macht nur noch das, worauf es Lust hat. Seit dem Schlaganfall und Reboot. Das find ich ganz praktisch.

Ich bekomm ja , weil es ein untypischer Schlaganfall war auch keine Reha oder so. Aber im Endeffekt ist mein Hirn darüber ganz froh. Weil das ja wieder Menschen wären, die es nur gut mit mir meinen und daraus wird dann auch wieder ne Gut-Gemeinheit und ich ende als Kollateralschaden.

Obwohl... der Neurologe hat ja gemeint, dass man jetzt nix merh machen kann. Dann macht eine Reha vielleicht nur Sinn, wenn bei einem typischen Schlaganfall der Abbau des Hirns (linke Gehirnhälfte) noch nicht soweit vorangeschritten und durch die Krankenhausmassnahmen aufgehalten werden.

Er hat gemeint, ausser Blutdruckmessen kann ich nix machen. Und er auch ned. Das vergess ich aber und ausserdem ist mir das auch zu anstrengend und der Druck ist meinem Nervensystem unangenehm und schmerzhaft. Also lass ich es. Ich kann es mir ja eh nicht merken.

Dann ist eine Behandlung aus Sicht des Gesundheitswesesn aus ihrer Sicht für mich also wirklich sinnlos. Weil da nix mehr zum Rehalieren da ist. Dann freut sich aus meiner Sicht mein Gehirn, weil es endlich das bekommt, was es braucht: seine Ruhe! Endlich! Ich bin austherapiert und einmal durch die Bürokratie durchgenudelt. Aha. Dann ergibt das also doch einen Sinn. Allerdings muss man das dann von hinten her durchdenken.

Das deckt sich aber mit den Erfahrungen meiner Mama mit meiner Schwester. Sie ist jahrelang mit ihr in die Klinik zur Kontrolle EEG machen. Und dann ham sie ihr dort mal das Hirn verbrannt. Das mein ich wortwörtlich. Die Elektroden und die Wahrnehmung meiner Schwester waren nicht kompatibel. Weil das Nervensystem meiner Schwester zu hypersensibel ist. Und da kann man dann Verbrennungen davontragen, wo andere Menschen halt schadensfrei bleiben.

Also auch meine Schwester ist schon ein Kollateralschaden. Ein durchgenudelter. Ein 43 jahre alter. D.h. es hat sich nix geändert. Obwohl... die Geschwindigkeit der Durchschleuseritis! Dann ist es ja doch für mich besser gelaufen, denn mir wird und wurde dann weiteres Krankenhauslaufen und so erspart.

Dann sind sie zu einem Neurologen und der hat sie dann gefragt, warum sie überhaupt da seien. Weil es anscheinend aus seiner Sicht keinen Sinn mehr ergab. Meine Mama hat das aber anders gesehen. Weil sie sah Fortschritt wo andere nur Stillstand sahen. Weil sie die kleinen Veränderungen wahrnahm. Sie schrieb ihr Kind nicht ab. Das tut auch keine Mutter. Und deshalb sind wohl alle Mütter Kämpfer, weil sie gegen die Bürokratie zum Wohle Ihrer Lieben lebenslang kämpfen.

Wäre es nicht einfacher das System zu ändern , damit auch die die Hilfe bekommen, die sie brauchen? Da wo noch am meisten zu erreichen ist? Denn das ist da, wo am wenigsten funktioniert.

Stattdessen macht man es derzeit genau andersrum. Da wo wenig zu erreichen und zu verbessern ist, wird am meisten Zeit rein investiert. Das ist wenig energieeffizient auch aus der Sicht usneres Gehirns.

Dafür müsste sich aber die Vorstellung von dem, was "Funktionieren" bedeutet, schlagartig ändern. Das schafft unser Hirn mit einem Systemabsturz (Schlaganfall, Herzinfarkt, ....). Also wenn wir krank werden. Denn dann sehen wir die Dinge aus einer neuen Perspektive. Und des is dann des allergsündeste!

Ach so... dann hätte das Paraffinbad, das ich einfach weiter bei meiner Ergo wollte und die Schallwellentherapie aus aktueller Hirnsicht auch keinen Sinn mehr gemacht, weil das Paraffinbad zu heiss war (das hab ich und auch andere Patienten so wahrgenommen und dann verbrennt man sich, ist mir ja schon in der Klinik in Frankfurt passiert. Das liegt aber nicht an der Hitze des Paraffinbads und dass es kaputt wär sondern an unserem Nervensystem! Wow!). D.h. Verbrennungen sind die Folge. Also Schaden für die Patienten.

Da die Behandler dies nicht wahrnehmen und wegen dem ich-habe-keine-Zeit-Syndrom auch nicht die notwendigen Behandlungsanpassungs-Schlüsse daraus ziehen, wird der Patient zum Problem oder als austherapiert deklariert. Ach so funktioniert das! Das ist wiederum logisch nachvollziehbar. Auch wenn es aus rein therapeutischer und patientensicht keinen Sinn ergibt.

D.h. die Therapie müsste auf den Patienten und auf sein hochsensibleres Nervensystem angepasst werden. Stattdessen habe ich die Erfahrung gemacht, dass die meisten Therapeuten erwarten, dass ich mich auf sie anpasse. Das habe ich und mein Hirn noch nie verstanden. Aber so ist es heutzutage.

Irgendwie faszinierend!

Und das funktioniert halt ned.
Wartet mal.... !
Desensibilisierung.... Das ist ja das, was in den Therapien das Ziel ist.
Geht das überhaupt? Ist das überhaupt sinnvoll? Hat das mal jemand überprüft?

Kann es nicht eher sein, dass wir aufgrund unser lebenlangen Erfahrungen immer sensibler werden? Weil das sinnvoll ist!

Weil wir nur wenn wir sensibler werden schwarmitnelligent werden und die Not von anderen Menschen wahrnehmen? Und so wie die Spatzen im Flug im Schwarm halt nicht mit den Nebenspatzen kollidieren?
Dann ist ja die Sensibiltät, die Hochsensibilisierung (der jungen, die in der Psychiatrie landen, der Kranken und Chronitischen) die Lösung für die Probleme unserer Zeit!
Wow!

Ihr befindet Euch im Krieg?
Äh... sagt mal... ein Freund hat mir erzählt, dass alle Menschen Uniformen tragen, auch wenn sie gar keine anhaben.
Wir sind über das Thema Polizisten drauf gekommen. Er hat mal einen Strafzettel bekommen, weil er sein Auto nicht abgeschlossen hatte. Ich wusste nicht, dass Vergesslichkeit eine Straftat ist. Also auch hier wird wieder aus Gut-Gemeintheit eine Gut-Gemeinheit. Faszinierend!

Zurück zu den Uniformen. Das ist wohl auch dieses Rollen-, Schubladen- und Klischeedenken. Ist das alles dasselbe?
Nur in unterschiedlichen Bezeichnungen? Ach ist das wieder kompliziert. Wieso nennt niemand das Ding was es ist?
Also ich versteh das so, dass er sich über seinen Beruf indentifiziert und auch im Privatleben der Berufsausübende ist und so wahrgenommen und geschätzt wird.

Und dann bleibt es doch im beruflichen und privaten bei einer Art "professionellen Distanz". Kommt dann überhaupt irgendwo in Eurem Leben echte Nähe und Authentizität zustande? Also ich bin davon umgeben.... Ich fände das sehr traurig, wenn ich sie nicht hätte.

Sehnt Ihr Euch deswegen so sehr nach Liebe und danach so angenommen zu werden wie Ihr seid, weil Ihr in Eurer Rüstung im Kriegsgebiet unterwegs seid?

Darf ich Euch was sagen? Es gibt keinen Krieg. Den gibt es nur in Eurem Kopf. Zieht die Rüstung aus und zeigt Euch so wie Ihr seid. Im Endeffekt ändert Ihr damit ja nix. Nur Eure Einstellung. Ihr seid einfach Ihr selbst. Wer solltet Ihr auch sonst sein?

Wenn Ihr mit einer R&uumL;stung herumlauft, die piekst und wehttut, wenn man sie berührt, dann wird Euch auch niemand anrühren! Oder wann hattet Ihr zuletzt Lust einen Kaktus zu umarmen? Des is fei a ned grod as gsündeste!

Warum zieht Ihr sie nicht einfach aus?

Bei mir ist das anders. Ich bin überall "in zivil" unterwegs. Ich wusste nicht, dass man sich für die Welt da draussen in eine Art Tarnrüstung werfen muss. Ich komme immer unbewaffnet und in Frieden.

D.h. dass was Eure Amygdala an mir irritiert als anzieht (1:1) aber abschreckt (n:1), ist dass ich unbewaffnet durch die Gegend hatsche? Wow!

Allerdings erklärt das, dass ich so oft im Kugelhagel als Kollateralschaden lande und ende, wenn die anderen sich im Gefecht befinden. Erstaunlich!
Ist das wirklich so?

Also ich bin einfach. Ich zeige durch das was ich tue und mache und sage, wer ich bin. Und bei mir gibt es sowas wie professionelle Distanz gar nicht. Meiner Erfahrung nach funktioniert doch Kommunikation und echtes Verstehen und Verständnis nur, wenn ich das genauso mache.

Das merke ich auch immer wenn ich im 1:1 Kontakt mit Menschen bin.
In Gruppen ist das anders. Ach so... wenn die Mehrheit, die anderen ausser mir , alle Rüstung tragen und sich im Gefecht befinden, dann erklärt das auch, warum mich Menschen, die mich kennen, wenn sie in Begleitung sind, gar nicht grüßen.

Da bin ich ihnen peinlich. Sie fremdschämen sich für denjenigen, der ohne Rüstung und unbewaffnet unterwegs ist. Warum?
Kann mir das bitte mal jemand erklären?

Und warum seid Ihr alle im Krieg? Wir leben doch im Paradies! Die gebratenen Amazonpakete kommen per Hermes-Götterboten zu uns geflogen...
Was wollt Ihr denn noch?

Irgendwie versteh ich Euch alle nicht.... Wieso macht Ihr alles so kompliziert?

Es kann doch alles so einfach sein. Weil es einfach IST! Kopf kratz ....

Aber damit behindert Ihr Euch doch nur selber! Ihr begrenzt Euer Potential und Eure Fähigkeiten, weil Ihr so starr an Eurer Uniform klebt. Also bin nicht ich der Behinderte sondern Ihr...

Faszinierend!

Auffallend unauffällig ...
Ach so.. wenn Menschen, die mich so kennen in Gruppen auf mich treffen, dann fremdschämen sie sich, weil sie Angst haben, dass sie wenn sie sich mit mir abgeben, auffallen. Sie haben also Angst von der Gruppe ausgeschlossen zu werden, weil sie jemanden wie mich kennen.

Das ist übrigens ein ganz natürliches Verhalten in Gefahr. Don Tillman der aus dem Rosie-Projekt hat das ja anschaulich so beschrieben.

Der Feind nähert sich und das Baby schreit und droht das eigene Versteck zu verraten.
Was tut Ihr?
Die Antworten der autistischen Kinder waren kreativ und gemischt: das Baby erschiessen, wie lange hält das Baby ohne Luft aus?, die Feinde erschiessen, den Feinden auflauern ....

Die Eltern waren zu geschockt von der Situation und der Frage.

Als die Kinder dann ermutigt von ihrer Antwort-Kompetenz : Aspies sind geil! skandierten und auf den Tischen die Hände in die Höhe reckten und sich freuten, da taten sie aber genau dasselbe.

Sie zogen die Kinder von den Tischen und fremdschämten sich. Also sie hatten Angst aufzufallen. Das ist genau dasselbe Szenario wie mit dem schreienden Baby. Aber halt im Alltag. Was beweist, dass unsere Wahrnehmung unseren Alltag als Gefahr betrachtet. Und auch das ist meiner Ansicht nach natürlich.

Es war ja schon immer so. Angst schützt uns. Sie ist unser Bodyguard vor Gefahr. Das heisst sie ist gut. Wie der Schmerz halt auch will sie uns vor Gefahr und Schaden bewahren.

Unsere Vorfahren schützte sie im Dschungel und uns schützt sie im Dschungel der Bürokratie. Also soviel hat sich ja doch nicht geändert Dschungel hin oder her.

Gefressen können wir immer noch werden. Aber halt anders als früher. Die Form des Gefressenwerdens hat sich gewandelt. Transformiert halt. Die Bürokratie der Gut-Gemeintheit schluckt uns und spuckt uns hinterher wieder aus.

Meiner Oma war mein Verhalten auch immer unangenehm. Sie fiel mit mir auf. Sie hat mir zwar meine Verhaltensweisen abgewöhnen können, einige davon haben sich dann halt "unterirdisch" ihren Weg gesucht oder sich in Wutausbrüchen entladen... irgendwo muss die Energie ja hin. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Anscheinend hat es auch nix genützt, denn meine Mama sagt ja auch: Mit Dir fällt mer überall auf.
So bin ich halt. Mei. Akzeptiertses oder lasst es. Eure Entscheidung, Euer Problem.

Warum wird soviel an menschlichem natürlichem Verhalten als behandlungsbedürftig und behandlungspflichtig eingestuft? Doch ned, weil es die Betroffenen stört. Doch weil es die Umstehenden stört. So wie es die Polizei stört, dass das Auto meines Freundes nicht abgeschlossen war. Aber warum? Ist das nicht sein Problem? Also wenn das Auto gestohlen wird?

Ich mein, ich find es ja nett, wenn einen jemand auf sowas hinweist. Aber dass das Verhalten dann bestraft wird, bzw. die Vergesslichkeit, das versteh ich nicht. Denn wer vergisst nicht mal was? Also mir geht das andauernd so. Erst recht nach dem Schlaganfall. Werd ich jetzt zum Dank dafür auch noch bestraft, weil ich mir deswegen nix mehr merken kann? Wundern tät es mich nicht. Denn im Endeffekt ist mir genau das mein ganzes Leben lang passiert. Ich wurde für Dinge, für die ich nix kann, weil mein Gehirn halt anders konfiguriert ist, bestraft. Ja, es war immer gut gemeint. Aber endete meist in einer Gut-Gemeinheit. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Nun stell ich fest, das geht nicht nur mir so! Euch auch! Was ich nicht verstehe: das ist okay für Euch? Für mich ist es das nämlich nicht. Ich bin verwirrt... Ihr seid alle komisch...

Obwohl... das ist ja wieder Quatsch. Es ist ja gesund die Energie zu entladen (bei einem Gewitter passiert ja dasselbe) als das Grummeln zu unterdrücken. Das tun aber Reizdarm-, und Reizmagenmedikamente z.B. und Schmerzmittel und Schlaftabletten und viele Dinge, die wir uns heute anstatt Zeit und Ruhe und Erholung gönnen ....

Heilung soll schnell gehen. Reha soll uns schnell wieder unter viel Druck von Therapeuten wieder zum schnellen Funktionieren bringen.

Ist es das, was unser Körper und Hirn will? Das glaube ich nicht. Meine Sichtweise und die geht soweit ich es spüren und sehen kann auch mit meinem Hirn und Körper dakkord.

Warum bremst uns unser Körper denn aus? Weil wir zu schnell unterwegs SIND!

D.h. er schreit schon mit Leibeskräften: Ich brauch eine Pause!

Und was macht Ihr? Ihr sagt: Nö, brauch ich nicht , will ich nicht. Ich will weiter im Highspeed unterwegs bleiben und auch schnell wieder dahinkommen. Und dann kämpft Ihr um wieder ins Leben zu kommen.

Wenn ich mich erhole und pausiere, dann brauch ich nicht zu kämpfen. Dann geb ich mir Zeit. Dann gönn ich mir die Zeit, die ich brauche. Das ist das Gegenteil von Druck. Ich nehm mich raus. Und bleib nicht drin.

Gestern hab ich eine Sendung zu Covid-19 gesehen. Eine Intensivstation. Sind bei allen Covid-19er Patienten die Finger geschwollen? Haben die alle Wassereinlagerungen? Ist dann nicht der Druck schon zu hoch? Also zuviel Energie?

Mir ist halt auch aufgefallen, dass das Beatmungsgerät in einer tour hektisch ein-aus-ein-aus als Takt hatte. Atmet Ihr so? Also ich nicht. Bei mir sind zwischen ein und aus immer Pausen. Und das ergibt auch Sinn, weil nur in den Pausen Erholung stattfinden kann. Macht Ihr das etwa anders? Könnt Ihr unter Hochdruck Euch erholen? Also ich kann das nicht.

Und auch auf Reha geht es darum sich ins Leben zurückzukämpfen. Habt Ihr schon mal gekämpft, wenn Ihr Euch erholt habt? Also wenn Ihr mal nix macht.... dann kämpft Ihr doch nicht. Ich bin verwirrt.

Ist nicht die Grundidee falsch, dass ich immer was machen muss? Die Psychologin aus der Schmerztherapie hat mir auch erzählt wie wichtig Pausen sind. Allerdings bezweifle ich, dass sie das selber anwenden konnte, so hektisch wie sie immer unterwegs war. Unter Hochspannung und weil sie soviel Druck auf mich gemacht hat.

Das hab ich nicht verstanden und es hat mich auch zutiefst irritiert. So wie die angespannte Entspannungslehrerin. Zwischen Entspannung und Anspannung gibt es nämlich noch einen Zustand dazwischen: die Pause, das Nichtstun. Und da findet dann die Heilung und Erholung statt.

Bei den Vögeln gibt es auch zwei Strategien: intensiv und schnell leben. Also kurz.
Oder gemächlich und lang.

Dann haben wir diese Wahl ja auch. Ich konnte noch nie mit den anderen mithalten. Ich war immer die langsamste, die kleinste, die , die für viele Dinge, die den meisten leicht fielen am längsten brauchte.

Doch das war mir nie wichtig. Es ist nämlich viel schöner, etwas zu erreichen, was einem Mühe macht. Weil dann die Freude umso grösser ist. Bei meinen Klassenkameraden hatte ich den Eindruck, dass sie gar nicht zu schätzen wissen, was Ihr Körper und Hirn da alles leistet. Sie sind blind dafür gewordne. Und taub auch. Weil sie nicht mehr auf ihn hören.

Mir ist noch nie was anderes übrig geblieben. Denn wer nicht hören will, muss fühlen. Und das ist natürlich und nicht gemein sondern äusserst gut gemeint.

Denn es sind die Alarmglocken die bimmeln. Aber so wie wir das blinkende Ölämpchen am Auto ignorieren , so fahren wir auch uns selbst auf Verschleiss. Und dann geht es in die Reparaturwerkstatt. Der Arzt und Mechaniker soll es dann richten.

Und der kann dann gar nicht glauben, was wir da mit uns angestellt haben. Er ist fassungslos. Und weil wir dann auch nicht auf ihn hören sondern schnellstmöglichst genauso weitermachen wollen wie vorher - auch das ist natürlich, weil unser Hirn ja Energie sparen will und umlernen kostet erstmal Energie - bringen wir ihn zur Verzweiflung und unser Hirn und unseren Körper gleich mit.

Glaubt mir. Ich sprech da aus Erfahrung. Ich war ja auch so. Und bin es auch heute noch. Ich tu mir sehr schwer auf die Signale meines Körpers und Hirns zu merken. Ich versuche besser darin zu werden.

Denn der beste Arzt kann genau wie ein Automechaniker nur am Ist-Stand herumdoktern. Heilen müsst Ihr selber. Und dazu braucht Euer Körper und Hirn Eure Hilfe. Zeit und Erholung. D.h. er möchte Euch vom ich-habe-keine-Zeit-Syndrom kurieren und tritt deswegen auf die Notbremse. Er bremst Euch aus, weil er gern noch ein paar Jahre leben würde. Das ist ja im Eigeninteresse von Hirn und jeder Körperzelle. Wir sind für sie verantwortlich! so wie sie alle Verantwortung für uns übernehmen. Doch dieses Teamwork sehen wir nicht mehr!

Wir wissen die Arbeit, die unser Team vollbringt , gar nicht mehr zu schätzen! Nein, wir vertrauen ihm auch nicht mehr! Wir kontrollieren ständig seine Arbeit. Das macht dem stärksten Team zu schaffen. Oder arbeitet Ihr gern, wenn Euch einer dabei zuschaut? Ich nicht. Ich hab dabei gern meine Ruhe. Und ich denke, wenn das mir so geht, dann geht es meinem Dr. Max Selber (Vagusnerv, Immunsystem, Organe, Zellen, Bakterien, Viren ....) auch so. Warum sollte es da anders sein?

Und so helfen wir ihm auch nicht. Dabei sind wir Teil des Teams. Wenn wir so weitermachen wie immer, dann wird es schlimmer. Denn dann schreit unser Hirn und Körper um so lauter. Was soll er denn sonst machen, wenn wir nicht hören?

Zurück zum Fremdschämen und der Angst von der (Peer-)Gruppe ausgeschlossen zu werden. Da ich es nie geschafft habe, zu irgendeiner (Peer-)Gruppe zu gehören (nicht, dass ich es nicht versucht hätte, das Ergebnis war immer sehr schmerzhaft und enttäuschend , daher habe ich auch das Vertrauen in Menschen verloren und meine gesunde Skepsis zu allem und jedem gelernt) ist es mir wurschd, was andere denken. Ich weiss es ja auch beim besten Willen nicht! Es hat mir ja auch nie jemand erklärt und inzwischen bin ich zu alt für diesen Scheiss.

Das erklärt wie sich mein Bekannter aus dem Altenheim, dem ich den Laptop besorgt habe und der mir dann zum Dank die Tür vor der Nase zuschlug, weil er meine Hilfe zur Selbsthilfe nicht wahrnahm und auf sein bewährtes andere helfen mir (er hat eine andere "dumme" Fach-Informatikerin gefunden) zurückgegriffen. Weil er das so gelernt hat.

Ich konnte das nicht lernen, weil ich ja nie andocken konnte. Also hab ich gelernt: Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott. Dieses Denken ist meine Familienkultur.

Ich wusste nicht , dass andere Familien und Menschen anders denken. Und damit auch handeln. D.h. mein Bekannter aus dem Altenheim nahm mich nicht als Mensch (und Freund) wahr und an sondern sah nur die Rolle , den Beruf, den ich hatte. Fachinformatiker und was für ihn damit drin war. D.h. er konnte mich nicht einfach so annehmen wie ich bin.

Ich hab ihm letzte Weihnachten ja nochmal seine Lieblingssüssigkeit Dominsteine an die Tür gehängt. Taten statt Worte. Und vor zwei Monaten hab ich im offenen Bücherschrank noch ein Buch über Aquariumsfische gefunden. Da dacht ich mir, das wär was für ihn, auch jetzt wo das mit den Besuchen ja nicht sein darf. Also hab ich es ihm in ein Kuvert und am Altenheim in den Briefkasten geworfen. rein darf man ja nicht.

Seitdem hab ich ihn ab und zu beim Gassigehen von weitem gesehen. Und er mich auch. Ich winke ihm und grüsse ihn. Ihm scheint es unangenehm zu sein. Er guckt weg und tut so als würde er mich nicht sehen.

Als ich letztes Jahr die Mausefalle gekauft hab, ist er mir begegnet und da hat er auch so komisch rumgedruckst und konnt nicht schnell genug von mir wegkommen. Komisch. Mach ich ihm Angst? Weil ich nicht so reagiere wie er es gewohnt ist?

Macht Euch jemand Angst, der Euch so akzeptiert wie Ihr seid? Aber genau danach sehnt Ihr Euch doch! Kopf kratz... Ihr seid alle komisch....

Andererseits kann ich das auch verstehen, denn wenn ich unleidlich bin, weil mir alles zuviel ist , gereizt, und mich jemand "berührt" (ob mit nett-gemeinte Worten oder mit seiner Hand) dann geh ich auch hoch wie ein Zäpfchen. Warum sagt man das? Ich hab noch nie ein Zäpfchen hochgehen sehen.. oder abgehen...

Ich stell mir grad ein Analzäpfchen als Geschoss-Torpedo vor...

Nur eine feste echte authentische Umarmung hilft dann. Also genau dann wenn ich am wenigsten eine Umarmung zu verdienen scheine, dann baruche ich sie am nötigsten. Das scheint bei Euch nicht anders zu sein.

Ich habe meine Erfahrungen diesbezüglich in der Psychiatrie und daheim mit meiner Mama und Schwester gesammelt. Auch Feedback von Kollegen, die gegangen sind oder gegangen wurden, legen diesen Schluss nahe.

So hab ich einfach die Mit-Insassen gefragt, ob sie mich mal umarmen. Fest. Und das war schön und hat gutgetan. Und der Frau, der ihr Hund überfahren worden ist, hat das auch gutgetan.

Meine Hochspannungs - Zimmergenossenin fragte ich, ob es ihr hilft, wenn ich mich zu ihr ins Bett lege und sie umarme. Nestwärme gebe. Sie hat ja gesagt. Sonst hat sie nicht viel gesagt. Angespanntes Schweigen war ihr Markenzeichen.

Blöd nur, dass in dem Augenblick die Schwester reinkam und mir das verbot. Menschlichkeit und Nestwärme ist in klinischen Umständen verboten. Es steht sogar in meinem Befundbericht! ;-)

Anscheinend ist es nicht normal Menschlichkeit und Nächstenliebe und menschliche Wärme geben zu wollen. Das darf man nicht! Das wusste ich nicht.

Dabei ist es aus meiner Sicht genau das, was wir Menschen und unsere Gesellschaft am notwendigsten braucht. So angenommen zu werden wie man ist. Nestwärme. Piep, piep, piep ich hab Euch alle lieb :)

Und deswegen gibt es jetzt noch einen Comic. Danke an Tim für die Feedbackerei. Ich hatte nicht mehr damit gerechnet, weil er so viel zu tun hat. Und dann kam diese schöne Steilvorlage von der ich gestern berichtet hatte. So ensteht Inspiration und Kreativität und Nestwärme und Innovation. Die Energie des einen befeuert den anderen. Durch den Austausch von Sichtweisen. Und dazu braucht man Zeit. Die Zeit sich auszutauschen und voneinander zu lernen.

Lustig nur... er wollte sie sich gar nicht nehmen.... und jetzt ist es einfach passiert ;-)
Die Natur findet immer einen Weg :) Gell?!?! :)

Aber mer muss erst loslassen lernen und dann kommt es ganz von allein.... Ihr wisst ja, mit Druck geht das Ergebnis gegen 0. Und wenn Ihr loslasst, dann ist der Druck weg und dann passiert was passieren soll.... So einfach is des....

Das loslassenlernen üb ich noch. Des is gar ned so einfach.
Kontrolle ist gut, aber Vertrauen is besser :)
Weil es befreit! Druck ablassen = Spannung abbauen. Freiraum und Spielraum wird geschaffen. Und dann haben wir Lust, etwas zu tun... weil wir es nicht tun müssen... :)

So... viel Spass mit dem Comic!

Ach so ist das...
Es gibt nach meiner bisherigen Erfahrung zwei Arten wie Menschen Beziehungen gestalten. Wobei es Mischformen gibt. Mehr kenn ich aber derzeit nicht.

Diejenigen , die etwas in der Schule oder im Studium lernen und dann anderen Vorträge halten. Die hamm ja den Frontalunterricht gelernt. Hören aber nicht auf den zweiten in der Beziehung. Und dem geht es dann auf die Nerven, dass er nicht gehört wird und sucht das Weite. Daraus resultiert auch das Ärztehopping.

Aus demselben Grund hab ich auch meine Ergotherapeutin verlassen. Die hat sich aufgeführt wie meine Mama! Also bitte: ich bin schon gross. Ich kann das selber.

Sie hat nur ihre Sichtweise zählen lassen und gemacht was sie wollte! Ich war mir nicht bewusst, dass in einer funktionierenden Beziehung die Kommunikation auf Augenhöhe stattfinden muss und hatte mich auch daran gewöhnt. Also es fällt mir sehr spät auf, weil mir das meistens so geht. Ihr wisst schon: false belief oder einfach Gewohnheit. Unser Hirn macht es sich da halt einfach.

Ein Therapeut sollte aber nicht das machen, was ihm gut tut, sondern das, was mir guttut! Das hab ich Ihr gemailt und Schluss gemacht. Jetzt rechnet sie das Rezept ab. Juchu. Endlich werd ich von ihr ernst genommen! Ein Erfolgserlebnis. Denn was will sie auch anderes machen, wenn ich nicht mehr zu ihr komme und sie nie wiedersehen will...
Jetzt ist es Ihr Problem und nicht mehr meins. Ich habe das Problem also dahin zurückgegeben wo es hingehört. Ich fühle mich phantastisch!

Ich gebe zu das war nicht von anfang an so. Denn mein Hirn hatte sich ja dran gewöhnt. Und hatte ihr vertraut. Nun hab ich nach 6 Jahren erkennen müssen, dass zwischen uns die Vertrauensbasis fehlt. Sie behandelt mich wie ein kleines Kind! So hat meine Mama mich allerdings nicht mal als Kind behandelt und dafür bin ich ihr sehr dankbar.

D.h. ich hab viel aus dieser kleinen Krise gelernt. Ja, es war schmerzhaft aber heilsam.

Also wenn ich zu einem Therapeuten gehe, dann zu einem der selber krank war und sich selber geheilt hat. Der weiss dann nämlich wie das geht. Weil er die Praxis kennt.

Das ist ja auch das Geheimnis und der Erfolg der dualen Ausbildung. Schule und Praxis. Learning by doing und showing.

Diejenigen, die aus der Praxis lernen, haben die Erfahrung, aber leider hören die "Profis"(Theoretiker) nicht auf sie! Dabei können sich die Theoretiker auf diese Praktiker immer verlassen. Sie beweisen tagtäglich durch Ihr Tun, was sie können. Aber das nehmen die Theoretiker gar nicht mehr wahr! Weil sie im Überlebensmodus , weil Ihr Profitum nicht funktioniert, unterwegs sind. Sie saufen ab. Und reissen die Praktiker durch das nicht auf sie hören mit in den Abgrund.

Die Praktiker verlassen dann wenn sie sehen, dass es sinnlos ist, das sinkende Schiff. Wenn sie merken, dass sie niemand mehr sieht und wahrnimmt. Und das ist aktuell überall der Fall. Pflegenotstand, Fachkräftemangel ...

Dabei wird der ja erst durch die Profis verursacht, die nicht auf die Praktiker hören! Denn durch das kopflose Weiter-So verschärfen sie die Situation noch für die Praktiker und machen ihnen das Überleben unmöglich. Das Arbeitsumfeld wird zum Feindesland.

Egal was man macht, es hilft nix. Es wird nur noch immer schlimmer.

Ach so funktioniert dieser Mechanismus. Dabei wär es ganz einfach, den zu überwinden. Einfach mal wieder den Praktikern zuhören und auf sie hören. Und entsprechend handeln. Dann hätte ihre Arbeit nämlich wieder einen Sinn.

Dabei handelt es sich beides mal um Instinkt und Intuition, die aufeinandertreffen.
Der Überlebensinstinkt der Theoretiker und die Intuition (Schwarmintelligenz) der Praktiker. Beide sind miteinander nicht kompatibel.

Das Ergebnis ist dann meiner Erfahrung nach, dass die Praktiker auch in den &UumL;berlebensinstikt verfallen. Es bleibt ihnen ja in dem feindlichen Umfeld nix anderes übrig, dass die Theoretiker ihnen geschaffen haben.

Sinnvoller wäre es, dass die Theoretiker sich die Schwarmintelligenz aneignen. Das habe ich allerdings bisher noch nicht praktisch erlebt. Das glaub ich erst, wenn ich es seh.

Schwarmintelligente Kollegen nehmen wahr , wenn es ihrem Kollegen nicht gut geht und sprechen ihn drauf an und belassen es auch nicht dabei. Sie werden nicht übergriffig und bemutternd sondern bleiben auf Augenhöhe und fragen, wie sie einem helfen können und tun es dann auch.

So wie ich es in der Psychiatrie bei meiner Mitinsassin erleben durfte. Das war schwarmintelligenz vom Feinsten! Das ich das noch erleben durfte! Danke!

so und nun ein Comic zu dem Thema.
Das war mein Freund Flo ein Praktiker :)
Viel Spass!

Seltsambarkeiten...
Vorhin eine Mail bekommen, dass mir web.de meine Briefe per Mail ankündigen kann. Wozu soll das gut sein? Dann verdoppelt sich doch der Informationsfluss nur unsinnigerweise und somit die Datenflut.

Ich kann zwar verstehen, dass mer Angst vor der Post hat, z.B. wenn sie vom Amtsgericht oder anderen Behörden kommt und des einen erst vor kurzem in die geschlossene gsteckt hat, aber immer? Und vor jedem Brief?

Aber des nützt ja auch nix, weil mer dann ja auch ned weiss, was im Brief drinsteht. Und dann macht mer sich doch erst recht verrückt. Dann ist weniger wissen doch seligmachender. Und mehr Wissen führt zu mehr Sorgen.

Dann lieber sorgenfrei und ahnungslos im Hier udn Jetzt der rechten Gehirnhälfte unterwegs sein. Da ist es schön.

Gestern war ich bei meinem ärztlichen Psychologen in Fürth. Das war anstrengend. Der hat mir jetzt ein Attest geschrieben, dass ich nicht mehr in der Psychiatrie lande. Das schick ich jetzt noch an die Polizei und das Krankenhaus hier. Mehr kann ich nicht machen. Und eine Kopie steck ich mir in den Geldbeutel. Den räumens nämlich in der Psychiatrie aus und dann kann das was helfen, sodenn man ihn dabei hat.

Im Bus war mer zu fünft mit dem Busfahrer. Hin und zurück. Im Zug war es auch paradiesisch still und Platz ohne Ende. Herrlich! In Erlangen hatte ich Hunger und da hab ich mir gebrannte Erdnüsse gekauft.

Mit Trinken und Essen ist es aber dort essig, weil da die Polizei kontrolliert, dass mer die Maske aufhat. Also hab ich das Ding nonstop aufgehabt und dann trocknet der Mund schon recht aus. Und ausserdem hat sie mich total überreizt. Also ich werde dann grantig und hibbelig und unruhig drauf.

Und das mit dem Trinken ist dann auch ned so leicht. Dann kippen die Leut vom nicht-trinken um, weil sie Maske tragen. Und weil die Maske einen noch mehr austrocknet. Das ist auch wieder sowas was ich nicht versteh.

Und wenn mer den ganzen Tag unterwegs ist, dann braucht mer ja auch mal Energie und was zu essen. Auch damit man nicht umkippt. Das darf mer etz auch nimmer, weil da muss mer ja die Maske abnehmen. Also soll mer lieber vor Austrocknung und zu wenig Energie kollabieren als den Mundschutz abnehmen dürfen.

Dabei dachte ich die Notaufnahmen hätten mit den Covid-19 Fällen genug zu tun und deshalb soll mer besser auf uns aufpassen. Das dürf mer aber ned, weil die Maskenregel die anderen Kontexte nicht ber&uumL;cksichtigt. Also dürfte auch die Maskenpflicht Kollateralschäden nach sich ziehen. Wieviele weiss ich nicht. Mir macht sie auch zu schaffen. Das war gestern echt anstrengend und ich muss mich davon noch einige Tage erholen und Kraft und Energie tanken. Auch weil die Leut in der Stadt und am Bahnhof sehr gstresst sind und das entzieht mir zusätzlich Energie.

Und die Polizei bei der Kontrolle war auch alles andere als entspannt. Des is fei a ned grod as gsündeste, weil sich das ja mit der sozialen Ansteckung auf die Leut überträgt, die ermahnt werden. Und dann kann es zu weitere Überreizung, Wut und Konflikten kommen. Ihr wisst ja Kontrolle ist gut, Vertrauen is besser.

Etz werdet Ihr sagen, ja aber in Sachsen da ist es ja in der einen Ortschaft so schlimm, dass sie abgeriegelt werden soll. Und das ist passiert, weil sich die Leut nicht an die Maskenpflicht gehalten haben.

Die Maskenpflicht ist aber nur ein Parameter. Sicher kann der Auswirkungen haben. Das kann aber auch 2 hoch n andere Gründe haben. Auch dass mer bei den Inzidenzen Äpfel mit Birnen vergleicht. Denn soweit ich weiss, ziehen junge Leute immer noch von dort weg, weil sie keine Arbeit bekommen. Also bleiben dort nur ältere oder kranke oder arbeitslose zurück. Und schlechter bezahlt und geringere Renten bekommen sie ja auch.

Vergleicht Ihr nun einen westlichen gut gemischten Bereich mit einem in dem hauptsächlich ältere Menschen wohnen, dann kommt logischerweise eine höhere Inzidenz heraus.

Und die jungen, die zur Arbeit in die Stadt pendeln und die älteren versorgen, die bringen das ja auch aus der Stadt mit. Das hat der Bürgermeister ja auch so gesagt. Und welche jungen bleiben denn dort? Die, die noch verwandte dort haben. Also da habt Ihr es wieder. Und die Daheimpflegenden sind ja jetzt auch wieder bei der Impfpolitik vergessen worden. Dabei sind die der grösste Pflegedienst des Landes.

Ihr seht also, es sind zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen.

Meine Mama ist mit der Impferei auch kritisch. Da impfens erst die über 80-jährigen dann freggen die zuerst. Das ist ihre Sichtweise. Und die kann ich gut verstehen. Weil es meiner Mama auch wie mir geht, dass sie auf jedwede ärtzliche Intervention mit Komplikationen und Überempfindlichkeit reagiert. Das ist halt bei uns so. Das muss jeder selber wissen.

Bei mir hamm die Schulimpfungen immer zu irgendwelchen Hautausschlägen oder sonstigem geführt und richtig getroffen hamm die auch nie, weil ich gezuckt bin. Das wird schon alles seinen Grund haben. Wenn ich den Impfer bei der Kontrolle gefragt hab, was das zu bedeuten hat, dann hamm die nie was gewusst. Die waren immer sprachlos. Das ist mir gar ned aufgefallen.

Ich will keinem Angst machen. Das sind halt meine persönlichen Erfahrungen. Und Ihr habt Eure. Bei mir ist halt alles immer ganz anders, weil ich umgekehrt gepolt bin.

Da hat die Ärtzin, die rumfährt, und sagt, dass die Maske auch schaden kann , schon auch recht. Beides wird stimmen. Zu einem gewissen Grad. Die Dosis macht das Gift. Das gilt für alles also logischerweise auch für das Maskentragen.

Wieso können nicht beide Sichtweisen nebeneinander als begründet existieren? Warum soll es nur eine Wahrheit geben? Es kommt ja immer auf die Umstände und den Kontext an. Also auf 2 hoch n Faktoren. Unendlich viele. Und die Maske ist ja nur einer davon.

Wenn das nicht stimmen würde, dann bräuchte es ja auch kein Attest zur Maskenbefreiung zu geben und das gibt es ja. Der eine erstickt fast drunter und der andere fühlt sich dahinter sicher.

Aber wenn jemand drunter keine Luft kriegt, dann kann ich doch nicht erwarten, dass er für mich stirbt, nur damit ich gesund bleibe. So funktioniert unser Instinkt ned. Unser Hirn hat immer als erstes unser eigenes Überleben im Sinn.

Da lob ich mir doch die Bäckerei, die ein Schild aufgehängt hat und diesen Zustand erklärt und damit vernünftig umgeht. Denn was bringt es denn dem Ladeninhaber, wenn in seinem Laden die nach Luftringenden kollabieren?

ich frag mich, wie die Polizisten von gestern (die waren alle jung und gsund) reagiert hätten wenn ein älterer kranker Mensch ohne Maske ihnen begegnet wäre. Hätte sich der ältere Mensch dann erklären können? Wenn die in der Überzahl sind? Ich glaube nicht. Denn mir geht es ja genauso immer wieder.

Dann hätte er einen Strafzettel bekommen, die Maske aufsetzen müssen und wäre anschliessend kollabiert und hätte das ganze mit dem Leben bezahlt. Worst case. Aber Ihr wisst ja, mir bassierd sowas immer wieder. Das unvorstellbare.

Und älteren und schwachen Menschen und Kindern geht es auch so. Die, die sich nicht wehren oder erklären können. Und dann hat die Polizei noch mehr Stress und noch mehr Arbeit und noch mehr Ärger mit ihm. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Und dann wird freilich noch die perfekt-funktionierende Rettungskette in Gang gesetzt. Die hält weder Ochs noch Esel noch der gesunde Menschenverstand auf.

Gestern hab ich meinen Therapeuten gefragt, warum die in der Klinik ned bei ihm angerufen haben. Ich hatte ihnen ja den Namen gegeben und auch von der Autismussprechstunde in Erlangen.
Da hat er gesagt: "Dazu haben die keine Zeit."
Daraufhin ich verwirrt: "Aber der Anruf hätte ihnen doch viel Zeit und Geld erspart."
Drauf er:"Ja, aber des verstehen die ned."

D.h. alle wissen, dass es ned funktioniert und machen nix dagegen..? Das verwirrt mich noch mehr. Jetzt versteh ich gar nix mehr. Ihr seid alle komisch.

Apropos komische Vögel.... hier ist ein Comic. Hab ich gestern am Himmel über der Erlanger Fussgängerzone gesehen. Das war schön. Die sind frei. Die machen was sie mögen. Und die hören aufeinander. Habt Ihr gewusst, dass die nicht einen Leitvogel haben, sondern sich bei der Führung abwechseln?

Da sind sie uns einen grossen Schritt voraus. Aber mir könna des ja a nu lernen. Mir hamm ja etz Zeit und könna des dahamm in Ruhe üben.

An scheena Samstag wünsch ich Euch!

Einzelteile versus Gesamtheit
Die Krankenkasse ist nicht um mich als Mensch und Person oder um meine Gesundheit oder mein Überleben besorgt, sondern laut dem Brief um meine Erwerbsfähigkeit. Das finde ich sehr faszninierend.

Aber ähnliches Einzelteildenken ist mir ja auch schon vom Handchirurgen und seiner für mich schmerzhaften Begutachterei bekannt. Der hat nur meinen Arm gesehen. Dass da noch ein Mensch dranhängt, hab ich ihm dann einfach mal geschrieben und dass der das ganze ned so toll fand. Garniert mit einem Comic hat es beim zweiten Gutachten auch Erfolg gehabt. Denn das lief ganz anders ab. Ich hab gedacht, das wär ein ganz anderer Mensch, der da vor mir steht.

Nicht gebeugt und ängstlich (der hatte mehr Angst vor mir als ich vor ihm, das erste mal) sondern voller Energie. Der war nett. Und er hat sich viel Zeit genommen und Mühe gegeben. Hat mich auch nochmal sicherheithalber zum Röntgen geschickt.

Beim ersten mal, hat er mir sehr weh getan und seine Chefin geholt. Und die war alles andere als begeistert. Weder von mir noch von ihm. Die hatte anscheinend einen harten Tag. Aber da konnten wir zwei ja auch nix dafür. Wir hamm dann halt die Wut abbekommen. Schön war das nicht. Aber ich kenn das ja. Er kannte das wohl nicht. Wie behütet doch viele von Euch aufwachsen. Fern von Schmerz, Leid , Krankheit und Tod. Das kenn ich von kleinauf , weil ich damit umgeben bin. Da gewöhnt mer sich dran. Und was willste auch machen? Vor Krankheiten und dem Tod kann mer ned davonlaufen.

Und dann macht man halt das Beste draus. Was soll ich denn sonst damit machen? Unglücklich sein und Trübsal blasen? Also bitte... da fällt mir aber was besseres ein.

Ich bin grad am Experimentieren, ob mer im Flowzustand atmet oder die Luft anhält. Also ob man da pausiert. Ich glaube schon. Dann wäre der Flow der Zustand, in dem Heilung stattfindet. D.h. je mehr Flow im Tag (Raum und Zeitvergessenheit) desto gesünder ist man.

Ihr könnt das ja selber mal ausprobieren.

Den Comic hab ich schon vorab an Freunde und Bekannte und Freukannte geschickt.
Reaktion meines Freunds Heiko:
"Also mein Fernseher fragte neulich er hätte neue Sender gefunden. Ob er die einrichten soll.
Auf Ja antwortete er dann das kann jetzt 15 Minuten dauern.
Er sagte aber nicht, dass ich anschließend sämtliche Programme wieder neu so sortieren darf wie ich sie haben will.
Smarte Technik."

Aber seht es mal so: So bleibt uns das Denken erhalten. Und das ist aus meiner Erfahrung auch gut so.
Denn der Mensch dachte und Gott lachte... weil er genau weiss, dass die Folgen unseres Handelns nicht absehbar sind... weil wir sie gar nicht alle kennen. Und das Kennenlernen derselben ein lebenslanger Lernprozess ist.

Darum sind wir hinterher immer klüger. Weil wir was dazugelernt haben. Anders wär das ja auch schlecht.

Und ohne diese Sichtweisen und menschlichen Denkpannen und Verwirrungen und Irrungen gäbe es keinen Humor, keine Comics, keinen Komödienstadel, keine Filme , keine Geschichten ....

Des wär fei a ned grod as gsündeste...

Energiestau
Hmm... wenn viele jetzt im Homeoffice sind, dann verdichtet sich die Energie und Anspannung und Stress (physisch und psychisch) anderer Menschen auf ihn.

z.B. auf Menschen, die daheim in Teilzeit pflegen. Die haben dann nämlich keine Auszeit mehr. So wie auch die Mütter, die ihre Kinder beschulen und bekindergarteln.

D.h. der Druck auf sie steigt weiter an. Die Alltagsflucht Arbeitsort entfällt und auch der entspannte Plausch an der Kaffeemaschine oder in der Kaffeküche oder am Wasserspender oder im Aufzug oder im Zug oder im Bus...

Stattdessen intensiviert sich die Meetingeritis mit ihrer Angespanntheit und der der Kollegen. Also noch mehr Druck. Auch von Menschen, die jetzt daheim alleine im Homeoffice sitzen.

Die haben dann viel therapeutischen Gesprächsbedarf und den laden sie dann gern auf diesen Pflegetherapeuten ab. Denn die sind Kummer gewöhnt. Ich hab das auch lange Zeit gemacht. WAr mir dessen auch gar ned bewusst. Weil ich für alles und jeden Verständnis haben kann. Weil ich so flexibel im Denken mit dne vielen Sichtweisen bin.

Da landet aber Energie und Spannung bei mir, die mir gar nicht gehörte. Die Menschen gaben die Verantwortugn dafür an mich ab. Anstatt sie selber zu übernehmen. Sie lernten, dass ich ja da bin und sahen mich gar nicht mehr und was sie mir damit aufbürdeten. Ich auch nicht.

D.h. die Energie und Spannung bündelt sich durch das Homeoffice bei den Menschen, die ihre Probleme selber lösen und schon eh genug auf dem Buckel haben, weil sich alle auf sie verlassen können.

Brauchst dann Du aber mal Hilfe, dann sieht das keiner, denn Du kommst ja mit allem klar. Das kannst Du auch, solange nicht alle ihren Kram auf Dir abladen.

Dann kommt zuviel Energie bei Dir an. Und die kannst Du dann nciht mehr transformieren. Ihr habt ja sicher gemerkt, dass ich bevor die Sicherung raussprang (vor dem Systemabsturz, Schlaganfall) immer schneller dachte und schrieb.

Das war nicht meine Energie sondern die derer um mich herum (auch aus dem Remote-Office), die sich auf mich übertrug. Sie entläden sie auf mir. Sobald mein Akku (Transformator) etwas Luft hatte, haben sie mir entweder die Energie abgezogen oder mir ihre obendrauf gegeben.

Ich kann mein eigenes Gleichgewicht halten und auch wenn die Spannungen in meiner Familie (und meine Schwester hat aufgrund ihres Schlaganfalls sehr viel physischer Spannung intus und meine Mama aufgrund des Kampfes mit Ärzten, Lehrern, Ämtern und Behörden wegen meiner Schwester auch... es ist ja nicht so, dass sich eine Krankheit nur auf den Betroffenen auswirkt, nein sein ganzes Umfeld ist betroffen. Das sollten Ärzte auch mal bedenken. Denn nur wenn das Umfeld unterstützt wird, im Gleichgewicht bleiben kann, dann kann auch der Betroffene gesunden.

Aus meiner Erfahrung macht man ihnen aber das Leben nur schwer und baut Hürden auf. Und dann wundert man sich, dass die Betroffenen nicht gesund werden und auch ihre Familie zerbricht oder krank wird. Das liegt nicht allein am Betroffenen, der mit seinem Schicksal hadert (das ist ja natürlich bei jeder Veränderung!) sondern daran, dass er die Unterstützung , die er und sein Umfeld in diesem Moment bräuchte , gar nicht bekommt. Und so kann halt auch keiner gesund werden.

Was ich verwirrend fand, als ich mir den Arm gebrochen habe, wurde auch meine Familie und meine Schwester als Heilungsverhinderugnsbelastung gesehen und steht auch so in meinem Befundbericht.

Dabei sind das die einzigen Menschen, die mich verstehen. Also besser als andere. Wie ich einen lieben Menschen, den ich gar nicht kenne als Belastung bezeichnen kann, ist mir ein Rätsel und empfinde ich als grausam. Ich hab es nciht verstanden. Im Gegenteil genau diese Sichtweise hat mich verwirrt und wütend gemacht, also meine Anspannung auch noch befeuert.

Also hat eher der Befundbericht und das Unverständnis der Behandler bewirkt, dass sich meine Anspannung und Spastik in der Hand noch gesteigert hat. Des is fei a ned grod as gsündeste. Inzwischen werde wohl sogar ich als Belastung gesehen. Diesmal für meine Mama und meine Schwester. Dabei helfen und unterstützen wir uns gegenseitig, weil wir ja keine passende Hilfe bekommen. Weil es nicht funktioniert. Dagegen funktioniert unsere Behindertenselbsthilfegruppe sehr gut. Und wir bleiben so unabhängig und selbstständiger als Menschen, denen in Heimen alles abgenommen wird.

Das ist meine Sicht auf die Dinge und meine Erfahrung. Meine Schwester ist auch wütend auf so manchen Behandler. z.B. der EEG-Dame, die Ihr das Hirn verbrannt hat. Weil ihr Nervensystem da übersensibel drauf reagiert. Tja und dann geben sie es aus Haftungsgründen nicht zu. Obwohl die Brandmarken doch offensichtlich und vor dem EEG nicht vorhanden waren. Das haben weder meine Schwester noch meine Mama verstanden. Versteht Ihr?

Und die Behandler haben nicht verstanden warum das passiert ist. Dabei ist das ja nicht so schwer nachzuvollziehen, wenn man mal nachdenkt und nicht in Panik gerät.

Meine Hand hat die Ergotherapeutin im Krankehaus auch im Paraffinbad verbrannt. Nicht, weil das Paraffinbad zu heiss war. Es hat ja immer dieselbe TEmperatur! Aber es war für mein Nervensystem zu heiss! D.h. was für einen Menschen, der eher unempfindlich ist, gut ist, verbrennt dem der übersensibel ist die Hand. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Was wir alles lernen könnten, wenn wir den Betroffenen mal zuhören würden. Wenn Ihr das mal machen wollt, dann schaut Euch TED-Talks an.

Den hier finde ich toll. Ihr seid alle Helden, wenn Ihr Euch jeden Tag wieder in die Gefahren des Alltags stürzt:


Hier spricht eine Betroffene über ihre Schizophrenie. Echt authentisch und sie räumt mit einigen Vorurteilen auf.

Hier spricht ein Betroffener über seine Bipolarität und dass er sie nicht als mental illness sondern als mental skillness sieht.

Er verweist auch auf die Bücher "The hypmotic edge" und "Touched with fire"
Auf die bin ich schon sehr neugierig.

Und hier erzählt ebenfalls einer, der Anders ist, wie er an seinem Anderssein gewachsen ist und andere auch.

In diesem TED-Video über psychische Krankheiten sind mir zwei Dinge aufgefallen.
Erstens, dass hier wiesder in Schubladen gedacht wird. Denn es wird wieder zwischen psychischen Krankheiten und physisichen wie Herzinfarkt und Schlaganfall unterschieden.

Dass es da auch Komorbitäten gibt, also die psychische Erkrankung auch physische Erkrankungen nach sich zieht und umgekehrt wird übersehen.

Es zeigt, dass immer mehr junge Menschen psychisches auffälliges Verhalten zeigen, weil sie eine Hirnentwicklungsschranke früher als die Vorgeneration durchbrechen. Also eine Art Schallmauer. Das ist diese Grafik mit den Kurven....

Was wäre, wenn das gar keine Krankheit ist? Sondern die logische Folge unserer Art zu leben? Weil wir soviel Angst haben und soviel kämpfen in der Leistungsgesellschaft und Angst haben nicht mehr mithalten zu können, kommt es zu immer mehr innerer Anspannung.

Und so werden die Gebärmuttern der heutigen Supermütter (die für alle ausser sich selbst Zeit und Energie haben, also keine Energie um sich selber zu heilen und Spannung abzubauen) zum feindlichen Umfeld, in dem ein Embryo nur überleben kann, wenn es sich schon von Anfang an anpasst und auf Gefahr ausgerichtet ist. Mit allen Sinnen! Also hilft ein übersensibles Nervensystem um zu überleben, weil man Gefahren deutlich früher wahrnehmen kann.

Klar, dass ist nicht die Intention der Mutter. Meine hat das ja auch nicht mit Absicht gemacht. Doch es ist halt passiert. Weil es 2 hoch n - Faktoren gibt, die die Entwicklung des Lebens beeinflussen. Und da scheint Angst und Daueranspannung und dauernde Betriebssamkeit und das Kümmern um alles und jeden ausser um sich selbst , halt genau diesen Trend zu verschärfen.

Was passiert wenn dann solche übersensiblen Menschen auf die Leistungsgesellschaft treffen? Das kommt ebenso auf die Umstände also 2 hoch n Faktoren an.

Wenn das Umfeld die Stärken sieht und fördert, dann wird ein selbstbewusster und eigenständiger Mensch dabei herauskommen mit neuen Ideen und viel Kreativität.

Wächst dieser Mensch in einem Umfeld auf, in dem er nicht gesehen wird, oder sein Verhalten als falsch und inkompatibel gebrandmarkt wird, dann wird er seine wunderbaren Stärken nicht entfalten können, es sei denn er schafft es die Stärke aus der eigenen Authentizität und dem dadurch erlittenen Schmerz aufzubauen und selbst zu erschaffen. D.h. er kann sich sein heilsames Umfeld selber schaffen. Das geht nicht immer und nicht überall. Weil man ja immer von Menschen umgeben ist und mit ihnen zusammenarbeiten oder zusammenleben "muss".

Und diese anderen Menschen kollidieren dann mit ihrer Anspannung mit den Hochsensiblen. Das sind die, die sich nicht um ihren Schmerz kümmern. Und so die Umgebung für Hochsensible , die Generalisten, die Kreativen vergiften. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Aber es scheint auch Schutzmechanismen zu geben, mit denen sich Hochsensible schützen können. z.B. einfach indem sie sich abschotten und diese Abschottung auch deutlich zeigen und eben nicht immer offen sind für alles und jeden. Dazu wurde ich aber durch meine Oma umerzogen. D.h. meine Oma hat mich verhaltenstherapiert. Weil es ihr selber vermutlich auch nicht besser ergangen ist. Denn wenn man auffällt , anders ist, dann wird man von der Norm auch gern gemobbt oder verletzt. Üerhaupt wenn sie in Gruppen auftritt.

Sie hatte auch Angst mit mir aufzufallen. Also um sich selbst auch. Also ist das ein instinktives Verhalten. Schön ist es nicht. Denn so sagt man einem Kind, dass es nicht gut so ist wie es ist. Und das hinterlässt Spuren. Denn es löscht die eigene Identität aus.

Ich habe 47 Jahre gebraucht um sie wiederzufinden. Um mir ungesunde Verhaltensweisen, die die Norm für normal hält wieder abzugewöhnen, damit ich irgendwann mal wieder gesund werden kann.

D.h. ich ziehe meine Kapuze auf und ich sage halt auch nix, wenn die Spannung des anderen zu gross ist. z.B. wenn er mich und meine Sichtweise in Frage stellt. Dann lass ich ihn einfach stehen und ignorier ihn.

Vor dem Schlaganfall hab ich mich erklärt, jetzt hab ich dafür keine Energie mehr. Also wundern sich die Menschen, die mich von davor kennen, über ein aus ihrer Sicht seltsames Verhalten. Das ist aber meinem Nervensystem wurschd, weil es ihm zum Üerleben dient. Und das hat jetzt Vorrang vor dem Verständis für fremde Menschen, Nicht-Familienangehörige.

So hab ich am Samstag einen älteren Herrn, der nur sah, dass ich ohne Krücken gehen kann, aber die Lähmung und das Hinken rechts nicht gesehen hat , auch als ich ihm vom Schlaganfall erzählt habe - es erging mir also wie meiner Schwester an der Supermarktkasse - die Menschen nehmen nicht wahr, wie es dem anderen geht - traf ich nur auf Unverständnis.

Da streichelte ich nur seinen Hund, der hat sich gefreut, dass er seinen Trafo bei mir aufladen konnte. Das braucht er auch bei dem Herrchen.

Dann begegnete mir auch noch mein Bekannter aus dem Altenheim. Ich mache derzeit dieses Experiment: ich sag nix. Wer mich dann grüsst, der ist offen und gut für mich. Denn der erkennt, dass ich einen Gruss brauche und derzeit nicht kann oder es ist ihm einfach wurschd wie es mir geht. Dann ist er im Gleichgewicht.

Energiesauger bzw. Energieablader sagen nichts und laufen weiter und ignorieren mich. Ich kann ihre Anspannung zwar spüren, aber sie tangiert mich nicht. Sie bleibt bei Ihnen. Das ist eine erstaunliche Entdeckung. So kann ich also die Spreu vom Weizen trennen und mich vor einer erneuten Energieüberdosis schützen. Denn einen weiteren Schlaganfall würde ich sicher nicht überleben so übersensibel wie mein Nervensystem derzeit ist.

Das ist sehr spannend und erhellend. Ob es deswegen einleuchtend und erleuchtend heisst? Weil genau da Energie in Kreativität und Forschungsdrang überspringt? Ich glaub schon.

Neulich stand ich hinter einem Telekomtechniker und guckte ihm beim Schaltschrankverdrahten zu. Er meinte, so spannend sei das nicht. Nur Strom und Drähte. Es fliesst auch nur niedriege Energie. Also das Internet besteht aus Energie. Und ein Glasfaserkabel sei gar nicht dick sondern sehr dünn.

Ich hab ihn gefragt, ob das dann die Ummantelung so schnell macht wie die Myelinfasern im Gehirn. Die Leitungen mit Myelinummantelung sind nämlich auch viel schneller als die ohne. Das wusste er aber nicht. Das gab er offen zu und das fand ich sehr sympathisch.

Katzen zeigen, dass sie kein Interesse an weiterem Kontakt haben, indem sie weitergehen ohne sich umzudrehen. Ich wende diese Technik seitdem auch selber bei Katzen an, da funktioniert sie wunderbar.

Bei Menschen nicht. Die nehmen das gar nicht mehr wahr, dass man weitergeht und ihnen den Rücken zudreht, weil sie noch soviel Energie auf einen Abladen wollen.

Aber mir geht das auch oft noch so, dass erst der andere sagen muss, dass er jetzt weiter will. Wenn er das so direkt sagt, dann funktioniert es auch bei mir.

Deshalb übe ich das auch selber. Oder ich sage, dass mir das Gespräch zu anstrengend ist.

Es gibt Menschen, die laufen mit Kopfhörern durch die Gegend. Da ist mir aber die Unfallgefahr zu gross. Denn dann kann ich mich nicht auf den Weg konzentrieren, wenn mir Musik ins Ohr plärrt.

Das geht nicht nur mir so. Ein Radfahrer in Hessen ist auf diese Weise schon von einem Bus oder Zug (das weiss ich nicht mehr so genau) überfahren worden und hat das mit dem Leben bezahlt.

Smartphoneablenkung (Blick auf das Display gerichtet) wirkt auch abschreckend auf Gesprächswillige. Allerdings ist das aus dem Ablenkungsgrund ebensowenig zu empfehlen. In Bamberg ist ein Mädchen vor den Bus gelaufen. Als er losfahren wollte. Der Busfahrer konnte nicht damit rechnen. Und sie hat den Bus (der ja gross genug war und mit dem man an einer belebten Haltestelle rechnen muss) nicht gesehen, weil sie in ihrer eigenen Welt versunken war. Des is fei a ned grod as gsündeste.

D.h. aktuell will ich lernen , klar zu kommunizieren (am besten ohne Worte, also Kapuze oder Geste) dass ich nicht kommunizieren und in Ruhe gelassen werden will. Auch bei Menschen, die mich nicht ernst nehmen. Also meine Sichtweise ignorieren und nur ihre gelten lassen.

Und besser bei anderen Menschen zu erkennen, wann sie genug haben. Von mir und von meinem Gespräch. Ich werde langsam besser das zu erkennen.

Ich habe auch keine Wahl, weil ich derzeit auch gar nicht mehr die Energie habe, wie vor dem Schlaganfall. Also all die Leute, deren Sorgen und Nöte (und das waren oft immer wieder dieselben und da frag ich mich schon warum sie da nicht endlich mal was dran ändern und die Dinge selber in die Hand nehmen) ich mir anhören musste (weil ich nicht wusste, wei ich aus dem Gespräch rauskam) oder mir freiwillig angehört habe. Ich konnte damals noch nicht wahrnehmen, dass das alles nicht gut für mich war.

Aber hinterher ist man ja immer schlauer.

Übrigens glaube ich dass Delirium, der Flowzustand und Meditieren dasselbe ist. Und ich glaube sogar, dass Meditzieren nix anderes ist als mit offenen Augen zu schlafen. Das sind auch die Datenbank-Timeouts. Also wenn Ihr geistesabwesend in die Gegend stiert. Da gönnt sich Euer Hirn eine Zwangspause. Sie verordnet sie Euch, weil Euer Hirn sonst schlapp machen würde.

Denn ich hab neulich ne Tiersendung gesehen. Und Enten und andere Tiere, die ja ständig nach Gefahren Ausschau halten müssen, und das tut unser Nervensystem ja auch (Angst und Schmerz sind unsere Bodyguards , unsere Schutzengel) im Dschungel des Lebens , die schlafen nur mit einem Auge (am Rand) und jeder darf mal mit beiden Augen in der MItte des Schwarms schlafen.

Wenn unsere Nervensysteme also immer ängstlicher reagieren (aufgrund des zunehmenden Drucks in unserer Gesellschaft), dann ist diese Art zu schlaf-wachen und auch ein eingeschränkter bzw. von Wachphasen durchbrochener Nachtschlaf die logische Folge.

D.h. auch diese Phasen nutzt unser Hirn um sich zu regenerieren und zu heilen.

Wenn wir das aber als krankhaft einstufen und wegbehandeln (wie Reizdarm und Reizmagen - Blähungen sind heilsam, weil sie Druck abbauen...) dann kann dieser Druck sich nicht entladen und die Spannung bleibt im Körper. Bis sie uns zerreisst. Des is fei a ned grod as gsündeste.

So jetzt gibt es noch einen Comic vom offenen Bücherschrank. Meine Anspannungsenergie muss ja irgendwohin. Und die entläd sich in Kreativität und Querdenken. Viel Spass!

Jetzt weiss ich auch, warum ich Buchläden und Bibliotheken so liebe: dort sind lauter Sichtweisen zu finden! Das sind Sichtweisenparadiese! Wow!

D.h. auffällige Kinder und Jugendliche, die nicht in der Leistungsgesellschaft zurechtkommen weil sie schon zuviel Anspannung von Mama und Papa mitbekommen, weil sie sie aus der Leistungsgesellschaft mitbringen, werden zum Problemfall erklärt.

Dabei sind sie ja nur die logische Folge der Anpassung an die Leistungsgesellschaft ihrer Eltern. Sie bekommen ihr übersensibles Nervensystem vererbt, dass sie sich durch die ungesunde Unterdrückung ihrer Bedürfnisse antrainiert haben.

Und dann verhaltenstherapiert man sie, damit sie in die Gesellschaft passen, an die schon ihre Eltern Mühe haben sich aufgrund ihres immer übersensibleren Nervensystems anzupassen. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Aber die Kinder sind nicht falsch. Sie sind anders, weil Ihr Euch so verhaltet wie Ihr es tut.
Ihr therapiert die falschen! Tut doch einfach mal das, was Ihr Euch selber verwehrt: nehmt sie einfach so an , wie sie sind. Seht ihre wunderbaren Stärken! Dass sie Dinge können, die die sogenannte Durchschnittsnorm nicht kann. Denn sie sind die Generation, in der die Schwarmintelligenz aufgrund des Zugangs zur rechten Gehirnhälfte wahr werden kann. Und des wär für alle des allergsündeste!

Neulich sah ich einen Bericht, dass Menschen die Besten Bäume selektieren und aus deren Samen neue Bäume züchten. Und die werden dann verpflanzt. Also wieder die Superchicken-Idee.

Dabei übersieht man, dass der Baum am resilientesten ist, dessen Saat schon in dem Terrain von allein aufgeht, wo sie hinfällt. Weil der Samen und der daraus resultierende Baum dann den Kummer schon gewöhnt ist.

Auch an der Bushaltestelle an der Schwedenschanze haben Planer anfangs mehrere grosse Bäume hingepflanzt. Die haben das nicht alle überlebt. Logisch. Weil halt jeder nur in dem Umfeld gedeiht, das er kennt.

Wenn die Bedingungen sich verändern und ich verpflanze einen Baum oder einen Menschen in ein Umfeld, dass feindseliger für ihn ist, ist mit Ausfällen zu rechnen.

Bäume und Menschen, die in ein solches Umfeld hineingeboren werden, werden dort viel besser zurechtkommen. Auch bei uns im Garten sind Obstbäume , die wir gekauft und eingepflanzt haben, eingegangen. Die Bäume, die dagegen von alleine aufgehen, die werden gross und kräftig.

D.h. genau in den Anomalien, denen die unter widrigen Umständen wachsen und sich durchbeissen, sind die Lösungen für unsere Zukunft zu finden. Es kann sein, dass diese Bäume und Menschen anders aussehen, als wir es bisher gewöhnt sind. Sie wachsen anders, denken anders, fühlen anders, sehen anders aus, verhalten sich anders ... aber genau das ist ja Ihre Stärke!!!

Ich frage mich halt, ob diese Energie, die in klinische und künstliche Forschung und diese Superchicken investiert wird, nicht fehlinvestiert ist. Und besser in die Beobachtung der Natur investiert wäre. Anstatt in die Sezierung und Kontrolle derselben. Die Natur findet einen Weg. Denn es gibt 2 hoch n Wege ans Ziel. Vertrauen ist besser als Kontrolle.

Regentropfen Cool! Regentropfen haben ja auch ne Oberflächenspannung. Also ist da auch Strom bzw. Energie am Werk. Wird der Druck durch zuviel Wasser z.B. an der Fenster- oder Busscheibe zu gross, dann zerfliesst der Tropfen und wird zu einem Rinnsaal oder Bächlein.

Das ist sehr spannend! Im wahrsten Sinne des Wortes.

So können Tiere auch über Wasser gehen. Also kleine Insekten, weil sie die Oberflächenspannung halten können.

Hmm... theoretisch müssten wir das ja dann auch können. Übers Wasser wandeln.... Wenn die Oberflächenspannung stimmt. Wenn es gefroren ist und die Eisschicht dick genug, dann können wir das ja auch ;-)

Und hier noch ein Refrainier von mir :)

Regentropfen,...
die an Dein Fenster klopfen...
ganz still und leise ...
auf ihre Weise ...

Gestern hab ich im Fernsehen bei den Nachrichten die Steilvorlage für meinen Weihnachtscomic bekommen.
Viel Spass!

Versicherung... ist Wahrnehmung. Jemanden so zu sehen wie er ist. Wenn ich mich versichere, dass jemand da ist, mitkommt, wenn ich mich zu ihm umdrehe und auf ihn warte, dann gebe ich ihm zu verstehen, dass er mir wichtig ist. Ich bin da. Ich warte auf Dich.

Ich hab heut an Heiligabend am Nachmittag einen Familienausflug gesehen. Also die liefen am mir vorbei. Was mir aufgefallen ist, dass sie nicht aufeinander gewartet haben. Jeder schien in seiner Welt unterwegs zu sein. Die Mutter schimpfte mit zwei Kindern, weil sie nicht hinterher kamen.

Erinnert mich an die Radtouren mit meinem Papa. Da hatte ich auch Mühe hinterher zu kommen. Und sehr viel Angst irgendwann den Anschluss zu verlieren und im nirgendwo allein dazustehen.

D.h. Versicherung hat was mit Umsicht, Vorsicht, Nachsicht, Rücksicht also mit Sicherheit und Geborgenheit geben zu tun. Spürt Ihr die noch? Habt Ihr die als Kinder bekommen? Oder musstet Ihr Euch auch immer im Leben bemühen, um mit anderen Schritt zu halten? Hat man Euch dann gesehen? Sieht, wahrnimmt und versichern sich heute Menschen um Euch herum, dass Ihr noch da seid?

Bei uns daheim ist das so. Und ich dachte wir sind anders und so wie es im Fernsehen dargestellt wird, das wär so wie es gehört. Da ist Friede , Freude , Eierkuchen oder die Leute verschweigen sich alles und reden um den heissen Brei herum. Mit beidem kann ich nix anfangen. Grad raus und fertig.

Hmm... mit Masken sehen die Menschen einander gar nimmer. Sie grüssen einander oft gar nimmer und laufen nur noch aneinander vorbei. Naja gut , laufen kann man das uch nimmer nennen. Es ist eher ein Rennen.

Keiner hat mehr Zeit. Das ich-habe-keine-Zeit-Syondrom.

Jetzt steh ich gern irgendwo rum oder sitz irgendwo rum und gucke einfach. Ich bin in Gedanken und beobachte die Natur, die Vögel , die Zweige und Blätter oder das Wiegen der Bäume im Wind. Die Bilder wie Bäume, die sich in den Pfützen spiegeln und wenn ein kleiner Regentropfen in der Pfütze weite Kreise zieht.

Ich spüre die Kraft des Windes, der an mir zerrt. Die Energie der Natur. Und geniesse es. Ich spüre und schmecke den Regen auf meiner Haut und meinen Lippen.

Ich rieche den Duft feuchter Erde. Ich sehe wie das Laub die Erde wie eine Decke vor dem Winter zudeckt und so das Leben darunter schützt.

D.h. ich bleibe also einfach stehen. Lange. Und gucke und nehme wahr. Ich nehme mir die Zeit die Natur zu beobachten und den Dingen auf den Grund zu gehen. Über Dinge nachzudenken so wie über die Oberflächenspannung von Regentropfen oder die Energie des Windes...

Ich wusste nicht, dass das verboten ist. Oder seltsam oder nicht normal oder was auch immer.

Zumindest steht sowas in meinem Befundbericht aus der Psychiatrie. Und auch letzte Woche ist es mir wieder passiert, dass ich seltsame Reaktionen darauf bekomme.

Denn alles eilt an mir vorbei. Sogar spazierengehen wird zum spazierenrennen. Wieso haben es alle so eilig? Euch entgeht soviel. Soviele Kleinigkeiten und Details. Habt Ihr gesehen wieviel noch im Dezember grünt und sogar blüht?

Als ich neulich vor einem Baum stand und den Vögeln in der Krone bei ihrem Gesang lauschte, da kam ein Mann vorbei und fragte mich, ob es mir gut geht...

Warum sollte es mir nicht gut gehen? Ich versteh schon die Frage nicht. Also hab ich nix drauf gesagt. Weil ich auch nciht weiss, was man da drauf sagen soll. Diese Frage ergibt für mich keinen Sinn.

Sieht er denn nicht den Vogel? Hört er denn nicht seinen wunderbaren Gesang? Anscheinend nicht. Das finde ich sehr bedauerlich.

Und auf der Aischbrücke hab ich den Stockenten bei ihren Verfolgungsjagdspielchen und Albernheiten zugesehen. Schön. Niemand sonst scheint sie überhaupt noch wahrzunehmen. Alles rennt.

Meine Mama versteht gar nicht, warum sich andere Menschen an diesem meinem Verhalten stören. Denn ich bin ja schon immer so. Ich denke nach. Ich denke viel nach. Über die Natur und wie die Dinge funktionieren. Und warum Dinge nicht funktionieren. Und suche nach Lösungen. Und versuche Dinge und Menschen zu verstehen.

Nachdem ich von Menschen doch sehr enttäuscht bin, ist mir eingefallen, dass ich ja den Blick auch nach innen richten kann. Denn ich bin ja nicht allein, auch wenn ich mir mit Menschen schwertue. Also ich bestehe ja aush Zellen, Organen, Viren , Bakterien .... D.h. ich bin viele. Und dann hab ich auch die Verantwortung für alle meine Zellen und wunderbaren Innereien und Funktionierereien. D.h. ich hab ganz viele Freunde, die mir helfen ich und am Leben zu bleiben. Also bin ich nie allein. Ihr auch nicht.

Das finde ich eine sehr spannende und tröstliche Sichtweise. Und dann nehme ich wahr, was da alles so in mir im Moment stattfindet. Und dann entdecke ich ein neues Universum. Das ist spannend. Habt Ihr darüber schon mal nachgedacht? Seid Ihr Euch dessen bewusst?

Ach so... dafür habt Ihr leider keine Zeit. Das ist schade. Aber das könnt Ihr ja jederzeit ändern, wenn Ihr Euch einfach mal dafür Zeit nehmt. Wär auch mal was neues und ein spannendes Experiment. :)

Schöne Weihnachten!

Weihnachts- und Hoffnunggschichtla
Stellt Euch vor, mei Fernschmerztherapeut und ein Junge mit Autismus hat vo meiner Autismus-Aufklärungsaktion profitiert. Ich hab was bewirkt!!! Juchu!!! Endlich funktioniert mal das Querdenken und Sichtweisen verknüpfen! Dass ich das noch erleben darf. Ob ich das auch mal am eigenen Leib verspüren darf? Schön wär's. Aber so freu ich mich freilich auch!

Eine Freundin ist mit ihrer Tochter beim Weihnachtspäckchenausfahren mit dem Auto in einem Acker beim Wendemanöver steckengeblieben. Und da hingen sie dann eine Weile fest, bis ihr Mann kam. In dieser Wartezeit sind sich Mama und Tochter auf dem Acker ausgebremst wieder näher gekommen. Das war es der Mama wert!

Es sind Begegnungen, die das Leben lebens- und liebenswert machen!
Und dazu müsst Ihr gar ned weit fahren. Sondern einfach die Menschen wahrnehmen und sehen, die um Euch herum und für Euch da sind. Das sind Eure ganz persönlichen Superhelden! Und die Welt ist voll davon! Euer Zuhause auch! Denn Ihr wohnt ja auch da :)

Und zwei Comics gibt's heut auch noch! Tierische Weihnachten! Und das Weihnachtsgeschenk! Viel Spass!

 
Die Mutprobe - Die Glaa aus ERH 2020
Spinnweben - Die Glaa aus ERH 2020
Soziale Mathematik - Die Glaa aus ERH 2020
Die neue Normalitaet - Die Glaa aus ERH 2020
Das Trauerkloesschen
Trauerkloesschen und die Glaa aus ERH 2020
Teamwork - Trauerkloesschen und die Glaa aus ERH
As Klugscheisserla - Die Glaa aus ERH
ICD Mundschutzstoerungen - Die Glaa aus ERH
Wie schaust denn du scho widder aus? - Die Glaa aus ERH
Der Strafzettel (Tim) - Die Glaa aus ERH
Das Delirium (Flo) - Die Glaa aus ERH
Komischer Vogel - Die Glaa aus ERH
Gute Frage - Die Glaa aus ERH
Der offene Buecherschrank - Die Glaa aus ERH
Geometrische Weihnachten - Die Glaa aus ERH
Tierische Weihnachten - Die Glaa aus ERH
Das Weihnachtsgeschenk - Die Glaa aus ERH
26.12. bis 01.01. Nachdenkliche Beobachtungen ...

Lassen... loslassen... in Ruhe lassen...
An Heiligabend sah ich ja eine "heilige Familie" beim Spaziergang.
Ein Mädchen schob den Kinderwagen mit dem Geschwisterchen. Ein anderes älteres lief so nebenher und ein drittes kleines fuhr auf dem Fahrrad und hatte Mühe hinterher zu kommen.

Das Kinderwagenschieben machte wohl das Mädchen falsch, denn die Mama schrie es an. Daraufhin stand das Mädchen einfach mit dem Gesicht zu den Bäumen , dem Wäldchen mit dem Rücken zu Papa und Mama und reagierte nicht.

Was ist passiert? Das Gehirn des Mädchens war verwirrt. Das geht mir ja immer so. Deshalb steh ich auch oft so da.

Denn es hat sich ja Mühe gegeben es richtig zu machen. Und jetzt hat es es trotzdem nicht geschafft. Seine Mama schrie es nur an, aber sagte ihm nicht, wie sie es denn haben wollte.

Also hat das Gehirn des Mächens keine Chance zu erkennen wie es mit dieser Situation umgehen soll. Auflösen kann es sie nämlich nicht.

Geschieht dies immer wieder ohne Er- und Aufklärung der Sichtweise der Mama (oder anderer Menschen, die einen anschreien), dann lernt das Gehirn: egal, was Du machst, Du kannst es eh keinem recht machen. Oder es versucht immer besser zu erraten und zu erahnen (unter zuhilfenahme der Amygdala , des Angstzentrums) was der andere denn will... mit ebensomässigem Erfolg zumindest in der Hoch- und Leistungsgesellschaftswelt...

D.h. das Gehirn des Kindes versucht also über die rechte Gehirnhälfte und unter zuhilfenahme der Sinne und der Wahrnehmung zu erkennen, was das Umfeld von ihm will. Es nimmt auch jede dieser Situationen als Gefahr wahr. Ist ja nicht angenehm, wenn man aus heiterem Himmel so angefahren wird. Das könnt Ihr mir glauben. Auch wenn es die Umgebenden gar ned bös meinen.

Dann lernt das Kind also emotionale Intelligenz. Über die Sinne und die Wahrnehmung die echten Bedürfnisse der Umgebung zu erkennen. Darin kann es dann jedem erwachsenen Psychologen überlegen sein. Den wird es nämlich im Schlaf durchschauen und seine Schwächen ebenso erkennen. Denn emotionale Intelligenz macht vor Autoritäten keine Ausnahme. Einmal gelernt. Immer da.

Wendet nun der Sprössling in der Schule, Kindergarten und in der Arbeit diesen Mechanismus an, dann wird er die Welt nicht mehr verstehen. Weil sie nicht zu verstehen ist. Zumindest aus emotional intelligenter Sichtweise.

Denn dort regiert das ich-habe-keine-Zeit-Syndrom und das hat und nimmt sich für emotionale Intelligenz keine Zeit. D.h. die Menschen um diesen Sprössling werden gar nicht erkennen, was für ein Schatz das ist.

Im Gegenteil, dadurch, dass sie nur ihre Sichtweise sehen, der Sprössling sich auf sie anpasst und ihnen entgegenkommt, sie ihn aber im Regen stehenlassen und kein Verständnis für ihn haben... und nur für sich selbst Verständnis vom Sprössling einfordern.... entsteht ein Ungleichgewicht zu Lasten des Sprösslings.

Bei dem landen dann nämlich alle Probleme der Umgebung. Weil er sich ja nicht wehrt und weil er ja für alles und jeden Verständnis hat.

Bis ihm dann irgendwann alles zuviel wird und er erkennt, dass Verständnis und Verstehen in den Köpfen seiner Umwelt ein einseitiges Vergnügen ist. Sprich: er läd die anderen zum konstruktiven Dialog ein und bekommt nur deren Monolog ab. Soll Verständnis für alles und jeden haben, bekommt aber nie selbst welches.

Irgendwann gibt er dann auf. Weil es keinen Sinn macht. Kommt Euch das bekannt vor? Willkommen im Club!

Das kleine Mädchen , das auf dem Fahrrad noch länger braucht, bis es die Familie erreicht hat, bekommt auch eine Standpauke ab. Warum es denn so lang brauche.

Dass es ohne Stützräder fährt und sich Mühe gibt, sieht die 4-fach Mama nicht. Denn sie hat ja keine Zeit zu verlieren.

Und so wächst also die nächste Generation heran, die im Stillen versucht alles zusammenzuhalten und es jedem recht zu machen und die dann eines Tages daran zerbricht.

Denn wenn man nie so angenommen und gesehen wird wie man ist, um seiner selbst willen, dann passiert das halt. Man gewöhnt sich dran.

Bis man nimmer kann. Und dann ist einem alles andere wurschd und man schaltet selbst in den die anderen sind mir egal-Modus um. Und dann wundern die sich. Weil man sich verändert. Aber dazu ist man dann ja gezwungen, weil sich die anderen nicht ändern. Als dank dafür wird man dann als Problemfall und krank angesehen und bekommt dafür noch eine Anpassungsstörung verpasst.

Weil man das Spiel nicht mehr mitspielt. Ein empathisches mitfühlendes Umfeld würde allerdings sehen, wie lange derjenige schon über seine Grenzen gegangen ist und dass er jetzt einfach nicht mehr kann.

Stattdessen wird erwartet, dass derjenige sich doch rehabilitiert und wieder ins Leben zurückkämpft. Heroisch wird also gesehen, wenn man so weitermacht wie bisher. Und dann ein anderes Ergebnis erwartet. Das finde ich nicht heroisch sondern seltsam. Denn es wird nicht funktionieren.

Jeder der so vorgeht, kann in immer kürzeren Abständen mit den nächsten Ausfallerscheinungen und Krankheiten rechnen. Ihr könnt es ja gern selber asuprobieren. Das tut Ihr ja sowieso. Feldforschung.

Das ging mir ja auch mit meiner Ergo so. Und auch mit diversen anderen Autoritäten oder Menschen, die mir unbedingt helfen wollten. Die wollten nicht mir helfen, sondern sich. Das finde ich auch sehr verwirrend. Denn wenn ich besser ohne deren Hilfe dran bin als mit, dann ist das schon komisch.

Nun dachte ich, das sei nur bei komplizierten Sachen so. Wo Bürokratie herrscht.

Dann kam der neue Limoausfahrer. Er spricht sehr schlecht deutsch. Das führt dazu, dass er nicht versteht, welches Limo wir bei ihm kaufen wollen. Wir verstehen ihn nicht und er uns nicht.

Dem wäre ja damit leicht abzuhelfen, dass ich wenn ich merke, mit der Sprache tu ich mir noch schwer, einen Deutschkurs mache oder es mir daheim beibringe. Also so würde ich das halt machen. Wenn ich mit etwas Probleme habe, oder es macht mir Angst und Ärger und Sorgen und mir meine Arbeit unmöglich, dann versuch ich daran etwas zu ändern und lerne für mich was neues dazu. Wie Schreibmaschineschreiben. Das hab ich mir auch selber beigebracht. Einfach durch Üben.

Das passiert aber leider nicht. Stattdessen schiebt er sein Problem auf uns ab. Denn er stellt uns ein Limo hin, das wir nicht wollen. Meine Mama hat es ihm dann wieder mitgegeben. Daraufhin wäre er fast noch mit dem Geld verschwunden. Das musste meine Mama erst wieder einfordern: Und das Geld kriegen wir auch wieder zurück.

Ihr seht also , er ist sehr unsicher... Diese Unsicherheit liesse sich aber leicht überwinden.

Ähnliches hab ich ja auch beim Kündigen des Zeitungsabos erlebt, wo ich die Zeitung entweder selber abholen sollte oder gar keine mehr bekommen hab. Da rief mich die Chefin der Austräger an und wollte , dass ich die Kündigung zurückziehe, weil ich mich nicht oft genug beschwert hatte. Sie wollte also über meine Zeit bestimmen! Unglaublich! Ein Abo schliesst man ja ab um Zeit zu sparen. Also zumindest aus meiner Sicht ist das der Sinn dieser Aktion.

Am Ende schrie sie mich an, als ich ihr die fakten mehrfach schilderte (denn sie hatte ein Zuhör-Problem) und legte dann einfach auf. Wenn sie so mit allen Abokündigern umgesprungen ist, dann wird sie kaum erfolgreich gewesen sein. Ich war danach sehr verwirrt. Denn ich hatte mir ja Zeit genommen, ihr meine Sicht zu erklären. Sachlich. Doch sie nahm dies persönlich.

Der Meinungs- und Sichtweisenaustausch scheint aktuell nirgendwo mehr zu funktionieren. Weil sich die Menschen keine Zeit nehmen. Denn wenn mir der andere nicht seine Sicht und seine Hintergründe erklärt, dann kann ich leider nicht dazulernen und es das nächste mal auch nicht besser machen. Das würde ich jedoch gerne. Anscheinend stehe ich mit dieser Sichtweise alleine da. Denn immer wenn ich Feedback gebe, bekomme ich nichts zurück.

Da nützt es mir nix, wenn der andere mir feebackt: ich hab Ihr schreiben 3 x gelesen. Und? Was für Konsequenzen ergeben sich? Welche Fragen? Anmerkungen? Wie ist denn Ihre Sichtweise?

Denn hier geht der Dialog dann ja erst los! Jetzt wird es erst spannend! Weil erst da der Verstehen- , Verständnis- und Lernprozess beginnen kann, der letztendlich für eine positive Veränderung und Vertrauen sorgt.
Zumindest dachte ich das. Bisher blieb es dabei, dass ich andere zum Feedbackspiel einlud. Sie nahmen meine Einladung nicht an.

Tja und so werden Gelegenheiten vergeben, Dinge anders und besser zu machen und von- und mit- und durcheinander zu lernen. Das finde ich sehr schade. Und auch unbegreiflich.

Denn ich lerne sehr gerne.

Erst letzte Woche hab ich einen Brief von einer Behörde bekommen. Auf meine Sichtweise gehen sie gar nicht ein. Aber sie fordern von mir Verständnis für ihre! Aber haben selbst keins für meins. Ihr wisst schon: Verständnis ist keine Einbahnstrasse...

Wenn ich Verständnis von jemand anderen möchte, dann muss ich mir auch seine Sichtweise anhören und auf sie eingehen. Wenn ich sie ignoriere, kann ich auch kein Verständnis einfordern. Genau das erlebe ich aber Tag für Tag. Und wo kein Verständnis ist, ist keine Empathie, keine soziale Intelligenz und keine Bereitschaft die Ursachen von Misständen anzugehen und dazuzulernen.

Und ohne das, kann kein Vertrauen enstehen und keine Salutogenese. Denn die setzt Vertrauen, Verstehen, Verständnis und Handlungsspielraum voraus. D.h. alle werden immer kränker. Das ist dann die Folge.

Anscheinend ist Vertrauen nicht mehr gefragt. Da vertraut man doch lieber auf Kontrolle. Doch mit Zwang geht das Ergebnis dessen, was man erzielen will, gegen 0. Das ist logisch. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Unser Limolieferer löst das Problem also, indem er uns was gibt, was wir nicht wollen. Und verbringt viel Zeit damit sich zu rechtfertigen und zu reden, was sinnlos ist, weil wir ihn ja nicht verstehen und er uns auch nicht.

Aufgrund der Zeit, die er bei unseren Nachbarn auf seiner Tour verbringt, scheint es ihm mit unseren Nachbarn mit der Verständigung auch nicht besser zu ergehen. Denn er braucht viel länger als sein Vorgänger. Der war früh mit seiner Runde durch. Bei ihm wird es später Nachmittag. D.h. es kostet ihn mehr Zeit und seine Firma auch.

D.h. die Zeit für einen Sprachkurs würde langfristig Zeit sparen. Aber erklärt das mal jemandem, der Euch sagt, er kann sich jetzt mit Euch und Eurem Limowunsch nicht beschäftigen, weil er keine Zeit hat.

Also er will uns nix verkaufen und lieber flüchten. Das ist zwar aus Sicht unserer Amygdala und des Angstzentrums verständlich und eine mögliche menschliche Verhaltensreaktion allerdings aus unternehmerischer und arbeitnehmerischer Sicherheitssicht (wenn ich meinen Job behalten will) wenig sinnvoll.

Meine Mama hat ihm jetzt auf seiner neuen Preisliste (die sollten wir uns selber kopieren... soviel zum Thema Dienstleistungsgedanke) das Limo gezeigt, das wir wollen. Mal sehen, ob das nächste Woche klappt und er es mitbringt. Ich bin skeptisch. Lasse mich aber gerne bei diesem Experiment überraschen.

Seid Ihr auch gespannt?

Ich dachte bei Dienstleistung geht es darum etwas für jemand anderen so zu machen, wie er es haben will. Und nicht es so zu machen wie es für mich kurzfristig am einfachsten und schnellsten ist.

Das ökonomische Effizienzdenken des immer schneller scheint dazu zu führen, dass Kunden immer weniger das bekommen, wofür sie bezahlen. Dann sind sie nicht mehr lange Kunden. Das sollte doch logisch sein. Stattdessen darf sich dann der Kunde, der ja schon sehr geduldig war, auch noch rechtfertigen und das alles auf Kosten seiner Zeit! Die scheint nämlich im Gegensatz zur des Dienstleisters nix wert zu sein. Deshalb werden viele Dienstleistungen auf den Kunden outgesourced. Mit dem tollen Namen Self-Service. Self-Service heisst nix anderes als dass meine Zeit weniger wertgeschätzt wird als die des Mitarbeiters und dass die Firma auf meine Kosten sparen kann. Das finde ich sehr verwirrend und aus meiner Sicht ist das auch mit dem Dienstleistungsgedanken nicht kompatibel.

Denn Dienstleistung ist Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Also ist die Zeit beider Beteiligter gleich viel wert. Und auch beide Interessen sind gleich wichtig. Und so kann man dann im Dialog ein Ergebnis finden, mit dem beide Seiten glücklich sind.

Bei Handwerkern sagst du ja auch, was Du gemacht haben willst. Du kansnt nicht einfach sagen: Machen Sie einfach wie Sie denken. Damit kann man keinen Kostenvoranschlag machen und auch nicht kalkulieren, geschweige denn Material und Personal einplanen.

Irgendwie kommt dieser Dialog immer mehr abhanden... das finde ich sehr seltsam. Denn nur so kann etwas herauskommen, was passt. Und wo der Kunde wiederkommt. Oder will man das gar nimmer? Stammkunden werden ja gar nimmer so geschätzt. Da will man doch lieber Neukunden, die allerdings ebenso schnell wieder weg sein können. Ist das nicht etwas kurzsichtig gedacht?

Also ich als Kunde soll immer mehr das nehmen, was die Sichtweise des Verkäufers ist? Ohne dass der meine Sichtweise berücksichtigt? Weil er gar keine Zeit mehr zum Zuhören hat? Das finde ich komisch... und verwirrend. Ihr nicht?

Aber der Titel lautet ja heute loslassen, lassen...

Das ist nämlich das Gegenteil von Kontrolle. Kontrolle versucht Sicherheit zu erzwingen. Mit Druck. Druck erzeugt gegendruck und dann wird die Reibung so gross, dass es die Energie der Ausübenden auffrisst und das Ergebnis geht gegen 0.

Wenn ich jemanden so lasse und akzeptiere wie er ist, wenn ich ihm Freiraum und Spielraum gebe, also Vertrauen , dann lasse ich los. Dann lasse ich ihn einfach machen und dann reduziere ich sowohl den Druck als auch die Reibung. Also ich lasse den Antistressball z.B. einfach los und siehe da, er wird wieder rund... es wird also wieder ne runde Sache draus. Und so ist es mit allem.

Wenn ich etwas erreichen will, wird es mit Druck nie funktionieren. Das ist logisch. D.h. es ist sinnvoller nix erreichen zu wollen und mal zu schauen wie weit man kommt. Ihr könnt es ja mal ausprobieren. Ein kleines Experiment. Viel Spass!

Austherapiert ein Neubeginn...
Meine Ergo hat mir ja klar zu verstehen gegeben, dass sie mich los haben will, weil es keinen Sinn mehr für sie mit mir macht. Im Endeffekt sagt Dir dann ein Mensch, dass Du aus seiner Sicht wertlos bist. Und aus der Sicht der Leistungs-Gesellschaft, in der derjenige noch fest verankert ist, der einem das sagt, auch.

Was er damit dann auch tut, ist einem den letzten Hoffnungsschimmer zu nehmen. Er legt Deine Welt in Scherben, die ja eh nur noch aus Bruchstücken zusammengehalten wird, die Du in mühevoller Kleinarbeit neu sortiert und neu zusammengesetzt hast.

Empathisch und sozial intelligent ist das nicht. Doch kann jemand, dessen leistungsgesellschaftliche Berufsaufgabe und Ziel es ist, Dich wieder für die Leistungsgesellschaft so fit zu machen wie Du aus seiner Sicht aus funktionieren sollst, überhaupt empathisch und sozial intelligent sein? Oder ist es das sogar?

Sozial intelligent und empathisch für alle, die seine Sicht teilen und in diesem System gefangen sind und ihm nicht entrinnen können, ist er und sie ja. D.h. für einen Grossteil der Menschen, die zu ihnen kommen, funktioniert es ja , kurzfristig bis zum nächsten Einschlag.

Auf der Strecke bleiben also die und Empathie und soziale Intelligenz für die, die nicht mehr gesund werden. Die nicht mehr funktionieren.

Jemand, der noch funktioniert kann das gar nicht verstehen. Und somit auch kein Verständnis dafür haben. Seht es mal von dieser Seite. Nur, wer diese Erfahrung teilt, kann verstehen wie es den Ausgesonderten, den Austherapierten geht.

Aus Sicht eines funktionierenden Therapeuten ist man also sinnlos und wertlos. Und es ist aus seiner Sicht sinnlos noch weiter Zeit mit einem zu vergeuden. Wo er doch so unter dem ich-habe-keine-Zeit-Syndrom leidet, das seine Funktionsfähigkeit weiter sicherstellt.

Doch ist das wirklich so? Sind Menschen wertlos und Zeit für sie sinnlos, die nicht mehr mithalten können oder es noch nie konnten? Darf man ihnen alle Hoffnung und alles Verständnis entziehen? Was macht das mit einem?

Zunächst einmal zieht es Euch den Boden unter den Füssen weg. Die Fragmente Eures Lebens, die Ihr ohnehn erst wieder mühevoll zu einem neuen ganzen und sinnvollem (ohne Sinn kann niemand leben) Ganzen und Sinn zusammengesetzt habt, werden abermals in Scherben gelegt. Von Menschen, die es doch so gut mit Euch meinen.

Warum? Weil genau diese Menschen Euch nicht verstehen, weil sie noch nie in Eurer Lage waren. Und aus bürokratischer Sicht und der des Funktionierengedankens der Gesellschaft steht Euch dann ihre Hilfe auch nicht mehr zu. Sie dürfen es gar nicht. Zumindest habe ich meine Ergotherapeutin so verstanden.

Allerdings scheint es auch andere zu geben, die das anders sehen. Ich habe derzeit weder die Kraft, noch die Energie das herauszufinden. Nicht nachdem ich 6 Jahre ihr vertraut habe und mich bei ihr sicher gefühlt habe und jetzt so enttäuscht worden bin. Das geht nicht. Das kann niemand von mir verlangen, der noch ein bisschen Herz im Leibe hat.

Auch Corona macht es nicht leichter. Sndern erschwert das ganze eher noch.

Und will ich mir das wirklich nochmal antun? Mich jemandem anvertrauen und verletzlich machen, um dann wieder fallengelassen und am Boden liegend noch nachgetreten zu werden? Wie kann man das von einem Menschen verlangen oder erwarten? Wie leidensfähig und resilient soll ich denn noch werden? Reicht es noch nicht?

Im Endeffekt komm ich mir eher so vor, als hätte ich meine Therapeuten therapiert. Das klingt seltsam, gell. Doch was unterscheidet jemanden, der echtes Mitgefühl und Würde hat , von jemandem, dem das ganze fehlt?

Er hat Verständnis. Er hört zu. Bei ihm fühlen sich die Menschen wohl und reden gern. Komisch, je weniger ich mit Menschen reden will, weil mir alles zuviel ist, desto mehr wollen sie ihre Sorgen und Nöte bei mir loswerden. Weil es guttut.

Das war bei meinen Therapeuten auch nicht anders. Ihr Bauch gluckerte nach meiner Behandlung lustig und fr&oml;hlich vor sich hin. Weil er sich entspannte. Ob er das noch immer tut? Wenn nicht, wäre es ein Zeichen dafür, dass ich auch sie behandelt habe. Dass die Therapeuten-Patientenbeziehung wie jede Beziehung eine Beziehung auf Augenhöhe , eine des Gebens und Nehmens ist. Gegenseitig. Beide profitieren. Ihr düft gern darüber nachdnenken. Denn das ist meine Sichtweise und die ist anders. So wie ich anders bin.

D.h. wenn "die Profis" meine Behandlung für sinnlos halten, dann ist das ihre Meinung , ihre Sichtweise.
Die teile ich nicht. Denn dann würde ich nicht nur mich aufgeben sondern alle Menschen, die anders sind. Und ich liebe Menschen, die anders sind!

Im Endeffekt seid Ihr das alle, nur habt Ihr das noch nicht realisiert. Zumindest solange Ihr funktioniert. Denn Ihr seid mit der Funktionierierei und des ich-habe-keine-Zeit-Syndroms so ausgelastet, dass Ihr keine Zeit zum Nachdenken und Realisieren habt.

Denn auch Euch wird dieses Schicksal irgendwann ereilen. Früher oder später. Durch einen Unfall, eine Krankheit, das Alter oder den Tod.

Und? Ist und war es das wert? Gibt es nicht noch mehr als blankes Funktionieren und für andere Menschen nützlich sein?

Noch eine Frage stelle ich Euch...

Die therapierbaren funktionieren ja fast wieder. D.h. die Marge der therapeutischen Verbesserungsmöglichkeit, des Potentials, die Gewinnsteigerung ist bei ihnen marginal. Steht da der heutzutage betriebene Aufwand wirklich in einer vernünftigen Relation zum Nutzen?

Rein ökonomisch, rechnerisch und logisch betrachtet, würde ich aus meiner Sicht dies eher verneinen. Denn genau dieses Verhalten führt zu einer chronischen Abhängigkeit der als "gesund" bezeichneten Menschen von diesen Krücken oder Stützrädern.

Während auf der einen Seite Vorsorgetherapien gezahlt werden, kämpft auf der anderen Seite einer, der nicht Laufen kann, um einen Rollstuhl um wieder irgendwie am Leben teilnehmen zu können. Aus therapeutischer Sicht ist sein Rollstuhl aber sinnlos, weil er ja doch nur eingeschränkt funktionieren kann.

Die therapeutische Sicht, erkennt also nur den Teil des Menschen an, der im Sinne der Leistungsgesellschaft funktioniert. Bzw. in dessen Denken.

Ist das nicht etwas kurzsichtig gedacht? Denn wenn ich Menschen in ihrer Unabhängigkeit nicht fördere und sie ihnen verwehre und nicht ermögliche, Menschen, bei denen die "Hinzugewinnmarge" um ein Vielfaches höher liegt, als bei den sogenannten therapierbaren oder gesunden, dann brauchen sie noch mehr Hilfe.

Die ist dann aber aus leistungsgesellschaftlicher Sicht wieder sinnvoll, weil dadurch ja leistungsträger sinnvolle funktionionierende Arbeit bekommen.

Aufgrund des Fachkräftemangesl (der durch dieses Denken verursacht wird) funktioniert das aber nicht. D.h. der Wachstumsbranche Dienstleistung, Pflege und Gesundheit geht das gesunde Personal aus. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Die Lösung ist Fachkräfte aus anderen Ländern abzuwerben. Dann verschiebt sich das Problem nur. Langfristig holt es uns alle wieder ein. Weil wir alle davon früher oder später selbst betroffen sind. Ob als Kranker, in der Branche arbeitender oder pflegender Angehöriger.

Natürlich gibt es auch "Komorbitäten". Also Schnittmengen dazwischen. Die scheinen im System aber nicht vorgesehen zu sein. Es gibt sie aber wirklich!

D.h. jemanden, der pflegerisch arbeitet oder als Arzt oder Ärztin, seine pflegebedürftigen Angehörigen (z.B: Eltern oder Geschwister oder Kinder) pflegt und dann in folge dieser Mehrfachbelastung aus dem ich-muss-immer-funktionieren-Gedanken selbst krank wird. Das ist dann nicht verwunderlich sondern die logische und logistische Folge.

Weil derjenige oder diejenige halt nicht die praktische HIlfe bekommt, die für seine Entlastung notwendig wäre und seiner Gesundheitsvorsorge förderlich. Nein, mit Yoga und Psychotherapie ist einem da nicht geholfen. Es nützt nix über Probleme zu reden oder sie wegzugymnastifizieren... durch Entspannung... Hier ist Entlastung angesagt. Praktische Hilfen, die den noch funktionierenden helfen.

Leider wird diese Sichtweise selten berücksichtigt, weil hier zwischen Hilfe für den zu Pflegenden und den Pflegenden strikt getrennt wird.

Das ist vollkommener Quatsch, weil es sich hier um eine Beziehung handelt und alle Gemeinschaften bestehen aus Beziehungen! Also wäre es viel sinnvoller anstatt die Einzelteile einer solchen Beziehung die Beziehung an sich zu stützen und zu unterstützen.

Ich hab auch mal gefragt, ob wir meine Schwester und ich nicht einen gemeinsamen Assistenten bekommen könnten. Einen, den wir teilen und der uns halt bei Problemen mit Ämtern und Behörden oder Ärzten helfen kann.

Nein, das geht nicht. Weil die Hilfe nur per Person gewährt wird!
D.h. wir müssten jeder für sich einen Antrag stellen. D.h. es enstünde doppelter Aufwand. Obwohl ja ein bisschen Hilfe hi und da ausreichen würde, wird da das ganze Brimborium der Bürokratie fällig. Und genau das schreckt viele Menschen ab. Denn das ist weder praktisch noch kurzfristig umsetzbar.

D.h. wenn Ihr praktische Hilfe im Moment braucht, funktioniert es nicht. Weil die ganze Maschinerie erstmal monate braucht, um überhaupt anzulaufen. Um den Antrag ausfüllen zu können, brauche ich ja schon die Hilfe von jemandem, der mir das erklärt wie das funktioniert. Also da bräuchte ich schon die Hilfe dessen, den ich erst beantragen muss! Das führt das ganze ad absurdum.

Und so werden weitere Hürden aufgebaut. Und so verzichten Menschen auf Hilfen, die ihnen rechtlich zustehen würden, weil sie ihnen gar nichts nützen. .Weil sie am Bedarf der Menschen vorbei definiert worden sind. Weil die Betroffenen gar nicht eingebunden worden sind.

Das ist nicht böse gemeint. Derjenige, der sich das ausgedacht hat, der kennt halt nur die eine Konstellation. Und wenn derjenige noch nicht gepflegt hat, dann kann er sich auch gar nicht in die Lage der Betroffenen hineinversetzen. So gut er es auch meinen mag. Das geht einfach nicht.

Dass es Überschneidungen gibt, dass mehrere Menschen, die allein nicht zurechtkommen würden, sich aber als Gemeinschaft ergänzen und so mit weniger HIlfe zurechtkommen, als wenn sie allein wären, ist hier gar nicht vorgesehen. Es ist aber so!

Jede Familie ist ja ein Beispiel dafür. Die kleinen Kinder kämen ja ohne ihre Eltern auch nicht überall zurecht. Also zumindest an Bürokratie und Behörden würden auch sie scheitern. Für sie sorgen ihre Eltern. Die übernehmen das.

Genau dasselbe trifft auf jede Art der Gemeinschaft , des Zusammenlebens zu! Gut... wenn es auf freiwilliger Basis geschieht. Naja gut, Kinder können sich ihre ELtern nicht aussuchen. Ich denke aber in den meisten Fällen passt es schon. Wenn auch nicht immer. Denn Konflikte gehören halt auch zu einer Gemeinschaft und zu funktionierenden und gesunden Beziehungen dazu. Weil man nur durch sie Zusammenwachsen kann.

Es ist nicht vorgesehen, dass mehrere Pflegebedürftige sich gegenseitig unterstützen ohne "gesunde" Pflegeperson. Warum? Wenn einer körperlich eingeschränkt ist und der andere z.B. Depressionen hat, dann kann doch der eine dem anderen helfen, das, was er nicht kann, zu kompensieren. Und ein Depressiver, der in einer Gemeinschaft angenommen wird und seine Aufgaben hat, die er gern tut, wird auch weniger depressiv werden. Also es profitieren alle. Weil sich alle wohl und wertgeschätzt und wertvoll fühlen.

D.h. Pflegegeld darf anscheinend immer nur ein gesunder bekommen. Warum? Wenn sich kranke Menschen gegenseitig helfen und so zu einer gesunden und funktionierenden und unabhängigen Gemeinschaft werden, ist doch allen geholfen? Versteht Ihr das?

Wenn ein gesunder Pflegender krank wird, dann kommt kaum, dass Du aus dem Krankenhaus wieder daheim bist (war bei uns so) ohne jede Vorankündigung überfallartig eine vom Gericht beauftragte Betreuerin ins Haus, die prüft, ob die Pflege des zu Pflegenden noch sichergestellt ist.

Ich kann zwar verstehen, dass sich Menschen Sorgen machen, aber wenn die Plfege auf zwei Angehörige wie bei uns aufgeteilt ist, dann versteh ich diese Geschäftigkeit nicht. Unsere Gemeinschaft funktioniert nämlich. Wenn einer nicht kann oder ausfällt, dann springt der andere ein. Das war schon immer so.

Das traut uns aber die Bürokratie nicht zu. Und stört unser trautes Miteinander und unsere Genesungs- und Wiederfindungsphase durch Misstrauen. Das Misstrauen kommt also von aussen durch die Gut-gemeinte-Bürokratie in unsere vertrauensvolle Gemeinschaft.

Was macht sowas mit Euch? Fördert es die Heilung? Fördert es das Vertrauen?
Es macht einen doch eher wütend. Denn im Moment hat man grad andere Sorgen.

Sorgen und Wut sind Stress. Und Stress wirkt also der Heilung und der Neufindung der Gemeinschaft entgegen! D.h. die Amtskontrolle verhindert die Heilung! D.h. sie schadet dem Schützling UND den Pflegenden.
Ist das sinnvoll?

Den Gipfel empfand ich, als ich diesen Eindruck, diese Sichtweise, meine Wut in einem Brief an die entsprechende Stelle schickte und dann nur in kaum zu verstehendem, für mich herzlosem und empathielosem Amtsdeutsch zu lesen bekam, dass ich ihre Sicht ja verstehen müsse! Auf meine gingen sie gar nicht ein.

Wieso muss ich das? Seit wann ist Verstehen und Verständnis eine Einbahnstrasse? Es ist ein Dialog. Ein lebendiger. Auf gegenseitkeit. Doch der findet aufgrund des ich-habe-keine-Zeit-Syndroms nicht mehr statt! Stattdessen soll ich einseitiges Verständis für dieses fremd-invasive Handeln haben. Und das geht mir komplett ab. Wer mir gegenüber kein Verständnis hat, dem gegenüber kann ich auch keines empfinden. So funktioniert das menschliche Gehirn und Spiegelneuronen.

Wer mir gegenüber angespannt ist, dem werde ich diese seine Anspannung auch in verminderter Schwingungsfähigkeit (so drücken es Psychiater und Psychologen aus) auch spiegeln.
D.h. wenn Euer Gegenüber sich steiff verhält , dann prüft doch bitte mal, ob das nicht einfach der Spiegel Eures Verhaltens der professionellen Distanziertheit ist, der sich da zeigt. Ich könnte drauf wetten.

Um Pflege und ein Umfeld, in dem Menschen mit Herausforderungen selbst- und eigenständig bleiben und wieder gesünder werden und deren Angehörige es bleiben (funktionsfähig im Sinne der Gesellschaft), ist dies zu kurz gedacht.

Hier bräuchte es ein Umdenken von Einzelperson zur Beziehungsstärkung und Unterstützung. Stattdessen werden Angehörige , die anders sind, krank oder pflegebedürftig (und nix dafür können) als Belastung des zu therapierenden Schützlings gesehen.

Was soll er denn machen? Vor seiner Verantwortung , seiner Familie, seiner Gemeinschaft in der er lebt, davonlaufen? Die Flucht ergreifen?

Was wäre denn die Folge, wenn alle Pflegenden das täten? Das System würde zusammenbrechen. Das passiert halt, wenn man die Fragmente und Teile nur isoliert betrachtet.

Niemand existiert isoliert für sich. Jeder ist Teil einer Gemeinschaft. Sogar mehrerer. Einer Familie, einer Paarbeziehung, einer Dorf- oder Stadtgemeinschaft, Vereinen ....

Ohne Menschen, die freiwillig solche Aufgaben übernehmen (auch das Ehrenamt gehört dazu) würde unsere Leistungsgesellschaft gar nicht funktionieren! Macht Euch das bitte mal bewusst.

So genug rumbeleuchtet... das musste ich jetzt einfach mal schreiben. Wisst Ihr das Wachstum der Zukunft (der Gemeinschaften und der Wertschätzung) liegt darin, das vorhandene Wissen aus den Teilbereichen, Spezialistentümern und Wissenschaftsbereichen miteinander zu verknüpfen. Und zwar auf Basis des Beziehungsgedankens. Weil nichts für sich allein existiert und existieren kann.

Alles ist Teil vom Ganzen. Und jedes Teil und auch das Ganze ist 2 hoch n - Parametern in jedem Moment des Lebens ausgesetzt und wird dadurch geändert und verändert sich.

Deswegen sind Schnittmengen so wichtig! Schaut sie Euch an! Und dann landet Ihr auch wieder bei der sozialen Ansteckung (social contagion) und der sozialen Intelligenz. Und die findet halt in der rechten Gehirnhälfte statt.

Bürokratie plant das Leben. Wenn ich eins in meinem Leben gelernt habe, dann dass sich Leben nicht planen lässt. Es kommt immer was dazwischen, womit man nicht rechnen kann.

Agil ist der und die Gemeinschaft, die das weiss. Und das Wissen im Moment, in dem sie es braucht anwenden kann. Vorratswissenshaltung nützt dabei nur bedingt. Denn ich kann nicht alles für alle Situationen lernen oder per Gesetz berücksichtigen.

Weil ich nur das berücksichtigen kann, was ich in diesem Moment kenne. Und wenn ich das Gesetz dann baruche, dann kann genau der Fall, der mir passiert, gar nicht vorgesehen sein. Weil ich ihn nicht vorhersehen konnte.

Ob es möglich wäre eine Art agile Bürokratie zu schaffen? Mit einem simplifizierten Grundgerüst an Regeln? Wie wäre es , wenn wir uns statt auf die Details auf den Sinn dieser Regel konzentrieren w&uumL;rden? Ginge das?

Also festlgen, was die Regel erreichen soll (den Zweck) und die Mittel dem Anwender überlassen? Und somit den Freiraum und die Kreativität des Anwenders zu stärken. Wäre damit nicht allen geholfen?

Denn damit würde sich auch das ich-habe-keine-Zeit-Syndrom in Luft auflösen, dass ja durch einen Bürokratie-Überbau ohne Ergebnis und Sinn aufrechterhalten wird.

Ich sage nicht dass alle Regeln sinnlos sind. Ich sage lediglich, aus eigener Erfahrung, dass es welche gibt, die im Akutfall mehr Leid verursachen oder nur Menschen sinnlos beschäftigen. Ich habe es erlebt. Und das ist das, was ich nicht verstehe. Warum ändern wir nix daran?

Und verhindern so, dass das Mittel zum Selbstzweck wird...
Ich kann lediglich darüber schreiben. Mehr kann ich nicht tun. Alles andere liegt nicht in meiner Hand.

Stellt Euch vor, was wir bewirken könnten, wenn Geld, Netzwerke, IT, Software ... als Mittel zum Zweck anstatt als Selbstzweck genutzt würden!

An vielen Stellen geschieht dies auch schon.

Ich bin halt immer wieder ernüchtert, wenn ich wieder mal wie Don Quixote gegen Windmühlen kämpfen muss, die ausser Wind nix machen ... Seufz.

vielleicht ist das ja mein Sinn... dass ich darauf aufmerksam mache. Und als kleiner Tropfen in einer kleinen Pfütze doch weite Kreise ziehe... viellicht...

So und jetzt gibt es noch einen Comic :)

Hellseherei?
Eine E-mail von einer Strickplattform tituliert grad in meinem Posteingang: We know what you want!

Und man will mir Strickvideos und Anleitungen schmackhaft machen. Also was will man? Man will mein Geld und meine Zeit.

Und nein, diese Strickplattform weiss nicht, was ich will! Dafür müsste mich einfach mal jemand fragen.

Genausowenig übrigens wie die Mailversender, die mir eine Penisverlängerung anbieten, wo ich dieses Körperteil noch nicht einmal besitze.

Selbst wenn, was ist der Sinn? Die Unterwäsche passt nicht mehr. Das wäre ein erheblicher Mehraufwand, wo ich doch so ungern einkaufen gehe, weil ich es für zeitverschwendung halte.

Der liebe Gott hat es so gemacht wie es ist und so ist es auch gut ausbalanciert. Wenn ich jetzt an einer Ecke des "Gebäudes" etwas ändere, dann verändert und verschiebt sich die ganze Statik. Es kommt zu Brustexplosionen und Implantatsauslaufereien, Rückenschmerzen, Bauchmuskelverkümmerung und sonstigen Komplikationen.

Wie bei einem Gebäude halt auch wo man nicht alles bedacht hat. Deswegen bin ich dafür an running systems so wenig wie möglich herumzupfuschen.

Auch aus der Erfahrung heraus. Ich hab mal versucht auf einem Apache-Linux-Server php zum Luafen zu bringen. Ich verbog einen symlink und dann lief nicht mal mehr der Mailserver. Ich schwitzte Blut und Wasser bis ich es wieder rückgängig gemacht hatte und der Status Quo wiederhergestellt war.

Veränder ich etwas dann kann das Ergebnis auch immer schlimmer sein, als das , was ich bewirken wollte. Damit muss ich halt rechnen. Das ist halt so im Leben. Erfahren kann ich das nur durch ausprobieren.

Deswegen will ich das mit der physisichen Statik aber noch lange nicht testen. Wozu ist das gut? Damit ich anders aussehe? Das sehen dann die anderen. Wozu? Wo ist der Vorteil? Wenn andere nicht sehen, was in mir drinsteckt, dann kann ich ihnen auch ned helfen.

Stellt Euch mal vor, alle würden das machen (manchmal ist das auch so... wie die Arschgeweihbewegung), dann ist das ja auch nix besonderes mehr. Kein Alleinstellungsmerkmal oder Statussymbol.

Stellt Euch vor, alle würden Porsche fahren... langweilig... . da wird doch dann der in der alten Ente oder dem alten VW-Golf zum Exoten. So ist wohl auch der Mini- und der new Beetle-Boom entstanden. Bis die Sättigung ereicht wurde. Dann war es nix besonderes mehr.

Wenn ich weiss, dass ich anders bin, dann reicht mir das vollkommen. Und die anderen finden das ohnehnin schnell genug heraus. Also wenn ich schon anders bin, dann brauch ich auch kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Das ist sehr kostengünstig, einfach so zu sein wie man ist.

Was ich nicht verstehe ist, dass sich andere Menschen erst mühevoll mit Ihrer Tarnrüstung in Form der Rolle (Berufs oder was auch immer) an die anderen angleichen und dann wieder durch äussere Merkmale (wie Haus, Boot, Automarke) unterscheiden wollen.

Es wäre doch weitaus effizienter (günstiger und zeitsparender den ersten Schritt einfach wegzulassen. Der zweite würde als logische Folge mitentfallen) das einfach so zu lassen wie es ist. Und einfach ich selber zu sein. Warum ist das denn für Euch so schwierig? Mögt Ihr Euch nicht? Und wenn ja warum?

Das verstehe ich nämlich nicht. Das Leben wäre erheblich einfacher, wenn einfach alle so wären wie sie sind. Und nicht so tun würden als wären sie jemand anderer. Schlechte Schauspieler gibt es auch so schon genug.

Das würde das Leben deutlich entwirren, weil ich (und wie ich erfahren durfte auch Ihr) dann weniger vewirrt wärt. Denn dann müssten Psychologen nicht mühsam herumdeuten und herausfinden wie man so ist. Sie bräuchten keine 10 - seitigen Berichte zu schreiben. Das würde ihnen viel Zeit sparen.

Hmm... bräuchte man sie dann noch? Wenn jeder einfach so ist wie er ist... Keine Ahnung... Ich finde es immer sehr seltsam wenn jemand in mein Verhalten seine Sichtweise hineininterpretieren will. Er kann mich auch einfach fragen. Ausserdem hege ich keine Hintergedanken. Dazu müsste ich ja lügen können und dieses Feature ist in meinem Betriebssystem nicht implementiert.

Deshalb ist es schon auch irgendwie schräg und lustig wenn andere Menschen ihre Masstäbe auf mich anlegen. Weil meine Masstäbe ganz anders sind.

Und das ist bei allen Menschen so. Weil alle anders sind. Wie kann ich dann eine generelle Regel aufstellen? Das geht nicht. Fragt halt einfach. Und nehmt die Antwort die Sicht des anderen nicht persönlich.

Das ist seine. Schätzt sie und respektiert sie. Denn nur so nehmt Ihr den Menschen so an wie er ist. Mit seiner gesamten Identität, seinen Erfahrungen und seinem ganzen Wesen. Und nur so entsteht Vertrauen.

Gesteht Ihr einem Menschen seine Sichtweise nicht zu, dann stellt Ihr seine ganze Identität in Frage. Und dann wird er sich mit Krallen und Klauen verteidigen. Ihr greift ihn an. Und er wird sich verteidigen. So entsteht Misstrauen.

Ihr habt es also in der Hand zu säen was Ihr erntet. Spiegelneurotisch halt... das wisst Ihr ja. Das was Ihr aussendet, das bekommt Ihr auch zurück. So ist das halt. Eine ganz einfache Regel.

Das, was Ihr da tutsagt lediglich etwas über Euch aus. Über den anderen sagt es nichts. Wenn er auf Euren Angriff (Eure Sichtweise seines Handelns) mit Verteidigung reagiert, dann halte ich das für ein sehr gesundes natürliches Verhalten. Denn Ihr würdet umgekehrt genauso reagieren.

Greift nicht an, dann werdet Ihr auch nicht attackiert. So einfach ist die Welt.

Sichtweisen-Glück und echtes Gernhaben
Gestern hab ich dieses TED-Video zum Sichtweisen-Glück (Synthesized happiness) gesehen.
Den Menschen, der da redet, finde ich sehr anstrengend. Das war mir zu reizintensiv. Also der ganze Mensch. Der redet zuviel und zu schnell. Und wiederholt sich. Und hat mir viel zu viele Charts und Fakten. Dass die Leut immer meinen viel hilft viel.

Das ist für mein Nervensystem eine klare Informations-Details-Überdosis. Für Euch auch?

Synthesize happiness ist, wenn wir Sichtweisen nutzen, um in einer Situation Sinn zu entdecken, der wir ausgeliefert waren und die wir gar nicht wollten. So bezeichnet er das.

Im Endeffekt ist das z.B. meine Psychiatriegeschichte. Ich wollte da ja nicht hin. Ich bin immer noch erstaunt wie schnell man da aufgrund von Vorurteilen und Missverständnissen landen kann.

Diese Sichtweisenveränderung geht über den präfronteralen Kortex.
Aha... dann braucht man den also auch um in der Welt zurechtzukommen. Nicht nur die rechte Gehirnhälfte. Das ist doch dann die Logik und die sitzt wieder in der linken.

Wahrscheinlich geht es eh darum beide miteinander in Kooperation und Kollaboration zu nutzen.

Natural happiness ist laut seiner Definition, wenn man das bekommt, was man möchte.
Beides macht gleich glücklich.

z.B. ein Jahr nachdem jemand im Lotto gewonnen hat und jemand, der einen Unfall hatte und nicht mehr laufen kann, sind nach einem Jahr beide gleich glücklich.

Er nennt das, das Psychological immune system (das psychologische Immunsystem).
Ihr könnt es auch PippiLangstrumpfismus nennen. Ihr macht Euch die Welt wie sie Euch gefällt. Ihr gebt Ihr Euren Sinn. Und deshalb sieht die Welt von jedem Menschen anders aus. Weil jeder andere Erfahrungen gemacht hat und so andere Sichtweisen und Sinndeutungen zur Verfügung hat.

Das ist seine Sicht. Ich glaub, dass jeder Mensch einen Unterschied macht und Fähigkeiten und Stärken hat, die er in die Welt zum Wohle aller einbringen soll.
Also dass unsere Sinne dazu da sind, dass wir Sinn in die Welt bringen und sie friedlicher machen und uns besser verstehen.

Anscheinend ist das bei mir die Schreiberei. Und die Zeichnerei. Dass ich Euch die Sichtweisen nahebringe, die ich kenne. Schön ist, dass ich nie auslernen werde. Denn es gibt immer wieder neue Sichtweisen die Welt zu sehen. Und die bekommt Ihr nicht nur von anderen Menschen (mangels Feedbackerei, Verständniseinbahntstrasse) sondern auch aus der Natur.

Ich hab ja geschrieben, dass ich das Vertrauen in die Menschen verloren habe. Das ist eine Sicht.

Das heisst aber nicht, dass ich alles und jedem misstraue. So bin ich nicht konfiguriert. Aber derzeit hab ich von Menschen, die ich nicht kenne und denen, die mich als Mittel zum Zweck und nciht als Mensch mit seinen Fähigkeiten und Talenten sehen, die Schnauze erstmal gestrichen voll. Warum eigentlich gestrichen? Und wenn ja, in welcher Farbe? Welche Farbe ist die Farbe der Wurstigkeit?

Was mich zu der Frage bringt: Wie kann ich untescheiden, ob mich Menschen als Mensch mögen (also so wie ich bin und aus genau diesem Grund) oder nur als Mittel zum Zweck sehen (weil sie etwas wollen).

Ah! Also wenn sie erkennen was ich will und brauche und das respektieren und auch ohne Worte erkennen und mir z.B. so helfen wie meine Mama mit dem Formularausfüllen und das Mädchen in der Psychiatrie, das mir mit der Uhrumstellung geholfen hat, dann sehen sie mich! Sie nehmen mich wahr so wie ich bin! Wow! So einfach ist das!

Und wenn sie nur sehen, was sie wollen - ihre Sichtweise - und das durchsetzen ohne Rücksicht auf Verluste (ich habe in meiner Verzweiflung vor dem Systemabsturz eine Kollegin angemailt: Sag mal, was hab ich Dir getan? - Sie hat die Frage nicht verstanden. Weil sie auch den Buchstaben nicht "zuhören" kann). Auch das fällt dem: ich -habe-keine-Zeit-Syndrom zum Opfer.

Schade. Denn ich mag sie als Mensch. Aber als Mittel zum Zweck stehe ich nicht mehr zur Verfügung. Dafür bin ich aus Respekt zu mir , mir zu schade. Und ich dachte, das mit dem menschlichen mögen, basiert auf Gegenseitigkeit. Da hab ich mich leider geirrt. Wie schon so oft. Aber das Leben besteht ja aus Experimenten. Und das muss man halt mit jedem Menschen neu ausprobieren. Oder kann ich das irgendwie schon im Vornherein erkennen? Ob jemand mich nur als Mittel zum Zweck sieht? So wie mein Bekannter aus dem Altenheim, der seinen persönlichen Systemadministrator haben wollte.

Sind die meisten Menschen so? Gibt es dazu irgendwo eine Statistik? Naja, die würd mir ja auch nix nützen. Jeder muss da seine eigene machen. Weil jeder ja auf andere Menschen trifft.

Waren Menschen schon immer so? Und warum? Warum sucht jemand einen persönlichen Nutzen in mir? Wozu?

Das versteh ich nämliclh nicht. Vielleicht könnt Ihr mir das mal erklären.

Ist das aus Angst? Aus Unsicherheit? Klammern sie sich Menschen, an die Menschen, bei denen sie sich sicher fühlen?

Das hab ich ja auch schon gemacht. In der Verzweiflung klammert man sich an jeden Strohhalm. Aber das geht doch auch wieder vorüber, wenn man dann langsam wieder auf die Beine kommt. Also bei mir war das so. Ich war ja auch sehr nervig. Und kann es heute noch sein. Ist Situations- und Kontextabhängig. Auch von den anderen Personen und deren Anspannung in diesem Kontext.

Hmm... heisst das dann bei uns ist die Verzweiflung und das Klammern chronisch geworden? Mir kam es ja auch im Helferwesen so vor, dass immer mehr Krücken und Hilfsmittel ausgegeben werden, aber sie nicht mehr abgegeben oder eingesammelt werden. D.h. die Menschen bleiben hilflos.

Ist das das Ergebnis der Helferitis? Dass weil jeder jedem aktiv helfen will, und Verantwortung für dessen Problem übernimmt, die Probleme bei den Helfern landen anstatt bei denen den sie gehören? Denn die Helfer können das Problem der anderen nicht lösen. Also nicht die Ursache beheben. Sondern nur Akuthilfe (z.B. mit Krücken) leisten.

Mittlerweile scheint es meiner Erfahrung nach so zu sein, dass durch die Chronifizierung der Krückeritis das ganze Helfersystem überfordert ist. Und dass die Akuthilfe, als das, was diese Hilfe mal machen sollte, gar nicht mehr funktioniert, wegen der Helferitischronifizierung. Das ist schon spannend.

Wie ist das denn passiert? Ist das weil alle Menschen soviel Angst haben? Angst vor Veränderung? Angst davor sich den eigenen Problemen, den eigenen Schmerz, der eigenen Angst zu stellen? Leiden wir unter Angsthaseritis?

Da gibt es ein Heilmittel. Wenn die Angst zu gross wird, wenn man nit dem Rücken zur Wand steht, dann ensteht der Mut der Verzweiflung. Und der kann alles ändern. Der kommt aber erst, wenn der Druck hoch genug ist. Wenn keine andere Wahl mehr bleibt. Wenn alles andere sinnlos ist. Zumindest ist das meine Erfahrung. Bin gespannt wie es weitergeht. Ihr auch?

Denn erst, wenn ich merke, dass mir die Hilfe mehr schadet als nutzt oder ich gar keine bekomme, dann stell ich mich auf meine eigenen Hinterfüsse und beisse mich durch. Auch meine Erfahrung.

Das ist so, weil unser Hirn energieeffizent ist und Energie sparen will. Und Umlernen und das gewohnte Verhalten zu ändern kostet Energie. Und unser Gehirn ist dazu nicht konstruiert. Denn es stammt aus Zeiten wo die Nahrung und Energie halt knapp war.

Dass wir im Überfluss leben und zuviel haben, das weiss unser Energiesparorgan ned. Ob es sich dem anpasst? Irgendwie muss es das ja. Oder bringt es uns durch Krankheiten dazu, unser Verhalten zu ändern? Hmm.... Wahrscheinlich ist beides irgendwie richtig... es gibt ja unzählige Möglichkeiten, was passieren kann und parameter.

Da ich keine Antworten (mangels Feedback, Einladungen zum Mitspielen hab ich genug verschickt, wegen dem ich-habe-keine-Zeit-Syndrom) von Menschen bekomme, gleicht die Natur das aus. D.h. wenn ich rausgehe und vor einem Baum stehe und ihn betrachte, dann erfahre ich viel über die Natur generell. Und diese generellen Regeln gelten auch für Menschen. Denn auch Menschen sind ein Teil der Natur. Auch wenn sie das vergessen zu haben scheinen.

Über diese Sichtweise (Umweg Natur) kann ich auch Menschen wieder etwas liebenswertes abgewinnen. So generell. Im Speziellen hab ich da grad aufgrund meiner Erfahrungen (also meiner Identität) Probleme. Wobei das Problem ja nicht bei mir liegt. Sondern bei dem speziellen Menschen und dessen Verhalten bzw. Nicht-Verhalten. Da kann ich ja nix dafür.

Also nehm ich mich raus. Fertig.

Ich versteh inzwischen ja dass jeder Mensch in jeder Situation je nach seiner eigenen Anspannung reagiert. Also entweder empathisch und mitfühlend (wenn er entspannt ist) oder instinktiv mit Abwehr oder Angriff, wenn er dem ich-habe-keine-Zeit-Syndrom ausgeliefert ist. Da kann ich auch nix dafür.

Deswegen sind Menschen ambivalent. Je nach Spannungsfeld. Und das wirkt auch auf die Umgebenden. Deswegen flüchten viele Menschen (z.B. durch innere oder äussere Kündigung) aus solchen Umfeldern. Flucht ist das, was Tiere auch in dieser Situation machen.

Allerdings kann ich ja schlecht vor allem und jedem davonlaufen. Heutzutage wäre das wohl das gesündeste. Andererseits brauchen wir einander und jeder ist Teil von mehreren Gemeinschaften. Also ist das auch nicht gesund. Sondern wir brauchen einen Mittelweg. Eine gesunde Dosis. Wie findet man die bloss in Zeiten wie diesen, wo alle Welt Angst hat?

Aber war das früher anders? War es nicht schwerer in einer Welt zu leben, wo man aufgefressen werden konnte? War das nicht mehr Stress? Oder ist der Stress von heute durch die Informations- und Detailflut hausgemacht? Und wir leben stressreicher als Menschen in früheren Zeiten für die Krisen einfach zum Leben dazugehörten?

Das ist schwer zu vergleichen. Ausserdem ist ja keiner mehr da, den wir da mal fragen könnten. Naja, die ältere Generation. Die ausrangierten der Leistungsgesellschaft. Das wären die, die wir fragen könnten.

Aber oft verstehen wir sie ja nicht oder hören ihnen gar nimmer zu. Das ist auch nicht so einfach, wenn eine Geschichte zum x.ten mal den Eingang in Euren Gehörgang sucht....

Dafür braucht mer Zeit und Geduld. In einer ich-habe-keine-Zeit-Syndromatik funktioniert das nicht.

Wie habt Ihr die Krise überstanden? Wie habt Ihr das alles geschafft? Fragt doch mal die, die es wissen und erlebt haben. Und nicht die, die nur die Theorie kennen und studiert haben. Fragt die, die das Leben studiert haben. Die sind gscheiter. Und oft auch entspannter.... die hamm schon soviel erlebt, dass ihnen die aktuelle Krise auch keine Angst mehr machen kann.

Jetzt noch ein Comic aus der Coop mit meiner Mama. Ihr seht Kooperation ist was feines :)
Viel Spass!

Umlernen...
Umlernen ist nicht einfach. Weil unser Gehirn uns das schwer macht. Es will damit weitermachen, was es kennt. Denn das spart Energie.

Mir geht es da auch nicht besser. Ich hab ja auch erst ein Zerwürfnis mit meiner Ergo gebraucht, um die Krücke loszulassen. Erst wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, zutiefst enttäuscht wurde, nicht mehr so weitermachen kann, dann verändert man sich.

Kann man auf Menschen vertrauen, wenn man in der Kleme steckt?
Das hängt von unzähligen Parametern ab. Nicht nur von der Kleme, in der ihr steckt und ob Euch der andere da wirklich helfen kann , sondern auch ob er selbst grad die Energie dazu hat. Wenn er selbst in der Klemme steckt, dann wird er Euch egal wie gut befreundet Ihr seid, nicht helfen können.

Es hängt von vielen Dingen ab. Daher gibt es meiner Erfahrung nach nur die Menschen auf die Ihr Euch verlassen könnt: Eure Familie und Ihr selbst. Allerdings kann auch da der ein oder andere an seine Grenzen kommen. Nicht jeder kann immer. Ihr ja auch nicht.

Und dann ist es halt so, dass wenn unser Überleben in Gefahr ist, wir uns den Vorrang einräumen. Was anderes wäre auch sehr wenig sinnvoll. Denn wenn wir uns selber nicht helfen, dann können wir auch keinem anderen mehr helfen.

Nur Menschen, die also grad nicht mit dem Überleben und damit mit sich selbst beschäftigt sind, sind überhaupt in der Lage anderen zu helfen.

Ich hab halt den Eindruck, dass derzeit sehr viele Menschen um das Überleben kämpfen. Das würde erklären, warum das mit der Kollaboration und der Einladung dazu einfach nicht klappen will. Weil niemand diese Einladung annehmen kann, wenn er grad am absaufen ist. Da hat man andere Probleme. Ob sich das irgendwann wieder ändert?

Und wie finde ich Menschen, die im Kollaborationsmodus sind? Die offen sind? Sich Zeit nehmen? Die ich begeistern kann und mit meiner Idee anstecken und die wiederum ihre Begeisterung an mich und andere weitergeben und mich inspierieren? Da muss ich noch drüber nachdenken....

Ich hab gestern etwas vom Film "Ich bin Greata... " geguckt.

Es hat mich traurig gemacht. Weil ich den Eindruck bekam die Politiker schmücken sich nur mit Greta, nehmen sie aber nicht ernst. Ein Austausch auf Augenhöhe findet nicht statt. Sie hält zwar ihre Reden doch die wenigsten feedbacken sie und starten einen Dialog.

Ja, klar ein Selfie machen sie gern mit ihr. Der Sinn von Selfies geht mir ab. Wozu sind die gut? Weil man damit zeigen kann: Schau mal, wen ich cooles getroffen hab?

Also wegen der Aussenwirkung. Also ist Greta dann sowas wie ein Statussymbol? Schräg.

Ich kenn nur coole Leute. Menschen, die anders sind. Aber die fotografier ich doch nicht. Die hab ich in meinem Herzen. Weil ich sie gern habe. Habt Ihr Euer Herz in Eurem Handy? Wird als nächstes die Empathie smoutgesourced? Oder ist sie das schon? Und wo ist sie gelandet?

Ein Dialog auf Augenhöhe. Das ist ja auch das, was ich mir wünsche. In allen Beziehungen und Bereichen. Ich habe es auch versucht. Und tue es noch.

Ich feedbacke meine Befundberichte ;-)
Macht das doch auch mal. Wenn Euch so ein Ding wieder ratlos, verwirrt oder wütend zurücklässt, weil Ihr es nicht versteht, dann schreibt doch einfach mal Eure Sicht der Welt und der Dinge zurück. So könnt Ihr auf kreative Weise Stress und Wut abbauen und in kreative Energie umwandeln. Ihr nutzt also Euer Trafopotential.

Ich wünsche mir dass Menschen aus verschiedenen Bereichen mit unterschiedlichen Erfahrungen miteinander zusammenarbeiten und ein gemeinsames Ziel verfolgen. Denn wir könnten soviel von- , mit und durch einander lernen.

So wie die Geschichte vom Schmerztherapeuten zeigt, funktioniert es. Es wird nur viel zu wenig praktiziert. Wegen dem ich-habe-keine-Zeit-Syndrom. Das finde ich sehr schade und traurig. Weil genau durch das Teilen von Wissen und die Kollaboration neue Ideen entstehen und am Ende viel Zeit gespart werden kann.

Hmm... also ob jemand die andere Meinung und Sichtweise als gleichwertig akzeptiert und respektiert, hängt vom Kontext ab.

Es gibt wohl Situationen, da ist die eigene Meinung erwünscht und es gibt welche, da gilt die Spielregel "Ober sticht Unter".

Und woran erkennt man welcher Kontext vorliegt? Welche Spielregel gerade gilt?

Das finde ich sehr verwirrend. Ausserdem kann ich das auch nicht. Wenn ich von meiner Sichtweise überzeugt bin, dann tret ich auch für sie ein. Entweder ganz oder gar nicht. Ich mache keine halben Sachen. Das macht auch keinen Sinn. Dann wär ich ja nur halb bei der Sache. Halbherzig. Das geht ned.

Und wer hat diese Spielregel aufgestellt? Und wenn die jemand mal aufgestellt hat, warum können wir sie dann nicht einfach ändern und eine neue Spielregel aufstellen?

Das ist mir viel zu kompliziert. Da blick ich nicht durch.

Wenn Sprache nicht dazu benutzt wird Sichtweisen auszutauschen, sondern nur dem einseitigen Monolog dient, dann finde ich sie überflüssig. Dann hat sie ihren Nutzen verloren. Dann dient sie nur noch zum Selbstzweck. Das finde ich auch sehr verwirrend.

Was ist, wenn es immer mehr Menschen wie mich gibt, die diese Spielregeln nicht mehr verstehen? Weil sie uns auch keiner erklärt und weil unser Gehirn anders konfiguriert ist und genug mit der Detailflut zu kämpfen hat und ausgelastet ist und für solche Spielereien gar keine Ressourcen mehr zur Verfügung hat, aber über andere Qualitäten verfügt?

Qualitäten, die wir nur mit anderen Spielregeln nutzen können?

Bricht dann alles zusammen?

Und habt Ihr mal überprüft, ob diese Regeln heute noch sinnvoll sind? Ich hab gelernt, dass man in regelmässigen Abständen prüfen sollte, ob das, was man glaubt, auch noch immer stimmt. Also habt Ihr das mal geprüft? So wie der Tüv Euer Auto prüft?

Soderla noch ein Comic vom Sonntag. Viel Spass!

Gleichgewichtsprobleme ....
Wie haltet Ihr in Euch und um Euch herum das Gleichgewicht? Also wie schafft Ihr es denn selbst im Gleichgewicht zu bleiben? Das wird wohl der erste Schritt sein.

Wenn ich nicht im Gleichgewicht und eins und im Reinen mit mir selber bin (immer diese Reinlichkeit... das hab ich aufgrund meiner Grobmotorischen Veranlagung noch nie geschafft, lang "sauber" zu bleiben. Sagt man deshalb zu anderen Leuten: Bleib sauber!?), dann wird es auch in meinem Umfeld krachen. Egal wo ich rumlatsch.

Also wenn ich nicht im inneren Gleichgewicht bin, dann schlepp ich das Ungleichgewicht überall mit hin und verteil es noch in den Gemeinschaften, in denen ich Mitglied bin und bei den Menschen, auf die ich treff. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Hmm... ich denk viel nach. Und wir hamm heut in der Küch auch ned viel geredet. Früher dacht ich, dass Gegacker am Frühstückstisch wichtig ist und gesund. Mittlerweile und nach dem Aufenthalt in der Psychiatrie bin ich davon kuriert. Also von dieser Idee.

Im Gegenteil: ich denke wenn Menschen in Ruhe zusammen sitzen, dann ist halt alles gesagt und es braucht keine Worte. Und das empfnde ich als sehr angenehm. Denn es kostet mich und mein Hirn sehr wenig Energie. Wir verstehen uns ohne Worte. Wir können einander so sein lassen wie wir sind. Und das ist das schönste was es gibt. Denn das ist Sicherheit und Geborgenheit.

Dazu muss ich nicht ständig aufeinanderhocken. Denn jeder braucht seine Freiheiten und seine Rückzugsmöglichkeiten und Orte wo er sich allein ausleben kann.

Also geht echte Sicherheit und Geborgenheit und Einheit mit einem Gleichgewicht aus Freiheit und Gemeinsamkeit einher. Und zwar in der jeweiligen Dosis des Einzelnen Gemeinschaftsmitglieds. Und die ist individuell. Spannend! Gell?!?

Ich versteh eher nicht, wie es Menschen schaffen gleichzeitig zu reden und zu essen... Ich kann das nicht. Entweder mach ich das eine oder das andere. Beides ist mir zuviel.

Ich glaub, dass bei uns beim Essen jeder seinen Gedanken nachhängt. Das ist irgendwie schön. Keiner ist gezwungen irgendwas zu sagen. Das ist echte Freiheit. Denn wir sitzen zusammen, aber jeder hat die Freiheit in Gedanken ganz woanders zu sein. Und es stört auch keinen. Weil wir einander kennen. Und das ist schön.

Meine Mama war z.B. über den Befundbericht erstaunt, in dem stand, dass ich mich ewig vor das Fenster gestellt und hinausgeschaut hab, ohne auf Ansprache zu reagieren.
Das ist doch bei Dir normal.
Seht Ihr?

Ich finde es eher nicht normal, dass jeder meint, dass man jederzeit ansprechbar und erreichbar sein muss. Warum ist das so? Mein Hirn ist nicht immer auf Empfang. Es brauht auch mal ne Pause. Eures nicht? Das finde ich sehr verwirrend. Dann müsst Ihr anders konfiguriert und konstruiert sein als ich.

Im Gegenteil lautes immerwährendes "Geschnatter" (überhaupt immer wieder dasselbe, Sermons und Monologe, die keinerlei Veränderung und Handlung nach sich ziehen) findet mein Hirn sehr anstrengend und sinnlos und bringt mich dann dazu die Flucht zu ergreifen. Das tut es immer, wenn es genug hat. Und das ist auch gut so. Denn wenn es länger aushält als gut für es ist, dann wird es überreizt und reizbar und grantig. Und des is fei a ned grod as gsündeste weder für mein Hirn noch mein Umfeld. Also macht es das doch hervorragend und grad richtig.

Sinnlose Dinge kosten Energie. Und die hat mein Hirn nicht. Also spart es sie sich. Und zeigt mir mit entsprechend hoher Reibung oder fehlendem Datenbank-Hirnzugriff, dass es das nicht will und nicht kann. Und so hält es mich halt davon ab, sowas zu machen. Sehr praktisch. Ich bin dankbar dafür, dass ich diese Energieverschwendung früh genug erkennen kann.

Nicht richtig finde ich, dass es eine Art Normverhalten geben soll, das auf alle Menschen angewendet wird. Also ich versuche mit Druck und Gewalt ein rundes Teil in ein eckiges Loch zu pressen. Das tut nur weh. Demjenigen, der das versucht und demjenigen, der da reingestopft werden soll. Denn das wird einfach nicht funktionieren. Weil eben nicht jeder gleich ist.

Das gelingt uns ja nicht mal mit Bauteilen in der Fertigung. Oder wie kommen sonst "Montagsautos" zustande? Weil es 2 hoch n (undendlich viele) Parameter gibt, die ein Ergebnis bestimmen.

D.h. egal was wir tun, auch wenn wir ein Experiment mehrfach unter identischen Bedingungen durchführen, irgendwas ist immer anders! Es wird nie alles komplett gleich sein. Weil in jedem Moment sich ja auch schon in uns (in unseren Zellen, in unserem Organismus) sich etwas verändert und das ist überall so.

D.h. was in einem Moment klappt, muss im nächsten noch lange nicht funktionieren. Das muss dann aber nicht an der Idee liegen, die schlecht ist oder grundsätzlich falsch oder ein Irrtum, sondern dass einer der Faktoren oder mehrere in Kombination zu einem anderen Ergebnis , zu einer Anomalie führen.

Darüber sollte man sich auch nicht ärgern, sondern sich solche Anomalien ansehen und genauer studieren. Denn aus ihnen kann ich am meisten lernen.

Stattdessen wird aber was aus der Norm heraussticht elimniert. So wie meine Schwester nicht arbeiten durfte. Zwangselimination. Und dann wird wieder mühsam versucht behinderte Menschen zu integrieren. Ein seltsames verwirrendes Verhalten.

Ausreisser aus dem Durchschnitt sind die, die das Leben spannend machen und zu ganz neuen Erkenntnissen führen. Und die eliminiert mer weg. Das versteh ich ned. Ihr?

Also ich halte mein inneres Gleichgewicht dadurch, dass ich mich zurückziehe, wenn mir alles zuviel wird. Also bevor es soweit kommt.

Der Systemabsturz geschah weil ich da über meine Grenzen gegangen bin. Weil ich zu beschäftigt und fasziniert und fokkusiert auf mein Experiment und mein Ziel war, eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu erreichen.

Welche Paramter waren da zuviel: Das waren dann zuviele Kontakte. Und zuviele Menschen. Ob das allerdings bei einem Erfolg meines Experiments auch zum Systemabsturz gekommen wäre, weiss ich nicht.

Dann wurden die Dinge, die nicht funktionierten immer mehr. Sie summierten sich. Ich hatte z.B. eine Doku in einem dafür eingerichteten Dokusystem geschrieben. Nun hätte ich sie gebraucht. Ich hab viel Zeit drauf verwendet. Und dann war sie nicht mehr da.

Ich telefonierte mit Kollegen und versuchte sie wiederzubekommen. Das scheiterte, weil das System, in dem ich dokumentiert hatte, ein Testsystem war, das nicht gesichert wurde. Ich habe keine Ahnung wie ich in einem Testsystem gelandet bin, weil ich den Link von jemand anderem bekommen habe.

Ich hätte gleichzeitig heulen und lachen können. Es war ein seltsames Gefühl.

Zeitgleich wurde die Zeiterfassung immer aufwendiger. Sie musste in zwei Systemen gepflegt werden, weil sie sich nciht synchronisieren konnten. Dazu brauchte man wiederum Kostenstellen und Träger aus irgendwelchen Excellisten, die wiederum woanders herumlagen.

Vor lauter unterschiedlichen Softwareprogrammen udn Links und immer neuen Self-Service und immer mehr neuen Anforderungen machte es knack in meinem Hirn und dann konnte ich diese Situation nur noch absurd und witzig finden. Und auf einmal war mir alles egal.

Ich glaub der ausschlaggebende Parameter, war dieses eine mal, diese Panne zuviel. Das, was das Fass zum Überlaufen brachte. Das war dann einfach das, wo mein Hirn gesagt hat: jetzt langts. Ihr könnt mich alle mal! Ihr seid doch alle nicht mehr normal.

Und seitdem kann ich solche unsinnigen Sachen einfach nicht mehr machen. Mein Hirn lässt es nicht zu. Es wehrt sich dagegen Dinge zu tun, die keine Sinn ergeben.

Und das macht aus seiner Sicht sehr viel Sinn. Denn für all diesen Mist braucht es enorm viel Energie. Unser Hirn ist aber ein Energiesparorgan. Also zieht es irgendwann die Notbremse. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar.

Für das, was danach passiert (den Ausflug in die Psychiatrie) kann es ja nix. Das kommt halt dabei raus, wenn Menschen urteile über einen fällen, die einen nicht kennen. Die haben dann Angst. Angst das falsche zu tun. Angst vor mir und meinem aus ihrer Sicht seltsamen Verhalten (das beruht aus Sicht meines Gehirns auf Gegenseitigkeit, weil ich ihres ebensowenig verstehen kann) und Angst regresspflichtig zu werden. Und dann landet mer halt mit einem untypischen Schlaganfall in der Psychiatrie.

Weil demjenigen und seinem Hirn auch alles zuviel war! Also unser beider Gehirne haben dasselbe Problem. Wir haben es allerdings auf unterschiedliche Art und Weise gelöst. Bzw. sein Hirn konnte es noch mit systemmässiger Symptombehandlung lösen.

Dabei gab es dann eine Reihe Kollateralschäden. Weil ja die Ursache des Problems nicht behoben wurde. Und Symptombehandlung es ja schlimmer macht. Also zumindest, wenn man im Nachgang nicht daraus lernt.

Und das hab ich ja versucht, das andere und ich draus lernen können. Das ist wie gegen Windmühlen anzukämpfen. Denn für Vernunft und Nachdenken und Zuhören und die Sichtweise des anderen zu verstehen und sich anzuhören, ist keine Zeit da. Also landen wir wieder mal bei der ursache: dem ich-habe-keine-Zeit-Syndrom.

Was die Frage aufwirft: Sind denn die Menschen, die andere Menschen ins Gleichgewicht bringen wollen (das ist nix anderes als andere Menschen zu heilen und ihnen zu helfen), selber noch im Gleichgewicht?

Meine Erfahrung sagt: Nein.

Sich hinter Paragraphen zu verstecken zeugt eher vom Fluchtinstinkt als vom Gleichgewichtsmodus.

Also was hab ich draus gelernt? Dass ich guck, dass ich selber wieder ins Gleichgewicht komm. Und anscheinend funktioniert es, weil es um mich daheim momentan schön ruhig ist. Wir einfach zusammensitzen können ohne lautes Geschnatter. Einfach zusammen sein. Einfach sein. Das gefällt mir.

Ich dachte immer, das muss so sien wie im Fernsehen. Dass alle einander lieb haben und ständig umeinander kümmern und sorgen.

Das braucht es aber gar ned, wenn ich gut für mich sorg. Dann erspar ich das den andern. Und da will ich wieder hin. Bzw. glaub ich, dass ich da schon wieder bin.

Ich hab schon schlimmeres überstanden. Ich bin schon mal zum Spass von meinen Klasenkameraden fast ersäuft worden. Die fanden das witzig. Das versteh ich bis heute nicht.

Was ich verstehe, ist das sowas die Angst der Menschen zeigt, vor Menschen, die anders sind. Und die damit verbundene Hilflosigkeit und Orientierungslosigkeit. Ich weiss nur nicht, wie es helfen soll, seine Wut an anderen abzureagieren. Kurzfristig ja. Die Wut wird abgebaut. Ich bin also meiner Trafo - oder Blitzableiterfunktion wieder nachgekommen. Aber langfristig macht es die Dinge nur schlimmer.

Denn sehr wahrscheinlich weiss der Blitzableiter wie das mit der Orientierung und dem Gleichgewicht geht, was den anderen fehlt. Also könnten wir alle voneinander lernen.

So wird die Kluft nur grösser. Das seht Ihr ja überall.

Das Leben ist für keinen einfach. Das stellt Ihr Euch nur einfach vor.
Einfach ist das Prinzip: Es ist halt wie es ist. Dinge geschehen, niemand ist allein schuld , es muss schon viel zusammenkommen, dass etwas genauso passiert wie es das tut und dann haben wir ein wunderbares Gehirn , das uns hilft mit allem klarzukommen. Das ist doch ein wunderbares Geschenk.

Aus jeder Krise könnt Ihr nämlich Energie und Kreativität schöpfen. Indem Ihr die Wut und Enttäuschung in Eure Weiterentwicklung transformiert. Nennt sich auch Potentialentfaltung. Ich mach das ja grad, um die letzten Erlebnisse in etwas postives zu verwandeln. Ich schreib drüber und mach Comics draus.
Des is fei as allergsündeste!

Übrigens isses vollkommen "normal", dass mer, wenn mer aus dem Gleichgewicht is, auch Gleichgewichtsprobleme hat. Also dassdi überall derennsd. Des kommt dann halt vor. Blaue Flecken inklusive. Läuft auch unter Wahrnehmnugsstörung, weilsd ka Gfühl dafür mehr hast, wosd anfängst oder aufhörst. Und dann bleibst halt o der Tür oder dem Türrahma hänga. Des kommt in die besten Familien vor.

Wobei ich mich frag , wie des definiert is. Also die beste Familie? Vielleicht kann mer des ja aner vo Euch erklären. Danke!

Soderla und jetzt gibt's einen dazupassenden Comic.
Viel Spass!

Details und falsche Schlussfolgerungen ...
Wenn mer sich nur die Details anschaut, dann kann mer oft zu falschen Schlussfolgerungen kommen ;-)

Und dazu gibt's heut a an Comic, der des amol auf die Schippe nimmt ;-)

Wisst Ihr welches Prinzip mich immer wieder aus der Patsche rausbringt? So wie jetzt?
Wenn ich mir einfach sage: Du hast schon schlimmeres überstanden.

Und des gilt für Euch a!

Des is mei Therapie. Comics und Schreiben... und Spazierengeh... und Feedbacken, sich Zeit nehmen und Nachdenken. Den Kurs neu bestimmen und neu ausrichten. Und do dabei hilft Euch Euer Intuition. Des is doch fein!

Denn es gibt bloss aan, der weiss was Ihr braucht: Und des seid Ihr selber!

Jahreszeiten-Wechsleritis
Wusstet Ihr, dass Gefühle auch zyklisch auftreten? Wie Jahreszeiten. Sie sind ja dazu da, dass wir aus Erfahrungen lernen und sie so verarbeiten und daran wachsen können.

Die neuen Erkenntnisse gehen dann in die Intuition und den Instinkt über. Werden also in die "Cloud" ausgelagert.

Und durch das Nachdenken und die Heureka-Momente enstehen dann myelinisierte schnellere Verbindungen im Gehirn, die weniger Energie brauchen. Durch die Ummantelung.

Das ist ja logisch, denn wenn man viel denkt, dann wird auch dieser Vorgang immer besser und die entsprechende Hardware auch. Es entsteht also Glasfaser im Hirn. Spannende Sache!

Das weiss ich ja aus dem Gespräch mit dem Menschen vom Kabel-Verteiler, dem ich neulich zugeschaut hab und gefragt hab. Siggsdes widder was glernt! Mussi ned dumm sterbm.

Ich finde das Thema soziale Ansteckung (social contagion) faszinierend. Mein aktuelles Spezialinteresse. Und wohl schon immer unterschwellig für mich spannend, weil genau das mir ja immer wieder zum Verhängnis wird. Also die Detonationen um mich herum. Meine Blitzableiter- und Trafofunktionalität. Die ist ja damit verknüpft und ein Ergebnis bzw. die Ursache desselben.

Die soziale Ansteckung ist auch memetisch bedingt. Memetisch bedeutet in Sitten und Gebräuchen begründet.

Ist dann die sogenannte "Norm" nicht auch eine Art Brauchtum? Die aktuelle Sicht (kleinster gemeinsamer Nenner , gemeinsame genormte Schnittstelle, um an andere Menschen anzudocken und sie zu verstehen)?

Ich glaub schon. Denn das sind ja Vorstellungen, die da gelten. Die ich leider ich nicht verstehe und auch nicht durchschauen kann.

Wie befeuern sich soziale Ansteckung und Krankheitsübertragungen? Sie bedingen sich ja gegenseitig. Rekursiv. Daher bringt auch ein Lockdown was.

Kann soziale Ansteckung durch Stress und Meinungen und Sichtweisen auch Krankheitsverbreitend wirken? Also wirkt echte Ansteckung von Krankheiten auch Remote?

Immerhin hab ich mir den Systemabsturz zum grossen Teil Remotebedingt eingebrockt. Es ist einfach passiert. Weil ich täglich mit vielen Menschen und deren Spannung zu tun hatte. 5 - 10 Telefonate mit unteschiedlichen Menschen pro Tag. Die Mails und Remote-Meetingeritis noch nicht mitgezählt.

Ich vermittelte zwischen 60 Menschen. 60 Beziehungen. Das sind auch nur die, die mir eingefallen sind. Wahrscheinlich sind es ncoh mehr!

D.h. ich bekam auch deren Spannungen und Energien ab. Und die waren leider nicht im Trafomodus unterwegs. Seufz. Die entluden sich auf mir und zogen mir meine Energie ab, bis keine mehr da war. Peng. Und da verabschiedet sich jeder Trafo mit einem Reboot und Neustart. Mit einem Knall. Denn soviel Spannung hält dann der beste Trafo nicht aus.

So explodieren Laptops und Akkus und elektrische Fahrräder oder deren Batterien. Denn das sind auch Transformatoren.

Ein Defibrillator funktioniert genauso. Das ist nämlich auch ein Trafo. Hochspannung auf Hochspannung erzeugt wieder ein Gleichgewicht, einen Reboot , einen Neustart.

Ihr müsst ja bedenken, dass die Spannung von 60 Kontakten gleich 60 Einzelbeziehungen sind, die ihrerseits wieder Einzelbeziehungen zu anderen Menschen haben und auch untereinander. Das bedeutet 2 hoch n Beziehungsenergien landen bei mir. Also 2 hoch 60. Das sind 1152921504606846976. Wow!!!!

Denn wenn es gelingt remote Gefühle zu verletzen, dann erzeuge ich auch remote Stress und Stress befeuert Krankheiten und deren Ausbreitung.

Und dass das auch im Netz funktioniert, das hat Facebook ja mal mit einem heimlichen Experiment bewiesen. Sie zeigten Nutzern nur schlechte Nachrichten und damit veränderte sich die Stimmung des Nutzers auch in die negative Richtung. Sie zeigten Nutzern gute Nachrichten und die Stimmung der Nutzer wurde fröhlich. Ihr seht also: es funktioniert auch remote.

Die Algorithmen über Kaufempfehlungen bei Amazon funktionieren ja auch so. Und alles andere werbetreibende im Netz ja auch.

Wenn alle daheim blieben und nur über die Technik in Kontakt blieben, würden dann die Ansteckungszahlen sinken oder auch wieder steigen? Weil auch remote-Ansteckung funktioniert?

Krankheiten sind ansteckend. Wer das nicht glaubt, den verweise ich auf die Suizidserie , die mit den Leiden des jungen Werthers einherging.

Aber auch Arschgeweihe , SUV-Boom, Smart-(Phone, Home) Trends werden so gestartet.

Ebenso Cybermobbing.

Auch Crowdfunding entsteht durch soziale Ansteckung.

Es ist also nix schlechtes per se. Sondern es kommt immer auf den Kontext an. Also auf die Gefühle, die getriggert oder von den Triggerern empfunden werden. Und von der Gesamtsituation. Also ob wir in einem spannenden Umfeld leben oder grad im Gleichgewicht oder entspannt sind.

Je nachdem können wir nämlich mit Feedback von anderen (Sichtweisen) umgehen. Sind wir im Gleichgewicht und entspannt, dann können wir auch Dinge, die uns unangenehm sind, mal stehen lassen ohne sie persönlich zu nehmen.

Sind wir angespannt, dann legen wir jedes Wort auf die Goldwaage (wieder so eine Metapher... warum auch immer...) oder gehen ab wie ein Zäpfchen oder wie eine Rakete... Unser Turboantrieb wird gezündet.

Warum ist das so?

Wenn Spannung auf Spannung trifft, dann muss sie sich ja in irgendeiner Form entladen. Wie beim Blitz und Gewitter halt auch.

Und der sucht sich ja auch den Weg des geringsten Widerstands um sich zu entladen. Das ist bei uns nicht anders.

So wirken andere Menschen, auf denen wir diese Spannung entladen können als unser Blitzableiter oder Transformator. Denn sie transformieren unsere Spannung in etwas anderes.

Wenn wir Glück haben und auf einen verständnisvollen Trafo treffen, dann kann er diese Spannungsenergie in positive und kreative Bahnen lenken. Wenn er uns Verständnis gibt und entspannt oder im Gleichgewicht bleibt.

Und er wirkt dann wie ein Blitzableiter und leitet die Energie ab ohne dass weiterer Schaden angerichtet wird.

La Ola im Stadion ist auch so eine Energiewelle....

Deshalb sind Gefühle ansteckend. Weil die Energie ja nicht verpufft, sondern dadurch, dass Energie auf unsere Energie trifft, erst wieder neue Energie freisetzt.

Das können auch neue kreative Ideen sein. Der Funke der Begeisterung. Den lieb ich. Heureka-Momente! Es schnaggelt im Hirn!

Das funktioniert aber nur, wenn das Umfeld entsprechend gepolt ist. Also wer von kreativen Geistern umgeben ist und sich mit ihnen umgibt, der kann die Spannung auch entsprechend kreativ und konstruktiv transformieren.

Wer in einem Umfeld lebt, das kaum oder kein Verständnis für ihn hat, das ihn nicht wahrnimmt und seine Sichtweisen nicht anerkennt, der kann das nicht.

Deswegen haben sich auch früher schon kreative Menschen gefunden und ausgetauscht und sich so gegenseitig befeuert. Doch was hindert uns daran , es ihnen gleichzutun? Nix.

Geht doch mal auf Menschen zu, die Ihr spannend findet und sagt es ihnen. Und schaut mal , was dann passiert. Ob sich die ERde auftut und Euch verschlingt. Ich glaube Ihr werdet überrascht sein :)

Diese Energieübertragung findet auch artübergreifend statt. Deswegen beruhigt Euch Eure Katze, die schnurrend auf Eurem Schoss sitzt.

Deswegen beruhigt Euch ein Spaziergang mit Eurem Hund oder ein kleiner Plausch mit dem Nachbarn. Und ein Streit mit ihm, kann Euch dazu treiben, zur Zigarette zu greifen oder Eure Frau anzuschreien....

Deswegen senkt ein Spaziergang im Wald oder das Garteln Euren Blutdruck. Weil sie sich in Bewegung umsetzt und die anderen Lebewesen (Bäume sind ja in der Mehrheit in einem Wald) auf Euch mit ihrer Energie wirken.

Energie bleibt nicht einfach irgendwo stecken. Sie muss auch irgendwohin. Die Form der Energie , was wir draus machen, das haben wir selber in der Hand. Sofern wir nicht grad im Notwehr- und Überlebnsmodus stecken.

Doch wenn wir es gar nicht soweit kommen lassen...? Die Welt könnte anders aussehen. Fangt doch mal mit Eurer Umwelt an. Probiertses dann spürtses. Das wär doch mal ein Vorsatz für das neue Jahr.

Wie man die Stimmung transformieren kann, zeig ich Euch heute auch in einem Comic!

Schönes neues Jahr!

Spannungsgeladen...
Die ersten Tage und Wochen nachdem ich wieder daheim war, hab ich nur im Sitzen schlafen können. Und es gibt Nächte wie heute, an denen ich ein höheres Kissen brauche. Über solche Kissenkämpfe berichtet auch der Autor von Hamster im hinteren Stromgebiet, der auch die Folgen eines Schlaganfalls beschreibt.

Und bis heute nacht konnte ich auch die Augen nicht zumachen und wie früher einschlafen. Da war "Reibung" und Schmerz in meinem rechten Auge. Das wollte nicht, dass ich es zumache.

Wenn ich es doch versuchte , griff die Dunkelheit nach mir. Die Dunkelheit ist dunkler als früher. Deswegen kann ich auch nicht wie früher mit abgedunkelten Jalousien schlafen.

Da seheint mein Nervensystem also Amygdala und Hypersensibiltätsbedingt was dagegen zu haben. Irgendwie spannend!

Denn es wähnt sich noch immer in Gefahr. Ich die Spannung auch in der Luft spüren.

Fernsehen, Weihnachtsbaum- und Wohnzimmerbeleuchtung halt ich nur aus, wenn ich mich bewege. Ansonsten ergreift eine innere Unruhe von mir Besitz, die sich schwer beschreiben und in Worte fassen lässt. Und ich bekomme Schweissausbrüche.

Die Angst kriecht hoch. Mit Bewegung kann ich sie und meine innere Anspannung, die durch die äußere bedingt wird, im Griff behalten. Schon gut, dass ich die Tricks noch von vorher kenne.

Vieles kann ich erst jetzt anwenden. Weil mein Hirn vorher noch mit anderen Dingen als dem Überleben und Sein beschäftigt war.

Inzwischen verwende ich wieder Lavendel- und Pfefferminzöl. Das beruhigt meinen zeappelnden und unruhigen rechten Arm und das Bein und verhindert die Zuckerei.... und dass ich wenigstens nachts ein bisschen Ruhe finde.

Die Spastiken und die Lahmheit in der rechten Seite (im Arm und im Bein) sind stärker geworden. Die Taubheit auch.

Sogar meine Haare lösen in meinem Gesicht und auf meinem Kopf einen brennenden Schmerz aus. Jede Berührung. Sogar wenn ich mich selber anfasse z.B. am rechten Arm. Das fühlt sich an als k&aumL;me ich in Kontakt mit einer heissen Herdplatte und nicht mit meiner Hand.

Die Wahrnehmung ist also sehr scharf geschaltet! Sie wurde rebootet. Ein Neustart halt.

Druck im Rücken tut gut, weil das Sicherheit gibt. Also leg ich mir mein Stofftier in den Rücken, wenn ich doch mal seitlich schlafen will, wenn die Unruhe mir das Schlafen auf dem Rücken zur Qual macht.

Ich wälze mich so oft wie kleine Kinder hin und her. Logisch. Mein Nervensystem ist genauso übersensibel wie ihres.

Also war ich da auch schon mal. Das ist tröstlich und dann kann ich auch wieder da rauskommen. Desensibilisierung nennt das die Medizin. Entspannung und Angsttherapie. Das ist wohl alles dasselbe nur in anderen Gewändern.

Erst dachte ich wieder wie damals als ich mir das CRPS einfing , dass ich den Schmerz vermeiden sollte. Die Reibung, der Schmerz im Auge beim Schliessen der Augen tat weh. Vorher wurde mir beim Schliessen der Augen auch schlecht und schwindelig. Das mit dem Schwindel und der Übelkeit hat sich nach 1,5 Monaten daheim langsam gegeben. Es fühlt sich auch nicht mehr so an, als wäre in meiner Mitte im Bauch ein Art Abschnürung, die wie Feuer brannte und mir das Essen und jeden Appetit verleidet hat.

Scheint also eher so zu sein, als müsse ich durch die Reibung und den Schmerz hindurchgehen. Also wie auch bei anderen schmerzhaften Erfahrungen und Gefühlen, dahingucken, wo es weh tut.

Wenn durch die ständige Muskelanspannung alles weh tut, ist das allerdings ne ganz schöne Mammutaufgabe. Naja gut, dann fangen wir halt mit einer Ecke an und arbeiten uns dann vor.

Schade , dass ich das alleine machen muss. Ein bisschen Hilfe von meiner Ergo hätte mir doch geholfen. Aber was solls. Ich bin das ja gewöhnt , die Dinge alleine zu machen. Wahrscheinlich isses auch gscheiter so. Weil ich mich dann auch besser drauf konzentrieren kann, wo das mit der Konzentration ja noch nicht funktionieren will.

Ob es noch andere Bücher von Schlaganfallbetroffenen gibt? Aus deren Sicht? Das von der Hirnforscherin fand ich immens spannend. Finde es aber gerade nicht mehr in meinem Bücherhaufen. Wird sich schon wieder anfinden. Daher hat mich der Zufall mit dem Video bei TED in Kontakt gebracht. Das ging auch von meiner Aufmerksamkeitsspanne her. Zu lange kann ich eh nicht.

Und fragt mich bitte nicht, was ich da gesehen habe, das geht nicht. Ich kann das zwar im Moment wahrnehmen, aber nicht hinterher erzählen. Bruchstücke und Details daraus scheinen aber trotzdem ihren Platz in meinem Hirn zu finden, denn ab und zu treten sie dann, wenn etwas an sie andocken kann, wieder zutage. Faszinierend.

Das ist auch nix neues. Denn in der Schule als Kind konnte ich auch keine Fragen zum Text beantworten, den man lesen sollte. Und Textaufgaben waren genauso wenig kompatibel mit mir. Ich versteh sie nicht. Verstand sie wohl noch nie. Und deshalb konnte ich sie auch nie lösen. Löst Ihr mal ein Problem, wenn Ihr schon das Problem nicht versteht.

Das heisst aber auch, dass Tests, die genauso die Funktionionsweise des Gehirns testen wollen, nämlich mit Fragebögen, irreführend sein können. Denn sie sind ja textlastig.

Und das kann eine hyperaktive Amygdala nicht. Die ist dafür zu ungeduldig und die Aufmerksamkeitsspanne reicht dafür nicht. Ausserdem verschwimmen die Buchstaben und tanzen Samba , weil die Amygdala auf feindliche Angriffe geeicht ist. Also sucht sie nach Feinden in der Ferne. Der Fokus der Augen wird auf die Ferne eingestellt und da wird das Nahe unscharf. Könnt Ihr mit jedem Fotoapparat ausprobieren. Entweder die Nähe ist scharf oder die Ferne aber nie beides! Was das Lesen in der Nähe unmöglich macht. Auch logisch und spannend!

Es macht auch keinen Sinn sich lange auf eine andere Sache als das wachsam sein zu konzentrieren, wenn Gefahr droht! Da sollte ich keinen Krimi lesen. Das könnte dann wirklich tödlich enden, wenn der Feind mich dann aus meiner spannenden Lektüre reisst.

Übrigens wirkt bei Spannung (innerer) spannendes entspannend. Sowohl Kaffee, Energie-Getränke und Co. Die machen einen dann müde. Deshalb gähne ich auf Kaffee. Energiedrinks sind mir aber zu pappig süss. Weil Spannung und Spannung entladend wirkt. Das ist wieder der Trafo-Effekt. Also so wirkt ein Defibrillator ja auch.

Ich glaub aber nicht, dass es generell ratsam ist, immer in den Schmerz und die Reibung reinzuarbeiten. Denn das kann es schlimmer machen. Also sagt Euch Euer Bauch, wo es sinnvoll und ratsam ist.

Dann ist das ja auch wieder gut, wenn mich meine Ex-Ergotherapeutin mit ihrem Monolog davon ablenkt auf meine innere Stimme zu hören.

Hmm... ob man sich dann ohne die 0815-Reha schneller und besser erholen kann, wenn man auf sich selber hört?
Wenn ich mir nochmal was breche und ich dann den Nerv dazu habe bzw. nicht den Nerv habe, ins Krankenhaus zu gehen, dann würd ich glatt mal ausprobieren, ob so ein Bruch ohne Behandlung anders heilt. Ob es da einen grossen Unterschied gibt.

Ich hab mal von einem Hirnforscher gelesen, dessen Vater , ein Professor an einer bekannten Universität, einen Schlaganfall hatte. Und er hat ihn dieselben Entwicklungsschritte machen lassen wie ein kleines Kind. Also sein 65-jähriger Papa krabbelte wie ein Kleinkind im Garten herum. Er hat sich davon erholt. Und unterrichttet heute wieder.

Das würde auch die universelle Regel wieder bestätigen. Ohne Druck, also durch Loslassen, sein lassen, werden und einfach laufen und den Dingen ihren Gang lassen, klappt es.

Reha und 0815 ist ja wieder Druck. Und je mehr Druck man macht, desto mehr geht das Ergebnis gegen 0.

Auf allen Vieren brauch ich dann doch nicht rumzukrabbeln. Wobei Temple Grandin das nach ihrer Gebärmutterentfernungs-OP auch gemacht hat.

Denn wenn einem schwindelig ist, dann ist Krabbeln einfacher. Das ist dann bei kleinen Kindern auch so. Die Reize sind zuviel und erst wenn sie nachlassen und sich dran gewöhnt haben oder um sich daran zu gewöhnen , werden sie dann aktiv und sind flott im Krabbelmodus unterwegs und hängen jeden ERwachsenen ab.

Ich war auch so ein sehr flotter Krabbler.

Und erst wenn der Schwindel (vor Höhen) nachlässt, kann man sich aufrichten und aufrecht gehen lernen. Vielleicht sollten wir keine Gehwäggelchen ausgeben sondern einfach auf der Erde herumkrabbeln.

Also vielleicht ist es gar nicht mal so schlecht "austherapiert" zu sein, weil dann der Druck entfällt. Weil keiner mehr einen Sinn in einem sieht. Und dann kann mer in Ruhe (die braucht mer dazu) selbstheilen.

Mal sehen, wie mein Abenteuer weitergeht. Ich will auf jeden Fall Berichte von anderen Menschen, die einen Schlaganfall hatten oder aus dem Locked-in-Syndrom wieder rausgekommen sind, lesen. Irgendwo gab es da mal einen Fall eines Jungen, der das geschafft hat.

Also mich interessieren die, die es geschafft haben und anders gemacht haben. Und nicht die, die krank geblieben sind. Denn nur von denen kann ich ja auch was lernen. Denn nur die, die es geschafft haben, wissen ja wie es geht. Weil sie es selbst erlebt haben.

Ah... ich hab zwei Bücher gefunden. Hoffentlich sind die nicht zu klein geschrieben. Kursiv und fett oder das ganze noch gemischt, kann mein Hirn nicht entziffern. Also schnörkellose einfache Schrift und möglichst gross (wie bei Kinderbüchern) kann ich am ehesten lesen. Oder ich muss es ewig weit weg halten. Dass es zum Feind in der Entfernung wird ;-)

Eins heisst Tsunami im Kopf und das andere Mit einem Wimpernschlag.

Meine Autistin hat es auch zerlegt. Ne Entzündung. Blinddarm. Also wenn immer alles angespannt ist und ständig in Hab-Acht-Stellung, sind dann dauernde Entzündungen die Folge?

Oder ist es so, dass wir, wenn wir in Hab-Acht-Stellung sind diese ansonsten von uns unbemerkt ablaufenden Immunreaktionen intensiver mitbekommen? Weil wir besser hören? Also im aussen und im innen. Und sie deshalb dann auch behandelt werden, weil mer dann halt zum Arzt geht.

Wenn mer ned wie ich zuviel Angst davor und zuviele ungute Erfahrungen damit gemacht hat. Hm...

Das hypersensiblere Nervensystem macht übrigens auch misstrauischer. Das ist ja logisch. Wenn sich unser Nervensystem im Resetmodus und in Gefahr wähnt und erstmal wieder Sicherheit und Geborgenheit wie ein kleines Kind erfahren muss, um wieder Tritt zu fassen, dann ist das ja die logische Folge.

Also macht es aus meiner Sicht Sinn, Sicherheit und Geborgenheit zu bekommen und sihc selber zu geben, da wo man es kriegen kann. z.B. durch Umarmungen von Mitpatienten in der Psychiatrie. Kreative praktische adhoc und one-shot-learning Lösungsfindung funktioniert nämlich mit einem hypersensiblen auf Gefahr ausgerichteten Gehirn. Spannend!

Und wenn die Umarmungen mir gutgetan haben, dann haben sie den Effekt auch bei meinen Mitpatienten gehabt. Sonst hätten sie sich ja auch gar ned drauf eingelassen. ich hab sie ja nicht dazu gezwungen sondern gefragt. Also das ganze basierte auf Freiwilligkeit. Ohne Druck. Denn bei Druck geht der Erfolg gegen 0.

Da Berührung schmerzhaft ist, kostet das trotzdem Überwindung. Bei Gefahr macht es aber Sinn, dass Berührung schmerzhaft ist. Denn eine Berührung des Feindes kann tödlich enden.

Deshalb vertrag ich Menschen und deren Spannungsfelder nur in homöpathischen Dosen. Na das bestärkt meine These, dass Autismus auf einen vorgeburtlichen oder kindlichen Schlaganfall zurückzuführen ist. Oder einfach durch eine sehr angespannte auf den Fötus feindlich wirkenden Gebärmutter der Mama, weil die alles allein machen will und sich durch alles durchkämpft.

Die Superwoman der heutigen Zeit gebiert in der Folge dann Kinder, die auf sie allergisch sind. Des is fei a ned grod as gsündeste. Aber total spannend!

Das hiesse aber in der Folge auch, dass unsere Gesellschaft Kinder in die Welt setzt , die zu ihrer Welt nicht mehr kompatibel sind, weil Ihr Nervensystem im Alarmmodus nicht mehr Normkompatibel reagieren kann!

Heisst das dann: die Norm schafft sich selbst ab? Unbewusst. Aber halt als Folge dieser Entwicklung. Und was bedeutet das dann? Dass irgendwann keiner mehr da ist, der die Norm aufrecht erhalten kann? Dann muss sie sich wandeln. Tut sie ja jetzt schon mit den transformierenden Artenübergreifenden Krankheiten. Die gab es übrigens schon immer. Nur, war früher die Verbreitung und Ausbreitung eingeschränkt. Auf natürliche Weise.

Durch Flugverkehr und Reiselust wurde aber diese natürliche Beschränkung aufgehoben. D.h. die neuen Freiheiten auf der einen Seite bringen auch neue Gefahren mit sich.

Alles hat immer mehrere Seiten. Alles eine Frage der Perspektive.

Und es ist ja auch nicht so, dass dies eine Einbahnstrasse ist. Nein, auch wir übertragen Krankheiten auf Flora und Fauna. Oder auf Menschen, die gegen unsere Zivilisationskrankheiten nicht gewappnet sind.

Wir leben in einem Kreislauf-System und nicht in einer Einbahnstrasse. Mit dem Klimawandel ist es genauso.

Übersensiblere Nervensysteme haben ja auch einen Vorteil: sie erkennen die Gefahr schneller und den Gesamtzusammenhang und die Ursachen. Sie sind zum Systemdenken geboren.

Und fühlen den Schmerz des anderen. Dazu muss ich nicht erst umständlich die Mimik oder die Gestik des anderen entziffern und decodieren lernen. Die ist nämlich kontextbezogen. Die unterscheidet sich von Kultur zu Kultur! D.h. was wo schick und nett ist, gilt woanders als Angriff und unhöflich.

Kann ich die Spannung eines Menschen lesen, dann weiss ich sofort wie ich dran bin. Und reagiere instinktiv und intuitiv. Das geht schneller und ist eben nicht kulturell bedingt! D.h. es ist echt. Der schnelle Zugang zum Kern der Sache.

Wenn man so tickt, dann ist es klar, dass man in Bewerbungsgesprächen nicht punkten kann und auch in der heutigen Arbeitswelt und Welt des Normdenkens aneckt. Weil der Modus der Wahrnehmung sich verschoben hat.

Er verschiebt sich aufgrund der geellschaftlichen Spannung und physiologischen und biologischen Spannung von einer Norm, die auf Uniformen, Rollen und der Aussenwirkung basiert zu einer neuen Norm, die auf Echtheit, Authentizität und Direktheit basiert. Spannende Sache! Im wahrsten Sinne des Wortes!

In einer Zeit, in der die Gefahren immer immanenter werden und die Handlungs-Dringlichkeit damit ansteigt, um unser menschliches Überleben zu sichern, ist das überaus sinnvoll und praktisch. Die Natur findet halt immer einen Weg. Und der führt dann halt auch mal durch die Hintertür als Folge unseres Handelns. Cool!

Als Comic gibt es heut diesen hier ;-)
Weil ein Zeichner und Inspirant aus dem Comic-Forum mal Mäuschen in meinem Gehirn spielen wollte. Und das nimmt mein Hirn wie immer wortwörtlich. In einer Gefahrensituation ist dies auch sinnvoll.

Übrigens auch, dass man die Kommunikation auf das notwendigste beschränkt. Oder habt Ihr Spezialeinsatzkräfte mal wochenlange Monologe halten hören? Nein, deren Kommunikation beschränkt sich auf das Wesentliche. Und sie verstehen sich blind, weil sie ein eingespieltes Team sind und sich aufeinander verlassen können müssen.

Das tut Ihr übrigens auch, wenn es mal "brennt". Also wenn die Produktion mal nicht funktioniert, dann funktioniert die Zusammenarbeit wie am Schnürchen. Das konnte ich auch schon live beobachten und fand ich faszinierend.

Kaum war die Gefahr gebannt, hielt wieder der Monolgismus und das ich-habe-keine-Zeit-Syndrom einzug. Und auch das Jeder-macht-was-er-will- Syndrom.

D.h. wenn die Gefahrenlage chronisch wird, ist genau dieser Zustand sinnvoll. Ist genau das sinnvoll, dass Kommunikation schnell geht und nicht zum Selbstzweck wird wie es heute überall der Fall zu sein scheint. Es wird zuviel geredet auf dieser Welt und zu wenig gehandelt. Das ist meine Sichtweise.

Ihr könnt mich ja gerne feedbacken und mir Eure verraten. Dann wird meine Welt bunter. Und ich lerne die Welt mit Euren Augen zu sehen. Und so können wir bessere Lösungen finden.

Hab noch zwei Bücher zu dem Thema gefunden: Als ich unsichtbar war und Locked-in gefangen im eigenen Körper. Ein Junge und ein Mann, die es geschafft haben aus dem Lccked-in herauszukommen.
Mal sehen, welche Tricks ich noch von den "Profis" lernen kann ;-)

Übrigens ist das, was ich jetzt um mich herum gesellschaftsweit wahrnehme , genau das, was mir schon im kleinen als Kind in meiner eigenen Familie passiert ist.

Auch das mit dem Krankenhaus, dass ein Teilausschnitt fehlinterpretiert (als Angriff, und nicht als notwehr) wurde.

Meine Schwester kann aufgrund ihres Schlaganfalls nicht erkennen, wann sie einen zuviel kitzelt. Also über die Grenzen meines eigenen Nervensystems geht und somit seine Notwehrreaktion aktiviert.

Das Problem, mit einer Sache erst nicht anfangen zu können und dann nicht damit aufhören zu können, hab ich auch. Ich kenn das und dann kann das auch logisch nachvollziehen und dafür aus dieser Sicht Verständnis haben.

Allerdings hört es mit dem Verständnis da auf, wo mein Nervensystem mit einer Überdosis einer solchen Kitzelattacke meiner Schwester konfrontiert ist. Denn da springt der Instinkt an, weil unser Hirn überleben will.

Also wehrte ich mich. Mein Papa sah dann nur, wie ich mich wehrte. Aus seiner Sicht sah es also so aus, als hätte ich meine Schwester angegriffen. Und ich bekam die schlagkräftigen Konsequenzen zu spüren.

Wenn einem das imemr so geht, von kleinauf, dann ergibt die ganze Welt für eieen keinen Sinn. Denn sie ist einfach unberechenbar. Und nicht zu verstehen. Um überleben zu können und am Leben zu bleiben, musste mein Hirn aber irgendwie die Dinge verstehen um in dieser für mich unberechenbaren Welt überleben zu können.

Da es das nicht konnte, weil mir dasselbe immer wieder passierte, mir aber niemand erklärte, warum das so war, musste sich mein Hirn selbst behelfen.

Also stellte es sich auf chronische Gefahr ein und nutzte die Übersensibilität der eigenen Sinne, die schon angeboren waren, um die Gefahr schon im vornherein zu "erspüren". Das kann ich recht gut. Auch das Donnerwetter des Chefarztes in der einen Klinik konnte ich anhand meines &aumL;usserst guten Hörsinns kommen sehen.

Denn ich hörte die Unterhaltung, die vor der Tür stattfand. Und aus den Worten und dem Tonfall spürte mein Hirn schon, da kommt jetzt ein Gewitter.

Und es hatte recht. Wie bei den anderen Gewittern, die bei uns daheim stattfanden halt auch. Darin hatte es ja Übung.

D.h. auf gewisse Art kann man mit seinen Sinnen hellsehen... Auch wenn das halt eher ein hellhören und ein Erspüren der Anspannung ist.

Dabei muss ich nicht bewusst das ganze erst mühsam mit dem präfronteralen Kortex dechiffrieren (das würde viel zu lang dauern, das kann ich erst hinterher), sondern es läuft instinktiv ab.

Ich "funktioniere" und reagiere instinktiv weil mein Nervensystem dies als Angriff interpretiert. Und da hat es ja auch recht gehabt. Denn ein Unwetter, das sich auf Euch entläd ist ein Angriff. Auch wenn er nix mit Euch persönlich zu tun hat, und Ihr nur der letzte Tropfen seid, der es ausgelöst hat.

Das "funktionieren" (instinktive reagieren um zu Überleben) ist mit dem norm-gerechten "funktionieren" nicht identisch. Es ist exakt das Gegenteil davon.

Weil normgerechtes Funktionieren ja nur möglich ist, wenn man im Gleichgewicht und enspannt ist und das Umfeld auch.

In einem Hochspannungsmufeld kann der gelassenste nicht gelassen bleiben.

Wenn Ihr zudem chronisch in diesem Verteidigungs-Hab-Acht-Modus umeinanderlauft, weil Euch die Umfelder nix anderes übrig lassen, weil Sie auf Euer natürliches Verhalten (das ja der hab-acht-Modus ist! Ihr kennt es ja nicht anders!) mit Angriff und Verteidigung reagieren, dann kommt Ihr auch nie dahin, normgerecht handeln zu können.

Ich wusste bis vor kurzem gar nicht, dass es ein anderes Verhalten wie meines gibt! Das war mir unvorstellbar. Und es ist es für mich bis heute geblieben. Deshalb such ich ja Menschen zum Feedbacken, damit ich meine Sicht der WElt mit ihrer austauschen kann. Und sie beser verstehen kann und was sie tun.

Denn aus Sicht meines Hirns ist das vollkommen unlogisch und nicht im leisesten nachvollziehbar. Wenn Ihr Euch in meine Sicht eindenkt, dann sollte das auch f&uumL;r Euch logisch nachvollziehen sein. Also ausser Ihr befindet Euch selbst im Instinktmodus. Dann braucht Ihr Euch nicht einfühlen, dann braucht Ihr ja nur bei Euch selber mal hinzugucken. Obwohl das auch wieder sehr schwer ist, weil man dazu Übung und den präfronteralen Kortex braucht.

Ich weiss nicht, aber ich glaub, ich hab den immer schon verwendet. Denn ich habe immer vile nachgedacht. Nur hab ich halt nicht verstanden, was die Ursache des Kommunikationsproblems war. Versucht Ihr mal eine Sprache zu lernen, die Euch keiner beibringt. Das geht nur durch Beobachtung und wenn Ihr von Menschen umgeben seid, die mit Euch diese Sprache sprechen. Doch bei mir liefen die Leut ja schaarenweise davon und redeten nicht mit mir. Also wie sollt Ihr dann die Fremdsprache lernen?

Das musste ich also aus Büchern und eigenen Erfahrungen lernen. Remote halt. Weil ran kam ich ja nicht. Aus zwei Gründen. Mein Nervensystem lässt Nähe nicht zu und Eures auch nicht.

Ne tolle Kombi! ;-)

Ich kann aber jetzt Euch zeigen wie Ihr Eure Amygdala zähmt. Das hatte ich ja als Trafo auf Arbeit auch versucht. Das Ergebnis war dann ein Kurzschluss durch die Überspannung, die mein Trafo dann nicht mehr herunterregeln konnte. Auch eine spannende Sache ;-)

Ich ging auf adnere zu und frage sie, was sie brauchen. Und dachte im Gegenzug (weil ich von mir ausgehe, von wem auch sonst?) würde das dann auch über die Spiegelneuronen gegenseitig funktionieren.

Dabei hatte ich vergessen, dass die Spiegelneuronen ja bei Gefahr deaktiviert werden. Also ich kann das ja auch nicht. Ich kompensiere den Ausfall der Spiegelneuronen also durch meine empfindlichere Sinneswahrnehmung und den präfronteralen Kortex. Es gibt halt mehrere Wege ans Ziel.

D.h. ich müsste meinen Kollegen erstmal klar machen, dass sie sich in Gefahr wähnen. Das sehen sie nämlich nicht. Auch nicht, wenn sie wie mein einer Kollege vor Wut explodieren. Sie nehmen die Detonation nicht als das wahr was es ist. Eine Abwehrreaktion.

Andere Kollegen (die meisten leider...) reagierten mit Flucht oder Rückzug. Oder Totstellen. Von denen hörte ich nix mehr. Obwohl sie ja was von mir wollten! Also wie kann ich meine Arbeit machen und ihnen das geben, was sie bei mir in Auftrag gegeben haben, wenn sie sich dann wenn ich Fragen zur Umsetzung habe, verstecken? Hinter dem ich-habe-keine-Zeit-Syndrom.

Andere Kollegen suchten sich andere Stellen, andere Perspektiven, Sinn und erledigten nur noch den Dienst nach Vorschrift. Was mit meinem Sinn (die Dinge so gut wie möglich für den Auftraggeber zu machen) nicht kompatibel war. Oder sie bildeten sich nebenher weiter , um baldm&oumL;glichst die Flucht zu ergreifen und das feindliche Umfeld zu verlassen.

Auf die Idee und Einladung von mir, das feindliche Umfeld zu einem freundlichen kollaborativen Umzugesaalten, gingen sie nicht ein. Sie liessen mich auflaufen. Sie behinderten mich dabei ihren Auftrag, die Arbeit , die sie von mir wollten , auszuführen.

Was mich extrem wütend und verwirrt zurückliess, war die Tatsache, dass sie zwar bei mir etwas in auftrag gaben, aber gar nicht wussten, was sie wollten!!! Unglaublich! Aus meiner Üerlebens- und Sinnsicht!

Und doch verständlich. Aus Sicht des präfronteralen Kortex. Denn wenn ich nie gefragt werde, nach meiner Sichtweise, nach meiner Meinung, weil andere da sind, die bestimmen, was richtig ist (Matriarchat oder Patriarchat), dann verlernt man das. Oder man hat es , wenn es daheim auch schon so war, nie gelernt!

Das ging mir ja auch so. Um daheim irgendwie durchzukommen, richtete ich mich nach den anderen und versuchte irgendwie durchzukommen. Da man es aber nicht allen recht machen kann, kollidierte ich auch hier wieder und so konnte ich nie verstehen, was ich falsch machte und wie es richtig gehen sollte.

Dann lernt man, sei still , sag nix (dann sagste nix verkehrtes) und duck Dich. Das geschieht instinktiv. Das ist einem gar nicht bewusst.

D.h. ich hätte all meinen Kollegen erstmal beibringen müssen , zu lernen zu wissen, was sie wollen! Und damit f&uumL;r sich Verantwortung zu übernehmen.

DAs ist aber in der Normgesellschaft gar nicht vorgesehen. Also das ist meine Sicht und meine Erfahrung. Weil es immer "Profis" gibt, die diesen Part übernehmen. Die Profis wissen also was gut für mich ist.

Diese Meinung kann ich aus meiner eigenen Erfahrung nciht teilen. Im Gegenteil. Ich fahre besser, wenn ich auf mich höre. Denn die Profis kennen mich doch gar nicht! Wie wollen die das denn bitteschön machen? Können die noch mehr hellsehen und hellhören als ich? Dann würd ich mir aber auch meine Gedanken machen... das wäre auch sehr verwirrend.

Wenn Profis keine Zeit zum Zuhören haben, und meine Sichtweise nicht kennen , wie soll dann etwas gescheites und für mich funktionierendes dabei herauskommen?

0815 bedeutet, dass etwas dabei herauskommt, dass durchschnittlich funktionieren sollte. Damit man wieder normgerecht (also durchschnittlich) funktioniert. Weil ich weder Durchschnitt bin, noch weiss, was das sein soll und wie das gehen soll. Es hat mir noch nie jemand erklärt! Und den Durchnitt, die Norm kann ich nicht riechen. Wenn's a Käs wär, h6auml;ttis gschmeckt.

DAs hat bei mir noch nie funktioniert. Funktioniert das denn bei Euch?

Management will ja die Verantwortung für andere übernehmen. Kann es das denn? Und wie sinnvoll ist das, wenn doch der Einzelne seine Arbeit und das was ihm hilft, diese am besten zu machen, nur selbst kennt?

Derzeit wird also durch den Druck via Kontrelle und Managerei versucht, Motivation zu erzeugen.

Funktioniert das? Kann ich jemanden motivieren? Geht das überhaupt. Nö. Motivation ist was von innen. Intrinsisch. Und hat was mit Sinn zu tun. Mit dem eigenen Sinn. Und der weicht halt von anderen Menschen ab. Ja, sicher es kann Überschneidungen geben.

Der eigene Sinn entsteht durch die eigene Wahrnehmung also durch unsere Sinne. Dafür sind sie da um uns mit unserem Kompass Intuition und Instinkt durch das Leben zu steuern und unser Überleben zu sichern.

Kann ich also meine Motivation , meinen Sinn auf jemand anderen übertragen? 1:1 nicht. Denn jeder Mensch nimmt die Welt anders wahr und hat andere Erfahrungen und somit auch Dinge, die ihn antreiben.

Mit Gewalt und Druck lässt sich da keine gemeinsame Schnittmenge erzeugen. Mit Druck geht das Ergebnis gegen 0.

Wenn ich also meine eigene Motivation nicht auf den anderen übertragen kann, was kann ich dann tun? Gibt es eine Möglichkeit wie ich andere Menschen , da abhole wo sie sind und sie dazu bringen kann, Dinge freiweillig mitzutragen und ihre eigenen Fähigkeiten und ihr Potential einzubringen?

Klar! Begeisterung. Wenn ich die Menschen mit dem was ich erlebt und erfahren habe, mit dem was mich antreibt, sozial infizieren kann! D.h. ich nutze die soziale Ansteckung um den Funken der Begeisterung zu zünden.

Das funktioniert aber nicht mit theoretischem Wissen sondern nur aus praktischem Interesse. Einem gemeinsamen Ziel. Der Sinn dieses Ziels kann dann aber für jeden sehr individuell sein.

Vielleicht schaffe ich es ja den Sinn für ein Grundbedürfnis und Grundinteresse der Menschen mit meiner Begeisterung zu entfachen. Also die Begeisterung und die intrinsische Motivation dafür. Das würde enorm viel Sinn machen.

Was wäre der? Spass und Spiel an der gemeinsamen Zusammenarbeit! Lebens-Freude! Und Lebens-Freunde!

Aber das geht mit der professionellen Distanz nicht. Der Uniform, der Rolle, der Rüstung , die die Norm vorschreibt.

Die Rüstung soll doch vor Schmerz und zu nahem Kontakt schützen. Also dass einem etwas zu nah geht. Funktioniert es denn?

Im Austausch mit anderen, die diese Fähigkeit besitzen, stelle ich fest, dass sie oft genauso frustriert, verwirrt und verletzt sind, von dem was geschieht wie ich.

Wenn die Rüstung nix bringt und keinen Unterschied macht, warum zieht Ihr sie dann nicht einfach aus? Wenn es mit Rüstung niht funktioniert, dann probiert es doch mal ohne!

Umgekehrt kann ich es nämlich nicht. Und wenn es immer weniger Menschen können, dann macht es ja auch keinen Sinn mit unnötigem Ballast herumzulaufen. Da kann unser Hirn viel Energie sparen, wenn wir drauf verzichten und die dann für aus jetziger Sicht sinnvollere Dinge nutzen. Das fände ich einfach famos.

So ... jetzt hat mir meine Autistin gemailt, ich soll sie mal anrufen. Das hab ich jetzt sowohl auf dem Handy als auch auf dem Festnetz probiert. Keiner da. ;-)
Auch irgendwie schön, dass sich manche Dinge nicht ändern. ;-)

Das Ergebnis des Limoexperiments hab ich Euch noch vorenthalten. Also der Fahrer kam, aber diesmal war er nicht allein. Und der andere versteht uns und wir ihn. Das ist praktisch und vereinfacht die Kommunikation ungemein.

Ihr Limo , auf das sie auf der Liste gedeutet hatte, hatte er nicht dabei. Sie hatten gar nix dabei. Nicht mal das Zitronenlimo, für das sie sich dann alternativ entschieden hatte. Wenn sie nix dabei haben, warum kommen sie dann her?

Sie sind dann halt nochmal vorbeigefahren und haben es später vorbeigebracht. Da wär es dann doch auch gegangen, das ursprünglich gewollte Limo mitzubringen.... Das versteh ich jetzt wieder ned. Ich bin verwirrt. Mein Standarzustand.

Apropos Standardzustand... nach obiger Erklärerei könnt Ihr jetzt verstehen und ich auch (endlich) warum ich nie sagen kann, wie es mir geht. Ich habe keine Ahnung. Denn es ist nicht wichtig. Und spielt in meinem Modus auch gar keine Rolle. Da geht es einfach nur ums Überleben, ums Sein. Und das ist ja sehr praktisch. Ich mag praktische Lösungen.

D.h. ich kann jetzt mit gutem Gewissen und aus eigenem Wissen und meiner Erfahrung auf die Frage: Wie geht es Dir? antworten: Ich weiss es nicht.

Noch eine Frage: dieses Normdenken... die Norm, gibt die immer dem Gemeinschaftsfaktor den Vorrang? Den Einzelnen und seine Bedürfnisse scheint ise ja nicht zu sehen.
Ist die Norm dann eine Überdosis des Wohls der Gemeinschaft?

Aber eine gesunde funktionierende Gemeinschaft kann doch nur entstehen, wenn der Einzelne in ihr berücksichtigt und gesehen und wahrgenommen wird? Also zumindest bei uns daheim funktioniert das so.

Im Gegensatz zu früher als ich klein war, wo jeder in seiner Welt steckte und halt einer es gut für die anderen meinte. Da hat das nicht funktioniert.

Ich weiss was!!! Ich weiss was!! Wie Autoimmunerkrankungen entstehen und warum Menschen immer kränker werden...
Wow! Das ist ja total simpel zu verstehen!

Also es ist dasselbe Prinzip, wie das, das mir auf Arbeit aufgefallen ist. Das ich-habe-keine-Zeit-Syndrom mit dem immer höherem Druck (und bei paralleler Kürzung der Mittel und der Mitarbeiter) führt dazu, dass es immer öfter brennt. Das Produktionssystem , die Software kommt immer öfter aus dem Takt weil der Takt sich beschleunigt hat. Es gibt also immer öfter Hotfixes oder Workarounds. Das ist die Akut- und Symptombehandlung.

Das ich-habe-keine-Zeit-Syndrom (ich kann mir nicht leisten, krank zu sein... ich hab jetzt keine Zeit dafü,r, ach was, ich bin krank geschrieben, ich arbeite trotzdem... Remote-Office auf Reha) wirkt sich zeitgleich auf uns selbst und unseren Körper und Geist aus. Also auf uns.

Denn es brennt je öfter wir die Symptome mit Schmerzmittel, Schlafmittel oder anderen akuten Symptombehandlungsmethoden behandeln , immer öfter bei uns im Körper. Weil wir nicht auf ihn hören und die Ursachen unbehandelt bleiben. Wenn es im Körper brennt, dann ist das eine Entzündung. D.h. sowas kommt in immer kürzeren Abständen immer wieder.

Bei uns in der IT war keine Zeit mehr für die echte Ursachenbehandlung. Also die Ursachen der Probleme, die immer wieder auftraten, wurden nicht behoben. Mein Chef und ich wir waren so eine Ursachenbehandlungsabteilung. Doch bei uns landete immer mehr Zeug, das gar nicht in unseren Bereich gehörte, weil im Zuge des ich-habe-keine-Zeit-Syndroms Aufgaben, für die andere Abteilungen keine Zeit mehr hatten, ausgelagert wurden. Und wir waren dann das letzte Glied in dieser Prozesskette.

D.h. die wenige Zeit, die wir uns oft noch als einzige für die Ursachenbehandlung nehmen konnten, kam uns durch die Outsourcerei der Verantwortung der anderen Abteilungen abhanden. Dass die nicht mehr wussten, was sie wollten, machte es nicht besser. denn dadurch lähmten sie uns und machten uns genauso handlungsunfähig wie sie.

Im Endeffekt war unsere Abteilung noch das letzte Aufgebot des Immunsystems: der Ursachenbehandlung. Die gehört aber in jede Abteilung und nicht ans Ende der Kette. Auch die Qualitätssicherungsabteilung konnte die Probleme nur noch verwalten und verkam zum zahnlosen Tiger.

D.h. das Immunsystem der Software ist abhanden gekommen. Es wird nix mehr aufgeräumt, weggeräumt. D.h. die Workarounds , Akuteinsätze und Entzündungen werden immer mehr! Weil keine Zeit dafür bleibt.

Und damit stirbt die Immanabwehr. Sie hat keine Chance mehr gegen die Übermacht der Brände und Entzündungen anzukommen.

An meinem Beispiel wie ich sehr graziös aus der Kurve geflogen und eine Bruchlandung in der Psychiatrie hingelegt habe, seht Ihr also wie es Eurem Immunsystem grad geht. Das versteht auch grad die Welt nimmer, weil es keine Zeit mehr zum Heilen und Aufräumen bekommt.

D.h. es wird handlungsunfähig, weil es gegen die Übermacht der Entzündungen und Brände gar nimmer ankommt. Es mobilisiert die letzen Kräfte und Reserven und Batsch liegt es endgütig auf der Nase, weil es leider keine Unterstützung von Eurer Seite bekommt.

Ich hab keine Begeisterung und damit kein Mitziehen bei meinen Kollegen dazu bewirken können. Dabei hab ich alles versucht!

Denn sie hatten keine Zeit! Und genauswenig Zeit habt Ihr und sie für das eigene Immunsystem. Also was im Aussen mit dem Aufräumen und Ursachenbehandeln nicht klappt, klappt dann im inneren auch nimmer.

Und kommt die Abwehr gegen die Anzahl Angriffe (die zwar gut gemeint sind, aber wie auch ich es mit den Systemen erfahren musste, in gut-gemeinheit enden, weil die Reibung die Energie und Heilungs-Bemühungen ad absurdum führt ) nicht mehr an, auch weil sie ständig ihre Energie auf Akut-Symptombehandlung und Entzündungen verfeuern muss, dann bleibt keine Energie und Zeit mehr, zu heilen und aufzuräumen.

Und so entstehen chronische Dauerbrände und Dauerentzündungen. Also chronische Krankheiten und Autoimmunerkrankungen. Und Systeme, die zwar gut gemeint sind, aber nicht mehr funktionieren!
Und die Ursache ist das: ich-habe-keine-Zeit-Syndrom.

D.h. alle drei Dinge, die mir passiert sind, die Bruchlandung mit meiner Gesundheit, die Bruchlandung auf Arbeit (die die Bruchlandung meiner Gesundheit auslöste) und die Bruchlandung im Gesundheitssystem (die auf die ersten beiden Bruchlandungen folgte) sind alle drei dasselbe Prinzip und Muster! Wow! Wie im Kleinen so auch im Grossen.

Ein Arzt, den ich kenn, meinte mal, dass ihn genau das so frustriert, dass die Menschen immer kränker werden. Jetzt kann ich ihm erklären, warum das so ist! Cool!

Für diese Erkenntnis waren also meine diversen Bruchlandungen alle gut! Wow!

Es fehlt meiner Erfahrung und Sichtweisen nach das Gleichgewicht zwischen: Selbst- und Nächstenlliebe. Zwischen Gemeinschaftsdenken und den Auswirkungen auf den Einzelnen.

Ihr könnt es auch auf einen gemeinsamen einfachen Nenner bringen. Was will ein Organismus? Egal, ob Firma, Gesundheitssystem und Euer Hirn und Körper und jede einzelne Zelle in Euch und Ihr auch? Überleben. Das ist das gemeinsame Ziel, das wir alle haben.

Ein Organismus kann nur überleben, wenn auch seine Einzelteile (Zellen, ...) überleben. Also muss der Organismus gucken, dass es seinen Zellen (Mitarbeitern, Mitgliedern) gut geht. Nur wenn es beiden gut geht (also auch der kleinsten Einheit) dann kann der Organismus heilen und gesund bleiben und somit überleben.

Und genau das machen wir daheim bei uns auch. Ja, wir sind zwar alle etwas lädiert aber was wollen wir? So selbständig wie möglich leben und unsere Gemeinschaft erhalten und verteidigen.

Was ich im System und auf Arbeit erlebt habe, war aber, dass jeder nur seinen Prozess und Teil sieht. So war das in meiner Kinderheit bei uns daheim auch. Wir haben einander nicht gesehen. Wir konnten das da nicht, weil jeder von uns einzeln mit seinem Überleben beschäftigt war und keine Energie und Reserve für den anderen hatte.

Und genau dasselbe scheint sich aktuell in der Gesellschaft aber auch in den grossen Firmen abzuspielen. Erstaunlich. Und faszinierend zugleich.

Bei uns hat sich das erst geändert, als unsere Gemeinschaft sich gesundschrumpfte (das geschieht auf natürliche Weise, z.B. dass Mitarbeiter kündigen , die Firma oder den Bereich wechseln oder sich andererseits verabschieden , krank werden gehört auch dazu oder in Rente gehen) , meine Oma und mein Papa sind gestorben.

D.h. die Beziehungen dezimieren sich. Es wird leichter. Auch dadurch, dass der Druck auf die restlilch verbliebenen weiter ansteigt, bis er hoch genug ist und die bisherige Ordnung zusammenbricht. Chaos ensteht. Das Chaos entsteht schleichend aber irgendwann ist es dann halt nicht mehr zu übersehen. Ich denke zu erkennen ist das an der Handlungsunfähigkeit des Organismus. Die zunehmende Meetingeritis ist ein Symptom davon. Es wird geredet aber kaum noch gehandelt. Eine Lähmung des Organismus ist die Folge.

Genau dasselbe passiert bei Autoimmunerkrankungen. Auch da sind Lähmungerscheinungen und Taubheitsymptome die Folge. In Firmen ist man auch taub. Für die Meiungen und Sichtweisen von anderen und deren Nöte, weil man mit sich selbst genug zu tun hat. Weil viel zu lange nur Symptombehandlung betrieben wurde. Irgendwann bricht dann halt alles um einen herum zusammen, wie meine Bücherstapel. Und dann muss mer aufräumen. Dann ist die Dringlichkeit und der Druck entsprechend hoch.

D.h. es kommt erst zum Zusammenbruch des gesamten Organismus(Systems) ins Chaos bevor die Neuordung stattfinden kann. Die neue Ordnung findet sich und entsteht dann aus dem Chaos wie der Phönix aus der Asche.

Das ist natürlich. Weil jedem Neuanfang ein Ende der vorigen Struktur und Ordnung vorausgeht. Ist ja logisch. Denn Wandel geschieht erst dann, wenn nix mehr geht. Unser Hirn wehrt sich ja aus Effizienzgründen mit aller Kraft gegen Veränderung um Energie zu sparen.

D.h. erst, wenn es mehr Energie kostet die alte Ordnung aufrechzuerhalten anstatt sich neu zu ordnen, wird unser Hirn nachgeben. D.h. es weigert sich erstmal so weitermachen zu können wie bisher. Das ist der erste Schritt. Die Lähmung. Und die ist dann halt nicht nur ässerlich sondern auch in uns drin zu finden. Also auch wir können Lähmungserscheinungen haben. Im Denken oder im Körper und Taubheitsgefühle...

Die Dinge sind ja nicht voeinander isoliert sondern miteinander durch Beziehungen miteinander verbunden. Also ist das vollkommen logisch.

Erst als unsere Heimgemeinschaft dezimiert war, die Aufgaben neu und anders verteilt wurden, fanden wir zu einer neuen Gemeinschaft zusammen. Jeder bringt seine Stärken ein und wir respektieren die Freiheiten und Bedürfnisse des anderen und denken an den anderen. Das konnten wir in meiner kinderheit nicht. Das ging erst nachdem unser Familie zerbrochen und dann aus den Bröseln wieder neu entstanden ist. Und dabei veränderte sich das Gleichgewicht.

Früher war meine Mama die treibende Kraft. Okay, oft ist sie das heute auch noch, aber inzwischen kann ich auch Dinge für sie tun, die sie nicht kann oder nicht gerne macht und umgekehrt. Wir sehen einander und nehmen einander wahr und nehmen Rücksicht aufeinander. Unsere Gemeinschaft hat an Freiheit gewonnen und jeder einzelne von uns auch. Das ist spannend. Weil keiner mehr denkt: er muss das jetzt alleiln machen. Und das macht den Unterschied!

Das Problem ist also die Einstellung, nicht die Systeme oder Organismen. Es bedarf einer Einstellungs- und daraus resultierend einer Verhaltensänderung.

Du sollst Deinen nächsten lieben wie Dich selbst. Das ersterer scheint mir in den Gut-Gemeintschaften in Überdosis vorhanden zu sein, das zweite fehlt. Und das führt zu einer Schieflage und ungerechten Aufgabenverteilung.

Okay, noch ein konkretes Beispiel...
Stellt Euch vor, ein junges Paar heiratet und beide wollen 5 Kinder. Das erste Kind kommt auf die Welt und damit erweitert sich die Gemeinschaft auf 3 Menschen. Auch das Kind hat Bedürfnisse. Und wenn die Eltern das ich-habe-keine-Zeit-Syndrom haben und keine Zeit für das erste Kind, wird es kaum verstehen, wie weitere Geschwister dieses Problem lösen sollen. Also wird es das aus seiner Sicht nicht besonders toll finden. Und es hat ja auch recht. Es ist ja auch Teil dieser Gemeinschaft und es hat sich das im Gegesatz zu Mama und Papa nicht freiwillig ausgesucht. Und dann ohne Mitspracherecht soll es auch noch für die anderen grosses Geschwisterle spielen. Ist ja kein Wunder, dass es ned grad begeistert ist. Wär wär das schon an seiner Stelle?

Wenn nun das Kind genau das seinen Eltern verklickern könnte , liesse sich doch eine Lösung finden, bevor das Problem durch die Erhöhung der Kinderzahl sich noch weiter verschärft, oder?

Also ist es in einer Gemeinschaft immer gut, alle Beteiligten zu hören, damit alle am selben Strang ziehen und der Organismus und die Gemeinschaft überleben kann.

Ruhe...?!?
Neulich als ich am Etzelskirchner Friedhof vorbei zum Weiher bin, da musst ich an das Telefonat denken, wo die Frau von der Stadt es gut meinte und eine Grabbepflanzung auf Kosten meiner Mama in Auftrag geben wollte. Und mei Mama gmeint hat, dass es blöd is, dass mer des Grab ned kündigen kann. Nein, wegen der Totenruhe wär des so, dass mer die 25 Jahr lang abwarten muss.

Worauf meine Mama meinte, dass die dort liegenden ihr Zeitlebens keine Ruhe gelassen hamm. Also siggd sie's etz a ned ei. Aus Sicht meiner Mama is des durchaus verständlich. Überhaupt wer mei Ima und mein Papa kennt hod. Die hamm gern und vill gstritten. Und deswegn will mei Mama a ned in des Grab nei, weil sie ihr Ruh hamm will.

Aus Sicht der Anruferin, die der Bürokratie ihr recht verleihen wollte, eher ned. Aber des woar meiner Mama wurschd. Ich hoffe, ich lerne diese Wurschdigkeit noch. Die gefällt mer. Und dann had's a Platten drauf machen lassen. Also auf's Grab halt. Ned auf die Anruferin vom Amt.
Damit sie endlich a ihr Ruh hat. Also mei Mama. Dann hat die Fraa vom Amt a endlich Ruh gebm. Zumindest hammer nix mehr vo ihr ghört.

Totenruhe... also erst, wenn mer hi is, dann hat mer sei Ruh. Solang mer lebd scheint des die Bürokratie ned eizuseng. Do had mer ka Ruh. Scheiss Leistungsgesellschaft... Ned amol am Friedhof is a Ruh. Do sollsd a nu Bepflanzungswettrüsten. Ned amol do hört des mit dem Leistungswettbewerb auf! Glabsdes! Des is fei a ned grod as gsündeste.

Hinter dem Weiher auf der Strasse bleibt ein Auto mit blinkender Warnanlage stehen. Ein Auto bremst und üerholt. Schon komisch: ein Auto bleibt stehen. Aber wenn es dann steht , ist es liegengeblieben. Wie sieht denn ein liegendes Auto aus? Sind die Lider (Autoscheiben) geschlossen, weil es vor Erschöpfung den Geist aufgegeben hat?

Mal angenommen mer sitzt im Rollstuhl und der steht an einer Bushaltestelle, steht mer dann mit dem Rollstuhl an der Bushaltestelle oder sitzt mer?

Zu der Entdeckung von gestern... Ärzte und Krankenhäuser und Co sind dann also das gesellschaftliche Immunsystem. Das ist dann inzwischen aber auch mit der Akutversorgung ausgelastet. Weil mir uns ka Zeit mehr zum Heilen nehmen. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Gestern habi a mol widder a Zeitung kaffd. Do steht vill vo die Impfpannen. Des is doch logisch, dass mer des erschd lerna muss, wie des geht. Des hat ja noch kanner gmachd. Und deswegn geht halt amol am Anfang was schief. Mit a weng Übung klappt des hernach scho nu.

Stattdessen fallns etz alla übereinander her. Wie im Kindergarten. Dabei sin des erwachsene Leut. Des maanas zumindest.

Woran erkennt mer denn ob aaner erwachsen is? Daran dass zu laut und zuviel red und im Mittelpunkt steh will?

Ach des mit der Norm is a Definitions-Sichtweise.

Also die Norm hat das Gemeinwohl im System als Ziel.
Und aus meiner Sicht funktioniert das mit dem Gemeinwohl aber bloss, wenn das Wohl des einzelnen ned auf der Strecke bleibt. Also ich komm wie immer aus der andern Richtung, weil ich umgekehrt gepolt bin und bin vom Wohl des Einzelnen ausgegangen. Dass des wichtig ist.

Denn die Summe der Einzelwohls ergibt dann in der Summe das Gemeinwohl. Mathematisch hätt mers dann.

Auch des mit der Anpassungsstörung is a Sichtweisendefinitionsfrage. Seh ich es von der Seite der Norm, an die ich mich ned anpassen kann, weil mir keiner erklärt, was das sein soll und wie das funktioniert, dann habt Ihr recht. Weil ich nix machen kann, was ich nicht versteh. Geht Euch ja ähnlich.

Wenn ich aber von der Seite der Anpassung auf die jeweiligen Einzelnen in meinem Umfeld, die ja die Gemeinwohligkeit ergeben sollen, ausgehe - das kann ich, das krieg ich hin, weil ich die Leut ja fragen kann, was sie brauchen, das versteh ich wie das geht - dann bin ich in der Anpassung sehr flexibel.

Und ausserdem ergibt meine Sicht aus der Gemeinwohlsummeritis der Wohligkeit des Einzelnen (also wenn der sich wohl fühlt, nehme ich an... und das tut er, wenn er sich verstanden fühlt und dann kann er auch Verständnis haben und ist handlungsfähig und dann klappt das auch mit der Salutogenese ) aus Sicht des präfronteralen Kortex auch Sinn. Ist also logisch.

Wenn die Norm immer mehr Einzelne nicht berücksichtigt, ausschliesst , oder ihnen wie mir der Zugang zwecks Verständnis fehlt, dann geht dem Gemeinwohl doch das Gemeinheitliche und gemeinsame ab? Oder heisst es deswegen Gemein? Weil es gemein ist, andere auszusperren?

Also der Zusammenhalt geht flöten oder trompeten, vielleicht auch harfinisten.

Also alle sollen sich der Norm angleichen. Gibt dann nicht jeder seine Identität und das was ihn einzig und einzigartig und zu dem Menschen macht, der er ist, auf? Und macht sich durchschnittlich?

Wenn alle gleich sind oder gleich sein wollen, ist das nicht furchtbar langweilig? Monokulturell statt naturell? Und das in einer Welt, die ökologischer und wieder artgerechter leben will?

Und wo bleibt dann die neue Sau, die durch's Dorf getrieben wird? Die Neurodiversität?

So ein Wald, wo lauter gleiche Bäum stehn dun find ich doch recht öd. Und Krankheitsanfällig isser obendrein. Wie soll denn die Monokultur zum Wohle aller sein? Wo es doch schon bei den Superchicken und dem Wald ned hingehauen hat?

Zumal ich dann als Brennessel dort auch nicht erwünscht bin. Wohl werd ich mich in diesem Gemeinwohl ned fühlen. Wenn ich gar ned drin vorkomm. Ich versteh scho, dass mer des mal vergesen kann. Kann ja mal vorkommen. Wie ich halt auch.

Wie kann das zum Wohle aller sein, wenn ich mich nicht mit meinen Talenten und Fähigkeiten einbringen darf? Das versteh ich nicht. Kann mir das bitte jemand erklären?

Es ist doch viel mehr zum Wohle aller, wenn ich das, was ich kann auch zeigen und leben darf. Also die Lizenz zum Ich-sein, Anders-sein haben darf. Die Frage ist allerdings eher: Wozu brauche ich die? Wer kann mir das denn verbieten? Wenn ich keinem schade sondern mich nach bestem Wissen und Gewissen und so gut wie ich es halt kann, einbringe?

Was ist denn so schlimm daran, wenn ich nicht zum Vereinsmitglied tauge, und lieber mit Comics und Humor die Menschen zum Schmunzeln bringe? Also auf meine eigene Art eben: remote. Aber auf Remote Art dann doch berühren kann. Das muss man erstmal hinbekommen. Nähe auf Distanz. Ich wusste auch nicht, dass ich sowas kann.

Und das ist auch wieder das, was über soziale Ansteckung funktioniert. Deswegen finde ich das auch so spannend!

Apropos spannend! Ich hab doch mal überlegt wie das mit dem Verlieben gehen könnte. Mit eigenen Erfahrungen kann ich da nicht aufwarten. Also ich verliebe mich eher in die Menschen an sich und ihre Eigenarten und in Themen, die ich dann mit Leidenschaft verfolge. Das ist auch eine Art Liebschaft.

Also man kann eine Sache lieben , ein Themengebiet oder einen Menschen. Das ist wohl jedem selber überlassen. Die einen lieben ihren Beruf, ihre Kundschaft und ihre Familie. Das ist ja ganz schön viel Liebe, die Ihr da gemeinwohlig einbringt.

Also was passiert da genau? Wir finden jemanden oder ein Thema (etwas) spannend! Wir wollen mehr darüber herausfinden und oder denjenigen kennenlernen.

D.h. die Spannung zieht uns an! Also da ist sie wieder die Energie. Das erklärt den Erfolg von Krimis und Sachbüchern. Beides ist spannend. Mein ganzes Zimmer ist voll davon, wenn Ihr mir nicht glaubt.

Denn wenn Spannung auf Spannung trifft, dann beruhigt uns das. Die Transformatorgeschichte wieder. Ob uns dann eine Liebe wie ein Blitz einen Blitzableiter oder einen Baum oder eine Ladung aus einem Defibrillator trifft? Wird schon so ähnlich sein... denk ich mal..
Wenn was einmal funktioniert, warum sollte die Natur es dann ändern anstatt es immer wieder zu verwenden?

Ob dann Liebe auf den ersten Blick wirklich wie ein Blitz einschlägt? Das wäre die logische Folgerung. Und ob die sogenannten Schmetterlinge im Bauch dann nix anderes sind wie das flaue Gefühl im Magen? Beides ist ja Erregung also Spannung, Kribbeln...

Das flaue Gefühl, die Angst halt eher negativ belegt. Die Schmetterlinge im Bauch eher positiv. Wodurch unterscheiden sich die beiden? Ist das nur Kopfsache? Vielleicht ein paar andere Neurotransmitter? Oder liegt es nur am Kontext?

Wenn ich wieder ein neues Thema finde, das ich verfolgen kann oder einen Heureka- und Aha-Moment habe, dann ist das wunderschön und unbeschreiblich! Und wenn ich das ganze dann mit hyperfokkusierung verfolgen darf, dann vergess ich alles um mich herum. Das ist dann der Zustand des Flows. Ein Glücksgefühl zeit- und raumlos. Abgetaucht. Ich nehm um mich herum nix mehr wahr.

Wenn ich dann auftauche, ist es als würde ich aus einer anderen Welt zurückkommen.

Ist das ähnlich , wenn man in jemandem verliebt ist? Vergeht die Zeit mit demjenigen dann auch wie im Flug? Und man vergisst alles um sich rum?

Wahrscheinlich schon. Wenn ich Leute treffen darf und sie sich für die Themen interessieren, die mich interessieren und faszinieren, dann ist das auch für mich so. Da vergess ich auch die Zeit. Das ist schön. Und ich konnte das kurz vor Corona auch die allerersten male erleben. Vorher hab ich niemanden zum Andocken gefunden und das mit dem Treffen war auch mit mir nicht so einfach. Denn ich muss das planen. Weil ich auf alle Eventualitäten vorbereitet sein will. Das ist halt mein Autismus. Ich brauch nicht nur einen Plan B sondern auch C,D und E.

Telefonieren tu ich nicht gern, ausser ich weiss vorher, wer da anruft (und er hält sich an die vereinbarte Zeit) oder ich kann selber um die vereinbarte Zeit anrufen. Mit Überraschungen hab ich es nicht so. Das erschreckt mich mehr, weil ich dann keinen "Fahrplan" dafür habe.

Arzttermine zu machen oder Physiotermine und Co am Telefon find ich gruselig und kosten mich einiges an Überwindung.

Beziehungen ...
Also wenn man sich sowohl in Dinge als auch in Menschen, die Natur oder jede Art von Organismus (auch in sich selbst) verlieben kann, dann spielen Beziehungen die zentrale Rolle in unserem Glücklichsein und wie wir uns in der Welt zurechtfinden. Denn sie geben unserem Leben einen Sinn. Cool!

Selbst wenn man sich dessen nicht bewusst ist, steht man in Beziehung zu anderen. Zum einen zum eigenen Körper und Hirn. Denn was ich denke, ob ich ängstlich bin (dann empfinde ich die Welt als bedrohlich und werde eher Beziehungen nach innen und zu Dingen und zu meinen nächsten Familienangehörigen haben) oder offen und ausgeglichen mit einer sicheren Homebase die Welt erkunden kann. Dann kann ich auch die Welt im aussen erkunden.

Beides hab ich inzwischen ausprobieren können.Früher war ich in mir und das mit dem Rausgehen und Kontakt aufbauen , konnte ich ja noch nicht. Also konnte ich keine Beziehungen im Aussen aufbauen. Das gelang mir erst mit dem Internet und PC. Mailen und schriftlicher Austausch unterliegt anderen Regeln. Da wird die Norm ausser Kraft gesetzt. Ist auch logisch, weil das Internet ja noch vergleichsweise jung ist. Und auch von jungen und neugierigen Menschen genutzt wird.

Inzwischen hat sich das ja geändert. Es durchmischt sich. Das ist doch schön.

Kleine Kinder brauchen für Erkundungsexpiditionen (auf dem Spielplatz oder zum Springbrunnen) , wenn Ihre Eltern auf der Bank oder im Cafe sitzen, ja auch die Sicherheit der elterlichen Homebase, in die sie zurückkehren können.

Was aber, wenn die Eltern diese sichere Homebase nicht bieten können, weil sie keine Zeit dafür haben? Weil Sorgen und Nöte, oder pflegebedürftige Angehörige oder die Arbeit oder Freunde oder Bekannte oder anderen (ausserhalb der Familie) zu helfen wichtiger sind?

Mein Papa hat ja auch überall geholfen und sogar noch sein Material zum Verputzen und abdichten selber mitgebracht. Meine Mama hat oft geschimpft.
Zum Dank war er dann nicht mal bei der Einweihungsfeier eingeladen. Sein Rat und seine fachlichen Fähigkeiten waren gefragt, aber als Mensch wurde er nicht wahrgenommen. Kommt Euch das irgendwie bekannt vor? Geht es Euch nicht ebenso? Fühlt Ihr Euch auch oft ausgenutzt und so als seid Ihr der Dumme?

Bekommen hat er also nix. Es waren einseitige Beziehungen. Sackgassen.

Wir als Kinder hatten leider kein Interesse an Stucken und Verputzen, seinem Hobby , seiner Profession, seiner Berufung.

Deshalb konnte er da auch nicht an uns andocken und wir nicht an ihn. Aber vielleicht hätte das ja über einen Umweg funktioniert. Denn handwerklich interessiert war ich schon ab und zu. Aufgrund meiner Handspastiken und Anspannung war ich halt oft ein Grobmotoriker und anfangs sehr ungeschickt. Wenn mich aber etwas fasziniert hat, dann gab sich das mit der Übung und der Hyperfokkussierung und dem Ziel und Sinn, den ich verfolgte.

Ich bastelte ja auch an meiner Eisenbahn und auch das werkelte ich mit Styropor und Gips. Die Zeit hätten wir auch gemeinsam verbringen können. Allerdings nur , wenn ich nicht nur Monologe von meinem Papa gehört hätte.

Stattdessen hab ich das halt allein gemacht und halt so wie ich dachte. Logisch und es hat wunderbar funktioniert. Meine Eisenbahnbaustelle war meine Zuflucht, mein Fluchtort, mein Kraftort. Da durft ich einfach ich sein und vor mich hin werkeln und Dinge so machen wie ich wollte und neues ausprobieren ohne dass mir jemand einen Vortrag gehalten hat.

Er kannte all seine seltsamen Werkzeuge bei ihren seltsamen Namen. Wenn er mich losschickte eins davon zu holen, brachte ich garantiert das falsche. Woher hätte ich das auch wissen sollen, was wie hiess? Das hat mir ja keiner erklärt. Und drauf stand es halt auch ned. Und so kam ich dann halt mit einer kleinen Auswahl zurück.

Papas Reaktion war dann: Du bist genauso bleed wie dei Mutter.

Also war ich nicht nur aus Sicht meiner Oma, die mich verhaltenstherapierte und mir meine Ausgleichsrituale, die mir in einer unsicheren Welt sicherheit gaben, abgewöhnte und mit mir Lernspiele machte, dumm und zu nichts nutze, nein, auch aus der Sicht von meinem Papa.

Weil ich anders bin als sie. Sie nahmen ihren Masstab auf die Welt und legten ihn auf mich an. Dabei passt der auf niemanden. Und sie vergassen auch , wieviel Wissen und Erfahrung erstmal notwendig war, um ihre Sichtweise erst zu erlangen. Und die fehlte mir ja.

Und dass sie erst lernten die Welt so zu sehen, wie sie es taten, auch. Dass ich also Zeit brauchte und nicht von 0 auf 100 gleich alles genauso kann wie sie sich das vorstellen. Meine Mama denkt heut auch noch oft so. Weil sie Dinge auf ihre Art gemacht haben will. Die aus meiner Art und Sicht so &uumL;berhaupt nicht notwendig sind. Und die ich auch nicht leisten kann, weil ich halt anders bin.

So versteh ich die Vorhangerei nicht. Wozu die Mühe? Es gibt doch jetzt praktische Schieberollos. Ausserdem finde ich es seltsam, dass mer erst Fenster in ein Haus reinmacht, damit es hell drin ist und mer am Tag kein Licht braucht und dann verdunkelt mer sie mit Vorhängen. Im Sommer macht das ja Sinn, wegen der Hitze. Damit die Nachbarn ned reinschaun scheint auch was damit zu tun zu haben. Warum sollten die das machen? Die hamm doch auch keine Zeit. Und selbst wenn, warum ist das mein Problem? Wenn einem nicht gefällt wie ich lebe, ist das doch sein Problem und nicht meins.

Klar, wenn es wie bei zu lauter Musik Auswirkungen auf den anderen hat, dann ist das ein Beziehungsproblem. Und das löst man meiner Erfahrung nach am besten im Direktkontakt oder wenn es einmalig ist, hält es halt mal aus. Ohrstöpsel gibt es ja auch noch. Es gibt viele Arten wie man damit umgehen kann.

Wenn ich den Weg über einen Driten wähle, (wenn ich mit einem Kollegen nicht auskomme, oder mit den Nachbarn) und Polizei, den Chef, meine Eltern oder die Gerichte ... beschäftige, dann kommt mir das wie Petzen vor. Und ausserdem löst es ja die Ursache nicht. Sondern es handelt sich lediglich wieder um eine Akut- und Symptombehandlung.

Andererseits kann ein empathischer Mensch die Not eines Menschen erkennen, der zu diesem Mittel greift. Es fällt ihm nix anderes mehr ein. Wahrscheinlich hat er schon alles versucht, was er kennt. Kann ich dann diese Beziehung nicht nutzen, ihm Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und Optionen aufzuzeigen, an die er noch nicht gedacht hat? Oder direkt als Schlichter fungieren?

Anstatt das Problem dann in einer bürokratischen Petzkettenreaktion weiterzudelegieren... Ich fände das erstere besser, weil es viele Stellen entlastet. Es macht am Beginn der Prozesskette halt. Anstatt die ganze Maschinerie und alle Beteiligten in Gang zu setzen und vielen Menschen viel Zeit und Energie zu rauben. Das wertvollste, was ein Mensch hat, ist seine Zeit und seine Energie und die will das eigene Hirn überlebenszweckmässig sinnvoll und effizient eingesetzt wissen.

Wenn ich eine Petz-Kettenreaktion auslöse ist das weder energieeffizient noch sinnvoll. Aus Sicht meines Gehirns und der Gehirne der Beteiligten.

Lernen wir alle so zu handeln, weil das die Norm ist und alle so machen, dann fehlt uns Zeit für die Ursachenbehandlung. Weil wir gelernt haben sie zu delegieren zusammen mit der Verantwortung für das Problem. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Die Beziehungen zwischen den Prozessbeteiligten sind also genormt. Aus meiner Sicht ist das wenig sinnvoll. Also aus Sicht des schnellen Prozesskettenablaufs ja, aber der löst nicht das Problem und dessen Ursache sondern nur das Symptom. Und dies auch nur aus der Aussensicht. Also die Sicht des Problembesitzers oder Verursachers wird ja da gar nicht berücksichtigt. Ihm hilft das ganze nicht. Das nächste mal, wenn er wieder auf dasselbe Problem stösst, hat er dann gelernt, es wieder genauso zu machen anstatt sich die Ursache mal in Ruhe anzusehen und darüber nachzudenken und eine andere Lösung zu finden.

Auch weil das Feedback der Beziehungsteilnehmer (Schnittstellen) untereinander nicht stattfindet. Nur wenn ich mich austausche, kann ich Probleme erkennen und die Ursachen und diese abstellen. So läuft also immer wieder dieselbe Maschinerie los. Das ist eine enorme Energie- , Zeit- und auch Geld- und Ressourcenverschwendung. Kein Wunder dass wir immer mehr davon brauchen! Dabei ist ja genug Zeit da. Jeder Mensch hat jeden Tag 24 Stunden zur Verfügung. Die Frage ist halt: wie nutze ich diese Zeit? Indem ich Ursachen angehe und mich um meine Probleme selber kümmere und so resilienter werde doer indem ich das Problem mit der Verantwortung outsource und so weiter zur Zeit- Energie- und Ressourcenverschwendung beitrage?

Denn Zeit kann ich nur sparen, wenn ich es das nächste mal anders mache. Und aus der Situation lerne. Gut, das wird wie die Impferei jetzt auch einige Anläufe brauchen. Erst dann lässt sich ja ein Muster erkennen und ein Systemproblem identifizieren. Also dessen Ursachen. Die Hauptursachen. Wenn ich die kenne, kann ich an diesen Stellschrauben drehen und pro neu auftretendem Problemfall ausprobieren (das ist jedes mal ein Experiment!) und dann die Adhoc-Lösungsfindung verbessern.

D.h. es sind sowohl der Einzelorganismus als auch der Gemeinorganismus gleich wichtig! Und das wichtigste ist ihre Beziehung! Das ist nämlich das, wo sie sich treffen, überschneiden. Also die Schnittmenge, der kleinste gemeinsame Nenner. Das ist cool! Und genau da spielt auch wieder die soziale Ansteckung mit rein.

Die Beziehungen gehen also sowohl nach innen als auch nach aussen. Wahrscheinlich braucht man ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen beiden Arten um gesund zu werden und zu bleiben.

Wenn ich mich und meinen Körper gut kenne und ihm vertraue (das ist ja auch eine Beziehung aber nach innen), dann kann er heilen. Allerdings spielen da auch äussere Faktoren mit hinein. In einem feindlichen als bedrohlich empfundenen Umfeld, kann kein Mensch heilen. Und schon gar nicht mit (Zeit-)Druck!

Deshalb spielen auch die Beziehungen um einen herum, zum Arzt, Krankenhaus, zu den Pflegekräften und Therapeuten eine wichtige Rolle. Wenn da das Vertrauen fehlt - und das hab ich in Krankenhäusern bei meinen Mit-Insassen erlebt: "Die Wände haben Ohren..." - das zeugt nicht grad von Vertrauen sondern von Misstrauen - dann wird das auch nix mit der Heilerei.

Das heisst, damit man heilen kann, muss die Welt um und in einem herum heil und damit eins werden. Alle an einem Strang ziehen. Aus Rückhalt und Rücksicht und Verständnis und Verstehen muss die Beziehung überall bestehen. Dialoge statt Monologe.

D.h. aus Fragmenten und Einzelteilen ensteht dann ein Gesamtbild. Das passt.

Das ist wie einem Puzzle, wenn dann alle Teile wie von selbst an ihren Platz fallen. Eine Art Magie.

Ihr kennt das auch von Knobelspielen, Rätseln oder Computerspielen wenn Ihr Level um Level erklimmt und immer mehr Fähigkeiten erlangt und der Lösung auf die Spur kommt. Das ist dasselbe. Das gibt es auch in Echt.

Deswegen sind wir hypersensibel geboren, weil wir forschen und entdecken sollen und uns von den Details zum grossen ganzen, dass dann immer noch grösser wird, aber auch zum immer kleineren, das auch immer keliner wird... rekursiv in beide Richtungen halt, vordringen sollen.

Denn das macht aus der Energieeffizienz unseres Gehirns Sinn, weil es sich dann immer besser in der Welt zurechtfinden und auf neue Gefahren besser und schneller anpassen kann.

Die Norm ist aber aus meiner Erfahrung etwas, dass diesem Effizenzdenken unseres Gehirns zuwider läuft und die Beziehungen ausklammert. Also die Schnittstellen wurden mal definiert. Und wahrscheinlich haben sie damals auch genauso funktioniert. Aber heute tun sie es nicht mehr! Weil sich zuviel ge- und verändert hat! Weil sich ständig alles verändert.

D.h. die Wirklichkeit hat die Norm überholt. Und sie ist zum Energiefresser geworden, weil die Reibungsverluste an den Schnittstellen die Energie der Prozessbeteiligten auffressen!

Es ist sogar soweit gekommen: Je mehr Energie jeder Prozessbeteiligte in ein effizienteres Handeln seines Teilprozesses investiert, desto schneller läuft der Prozess ab. Das ist ja auch so gedacht und soll auch so sein.

Doch damit werden die Reibungsverluste an den Schnittstellen noch grösser, weil sie sich in schnellerer Zeit noch mehr aufsumieren! D.h. die Schnelligket des ökonomischen Effizienzdenkens verursacht in noch schnellerer Zeit noch mehr Kollateralschäden. Und zwar in Form von Unzufriedenheit , Ausbrennen (Energieverschwendung) bei den Prozessbeteiligten als auch in Form von einem Ergebnis, das zum Ursprungsproblem gar nicht passt! Weil die Beziehung zum Ursprungsproblem gar nicht mehr in der Gleichung vorkommt. Es wurde wegnormiert.

Das Leben und die im Leben vorkommenden Probleme lassen sich aber nicht normieren! Jedes ist anders. Weil sich ständig alles verändert. Es scheint uns nur so, dass Dinge gleich bleiben oder gleich sind. Das ist aber nicht so. Jeder Fall ist anders.

Doch je mehr Strategien ich für ähnliche Fälle habe, desto mehr Handlungsspielraum hab ich ihm Akutfall und kann dann dort schon direkt die Ursache beheben als nur Schadensbegrenzung zu praktizieren.

D.h. Ziel unseres Gehirns ist es Energie zu sparen und im Akutfall schon gleich die Ursache zu beheben. Da müssen wir hin! Zumindest will ich dahin! Denn genau das spart Energie und Zeit.

Wenn ich immer nur dasselbe tue, und nicht hinterher über das Problem nachdenke, weil ich die Verantwortung in der Prozesskette bzw. auf einen Prozess auslagere, dann werde ich und mein Gehirn nicht besser darin die Ursache im Akutmoment zu lösen!

Im Gegenteil, wenn ich das immer so mache, lerne ich das immer so zu machen. Unser Gehirn ist da ja auch wieder herrlich energieeffizient. Wenn es sich nicht verändern muss, dann spart es auch Energie. Aber das ist halt nur kurzfristig so.

Langfristig wird das auch für unser Gehirn teuer! Weil auch wir Teil dieser Prozesskette sind! Und mit einem beschleunigten und vermehrten Ablauf derselben, auch die Arbeit und der Aufwand bei uns ansteigt! Egal wieviel wir da einsparen.

Das ist wie bei der Ansteckung mit Corona und den Fallzahlen, die sich durch die ansteigende Zahl der Beziehungen, Kontakte ergibt. Je mehr Kontakte desto exponentieller ist der Anstieg der Fälle.

Und genau dieses exponentielle Wachstum passiert auch in unserer Prozesskette, die gut gemeint war. Und so wird aus ihr eine gut-gmeinheits-Prozesskette, in der alle Prozessbetzeiligten an Zeitmangel und Energiemangel leiden!

Zu allem Überfluss lernt ja auch das Problem dann , wie so ein Prozess abläuft. Und so wird er sich der Norm anpassen, wenn er weiter mit ihr zurechtkommen will.

So wie ich , wenn ich zum Arzt gehe, damit der mich vor dieser Prozesskette schützt. Auch ich verursache so Mehraufwand beim Arzt (koste seine Zeit und Energie und der Krankenkasse Geld), der ja nicht notwendig wäre, wenn am Anfang dieser Prozesskette jemand meine Sicht berücksichtigen würde. Das kann er nur, wenn er mit mir in Beziehung tritt. Also mit mir redet oder mit Menschen, die mich kennen (wenn ich grad hirnmässig offline bin). Aber das ist in der genormten Prozesskette entweder nicht vorgesehen, oder irgendwann dem ökonomischen Effizienzdenken als Sparfaktor zum Opfer gefallen.

D.h. die Zeit, die ich mir hier am Anfang der Prozesskette bei einer Beziehung spare, die bezeahlt die gesamte Prozesskette und alle Beteiligten in der Folge teuer.

Das ist nicht sinnvoll!
D.h. wenn ich mir Zeit am Anfang nehme, dann spare ich sehr viel ein.

Heut hat es ja geschneit. Meine Mama meint, der Schnee auf der Kirschlorbeerhecke sieht romantisch aus.
Ich hab sie gefragt, was das ist: romantisch.
Heisst das, das es schön aussieht? Wie Zuckerguss auf einem Lebkuchkenhäuschen?

Da wusste sie nicht wie sie das sagen sollte. Und hat schnell aufgegeben. Na romantisch halt. Erinnert mich an die Antwort von meinem Papa, wenn ich ihn was gefragt habe: Frag ned so dumm. Das scheint auch so eine Variante davon zu sein.

Ich fände halt mal schön, wenn mir einer sagen würde, das weiss ich nicht, aber komm lass uns das gemeinsam herausfinden. Schauen wir halt mal nach einer Definition von Romantisch.

Da steht im Duden: idealisierend, gefühlvoll...

Eine Hecke soll gefühlvoll sein? Idealisierend.. okay, das kann ich mir vorstellen... so wie im Märchen halt, wie man sich eine Schneedecke halt vorstellt. Schön, unberührt. Vielleicht ist da auch das Wort perfekt mit drin, wenn man es in Richtung perfekt unberührt und jungfräulich interpretiert.

Ich hab sie gefragt, ob ihr da irgendwie anders wird. Also warm ums Herz oder so. Das wird es bei mir nicht. Im Winter hab ich immer kalte Füsse.

Aber da hat sie ja schon abgeblockt. Ob sie die Porzellanfiguren auch deswegen sammelt? Weil sie so ne Art Heile-Welt-Syndrom oder Sehnsucht hat? Sie trauert ihrer Kindheit in Regensburg und ihrer damaligen besten Freundin heute noch nach.

Das versteh ich nicht. Weil ich im hier und jetzt lebe. Und wozu ist diese sehnsucht gut, wenn ich mich nicht auf den Weg mache, sie Wirklichkeit werden zu lassen? Also warum leben Menschen so gern in der Vergangenheit als aus der Gegenwart das zu machen, wonach sie sich sehnen? Das versteh ich nicht. Und das kann sie mir auch auf Nachfrage nicht erklären. Da scheinen ihr die Worte zu fehlen. Oder sie versteht meine Sicht auf die Welt nicht. Und dass meine anders ist. Das merk ich auch noch oft bei ihr, wenn sie ihr Denken auf mich übertragen will und ich dann mein Veto einlegen tu.

Sichtweisenaustausch scheint eine Königsdisziplin des Lebens zu sein. Ich übe täglich. Da mir leider oft das ich-habe-keine-Zeit-Syndrom der Menschen, die mir solche Fragen vielleicht beantworten könnten fehlen, muss ich mir sie über die Beziehung zu meinem Körper, Hirn und der Natur halt selber beantworten. Denn wenn man die Natur beobachtet und selber herumexperimentiert, dann kommen die Erklärungen auch zu einem.

Und dann sieht die Welt auf einmal erstaunlich anders aus. Ich staune jeden Tag über diese Simplifizierung und Einfachheit die der Komplexität des Lebens zugrunde liegt. Wow!Wow! Wow!
Und dieses Staunen wächst mit jedem Tag exponentiell. Wow! Wow! Wow! Denn das ist für mich wahre Schönheit. Die Schönheit komplexes einfach zu regeln. Denn anders ist es auch gar nicht möglich. Und Dinge einfach sein und geschehen zu lassen. Denn die Natur experimentiert ja genau wie ich und die Forscher im Labor. Und Ihr seid auch ein Teil eines grossen Freiluftexperiments. Und zwar nicht nur in Coronazeiten sonder schon Euer ganzes Leben lang!

Eure blanke Existenz, dass es Euch gibt, ist das Ergebnis eines Experiments. Und die Wahrscheinlichkeit, dass genau Ihr dabei entstanden seid, war gering. Doch Ihr seid da! Also ist jedes Lebewesen, jeder Organismus und jeder Teil von ihm ein Wunder und wieder Teil eines grösseren Gemeinwohlsystems... und beinhaltet wiederum in sich ein Universum von Organismen... oder Ökosystem oder wie Ihr es halt nennen wollt.

Nix ist so schön wie die Schönheit der Rekursion. Und die geht nicht nur in eine Richtung, nein, die ist in der Natur mehrdimensional! Wow! Wow! Wow!

Und deshalb hat wohl auch jede kleinste Veränderung durch die Beziehungsgeflechte zwischen den Organismen unzählige (unendliche) Auswirkungen auf unendlich viele Organismen und deren Teile und die stehen ja Ihrerseits wiederum zu- und miteinander in Wechselbeziehung. Wow!Wow!Wow!

Also wird bei der kleinste Veränderung auch jedesmal eine Kettenreaktion von Beziehungsreaktionen ausgelöst. Also ist jedesmal alles betroffen!

Das ist dann das, was der schöne Satz mit dem Sack Reis, der in China umfällt oder wenn ein Schmetterling am anderen Ende der Welt mit seinen Flügeln schlLägt, simplifiziert zusammenfasst. Also einfach als Beispiel bringt.

D.h. wenn wir Dinge verändern und verbessern möchten, dann spielen die Beziehungen die entscheidende Rolle. Denn wenn die Menschen in unserem Umfeld glücklich, zufrieden und resilient sind, dann wirkt sich das auch positiv auf uns aus.

Und wenn Menschen um uns herum traurig und ratlos sind, dann ziehen sie uns mit herunter....

Weil wir in Beziehungsgeflechten leben :)

Und dazu gibt es heut einen Comic :)

Mir ist noch was aufgefallen.. also mit dem Schnee... das rieselt ja. Kleine Schneepunkte sozusagen. Die sehen wir, weil sie gross genug sind, sie mit blossem Auge zu erfassen.

Aber auch wenn Ihr auf weissen Grund (Tapete) schaut, dann seht Ihr es "rieseln" oder flirren. Genauso wie den Schnee.

Ich nehme an, das ist beides dasselbe. Nur das eine ist für uns viel sichtbarer als das andere und somit bewusster.

Ihr könnt es auch sehen, wenn Ihr an einem heissen Tag, an einen Ort geht, wo Wasser und Walt aufeinandertreffen. Auch dort flirrt die Luft... das ist die kondensierende Feuchtigkeit in kleinen Tropfen, die ihr seht. Ist dann die Richtung eine andere? Obwohl, in den Tropen ist ja nicht nur die Luft feucht sondern auch der Boden. Also fällt auch wieder was auf den Boden und die Pflanzen. Dann wird das in beide Richtungen gehen. Wahrscheinlich immer.

Also gibt es dann immer Feuchtigkeit, die von unten nach oben aufsteigt und welche, die von oben nach unten rieselt? Wahrscheinlich schon.

Das Flirren der Luft könnt Ihr ja auch sehen, wenn Ihr an einem heissen Tag über die Asphaltdecke guckt. Auch dort flirrt die Luft. Spannend gell.

Ob das alles nur Feuchtigkeitsteilchen sind? Oder auch was anderes, was wir da sehen? Oder ist nur die Feuchtigkeit sichtbar, und alles andere mit blossem Auge nicht erkennbar?

Glaubt Ihr immer noch, dass Euer Leben und leben an sich langweilig ist? ;-)
Ich wünschte mir nur, ich könnte mehr Menschen finden, mit denen ich das zusammen machen könnte.

Meine Mama sieht mich höchstens verwirrt an, wenn ich ihr davon erzähle und wehrt dann ab. Das finde ich schade, dass Eltern nicht mitforschen und entdecken wollen. Gibt man das mit dem Erwachsenwerden auch auf: die Neugier? Den Forscher- und Entdeckerdrang? Dann möcht ich nie erwachsen werden.

Dann ist forschen und entdecken das erkennen von natürlichen Beziehungen und Beziehungsmustern! Wow! So einfach ist das!

Richtig spannend wird es aber erst, wenn man die Beziehungsmuster und Beziehungen aus unterschiedlichen Bereichen nebeneinanderlegt und vergleicht. Denn denken heisst vergleichen. Sagte mal ein weiser Mann. Herr Rathenau war das. Steht in der U-Bahn unten am Rathenauplatz mit seinem Konterfei.

Weil man dann erkennt wie Organismen funktionieren! Und das ist faszinierend! Wir Menschen sind zum Forschen und Entdecken geboren. Das ist voll cool und genial!

Fröhliches forschen und entdecken, wünsch ich Euch!

Unhöflichkeit...
Also ich hab Euch Unaufgelöste Beziehungsprobleme, die wir mit uns herumschleppen. Neube Nana ´hat meiner Oma nie verziehen, dass sie nach der Ausbombung der Wohnung in Regensburg nach Hö,chstsdt zurück ist Weil sie nie wieder so eine beste Freundin gefunden hat wie dort.

Dabei hat sie mir von einer erzählt, wo sie eingeladen war in der nähe von der österreichischen Grenze. Und da hat ers ihr auch gefallen. Doch den Vergleich zu der Kinderheit konnte sie nicht standhalten.

Sandkastenbeziehungen sind also was ganz besonderes und wahrscheinlich tiefer und nachhaltiger (weil man sich halt so lang und schon so gut kennt und viel gemeinsam macht, Schule, Hausaufgaben, Spielen...). Aber hätte diese Sandkastenfreundschaft die Nachschulzeit überdauert? Doch nur, wenn es Beziehungs- und Interessensüberschneidungen gegeben hätte. Und somit ein gemeinsamer Sichtweisenaustausch möglich wäre. Oder man wieder eine gemeinsame andere Schnittmenge findet.

Also ich hab es erlebt, dass mir Ex-Kollegen versichert haben, wir bleiben in Kontakt, als ich die Firma wechselte. Und es erging mir wie so oft. Es war etwas sehr einseitiges. Ich kontaktierte sie, anfangs kam auch etwas weniges zurück. Und dann gar nix mehr.

So war das auch mit meinen 2 Kontakten aus der Schulzeit. Wir hatten einander nix mehr zu sagen. Ich sass dort , wenn wir uns trafen und fragte mich innerlich was ich hier tue. Denn es war langeweilig. Die Themen, über die sie redeten, interessierten mich nicht.

Weil es keine Schnittmengen mehr gab. D.h. Beziehungen brauchen immer eine gemeinsame verbindende Basis. Eine Schnittmenge an gemeinsamen Interessen. Interessen hätte ich zwar genug, aber Menschen, die dann auch Zeit für einen Wissens- und Erfahrungs- also Sichtweisenaustausch haben und sich die für mich und auch für sich nehmen (das ist ja keine Einbahnstrasse), finde ich selten.

Ich nehm mir die Zeit immer, wenn mich was interessiert, dann ist mir auch kein Aufwand gross genug. Sonst wär ich nicht zum Schmerzkongress gefahren.

Apropos Schmerz und Schmerzkongress. Das dürfte sich meiner Erfahrung nach auch vereinfachen lassen.

Also wenn es eine Art Gleichgewicht gibt, dann denke ich, dass als erstes Warnsignal, dass selbiges aus den Fugen geraten ist, das Gefühl der Angst , das flaue Gefühl im Magen bedingt.

Das wird auch bei Stress (dem ich-habe-keine-Zeit-Syndrom) erzeugt. Und da es nicht so intensiv ist, gewöhnt sich unser Hirn daran, wenn wir es dauerhaft ignorieren.

Also muss er zu härteren Bandagen greifen... also erst wird die Angst mehr und es kommt zu Panikattacken, denk ich mal. Also so aus dem, was ich erlebt habe... IN meiner Kinderheit hatte ich ziemlich üble Albträume auch von Rekursionen. Die können mit einem hypersensiblen Nervensystem nämlich sehr erschreckend sein!

In entspannterem Modus sind sie ja faszinierend.

Sowas passiert ja auch, wenn man in einen Buronout gerät. Dass einem alles zuviel wird und man in Panik gerät, das alles nicht zu schaffen, weil man den ganzen Berg auf einmal an Arbeit vor sich sieht. Anstatt seinen Blick wie der Strassenkehrer (oder Laubbläserant) auf das nächste und akute Stück Gehsteig zu richten. Also die Sorge um etwas, was noch in weiter Ferne liegt, lähmt einen vor Angst und Panik.

Solche Angst hatte ich als Kind vor jedem Montag am Sonntagabend. Mir grauste vor der Schule. Das kann ich Euch gar nicht sagen. WEil das Umfeld wie für einen Pinguin in der Wüste denkbar schlecht geeignet war. Leider wusste ich das damals nicht. Und mein Umfeld auch nicht.

Schafft man es (mit dem präfronteralen Kortex) scheint das zu gelingen, Wege zu finden mit der Angst umzugehen und sie somit zu ignorieren (das Gehirn gewöhnt sich auch daran, wie an das Poster, das ihr neu aufhängt), dann muss Euer Hirn zu stärkeren Mitteln greifen.

Und aus meiner Sicht ist das dann der Schmerz.

Schmerz lässt sich auch ignorieren. Mit Galgenhumor oder wenn man sich bei anderen auskotzt. Irgendwo muss dieser Eneriestau ja hin.

Was passiert bei Angst? Unser Körper bereitet sich auf Kampf, Flucht vor. Also es spannt die Muskeln an. Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Schulterschmerzen, Schmerzen in den Beinen sind die Folge.

Was passiert, wenn wir nicht fliehen oder angreifen? Die Dritte Alternative und letzte ist der Totstellreflex.

D.h. wir werden immer steiffer. Und der Schmerz dadurch immer stärker. Weil eine dauerhafte Muskelanspannung halt auf Dauer (also chronisch) weh tut.

Verbleiben wir in der Situation , in den Beziehungen , die uns nicht guttun, dann schreitet diese Erstarrung immer weiter voran. Bis zum Erstarren von Herz oder Hirn. Herzinfarkt und Schlaganfall oder beides in Kombination...

Das lässt uns auch altern. Denn da wird mer ja auch immer unbeweglicher.

Mach ich jetzt Sport verbleib aber in den Beziehungen, die mein Instinkt mir durch die Gefühle der Angst und des Schmerzes schon als unangenehm und gegen meinen Willen verstossend, gemeldet hat, dann ist das auch nur Symptombehandlung und wirkt nur vorübergehend.

Das scheint aber oft so zu laufen, wenn Reha normgerecht ausgeführt wird. Auf Reha ist man raus und da wird es besser. Aber kommt man heim, verfällt man wieder in den alten Trott, weil dort alles gleich geblieben ist. Man funktioniert wieder und macht genauso wie bisher an derselben Stelle wie vorher weiter. Und genau das ist das problem! Weil sich an der Ursache nix ändert! Die bleibt. Also ist der nächste Krankheitsausfall schon in Arbeit.

D.h. wenn mir sowas passiert, dann sollte ich, wenn ich wieder zurückkomm mal über mein Umfeld in Form meiner Beziehungen nachdenken. Machen die noch Sinn? Oder macht es Sinn sich von einigen zu trennen? Weil sie mich so wie ich bin, also meine Identität nicht annehmen und wahrnehmen? Und auch nicht, das, was mir wichtig und sinnvoll ist?

Also sollte ich meine Sinne befragen und darüber nachdenken, was ich will und mir ein entsprechendes Umfeld, das zu mir passt und diesen Freiraum und Spielraum gibt, schaffen. Ansonsten schreitet die Erstarrung weiter voran. Die letztendlich mit dem Tod ended. Das ist dann die finale Erstarrung.

Will ich also lebendig und fit bleiben, dann brauch ich ein lebendiges und fittes Umfeld, das mich so annimmt wie ich bin und das Schnittmengen mit meiner Sinnfindung und meinen Interessen hat.

Menschen leben sich auseinander, weil sie keine Interesesn mehr verbinden. Oder weil sie noch nie welche hatten. Meine Ex-Ergo meinte ja, dass sich die Menschen bei den ersten Dates von ihrer besten Seite zeigen. Ich wüsste nicht mal was das sein sollte? Also wie sieht die aus? Und warum macht man das überhaupt? Schauspielern? Wollt Ihr zusammen Theater spielen oder einen Lebens-Abschnitts-Schnittmengen-Begleiter finden?

Aus meiner Sicht ist es sinnvoller einfach man selber zu sein , dann gibt es keine Überraschungen. Und ausserdem die Themen , die einen interessieren auf den Tisch zu legen. Bei mir wär das forschen und entdecken. Im Selbstversuch des Lebens. Die Kunst des Überlebens. Im Endeffekt macht Ihr das ja auch. Aber bewusst seid Ihr Euch darüber nicht.

D.h. wenn ich heile, dann sollte der Schmerz nachlassen, weil die Muskelanspannung dann nachlassen sollte. Also geht der Schmerz wieder in Muskelzucken und Jucken über. Zumindest bei mir kann ich diese Veränderung beobachten. Allerdings braucht es Zeit. Denn heilen geht nicht Express oder Togo. Schon gar nicht, wenn sich die Heilerei erst wieder neu in Euch einspielen muss.

Damit macht der Satz: Wenns juckt dann heilts auch einen Sinn.

D.h. die Panikattacken sind aus Sicht meines Nervensystems ein gutes Zeichen, weil sie vor dem Schmerz liegen. Also Richtung Heilung ... zumindest denke ich das jetzt nach meinen Erfahrungen.

Wenn die nachlassen (wie es ja jetzt der Fall ist, und das scheint bei anderen Schlaganfallpatienten auch so zu sein, wenn ich die Erfahrungsberichte richtig deute), dann lässt auch diese Angst nach. Also wieder ein Schritt in die Richtung, in die ich will.

Ich hab ja auch versucht mein Umfeld die Wüste fruchtbar zu machen und zu bewässern. Was hab ich Energie in die Beziehungen mit meinen Kollegen gesteckt! Was hab ich da gewässert.. um endlich einen schwimmbaren Untergrund für meinen Linuxpinguin zu finden.

Da ergab meine Arbeit auch noch einen Sinn. Ich konnte den wenden und hab immer noch nach einer weiteren Lösung gesucht. Sogar in eine Arbeitsgruppe (eine Art Haifischbecken) hab ich mich gestürzt. Allerdings nahmen mich die Haifische als Gefahr wahr. Das hat mich sehr verwirrt.

Ich habe viel gelernt. Und viele Einzelbeziehungen gepflegt. Zu viele!

Und dann stellte ich fest, die anderen wollen gar nicht mit mir mit tun und die Wüste urbar machen! Im Gegenteil sie rodeten die zarten Pflänzchen , die ich gesät und bewässert hatte! Sie trampelten darauf herum, weil sie sich in ihrer Wüste wohlfühlten. Sie hatten sich so an sie gewöhnt und wollten keine Veränderung!

Und das ist mir heute noch unbegreiflich! Also dass bei all diesen Beziehungen keine einzige dabei war, deren erste Begeisterung , die ich füHlen und wahrnehmen konnte, die den WEg mit mir zusammen gehen wollte! Dabei schwammen sie selber auf dem Trockenen.

Aus Sicht unseres Gehirns freilich ist dies durchaus nachvollziehbar. Denn es kostet ja mehr Energie diese Wässerei als weiter mit der Wüste zufrieden zu sein.

Allerdings nur bis die Reibungsverluste und der Energieaufwand, der mit der Wüstenbleiberei einhergeht, dem Hirn mehr Energie zieht als es zur Verfügung hat. Anscheinend ist das bei meinen Kollegen noch nicht der Fall.

Wobei einige dabei waren, die halt einfach gegangen sind. Sie haben die Wüste verlassen. Ob es deswegen auch Servicewüste heisst?

Und dann hat mein Hirn die Notbremse gezogen und hat mich gegangen.... Dafür bin ich ihm jetzt auch sehr dankbar. Denn so kam ich aus einer für mich unlösbaren und sinnlosen Situation heraus.

Ich kann nichts machen, worin ich keinen Sinn sehe. Und den finde ich jetzt da auch nicht mehr. Ausser ich darf Systemprobleme lösen. Das hab ich auch einigen Kollgen so geschrieben und gefragt, ob dies möglich ist.

Ich habe keine Antwort darauf bekommen, obwohl mir diese Mails sehr schwer zu schreiben gefallen sind. Seltsam. Ist das jetzt dem sie-haben-keine-Zeit-Syndrom geschuldet, dem ich-schäme-mich-Fremd und weiss jetzt nicht wie ich mit Dir umgehen soll-Syndrom oder haben Sie gar nicht verstanden (wegen dem ich-habe-keine-Zeit-Syndrom) worum es mir geht? verstehen sie mich nciht?

Das weiss ich leider nicht, weil genau dazu beräuchte ich ja ihr Feedback. Ich habe aber derzeit auch nicht die Energie dem wie früher hinterherzulaufen. Denn das kann ich jetzt nicht mehr. Das habe ich so lange bei so vielen Menschen und Beziehungen gemacht. Mein Hirn sagt einfach: Nö. Und hindert mich daran. Kann ich nicht. Will ich nicht. Geht nicht. Fertig.

Das finde ich halt sehr schade und traurig. Grade weil ich ja das , was alle gepredigt haben und wollten , die Transformation, ja machen wollte. Ich habe mich geändert und bin auf Menschen zugegangen. Doch es kam nix zurück.

Anscheinend ist der Druck f&uumL;r meine Kollegen noch nicht hoch genug. Sie sind ausgesprochen leidensfähig. Einerseits ist das sehr bewundernswert andererseits mir unverständlich.

Denn ich sollte doch auch irgendwann wahrnehmen, dass genau dieses Handeln bzw. NIchthandeln, meine Kollegen krank macht und mich auch. WEil die beziehungen dadurch krank werden und verkümmern. Und wenn die Beziehungen verkümmern, dann verkümmert auch der Organismus, der ja durch die Beziehungen zusammengehalten wird.

Also fällt der Zusammenhalt weg. Denn Beziehungen halten alles zusammen. Das Ergebnis ist Chaos. Erst aus Chaos und einem Neurodnen desselben kann dann etwas neues entstehen. Vielleilcht ist das einfach der Gang der Dinge. Abwarten und zugucken. Ich weiss es nicht.

Ich wollte das halt aktiv mittragen. Und dem ganzen nicht passiv ausgeliefert sein. Auch weil ich das ganze so nicht länger ertragen kann. Meine Schmerzgrenze ist erreicht. Es macht so keinen Sinn mehr für mich und mein Hirn und meinen Organismus. Die Notbremse , die Bruchlandung ist ja nicht grundlos passiert.

Nur wenn es allen Organismen in einem Organismus gut geht, dann gibt es gute Beziehungen und dann überlebt der Gesamtorganismus.

D.h. im Umkehrschluss, wenn es einem Organismus in einem Gesamtorganismus nicht gut geht, dann muss ich genau dahinschauen und diesen Zustand auflösen, weil dadurch 2 hoch n-Beziehungen betroffen sind und dieser Zustand auf die in -Beziehung-stehenden ansteckend wirkt!

Genauso ging es ja los.

Die Softwareentwicklungsabteilung hatte keine Zeit mehr für Ursachenbehebung. Sie sollte stattdessen lauter neue Sachen machen.

Dieses Handeln wirkte sich aber nicht nur auf die Softwareentwicklungsabteilung in Überstundenaufbau und Zeitmangel und Schlafmangel aus (mehr Hotfixes, häufigere Adhoc-Nachteinsätze, ...) und Unzufriedenheit aus, sonden auch auf alle Abteilungen und Menschhen, die mit dieser Abteilung und den Menschen und den von ihnen geschriebenen Programmen in Beziehung stehen.

Also multidemensional! Nicht nur in 1:1 Beziehungen von Menschen, sondern auch in 1:n - Beziehungen der Anwender auf die entwickelte Software. Das Problem potentiert sich expontentiell!

D.h. bei den Sparmassnahmen wurde die Auswirkungen auf das Gesamtgemeinwohl nicht berücksichtigt!

Das ist ein echter false belief!!!!

Früher mag das noch funktioniert haben, weil die Beziehungsgeflechte und Verbindugen nicht so komplex und so viele waren. In Zeiten des Internets, der ständig-Erreichbarkeit und globalen Vernetzung macht aber genau dieser Faktor den entscheidenden und fatalen Unterschied aus!

Je grösser die Anzahl der Beziehungen sind (je grösser das Unternehmen, die Anzahl der Kunden ...) desto höher der Effekt einer so kleinen Veränderung! Die ja so unscheinbar und harmlos daherkommt.

Weil sie nicht offensichtlich und auf den ersten Blick sichtbar ist! Doch die Folgen sind es! Doch werden die Folgen nicht aus dieser Sicht erkannt!

Im Gegenteil man versucht sie durch weitere Sparmassnahmen und Personaleinsparungen und mehr Überstunden und noch mehr Softwareeinsatz (was die Beziehungen ja noch weiter 1 : n-fach (Self-Service-Prorgamme) erhöht und so den Effekt noch exponentieller steigen lässt! Durch die soziale Ansteckung! Wow!) zu kompensieren.

Und dann sucht man h&aumL;nderingend nach Fachkräften , die das Problem beheben sollen. Doch wenn auch die nur Ihr Fach sehen, und nicht die Auswirkungen, die hier durch die Anzahl der Beziehungen verursacht werden, dann wird sich der Fachkräftemangel und der Ressourcenhunger noch weiter erhöhen! Exponentiell!

Bis gar nix mehr geht.

Spannend! Ich hätt nie gedacht,dass ich sowas mal verstehen würde! Wow ist die Welt toll und faszinierend! Und komplex!

Ich hab auch genau diese Erklärungen und Beispiele per mail an menschen geschickt, die daran ein Interesse haben sollten und es verstehen sollten. Aber sie tun es leider nicht. Oder sie verraten mir es nicht.

Die Lösung ist einfach: Nehmt Euch Zeit für die 1:1 Beziehungen. Dadurch reduziert Ihr sie auch. Ich denke als Partner (im Zweierteam) zu arbeiten, macht am meisten Sinn. Denn im 1:1 Austausch kann man sich am ehesten austauschen und gut zusammenarbeiten. Erst wenn das klappt, kann ich das eine Nummer grösser probieren.

So mach ich das halt. Denn erst wenn die 1:1 Beziehungen klappen kann doch auch das andere ins Lot kommen. Oder nicht? Wenn wir nichts ändern, dann ist eines klar. Dann regelt das die Natur und die natürliche Ordnung der Dinge.

Ach.. ich war ja bei der Unhöflichkeit...

Es gilt ja offensichtlich als unhöflich zu sagen, wenn jemand schlecht deutsch spricht. Wenn das doch offensichtlich ist, warum darf ich das dann nicht sagen?

Also wir hatten mal einen externen Entwickler , der sprach Deutsch mit so komischem Akzent, dass ich mir schwer tat ihn zu verstehen. D.h. zur fachlichen Komplexität (in der Beziehung... also wieder sind wir beim gleichen Thema ;-) kam also noch die Sprachbarriere dazu.

Ich hab halt mal gesagt, als ich ihn endlich nach vielem Nachfragen verstanden hatte:"Ach, so meinst Du das! Ich hab Dich wegen Deinem Akzent nicht verstanden."

Mein Kollege meinte hinterher, dass das nicht sehr nett von mir war, das so zu sagen. Wobei ich nicht verstehe, wo ich unnett gewesen bin. Das war soch nur eine neutrale Aussage aus meiner Sicht. Der Satz hatte doch nur was mit mir zu tun. Und mit dem wie es mir ging. Ich hab ihn nicht verstanden und erklärt warum.

Mein Kollege meinte, dass der Entwickler dann einen roten Kopf bekommen habe. Sowas bekomme ich nicht mit. Ich war mit dem Problemverstehen und dem Blick auf den Monitor beschäftigt.

Also hab ich mich bei ihm entschuldigt. Er meinte, das hätte er gar nicht so wie mein Kollege gesehen. Aber ich kann das auch nicht beurteilen.

Mir hat ja auch keine gesagt, wie ich auf andere wirke... was ist, wenn das das Grundproblem ist? Diese Höflichkeit, dass wir anderen nicht die Wahrheit sagen, aus Angst und Rücksicht ihnen Schmerz hinzuzufügen?

Also wenn mich jemand nicht versteht (aus welchen Gründen auch immer...) finde ich es extrem hilfreich , wenn er mir das sagt, und womit er ein Problem hat und wie wir das lösen können oder wie ich ihm entgegenkommen kann.

So bleib ich im Dunkeln und die Beziehung leidet. Weil ich nicht weiss, dass der andere ein problem mit mir hat. Dann soll er es halt sagen. Und wir schaffen es aus der Welt. Und dann kriegen wir auch eine gesunde Beziehung hin. Denn die Bais einer guten Beziehung ist ja, dass mer sich versteht.

Bei dem Obdachlosen am Erlanger Banhof ist mir das auch passiert. Der hat mir - ich hab ihn kaum verstanden - erählt , dass er arbeiten will und auch schon eine Arbeit in Aussicht hatte. Es scheiterte daran, dass er keinen Wohnsitz hatte, vermutete er.

Ich hab ihn gefragt, ob er das Thema Wohnsitz denn bei seinem Arbeitgeber angesprochen hat. Das hat er nicht. Naja, schmecken kann er es ja nicht.

Und ich glaub auch, dass es daran gar nicht lag, sondern daran, dass man ihn einfach so schlecht versteht. Das hat ihm aber die Sozialarbeiterin gar nicht gesagt. Ob ihr Gehirn sich an so schlecht zu verstehendes Deutsch gewöhnt hat?

Wenn ich mit jemandem zusammenarbeiten will, dann muss ich ihn ja erstmal verstehen können und er mich. Sonst kommt eine Zusammearbeit ja gar nicht zustande.

Ich glaub, das ist ihm erst mit meiner Nachfragerei aufgefallen, dass es so ist und man ihn einfash sehr schlecht versteht.

Der Arbeitgeber sagt einem ja in der Absage auch nicht den wahren Grund. Weil er Angst hat, davor, dass er verklagt wird. Dabei fände ich dieses Feedback sehr hilfriche. Wie soll ich denn aus einer Situation lernen, wenn mir die Ursache des Problems verwehrt bleibt und ich es nicht kennenlernen kann?

Und aus meiner Sicht und dem Feedback, dass ich von anderen Menschen bekomme, bzw. nicht bekomme, nicht erkenenn kann? Geht mir ja auch immer so.

Macht Höflichkeit denn Sinn? Ist es nicht besser den Menschen die Wahrheit zu sagen? Ja, okay, ich muss ja nich gleich mit dem Holzhammer kommen, aber wenn ich das sachlich und neutral sage aus meiner Sicht, dann ist das doch okay. Dann ist das ja aus der Sicht anderer Menschen nur ein Problem, weil sie die Gefühle und Sichtweisen von anderen Menschen persönlich nehmen und auf sich beziehen. Aber da kann ja ich nix dafür. Jeder kann ja nur die Verantwortung für seine Gefühle übernehmen. Und seine Sichweisen.

Meine Sichtweise und meine Gefühle gehören mir und haben mit denen des anderen ja nix zu tun. Ausser dass es halt Schnittmengen gibt. Und das ist ja die Grundlage für Beziehungen.

Ich glaube das Problem ist also, dass genau das nicht gesehen wird. Wem eine Sichtweise und Gefühl gehört und das Problem, das dahinter steckt und die Beziehung gefährdet. Also dann fängt der Dialog erst an. Bei den meisten Menschen hört er da schon auf, weil sie sich angegriffen fühlen und mit Flucht oder Angriff reagieren. Dabei befinden wir uns in Friednesverahdnlungen und nicht auf dem Schlachtfeld.

Aber erzählt das mal jeamndem, der am ich-habe-keine-Zeit-Syndrom leidet. Der hat dafür keine Zeit. Der sieht das auch nicht. Der spart sich das auf Kosten der Beziehung. Sparen koste es, was es wolle. Und so spart mer am falschen Ende. Und dann wird alles noch teurer und kostet noch mehr Zeit.

Ich hatte auch schon mal so ne Art "Gipfeltreffen" mit einer ganzen Abteilung und zwei Vermittlern. Ich hab das damals nicht verstanden,weil ich ratzfatz in 2 Minuten verstanden habe, was sie von mir wollten und es in meinen eigenen Worten in zwei einfachen Sätzen zusammenfassen konnte.

Ich war hinterher verwirrt wozu die zwei anderen Menschen (ein Kollege von der Technik und einer von meiner Abteilung) dabei waren. Denn das zeugt nicht davon, dass ihre Zeit von dieser Abteilung sehr geschätzt wird, wenn ich so mit fremder Zeit um mich werfe und immer alle möglichen Leute nur zur Sicherheit dabei haben will. Das zeugt von Unsicherheit, dass ich nicht weiss, was ich will oder einem Problem in der Beziehung zum Auftragnehmer.

Rrst später ist mir klargeworden, dass sie wohl Probleme haben (das waren 2 Frauen) meine Sprache zu sprechen. Also sich so auszudrücken, dass auch jemand, ohne ihr Abteilungsinternes Gesamthintergrundwissen, versteht wovon sie reden und was sie wollen.

Das liegt daran, dass jede Abteilung ihre eigene Sprache hat. Und die Dinge nicht so nennt wie sie heissen und was sie tatsächlich sind. Da werden lustige Wortneuschöpfungen zu Beziehungs- und Verständigungsproblemen.

Denn jede Abteilung nennt ein und dasselbe anders!!!! Furchtbar! D.h. als Schnittstelle zwischen all diesen Abteilungen musst Du nebenher auch noch deren einzelnens Fachjargon lernen. Die Sprache der jeweiligen Abteilung.

Und dann auch noch zwischen den unterschiedlichen sprachen in eine neutrale übersetzen. Allgemeinverständlich. Das hab ich gemacht. Ich bin also ein Transformator und Übersetzer. Ein Wandler zwischen den Welten.

Wieviel einfacher wäre die Welt, wenn alle eine einfache Sprache mit einfachen bildlichen Beispielen sprechen und schreiben würden? So ensteht durch diese Teilsichten wie in den Wissenschaften und auch in den medizinischen Fachbereichen jeweils eine eigene Fachsprache und die verkompliziert einen komplexen Sachverhalt noch.

D.h. die wechselseitigen Beziehungen werden so gut wie unmöglich gemacht. Weil Schnittmengen nicht offensichtlich sind. Weil jeder dieses Schnittmengelement anders nennt! z.B. Dystonie (Neurologe), Spastik (Unfallchirurg) oder die Fruit Loops nach Farben Sortierung bei Parkinsonkranken: Punding. Bei Autismus dagegen heisst ein und dasselbe : repetitive Verhaltensmuster

Und so entgehen einem genau die Anomalien, die Schnittmengen in den Unterschieden (Anomalien), die die Fachbereiche verbinden und in denen sie von- und miteinander lernen und profitieren könnten! Unglaublich.

Genau diese Schnittmengen (Gemeinsamkeiten in den Unterschieden) , Anomalien werden nämlich von den Fachbereichen normgerecht ausrangiert und aussortiert. Weil sie ja die Norm , den Durchschnitt sprengen.

Diese Norm und Systemsprenger sind aber genau die Puzzleteile, die die Verbindung zwischen scheinbar nicht zusammenhängenden Beziehungen offenbaren und zu neuen Erkenntnissen führen! Weil durch sie Muster erkennbar werden. Wie bei mir mit der Autoimmunerkrankung , dem was mir zuletzt passiert ist und dem wie es auf Arbeit in der IT gelaufen ist.

Nur so komm ich Systemproblemen und Ihren Ursachen auf die Spur!

Denn Detailwissen hat halt Grenzen. Es setzt sich selbst welche. Denn wenn alles und jedes mit allem und jedem in Beziehung steht, dann muss ich auch diesen Beziehungen folgen und kann nicht in meinem Detailausschnitt verharren und bleiben. Also ich watschel halt aus der Wüste in die grüner werdenden Landschaften. Erst dann ergibt sich ein Gesamtbild und das wird immer grösser.

Ja, auch im kleineren Detail (aus dem wird dann aber auch eine neue Wissenschaft gemacht, also wieder eine künstliche Trennung wo in Wirklichkeit keine ist) kann der Schlüssel der Erkenntnis liegen. Aber halt nur, wenn man ihn mit anderen Details aus anderen Zusammenhängen verknüpft.

Das ist cool!

Ach so ist das! Die Basis einer jeden Beziehung sind die Gemeinsamkeiten in den Unterschieden der Beziehungsbeteiligten! Wow! Cool! Und es spielt dabei keine Rolle, ob die Beziehung zwischen Menschen, Organismen, Themen oder wechselseitig und artübergreifend sind! Sie sind mehrdimensional und in einer dieser Sichtweisen (Dimensionen) muss eine Schnittmenge zu finden sein, sonst funktioniert es nicht. Gegenseitiges Interesse. Dass man den anderen spannend findet. Also ist da wieder Energie im Spiel! Voll cool!

Jetzt versteh ich warum mein Onkel Elektriker gewordne ist. Und Ärtze sind ja dann auch irgendwie Elektriker , wie alle Therapeuten ja auch. Obwohl alle Menschen sind das! Weil wir immer in Beziehungen stehen und dort Energie fliesst, weil das Spannung und Kontakt herrscht.

Physik macht ja Spass! Wow! Wenn sie einen Bezug zu dem hat, was mich interesseirt und ich grad spannend finde. Obwohl dann ist Physik ja überall zu finden... Alles ist irgendwie elektrisch... Wow!

Nochmal nachgedacht, also wenn man in der Wüste bleibt, weil alle dort bleiben, es also die Norm ist, dort zu bleiben, auch wenn man ein Pinguin ist, dann ergibt das Verhalten meiner Kollegen wieder einen Sinn aus der Sicht der Norm. Und den Peer-Druck sollte man auch nicht unterschätzen, was ja auch wieder soziale Ansteckung ist. Aus der Sicht der Vernunft aber nicht.

Hmm... Autisten sind dann gegen diese normgerechte soziale Ansteckung immun, weil die Norm nicht begreiflich und logisch ist und auch aus ihrer Sicht keinen Sinn ergibt...

Ob man sich wenn man sich mit Autisten umgibt , gegen soziale Ansteckung impfen und somit immun machen kann? Obwohl... wahrscheinlich tut das jeder, der sich bewusst mit Menschen umgibt, die anders sind. Das ergibt dann auch eine Art der Herdenimmuität. Spannend!

Ob wir dann auch wenn wir uns mit den richtigen Menschen und Beziehungen, die uns gut tun, umgeben, vor Krankheiten schützen können? Ich glaube schon. Denn wenn Krankheit ansteckend ist, dann ist es GEsundheit auch. Und der Schlüssel dahin sind gute Beziehungen. Cool.

Beziehungsweise ...
Hmm... wenn sich Gefühle und Stimmungen und damit auch Sichtweisen über die soziale Ansteckung verbreiten, dann fängt doch alles in uns selber an. Den Erzeugern dieser Stimmungen und Ansteckung.

Also ist dann die wichtigste Beziehung , die zu uns selbst. Und das ist dann nix anderes als unsere Identität. Die Summe unserer Erfahrungen formen unsere Sichtweisen und damit unsere Widerstandskraft (Resilienz). Je flexibler die Sichtweisen sind, desto biegsamer sind wir, wie ein Baum im Wind.

Je starrer, desto schneller zerbrechen wir. D.h. doch je mehr Sichtweisen ich kenne, desto widerstandsfähiger werde ich, weil ich alles, was passiert, egal wie traumatisch es auch sein mag, immer noch aus einem Blickwinkel sehen kann, der für mich Sinn ergibt. Und das ist es, was wir zum Überleben brauchen: einen Sinn. Und den bekommen wir mit unseren Sinnen also mit unserer Wahrnehmung.

Denn unterschiedliche Sichtweisen kann ich mir aneignen, indem ich die Sichtweisen von anderen Menschen anhöre, ihnen zuhöre, und sie so verstehe. Ich muss dann zwar nicht ihrer Meinung sein, aber ich sehe und verstehe, warum sie so denken und handeln wie sie es tun.

Und damit kann ich ihre Sichtweise auch in kritischen Situationen verstehen und wenn ich das tue, habe ich auch dafür Verständnis - auch wenn das schwerfällt - und bleibe damit handlungsfähig. Und genau diese Faktoren Verstehen, Verständnis und Handlungsfähigkeit sind die Salutogenesefaktoren.

Salutogenesefaktoren und Überlebensfaktoren sind also dasselbe. Spannend!

D.h. indem wir die Welt im aussen und im innen erforschen , im kleinen und im grossen, k&oumL;nnen wir diese Sichtweisen sammeln, die uns dann resilient also widerstandsfähig und überlebensfähig machen! Wow! Also liegt das an uns und in uns und um uns herum. Nämlich in unseren Beziehungen zu uns selbst, zu anderen Menschen, zur Natur generell (im innen und im aussen, im grossen und im kleinen). So einfach ist das.

Deswegen sind gute Beziehungen ansteckend, weil wir damit neue Sichtweisen adoptieren, die uns helfen , die Welt immer besser zu verstehen und uns in ihr zurechtzufinden. Wow!

Kultur, Theater, Ausstellungen, Museen, Comics , Bücher ist ja auch eine Sichtweisengeschichte. Ein Buchladen , eine Bibliothek, eine Bücherei, all das sind Ansammlungen von Sichtweisen. Sichtweisenparadiese! Deswegen lieb ich sie so. Sie ziehen mich magisch an!

D.h. Kulturschaffende , Influencer , Podcaster und was es nicht alles gibt, beeinflussen durch die Anzahl der Beziehungen mehr Menschen. Also influencen wir alle durch unsere Beziehungen, Zeichnungen, Comics, das was wir schreiben, bloggen, durch unsere Meinung auf Versammlungen ... Dann sind wir also alle Influencer. Denn auch Influencismus (heisst das so?) ist ja nix anderes als Beziehungsarbeit. Bzw. lebt es davon. So wie ich das grade mit meiner Schreiberei auch mache. Wow! Ich bin ein Influencer.

Und mit meinen Comics auch! Bei toonsup lesen die 50 bis 100 Leute. Und im comicforum auch nochmal soviele. So viele Leute kann ich gar nicht. Die wiederum werden auch davon beeinflusst oder verschicken den Comic oder setzen den Comic ins Amtsblatt oder in die Zeitung oder in das Gemeindeblatt! Und dadurch geschieht eine Weiterverbreitung! D.h. ein Comic löst eine Kettenreaktion aus. Durch die Beziehung zu Dritten, also indirekten Beziehungen. Schon spannend wie Netzwerken funktioniert.

Das Theater und Comics überhaupt Humor spielen mit unterschiedlichen Sichtweisen, die anscheinend nicht zusammenpassen und erschaffen so etwas neues und nehmen die Wirklichkeit auf die Schippe. Sie zeigen, dass es mehrere Arten gibt, die Dinge zu sehen und stellen sie einander gegenüber. Die Welt ist also widersprüchlich weil es so viele unterschiedliche Sichtweisen gibt. Aus unterschiedlichen Richtungen.

Der Arzt wird seine Sicht haben. Der Patient eine andere. Und deshalb ist es so wichtig, dass hier ein Dialog stattfindet. Auch Eltern und Kindern. Auf Augenhöhe.

Denn nur wenn mir der andere seine Sichtweise erklärt, kann ich sein Handeln und Denken verstehen und begreifen, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt. Dass jeder Mensch für seine Meinung, seine Sichtweise aus seiner Erfahrung und dem was ihm passiert ist, einen guten Grund hat.

Erst wenn ich das verstehe, kann ich Verständnis für den anderen haben (z.B. für den Arzt, den Therapeuten) und ihn Verstehen. Seine Meinung muss ich deswegen noch lange nicht teilen und das kann ich ihm wiederum sagen oder schreiben. Und so findet dann ein Dialog statt und die Beziehung wird besser. Oder ich verstehe , dass diese Beziehung keinen Sinn mehr macht, wenn kein Dialog mehr stattfindet. Oder ein Monolog. Und kann mich daraus lösen.

Gesunde Beziehungen leben vom Dialog. Vom Austausch der Sichtweisen. Wir lernen von- mit und durcheinander. Das ist cool!

Und genau das möchte ich. Allerdings stelle ich halt auch fest, dass meine Einladung zu einem Dialog eher in einem Monolog meines Gesprächspartners endet. Weil er oder sie sich bei mir wohlfühlt. Das ist zwar schön, aber einseitig und anstrengend und energiezehrend.

Die ein oder andere solche Beziehung, wo ich viel draus lerne, durch zuhören, kann ich, wenn es trotzdem spannend für mich ist, was derjenige zu sagen hat , auch aufrechterhalten, weil ich daraus lernen kann.

Aber die, die dann zum Selbstzweck (chronische Auskotztüte) mutieren, nicht. Das ging mir gestern so. Meine Autistin hat sich gemeldet. Sie hat wie immer kein Geld und mich gebeten, sie deshalb auf dem Handy zurückzurufen. Diesmal hat es mich interessiert, wie es ihr geht, weil sie eine Blinddarmentzündung hatte. Und deshalb hab ich es mal gemacht. Aber jedesmal will ich das nicht machen. Wenn sie Kontakt will, dann muss es ausgeglichen sein. Das ist meine Sichtweise.

Sie hat drüber Witze gemacht und fand wohl auch den Krankenhausaufenthalt und die OP um 2:00 Uhr nachts spannend und lustig.

Das kann ich nicht nachvollziehen. Ihr wisst ja meine Beziehung zu Krankenhäusern ist eher ambivalent. Meine Erfahrungen sind halt , die können mir eh nicht helfen. Hilf Dir selbst, dann hlft Dir Gott.

Sie redete wie ein Wasserfall und erzählte mir weitschweifig alle Details. Irgendwann merkte sie, dass ich nix mehr sagte und da war ihr dann doch klar, dass das etwas viel war. Ich hab mich dann von ihr verabschiedet, weil es genauso war.

Als sie zurückrief anfangs, sagte sie: "Ich bin schon wieder voll im Stress."

Da hab ich dann gesagt:"Ach so. Na dann ade." und wollte wieder auflegen. Ich war verwirrrt, warum sie dann überhaupt angerufen hat.

Und dann wollte sie soch reden... also sie redete dann... bis ich nicht mehr konnte. Der Wasserfall und Redefluss schwemmte mich und meine Aufmerksamkeit und Konzentration dahin. Das war eine Energieflussüberdosis.

Vor dem Schlägle hab ich sowas noch eher weggesteckt. Heute schaff ich das nicht mehr. Wer anstrengend ist, denn sortiert mein Gehirn aus.

Dabei hatt ich gehofft, dass ich mich ihr annähern kann. So wie ich das auch bei meinen Arbeitskollegen gedacht habe. Derselbe Irrtum ist mir teilweise auch daheim mit meiner Schwester und Mama passiert. Wobei es da doch funktioniert. Weil beide auch auf mich Rücksicht nehmen. Immer funktioniert es freilich nicht, aber da gehören ja auch immer zwei dazu.

Nicht funktioniert hat es an Silvester, wo meine Mama unbedingt (anscheinend hat sie immer noch diese "romantische" Familienidyll und Perfektionismus-Idee im Kopf, wie sie sich die Silvester halt vorstellt... gut ein Ritual ist es für sie inzwischen auch geworden) Käsestangen wollte. Also dass ich die back.

Ich hatte an diesem Tag null Energie und war schnell auf 180. Ungeduldig, unruhig. Der WEtterumschwung und die Energien von anderen Menschen, auch die Geschäftigkeit meiner Mama. Die Unruhe in Person. Wenn sie mal sitzt und nix macht, dann schläft sie ein. Dann ist ihre Energie alle. Ansonsten werkelt sie tagein tagaus umanand. Und hat dies auch lange Zeit von uns erwartet.

Tja, da hat ihr der Autismus und der Schlaganfall bei uns beiden halt einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bzw. wir sind die Folge und das Ergebnis einer hibbeligen und angespannten Gebärmutter. Nicht, dass sie das bewusst oder absichtlich macht, nein, sie hat es halt so gelernt. Und genau so muss es ihrer Ansicht nach auch immer gemacht werden.

Das ist genau das, was weder mein Hirn noch das meiner Schwester kann. Und damit entsteht dann immenses Konfliktpotential. Weil Ihr Masstab halt mit unserer Konfiguration nicht kompatibel ist.

Wie sie das selber nur alles schafft? Und warum tut sie sich das alles an? Wohl auch ein Ergebnis der Leistungsgesellschaft. Inzwischen ist ihr aber öfter wurschd, was die anderen denken und sie kann uns öfter verstehen. Also unsere Sichtweise. Ich übersetze dann auch für meine Schwester mit, weil ich ihre ja inzwischen verstehen kann. Das ist der Vorteil, wenn man genau wie sie auch einen Schlaganfall hat. Sie kann das nicht so mitteilen und sagen, wo ihre Einschränkungen liegen. Warum sie etwas nicht kann.

z.B. dass ihr Sachen aus der Hand fallen oder sie Dinge mit der "gesunden" Hand verbiegt, weil dort zuviel Kraft in Form von Muskelspannung drin ist. Meine Mama hat sie immer geschimpft, weil sie das für Schusseligkeit hielt. Du strengst Dich nicht an! Du machst das mit Absicht.

Auch mir geht es so, dass ich wenig grazil und oft sehr ungeschickt bin. Wenn Ihr Eure Sachen lieb habt, dann gebt sie mir nicht in die Hand.

Dass meine Schwester das eben nicht absichtlich und schon gar nicht kontrollieren kann, das hab ich erst am eigenen Leib erfahren müssen, bevor ich es verstanden habe.

Und dass sie auch mit der gesunden Seite keinen Pinzettengriff hinbekommt, hab ich erst vor kurzem gelernt. Ich kann das übrigens auch nicht. Das geht nicht, wenn die Körperspannung zu hoch ist.

D.h. ihre rechte Hand ist schlaff und gelähmt und die linke hat zuviel Kraft. Ob das die ausgleichende Ordnung der Natur ist? Irgendwo muss ja die Kraft der rechten Hand hin, also geht sie dann nach links...? Logisch wär's.

Infolgedessen hat sie eine immense Kraft in der linken hand und schon mal den Haustürgriff verbogen, wie sie zum x.ten mal geprüft hat (sich versichern, weil wir uns dsa nicht merken können) , ob die Tür zu ist und dran gezogen hat.

Das führte wiederum zu einem Anschiss meiner Mama, dass sie alles kaputt mache. Tja, wenn Du Spastiken in beiden Händen hast, dann geht das halt nicht. Dann ist halt auch mal beim Datenbank-Hirntimeout die Hand weg und dann fallen Dinge halt herunter.

Für ihre Schusseligkeit für die sie also oft geschimpft worden ist, kann sie also nix. Ich auch nicht. Mir geht es ja genauso. Nur erklär das mal den Menschen um Dich herum, die Deine Sicht ja nicht kennen. Und dann hast Du ja noch dsa Problem, dass Kinder nicht gleichberechtigt zu Erwachsenen angesehen werden. Also die Sicht der Eltern ist die einzig wahre... war bei uns so. Und ich glaub bei Euch wir es auch nicht anders sein.

Inzwischen kann ich da übersetzen, vermitteln in meiner Funktion des Wandlers (Trafos) zwischen den Welten. Zwischen der meiner Schwester und der meiner Mama. Wobei ich meine Mama oft nicht verstehe, weil sie auch nicht viel drüber spricht. Da muss ich ihr die Sichtweisen schon aus der Nase ziehen.

Wie mit dem Umzug von Regensburg nach Höchstadt. Ich denke, Oma hat nachdem sie ihren Mann im Krieg verloren hat, mit einem kleinen Kind und einer ausgebombten Wohung allein dastand, einfach Sicherheit in der Heimat gesucht. D.h. ich kann sie und ihre Entscheidung verstehen. Weil sie da Menschen kannte und lebende Verwandte hatte.

Aus Sicht meiner Mama ist das heute noch verkehrt, weil sie so ihre beste Freundin verloren hat. Die Sicht kann ich auch verstehen.

Aber dadurch, dass sie nie drüber geredet haben, schleppt sie das heute noch mit sich herum und kann Oma nicht verzeihen. Ich hab Ihr halt deswegen mal Omas Sicht (also das was ich vermuten würde) erklärt. Wenn sie drüber geredet hätten und ihre Sichtweisen ausgetauscht hätten, hätten sie vielleicht eine andere Lösung gefunden oder sich zumindest verstanden und weniger im Clinch gelebt. Denn der war ja wenn man beide Sichtweisen miteinander koppelt, gar nicht notwendig. Jede hat es gut gemeint und jede hat aus ihrer Sicht ja recht.

D.h. was Menschen krumm und bucklig macht, sind unaufgelöste Konflikte, die aus unterschiedlichen Sichtweisen entstehen, die nicht aufgelöst werden, weil einer meint zu wissen, was für alle gut ist.

Da ist in mir schon ein riesiger Widerstand. Vielleicht auch deswegen. Denn die daraus resultierende Anspannung des Mutter-Kind-Konflikts hat meine Mama ja in ihrer Schwangerschaft an mich weitergegeben. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Meine Frage wäre nun: muss ich alle Konflikte meiner Vorgenerationen auflösen, damit ich heilen kann? Das fände ich sehr unfair. Dass ich mich dann um den ganzen Mist der Vorgenerationen kümmern soll. Das kann ja auch nicht die Lösung sein. Also beschränk ich mich mal auf meine Familie und schau was passiert.

Immerhin der anfängliche Redefluss (direkt nachdem ich aus dem Krankenhaus kam und dafür am wenigsten Energie hatte) ist inzwischen versiegt. Und meine Schwester schimpft auch weniger. Scheint doch was zu bewirken.

Auf Arbeit hab ich das nicht schaffen und spüren können. Ich kann ja nicht die Konflikte in anderen Familien auch noch auflösen. Das müssen die Leut schon selber machen.

Also deren Konflikte gehen mich nix an, wenn sie mich nicht direkt betreffen. Allerdings wirken sie sich halt in jedem Kontext aus. Soziale Ansteckung halt. Und das ist blöd.

D.h. die ungelösten Konflikte in Form von starren Sichtweisen brodeln weiter vor sich hin und haben auch Auswirkungen auf andere Bereiche, weil sie die Beziehungen beeinflussen. Des is fei a ned grod as gsündeste.

Apropos Grenzen...

Meine Mama ist eine Vorratseinkäuferin. Weil sie halt im Krieg gross geworden ist und da hatten sie nix.
Heut war sie wieder Grosseinkauf machen. Soviel Zeug. Und so schwer wie das ist. Ich sag ihr schon immer, wenn Du was brauchst, dann kann ich das auch mal holen, wenn ich eh unterwegs bin. Es nützt nix. Das hat sie sich so angewöhnt und gelernt.

Einerseits ist das ja lieb, dass sie sich so um uns alle kümmert. Es zeigt Ihre Liebe zu uns und zu sich. Ihre Sicht. Andererseits auch anstrengend. Die Aufräumerei. Weil es auch soviel ist. Das ist dann meine Sicht.

Früher hab ich alles mitgeschleppt, aber inzwischen kann ich nimmer. Ich mach was ich kann und dann sag ich das es nimmer geht und gut ist. Ich hab mein Bestes getan und mehr kann ich nicht machen. Ich respektiere also auch meine Grenzen. Und dadurch, dass ich das meiner Mama sage, ist das dann auch okay, weil ich ihr meine Sichtweise mitgeteilt habe und den Grund dafür.

Mein Vorschlag war , dass sie sich mal einen Gewichtheber als Freund sucht. Das will sie aber auch nicht. Vielleicht ist ja das Mamas Art der sportlichen Betätigung. Anstrengend genug isses und die Muskeln werden auch benutzt.

Ist Eure Mama auch so?

Das Einkaufswagen-Syndrom...
Die letzten Nächte waren nicht so prickelnd, weil die aus der Angst resultierende Unruhe wieder da ist. Meine Beine wollen infolgedessen nicht schlafen sondern die Flucht ergreifen. Das ist zueinander nur bedingt kompatibel. Diese Juckerei und Zapplerei und Zuckerei und die Schmerzen in den Beinen.

Ich schmier dann Lavendelöl drauf, trink was oder steh auf und beweg mich eine Zeit lang. Dann wird es besser. Aber die Augen lässt sie mich nicht zumachen die Anspannung. Da ist wie Reibung und Schmerz hinter meinen Lidern und an der rechten Schläfe.

Und ich seh schlecht und kann nix lesen. Alles ist verpixelt. Zeitung lesen kann ich vergessen. Je grösser es gedruckt ist , desto eher kann ich es lesen. Also bei der Zeitung beschränk ich mich auf die Überschriften.

Bei dem Jungen mit dem Locked-in-Syndrom und dem Schlaganfall war das auch so. Der kann auch Dinge kaum noch entziffern und muss die Buchstaben total gross machen.

Denn es ist alles total verpixelt. Also ich sehe lauter Punkte. Diese Griesel seh ich jetzt auch nicht nur auf weissem Hintergrund, sondern auch die Nacht ist schwarzgrieselig. Und alle anderen Farben und Oberflächen auch. Irgendwie spannend.

D.h. ich seh die kleinen Partikel, weil sich meine Wahrnehmung so auf die Ferne scharfgestellt hat. Dann kann ich das auch wieder umpolen, wenn ich die Amygdala etwas runterbekomme.

Derzeit liegt das wohl am Wetter. Und an der Gesamtanspannung der Welt generell wohl auch.

Ausserdem hab ich eine Art Linksdrall heut. So wie ein Einkaufswagen bei dem die Räder blockieren und der dann nach links abdriftet. Schon interessant wie unser Hirn so funktioniert und welche Auswirkungen eine Reizübersensibiltät so hat.

Das kriegen wir schon wieder hin. Dr. Max Selber ist ja onboard.

Ich glaube übrigens, dass Autismus auch so eine Art locked-in-Syndrom ist. Also irgendwo im Spektrum liegt. So wie Introvertierheit halt auch.

Denn da ist auch das Problem, dass man nach aussen hin seine innere Welt nicht kommunizieren kann. Weil ich mit dem mündlichen und die Art und Weise wie die Norm die Sprache nutzt, nicht mithalten kann. Ich benutze die Sprache anders. Als Mittel zum Zweck um Inhalte zu kommunizieren. Themen, die mich faszinieren.

Die Norm scheint die Sprache als Selbst-Zweck zu verwenden. Das gesagte ist nicht so wichtig. Sondern es kommt nur auf die Interaktion an, die einem Tennis - oder Pingpongspiel gleicht. Damit scheinen sich Normdenker zu versichern, dass es dem anderen gut geht und ihre soziale Kontaktdosis (Streicheleinheiten) abzuholen. Also Oxytocin und was da sonst noch alles im Hirn abgeht.

Das finde ich faszinierend, wenn ich da zuhöre, aber selber kann ich das nicht. Weil mein Hirn anders konfiguriert ist.
So kann ich nur an andere Menschen andocken, wenn ich eine andere Schnittmenge (als den Sprachselbstzweck) finde. Und das ist Offeheit in Form von Zeit mir gegenüber (das Gegenteil des ich-habe-keine-Zeit-Syndroms), weil ich halt länger brauche und man länger braucht, bis man merkt, dass mein äusseres halt täuscht und ich innen sehr wohl einiges zu bieten habe, oder dem gemeinsamen Fachinteresse.

Das Problem ist halt, dass es schwer ist , mit Fachinteresse Zugang zu finden. Die Fachleute haben keine Zeit. Die fände ich aber grad spannend. Und andere Menschen können mich oft gar nicht verstehen. Meine Mama kann mir auch oft nicht folgen oder verstehen, was ich an einem Thema wie der sozialen Ansteckung so spannend finde. Sie kocht halt lieber und handarbeitet.

Hm... wenn man normgerecht "funktioniert" dann trifft man weil man in Forschungseinrichtungen und so halt arbeitet auch andere Fachleute. Und ist dann auch bekannt.

So ein dahergelaufener Wald- und Wiesenforscher bekommt da keinen Zugang zu. Es sei denn er geht halt einfach mal auf einen Schmerzkongress. Das geht aber jetzt ja auch nicht mehr. Und selbst da bin ich mit meiner Vortragseinreicherei gescheitert.

Weil ich halt nicht normgerecht forsche. Sonder Querfeldein. Aber genau das ist es ja, wo das grösste Wachstumspotential liegt! In den Beziehungen zwischen scheinbar nicht zusammenhängenden Bereichen und Themen, weil sie universelle Muster teilen!

Deshalb bekomm ich auch kaum Feedback, wenn ich meine Theorien und Belege irgendwohin schicke. Das finde ich schade. Weil ich gern mittun würde. Aber halt auf meine Art. Und die kollidiert halt mit der Art der Kollaboration , die grad aktuell ist.

Ob ich das noch erleben darf, dass sich das ändert? Schau mer mal.

Wenn ich es so recht überlege, dann zeichnet sich grad wieder so ein Muster ab. Eine Gemeinsamkeit in den Unterschieden zwischen meinem Denken und dem Normdenken.

Also für mich ist vieles, was für die Norm zu Selbstzweck geworden ist , ein Mittel zum Zweck. So wie die IT. Ich benutze sie , um ein Ziel zu erreichen. Aber sie ist nicht das Ziel.

Oder Geld. Mit meinem Geld kann ich mir Zugang zu Büchern und Informationen um ein Ziel zu erreichen, verschaffen.

Oder Sprache. Mit der Sprache kann ich das Ausdrücken , was mir wichtig ist. Also ist das Ziel meiner Sprachanwendung die Informationsübermittlung.

Wieso denken wir da so unterschiedlich? Woran liegt das? Weil mein Denken Beziehungsorientiert ist (Mittel zum Zweck, ein Thema erforschen, um ein Ziel zu erreichen) und das Normdenken am Gemeinschaftswohl nach bestimmten Regeln abläuft? Hmm... Was wäre wenn wir beide Welten miteinander verbinden?

Dazu bräuchte sich ja an den Regeln gar nix zu ändern und dem Gemeinschaftswohlgedanken , nur die Beziehung zum Einzelnen müsste mit Spiel- und Entscheidungsraum und der dafür notwendigen Zeit berücksichtigt werden. Also die Auslegung der Spielregeln würde dann auch zum Einzelnen passen. Also die Einstellung würde sich verändern.

Und wenn es in folgedessen jedem Einzelnen in einem Gemeinwesen gut geht, dann geht es doch auch dem Gemeinwesen gut. Oder seh ich das irgendwie falsch?

Zuviel des Guten is a a Überdosis
Hmm... nachgedacht... das Prinzip vom zuviel des Guten, zuvielen Baustellen liegt das nicht auch der Corona-Problematik zugrunde?

Es brennt im Körper schon an allen Ecken und Enden (Entzündungen) und dann kommt noch eine neue Baustelle dazu, bricht noch ein Brand mehr aus?

Das geht ja den Waldbrandbekämpfern auch so. Wenn es zuviel brennt, dann kommen sie auch nimmer hinterher.

Wären die Menschen, die jetzt an Corona sterben, dann an einer anderen Krankheit gestorben? Und die Krankheit an sich spielt gar keine so grosse Rolle? Sondern nur die Summe und die Gesamtauswirkung? Dass es zuviele akut-Baustellen für unseren Körper sind?

Weil wir uns keine Zeit genommen haben für Ursachenbekämpfung und damit ihn heilen zu lassen?

Haben wir das Heilen verlernt? Ist es dem ich-habe-keine-Zeit-Syndrom zum Opfer gefallen?

Genau dasselbe universelle Prinzip und Muster findet Ihr auch bei den Autobahn oder Strassenbaustellen. Es sind zuviele und daher bricht der Verkehr zusammen und es entstehen stundenlange Staus mit ihren Folgeschäden.

Die Bahn mit ihren endlosen Baustellen kann ihren Fahrplan nicht einhalten. Es kommt zu Verspätungen oder Züge fallen ganz aus. Weil es zuviele Baustellen auf einmal sind!

Menschen bekommen ein Burnout, wenn sie zuviele Arbeitsbaustellen auf einmal haben und nicht mehr wissen wo ihnen der Kopf steht. Und dann werden sie krank. Also hat das eine eine direkte Auswirkung auf das Immunsystem des einzelnen.

Und das wiederum in Summe auf die Ärzte und Krankenhäuser, wo die kranken Mitarbeiter als Baustelle aufschlagen. Und aufgrund der Summe der Akut-Symptombehandlung ist eine Ursachenbehandlung und heilung dann gar nimmer möglich.

Dann sind auch die Mitarbeiter in Kliniken und Ärzte überfordert mit der Anzahl dieser Baustellen und dann werden auch sie krank. Das setzt sich so fort und es entstehen Wechselbeziehungen.

Wirtschaftliche Teilprozess-Optimiererei verstärkt diese Problematik noch! Denn dann werden in noch schnellerer Zeit noch mehr neue Baustellen aufgemacht, die exponentiell noch mehr Baustellen nach sich ziehen.

Verschärft wird das ganze noch dadurch, dass durch Komprimierung der Arbeit (also mehr Aufgaben und somit auch mehr Kontakte zu anderen Prozessbeteiligten) die Anzahl der Beziehungen , die auf den einzelnen Menschen kommen so exponentiell ansteigt.

Und da haben wir sie dann wieder die soziale Ansteckung. Denn nix anderes ist das dann. Wow! Schon spannend wie sich ein und dasselbe Muster so in unterschiedlichen Bereichen, im grossen wie im kleinen fortsetzt. Mehrdimensional rekursiv sozusagen.

Jetzt aber den Comic zu dem Thema :)
Viel Spass!

Mittel und Zweck (Sinn)
Oh! Jetzt weiss ich wo der Denkfehler von Physiotherapie und Ergotherapie und auch Medizin und generell ist!
Weil auch sie das Mittel zum Zweck zum Ziel gemacht hat!

Wie mein ich das? Also ich brauch früh genau wie meine Schwester viel Überwindung um aufzustehen und hochzukommen. Generall bei allem , was ich tue und was für andere normal ist und mühelos abläuft.

Ich hab Euch ja schon erklärt warum das so ist: weil halt durch das hypersensible Nervensystem eine wahre Informationsflut von Reizen, zu verarbeiten ist. Damit ist das HIrn also schon ausgelastet. Also wieder das zuviel des Guten - Prinzip.

Das geht Euch ja inzwischen auch so mit der Informationsüberflutung aus Nachrichten, SMS, Whatsapp und sämtlichen Kommunikationskanälen. Im Gegensatz zu meiner Schwester und mir, macht Ihr das aber freiwillig. Ihr könntet also jederzeit (allerding mit Widerstand Eures Hirns, das sich an diesen Wahnsinn inzwischen gewöhnt hat, und sich gegen ein Umlernen wehrt! Amygdala... das ist auch das, wie Süchte entstehen... man kann nicht mehr anders oder ohne...) damit aufhören.

Unsere Gehirne können das nicht.

Aber wie funktioniert es, dass wir Umlernen und sofort den Schalter anknipsen können und uns in Bewegung setzen?
Wenn wir einen verdammt guten Grund dazu haben! Also ein Ziel!

Und dieses Ziel heisst wenn ich aufstehen will nicht: ich will, dass mein Fuss sich bewegt und dass ich mich drehe... Denn das ist kein Ziel sondern das Mittel zum Zweck! Umd das geht es ja gar nicht! Das ist nebensächlich! Sekundär.

Aufstehen tu ich, wenn ich eien Kaffee will, wenn ich eine Idee für einen Comic habe und den zeichnen will, wenn ich eine Idee habe (wie jetzt) wie ich anderen helfen kann und wie ich das in Worte fassen und hier zusammenschreiben kann.

Also: das Ziel ist das, was Ihr tun wollt! Nicht wie Ihr dahinkommt (das Mittel). Warum wollt Ihr den Fuss bewegen? Das wie ergibt sich dann. Und meistens nicht so wie Ihr das plant. Das lässt sich nicht planen.

Evtl. besteht es aber aus Teiletappen. Also das ich will unabhägig und selbsständig bleiben und Freunde finden, führt mich intuitiv zu Etappenzielen wie CRPS und Autismus und jetzt zum Schlaganfall. Aber nur, damit ich die Denkfehler erkenne. Und erkennen kann, dass ich das ja schon mache! Es war mir nur noch nicht bewusst.

Und genau das muss ich momentan und will ich auch neu definieren: was ich will. Den Sinn. Denn das was ich vor dem Schlaganfall gemacht habe, ergibt nun keinen Sinn mehr. Denn dieser Versuch, dieses Experiment hat ja nicht funktioniert. Weil ich keine Mitstreiter gefunden habe.

Auch da sind noch zwei Denkfehler: erstens, ich muss Mitstreiter finden, die das freiwillig wollen. Und zweitens, die müssen Schnittstellen (ähnliche Erfahrungen, Beweggründe wie ich) haben! Also sie müssen mit mir irgendwas gemeinsam haben und ein ähnliches (gemeinsames) Ziel. Also z.B. meine Schwester: sie will ihre Hand wieder bewegen können, damit sie mehr machen und unabhängiger sein kann. Das Damit ist das Ziel.

Allerdings ist das noch viel zu unkonkret. Also zu abstrakt. Ihr braucht konkrete Einzelziele. Was will ich jetzt machen? Worauf hab ich Lust? Und genau das bringt Euch dann wieder in bewegung und setzt den Heilungsprozess in Gang. Wow!

Nachtrag zu erstens: Freiwilligkeit. Ich kann andere Menschen einladen, den Weg mit mir mitzugehen. Aber nicht mit äusserem Druck. Sondern nur, wenn ich sie einlade und dann in Ruhe lasse. Okay, das fällt mir schwer. Bzw. naja... ich teile halt gern meine neuesten Erkenntnisse mit anderen um ihnen zu helfen. Damit mache ich keinen Druck sondern ich biete ihnen Chancen und Möglichkeiten an! Also ist das schon okay, wie ich das mache. Aus dieser Sicht. Ausser der andere teilt mir aus seiner Sicht mit, dass ihn meine Zutexterei nervt. Dann versuch ich mich zu bändigen und Rücksicht darauf zu nehmen. Da das auch ein Umlernprozess ist, kann das dauern. Oder der Druck der Person erhöht sich und damit die Dringlichkeit entsprechend: z.B. wenn sie mich wie die eine Ärztin verbal zusammenfaltet und mit Wut reagiert. Das tut mir weh und damit ziehe ich dann die Konsequenzen.

Oder wie bei meiner Ergo. Es fühlte sich schon geraume Zeit nicht wirklich gut an. Weil ich mich von Ihr oft wie ein kleines Kind behandelt fühlte. Weil der Dialog nicht mehr vorhanden war. Vielleicht war er es auch nie wirklich so wie ich es aus meiner Sicht gesehen hatte. Ich dachte , wir lernen beide voneinander und jetzt mit dem Schlaganfall und weil sie auch Schlaganfallpatienten behandelt wird es erst richtig interessant! Weil ich Ihr mit ihnen helfen kann.

Das war meine Sicht. Und die teilte sie nicht. Sie sah das von der Sicht des Normdenkens, dass es mit mir jetzt keinen Sinn mehr mache. Sie schrieb mich ab. So sieht es das Denken des Gesundheitssystems ja vor. Ich bin austherapiert.

Also wenn ich als Baby einen Schlaganfall hatte und das die Ursache des Autismus ist und die autistischen Verhaltensweisen nur Kompensationsstrategien für die Art mit meinen durch den Schlaganfall ausgelösten Beeinträchtigungen sind, dann hab